STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT

Die Seite wird erstellt Klaus-Peter Merkel
 
WEITER LESEN
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
AEL
                                            I N A R S T. M I C H    N INTERN
                                                                             AT
                                    N S E M                 U N G E
                             STUDIE                 DAS J

STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL
 KARDINAL-FAULHABER-STR.6                                              JAHRESBERICHT
     83278 TRAUNSTEIN
                                                                              2017/18
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
Seminardirektor Wolfgang Dinglreiter                                     VORWORT

                                                                                                                      NACHHALTIG LEBEN –
INHALTSVERZEICHNIS                                                                                                    DIE BILDUNGSAUFGABE DES 21. JAHRHUNDERTS
                                                                                                                      LIEBE LESERINNEN UND LESER,
VORWORT                  Seminardirektor W. Dinglreiter...........................................................3
                                                                                                                      eine der großen Herausfor-         sozial gerechten Lebenssti-
                                                                                                                      derungen und Bildungsauf-          len, die Lebensfreude, Sinn-
GRUSSWORT Ordinariatsdirektorin Dr. S. Krump.....................................................5                    gaben des 21. Jahrhunderts         haftigkeit und Schöpfungsver-
		OStD K. Kiesl (Chiemgau-Gymnasium)..............................................6                                   wird das Thema „Nachhaltig-        antwortung ausstrahlen.
		RSD T. Kaspar (Reiffenstuel-Realschule)..........................................7                                  keit“ sein. Wissenschaftler
                                                                                                                      sagen es uns klar und deut-        Große Aufgaben beginnen
                                                                                                                      lich: Unser aktueller Lebens-         mit kleinen Schritten
HIRN 		                  Lernbegleitung und Schulerfolg....................................................8          stil ist nicht zukunftsfähig. In
                                                                                                                      Deutschland leben wir, als         Das Studienseminar und der
                                                                                                                      stünden uns drei Erden zur         zur Zeit entstehende Campus
HERZ
  Christliche Lebenskunst..............................................................18                             Verfügung: am 02.05.2018           St. Michael wollen mit ihren
			Feste feiern                                                                                                       waren die natürlich verfüg-        Angeboten und Aktivitäten
			Soziale Verantwortung übernehmen                                                                                   baren Ressourcen aufge-            konkret erfahrbar machen,
                                                                                                                      braucht. Seitdem leben wir auf     wie Menschen Nachhaltigkeit
			Schöpfungsverantwortung übernehmen                                                                                 Pump. Papst Franziskus hat in      leben können.
                                                                                                                      seiner Enzyklika „Laudato Si“
		 Aus dem Semileben.......................................................................44                         eindringlich darauf hingewiesen    So wurde unter Leitung von
			Unsere Semis                                                                                                       wie die Frage der Bewahrung        Christine Klisch und Moritz
			Sport und Freizeit                                                                                                 der Schöpfung mit der sozialen     Bauregger ein Insektengarten
                                                                                                                      Frage zusammenhängt und            in unserem Schöpfungsgar-
                                                                                                                      wie die Umweltkrise auch eine      ten angelegt, um für diese
HAND 		                  Aus dem Semi-Leben....................................................................58     Neubesinnung unserer Werte         Geschöpfe       Lebensräume
                                                                                                                                                                                         Gemeinsam mit Spiritualen,
                                 Zusatzqualifikationen und Projekte                                                       und Spiritualität braucht.     zur Verfügung zu stellen,
                                                                                                                                                         Artenvielfalt zu fördern und    Präfekten und Seminaristen
                                                                                                                      Aufgabe unserer Zeit ist es,       zugleich ein praktisches Bei-   wurden acht Spuren einer
                                                                                                                                                                                         christlichen Schöpfungsspiri-
UNSERE UNTERSTÜTZER UND FÖRDERER .............................................80                                      unser Wirtschaften, Arbeiten,      spiel zu geben, was im Garten
                                                                                                                                                                                         tualität entwickelt, die Haltun-
                                                                                                                      Konsumieren, Freizeit- und         getan werden kann, um dem
                                                                                                                      Urlaubsverhalten zu überden-       Insektensterben entgegen zu     gen, Werte und Einstellungen
CAMPUS ST. MICHAEL.........................................................................................86         ken hin zu nachhaltigen und        wirken.                         benennen, die inspirieren wol-
                                                                                                                                                                                         len für eine nachhaltige und
                                                                                                                                                                                         enkeltaugliche Zukunft.
UNSERE BELEGSCHAFT...................................................................................100
                                                                                                                                                                                         Unter Leitung von Hans Et-
                                                                                                                                                                                         zelsbeck hat sich unser Inter-
IMPRESSUM                                                                                                                                                                                nat in den letzten Jahren zu
                                                                                                                                                                                         einem nachhaltigen Internat
                                                                                                                                                                                         entwickelt. Die Ergebnisse
                                                                                                                                                                                         dieses Prozesses wurden in
                                                                                                                                                                                         einer sehenswerten Ausstel-
                                                                                                                                                                                         lung festgehalten.

                                                                                                                                                                                         Nachhaltigkeit ist auch Thema
                                                                                                                                                                                         bei unserem Lernkonzept und
                                                                                                                                                                                         dem sozialen Miteinander im
                                                                                                                                                                                         Haus. Der Jahresbericht er-
                                                                                                                                                                                         zählt von der Weiterentwick-
                                                                                                                                                                                         lung unseres lösungsorien-
                                                                                                                                                                                         tierten Lernens und Arbeitens
                                                                                                                                                                                         sowie von den vielen Aktio-
                                                                                                                                                                                         nen, nachhaltige soziale Be-
                                                                                                                                                                                         ziehungen in einer Internats-
                                                                                                                                                                                         gemeinschaft zu leben.

4                                                                                                                                                                                                                     5
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
VORWORT                                           Seminardirektor Wolfgang Dinglreiter    Dr. Sandra Krump                                                       GRUSSWORT

Ein Highlight war unsere Gast-                                                                       "DER VIELFALT RAUM UND STRUKTUR GEBEN"
geberrolle im Februar 2018
beim internationalen Fußball-
turnier der deutschsprachigen
Internate mit Besuch von Kar-
dinal Marx.                                                                                          SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,
Nachhaltigkeit,     Persönlich-
keitsentwicklung und Schöp-                                                                          „Der Vielfalt Raum und Struktur geben“ – wie schon das Vorjahr so könnte man auch das nun zu
                                                                                                     Ende gehende Jahr im Studienseminar St. Michael unter ein Motto stellen.
fungsspiritualität sind die
Schwerpunkte des neu ent-
stehenden überregional aus-
gerichteten Bildungscampus
St. Michael. Im Frühjahr 2018
wurde die Erweiterung der
Machbarkeitsstudie von der
Erzdiözese München und
Freising genehmigt, auf des-
sen Grundlage das Gelän-
de in den nächsten Jahren
ausgebaut werden soll. Mit
Johanna Nimmervoll und Dr.
Rebecca Rogers wurden zwei
Campusmanagerinnen          ge-
wonnen, um diesen Prozess         spirituellen Dimension. Über     reichen Arbeitsjahren in den
voranzutreiben, die Campus-       tausend Besucher kamen zum       wohlverdienten      Ruhestand
partner zu      vernetzen, mit    Festival und konnten konkret     geht. All die Jahre war er mit
ihnen ein eigenes Bildungs-       gelebte Utopien in Vorträgen,    seinem Engagement eine gro-
programm zu erstellen und         Workshops, Seminaren und         ße Stütze des Internats und
den Campus als Bildungs-,         Führungen erleben.               hat es mit seinen vielen Ideen,
Begegnungs- und Lebensort                                          seiner fachlichen Kompetenz
zu entwickeln, an dem nach-                   Dank                 und seinem Organisations-
haltige Zukunft konkret aus-                                       talent entscheidend geprägt.      Mit der Schaffung von Raum waren wir schon         Dieser konnte mit Menschen besetzt werden,
probiert und gelebt werden        Danken will ich all unseren      Unzähligen Jugendlichen hat       im Vorjahr durch die Machbarkeitsstudie gut        die mit großem Interesse und Leidenschaft St.
kann. Highlight hierbei war       MitarbeiterInnen, den Schulen    er ein zweites Zuhause im In-     vorangekommen. Das Studienseminar und der          Michael begleiten und unterstützen werden,
im Juni 2018 das zweitägige       mit ihren Direktoren und Lehr-   ternat ermöglicht und sie be-     Campus sind aber vielfältige und anspruchs-        gerade in den bevorstehenden „Bau-Jahren“
Festival der Utopie, das sich     kräften sowie unseren Förde-     gleitet auf dem Weg durch die     volle Vorhaben, die man durch den richtigen
mit der Frage beschäftigte:       rern wie Freundeskreis und       Pubertät hin zum Erwachsen-       Raum enorm fördern kann – oder durch den           Viele haben auch heuer wieder dazu beigetra-
Wie geht nachhaltiges Le-         Stiftungsrat, welche die Ideen   werden und zu einem erfolg-       „falschen“ Raum auf Jahre hinaus in ihrer Ent-     gen, dass so viel erreicht werden konnte und
ben in seiner ökologischen,                                                                          wicklung behindern könnte. Es war also gut und     wir alle mit Freude, Stolz und Zuversicht in die
                                  und Entwicklungen um unsere      reichen Schulabschluss. Eine      richtig, dass wir nochmals in eine Verifizierung   Zukunft blicken können: allen voran Herrn Di-
ökonomischen, sozialen und        Stiftung unterstützen und vor-   ausführliche Würdigung findet     der Machbarkeitsstudie gegangen sind. Das          rektor Dinglreiter, das Präfektenteam und alle
                                  antreiben.                       sich im Jahresbericht.            Ergebnis begeistert schon auf den ersten Blick     Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses –
                                                                                                     und alle Beteiligten haben jetzt das gute Ge-      jetzt ergänzt von einem tatkräftigen Stiftungsrat!
                                  Bedanken will ich mich bei       Nun wünsche ich Ihnen viel        fühl, dass das Konzept für die sehr umfangrei-     Ihnen allen gilt der herzliche Dank für Ihr Herz-
                                  Frau Dr. Sandra Krump, der       Freude beim Lesen!                chen Baumaßnahmen auch richtig „sitzt“. Wie-       blut, Ihre Zeit, Ihre Nerven, Ihre Fachkompe-
                                  Leiterin des Ressort Bildung                                       der sind sehr viele Ideen, sehr viel Engagement    tenz und Ihren Optimismus!
                                  der Erzdiözese, für ihr Be-      Wolfgang Dinglreiter              von so vielen in einen kreativen Prozess geflos-
                                  gleiten, ihre Tatkraft, Ent-     (Seminardirektor)                 sen und wieder haben wir am Ende des Jahres        Für die kommenden
                                  scheidungsfreude und Unter-                                        ein Ergebnis, von dem wir sagen können: St.        Sommerferien wün-
                                  stützung, den Bildungsort St.                                      Michael wird mit dem, was hier gedacht, erson-     sche ich allen gute
                                                                                                     nen, ins Werk gesetzt und künftig auch gebaut      Erholung,    herrliche
                                  Michael weiter zu entwickeln                                                                                          Sommertage und ei-
                                  und ihn fit zu machen für die                                      werden wird, dazu beitragen, dass es mehr
                                                                                                     Glück, mehr Freude, mehr Hoffnung und mehr         nen guten Wiederan-
                                  Bildungsanforderungen der                                                                                             fang im September!
                                  Zukunft.                                                           Zuversicht geben wird.
                                                                                                     In diesem Tun wird die Stiftung künftig auch       Dr. Sandra Krump
                                  Besonderer Dank gebührt                                            strukturell besser unterstützt. Mit dem neuen
                                  zum Schluss einem großen                                           Kalenderjahr wurde die überarbeitete Satzung       Leiterin des Ressorts
                                  Mann dieses Hauses, unse-                                          der Stiftung durch Kardinal Marx in Kraft ge-      Bildung der Erzdiö-
                                  rem Präfekten Hans Etzels-                                         setzt, die erstmals einen Stiftungsrat vorsieht.   zese München und
                                  beck, der nach 36 segens-                                                                                             Freising

