Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

UMWELTERKLÄRUNG 2017/2018. BMW GROUP WERK MÜNCHEN. WERK 01.10, WERK 01.30.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

Seit mehr als 60 Jahren produziert das BMW Group Werk München im Herzen der Metropole und in unmittelbarer Nähe zur Konzernzentrale Premium-Automobile. Wir demonstrieren jeden Tag aufs Neue, dass Fahrzeugbau in Großserie im Einklang mit Umwelt und Nachbarschaft möglich ist. Denn Nachhaltigkeit und Nachbarschaftspflege werden groß geschrieben. Das Werk versteht sich als integraler gesellschaftlicher Bestandteil, übernimmt soziale Verantwortung und agiert als verlässlicher Partner der Region. Um auch in Zukunft die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Werkes zu sichern, investiert die BMW Group von 2016 bis 2018 mehr als 700 Millionen Euro in innovative und nachhaltige Produktionsstrukturen. Mit der Erweiterung des Karosseriebaus und der Montage sowie der Inbetriebnahme einer ressourcenschonenden Lackiererei bereiten wir das Werk optimal auf die Zukunft vor und unterstreichen damit, dass wir auch zukünftig unsere anspruchsvollen Ziele im Sinne der verankerten Umweltschutzpolitik verwirklichen werden.

Erfolgsfaktor Nummer eins jedoch sind unsere mehr als 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag mit Kompetenz, Kreativität und Leidenschaft für unsere weltweiten Kunden rund 1.000 Mal den Traum vom perfekten Automobil Wirklichkeit werden lassen. Dr. Milan Nedeljkovic Leiter BMW Group Werk München VORWORT.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

INHALT. Seite 3 Übersicht Produktion. Seite 6 Wesentliche Änderungen. Seite 7 Energienutzung. Seite 9 Emissionen. Seite 11 Einsatz von Material und Stoffen. Seite 12 Abfallaufkommen. Seite 13 Wassernutzung. Seite 14 Abwasseraufkommen. Seite 15 Indirekte Umweltaspekte. Seite 16 Wesentliche umweltrelevante Daten. Input/Output-Bilanz 2015 bis 2017. Seite 18 Kernindikatoren nach EMAS II. Input/Output. Seite 19 Geltende Rechtsvorschriften. Auszug aus geltenden Rechtsvorschriften. Seite 20 Umweltaktivitäten 2017. Status der durchgeführten Maßnahmen. Seite 21 Umweltaktivitäten 2018. Kontinuierliche Verbesserung im betrieblichen Umweltschutz. Seite 22 Validierung der Umwelterklärung. Seite 23 Impressum.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

DAS BMW GROUP WERK MÜNCHEN. 3 ÜBERSICHT PRODUKTION. Die Fertigungsanlagen im BMW Group Werk München und in den Außenstellen greifen wie ein Räderwerk ineinander. Die unterschiedlichen Technologien und Fachbereiche arbeiten eng zusammen. Im BMW Group Werk München fertigen mehr als 8.000 Mitarbeiter auf einer Grundstücksfläche von etwa 500.000 m² täglich rund 1.000 Einheiten der BMW 3er Limousine, des BMW 3er Touring, des BMW 3er Plug-In- Hybrid sowie des BMW 4er Coupé und des BMW M4 Coupé.

Zudem laufen im Motorenbau mehr als 2.000 Triebwerke vom Band – von Drei- über Vier- und Sechszylinder- Reihenmotoren bis hin zu V8- und V12- Hochleitstungsaggregaten. Der Werkzeugbau ist nicht mehr auf dem Lageplan dargestellt, er liegt etwa 600 m nördlich des Werksgeländes. Werk 01.10

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

DAS BMW GROUP WERK MÜNCHEN. 4 ÜBERSICHT PRODUKTION. Werkzeugbau (Werk 01.30) Etwa 225 Mitarbeiter im Werkzeugbau und 55 Mitarbeiter für Prototypenteile planen, simulieren, konstruieren und realisieren Presswerkzeuge, bauen Anlagen für den Karosseriebau und fertigen Modelle auf einer Fläche von ca. 11.000 m². Dem Werkzeugbau stehen dafür Erprobungspressen, Großfräsmaschinen und ein automatisiertes Palettenwechselsystem zur Verfügung. Design Karosseriebau In diesem Produktionsschritt werden die im Presswerk produzierten Blechteile zu lackierfähigen Karosserien zusammengefügt. Zum Einsatz kommen Schweiß- und Fügetechniken wie Punktschweißen, Löten, Schrauben und Kleben. Auf der hochautomatisierten Fertigungslinie der neuesten Generation fertigen mehr als 1.000 Mit- arbeiter neben 800 Industrierobotern im Drei-Schicht- Betrieb täglich die Rohkarosserien der BMW 3er und 4er Reihe.

Presswerk Im Presswerk werden Stahlbleche in verschiedenen Arbeitsschritten in Karosserieteile geformt. Dafür werden sie gestanzt, gebogen und gezogen. Als Herzstück ist hier eine Highspeed-Servo-Pressenlinie im Einsatz. Sie ermöglicht eine besonders energieeffiziente Produktion. Ca. 400 Mitarbeiter verantworten im Drei-Schicht-Betrieb die Verarbeitung von 20 verschiedenen Blechsorten zu 32.000 Karosserieteilen pro Tag. Lackiererei 2017 nahm eine neue, ressourcenschonende Lackiererei ihren Betrieb auf. Besondere Aufmerksamkeit gilt umweltschonenden Verfahren wie der Verwendung von Wasserbasislacken und modernster Applikations- technologie. Die Vorbehandlung erfolgt mit Rotationstauchverfahren und KTL. Täglich werden etwa 1.000 Rohkarosserien der BMW 3er und 4er Reihe auf einer Fläche von 13.500 m² lackiert.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

