CERN Unzureichende Sicherheitsanalysen zum LHC-Experiment beim

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Unzureichende Sicherheitsanalysen zum LHC-Experiment beim
                              CERN
                               Rudolf Uebbing, D-44225 Dortmund, 17.02.2011, V. 2.5

Die hier vorgetragene Argumentationen zeigen auf, dass einige wissenschaftliche
Erkenntnisse keineswegs so sicher sind, wie vielfach behauptet wird und daher im vorliegenden
Fall des LHC-Experimentes besonders nachgefragt werden müssen. Sie zeigen ferner auf, dass
die vorliegenden Sicherheitsbeurteilungen grob unvollständig sind, des weiteren, dass im Sinne
einer Sicherheitsbeurteilung keineswegs alles Menschenmögliche getan wurde und durchaus
schwerwiegende Irrtumsmöglichkeiten bestehen.

Die auf Basis der Quantenphysik vorgenommenen Risikountersuchungen des CERN ergeben im Falle der
mikrokleinen Schwarzen Löcher - bereits aus der Sicht maßgeblicher Forscher (Giddings und Mangano /
G&M, [1], [1a] ) - k e i n e ausreichende Gewissheit über die Unschädlichkeit der am LHC erzeugbaren
künstlichen, hypothetischen Kollisionsprodukte.

Um eine ausreichende Gewissheit bzgl. einer Gefahrenlosigkeit zu erlangen, wurde daher von G&M
anstelle einer quantenphysikalischen Sicherheitsbegründung nach einem anderen Weg gesucht –
nämlich auf empirischer Basis die Beschreibung von bestimmten astrophysikalischen Implikationen,
welche eine globale Katastrophe gemäß den Aussagen von G&M als ausgeschlossen darstellen [1d]. -
Eine Aussage über die Existenz alter Weißer Zwergsterne und alter Neutronensterne ist nach G&M der
ausreichende Garant für eine Unschädlichkeit - weil damit genau gezeigt würde, dass die Kosmische
Strahlung (CR) die befürchteten Prozesse auch an anderen Orten im Universum nicht auslöse [1d].

Hierzu ist anzumerken:

1.) Von den Milliarden von Sternen in der Milchstraße sind nur einige Zehntausende als sog. Weiße
Zwergsterne katalogisiert; auch ist bislang ein nur verschwindend kleiner Bruchteil von Neutronensternen
in der Galaxie beobachtet (weniger als 1/1000) – eine ausreichende Repräsentativität dieser Daten
erscheint daher allein aus statistischen Gründen als nicht unbedingt gesichert; unbekannte
Entwicklungslinien von Zwergsternen (sh. [26]) und Neutronensternen mögen durchaus noch nicht
aufgefallen sein, z.B. sind Neutronensterne denkbar, in deren Kerne kleine Zentren mit besonders
quantisierter Materie existieren könnten, die zu mittel- und langfristigen Gleichgewichtszuständen mit
mikroskopischen, jedoch noch genügend kleinen Schwarzen Löchern gereichen (Phänomene in etwa
erinnernd an Gravitationsstabilitäten – analog den Lagrangepunkten - i.V.m. dem Umstand, dass viele
Quanten zusammen sich wie ein einziges Quant verhalten). – Ausserdem ist bekannt, dass
Neutronensterne oft hohe Eigengeschwindigkeiten haben, so dass sie unter Umständen bei Passagen
von dichtstehenden Sternen (Kugelsternhaufen) gravitativ dort eingefangen werden können, wo sie u.U.
ein überhohes Alter vortäuschen können. Auch kann es sein, dass infolge großräumiger
elektromagnetischer Felder in der Galaxis einige Neutronensterne vor ausreichend starker kosmischer
Strahlung längere Zeit geschützt sind; diese denkbaren, zusätzliche Aspekte einiger Irrtumspotenziale
dürfen nicht völlig unbeachtet bleiben, sondern sie müssen mit angemessenem kleinem Gewicht in eine
Risikobewertung einfließen.

Grundsätzlich muss hier unter Nutzung der Angaben der Fehlertoleranzen – z.B. bezifferte Werte der
Signifikanzniveaus - in den Publikationen eine Irrtumswahrscheinlichkeit zu der Existenzaussage über
alte Neutronensterne bzw. Weiße Zwergsterne dezidiert untersucht werden - was in der Arbeit von
GIDDINGS und MANGANO jedoch unterblieb.

Wenn G&M bestimmte Akkretionszeiten im Falle des Einfangens eines sog. Primordialen Schwarzen
Loches (Masse 10^15 gr, 1 Milliarde Tonnen) für Neutronensterne mit 300 000 Jahren [1b] und für
Weiße Zwergsterne mit 1 800 000 000 Jahren [1c] angeben, so sind die Akkretionszeiten im Falle
mikrokleiner Schwarzer Löcher, verursacht durch CR - wg. subnuklearer akkretiver, noch hinzutretender
Vorlaufzeiten - g r ö ß e r. – Diese teils sehr großen Zeiträume verlangen nach einer stellarstatistischen
Plausibilisierung, welche in detaillierter Form bislang nicht vorgelegt wurde. Bei einer Karenzzeit von fast
zwei Milliarden Jahren oder auch mehr ist im Falle der Weißen Zwergsterne die Fragestellung zu
generalisieren: Wie alt werden Weiße Zwergsterne, wie alt werden Neutronensterne und mit welcher
Wahrscheinlichkeit wird ein vorzeitiges Ende dieses Sterntyps infolge von Beobachtungsauswahleffekten
n i c h t detektiert ?

Da unbekannte, z.Z. noch nicht beobachtete Entwicklungslinien der stellaren Evolution nicht
ausgeschlossen werden können, ist in Umkehrung der Untersuchungsmethodik die Frage an die
Astronomen zu richten, welche Ober- und Untergrenzen von Lebensdauern für Weiße Zwerge und für
Neutronensterne aus den besten, derzeit vorhandenen Stellarstatistiken, unter Berücksichtigung von
unterschiedlichen stellaren Modellen und unter Berücksichtigung verschiedentlicher
Beobachtungsauswahleffekte, mit Angaben von Verlässlichkeitswerten abgeleitet werden müssen.

Diese Umkehrung des Analyseweges (mithin umgekehrt zu dem Analyseweg von G&M) ist zum Erreichen
einer umfassenderen Objektivität nötig, weil diese Umkehrung dazu führt, dass keine relevanten Daten
außen vor bleiben müssen; eine derartige Analyse muss als noch nicht durchgeführt angesehen werden.
Die Behauptung, es wäre in den CERN-Sicherheitsanalysen alles hin zur sicheren Seite („worst case“-
Annahme) untersucht worden, muss selbst auf den Prüfstand gestellt werden und daher auch einer
generalisierten Untersuchungsmethodik standhalten können. Konkrete Gegenbeispiele (alte
Neutronensterne etc.) sind allein nicht ausreichend, wenn diese auch auf ganz andere, natürliche Art
entstanden sein können und daher nur irrtümlich eine Sicherheitssaussage untermauern können.
Die bezifferten Verlässlichkeitsangaben in den Quelldokumenten werden von G&M im Detail leider nun
gar nicht zitiert und n i c h t ausgewertet.

