Umwelterklärung - Audi.com

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Abgebildetes Modell: Audi A3 Sportback 1.8 TFSI (132kW)* Umwelterklärung 2013 Audi Standort Ingolstadt Mobilitätscenter/ Intelligente Lösungen im Mobilitätscenter Elektromobilität/ Im Einsatz für die Batterie der Zukunft Aggregate-Aufbereitung/ Dreifacher Nutzen: für Umwelt, für Mitarbeiter und für Kunden Zahlen und Fakten/ Kontinuierliche Verbesserung durch Umweltmanagement

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Inhalt Vorwort/ 04 Das Vorwort der neuen Umwelterklärung 2013 des Werkleiters und Umweltmanagementbeauftragten Peter Kössler. Umweltmanagement/ 06 Das Umweltmanagementsystem beinhaltet auch die besonders hohen Anforderungen an die kontinuierliche und systematische Senkung des Energieverbrauchs, wie sie in der neuesten internationalen Norm DIN EN ISO 50001:2011 beschrieben sind.

Werk Ingolstadt/ 08 Der Standort Ingolstadt existiert seit 1949. Die Auto Union GmbH errichtete hier ihren Firmensitz und produzierte Motorräder, Schnelllaster und Ersatzteile. Heute beherbergt das Audi Werk in Ingolstadt neben der Zentrale die größte und wichtigste Produktionsstätte des Audi Konzerns. Mobilitätscenter/ 10 Das Werkgelände in Ingolstadt hat die Ausmaße einer kleinen Stadt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Mobilität von mehr als 35.000 Mitarbeitern. Im Mobilitätscenter werden der Einsatz der Shuttle-Busse, der Mobilitätsfahrzeuge, die Carsharing-Angebote und auch die Transfers zu den anderen Audi Standorten koordiniert.

Elektromobilität/ 13 Audi verfolgt das große Ziel der CO₂-neutralen Mobilität. Ein wesentliches Kompetenzfeld dabei ist die Elektromobilität. Im Projekthaus Hochvoltbatterie von Audi arbeiten mehr als 100 Fachleute an der Entwicklung, Fertigungstechnologieerprobung und Vorserienproduktion leistungsfähiger Batterien, die den Ansprüchen der Kunden hinsichtlich Sicherheit und Reichweite gerecht werden. Aggregate-Aufbereitung/ 16 Seit 60 Jahren liefert Audi Ingolstadt ein treffliches Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft: die Aggregate-Aufbereitung. Über 7.000.000 Aggregate wie Lichtmaschinen oder Anlasser wurden seitdem ausgeliefert.

Eine Win-win-Situation: für den Kunden, der neuwertige Teile preiswert beziehen kann. Für die Umwelt, weil jährlich 500 Tonnen Stahl und 185 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Effizienz/ 22 Effizienz ist das Grundprinzip aller Prozesse bei Audi – von der Produktion bis zum Automobil. Dazu zählt die Vermeidung von umweltbelastenden Stoffen, die optimale Ausnutzung von Ressourcen, Einsatz modernster Technologie und die Mehrfachverwendung von Wasser und Energie. 95% Verwertung/ 24 Alle von Audi produzierten Fahrzeuge sind fast vollständig recycelbar. So werden z.B. funktionstüchtige Aggregate im Werk Ingolstadt wieder aufbereitet. Der Kunde kann dann bei Reparaturen wählen, ob er einen neuen Anlasser, eine neue Lichtmaschine oder ein aufbereitetes Aggregat will. Wissen=Erfolg/ 26 Umfassende Kommunikationsprozesse sichern erfolgreiches Umweltmanagement: Audi bietet seinen Mitarbeitern eine Vielzahl von Schulungsund Bildungsangeboten und pflegt den Dialog mit renommierten Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen.

Daten und Fakten/ 28 Die vorliegende Zusammenstellung macht die Bewertung der Umweltleistung durch externe Gutachter möglich. Corporate Responsibility/ 18 Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist bei Audi gelebte Praxis. Durch die Mitwirkung am Umweltpakt Bayern oder der Nationalen Plattform Elektromobilität bringt Audi seine Expertise ein und wirkt mit, zukunftsfähige Lösungen zu finden. IPP/ 20 Jedes Unternehmen trägt eine hohe Verantwortung für die produzierten Produkte: beginnend bei der Rohstoffbeschaffung über die verschiedenen Produktionsprozesse, den Transport, die Vermarktung bis hin zur Entsorgung.

IPP ist ein ganzheitlicher, nachhaltiger Ansatz, der allen dient. Batterien für die Elektromobilität – Interview mit Stefan Ertel.

Demnächst bewegt der Mobilitätsservice mit umweltfreundlichem Carsharing. Audi setzt schon seit Jahren auf Leichtbauweise. Der Standort Ingolstadt existiert seit 1949. Aggregate-Aufbereitung bei Audi – Interview mit Michael Andreas Spreng. Mobilitätscenter Audi – Interview mit Bernd Walter. Audi A3 e-tron. Audi Standort Ingolstadt / 03 Umwelterklärung 2013

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Das im November 2012 eröffnete Rechenzentrum in Ingolstadt wurde vom TÜV Rheinland mit dem Premium-Zertifikat für die höchste Stufe der Energieeffizienz ausgezeichnet. Durch den Einsatz neuester Technik werden so über 9.000 Tonnen CO₂ vermieden.

Für den Transport der Automobile vom Unternehmenssitz Ingolstadt (sowie seit Ende September 2012 auch vom Standort Neckarsulm) zum Nordsee-Verladehafen in Emden setzen wir Züge ein, die mit regenerativ erzeugtem Strom angetrieben werden. Im Jahr 2012 wurde die AUDI AG mit dem erstmals verliehenen Nachhaltigkeitspreis Logistik in Wien ausgezeichnet (www.bvl.de/npl). Dieser internationale Preis der Bundesvereinigung Logistik Österreich und Deutschland würdigt insbesondere das ressourcenschonende und teilweise bereits CO₂-neutrale Transportkonzept von Audi. Die vorliegende Umwelterklärung informiert Sie ausführlich über die Leistungen für den Umweltschutz am Standort Ingolstadt.

Bereits 1997 wurde am Standort Ingolstadt das anspruchsvolle Umweltmanagementsystem der Europäischen Union EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) eingeführt und kontinuierlich optimiert. Ein lohnendes Engagement, denn mit der erfolgreichen Revalidierung des Audi Standorts Ingolstadt im April 2013 bestätigten die staatlich zugelassenen Umweltgutachter das bei Audi etablierte Umweltmanagementsystem nach der EG-Öko-Audit-Verordnung (EMAS). Der Standort trägt somit seit mehr als 16 Jahren das EMASSignet! Diese Zertifizierungen sind Belege einer kontinuierlichen Steigerung unserer Umweltleistungen.

Das Umweltmanagement beinhaltet auch die besonders hohen Anforderungen an die kontinuierliche und systematische Senkung des Energieverbrauchs, wie sie in der neuen internationalen Norm DIN EN ISO 50001:2011 beschrieben sind. Zu einem funktionierenden Umweltmanagementsystem gehört, dass Mitarbeiter aus allen Bereichen einbezogen und informiert werden, dass neue Entwicklungen angestoßen und begleitet werden und dass mit anderen Unternehmen ein Erfahrungsaustausch stattfindet. Die erneute Teilnahme am mittlerweile vierten Umweltpakt Bayern unterstreicht das Umweltengagement von Audi. Der Umweltpakt Bayern IV steht unter dem Motto „Nachhaltiges Wachstum mit Umweltund Klimaschutz”.

