And circulatory failure. Short version of the S3 guideline - A&I Online
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Leitlinien und Empfehlungen Sonderbeiträge1
Guidelines and Recommendations Special Articles
Use of extracorporeal circulation (ECLS / ECMO) for cardiac S3-Leitlinie
and circulatory failure. Short version of the S3 guideline
U. Boeken · S. Ensminger · A. Assmann ·C. Schmid · K. Werdan · G. Michels · O. Miera ·
Einsatz der extra-
F. Schmidt · S. Klotz ·C. Starck · K. Pilarczyk · A. Rastan · M. Burckhardt · M. Nothacker · korporalen Zirkulation
R. Muellenbach · Y. Zausig · N. Haake · H. Groesdonk · M. Ferrari · M. Buerke ·
M. Hennersdorf · M. Rosenberg · T. Schaible · H. Köditz · S. Kluge · U. Janssens · (ECLS / ECMO) bei Herz-
M. Lubnow · A. Flemmer · S. Herber-Jonat · L. Wessel · D. Buchwald · S. Maier ·
L. Krüger · A. Fründ · R. Jaksties · S. Fischer · K. Wiebe · C. Hartog · O. Dzemali ·
und Kreislaufversagen
D. Zimpfer · E. Ruttmann-Ulmer · C. Schlensak · M. Kelm · A. Beckmann
Zitierweise: Boeken U, Ensminger S, Assmann A, Schmid C, Werdan K, Michels G et al: Einsatz der
extrakorporalen Zirkulation (ECLS / ECMO) bei Herz- und Kreislaufversagen. Anästh Intensivmed
2021;62:Boeken_Online-First
KURZVERSION*
* Beschluss des Engeren Präsidiums der
Zusammenfassung Patientenvertretung, die S3-Leitlinie im
DGAI vom 09.02.2021.
Februar 2021 publiziert. Dieser Artikel
AWMF-Reg.-Nr.: 011 – 021 Seit einigen Jahren ist eine stetige Zu-
stellt eine kurze Zusammenfassung des
nahme des Einsatzes von mechanischen
Dieser Beitrag erscheint parallel in den Zeit- methodischen Konzepts sowie aller
schriften Der Anaesthesist, Der Kardiologe, extrakorporalen Herz-Kreislauf- und Lun-
konsentierten Empfehlungen für jede be-
Medizinische Klinik – Intensivmedizin und genunterstützungssystemen (ECLS /ECMO)
Notfallmedizin, Zeitschrift für Herz-, Thorax arbeitete Fragestellung der Leitlinie dar.
und Gefäßchirurgie sowie Anästhesiologie
zu verzeichnen. So wurden seit 2015
& Intensivmedizin. in Deutschland jährlich bei etwa 3.000 Summary
Patienten ECLS / ECMO-Systeme implan-
In Germany, a remarkable increase
tiert. Trotz dieser häufigen Anwendung
reg arding the use of extracorporeal
der passageren Unterstützungssysteme
membrane oxygenation (ECMO) and ex-
existieren zurzeit national und inter- tracorporeal life support (ECLS) systems
national nur Leitlinien zum Einsatz der has been observed in recent years, with
ECMO / ECLS, die erkrankungsbezogene approximately 3,000 ECLS / ECMO im -
Teilaspekte komplexer Therapiekaskaden plantations annually since 2015. Despite
adressieren. Vor diesem Hintergrund er- the widespread use of ECLS / ECMO, evi-
schien es notwendig, evidenzbasierte dence-based recommendations or guide-
Empfehlungen zur ECLS / ECMO-Thera lines are still lacking regarding indica-
pie im Hinblick auf Indikationen und tions, contraindications, limitations and
das komplexe Patientenmanagement zu management of ECMO / ECLS patients.
verfassen, in denen personelle, prozes Therefore, in 2015, the German Society
Interessenkonflikt suale und infrastrukturelle Anforderun- of Thoracic and Cardiovascular Surgery
Details sind in der auf der A&I-Website open gen definiert werden. Aus diesem Grund (GSTCVS) registered the multidiscipli-
access verfügbaren digitalen Version dieses
Beitrags enthalten: ai-online.info
erfolgte im Juli 2015 durch die Deutsche nary S3 guideline “Use of Extracorporeal
Gesellschaft für Thorax , Herz- und Ge- Circulation (ECLS / ECMO) for Cardiac and
Schlüsselwörter fäßchirurgie (DGTHG) die Anmeldung Circulatory Failure” to develop evidence-
EKZ – ECLS – Herzinsuffizienz – einer diesbezüglichen S3-Leitlinie bei based recommendations for ECMO/ECLS
Kardiomyopathie – Mechanische der zuständigen Arbeitsgemeinschaft der systems according to the requirements
Kreislaufunterstützung – Arbeits- Wissenschaftlichen Medizinischen Fach- of the Association of the Scientific
gemeinschaft der Wissenschaft- gesellschaften e. V. (AWMF). Im Mittel- Medical Societies in Germany (AWMF).
