5 7. 7 IHR HABT DIE WAHL - ASTA UNI FRANKFURT

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5 7. 7 IHR HABT DIE WAHL - ASTA UNI FRANKFURT
Ihr
       habt
        die
       Wahl

30. 5. – 7. 7.
5 7. 7 IHR HABT DIE WAHL - ASTA UNI FRANKFURT
Hrsg.                AStA der Universität Frankfurt am Main

V. i. S. d. P.       AStA-Vorstand:
                     Melissa Dutz
                     Kyra Beninga
                     Nils Zumkley
                     Pia Troßbach
                     Sebastian Heidrich
                     Mathias Ochs

Anschrift            Mertonstr. 26–28,
                     60325 Frankfurt a. M.

Web                  www.asta-frankfurt.de

eMail                info@asta-frankfurt.de

Redaktion            AStA-Zeitungsreferat:
                     Finn Gölitzer
                     Alexander Toumanides
                     Alexander Kern
                     David Höhnerbach

eMail                zeitung@asta-frankfurt.de

Druck                Bechtle Verlag&Druck

Gestaltung           gegenfeuer.net

Auflage              41 878

Jahrgang             2022

                     Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht
                     zwangsläufig die Meinung der Mitglieder
                     des AStA oder der Redaktion wider.
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Bildnachweise        Die Bilderechte liegen bei den jeweiligen
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Liebe Studierende der Goethe-Universität,

                                                 nach längerer pandemiebedingter Unterbrechung
                                                 stehen im Sommer 2022 wieder Wahlen an.
                                                 Vom 30. Mai bis zum 20. Juni kann per Brief, vom
                                                 04. bis zum 07. Juli kann an der Urne die Stimme
                                                 abgegeben werden.

                                                 Es werden gewählt:

                                                 Erstens, für das Studierendenparlament (StuPa),
                                                 das heißt die Vertretung der Studierenden aller
                                                 Campus und Fachrichtungen.

                                                 Zweitens, für die Fachschaftsräte, das heißt die
                                                 Vertretungen der Studierenden der jeweiligen
                                                 Fachbereiche und des L-Netzes.

                                                 Die Briefwahlunterlagen bekommt ihr zugeschickt.
                                                 Wenn ihr per Brief wählen wollt, schickt die Unter-
                                                 lagen bitte so zurück, dass sie bis zum 20.06.22
                                                 ankommen. Genauso gut könnt ihr aber an den
                                                 Urnen am Campus wählen. Dafür braucht ihr
                                                 lediglich eure Goethe Card. Die Urnenwahl findet
                                                 vom 04.07. bis zum 07.07., auf allen Campus
                                                 statt.

                                                 In dieser Ausgabe stellen sich die zur Wahl stehen-
                                                 den Hochschulgruppen vor. Für die jeweiligen
                                                 Inhalte der Beiträge sind die jeweiligen Gruppen
                                                 verantwortlich. Die Redaktion übernimmt keine
                                                 Gewähr für die Richtigkeit der Angaben in den
                                                 Selbstdarstellungen.

                                                 Auf den letzten Seiten haben wir euch eine
                                                 Graphik abgedruckt, die das Wahlsystem
                                                 erklärt. Jetzt ist es an euch, von den demokrati-
An folgenden Orten könnt ihr eure Stimme         schen Möglichkeiten Gebrauch zu machen.
abgeben, ganz gleich welchen Fachbereich ihr     Lest euch ein, diskutiert, streitet – und geht zur
zugeordnet seid:                                 Wahl! Ob der Inhalt die Form verändern oder
                                                 gar bestimmen kann, ist hingegen eine Frage
1.	Campus Bockenheim                            jenseits des Wahlzettels.
    Bockenheimer Landstraße 133,
    Vorraum Cafeteria/Sozialzentrum

2.	IG Farben Campus im Westend                                                        Eure Redaktion
    Hörsaalzentrum, Erdgeschoss Foyer,
    Theodor-W.-Adorno-Platz 5

3.	Campus Riedberg
    Max-von-Laue-Str. 9,
    Erdgeschoss vor der Mensa

4.	Campus Niederrad
    Universitätsklinikum, Theodor-Stern-Kai 7,
    Haus 20 (Audimax), Seminarraum S20-5
    im Erdgeschoss (zugängig aus dem Foyer)
Rosa*Liste - Eine Hochschulgruppe für Alle
ROSA*LISTE
             Emanzipatorisch | solidarisch | queer | feministisch

             Die Goethe-Universität ist und darf kein neutraler Ort        Auszug aus unserem Wahlprogramm:
             sein! Rassistische Beleidigungen, sexuelle Belästigungen
             oder Mobbing aufgrund der sexuellen und geschlecht-           •   Die Erstellung eines Regelwerkes zu rassismuskriti-
             lichen Identität machen auch nicht vor unserer Hoch-              schen Handeln/rassismuskritischer Pädagogik
             schule halt. Gerade deshalb muss die Goethe-Universi-             in der Lehre und die Verteilung an alle Lehrpersonen
             tät ein sicherer Ort für marginalisierte Personengruppen          der Universität!
             werden, ein Ort für Bildung und nicht des Wegsehens!          •   Eine sofortige Einführung der unbürokratischen
                                                                               Namensänderung für trans* und inter Studierende!
             Wir möchten uns gemeinsam mit allen Mitstreiter*innen         •   Eine sofortige Einführung von All-Gender-Toiletten
             gegen die herrschenden Strukturen an unserer Universi-            in Form von FLINTA*-freundlichen Räumen!
             tät stellen und streiten für die Stärkung der studentischen   •   Zugang zu Menstruationsartikeln in allen
             Selbstverwaltung. Auch unsere Uni ist nicht verschont             Universitätsgebäuden!
             von gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen.              •   Die Reduzierung des Semesterbeitrags und
                                                                               bessere Verhandlungen mit dem RMV!
             Wir denken über binäre Strukturen hinaus, kritisieren         •   Ausweitung des Sozial- und Kulturtickets auf
             vorhandene Hierarchien und hinterfragen Mechanismen               Grundlage von Studierendenbefragungen!
             zur Herstellung von Identitäten.                              •   Einen intensivierten Umwelt- und Klimaschutz an
                                                                               unserer Universität und die Einstellung einer*s
             Wir kämpfen gegen jede Form von Diskriminierung                   Klimaschutzbeauftragten nach dem Vorbild der
             und Sexismus: Egal ob aufgrund der sexuellen und                  Hochschule Trier
             geschlechtlichen Identität, der Herkunft, körperlichen
             Voraussetzungen oder anderen Kategorisierungen.               Wenn ihr mehr über uns erfahren wollt, wir treffen
                                                                           uns jeden 3. Montag um 18:30 im Studierenden Haus
             Wir lehnen die durch den Kapitalismus vorhandene              (Raum B102) und/oder folgt uns auf
             Verwertbarkeitslogik ab. Patriarchale und rassistische        Instagram: @rosalistehsg
             Strukturen und Verhältnisse gehören beseitigt!

             Wir setzen uns für den Erhalt und weiteren Ausbau von
             Freiräumen und für verstärkte Maßnahmen zur Förde-
             rung strukturell benachteiligter Personen ein.

             Um die an unserer Uni festgefahrenen und gewachsenen
             Strukturen ändern zu können, werden jedoch verbind-
             liche und messbare Instrumente benötigt, um eine
             Gleichstellung zu garantieren! Die Goethe-Universität
             benötigt adäquate Beratungsstellen, die mit Menschen
             mit Migrations- und Intersektionalitätserfahrungen
             besetzt sind. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass an
             der Goethe-Universität ein intersektionales Denken
             bei allen Beteiligten gefördert wird.
Liste 1
Liebe Kommilitonen,                                           Studiengänge und mehr studentischer, bezahlbarer
 Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)
                  Frankfurt - Die StudentenUNION   in diesem Sommersemestertreten wir erneut zur Wahl
                                                                                                                 Wohnraum sind Vielen ein Anliegen. Dazu möchten wir
                                                                                                                 mit den jeweiligen Zuständigen aus Universität und
                                                   für das StuPa an. Darüber hinaus möchten wir eure Inte-       Kommunalpolitik durch engere Zusammenarbeit kon-
                                                   ressen auch weiterhin in vielen Fachbereichs- und Fach-       krete Lösungsansätze erarbeiten.
                                                   schaftsräten vertreten.

