BIOLOXdelta Wissenschaftliche Informationen und Leistungsdaten - CeramTec Medizintechnik

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BIOLOXdelta Wissenschaftliche Informationen und Leistungsdaten - CeramTec Medizintechnik
CeramTec Medizintechnik

BIOLOX®delta
Wissenschaftliche Informationen
und Leistungsdaten
BIOLOXdelta Wissenschaftliche Informationen und Leistungsdaten - CeramTec Medizintechnik
Offene Fragen der Hüftendoprothetik

Osteolyse

Die Hüftendoprothetik gehört zu den erfolgreichsten operativen Verfahren überhaupt.
Trotzdem bleiben ungelöste Probleme und offene Fragen. Sie betreffen nicht zuletzt
Design und Implantatmaterialien. Osteolyse und aseptische Lockerung sind laut Schwe-
denregister (2012) Ursache für 68,2 Prozent aller Revisionen. Das Gleitpaarungsmaterial,
die Anzahl, Größe und das biologische Verhalten der Abriebpartikel spielen eine ent-
scheidende Rolle. Prothetisches Impingement und unzureichende Gelenkstabilität sind
die zweithäufigsten Risikofaktoren für die Dislokation.

Instabilität

Infolge eines Impingements der Komponenten kommt es zur Einschränkung des Bewe-
gungsumfangs. Neben der exakten Positionierung der Implantate spielt deshalb der techni-
sche Bewegungsumfang (Range of Motion, ROM) eine entscheidende Rolle. Große Durch-
messer von Kugelkopf und Pfanneneinsatz vergrößern den Bewegungsumfang. Sie gehen
aber bei PE, XPE und Me/Me häufig mit erhöhtem Abrieb einher. Bei Me/Me-Gleitpaarun-
gen kann dies die Metallionenbelastung der Patienten im umgebenden Gewebe erhöhen.
Beide Wirkmechanismen sind Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussion.

Hypersensitivität

Hypersensitivität und allergische Reaktionen gegen Metalle sind in den Industrieländern
weltweit auf dem Vormarsch. Bei Patienten mit einer Me/Me-Gleitpaarung kann eine
hypersensitive Reaktion von vornherein nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine post­
operativ festgestellte Metallallergie kann für den Patienten und für die Kostenträger
eine zusätzliche Belastung darstellen. Deshalb wird es immer wichtiger, Implantatmateri-
alien zu verwenden, die sich im Körper biologisch neutral verhalten.

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Synoviale Schmierung

Bis heute sind die tatsächlichen Prozesse, die dem tribologischen Verhalten künstlicher
Gelenke zugrunde liegen, nur teilweise aufgeklärt. Im Gegensatz zum natürlichen Knorpel­
gewebe sind selbst modernste Materialkombinationen nicht für einen Schmierfilm ausge-
legt, der die beiden Oberflächen dauerhaft voneinander trennt. Daher spielen in der Endo-
prothetik abriebfeste Werkstoffe mit optimalen Oberflächeneigenschaften beim
tribologischen Ergebnis eine Schlüsselrolle.

Konuskorrosion

Es hat sich herausgestellt, dass bei der HTEP die Korrosion im Konusbereich, das heißt zwi-
schen Kugelkopf und Hals der Endoprothese, das Resultat in erheblicher Weise beeinflusst
und dass ihr Schweregrad zahlreichen Einflüssen unterliegt. Zunehmende Evidenz belegt,
dass Keramikkugelköpfe nicht nur einen geringeren Abrieb aufweisen, sondern auch
schaftseitig die Metallkorrosion im Konusbereich mildern und natürlich selbst keiner Korro-
sion unterliegen.

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4   Beyond comparison since 1974
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Bewährte Hochleistungskeramik
BIOLOX®delta

Eine mehr als 40-jährige Erfahrung auf dem Gebiet des keramischen Hüftgelen-
kersatzes und mehr als 10 Millionen implantierter BIOLOX® -Komponenten unter-
mauern die Führungsposition von CeramTec in dieser Technologie.

Weltweit vertrauen Chirurgen auf unsere pinkfarbene BIOLOX®delta Keramik.
Bereits die Farbe gibt dem Chirurgen die Gewissheit, Implantate höchster Qualität
und Sicherheit für seine Patienten aus dem Hause CeramTec zu verwenden.

BIOLOX® delta ist die einzige Keramik mit 11 Jahren erfolgreicher klinischer Erfah-
rung und mit mehr als 5 Millionen implantierten Komponenten.