lichen Medizinischen Fachge- punkt der Leitlinie steht die klinische Although the clinical application of
sellschaften e. V. Anwendung der ECLS / ECMO-Therapie; ECMO/ECLS represents the main focus,
ergänzend werden auch strukturelle und the presented guideline also addresses
Keywords
ökonomische Aspekte adressiert. Unter structural and economic issues. Experts
ECC – ECLS – Cardiac Failure –
Cardiomyopathy – Mechanical Federführung der DGTHG wurde mit from 17 German, Austrian and Swiss
Circulatory Support – Asso - Einbindung von Experten aus Deutsch- scientific societies and a patients’ or
ciation of the Scientific Medical land, Österreich und der Schweiz, dele- ganisation, guided by the GSTCVS,
Societies in Germany giert aus 11 AWMF-Fachgesellschaften, completed the project in February 2021.
5 weiteren Fachgesellschaften sowie der In this report we present a summary of
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Special Articles Guidelines and Recommendations
the methodical concept and tables dis- pie; andererseits zeigt sich anhand der Tabelle 1
playing the recommendations for each konsentierten Empfehlungen eindeutig, Qualität der Evidenz.
chapter of the guideline. dass weiterhin umfassender Forschungs-
bedarf besteht. Level Evidenz
++++ hohe Qualität
Einleitung
+++ moderate Qualität
Methodik
In den letzten 10 Jahren hat die Zahl ++ niedrige Qualität
der Anwendungen einer venoarteriellen
Ziel und Adressaten der Leitlinie + sehr niedrige Qualität
ECMO (sog. va-ECMO oder „extracorpo-
Die vorliegende S3-Leitlinie dient der EK Expertenkonsens (keine
real life support“ = ECLS) für Patienten „relevante“ Evidenz vorhanden)
mit Herz-Kreislaufversagen dramatisch Implementierung von evidenz- und kon-
sensusbasierten Empfehlungen für die Definition der Evidenzlevel in Anlehnung an
zugenommen. Allein in Deutschland GRADE (Grading of Recommendations Assess-
ist ein Anstieg von ca. 300 Anwendun- bestmögliche Versorgung von Patienten, ment, Development and Evaluation [5]).
gen im Jahr 2010 auf mehr als 3.000 die aufgrund eines Herz-Kreislaufver
jährlich seit 2015 zu verzeichnen [1,2]. sagens ein passageres ECLS-Unterstüt-
Trotz der immer weiter zunehmenden zungssystem benötigen. Adressaten dieser ganization“)-Internetseite und Clinical
Anwendung und der immensen medi Leitlinie sind alle Berufsgruppen, die Trials.gov) umfasste alle relevanten Publi-
zinischen und sozioökonomischen Be - mit der stationären Behandlung des kationen von 2010 bis 2018 (9.801
deutung dieser invasiven und komple- akuten Herz-Kreislaufversagens befasst Treffer), von denen 68 Artikel den Evi-
xen Therapieoption gibt es weiterhin sind, vor allem in den Fachbereichen denzkriterien entsprachen [4]. Die jewei-
kaum evidenzbasierte, interdisziplinäre Herzchirurgie, Kardiologie, Intensivme- ligen Evidenzlevel wurden anhand der
Empfehlungen zur ECLS-Therapie. In die- dizin, Notfallmedizin, Pneumologie, GRADE-Kriterien (Grading of Recom-
sem Zusammenhang konnte kürzlich Unfallchirurgie und Kinderheilkunde. mendations Assessment, Development
in einer bundesweiten Umfrage der Aufgrund der Besonderheiten der ECLS- and Evaluation [5]) zugeordnet (Tab. 1).
Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Therapie in der Pädiatrie wird in diesem Basierend auf der vorhandenen Evidenz
Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) die Manuskript bewusst auf die Darstellung wurden in einem verbindlich struktu-
Heterogenität bezüglich Organisation, verzichtet. Die diesbezüglichen Empfeh- rierten Konsensusprozess gewichtete
Struktur, technischer Anwendung und lungen finden sich unter https://www. Empfehlungen gegeben (Tab. 2; [6]).
auch der Nachsorge in den einzelnen awmf.org/leitlinien/detail/ll/011-021.html
Institutionen gezeigt werden [3]. in der Langversion der Leitlinie [4].