Audi hat sich dabei mit konkreten Umweltzielen eingebracht und engagiert sich in gewohnter Weise unter anderem in den installierten Arbeitsforen. Ende 2009 setzte die AUDI AG ein weiteres Zeichen für den Umweltschutz: Das Unternehmen rief die Audi Stiftung für Umwelt GmbH mit einem Stammkapital von fünf Millionen Euro ins Leben. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Bereich Ökologie. Zu den Förderprojekten aus 2012 zählt unter anderem das Umweltzentrum „Klassenzimmer Natur“ Breitengüßbach. Im März 2013 wurde das Umweltzentrum als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. www.audi-stiftung-für-umwelt.de Ich wünsche Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre dieser neuen Umwelterklärung.

Peter Kössler Werkleitung Ingolstadt Umweltmanagementbeauftragter Liebe Leserinnen und Leser, längst ist „Effizienz“ zum obersten Gebot im Umgang mit Ressourcen, Energieerzeugung und -verbrauch geworden. Dies ist eine klare Leitlinie für die Umweltpolitik der AUDI AG. Von der Entwicklung und der Produktion über die Fahrzeugnutzung bis hin zur Entsorgung werden alle Phasen des Produktlebensweges unserer Automobile unter diesem Aspekt betrachtet. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität ist es wichtig, dass die Umwelt-Bilanz eines Automobils bereits vor dem ersten Kilometer ausgeglichen ist.

Deshalb arbeiten wir intensiv an der Verbesserung der CO₂-Bilanz unserer Fertigungsstandorte. An unseren deutschen Standorten (Ingolstadt und Neckarsulm) planen wir, bis 2020 den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Rahmen der Energieversorgung um 40 Prozent gegenüber dem spezifischen Wert von 2010 zu senken. Auf langfristige Sicht hat Audi die Vision einer vollständig CO₂-neutralen Automobilherstellung. Beginnend mit dem Standort Ingolstadt soll dieses Konzept sukzessive auf andere Standorte übertragen werden.

Dazu sind viele Schritte notwendig: eine ständige Prozessoptimierung und die konsequente Berücksichtigung von Energiesparmaßnahmen bereits bei der Planung von Anlagen und Gebäuden sowie von Logistikabläufen. Seit Januar 2012 wird am Standort Ingolstadt Ökostrom eingesetzt. So können pro Jahr bis zu 290.000 Tonnen CO₂ vermieden werden. Der regenerativ erzeugte Strom wird überwiegend aus österreichischen und deutschen Wasserkraftwerken geliefert und zwar genau dann, wenn er benötigt wird.

Zusätzlich stellt Audi am Standort Ingolstadt rund 23.000 Quadratmeter Fläche für Photovoltaik-Module zur Verfügung und kann so weitere knapp 1.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermeiden.

Audi unterstützt dabei den Einsatz verschiedener Technologien der Sonnenenergienutzung zur weiteren Optimierung der Solartechnik. Bereits seit vielen Jahren bewähren sich am Standort Ingolstadt effiziente Maßnahmen wie die Nutzung von Fernwärme, von Wärmerückgewinnungssystemen oder der Einsatz einer modernen Kraft-Wärme-KälteKopplungsanlage. Der Fernwärmeanschluss an die städtische Müllverwertungsanlage liefert bereits seit 2004 einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zum CO₂-neutralen Standort. 2012 konnte nun auch die nächste Ausbaustufe dieses Wärmeverbundes in Betrieb gehen: die Nutzung der Abwärme der nahe gelegenen Raffinerie Gunvor.

Insgesamt werden durch diesen Verbund jährlich mindestens 120.000 Megawattstunden Energie aus Abwärme genutzt werden, was einer Vermeidung von jährlich mindestens 26.000 Tonnen CO₂ entspricht. Auch für unsere Automobile senken wir Verbrauch und Schadstoffausstoß konsequent: Bis zum Jahr 2016 wird Audi die CO₂-Emissionen seiner Modelle auf Basis von 2008 um 25 Prozent reduzieren. Audi treibt außerdem die Elektromobilität entschieden voran und optimiert die Effizienz aktueller Antriebe. Bis zum Jahr 2015 wird Audi mehr als 50 Modellvarianten anbieten, die 120 Gramm pro Kilometer CO₂ nicht überschreiten.

Ein nachhaltiger und verantwortlicher Umgang mit den eingesetzten Ressourcen bei Audi zeigt sich in allen umweltrelevanten Bereichen. So sollen die Kennzahlen für Energie, Frischwasser, entsorgte Abfälle und organische Lösemittel (VOC) von 2010 bis 2018 konzernweit um 25 Prozent je Bezugseinheit verbessert werden. Etwa durch die Nutzung eines Membranbioreaktors (MBR) werden die wassersparenden Prozesse am Standort Ingolstadt künftig optimiert. Nach erfolgreich abgeschlossener Pilotphase steht dieses Projekt kurz vor der Umsetzung. Zudem nutzt Audi am Standort Ingolstadt seit langem Regenwasser.

So konnten im vergangenen Jahr über 253.380 Kubikmeter Regenwasser für Brauchwasserzwecke eingesetzt werden. Peter Kössler, Werkleiter Audi Ingolstadt Vorwort Vorwort Audi Standort Ingolstadt / 05 04 / Umwelterklärung 2013 /

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Wir stellen uns der Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung. Leitlinien für eine kontinuierliche Verbesserung von Produktion und Produkt. Ganzheitliches Audi Umweltmanagement 4. Das Umweltmanagement der AUDI AG stellt sicher, dass – gemeinsam mit Zulieferunternehmen, Dienstleistern, Handelspartnern und Verwertungsunternehmen – die Umwelt­ verträglichkeit der Automobile und Fertigungsstandorte kontinuierlich verbessert wird. 5. Der Vorstand der AUDI AG ist verantwortlich für die Einhaltung der Umweltpolitik sowie die Funktionsfähigkeit des Umweltmanagementsystems. Es erfolgt regelmäßig eine Überprüfung der Umweltpolitik hinsichtlich ihrer Eignung und Zweckmäßigkeit und – sofern notwendig – eine Aktualisierung.

6. Der offene und klare Dialog mit Kunden, Händlern und Öffentlichkeit ist für die AUDI AG selbstverständlich. Die Zusammenarbeit mit Politik und Behörden ist vertrauensvoll. Sie schließt die Notfallvorsorge und -nachsorge an den einzelnen Produktionsstandorten mit ein. 7. Alle Mitarbeiter der AUDI AG werden entsprechend ihrer Funktion im Umweltschutz informiert, qualifiziert und motiviert, so dass ihr Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt gefördert wird. Sie sind diesen Grundsätzen verpflichtet.

8. Diese Umweltpolitik ist für alle Standorte der AUDI AG verbindlich und wird durch die Formulierung von standortbe­ zogenen Hauptaktionsfeldern ergänzt beziehungsweise konkretisiert.

Präambel Die AUDI AG entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Auto­ mobile. Ziel ist die Sicherstellung individueller Mobilität. Sie trägt dabei Verantwortung für die kontinuierliche Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Produkte und Produktionsstätten sowie für den umweltgerechten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Hierfür werden Entwicklungsstände fortschrittlicher Technologien unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten berücksichtigt. Die AUDI AG macht diese Technologien weltweit verfügbar und ermöglicht ihre Anwendung über die gesamte Prozesskette. Sie ist an allen Standorten Partner für Gesellschaft und Politik und trägt so nachhaltig zu einer sozial und ökologisch positiven Entwicklung bei.