                                                   Als Gruppe von Studenten aus eurer Mitte stehen wir           Digitalisierung und Nachhaltigkeit
                                                   für eine pragmatische und nah an Eurem studentischen
                                                   Leben ausgerichtete Hochschulpolitik, welche zu wirkli-       Im vergangenen Jahr konnten wir durch unsere Unter-
                                                   chen Verbesserungen in Eurem universitären Alltag führt.      schriftenaktion für die Digitalisierung der AStA-Zeitung
                                                   Leider ist Hochschulpolitik häufig intransparent, eine        das Thema wieder auf die politische Tagesordnung brin-
                                                   Postengeschacherei und von ideologisierten Diskussionen       gen. Die Einstellung des Prints spart nicht nur jede Menge
                                                   durchsetzt. Um dem entgegenzuwirken, legen wir be-            Papier, sondern auch rund 138.000 € jährlich an Druck-
                                                   reits seit einigen Jahren als stärkste Oppositionskraft den   und Portokosten. Zudem läuft die Verwaltung der stu-
                                                   Finger in die Wunde und konnten so bereits einige konst-      dentischen Adressen höchst intransparent über externe
                                                   ruktive Debatten anregen. Dieser Verantwortung wollen         Dienstleister.
                                                   wir uns mit und für Euch weiterhin stellen.
                                                                                                                 Innovationsmöglichkeiten sehen wir darüber hinaus aber
                                                                                                                 auch bei den studentischen Wahlen. Digitale Hoch-
                                                   Transparenzoffensive                                          schulwahlen sorgten bereits an anderen Standorten für
                                                                                                                 höhere Wahlbeteiligungen, weniger bürokratischen Auf-
                                                   Die studentische Selbstverwaltung soll Information und        wand und Kosteneinsparungen.
                                                   aktive Mitbestimmung der Studenten garantieren.
                                                   Damit das gelingt, bedarf es jedoch transparenterer
                                                   Strukturen und verantwortungsbewussten Handelns der           Meinungsfreiheit und Extremismus
                                                   Vertreter. Insbesondere die finanzielle Verwaltung der
                                                   Studentenschaft, die einen Großteil der Arbeit des AStA       Freiheit in Forschung und Lehre ist dem RCDS seit jeher
                                                   ausmacht, weist hierbei großen Nachholbedarf auf.             ein grundlegendes Anliegen. Damit diese gewährleis-
                                                   Obwohl jährlich weit über eine Millionen Euro an studen-      tet wird, bedarf es Meinungsfreiheit und eine sachliche
                                                   tischen Beiträgen verwaltet werden und der Hessische          Herangehensweise. Aus diesem Grund sprechen wir uns
                                                   Rechnungshof bereits vor „erhöhte[r] Gefahr von un-           klar gegen jegliche Form von ideologischen Wahrheits-
                                                   sachgemäßer oder gar missbräuchlicher Haushaltsfüh-           ansprüchen und politisch motivierter Gewalt aus.
                                                   rung“ bei mangelnder Kontrolle durch die Hochschule
                                                   warnt, wird unser Haushalt nach wie vor nicht extern ge-      Leider sind nicht alle Hochschulen bereit sich zur frei-
                                                   prüft. Wir setzen uns klar für eine externe Wirtschafts-      heitlich demokratischen Grundordnung zu bekennen.
                                                   prüfung und breitere Veröffentlichung unseres Haus-           Unter den Projektförderungen des AStA finden sich
                                                   halts ein. Dann würde deutlich, dass der Einsatz unserer      außerdem regelmäßig extremistische und/oder ver-
                                                   Beiträge häufig das eigentliche Ziel der Verbesserung         fassungsfeindliche Gruppierungen wie die Antifa Uni-
                                                   der Studienbedingungen verfehlt: Anstatt den maroden          tedFFM, die Interventionistische Linke und Kritik & Praxis
                                                   und politisch fragwürdigen „freien zusammenschluss von        FFM. Wenn selbst das Café KoZ wiederholt im Verfas-
                                                   student*innenschaften“ kurz „fzs“ mit 30.000 Euro im          sungsschutzbericht auftaucht ist für uns klar: Wir brau-
                                                   Jahr am Leben zu halten und sich etwa ein Dutzend AStA        chen eine Extremismusklausel und ein Kooperationsver-
                                                   Referate und zusätzlich acht autonome Referate zu leis-       bot mit verfassungsfeindlichen Gruppierungen jeglicher
                                                   ten, sollten unsere Beiträge zu einer spürbaren Verbes-       Art.
                                                   serung vor Ort eingesetzt werden. Wir sind überzeugt,
                                                   dass die jeweiligen Fachschaften deutlich näher an der
                                                   Lebensrealität der Studenten sind als undurchsichtige         Um uns für diese und weitere Forderungen in den Gre-
                                                   Referate oder gar bundesweite Zusammenschlüsse.               mien der Universität und Studentenschaft einsetzen zu
                                                                                                                 können, brauchen wir deine Unterstützung!
                                                   Daher fordern wir weiterhin eine Stärkung der Fach-
                                                   schaften und den Austritt aus dem fzs.                        Deshalb vom 04. bis 07.07.22 an der Urne oder per
                                                                                                                 Brief bis zum 20.06.22 RCDS wählen!

                                                   Studienbedingungen                                            Weitere Forderungen, Inhalte und Informationen
                                                                                                                 findet ihr auf unsererInstagramseite/Facebookseite:
                                                   Wenn es um die Studienbedingungen vor Ort geht, sind          rcdsfrankfurt / RCDS Frankfurt e.V.
                                                   konkrete Lösungsvorschläge und konstruktive Zusam-
Liste 2

                                                   menarbeit gefragt. Auch wenn in Frankfurt prinzipiell
                                                   vergleichsweise gute Bedingungen herrschen, möchten
                                                   wir den Alltag am Campus durch folgende Anregungen
                                                   weiter verbessern: Durch mehr Ruhe- und Rückzugs-
                                                   räume, längere Mensa- und Bibliotheksöffnungszeiten
                                                   sowie kostenlose Wasserspender für die eigene Flasche
                                                   möchten wir Studienalltag bereichern. Doch auch The-
                                                   men wie allgemeine Nachschreibeklausuren für alle
Für eine liberale, digitale und
Liberale Hochschulgruppe
                           fortschrittliche Universität –
                           Die Liberale Hochschulgruppe Frankfurt

                           Wir, dir Liberale Hochschulgruppe der Goethe-Uni              Lernen macht hungrig, nicht nur mittags
                           Frankfurt, sind ein Treffpunkt für alle, die liberale Werte   Euch nerven die beschränkten Öffnungszeiten der
                           an der Uni und im Studierendenleben vertreten sowie           Mensen auch? Ihr wollt auch am Abend nach der
                           an der Gestaltung der Goethe-Uni und ihres Studi-             Bib-Session in die Mensa oder am Wochenende?
                           ums mitwirken wollen. Wir fordern Verbesserungen, wo          Dann gebt uns eure Stimme. Mensen am Abend und
                           immer sie nötig sind, und veranstalten für euch Info-         am Wochenende öffnen!
                           abende, Diskussionsrunden Demonstrationen und Grup-
                           pentreffen. Ob im Studierendenparlament, dem Senat            Forschungsstandort stärken
                           oder den Fachbereichen… Wir sind aktiv dabei und              Der Wissenschaft und Forschung sind keine Grenzen
                           engagieren uns für euch – für eine liberale, digitale und     gesetzt, darum sollte auch für unsere eigenen Sicher-
                           fortschrittliche Universität!                                 heit geforscht werden dürfen.
                                                                                         Gegen eine Zivilklausel an der Uni!
                           Für die diesjährigen Wahlen zum Studierendenparla-
                           ment und den Fachschaften haben wir uns acht zent-            Du bist flexibler als die Bib
                           rale Themen überlegt, für die wir uns mit eurer Stimme        Weil manchmal nachts die zündende Idee kommt oder
                           einsetzten wollen:                                            du bis zu deiner Abgabe Zugriff auf alle Ressourcen
                                                                                         haben willst, fordern wir längere Öffnungszeiten aller
                           Semesterbeiträge runter                                       Bibliotheken!
                           Der Semesterbeitrag der Goethe-Uni Frankfurt zählt
                           mit zu den teuersten Beiträgen in ganz Deutschland.           Cocktails schlürfen statt schmeißen
                           Das geht so nicht! Studieren an einer der schönsten Uni-      Gegen Extremismus an der Universität!
                           versitäten Deutschlands muss bezahlbar sein!
                           Mit uns zusammen gegen die Geldverschwendung des
                           AStAs!