DAS BMW GROUP WERK MÜNCHEN. 5 ÜBERSICHT PRODUKTION. Montage In der Montage stehen Kundenwunsch und Individualisierbarkeit an erster Stelle. In etwa 335 Arbeits- takten werden die Automobile von den Mitarbeitern komplettiert. Eine Herausforderung stellt die hohe Zahl an Varianten dar. Allein für den BMW 3er werden rund 20.000 Innenvarianten angeboten. Daher werden Cockpit, Front-End, Sitze und Türen auf einer Förderstrecke von 3,5 km separat montiert. Motorenbau Motoren aus München haben bei BMW eine lange Tradition. In 2017 hat der Münchner Motorenbau 447.354 Motoren produziert. Das Spektrum reicht von Drei-, Vier-, Acht- und Zwölf-Zylinder-Motoren bis hin zu den Achtzylinder- Hochleistungsmotoren für BMW Fahrzeuge der M-Serie. Im Rahmen des M Performance Programms wird auch der Sechs-Zylinder-Dieselmotor gefertigt. Die Durchlaufzeit für einen Motor beträgt zwischen sechs und zwölf Stunden.

Sitzefertigung Sämtliche Sitze für die im Stammwerk produzierten Fahrzeuge werden in einer hauseigenen Fertigung produziert – eine Besonderheit im weltweiten Werksverbund. Es gibt mehrere hundert Varianten, abhängig von Kundenwünschen und Länderspezifikationen. Für die Produktion der Polsterung der Sitze werden Polyol und Isocyanat, die im Hochdruckverfahren vermischt werden, verwendet. Standortfunktionen Einen reibungslosen und optimalen Betriebsablauf stellen die diversen Standortfunktionen sicher. Beispiele dafür sind: - Gebäudebewirtschaftung, Energieversorgung - Werksicherheit, Feuerwehr, Gesundheitsdienst - Logistik - Aus- und Weiterbildung - Werkstoff und Verfahrensanalytik - Umweltschutz, Arbeitssicherheit & Personalmanagement

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

DAS BMW GROUP WERK MÜNCHEN. 6 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN. Im Zuge der Modernisierung des BMW Group Werkes München für den Anlauf des neuen BMW 3er hat die BMW Group mehr als 700 Millionen Euro in das Stammwerk investiert. Dieses Investitionspaket findet im Jahr 2018 seinen Abschluss. Bereits 2017 wurden jedoch zahlreiche Neubauprojekte an die Produktion übergeben. Die Erweiterung des Karosseriebaus im Süden des Werkes schafft über mehrere Ebenen die notwendige Produktionsfläche für das Fügen von Karosserieteilen. Der ursprünglich dort verortete Logistikbahnhof wurde in das neue Gebäude integriert und sichert die Logistikströme im Bereich des Karosseriebaus.

Ebenso wurde 2017 der Bau der neuen Lackstruktur vollendet. Während die Vorbehandlung der Rohkarossen weiterhin in den bisherigen Gebäuden der Technologie Lackiererei vorgenommen wird, werden die Fahrzeuge im Bereich der neuen Lackstruktur mit Hilfe des neu eingeführten integrierten Lackierverfahrens lackiert. Insbesondere in punkto Ressourcenverbrauch, Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt die neue Lackiererei Maßstäbe. Zum Einsatz kommt die innovative, hoch effiziente IPP-Technologie (Integrated Paint Process). So werden im Vergleich zur bisherigen Lackiererei der Erdgasverbrauch und die Abgasemissionen um nahezu die Hälfte sinken. Der Stromverbrauch wird sich zukünftig um gut ein Viertel reduzieren. Das entspricht pro Jahr dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4.000 Zweipersonen-Haushalten.

Die vollständig lackierten Karossen werden im neu errichteten Hochregallager zwischengespeichert. Hier finden rund 790 lackierte Karossen Platz, die dann über teils neu realisierte Förderbrücken in die Montage zur Fertigstellung der Fahrzeuge befördert werden. Seit Mitte 2017 findet die Bahnverladung der Neufahrzeuge nicht mehr direkt im Werk statt, sondern die Kundenfahrzeuge werden über die ertüchtigte Gleisbrücke auf das Gelände des Werkzeugbaus nördlich der Moosacher Straße gefahren und dort auf die bereitgestellten Waggons verladen. Ebenfalls seit der zweiten Jahreshälfte ist ein vollelektrisch betriebener LKW für den Fahrzeugversand im Großraum München im Einsatz.

Die Erweiterung der Montage wird im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sein. Neben zwei zusätzlichen Bürogeschossen steht dann auf drei Produktionsebenen deutlich mehr Platz für die Fahrzeugmontage zur Verfügung. Der Bau einer neuen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage hat in 2017 begonnen. Der neue Wärmeverbund zwischen dem Forschungs- und Innovationszentrum, der Wärmezentrale in der Nähe vom Werksstandort 01.30 und dem Werk soll 2019 in Betrieb gehen.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

UMWELTASPEKTE. 7 ENERGIENUTZUNG. Vor dem Hintergrund des zusätzlichen Integrationsaufwands des neuen Fahrzeugmodels hat sich der spezifische Energiebezug moderat von 1,44 MWh/Fahrzeug auf 1,53 MWh/Fahrzeug erhöht (ohne Motorenbau und ohne Berücksichtigung des einmalig notwendigen Parallebetriebs der Lackiererei). Innerhalb des im Werk eingesetzten Energie- und Umweltfachteams werden laufend Potentiale zur Ressourcenreduzierung identifiziert und über einen Maßnahmenspeicher bewertet und gemonitort. Im Rahmen des Energieeffizienzprojektes wurden in 2017 weitere Maßnahmen im Bereich „Technische Gebäudeausrüstung“ zur Energiereduzierung eruiert und umgesetzt.