1. Die AUDI AG bietet hochwertige Automobile an, die den Ansprüchen ihrer Kunden an Umweltverträglichkeit, Wirtschaft­ lichkeit, Sicherheit, Qualität und Komfort gleichermaßen gerecht werden. 2. Forschung und Entwicklung sind Bestandteil der Audi Umwelt­ politik. Die AUDI AG entwickelt für ihre Produkte ökologisch effiziente Prozesse und Konzepte und steigert so die internationale Wettbewerbsfähigkeit. 3. Es ist das erklärte Ziel der AUDI AG, bei allen Aktivitäten schädliche Einwirkungen auf die Um­­ welt vorausschauend zu vermeiden. Insbesondere der schonende und effiziente Einsatz von Ressourcen und Energie steht dabei im Mittelpunkt.

Dabei ist die Einhaltung der Umweltvorschriften selbstverständlich. Forschung und Entwicklung Audi steht für Innovationskraft. Unter Berücksich­ tigung der Umwelt verbessern die Ingenieure kontinuierlich die Mobilität. Information und Kommunikation Es erfolgen regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern hinsichtlich Umweltschutz und Energie­ effizienz. Darüber hinaus führt Audi einen Dialog mit Hochschulen, Kommunen, Verbänden und der Bevölkerung am Standort.

Integrierte Produktpolitik Das Umweltkonzept von Audi umfasst den Lebenszyklus eines Automobils und bezieht die Lieferanten mit ein: von der Rohstoff­ gewinnung über die Fertigung bis zur Entsorgung des Altautos. Produktion Wo immer in der Produktion möglich, werden Stoffe im Kreislauf geführt, um die Belastungen für die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Automobil Effizienz mit Sportlichkeit vereinen: Die Berücksichtigung von Umweltaspekten soll auch künftigen Generationen individuelle Mobilität ermöglichen. Corporate Social Responsibility Vorausdenken und sozial verantwortlich handeln: Audi agiert gegenüber Mitarbeitern, Zulieferbetrieben und Öffentlichkeit stets im Bewusstsein, Verantwortung für eine nachhaltige, generationsübergreifende Entwicklung zu tragen.

Das Umweltmanagementsystem beinhaltet auch die besonders hohen Anforderungen an die kontinuierliche und systematische Senkung des Energieverbrauchs, wie sie in der neuesten internationalen Norm DIN EN ISO 50001:2011 beschrieben sind. Zu einem funktionierenden Umweltmanagementsystem gehört, dass Mitarbeiter aus allen Bereichen einbezogen und informiert werden, dass neue Entwicklungen angestoßen und begleitet werden und dass mit anderen Unternehmen ein Erfahrungsaustausch stattfindet.

Audi Forum, Standort Ingolstadt Umweltpolitik Umweltmanagement Audi Standort Ingolstadt / 07 06 / Umwelterklärung 2013 /

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Der Standort Ingolstadt existiert seit 1949. Die Auto Union GmbH, Vorläuferin der AUDI AG, errichtete hier ihren Firmensitz und produzierte Motorräder, Schnelllaster und Ersatzteile. Heute beherbergt das Audi Werk in Ingolstadt neben der Zentrale die größte Produktionsstätte des Audi Konzerns. Mehr als 35.000 Beschäftigte arbeiten auf dem 270 Hektar großen Gelände – in Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik und Verwaltung. In Ingolstadt produziert Audi die Modellreihen A3, A4, A5 und Q5 sowie Teilumfänge des Audi TT Coupé und TT Roadster sowie des A3 Cabriolet.

Zahlreiche Zulieferer haben sich am Standort angesiedelt. Das Firmengelände Etwa 976.000 Quadratmeter des Firmengeländes in Ingolstadt sind überbaut. Im Süden und Südosten grenzt das Firmengelände an ein allgemeines Wohngebiet, im Norden und Osten befindet sich ein Gewerbegebiet. An der Südwestgrenze des Audi Werks liegt ein reines Wohngebiet. Durch das Firmengelände fließt – teils oberirdisch – ein Bach.

Entwicklung, Produktion und Logistik Auf dem Werkgelände sind die Fertigung mit Presswerk, der Karosseriebau, die Montage, die Komponentenfertigung sowie die Lackiererei und der Werkzeugbau untergebracht. Im Nordwesten befindet sich die Technische Entwicklung. Rund um die Audi Piazza sind das Audi Museum, das Kundencenter sowie das Glasgebäude „Markt und Kunde“ angeordnet. Letzteres beherbergt Arbeitsplätze für mehr als 600 Mitarbeiter der Bereiche Vertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Serviceeinrichtungen für Kunden und Besucher, etwa die Audi Bank, ein Reisebüro, das Mitarbeiter-Fahrzeugcenter und den Audi Personalservice.

Die zum Forum gehörende Piazza bietet Raum für Veranstaltungen unter freiem Himmel, die Piazzetta mit Wasserund Rasenflächen, Bäumen und Sträuchern lädt zum Entspannen ein. Zwei Heizwerke, eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage sowie der Anschluss an eine Fernwärmeleitung decken den Wärmebedarf des Standorts. Die Abwässer behandelt Audi in zwei dezentralen Abwasseranlagen. Weitere wichtige Einrichtungen sind die Gebäude der Werkfeuerwehr, Waschstraßen, Tankstellen, eine Reststoffzentrale und eine Wertstoffsammelstelle. Der Standort besitzt einen eigenen Gleisanschluss und grenzt an das 1995 gegründete Güterverkehrszentrum, wo sich zahlreiche Zulieferer angesiedelt haben.

Umweltschutz ist Chefsache Die Gesamtverantwortung für den Umweltschutz liegt beim Vorstand, der das Mitglied des Geschäftsbereiches Produktion mit der Wahrnehmung der Umweltschutzaufgaben betraut hat. Der Produktionsvorstand ist damit verantwortlich für die Einhaltung der Umweltpolitik. Laut § 52a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist er unter anderem auch verpflichtet, über die Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen für genehmigungsbedürftige Anlagen zu wachen. Da er jedoch berechtigt ist, diese Aufgaben zu delegieren, gibt der Produktionsvorstand sie entsprechend an die Betreiber umweltrelevanter Anlagen weiter.

Für den unternehmensund standortbezogenen Umweltschutz ist die Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz“ zuständig. Der Leiter der Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz“ in Ingolstadt nimmt zusätzlich die standortübergreifende Koordination für Themen des betrieblichen Umweltschutzes der AUDI AG wahr. Für jeden Standort ernennt der Vorstand den Leiter des Betrieblichen Umweltschutzes zum Betriebsbeauftragten für Umweltschutz und weist ihm die Aufgabe zu, darüber zu wachen, dass am Standort die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Außerdem besitzen sämtliche Standorte je einen eigenen Umweltmanagementbeauftragten, der für die erfolgreiche Umsetzung des Umweltmanagementsystems verantwortlich ist.

In Ingolstadt übernimmt diese Aufgabe der Werkleiter. Gleichzeitig nimmt er auch die Funktion des Energiemanagementbeauftragten wahr.