                           Mehr Selbstbestimmung im Studium
                           Studierende sollten mehr selbst entscheiden können,
                           was sie wann, wo und wie lernen. Darum setzt sich die
                           LHG gegen eine Anwesenheitspflicht bei universitä-
                           ren Veranstaltungen an und möchte ein flexibles Stu-
                           dienmodell beibehalten. Es geht um eure Bildung, eure
                           Zukunft und euren Weg!
                           Studium generale stärken!

                           Lern doch wo du willst
                           Corona hat uns allen gezeigt, wie wichtig Flexibilität
                           und Unabhängigkeit im Studium sind. Eine Aufstockung
                           des eBook-Bestandes und der Anzahl der Datenbanken
                           ist längst überfällig! Ihr sollt von überall aus auf Lern-
                           materialen zugreifen können!

                           Unsere Hochschulen bleiben frei
                           Wissenschaft muss frei sein und sie muss es auch blei-
                           ben, dabei darf es nicht sein, dass sich externe Akteure
                           einmischen und die Wissenschaft sich nach politischen
                           und ideologischen Vorstellungen richtet.
Liste 3

                           Ende der Zusammenarbeit mit dem Konfuziusinstitut!
Studieren in der transzendentalen Obdachlosigkeit             | 11 | und plötzlich sagt doch einer mitten hinein in die
LiLi — Linke Liste   In vielen deutschen Städten muss längst mehr als ein
                                                                                   einigkeit: also ich bin hier, weil ich kommunist bin.
                                                                                   | 12 | alle stöhnen getroffen auf, so ein dummkopf, fängt
                     Drittel des verfügbaren Einkommens für die Miete              hier an mit seinem kommunismus, wo wir doch hier bei
                     aufgebracht werden. Die Lage von Studierenden ist in          einer mietergemeinschaft uns einzufinden versprochen
                     dieser Situation naturgemäß noch übler. Wo sie                haben, als bündnispolitik! da sagt man doch nichts
                     selbst für ihren Unterhalt aufkommen müssen, verlängert       von partei, da ist man doch vorsichtig, da will man doch
                     sich schlicht und einfach die Arbeitszeit, die neben          keinen verschrecken unnötig!
                     dem (Regel-)Studium notwendig ist, um die eigenen             | 13 | und beim stöhnen kucken sich plötzlich alle verstoh-
                     Reproduktionskosten zu decken. An dieser Stelle könnte        len an, denn alle haben sie gestöhnt, ausnahmslos
                     und sollte man auf die komplexen Zusammenhänge                alle, denn natürlich ist auch die mieterbewegung von
                     hinweisen, die sich zwischen einer durch Null-Zins-Politik    den kommunisten vollkommen unterwandert.
                     abgesicherten Austerität gegenüber den europäischen           | 14 | politisch bestimmt allerdings wird sie von den
                     Südstaaten und der steigenden Nachfrage nach Immo-            sehr wenigen personen, die idiotisch genug sind,
                     bilien für renditegetriebenes Kapital in einem bewusst        ohne kommunistisches pflichtgefühl zu diesen scheißsit-
                     deregulierten deutschen Mietmarkt ergeben. Auch               zungen zu gehen, und die so wenige sind, daß es
                     wäre es geboten in diesem Moment an die spezifischen          sie vielleicht überhaupt nicht gibt.
                     Disziplinierungsformen zu erinnern, denen sich derzeitige     | 15 | treffen der friedensgruppen.
                     Studierende selbst unterwerfen müssen, wenn sie auf           | 16 | treffen der metalljugend.
                     solchen Märkten kompetitiv nicht aussortiert werden           | 17 | treffen der betriebsratsvorsitzenden.
                     wollen; und natürlich verschärft diese Politik vermeintlich
                     überwundene Grenzen zwischen Studierenden                     lenin | lenin hat die bibel übeholt. in seinem leninraum
                     verschiedener Klassen und Hautfarben.                         sitzt das kind. die bücher von lenin gibt es öfter als
                     Die Kunst kann diese Tristesse noch so zum Gegenstand         die anthologie, die unter dem namen bibel bekannt
                     machen, dass darin andere Organisationsformen in den          ist. der stil ist nicht mehr entscheidend.
                     Lücken und Brüchen ahnbar werden.                             | 17 | wladimir iljitsch uljanow genannt lenin, russischer
                     Es empfiehlt sich der Genosse Roland M. Schernikau:           politiker am beginn der phase des übergangs der
                                                                                   welt zum sozialismus.
                     die drecklöcher | wir haben hier gerade kein wasser.          | 18 | das kind in seinem leninraum sitzt und liest.
                     aufs scheißhaus gehen wir in die kneipe gegenüber; die        | 19 | denn die insel liegt mitten im land, und das land
                     knappheit. wasser knapp, miete knapp! die klägliche           liegt um die insel. und lebt das kind auf der insel zur
                     gegenwehr.                                                    strafe, und lebt es nicht dort wo es will.
                     | 10 | zur strafe läßt der hausbesitzer die wärme             | 20 | in seinem raum das leninkind liest alles. was
                     dämmen. von innen, jetzt glänzen die wände und sind           es gibt. nicht wie ein kind kommt das kind in den laden
                     vollkommen warm. für gedämmte wärme kann der                  mit büchern und fragt nach ihnen. nicht wie ein kind
                     hausbesitzer auch mehr miete verlangen. die wärme             betritt das kind die bibliotheken und liest.
                     hat ihm die regierung bezahlt.                                | 21 | sehr alles liest das kind. nicht alles zu lesen schafft
                     | 11 | stolz geht der besitzer des hauses durch die           ein einziger mensch, alles gelesen haben wollen geht.
                     gedämmte wärme innen, hoch den blick zu den hohen             | 22 | alles lesen will das kind. wenn das kind eine weile
                     wänden, über die unordnung hinweg, die den boden              gelesen hat. will es nicht mehr alles lesen.
                     bevölkert. es ist anton tattergreis in seiner erfolgsrolle    | 23 | denn mit dem lesen kommt das weniger lesen
                     als besitzer des besetzten hauses.                            müssen. denn vieles sortiert sich aus.1
                     | 12 | die hausbesitzer dürfen als miete fordern, was der
                     markt hergibt, und die mieter müssen bezahlen, was            1 Ronald M. Schernikau: Legende, Auszüge.
                     verlangt wird. das ist die frei vereinbarte marktmiete.
                     | 13 | aber es gibt auswege. kaufen sie sich eine eigen-
                     tumswohnung! bauen sie mit den geld der regierung
                     eigene wohnblocks! bleiben sie, wo sie sind.
                     | 14 | und wenn sie ihre wohnung nicht bezahlen können,
                     dann steht es ihnen frei, eine andere zu mieten.
                     | 15 | dies war die stelle in diesem langen buch, an der
                     das wort frei vorkommt.

                     die mietergemeinschaft | treffen der mietergemein-
                     schaft. wir kommen rein, kennen mal wen, grüßen
                     höflich und scheu, wie wir modernen menschen eben
                     sind.
                     | 10 | ich selbst bin ja nun mitglied der kommunistischen
Liste 4

                     partei, auf einer versammlung der mietergemeinschaft
                     aber halte ich höflich und scheu damit hinter dem berg,
                     schließlich sind wir hier nicht in einer parteiversammlung
                     sondern eben in einer sitzung der mietergemeinschaft,
                     mietergemeinschaft wilmersdorf, mietergemeinschaft
                     charlottenburg, mietergemeinschaft reinickendorf,
                     mietergemeinschaft buckow.
Reunión statt Isolation!
DieLinke SDS – Lateinamerika-Bündnis

