SPITZENFORSCHUNG ÄSTHETISCHE DERMATOLOGIE UND DERMATOCHIRURGIE 2018 - Dermatologische Praxis
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Ä S T H E T I S C H E D E R M AT O L O G I E & D E R M AT O C H I R U R G I E 5
Lebendige Wissenschaft
Spitzenforschung in der Ästhetischen Dermatologie & Dermatochirurgie 2018
Auszeichnungen und innovative Fortschritte
Ein herzliches Dankeschön an die Autorinnen und Autoren der Beiträge sowie an die nachfolgenden IMPRESSUM
Institutionen, die die Ausgabe 2018 mit einem Grußwort ideell unterstützt haben.
Grußworte:
Q Prof. Dr. med. Klaus Fritz
Tagungspräsident der DERM (Dermatologische Praxis)
Q Dr. med. Dominik von Lukowicz
Vorstandsvorsitzender und Tagungspräsident der Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive
Intimchirurgie (GAERID) e.V.
Q Priv.-Doz. Dr. med. habil Tino Wetzig
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) e. V.
Q Prof. Dr. med. Stefan Beissert und Dr. med. Jörg Laske
Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC) e. V.
Verlag / Gesamtherstellung:
ALPHA Informationsgesellschaft mbH, Finkenstraße 10, 68623 Lampertheim
Tel. 06206 / 939-0, Fax 06206 / 939-243, E-Mail: info@alphapublic.de
in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Redaktionsleitung und Koordinierung der Beiträge:
Christiane Cornwell, E-Mail: christiane.cornwell@alphapublic.de
Layout: Maria Adler
Publikationsmarketing: Christiane Cornwell
Umschlaggestaltung: Abbildung rechts: iStock – Fotografie – ID: 183423445. Abbildung mittig: iStock – Foto-
grafie – ID/585797208 Order-Lizenz 2053738809 und 2053738698.
ISSN: 1861-4620 / Ausgabe 2018
Projektnummer: 96-518
Copyright ©: ALPHA Informations-GmbH/Lampertheim
Für die Inhalte der Beiträge und die Abbildungen in den Beiträgen sind die Autoren verantwortlich.
Dieses Werk und die einzelnen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nach-
drucks, des Vortrags, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Verwendung in elektronischen Syste-
men, bleiben bei auch nur auszugsweiser Verwendung vorbehalten. Eine Vervielfältigung des Werkes und Teilen des Werkes ist auch
im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechts der Bundesrepublik Deutschland vom 9. Septem-
ber 1965 in der jeweils gültigen Fassung zulässig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechts.Spitzenforschung
in der
Ästhetischen WISSENSCHAFTS-
PUBLIKATION
Dermatologie
2018
und AUSZEICHNUNGEN
UND
INNOVATIVE
Dermatochirurgie FORTSCHRITTEFÜR ÄSTHETIK & MEDIZIN
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Herzlich willkommen
ZUR 16. DERM – UNSERER TAGUNG »DERMATOLOGISCHE PRAXIS«
Ein kompaktes Update in Ästhetischer und Allgemeiner Dermatologie! DERM
( D E R M AT O L O G I S C H E
PRAXIS)
Willkommen zur 16. DERM – unse- Im Bereich Praxismanage-
rer Tagung »Dermatologische Pra- ment kommt neben GOÄ
xis«. Vom 9. bis 11. März 2018 Optimierung durch korrekte
wird Frankenthal wieder zum Zen- Abrechung die bewährte
trum der Hautärzte/-innen auf der Sonn tagsdiskus sions runde
bundesweit größten Fachtagung »Tipps und Tricks der Praxis-
für Niedergelassene und mit ca. führung«. Juristische Fragen
2000 Teilnehmern. werden von Anwälten beleuch-
tet wie »Regressbedrohung
Das Programm deckt wieder alle durch Regionalisierung der
wichtigen Standbeine der Haut- Wirtschaftlichkeitsprüfungen?«
arztpraxis ab. und »Was mache ich im Haft-
pflichtfall« Typische Fälle aus
Ein herzliches Willkommen sagen der Haftpflichtversicherung.
wir daher besonders denen, die
neu und erstmals als Partner dazu gekommen Unsere Kooperationspartner DGDC bietet seinen
sind: der BVÖD – österreichischer Berufsverbande eigenen Themenblock zur fortgeschrittenen Der-
für Dermatologen/innen, der AEDA – Allergolo- matochirurgie an und Sonntagvormittag leitet
genverband und das Dermatikon Netz. Und wir Dr. Löser das dermatochirurgische Intensiv-
begrüßen die Mitglieder der weiteren Koopera- seminar mit dem Schwerpunkt »Kniffe und Kunst-
tionspartner ADK, DGDC, Onkoderm, des Psoria- griffe«. In diesem Rahmen wird auch besprochen:
sisnetzes Südwest, Pso Best, des BVDD und der »Operation und histologischer Befund und Histo-
DDL. logie und Abrechnung«.
Über 70 Referenten werden in ca. 120 Angeboten Die ADK (Arbeitsgemeinschaft Dermatologische
ihr Wissen weitergeben mit insgesamt 39 CME- Kosmetologie) bietet unter Vorsitz von Frau Pro-
Fortbildungspunkten. Die Vorträge zu Lasern sind fessor Borelli einen eigenen Workshop an mit
dabei sowohl von der DDL wie auch DDA für Themen wie: »erfolgreiche Aknetherapie durch
Zertifikate anerkannt, gleiches gilt für das DDA adjuvante Dermatokosmetik«, »Vitamin B 3 in der
Zertifikat Aesthetik. Praktische und neue Schu- aesthetischen Dermatologie – der neue Block-
lungsangebote für MFA´s finden am Samstag- buster«, »Pigmentzelltransfer bei Hypopigmentie-
vormittag statt und auch für Assistenten in rungen oder Therapie der Rosazea« und das
Weiterbildung ist wieder gesorgt. Kurse – Kurse – Thema »Pruritus – gezielte Linderung durch
Kurse: alles praxistauglich, Hands on, Live Demo, Menthoxypropandiol«. Ein weiterer Themenblock
Video, praktische Workshops zu klassischer Der- widmet sich den »Lasern und Energy based
ma, Filler, Fäden, Dermatochirurgie, Allergologie, devices«. Dazu gehört Hyperhidrosis, Radio-
Praxismanagement, Laser und Venen. frequenz zur Hautstraffung und Fettabbau, um
3HIFU (High intensity focused ultrasound) und die Wir freuen uns auf das eigene Seminar unseres
Lipolyse durch Kälte. Pikosekunden-Plattformen neuen Kooperationspartners AEDA, den Ärztever-
für -Tattooentfernung, pigmentierte Läsionen, band deutscher Allergologen e. V. unter seinem
Skin Rejuvenation und Toning und über neue An- Vorsitzenden Prof. Klimek und AEDA Vorstands-
wendungsgebiete im Bereich der Laser-Lipolyse mitglied Prof. Wolfgang Wehrmann. Natürlich
sowie die adäquate Nachbehandlung. Gerade der nehmen die Summe aller Themen aus der klassi-
Managementaspekt wird wie gewohnt auf dieser schen Dermatologie großen Raum ein, »Das
Tagung schwerpunktmäßig vertreten sein mit: Update Mykologie«, präsentiert neues zum Erre-
»Erfolgreiche Laserinvestition – Vom Praxisma- gerspektrum und am Sonntag wird zusätzlich ein
nagement bis zur Abrechnung«. Mycologiekurs angeboten.