Ein erster Ansatz zu dieser Analysetechnik besteht bereits in einer existierenden Arbeit von BOSTROM
und TEGMARK [2] , die aufgrund von astronomischen Datenmaterialien und statistischen Überlegungen
ein jährliches Risiko einer neuen Collidertechnologie mit einem maximalem Wert von 1: 1000
Milliarden veranschlagten [2a], mithin für einen 10-jährigen Betrieb bis maximal zu einer Höhe von ca. 1:
100 Milliarden – dieser Wert steht im Widerspruch zu den Aussagen von GIDDINGS und MANGANO, die
ein Risiko für die Erde für die nächsten Milliarden von Jahren mit der Existenz bestimmter alter kompakter
stellarer Objekte negieren. Hingegen sahen Oxforder Risikoforscher aus grundsätzlichen Erwägungen
heraus sogar ein Risiko bis zu der Größe von 1:10 000 [3a]; in einer späteren Vers. dieser Arbeit ist unter
bestimmten Bedingungen der Risikowert 1:1 000 000 nachlesbar; T. ORD sprach zudem in einem
Interview von einer derart hinzukommenden, relevanten Irrtumsmöglichkeit in der Größe von Eins zu einer
Million bis Eins zu Zehntausend. Auch wenn diese Beurteilung einer grundsätzlichen Irrtumsmöglichkeit
nur als eine vorläufige grobe Einschätzung anzusehen ist, weil einige pauschalierend aufgeführte
Beispiele von real vorkommenden, hierzu nur grob ausgewerteten, historisch belegten Irrtümern der
Wissenschaft mit eingeflossen sind, fordert das aufrüttelnde Ergebnis der Oxforder Risikountersuchung
dazu auf, den vorliegenden Spezialfall des LHC doch d e t a i l l i e r t e r als bislang zu analysieren. –
Die Anwendung der Oxforder Schlussfolgerungen auf ganz andere, hypothetische Fälle (z.B.
Umwandlung des gesamten Wasservorrates der Erde in eine schadhafte Form) kann keinen Einfluss auf
die Beurteilung des tatsächlich vorliegenden LHC-Falles haben, da hier allein der real anstehende LHC-
Vorgang als potenziell gefährliches Ereignis konkret zu beurteilen ist.
(Anmerkung: BOSTROM und TEGMARK nutzen in ihrer Analyse die Existenztatsache der Menschheit
und untersuchen auch a n d e r e, weitergehende Szenarien als G&M, z.B. Vakuuminstabilität.)

G&M erörtern leider in einem nicht ausreichendem Maß alternative Modelle oder Fehlermöglichkeiten von
stellaren oder anderen Modellen; die Nennung von ausreichend alten Neutronensternen oder Weißen
Zwergsternen ist nicht als Garant für eine zuverlässige Sicherheitsaussage akzeptabel, weil hierzu nicht
eingehend grundsätzliche Irrtumsmöglichkeiten untersucht und n i c h t quantifiziert wurden. Zudem
ersparen G&M sich eine Erörterung der Auswirkungen von Beobachtungsauswahleffekten, die z.B.
instrumentiell bedingt sind; so gehen sie beispielsweise nicht auf die technischen Voraussetzungen für
astronomische Beobachtungen ein, die gegeben sein müssen, um stellare kompakte Objekte zu
entdecken, die noch kleiner als die bekannten Pulsare sind und noch wesentlich schneller rotieren
könnten (instrumentiell bedingter Beobachtungsauswahleffekt). Ähnliche und andere Auswahleffekte sind
zur Zeit im Bereich der Exoplanetenforschung erlebbar.

In einer Sicherheitsanalyse - wie die von G&M gefertigte - sind die Verlässlichkeitsangaben explizit
genau die Art von Angaben, die die Risikohöhe entscheidend mitbestimmen. - Diese Angaben
einfach in den Referenzen stehen zu lassen, sie nicht in den Sicherheitsreport aufzunehmen und sie
nicht einer Detailauswertung zuzuführen, darf in Übereinstimmung mit anderen kritischen Stimmen als ein
Mangel angesehen werden, welcher die Aussagekraft des LSAG-Reportes 2008 schwächt, ggf. dessen
Brauchbarkeit sogar entscheidend einschränkt.

2.) Die Existenz von Dunkler Materie, welche die gewohnte Materie um mindestens das Vierfache im
Kosmos übertrifft, gilt als nachgewiesen. Auch ein Pendant zur elektromagnetischen Strahlung – die
Existenz sog. „dunkle Photonen“ [4] – wurde bereits von Wissenschaftlern erwogen.
Umwandlungsprozesse von normaler Materie in die „dunkle“ Form sollten angesichts dieses
Zahlenverhältnisses nicht von vornherein völlig ausgeschlossen werden können. „Dunkle“ Photonen sind
zwar genau wie bestimmte Varianten der Dunklen Materie als spekulativ anzusehen; dies reicht aber nicht
aus, „dunkle“ Photonen voll aus den Erwägungen von notwendigerweise umfassenden
Sicherheitsaussagen auszuklammern; aufgrund des bloßen Nichtwissens gibt es keine Berechtigung, die
in [4] genannte, derzeit nicht nachgewiesene energetische Existenzform a priori v o l l
auszuschließen, sondern es ergibt sich stattdessen die Obligation, die Möglichkeit dieser hypothetischen
Lichtteilchen in einer umfassenden Sicherheitsbewertung - mit einem entsprechend kleinem Gewicht -
einfließen zu lassen. Risikoforscher können hier Wege aufzeigen, auf welche Weise eine sinnvolle
Gewichtung vorgenommen werden kann. –

Weil ebenso nicht unbedingt von vornherein ausgeschlossen werden kann, dass in einer Physik der
erweiterten Voraussetzungen (also eine Physik mit teils spekulativen Aussagen) die größte Gefahr von
nur scheinbar gut untersuchten Teilchenbeschleunigern ausgeht, sind a u c h die spekulativen
physikalischen Möglichkeiten mit entsprechend kleinem Gewicht mit in die Sicherheitserwägungen
aufzunehmen - was nicht im Widerspruch dazu steht, andere, realere Risiken zu adressieren und diese
zu mindern zu versuchen (sh. LHC-Unfall, Sept. 2008, Schadenshöhe über 20 Mill. Euro); gerade eine
Physik der erweiterten Voraussetzungen steht mit dem LHC-Experiment explizit zur Disposition, weil
erklärtermaßen „uncharted waters“, also physikalisches Neuland betreten werden kann und
Überraschungen keineswegs ausgeschlossen werden, sondern eher sogar erwartet werden.