Keramikkomponenten aus BIOLOX® -Werkstoffen verdanken ihre überlegenen
Eigenschaften der einzigartigen Materialzusammensetzung, einer ausgefeilten
                                Fertigungstechnik auf höchstem Niveau und einer mehr-
                                stufigen, hundertprozentigen Qualitätskontrolle an allen
                                hergestellten Komponenten.

Hundertprozentige Qualitäts-
kontrolle – 3D-Vermessung von
Kugelköpfen

                                                     Beyond comparison since 1974          5
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Bewährte Hochleistungskeramik

Extrem hohe Härte Reinste Rohstoffe und ein über Jahrzehnte verfeinertes Herstellungs-
verfahren sorgen für höchste Gleichmäßigkeit und mechanische Eigenschaften und – einer
der wichtigsten Faktoren – Materialhärte. Daraus resultiert höchste Verschleißfestigkeit.

Exakte Sphärizität Die Kugelköpfe werden in höchster Präzision gefertigt und dies
stellt sicher, dass die Gleitpaarung den geringst möglichen Verschleiß aufweist.

Optimales Spiel Ein genau definierter Spalt zwischen BIOLOX® -Kugelkopf und BIOLOX® -­
Pfanneneinsatz sorgt für einen exzellenten Schmierfilm, hohe Gleitfähigkeit, minimierten
Abrieb und effektive Funktionalität.

Unübertroffene Oberflächengüte Die präzise Endbearbeitung gibt der Keramik die ge-
ringste Oberflächen-Rauigkeit unter allen Implantatmaterialien. Die mittlere Rauigkeit der
hochpolierten Oberfläche beträgt bei BIOLOX®-Komponenten lediglich ca. 2 Nanometer.

Nahezu kein Dreikörperverschleiß Durch die unübertroffene Härte gibt es nahezu
keinen Dreikörperverschleiß bei Keramik/Keramik-Gleitpaarungen. Fremdpartikel werden
ohne Beeinträchtigung der Gleitflächen „zermahlen“ und nach außen gepresst.

Kratzfestigkeit Zementpartikel und die Berührung mit chirurgischen Instrumenten kön-
nen auf keramischen Oberflächen keine Kratzer hinterlassen – ein wichtiger Vorteil bei
zementierter und minimalinvasiver Implantation.

Exzellentes biologisches Verhalten In der klinischen Langzeitanwendung sind keine
adversen Körperreaktionen auf keramische Partikel bekannt. Keramik ist bioinert, bio-
kompatibel und biostabil, und es gibt keine bekannten Unverträglichkeiten.

Überragende Benetzbarkeit Starke Wasserstoffbrücken mit der keramischen Ober­
fläche sorgen für eine exzellente Benetzungsfähigkeit und die Ausbildung eines wirk­
samen Schmierfilms.

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Unter Extrembedingungen überlegen

Fremdköperpartikel, die här-
ter sind als die Gleitpartner,
führen zu extrem hohem                                      Polyethylen                                 Keramik
Abrieb (links).

Oberflächen aus Hochleis-
tungskeramik bleiben weit-
gehend unverändert (rechts).

                                      Metall                                            Keramik

                                 Quelle: CeramTec GmbH                          Quelle: CeramTec GmbH

Verkratzte Oberflächen erhö-
hen den Abrasionsverschleiß
an Pfanneneinsätzen aus PE,
XPE und Metall (links).

Nur eine nicht verkratzte,
glatte Oberfläche wie bei der
BIOLOX®-­Keramik ermöglicht
eine optimale Benetzung,
hervorragende Schmierung
und geringen Verschleiß
(rechts).

                                 Quelle: CeramTec GmbH                          Quelle: CeramTec GmbH

Starke Wasserstoffbrücken
mit der keramischen Ober­
fläche sorgen für eine exzel-
lente Benetzungsfähigkeit
und die Ausbildung eines
wirksamen Schmierfilms.

                                 Quelle: CeramTec GmbH

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Molekulare Bindung

Lockeres Metallgefüge

Die molekularen Strukturen von metallischen Legierungen und keramischen Werk-
stoffen unterscheiden sich wesentlich. In der Metallbindung kreisen die Elektronen
ungeordnet und mit vergleichsweise geringer Bindungskraft um die Atomkerne. Aus
diesem „lockeren“ Gefüge lösen sich im Körpermilieu ständig Ionen und werden vom
umgebenden Gewebe aufgenommen. Dies wiederum kann vielfältige chemische und
biologische Reaktionen auslösen.