Weitere Themen werden sein: neue BG Abrech- Es ist uns auch erneut ein großes Vergnügen, Ih-
nungsmöglichkeiten, das Antikorruptionsgesetz, nen die Neuausgabe von »Spitzenforschung Äs-
Igelworkshop und seinen Risiken »Marketing und thetische Dermatologie und Dermatochirurgie
vieles andere mehr«. 2018« zu präsentieren und Sie mit dieser Edition
zudem über Wissenschafts- und Innovationsprei-
Nicht nur für Weiterbildungsassistenten wird Frau se sowie die aktuellen Forschritte in der Ästheti-
RA Vogt Klarheit verschaffen über Kooperations- schen Medizin zu informieren.
formen, Verträge und zu allem was man bei
Praxisabgabe, -übernahme oder Kooperationen Freuen Sie sich an neuen Erfahrungen, Diskussio-
wissen muss. nen und dem Wiedersehen mit vielen – genießen
Sie auch die Umgebung und Hotels der Deutschen
Zwei Preise sollen wieder vergeben werden: Die Weinstraße.
Verleihung des Tagungspreises Patientenkom-
munikation und des Innovationspreises sollen Wir freuen uns, dass Sie (wieder) hier sind
traditionell tolle Ideen aus den Praxen zur Nach-
ahmung und als Ideengeber auszeichnen. (Details Ihr
auf der Tagungswebsite: www.dermatologische-
praxis.com). Prof. Dr. med. Klaus Fritz
Tagungspräsident der DERM
(»Dermatologische Praxis«)
4Dermatologische Praxis IN AKTIVER KOOPERATION MIT FOLGENDEN GROSSEN DERMATOLOGISCHEN GESELLSCHAFTEN:
DERM FRANKENTHAL REFERENTEN
Referentenliste
Die 16. DERM – Tagung der Dermatologischen Praxis. Hier eine Auflistung der Referenten, die sich an der
Tagung vom 9. bis 11. März 2018 beteiligen.
Q Dr. med. Michael Ardabili Q Frau Ina Mofidi
Q Prof. Dr. med. Khusru Asadullah Q Frau Manuela Müller
Q Dr. med. Roland Aschoff Q Dr. med. Sammy Francis Murday
Q Dr. Thorsten Auer Q Prof. Dr. med. Pietro Nenoff
Q Prof. Dr. med. Matthias Augustin Q Dr. Doerthe Nicolas
Q Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles Q PD Dr. med. Jan P. Nikolay
Q Prof. Dr. med. Christiane Bayerl Q Dr. Doerthe Nicolas
Q Dr. med. Stefan Bigge Q Dr. med. Alexandra Ogilvie
Q Prof. Dr. med. Claudia Borelli Q PD Dr. Alexa Patzelt
Q Prof. Dr. med. Randolf Brehler Q Prof. Dr. med. Uwe Paasch
Q Prof. Dr. Dieter Bussen Q Prof. Dr. med. Ralf-Uwe Peter
Q Prof. Dr. med. Thomas Diepgen Q Dr. med. Josef Pilz
Q Prof. Dr. med. Thomas Dirschka Q Dr. med. Andreas Pinter
Q Prof. Dr. med. Peter Elsner Q Dr. med. Welf Prager
Q Prof. Dr. med. Jörg Faulhaber Q Prof. Dr. med. Thomas Proebstle
Q Dr. med. Konstantin Feise Q PD Dr. med. Marc Alexander Radtke
Q PD Dr. Moritz Felcht Q Prof. Dr. med. Kristian Reich
Q Dr. med. Pierre Foss Q Dr. med. Dieter Reinel
Q Dr. med. Reinhard W. Gansel Q Prof. Dr. med. Uwe Reinhold
Q PD Dr. med. Gerd Gauglitz Q Dr. med. Dagmar Richter-Hintz
Q PD Dr. med. Peter Arne Gerber Q Dr. med. Bernd Salzer
Q PD Dr. med. Sascha Gerdes Q Dr. med. Sonja Sattler
Q Dr. med. Daniela Greiner Q Prof. Dr. Martin Schaller
Q Dr. med. Harald Gröne Q Frau Kathrin Schlauch
Q Prof. Dr. med. Gerd Gross Q PD Dr. med. univ. Astrid Schmieder
Q Dr. med. Melanie Hartmann Q Dr. med. Lutz Schmitz
Q Prof. Dr. med. Ulrich Hengge Q Prof. Dr. Stefan Schneider
Q Dr. med. Matthias Herbst Q PD Dr. med. Christina Schnopp
Q Dr. med. Klaus Hoffmann Q Prof. Dr. med. Rudolf Schopf
Q PD Dr. med. Thomas Jansen Q Dr. med. Heike Schulenburg
Q Dr. med. Rainer Jokisch Q Dr. med. Doris Spreitzer
Q PD Dr. med. Claudia Kauczok Q Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz
Q Frau Gabi Kaute Q Prof. Dr. med. Rolf Markus Szeimis
Q Prof. Dr. Martina Kerscher Q Dr. med. Keywan Taghetchian
Q Dr. med. Ralph von Kiedrowski Q Herr Martin Tapparo
Q Prof. Dr. med. Ludger Klimek Q Prof. Dr. Christian Termeer
Q RA Stefan Knoch Q Frau Anna Tersteeg
Q PD Dr. med. Wolfgang Koenen Q Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz
Q Univ.-Prof. Dr. med. Jean Krutmann Q Godfrey Town PhD
Q Prof. Dr. med. Hjalmar Kurzen Q RA Simone Vogt
Q Dr. med. Dirk Landwehr Q Prof. Dr. med. Wolfgang Wehrmann
Q Dr. med. Bettina Lange Q Dr. med. Michael Weidmann
Q Dr. med. Stephan Lischner Q Prof. Dr. Dr. Andreas Wollenberg
Q Dr. med. Christoph Löser Q Dr. med. Claudia Zeidler
Q Dr. med. Dirk Maaßen Q Dr. med. Julian Zimmermann
Q Herr Martin Meyer Q Dr. med. Thomas Zimmermann
Q Dr. Peter Mikowsky
15QUELLE ASCLEPION LASER TECHNOLOGIES GMBH
PicoStar
Der modernste PICO-Laser zur Tattoo- und
Pigmententfernung
Millionen Menschen mit Tattoos. Die gesellschaftliche Stigmatisierung von Tätowierten gehört der
Vergangenheit an: Früher als Tabusymbole von Subkulturen angesehen, hat die Verbreitung von Tattoos
enorm zugenommen – ein Phänomen, das sich weltweit beobachten lässt. Über 45 Millionen US-Amerika-
ner tragen diese dauerhafte Art des Körperschmucks und 40 % der 20- bis 40-jährigen haben mindestens
ein Tattoo. Seit Ende der 90er Jahre floriert die Branche auch in Europa. Allein in Frankreich hat sich die
Anzahl der Tätowierer binnen eines Jahrzehnts verzehnfacht. Zwanzig Prozent aller Personen zwischen
25 und 34 Jahren sind tätowiert. Und in Deutschland sind es Schätzungen zufolge circa 10 % der Bevöl-
kerung – das sind über acht Millionen Menschen. Aktuell haben etwa 75 Millionen Europäer ein Tattoo.
Und es werden immer mehr.