In diesem Zusammenhang ist auf eine Dokumentation aufmerksam zu machen, nach der etliche
Eintragungen eines historischen Sternkataloges (Bonner Durchmusterung), nämlich 79 stellare Objekte,
als „Missing Stars“ (abgekürzt mit „M“) bezeichnet werden [5], für deren Verschwinden keine
nachgewiesene Erklärung existiert. Selbst wenn es sich um Beobachtungs- oder Katalogfehler handelte,
wäre durch Katalogvergleiche neuerer Sternverzeichnisse zu prüfen, ob sich das Phänomen „Missing
Stars“ wiederholte – diese Analyse sollte mit dem Ziel vorgenommen werden, auszuschließen, dass
einzelne Fälle existieren, in denen Sterne – evtl. unter Erzeugung nicht wechselwirkender, sog. „dunkler“
Strahlung - mitunter an Helligkeit verlieren und daher nach einiger Zeit, z.B. nach etlichen Jahren,
einfacherweise ‚vermisst’ werden. - Die hochaktuelle Entdeckung von retrograd laufenden Exoplaneten (6
von 27 untersuchten Fällen) könnte hier u.U. weitergehende Schlussfolgerungen mit sich bringen. Das
Überwiegen der sog. Dunklen Materie im Universum über die sichtbare baryonische Materieform um
einen Faktor größer als ca. vier kann hier grundsätzlich stutzig machen.

Die Dokumentation zu den festgestellten 79 „missing stars“ [5] wird bei G&M in keinster Weise erwähnt.
Ein diesbzgl. Klärungsbedarf, d.h. die fehlende Bewertung, wird hiermit angezeigt. Mit dem Phänomen
der „missing stars“ ergeben sich insbesondere auf dem Gebiet der ‚Physik von erweiterten
Voraussetzungen’ im Rahmen einer Risikoanalyse neue, zu gewichtende Thesen, die spezielle
Gefahrenpotenziale beinhalten können und welche eben nicht vollständig ausser Betracht gelassen
werden dürfen.
Ein bestimmter fehlerverursachende Anteil in den Beobachtungen der Hochenergiephysik (HEP),
resultierend aus sog. „unknown missing energy“ in den Kolliderexperimenten, wurde in 2004 (J. ELLIS)
mit 10 Prozent angegeben [6]; es ist keinesfalls wissenschaftlich geklärt, was mit dem Verbleib dieser
Energien im Mikrokosmos geschehen ist; eine Manifestation neuer, künstlich geschaffener Materie- oder
Energieform kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden – auch mit welchen, eventuell langfristigen
Auswirkungen auf die Umwelt ? Wegen des oft fehlenden starken Restimpulses bei künstlichen
Kollisionsprodukten besteht prinzipiell die Möglichkeit, dass diese andere Entwicklungsfenster
durchlaufen können und sich somit anders entwickeln können als natürlich entstandene
Kollisionsprodukte, z.B. auf der Mondoberfläche; für die künstlichen Kollisionsprodukte ergeben sich
andere Generierungsfenster und andere Entwicklungspfade infolge der völlig anderen
Restimpulsverteilung dieser künstlichen kreierten Teilchen - im Gegensatz zu den natürlichen
Kollisionsprodukten (diese im sog. „fixed-target“-Modus). Hier unterscheiden sich die physikalisch
relevanten Situationen maßgeblich.

Umrechnungen von Labor- ins Schwerpunktsystem beseitigen keinesfalls die realen Kollisionsprodukte
mit einer völlig andersartigen Restimpulsverteilung im künstlich herbeigeführten Fall (LHC), d.h. es gibt
relativ langsame Kollisionsprodukte, welche nur weitere elastische Stöße, mithin keinen vernichtenden
Folgestoß erleiden – gerade hier sind die Möglichkeiten einer spekulativen Physik, einer Physik der
erweiterten Voraussetzungen, möglichst detailliert zu beurteilen und mit einer Gewichtung
u n g l e i c h Null in eine Sicherheitsbewertung einfließen zu lassen. - Die kennzeichnende Benennung
von „unknown missing energy“ ist geradezu als ein Hinweis auf neuartige Physik deutbar, wobei hier
das Adjektiv „unknown“ ein zusätzliches, beachtenswertes Gewicht erhält.

Weil ein denkbarer Zusammenhang zur Hochenergiephysik (HEP) in einigen astronomischen Fällen
bestehen mag, ist hier auf die entsprechend zugehörigen astronomische Beobachtungen zu verweisen,
welche als nicht geklärt angesehen werden können oder müssen:
- Röntgenobjekte des Typs „Unkown“ [7];
- eine astronomische Lichterscheinung mit unbekanntem Spektrumtyp und mit untypischer
   Helligkeitsverlaufskurve [8];
- einige wenige auffällige, kurze Gammastrahlungsausbrüchen / GBR [9];
- eine überraschend große Anzahl von Röntgenobjekten in der Galaxie [10a], [10b];
- einige ggf. ungeklärte Energieverhältnisse bzw. Fragen zu den Materiezuständen im Innern von
    Planeten [11], [12], [13]
- und zu der möglichen Ursache stark aufgeblähter Exoplaneten,
     wobei auch Hitzequellen noch unbekannter Art vermutet werden können – sh. [24], [25],
     eine neuere Arbeit hierzu ist leider noch nicht ausdiskutiert worden (Konstantin Batygi et al.,
     19.01.2011, Aufblähung durch elektrische Kräfte) ;
- teils ungeklärte Effekte, wie ein evtl. vorhandener dritter Magnetpol,
- überstarke energetische Erscheinungen in einem Supernovarest
- und astronomisch beobachtete, pulsarähnliche Merkmale an einem Weißen Zwergstern – sh. [26].

Jede einzelne dieser Beobachtungen ist grundsätzlich in der Lage, bestimmte Zweifel an der
nötigen Zuverlässigkeit der derzeitigen Erkenntnislage auszulösen und impliziert die
Notwendigkeit, nach systematischen Fehlern und Unvollständigkeiten in den bisherigen
Erklärungsmodellen zu suchen und die Resultate gewichtet in eine Risikobewertung
aufzunehmen.

3.) Am 19. Jan. 2009 wurden in einer physikalischen Facharbeit [14] l a n g e Zerfallszeiten von
künstlichen Schwarzen Löchern - Hawking-Strahlung vorausgesetzt - prognostiziert, so dass in den
veröffentlichten, wissenschaftlichen Vorhersagen zu der Zerfallszeit Zeitdauerangaben, welche um mehr
als 20 Zehnerpotenzen differieren, festgestellt werden mussten. Die prognostizierten Werte zu der
Zerfallsdauer von mikrokleinen schwarzen Löchern, welche somit Zig-Zehnerpotenzen überdecken,
zeigen an, wie unsicher die theoretischen Erwägungen sind. Diese Angaben wurden in einer
Folgeversion der genannten Arbeit [14] wieder eingeschränkt oder zurückgenommen; es besteht jedoch
weiterhin die Aussage über den Verbleib von sog. Remnants bzw. Relikts, dauerhaften Rumpfformen von
mikrokleinen Schwarzen Löchern, die evtl. zu einer Energieumsetzung im Erdinnern, also unter sehr
hohen Drücken und Temperaturen, beitragen könnten. – Größere Mengen an Materie lassen sich leider
im Labor derzeit nicht unter die entsprechend hohen Drücken simulieren, unter denen exotische Teilchen
ggf. zu Energieumsetzungen beitragen könnten (sh. Remnants / Relikte, Dr. Stöcker / G&M).