6                                                                                                                                                                                                       7
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
GRUSSWORT                                                                OStD Klaus Kiesl       RSD Thomas Kaspar                                                           GRUSSWORT

GRUSSWORT AUS DEM CHIEMGAU-GYMNASIUM                                                                     GRUSSWORT AUS DER REIFFENSTUEL-REALSCHULE

                                                                                                         LIEBE LESERINNEN UND LESER,
                                                                                                         Viele Seminaristen besuchen unsere Schule, die         Neben solchen Veranstaltungen besteht zwischen
                                                                                                         Reiffenstuel-Realschule in Traunstein. Wir feiern in   Schule und Internat ein ständiger Austausch: Die
                                                                                                         diesem Jahr unser 50-jähriges Bestehen und freu-       gegenseitige Anwesenheit bei Elterntagen oder
                                                                                                         en uns, dass Sie uns und unserer Arbeit Vertrauen      Elternsprechtagen gehört dabei ebenso dazu wie
                                                                                                         schenken.                                              die aktive Mitarbeit eines Präfekten in unserem El-
                                                                                                         Damit Ihre Söhne bestmöglich gefördert werden,         ternbeirat und der grundsätzliche Austausch über
                                                                                                         ist es nötig, dass sich Schule und Internat gut er-    die bestmögliche Unterstützung der Schüler. Es
                                                                                                         gänzen. Und so haben wir unsere Zusammen-              liegt uns besonders am Herzen, dass wir für Sie
                                                                                                         arbeit auch in diesem Schuljahr weiter intensiviert.   jederzeit ansprechbar sind. Damit verbindet das
                                                                                                         Besonders wichtig ist es dabei, dass sich die Di-      Motto des Jugendinternats, Leben und Lernen mit
                                                                                                         rektoren beider Einrichtungen, die Lehrer, Präfek-     „Herz, Hirn und Hand“, „Semi“ und Schule.
                                                                                                         ten und Eltern kennen. So können wir alle gemein-
                                                                                                         sam zu einer positiven Entwicklung der Schüler         Wir freuen uns schon heute auf viele weitere schö-
                                                                                                         beitragen.                                             ne Begegnungen mit Ihnen und Ihren Söhnen im
                                                                                                         Ein freundlicher Austausch fand beispielsweise am      kommenden Schuljahr.
                                                                                                         30. November 2017 statt. Das Kollegium der Reif-
                                                                                                         fenstuel-Realschule war an diesem Tag zu Gast
                                                                                                         im „Semi“. Nach einem gemeinsamen Mittages-            Thomas Kaspar, RSD,
Zu Beginn des Schuljahres waren die LeherInnen des CHG zum Kennenlernen des Seminars mit den Wohn- und   sen erhielten die Lehrer eine interessante Führung     Schulleiter der Reiffens-
Lernräumen eingeladen. Einen gemütlichen Ausklang gab es beim Schwimmteich mit Kaffee & Kuchen.                                                                 tuel-Realschule (Foto
                                                                                                         durch das Haus. Die Jugendlichen stellten dabei
                                                                                                         zusammen mit ihren Präfekten zahlreiche Projekte       unten)
LIEBE ELTERN UND ERZIEHUNGSBERECHTIGTE,                                                                  vor. Auch die Lern-, Hobby- und Wohnbereiche
LIEBE LESERINNEN UND LESER!                                                                              wurden genau erklärt. Den Abschluss fand die Be-       Irmgard Rampeltsham-
                                                                                                         gegnung dann in der „Katakombe“, die für Kaffee        mer, SemRin, Ansprech-
                                                                                                         und Kuchen eine genauso stimmungsvolle Kulisse         partnerin: Zusammen-
Die Zusammenarbeit des Chiemgau-Gymna-              die Zukunft mitgeben. Ich möchte an dieser Stelle    bot wie beispielsweise für das Fest am Saint-An-       arbeit Seminar
siums mit dem Studienseminar war auch im ab-        nicht versäumen, anlässlich seines Ruhestands        drew´s-Day, das am Folgetag stattfand.
gelaufenen Schuljahr wieder geprägt von gegen-      mit Ablauf dieses Schuljahres Herrn Etzelsbeck
seitigem Vertrauen und Verständnis auf allen        nach Jahrzehnten segensreichen Wirkens für die
Ebenen.                                             gute Zusammenarbeit zu danken. Er hat nicht nur
Besonders gefreut haben wir uns über die Ein-       seinen Oberstufenschülern über so manche Hür-
ladung zum Lehrertag im Oktober 2017, die von       de hinweggeholfen, insbesondere im oftmals ge-
vielen unserer Lehrkräfte genutzt wurde, um den     fürchteten Fach Mathematik, sondern auch immer
Kontakt mit den Erzieherinnen und Erziehern des     wieder bei den Lehrkräften „gut Wetter gemacht“
Seminars zu pflegen und zu vertiefen. Der gegen-    und manchmal gar wie ein Löwe für seine Zög-
seitige Austausch zum Wohle der Schüler ist mir     linge gekämpft. Ich bin sicher, er wird im Seminar
von jeher sehr wichtig, beide Seiten müssen an      eine große Lücke hinterlassen. Für seinen Ruhe-
einem Strang ziehen, um den optimalen Erfolg zu     stand wünsche ich ihm von Herzen alles Gute!
erzielen.                                           Herrn Direktor Dinglreiter wünsche ich weiterhin
In der Schulleitung hat Studiendirektorin           ein gutes Händchen bei der Führung des Stu-
Häuslschmid (Bild unten rechts) in diesem Jahr      dienseminars und viel Erfolg bei allen Unterneh-
nicht nur die schulischen Aufgaben von Herrn        mungen.
Wennesz übernommen, sondern mit Freude auch
die Repräsentanz der Schule im Seminar. Sie hat     OStD Klaus Kiesl
an einigen Veranstaltungen als Vertreterin des
Gymnasiums teilgenommen.
Im kommenden Schuljahr dürfen wir uns wieder
über Schüler-Neuzugänge in verschiedenen
Klassenstufen freuen, so dass unsere Verbin-
dung auch in Zukunft nicht abreißt. Auf der an-
deren Seite verabschieden wir auch jedes Jahr
Seminaristen spätestens mit dem Abiturzeugnis.
In diesem Jahr sind es Paul Englmaier, Markus
Herr und Vitus Tüller, denen wir zu ihrem Ab-
schluss gratulieren und alle guten Wünsche für

8                                                                                                                                                                                                               9
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
MIT   HIRN,
                 HERZ & HAND
       Das Seminar ist eine moderne Bildungsstätte für
       junge Leute und keine Paukeinrichtung vergangener
       Zeiten! Entsprechend hat die Kunstgruppe das
            Hirn geöffnet, um Einblick zu gewähren:

       Neben eher mechanischen Lernstrukturen finden
       sich vielfältige Verschaltungen und Vernetzungen,
         durchzuckt von gelegentlichen Geistesblitzen.