Der Steuerkreis Ökologie Auf zwei Ebenen koordinieren Gremien den Umweltschutz im Unternehmen. Der unter der Leitung des Vorstandsmitgliedes Produktion stehende Koordinierungskreis Umweltschutz setzt sich aus den jeweiligen Umweltmanagementbeauftragten der Konzernunternehmen Audi Ingolstadt, Audi Hungaria Motor Kft., Audi Brussels S.A. / N.V und Automobili Lamborghini Holding S.p.A. zusammen. Er beschäftigt sich mit strategischen Umweltschutzthemen und beauftragt die Umweltgremien, hierfür Vorschläge zu entwickeln. Eine zentrale Rolle auf der Ebene der AUDI AG spielt der Steuerkreis Ökologie, der die Aufträge aus dem übergeordneten Koordinierungskreis Umweltschutz umsetzt und angemessene Umweltschutz-Strategien erarbeitet.

Ihm obliegt die Aufgabe, das ökologische Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen und bereichssowie standortübergreifende Arbeitsgruppen zur Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzthemen einzusetzen.

Sie erarbeiten Umweltschutzprogramme, erstellen Kommunikationskonzepte, machen Vorschläge für strategische Umweltschutzthemen und legen sie dem Steuerkreis vor. Außenstellen des Standorts Ingolstadt Prüfgelände Neustadt Auf einem weitläufigen Prüfgelände in Neustadt an der Donau testen Audi Ingenieure ihre Neuentwicklungen auf Fahrleistung, Verbrauch, Verschleiß und Lärmemission. Im angeschlossenen Korrosionsschutz-Zentrum werden Fahrzeuge beschleunigten Alterungsprozessen unterzogen. Es ist für Audi selbstverständlich, einen Ausgleich für die versiegelten Flächen zu schaffen: Eine halbe Million Bäume und Sträucher wurden rund um die Anlagen gepflanzt.

Flora und Fauna finden neue Lebensräume, darunter auch verschiedene vom Aussterben bedrohte heimische Tierund Pflanzenarten. Ein Gutachten belegt den Erfolg der Maßnahmen. Auf der ehemals intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche ist ein Biotop entstanden. Methanisierungsanlage Werlte Die AUDI AG errichtet unweit der Stadt Werlte eine so genannte Methanisierungsanlage. Aufgabe der e-Gas-Anlage des Herstellers SolarFuel ist es, aus überschüssigem, regenerativem Strom mittels Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen und diesen Wasserstoff mit CO₂-Abgas einer benachbarten Biogasanlage in einer Methanisierungsreaktion in Methan umzuwandeln, das gemäß den DVGW-Richtlinien als Erdgas-Substitut in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Langfristig ist es das Ziel, das so hergestellte Methan in das öffentliche Gasnetz einzuspeisen und so den Audi e-Gas-Modelle flächendeckend zur Verfügung zu stellen. Die Anlage wurde im Rahmen eines Förmlichen Verfahrens nach §§4, 10. BundesImmissionsschutzgesetz inklusive Öffentlichkeitsbeteiligung genehmigt. Die oben genannte Anlage soll nach aktuellem Planungsstand 2013 in Betrieb gehen. // ► Transparenz und Nachvollziehbarkeit kennzeichnen die Aktivitäten im Rahmen des betrieblichen Umweltschutzes. Werk Ingolstadt // Das Unternehmen Audi AG Organisation des betrieblichen Umweltschutzes *Bundes-Immissionsschutzgesetz Vorsitzender des Vorstands Vorstand Fertigungssegment A3 Fertigungssegment A4 Leiter Betrieblicher Umweltschutz: Umweltschutzbeauftragter Planung Motoren Produktions-/ Werkplanung Werkleitung Ingolstadt: Umweltmanagementbeauftragter/ Energiemanagementbeauftragter Beschaffung Technische Entwicklung Finanzen und Organisation Produktion §52a BImSchG* Personalund Sozialwesen Marketing und Vertrieb Immissionsschutz/ Energie Umweltschutzprojekte Gewässerschutz Umweltmana­ge­ ment Abfallwirtschaft Umweltkataster Altlasten Werk Ingolstadt Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen der Modellreihen auf Seite 47 Audi Standort Ingolstadt / 09 08 / Umwelterklärung 2013 /

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Mobilitätscenter Das Werkgelände in Ingolstadt hat mit 2,7 Quadratkilometern die Ausmaße einer Kleinstadt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Mobilität der mehr als 35.000 Mitarbeiter. Mitarbeiter, die auf dem Werkgelände oder auf Geschäftsreise zu anderen Audi Werken unterwegs sind, können auf die verschiedenen Angebote von „Audi myService“ im Mobilitätscenter zugreifen. Intelligente Lösungen Wenn ein Mitarbeiter auf dem Werkgelände größere Entfernungen zu überwinden bzw. zwischen den verschiedenen Audi Produktionsstandorten zu reisen hat, wendet er sich an das Mobilitätscenter.

Hier wird der Einsatz der Shuttle-Busse koordiniert und es kann auf Carsharing-Angebote zugegriffen werden. Im Mobilitätscenter wird nicht nur Service, sondern auch Nachhaltigkeit gelebt: von der umweltfreundlichen Dachbegrünung über eine biologische Autowaschanlage und eine CNGGas-Tankstelle bis hin zum Einsatz aufbereiteter Vorserienfahrzeuge für die Mitarbeiter-Mobilität. Bernd Walter leitet den Mobilitätsservice mit 105 Mitarbeitern – mehrheitlich Produktionsmitarbeiter mit Handicap, die wieder zu 100 Prozent eingesetzt werden können.

Die Vorteile des Mobilitätscenters – Weitgehende räumliche und prozessuale Konsolidierung des Audi Mobilitätsservice – Freimachung wertvoller Flächen im Werkgebiet – Entlastung der Werkinfrastruktur (Stellplätze und Straßen) – Prozessoptimierung bei der Fahrzeugverwaltung – Zentrale Fahrzeugaufbereitung und -steuerung – Reduktion der Auslagerung von in Ingolstadt auszuliefernden Neufahrzeugen – Stromsparende LED-Beleuchtung in den Parkdecks – Waschstraßen mit biologischer Wasseraufbereitung – Stromladestationen für E-Fahrzeuge – CNG-Tankstelle – Extensive Dachbegrünung ► Mike Friebel, Koordinator Shuttle-Bus/ Servicestationen, freut sich über die jüngst eingerichtete CNG-Gas-Tankstelle.

Umwelt und Innovation Mike Friebel, Koordinator Shuttle-Bus/ Servicestationen Demnächst im Mobilitätspool verfügbar – der Audi A3 g-tron Audi Standort Ingolstadt / 11 10 / Umwelterklärung 2013 /

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Interview/ Vor zehn Jahren haben Sie in alten, ausgelagerten Büroräumen angefangen. Heute arbeiten Sie in einem der modernsten, umweltfreundlichsten Bürogebäude auf dem Werkgelände. Lässt das auch auf die gewachsene Bedeutung des Themas Mobilität bei Audi in Ingolstadt schließen? Mit der permanenten Erweiterung der Büroflächen und Werkhallen im Werkbereich und in den Außenbezirken sowie unseren Werken in Brüssel und Győr bekommt das Thema „Mobilität“ eine ständig wachsende Bedeutung für den Mobilitätsservice im Bereich „Audi myService“. Unsere Kunden sind vornehmlich Audi Mitarbeiter, die sich einen professionellen Mobilitätsservice wünschen.

