Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg - IHK Emden
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Wirtschaft
Ostfriesland & Papenburg
Industrie- und Handelskammer
für Ostfriesland und Papenburg
Juni 2018
www.ihk-emden.de
Titelthema
Digitalisierung
Fachstelle Europa Handeln vor Ort
Die LeeWerk-Wisa GmbH IHKN-Wettbewerb geht in
PVSt, DP AG Entgelt bezahlt zeigt Wege ins Ausland. S. 26 die nächste Runde. S. 30
IHK Oldenburg, Postfach XXXX, 26XXX Oldenburg,Editorial
Digitalisierung – die Basis
künftigen Wohlstands!
I m Vorstand des Fördervereins der
Grundschule, die unser jüngstes Kind
besucht, haben wir jetzt entschieden: Wir
finanzieren in zwei Klassen den Schall-
schutz an den Decken und die Ausstat-
tung der Schule mit vier Dokumenten-
kameras. Selbstverständlich: Seit Jahren
streichen wir schon die Klassenräume
und bringen den Schulhof auf Vorder-
mann, so dass hier halbwegs kindgerecht
gespielt werden kann. Warum wir das
tun? Weil es sonst niemand tut. Wie selbst-
verständlich kümmern wir uns als Eltern
um das, was Aufgabe des Staates wäre.
Was will ich mit dieser privaten Anekdo-
te sagen? Wir haben eine gewaltige Auf-
gabe vor uns, wenn es um die Digitalisie-
rung geht. Wir müssen unser Denken
ändern. Der Staat muss wieder tun, was
seine ureigenste Aufgabe ist. Digitale Pra-
xis – haben wir in Niedersachsen. Indus- Staatssekretär Stefan Muhle, Niedersächsisches
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und
trie und Mittelstand, Wissenschaft und Digitalisierung. Foto: Privat
Forschung, Schulen: Digital wird schon
vielerorts erfolgreich agiert. Prozesse wur-
den umgestellt, die digitale Entwicklung ist überall spürbar. Wo-
ran es vielerorts fehlt, ist die nötige Voraussetzung, um überhaupt
digital partizipieren und arbeiten zu können. Der Staat ist gefor-
dert, wo gar keine oder keine ausreichend digitale Infrastruktur
vorhanden ist. Hier ist das Land, hier ist der Bund gefragt. Wir
haben ein Infrastrukturproblem in Deutschland, das wir nur mit
erheblichen Investitionen gelöst bekommen. Dringend erforder-
liche Investitionen in die digitale Infrastruktur unseres Landes,
Titelfoto: Entertainer durch und durch - der Roboter „Pepper“ unterhält
die die Basis künftigen Wohlstands darstellen. Wir brauchen das
Verständnis, dass Digitalisierung nicht eine Ausgabe im Landes-
haushalt ist wie alles andere. Die richtigen Investitionen in die
seit kurzem die Kunden im Modehaus Leffers in Leer. Foto: Möller
Zukunft des Landes Niedersachsen führen künftig zu einer er-
heblichen Wertschöpfung. Jetzt ist Weitblick gefragt.
Ich bin den Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen
für den intensiven Dialog zu der richtigen Strategie dankbar. Das
alte Sprichwort „Erst grübeln, dann dübeln“ funktioniert bei der
Digitalisierung nicht. Wir müssen mutig sein, Dinge probieren.
Und wenn wir feststellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind,
dann das Tempo erhöhen. Sollten wir aber mal falsch liegen,
dann müssen wir aus unseren Fehlern lernen. Unsere digitale
Kultur – ein weiteres Feld notwendiger Diskussion. Die IHK für
Ostfriesland und Papenburg hat sich frühzeitig in die Diskussi-
onsprozesse eingebracht. Ich freue mich auf die gemeinschaftliche
Erarbeitung und Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.<
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 3Inhalt
Wirtschaft
Ostfriesland & Papenburg
Editorial
3 Kommentar
Digitalisierung – die Basis künftigen Wohlstands!
Positionen
6 Fokus
Das Rückgrat der Digitalisierung
Titelthema
8 Digitalisierung
Das Ganze im Blick
van Buten un Binnen
12 Firmen & Personen
Jubiläen
12 Zahlenspiegel
8
Daten und Fakten aus der Region Titelthema: Digitalisierung
14 Seebestattungen
Die letzte Ruhe auf dem Meer Das Ganze im Blick
15 Duales Studium
Wo Theorie auf Praxis trifft Das Land Niedersachsen will kräftig in den
18 In Kürze Breitbandausbau investieren. Ein wichtiges
Meldungen aus der Region Zeichen für die Wirtschaft, dem aber weitere
19 Kommentar folgen müssen.
Machen Sie mit!
20 Neues aus Berlin und Brüssel
Meldungen aus Bund und EU
IHK-Ratgeber
22 Gründergeist
Poesie für den Gaumen
23 Innovation
22
Mehr als nur ein Becher IHK-Ratgeber
26 Fachstelle Europa
Mittendrin statt nur dabei Gründergeist
27 Immobilienrecht
Neue Regeln In der neuen Serie stellt
Foto: Claus
28 Recht kompakt die IHK Gründer aus der
Arbeitsplatz bei Sommerhitze Region vor.
4 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Die
Wirtschaft
Ostfriesland &
Papenburg
gibt es auch als
Onlineversion im
Internet.
www.ihk-
emden.de
Veranstaltungen
29 IHK-Ausbildungsmesse
Heute schon an morgen denken
30 Wettbewerb „Handeln vor Ort“
Innovative Ideen gesucht!
31 Save the Date
Veranstaltungen in der Region
32 Ostfrieslandschau 2018
Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen
35 Seminarkalender
Weiterbildung von A bis Z
Das letzte Wort
36 Der Unternehmer des Monats
Das Fundament der Digitalisierung
Ihre Ansprechpartner bei der IHK
Foto: Hochschule Emden/Leer
• Hauptgeschäftsführer: Dr. Torsten Slink, Tel. 8901-22,
E-Mail: torsten.slink@...
• Referent: Julian Stodt, Tel. 8901-73, E-Mail: julian.stodt@...
• Öffentlichkeitsarbeit: Stefan Claus, Tel. 8901-30,
E-Mail: stefan.claus@...
• Sekretariat Hauptgeschäftsführer:
lnsa Hamphoff, Tel. 8901-23, E-Mail: insa.hamphoff@...
Karoline Aden, Tel. 8901-25, E-Mail: karoline.aden@...
Industrie, Innovation und Umwelt
• Stellv. Hauptgeschäftsführer: Dr. Jan Amelsbarg, Tel. 8901-26,
E-Mail: jan.amelsbarg@...
• Referent: Michael Tischner, Tel. 8901-37,
29
Veranstaltungen E-Mail: michael.tischner@...
• Referentin: Dr. Katharina Mohr, Telefon 04921 8901-152
IHK-Ausbildungsmesse E-Mail: katharina.mohr@...
Handel, Dienstleistungen und Recht
Am 26. September 2018 informiert die • Abteilungsleiter: Reinhard Hegewald, Tel. 8901-85,
E-Mail: reinhard.hegewald@...
IHK wieder über zahlreiche Berufsbilder. • Referent: Simon Alex, Tel. 8901-83, E-Mail: simon.alex@...