       Und: Unser Hirn ist keine graue Masse! Unser
       Hirn ist pink! Wir verlassen verkrustete Denkmuster
                         und denken pink:
          Frei, phantasievoll, zuversichtlich und mutig.

                Lernbegleitung und Schulerfolg
                •   Unser Lernkonzept
                •   Unsere erfolgreichen Schulabgänger
                •   Rückblick: Was hab ich im Semi gelernt?

10                                                            11
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG                                              Wie lernen gelingt      Wie lernen gelingt   LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG

WIE LERNEN GELINGT- "ICH SCHAFF'S MIT DER SCHULE"

UNSER LERNKONZEPT IM SEMI
Ein lösungsorientiertes Lernkonzept, basierend      Im Rahmen regelmäßig stattfindender Ein-
auf Eigenverantwortung und Selbstvertrauen,         zelgespräche erarbeiten die Jungen hierbei
ist seit nunmehr 2 Jahren wesentliches Merkmal      nach einer Analyse des aktuellen schulischen
der pädagogischen Arbeit der Präfektinnen und       Sachstands zusammen mit den betreuenden
Präfekten. Sie fußt auf drei Grundannahmen:         Präfektinnen und Präfekten konkrete Ziele, die
                                                    schrittweise, altersentsprechend und innerhalb
Neben einer betreuten Arbeit am je eigenen Erfolg   eines festgelegten Zeitraums realisiert werden
der Jugendlichen gilt es, Veränderungen zu er-      können. Die Förderung einer selbstreflexiven
reichen und schließlich Fortschritte erlebbar zu    Wahrnehmung spezifischer Verhaltens- und
machen. Die Präfektinnen und Präfekten verste-      Reaktionsmuster sowie die unbedingte För-
hen sich in diesem Zusammenhang als Lernbe-         derung von Motivation und Selbstvertrau-
gleiterinnen und Lernbegleiter. Zentrale Vor-       en stehen hierbei im Zentrum. Wird sich der
aussetzung für das gelingende Lernen ist die        Junge seiner lernspezifischen Stärken und
Motivation. Sie lässt sich im Besonderen stär-      Schwächen bewusst, so lassen sich diese als
ken, wenn der Blickwinkel nachhaltig auf Ziele      konkrete Ziele zur Beibehaltung oder Verän-
und Lösungen gerichtet wird. Wer ziel- und          derung des Lernverhaltens und nachfolgend
lösungsorientiert lernt, verändert seine Grund-     des individuellen Erfolgs schriftlich fixieren, in
haltung. Im Fokus steht weniger das Problem         regelmäßigen Abständen überprüfen und falls
oder die Schwierigkeit, als vielmehr eine inne-     nötig feiner abstimmen. Wie jeder Lernprozess
re Bereitschaft zur Veränderung und nachfol-        bedarf auch der lösungsorientierte Lernansatz
gend dem Erzielen konkreter Lernerfolge. Aus        Zeit, Geduld und Ausdauer. Lernen erfolgt in
diesem Grunde wurde der lösungs- und ziel-          kleinen Schritten und kann sich mühsam gestal-
orientierte Ansatz in diesem Schuljahr neuerlich    ten. Deshalb ist es wichtig, den Jugendlichen
verfeinert. Ein entscheidendes Element hierbei      die Grundhaltung zu vermitteln:
bildet die Visionssuche und nachfolgend die
Definition konkreter Ziele.                            „Ich tu’s für mich – Ich trau’s mir zu –
                                                           Ich erfahr’s: Ich schaff’ das!“

  Einführung zum neuen Lernkonzept von Dr. Peschl   Mit unseren neuen Arbeitsblättern geht vieles leichter

12                                                                                                                                                                 13
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG                                                                                         Erfolgreiche Abschlüsse      Erfolgreiche Abschlüsse             LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG

UNSERE ERFOLGREICHEN SCHULABGÄNGER

IMMER EIN GROSSER TAG IM SEMIMARLEBEN:
		          DIE VERABSCHIEDUNG UNSERER ABSOLVENTEN

                                                                                                                              Segnen der Absolventen vor den Prüfungen

Am Sonntag, den 01. Juli 18 feierte die gan-                                                                         und ihnen alles Gute für die Zukunft wünschen.
ze Seminargemeinschaft zusammen mit den                                                                              Im Rahmen des gemeinsamen Mittagessens
Eltern und Angehörigen unserer Abiturienten                                                                          verabschiedeten sich die Abiturienten und
diesen wichtigen Tag. Pfarrer   Christoph Hen-                                                                       bedankten sich mi teils pfiffigen Geschenken        Aufbruchszeit: Unsere Abiturienten heben ab zwischen den sicheren Säulen des Direktors und ihres Präfekten
schel zelebrierte den Gottesdienst, der von                                                                          beim Personal, den Präfekten und Direktor – so      Herrn Etzelsbeck
unserer Schola und unseren Bläsern unter der                                                                         erhielt z.B. H. Dietlinger, unser Chefkoch, einen
Leitung von Franz Mittereiter festlich gestaltet                                                                     Geschenkkorb mit lauter „gesunden“ Dingen
wurde. Im Sinne einer christlichen Lebens-                                                                           wie Chips usw. Zur Tradition der Feier gehört,
kunst zeigte Direktor Wolfgang Dinglreiter in                                                                        dass der Seminarsprecher im Namen der Semi-
seiner Predigt drei Wege auf, wie die Abitu-                                                                         naristen die Abiturienten verabschiedet. Dabei
rienten in Resonanz kommen können mit dem                                                                            überreicht er ihnen ein speziell für sie ausge-
Leben, mit dem, was sie berührt, antreibt und                                                                        suchtes Erinnerungsgeschenk. Zum Abschluss
relevant ist, in Resonanz kommen mit Kräf-                                                                           der Zeremonie schenkte H. Etzelsbeck, der für
ten, die helfen, Widerstände zu überwinden                                                                           die Oberstufe zuständige Präfekt, den Abituri-
und Aufgaben zu meistern, in Resonanz kom-                                                                           enten ein aus wiederverwerteten Teilen gebau-
men mit den Mitmenschen, der Schöpfung                                                                               tes Fahrrad. Zum einen als Erinnerung, weiter
und dem Geist Gottes. Als Symbol hierfür                                                                             nachhaltig zu leben und zum anderen daran zu
schenkte er jedem von ihnen eine Spieluhr.                                                                           denken, dass es ab sofort heißt: Selbst lenken,
Beim anschließenden kleinen Sektempfang                                                                              bitte! Bei Kaffee und Kuchen klang die Feier aus.
konnte man die Abiturienten beglückwünschen

14                                                                                                                                                                                                                                                                              15
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG                              Erfolgreiche Abschlüsse   Erfolgreiche Abschlüsse   LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG

ABSOLVENTEN REALSCHULE UND MITTELSCHULE

Unsere stolzen Absolventen aus Real- und Mittelschule präsentieren ihre Abschlusszeugnisse.

                 Wir gratulieren ihnen von Herzen!

16                                                                                                                                                       17
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG          Was nimmst du mit?   Was nimmst du mit?   LERNBEGLEITUNG UND SCHULERFOLG

                                     RÜCKBLICK DER ABITURIEN TEN AUF IHRE ZEIT IM SEMI

                                   WAS NIMMST DU MIT?				                WAS HAST DU GELERNT FÜR DEIN LEBEN?

IM SEMI LERNTE ICH SEHR VIEL                                                                      IM INTERNAT BIN ICH BEIM LERNEN
MEHR ÜBER MICH, ALS ES ZUHAUSE                                                                      MOTIVIERTER ALS ZUHAUSE. ICH
MÖGLICH GEWESEN WÄRE. ICH                                                                            SCHÄTZE DEN GUTEN KOMPRO-
ENTDECKTE, WAS ICH WILL, WAS                                                                        MISS ZWISCHEN FREIHEITEN UND
ICH BRAUCHE, WOHIN ES MIT                                                                                               PFLICHTEN
MEINEM LEBEN GEHEN SOLL.

                                                                                                         DAS INTERNAT IST EINE GUTE
                                                                                                    ZWISCHENPHASE ZWISCHEN DEM
IM INTERNAT HABE ICH VOR ALLEM
                                                                                                   LEBEN ZUHAUSE BEI DEN ELTERN
GELERNT, SELBSTÄNDIG ZU WER-
                                                                                                 UND DER EIGENEN SELBSTÄNDIGKEIT,
DEN, VERANTWORTUNG FÜR MEIN
                                                                                                   DIE JETZT NACH DEM ABITUR AUF
SCHULISCHES LERNEN ZU
                                                                                                 UNS ZUKOMMT. MAN HAT HIER DIESE
ÜBERNEHMEN, AUF MICH SELBER
                                                                                                     GEWÖHNUNGSPHASE UND WIRD
AUFZUPASSEN UND ZU ENTSCHEIDEN,
                                                                                                   NICHT GLEICH VON 0 AUF 100 HIN-
WAS ICH MIT MEINER ZEIT ANFANGE.
                                                                                                  AUSGEWORFEN IN DAS ERWACHS-
VON DEN SPORT UND FREIZEITAN-
                                                                                                   ENEN-LEBEN. DAS FINDE ICH GUT.
LAGEN IST DAS SEMI PHÄNOMENAL
AUSGESTATTET.
                                                                                                 HIER HABE ICH TAGTÄGLICH GELERNT,
                                                                                                 MIT UNTERSCHIEDLICHEN MENSCHEN
ICH LERNTE, MICH NEU IN EINE                                                                       ZURECHTZUKOMMEN, MAN KÖNNTE
GEMEINSCHAFT EINZUGLIEDERN,                                                                        AUCH MENSCHENKENNTNIS DAZU
MEINEN BEITRAG DAFÜR ZU                                                                                                     SAGEN.
LEISTEN UND ZU ERFAHREN, WAS
ICH VON DER GEMEINSCHAFT
DAFÜR ZURÜCK BEKOMME.                                                                                ICH DANKE FÜR DIE GUTE LERN-
                                                                                                 UNTERSTÜTZUNG, DIE ICH ERFAHREN
                                                                                                  HABE. DAS IST DER GRUND, WARUM
DAS JUNGENINTERNAT IST EIN                                                                          ICH EIN GUTES ABITUR GEMACHT
GUTER PLATZ FÜR DEN EIGENEN                                                                                                 HABE.
REIFEPROZESS.