Feste Keramikstruktur

In keramischen Molekülen folgen die Elektronen in der Keramikbindung exakt vorge-
gebenen Bahnen, den sogenannten gerichteten Elektronenorbitalen. Ihre Bindungs-
kraft ist sehr hoch und daher sind die Moleküle äußerst stabil. Deshalb kommt es nicht
zur Bildung von Ionen, und chemische und biologische Reaktionen sind weitgehend
ausgeschlossen.

                                                                                          Metallbindung:
                                                                                          Die ungeordneten Elektronen-
                                                                                          bahnen erlauben die Entste-
                                                                                          hung von Ionen (links).
                                                                                          Keramikbindung:
                                                                                          Die festen Elektronenbahnen
                                                                                          schließen Ionenbildung und
                                                                                          chemische Reaktionen prak-
                                                                                          tisch aus (rechts).

                                                                                            Atomkern
                                                                                            Elektron
Quelle: CeramTec GmbH              Quelle: CeramTec GmbH

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Härte und Zähigkeit kombiniert

Die extrem stabile Keramikbindung schließt eine plastische Verformung des Materials
nahezu aus. Dies bewirkt einerseits die gewünschte extrem hohe Härte, führt jedoch
auf der anderen Seite zu einer relativ hohen Sprödheit. Mit der optimalen Werkstoff­
zusammensetzung kann man jedoch gleichzeitig eine hohe Härte und eine hohe
­Zähigkeit erreichen. Vorbilder dafür gibt es in der Natur wie in der Technik.

Damaszener Stahl kombiniert
schichtenweise harte und wei-
chere Legierungen zu einem
höchst schnitthaltigen und wi-
derstandsfähigen Werkstoff.

                                  Quelle: stienenDamast, Mönchengladbach, Deutschland            Quelle: J.D. Verhoeven, A.H. Pendray, W.E. Dauksch, Journal of Metals,
                                                                                                 vol. 50, No. 9, p. 60 (1998)

Das schützende Perlmutt ver-
bindet Härte und Zähigkeit.
Es besteht aus hart-sprödem
Aragonit und sehr dehnfähigen
Zwischenschichten aus Proteinen
und Chitin.

                                  Quelle: CeramTec GmbH                                          Quelle: CeramTec GmbH

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Das MULTIGEN PLUS
                                    Keramik-Knie
                                    (Limacorporate, oben)

                                    Das BPK-S Keramik-Knie
                                    (Peter Brehm GmbH,
                                    Mitte, unten)

12   Beyond comparison since 1974
Intelligente Verstärkungsmechanismen

Ein wesentlicher Unterschied

Die Materialwissenschaft unterscheidet zwischen Bruchfestigkeit und Bruchzähig-
keit. Die Bruchfestigkeit bezeichnet die maximale mechanische Spannung, die ein
Material aushält, ohne zu brechen. Bruchzähigkeit, oder auch Risszähigkeit, be-
schreibt den Widerstand eines Materials gegen einsetzendes Risswachstum. Bisher
verwendete keramische Materialien wie BIOLOX®forte weisen bereits eine sehr
hohe Bruchfestigkeit auf.

BIOLOX® delta ist zusätzlich mit einer extrem hohen Bruchzähigkeit ausgestattet.
Viel besser als andere Keramiken kann es einsetzenden Rissen widerstehen und
einen Rissverlauf unterbinden. Diese Eigenschaft basiert auf zwei Verstärkungs­
mechanismen.

Stärke bei Höchstbelastung

Die größte Belastung des Materials tritt in Hart/Hart-Paarungen mit kleinen Durch-
messern auf. Hier bietet die Stärke von BIOLOX® delta einen weiteren Vorteil: Das
millionenfach bewährte Aluminiumoxid mit einem Anteil von über 80 Volumenpro-
zent sorgt für kompromisslose Härte. Zusätzliche keramische Verstärkungselemente
machen das Material gleichzeitig zäh und bruchfest.

                                             Beyond comparison since 1974            13
Optimiertes Mikrogefüge

Das Gefüge von BIOLOX®delta
im Detail: Platelets mit Riss-Stop-
per-Funktion (1), Aluminiumoxid­
partikel (2), Zirkonoxidpartikel (3).