International, Raumordnung, Tourismus, Verkehr,
Wirtschaftsförderung
• Abteilungsleiter: Arno Ulrichs, Tel. 8901-38, E-Mail: arno.ulrichs@...
• Referent: Hartmut Neumann, Tel. 8901-34,
E-Mail: hartmut.neumann@...
• Referent: Alexander Malchus, Tel. 8901-48,
E-Mail: alexander.malchus@...
• Referent: Murat Özdemir, Tel. 8901-24, E-Mail: murat.oezdemir@...
Aus- und Weiterbildung
• Abteilungsleiter: Timo Weise, Tel. 8901-40, E-Mail: timo.weise@...
• Referent: Dirk Bleeker, Tel. 8901-82, E-Mail: dirk.bleeker@...
Zentrale Dienste, Finanzen und Beiträge
• Verwaltungsleiterin: Elfriede Ritzenthaler, Tel. 8901-50,
E-Mail: elfriede.ritzenthaler@...
• Referent: Walther Dörr, Telefon: 04921 8901-53,
E-Mail: walther.doerr@...
Foto: Möller
Tel. 04921 ..., E-Mail: ...@emden.ihk.de, Ringstraße 4, 26721 Emden
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 5Das Rückgrat der
Digitalisierung
Mit einer Milliarde Euro und einem
Masterplan will die Landesregierung
Tempo beim Ausbau der Digitalen
Infrastruktur machen. Die IHK sagt:
Richtig so.
1490 revolutionierte Herzog Maximilian I. das
Nachrichtenwesen mit der Erfindung der
Post. Plötzlich war es möglich, Eilbriefe in nur fünf Tagen
von Worms nach Antwerpen zu schicken. Vorher brauch-
ten die Boten mehrere Wochen. Der Grund für die massive
Beschleunigung war die Einrichtung von Poststellen: Statt
eines Kuriers teilten sich nun mehrere die Arbeit. Die Er-
findung des Postwesens beschleunigte die Kommunikation
und und legte damit den Grundstein für mehr Wohlstand
im gesamten deutschen Sprachraum.
Jetzt, mehr als 500 Jahre später, befinden wir uns in einem
ähnlichen tiefgreifenden Wandel. Deutschland ist ein Hoch-
technologiestandort – Daten und Informationen sind zu
einer der wichtigsten Währungen geworden.
Die IHK begrüßt daher die Pläne der Landesregierung,
mit einem „Masterplan Digitalisierung“ und rund einer
Milliarde Euro die digitale Infrastruktur in Niedersachsen
zukunftsfähig zu machen.
Gerade für Ostfriesland und Papenburg ist die die Digi-
talisierung eine echte Wachstumschance. Der IHK-
Bezirk bietet günstigen Wohn- und Büroraum. Gleichzei-
tig entfallen bei einer guten Breitbandverbindung die
Nachteile unseres Wirtschaftsraums wie zum Beispiel die
weiten Wege zu den Beschaffungs- und Absatzmärk-
ten. Perfekte Bedingungen also für innovative Existenz-
gründer.
Keine Frage: Eine ausreichende Breitbandversorgung ist
das Rückgrat der Digitalisierung und in diesem Punkt gibt
es in Ostfriesland und Papenburg dringenden Aufholbe-
darf. Noch immer sind zahlreiche Gewerbegebiete in der
Region nicht an ein leistungsfähiges Breitbandnetz an-
gebunden. Das kann und darf einfach nicht sein.
Und darum ist es wichtig, dass sich die Landesregierung
nicht nur zum Breitbandnetz bekennt. Jetzt muss sie auch
liefern. <
Die TBD Technische Bau Dienstleistungen GmbH
& Co. KG aus Friedeburg hat sich unter anderem
auf den Breitbandausbau spezialisiert. Das Foto Mehr zu diesem Thema
zeigt das Unternehmen bei der Errichtung
einer neuen Glasfasertrasse in Hage. Dok.-Nr. 4076306
Foto: Klaus Reinders Fotografie
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 7Titelthema I Digitalisierung
An der Hochschule Emden/Leer arbeiten Studenten an
der Verzahnung von industrieller Produktion und moderner
Kommunikationstechnik. Foto: Hochschule Emden/Leer
Das Ganze im Blick
Rund eine Milliarde Euro will das Land Niedersachsen bis 2025 in den Ausbau der
Breitbandinfrastruktur investieren. Ein richtiger und wichtiger Schritt. Doch der Blick
muss weiter nach vorne gehen: Niedersachsen braucht eine Digitalisierungsstrategie.
den flächendeckenden Ausbau einer glas- zielte Förderung digitaler Produkte, Pro-
VON REINHARD HEGEWALD faserbasierten Breitbandinfrastruktur zu zesse und Start-ups, ein schneller Ausbau
beschleunigen. Bis spätestens 2025 sollen digitaler Bildungsangebote in Schulen
D ie Niedersächsische Landesregie-
rung will die Digitalisierung voran-
treiben. So wurde es in der Koalitions-
dann Übertragungsgeschwindigkeiten
von mehr als einem Gigabit pro Sekunde
in ganz Niedersachsen möglich sein.
und Berufsschulen sowie die Unterstüt-
zung von Weiterbildung und Qualifizie-
rung der Mitarbeiter sind aus Sicht der
vereinbarung von SPD und CDU im niedersächsischen Wirtschaft die weiteren
November letzten Jahres festgeschrieben. Mehr als nur Breitbandausbau notwendigen Bausteine.
Schon heute – ein halbes Jahr nach Amts- Allerdings umfasst die Digitalisierung
antritt – wird sichtbar, dass dies kein Lip- mehr als nur den Ausbau der Breit- Vorrang für Gewerbegebiete
penbekenntnis ist: Die Regierung will bandinfrastruktur. Deshalb ist eine um- Eine zuverlässige Anbindung an die
ihren Worten auch Taten folgen lassen. fassende Digitalisierungsstrategie für Breitband-Datennetze ist eine grundle-
Sichtbarstes Zeichen dafür ist die Ein- Niedersachsen notwendig, wie es die IHK gende Voraussetzung sowohl für den
richtung der Stabstelle „Digitalisierung“ Niedersachsen (IHKN) in ihrer aktuellen wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen
im Wirtschaftsministerium mit einem Stellungnahme gegenüber dem Land als auch den Ausbau einer effizienten
Sonder-Staatssekretär an der Spitze. Aber gefordert hat. Um Niedersachsen und Verwaltung. Bei der Erschließung sollten
auch die Absicht der Regierung, umge- seine Wirtschaft optimal für die Digitali- Gewerbegebiete sowie Unternehmens-
hend einen „Masterplan Digitalisierung“ sierung aufzustellen, müssen neben In- und Gewerbestandorte auch in länd-
zu erarbeiten, sendet ein klares Signal: frastruktur, Rechtssicherheit und Digita- lichen Räumen Vorrang haben, um die
Rund eine Milliarde Euro an Landesmit- lisierung der Behörden auch noch weitere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der
teln sollen folglich investiert werden, um Maßnahmen erfolgen: Eine aktive, ge- mittelständischen Unternehmen in Nie-
8 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018dersachsen zu erhalten. Zu den wichtigen denen Förderkulisse aus rein ökono- oder beim Wissenstransfer zwischen Wirt-
Maßnahmen zählen aus Sicht der Wirt- mischen Gesichtspunkten nicht lohnt. schaft und Wissenschaft begleiten.