High-Tech Laser für optimale Ergebnisse besondere im westlichen Kulturkreis gelten Som-
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Verfahren mersprossen als „Modeaccessoire”.
zur Entfernung von Tattoos etabliert. Gute Cover-Ups
sind nur für wenige eine zufriedenstellende Lösung. Doch viele sehen diese kleinen bräunlichen Punkte
Doch Methoden wie die operative Entfernung des als ästhetische Beeinträchtigung an, vor allem,
tätowierten Hautbereichs, das Abschaben des wenn sie sich in großer Zahl im Gesicht oder auf
Tattoos mit starker Mikrodermabrasion oder chemi- Armen und Beinen befinden. Andere Pigmentie-
schen Peelings, bei denen die oberen Hautschichten rungstypen wie Altersflecken (Lentigines senilis)
mit ätzenden Substanzen entfernt werden, sind häu- werden ebenfalls von den Betroffenen als uner-
fig mit starken Schmerzen, einem langwierigen wünscht angesehen und ähnlich wie bei Falten, sagt
Heilungsprozess und unansehnlichen Narben ver- man, dass sie die Menschen älter machen. Sie sind
bunden. Oft wird dabei auch das umliegende strenggenommen zwar kein Zeichen des Alterns,
Gewebe geschädigt. sondern eher das Ergebnis von Sonnenschädigung,
doch treten sie normalerweise in fortgeschrittenem
Im Gegensatz zu diesen Verfahren konnte sich die Alter auf. Und je älter man wird, umso stärker wird
Lasertechnik als sanfte und schmerzarme Behand- der Wunsch, jünger und lebendiger auszusehen und
lungsmethode mit optimalen Ergebnissen etablieren. die Nachfrage nach der Entfernung von Pigment-
Seit Jahren wendet Asclepion erfolgreich Laser der flecken ist groß.
Produktreihe TattooStar an, um Tätowierungen zu
entfernen – Tausende von zufriedenen Patienten Wie der Name schon sagt, treten Altersflecken
können das bestätigen. meist erst auf, wenn man älter wird: Ab Mitte Fünfzig
sind 50 % der Frauen und 20 % der Männer betrof-
Der Markt der Pigmententfernung fen. Ab Sechzig Jahren haben fast 90 % aller hell-
Zu unserer Vorstellung von Schönheit gehört auch häutigen Menschen diese Flecken. Das macht sie in
perfekte Haut, mit der aber in der Realität kaum Mitteleuropa zu der am häufigsten vorkommenden
jemand gesegnet ist. Die „Schönheitsfehler” können Pigmentierung. Doch diese unschönen Flecken kön-
die unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben nen auch bei jüngeren Leuten auftreten. Bei Men-
haben und sind teilweise gar nicht unerwünscht. schen mit heller Haut ist das häufiger der Fall.
Sommersprossen (Epheliden) zum Beispiel betonen Sonnenbrand kann die Entstehung von Altersflecken
einen natürlichen, jugendlichen Look und erinnern ebenfalls fördern. Daher ist diese Pigmentierung
auch an kühlen Tagen an sommerliche Frische. Ins- auch als „Sonnenflecken” (Lentigines solaris) be-
K O N TA K T
Asclepion Laser
Technologies GmbH
Brüsseler Straße 10
07747 Jena
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16ASCLEPION LASER TECHNOLOGIES GMBH QUELLE
kannt und tritt meist an Stellen auf, die häufig der Der PicoStar, die neueste Generation von Asclepions
Sonne ausgesetzt sind, d. h. Gesicht, Hände, Dekol- Technologie zur Tattoo- und Pigmententfernung,
letee und Unterarme. kann auf einen unübertroffenen Erfolg in der ganzen
Welt blicken. Das ist der Beweis für Effektivität,
Auswahl des richtigen Lasers: Sicherheit und hohe Qualität.
Für ein optimales Ergebnis
Aufhellende Cremes, chemische Peelings und Kälte- Made in Germany
behandlungen – es gibt viele Behandlungsarten zur
Entfernung von Pigmentflecken. Doch das Ergebnis
lässt sich oft nicht vorhersehen und der Heilungs-
prozess ist langwierig und schmerzhaft. Ein Peeling
kann bei zu starker Dosierung sogar die darunterlie-
genden Hautschichten schädigen und geht dann mit
einem erhöhten Risiko für Infektionen oder die
Entstehung von Narben einher.
Auch bei aufhellenden Cremes ist Vorsicht geboten:
Wird das Produkt ungenau aufgetragen, können
hierbei auch Teile der umliegenden Haut unbeab-
sichtigt aufgehellt werden. Cremes können auch die
Entstehung von roten Hautstellen und Hautreizungen
auslösen.
Im Gegensatz dazu konnte sich die Lasertherapie als
besonders effektive Behandlungsmethode durch-
setzen. Sie ist fast schmerzfrei und zudem werden
Pigmentflecken sehr präzise entfernt. Der Nanose-
kundenlaser wird in der Praxis häufig zur Behandlung
natürlicher Pigmentflecken eingesetzt, da Melanin,
das wichtigste Hautpigment, Laserstrahlen beson-
ders gut absorbiert und so eine langfristige Ent-
Vorteile
fernung der Flecken ermöglicht. + Bis zu vier Wellenlängen
+ Höchste Energie und kürzeste Impulse
Jetzt haben wir diese Technologie noch weiter ver-
bessert und präsentieren PicoStar + Homogener Laserspot
+ Automatische Spoterkennung
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Seit mehr als 40 Jahren agiert Asclepion Laser
+ Keine Verbrauchsmaterialien
Technologies als führendes Unternehmen der inter-
nationalen medizinischen Lasertechnologie bei der
Herstellung hochentwickelter Lasersysteme für die
Dermatologie, ästhetische Medizin und Chirurgie. Grafische Benutzeroberfläche
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Industrie berühmt ist. Dort investiert das Unterneh- + Menü für Anfänger und Experten
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17DERM FRANKENTHAL
TAGUNG 2018
Kongressreferenten der Dermatologischen Praxis
Frankenthal stellen Ihre aktuellen Fortschritte dar –
Abstracts
Konfokale Laser Scanning Mikroskopie im Praxisalltag – wie der Einstieg leicht gelingt
Dermatohistopathologie – ein Buch mit sieben Siegeln – so denkt mancher klinisch versierter Dermatologe.
Die konfokale Laser Scanning Mikroskopie bedeutet Histologie der lebenden Haut in Echtzeit – geht das ohne
histologische Ausbildung? Bzgl. der Tumordifferenzierung ist die Antwort ein klares „Ja“. Es gibt einfache
Richtlinien zur Unterscheidung von „benigne“ und „maligne“ in der Laser Scanning Mikroskopie, nach kurzer
Einarbeitungszeit gelingt die Unterscheidung.
Grundlage ist die Kenntnis der Architektur der gesunden Haut – kein Problem für Dermatologen. Das Korrelat
in der Vivascopie ist schnell erlernt.
In der Laser Scanning Mikroskopie wird die Haut in optischen Horizontalschnitten dargestellt – beurteilt
Q Referentin: werden Epidermis, Junktionszone und oberes Corium bis zu einer Eindringtiefe von 250 μm.
Prof. Dr. Martina Bacharach-Buhles
Dermatologie in der Die unterschiedlichen Hautschichten der gesunden Haut stellen sich in der Laser Scanning Mikroskopie als
Altstadtklinik Hattingen Honigwaben- oder Kopfsteinpflastermuster, Ringe oder Netze, scharf oder unscharf begrenzt dar. Zu beur-
Große Weilstraße 41 teilen sind: Erhalt der Architektur, Vorhandensein atypischer Zellen oder Zellnester in Epidermis, Junktions-
45525 Hattingen zone und Corium.
Die zentrale Frage – Ordnung oder Chaos, bekannt aus der Dermatoskopie von Harald Kittler, ermöglicht die
Differenzierung benigner und maligner Tumore auch für den histologisch Ungeübten.
Mithilfe dieser Musteranalyse lassen sich melanozytäre Naevi, Lentigines, seborrhoische Keratosen und
Melanome gut unterscheiden, ebenso wie Basalzellkarzinome, aktinische Keratosen und Plattenepithel-
karzinome. Der Einsatz der Laser Scanning Mikroskopie reduziert die Anzahl der nicht erforderlichen
Exzisionen bei benignen Tumoren drastisch.