Ergebnisse
Der Erfolg einer ECLS-Therapie hängt, Selbstverständlich beinhaltet die Leit -
neben den patientenbezogenen Fakto linie auch Informationen zur Rehabilita- Insgesamt konnten 71 Empfehlungen
ren, vor allem von einer effektiven inter- tion, Physiotherapie, speziellen Kranken- zur ECLS-Therapie bei akutem Herz-
disziplinären sowie berufsgruppenüber- pflege und Wissenswertes für betroffene Kreislaufversagen konsentiert werden.
greifenden Teamarbeit ab. Das Team Patienten und deren Angehörige. Details bezüglich der zugrunde lie
sollte qualifizierte Ärzte diverser Fach- genden Literatur, aber auch ausführliche
Evaluierung der Evidenz und Begründungen zur Festlegung der Emp
gebiete, Gesundheits- und Krankenpfle-
gekräfte und klinische Perfusionisten Klassifizierung der Empfehlungen fehlungsgrade (COR) und der Evidenz
(Kardiotechnik) einschließen, um einen Die primäre Literaturrecherche (PubMed, level (LOE) sind unter https://www.awmf.
optimalen Entscheidungsprozess hin- Cochrane Library, CINAHL, EMBASE, org/leitlinien/detail/ll/011-021.html der
sichtlich Indikationsstellung, Behand- Leitliniendatenbanken (G-I N, AHRQ), Langversion der Leitlinie zu entnehmen
lung, Komplikationsmanagement, Wean- ELSO („extracorporeal life support or- [4].
ing und Nachsorge zu ermöglichen.
Gerade dazu ist die Organisation struk
Tabelle 2
tureller und personeller Ressourcen
Graduierung von Empfehlungen.
von großer Bedeutung. Die vorliegende
S3-Leitlinie umfasst alle bisher erwähn- Empfeh- Beschreibung Syntax
ten Aspekte, wobei alle konsentierten lungsgrad
Empfehlungen unter Berücksichtigung A starke Empfehlung „soll“ bzw. „soll nicht“
der bestverfügbaren Evidenz erarbeitet B Empfehlung „sollte“ bzw. „sollte nicht“
wurden. Einerseits ermöglicht die Leit- 0 offene Empfehlung „kann erwogen werden“ bzw. „kann verzichtet werden“
linie wissenschaftlich fundierte Ent-
Definition der Empfehlungsgrade in Anlehnung an GRADE (Grading of Recommendations Assess-
scheidungen für den angemessenen kli- ment, Development and Evaluation [6]).
nischen Einsatz der ECMO/ECLS-Thera-
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In den Tabellen 3, 4, 5, 6, 7 und 8 finden • Strukturelle und personelle Voraus- • Maßnahmen bei Komplikationen
sich konsentierte Empfehlungen für jedes setzungen für die Initiierung und (Tab. 6)
Kapitel: Betreuung der ECLS (Tab. 4) • Entwöhnung vom ECLS-System (Tab. 7)
• Indikationen und Kontraindika • Therapiemanagement und Über • Nachsorge nach ECLS-Therapie
tionen (Tab. 3) wachung bei ECLS-Therapie (Tab. 5) (Tab. 8).
Tabelle 3
Indikationen und Kontraindikationen.
Empfehlung COR LOE
Die Entscheidung bezüglich einer ECLS sollte nach Abwägung von Pro- und Kontrakriterien individuell, im klinischen Kontext und B EK
im ECLS-Team erfolgen (adaptiert nach eCPR-Konsensuspapier 2018 [7]).
Im kardiogenen Schock kann eine ECLS in Erwägung gezogen werden [8–12]. 0 +/++
Bei In-Hospital Cardiac Arrest (IHCA) kann eine ECLS-Therapie (eCPR) in ausgewählten Fällen erwogen werden. 0 +++
Diese Entscheidung sollte frühzeitig getroffen werden [13–16]. B +++
Bei Out-of-Hospital Cardiac Arrest (OHCA) kann eine ECLS-Therapie (eCPR) in ausgewählten Fällen erwogen werden. 0 ++/+++
Diese Entscheidung sollte frühzeitig getroffen werden [17–19]. B ++/+++
Zur Vermeidung eines postoperativen Herz-Kreislaufversagens nach kardiochirurgischen Eingriffen sollte schon intraoperativ B EK
die Indikation für eine ECLS-Initiierung geprüft werden.
Im Schock verursacht durch (Medikamenten-)Intoxikation kann eine ECLS in Erwägung gezogen werden [20]. 0 +
Es können keine studienbasierten Empfehlungen zur Restriktion der ECLS-Therapie bei längerer Reanimationsdauer oder Alter 0 +
des Patienten gegeben werden [21–24].