                                       Wissensort statt Lernfabrik:                                „gerechter“ Kriege, „Freihandel“ als „Fortschritts“mo-
                                       Wer wir sind und was wir wollen                             tor, „Kosmopolitane“ Kulturindustrie.
                                       So geht es nicht weiter! 2 Jahre nach Corona: die Uni ist
                                       noch fremder, das Digitalstudium noch anstrengender         Wir fordern:
                                       und die Studierendenvertretung noch exklusiver. An so
                                       einer Uni sind wir nicht zuhause: weder als Studierende,    •   wer über den „globalen Süden“ forscht und lehrt,
                                       noch als Lohnabhängige, noch als Migrant*innen.                 muss auch das kritische Denken des „Südens“ lesen!
                                                                                                   •   Schluss mit neoliberaler und bellizistischer Forschung
                                       Wir - DieLinke.SDS/Lateinamerika-Bündnis - stellen uns          und Lehre!
                                       gegen diesen Unsinn:                                        •   mehr Forschung, Lehre und Aufklärung über Krieg,
                                                                                                       Ausbeutung und Kolonialismus heute!
                                       •   für ein Studium, das uns zu Mündigkeit und
                                           Weltveränderung befähigt!
                                       •   für eine Uni, die auch uns Studierenden gehört!         Studienbedingungen:
                                       •   für einen Campus der allen frei zugänglich ist!         Erkenntnis statt Dauerstress
                                                                                                   Schluss mit dem Bulimielernen, her mit echter Bildung!
                                       Kultur des Widerstands:                                     Wir studieren, um mit tiefem Wissen die Probleme
                                       Miteinander statt gegeneinander                             unserer Zeit anzupacken. Sperrige Studienordnungen,
                                       Basta mit der Resignation, rein in die Aktion! Weder        dröge Pflichtveranstaltungen und überfrachtete
                                       diese StuPa-Wahl, noch Gejammer nach dem Seminar            Prüfungsordnungen halten uns vom Denken ab.
                                       wird etwas an den Missständen ändern. Wir müssen
                                       uns zusammentun und uns die Uni selbst so machen, wie       Wir fordern:
                                       wir sie haben möchten: Durch Protest in Seminaren
                                       gegen übertriebene Anforderungen; durch Selbstbildung       •   ein selbstgestaltetes, projektorientiertes Studium
                                       und echte studentische Solidarität; durch eigene                mit gesellschaftlicher Relevanz!
                                       Aktionen und Kultur, die über Partys hinaus geht.           •   eine radikale Entlastung der Studienordnungen zur
                                                                                                       Schaffung von freier Denkzeit im Studium!
                                       Wir von DieLinke.SDS/Lateinamerika-Bündnis werden           •   den Ausbau von Beratungsstellen (Studium, Soziales,
                                       nicht das Wahlergebnis abwarten, bevor wir etwas                Miete, Psychologie, Internationales) für Studierende!
                                       ändern:
                                                                                                   Wahlen zum Studierendenparlament am 04.-07. Juli
                                       •   mit eigenen Soliküchen                                  2022 an der Goethe-Universität Frankfurt
                                       •   mit gemeinsamem Durchkämpfen durch
                                           unsere Studienordnungen                                 Wahlprogramm von DieLinke.SDS/Lateinamerika-Bündnis
                                       •   mit eigenen migrantischen Zusammenkünften
                                           und Treffpunkten                                        Fragen/Interesse?
                                                                                                   Schreibt uns auf Instagram: @latam.sds

                                       Campusleben:                                                En español:
                                       Räume für Alle statt Szenekult                              Die Linke.SDS/Lateinamerika-Bündnis es una
                                       Weg mit den Barrieren, her mit dem Campus! Die Uni          cooperación entre DieLinke.SDS
                                       sollte ein Ort zum Leben für uns Studis sein. Doch kahle    (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband,
                                       Wände, Werbelawinen, Platzmangel und ungeselliges           Insta: @sds.ffm), Francisco de Miranda
                                       Design machen die Uni zu einem Ort, der uns vertreibt       (@mirandagoethe) y Colectivo Anticolonial
                                       und isoliert. Wir brauchen echte studentische Freiräume     Latinoamericano (@colectivo.antiocolonial).
                                       für alle, keine teuer-schicken Lounges oder elitäre         Pueden encontrar más informaciones, nuestros
                                       Szeneschuppen.                                              contactos y nuestro programa electoral en
                                                                                                    español en Instagram: @latam.sds .
                                       Wir fordern:

                                       •   kommerzielle Werbung weg vom Campus!
                                       •   mehr Aufenthaltsorte für Studierende,
                                           weniger ungeselliges Design!
                                       •   mehr Raum für alle studentischen Initiativen!
Liste 5