Im Bereich Motorenbau wurden aus den Motorprüfständen in 2017 mehr als 690 MWh elektrische Energie durch die genutzte Bremsenergie in das Werksnetz eingespeist.

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

UMWELTASPEKTE. 8 ENERGIENUTZUNG. Zieleentwicklung 2006 - 2017 Zwischen 2006 (2,19 MWh/Fzg) und 2017 (1,53 MWh/Fzg) wurde der Energieverbrauch pro Fahrzeug im Werk München in der Fahrzeugproduktion (ohne Motorenbau) um mehr als 30 % gesenkt, das Energieziel 2017 (1,50 MWh/Fzg) wurde vor allem aufgrund von umfang- reichen Bau- und Integrationsmaßnahmen (unter anderem die neue Lackiererei) für ein neues Fahrzeugmodell knapp verfehlt. Projekt Ersatz konventionelle Leuchten durch LED Leuchten. Der Übergang von konventioneller Lichttechnik zu moderner LED-Technik in der Bestandsbeleuchtung wurde nach dem Start im Jahr 2016 im Berichtsjahr in allen Produktionsbereichen fortgeführt und führt mit einer Verdoppelung der Effizienz pro Leuchte zu einer erzielten Einsparung in 2017 von über 7.000 MWh. 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 2013 2014 2015 2016 2017 Energieverbrauch in 1.000 MWh produzierte Motoren und Fahrzeuge Energieverbrauch Strom Erdgas Fernwärme gefertigte Fahrzeuge gefertigte Motoren 3% 11% 44% 7% 18% 8% 9% Energieverteilung Technologien Presswerk Karosseriebau Lackiererei Montage Motorenbau Energiebetrieb Werkzeugbau u. sonstige

Umwelterklärung 2017/2018. - BMW Group Werke

UMWELTASPEKTE. 9 EMISSIONEN. Emissionen Die drei Grafiken auf der Seite 10 zeigen die Hauptkomponenten der Emissionen des Werkes. Die CO2-Emissionen sowie die Emissionen der Stickoxide (NOx) stammen hauptsächlich aus der Verbrennung von Erdgas in der Lackiererei, in geringerem Umfang auch von den Leistungsprüfständen im Motorenbau. Die dritte Grafik zeigt den Verlauf der leichtflüchtigen organischen Kohlenwasserstoffe (VOC). Die Emissionen an CO2 und NOx sind im Vergleich zu den Vorjahren etwas höher. Grund dafür ist vor allem der gestiegene Erdgasverbrauch aufgrund des Anlaufes der neuen Lackiererei und des damit verbunden Parallelbetrieb von alter und neuer Lackiererei.

Auf die zu lackierenden Oberflächen des Fahrzeuges entspricht dies 15,23 g Lösemittel/m² Rohkarossenfläche. Gegenüber dem Vorjahr (2016: 19,1 g Lösemittel/m²) ergab sich eine Verbesserung aufgrund des Anlaufs der neuen Lackiererei mit dem geänderten IPP-Verfahren. Der Grenzwert von 35 g/m² nach der deutschen VOC-Richtlinie wird weiterhin deutlich unterschritten. Nachbarschaft Das Werk München grenzt an Wohngebiete. Der Schutz der Anwohner vor produktionsbedingten Geräusch- pegeln ist ein wichtiges Anliegen der Werkleitung und aller Anlagenbetreiber.

Die produktionsbedingten Geräusch- und Geruchs- belastungen auf die Anwohnerschaft wurden seit 2001 kontinuierlich reduziert. Jedoch stagniert die Anzahl der Nachbarschaftsbeschwerden seit 2011 aufgrund der umfangreichen Baustellen (in 2017 18 Beschwerden; im Vorjahr zwölf Beschwerden). Die Zunahme der Beschwerden ist unter anderem auf die umfangreichen Umbaumaßnahmen im Jahr 2017 zurückzuführen. Bei allen eingegangen Beschwerden wurde umgehend mit der Ursachenanalyse begonnen und das Möglichste getan, um die Ursache zu eliminieren. Alle Beschwerden und deren Bearbeitung wurden dokumentiert. Moderne Produktionsanlagen, effiziente Schallschutzmaßnahmen, Ersatz älterer Lüftungs- und Rückkühlanlagen sowie optimierte Logistik-Bewegungen minimieren im Werk München die Umweltauswirkungen. Behördlich vorgeschriebene Emissionsgrenzwerte und Messwerte Einheit Grenzwert Messergebnisse Alte Lackieranlage (Werk 01.10) Partikel aus Lackieranlagen 1 mg/m³ 3 < 1 Gesamt-Kohlenstoff nach TNV 1 mg/m³ 20 < 2 Stickstoffdioxid nach TNV 1 ,2 mg/m³ 100 2 Weichschaumanlage (Interieur) Partikel nach Filteranlage mg/m³ 25 0,2 3 Gesamt-Kohlenstoff mg/m³ 100 76 4 1 Messbericht vom Mai 2013, TNV = Thermische Nachverbrennung, nächste Messung mit Inbetriebnahme der neuen Lackiererei 2 Kombilinie (Kleinanlage) 80 mg /m3 3 Errechnet aus Messung (Emission pro Stunde = 0,008 kg/h) 4 Gemessen durch Messinstitut in 2015 Die Messungen zur Inbetriebnahme der neuen Lackiererei werden gemäß Bescheidsauflagen bis Ende Mai 2018 durchgeführt.