Die konfokale Laser Scanning Mikroskopie
stellt ein leitliniengerechtes Verfahren dar und
ist entsprechend abrechenbar. Die Laser-
Scanning-Aufnahmen am Patienten werden
selbständig von den Arzthelferinnen durch-
geführt, die Auswertung kann vom Dermato-
logen direkt am Patienten oder in Ruhe nach
der Sprechstunde erfolgen. Die Spezifität und
Sensitivität liegt bei aktinischen Keratosen bei
97,7 %, bei Basalzellkarzinomen zwischen
91 – 100 % und bei Melanomen bei bis zu
98,89 %, je nach Erfahrung des Untersuchers.
Aufgrund der Möglichkeit die Tumore dreidi-
mensional histologisch dar zu stellen, können
18DERM FRANKENTHAL REFERENTEN
auch kleine dysplastische oder maligne Areale in einem größeren Tumor detektiert werden, dies ermöglicht
eine noch frühzeitigere Erfassung von malignen Tumoren und damit eine wesentliche Verbesserung der
Prognose und Operabilität.
Bei kritischen Fragestellungen bietet sich die Möglichkeit die Bilder von einem Experten via Telemedizin mit
beurteilen zu lassen.
Filler und die Rolle von Vernetzern
Seit Jahren gelten dermale Filler auf Hyaluronsäurebasis als populäres Mittel zur Konturierung der
Gesichtslinien und zur Volumengebung. Filler auf Hyaluronsäurebasis sind wegen ihrer chemisch-physischen
Eigenschaften, Biokompatibilität, ihres biologischen Abbaus und aufgrund ihrer Vielseitigkeit hinsichtlich der
Einsatzmöglichkeiten oft das Mittel der Wahl. Aus diesem Grund gibt es auf dem Markt eine schier unüber-
sichtliche Anzahl an Produkten verschiedener Firmen, die sich z. B. hinsichtlich ihres Ursprungs, Grad und Art
der Vernetzung, Konzentration, Festigkeit, zeitlicher Dauer der Korrektur und ggf. der Zugabe eines Lokal-
anästhetikums unterscheiden. Bei aller Beliebtheit sind jedoch auch Fälle von ernsten Nebenwirkungen, z. B.
allergischen Reaktionen auf Hyaluronsäure-Filler bekannt. Wir haben uns an bekannte Firmen mit der Bitte
um die Beantwortung zweier Fragen gerichtet: Q Referent:
Reinhard W. Gansel, D.A.L.M.
1. Wieviel Reststoff, z. B. im Sinne von Vernetzern ist bzw. sind in Ihren Produkten enthalten? Laser Medizin Zentrum Rhein-Ruhr
2. Können Sie mir Angaben bezüglich der Reinheit der Produkte bzw. zu den Bakterienresten machen? Porschekanzel 3 – 5
45127 Essen
Im Vortrag werden die Ergebnisse präsentiert. Tel.: 0201 2437770
E-Mail: info@lmz.de
www.lmz.de
Leitliniengerechte Behandlung genitaler Warzen
Trotz der Entwicklung sicherer und hochwirksamer HPV-Impfstoffe (Tetravalente und Nonavalente Vakzine)
ist in Deutschland die Behandlung genitaler Warzen noch immer ein großes Problem.
In anderen Ländern mit hoher Impfrate von mehr als 70 – 80 % ist die Häufigkeit der Diagnose „Genitalwarzen“
bei beiden Geschlechtern um ca. 80 – 90 % abgesunken. Bei einer Impfrate von 40 – 45 % wird dieser Erfolg in
unserem Land nicht erzielt werden können.
Genitale Warzen können erhebliche, negative Auswirkungen auf die Lebensqualität betroffener Patienten
haben. Genitale Warzen sind die häufigste, virale, sexuell übertragbare Krankheit. Ihre Kontagiosität beträgt
mindestens 60 %. Dies erfordert eine konsequente Therapie mit einem effizienten Therapieansatz. Im
Allgemeinen geht die Behandlung genitoanaler HPV-assoziierter Läsionen (genitale Warzen und intraepithe-
liale Neoplasien) mit einer hohen Rezidivrate einher. Die daraus resultierenden Behandlungskosten und die
Auswirkungen auf das Gesundheitssystem sind hoch.
Q Referent:
Mit der konservativen Therapie, mit Sinecatechin 10 % Salbe oder mit Imiquimod 5 % Creme, ist die Therapie Univ. Prof. em. Dr. med. Gerd Gross
genitaler Warzen sehr verbessert worden. Vor allem konnte die Rezidivquote wesentlich verringert werden. Universitäts-Hautklinik Rostock
Bei rezidivierenden Warzen im Genitalbereich wird die kombinierte sequentielle Therapie empfohlen. Diese Leiter des HPV-Management Forums,
besteht einerseits aus einem chirurgischen/ablativen Verfahren wie z. B. Laser, Elektrokauter, Scherenschlag AG der Paul-Ehrlich-Gesellschaft e.V.
oder Kryotherapie. Zusätzlich erfolgt hier nach der Wundheilung eine lokale Nachbehandlung mit Sineca- Postadresse:
techin 10 % Salbe oder mit Imiquimod 5 % Creme. Hautfachärztliche Privatpraxis
Buchholzer Landstraße 62
In dem Referat wird auf die leitliniengerechte Behandlung genitaler Warzen eingegangen. Zugrunde liegt die 21244 Buchholz
aktuelle, interdisziplinäre AWMF S2k-Leitlinie „HPV-assoziierte Läsionen der äußeren Genitalregion und des
Anus: Genitalwarzen und Krebsvorstufen der Vulva, des Penis und der perianalen und intraanalen Haut“
(AWMF-Registernummer: 082-008). Die Behandlung umfasst einerseits die Diagnostik und Differentialdiag-
nostik und andererseits die Therapie genitoanaler Warzen, sowie die Nachsorge der betroffenen Patienten.
19REFERENTEN DERM FRANKENTHAL
Auf Zelle und Cent – Histobefund und der korrekte OPS
Die histopathologische Untersuchung einer Gewebeprobe ist wichtiger Bestandteil der Behandlung unter-
schiedlicher dermatologischer Erkrankungen. Eine klinische Diagnose kann so gesichert werden oder bei
unklaren Fällen Hilfe bei der Diagnosestellung eingeholt werden. Differentialdiagnosen werden abgegrenzt
und diskutiert, basierend darauf wird letztlich auch das therapeutische Vorgehen vom Kliniker festgelegt.
Hierfür ist eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit des Dermatologen mit dem Dermatohistologen
erforderlich, betrachten doch beide denselben pathologischen Prozess – klinisch und feingeweblich.
Die zunehmende Spitzfindigkeit der KVen und Privatkassen gegenüber den Leistungserbringern führt zu einer
vermehrten Kontrolle der zur Abrechnung eingereichten Ziffern. Wichtig ist hier eine die Optimierung der
Q Referentin: Angaben auf dem histologischen Anforderungsschein sowie auch der Angaben im feingeweblichen Befund
Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Kauczok und deren Interpretation. So führt auch in diesem Bereich die Zusammenarbeit von Kliniker und Histologen
Dermatologin und Dermahistologin zu einem präzisen und höchst ökonomischen Ergebnis. Bedingen doch die Deklaration und Verschlüsselung
praxis für dermatohistologie der durchgeführten Maßnahmen den Erlös. Auch hier kann nur gemeinsam die höchstmögliche Effizienz er-
www.dermatohistologie-wuerzburg.de reicht werden und die Wege dahin werden im Rahmen des Vortrages aus verschiedenen Aspekten beleuch-
tet. Optimierungspotential und Synergien werden aufgezeigt, als Take-Home Message aufbereitet und bieten
so einen direkten Gewinn für jeden niedergelassenen Kollegen in der täglichen Abrechnungspraxis.
