INFOMOBIL 04 2018 - ESWE Verkehr
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INFOMOBIL
DA S FA H RG A STM AG A Z I N FÜ R WI ESBA D E N S N A H V E R K E H R
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LICHER INNOVATIONEN
Im September 2016 hat das Wiesbadener Stadtpar-
lament beschlossen, dass sich ESWE Verkehr in den FAHRRADVERMIETUNG 4
kommenden Jahren zu einem „umfassenden Mobi- KURZ VORM START
litätsdienstleister“ entwickeln soll. Dieser Entwick- „ESWE Verkehr meinRad“ steht
lungsprozess, liebe Leserinnen und Leser, ist gerade in ab Mitte Juli zur Verfügung
vollem Gange: Die Stichworte „CityBahn“ und „Elek
trifizierung der Linienbusflotte“, um nur zwei Beispiele DIE PLANUNGEN SCHREITEN VORAN 6
zu nennen, sind Ihnen als INFOMOBIL-Leser ja bestens Streckenverlauf der CityBahn wird konkreter – in WI und MZ
bekannt.
Ein weiteres wichtiges Element der „umfassenden Mo- 2017: STABILE KUNDENZUFRIEDENHEIT 8
bilitätsdienstleistungen“ ist das in wenigen Wochen Repräsentativbefragung ergibt Note 2,56 für ESWE Verkehr
an den Start gehende Fahrradvermietsystem „mein- JUNGER FAHRER FÜR DIE „ALTE DAME“ 9
Rad“. Dessen Einführung wird der Fahrradnutzung in
Alen Hartfeld ist Student – und Chauffeur der Nerobergbahn
Wiesbaden eine stärkere Bedeutung verleihen. Vor al-
lem aber sollen die Mietfahrräder – im Sinne vernetz- SPORTLICH ABHÄNGEN AUF DEM HAUSBERG 10
ter Verkehrsangebote – die räumliche Lücke, also die „Kletterwald Neroberg“: Satte Rabatte
vielzitierte „letzte Meile“ zwischen der Wohnung des für Treuebonus-Kunden
Fahrgasts und der nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle
schließen. GESUCHT: ACHT BILDFEHLER 11
Zehn „Maldaner“-Wertgeschenke zu gewinnen!
Um die neue Vielfalt der unterschiedlichen Mobili-
tätsoptionen sinnvoll und nutzerfreundlich miteinan- PINNWAND 12
der zu verknüpfen, werden zu späterem Zeitpunkt im Wichtiges in aller Kürze
Wiesbadener Stadtzentrum mehrere sogenannte Mo-
bilitätsstationen entstehen, die den direkten Umstieg JEDE ZWEITE FAHRT ENDET VORZEITIG 13
zum Beispiel vom Bus aufs Mietfahrrad oder von der Linien 5, 8, 15 und 18: Baustelle macht Änderungen
CityBahn auf ein Carsharing-Auto ermöglichen. Sie se- erforderlich
hen: Dank ESWE Verkehr sieht Wiesbaden einem Bün-
del verkehrlicher Innovationen entgegen. Das INFO- BERATUNG AUF 14
MOBIL wird Sie auf dem Laufenden halten; alle Details 200 QUADRATMETERN
zu „meinRad“ finden Sie direkt nach dem Umblättern. Ab Ende September: Die
Mobilitätszentrale an neuem Standort
Wir wünschen Ihnen eine interessante und unterhalt-
same Lektüre dieser INFOMOBIL-Ausgabe, die übrigens
die fünfzigste ist – das kleine Jubiläum feiern wir auf GOLDJUBILÄUM FÜRS INFOMOBIL 16
den Seiten 16 und 17. Zum 50. Mal: Das Magazin für Wiesbadens Nahverkehr
Herzlichst, WEINFEST: IN 8 WOCHEN GEHT’S LOS! 18
Viele ESWE-Verkehr-Angebote zur
„Rheingauer Weinwoche“
FREIZEITSPASS IN DEN SOMMERFERIEN 19
Städtische Ferienkarte für Inhaber des
„Schülerticket Hessen“
ANGEBOT + 5% = NACHFRAGE + 7% 20
Potenzial für stärkere ÖPNV-Nutzung konnte
geweckt werden
„SAGEN SIE MAL, HERR SCHNEIDER …“ 21
Fragen und Antworten zur Anschaffung neuer Dieselbusse
Dipl.-Kfm. Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Sozialpäd.