UMWELTASPEKTE. 10 EMISSIONEN. 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 100 200 300 400 2013 2014 2015 2016 2017 VOC in t produzierteFahrzeuge leichtflüchtige organische Verbindungen (VOC) VOC gesamt gefertigte Fahrzeuge 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 5 10 15 2013 2014 2015 2016 2017 NOx in t produzierte Fahrzeuge Stickoxide (NOx) NOx gefertigte Fahrzeuge 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 5.000 10.000 15.000 20.000 2013 2014 2015 2016 2017 CO2 in t produzierteFahrzeuge Kohlenstoffdioxid (CO2) CO2 gefertigte Fahrzeuge Zielentwicklung Zwischen 2006 (2,39 kg/Fzg) und 2017 (1,52 kg/Fzg) konnten die spezifischen VOC-Emissionen um knapp 35 % gesenkt werden. Der Zielwert von 1,99 kg/Fzg für die VOC-Emissionen für das Jahr 2017 konnte somit deutlich unterschritten werden.

UMWELTASPEKTE. 11 EINSATZ VON MATERIAL UND STOFFEN. Quelle: Fa. Eisenmann SE. Einsatz von Material und Stoffen Der Prozess „Freigabe chemischer Stoffe“ regelt den Einsatz von Materialien und Stoffen. Bei diesem speziellen Prozess werden Materialien bezüglich ihrer Inhaltsstoffe, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Produktqualität beurteilt. In der Datenbank ZEUS (Zentrale Erfassung umweltrelevanter Stoffe) werden alle chemischen Produkte, die bei der BMW Group im Einsatz sind, erfasst. Das System dokumentiert alle gefährlichen Eigenschaften der chemischen Produkte und deren Einsatzorte. Zusätzlich erteilt es Hinweise zum Umgang, zur Ersten Hilfe, zur Lagerung und zum Transport dieser Produkte. E-Cubes Eine weitere Erneuerung im Bereich Umweltschutz bei BMW sind die E-Cubes. Diese werden in der Lackiererei eingesetzt, um den Overspray (mit Lackpartikeln angereicherte Luft) zu filtern. Unterhalb der Lackierkabine befinden sich die Filtereinheiten. Die angereicherte Luft wird angesaugt und durch die E-Cubes geleitet. Dabei werden der Luft die Lackpartikel entzogen. Die Hybridfilter scheiden die Lackpartikel ohne chemische Stoffe, Wasser oder sonstige Zusatzstoffe durch eine Kombination aus Oberflächen- und Tiefenfiltern ab.

UMWELTASPEKTE. 12 ABFALLAUFKOMMEN. Abfallaufkommen Das Gesamtabfallaufkommen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 %. Dies ist im Wesentlichen durch einen Rückgang bei den Metallschrotten aus dem Presswerk begründet. Im Gebäude 154 wurden drei Pressenstraßen zurückgebaut sowie die Coilanlage außer Betrieb genommen. Weiterhin haben sich die Ausschusszahlen der Großraumpresse im Jahr 2017 deutlich verbessert. Die Menge an Abfällen zur Beseitigung verringerte sich deutlich um 65 % und beträgt nun 11 t. Angefallen ist diese Menge im Bereich Lackiererei im Wesentlichen durch die Entsorgung von Filterkuchen aus der Kammerfilterpresse. Die Verwertungsquote inklusive der Metallschrotte bleibt unverändert bei 99,9 %, ohne Metallschrotte liegt die Verwertungsquote bei 99,8 %.

Der Anteil des recycelbaren Metallschrottes beträgt rund 78 % des Gesamtabfalls im Werk München. Der verbleibende Anteil an Abfällen zur Verwertung (ohne Metalle) hat sich um 6 % verringert. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit wird in der oben dargestellten Grafik nur der mengenmäßig untergeordnete Anteil der Abfälle ohne Metallabfälle dargestellt. Zieleentwicklung 2006-2017 Die spezifische Abfallmenge zur Beseitigung (ohne Motorenbau) betrug im Jahr 2017 0,06 kg/Fzg der Zielwert von 0,35 kg/ Fzg wurde deutlich unterschritten. Im Zeitraum 2006 bis 2017 reduzierte sich die Menge an Abfällen zur Beseitigung durch Abfallvermeidung bzw. Überführung in ökologisch sinnvollere Verwertungswege insgesamt um ca. 97 %.

6.664 6.496 6.416 6.799 6.384 42 31 19 32 11 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 2013 2014 2015 2016 2017 Abfälle in t produzierte Motoren und Fahrzeuge Abfälle ohne Metallabfälle Werk München Abfall Verwertung (o. Metalle) Abfall Beseitigung gefertigte Fahrzeuge gefertigte Motoren Abfälle zur Verwertung (beispielhaft) Abfälle zur Beseitigung nicht gefährlich gefährlich gefährlich Eisen und NE-Schrott Altöle Schlamm aus der Kammerfilterpresse Kunststoffe Emulsionen Ungereinigte Leergebinde Holz Altverdünner/Lösemittel Altpapier Schleifschlamm Lackschlamm

UMWELTASPEKTE. 13 WASSERNUTZUNG. Das Werk München bezieht sein Wasser für die Sozialbereiche (Waschräume, Toiletten usw.) aus der öffentlichen Wasserversorgung der Stadtwerke München. Für die Produktion wird Wasser sowohl aus der öffentlichen Wasserversorgung der Stadtwerke München als auch aus der eigenen Brunnenanlage verwendet. Insgesamt ist der Wasserverbrauch im Jahre 2017 im Vergleich zu 2016 um 5,1 % gestiegen - bedingt durch den Parallelbetrieb der alten und neuen Lackstruktur bis Mitte des Jahres. Es wird weiterhin konsequent darauf geachtet, Brunnenwasser anstelle von kostbarem Trinkwasser für die Produktionsprozesse einzusetzen (siehe Diagramm).