schaft darüber hinaus die Fokussierung Damit diese Regionen nicht abgehängt
der Fördermaßnahmen auf die skalier- werden, muss dort nach geeigneten Al- Digitalisierungs-Know-how
bare Glasfaserinfrastruktur sowie der ternativen gesucht werden. Hierzu gilt Die Unternehmen stehen – auch vor dem
Ausbau des 5-G-Funknetzes entlang der es, neue Möglichkeiten des Engagements Hintergrund des Fachkräftemangels – vor
Verkehrswege an Land und zu Wasser. der öffentlichen Hand mit Konzessions- der Herausforderung, das Digitalisie-
oder Fondsmodellen unter Einsatz pri- rungs-Know-how ihrer Belegschaften
Alternativen zur Finanzierung vaten Kapitals oder die Ausgabe von auf- und auszubauen. Hier ist das Land
Die Erbringung von Breitbandinfrastruk- Gutscheinen zur Erhöhung der Nachfra- gefordert, die Aus- und Weiterbildung
turen erfolgt gesamtwirtschaftlich am ge zu prüfen. entsprechend weiterzuentwickeln. Berufs-
vorteilhaftesten durch private Unterneh- schulen benötigen moderne Ausstat-
men im Wettbewerb. Wenn dieser freie Forschung und Entwicklung tungen und Kompetenzen, mit denen der
Wettbewerb jedoch nicht die gesellschaft- Neben den notwendigen Anstrengungen Nachwuchs die Zukunft der Arbeitswelt
lich gewünschten und notwendigen In- für die Infrastruktur muss das Augenmerk kennenlernen kann. Darüber hinaus
frastrukturen schaffen kann, dann sollte auf weitere wichtige Maßnahmen gelenkt sollte die Landesförderung von betrieb-
der Breitbandausbau im Sinne der öf- werden. Die Digitalisierung in den Un- lichen Weiterbildungen auf die Förde-
fentlichen Daseinsvorsorge mit Unterstüt- ternehmen sollte stärker gefördert wer- rung von IT- und Technologiekompetenz
zung der öffentlichen Hand geschehen. den, vor allem in Bereich Forschung und fokussiert werden. <
Eine besondere Herausforderung stellen Entwicklung. Weitere Bausteine können
periphere Regionen im ländlichen Raum der Ausbau und die Weiterentwicklung Mehr zu diesem Thema
dar, in denen sich der Netzausbau auf von Netzwerkstrukturen sein, die Unter- Dok-Nr. 4076306
absehbare Zeit selbst mit der vorhan- nehmen gezielt bei der Digitalisierung
„Der größte Feind der
Innovation ist die Komfortzone.“
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Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.
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Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 9Titelthema I Digitalisierung
Digitalisierungsangebote
So setzt sich die IHK für die Digitalisierung in der Region ein.
Initiative Digital
Unter dem Dach der Initiative Digital haben
sich bereits Anfang 2017 das Emder Grün-
E-Commerce-Sprechtage
Mit der Digitalisierung eröffnen sich für
Einzelhändler und Produzenten ganz
3
Organisation“. Das Zentrum bietet darü-
ber hinaus Vor-Ort-Beratungen in Unter-
derInnenZentrum GmbH (EGZ), die Hand- neue Vertriebsmöglichkeiten. Wie sich nehmen an, um so über firmenspezifische
werkskammer für Ostfriesland (HWK), die diese auch in kleinen und mittleren Be- Chancen und Risiken der Digitalisierung
Hochschule Emden/Leer, das IT-Kompe- trieben umsetzen lassen, können inte- zu informieren.
tenzzentrum Leer, die Technologietransfer- ressierte Betriebe bei den E-Commerce-
agentur Ostfriesland (TTAO), der Wirtschafts- Sprechtagen erfahren, die die IHK bereits
förderkreis Harlingerland, die Zukunft Em- seit Jahresbeginn anbietet. Der nächste
den GmbH sowie die IHK zusammen ge- Sprechtag wird am 20. September in Leer Digitale Werkzeugkiste
tan, um gemeinsam den „digitalen Prozess“ stattfinden. für Hotellerie und
in der Region zu begleiten und zu unterstüt- Gastronomie
zen. Seitdem werden den Unternehmen
vor Ort auf verschiedenen Veranstaltungen Kooperation mit Auch im Bereich des HoGa-Gewerbes
spannende Themenbereiche vorgestellt und Kompetenzzentrum bietet die Digitalisierung neue Möglich-
Handlungsanleitungen gegeben. keiten für den Gäste-Service der Unter-
Mit dem Regionalforum „Digitalisierung“ Gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0- nehmen. Zusammen mit der Ostfriesland-
wurde zudem eine neue Veranstaltungsplatt- Kompetenzzentrum Hannover bietet die Tourismus GmbH (OTG) haben wir
form für Information und Austausch geschaf- IHK Informationsveranstaltungen rund auf einer gemeinsamen Veranstaltung
fen. Bislang haben drei Regionalforen mit um das Thema „Digitalisierung“ an. Dazu demonstriert, wie die digitale Werkzeug-
Fokus auf die Dienstleistungsbranche, dem gehören Unternehmenssprechtage eben- kiste mit Veranstaltungs- und Bilderda-
Handwerk und dem Handel stattgefunden. so wie auch Seminare zur Planung von tenbanken, Routenplanern, Kartendown-
Das vierte Forum soll im Herbst 2018 dem Produktionsprozessen oder zu den Anfor- loads sowie Buchungssystemen eingesetzt
Tourismus gewidmet werden. derungen in den Bereichen „Arbeit und werden kann.
10 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Der Oldenburger Energiekonzern EWE
setzt sich verstärkt für den Glasfaserausbau
im Nordwesten ein. Das Unternehmen hat
angekündigt, allein in den kommenden
Jahren über eine Milliarde Euro investieren
zu wollen. Foto: EWE
E-Vergabe Kaufmann/-frau im E-Commerce
Öffentliche Aufträge online recherchieren Mit dem neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/
und bewerben: In einer gemeinsamen Ver- -frau im E-Commerce“ will die Wirtschaft ab
anstaltung der IHK, des Landkreises Leer August neue Wege gehen, um qualifizierte
und der Handwerkskammer wurde den Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Der
regionalen Unternehmen gezeigt, wie sie neue Beruf eignet sich nicht nur für den Han-
auch dabei von der Digitalisierung profitie- del. Auch im Tourismus und in der Dienstleis-
ren können. tungswirtschaft kann er Anwendung finden.