Egal ob mit Shuttle-Bus, Automobil oder Flugzeug. Noch vor wenigen Monaten waren wir im Werk in vier verschiedenen Gebäuden, was kaum Synergien zuließ. Das neue Mobilitätscenter bietet für unsere Services optimale Bedingungen: zentraler Empfang, alle Mitarbeiter in einem Gebäude, Fahrzeugaufbereitungshalle für unseren rund 700 Fahrzeuge umfassenden Mobilitätspool sowie Tankund Waschanlagen mit modernster Technik direkt im Gebäude. Wie wird sich das Thema Mobilität bei Audi in Ingolstadt weiterentwickeln? Welche Zukunftsoptionen bedeutet das für das Mobilitätscenter?

Das Mobilitätscenter verkörpert nicht nur Umweltbewusstsein, sondern auch zukunftsgerichtete Mobilität. Ob C0₂-reduzierender Harnstoff AdBlue, komprimiertes Erdgas CNG oder Elektroladestationen – das Mobilitätscenter bietet heute bereits die „Antriebsstoffe“ der Zukunft an. Dennoch sehe ich für den Individualverkehr im Werk und auf Dienstreisen nicht die alleinige Zukunft. Elektromobilität und Gasantrieb werden in dem immer stärker auszubauenden Werks-Busverkehr größere Anteile bekommen, allein um unsere internen C0₂-Ziele erreichen zu können. Immerhin haben wir rund 700.000 Fahrgäste pro Jahr auf dem Werkgelände und den Außenstellen.

Die Aufbereitung und Bereitstellung von Vorserienfahrzeugen für die Mitarbeiter-Mobilität haben Sie eingeführt und zu einem BusinessCase gemacht. Welches Volumen hat denn dieser Geschäftsbereich? Anfang 2000 habe ich das Geschäftsfeld „Mobilitätsservice“ – damals noch unter der Abteilungsbezeichnung „Weiterverwendung Vorserienfahrzeuge“ gestartet. Ziel war es, Entwicklungsund Absicherungsfahrzeuge, die aufgrund ihres Vorserienstatus unverkäuflich sind, auf seriennahen Stand zu bringen und für unsere Mobilitätsanforderungen einzusetzen. Mehr als 12.000 Automobile konnten so seitdem nutzbringend für die Mobilität bei Audi eingesetzt werden, statt sie einer Verwertung zuzuführen.

Zwischen 700 und 800 Fahrzeuge sind aktuell unterwegs – und zwar auf dem neuesten Stand der Technik: So haben wir bereits eine Q5 Hybrid-Flotte im Einsatz und in Kürze auch weitere neue Antriebstechnologien. Wie wird die Mobilität in Ingolstadt in (naher) Zukunft aussehen? Gibt es dafür schon konkrete Vorstellungen?

Metropolen und Werkgelände haben einiges gemeinsam: begrenzte Flächen, viel Verkehr, wenig Parkmöglichkeiten und zum Teil zähflüssigen Verkehr bis hin zu Staus. Wir werden den Shuttle-Busverkehr weiter ausbauen – sowohl im Werk als auch zu den Außenstellen, um die ausgelagerten Büroarbeitsplätze optimal zu vernetzen. Darüber hinaus werden in naher Zukunft Verkehrs-Apps angeboten, die dem Fahrgast hilfreiche Informationen, u.a. zu Abfahrtsund Ankunftszeiten, liefern. Ich möchte Mobilität – ähnlich unserem Audi Urban Future Konzept – zu einer ganzheitlichen Plattform entwickeln. Der Kunde nennt sein Reiseziel und bekommt von uns, wie in einem Reisebüro, sein individuell zugeschnittenes Mobilitätsangebot bestehend aus den optimalen Verkehrsträgern.

Sicherlich wird die Mobilität, so wie wir sie bisher kennen, keine Zukunft mehr haben. Dienstreisen in hochtechnisierten und bequemen Reisebussen, in denen man während der Fahrt am PC arbeiten oder Besprechungen durchführen kann, werden begeistern. Mobilität vernetzt mit Gastronomie und Medienservice ist eines der Ziele von Audi myService. Ich bin sicher, die Zukunft hat bereits begonnen. // Batterie der Zukunft // Batterien für die Elektromobilität Audi verfolgt ein großes Ziel – die CO₂-neutrale Mobilität. Die Elektromobilität ist dabei ein wesentliches Kompetenzfeld. Der zügigen Ausbreitung elektrisch angetriebener Automobile auf unseren Straßen stehen derzeit noch einige Hindernisse im Weg: Etwa die Schaffung der notwendigen Infrastruktur und vor allem die Verfügbarkeit leistungsfähiger Batterien, die v.

a. hinsichtlich Reichweite die Ansprüche der Kunden befriedigen. Um auch auf Im Projekthaus Hochvoltbatterie bei Audi arbeiten rund 100 Fachleute an Entwicklung und Vorserienproduktion von Batterien für die Elektromobilität. Hier werden wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Batterie-Technologie, aber auch hinsichtlich Sicherheit und Qualifizierung der Mitarbeiter gewonnen.

diesem Feld eine Vorreiterrolle einnehmen zu können, hat Audi das so genannte „Projekthaus Hochvoltbatterie” in Ingolstadt eingerichtet. Mehr als 100 Fachleute arbeiten bereichsübergreifend vernetzt an der Batterie der Zukunft. Der 42-jährige Maschinenbau-Ingenieur Stefan Ertel leitet den Bereich „Komponentenfertigung Elektromodule”, der mitentscheidend sein könnte für die Erreichung des eingangs genannten Zieles. Bernd Walter, Leiter des Mobilitätsservice, ist stolz auf die hochmoderne Wasseraufbereitung, in der Betriebswasser biologisch gereinigt wird.

Die Waschstraße auf dem Werkgelände Audi Ingolstadt.

Die Fertigung im Batterietechnikum ist sehr stark erkenntnisorientiert ausgelegt. Entsprechend wichtig ist der kontinuierliche Dialog. Fachgerechte Montage und Überprüfung der Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie in der Vorserienproduktion des Projekthauses. Umwelt und Innovation // Mobilitätscenter / Interview mit Bernd Walter ► Rund 700.000 Fahrgäste pro Jahr auf dem Werkgelände und den Außenstellen. Audi Standort Ingolstadt / 13 12 / Umwelterklärung 2013 /

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Interview/ Haben Sie die Batterie der Zukunft schon? Das Umfeld im Bereich Elektromobilität ist sehr dynamisch. Ähnlich wie die Entwicklung im Bereich „Mobile Kommunikation“ das „Handy“ stark beeinflusst hat, wird der technologische Fortschritt die Batterie und deren Konzeption stark beeinflussen. Um das richtige Produkt für die Zukunft zu haben, ist es somit wichtig, immer die neuesten Entwicklungen in diesem Segment zu kennen und diese auch umsetzen zu können. Deshalb haben wir, die AUDI AG, das Forschungsprojekt eProduction gestartet. In diesem staatlich geförderten Forschungsprojekt erarbeiten wir die optimalen Prozesse und Rahmenbedingungen für die Fertigung von Batterien.

Gibt es bei der Entwicklung von Batterien für die Elektromobilität einen spezifischen Audi Ansatz?

Wir leben auch hier „Vorsprung durch Technik“. Der Kunde erwartet von Audi ein Premiumprodukt, das technologisch eine Vorreiterrolle einnimmt. Ziel ist es, dass auch unsere Batterien unserem Premiumanspruch gerecht werden. Sie fertigen hier derzeit Batterien in relativ kleinen Stückzahlen. Lassen sich daraus Kenntnisse gewinnen für eine Serienfertigung? Denkt ein Premiumhersteller wie Audi überhaupt daran, die Serienfertigung von Batterien künftig aus der Hand zu geben? Schon beim ersten Konzept des Batterietechnikums spielte die Auslegung hinsichtlich Fertigungsfluss und optimaler Prozesse eine entscheidende Rolle.