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
Tabelle 4
Strukturelle und personelle Voraussetzungen für die Initiierung und Betreuung der ECLS.
Empfehlung COR LOE
Generelle Struktur
a) Für das Erreichen eines ausreichenden Therapieerfolgs durch die ECLS kann auf der Basis der vorliegenden wissenschaftlichen 0 +
Erkenntnis keine Mindestmenge an Implantationen pro Jahr definiert werden. EK
b) Eine Implantationszahl von mindestens 20 ECLS/Jahr sollte angestrebt werden [25,26]. B
Die Abläufe der Initiierung, der Weiterversorgung, des Trainings und der Mitarbeiterqualifikation des multiprofessionellen ECLS-Teams A EK
sollen durch den ärztlichen Leiter des ECLS-Programms je nach institutioneller Struktur koordiniert werden [7,27,28].
Die Fortbildung des multiprofessionellen Teams auf der Intensivstation soll regelmäßig nach einem definierten internen Curriculum A EK
erfolgen. Dabei richtet sich der Schulungsbedarf nach dem zentrumsspezifischen ECLS-Volumen und der individuellen Erfahrung der
Mitarbeiter [27].
ECLS-Initiierung
Die ECLS-Initiierung (Indikation und Implantation) beim Erwachsenen soll durch ein multiprofessionelles ECLS-Team erfolgen. Die A EK
Implantation soll dabei idealerweise in einem ECLS-Zentrum mit ausreichender Expertise vorgenommen werden durch ein bezüglich
Implantation und Indikation erfahrenes ECLS-Team [7,27].
Für die ECLS-Initiierung sollen entsprechend den Fachabteilungen eine spezifische Mindest-Ausrüstung und strukturelle Ausstattung A EK
vorgehalten werden [7,27].
Für die ECLS-Implantation soll eine den lokalen Gegebenheiten angepasste, standardisierte Vorgehensweise verschriftlicht vorliegen [29]. A EK
Der die ECLS-initiierende Arzt sowie die beteiligten Fachkräfte sollen sich im Vorfeld theoretisch und praktisch mit allen Aspekten der A EK
ECLS-Therapie und des Systemaufbaus auseinandergesetzt haben.
Krankenhäuser ohne ausreichende Expertise sollten eine strukturierte medizinische Kooperation zu einer Klinik mit einem ECLS-Pro- B EK
gramm besitzen [7,27].
Das klinische Setting (IHCA vs. OHCA) allein sollte keinen entscheidenden Einfluss auf die Initiierung einer ECLS-Therapie haben. B EK
Der Einsatz mobiler ECLS-Teams zur Versorgung von Patienten in externen Krankenhäusern sollte im Einzelfall erwogen werden [30]. B +
a) Eine extrahospitale ECLS-Initiierung kann im Einzelfall erwogen werden. 0 EK
b) Diese Einsätze sollten in einem Register erfasst werden. B EK
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens. Fortsetzung nächste Seite
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Tabelle 4 – Fortsetzung
Strukturelle und personelle Voraussetzungen für die Initiierung und Betreuung der ECLS.
Empfehlung COR LOE
ECLS-Fortführung
Die ECLS-Fortführung soll in einem Zentrum mit vollumfänglicher intensivmedizinischer Behandlungsmöglichkeit in einem A EK
standardisierten, multidisziplinären und multimodalen Ansatz unter Leitung eines mit dieser Methode erfahrenen Facharztes mit der
Zusatzbezeichnung Intensivmedizin erfolgen [27,28].
Bei der ECLS-Fortführung des Erwachsenen soll die Einbindung ärztlicher Vertreter aller medizinischen Fachgebiete erfolgen können, A EK
die für das Management der potenziellen ECLS-Komplikationen erforderlich sind [27].
Je nach medizinischem und pflegerischem Aufwand soll im multidisziplinären Ansatz der Pflegeschlüssel auf der Intensivstation für A EK
die Versorgung der ECLS-Patienten von Schicht zu Schicht individuell festgelegt werden.
Die Möglichkeit einer 1:1-pflegerischen Betreuung sollte sichergestellt sein [28]. B EK
Neben der ärztlichen und pflegerischen Behandlung soll die technische Überprüfung des ECLS-Systems mindestens einmal täglich A EK
durch einen Kardiotechniker oder eine in der ECLS-Therapie speziell geschulte Fachkraft erfolgen.
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
Tabelle 5
Therapiemanagement und Überwachung bei ECLS-Therapie.