Zielerreichung 2006 - 2017: Der Wasserbezug (jeweils ohne Motorenbau) von 2006 in Höhe von 2,36m³/Fzg konnte bis zum Jahr 2017 auf 1,61m³/Fzg gesenkt werden, das entspricht einer Reduzierung um ca. 31 %. Der für 2017 vereinbarte Zielwert in Höhe von 1,58m³/Fzg wurde mit 1,61m³/Fzg knapp verfehlt. 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 50 100 150 200 250 300 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Wasserbezug in 1000 m³ produzierte Motoren und Fahrzeuge Wasserverbrauch Stadtwasser Werk 01.10 und 01.30 Brunnenwasser gefertigte Fahrzeuge gefertigte Motoren

UMWELTASPEKTE. 14 ABWASSERAUFKOMMEN. Im Werk München sind zwei Abwasserbehandlungs- anlagen in Betrieb. Im Bereich Motorenbau werden die Kühlschmiermittel aus dem mechanischen Fertigungsprozess aufbereitet und im Bereich Lackiererei das Prozessabwasser aus dem Lackierprozess. Zielerreichung 2006 - 2017: Die Abwassermenge (ohne Motorenbau) von 2006 in Höhe von 0,43 m³/Fzg konnte bis zum Jahr 2017 auf 0,28 m³/Fzg gesenkt werden, dies entspricht einer Reduzierung um ca. 34 %. Der für 2017 vereinbarte Zielwert in Höhe von 0,37m³/Fzg wurde mit 0,28m³/Fzg leicht unterschritten. Behördlich vorgeschriebene Abwassergrenzwerte und Messwerte 2017 Abwasserbehandlung Lackiererei Motorenbau und Außenstellen Grenzwerte Messwerte 2017 Grenzwerte Messwerte 2017 Inhaltsstoffe im Abwasser Min. – Max. Jahresmittel Min. – Max. Jahresmittel Konzentration AOX in [mg/l] 1,0 0,00 – 0,30 0,14 1,0 0,08 – 0,78 0,30 Konzentration Blei in [mg/l] 0,5 0,01 – 0,02 0,01 0,5 0,01 – 0,09 0,01 Konzentration Zink in [mg/l] 2,0 0,01 – 0,61 0,05 2,0 0,01 – 1,20 0,04 Konzentration Nickel in [mg/l] 0,5 0,01 – 0,33 0,04 0,5 0,01 – 0,22 0,02 Konzentration Kupfer in [mg/l] 0,5 0,01 – 0,32 0,03 0,5 0,01 – 0,03 0,01 Konzentration Chrom ges. in [mg/l] 0,5 0,01 – 0,40 0,05 0,5 0,01 – 0,29 0,03 Konzentration abs. Stoffe in [ml/l] 0,5 0,01 – 1,00 0,06 0,5 0,01 – 0,01 0,01 Konzentration freies Chlor in [mg/l] 0,5 0,03 – 0,48 0,13 - Konzentration Kohlenwasserstoff in [mg/l] 20 0,01 – 3,10 0,16 20 0,01 – 7,20 0,17 Abwassermenge in [m³/d] 800 287 – 406 202 360 81 - 128 62 pH-Wert 6-11 7,7 – 10,8 10,0 6-11 8,3 – 9,8 9,3 100.000 200.000 300.000 400.000 500.000 600.000 700.000 800.000 50 100 150 200 250 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Abwasserin 1000m³ produzierteMotorenund Fahrzeuge Abwasseraufkommen Prozessabwasser Sanitärabwasser Werk 01.10 und 01.30 Verdunstung gefertigte Fahrzeuge gefertigte Motoren

WESENTLICHE UMWELTRELEVANTE DATEN. 15 INDIREKTE UMWELTASPEKTE. Logistik Etwa zwei Drittel der Fahrzeuge werden nach ihrer Fertigstellung per Bahn über die Off-Site-Verladung im Werk 01.30 abtransportiert, was nicht nur umwelt- freundlich ist, sondern auch den Lärm für die An- wohner in der Nachbarschaft reduziert. Pionierarbeit leistet das Werk München auf dem Gebiet umweltschonender City-Logistik. Als erstes Automobil- werk weltweit setzt der Standort München drei zu 100 Prozent elektrisch betriebene Lastkraftwagen für Materialtransporte im öffentlichen Straßenverkehr ein. Die Fahrzeuge werden ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen. Dadurch und durch den alternativen Antrieb sind die LKW CO2-frei, leise und nahezu ohne Feinstaubbelastung für die Umwelt unter- wegs. Im Vergleich zu Lastern mit Dieselmotoren sparen die drei elektrischen LKW jährlich um die 82 t CO2 ein.

Innerbetrieblicher Verkehr Aufgrund der langen Wegstrecken zu verschiedenen Werken gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, den Fahrverkehr emissionsarm zu gestalten. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, per Fahrrad oder Pendelbusverkehr die Gebäude zu erreichen. Zusätzlich gibt es Werksbusse, mit denen Mitarbeiter aus verschiedenen Standpunkten um München zum Werk pendeln können. Für Mitarbeiter in München gibt es das MVG Jobticket. Bei dieser Aktion werden Mitarbeiter finanziell bei ihrem Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel unterstützt. Nachbarschaftsforum Die Belange ihrer Nachbarschaft nimmt die BMW Group an jedem ihrer Standorte ernst. Die Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort sind Ansprechpartner für Fragen und Anliegen der Nachbarschaft. Bei auftretenden Beschwerden, wie z. B. Lärm- oder Geruchsbelästigungen, schafft sie gemeinsam mit den Experten nach einem vorgeschriebenen Verfahren Abhilfe. Bei anstehenden Großmaßnahmen werden die Nachbarn im Vorfeld darüber informiert.