Im Gegensatz zu BIOLOX®forte
(links) ermöglicht die deutlich                                                                               3
kleinere Korngröße und höhere
Gleichmäßigkeit bei BIOLOX®delta
noch glattere Oberflächen.
                                                                                                                       1
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                                                                                     2 µm                                                 2 µm

                                        Quelle: CeramTec GmbH                                       Quelle: CeramTec GmbH

Das Prinzip der Umwandlungs-
verstärkung: Zirkonoxidpartikel
wirken wie Airbags und nehmen
                                                    Rissausbreitung                                               Rissausbreitung
einwirkende Kräfte auf (links).
Das Prinzip der Platelet-Verstär-
kung: Plättchenförmige Kristalle
blockieren die Rissausbreitung                                  Aluminium­
und potenzieren dadurch den                                     oxid                                                                    Platelets
Verstärkungseffekt (rechts).

                                                                                  Zirkon­
                                                                                  dioxid

                                        Quelle: CeramTec GmbH                                       Quelle: CeramTec GmbH

                                        Airbagfunktion                                             Risse stoppen

                                        Der erste Verstärkungsmechanismus ist den ein- Der zweite Verstärkungsmechanismus wird
                                        gelagerten tetragonalen Zirkonoxid-Parti­keln zu durch plättchenförmige Kristalle erreicht, die sich
                                        verdanken. Diese Partikel sind einzeln in der sta- in der Oxidmischung in situ ebenfalls vereinzelt
                                        bilen Aluminiumoxid-Matrix verteilt. Sie erzeu- bilden. Diese „Platelets“ bauen die Rissenergie
                                        gen lokale Druckspitzen im Bereich der Risse und ab und unterbinden damit die Rissbildung und
                                        wirken so der Rissausbreitung entgegen.                    -ausbreitung. Beide Funktionen erlauben es, mit
                                                                                                   BIOLOX®delta auch Komponentengeometrien zu
                                                                                                   konstruieren, die früher mit Keramik nicht zu er-
                                                                                                   reichen waren.

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Beyond comparison since 1974   15
Langzeitfestigkeit

Verbesserte Materialeigenschaften

Bei der Berstlastprüfung werden die keramischen Komponenten gezielt einer axialen
Belastung ausgesetzt, die zum Materialbruch führt. Sie entspricht bei einem 28 mm
Kugelkopf aus BIOLOX® delta einem Druck von mehr als 80 kN. Bei größeren Kugelköp-
fen liegt die Berstlast sogar noch höher. Die Berstlast von BIOLOX® delta liegt erheblich
höher als die von herkömmlicher Aluminiumoxidkeramik. Tests an
Standardproben des Materials zeigen zudem, dass die Biegefestig-
keit von BIOLOX® delta auch durch mehrfaches Autoklavieren nicht
negativ beeinflusst wird. Bei reinem Zirkon­oxid hingegen kann eine                      8t
hydrothermale Instabilität auftreten. Bei B
                                          ­ IOLOX® delta entsteht
sie aufgrund der Aluminiumoxidmatrix nicht.                                   Berstlasttest am Kugelkopf.
                                                                              Durch den Konus werden bis
                                                                              zu 8 Tonnen eingebracht.
Bessere Biomechanik

Die Vorteile keramischer Materialien werden bei großen Durchmessern (≥ 32 mm) beson-
ders deutlich. Simulatorstudien zeigen, dass trotz der deutlich größeren Reibungsflächen
die Abriebraten niedrig bleiben, signifikant niedriger als bei anderen Materialien. Beim
Einsatz von Keramik muss der Chirurg nicht zwischen Abriebrate und Durchmesser abwä-
gen, sondern kann ohne Einschränkungen die für den Patienten beste Option wählen.

Bessere Tribologie

Ein drastisch verringerter Abrieb, ein großer Bewegungsumfang sowie ein erhöhter Wi-
derstand gegen Dislokation machen die Ke/Ke-Gleitpaarung mit großem Durchmesser
zur ersten Wahl, wenn es um eine Verbesserung von Funktionalität, Langlebigkeit und
Sicherheit geht. Im Gegensatz zu anderen Gleitpaarungen mit konventionellem und
hochvernetztem Polyethylen bleibt nämlich die Abriebrate bei Ke/Ke-Gleitpaarungen
mit größerem Durchmesser konstant und ist anderen Materialkombinationen somit
überlegen.