Orale Prävention von Hautkrebs: Wunsch oder Wirklichkeit?
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Die Prävalenz aller Hautkrebsarten ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. In diesem Kontext bekommt
die Prävention eine besondere Bedeutung, ist aber gleichzeitig besonders schwierigen da Ursache und
Konsequenzen teilweise Jahrzehnte auseinander liegen. Verhaltensmodifikation wie z. B. verstärkte Anwen-
dung von Sonnencremes oder Meiden der Mittagssonne führen erst mit großer Verzögerung zu einer
Veränderung der Hautkrebshäufigkeit. Daher ist die Primärprävention bislang auch noch nicht erkennbar
erfolgreich. Sekundärprävention beschreibt das verminderte Wiederauftreten von z. B. aktinischen Keratosen
nach erfolgter Diagnose und Ersttherapie. Unter der Vorstellung einer aktinischen Schädigung eines Feldes
und nicht einer einzelnen Läsion werden zunehmend Verfahren erprobt, die ein Wiederauftreten bzw. ein
Fortschreiten der Erkrankung verhindern sollen. Für alle Hautkrebsarten stellen Sonnenbrände eine signifi-
kante Risikoerhöhung dar und sollten daher verhindert werden.
Q Referent:
Prof. Hjalmar Kurzen Während in der S3 Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ von 2014 die orale Prävention von aktinischen
Haut- und Laserzentrum Freising Keratosen durch Einnahme von antioxidativen Ergänzungsstoffen (Selen, Beta-Karotin, Vitamin A) aufgrund
Kesselschmiedstraße 2 negativer Ergebnisse generell nicht empfohlen wurde, liegen mittlerweile Ergebnisse zu Polypodium leucoto-
85354 Freising mos, Celecoxib und Niacinamid vor. Auch für unterschiedliche pflanzliche Wirkstoffe wie Reservatrol gibt es
Hinweise auf eine chemoprotektive Wirkung. Zumindest für Hochrisiko-Populationen wie Organtransplantierte
Patienten ist orale Hautkrebs-Prävention eine sinnvolle ergänzende Option zu topischem Lichtschutz.
4. Dermatochirurgie-Intensiv-Seminar: „Kniffe und Kunstgriffe“
Seit 2015 gibt es in Frankenthal das DGDC-Dermatochirurgie-Intensiv-Seminar, um sich über Fragen aus allen
Bereichen der klassischen Dermatochirurgie auszutauschen. Das nach Anregungen von Kursteilnehmern in
Ergänzung zu Schweinehaut- und Mousepadkursen in Absprache mit dem DGDC-Vorstand konzipierte
Seminar war jedes Mal rasch überbucht. Deshalb gibt es 2018 eine vierte Auflage. Das interaktive Seminar
präsentiert Fälle für die gemeinsame Diskussion von Lösungswegen bei häufigen und selteneren operativen
Fragestellungen. Bisherige Schwerpunkte in Frankenthal waren 2015 „Ambulantes Operieren“, 2016
„Komplikationen“ und 2017 „Wundverschluss“ mit praktischen Nahtübungen am Schaumstoffmodell. In die-
sem Jahr sind „Kniffe und Kunstgriffe“ das Hauptthema. Trotzdem ist die grundlegende Idee, dass zu allen
Q Referent: Themen Fragen gestellt werden können und der moderierte, kollegiale Austausch im Mittelpunkt steht. Als
Dr. Christoph R. Löser Lernziel sollen alle Teilnehmer nach der Veranstaltung praxisnahe Wege zur komplikationsarmen, derma-
Hautklinik Ludwigshafen tochirurgischen Behandlung beschreiben können. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, bereits im
Hauttumorzentrum Vorfeld konkrete Fragen, gerne auch mit Bildmaterial, per E-Mail (loeserc@klilu.de) zu übermitteln und im
Klinikum Ludwigshafen gGmbH Verlauf des Seminars eigene Tricks und Tipps mitzuteilen.
20DERM FRANKENTHAL REFERENTEN
Laser und adäquate Nachbehandlungen
In der modern und zeitgemäß ausgerichteten Dermatologischen Praxis haben Laser-Systeme einen unver-
zichtbaren Stellenwert.
So breit das Indikationsspektrum für den Einsatz von Lasertechnologie, so breit ist auch das Angebot an
Geräten. Um die häufigsten hierfür geeigneten Diagnosen und Hautzustände mit Laser therapieren zu können,
halten viele Praxen zahlreiche Laser vor. Die Patientenzufriedenheit nach solchen Behandlungen steht und
fällt mit der Wahl des optimalen Geräts, der einwandfreien Durchführung der Behandlung, aber auch wesent-
lich mit der auf die Behandlung idealerweise abgestimmten Nachbehandlung durch den Patienten zuhause.
Hier übersteigt die Vielfalt an Pflegeprodukten die Vielfalt an Lasersystemen nochmal um ein Vielfaches.
In der Präsentation sollen exemplarisch für die drei häufigsten Indikationen für dermatologischen Laserein- Q Referentin:
satz Produkte zur Begleittherapie vorgestellt werden, deren aktive Inhaltsstoffe nachweislich und in evidenz- Dr. Alexandra Ogilvie
basierten, wissenschaftlichen Studien belegte Wirksamkeit zur Optimierung der Laserergebnisse besitzen. Skin Concept
Dermatology, Allergology
Berücksichtigung finden hierbei Produkte, die nach ablativer Lasertherapie eingesetzt werden, sowie solche Südliche Auffahrtsallee 73
nach Laserbehandlung von Pigmentstörungen oder vaskulären Läsionen. 8039 München
www.skin-concept.de
Nichts ist unmöglich – Anwendungen der photodynamischen Therapie in der täglichen Praxis
Neben den zugelassenen Indikationen für konventionelle und Daylight-PDT gibt es andere interessante off-
label-use Anwendungen. Zur PDT bei sklerodermiformen oder basosquamösen Basalzellkarzinomen gibt es
kaum Literatur. Bei Akne und Rosacea sind die ersten Ergebnisse gut und auch nachhaltig, wobei die Daylight-
PDT von den Patienten bevorzugt wird.
Natürlich ist die Wirkverstärkung mit Fraxel-Laser der Goldstandard, aber auch durch Needling mit 0,2 mm
nach Auftragen der Salbe lassen sich sehr gute intensivierte Ergebnisse erzielen. Dies gilt neben der
Nachbehandlung von BCC-Narben auch für Narben bei Akne und das Rhinophym.
In Kombination mit Toluidinblau als Photosensibilisator kann die PDT-Lampe auch zur Wundbehandlung ein-
gesetzt werden. Nach 15 Minuten Beleuchtung ist die Besiedlung mit Bakterien oder Pilzen um 5 Log redu-
ziert. Dies Verfahren lässt sich bei Impetigo contagiosa, oberflächlicher Tinea oder bei superinfizierten Q Referentin:
Verletzungen einfach und schnell durchführen. Dies völlig schmerzfreie Verfahren eignet sich auch die Dr. Dagmar Richter-Hintz
Behandlung chronischer Wunden. Privatpraxis für Dermatologie
Gustav-Heinemann-Straße 7
Gute Erfolge gibt es in Einzelfällen bei z. B. ulzerierter Necrobiosis lipoidica, Neuropathien, postoperativen 50374 Erftstadt
Wundheilungsstörungen und als ergänzende Maßnahme bei Pyoderma gangrenosum oder systemischer
Sklerodermie.
