Bedeutung der Ernährung / Ernährungstherapie aus der Sicht der Spitaldirektion - Wie tickt ein Spital bzw. Spitaldirektor

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Bedeutung der Ernährung / Ernährungstherapie aus der Sicht der Spitaldirektion - Wie tickt ein Spital bzw. Spitaldirektor
Bedeutung der Ernährung / Ernährungstherapie
aus der Sicht der Spitaldirektion

Wie tickt ein Spital bzw. Spitaldirektor

                                           3. Mai 2018

                                           Rolf Zehnder
                                           Spitaldirektor
                                           Kantonsspital Winterthur
Bedeutung der Ernährung / Ernährungstherapie aus der Sicht der Spitaldirektion - Wie tickt ein Spital bzw. Spitaldirektor
Die historische Einordnung

          Jahresbericht 1918   –   Jahresbericht 2018

          Verpflegungstage     –   Pflegetage

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Meine persönliche, berufsgeschichtliche
Einordnung

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Die aktuelle Einordnung

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Die aktuelle Einordnung

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Ernährungsberatung
                  vs
                    Ernährungtherapie
Essensangebot (Restauration)
          Ernährungsgewohnheiten
               Allergien / Diäten

                           Prävention
                              Chronische Krankheiten
                                    Mangelernährung
                                    akutstationär/ peristationär
                                    (Spezialfälle wie Intensivmedizin, Neo etc.)

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Therapeutische Relevanz!
Therapeutische Praxis?

  Ernährungstherapie scheint eine relevante therapeutische Intervention
  zu sein.

  «Evidenz ist jetzt zweifelsfrei gegeben» (Dr. R. Imoberdorf)

  «Jedes Spital muss eine Ernährungsmedizin haben» (Prof. P. Ballmer)

  Wer setzt das durch?
      Ist das Job jedes (Chef)arztes?
      Ist das Job der Spitalleitung / Spitaldirektion / Verwaltungsrat?
      Ist das Job des Regulators (Gesundheitsdirektion Kanton / Bund)?

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Rolle des Spitaldirektors in der
Expertenorganisation

  Ist der Spitaldirektor der fachliche Super-Experte?

  Therapeutische Freiheit vs Evidenz vs Kunstfehler

  Analogie: Wer entscheidet

          welches Labor bei einem Patienten routinemässig gemacht wird?
          ob ein präoperatives EKG gemacht wird?
          ob und wann Blutdruck gemessen wird?

  Es braucht sicher Überzeugungsarbeit! (Evidenz und Kommunikation)

  Braucht es zusätzlich Zwang? Anreize?
  Wer A sagt muss auch B sagen, oder «die Geister, die ich rief…»

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Fallbeispiel
Antrag Aufbau Ernährungsmedizin KSW

  Antrag liegt auf meinem Pult

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Wie ist Ernährungstherapie /
Ernährungsmedizin organisatorisch
einzubinden

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Wie ist Ernährungstherapie /
Ernährungsmedizin organisatorisch
einzubinden
  • Als Klinik (analog Neurochirurgie)

  • Als Fachgebiet (analog Kardiologie)

  • Als Institut (analog Physiotherapie)

  Was ist der Unterschied?

           Ist Ernährungsmediziner fallverantwortlich / fallführend
           Entscheidet der fallführende Kliniker oder Facharzt

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Wie ist Ernährungstherapie /
Ernährungsmedizin organisatorisch
einzubinden

  Das Beispiel Physiotherapie (Aufbauorganisation)

  • Teil einer Klinik / eines Fachbereiches (z.B. Rheumatologie)?
  • Jedes Departement hat eigene Physio analoge Pflege?

  Das Beispiel Physiotherapie (Prozessorganisation)

  • Wer entscheidet wieviel Physio ein Patient braucht?

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Meine Vision:
Berufsbilder weiterentwickeln

  Nurse practitioner

  Physio practitioner

  Nutrition practitioner

  Anforderung mittelfristig   Masterstudium
                              In Delegation des (Fach)arztes

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Take home massage

  1. Ernährungstherapie hat Evidenz

  2. Evidenz muss vermittelt werden (unter Klinikern)

  3. Kliniker müssen für den Alltag überzeugt werden

  4. Umsetzung braucht Systemkenntnis
           a. Wie funktioniert ein Kliniker
           b. Wie funktioniert ein Spital
           c. Wie funktioniert das Gesundheitswesen

  5. Mein Herz schlägt für
           1. «Institutsvariante»
           2. Ausbau Berufsfelder nichtärztlicher Gesundheitsberufe

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Es bleibt spannend
– vielen Dank
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