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Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 11van Buten un Binnen I Jubiläen I Zahlenspiegel
Firmen & Personen
Firma MEYER WERFT GmbH & Co. KG,
Geschäftsjubiläen Arbeitsjubiläen Papenburg
50 Jahre 40 Jahre Helmut Schulte (1. Juni), beschäftigt bei der
Firma MEYER WERFT Laserzentrum
Fraukea Gohlke KG, Südbrookmerland Bernhard de Vries (19. Juni), beschäftigt bei GmbH, Papenburg
(15. Juni) der Firma Salamander Technische Kunst-
stoffprofile GmbH, Papenburg Egon Bockelmann (1. Juni), beschäftigt bei
25 Jahre der Firma TRAUCO AG, Großefehn
25 Jahre
certech Sicherheitssysteme GmbH, Peter Mlasowsky (1. Juni), Ziya Gueltekin (1. Juni)
Leer (1. Mai) Georg Meinen (1. Juni), Rainer Beyendorf und Gernot Quaas (22. Juni), alle beschäftigt
(7. Juni) und Walter Willms (12. Juni), alle bei der Firma JOHANN BUNTE Bauunter-
Siegbert Schipmann, Papenburg beschäftigt bei der Firma Zentrallager nehmung GmbH & Co. KG, Papenburg
(28. Juni) nowebau GmbH & Co. KG, Großefehn
Siegfried Boekhoff (7. Juni), beschäftigt bei der
Germannex GmbH, Uplengen Maike Douwes-Peschel (14. Juni), beschäftigt Firma Stadtwerke Emden GmbH, Emden
(11. Mai) bei der Firma EWE NETZ GmbH, Leer
Martina Brants (1. Mai), beschäftigt bei der Firma
ANGIOKARD med. Spritzguß & Horst Christians (1. Juni), beschäftigt bei der Markant Markt Arend Uphoff, Ihlow/Riepe
Entwicklungstechnik GmbH, Firma BZN Baustoffzentrum und Hagebau-
Friedeburg (2. Juni) markt Hedlefs GmbH & Co. KG, Esens Richard Fransen (1. Januar), Barbara Folkerts
(15. Januar), Thomas Bents (3. Mai) und Kars-
Ralf Vreyborg, Hans Nee und Jürgen Jungst- ten Patzelt (10. Mai), alle beschäftigt bei der
höfel (alle am 1. Juni), alle beschäftigt bei der Firma Soltau-Kurier-Norden GmbH, Norden
Zahlenspiegel
Preisindex für die Lebenshaltung1 Industrie-Beschäftigte im IHK-Bezirk
für Ostfriesland und Papenburg
Verbraucherpreisindex für Deutschland1
27.000
Basis 2010 = 1002 Prozent3
26.000
2016 JD 4 107,4 + 0,5
25.000
2017 JD 4 109,3 + 1,8
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)
24.000
2017 April 109,0 + 2,0
Grafik: IHK für Ostfriesland und Papenburg
23.000
2018 März 110,7 + 1,6
22.000
2018 April 110,7 + 1,6
1 21.000
Angaben nach Verbrauchsverhältnissen des Jahres 2010
2
Basisumstellung von 2005 auf 2010 erfolgte im
Februar 2013 20.000
3
Veränderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
4
Jahresdurchschnitt 2017 2018
12 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Infrastruktur
Bauleitplanung
Planfeststellungsverfahren
Geregelt ist das Planfeststellungsverfahren
im Verwaltungsverfahrensgesetz sowie in
diversen Fachgesetzen, unter anderem im
Bundesfernstraßengesetz.
Wesentlicher Teil eines Planfeststellungs-
verfahrens ist das Anhörungsverfahren, in
dem jeder Einwendungen vorbringen kann,
dessen eigene Belange berührt werden. Die
Industrie- und Handelskammer (IHK) ver-
tritt als Träger öffentlicher Belange in den
Anhörungsverfahren darüber hinaus mit
Stellungnahmen das gesamtwirtschaftliche
Am Emspier ist eine Vertiefung der Liegewanne geplant. Foto: Claus Interesse ihrer Mitgliedsunternehmen.
Derzeit liegt der IHK der folgende Plan
Das Planfeststellungsverfahren ist ein be- Maßnahmen des Straßenbaus, des Was- zur Stellungnahme vor (in Klammern das
sonderes, streng formalisiertes Genehmi- serstraßenbaus, der Planung von Schie- Ende der Äußerungsfrist):
gungsverfahren für ein konkretes raum- nenneubaustrecken oder auch bei dem
bedeutsames Einzelvorhaben. Planfeststel- Bau oder der Verlängerung einer Start- Vertiefung der Liegewanne der Emspier
lungsverfahren erfolgen zum Beispiel für und Landebahn eines Flughafens. im Hafen Emden (25.06.2018) <van Buten un Binnen I Seebestattungen
Rund 100 Seebestattungen
hat Holger Freimuth bereits
durchgeführt. Foto: Claus
Die letzte Ruhe auf dem Meer
Seebestattungen liegen im Trend. Im IHK-Bezirk gibt es nur drei
Betriebe, die diese besondere Dienstleistung anbieten.
vielleicht an der dunklen Jahreszeit“
VON STEFAN CLAUS Nicht selten liegen mehrere Wochen
oder sogar Monate zwischen der
E ine hochwertige Urne für See-
bestattungen treibt bis zu 5
Minuten auf dem Wasser bevor sie
Kremation des Leichnams und der
Beisetzung auf See. Die Hinterblie-
benen haben dann bereits getrauert
sinkt. Innerhalb einer Stunde löst und möchten nur noch einen Ab-
sie sich dann auf dem Meeresgrund schluss haben, sagt Freimuth. Da-
vollständig auf. „Die Trauerandacht rum kann es auf der Fahrt durchaus
findet gewöhnlich in der Kirche lebhaft zugehen. Erst im Moment
statt, daher wird bei der Seebestat- Rund eine Stunde fährt Freimuth das Schiff raus, damit es weit der Beisetzung kehrt diese beson-
genug von Wasserstraßen und Badestränden entfernt ist. Foto: Claus
tung nur eine kurze Rede gehalten“, dere Stille ein, die man nur in Mo-
sagt Holger Freimuth. Seit 2014 menten des Abschieds wahrnimmt.
bietet der Reeder aus Esens neben seinen 57-Jährige. Dreimal umkreist er mit dem Distanz ist in dieser Branche wichtig, sagt
Inseltaxifahrten auch die Beisetzung auf Schiff die Beisetzungsstelle. Die Trauer- Freimuth. Er darf die Emotionen der
See an. Er ist mit dieser Dienstleistung gäste können nun Blütenblätter ins Wasser Trauernden nicht zu sehr an sich heran-
nach Kenntnisstand der IHK einer von geben. „Bei Windstille entsteht so ein sehr lassen. Das klappt nicht immer. Der Be-
vier Reedern im IHK-Bezirk. Neben ihm schönes Bild“, sagt Freimuth. statter erinnert sich an eine Fahrt, auf der
sind noch Inge Albrecht aus Wittmund, Nur drei bis vier Kilo Asche bleiben von er die Frau eines Seglers beigesetzt hat.
die Stoppels Sailing GmbH aus Norden einem Menschen übrig, wenn er verbrannt Der Witwer kam in das Führerhaus und
und der Betrieb „Ems-Dollart-Seebestat- wird. Vor allem gebürtige Nordrhein- Freimuth hat ihn an das Ruder gelassen.
tungen“ in Leer in der Branche tätig. Westfalen lassen sich auf See beisetzen. Auf der Rückfahrt bedankte er sich bei
„Etwa zwei Stunden dauert eine Beiset- Die Nachfrage steigt an der ganzen Nord- dem Seebestatter dafür, dass er seine Frau
zung auf See“, berichtet Kapitän Frei- seeküste, hat der Bundesverband der Be- selbst zum Ort der Beisetzung fahren durf-
muth. Eine Stunde fährt das Schiff raus, statter im März festgestellt. Freimuth kann te. „Das hat mich berührt“, sagt Freimuth.