16                                             Beyond comparison since 1974
Berstlast (kN)                                                 Berstlast (kN)                                 Berstlast im Vergleich: Die
                                                                                                              Berstlast bezeichnet den
100                                                            100                                            Punkt, an dem die Kompo-
                                                                                                              nente bricht. Sie entspricht
                                                                                                              bei einem Kugelkopf aus
80                                                             80
                                                                                                              BIOLOX®delta einem Druck
                                                                                                              von mehr als acht Tonnen
                                                                                                              (links).
60                                                             60
                                                                                                              BIOLOX®delta weist auch
                                                                                                              nach 10 Stunden Autoklavie-
40                                                             40                                             ren keine Veränderung der
                                                                                                              Berstlast im Vergleich zu ei-
                                                                                                              nem fabrikneuen Kugelkopf
20                                                             20
                                                                                                              auf (rechts).

                     Anzahl der Tests (mit je 7 Kugelköpfen)                                                  Quelle: CeramTec GmbH
0                                                              0
      1          2    3        4        5       6        7                      Fabrikneu     10 h Autoklav

Negativ                                                        Positiv

Abriebvolumen (mm3 je Million Zyklen)                          Abriebvolumen (mm3 je Million Zyklen)          Deutlich erhöhter Abrieb mit
                                                                                                              größerem Metallkugelkopf
                                                                                                              (links), Hüftgelenksimulator
                                                                                                              – hochvernetztes Polyethy-
12                                                             12
                                                                                                              len, Abriebrate nach 10 Mil-
                                                                                                              lionen Zyklen.
10                                                             10
                                                                                                              Im Gegensatz zum Metallku-
                                                                                                              gelkopf deutlich geringerer
 8                                                              8
                                                                                                              Abrieb mit Keramikkugel-
                                                                                                              kopf (rechts), Hüftgelenk­
 6                                                              6                                             simulator – hochvernetztes
                                                                                                              Polyethylen, Abriebrate nach
 4                                                              4                                             10 Millionen Zyklen.

                                                                                                              Quelle: Fisher J, University of Leeds (GB),
 2                                                              2
                                                                                                              2006

 0           28 mm                      36 mm                               36 mm                36 mm
                                                                0

             Metall-                  Metall-                             Metall-              Keramik-
          kugelkopf/XPE            kugelkopf/XPE                       kugelkopf/XPE         kugelkopf/XPE

                                                                           Beyond comparison since 1974                                                17
Mehr Möglichkeiten

Neue Geometrien

Die überlegenen Materialeigenschaften von BIOLOX® delta erlauben Komponentengeometrien,
die mit anderen Keramikwerkstoffen nicht möglich waren. Mit einer geringeren Wandstärke der
Pfanneneinsätze, bei erhöhter Stabilität und Sicherheit, können Keramik/Keramik-Gleitpaarungen
mit großen Durchmessern angeboten werden. Anders als bei Metall und Polyethylen entsteht bei
Keramik mit größeren Durchmessern kein signifikant erhöhter Abrieb.

Präziser Schmierspalt

Ein weiterer Vorteil der Keramik bei dünnwandigen Komponenten ergibt sich aus der hohen
Steifigkeit des Materials. So wird der für die Ausbildung des Schmierfilms erforderliche, präzise
eingestellte Schmierspalt (Clearance) zwischen den Komponenten nicht durch eine unerwünschte
Deformation der dünnwandigen Elemente beeinträchtigt.

Größen und Materialkombinationen

Vom tribologischen Standpunkt aus können Kugelköpfe und Pfanneneinsätze in Gleitpaarungen
beliebig miteinander kombiniert werden. Kugelköpfe aus beiden Materialien lassen sich zudem
mit Pfanneneinsätzen aus Polyethylen und hochvernetztem Polyethylen kombinieren, die spezi-
ell für diese Anwendung entwickelt und von den zuständigen Behörden für diese Kombination
zugelassen sind.