18                                                                                                                              19
STUDIENSEMINAR ST. MICHAEL DAS JUNGENINTERNAT
MIT             HERZ,
                               HIRN & HAND

                  Unser Herz hängt im Keller, direkt bei den Ver-
                  sorgungspunkten für Gas, Wasser und Strom. Die
                  Kunstgruppe hat diesen Ort gewählt, um zu ver-
                  deutlichen, dass hier die Energieversorgung des
                                Seminars stattfindet.

                  Das Gleiche leistet das „Herz“ unserer Seminar-
                  gemeinschaft: das Herzblut aus Begeisterung,
                  Freundschaft und Gemeinschaft wird mit kräftigen
                  Schlägen ins ganze Haus gepumpt, erfüllt es mit
                  Energie und ermöglicht so ein vielfältig buntes
                             und reiches Seminarleben.

     Christliche Lebenskunst                         Aus dem Semi-Leben

     •   Feste feiern                                •   Unsere Seminaristen
     •   WIr übernehmen Schöpfungsverantwortung      •   Sport und Freizeit
     •   Soziale Verantwortung
     •   Spuren der Schöpfungsspiritualität

20                                                                             21
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                   Willkommen   Feste Feiern                CHRISTLICHE LEBENSKUNST

UNSERE NEUEN SEMIS...                                           ERÖFFNUNGSGOTTESDIENST

...HERZLICH WILLKOMMEN!                                         GEMEINSAM SIND WIR STARK

                                                                                      Beim Eröffnungsgottesdienst holten wir uns Inspiration
                                                                                      bei Paulus, genauer bei   Röm 14,17-19. Drei Dinge die-
                                                                                      nen dem Aufbau einer guten Gemeinschaft: Gerechtigkeit,
                                                                                      Friede und Freude im Heiligen Geist. Ein weiterer Impuls
                                                                                      war die Geschichte von den 7 Stäben als Gleichnis für eine
Mit 40 Seminaristen sowie der neuen Präfektin                                         gelingende Gemeinschaft. Jeder einzelne Stab lässt sich
Frau Hirscher starteten wir ins neue Schuljahr.                                       leicht zerbrechen. Wenn die Stäbe aber ein Bündel bilden,
Hierbei galt es, 13 neue Semis mit Hilfe von Pa-                                      kann sie keiner auseinanderbringen.
ten zu integrieren.

22                                                                                                                                          23
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                                     Feste feiern       Chiemgauer Medienwochen 2018                 CHRISTLICHE LEBENSKUNST

ERNTEDANKFEST                                                                                          RADIOABEND

...FAIRGELT'S GOTT                                                                                     SEMIDIA PRÄSENTIERT: WAS WÜRDE GOTT DAZU SAGEN?

Die Feier des Erntedankfestes    dem Motto:                      usw. Denn Gott hat uns nur            Seit zwei Jahren produzieren Seminaristen        der katholischen Kirche, der Leiter der evan-
war auch heuer für uns wieder                                    diese eine Erde gegeben, es           unter dem Namen „Semidia Entertainment“ im       gelischen Dekanatsjugendstelle in Traunstein
Anlass, nicht nur Gott für die        „Fair gelt`s Gott“.        gibt keine Erde 2.0. Deshalb          Rahmen der Zusatzqualifikation IT & Medien-      Bernd Rohrbach, als Vertreter der evangeli-
reichliche Ernte zu danken,                                      ist es unsere urchristliche Auf-      kompetenz Radiosendungen. Die Produktionen       schen Kirche sowie die beiden Campusma-
sondern auch über unseren        In der Oberstufe haben wir,     gabe, einerseits sorgsam mit          entstehen jeweils in enger Kooperation mit Q3.   nagerinnen MMag. Johanna Nimmervoll und
Konsum und unser Konsum-         zum Thema passend, einen        ihr umzugehen und sie auch            Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer. Für die   Dr. Rebecca Rogers als Repräsentanten der
verhalten      nachzudenken.     „Produktfächer“   entwickelt,   für zukünftige Generationen           Chiemgauer Medienwochen 2018 erarbeiteten        Geistes-und Naturwissenschaften gewonnen
Dabei wollten wir bedenken,      der uns beim Einkauf erinnern   zu erhalten und anderer-              die Seminaristen eine Radiosendung, in de-       werden. Herausragend moderiert wurde die
                                                                                                       ren Zentrum die Frage „Was würde Gott dazu       Sendung von den Seminaristen Paul Englmaier
dass Dank und Gerechtigkeit      soll, bewusst hinzuschauen,     seits mitzuhelfen, ungerechte         sagen?“ stand. Als Diskussionsgäste konnten      und Marinus Huber, untermalt von Musik aus
zusammengehören. Deshalb         wo z.B. kommt ein Produkt       Strukturen abzubauen.                 Dekan Pfr. Georg Lindl, als Repräsentant         der Musikredaktion von Semidia Entertainment.
stand unser Gottesdienst unter   her, wie wurde es produziert,

                                                                                                                                                WIE BEURTEILT GOTT VERHÜTUNGSMETHODEN?
                                                                                                      WIE BEURTEILT GOTT DIE
                                                                                                       ERRUNGENSCHAFTEN
                                                                                                        DER GENTECHNIK?                    GIBT ES NOCH LEBEN IM KOSMOS UND
                                                                                                                                                WENN JA, WAS WÄRE DANN?
                                                                                                         WAS DENKT GOTT ÜBER
                                                                                                             SICH SELBST?                           WIE URTEILT GOTT ÜBER MENSCHEN DIE
                                                                                                                                                           NICHT AN IHN GLAUBEN?

                                                                                                     WAS DENKT GOTT ÜBER                    HAT SICH GOTT DIE ENTWICKLUNG DES
                                                                                                    GLEICHGESCHLECHTLICHE                       MENSCHEN SO VORGESTELLT?
                                                                                                            PAARE?
                                                                                                                                    WIE BEURTEILT GOTT DEN UMGANG DES MENSCHEN MIT
                                                                                                                                     SEINEM PLANETEN UND WO WÜRDE ER SICH GRUND-
                                                                                                      WIE BEURTEILT GOTT             SÄTZLICH MEHR ENGAGEMENT VON UNS WÜNSCHEN?
                                                                                                      KIRCHENAUSTRITTE?

24                                                                                                                                                                                               25
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                                Bierbraukurs     Bierbraukurs    CHRISTLICHE LEBENSKUNST

"HOPFEN UND MALZ, GOTT ERHALT'S" - BRAUKURS IM SEMI

EIGENES BIER ZUM ST. PATRICKS DAY

                                                                                                               PROST!

Am 11. November 2017 fand im Semi ein Brau-     Die Veranstaltung hat Frucht getragen:
kurs statt. Thomas Janschek, Hopfensach-        Im Februar 2018 setzten Markus Herr, Marinus
verständiger, und Brauerin Toni Nottebohm       Huber, Mario Usenbenz und Spiritual Christoph
weihten die Interessenten in die Geheimnisse    Hentschel den ersten Sud ohne fachmännische
des Bierbrauens ein. Ergänzt wurden die prak-   Betreuung an.
tischen Übungen durch Informationen über den
Hopfen, Hopfenanbaugebiete und vieles ande-     Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
re, was im Rahmen des Bierbrauens interessant   Zur Feier des St.-Patrick's-Day am 13. April
ist. Pünktlich zum Weihnachtsfest gab es das    2018 wurde den Festgästen ein ausgezeichne-
erste selbstgebraute Semi-Bier.                 tes, selbstgebrautes Weißbier serviert.