Hinzu kommt, dass aus astrophysikalischer Sicht auch noch ein astronomisch n i c h t nachweisbares
„Szenario 3“ existieren kann, welches zu einer Erwärmung und Überhitzung der Erde führte, nämlich
dann, wenn künstliche Kollisionsprodukte überraschend große Energieumsetzungen bewirken würden.
Die Theorie schließt - angesichts der unbekannten Parametrisierungen - ein solches Schadensszenario
nicht völlig aus, sh. [15].
(Zu der zuletzt veröffentlichten Version 3, sh. [15] , ist hier keine Antwort seitens CERN-Wissenschaftlern
bekannt, obschon eine vorhergehende Version von dort beantwortet wurde.) Hierbei sollten auch die
jüngeren Entdeckungen stark aufgeblähter Exoplaneten, ggf. mit neuartigen inneren Hitzequellen,
bewertet werden müssen – sh. [24], [25]; ausdrücklich wurden dort die Beobachtungen als rätselhaft
bezeichnet, d.h. eine klassische, eine alternative Erklärung ist derzeit als nicht etabliert anzusehen.

Hinzu tritt der Umstand, dass im Forschungsfeld der Teilchenphysik zum Thema Quanten-Gluonen-
Plasma (QGP) erhebliche Überraschungen festzustellen gewesen sind, z.B. das 30- bis 50-fache der
erwarteten Materiedichte [16] - was zugleich auch die Prognosefähigkeit der aktuellen Theoretischen
Physik kennzeichnen kann, sobald von ihr die sog. „uncharted waters“ experimentiell erkundet werden.

Eine neue Arbeit aus dem ersten Quart. 2010 hält den Autoren GIDDINGS und MANGANO (CERN)
erhebliche Auslassungen vor (sh. [17], S. 274).

Die CERN-Behauptung eines nullwertigen Risiko für die natürliche Lebenszeit der Erde kommt als
Quintessenz nur deswegen zustande, weil zu einigen bestimmten wissenschaftlichen Aussagen
weder die Werte der zugrundeliegenden, benutzten Signifikanzniveaus noch die Werte einiger
Standardabweichungen systematisch untersucht wurden [18]; diese Verlässlichkeitsangaben
gingen nicht in die Schlussfolgerungsketten ein - somit erhält man letztlich, wie von selbst, ein
irrtümlicherweise perfektes Sicherheitsresultat [1d] .

Die Berücksichtigung konkreter Signifikanzwerte in einer Risikoanalyse eröffnet zudem assoziativ
die Möglichkeit, grundsätzliche Irrtumsvarianten aufzuspüren und diese in einem zweiten Schritt
zu prüfen; es bestehen somit begründete Zweifel, dass derartige Analyseschritte im LSAG-Report
in ausreichender Tiefe erfolgten.

Die in [1] vorgetragene Schlussfolgerungskette mutet - wg. Auslassungen einiger fachlichen Angaben
unter Berücksichtigung sonst üblicher wissenschaftlicher Qualitätsnormen - schon als aussergewöhnlich
an, auch insbesondere dann, wenn z.B. die Generierungswahrscheinlichkeit im LHC von bestimmten
exotischen Teilchen mit ca. 1/10000 von einschlägig professioneller Seite (CASTOR, strangelet-
Detektierung) angegeben wird und der LSAG-Report diese Aussage ignoriert.

Ein australischer Risikoforscher hat sich in 2009 mit der Sicherheitsbeurteilungen des CERN befasst [23];
demnach erfüllt der LSAG-Prozess nur einen Bruchteil der Anforderungen, weniger als ein Fünftel,
an eine zeitgemäße Risikoanalyse – und dies leider auch angesichts einer global bedeutsamen
Fragestellung. - Andere, Dr. Leggett’s widersprechende Ansichten, wurden mit ihm nicht zu einem
Konsens gebracht.

Einige grundsätzliche Irrtumsmöglichkeiten, alternative Theorien, einige wichtige grundliegenden
mathematische Probleme [19, 20, 21] sowie ungeklärte astronomische und physikalische Beobachtungen
(sh. o.) werden in den öffentlich zugänglichen Sicherheitsanalysen n i c h t abgehandelt - somit
verwundern hier die Aussagen führender CERN-Mitarbeiter über persönliche, hundertprozentige
Überzeugungen bzgl. der Sicherheit des LHC doch sehr [22].
Fazit:

Die Berücksichtigung der oben dargestellten Umstände schränken indizienmäßig eine exakt 100-
prozentige Sicherheit, abzuleiten aus der astronomischen Argumentation, ein und implizieren
unzweifelhaft zusätzlichen Klärungsbedarf, z.B. eine detailliertere Quantifizierung von Risikoobergrenzen
und ggf. genau hierzu auch die Schaffung geeigneter, neuer Beurteilungsmethodiken, welche scharf zu
trennen haben von rein idealisierenden Betrachtungsweisen und den teilweise unbekannten, jedoch
physikalisch durchaus realen Möglichkeiten; spekulative, derzeit nicht ausschließbare Möglichkeiten,
müssen mit entsprechend kleinerem Gewicht in eine Gesamtanalyse einfließen.

Aus diesen Überlegungen resultiert folgender Lösungsvorschlag:
Vor dem Erreichen von ggf. kritischen Kollisionsenergien ist aufgrund der speziell gegebenen
Forschungsunsicherheiten die Forderung nach einer dem Experiment vorhergehenden, unabhängigen
und multidisziplinären Prüfung und nach einer erweiterten Analyse gemäß den Prinzipien der
Risikoforschung nicht nur verständlich, sondern angesichts der in Frage gestellten, unersetzlichen,
immens großen Werte geradezu unabdingbar. - Dies stellt sich als eine kontinuierliche, begleitende
Aufgabenstellung der jetzigen und der zukünftigen Hochenergiephysik (HEP) dar – in welcher
Intensität genau, muss sich noch zeigen. - Die Federführung der Untersuchung sollte bei einem
Risikoforschungsinstitut liegen, so dass die Nutzung aktueller, adäquater Methodiken der Risikoforschung
gewährleistet ist und die Teilchenphysiker resp. die Experten des CERN diesem so erweiterten
Beurteilungsprozess zuarbeiten können.

Wo die Natur in Extrembereichen der Laborphysik natürliche und zugleich gefährliche
Erkenntnisgrenzen dem suchenden Menschen setzen kann, ist die Existenzthese einer ggf.
kritischen Erkenntnisgrenze geradezu obligatorisch – daher muss im Wesentlichen das LHC-
Experiment von vornherein auf Bestätigung einer physikalischen Theorie angelegt sein und nicht
– wie derzeit angenommen werden muss – in äußerst erheblichen Ausmaß auf Überraschungen.
Dabei müssen Abschätzungen, welche den Anspruch haben, zur sicheren Seite hin vorgenommen
zu sein, systematisch und vollständig auf ihre Irrtumsmöglichkeiten hin geprüft worden sein.