 BIOLOX®-Kugelköpfe dürfen nur in Kombination mit Femurschäften kombiniert werden, die speziell für diese Kombination von den
 Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freige-
 geben und zugelassen sind. BIOLOX®-Pfanneneinsätze können nur in Kombination mit Pfannen verwendet werden, die speziell für
 diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den
 zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind. BIOLOX®OPTION-Kugelköpfe und -Hülsen dürfen nur mit Femurschäften
kombiniert werden, die speziell für diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und
in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind. BIOLOX®DUO-Bipolarsysteme dürfen nur in
Verbindung mit BIOLOX®forte- oder BIOLOX®delta-Kugelköpfen genutzt werden, die speziell für diese Kombination von den Implan-
tatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freigegeben
und zugelassen sind.
Wichtig: Bitte beachten Sie, dass kein internationaler Standard existiert, der das Design von Schaftkonen oder ihre Nomenklatur
beschreibt. Dies bedeutet, dass Angaben wie 12/14,10/12 etc. nicht bedeuten, dass ihr Design identisch ist.
Aus tribologischer Sicht können BIOLOX ®forte-, BIOLOX ®delta- und BIOLOX ®OPTION-Kugelköpfe nur in Kombination mit
­BIOLOX®forte- oder BIOLOX®delta-Pfanneneinsätzen oder mit PE- oder XPE-Pfanneneinsätzen kombiniert werden, die speziell für
 diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den
 zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind.

18                                                         Beyond comparison since 1974
Beyond comparison since 1974   19
20   Beyond comparison since 1974
Vielseitige Verwendung

  Optimierte Revision

  BIOLOX®OPTION bietet eine geeignete Lösung für den seltenen Fall einer Keramik-
  fraktur. Mit dem Keramikkugelkopf für die Revision (BIOLOX®OPTION) lässt sich die
  abriebbedingte Osteolyserate nach der Revision eines Hüftgelenkersatzes signifi-
  kant reduzieren. Bei einer Pfannenrevision mit in situ verbleibendem Prothesen-
  schaft, der gut fixiert und für BIOLOX®OPTION zugelassen ist, kann der Operateur
  zwischen einer Ke/PE, Ke/XPE- und Ke/Ke-Gleitpaarung wählen.* So lässt sich eine
  Upgrade-Lösung nutzen, um eine Gleitpaarung zu implantieren, die u. U. eine bes-
  sere Abriebfestigkeit aufweist als die zuvor implantierten Materialien.

  Knieendoprothetik

  Die Geometrie der knieendoprothetischen Gleitpaarung ist wesentlich komplexer
  als die des Hüftgelenks. Die verbesserten Materialeigenschaften von BIOLOX® delta
  haben es möglich gemacht, sichere keramische Komponenten auch für solche For-
  men herzustellen.

  Schulterendoprothetik

  In der Schulterendoprothetik zählen Polyethylenabrieb, Lockerung, Metallallergie und
  Infektion zu den größten Problemen, so dass sich hier der Einsatz von BIOLOX®-Kera-
  mik geradezu von selbst anbietet. Durch den Einsatz der BIOLOX® -Keramik in der
  Schulterendoprothetik wird das klinische Applikationsspektrum dieses Materials
  noch breiter.

* Schaftkonus-Deformationen sind in der Gebrauchsanweisung für BIOLOX®OPTION beschrieben.

                                                                 Beyond comparison since 1974   21
Weitere Applikationen

Unsere Kunden im Bereich der Medizinproduktetechnik kontaktieren uns regelmäßig
hinsichtlich neuer Anwendungsbereiche unserer Biokeramikmaterialien. An erster
Stelle dieser Anfragen stehen die Reduktion der Abriebpartikel, eine bessere Dar-
stellung in der Bildgebung, Vermeidung mikrobieller Kontamination und die Bereit-
stellung von Alternativen für Patienten mit Hypersensitivität auf Metalle. Bioinerte
Keramikkomponenten bieten sowohl bewährte als auch potenzielle Lösungsansätze
für diese Probleme und stehen im Mittelpunkt unserer Anstrengungen in Forschung
und Entwicklung.

Ziel von CeramTec Medical Engineering ist es, Keramik­produkte für neue medizini-
sche Behandlungsoptionen in den Bereichen Wirbelsäule, kleine Gelenke und Dental-
versorgung zu schaffen.

     Die Stärken von BIOLOX®delta

     • Exzellentes biologisches Verhalten*
     • Signifikant niedrigere Konuskorrosion*
     • Keine Freisetzung von Metallionen*
     • Keine bekannte pathogene Reaktion auf Keramikpartikel*
     • Widerstandsfähig gegen Dreikörperverschleiß*
     • Sehr gute Benetzungsfähigkeit*

*Literatur auf Anfrage von CeramTec GmbH erhältlich

22                                                    Beyond comparison since 1974
Beyond comparison since 1974   23
Literatur:
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                         erfahren                                                                                                  D-73207 Plochingen
                                                                                                                                   Tel.: +49 7153 611 828
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                                                                                                                                   www.biolox.de

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