26                                                                                                                                        27
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                                     Feste Feiern     Advent   CHRISTLICHE LEBENSKUNST

UNSER WEG AUF WEIHNACHTEN ZU

ADVENT - EINE BESONDERE ZEIT IM JAHR

Bei unserem Weg auf Weihnachten zu, haben          nahe sein will in Düften, die erfrischen und be-
wir uns in der Adventszeit weihnachtliche Ge-      leben, die frei machen und entspannen. Neben
würze und Düfte begleitet wie Zimt, Kardamom       selbstgebastelten Adventskränzen zierten mit
und Nelken. Die damit verbundenen Advents-         Nelken gespickte Orangen unseren Speise-
bräuche erzählen, wie Gott uns sinnenfällig        saal. Kardamom als Lebkuchengewürz wurde

sinnlich erfahrbar gemacht. Bei der Nikolausfei-   mir den Schatten von der Seele nimmt.“ Eltern
er gab es ein Premiere: Unsere ehemalige Prä-      durften in der adventlichen Stunde den musikali-
fektin Frau Schönwetter übernahm gekonnt das       schen Künsten unserer Semis und besinnlichen
ehrenvolle Amt. Bei der feierlichen Adventsves-    Text lauschen. Bei der Adventsfeier am letzten
per stand neben dem Magnifikat der Popsong         Abend vor den Ferien gab es lustige Spiele
von Adel Tawil im Mittelpunkt: „Ist da jemand,     und überraschende Weihnachtsgeschenke.
der noch an mich glaubt, der mich versteht, der

28                                                                                                                                       29
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                                    Feste feiern            Fußballturnier   CHRISTLICHE LEBENSKUNST

INTERNATIONALES FUSSBALLTURNIER IN ST MICHAEL

KARDINAL REINHARD MARX SPRACH ÜBER SPORT

Volle Einsatzfreude sowie Team-
und Kampfgeist bewiesen die
Schüler des Studienseminars
St. Michael beim internationalen
Hallenfußballturnier in Traun-
stein. 150 Jugendliche der 5.
bis 12. Klassen aus acht katho-
lischen Internaten in Deutsch-
land, Österreich und Italien tra-
ten bei dem zweitägigen Turnier
zum Fairplay an. Während sich
das Stift Kremsmünster mit dem
Turniersieg den 2013 gestifteten
Wanderpokal sicherte, errang
die Mannschaft der Mittelstu-
fe-Seminaristen aus Traunstein
den zweiten Platz. Die Sieger-
pokale überreichte Traunsteins
Oberbürgermeister      Christian
Kegel nach dem Turnier in der
Turnhalle der Berufsschule II.
Der sportliche Wettkampf stand      der hohen Nachrichtenrelevanz      tigkeit entdeckt. Mit vergleichen-
ganz im Zeichen von Gemein-         in der heutigen Medienwelt über    den Bezügen zum Thema Sport
schaftssinn,      grenzübergrei-    gesundheitliche Aspekte bis        und Glauben unterzog der Kar-
fender Freundschaft und der         hin zur Volksbelustigung und       dinal auch die Thematik von Ge-
Bekräftigung im Glauben. Als        Heldenverehrung in der Anti-       winnern und Verlierern einer ein-
Ehrengast und Ortsbischof           ke. Demgegenüber hätten die        gehenderen Betrachtung und
feierte der Münchner Kardinal       Christen der Frühzeit auch auf     fragte nach der Rolle von Gott:
Reinhard Marx den Gottes-           die Verlierer geschaut und seien   „Ist er Schiedsrichter, Spieler,
dienst anlässlich des Empfangs      karitativ tätig gewesen.           Spielleiter oder Trainer?“
mit dem Freundeskreis von St.       Durch seine strikten Vorgaben      Bei dem jährlich in einem an-
Michael im Studienseminar.          sei ihm persönlich der Sport       deren Seminar stattfindenden
Bezugnehmend auf die ge-            während der Schulzeit vergrault    Fußballturnier erneuerten die
sellschaftliche Bedeutung des       worden, gestand Marx. Erst         Seminaristen aus Traunstein,
Sports schlug der Geistliche in     später habe er das Schwimmen       vom Aufseesianum in Bamberg,
seiner Predigt einen Bogen von      als bereichernde sportliche Tä-    dem Internat Kloster Ettal, von
                                                                       den Regensburger Domspat-
                                                                       zen, dem Stift Kremsmünster,
                                                                       dem Augustinum Graz und dem
                                                                       Stiftsgymnasium St. Paul in Ös-
                                                                       terreich sowie dem Vinzentinum
                                                                       in Brixen/Südtirol alte Freund-
                                                                       schaften. In Vorrunden-Turnie-
                                                                       ren, beim Empfang und beim
                                                                       Feiern sowie bei der gemeinsa-
                                                                       men Übernachtung im großen
                                                                       Theatersaal gab es viel zu er-
                                                                       leben und so manche Anekdote
                                                                       wurde über die sozialen Netz-
                                                                       werke ausgetauscht.

30                                                                                                                                                     31
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                            Feste feiern         Kommunion und Firmung   CHRISTLICHE LEBENSKUNST

ERSTKOMMUNION UND FIRMUNG

TOMAS REGER UND PHILIP RICHTER BELEBEN DURCH DIE
ERSTKOMMUNION UND DIE FIRMUNG IHRE GOTTESBEZIEHUNG

Jedem Zauber wohnt ein Anfang inne, so möch-     Mehr noch haben aber wohl die beiden den
te ich einen bekannten Ausspruch von Her-        Zauber eines Anfangs und den Anfang eines
mann Hesse umformulieren. Einen Zauber im        Zaubers gespürt. Die Beziehung zu Gott, die
Sinne etwas Unbekannten und Faszinierendem       durch die Sakramente der Eucharistie und
durfte die Seminargemeinschaft am Sonntag,       der Firmung belebt wird, hat in der Tat eine
den 15. April 2018 erleben, als Tomas Reger      Kraft, die das Leben verwandelt. Lieber To-
im Sonntagsgottesdienst die Erstkommunion        mas und lieber Philip, viel Freude auf eurem
empfing und Philip Richter im Sakrament der      Weg, Gott immer näher kennenzulernen.
Firmung mit dem Heiligen Geist gestärkt wurde.

32                                                                                                                                                33
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                Feste feiern          Mai-Wallfahrt   CHRISTLICHE LEBENSKUNST

WALLFAHRT AM 1.MAI NACH MARIA ECK

                                Es ist ein besonderer Ort: die
                                Einsiedelei „Franziskusklause“
                                in Maria Eck. Ganz abgeschie-
                                den liegt sie am Rande einer
                                Waldlichtung mit Blick auf den
                                Hochfelln. Hier können Men-
                                schen unterschiedlichen Al-
                                ters eine Auszeit machen.

                                Dieser Ort gab unserer dies-
                                jährigen Wallfahrt das Thema:
                                „Aufbruch zu sich selbst
                                        und zu Gott“.

                                Auf dem Weg zur Einsiedelei
                                gab es hierzu verschiedene
                                Stationen und Impulse- vor-
                                bereitet von Seminaristen und
                                Bruder Christian Schmidber-
                                ger OFM Conv.:

                                Wo gibt es Orte in unserem
                                Leben, an denen wir Kraft
                                tanken können, zur Ruhe kom-
                                men, uns geborgen fühlen
                                können?

                                ...Anschließend feierten wir
                                mit vielen Ehemaligen und
                                Wallfahrern am Freialtar Got-
                                tesdienst, den unser Spiritual
                                Helmut Bauer zelebrierte.

                                Gemütlich klang der Tag bei
                                einer Grillbrotzeit am Kloster-
                                stadl aus.

34                                                                                                          35
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                               Wir übernehmen Soziale Verantwortung        Wir übernehmen Schöpfungsverantwortung            CHRISTLICHE LEBENSKUNST

WIR ÜBERNEHMEN SOZIALE VERANTWORTUNG                                                                      LOGISCH! WIR LEBEN ÖKOLOGISCH!

DAS SEMI UNTERSTÜTZT HILFSPROJEKTE IM LIBANON & IN INDIEN                                                 DEN ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK SO KLEIN WIE MÖGLICH HALTEN
                                                                                                                             - DAS IST UNSER ZIEL
Das Projekt „Katakombe“ fördert mit dem erwirt-       dort versuchen seit Jahren durch den Anbau
schafteten „Gewinn“ seit vielen Jahren soziale        von Gemüse und Getreide ihre Lebensgrund-
Kampagnen verschiedener Art durch finanzielle         lage zu sichern. Damit die Feldfrüchte nicht
Unterstützung. In diesem Schuljahr konnten wir        immer wieder durch die sengende Sonne ver-          Schöpfungsverantwortung zu übernehmen und           Eckpfeiler unserer pädagogischen und wirtschaft-
                                                      trocknen, haben wir die Pflanzung von 1000          eine nachhaltige Mitgestaltung auf unserer Erde     lichen Arbeit im Semi.
1. ein Projekt im Libanon mit 1000,00 Euro un-        schattenspendenden Bäumen unterstützt. - Die-       zu verwirklichen war auch in diesem Schuljahr
terstützen. Dort werden syrische Flüchtlingskin-      ses Projekt haben wir ausgewählt, weil bei uns
der mit elementarsten Dingen wie Essen, Klei-         im Seminar Umwelt- und Klimaschutz sowie
dung und Obdach versorgt. Außerdem können             Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelerzeugung
sie eine behelfsmäßige Schule besuchen. Durch         wichtige Themen sind. Deshalb wollen wir auch
diese Maßnahmen können die Kinder wenigs-             anderen Menschen bei solchen Bemühungen
tens einen einigermaßen geregelten Tagesab-           helfen. Diese beachtlichen Spendensummen
lauf erleben und etwas für ihre Zukunft erlernen.     können nur zusammen kommen, weil die Wirte
Mit unserer Hilfe wollen wir unsere Solidarität mit   in der Katakombe das ganze Jahr über unent-
Kindern und Jugendlichen zeigen, die unver-           geltlich und ehrenamtlich ihren Dienst verrichten
schuldet in größte Not geraten sind.                  und weil die Katakombe treue Gäste hat, die erst
                                                      den entsprechenden Umsatz ermöglichen.
2. Ebenfalls 1000,00 Euro spendeten wir an eine
Dorfgemeinschaft in Indien. Die Menschen

Desweiteren wird durch die Einnahmen des              bildung und für eine lebenswertere Zukunft von
Jujutsu-Trainings NEST Ooty unterstützt. Die-         Mädchen und Jungen in Südindien ein.
se Initivative setzt sich für eine bessere Schul-

                                                                                                                                                Die Grundlagen, auf denen unser Streben nach Nachhaltigkeit ruht.