Alle Arbeitsplätze wurden nach den Gesichtspunkten des Audi Produktionssystems gestaltet. Diese Erkenntnisse sind sofort auf eine Serienfertigung übertragbar. Als Premiumhersteller haben wir die Möglichkeit, alle unsere Kompetenzen in die Batterie einzubringen, von der Vorentwicklung über die Technologieplanung, die Vorserienprozesse bis hin zur Serienfertigung. Elektromobilität ist für die Automobilhersteller ein vergleichsweise neues Thema. Wie muss die Produktion von Batterien z.B. hinsichtlich Sicherheit beschaffen sein? Welche Qualifikation der Mitarbeiter wird nachgefragt?

Auch mit diesen Themen beschäftigen wir uns intensiv. Als ein Beispiel sei die Arbeitssicherheit für unsere Mitarbeiter im Herstellprozess der Batterien genannt. Wir finden hier ein Umfeld vor, das hinsichtlich der Arbeitsvorschriften und Schutzkleidung primär von den Energieerzeugern und Anlagenherstellern dominiert wird. Wir arbeiten mit bei der Erstellung von Gesetzesvorschlägen und Richtlinien zur Arbeitssicherheit. Mit diesen werden Rahmenbedingungen gestaltet, um in Deutschland ein international optimales Arbeitsumfeld für die Batteriefertigung zu schaffen. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter ist überwiegend im elektronischen bzw.

mechatronischen Bereich angesiedelt. Wir schulen unsere Mitarbeiter zusätzlich zeitnah entsprechend dem aktuellen technologischen Wissensstand, wie z.B. Zellchemie. Gibt es heute schon Erkenntnisse hinsichtlich der Sicherheit von Batterien bei Verkehrsunfällen? Wie steht es um die Lebenszeit von Batterien? Und was passiert eigentlich mit Batterien, die nicht mehr zum Einsatz im Auto taugen?

Die Sicherheit der Batterie wird von den Einzelzellen maßgeblich beeinflusst. Deshalb arbeiten wir ausschließlich mit besonders geprüften Automotive-Zellen. Zudem wird, wie bei allen neuen Modellen, die Sicherheit hinsichtlich Verkehrsunfällen im Vorfeld ausgiebig betrachtet. Zur Lebenszeit ist zu sagen, dass wir nur Materialien einsetzen, die auf Herz und Nieren geprüft wurden. Alle Batterien, die nicht mehr im Auto verwendet werden, werden schon heute genauestens analysiert. Die Erkenntnisse kommen sowohl der Weiterentwicklung der Batterie zugute als auch einem späteren Wiederverwertungsprozess.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist dieses Thema sehr wichtig und wird strategisch bearbeitet. Für die Wiederverwertung haben wir viele gute Ideen – es wurden dazu bereits Patentschriften eingereicht. // Umwelt und Innovation // Batterien für die Elektromobilität / Interview mit Stefan Ertel ► Der Kunde erwartet von Audi ein Premium-Produkt, das technologisch eine Vorreiterrolle einnimmt. Stefan Ertel, Leiter Komponentenfertigung Elektromodule  2  3  1 1) Zellebenen zusammengesetzt 2) Kühlwasserleitungen Fahrzeug 3) Bodenplatte Vier einzelne Zellebenen Zellebene 4 Zellebene 3 Zellebene 2 Zellebene 1 Audi Standort Ingolstadt / 15 14 / Umwelterklärung 2013 /

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Aggregate-Aufbereitung / Interview mit Michael Andreas Spreng Die Audi Aggregate-Aufbereitung ist eine echte Win-win-Situation: Der Kunde spart Geld ohne Einschränkung der Garantieleistung. Die Umwelt profitiert von der Wiederverwertung von Ressourcen. Und das Unternehmen bietet Mitarbeitern mit Leistungseinschränkungen eine anspruchsvolle Aufgabe. Dreifacher Nutzen: Michael Andreas Spreng, Leiter Aggregate-Aufbereitung für Umwelt, für Mitarbeiter und für Kunden. Es ist einer der traditionsreichsten Produktionsbereiche bei Audi in Ingolstadt, der seit 60 Jahren besteht und heute in der Halle N2 auf dem Werkgelände angesiedelt ist.

Die Aufbereitung von gebrauchten Aggregaten wie Lichtmaschinen, Anlasser oder Regler ist ein Produktionsprozess, der nur auf den ersten Blick nicht zeitgemäß erscheint. Trotz vieler Handarbeit wird der Aufbereitungsprozess mit modernen Fertigungsund Prüfeinrichtungen durchgeführt. Denn die Aggregate-Aufbereitung bei Audi ist in vielerlei Hinsicht lohnend: Für den Kunden, der neuwertigen Ersatz zu günstigen Konditionen bekommt. Für die Umwelt, weil Audi auf diesem Weg jährlich rund 500 Tonnen Stahl, 76 Tonnen Aluminium, 48 Tonnen Kupfer sowie 185 Tonnen CO₂ einspart. Und schließlich für die vielen leistungsgeminderten oder behinderten Mitarbeiter, denen Audi in der Aggregate-Aufbereitung einen attraktiven Arbeitsplatz anbieten kann.

Michael Andreas Spreng leitet seit 2009 die Aggregate-Aufbereitung, in der rund 100 Mitarbeiter, darunter auch neun Auszubildende, tätig sind. Anfang Februar 2013 wurde das 7.000.000ste Teil ausgeliefert!

Interview/ Was unterscheidet eigentlich den in Ihrer Produktion aufbereiteten Anlasser von einem neuen Anlasser? Die aufbereiteten Aggregate entsprechen den gleichen Audi Qualitätsstandards wie neue Aggregate. Der Kunde bekommt dafür schließlich auch die zweijährige Garantieleistung. Wie viele Aggregate werden hier jährlich aufbereitet? Sind das nicht ungeheuer viele unterschiedliche Gerätetypen? Das ist richtig. Wir haben im vergangenen Jahr 120.000 Aggregate aufbereitet, darunter 80 verschiedene Generatorentypen und 70 unterschiedliche Anlassertypen.

Wenn man die angelieferten Altteile betrachtet, kann man sich gar nicht vorstellen, dass man die wieder „zum Laufen" bringen kann.

Wie viele Arbeitsschritte fallen denn beispielsweise bei der Aufbereitung einer Lichtmaschine an, ehe sie Ihre Produktion verlässt? Die Anzahl der Arbeitsschritte hängt vom Aggregatetyp ab. Die Aggregate werden zunächst zerlegt und aufwändig gereinigt. Danach werden alle Verschleißteile ersetzt. Die Teile, die im Aggregat verbleiben können, werden umfassend mit elektronischen und mechanischen Messeinrichtungen geprüft. Da kommen schon einige Arbeitsschritte zusammen, bis ein Teil unsere Produktion verlässt. Sie haben gerade ein Pilot-Projekt gestartet, auch die nicht mehr verwertbaren Altteile nach Bestandteilen wie Kupfer, Stahl, Aluminium, Kunststoff zu trennen, um diese dem Recycling zuzuführen.

Sind das nennenswerte Mengen?