Die Nagelbehandlung mit Toluidinblau und Beleuchtung mit 635 nm ist noch nicht standardisiert, aber häufig
erfolgreich. Wir haben in der Praxis einen Ablauf etabliert, bei dem Patienten nach podologischer Behandlung
mindestens 1 x monatlich beleuchtet werden. Bei gutem Ansprechen innerhalb von 3 Monaten kann auf eine
systemische antimykotische Therapie verzichtet werden.
21REFERENTEN DERM FRANKENTHAL
Systematische Evaluierung für beste Behandlungsergebnisse bei Fillern
Eine standardisierte aber zugleich auch individuelle Behandlungsstrategie ermöglicht eine effektive Patien-
tenbehandlung und Produktwahl. Dies führt im Endeffekt zu einer optimalen Verbesserung der ästhetischen
Ergebnisse und Patientenzufriedenheit.
Das Konzept T.I.P.S. deckt die relevantesten Punkte zur Patientenevaluation und Produktwahl ab und dient
somit als ein Leitfaden zur standardisierten und strukturierten Patientenevaluation und Produktwahl:
T issue
Q Hautqualität: Textur, Elastizität, Rauigkeit, Hydratation, (Glanz/Strahlen), etc.
Q Evaluation der Dicke von Epidermis, Dermis, sowie subkutanem Fettgewebe.
Q Referent: I ndication
Dr. med. Keywan Taghetchian, MBA Q Welches Areal des Gesichts oder Körpers soll behandelt werden?
Smoothline München (Leitung) Q Welchen Effekt versuchen Sie zu erreichen?
und Zürich Q Basierend auf dem Patientenprofil, dem Behandlungsareal und den Injektionsfähigkeiten wird die
www.smoothline.de Injektionstiefe bestimmt (Dermis, subkutane oder supraperiostale Ebene).
info@smoothline.de
Pfisterstraße 11 P latform
80331 München Q Platform hebt die Wichtigkeit der Anatomie der vorliegenden spezifischen knöchernen Strukturen und
Tel.: 089 26-010101 Weichteile hervor, in/über die injiziert wird.
Q Liegen knöchernde Umbauten oder Defizite vor, die es zu kompensieren gilt?
S afety
Q Zur Vermeidung unerwünschter Reaktionen sind eine umfassende Anamnese des Patienten, eine hygie-
nische (aseptische) Arbeitsweise, sowie Kenntnisse zur relevanten Gesichtsanatomie, Risikoarealen und
Injektionstechniken erforderlich.
« All diese Faktoren beeinflussen die Wahl der adäquaten Hyaluronsäure-Filler.
Dokumentation und Regressvermeidung bei der Spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (SIT)
Die sachgerechte Diagnostik, zum Beispiel unter Anwendung der molekularen Allergiediagnostik, und die
Auswahl des patientenbezogenen richtigen Präparates stellen die Grundlage für eine erfolgreiche SIT dar.
Daneben garantiert die korrekte Dokumentation der leitlinienadaptierten Indikationsstellung zur SIT (z. B.
ARIA-Kriterien) die Minimierung bzw. Aufhebung eines Regressrisikos.
Hilfsmittel hierzu stellen ein Dokumentationsleitfaden und eine Visuelle Analogskala (VAS) dar. Mittels dieser
Instrumente wird dem Vertragsarzt sein Tätigwerden in dem überaus wichtigen Teil der Allergietherapie, bei
der SIT, wesentlich erleichtert.
Wie gehe ich bei der richtigen Auswahl meiner Patienten, des geeigneten Präparates und der richtigen
Q Referent: Durchführung vor? Diese Fragen bewegen eine Vielzahl von Dermatologen und Allergologen, die bei einem
Prof. Dr. Wolfgang Wehrmann Patienten mit Rhinokonjunktivitis allergica eine Therapieentscheidung treffen müssen.
Hautärztliche
Berufsausübungsgemeinschaft Die Berücksichtigung der Aufklärungspflichten schützt weitestgehend vor Problemen mit Patienten während
Warendorfer Str. 183 der Durchführung der SIT und stärkt die Adhärenz. So sollte bereits während der Aufklärung auf Alternativen
48145 Münster zur Maßnahme hingewiesen werden, wenn mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche
Tel.: 0251 35051 Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Heilungschancen führen können.
Der Vortrag zeigt praktikable, langjährig erprobte, mit Prüfinstanzen/Krankenkassen abgestimmte und mit
geringem Aufwand umsetzbare Möglichkeiten auf, eine SIT indikationsbezogen und ohne Regressängste
durchführen zu können.
22DERM FRANKENTHAL REFERENTEN
Besseres Honorar bei BG – die neue UV-GOÄ richtig anwenden
Ist Berufsdermatologie betriebswirtschaftlich sinnvoll?
Die Ständige Gebührenkommission hat in ihrer Sitzung am 22.08.2017 nachfolgend aufgeführte Änderungen
des Leistungs- und Gebührenverzeichnisses (Anlage 1 des Vertrages Ärzte/Unfallversicherungsträger (ÄV))
beschlossen:
1. Die Gebühren des Leistungs- und Gebührenverzeichnisses nach § 51 ÄV
(Anlage 1 zum ÄV – UV-GOÄ) werden
Q ab 01.10.2017 um 8 %,
Q ab 01.10.2018 um 3 %,
Q ab 01.10.2019 um 3 % und
Q ab 01.10.2020 um 3 % Q Referent:
erhöht, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist. Prof. Dr. Wolfgang Wehrmann
Hautärztliche
Die nach vielen Jahren der Stagnation erfolgreich eingeforderte und umgesetzte Gebührenerhöhung um in Berufsausübungsgemeinschaft
der Summe 17 % bedeutet für den berufsdermatologisch tätigen Arzt eine mehr als geringe Honorar- Warendorfer Str. 183
verbesserung, die deutlich über denen beim EBM oder der GOÄ der letzten Jahre (leider auch der neu ge- 48145 Münster
planten GOÄ) liegt. Vielleicht mag das berufsdermatologische Wirken bei manchen Kolleginnen und Kollegen Tel.: 0251 35051
nun doch neben dem fachlichen auch betriebswirtschaftliches Interesse wecken. Bei allem Engagement
beim Hautarztverfahren, BK-Verfahren, allgemeiner oder besonderer Heilbehandlung nach § 3 Berufs-
krankheitenverordnung (BKV) sollte man den Blick auf das gesamte Konzept der Umsetzung berufsdermato-
logischer Leistungen in seiner Praxis berücksichtigen. So wie man jegliche Verfahrensweisen, phlebologisch,
operativ oder allergologisch, strukturiert angehen und durchführen muss, bedarf es auch bei berufsdermato-
logischer Ausrichtung eines strukturierten Qualitätsmanagements. Dieses sollte möglichst viel Delegation an
Mitarbeiter enthalten. Die Erstellung von Hautarztberichten und anderen Berichten kann weitestgehend von
nicht-ärztlichen Mitarbeiterinnen erfolgen. Schulungen hierfür bietet auch die aktuelle Tagung an.
An ausgewählten Beispielen werden optimierte Abrechnungsmöglichkeiten nach der UV-GOÄ dargestellt.
Berufsdermatologisches Management in der Praxis
Berichtswesen und Abrechnung zu BK 5103
Alles, was für die Praxis wichtig ist; wie kann man optimieren.
Der Kurs für medizinische Fachangestellte bietet für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen das
Basisrüstzeug zur Durchführung berufsdermatologischer Verfahren im Rahmen der BK 5103. Ziel dieses
Kurses ist die Befähigung zur Übernahme von Leistungen im Rahmen der Berufsdermatologie durch medizi-
nische Fachangestellte und stellt damit die Entlastung der Praxisinhaberin/des Praxisinhabers dar (Dele-
gation von Leistungen).
Q Welcher Patient wird mittels Berufskrankheitenanzeige gemeldet?