damit es weit genug von Wasserstraßen den Trend bestätigen: „Die Zahl der See- Zurzeit ist das Geschäft ruhig. Jetzt hat
oder Badestränden entfernt ist. Nachdem bestattungen steigt auch bei uns.“ der Bestatter Zeit, das neue Schiff der
Kapitän Freimuth eine Ansprache gehal- Insgesamt hat er in seiner Zeit als Seebe- Flotte in Fahrt zu bringen. Zudem hat er
ten hat wird die Urne zu Wasser gelassen. statter rund 120 Urnen zu Wasser gelas- eine neue hochwertige Seeurne mit einem
„Zuerst gebe ich etwas Sand in die Urne, sen. Im Winter ist die Zahl der Seebestat- Bild des Langeooger Wasserturms gestal-
so treibt Sie stabiler im Wasser“, sagt der tungen etwas höher. Freimuth: „Das liegt ten lassen. <
14 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Ausbildung
Hochschule Emden/Leer sucht neue Ausbildungspartner
Wo Theorie auf Praxis trifft
Ausbildung oder Studium – Wieso nicht schule im Martin-Luther-Haus in Leer.
beides? Der duale Ausbildungs- und Stu- Zu den Inhalten gehören neben betriebs-
diengang Betriebswirtschaft der Hoch- wirtschaftlichen Grundlagen auch ver-
schule Emden/Leer (ehemals Business tiefte Qualifikationen in den Bereichen
Administration der Berufsakademie Ost- Unternehmensführung, Controlling, Lo-
Friesland e.V.) verbindet das Beste aus gistik oder Management im Gesundheits-
beiden Welten: Ein grundlegendes The- wesen. Die praktische Ausbildung findet
orie- und Anwendungswissen einerseits außerhalb dieser Zeiten im Unternehmen
und branchen- und betriebsbezogene statt und entspricht der üblichen kaufmän-
Detailkenntnisse andererseits. Die Nach- nischen Berufsausbildungsgänge.
frage unter Abiturienten ist groß, denn
immer mehr Jugendliche wünschen sich BAO und Hochschule
ein praxisnahes Studium. Um allerdings Zum Wintersemester 2018/19 wird die
auch möglichst viele dieser Abiturienten BAO mitsamt ihres bestehenden Angebots
vermitteln zu können, ist die Hochschule in die Hochschule Emden/Leer über-
Emden/Leer zurzeit auf der Suche nach führt. Mit diesem Schritt ist eine zukunfts-
neuen Ausbildungsbetrieben. Der Campus der Hochschule befindet sich im histo- orientierte und qualitativ hochwertige
rischen Martin-Luther-Haus in Leer. Foto: Claus
Ausbildung in der Region sichergestellt.<
Zahlreiche Vorteile Fachwissen direkt in die täglichen Arbeits- Interessierte Unternehmen
Betriebswirtschaft Dual bietet Unterneh- abläufe ein. Dabei profitieren die Unter- können sich bei Birte
men viele Vorteile: Gerade in Zeiten des nehmen auch von neuen Erkenntnissen Engelberts, Tel. 04921
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lifizierte, motivierte Nachwuchskräfte, die birte.engelberts@hs-
at
iv
sich voll und ganz mit dem Unternehmen Theorie und Praxis emden-leer.de, melden.
Pr
:
to
Fo
identifizieren. Unliebsame Kostenpunkte Das Studium besteht aus sechs Semestern
wie etwa das zeitaufwendige Anwerben und endet nach drei Jahren mit der Ab- Mehr zu diesem Thema
und Einarbeiten von Studienabsolvent/ schlussprüfung zum Bachelor of Arts in https://www.hs-emden-leer.de/
innen entfällt. Die Studenten arbeiten Betriebswirtschaft. Die theoretische Aus- studieren/studienangebot/alle-studi-
bereits während des Studiums in den Be- bildung erfolgt als Vollzeitstudium in Blö- engaenge/betriebswirtschaft-dual/
trieben mit und bringen ihr erworbenes cken à 10 Wochen am Campus der Hoch-
Bauen mit
System Schnell, wirtschaftlich
und nachhaltig.
GOLDBECK Nord GmbH, Niederlassung Bremen
Haferwende 7, 28357 Bremen konzipieren bauen betreuen
Tel. +49 421 27658-0, bremen@goldbeck.de www.goldbeck.devan Buten un Binnen I IHK-Handelsausschuss
Handel
IHK-Handelsausschuss besucht
Gartenbauzentrale in Papenburg
Mit diesen Zahlen beeindruckte Ge- Straße ansässig. Von hier aus werden nach
schäftsführer Dirk Matuszewski die Mit- Angaben von Matuszewski die Erzeug-
glieder des IHK-Handelsausschusses auf nisse der Mitglieder vermarktet und bun-
ihrer Frühjahrssitzung und bei einem desweit sowie in das angrenzende Ausland
anschließenden Rundgang durch das Un- ausgeliefert. Über 180 Beschäftigte sorgen
ternehmen. Die 1931 gegründete GBZ ist im Logistikzentrum für einen reibungslo-
eine Vertriebs- und Absatzgenossenschaft sen Ablauf. Besonders die kurzen Wege zwi-
mit aktuell 44 selbstständigen Gartenbau- schen Erzeugern und Logistikzentrum ga-
betrieben. Zweck der Genossenschaft ist rantierten zusammen mit einer effizienten
die Sicherung der wirtschaftlichen Positi- Logistik täglich frische Papenburger Qua-
Dirk Matuszewski (3., von rechts) erklärt die Ab- on der Mitglieder durch Kooperation im lität bei den Handelspartnern in der Le-
läufe im Logistikzentrum der GBZ. Foto: Alex
Ein- und Verkauf. Die meisten Anbauflä- bensmittelindustrie, der Großgastronomie
chen der Erzeugergemeinschaft liegen in und dem Lebensmitteleinzelhandel. Die
Pro Jahr verlassen 85 Millionen Kräuter- vier großen Gärtnersiedlungen in und um Anbauflächen der Erzeugerbetriebe der
töpfe sowie 35 Millionen Gurken die Gar- Papenburg. Seit 1998 ist das Logistikzen- GBZ würden zusammen die deutschland-
tenbauzentrale eG (GBZ) in Papenburg. trum der GBZ an der Schulze-Delitzsch- weit größte Anbaufläche für frische Topf-
Eintrittskarten, Preislisten, Offsetdruck, Formulare, Wurfsendungen,
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16 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018IHK-Industrieausschuss
kräuter ergeben. Seit Anfang der 80er Jah-
re sei die GBZ Marktführer im Verkauf
von Topfkräutern. In 2008 wurden 40
Prozent der Anbauflächen für Kräuter auf
biologische Erzeugung umgestellt. Aktuell
exportiere die GBZ Ware in 13 Länder wie
Foto: Alex
zum Beispiel Dänemark, Österreich, Fran-
kreich und Polen. Auf ihrer Sitzung unter