Jörg Gerhard Hermann Zemlin Frank Gäfgen ENERGIE EINSPAREN, UMWELT SCHONEN 22
ESWE Verkehr wirkt auch 2017/18 im „Ökoprofit“-Klub mit
Geschäftsführung der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH
geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.de MUSIKFEST, BADFEST, VOLKSFEST 23
Mit ESWE Verkehr durch den „feierlichen“ Sommer
IMPRESSUM 23Augenzwinkernde Kommunikation: Eine auf dem auffälligen Kernbegriff „SORRY“ basierende Kampagne (siehe Hinterrad-Panel) wird die Einführung des
Wiesbadener Fahrradvermietsystems begleiten
FAHRRADVERMIETUNG KURZ VORM START
„ESWE VERKEHR MEINRAD“ STEHT AB MITTE JULI ZUR VERFÜGUNG
Viel ist im Vorfeld berichtet worden, nun den Platzverhältnissen vor Ort werden besitzen unsere Wiesbadener Räder die
aber geht’s tatsächlich los: Am 13. Juli pro Station zwischen sechs und 38 Räder Mainz-typische ‚Andock-Nase‘.“
2018, so der Planungsstand beim Redak- zur Verfügung stehen; ein kleiner Stand-
tionsschluss dieser INFOMOBIL-Ausgabe, ort ist beispielsweise die Neugasse, ein Der Start von „ESWE Verkehr meinRad“
wird – im Stadtverbund mit dem Main- großer der Bahnhofsvorplatz. Bedarfs- stellt ein weiteres wichtiges Element
zer System „MVG meinRad“ – das neue orientiert werden die Fahrräder täglich der „umfassenden Mobilitätsdienstleis-
Wiesbadener Fahrradvermietsystem auf die einzelnen Stationen umverteilt. tungen“ dar, für die ESWE Verkehr ge-
„ESWE Verkehr meinRad“ an den Start mäß Beschluss des Wiesbadener Stadt-
gehen. An (zunächst) 49 Stationen im „Wir haben uns für einen robusten parlaments nun verantwortlich ist. Im
Stadtbereich Wiesbaden werden dann Fahrradtyp entschieden, der besonders Sinne vernetzter Verkehrsangebote er-
rund 500 orangefarbene Fahrräder auf gut für alltägliche Kurzstrecken und für füllen die Mietfahrräder unter anderem
ihre Nutzer warten. Insgesamt sieht die häufigen Fahrerwechsel geeignet ist“, die Funktion, die räumliche Lücke, also
erste Ausbaustufe 58 Standorte vor; es erläutert Projektleiterin Sandra Beege die vielzitierte „letzte Meile“ zwischen
werden also – voraussichtlich schon kurz und fügt hinzu: „Damit die Räder auch der Wohnung des Fahrgasts und der
nach dem Start des Systems – weitere in Mainz an den dortigen festen Stati- nächsten Bus- oder künftig auch Bahn-
neun Stationen hinzukommen. Je nach onen zurückgegeben werden können, haltestelle zu schließen.