Empfehlung COR LOE
ECLS-System und Kanülierung
Für ECLS sollen nur Zentrifugalpumpen verwendet werden [31,32]. A +
Für oder gegen pulsatilen ECLS-Fluss kann gegenwärtig keine studienbasierte Empfehlung ausgesprochen werden. 0 EK
Bei inadäquatem Abfall eines erhöhten Laktatspiegels oder bei unzureichender zentralvenöser O2-Sättigung sollte unter Berücksichti- B EK
gung des klinischen Zustands des Patienten auch eine Anpassung des Pumpenflusses erwogen werden.
a) Die Auswahl der arteriellen Kanülierungsstelle sollte nach patientenindividuellen Aspekten erfolgen. B EK
b) Bei Erwachsenen kann entweder eine periphere (A. femoralis) oder eine zentrale (A. subclavia; Ao. ascendens) Kanülierung 0 EK
erfolgen.
Für ECLS sollten bevorzugt beschichtete Komponenten verwendet werden. B EK
Antikoagulation und Medikation
Die Antikoagulation sollte mit unfraktioniertem Heparin erfolgen. B EK
Unter ECLS sollten die Katecholamine möglichst weit reduziert werden. B EK
Begleitende Therapie und Sedierung
Physiotherapie, Atemtherapie und Lagerungsmaßnahmen sollten im Rahmen einer ECLS-Therapie durchgeführt werden. B EK
Eine Frühmobilisation sollte bei stabiler Flusssituation im erfahrenen Team mit erfahrenen Physiotherapeuten angestrebt werden. B EK
Auch während ECLS-Therapie sollten unter Berücksichtigung der Therapiesicherheit … eine adäquate Analgesie erfolgen /… die B EK
Sedierungstiefe so gering wie möglich gehalten werden /… eine Extubation angestrebt werden.
Monitoring
Bei Patienten unter ECLS-Therapie soll eine kontinuierliche Überwachung der Perfusion, der Hämodynamik, der kardialen Entlastung, A EK
der Oxygenierung, der Antikoagulation und der Funktionalität des ECLS-Systems erfolgen [33–35].
Bei femoral arterieller Kanülierung sollen die Kontrolle einer adäquaten Oxygenierung mittels Messung der peripheren Sauerstoffsätti- A EK
gung an der rechten oberen Extremität und Blutgasanalysen durch Blutentnahme aus Arterien der rechten oberen Extremität erfolgen.
Bei peripherer Kanülierung soll eine Überwachung der Perfusion der distalen Extremitäten erfolgen. A EK
Unter ECLS-Therapie soll eine engmaschige Kontrolle der Antikoagulation erfolgen. A EK
Unter ECLS-Therapie sollen eine klinisch-neurologische Basisuntersuchung täglich und eine Kontrolle der Pupillomotorik mehrmals A EK
täglich erfolgen.
Aufgrund fehlender belastbarer Daten kann keine darüber hinausreichende apparative Methode zur Routineüberwachung der 0 EK
neurologischen Funktionen empfohlen werden.
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
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Tabelle 6
Maßnahmen bei Komplikationen.
Empfehlung COR LOE
Bei Patienten unter ECLS-Therapie soll eine kontinuierliche Überwachung der Perfusion, der Hämodynamik, der kardialen Entlastung, A +
der Oxygenierung, der Antikoagulation, des Neurostatus und der Funktionalität des ECLS-Systems erfolgen, um Komplikationen der
Therapie frühzeitig erfassen zu können [23,36–43].
Bestehende Infektionen sollen vor ECLS-Implantation antimikrobiell therapiert werden, ohne damit den Beginn einer notwendigen A +
ECLS-Therapie zu verzögern [37].
Bei femoraler arterieller Kanülierung soll eine distale Perfusionskanüle zur Vermeidung einer entsprechenden Extremitätenischämie A EK
eingeführt werden.
Bei femoraler Kanülierung sollte eine seitendifferente Kanülierung von Arterie und Vene bevorzugt werden. B EK
Bei Vorliegen einer linksventrikulären Distension soll nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen eine aktive Entlastung des linken A EK
Ventrikels durchgeführt werden [44–46].
Eine zentrale Hypoxie (durch ein Wasserscheidenphänomen) unter ECLS-Therapie bei femoral-arterieller Kanülierung soll – nach A EK
Ausschöpfung konservativer Maßnahmen – sofort nach Diagnosestellung behandelt werden. Es eignen sich z. B. folgende Maßnahmen:
• Wechsel auf zentrale Kanülierung (z. B. via rechte A. axillaris),
• Einbringen einer weiteren Kanüle (z. B. via rechte V. jugularis interna) und Wechsel der Konfiguration auf venoarteriovenös (V-AV),
• Einbringen einer weiteren venösen Drainagekanüle (VV-A-Konfiguration).