36                                                                                                                                                                                                           37
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                       Wir übernehmen Schöpfungsverantwortung          Wir übernehmen Schöpfungsverantwortung   CHRISTLICHE LEBENSKUNST

FESTIVAL DER UTOPIE

Beim 2-tägigen Festival der Utopie, das sich mit Ideen und Visionen für eine nachhaltige Zukunft be-
schäftigte, setzte das Seminar wichtige Akzente und Programmpunkte:

• Auch beim Aufbau des Festivals und beim Betrieb des Getränkestandes
  halfen die Semis in vorbildlicher Weise mit. Das war Spitze!
• Vigil und Schöpfungs-Gottesdienst
• Seminarführungen
• Chorworkshop mit Pater Norbert Becker mit über 60 Teilnehmern
• Bubble Soccer als Freizeitangebot
• Stand und interaktive Ausstellung zum nachhaltigen Internat

                                                                                                                                                  Zum Stand des Ökobündnisses:

                                                                                                                                                  Wir wollten einerseits die bisherige Entwicklung eines
                                                                                                                                                  nachhaltigen Lebensstils im Seminar dokumentieren
                                                                                                                                                  als auch die Besucher selbst emotional einbinden.

                                                                                                                                                  Für den ersten Bereich wählten wir die Darstel-
                                                                                                                                                  lung einer Zeitleiste von den ersten Schritten bis
                                                                                                                                                  heute. Es entstanden vier Tafeln, die wir im Foyer
                                                                                                                                                  ausstellten (dort sind sie auch jetzt noch zu be-
                                                                                                                                                  sichtigen).
                                                                                                                                                  Für die emotionale Seite bauten wir einen ca.
                                                                                                                                                  1m² großen Käfig, der das Leid, das Tiere, die
                                                                                                                                                  in Massentierhaltung gehalten werden, er-
                                                                                                                                                  dulden müssen, die Besucher am eigenen
                                                                                                                                                  Leib erfahren ließ. Desweiteren konnte man
                                                                                                                                                  an unserem Stand seinen Lebensstil auf seine
                                                                                                                                                  Enkeltauglichkeit (Motto des Festivals) über-
                                                                                                                                                  prüfen. Das Ergebnis des Tests seines eigenen
                                                                                                                                                  ökologischen Fußabdrucks zeigte den Besu-
                                                                                                                                                  chern schwarz auf weiß, dass sie alle auf viel
                                                                                                                                                  zu „großem Fuß“ leben. Viele reagierten auf das
                                                                                                                                                  Ergebnis erstaunt, viele waren entsetzt. Wir hof-
                                                                                                                                                  fen, dass wir mit diesem Test einen Anstoß zu
                                                                                                                                                  einem veränderten Lebensstil gegeben haben.
                                                                                                                                                  Als Vorausblick auf eine mögliche zukünftige Er-
                                                                                                                                                  nährung – die allerdings bei 65% der Weltbe-
                                                                                                                                                  völkerung schon üblich ist – konnte man bei uns
                                                                                                                                                  am Stand in Salz, Pfeffer oder Kräutern frittierte
                                                                                                                                                  Insekten kosten.

38                                                                                                                                                                                                 39
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                              Schöpfungsverantwortung überbernehmen                   Schöpfungsverantwortung überbernehmen         CHRISTLICHE LEBENSKUNST

DAS WELTENESSENSPIEL                                                                                                   DAS EMAS PROJEKT

                                      Worum es geht:                                                                   Die EMAS Zertifizierung  liegt nun schon wieder   bau von LED – Leuchten im Speisesaal, Gang
                                                                                                                       gut ein Jahr hinter uns. Im Februar gab es die    Erdgeschoß und Treppenhäuser jeweils mit
                                      Durch dieses Spiel soll die Un-                                                  erste aktualisierte Umwelterklärung 2017 zur      Bewegungsmelder Erfolge verbucht werden.
                                      gerechtigkeit und die unge-                                                      bestehenden Umwelterklärung 2015.                 Ein weiterer Schwerpunkt war die Umgestal-
                                      rechte Verteilung der Güter                                                                                                        tung der Küche (s. Schaubild). Was sich sonst
                                      und Nahrungsmittel deutlich                                                      Unsere im Umweltprogramm gesetzten Ziele          noch durch das Nachhaltigkeitsmanagement
                                      gemacht und am eigenen Leib                                                      haben wir größtenteils erreicht, besonders im     2017 verändert hat, zeigt die folgende Abbil-
                                      erfahren werden.                                                                 Bereich Strom sparen konnten durch den Ein-       dung.

                                      Dieses Spiel bietet viele
                                      Möglichkeiten zur intensiven
                                      Auseinandersetzung       über
                                      Gerechtigkeit, ungerechte Ver-
                                      teilung von Nahrung und unse-
                                      ren Lebensstil und seine Aus-
                                      wirkungen.

So kann es gespielt werden:           Um eine möglichst große                 zehnten trifft Asien. Die Felder sind
                                      Identifikation mit der eigenen          vertrocknet, es gibt kein Wasser
Entsprechend der Anzahl der           Rolle zu ermöglichen, ist es            für den Reisanbau und das weni-
Seminaristen und Direktor/            notwendig, Gründe zu bekom-             ge, das vielleicht noch da ist, ist so
Präfekten werden Tische her-          men, warum es so ist und wie            salzig, dass man es nicht verwen-
gerichtet, die die entspre-           unsere Lebensweise nur auf              den kann. Wir haben also nichts
chenden Welten darstellen.            Kosten anderer möglich wird             zu essen und zu trinken. Wenn es
Durch das Ziehen eines Loses          und welche Auswirkungen                 nicht bald anders wird, werden wir
wird man einer Welt zugeord-          sich daraus ergeben. Auch ist           verhungern oder wir müssen weg
net.                                  es eine bereichernde Erfah-             von zuhause.“
                                      rung, einmal - wenn auch nur
Während in der ersten Welt            kurz - Hunger und Ohnmacht              Daran soll sich dann am Tische
ein Vier-Gänge-Menu serviert          zu spüren.                              eine Diskussion über Ursachen
wird, gibt es für die, die der        Anschließend wird eine kon-             und Folgen ergeben , wen es
vierten Welt zugelost wurden,         krete Situation aus einer der           in solchen Situatione immer am
nur zwei Esslöffel Reis, kein         „Welten“ vorgestellt.                   schlimmsten trifft und es soll
Brot und nichts zu trinken. Alle                                              nach     Lösungsmöglichkeiten
sind solange im Speisesaal            Z.B. für die 4. Welt:                   gesucht werden.
bis die „Bewohner“ der ers-           „Ich lebe als Kleinbauer in der Pro-
ten Welt mit dem Essen fertig         vinz Parachinburi in Osttailand.
sind.                                 Die schlimmste Dürre seit Jahr-

Die „1. Welt“ unter sich, abgeschottet und ohne           Hungrige 4. Welt.
Verantwortung für die Welt

40                                                                                                                                                                                                                41
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                               Spuren der Schöpfungsspiritualität     Spuren der Schöpfungsspiritualität              CHRISTLICHE LEBENSKUNST

ACHT SPUREN DER SCHÖPFUNGSSPIRITUALITÄT

Mit dieser Spur fördern wir eine innere Haltung,   Wir treten eine für eine Kultur des Innehaltens   Wir Menschen können die Schöpfung mitge-            Die Schöpfung mitgestalten, heißt vor allem,
die sich von der Gastfreundschaft leiten lässt,    und eine Haltung des Staunens. Ehrfurcht,         stalten, das ist Bestandteil unserer Würde.         für die Ormen einzutreten und einen Beitrag zu
die die Erde uns Menschen gewährt.                 Achtsamkeit und Verantwortung entspringen                                                             mehr Gerechtikeit zu leisten.
                                                   dem Staunen.

Gott gibt sich in der Schöpfung und durch die      Wir Menschen leben in Beziehung zur Schöp-        Schöpfungsspiritualität versteht sich als christ-   Wir entwickeln Modelle eines zukunftsfähigen
Geschöpfe zu erkennen. Diese Spur ergänzt          fung. Dieses Bewusstsein wollen wir schärfen.     liche Lebenskunst, die helfen will, Talente zu      Lebens und ermutigen Menschen, dieses Le-
den naturwissenschaftlichen Ansatz.                                                                  entdecken und schöpfungsverbunden und so-           ben zu wählen.
                                                                                                     zial verantwortlich zu leben.