Q Welche Informationen benötige ich hierzu vom Patienten?
Q Wie erledigt man Anfragen der Berufsgenossenschaft zielgerichtet (z. B. Hautkrebsbericht)? Q Referent:
Q Wann und in welchem Umfang erstelle ich den Nachsorgebericht? Prof. Dr. Wolfgang Wehrmann
Q Welche Abrechnungsziffer nach UV-GOÄ rechne ich mit welcher Leistung ab? Hautärztliche
Berufsausübungsgemeinschaft
Diese und weitere Themen werden im Kurs behandelt und es werden Abrechnungmodalitäten an Beispielen Warendorfer Str. 183
erörtert. 48145 Münster
Tel.: 0251 35051
Der Kurs stellt ein Angebot zur Umsetzung von delegationsfähigen berufsdermatologischen Leistungen und
Optimierung von Verfahrensweisen und Abrechnungmöglichkeiten dar.
23REFERENTEN DERM FRANKENTHAL
Allergenspezifische Immuntherapie unter den Bedingungen
der Therapieallergene-Verordnung (TAV):
Was sagt die Leitlinien-Tabelle aus?
Auf Antrag einzelner gesetzlicher Krankenkassen wird im Bereich verschiedener kassenärztlicher
Vereinigungen aktuell geprüft, eine Art „Positiv- und Negativliste“ auf der Grundlage der aktuellen
Leitlinie zur allergenspezifischen Immuntherapie (AIT) einzuführen
Q Autor: Ähnliche Überlegungen gab es auch bereits in einer Insbesondere enthält die Leitlinie keinerlei Angaben
Prof. Dr. med. Ludger Klimek Publikation des Verordnungsforums der Kassen- zu einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirt-
ärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) schaftlichen Verordnungsweise, wie sie nach § 12
Nr. 34 vom April 2015 (SCIT und SLIT: Neue S2k- SGB V Absatz 1 Voraussetzung für eine Verordnung
Q Autoren: Leitlinie nimmt Präparate in den Fokus). zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen
L. Klimek1, E. Hamelmann2 ist. Insbesondere die „Wirtschaftlichkeit“ wird hier-
und T. Werfel3 Hierzu hatten die allergologischen Fachgesell- bei in der Leitlinie nicht betrachtet.
schaften mehrfach Stellung genommen [1].
1 Allergiezentrum Wiesbaden, Die Leitlinie und die angehängten Tabellen treffen
Präsident des Ärzteverbandes Hintergrund ist, dass in der aktuellen Leitlinie zur AIT bewusst im Wesentlichen Aussagen zur Evidenz der
Deutscher Allergologen (AeDA), [2] eine Bewertung der allergenspezifischen Immun- aufgeführten Produkte und nur in geringem Maße
2 Kinder und Jugendmedizin, therapie (AIT) als Behandlungsverfahren allergi- zur Wirksamkeit. Evidenz bezieht sich aber nicht auf
Evangelisches Krankenhaus, scher Erkrankungen im Allgemeinen und der aktuell die Höhe der Wirksamkeit, sondern lediglich auf die
Bielefeld, Vizepräsident der verfügbaren Präparate für die AIT bei Pollen-, Offensichtlichkeit, mit der im speziellen Fall nach-
Deutschen Gesellschaft für Gräser- und Milbenallergikern im Besonderen vor- gewiesen ist, dass ein Produkt wirksam – oder even-
Allergologie und Klinische genommen wird. Demnach handelt es sich bei der tuell eben auch unwirksam – ist. Da die Beurteilung
Immunologie (DGAKI) AIT nicht nur um die einzige kausale, sondern auch der Evidenz, mit der die Wirksamkeit einer Inter-
3 Universitäts-Hautklinik Hannover, um die rationellste und langfristig wirtschaftlichste vention gezeigt wird, keine Rückschlüsse auf die
Präsident der Deutschen Therapieform allergischer Erkrankungen. Größenordnung des Effekts der Intervention ermög-
Gesellschaft für Allergologie und licht, kann fehlende Evidenz nicht mit fehlender
Klinische Immunologie (DGAKI) Die Leitlinie will und nimmt jedoch zu Fragen der Wirksamkeit gleichgesetzt werden. Eine Intervention
Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von AIT-Pro- mit noch nicht nachgewiesener Evidenz kann sich
dukten überhaupt nicht Stellung – schon gar nicht zu bei Vorliegen zusätzlicher Daten als wirksam erwei-
Fragen der Wirtschaftlichkeit! Derartige Fehlinter- sen. Allerdings – und hier lassen die Autoren dieses
pretationen der AIT-Leitlinie bedürfen dringend einer Artikels keinen Spielraum für Interpretation zu –
Kommentierung und Richtigstellung. muss diese Wirksamkeit dann auch in entsprechen-
den Studien nachgewiesen werden, bevor die
Die Auswahl der in die Leitlinientabelle eingegan- Anwendung des Präparates am Patienten empfoh-
genen Literatur erfolgte nach streng definierten len werden kann.
wissenschaftlichen Kriterien, die von der Leitlinien-
gruppe zum Zweck definiert wurden, wissenschaft- Hierfür sieht die Therapieallergene-Verordnung
liche Informationen aus klinischen Studien zur (Verordnung über die Ausdehnung der Vorschriften
Evidenz der aufgelisteten Präparate unter den gege- über die Zulassung der Arzneimittel auf Thera-
benen Kriterien darzustellen. pieallergene, die für einzelne Personen auf Grund
einer Rezeptur hergestellt werden, sowie über
K O N TA K T Diese nun als Grundlage für Prüfkriterien für das Verfahrensregelungen der staatlichen Chargenprü-
Verordnungsverhalten in der gesetzlichen Kranken- fung“ – kurz: Therapieallergene-Verordnung (TAV)
versicherung zu machen, ist wissenschaftlich voll- vom 7. November 2008 (Bundesgesetzblatt Jahrgang
Prof. Dr. med. Ludger Klimek kommen haltlos und unbegründet. 2008 Teil I Nr. 51)) eine Übergangsphase vor, in der
für noch nicht zugelassene AIT-Präparate die not-
Zentrum für Rhinologie Derartige Interpretationen hat die Leitliniengruppe wendigen Studien durchgeführt und vorgelegt
und Allergologie ausdrücklich ausgeschlossen: In der Leitlinie und werden müssen. Präparate, für die nach dieser
An den Quellen 10 der zugehörigen Tabelle wird explizit darauf hinge- Übergangsphase weiterhin Wirksamkeitsnachweise
65183 Wiesbaden wiesen, dass die hierin enthaltenen Informationen fehlen, sollten von den Behörden konsequent vom
ludger.klimek@ nicht als Entscheidungsgrundlage zur Verordnungs- Markt genommen werden.
allergiezentrum.org bzw. Erstattungsfähigkeit im Sinne einer Positiv-
oder Negativliste geeignet sind!