Entscheidet man sich unter ECLS-Therapie für ein Nierenersatzverfahren, sollte zur optimalen Volumensteuerung ein (semi-)kontinuier- B EK
liches Verfahren zum Einsatz kommen.
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
Tabelle 7
Entwöhnung vom ECLS-System.
Empfehlung COR LOE
Entwöhnung
Folgende Kriterien sollten evaluiert werden, bevor ein ECLS-Weaning nach standardisiertem Protokoll schnellstmöglich eingeleitet B +
wird [47,48].
1. pulsatiler arterieller Blutdruck und Nachweis einer biventrikulären Kontraktilität in der Echokardiographie
2. mittlerer arterieller Blutdruck (MAD) > 60 mm Hg
3. SvO2 ≥ 65 % (ScvO2 ≥ 60 %)
4. Laktat normwertig (≤ 2 mmol / l) oder fallend
5. Vasopressoren- / Inotropikadosierung niedrig oder fallend
6. ausreichende pulmonale Oxygenierungs- / CO2-Eliminationsleistung unter lungenprotektiver Beatmung
7. kompensierte Endorganfunktionen, v. a. Leberfunktion (Nierenersatzverfahren schließen ein erfolgreiches Weaning aber nicht aus)
Zudem sollten vor ECLS-Explantation die Kriterien 1 – 7 unter einem niedrigen ECLS-Fluss (< 2,0 l / min) und bei niedrigem Gasfluss B +
(6 Sonderbeiträge Leitlinien und Empfehlungen
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Tabelle 7 – Fortsetzung
Entwöhnung vom ECLS-System.
Empfehlung COR LOE
ECLS-Explantation
Bei offen-chirurgischer Kanülierung sollte die Explantation der Kanülen ebenfalls chirurgisch erfolgen. Die Art der chirurgischen Ver- B EK
sorgung (z. B. Übernähung, Patch, Prothesenligatur) richtet sich nach dem Lokalbefund.
Bei perkutaner Kanülierung sollte die Dekanülierung in Abhängigkeit von patienten- und prozedurspezifischen Charakteristika (Größe B EK
der Kanüle, Schwierigkeiten/Komplikationen bei der Implantation, Größe der nativen Gefäße, periphere arterielle Verschlusskrankheit,
Blutungskomplikationen) per manueller Kompression, mittels perkutaner Verschlusssysteme oder offen-chirurgisch erfolgen.
Die Technik der Dekanülierung sollte sich nicht an der ECLS-Therapiedauer orientieren. B EK
Therapiezieländerungen/-limitationen bei ECLS-Patienten sollen unter Berücksichtigung von medizinischen und ethischen Aspekten als A EK
patientenzentrierte Entscheidung mit dem interprofessionellen Behandlungsteam erfolgen [57–59].
Ein solches Szenario liegt vor, wenn das angestrebte Therapieziel nicht erreicht werden kann oder das Therapieziel vom Patienten nicht
gewünscht ist [60].
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
Tabelle 8
Nachsorge nach ECLS-Therapie.
Empfehlung COR LOE
Bei intensivpflichtigen Patienten in der frühen Phase nach Explantation eines ECLS-Systems soll eine kontinuierliche Überwachung A EK
der Perfusion, der Hämodynamik (mit invasiver arterieller Blutdruckmessung) sowie der Oxygenierung erfolgen.
Eine Echokardiographie soll zeitnah nach ECLS-Explantation sowie täglich in der frühen Phase nach Explantation und bei Auftreten A EK
einer kardiopulmonalen Instabilität durchgeführt werden.
In der frühen Phase nach Dekanülierung eines peripher implantierten ECLS-Systems soll mindestens einmal täglich eine klinische A EK
Untersuchung der Kanülierungsstellen erfolgen.
Ebenso soll routinemäßig nach Dekanülierung eine Ultraschalluntersuchung der kanülierten Gefäße erfolgen.
Im Rahmen der Versorgung von Patienten nach ECLS-Therapie auf der Normalstation soll neben der täglichen Evaluation aller A EK
Organsysteme im Rahmen der bettseitigen Visite insbesondere die Beachtung kardialer Dekompensationszeichen im Vordergrund
stehen sowie auf Folgen kanülierungsbedingter Komplikationen (Infektion, Thrombose oder Ischämie) geachtet werden.
Bei Patienten nach ECLS-Therapie soll eine möglichst stationäre rehabilitative Maßnahme durchgeführt werden. A EK
Patienten nach einer ECLS-Therapie sollen in Abhängigkeit von ihrer Grunderkrankung regelmäßig, engmaschig und langfristig A EK
kardiologisch und abhängig von der Krankheitskomplexität in einer interdisziplinären Spezialambulanz kontrolliert werden.