WESENTLICHE UMWELTRELEVANTE DATEN. 16 INPUT/ OUTPUT-BILANZ 2015 BIS 2017. Input Werk München Benennung Einheit 2015 2016 2017 Hilfs- u. Betriebsstoffe, Produktionsmaterial Lacke (X-LA) t 3.310 3.401 3.382 Konservierungsmittel (X-KO) t 244 240 263 Prozesschemikalien (X-CA, X-PC) t 1.323 1.402 1.321 Chemikalien zum Schäumen (X-MS) t 1.662 1.672 1.570 Technische Gase (X-TG) t 1.388 1.277 1.567 Kältemittel, FCKW-haltig (nachgefüllt) t 0,19 0,07 0,07 Dicht-, Isolier- und Klebstoffe (X-DI, X-KL) t 2.603 2.768 2.571 Industrieöle, Fette und Schmierstoffe (X-IO,X-FS) t 422 463 352 Stahl- und Aluminiumblech t 74.017 53.323 48.256 Rohteilgewicht mechanische Fertigung Motor t 12.202 12.504 11.790 Verdünner, Reinigungs- und Lösemittel Verdünner / Reiniger m.organ.Lösemitteln (X-RO) t 189 260 293 Wässrige Reinigungsmittel (X-RW) t 214 219 237 Wasser Stadtwasser m³ 175.974 164.156 169.919 Grundwasser m³ 178.272 174.098 185.744 Energie Strom MWh 229.104 226.429 228.192 Fernwärme MWh 107.896 117.429 135.227 Erdgas (Brennwert) MWh 58.874 63.742 80.978 Erstbefüllmedien werden in der Bilanz nicht dargestellt, da sie das Werk unverändert wieder verlassen.

WESENTLICHE UMWELTRELEVANTE DATEN. 17 INPUT/ OUTPUT-BILANZ 2015 BIS 2017. Output Werk München Benennung Einheit 2015 2016 2017 Produkte Automobile Einheiten 221.917 216.759 196.428 Motoren gesamt Einheiten 693.533 561.551 447.354 davon für Werk München Einheiten 61.204 42.612 60.082 davon für andere Werke Einheiten 632.329 518.939 387.272 Kernteile für Motoren Einheiten 803.512 861.240 813.782 Abfälle zur Verwertung 1 Gefährliche Abfälle zur Verwertung t 2.184 2.402 2.243 Nicht gefährliche Abfälle zur Verwertung t 42.617 32.626 27.484 Gesamtabfälle zur Verwertung t 44.801 35.028 29.727 davon Eisen- und Nichteisen-Schrott t 38.385 28.229 23.343 Abfälle zur Beseitigung1 Nicht gefährliche Abfälle zur Beseitigung t 0 0 0 Gefährlicher Abfall zur Beseitigung t 19 32 11 Abwasser Prozessabwasser m³ 79.651 76.851 72.654 Sanitäre Abwasser/unbehandeltes Prozesswasser m³ 165.654 172.855 193.756 Verdunstung m³ 108.941 88.548 89.253 Frachten AOX kg 13 13 12 Zink kg 5 3 3 Nickel kg 4 3 3 Kupfer kg 3 1 2 Kohlenwasserstoff kg 10 17 11 Emissionen Staub / Partikel t 3,36 3,29 4,53 organische Lösemittel (VOC) gesamt t 427 427 311 davon aus Lackierumfängen t 414 415 299 davon aus Schäumanlage t 13,19 12,08 12 Kohlendioxid CO2 (Erdgas + Leistungsprüfstände) t 12.062 12.803 16.032 Kohlenmonoxid (CO) t 18,78 17,41 20,00 Stickoxide (NOx) t 10,18 10,41 12,66 Methan (CH4) 2 t 0,38 0,41 0,52 Distickmonoxid (N2O)3 t 0,25 0,28 0,35 1 Bauabfälle werden nicht berücksichtigt 2 Anpassungen der VDA-Faktoren (2014) von 0,053 auf 0,0072 nachträglich für die Jahre 2015 und 2016 3 Anpassungen der VDA-Faktoren (2014) von 0,003 auf 0,0048 nachträglich für die Jahre 2015 und 2016 Die Berechnung der Frachten aus dem Erdgasbezug wurde mit dem Heizwert Hi berechnet