Das Überraschungsmoment bei weiteren Experimenten kann durchaus vorab systematisch
verkleinert werden dadurch, dass alle sämtlich bislang vorliegenden Messresultate von
mindestens genau einer (derzeit allerdings noch fortzuschreibenden) umfassenden Theorie im
Rahmen der Messgenauigkeit ausreichend präzise darstellbar gemacht werden. Auch eine nur
hypothetische oder spekulative Gefahr kann nicht ganz davon freisprechen, hier die theoretischen
Vorarbeiten v o r weiteren Versuchen (also mit nie gekannten Energiedichten, dazu in einer
relativistisch nahezu ruhenden Umgebung) zu vervollständigen – dies angesichts einer Situation
im LHC-Experiment, die in der Natur in dieser Weise n i c h t vorkommt und zudem
professionellerweise unter Nennung neuartiger, ausserordentlich hoher Risikopotenziale
diskutiert wurde (sh. M. REES, 2003). Wenn diese Risikopotenziale später in einigen
Sicherheitsreporten als nullwertig dargestellt wurden, so ist dem entschieden zu widersprechen –
diese Risiken sind n i c h t nullwertig, sondern größer als Null. Weil dieses so ist, muss vor
weiteren Experimenten von den Experimentbetreibern glaubhaft nachgewiesen werden, dass
Restrisiken kleiner als ein gerade noch akzeptables Grenzrisiko sind - wobei leider bislang von
Physikerseite auch noch k e i n politisch konsensfähiger Wert eines diesbzgl. Grenzrisikos
eingeholt wurde. In anderen nationalen Bedrohungsszenarien gibt es derartige Werte von
Grenzrisiken sehr wohl, die dann, wenn sie überschritten werden, Maßnahmen zur
Risikominimierung auslösen.

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Quellen / Zitate / Anmerkungen

[1]
Astrophysical implications of hypothetical stable TeV-scale black holes
Authors: Steven B. Giddings, Michelangelo M. Mangano,
http://arxiv.org/abs/0806.3381

[1a] wie [1], dort S. 28 – Zitat:
„As we saw, certain warped scenarios are also similarly potentially problematic. Therefore, in order
to constrain these scenarios we turn to their consequences for other astronomical bodies, particularly
white dwarfs and neutron stars.”

[1b] wie [1], dort S. 50 – Zitat:
“As a final note, in our framework we can estimate the lifetime of a neutron star that
captures a primordial black hole of mass O (10^15gr). Our parameters yield a time of order 3_10^5 yr.”

[1c] wie [1], dort S. 45 – Zitat:
„we can estimate the lifetime of a white dwarf, should it capture
a minimum-mass primordial black hole. With Bondi evolution from the corresponding initial radius, one
finds a lifetime  1.8 Gyr.”

[1d] wie [1], dort S. 53 – Zitat:
“Indeed, conservative arguments based on detailed calculations and the best-available scientific
knowledge, including solid astronomical data, conclude, from multiple perspectives, that there is no risk of
any significance whatsoever from such black holes.”
Anmerkung: Wie “solide”, also mit welchen Verlässlichkeitskennziffern, wird n i c h t angemessen
untersucht; das heißt, es fehlen die Angaben zu einigen zugrundeliegenden, verwendeten
Signifikanzniveaus und zu den zugehörigen Standardabweichungen sowie die Bewertung alternativer
stellarer oder anderer Modelle.

[2]
How Unlikely is a Doomsday Catastrophe?
Authors: Max Tegmark & Nick Bostrom, sh. ZS Nature 438, p. 754, 8. Dez. 2005

[2a] wie [2], dort S. 3 – Zitat:
“Assuming that this is correct, our 1 Gyr limit therefore translates into a conservative
upper bound of 1/10^3 × 10^9 = 10^−12 on the annual risk from accelerators, which is reassuringly
small.”
Anmerkung: Für einen 10-jährigen Kolliderbetrieb vervielfacht sich der konkret angegebene Wert zu einer
Risikoobergrenze (eines „annual risk“) hier ziemlich genau um einen Faktor 10.
.

[3]
“ Probing the Improbable: Methodological Challenges for Risks with Low Probabilities and
High Stakes” (in 2009: The Journal of Risk Research)
Authors: Dr. Toby Ord, Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand, Dr. Anders Sandberg
Anmerkung: In dieser Arbeit wird auf Basis einer grundsätzlichen Analyse des Zusammenwirkens von
Theorien, Modellen und Kalkulationen die vorgenommenen Risikobewertungen des
LHC-Experimentes korrigierend gewertet.

[3a] wie [3]
Zitat, s. S. 14:
“ It would thus be very bold to suppose that the argument
for the safety of the LHC was much lower than 10^-3, but for the sake of argument, let
us grant that it is as low as 10^-4 — that out of a sample of 10,000 independent
arguments of similar apparent merit, only one would have any serious error. “
Zitat, s. S. 14:
"...our analysis implies that the current safety report should not be the final
word in the safety assessment of the LHC."

sh. dazu auch:
http://reason.com/archives/2008/09/02/a-1-in-1000-chance-of-gotterda
- dort Ronald Bailey / Zitat:
“Ord informs me that his overall estimate of disaster from switching on the LHC is between 1 in 10,000
and 1 in 1,000,000.”

[4]
Strahlt Dunkelmaterie in dunklem Licht?
von Rainer Kayser - 4. November 2008
http://www.astronews.com/news/artikel/2008/11/0811-003.shtml (mit
Bezugnahme auf Aussagen von Lotty Ackerman und ihre Kollegen vom
California Institute of Technology in Pasadena)
Anmerkung: Diese Form der „dunklen“ Energie ist bislang nicht entdeckt, sie ist mithin
hypothetisch, jedoch auf Basis von Theorien derzeit nicht auszuschließen.

[5]
Anmerkung zum Thema „missing stars“:
Revisionsarbeiten führten bei der Bonner Durchmusterung (mittlerweile ein historisches Sternverzeichnis,
begonnen im 19. Jhdt.) zur dokumentierten Feststellung von 79 "missing stars" (sh. Bonner
Durchmusterung, Argelander 1859-62, Documentation for the Computer-Readable Version, W.H.
WARREN, F. OCHSENBEIN, 1989, dort S. 12 u. 13, Abschnitt A4 "Missing Stars", Table 9), deren
"Verbleib" ungeklärt ist. "Missing Stars" wurden hier mit "M" abgekürzt. In der Regel sind solche Fälle oft
als Beobachtungs- oder Schreibfehler oder als Asteroidenverwechslungen o.ä. zu erklären - aber wirklich
alle ?