COR: „Class of Recommendation“/Empfehlungsgrad; LOE: „Level of Evidence“/Evidenzlevel; EK: Expertenkonsens.
senses verabschiedet werden, da derzeit den Bereich der extrakorporalen Kreis-
Diskussion
wissenschaftliche Studien mit höherer laufunterstützung müssen in Zukunft
Auf Grundlage eines strukturierten Evidenz zu diesem Thema nicht exis- durch alle involvierten Fachgesellschaf-
Verfahrens mit interdisziplinärem und tieren. Hieraus ergibt sich zwangsläufig ten und Organisationen nachhaltig un
berufsgruppenübergreifendem Ansatz die dringende Notwendigkeit, zukünftig terstützt werden.
konnte im Februar 2021 die erste evi- Forschungsprojekte zu allen Aspekten
denz- und konsensusbasierte AWMF-S3- der ECLS-Therapie zu initiieren. Hierbei Gültigkeit und Aktualisierung
Leitlinie zur ECMO/ECLS-Therapie bei gilt es insbesondere zu berücksichtigen, Alle Empfehlungen der Leitlinie sind
Herz- und Kreislaufversagen publiziert dass randomisierte prospektive Studien nach entsprechender Literaturrecherche
werden [4]. zu dieser Therapie verständlicherweise begründet durch die aktuell beste ver-
Die vorliegende Zusammenfassung gibt aus verschiedenen Gründen kaum rea fügbare Evidenz für die Anwendung der
einen aggregierten und prägnanten Über- lisierbar sind. Dennoch ermöglicht die ECLS und wurden vollständig durch die
blick über das methodische Konzept nun vorliegende Leitlinie eine kritische beteiligten Fachgesellschaften konsentiert.
und die konsentierten Empfehlungen. Reflektion publizierter Studien zu diesem Die Leitlinie ist gültig bis zum
Die Mehrzahl der Empfehlungen musste Thema. Interdisziplinäre bzw. fachge- 19.08.2025.
letztlich auf Basis eines Expertenkon- bietsübergreifende Forschungsprojekte für
© Anästh Intensivmed 2021;62:Boeken_Online-First Aktiv Druck & Verlag GmbHLeitlinien und Empfehlungen Sonderbeiträge7
Guidelines and Recommendations Special Articles
mortality of adult survivors from acute extracorporeal cardiopulmonary resus-
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Moorenstraße 5
58. White DB, Angus DC, Shields AM,
40225 Düsseldorf, Deutschland
Buddadhumaruk P, Pidro C, Paner C,
et al: Randomized Trial of a Family-Sup E-Mail:
port Intervention in Intensive Care Units. udo.boeken@med.uni-duesseldorf.de
N Engl J Med 2018;378(25):2365–2375
ORCID-ID: bitte ergänzen
An der Erstellung der Leitlinie „Einsatz der extrakorporalen Zirkulation (ECLS / ECMO) bei Herz- und Kreislaufversagen“ haben maßgeblich
mitgewirkt:
Udo Boeken Christoph Starck Markus Ferrari
Heinrich Heine University Medical School, German Heart Center, Department of Helios-Kliniken, HSK, Clinic of Internal
Department of Cardiac Surgery, Düsseldorf, Cardiothoracic and Vascular Surgery, Berlin, Medicine I, Wiesbaden, Deutschland
Deutschland Deutschland Michael Buerke
Stephan Ensminger Kevin Pilarczyk St. Marienkrankenhaus Siegen, Department of
University Hospital of Schleswig-Holstein, Imland Hospital Rendsburg, Department Cardiology, Angiology and Internal Intensive
Department of Cardiac and Thoracic Vascular for Intensive Care Medicine, Rendsburg, Care Medicine, Siegen, Deutschland
Surgery, Lübeck, Deutschland Schleswig-Holstein, Deutschland Marcus Hennersdorf
Alexander Assmann Ardawan Rastan SLK-Kliniken Heilbronn, Department of
Heinrich Heine University Medical School, Philipps University Hospital Marburg, Cardiology, Pneumology, Angiology and
Department of Cardiac Surgery, Düsseldorf, Department of Cardiac and Vascular Thoracic Internal Intensive Care Medicine, Heilbronn,
Deutschland Surgery, Marburg, Deutschland Deutschland
Christof Schmid Marion Burckhardt Mark Rosenberg
University Medical Center Regensburg, Baden-Wuerttemberg Cooperative State Hospital Aschaffenburg-Alzenau, Department
Department of Cardiothoracic Surgery, University (DHBW) – Stuttgart, Department of Internal Medicine I, Aschaffenburg-Alzenau,
Regensburg, Deutschland of Health Sciences and Management, Stuttgart, Deutschland
Karl Werdan Deutschland Thomas Schaible