KERNINDIKATOREN NACH EMAS III. 18 INPUT/OUTPUT. Die in der untenstehenden Tabelle aufgeführten Daten wurden auf Grund der Anforderungen aus EMAS III erhoben. Sie dienen nur bedingt zu Steuerungszwecken, da eine Entwicklung der Umweltleistung für die unten aufgeführten Indikatoren auf Grund der unterschiedlich zusammengefassten Produktgruppen nicht zwangsläufig aussagekräftig ist. Die ausgebrachten Tonnagen beziehen sich auf die gefertigten lackierten Karossen, Karossen für CKD-Werke, gefertigte Motorenteile, gefertigte Schaumteile inkl. Sitze und beträgt für das Jahr 2017 insgesamt 169.141 t. Benennung Einheit 2015 20166 2017 Bezugsgröße: Ausgebrachte Tonnagen Tonnen 172.906 193.791 169.141 Energieeffizienz Gesamt MWh pro gefertigter Tonne 2,54 2,10 2,63 Energieeffizienz an erneuerbaren Energien 1 MWh pro gefertigter Tonne 0,73 0,77 1,35 Materialeffizienz 2 Tonne pro gefertigter Tonne 1,52 1,36 1,35 Wasser m³ pro gefertigter Tonne 2,05 1,75 2,10 Gefährlicher Abfall zur Beseitigung Tonne pro gefertigter Tonne 0,00011 0,00017 0,00007 Gefährlicher Abfall zur Verwertung Tonne pro gefertigter Tonne 0,0126 0,0124 0,0133 Nicht gefährlicher Abfall zur Beseitigung 3 Tonne pro gefertigter Tonne 0,0 0,0 0,0 Nicht gefährlicher Abfall zur Verwertung Tonne pro gefertigter Tonne 0,25 0,17 0,16 Flächenverbrauch (bebaute Fläche 2016: 388.813 m2 ) 5 m² pro gefertigter Tonne 2,25 2,01 2,36 Kohlendioxid CO2 Tonne pro gefertigter Tonne 0,0773 0,0661 0,0948 Methan CH4 kg pro gefertigter Tonne 0,00244 0,00212 0,00307 Distickstoffmonoxid N2O kg pro gefertigter Tonne 0,001602 0,001445 0,002069 Hydroflourkarbonat HFC Tonne pro gefertigter Tonne nicht relevant nicht relevant nicht relevant Perflourkarbonat PFC Tonne pro gefertigter Tonne nicht relevant nicht relevant nicht relevant Schwefelhexaflourid SF6 4 Tonne pro gefertigter Tonne nicht relevant nicht relevant nicht relevant Schwefeldioxid SO2 kg pro gefertigter Tonne nicht relevant nicht relevant nicht relevant Stickoxide NOX kg pro gefertigter Tonne 0,065239 0,053718 0,070947 Partikel (Staub) PM kg pro gefertigter Tonne 0,019433 0,016977 0,026782 1 Im Rahmen der Unternehmensstrategie zum Einsatz regenerativer Energie wurden 2017 größere Stromkontingente aus erneuerbaren Quellen bezogen. Die Photovoltaikanlage an der Südwand des Presswerks wurde nicht berücksichtigt, da der Strom nicht direkt ins BMW-Stromnetz eingesteuert wird.

2 Die Materialeffizienz-Werte wurden mit Methodik analog 2015 ermittelt. 3 Im Betrachtungszeitraum ist kein „nicht gefährlicher Abfall zur Beseitigung“ angefallen 4 Im Betrachtungszeitraum wurde kein Schwefelhexaflourid nachgefüllt 5 ab 2015 bebaute Fläche und versiegelte Fläche 6 ab 2016 Neuberechnung der Kernindikatoren auf Grundlage der Karossengewichte auf Grund der geänderten Anliefersituation im Presswerk. Vergleichbarkeit zu den Vorjahren evtl. nicht gegeben. Bei Anwendung der Neuberechnung für die ausgebrachte Tonnage 2015 ergäbe sich ein Wert von 218.148t.

GELTENDE RECHTSVORSCHRIFTEN. 19 AUSZUG AUS GELTENDEN RECHTSVORSCHRIFTEN. Die neuesten Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften, Technischen Regeln und Normen werden durch die Fachgremien des Umweltschutznetzwerkes der BMW Group auf die relevanten Anwendungen für die einzelnen Produktionsstandorte überprüft. Für die Fahrzeug- und Motorenfertigung liegen zwei Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vor. Darüber hinaus sind die Anlagen in der Lackiererei und in der Sitzefertigung mit separaten Bescheiden genehmigt. Im Werk 01.10 und 01.30 gibt es nach der Verordnung für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) eine Datenbank. In dieser Datenbank werden die relevanten Anlagen mit Stoffangaben, Mengenangaben und resultierenden Überprüfungen verwaltet und die entsprechenden Prüfungen dokumentiert. Werk Anzahl LAU (1 Anlagen Anzahl HBV(2 Anlagen 01.10 273 632 01.30 6 61 (1 Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen der Gefährdungsstufen A, B, C und D. (2 Anlagen zum Herstellen, Behandeln und Verwenden der Gefährdungsstufen A, B, C und D. Durch die Einführung der AwSV zum 01.08.2017 werden nun alle Anlagen ab einem Volumen von 220 l bzw. 200 kg bei der Aufnahme in die Datenbank berücksichtigt, dadurch ist auch der erhebliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu erklären. Zusätzlich bestehen für die beiden Abwasserbehandlungsanlagen im Werk 01.10 zwei Einleitgenehmigungen. Die entsprechenden behördlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden regelmäßig überwacht und gemonitort (siehe Seite 14). Für den Standort gelten noch weitere gesetzliche Auflagen aus dem Umweltrecht.

Die verantwortlichen Betreiber der einzelnen Technologien führen regelmäßige Betreiberbegehungen durch. Im Zuge dieser Begehungen wird die Umsetzung und Einhaltung der Auflagen geprüft. In den internen und externen Umweltschutzaudits wird die Einhaltung der Auflagen stichprobenartig überprüft. Die erforderlichen Messungen werden von externen Institutionen durchgeführt und dokumentiert. Es ist somit sichergestellt, dass die geltenden Gesetze und Vorschriften eingehalten werden.

Sowohl die internen als auch die externen Audits bestätigen den rechtskonformen Betrieb der Anlagen.