Nach ersten Hochrechnungen können wir dadurch ca. 8.000 Kilogramm Kupfer, 18.000 Kilogramm Stahl und 38.000 Kilogramm Aluminium sortenrein dem Wertstoffhof zuführen. Das sind doch ganz respektable Mengen. Sie beschäftigen viele leistungsgeminderte Mitarbeiter. Wie kommen diese Mitarbeiter mit den Anforderungen zurecht? Die Mitarbeiter werden im Rahmen von Gruppenarbeit qualifiziert. Nachdem die zahlreichen, unterschiedlichen Prüfvorgänge körperlich wenig anspruchsvoll sind, können bei uns eben auch leistungseingeschränkte Mitarbeiter produktiv eingesetzt werden. Wir unterstützen diese Mitarbeiter zudem mit Hebehilfen, höhenverstellbaren Arbeitstischen oder Stehhilfen.

Aus der Aufbereitung von Aggregaten ergeben sich doch mitunter auch Erkenntnisse über Bauteile, die auch für die Neu-Produktion aufschlussreich sein könnten. Stehen Sie da mit Ihren Kollegen in anderen Abteilungen im Dialog? Selbstverständlich. Wir stehen mit der Technischen Entwicklung, der Qualitätssicherung und den Bauteilelieferanten in einem kontinuierlichen Austausch hinsichtlich Qualitätsthemen. // Umwelt und Innovation ► Der wiederaufbereitete Anlasser ist wie ein neues Aggregat mit einer zweijährigen Garantie ausgestattet. Audi Standort Ingolstadt / 17 16 / Umwelterklärung 2013 /

Umwelterklärung - Audi.com

Umweltpakt Bayern Die erneute Teilnahme am mittlerweile vierten Umweltpakt Bayern unterstreicht das Umweltengagement von Audi.

Der Umweltpakt Bayern IV steht unter dem Motto „Nachhaltiges Wachstum mit Umweltund Klimaschutz“. Audi engagiert sich u. a. in den installierten Arbeitsforen „Integrierte Produktpolitik (IPP) und Ressourceneffizienz“ und „Managementsysteme“. Beide Arbeitsforen zielen darauf ab, dass die gewonnenen Erfahrungen von Audi und anderen großen Unternehmen im Themenfeld der Integrierten Produktpolitik (IPP) und im Bereich der Umweltmanagementsysteme kleineren und mittleren Unternehmen zugänglich gemacht werden. Nur so kann das Ziel erreicht werden, die Innovationskraft zu steigern sowie ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen.

Lebensqualität steigern Audi trägt aktiv dazu bei, die Attraktivität und Lebensqualität des Standorts Ingolstadt zu steigern. Dabei geht es um so fundamentale Dinge wie sichere Arbeitsplätze und darum, Mitarbeiter am Gewinn zu beteiligen. Audi engagiert sich intensiv im direkten regionalen Umfeld seines Standorts Ingolstadt. Das zeigt auch die Gründung eines Vereins zur Standortentwicklung der Region Ingolstadt gemeinsam mit Stadt, Landkreisen und anderen Unternehmen. Ziele sind unter anderem eine hohe Innovationsfähigkeit bei Forschung und Entwicklung in der Region sowie eine Steigerung der Attraktivität der Region für Gäste, zukünftige Einwohner und Arbeitnehmer.

Die AUDI AG ist für die vorbildliche Integration von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet worden. Der Automobilhersteller erhält dafür den „ComToAct“-Preis 2011. Dieser wird von der Evangelischreformierten Kirche des Schweizer Kantons St. Gallen gestiftet und von der Universität St. Gallen vergeben.

Audi Stiftung für Umwelt GmbH Ende 2009 untermauerte die AUDI AG ihr Engagement in Sachen Umweltschutz. So rief Audi mit einem Stammkapital von € 5 Mio. eine Stiftung ins Leben, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Bereich Ökologie verfolgt. Zu den Förderprojekten aus 2012 zählt unter anderem das Umweltzentrum „Klassenzimmer Natur“ Breitengüßbach. Auf einem vormals militärisch genutzten Areal werden dabei während eines Zeitraums von vier Jahren innovative und zukunftsweisede Methoden des professionellen Artenschutzes kombiniert mit einer erlebbaren Umweltbildung entstehen – mit dem Ziel, eine möglichst artenreiche Umwelt zu Attraktive Arbeitsbedingungen schaffen Motivierte und engagierte Mitarbeiter sichern den Unternehmenserfolg.

Die Identifikation der Mitarbeiter mit der Marke ist bei Audi sehr hoch. Im Universum-Ranking „beliebtester Arbeitgeber“ wurde das Ingolstädter Automobilunternehmen von Absolventen der Ingenieurwissenschaften wiederholt auf Platz eins gewählt. Bei Studenten der Wirtschaftswissenschaften rangiert Audi auf Platz 2. Bei der Wahl des Arbeitgebers spielen neben einem guten Arbeitsklima Faktoren wie faszinierende Produkte, Markterfolg, interessante Arbeitsaufgaben sowie eine sichere Beschäftigung und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten eine Schlüsselrolle.

sichern, ohne dabei den menschlichen Einfluss auszuschließen. Weitere Informationen zu allen laufenden Projekten finden sich auf der Internetseite der Stiftung: www.audi-stiftung-für-umwelt.de Eichenwald-Projekt Der Umweltschutz bei Audi endet jedoch nicht am Werkstor. Deshalb hat der Ingolstädter Automobilhersteller in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und der Technischen Universität München im Köschinger Forst das Forschungsprojekt „CO₂-Speicher Eichenwald“ ins Leben gerufen. Hier werden u. a. die Wechselwirkungen zwischen Bestandsdichte auf der einen Seite und CO₂-Bindungspotenzial sowie biologischer Vielfalt auf der anderen Seite untersucht.

Bereits 2008 wurde in der Nähe des Konzernsitzes in Ingolstadt mit der Pflanzung von rund 36.000 Stieleichen die Grundlage für das Projekt gelegt. Am ungarischen Audi Standort Győr entstand bereits eine zweite Versuchsfläche mit mehr als 13.000 Stieleichen. Ende November 2010 wurden nahe des Audi Standorts Neckarsulm zusätzliche 10.000 Bäume gepflanzt. Im Jahr 2011 erfolgte die Anpflanzung weiterer 10.000 Eichensetzlingen in der Nähe von Bologna bei Automobili Lamborghini und 16.000 Eichensetzlingen auf einer weiteren Fläche in Ungarn. Anfang 2012 wurde mit der Anpflanzung von 10.000 Eichensetzlingen unweit des belgischen Standorts Brüssel die jüngste Versuchsfläche im Rahmen des Gesamtprojekts angelegt.

Auf den nunmehr sechs mithilfe der AUDI AG eingerichteten Versuchsflächen in der Umgebung der Standorte Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Brüssel (Belgien) und Sant’Agata Bolognese (Italien) wachsen nun insgesamt rund 90.000 Bäume. Weitere Flächen an internationalen Standorten des Audi Konzerns befinden sich derzeit in Planung. // Attraktiver Standort Ingolstadt. Audi Umweltstiftung prämiert Abschlussarbeit zum Thema Nachhaltigkeit. Die Forschungsanlage „Eichenwald” im Köschinger Forst bei Ingolstadt. Motivierte Mitarbeiter sichern den Unternehmenserfolg. // Zukunftsfähige Lösungen Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist bei Audi gelebte Praxis.

Durch die Mitwirkung an Foren wie dem Umweltpakt Bayern oder der Nationalen Plattform Elektromobilität bringt Audi seine Expertise ein und wirkt mit, zukunftsfähige Lösungen zu finden. Die Audi Stiftung für Umwelt ist mit Projekten für Umweltschutz und Umweltbildung aktiv. Und Audi fördert eine Vielzahl von Initiativen zur Attraktivitätssteigerung des Standorts Ingolstadt – für die Mitarbeiter und deren Familien.