[6]
SUMMARY OF ICHEP 2004, JOHN ELLIS, Theory Division, CERN, CH-1211 Geneva 23, Switzerland
Summary of the International
Conference on High-Energy Physics, Beijing, China, August 2004
Subjects: High Energy Physics -
Report number: CERN-PH-TH/2004-167
Cite as: arXiv:hep-ph/0409360v1 ; 30 Sep 2004

John ELLIS über "unkown missing energy" / mithin über u n b e k a n n t e fehlende Energie - eine
Quantifizierung aus dem Jahr 2004:
"Measurements of mass differences will typically be limited by the detector performance to errors of order
1%, whereas the error in the overall mass scale will be dominated by that in the unknown missing
energy to the order of 10% (48)." -

[7]
Anmerkungen zu dem Swift-Projekt (Forschungssatellit f. kurzwellige astronomische Strahlungen) zu dem
Thema „unknown spektrum“ - hier aus privater Korrespondenz mit dem Swift Science Centre v. 18. Nov.
2008:
„Thank-you for your interest in the Swift mission. The sources that are marked as unknown are X-ray
sources that we have not been able to identify. They do not match the properties of any know type of
X-ray source. In some cases this is because the spectrum does not look like any known spectrum.
In other cases the source is so faint that it is not possible to determine what type of source it is. The BAT
Survey is an ongoing project, so more data is being collected on these unknown source. With luck we will
be able to identify them in a future version of the Survey catalogue. “
Anmerkung: Einige Wochen später wurde vom Swift Science Centre deutlich gemacht, dass nicht alle
unbekannte Spektren geklärt werden konnten.

[8]
Eine nicht erklärte astronomische Lichterscheinung – sh.
http://www.astronews.com/news/artikel/2008/09/0809-020.shtml
Rätselhaftes Objekt im Bärenhüter von Rainer Kayser, 12. September 2008,
Zitat:
„Da sich keine Bewegung des Objekts am Himmel feststellen ließ, muss es weiter als etwa 130 Lichtjahre
entfernt sein, meinen Barbary und ihre Kollegen. Andererseits lässt sich aus dem Spektrum ablesen, dass
es nicht weiter als 11 Milliarden Lichtjahre entfernt gewesen sein kann. Zwischen 130 und 11 Milliarden
Lichtjahren also - irgendwo zwischen uns und dem Rand des sichtbaren Universums.“
Zitat:
„Es gelang Barbary und ihren Kollegen, mehrere Spektren des neuen Gestirns aufzunehmen - doch damit
wurde das Rätsel nur noch größer. "Das Spektrum ist nicht nur inkonsistent mit einem Supernova-
Spektrum, es ähnelt nichts, was wir in unseren Katalogen haben." Die Forscher kommen daher zu
dem Schluss, dass es sich um ein neuartiges Objekt bislang unbekannter Art handeln müsse.“

Anmerkung: Viele Millionen Einzelbeobachtungen von astronomischen Lichterscheinungen liegen im
Bereich der Asteroidensuche vor, darunter ein großer Anteil als sog. Single-Nights-Beobachtungen, die
oft nicht weiter verfolgt und untersucht werden. Auch hier mögen Einzelbeobachtungen von astronomisch
aussergewöhnlichen Ereignissen sich darunter befinden, deren detaillierte Untersuchung
unmöglich blieb, weil die betroffenen Einzelerscheinungen zu eng zeitlich befristet waren und Unikate
darstellen.

[9]
Häufung von 42 GBR-Ereignissen – sh.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/151155.html
Messungen lassen vermuten: Es gibt Schwarze Löcher in Nachbarschaft der Sonne
v. A. Tilmann -
Zitat: „Unter 3000 Gammastrahlungsausbrüchen fanden David Cline und seine Kollegen 42 Eruptionen,
die kürzer als eine Zehntel Sekunde dauerten. Außergewöhnlich an diesen 42 Eruptionen war außerdem,
dass sie nicht aus allen Richtungen kamen, sondern überwiegend aus Richtung des Orion-Spiralarms
unserer eigenen Milchstraße.“

[10a]
Anmerkung: Wesentlich mehr diskrete Röntgenstrahlenquellen in der Milchstraße als lange vermutet –
sh. dazu:
http://www.epochtimes.de/articles/2006/02/21/10279.html (Meldung v. 22.02.2006)

Zitat: „Astrophysiker haben herausgefunden, dass es rund hundert Mal so viele Sterne mit
Röntgenstrahlung in der Milchstraße gibt, wie bislang angenommen.“
Zitat: „Mike Revnivtsev vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching beziffert die Zahl dieser
Sterne auf knapp eine Milliarde. Da diese aber nicht sonderlich hell seien, habe man die Zahl früher
wesentlich unterschätzt.“
Anmerkung: Die Meinung, dass hier eine systematische Forschung erst noch in den Anfängen steckt
(2006), mag berechtigt sein. Wer will hier tatsächlich Überraschungen von vornherein ausschließen
können?

[10b]
Anmerkung: Mehr Gammastrahlenquellen in der Milchstraße als lange vermutet -
ähnliches wie für die Röntgenquellen gilt für den Gammastrahlungshintergrund (sog. „Gamma-Glitzern“) –
sh. dazu: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/239016.html
Darin ist ein Bericht über die Resultate des Forschungssatelliten "Integral", und die Hintergrundstrahlung
im Gammabereich wird angesprochen:
Zitat: „Dank der hervorragenden Auflösung konnten Lebrun und Kollegen zeigen, dass die rätselhafte
Hintergrundstrahlung nicht, wie bisher angenommen, von diffusen Gaswolken im Zentrum der Galaxis
erzeugt wird.“
Zitat: „Bei mindestens der Hälfte dieser Objekte scheint es sich um eine bislang unbekannte Klasse von
Gammastrahlern zu handeln.“

[11]
Zum Energiehaushalt des Jupiters – sh. dazu
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/287729.html , Meldung v. 29.01.2008 – Zitat:
"Alles deutet daraufhin, dass Jupiters Jets eine tiefe Wurzel haben", sagt Sanchez-Lavega, "Vermutlich
gibt es also im Inneren von Jupiter eine Wärmequelle, die die Jets antreibt."
"Jupiter strahlt mehr Wärme in den Weltraum ab, als er von der Sonne aufnimmt. Woher die zusätzliche
Hitze kommt, ist Planetenforschern seit langem ein Rätsel."

 [12]
Flüssigkern im Merkur – sh. dazu
http://www.astronews.com/news/artikel/2007/05/0705-004.shtml - Zitate:
“Innerster Planet hat geschmolzenen Kern”
“Der Merkurkern sollte also schon vor langer Zeit erstarrt sein.”
“Die Schlussfolgerung musste also sein, dass der Kern –
oder zumindest der äußere Kern - des Merkur geschmolzen ist…”
Erklärung:
“Um über Milliarden von Jahren einen geschmolzenen Kern zu erhalten, muss das Material im Kern ein
leichteres Element wie Schwefel enthalten, um die Schmelztemperatur zu verringern.”
“Mehr über Merkur wird die NASA-Sonde Messenger in Erfahrung bringen. … Ab 2011 soll Messenger
dann den innersten Planeten umkreisen…”

[13]
Planeten mit extrem geringer Materiedichte – sh. dazu:
http://www.ksta.de/html/artikel/1262179007322.shtml
Anmerkung: Ein jüngst entdeckter Planet mit der Bezeichnung Kepler-7b hat eine Dichte von 0,17 Gramm
/ Kubikzentimeter. Diese Dichte mag auf größere Temperaturen zurückzuführen sein. Die Entdeckung
dieses Exoplaneten mit so geringer Dichte war nach eigenen Aussagen von Astronomen n i c h t
vorhergesagt worden. Sie entspricht nicht den Erwartungen, die aus den gängigen Planetenmodellen
herrühren.