                                       Wissen(schaft):
                                       Antikolonial statt imperial
                                       Weg mit den Unterdrückern und Kriegsideologen - her
                                       mit der Friedensforschung und Befreiungstheorie! Wir
                                       wollen im Studium lernen, was wir gegen Krieg, globale
                                       Ungleichheit und (Neo-)Kolonialismus tun können.
                                       Aber viele Inhalte arbeiten genau dafür: Legitimation
DL – Demokratische Linke Liste   radikaldemokratisch - emanzipatorisch - parteiunabhängig     Dem Anliegen der Hochschulgewerkschaft unter_bau,
                                 Parlamentarische Hochschulpolitik ist weitgehend witz-       die in Leihfirmen beschäftigten Arbeiter*innen direkt
                                 los. Die Universität ist ein undemokratischer Laden, das     an der Uni anzustellen und mit ordentlichen Verträgen
                                 Unipräsidium hat die Vollmachten eines feudalen Königs.      auszustatten, schließen wir uns vorbehaltlos an.
                                 Dennoch haben wir Studierenden durch die alljährlichen
                                 StuPa-Wahlen das Gefühl, ein Wörtchen mitreden zu            Kritisches Denken braucht Zeit und Raum
                                 dürfen. Viele Hochschulgruppen nutzen diese Situation        „Freiräume“, wie das TuCa im PEG, die Campus` Trink-
                                 im Wahlkampf und versprechen das Blaue vom Himmel            halle, das Café Anna Blume oder die wenigen selbst-
                                 – zumindest sofern diese Gruppen noch mit Inhalten,          verwalteten Fachschafträume tragen nicht nur einen
                                 statt mit albernen Werbegeschenken oder misslungener         Teil dazu bei, den Unialltag erträglicher zu gestalten,
                                 Satire auf sich aufmerksam machen. Dabei entsteht der        sondern stellen auch Orte für unkommerzielle Kunst,
                                 Eindruck, man könne im StuPa beschließen, das Osloer         politische Arbeit und selbstständiges Lernen und Disku-
                                 Abkommen zu kassieren, ein weiteres Gebäude mit              tieren dar. Da die Uni für derlei Projekte keinen Raum
                                 Seminarräumen zu errichten oder die Hessen-Regierung         bietet, und sich bloß mit den Federn der „Frankfurter
                                 dazu zu bringen, mehr Gelder und Mittel für die Lehre        Schule“ schmückt, indem sie Straßen und Plätze nach
                                 zur Verfügung zu stellen. Das ist natürlich Unsinn; diese    deren Vertreter*Innen benennt, ist es an uns, Leerstände
                                 Entscheidungen fallen überhaupt nicht in den Zustän-         zu lokalisieren und Orte zu stellen.
                                 digkeitsbereich der Gremien der Studierendenschaft.
                                 Angesichts der katastrophalen Zustände an der Univer-        Was soll die Uni sein?
                                 sität wollen wir jedoch weder in resignierte Tatenlosig-     Für uns muss die Uni etwas anderes sein als eine Institution
                                 keit noch in einen möchtegern-elitären Habitus verfal-       zur Humankapitalbildung. Die Wissenschaft soll Partei
                                 len; dafür gibt es zu viel zu tun!                           ergreifen! Sie soll im Dienste einer besseren Gesellschaft
                                 Wir machen es uns zur Aufgabe, die Gelder und Infra-         stehen und verbindliche Kritik äußern. Da wir hier vom
                                 strukturen der Studierendenschaft für sinnvolle Projekte     wissenschaftlichen Tagesgeschäft nicht viel erwarten
                                 zur Verfügung zu stellen und, wo es uns möglich ist, poli-   können, liegt es auch hier an uns, zu handeln. Lesekreise,
                                 tisch zu intervenieren.                                      Buchvorstellungen und Autonome Tutorien unterstützen
                                 Das erklärte Ziel bleibt dabei selbstredend die allge-       wir mit Geldern und Räumen. Denn während der Verwal-
                                 meine „menschliche Emanzipation“ (Marx). Da es dafür         tungsapparat immer weiter wächst, bleibt kaum noch
                                 aber vielleicht düsterer aussieht als jemals, bleibt nur     Geld für Forschung und Lehre. Lehrstühle bleiben gerne
                                 Intervention im Rahmen der Möglichkeiten. In folgenden       auch mal unbesetzt. Wir sind für den Erhalt kleiner Insti-
                                 Bereichen haben wir in der Vergangenheit gekämpft            tute wie der Allgemeinen und Vergleichenden Literatur-
                                 und werden das auch weiterhin tun.                           wissenschaft, der Musikwissenschaft, der Kunstpädagogik
                                                                                              und der Judaistik.
                                 Studium und Campus für alle
                                 Wir verurteilen alle Institutionen und Maßnahmen, die        Demokratie an der Uni
                                 Menschen Bildung vorenthalten. Wir wenden uns gegen          Die DL kämpft für mehr Demokratie an der Hochschule
                                 jede Form von Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen         und gegen ein autoritäres und neoliberales Präsidialre-
                                 zu Bibliotheken und Veranstaltungen sowie gegen alle         gime, das auch nicht davor zurückschreckt, Senatsbe-
                                 Einrichtungen, die Menschen davon abhalten, sich mit         schlüsse aus finanziellen Erwägungen heraus zu über-
                                 wissenschaftlichen Inhalten zu beschäftigen – egal ob        gehen, wie sich im Falle der nach dem
                                 sie offiziell eingeschrieben sind oder nicht.                NS-Rüstungsunternehmer benannten „Adolf-Messer-
                                 Wir wehren uns gegen die Etablierung einer exklusiven        Lounge“ gezeigt hat. Darüber kann auch kein als
                                 Kultur auf einem nach außen und von innen abgeschot-         Weihnachtsmann verkleideter Uni-Präsident hinweg-
                                 teten Campus wie ihn der Hauptsitz der Universität auf       täuschen. Die Grundlage aller tiefgreifenden
                                 dem IG Farben-Gelände darstellt. Durch den Zaun und          Verbesserung wäre die Abschaffung des Hochschulrates
                                 die Eingangstore wird versucht, Unliebsames abzuhalten:      und des allumfassenden Vetorechts des Unipräsidiums.
                                 die Architektur, die Schließzeiten der Gebäude und der       Alle beteiligten Gruppen sollen gleichberechtigt über
                                 private Sicherheitsdienst, der den Campus mit steigender     die sie betreffenden Fragen entscheiden. Übergangs-
                                 Intensität rund um die Uhr (kamera-)überwacht, verhindern    konzepte, wie eine viertelparitätische Besetzung in
                                 alles, was nicht von Seiten der Uni schon vorgesehen war.    den entscheidenden Gremien, finden unsere Unterstützung.
                                 Ein kostenloser Gasthörer*innen-Status für Geflüchtete
                                 konnte bereits erreicht werden. Dieses Angebot soll          Gegen den Rechtsruck
                                 noch ausgebaut werden. Wir setzen uns selbstverständ-        Burschenschaften, die AfD und konservativ-religiöse
                                 lich dafür ein, dass Geflüchtete unter guten Bedingun-       Verbände gehören leider zur universitären Realität.
                                 gen in Uni-Gebäuden untergebracht werden.                    Die Bundeswehr kann mit Ständen auf dem Campus
                                 Wir fordern Barrierefreiheit auf allen Campus und rekla-     rekrutieren, ohne dass dieser Verstoß gegen die Zivilklau-
                                 mieren allgemein eine Verbesserung der Studienbedin-         sel irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht. Da
                                 gungen für Studierende mit Behinderungen.                    Identity-Politics nicht ausreichen, treten wir durch Aufklä-
Liste 6