Umwelt und Soziales ► Audi zählt zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland. Corporate Responsibility Audi Standort Ingolstadt / 19 18 / Umwelterklärung 2013 /

Jedes Unternehmen trägt eine hohe Verantwortung für die produzierten Produkte: beginnend bei der Rohstoffbeschaffung über die verschiedenen Produktionsprozesse, den Transport, die Vermarktung bis hin zur Entsorgung. IPP ist ein ganzheitlicher, nachhaltiger Ansatz, der allen dient – Lieferanten, Herstellern und Konsumenten. Umweltschutz umfasst bei Audi den gesamten Lebenszyklus des Automobils.

Von der Rohstoffgewinnung und –aufbereitung über Herstellung, Transport, Vermarktung und Gebrauch bis hin zur Entsorgung werden alle Phasen unter ökologischen Gesichtspunkten optimiert. Dieses Prinzip nennt sich Integrierte Produktpolitik (IPP) und steht als Synonym für die umweltgerechte Entwicklung von Prozessen und Produkten.

Ganzheitlicher Ansatz Audi betrachtet den Produktlebenszyklus ganzheitlich: von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, den Vertrieb, die Verwendung bis hin zur Abfallentsorgung. Um die Umweltbelastungen eines Automobils zu reduzieren, ist es notwendig, die Umweltauswirkungen auf jeder Stufe seines Produktionsund Nutzungsweges zu berücksichtigen. Integrierte Produktpolitik umfasst den Schutz der Umweltmedien Boden, Wasser und Luft sowie der globalen Ressourcen. Produktionswege werden in ihren Zusammenhängen betrachtet, um zu vermeiden, dass es zu einer Verlagerung von Belastungen kommt.

Entlang der Wertschöpfungskette Ein zentrales Element der Integrierten Produktpolitik ist die Kooperation und Kommunikation zwischen den Akteuren entlang der Wertschöpfungskette.

Zum einen muss jeder Zulieferer, der direkt oder indirekt Einfluss auf die Produkteigenschaften hat, seine Gestaltungsmöglichkeiten wahrnehmen. Gleichzeitig müssen sich die Zulieferer der Konsequenzen ihrer Handlungen auch auf andere Phasen des Produktlebenszyklus bewusst sein. Auf diese Weise entsteht Nachhaltigkeit in der Lieferantenkette.

Simultaneous Engineering Bei Audi beginnt der Umweltschutz dort, wo der größte Effekt zu erzielen ist: bei der Produktkonzeption und -entwicklung. Schon in der ersten Planungsphase setzt Audi Simultaneous Engineering ein. Darunter versteht man die parallele Bearbeitung von Aufgaben in der technischen Entwicklung. Einschließlich der Lieferanten arbeiten alle an der Entstehung eines Fahrzeugs Beteiligten daran, umweltrelevante Aspekte in alle Prozesse zu integrieren. Eine Maßnahme besteht beispielsweise darin, dass schon bei der Materialauswahl // Hohe Effizienz durch Simultaneous Engineering das spätere Recycling und die Reparaturfreundlichkeit berücksichtigt werden.

Alle Produktionsphasen werden durch Simultaneous Engineering auch unter ökologischen Gesichtspunkten optimiert. Audi Umweltnormen Im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes bei Fahrzeugund Komponentenherstellung, Nutzung, Wartung, Reparatur und Fahrzeugentsorgung kommuniziert Audi klare Vorgaben an die Zulieferindustrie. Alle Produktionspartner stellen die Schadstoffvermeidung, Ressourcenschonung und Wiederverwertung der Materialien in den Fokus ihrer Entwicklungsaktivitäten. Alle umweltrelevanten Komponenten müssen Audi nach Art und Menge angegeben werden, ebenso Behandlungsund Entsorgungsinformationen.

Über einen Electronic SupplierLink können alle Audi Produktionspartner aktuelle Vorgaben mit einer Online-Datenbank abgleichen. Im System finden sie eine Aufstellung aller Richtlinien und Normen, die Audi in seinem „Lastenheft Umweltund Humanverträglichkeit“ und in seiner „KonzernUmweltnorm Fahrzeug“ einfordert. Eine weitere, ebenfalls internetbasierte, Datenbank liefert Details zur Werkstoffbeschreibung, die Audi gemeinsam mit anderen Automobilherstellern und mit Unterstützung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erstellt hat. Mit diesem „Internationalen Material Daten System“ (IMDS) übermitteln die Partner in der Lieferantenkette die Materialinhalte ihrer Produkte an ihre jeweiligen Abnehmer.

Die Informationen kommen schließlich am Ende der Kette an – also im Werk Ingolstadt. Audi überprüft dann, ob die Materialinhalte den eigenen und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Doppelsieg-Strategie Die ganzheitliche Betrachtung entlang des gesamten Produktlebenszyklus erschließt neue ökologische Potenziale, sowohl im produktbezogenen Umweltschutz als auch bei der Gestaltung von Prozessen. Integrierte Produktpolitik ist bei Audi Ingolstadt ein konkreter Lösungsansatz für Problemstellungen. Dabei zielt Audi nicht nur auf ökologische Verbesserungen, sondern auf nachhaltige Konzepte, welche ökonomische als auch gesellschaftliche Aspekte behandeln. Die Betrachtung des gesamten Lebensweges in der EntwicklungsIntegrierte Produktpolitik als Maxime.

phase des Automobils ermöglicht ein Umweltaspekte berücksichtigendes Produktdesign mit technischen Innovationen.

Weniger Energie und Material werden benötigt. Verwertung und Entsorgung gestalten sich einfacher und weniger umweltbelastend. Mitunter wirkt sich das auch positiv auf die Produktionskosten aus. In der Konsequenz entsteht in jedem Fall ein Plus an Ressourcenund Klimaschutz. Eine Gewinnsituation für alle. // Umwelt und Produktion ► Bei Audi findet eine konsequente Anwendung der Integrierten Produktpolitik statt. → Die Integrierte Produktpolitik (IPP) verfolgt das Ziel, die Umweltauswirkungen eines Produktes in sämtlichen Lebensphasen, von der Entwicklung über die Gewinnung der Rohstoffe bis zur Entsorgung, zu erfassen und zu minimieren.

Damit wird verhindert, dass Umweltmaßnahmen an irgendeiner Stelle des Lebensweges eines Produktes an anderer Stelle negative Umweltauswirkungen zeitigen. → Die IPP dient vor allem auch dazu, Auswirkungen auf die Gesamtheit der Ressourcen Boden, Wasser und Luft zu erfassen und zu bewerten. Durch die konsequente Anwendung der IPP bei allen Produkten und Prozessen erzielt Audi seit Jahren signifikante Verbesserungen der Umweltauswirkungen in der gesamten Wertschöpfungskette.

Erreichte Verbesserungen durch IPP sind mit dem IPPsilonFaktor (sprich: Y-Faktor) quantifizierbar. Er steht für den Grad der Verbesserung von nach IPP-Kriterien hergestellten Produkten im Vergleich zu Referenzprodukten, die zu Beginn eines Projektes festgelegt wurden.  www.audi.de Bei Fragen rund um dieses Thema wenden Sie sich an: michael.huegel@audi.de Verantwortung von der „Wiege bis zur Bahre” IPP Audi Standort Ingolstadt / 21 20 / Umwelterklärung 2013 /

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