[14]
Possibility of Catastrophic Black Hole Growth in the Warped Brane-World Scenario at the LHC
Authors: Roberto Casadio, Sergio Fabi, Benjamin Harms
(Submitted on 19 Jan 2009 (v1), last revised 5 Nov 2009 (this version, v3))
Anmerkung: Prof. Dr. H. Stöcker geht von der Möglichkeit einer neuen Klasse
von Elementarteilchen aus, den sog. Relikts, Rumpfformen von mikrokleinen
Schwarzen Löchern, von denen einige Formen dauerhaft existieren könnten.
Gemäß Prof. Dr. H. Stöcker könnten sie ggf. zur Energiegewinnung nutzbar gemacht werden.

[15]
 “On the potential catastrophic risk from metastable quantum black holes produced at particle
colliders” – Vers. 3 v. 9. Aug. 2009
Author : Dr. Rainer Plaga
Anmerkung: Diese Arbeit schließt eine spontan katastrophal, enorm große Energieerzeugung
gleich zu Beginn des Experimentes nicht aus und begründet diese denkbare
Möglichkeit als ein „Szenario 3“ im Detail. Ein Widerlegung einer nochmaligen Bekräftigung der
Aussage zu einem Restrisiko vom Sommer 2009 ist hier unbekannt.

Hier einige Anmerkungen zum Thema: Energetische Prozesse neuer Teilchenformen:
a) Ein bereits mit bestimmten Rechtsschutz versehenes P a t e n t zur Energiegewinnung aus sog.
Relikts - möglicherweise eine neue Klasse von Elementarteilchen - mit einer zusätzlichen Beschreibung
von dazu nötigen Umbauten des Großbeschleunigers LHC - rührt von dem angesehenen Physikprofessor
Dr. STÖCKER, Univ. Frankfurt.

b) Die Bezeichnung "kompakte Energiequelle" / "strangelets as a compact energy source" zu einer
besonderen Form von Strangelets rührt von Professor Joshua HOLDEN, Rose-Hulman Institute of
Technology.

Anmerkung: Ein Intervall mit der Größenangabe zu denkbaren, energetischen Umsetzungen dieser
neuartigen, hypothetischen Teilchen muss als wissenschaftlich umstritten gelten.

[16]
Bild der Wissenschaft 2/2009, S. 49 ff – „Als das Universum flüssig war“ -
daraus Zitat: „„Man erwartet, dass der Zustand bei höheren Temperaturen eher einem
Gas als einer Flüssigkeit ähnelt“, sagt Ulrich Heinz vom CERN. Doch es ist gerade
umgekehrt.“

[17]
sh. http://www.risk-evaluation-forum.org/LHCrisk.pdf

BLACK HOLE PRODUCTION AT THE LHC:
A REVIEW OF THE RISKS
Version 0.03 - 20 March 2010
Draft for Discussion, LHCSafetyReview.org ,author of this draft: Alam Rahman,
sh. dort S. 274 – Zitat:
“The case of neutral slowly radiating black holes, and all the other cases of radiating black holes
(cases 3, 4, 5, 7, 8, 9, and 10), have not been addressed in the GM paper, either through a
theoretical analysis of the expected accretion rates, or through astrophysical safety arguments.”

[18]
Aus privater Korrespondenz mit einem Physiker v. 20.03.2010:
„Verlangt ... vor allem Daten und Fehlergrenzen.
Diese sind, abgesehen von ein paar Angaben über die Anzahl von
eintreffenden kosmischen Strahlen praktisch nicht drin. Das ist
unwissenschaftlich. Es fehlen:
- vor allem Zahlenangaben für die Höhe des Risikos
- solche für die Verlässlichkeit der Lorentztransformation
- solche für den Vergleich der Umgebungen der Kollisionen (Atmosphäre,
  Mond, Vakuum)
- solche für die Wahrscheinlichkeit höherdimensionaler Physik
- solche für die Verlässlichkeitsgrenzen von Hawking ... ... ... „

- Angaben über die Fehlergrenzen der Altersbestimmungen stellarer Objekte
  und Angaben über Modellabhängigkeiten in Einzelfällen

Anmerkung: Die Quelle [1] von G&M ist gekennzeichnet davon, dass Werte
zu den zugrundeliegenden Signifikanzniveaus wissenschaftlicher
Aussagen nicht bekannt gemacht werden, obschon in der Arbeit inhaltlich die
Wortbedeutung „signifikant“ mehr als 40mal benutzt wird.

[19]
Anmerkung:
Ein Mathematiker Eliyahu Comay, Sohn des gleichnamigen Eliyahu Comay, eines Theoretischen
Physikers, hat die u.g. Auffälligkeiten physikalischer Aussagen zusammengetragen.

Sh. http://nohiggs.wordpress.com/ - daraus zitiert:

"Today’s physics, dominated by what is called “The Standard Model” features three types of failures:

1. Mathematical faults – the model is based on equations which are fundamentally wrong.

2. Incompatibility with experimental findings – the results predicted by the model simply don’t occur in
experiments.

3. An indulgent interpretation of “experimental results” and of the notion of “evidence”."

Zum Thema Widersprüchlichkeiten in der Teilchenphysik
(Sperrschrift und Gliederungsbezeichnungen von mir):
siehe dazu - http://nohiggs.wordpress.com/2010/02/24/the-standard-model-vs-reality/
- daraus zitiert:

""If you see nothing, in some sense then, we theorists have been talking rubbish for the last 35 years."
John Ellis, CERN."

"What are the results that contradict QCD?

There are m a n y such results:

a) There is no explanation for the cross-section graph of very high energy proton-proton collisions. A small
number of physicists complain about it, and the large majority simply ignores the problem. [1,2].

b) The first EMC effect contradicts the theory. Its discovery in 1983 hit physicists by surprise. An
acceptable explanation has not yet been found [3,4].

c) The volume of the anti-quark inside the proton is larger than the quark’s volume. There is no satisfying
explanation for this phenomenon known today [5].

d) A highly energetic light beam behaves in the same way when hitting a neutron and a proton. The
phenomenon has an artificial explanation called Vector Meson Dominance (VMD). This explanation
contradicts Special Relativity and Wigner’s theory of the Poincaré group, both considered correct [6,7,8].

e) Pentaquarks should have been discovered in the experiment, but weren’t [9-11].

f) The same goes for a stable, electrically neutral kind of matter, composed of what is called “strange”
quarks [12]. Many experiments were expected to verify these predictions but failed to do so, turning both
concepts into unsolved mysteries.

g) QCD predicts the existence of glueballs. No confirmation of this prediction has been found [13].

h) The uniform nuclear density of protons and neutrons in nuclei of different masses contradicts theory
[14]. The issue hasn’t even been discussed."