Martin Luther University Halle-Wittenberg, Monika Nothacker University of Heidelberg, Department of
Clinic for Internal Medicine III, University Universität Marburg, Institute for Medical Neonatology, University Children’s Hospital
Hospital Halle (Saale), Halle-Wittenberg, Knowledge Management, Association Mannheim, Mannheim, Deutschland
Deutschland of the Scientific Medical Societies (AWMF), Harald Köditz
Guido Michels Marburg, Deutschland Medical University Children’s Hospital,
St Antonius Hospital Eschweiler, Department Ralf Muellenbach Hannover, Deutschland
of Acute and Emergency Care, Eschweiler, Campus Kassel of the University of Stefan Kluge
Deutschland Southampton, Department of Anesthesiology University Medical Center Hamburg-
Oliver Miera and Critical Care Medicine, Kassel, Deutschland Eppendorf, Department of Intensive Care,
German Heart Center Berlin, Department York Zausig Hamburg, Deutschland
of Congenital Heart Disease – Pediatric Aschaffenburg-Alzenau Hospital, Department Uwe Janssens
Cardiology, Berlin, Deutschland of Anesthesiology and Operative Intensive St Antonius Hospital, Medical Clinic and
Florian Schmidt Care Medicine, Aschaffenburg, Deutschland Medical Intensive Care Medicine, Eschweiler,
Medical School Hannover, Department of Nils Haake Deutschland
Pediatric Cardiology and Intensive Care Imland Hospital Rendsburg, Department Matthias Lubnow
Medicine, Hannover, Deutschland for Intensive Care Medicine, Rendsburg, University Hospital Regensburg, Department
Stefan Klotz Deutschland of Internal Medicine II, Regensburg,
Segeberger Kliniken, Department of Cardiac Heinrich Groesdonk Deutschland
Surgery, Bad Segeberg, Deutschland Helios Clinic Erfurt, Department of Intensive
Care Medicine, Erfurt, Deutschland
Fortsetzung auf der nächsten Seite
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Special Articles Guidelines and Recommendations
Andreas Flemmer Andreas Fründ Elfriede Ruttmann-Ulmer
LMU Munich, Division of Neonatology, Dr. Ruhr University, Bochum, Department of Medical University of Innsbruck, Department
v. Hauner Children’s Hospital and Perinatal Physiotherapy, Heart and Diabetes Center of Cardiac Surgery, Innsbruck, Österreich
Center Munich-Grosshadern, Munich, NRW, Bochum, Deutschland Christian Schlensak
Deutschland Rolf Jaksties University of Tübingen, Department of
Susanne Herber-Jonat German Heart Foundation, Frankfurt am Main, Cardiothoracic and Vascular Surgery,
LMU Munich, Division of Neonatology, Dr. Deutschland Tübingen, Deutschland
v. Hauner Children’s Hospital and Perinatal Stefan Fischer Malte Kelm
Center Munich-Grosshadern, Munich, Ibbenbueren General Hospital, Department Heinrich Heine University Medical School,
Deutschland of Thoracic Surgery and Lung Support, Department of Cardiology, Pulmonology and
Lucas Wessel Ibbenbueren, Deutschland Vascular Medicine, Düsseldorf, Deutschland
University of Heidelberg, Department of Karsten Wiebe Andreas Beckmann
Pediatric Surgery, Medical Faculty Mannheim, Münster University Hospital, Department of Langenbeck-Virchow-Haus, German Society
Heidelberg, Deutschland Cardiothoracic Surgery, Münster, Deutschland for Thoracic and Cardiovascular Surgery,
Dirk Buchwald Christiane Hartog Berlin, Deutschland
Ruhr University, Department of Cardiothoracic Charité, Humboldt-Universität zu Berlin,
Surgery, University Hospital Bergmannsheil, and Berlin Institute of Health, Department of
Bochum, Deutschland Anesthesiology and Operative Intensive Care
Sven Maier Medicine, Berlin, Deutschland
Heart Center Freiburg University, Department of Omer Dzemali
Cardiovascular Surgery, Freiburg, Deutschland Triemli City Hospital Zurich, Department of
Lars Krüger Cardiac Surgery, Zurich, Schweiz
Ruhr University, Division of Thoracic and Daniel Zimpfer
Cardiovascular Surgery, Heart and Diabetes Medical University of Vienna, Department of
Center NRW, Bochum, Deutschland Cardiac Surgery, Vienna, Österreich
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