4DIE STATIONSLISTE
An diesen 49 Stationen wird „ESWE Verkehr meinRad“ ab Mitte Juli zur Verfügung stehen:
• Adolfsallee • Gartenfeldstraße/ESWE Verkehr • Nerobergbahn Talstation
• Albrecht-Dürer-Anlagen • Gottfried-Kinkel-Straße • Neugasse
• Bahnhofstraße • Hauptbahnhof Wiesbaden • Oranienstraße/Gerichtsstraße
• Bertramstraße/ • Herderstraße • Paulinen-Klinik
Hochschule RheinMain • Kahle Mühle P+R • Platz der Deutschen Einheit
• Berufsschulzentrum • Kochbrunnenplatz • Rheinufer
• Blücherschule • Kriegerdenkmal • Röderstraße/Taunusstraße
• Brunhildenstraße/Schinkelstraße • Kulturzentrum Schlachthof • Sedanplatz
• Coulinstraße/Michelsberg • Kureck • Statistisches Bundesamt
• Dernsches Gelände • Kurt-Schumacher-Ring/ • Waldstraße/Wiesenstraße
• Dotzheimer Straße/Nixenstraße Hochschule RheinMain • Wallufer Platz
• Dürerplatz • Landeshaus • Webergasse/Spiegelgasse
• Dyckerhoffstraße • Langenbeckplatz • Wielandstraße/Klopstockstraße
• Elsässer Platz • Lorcher Straße • Zietenring
• Europaviertel • Loreleiring
Weitere neun Standorte befinden sich
• Fichtestraße/Kuranlagen • Luisenplatz
in der finalen Koordinierungsphase und
• Frankfurter Straße/Humboldtstraße • Mainzer Straße/Freizeitbad
werden voraussichtlich kurz nach dem
• Friedrich-Ebert-Allee/ • Marcobrunnerstraße Systemstart errichtet.
RheinMain CongressCenter • Moltkering P+R
DIE PREISSTRUKTUR WIESBADEN
Standard Vorteil*
(ÖPNV-Abo-Kunden, Studierende)
Basis Komfort Basis Komfort
Grundpreis im Jahr – 90,00 e /Jahr – 72,00 e /Jahr
1. Einheit: 60 min 1,50 e kostenfrei 0,75 e kostenfrei
ab 2. Einheit: 30 min 1,50 e 1,50 e 0,75 e 0,75 e
* Für Inhaber von: Abo, JobTicket, FirmenCard, LandesTicket Hessen, CleverCard, Schülerticket Hessen, RNN-Schülerjahreskarte, Semester-
Ticket einer Nicht-Mainzer Hochschule. Der Inhaber muss volljährig sein; die Fahrkarte muss das RMV-Tarifgebiet 6500 bzw. die RNN-Wabe
300 (je Mainz-Wiesbaden) oder das RMV-Tarifgebiet 6870 bzw. die RNN-Wabe 320 (je Ingelheim) beinhalten.
Hinweise zur Preisstruktur: Ein zusätzliches Tagespreis-Angebot ist in Planung und
BUDENHEIM
wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Die Vermietung erfolgt per Smartphone-
App; die App wird im Juli an den Start gehen. Detail-Infos werden rechtzeitig auf
www.meinrad-wiesbaden.de zu finden sein.
INGELHEIM MAINZ
5Fotos: CityBahn GmbH
Planskizze: Ungefähr so könnten die CityBahn-Haltestellen in der Biebricher Allee aussehen
DIE PLANUNGEN SCHREITEN VORAN
STRECKENVERLAUF DER CITYBAHN WIRD KONKRETER – IN WI UND MZ
Biebricher Allee: bieten. Die Hoffnung: Viele der anvisierten 100.000 CityBahn-
Verlagerung, keine Verdrängung Fahrgäste pro Tag lassen ihr Auto stehen und ermöglichen da-
durch sogar einen reibungsloseren Verkehrsfluss.