Anmerkung: Zu einer mathematischen Unzulänglichkeit der Stringtheorie hat sich der bekannte Physiker
Lee SMOLIN kritisch geäussert.

[20]
Anmerkung:
Zu einer mathematischen, ergänzenden Beschreibung von hydrodynamischen Vorgängen (u.a. auch
damit logischerweise zwingend die Akkretion Schwarzer Löcher betreffend, Stichwort: "Blow-up"-
Phänomen) ist öffentlich ein hoher Preis ausgesetzt.

[21]
Anmerkung:
Zu den Auswirkungen eines speziellen Attraktoren (Kleiner-Attraktor) gibt es aus der Chaos-Forschung
warnende Hinweise von Prof. Dr. O.E. Rössler. Die Auswirkungen eines solchen Attraktors werden in [1]
von G&M in keinster Weise erörtert.

[22]
CERN Direktor-General Prof. Dr. HEUER hat in einem Fernsehinterview Anfang 2009 seine
„hunderprozentig“e Überzeugung zur Sicherheit bekannt gegeben. Auch der führende
CERN-Forscher J. ELLIS schliesst Gefahren v ö l l i g aus („zero“). Hingegen wurde 2007 bekannt
(Quelle: The New Yorker, Bericht von El. Kolbert v. 14.05.2007), dass eine Anweisung für CERN-
Bedienstete existiert, die vorschreibt, nicht von einem sehr kleinen Risiko zu sprechen, sondern nur
davon, dass ein Wert für die Gefahrenwahrscheinlichkeit Null sei.
Zitat:”Engelen said that CERN officials are now instructed, with respect to the L.H.C.’s world-destroying
potential, “not to say that the probability is very small but that the probability is zero.”
http://www.newyorker.com/reporting/2007/05/14/070514fa_fact_kolbert?currentPage=all#ixzz0iwGxngRu

[23]
“Review of the risk assessment process used for the 2008 LHC safety study”
Author: Dr. Mark Leggett, Griffith-Univ.

[24] Bild der Wissenschaft 7/2010, S. 44 und S. 49 - eine Fragestellung aus Expertenmund –
 hier die kanadische Astronomie-Professorin Sara Seager am MIT, Massaschusetts Institute of
Technology, eine Pionierin der Exoplanetenforschung:
"Was diese Planeten aufpumpt, ist eines der größten Rätsel der Exoplanetenforschung."

[25]
http://www.cosmosmagazine.com/news/664/inflatable-world-discovered
- daraus zitiert:

“WASHINGTON DC: Astronomers have discovered a new planet with a size inflated well above what
theory would predict, according to a new U.S. study. Dubbed HAT-P-1, the planet is the largest yet
discovered, with a radius 1.38 times Jupiter's, but with only half Jupiter's mass.”

"We could be looking at an entirely new class of planets," said Gaspar Bakos...

"Out of eleven known transiting planets, now not one but two are substantially bigger and lower in
density than theory predicts," said co-author Robert Noyes,...

"The only way to inflate these giant planets beyond the size calculated from planetary structure
equations would be to supply additional heat to their interiors."

"...until we can find an explanation for both of these swollen planets,
 they remain a great mystery ," (co-author) Sasselov said.
(Hervorhebungen von mir)

[26]
Hier einige Beobachtungsbefunde aus den Jahren 2007 bis 2010,
die als nicht geklärt angesehen werden, welche zugleich
aber auch auf Relevanz bzgl. der Entwicklungspfade noch anwachsender,
kleinerer stellarer schwarzer Löcher geprüft werden sollten - insbesondere
deswegen, da infolge eines sog. Eddington-Limits unbekannte, teilweise
stabile Übergangszustände denkbar sind.

a) Ein dritter magnetischer Pol in einem Pulsar des Crab-Nebels?
http://www.sciencedaily.com/releases/2007/01/070108145824.htm

b) Höchstenergetische, nicht üblicherweise erklärbare Ereignisse im Crab-Nebel:
http://www.sciencedaily.com/releases/2011/01/110106145432.htm

c) Verborgene Energiequelle in einem Pulsar - Mysterious Pulsar With Hidden Powers
Discovered:
http://www.sciencedaily.com/releases/2010/10/101014144231.htm

d) Ein weißer Zwergstern hat eine Eigenschaft wie ein Pulsar:
http://www.sciencedaily.com/releases/2008/01/080102155439.htm

Anmerkungen:
1.) Energetische Umsetzprozesse sind - gem. Brian COX (Physiker) -
denkbar für den Fall sog. Q-Balls. - Für sog. Strangelets, welche z.B.
Neutronen absorbieren könnten, wurden von
Prof. Joshua HOLDEN gleichfalls keine energetisch wirksamen
Umsetzprozesse ausgeschlossen; deren Möglichkeit wurde offen gelassen.
Ebenso werden an sog. Remnants oder Relikts (Rumpfformen mikrokleiner
schwarzer Löcher, Prof. Dr. H. STÖCKER) Energieumsetzprozesse
nicht ausgeschlossen. – Zum Ausschluss von exotischen
Energiequellen in Exoplaneten liegt hier kein bekanntes Dokument vor.

2.) Nach weiteren Überlegungen, die von W. Wagner (USA) und Prof.
Dr. O.E. Rössler (Univ. Tübingen) getätigt wurden, sind - teilweise
aus gründsätzlichen Erwägungen heraus - Risikowerte von über 15 Prozent für
möglich gehalten worden. Von Prof. Dr. Rössler wird die Hawking-Strahlung
auf Basis von ergänzenden Analysen zur Einsteinschen Relativitätstheorie
in Frage gestellt; er bezieht sich u.a. dazu auch auf R. J. Cook., sh. u.

Ein Dissenz auf akademischer Ebene ist an dieser Stelle festzustellen.

[27]
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0902/0902.2811v1.pdf
Gravitational Space Dilation
Author: Richard J. Cook (Dep. of Physics, Air Force Academy, Colorado Springs, U.S.A.)

Anmerkung:
VILKOVISKY und AHN haben desweiteren andere Gründe gefunden, die dazu führen,
dass die Hawking-Strahlung nicht immer vollständig eintreten muss, sh. dazu:

[28]
http://arxiv.org/abs/hep-th/0511184
Backreaction of the Hawking radiation
Author: G. A. Vilkovisky (Lebedev Institute)

[29]
http://arxiv.org/pdf/1006.2198v3
Blackhole state evoluten and Hawking Radiation
Author: D. Ahn (University of Seoul)

..............................................................................................................

Der Autor hat keine Veranlassung zu glauben, dass zu den hier gelegentl. aus populärwissenschaftlichen
Veröffentlichungen entnommenen Angaben, nicht seriöserweise von einschlägigen
Wissenschaftsjournalisten recherchiert wurde; ein erkennbarer Grund, an den getätigten Aussagen zu
zweifeln, konnte nicht vorgefunden werden. Weitere Quellenangaben sh. b. auch in den Fundstellen.

(Hervorhebungen, Fettschrift/Sperrschrift/Unterstreichungen von mir)
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