UMWELTSCHUTZAKTIVITÄTEN. 20 STATUS UMWELTPROGRAMM 2017. Auf BMW Group-Ebene wurden bei den Umweltaspekten Energie, VOC-Emissionen, Abfallaufkommen, Wassernutzung und Abwasseraufkommen als zukunftsorientierte Durchbruchsziele vereinbart. Bezug nehmend auf das Jahr 2006 sind bis zum Jahr 2020 für die genannten Umweltaspekte jeweils über 45 %ige Einsparpotenziale zu realisieren. Umweltziel Maßnahme(n) Verantwortung Termin Umweltschutz allgemein Mit dem Neubau der Lackiererei wird sowohl der Ressourceneinsatz (Wasser, Energie) als auch die LM- Emissionen wesentlich reduziert. (Sprungfunktion) Technologie Oberfläche  Energie Reduzierung des Stromverbrauchs LED-Roll-Out Tranche 1 und 2 Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Reduzierung des Stromverbrauchs CO2 Regelung RLT-Anlagen Gebäude/Energie  Reduzierung des Stromverbrauchs Optimierung Kälte Geb. 144 Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Reduzierung des Stromverbrauchs Druckreduktion 12 bar DL TKB Karosseriebau  Reduzierung des Stromverbrauchs Einbau neuer Anlagentechnik in Karosseriebau, Lackiererei und Montage Karosseriebau Lackiererei Montage  Reduzierung des Stromverbrauchs Optimierung der Kühl- und Kaltwasseranlage Geb. 144 (Besprühung, Verbraucherstruktur) Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Abfall Reduzierung Abfallstoffe Plastik und Kartonagen Verwendung von Gitterboxen mit Inliner Sitzefertigung  Verkehr Reduzierung LKW-Verkehr Verpackungsdichte erhöhen Sitzefertigung  Wasser Wassereinsparung Inbetriebnahme einer neuen effizienteren Waschanlage Montage  Wassereinsparung Optimiertes Waschprogramm für Winterablauf Montage 

UMWELTSCHUTZAKTIVITÄTEN. 21 AUSZUG AUS DEM AKTUELLEN UMWELTPROGRAMM. Im Werk München wurden diese Durchbruchsziele in die relevanten Technologien weitergegeben. Die im nachfolgenden Umweltprogramm genannten Maßnahmen sind ein Beitrag zur Erreichung weiterer Reduktionsbestrebungen. Umweltziel Maßnahme(n) Verantwortung Termin Umweltschutz allgemein Schulungsprogramm für Führungskräfte (Grundlagen- und Aufbauseminare) Fachstelle Umweltschutz fortlaufend Energie Reduzierung des Stromverbrauchs LED-Roll-Out Tranche 1 und 2 Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Reduzierung des Stromverbrauchs Optimierung Kälte Geb. 144 Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Reduzierung des Stromverbrauchs Optimierung der Kühl- und Kaltwasseranlage Geb. 144 (Besprühung, Verbraucherstruktur) Gebäude/Energie Fortführung in 2018 Abfall Sensibilisierung Kommunikationsschreiben an alle Führungskräfte im Werk München zum Thema „Abfalltrennung geht uns alle etwas an“ Fachstelle Umweltschutz 02/2018 Verkehr Reduzierung Fahrzeugfluss zur Waschanlage Verlagerung der Waschanlage von Geb. 15 auf Geb. 136 Montage 02/2018 Reduzierung Werksverkehr F2-Meldung und Folierung Geb. 136 Montage 02/2018 Wasser Wassereinsparung Umstellung auf neue biologische Wasseraufbereitung in der Dichtheitsprüfung Montage 02/2018

VALIDIERUNG DER UMWELTERKLÄRUNG. 22 Validierung der Umwelterklärung Der Unterzeichner, Bernhard Schon, EMAS- Umweltgutachter der TUV SUD Umweltgutachter GmbH mit der Registrierungsnummer DE-V-0321, zugelassen für den Bereich 29 (NACE-Code) bestätigt, begutachtet zu haben, ob der Standort wie in der aktualisierten Umwelterklärung der Organisation Bayerische Motorenwerke AG, D-80788 München für den Standort 01.10 und 01.30 Petuelring 130 mit der Registrierungsnummer D-155-00206 angegeben, alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 sowie der Verordnung (EU) 2017/1505 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) erfüllt. Verweis auf die Umwelterklärung der BMW Group: Den Rahmen für die Umwelterklärung des BMW Werks München bildet die Umwelterklärung der BMW Group: https://www.bmwgroup.com/ Verweis auf den Sustainable Value Report der BMW Group zur Nachhaltigkeitsstrategie und die Verankerung des Themas im Unternehmen: www.bmwgroup.com/sustainability/ Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass  die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 sowie der Verordnung ( EU) 2017/1505 durchgeführt wurden,  das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Belege für die Nichteinhaltung der geltenden Umweltvorschriften vorliegen,  die Daten und Angaben der Umwelterklärung des Standorts ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues Bild sämtlicher Tätigkeiten des Standorts innerhalb des in der Umwelterklärung angegebenen Bereichs geben.

Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS- Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS- Registrierung kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrichtung der Öffentlichkeit verwendet werden. München, den 01.06.2018 Dipl.-Geol. Univ. Bernhard Schön Umweltgutachter DE-V-0321 Die Erstellung und Veröffentlichung der nächsten validierten Umwelterklärung ist für Frühjahr 2019 vorgesehen.

Diese Umwelterklärung dokumentiert die Umweltschutzaktivitäten des EMAS-validierten Standortes BMW Group Werk München 01.10 und 01.30 für das Berichtsjahr 2017. IMPRESSUM Herausgeber: Bayerische Motoren Werke AG BMW Group Werk München 01.10 & 01.30 Redaktion: Abteilung Arbeitssicherheit, Ergonomie und Umweltschutz Abteilung Umweltschutz Werk München Verantwortlich: Martin Mäurer Matthias Nave Uwe Machnitzke Maren Peyer Lisa Pietrasch Sie ergänzt damit die Umwelterklärung der BMW Group, die die werksübergreifenden allgemeingültigen Aktivitäten beschreibt.

Kontakt: BMW AG Werk München Öffentlichkeitsarbeit Petuelring 130 D-80788 München Tel.: +49 (0) 89 / 382-25 885 Fax: +49 (0) 89 / 382-25 878 Internet: http://www.bmw-werk-muenchen.de

Sie können auch lesen