42                                                                                                                                                                                                 43
CHRISTLICHE LEBENSKUNST                                                                 Sommerfest                                         CHRISTLICHE LEBENSKUNST

PREDIGTREIHE ZU AUSGEWÄHLTEN SPUREN DER                                                          SOMMERFEST MIT VERABSCHIEDUNG VON
SCHÖPFUNGSSPIRITUALITÄT                                                                          HANS ETZELSBECK

FASTENZEIT 2018

Um die Spuren der Schöp-          ar legte Helmut Bauer Spuren    Zusammenhang        zwischen
fungsspiritualität bekannt zu     zu einem staunenden Zugang      Schöpfung und Gerechtig-
machen, fand an den Sonnta-       Schöpfung. Am 4. März be-       keit auf. Der gemeinsame
gen der Fastenzeit 2018 eine      leuchtete Christoph Hentschel   Ursprung aller Menschen ver-
Predigtreihe statt, die das je-   aktuelle Beispiele, bei denen   pflichtet zum solidarischen
weilige Sonntagsevangelium        die Verletzung der Menschen-    Handeln. Für den 18. März
im Licht einer Schöpfungs-        würde deutlich wird und rief    war eine Predigt zum Lebens-
spur beleuchtete. Prediger        zu einem Lebensstil auf, der    stil und zur Lebensqualität
waren die beiden Spirituale       die Würde des Menschen re-      geplant. Wegen Krankheit
Helmut Bauer und DDr. Chris-      spektiert. Am 11. März zeig-    musste sie leider entfallen.
toph Hentschel.Am 25. Febru-      te Christoph Hentschel den
                                                                                                 Beim diesjährigen Sommerfest ging es trotz et-
                                                                                                 was Regen heiß her: Nach ausgiebigem Plausch
                                                                                                 bei Kaffee und Kuchen brachten das Fußballtur-
PRIESTERWEIHE IN FREISING UND NACHPRIMIZ                                                         nier (Ehemalige - Seminaristen) und das Völker-
IM SEMINAR                                                                                       ballmatch (Seminaristen - Eltern/ Präfekten) den
                                                                                                 Kreislauf in Schwung. Anschließend feierten wir
                                                                                                 gemeinsam Gottesdienst und verabschiedeten
                                                                                                 Herrn Etzelsbeck mit zahlreichen Beiträgen,
Wie jedes Jahr fahren Semina-     Zusammen mit zwei weite-        2018 feiert der Neupriester    Songs, Gedichten, Geschenken und der Ein-
risten zur Priesterweihe nach     ren Kandidaten wird Markus      im Semi seine Nachprimiz.      führung des Etzelbeckschen Umweltpreises in
Freising, die heuer am 30.        Nappert durch Handaufle-        Lieber Markus,   herzlichen
Juni stattfand. Ein besonde-      gung und Gebet unseres Erz-     Glückwunsch und Gottes         seinen wohlverdienten Ruhestand.
res Ereignis ist es, wenn sich    bischofs Reinhard Kardinal      Segen für deine Entschei-
unter den Weihekandidaten         Marx zum Priester geweiht.      dung und für deinen Dienst!
ein ehemaliger Semi befindet.     Am Mittwoch, den 11. Juli

44                                                                                                                                                                            45
AUS DEM SEMI-LEBEN                              Unsere Seminaristen   Unsere Seminaristen                         AUS DEM SEMI-LEBEN

UNSERE UNTERSTUFE: KLASSEN 5-8                                                      8. KLASSE             8. KLASSE                8. KLASSE

                      PRÄFEKTEN VALERIE HIRSCHER UND CHRISTIAN LENZE

     5. KLASSE                5. KLASSE             6. KLASSE

                                                                                   JONATAN EMMERT         FILIP BAFTIJAJ           CHRISTIAN DINH
                                                                                   Chillout Area          Öko-Bündnis              Kulinarium,
                                                                                                                                   Green-Power, Wirt

                                                                                    8. KLASSE             8. KLASSE
     TOMAS REGER              JESSE WALTER          JOHANNES ZAGLER
     Green-Power              Öko-Bündnis           Öko-Bündnis,
                                                    Green-Power

     7. KLASSE                7. KLASSE             7. KLASSE

                                                                                   JONAS REGER            ELIAS WEINGARTNER        "VATI UND MUTTI"
                                                                                   IT & Medienkompetenz   Kulinarium

     LUIS BAUM                FRANZ GEIGER          FELIX STÖTTNER
     Öko-Bündnis              Öko-Bündnis           Öko-Bündnis

     7. KLASSE                8. KLASSE             8. KLASSE

     MARIO USENBENZ           DAVID DERAKHCHAN      ADRIAN HASANI
     Kulinarium,              Öko-Bündnis           Green-Power
     Green-Power

46                                                                                                                                                     47
AUS DEM SEMI-LEBEN                                    Unsere Seminaristen   Unsere Seminaristen                         AUS DEM SEMI-LEBEN

UNSERE MITTELSTUFE: KLASSEN 9 UND 10                                                       9. KLASSE           10. KLASSE                 10. KLASSE

                        PRÄFEKTEN CHRISTINE KLISCH UND STEFAN STRÖHER

     9. KLASSE                     9. KLASSE              9. KLASSE

                                                                                          SIMON FERSTL         PANUPONG KHUMBOONMEE       DANG LE
                                                                                          Chillout Area        IT & Medienkompetenz       Kulinarium

                                                                                           10. KLASSE          10. KLASSE                 10. KLASSE
     MORITZ BÖNSCH                 JULIAN GOSS            HANNES HARRER
     Kulinarium                    Kulinarium             Chillout Area

     9. KLASSE                     9. KLASSE              9. KLASSE

                                                                                          FLORIAN SCHLEINITZ   KORBINIAN SCHWAIGER        MAGNUS TÜLLER
                                                                                          Kulinarium, Wirt     Chillout Area              Kulinarium

     TOM KANGNI                    LUKAS KÜHN             PHILIP RICHTER
     Kulinarium, Wirt              IT & Medienkompetenz   Kulinarium

     9. KLASSE                     9. KLASSE              9. KLASSE

     LUCA SIGEL                    GABRIEL WENDLING       JONAS WOLF
     Kulinarium                    Chillout Area          Chillout Area

48                                                                                                                                                        49
AUS DEM SEMI-LEBEN                             Unsere Seminaristen   Unsere Seminaristen   AUS DEM SEMI-LEBEN

UNSERER OBERSTUFE KLASSE 11 UND 12

PRÄFEKT HANS ETZELSBECK

     11. KLASSE             11. KLASSE             11. KLASSE

     JOSHUA DEPPISCH        NIKOLAUS EINHAUSER     MARINUS HUBER
     IT & Medienkompetenz   IT & Medienkompetenz   IT & Medienkompetenz,
                                                   Green-Power, Wirt

     11. KLASSE             11. KLASSE             12. KLASSE

                                                                              UNSER SEMINAR-RAT
                                                                                                            HERZLICHEN DANK
                                                                                                                FÜR EURE
                                                                                                             UNTERSTÜTZUNG
                                                                                                                UND EURE
                                                                                                            KREATIVE MITHILFE!
     JUAN LORENZ            BENEDIKT PORUBA        PAUL ENGLMAIER
     IT & Medienkompetenz   Chillout Area,         Semisprecher, Wirt
                            Green-Power
                                                                                                                     BENEDIKT PORUBA
                                                                                                                            Semisprecher

                                                                                                                       MARINUS HUBER
     12. KLASSE             12. KLASSE             12. KLASSE                                               Gruppensprecher Klassen 11,12

                                                                                                                   FLORIAN SCHLEINITZ
                                                                                                               Gruppensprecher Klasse 10

                                                                                                                       MORITZ BÖNSCH
                                                                                                                Gruppensprecher Klasse 9

                                                                                                                       CHRISTIAN DINH
                                                                                                                Gruppensprecher Klasse 8

     MERKUS HERR            SERAPHIN SCHUHBÖCK     VITUS TÜLLER
     Öko-Bündnis            Sportler               IT & Medienkompetenz                                             JOHANNES ZAGLER
                                                                                                            Gruppensprecher Klassen 5,6,7

50                                                                                                                                  51
AUS DEM SEMI-LEBEN                                                       Sport und Freizeit    Sport und Freizeit   AUS DEM SEMI-LEBEN

INTERNATIONALES FUSSBALLTURNIER

HALLENFUSSBALLTURNIER KATHOLISCHER INTERNATE & TAGESHEIME
Das traditionelle Hallenfuß-      ler im Seminar und der Gäste       Spiele zu spielen, alle fair und
ballturnier katholischer Inter-   wurde es für alle Teilnehmer       spannend, besonders die
nate und Tagesheime aus           ein großartiges Ereignis und       KO – Spiele, die oft erst im 6
Bayern, Österreich und Süd-       Erlebnis.                          Meter Schießen entschieden
tirol fand dieses Jahr vom 2.                                        wurden.
bis zum 4. Februar bei uns im     Das Turnier begann am Frei-
Seminar statt.                    tagabend mit einem gemein-         Der Oberbürgermeister der
                                  samen Abendessen       und         Stadt Traunstein      Christian
An die 140 Gäste aus sieben       gegenseitigem Kennenlernen.        Kegel überreichte zum Ab-
verschiedenen Internaten (Auf-                                       schluss die Pokale an die je-
seesianum Bamberg, Internat       Der Samstag stand          dann    weiligen Siegermannschaften.
Ettal, Domspatzen Regensburg,     ganz im Zeichen des Fußballs       Wir konnten in der Mittelstufe
Vinzentinum Brixen, Augus-        mit den Gruppenspielen - für       den 2. Platz erringen. Bravo!
tinum Graz, Stiftsgymnasium       die Unterstufe gab es nachmit-
Kremsmünster und Stiftsgym-       tags noch eine Rallye durch das    Allen Beteiligten nochmals ein
nasium St. Paul im Lavanttal)     Seminar - und der Sonntagvor-      herzliches Dankeschön für ein
hatten wir unterzubringen und     mittag mit den Finalspielen. Ge-   tolles Fußballfest.
zu versorgen. Dank der hervor-    spielt wurde nach den Futsal
ragenden Zusammenarbeit al-       Fußballregeln. Es waren 50

52                                                                                                                                                53
AUS DEM SEMI-LEBEN                                                    Sport und Freizeit   Sport und Freizeit                                 AUS DEM SEMI-LEBEN

                                                                                                   Zudem   gibt es seit diesem Schuljahr eine Semi-Laufgruppe und eine Badmintongruppe. Wie
HOCH HINAUS! UNSERE (NEUEN) SPORTARTEN                                                             alle Jahre wieder steht auch Fußball hoch im Kurs gefolgt von Volleyball und Badminton.