der Leitung von Johannes Poppen beschäf-
tigte sich der Ausschuss auch mit Werbe- Industrie
maßnahmen im Zusammenhang mit der
Fußball-Weltmeisterschaft sowie mit dem
landesweiten Wettbewerb „Gemeinsam
IHK-Ausschuss bei TBD zu Gast
aktiv – Handel(n) vor Ort“. Aber auch die Der IHK-Ausschuss für Industrie und referierte. Zudem bot Hermann Cordes
Einführung eines neuen Feiertages sowie Energiewirtschaft traf sich kürzlich beim von der EWE Netz GmbH einen aktu-
die immer noch ausstehende Novellierung Friedeburger Unternehmen TBD Tech- ellen Überblick über das Projekt ENE-
des Ladenöffnungsgesetzes waren Gegen- nische Bau Dienstleistungen. Schwer- RA. Das Bild zeigt (v.l.) TBD-Geschäfts-
stand der Sitzung. Berend Groeneveld, punkthema der Veranstaltung war die führer und früheren IHK-Vizepräsident
Rats-Apotheke in Norden und Vorsitzen- Energie- und Klimapolitik der neuen Uwe Jahnke, den Ausschussvorsitzenden
der des Landesapothekerverbandes Nie- Bundesregierung, zu der Dr. Sebastian Cord-Dieter Neemann, Dr. Jan Amels-
dersachsen e. V., wurde als neues Mitglied Bolay vom Deutschen Industrie- und barg (Stv. IHK-Hauptgeschäftsführer)
für den Ausschuss verpflichtet. < Handelskammertag (DIHK) aus Berlin und Dr. Sebastian Bolay (DIHK). <
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Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 17van Buten un Binnen I In Kürze
Dunkmann bleibt an BAG-Präsident besucht regionale Speditionen
der Spitze
Ostfriesland. Andreas Marquardt,
Berlin. Der Verleger und Ge- Präsident des Bundesamtes für Güter-
schäftsführer der Zeitungsgrup- verkehr, hat sich im Mai mit Spediteuren
pe Ostfriesland führt weiterhin aus der Region getroffen. Bei einem
den Verband Deutscher Lokal- Besuch in Neermoor lobte er die Arbeit
zeitungen an. Die Mitglieder- des Ostfriesisch-Papenburger Ausbil-
versammlung hat den 53-Jäh- dungsverbundes für Logistikberufe
rigen im Mai in Berlin in seinem (O.P.A.): „Was hier entstanden ist, ist
Amt bestätigt. Dunkmann wegweisend. Ich würde mir wünschen,
war 2014 erstmals zum VDL- dass es mehr Unternehmen wie diese
Vorsitzenden gewählt worden. gäbe.“ Mit dem Ausbildungsverbund
Der VDL vertritt die Interessen setzen sich die Speditionen Akkermann
der kleinen mittelständischen Transporte, Jakob Weets, Peter Janssen
Tageszeitungen in Deutschland. und Bunte für eine abwechslungsreiche
BAG-Präsident Andreas Marquardt (4., v.l.) und CDU-Bundes-
Ihm gehören rund 80 lokale Ausbildung ein. Hierfür tauschen sie
tagsabgeordnete Gitta Connemann (7., v.l.) zu Besuch bei Akker-
Medienhäuser an. mann Transporte. Foto: O.P.A. z.B. ihre Lehrlinge zeitweise aus.
Norder gewinnt Deutschen Computerspielpreis Dehoga-Vorstand
wiedergewählt
München. Die Quantumfrog GmbH des gebürtigen Norders Henrik Rump ist
mit dem Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Best Serious Game“
ausgezeichnet worden. Das Unternehmen hat mit der Englisch-App „Voca-
bicar“ ein Lernspiel entwickelt, bei dem das Spielen im Fokus steht. „Oftmals
werden nämlich nur einzelne Spielelemente eingebaut“, so Rump. Die 40.000
Euro Preisgeld will der 34-Jährige, der Medientechnik an der Hochschule Em-
den/Leer studiert hat, in die Weiterentwicklung des Spiels investieren.
Neue Wohnungen im Borkumer Marinehafen Erich Wagner und Birgit Kolb-Binder (Mitte)
stehen weiterhin an der Spitze des Verbandes.
Foto: Dehoga Ostfriesland
Borkum. Auf dem Gelände des Marinehafens im Borkumer Ortsteil Reede sollen bis zum
Frühjahr 2020 rund 100 neue Wohnungen für Offshore-Service-Mitarbeiter entstehen. Dies
teilte die Nordseeheilbad Borkum GmbH im Mai mit. Bereits seit März 2017 befasst sich das Leer. Birgit Kolb-Binder (Kolb-
Unternehmen mit einer nach- Urlaub am Meer, Langeoog & Bad
haltigen Nutzung des Hafens. Zwischenahn) und Erich Wagner
„Ein Engagement im Hafen ist (Hotel zur Post, Wiesmoor) bleiben
jetzt notwendig, weil derzeit eine an der Spitze des Vorstands des
neue Ausbaustufe der Offshore- Dehoga-Bezirksverbands Ostfries-
Windparks erfolgt und sich da- land. Beide wurden auf der diesjäh-
her die Offshore-Windversorger rigen Frühjahrsdelegiertentagung
genau jetzt für attraktive Ver- im Hotel Hafenspeicher in Leer
sorgungshäfen entscheiden“, wiedergewählt. Gleiches gilt für Ste-
so Göran Sell, Geschäftsführer fanie Bonitz-Sirpas (Romantik-Hof,
der Nordseeheilbad Borkum Greetsiel), die damit auch weiterhin
GmbH. Bei großer Nachfrage sei als stellvertretende Vorsitzende tätig
es zudem möglich, weitere 140 ist. Neu ins Amt wählten die Dele-
Im Borkumer Marinehafen soll bis 2020 ein neues Quartier
Wohnungen für touristisches gierten Elke Frerichs (Hotel Lange,
entstehen. Foto: Ivonne Wierink / Adobe Stock Service-Personal zu bauen. Leer) als weitere Stellvertreterin.
18 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Digitalisierung
Kommentar
Europa gestalten
Machen Sie mit!
Mehr Transparenz,
mehr Bürgerbeteili-
gung – keine Frage,
die Online-Kon-
sultation ist ein en
E md
Schritt in die rich-
W
io
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tige Richtung für
St
:
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ein gemeinsames
Europa. Jetzt liegt IHK-Pressereferent
Stefan Claus.
es an allen Europä-
ern, diese Chance zu nutzen und sich einzu-
bringen – und genau da liegt das Problem.
Der Fragebogen liest sich – mit Verlaub – wie
ein Wunschkonzert für linksliberale Sozialro-
mantiker. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
in ganz Europa?“ Klar, welcher Arbeitnehmer Die EU hat eine Online-Konsultation veröffentlicht. Foto:©Grecaud Paul - stock.adobe.com
will das nicht? „Gesetzliche Mindestrente in
der gesamten EU?“ Logisch. Ist doch gerecht. Die Europäische Kommission hat im Mai Einladung der Kommission statt.