                                                                                              rungsarbeit und politische Aktionen auch weiterhin
                                 Geschlossene Mensen, miese Arbeitsbedingungen                konservativen und reaktionären Tendenzen jeglicher
                                 Während das Studentenwerk weiterhin horrende Bei-            Couleur entgegen. Dazu zählen wir jede Form von
                                 träge erhebt, hat es die Corona-Pandemie genutzt,            Rassismus und genderbezogener Diskriminierung.
                                 um seine Belegschaft im großen Stil zu entlassen. Auf-
                                 grund von „Personalmangel“ haben die Mensen ihr
                                 Angebot nun drastisch reduziert und die Preise erhöht –
                                 oder sie bleiben gleich ganz dicht.
                                 Wir fordern ein erweitertes und günstigeres Mensa-
                                 Angebot und wenden uns entschieden gegen die
                                 Personalpolitik des Studentenwerks.
Juso-Hochschulgruppe   Wir, die Juso-Hochschulgruppe, sind Student*innen ver-       • Sexismus hat keinen Platz an unserer Hochschule und
                       schiedener Fachbereiche, die sich für eine emanzipato-         in unserer Gesellschaft. Wir kämpfen gegen eingeros-
                       rische und sozial-gerechte Gestaltung der Universität          tete Rollenbilder und festgesetzte Klischees. Zudem
                       einsetzen. Unser Ziel ist die Verbesserung der Studien-        setzen wir uns für die Förderung von Akademikerin-
                       bedingungen und die Herstellung von Chancengleich-             nenkarrieren, mehr Kitaplätze, bessere Bedingungen
                       heit für alle Student*innen, unabhängig von Herkunft           für ein Studium mit Kind und mehr Ressourcen für
                       und Hintergrund.                                               Beratung und Gleichstellung ein.
                       Seit Jahren kämpfen wir gegen Selektionsmechanismen          • Wir lehnen jede Form geschlechtsspezifischer Diskrimi-
                       im Bildungssystem und engagieren uns in verschiedens-          nierung ab! Daher fordern wir die Einrichtung
                       ten Gremien wie den Fachschaften, dem Senat und                von All-Gender-Toiletten und eine unbürokratische
                       im AStA erfolgreich für die Belange der Studierenden-          Möglichkeit zur Namensänderung für trans- und
                       schaft. So haben wir beispielsweise die Einführung             intergeschlechtliche Studierende.
                       und Erweiterung des Kulturtickets initiiert, durch das
                       Student*innen mit ihrer Goethe-Card kostenlos in 20          Auch bei den Studienbedingungen gibt es
                       verschiedene Kulturinstitutionen gehen können.               dringenden Handlungsbedarf.
                       Während wir in der vergangenen Legislatur auch den           • Wir setzen uns für ein selbstbestimmtes und kritisches
                       Frankfurter Zoo in das Kulturticket aufnehmen konnten,         Studium ein! Eine ausgeglichene Arbeits- und Prü-
                       wollen wir zukünftig noch weitere Museen wie das               fungsbelastung statt einer fortschreitenden Verschu-
                       Städel Museum, das MOMEM und die Schirn gewinnen.              lung des Studiums ist überfällig. In der Vergangenheit
                       Trotzdem bleibt viel zu tun:                                   haben wir bereits Verbesserungen in Studienordnun-
                                                                                      gen und die Zulassungsfreiheit einiger Masterstudi-
                       Die soziale und finanzielle Notlage von Studierenden           engänge durchgesetzt. Trotzdem gibt es weiterhin
                       und Geringverdiener*innen hat sich durch die                   großen Verbesserungsbedarf. Der Druck, den die
                       Corona-Pandemie weiter verschärft.                             Bolognabeschlüsse auf Student*innen ausüben, darf
                       • Die zunehmende Arbeitsbelastung während der                  nicht hingenommen werden. Deshalb setzen wir uns
                         Pandemie ist nicht hinnehmbar. Wir werden weiterhin          auch für die Einführung von Wiederholungsklausuren
                         gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie wie               für alle Fächer und in jedem Semester ein.
                         verschlechterte Rahmenbedingungen oder neue s              • Bildung muss frei von wirtschaftlichen Interessen und
                         oziale Härten kämpfen!                                       Zwängen sein. Deshalb stehen wir für die Freiheit
                       • Das Semesterticket ist mit seinen momentan ca. 445€          der Forschung und Lehre von Marktprinzipien ein.
                         pro Jahr viel zu teuer. Das wird besonders im Vergleich      Um diese Freiheit zu gewähren, muss der Einfluss
                         zu anderen Hochschulen außerhalb von Frankfurt               der Kapitalgeber*innen eingedämmt werden. Dem
                         deutlich, an denen das Semesterticket nur halb so            Drittmittelunwesen muss ein Ende bereitet und
                         teuer ist. Hier führen wir schon Gespräche mit Stadt         unabhängige Forschung ausgebaut werden. Dabei
                         und Land, in denen wir eine Anpassung des Preises            wollen wir verhindern, dass Einsparungen an der
                         für das Semesterticket auf 365€ pro Jahr fordern.            Uni auf Kosten der Lehre gehen! Die finanzielle Aus-
                         Diese Subventionierung ist für Schüler*innen und             stattung der Hochschulen wird auch in den nächsten
                         Senior*innen schon längst Gang und Gäbe.                     Jahren prekärer werden. Das darf nicht zu Einschnitten
                       • Die Wohnraumsituation in Frankfurt ist eine Katastro-        wie etwa der Schließung von Fachbereichen führen.
                         phe. Ein WG-Zimmer kostet im Durchschnitt über             • Auch die Arbeitsbedingungen an der Hochschule gilt
                         500 €, eine eigene Wohnung ist gar unbezahlbar.              es zu verbessern. Dafür muss eine faire Bezahlung
                         Damit Student*innen nicht vor den Hörsälen campen            und vertraglich gerechte Anstellung der Hilfskräfte
                         müssen, setzen wir uns öffentlichkeitswirksam für            umgesetzt werden. Die Universität muss endlich
                         mehr bezahlbaren Wohnraum ein. Statt in Prestige-            aufhören, studentische Hilfswissenschaftler*innen
                         objekte müssen Stadt und Land die Zuschüsse                  befristet für den Zeitraum zwischen 3 und 6 Monaten
                         für geförderte Wohnheimplätze endlich erhöhen                einzustellen.
                         und in sozialen Wohnungsbau investieren.
                       • Es ist ein offenkundiges Problem, dass Student*innen       Manchmal hat man das Gefühl, der Riedberg wird
                         ihr Studium nicht in Regelstudienzeit absolvieren          vergessen.
                         können, da sie ein Drittel ihrer Zeit mit Arbeiten ver-    • Wir versuchen alle Campi im Blick zu haben. Sei es
                         bringen müssen, um die hohen Frankfurter Lebens-             der Riedberg-, Bockenheim-, Niederrad- oder
                         haltungskosten stemmen zu können. Insbesondere               IG-Farben-Campus: Wir konzentrieren uns nicht auf
                         BAföG-Empfänger*innen stehen unter einem enor-               eine bestimmte Gruppe, sondern haben das
                         men Leistungsdruck. Schaffen sie es nicht, genügend          Ganze im Blick. Damit euer Campus nicht wie Silent
                         CPs zu sammeln, verlieren sie ihren BAföG-Anspruch.          Hill endet, setzen wir uns auf allen Campi für die
                         Diese Ungerechtigkeit können wir nicht akzeptieren!          Schaffung und Aufrechterhaltung von studentischen
                         Deswegen fordern wir eine echte Kehrtwende bei               Freiräumen insbesondere studentisch-selbstverwal-
                         der Ausbildungsförderung statt einer mangelhaften            teten Cafés und Kneipen ein.
                         BAföG-Reform: Das Ende der Regelstudienzeit und
                         die Anpassung an die Lebenshaltungskosten sind             Diese und weitere Ziele wollen wir gemeinsam mit und
Liste 7