Sie ist die heimliche Prachtstraße Wiesbadens: Geschichts-
trächtig, baumbestanden und sehr breit – meist jedoch total Um den Alleecharakter zu erhalten, muss nur am Anfang und
verstopft. Lange Autoschlangen wälzen sich zu den Hauptver- am Ende der Straße sowie an der Haltestelle „Theodor-Heuss-
kehrszeiten über die 2,7 Kilometer lange Biebricher Allee vom Ring“ auf einige wenige der insgesamt 400 Bäume verzichtet
Biebricher Herzogsplatz hinauf und wieder hinunter bis zum werden, allerdings nicht lange. CityBahn-Geschäftsführer Her-
Wiesbadener Hauptbahnhof, verursachen viel Lärm und noch mann Zemlin verspricht: „Für jeden Baum, der für die CityBahn
mehr Abgase. All dies soll sich mit der CityBahn ändern: Die Pla- irgendwo weichen muss, gibt es natürlich Neupflanzungen.“
ner des Projekts wollen mit dem schienengebundenen Verkehrs- Auch der Angst von Anwohnern vor dem Verlust von Parkplät-
mittel keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle und attraktive zen tritt er entgegen: „Der Bau der CityBahn soll für alle Wies-
Alternative zum sogenannten motorisierten Individualverkehr badenerinnen und Wiesbadener bessere Verkehrsverhältnisse
schaffen, nicht nur für die Nutzerinnen und Nutzer der Bahn.
Wir wollen keine Autos verdrängen. Die Stadt plant ohnehin ein
neues Parkraumbewirtschaftungs-Konzept.“
Vorgesehen sind an der Biebricher Allee derzeit vier CityBahn-
Haltestellen: „Fischerstraße“, „Theodor-Heuss-Ring/Sportpark
Rheinhöhe“, „Rudolf-Vogt-Straße“ sowie „Herzogsplatz“. Das
bisherige Busnetz soll wie überall an das neue Rückgrat des
ÖPNV, die CityBahn, angepasst werden und damit insgesamt
eine noch engmaschigere Verzahnung bieten. Geregelt wer-
den soll der Verkehr möglicherweise durch Ampeln, die den
restlichen Verkehr für die CityBahn anhalten. Nach bisherigem
Stand wird die Sicht entlang der Allee auch nicht durch zusätz-
liche Masten beeinträchtigt – bereits jetzt gibt es hinreichend
viele Lampen- und Strommasten, die dann zu Vielzweck-Masten
Aus Richtung Stadtzentrum in Richtung Biebrich: Die Biebricher Allee im
Anstieg zur sogenannten Adolphshöhe werden, indem die Oberleitungen der CityBahn hier „andocken“
können.
6
DER STRECKENVERLAUF
IM VIDEO
Auf www.citybahn-verbindet.de kann
seit Kurzem ein Video abgerufen wer-
den, das in aussagekräftigen Bildern
den derzeit geplanten Streckenverlauf
der CityBahn veranschaulicht – von der
Hochschule RheinMain in Wiesbaden
bis zum Campus der Hochschule Mainz.
Stadtzentrum Mainz: Die Punktelinien zeigen die drei diskutierten Varianten des Streckenverlaufs der CityBahn
Damit sieht Hermann Zemlin die CityBahn gerade für die Bieb- troverser diskutiert, relativ positiv hingegen die Variante über
richer Allee als große Chance, damit die anno 1749 zunächst die Große Bleiche, auch vor dem Hintergrund einer gesamten
als Feldweg angelegte Chaussee weiterhin ihren einmaligen städtebaulichen Neuausrichtung dieses Bereichs. Auf Mainzer
Charakter behalten und der Verkehr dort besser fließen kann: Seite sind nach den Erfahrungen mit der neuen „Mainzelbahn“
schnell, umweltfreundlich und leise. Wünsche nach noch mehr Bürgerdialog aufgekommen, um so
viele Stimmen wie möglich zu hören.