„Festlegung strengerer Umweltnormen für eine Online Konsultation zur Zukunft Die Online Konsultation folgt auf das
die Industrie?“ Bei der Forderung geht jedem Europas im Internet veröffentlicht. Das im März 2017 veröffentlichte Weißbuch
Naturschützer von Portugal bis Rumänien das Formular enthält zwölf Fragen und rich- der Kommission und von der Kommis-
Herz auf. tet sich an alle europäischen Staatsbürger. sion und den Mitgliedstaaten organisier-
Wer die Wohltaten bezahlen soll – das wird In dem Papier können alle Europäer ih- ten und laufend durchgeführten Bürger-
in der Konsultation nicht abgefragt. re Meinung sagen, welchen Weg Europa dialogen. Fast 700 interaktive öffentliche
Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmer- künftig einschlagen soll. Das Ergebnis der Diskussionen wurden seit 2012 in 160
schaft ihre Expertise in diesen wichtigen wirt- Umfrage soll Teil der Debatte zur Zu- Städten durchgeführt, die Kommission
schaftspolitischen Fragen einbringt. kunft Europas werden. Die Konsultation wird die Schlagzahl dieser Veranstal-
Zu oft ist die Wirtschaft bei EU-politischen wurde am vergangenen Wochenende von tungen bis zu den Wahlen zum europä-
Fragen ins Hintertreffen geraten, weil sie einem Bürgerforum von 96 Menschen ischen Parlament im Mai 2019 noch
schlicht und einfach den Moment, ein Votum aus 27 Mitgliedsstaaten vorbereitet. Sie erhöhen, mit dem Ziel, weitere 500 Ver-
abzugeben, verschlafen hat. Das derzeit pro- haben gemeinsam entschieden, welche anstaltungen zu organisieren.
minenteste Beispiel in dieser Reihe von Ver- Fragen ihren Mitbürgern gestellt werden. Zusätzlich zu den Initiativen der Kom-
säumnissen ist die im Mai inkraft getretene Kommissionspräsident Jean Claude Jun- mission werden jetzt auch von den Re-
DSGVO. Zwei Jahre lang gärte der Gesetzes- cker sagte: Mit den bevorstehenden gierungen in den Mitgliedstaaten Bür-
antrag in den europäischen Amtsstuben. Ge- Wahlen zum Europäischen Parlament ist gerdialoge veranstaltet.
nug Zeit also, Kritik zu üben. Die IHK hatte es Zeit zu entscheiden, welche Europä- „Die Online-Konsultation ist ein wich-
bereits lange im Vorfeld gewarnt, doch erst ische Union der 27 wir sein wollen. Was tiger Schritt um die EU näher an ihre
jetzt, wo die Grundverordnung gilt, kommen auch passiert, es muss ein Europa sein, Bürger heranzuführen. So etwas können
die Klagen – von den Unternehmern und den dass von den Europäern erbaut wird.“ wir nur unterstützen. Jetzt ist es wichtig,
Abmahnanwälten – und alle wundern sich. Es sei an den Europäern, ihre Stimme dass sich auch die Wirtschaft und insbe-
Jeder Unternehmer versteht, dass er nicht laut und deutlich zu erheben, zu Fragen, sondere die Unternehmen in dem Fra-
einfach nur ein Unternehmen in Aurich, Em- die sie betreffen und was sie von ihren gebogen zu Wort melden“, sagt IHK-
den, Leer, Wittmund oder Papenburg führt. Politikern zur Lösung dieser Fragen er- Hauptgeschäftsführer Dr. Torsten Slink
Er hat sein Unternehmen nicht einmal nur warten, so Juncker. Die Konsultation läuft bis zum EU-
in Niedersachsen oder Deutschland, sondern Zum ersten Mal hat die Kommission ein Gipfel am 9. Mai 2019 in Sibiu, Rumä-
in Europa. Und wenn er die Zukunft seines Bürgerforum vom 5. bis zum 6. Mai ein- nien. <
Unternehmens in Europa gestalten möchte, berufen, um die öffentliche Konsultation
dann darf er die EU-Politik nicht länger igno- zu erarbeiten. Das Bürgerforum fand in Mehr zu diesem Thema
rieren, sondern muss sich aktiv einbringen! < den Räumlichkeiten des Europäischen Dok.-Nr. 4083112
Wirtschafts- und Sozialausschusses auf
Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018 19van Buten un Binnen I Politik und Wirtschaft
Neues aus Berlin & Brüssel
Konkrete Maßnahmen zum
Bürokratieabbau
Berlin. Die neue Bundesregierung
will den Bürokratieabbau vorantrei-
ben. „Im Koalitionsvertrag ist etwa
von einem Digitalisierungspakt oder
der Vereinfachung von Antrags-, Ge-
nehmigungs- und Besteuerungsverfah-
ren die Rede. Jetzt hoffen wir im Sinne
der Wirtschaft, dass diese Ankündi-
gungen möglichst rasch konkret wer-
den,“ so DIHK-Hauptgeschäftsführer
Martin Wansleben. Der DIHK hat
hierzu eine neue Vorschlagsliste mit 35
konkreten Maßnahmen entwickelt, da-
mit es mit dem Bürokratieabbau end-
lich vorangeht – zum Beispiel durch
unkompliziertere Baugenehmigungen.
Den Bürokratieabbau halten rund 60
Prozent der Betriebe laut aktuellem
DIHK-Unternehmensbarometer für
Die Duale Ausbildung hat in der EU einen großen Stellenwert. Foto: Industrieblick / Adobe Stock eine der wichtigsten politischen Auf-
gaben.
Ansprechpartnerin: beland.ulrike@dihk.de
EU-Kommission lobt Duale Berufsausbildung
Brüssel. Die EU-Kommission hat im diesjährigen Länderbericht für Deutschland
die Vorteile und die hohe Qualität der dualen Berufsausbildung hervorgehoben. 60 Jahre Eurochambres
Im Bildungsteil des Berichtes bezeichnet sie das System als einen „ausgezeichneten
Ansatz für die Kompetenzentwicklung, insbesondere für die berufliche Erstaus- Brüssel. Der europäische Kammer-
bildung und Weiterbildung“. Neben der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit in der dachverband Eurochambres hat mit
EU betonte die Kommission auch die im EU-Vergleich weit überdurchschnittliche einer Fachtagung und einem feier-
hohe Beschäftigungsquote von Absolventen des dualen Systems. lichen Konzertabend sein 60-jähriges
Ansprechpartnerin: fabian.barbara@dihk.de Jubiläum gefeiert. Um die Interessen
der deutschen Wirtschaft auf euro-
päischer Ebene adäquat vertreten
zu können, ist der DIHK seit der
Gründung 1958 Mitglied von Euro-
Ehrenamtliche Prüfer sind „Rückgrat der Beruflichen Bildung“ chambres. Für den DIHK ist der Ver-
band der „europäische Sender“ für
Berlin. DIHK-Präsident Eric Schweitzer hat zum Abschluss der „Woche der Beruf- die Anliegen der deutschen Wirtschaft
lichen Bildung“ im März die Bedeutung der rund 180.000 Ehrenamtlichen Prüfer für in der EU. Er ist das Sprachrohr für
die IHKs betont. „Sie sind das Rückgrat der Beruflichen Bildung. Mit jährlich mehr als das Kammersystem in Europa, eine
600.000 absolvierten Prüfungen ermöglichen sie vielen jungen Menschen einen guten Plattform für die Vernetzung und das
Start in ihre Zukunft und sichern so die Fachkräfte von morgen. Um unser Ehrenamt da- Dach für gemeinsame Aktivitäten und
bei zu unterstützen, wollen wir jetzt rasch mehr digitale Prüfungsangebote entwickeln.“ Projekte in Europa.
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Serie: Gründergeist stellt WOP regelmäßig
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beschreibt, was sie im
Innersten antreibt.