                         längst überfällig.                                         für Euch erreichen. Wir stehen für einen kampagnen-
                                                                                    und bündnisfähigen AStA, der Euch wirksam und erfah-
                       Es ist 2022 und noch immer ist eine rassistische und         ren gegenüber dem Präsidium, den Verkehrsverbünden,
                       sexistische Grundhaltung trauriger Alltag in der             der Stadt und dem Land vertritt und dabei bei Bedarf
                       Gesellschaft.                                                auch öffentlichkeitswirksam Druck aufbaut.
                       • Der gesellschaftliche Rechtsruck macht auch vor den
                         Toren der Universität keinen Halt. Als antifaschistische
                         Liste fordern wir die Aufnahme des Antifaschismus ins
                         Leitbild der Uni!
Grüne Hochschulgruppe   Die Grüne Hochschulgruppe tritt als größte Frak-               die „Regel“studienzeit abgeschafft werden – bei weniger
                        tion mit sozialen, ökologischen, demokratischen und            Prüfungen, weniger Leistungsdruck, weniger Kontrolle.
                        emanzipatorischen Inhalten für alle Studierenden ein.          Studienbedingungen sind auch an die Arbeits- und
                        Wir nutzen die Erfahrung und Kompetenz von Grünen              Lehrbedingungen der Mitarbeiter*innen der Universität
                        AStA-Referent*innen und -Vorständen, Senator*innen,            geknüpft. Wir fordern, 50% der Stellen zu entfristen
                        Fachschaftler*innen und natürlich auch unseren Vertre-         und so einer Prekarisierung von Arbeitsbedingungen für
                        ter*innen im Studiwerk. Unsere Vorhaben und Schwer-            Nachwuchswissenschaftler*innen entgegen zu wirken!
                        punkte möchten wir mit und für euch durchsetzen!
                                                                                       Demokratie und Mitbestimmung an der Hochschule!
                        Nachhaltigkeit & Klimaschutz!                                  Wir arbeiten am Erhalt und Ausbau kritischer Wissen-
                        Mit euren Stimmen unterstützen wir gesellschaftliche           schaften und unterstützen Studierende, die kritische
                        Kämpfe für Klimagerechtigkeit und setzen uns an der            Initiativen, Projekte oder selbstverwaltete Räume orga-
                        Universität aktiv für Nachhaltigkeit ein. Im von uns initi-    nisieren. Damit solche Projekte nicht an bürokratischen
                        ierten Nachhaltigkeitsbüro („Green Office“) arbeiten wir       und finanziellen Hürden scheitern, wollen wir eine poli-
                        aktiv mit. So waren wir daran beteiligt, eine DIY-Fahrrad-     tische Förderberatung zur Projektfinanzierung des AStA
                        werkstatt an der Universität zu etablieren und haben uns       einführen. Wir setzen uns dafür ein, dass auf Uni- und
                        dafür eingesetzt, dass zwei Campus Gärten entstanden           Fachbereichsebene alle Gruppen gleichberechtigte
                        sind (IG Farben-Campus und Campus Riedberg). Insti-            Einflussmöglichkeiten bekommen.
                        tutionalisierte Initiativen verlieren allerdings häufig ihre
                        Schlagkraft und Agilität – deswegen ist eine kritische         Für eine politische & geschichtsbewusste Studierendenschaft!
                        Begleitung besonders wichtig. Auch im Verwaltungsrat           Für uns ist klar: Studierende und ihre Vertreter*innen
                        des Studenten[sic]werks vertreten wir euch und setzen          müssen politisch sein, sich weiter politisieren und kritisch
                        uns für günstiges und veganes Essen in den Mensen ein.         mit herrschenden Verhältnissen auseinandersetzen.
                                                                                       Leider lassen die zunehmende Verschulung des Studi-
                        Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit darf nicht als           ums und Leistungsdruck nur wenig Raum für (hochschul-)
                        Aushängeschild benutzt werden! Weiter kommen                   politisches Engagement. Außer- und inneruniversitärer
                        wir nur mit radikalen Veränderungen, die kapitalistische       Widerstände zum Trotz werden wir weiter gegen die
                        Strukturen angreifen und die Ausbeutung von Mensch             Entpolitisierung der Universität ankämpfen!
                        und Natur überwinden.                                          Außerdem wollen wir ein Archiv der Studierendenschaft
                                                                                       aufbauen, das studentische Geschichte von unten
                        Feminismus & Antisexismus: Kein Raum für                       erschließt, einen dezidiert antifaschistischen
                        Sexismus an der Universität!                                   und herrschaftskritischen Bildungsauftrag hat, und
                        Wir kämpfen gegen jede Form von Sexismus, sexua-               Materialien zur Geschichte der Frankfurter
                        lisierter Diskriminierung, Belästigung, Antifeminismus,        Studierendenschaft sammelt und verfügbar macht.
                        Homo- und Transphobie und für den Sturz des Pat-
                        riarchats! Deshalb setzen wir uns auch an der Uni für          Gegen die Ökonomisierung des Hochschulwesens!
                        FLINTA*förderung und eine Verbesserung der Bera-               Ein Drittel des Uni-Budgets stammt aus Spenden, Wett-
                        tungs- und Antidiskriminierungsstruktur ein. Ämter in der      bewerbs- oder Stiftungsgeldern. Mit dem Umbau zu
                        Studierendenschaft quotiert, wenn nicht sogar in der           einer privat- und wettbewerbs-finanzierten Stiftungsuni
                        Mehrheit mit FLINTA*Personen zu besetzen, ist für uns          hat sich viel verändert: Plurale und kritische Inhalte
                        selbstverständlich.                                            werden verdrängt, Unternehmen erhalten Einfluss
                                                                                       auf Forschung und Lehre, Wissenschaftler *innen sowie
                        Antifaschismus & Antirassismus!                                Mitarbeitende stehen unter immer stärkerem Wettbe-
                        Die Universität existiert nicht unabhängig von einem           werbsdruck. Wir kämpfen für eine unabhängige Uni,
                        fortschreitenden gesellschaftlichen Rechtsruck: In             an der frei studiert und geforscht werden kann.
                        Zeiten der Entfesselung rechter Kräfte muss die Uni
                        Verantwortung übernehmen! Daher organisieren                   Überregionale Vernetzung der Studierenden!
                        wir Bildungsprojekte und arbeiten gegen Rassismus,             Aber alle diese Forderungen kann man nicht alleine
                        Antisemitismus und Nationalismus auf dem Campus                angehen. Daher arbeiten wir mit anderen Grünen
                        und in der Gesellschaft. Wir werden uns weiterhin              Hochschulgruppen im Bundesverband Campusgrün,
                        dafür einsetzen, dass die Universität geistigen Brand-         studentischen Initiativen und Bündnissen in ganz
                        stiftern keine Plattform zur Verfügung stellt und              Deutschland zusammen! Vor drei Jahren haben wir
                        stattdessen Unterstützungsmöglichkeiten für Betrof-            den Wiedereintritt in den studentischen Dachverband
                        fene von Ausgrenzung und Diskriminierung aufbaut.              fzs erwirkt und wollen die Vernetzung der Frankfurter
                                                                                       Studierendenschaft auch in Zukunft weiter ausbauen.
                        Für bessere Studienbedingungen!
                        Frankfurt ist eine der teuersten Unistädte in Deutsch-         Mehr über uns und unsere hochschulpolitische
                        land. Während Corona hat sich die ohnehin prekäre              Arbeit findet ihr auf unseren Social-Media Profilen
Liste 8