Jenseits des Rheins:
Diskussion über Linienführung auch in Mainz Viele Fragen und Anregungen drehten sich zudem um die Ver-
kehrssituation auf der Theodor-Heuss-Brücke und um eine mög-
Die CityBahn verbindet – schon jetzt: Nicht nur die Wiesbade- liche weitere Brücke über den Rhein. Eine zweite Rheinquerung
ner, auch die Bewohner der anderen Rheinseite haben bislang ist in der Planung der CityBahn nicht vorgesehen und deshalb
mit in Summe genau 13.447 Anregungen und Wünschen über nicht Teil der Nutzen-Kosten-Untersuchung, die für die gesam-
den möglichen Verlauf der insgesamt 34,5 Kilometer langen te Strecke von Bad Schwalbach bis zur Hochschule Mainz einen
CityBahn-Strecke diskutiert. Mit der zweitägigen Infomesse im Quotienten von 1,5 erbracht hat – der gesamtwirtschaftliche
Kurfürstlichen Schloss in Mainz am 23. und 24. April sowie dem Nutzen der CityBahn übersteigt die Kosten des Projekts also um
Online-Dialog bis Ende April ist nach Dialog und Veranstaltun- 50 Prozent. Damit ist eine gute Grundlage für den Bau der City-
gen auch in Wiesbaden die erste Runde der Bürgerbeteiligung Bahn gelegt, und Gespräche mit Land und Bund zur Förderfähig-
abgeschlossen – viele weitere Aktionen, Foren und Gesprächs- keit und Bezuschussung stehen auf soliden Beinen.
kreise werden folgen. Sinn dieser sehr frühen ersten Bürgerbe-
teiligung ist es, eine möglichst genau auf die Bedürfnisse der
Bürger angepasste Alternative zum motorisierten Individualver-
kehr zu erstellen und eine große Transparenz wie auch Akzep-
tanz zu erreichen.
In Mainz wurden auf der zweitägigen Infomesse drei mögliche
Streckenvarianten diskutiert: von der Theodor-Heuss-Brücke
kommend über die Kaiserstraße, über die Große Bleiche oder
über Quintins- und Ludwigsstraße. Jede der drei Varianten
schließt noch vor dem Hauptbahnhof an das bestehende Main-
zer Straßenbahnnetz an. Die Linienführung über die Kaiserstraße
wurde von den Mainzern sowohl im Online-Dialog als auch auf
der Messe als die am wenigsten bevorzugte Variante benannt.
Auch eine Führung über die Ludwigsstraße wurde deutlich kon- Hinunter nach Biebrich: Am Herzogsplatz endet (bei anderer Blickrich-
tung: beginnt) die etwa 2,7 km lange Biebricher Allee
72017: STABILE KUNDENZUFRIEDENHEIT
REPRÄSENTATIVBEFRAGUNG ERGIBT NOTE 2,56 FÜR ESWE VERKEHR
Jedes Jahr untersucht der Fachbereich Die Ergebnisse der Untersuchung bele- Verkehr, ein interessantes Detail des Un-
Wiesbaden Business School der Hoch- gen eine große Meinungsstabilität mit tersuchungsergebnisses: „Die im vierten
schule RheinMain im Auftrag von ESWE Abweichungen nur bei der zweiten Nach- Quartal ermittelten Meinungen bilden
Verkehr, wie zufrieden die Wiesbadener kommastelle: Orientiert an der Schulno- deutlich ab, dass wir in dieser Zeitspanne
mit dem hiesigen Nahverkehr sind. Die tenskala von eins bis sechs wurde fürs – infolge der großen Zahl von Baustellen
alljährliche Repräsentativuntersuchung Busfahren in Wiesbaden 2017 eine Ge- im gesamten Stadtgebiet – auf vielen Li-
der Kundenzufriedenheit findet stets, samtnote von 2,56 ermittelt – nach Be- nien Probleme mit der Pünktlichkeit der
um eventuelle saisonal bedingte Mei- wertungen von 2,54 (2016) und 2,51 (2015). Busse hatten.“ Auch wenn dies natürlich
nungsschwankungen auszugleichen, Hingegen zeigte die Nutzung des Pkws keine erfreuliche Entwicklung gewesen
übers Jahr hinweg in vier Intervallen (diese Mobilitätsvariante schneidet stets sei, kann Holger Elze diesem Aspekt der