Poesie für den Gaumen
Selbstständigkeit bedeutet Freiheit finden Rosa Schlingmann und Gesa Sanders. Am 15. März
2017 eröffneten sie Trautes Burgerbar in Aurich und bereuen die Entscheidung keine Sekunde.
Gesa Sanders
VON STEFAN CLAUS und Rosa
Schlingmann
haben ihren
Z artschmelzend läuft der Käse über
das saftige medium gebratene Rin-
derpatty. Der frische Salat knackt bei
Traum von der
eigenen
Burgerbar
realisiert.
jedem Bissen und die süße fruchtig-wür-
zige Tomatensoße legt sich wie ein roter
Teppich aus Liebe über das große Ganze.
Keine Frage: Ein Burger ist Poesie für den
Gaumen. Das dachten sich auch Gesa
Sanders und Rosa Schlingmann als sie
2015 in die Planung für Trautes Burger-
Foto: Claus
bar in Aurich gingen. „Eine Unterneh-
mensgründung ist zu 70 Prozent eine
bewusste Entscheidung und zu 30 Prozent
ein Prozess“, sagt Rosa. „Irgendwann ben an ihrem Businessplan gearbeitet. Die ten. „Es wird klappen. Ganz sicher“, hat
muss man es einfach machen.“ Arbeit half dabei, dass ihr Traum mehr sich Rosa damals gedacht. Schließlich
Traute steht für Weiblichkeit und für Er- Konturen bekam und schließlich Realität klappte es dann auch mit einem Investor.
folg im Geschäft. „Darum haben wir den wurde. Eine der Hauptfragen war natür- Dann kam der 15. März 2017. Eröffnung.
Namen gewählt“, sagt Gesa. lich: „Wie kriegen wir Geld und wie krie- Der Laden war bis auf den letzten Platz
Es ging nicht nur um das Essen. Die Bar gen wir eine Immobilie?“ Für die Suche ausgebucht. Und der Erfolg nahm kein
sollte mehr sein als ein Imbiss. Sie sollte nach Investoren haben die beiden ihr Ende. „Jedes Wochenende war die Bar
Persönlichkeit haben: „Ein Burger ist Konzept an mehrere Geldgeber geschickt voll“, sagt Rosa. Dennoch warf das Ge-
nicht nur ein Burger. Er ist ein echtes – ohne Antwort. „Die waren nicht so zu- schäft Anfangs keine Gewinne ab. „Wir
Gericht, das es verdient, in einem pas- versichtlich wie wir“, sagt Rosa. haben viel zu viel Geld für Personal und
senden Ambiente serviert zu werden.“ Die jungen Gründerinnen waren so sehr Waren ausgegeben.“ Durch Umstruktu-
Rund zwei Jahre trafen sich die beiden von ihrer Idee überzeugt, dass sie sich ein rierung konnten die Kosten halbiert und
regelmäßig im Auricher Schloss und ha- Scheitern nicht einmal vorstellen konn- Gewinne erwirtschaftet werden.
Heute kann sich keine von beiden vorstel-
len, nicht mehr selbstständig zu sein. „Es
geht nicht nur um das Geld. Es geht auch
Das Ziel vor Augen behalten darum, dass ich als Selbstständige mein
Leben selbstbestimmter führen und mei-
Die meisten Existenzgründungen beginnen mit einem Traum. en t o:
Fo nen Traum verwirklichen kann“, sagt Rosa.
St ud io W E md
Damit der Traum Realität wird, bedarf es harter Arbeit, eines gut Die schönsten Momente für die beiden
durchdachten Plans und eines klaren Ziels. Gesa Sanders und Rosa Schlingmann haben sind die Augenblicke, in denen die Gäste
es richtig gemacht. Sie haben aus ihrem Traum einen Businessplan entwickelt, der ihnen ihre Gerichte fotografieren. „Das ist für
nicht nur eine Anleitung gibt, wie sie ihr Geschäft entwickeln wollen, sondern der sich uns eine tolle Bestätigung“, sagt Rosa. Ein
auch wie eine „setcard“ für potenzielle Kreditgeber und Investoren eignet. Die IHK bie- Burger ist eben nicht nur ein Burger. Es
tet Anleitungen zum Verfassen eines Businessplans. Sie finden Sie unter Dok. Nr. 2648. ist ein Kunstwerk, ein Gericht – und
manchmal ist es auch: Ein Gedicht. <
22 Wirtschaft Ostfriesland & Papenburg I 06/2018Innovation
Mehr als nur Derzeit werden in Deutschland rund 320.000 Kaffee-to-go-Becher
verbraucht – pro Stunde! Auch in Ostfriesland und Papenburg sind die
ein Becher kleinen Pappbecher für unterwegs beliebt. Ein großes Problem, findet
Andreas Baum, Geschäftsführer der Kaffeerösterei Baum in Leer: „Wir
sehen ja, wie viele Einwegbecher jeden Tag über unsere Theke gehen.
Die Umweltbilanz ist natürlich katastrophal. Mit Blick auf unser Welt-
VON PATRICK MÖLLER kulturerbe Wattenmeer wird man da schon nachdenklich.“ Doch dabei
soll es nicht bleiben: Mit dem Mehrwegbecher der Firma Recup setzt
die Kaffee-Manufaktur jetzt auf eine nachhaltige Alternative.
Die Idee enstand bei der Suche nach einem Facharbeitsthema für eine
Mitarbeiterin. Vanessa Zarembowicz macht zurzeit ihren Betriebswirt
an der Hotelfachschule in Emden und war von Recup begeistert: „Ich
wollte etwas machen, das über die Facharbeit hinausgeht. Recup ist ein
tolles Projekt, das sich wirklich durchsetzen kann.“
Recup ist ein Mehrwegbecher mit hochwertigem Design, der gegen ein
Pfand von einem Euro erhältlich ist und in allen teilnehmenden Betrie-
ben wieder abgegeben werden kann. Ein Becher kann dabei rund 500
Mal genutzt werden. Die Idee kommt gut an: Die Städte Leer, Emden,
Aurich und Norden unterstützen das Projekt. Und mit dem VW-Werk
Emden und der AG Ems konnten unter anderem zwei „Big Player“ als
Partner gewonnen werden. „Damit das System jetzt richtig durchstar-
ten kann, müssen sich viele Unternehmen beteiligen“, so Baum. <
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Auf einen Blick
Egon Senger GmbH
• Gründungsjahr: 1953
• Hauptsitz: Rheine
• Standorte: bundesweit 52 Betriebe mit insgesamt
40 Standorten in acht Bundesländern
– darunter auch 11 Autohäuser im Raum
Weser-Ems und Ostfriesland.
• Mitarbeiter: ca. 2700
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• Leistungen: alles rund um Pkw, Transporter und Lkw
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legte Egon Senger mit dem Kauf einer Tankstelle in Heute bietet die Senger-Gruppe weit mehr als den reinen diese Richtung wird 2018 in Ostfriesland gesetzt. Für merland verlängert, neue Mobilitätslösungen angeboten.
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Rheine den Grundstein. Zunächst als Direktvertretung Automobilhandel. „Die Mobilität unserer Kunden liegt 5 Millionen Euro baut Senger direkt an der A 31 das Senger: „Gerade für unsere gewerblichen Kunden stellen
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