24DERM FRANKENTHAL REFERENTEN
Diese Bewertung durch die Leitlinie geschieht vor Leitlinie ausgewählten und keinesfalls unangreifba- Abbildung 1
dem Hintergrund, dass klinische Studien, die den ren WAO-Kriterien stehen beispielsweise erst seit Präambel zur Nutzung der
Effekt der AIT beurteilen, vollkommen unterschied- 2009 zur Verfügung und fanden daher nur Eingang in SIT-Leitlinientabelle.
lich angelegt sind. Auch ist bei Betrachtung ver- neuere Studien mit neueren Produkten.
schiedener Studien zur AIT zu beachten, dass die
Wirkstärke der Behandlung durch Randbedingungen
beeinflusst werden kann, zu denen beispielsweise Präambel reguliert Nutzung
gehören: der SIT-Leitlinientabelle
Q Ausprägung der Symptome in der untersuchten Fehlinterpretationen der Evidenztabelle zur aller-
Population genspezifischen Immuntherapie (SIT) als Anhang
Q Sensibilisierungsrate der Probanden der AWMF-S2k-Leitlinie „Spezifische Immunthera-
Q Ausprägung des Pollenflugs in der Auswert- pie“ haben sich in den letzten Jahren gehäuft. Diese
saison Evidenztabelle wird von einer AG der AWMF-
Q statistische Methoden der Studienauswertung Leitlinienkommission halbjährlich aktualisiert und
(alle eingeschlossenen (ITT) vs. nur die nach enthält produktspezifische Bewertung aller in
Protokoll beendeten Probanden (PP)) Deutschland, in der Schweiz und Österreich verfüg-
Q Definitionen verschiedener Zielkriterien baren Präparate zur allergenspezifischen Immun-
Q Analytische Methoden therapie und über genehmigte/zum Teil abge-
schlossene Studien für TAV-Präparate bzw. neue
Zudem haben sich die Kriterien zur Wirksamkeits- SIT-Präparate.
beurteilung im Laufe der Zeit gewandelt. Behördliche
Zulassungen von AIT-Produkten wurden vor einigen Vor allem Prüfstellen und einige Vertreter der gesetz-
Jahrzehnten nach anderen Kriterien erteilt als heu- lichen Krankenkassen haben hier – gewollt oder
te. Dies spiegelt lediglich die Weiterentwicklung der ungewollt – Interpretationen vorgenommen, die sich
medizinischen Wissenschaft wider und ist keines- von den tatsächlichen Intentionen der Evidenz-
falls ein Qualitätskriterium per se. Die in der neuen tabelle weit entfernt hatten.
25REFERENTEN DERM FRANKENTHAL
Leider kam es auf der Grundlage dieser Fehl- (Wirtschaftlichkeit) und somit auch nicht zu einer
interpretationen zu einer massiven Verunsicherung ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen
der verordnenden Kolleginnen und Kollegen und Verordnungsweise erlaubt. Die Leitlinienkommission
teilweise zu Regress-Androhungen von erheblichem weist daher in der Präambel ausdrücklich darauf
Ausmaß. hin, „…dass die in der Tabelle enthaltene Übersicht
mit produktspezifischen Informationen als Entschei-
Die Vorstände der allergologischen Gesellschaften dungsgrundlage zur Verordnungs- oder Erstattungs-
und die Leitliniengruppe haben sich daher auf eine fähigkeit im Sinne einer Positiv- oder Negativliste
Präambel geeinigt, die zunächst aufgerufen und ungeeignet ist und untersagt ausdrücklich die
deren Kernaussage zugestimmt werden muss, bevor Nutzung zu Marketing- oder Werbezwecken oder zu
man zur Tabelle auf der Website der Deutschen anderen durch oben genannte Ausführungen ausge-
Gesellschaft für Allergologie und klinische Immuno- schlossenen Zwecken.“
logie (DGAKI – www.dgaki.de) weitergeleitet wird:
Sollten Sie also in Zukunft von Seiten der Firmen
Die Tabelle zur produktspezifischen Bewertung oder anderen Stellen in diesem Sinne auf die
beruht auf fünf Minimalkriterien zur Dokumentation Leitlinientabelle angesprochen werden, so wenden
klinischer Studien, auf die sich die an der Erstellung Sie sich bitte an die Geschäftsstellen von DGAKI
der Leitlinien beteiligten Fachgesellschaften, Be- oder AeDA, damit diese Fehlnutzung der Tabelle
rufsverbände und weiteren Gesellschaften geeinigt ausgeschlossen werden kann.
haben. Die nach Allergenquellen sortierten Studien-
listen enthalten Angaben zu klinischen Endpunkten,
Fallzahlen und zum Auswertungsverfahren. Arzneimittel-Richtgrößenprüfungen auf der
Basis unzulässiger Interpretationen der Leit-
Die Präambel enthält den wichtigen Hinweis, dass linientabelle sind abzulehnen.
die Tabelle zur produktspezifischen Bewertung nicht
herangezogen werden kann, um die Verkehrsfähig-
keit oder Erstattungsfähigkeit von Präparaten zu All dies zeigt, dass eine weitergehende Interpretation
bewerten. der Leitlinientabelle, wie sie von einigen oben
genannten antragstellenden Krankenkassen im
Wichtig ist, dass die Tabelle zur produktspezifi- Bereich verschiedener kassenärztlicher Vereinigun-
schen Bewertung auch keine Aussage oder gen im Sinne einer Art „Positiv- und Negativliste“
Bewertung zur Wirksamkeit einzelner Präparate und versucht werden, generell nicht sinnvoll sind und mit
schon gar nicht zum Nutzen-Aufwand-Verhältnis der AIT-Leitlinientabelle nicht in Einklang zu bringen
sind. Vielmehr sind derartige Auslegungsversuche
geeignet, Sinn und Zweck der von der Leitlinien-
Q Literatur gruppe beabsichtigten Aussagen zu verfälschen.
1 Klimek L., Vogelberg C., Hamelmann E. Stellungnahme der Deutschen Allergologischen Gesellschaften
(AeDA, DGAKI und GPA) zum Verordnungsforum Nr. 34/2015 der KV Baden-Württemberg:
Allergenspezifische Immuntherapie: interessante Bewertungen und korrekturbedürftige Fehlein- Fazit
schätzungen. Allergo J. 2015; 24: 68 – 71. Die Autoren dieses Artikels fühlen sich eindeutig
2 Pfaar O., Bachert C., Bufe A., Buhl R., Ebner C., Eng P., Friedrichs F., Fuchs T., Hamelmann E., Hartwig-Bade dem wissenschaftlichen Anspruch verpflichtet,
D., Hering T., Huttegger I., Jung K., Klimek L., Kopp M. V., Merk H1 Rabe U., Saloga J., Schmid-Grendelmeier dass Medikamente oder Therapien für unsere
P., Schuster A., Schwerk N., Sitter H., Umpfenbach U., Wedi B., Wöhrl S., Worm M., Kleine-Tebbe J., Kaul Patienten ihre Wirksamkeit und Sicherheit nach
S., Schwalfenberg A. Guideline on allergen-specific immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases: S2k den jeweils aktuellen und gültigen Richtlinien
Guideline of the German Society for Allergology and Clinical Immunology (DGAKI), the Society for Pediatric unter Beweis stellen müssen. Den Fortschritt
Allergy and Environmental Medicine (GPA), the Medical Association of German Allergologists (AeDA), the dieser Bemühungen der klinischen Prüfung ein-
Austrian Society for Allergy and Immunology (ÖGAI), the Swiss Society for Allergy and Immunology (SGAI), zelner Präparate transparent darzustellen, ist
the German Society of Dermatology (DDG), the German Society of Oto- Rhino-Laryngology, Head and Neck das Ziel der Evidenztabelle. Entscheidungen zur
Surgery (DGHNO-KHC), the German Society of Pediatrics and Adolescent Medicine (DGKJ), the Society Verordnungs- oder gar Erstattungsfähigkeit aus
for Pediatric Pneumology (GPP), the German Respiratory Society (DGP), the German Associa- tion of ENT dieser Tabelle abzuleiten, ist aber eine fahrlässi-
Surgeons (BV-HNO), the Professional Federation of Paediatricians and Youth Doctors (BVKJ), the Federal ge Fehlinterpretation. Diese sind durch die ent-
Association of Pulmonologists (BDP) and the German Dermatologists Association (BVDD). Allergo J Int. sprechenden behördlichen Einrichtungen nach
2014; 23: 282 – 319. deren eigenen Kriterien durchzuführen.
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