                        finanzielle Situation vieler Studierender weiter ver-          @ghsgffm und unter ghsg-ffm.org
                        schärft. Wir fordern den Ausbau der studentischen
                        Wohnheime insbesondere vor dem Hintergrund
                        zunehmender Prekarisierung von Wohnverhältnissen
                        und dem stagnierenden BAföG-Satz, der die Lebens-
                        haltungskosten in vielen Universitätsstädten nicht
                        mehr deckt. Nur 30% der Studierenden erlangen ihren
                        Abschluss in Regelzeit, die anderen 70% erhalten in
                        den letzten Semestern kein BAföG mehr. Deshalb muss
Die FDH – Fachschafteninitiative Demokratische Hoch-          Lohnarbeit angewiesen sind, fordern wir ein erhöhtes
FDH – Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule
                                                        schule – ist eine Plattform bestehend aus Studierenden        Angebot an studentischen Wohnheimen. Leider ist das
                                                        verschiedener Fachbereiche, die gemeinsam im AStA,            vom AStA organisierte Übernachtungscamp im Studihaus
                                                        dem Studierendenparlament, verschiedenen Fachschaf-           „Mieten?! Ja watt denn?“ nötiger denn je.
                                                        ten, selbstverwalteten studentischen Räumen sowie in              Klimagerechte Universität Als FDH haben wir in
                                                        anderen Gremien der Universität für eine demokratische        der Vergangenheit mehrfach studentische Initiativen
                                                        und hierarchiefreie Kultur kämpfen. Zugleich engagieren       unterstützt, die sich mit Klimagerechtigkeit auseinan-
                                                        sich Einzelpersonen der FDH in verschiedenen Initiativen      dersetzen. So haben wir beispielsweise dafür gesorgt,
                                                        sowohl inner- als auch außeruniversitär. Menschen aus         dass der AStA im Rahmen der Klimastreik-Woche zu der
                                                        unserer Gruppe beteiligen sich an diversen Arbeitskreisen     studentischen Vollversammlung aufruft. Auch in Zukunft
                                                        und Projekten wie dem Arbeitskreis Kritischer Juristinnen     werden wir eine intensive Auseinandersetzung mit dem
                                                        (AKJ), dem Arbeitskreis kritische Psychologie und der         Konzept der klimagerechten Universität einfordern
                                                        Hochschulgewerkschaft unter_bau.                              und diesen Prozess gleichzeitig kritisch begleiten. Es
                                                            Zudem engagieren wir uns als Gruppe und Einzelper-        kommt uns darauf an, innerhalb dieses Prozesses die
                                                        sonen in anderen Zusammenhängen gegen Rassismus,              studentische Selbstverwaltung zu stärken und die durch
                                                        Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Trans*-Phobie             sie hervorgebrachten Forderungen auf eine pragma-
                                                        sowie für sinnvollen Umweltschutz an der Uni, aber            tische und vernünftige Weise umzusetzen. Hierbei ist
                                                        auch in einem erweiterten gesellschaftlichen Kontext.         es uns wichtig in direktem Kontakt zu den einzelnen
                                                        Demokratie beinhaltet für uns auch, rechten Strukturen        Initiativen zu stehen und uns mit ihnen zu solidarisieren,
                                                        keinen Nährboden zu geben. Daher setzen wir uns aktiv         gleichzeitig aber immer auch zu überprüfen, ob die
                                                        gegen Burschenschaften, Verbindungen, AfD und sonstige        hervorgebrachten Forderungen mit unserem Verständnis
                                                        rechte Gruppen an der Universität sowie gegen PEGIDA          einer möglichst hierarchiefreien und demokratischen
                                                        und Nazi-Aufmärsche ein. Im vergangenen Jahr war die          Hochschule korrelieren.
                                                        FDH zum neunten Mal in Folge im AStA vertreten. Einzel-           Transparenz und Mitbestimmung In der Folge
                                                        personen der FDH waren in den Referaten für Studienbe-        daraus treten wir in den Fachbereichen dafür ein,
                                                        dingungen, Feminismus, Zeitung, Politische Bildung und        dass Studierende die Inhalte ihres Studiums mitbestim-
                                                        Kultur tätig. In den Fachschaften haben wir uns mit den       men dürfen. Dafür ist ein Ausbau der demokratischen
                                                        Problemen der einzelnen Fachbereiche beschäftigt und          Rechte der Fachschaften notwendig. Nur so kann
                                                        arbeiten gezielt an der Verbesserung der Studienbedin-        gewährleistet werden, dass kritische Inhalte einen
                                                        gungen. Dabei ist der zunehmende Leistungsdruck eines         Platz im Studium erhalten. Dazu gehört für uns Trans-
                                                        unserer zentralen Themen. Wir wollen eine Universität,        parenz. Nur wer die Strukturen und Verfahren kennt,
                                                        in der es möglich ist, nach Maßgabe der eigenen Inte-         kann sich demokratisch beteiligen. Wir möchten die
                                                        ressen zu studieren und nicht durch Prüfungsordnungen         Öffentlichkeitsarbeit der studentischen Vertreter*innen
                                                        oder sogenannte Regelstudienzeiten genötigt zu sein,          ausbauen. Diese Transparenz gilt für uns nicht nur für die
                                                        Leistungsscheine zu absolvieren und CPs zu sammeln.           Studierendenschaft, sondern betrifft alle universitären
                                                            Finanzierung des Studiums Für die kommende                Gremien. Wir fordern den Abbau von Hierarchien, die
                                                        Legislatur möchten wir uns gerne für einen Fonds für          Entmachtung des Präsidiums und des Hochschulrats
                                                        Abschlussarbeiten einsetzen. Studierende sollen hier die      zugunsten eines demokratischen Senats, in dem die
                                                        Möglichkeit bekommen, einen Zuschuss für beispielsweise       Stimme der Studierenden tatsächlich ein Gewicht erhält.
                                                        die Druckkosten ihrer Abschlussarbeiten zu beantragen.            Studentische Kultur Wir richten uns gegen eine studen-
                                                        Die Idee ist, 6000 Euro durch den AStA für die Studie-        tische Kultur, von der geglaubt wird, dass sie allein mit der
                                                        renden zur Verfügung zu stellen. Nachdem der AStA im          weiteren Einrichtung von Cafeterien des Studentenwerks
                                                        Jahr 2020 einen Flügel für den gleichen Betrag für den        [sic!] erreicht werden kann. Gerade die studentischen,
                                                        Festsaal im Studierendenhaus angeschafft hat, möchte          selbstorganisierten Cafés stellen eine preiswerte und
                                                        sich die Fachschafteninitiative nun dafür einsetzen, dass     angenehmere Alternative zu den stetig wachsenden
                                                        dieselbe Summe nun transparent für die Studierenden           Preisen der offiziellen Anbieter*innen dar. Wir wollen
                                                        bereitgestellt wird. Für mehr Transparenz – FDH wählen!       bestehende studentische Cafés stärker fördern und
                                                            Leistungsdruck Das BA/MA-System verunmöglicht             die Gründung neuer tatkräftig unterstützen. Außerdem
                                                        ein interessengeleitetes Studium durch stetig steigenden      fordern wir einen adäquaten Raum als Zwischennutzung
                                                        Druck auf Studierende. Zur Jagd nach CPs und Scheinen         für das derzeit noch fehlende Studierendenhaus am
                                                        für ein Studium in möglichst kurzer Zeit gesellt sich der     I.G.-Farben-Campus. Nur durch solche Räume ist die
                                                        Druck durch stetig steigende Lebenshaltungskosten.            Entwicklung eines demokratischen Bewusstseins und der
                                                        Das BAFöG ist an die Regelstudienzeit gebunden und            politischen Teilhabe an der Universität überhaupt möglich.
                                                        reicht in vielen Fällen gerade noch zur Abdeckung der            Niederrad In Zusammenarbeit mit der Medizin
                                                        Mietkosten, sodass Lohnarbeit neben dem Studium für           Fachschaft möchten wir ein besonderes Augenmerk
                                                        die meisten unabdingbar wird. Doch wie sollen hierbei         auf den bislang weitestgehend von der Hochschulpolitik
                                                        noch Anwesenheitslisten unterzeichnet, Referate und           vernachlässigten Niederrad-Campus legen und dort
                                                        Klausuren vorbereitet und Hausarbeiten geschrieben            gezielt Verbesserungen anstreben. Deswegen fordern
Liste 9

                                                        werden, um nicht allzu lang die horrenden Kosten eines        wir eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliothek
                                                        Studiums an der Uni Frankfurt tragen zu müssen?               in Niederrad. Um den Studienalltag angenehmer und
                                                            Wohnraum Anknüpfend an den vorherigen Punktset-           abwechslungsreicher zu gestalten, wollen wir zudem die
                                                        zen wir uns für bezahlbaren Wohnraum für Studierende          Fachschaft dabei unterstützen, regelmäßige Veranstal-
                                                        in Frankfurt ein. Für Studierende wird es immer schwieriger   tungen im Café Komm zu organisieren.
                                                        bezahlbare Zimmer/Wohnungen in Frankfurt zu finden.
                                                        Wenn diese nicht finanziert werden können, sehen sich
                                                        Studierende gezwungen eine Unterkunft außerhalb von
                                                        Frankfurt zu mieten. Damit Studierende sich in Zukunft
                                                        das ewige Pendeln sparen können und nicht mehr auf
Forschungsrat                                                 Hochschulrat

                              Uni-Präsidium

                           kontrolliert

                                                    wählt
                                           leitet

                                                                         Dekanate

                                                                          wählt
                           Senat                                    Fachbereichsräte

Administrativ-Technische                                    Wissenschaftliche
                                          Professor*innen
  Mitarbeiter*innen                                         Mitarbeiter*innen
Verfasste
                                                                                   Autonome AStA
Studierendenschaft                                                                    Referate

                                                                                                                       AStA
                                                                                                              Allgemeiner Studierenden
                                                                                                                     Ausschuss
                                                                                                                      – Vorstand
                                                                                                                      – Referate
                                                                                                                    – Verwaltung,
                                                                                                                   Geschäftsführung
                      Stupa Präsidium
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                                                           StuPa
      Fachschaftsräte                             Studierendenparlament                                      Rechnungsprüfungsausschuss
                                                                                                    wählt

                                                                                                                                           Wahl bei Vollversammlung
                                                                                                   w
                                                                                                    äh
    Hochschulwahl

                                                                                                    lt
                                                                                       ko
                                                 lt

                                                                                         nt
                                             äh

                                                                                           ro
                                            w

                                                                                             lli
                                                                                             er
                                                                   Hochschulwahl

                                                                                              t

                    organsiert                        organsiert
                                 Wahlausschuss                                                       Ältestenrat

                                                            Studierende
Urnenwahl                          Briefwahl
Studierendenparlament,             Letzte Einwurfmöglichkeit:
Fachschaftsrat und L-Netz          Montag, 20. Juni 2022,
Montag, 04.07. – Donnerstag,       16:00 Uhr
07.07., von 10:00 – 16:00 Uhr
                                   in folgende Wahlbriefkästen:
An folgenden Orten könnt ihr
eure Stimme abgeben, ganz          Campus Bockenheim
gleich welchem Fachbereich ihr     Poststelle der Universität,
zugeorndet seid:                   Senckenberg­anlage 31, EG

Campus Bockenheim                  IG Farben Campus im Westend
Bockenheimer Landstr. 133,         Rückseite (Hintereingang)
Vorraum Cafeteria/Sozialzentrum    des PA-Gebäudes

IG Farben Campus im Westend        Campus Riedberg
Hörsaalzentrum, Erdgeschoss        Biozentrum, Gebäude
Foyer, Theodor-W.-Adorno-Platz 5   N100-Magistrale, Postraum
                                   0.06 (nahe der Pforte)
Campus Riedberg
Max-von-Laue-Str. 9,
Erdgeschoss vor der Mensa

Campus Niederrad
Universitätsklinikum,
Theodor-Stern-Kai 7,
Haus 20 (Audimax),
Seminarraum S20-5
im Erdgeschoss
(zugängig aus dem Foyer)
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