BOULDERN UND PARCOURS TRAINIERT NICHT NUR DEN KÖRPER

Im Herbst 2017 begannen einige der Semis         Wahrnehmung (Raum-Lage, Selbstwahrneh-
neue HOCH-Leistungen zu bringen: Das ein-        mung, Bewegungsempfinden) geschult. Auf
bis zweimal stattfindende Bouldertraining im     motorischer Ebene wird die Bewegungskrea-
Haslacher Sportzentrum zeigte schnell Erfol-     tivität, sowie die Hand-Augen-Koordination
ge. Diese sind beim Bouldern allerdings nicht    gefördert. Auch das Austesten und Überwin-
nur auf der körperlichen Ebene erkennbar:        den physischer und psychischer Grenzen
Durch Bouldern wird die Konzentrations- und      trägt zum Reiz des Boulderns bei und stärkt
Problemlösfähigkeit verbessert, sowie die        das Selbstbewusstsein.

Auch die neue Trendsportart Parcours &           nissen, die läuferisch miteinander verbunden
Freerunning haben wir mit den Semis 2018         werden und durch Balance-, Dreh-, Sprung-
ausprobiert. Im Haslacher Sportzentrum bie-      oder Kletterelemente ergänzt werden. Hierbei
tet Chris Bacher von OneMove aus Salzburg        werden nicht nur konditionelle und koordi-
ein wöchentliches Training an. Es geht hierbei   native Fähigkeiten verlangt, vielmehr ist auch
vor allem um die Überwindung von Hinder-         Kreativität und Selbstüberwindung gefragt.

54                                                                                                                                                                                     55
AUS DEM SEMI-LEBEN   Sport und Freizeit   Sport und Freizeit                                          AUS DEM SEMI-LEBEN

                                               JU JUTSU

                                               Auch im Schuljahr 2017/2018 wurde wieder              Am diesjährigen Elterntag, im Oktober, war
                                               Ju-Jutsu Training im Seminar angeboten, wel-          Ju-Jutsu durch eine kleine Vorführung prä-
                                               ches von den Jungs begeistert angenommen              sent und zu den Test & Demo Days wurde ein
                                               wurde. Seit einigen Jahren bietet die Familie         Schnuppertraining für mögliche Neuseminaris-
                                               Brunner das Training im Seminar an.                   ten angeboten.

                                               Ju-Jutsu ist eine Selbstverteidigungssportart, die    Für das Training wird ein kleiner Unkostenbei-
                                               in Deutschland unter anderem von der Polizei          trag verlangt, mit dem allerdings ein Hilfsprojekt
                                               praktiziert wird. Etwa zehn Jungs besuchten die-      finanziert wird. Durch die Einnahmen werden
                                               ses Jahr das Training, mit sichtbaren Erfolgen. Im    von der Organisation NEST Ooty zwei Kinder
                                               Dezember wurde bereits die erste Grüngurt-Prü-        in Indien finanziert, denen es dadurch möglich
                                               fung seit Beginn des Trainings abgehalten, bei        wird, eine Schule zu besuchen.
                                               der drei der Seminaristen ihren Grüngurt erhielten.
                                                                                                     Grüße,
                                                                                                     Sonja Brunner

56                                                                                                                                                 57
AUS DEM SEMI-LEBEN                                                                  Ausflüge     Ausflüge   AUS DEM SEMI-LEBEN

AUSFLÜGE UND FREIZEIT

Am Wochenende sind wir viel unterwegs: In Salz-     Naturschwimmteich oder der Lagerfeuerstelle so-
burg, Traunstein oder auch mal durch die Traun,     wie Sport am Fußball-, Volleyball- oder Basketball-
am Frillensee oder in den Bergen, mit dem Radl      feld oder im Winter auch in der Turn- und Schwim-
um den Chiemsee, Eislaufen oder die verschie-       halle angesagt. Bunt wird's ansonsten auch oft
denen Thermen der Region erkunden. Ab und zu        in der Kreativwerkstatt beim Actionpainting oder
ist aber Chillen im Semigarten, im Wolkenkino, am   Sprayen!

58                                                                                                                                        59
MIT      HAND,
                        HERZ & HIRN
           Mit Energie und Begeisterung aus dem Herzen,mit
           Plan und Phantasie aus dem Hirn treibt es uns nun
                               zur Tat.

           Hierfür haben wir nun unsere Hände, nicht mehr,
           aber auch nicht weniger! Damit und mit vereinten
              Kräften können wir Unglaubliches schaffen:

           Wir reißen alte Mauern auf, verschaffen uns Luft
           und Raum und können so die Welt ein bisschen
               ändern und ein bisschen besser machen!

           Die Kunstgruppe ermuntert alle, dabei mitzu-
                            machen!

       Zusatzqualifikationen und Projekte
                                            •   Greenpower: Gartengruppe
       •   IT- und Medienkompetenz          •   Kulinarium: Kochgruppe
       •   Ökobündnis Semi                  •   Baumhaus bauen
       •   Chill-out-Area: Handwerker       •   Kreativwerkstatt
       •   Wirte in der Katakombe           •   Musik im Seminar

60                                                                   61
ZUSATZQUALIFIKATIONEN                            Projektgruppe: IT- und Medienkompetenz   Projektgruppe: IT- und Medienkompetenz   ZUSATZQUALIFIKATIONEN

SEMIDIA-ENTERTAINMENT

„3, 2, 1... KAMERA LÄUFT!“

Nach der Produktion einer App sowie mehrerer Radiosendungen
in den vergangenen beiden Schuljahren widmeten sich die Mit-
glieder von Semidia Entertainment im Schuljahr 2017/ 2018 der
Produktion von Videos, die in enger Kooperation mit Lawrence
Martin von Q3. Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer, einer me-
dienpädagogischen Einrichtung auf dem Campus St. Michael,
verwirklicht werden konnten. Das Erlernen einer adäquaten Kame-
raführung zählte hierbei ebenso zu den Lerninhalten, wie das rich-
tige Ausleuchten, die Motivwahl oder spezielle Schnitttechniken.
Semidia Entertainment konnte zudem bei der Erarbeitung eines
professionellen Imagefilms für das Studienseminar mitwirken.

62                                                                                                                                                                  63
ZUSATZQUALIFIKATIONEN                                                                                                                       Projektgruppe: Ökobündnis   Projektgruppe: Ökobündnis                            ZUSATZQUALIFIKATIONEN

DIE PROJEKTGRUPPE „ÖKO- BÜNDNIS- SEMI“

Auch in diesem Schuljahr konnten wir wieder                                                                                                                                                             bei, unsere Essgewohnheiten zu hinterfragen,
mehrere Projekte in die Tat umsetzen.                                                                                                                                                                   generell weniger Fleisch zu konsumieren und
                                                                                                                                                                                                        auf regionale, saisonale, fair gehandelte Bio
Zu Beginn des Schuljahres überlegten wir,                                                                                                                                                               Produkte zu setzen. Unser Chefkoch, H. Diet-
wie wir unsere Mitseminaristen daran erinnern,                                                                                                                                                          linger, ist gerade dabei, ein Netz derartiger Lie-
nachhaltig zu leben. Unsere Idee war, Stolper-                                                                                                                                                          feranten aufzubauen.
steine, die verschiedene Hinweise enthielten,
beim Durchgang vor dem Speisesaal zu posi-                                                                                                                                                              Ein letzter großer Punkt bei unseren diesjähri-
tionieren. Dort waren sie das ganze Jahr über                                                                                                                                                           gen Projekten war die Gestaltung des Standes
und haben uns tag- täglich gemahnt, unseren                                                                                                                                                             „nachhaltiges Seminar“ beim Festival der Uto-
Lebensstil zukunftsfähig zu gestalten.                                                                                                                                                                  pie. (Vgl. S. 38)

   WIR                                                                                                                                                                                                                                                         DEN
SCHAUEN                                                                                                                                                                                                                                                      TELLER-
  ÜBER                                                                                                                                                                                                                                                        RAND
Beim „G – 8 Gipfel“ Anfang Dezember stand
das „Lüften des Geheimnisses vom richtigen
Lüften“ im Mittelpunkt, sowie Einsparmöglich-
keiten von Heizenergie zu sammeln und um-
zusetzen. Zwei weitere wichtige Bestandteile
des Einübens eines nachhaltigen Lebensstils
waren in der Fastenzeit das Weltenessen und
die Aktion „Gerecht leben – Fleisch fasten“.
Auch heuer haben wir in der Fastenzeit nur
einmal in der Woche Fleisch gegessen und uns
mit den schlimmen Folgen eines übermäßigen
Fleischkonsums auseinandergesetzt (vgl. S. 40).

Wie man aus dem Speisenplan (ausgedacht
von uns) entnehmen kann, kann auch eine
fleischarme   Küche sehr lecker schmecken.
Auf Grund dieser Aktion sind wir weiter da-
                                                                                                                                                                                                  xxx

64                                                                                                                                                                                                                                                                                   65
Sie können auch lesen