statt. Im Rahmen der vier „Umfragewel- deutlich schlechter ab als die ÖPNV-Nut- Untersuchung dennoch etwas Positives
len“ des Jahres 2017 wurden an jeweils zung) einen Abwärtstrend: Die Note für abgewinnen: „Die im vierten Quartal
neun Standorten im Stadtgebiet insge- die Pkw-Nutzung in Wiesbaden lag 2017 verzeichnete ,Stimmungsdelle‘ beweist,
samt 1.490 Passanten interviewt – wo- bei 3,37 (2016: 3,28; 2015: 3,25). dass die Untersuchungsmethodik sehr
bei mit Blick auf die wissenschaftliche gut funktioniert: Schnell, genau und
Seriosität wieder großer Wert darauf ge- Stimmungsbild reagiert schnell sensibel registriert sie auch kurzfristig
legt wurde, dass sowohl die Meinungen auf aktuelle Entwicklungen auftretende Meinungsschwankungen.“
regelmäßiger und sporadischer Busnut-
zer als auch die Ansichten bekennender „Unsere 2017er-Gesamtnote wäre noch „Insgesamt“, so Holger Elze abschlie-
Nicht-Fahrgäste sowie eingefleischter besser ausgefallen, hätte nicht das ßend, „ist die auf hohem Niveau stabile
Nur-Auto-Fahrer Eingang in die Auswer- vierte Quartal den Notendurchschnitt Bewertung des Nahverkehrs in Wiesba-
tung fanden. nach unten gedrückt“, erläutert Holger den, die seit vielen Jahren zu beobachten
Elze, Leiter des Geschäftsbereichs Rech- ist, ein sehr erfreuliches Resultat, für das
nungswesen und Vertrieb bei ESWE wir dankbar sind.“
8JUNGER FAHRER FÜR DIE „ALTE DAME“
ALEN HARTFELD IST STUDENT – UND CHAUFFEUR DER NEROBERGBAHN
Als er im Jahr 1999 das Licht der Welt erblickte, war die Nero- theoretische und praktische Schulung sowie erste Fahrten mit
bergbahn bereits 111 Jahre alt – in die Wiege gelegt war es Alen einem Lehrfahrer. Gewissenhaft und verantwortungsbewusst,
Hartfeld also nicht, dass er einmal zu den Fahrern des „schrägs- gleichzeitig kommunikativ und kollegial: Vom ersten Tag an
ten Wahrzeichens“ Wiesbadens zählen würde. Seit diesem hatte Alen Hartfeld diese wichtigen Eigenschaften verinner-
Frühjahr gehört der aus Schierstein stammende 1,95-Meter- licht. Mittlerweile hat sich bei ihm eine Art positive Routine ein-
Mann jenem rund 20-köpfigen Kreis von Studenten an, die gestellt; die anfängliche Aufregung ist weg, der Muskelkater –
Deutschlands älteste wasserballastbetriebene Zahnstangen- verursacht vom Festhalten der Bremskurbel des talfahrenden
Drahtseilbahn bedienen dürfen. Mit seinen 19 Jahren ist Alen Wagens, auf der ein Tonnengewicht lastet – ebenfalls.
Hartfeld der derzeit jüngste Bahnchauffeur; „und er ist einer
unserer besten“, betont Betriebsleiterin Sabine Füll. Solange sein Informatikstudium an der Hochschule RheinMain
noch dauert, möchte Alen Hartfeld, der gerade das zweite
Es war Alen Hartfelds Mutter, die die Werbung „Nerobergbahn Semester absolviert, weiter die Nerobergbahn fahren. „Und
sucht Studenten“ auf einem ESWE-Bus erblickt hatte und ih- wenn’s irgendwie geht, gerne auch länger“ – sein „Studenten-
rem Sohn, der auf Nebenjobsuche war, riet, sich zu bewerben. Traumjob“ ist ihm ans Herz gewachsen.
Was für Alen daraufhin folgte, waren zunächst eine intensive
VORMER KEN:
N EROB ERGBAH N FEST
Im September 2018 wird die Nerobergbahn genau 130 Jahre
alt. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, dem 26. August,
ein großes Nerobergbahnfest statt. Der aktionsreiche Fami-
lientag, für den sich das Plateau des Nerobergs von 12:00 bis
18:00 Uhr in eine bunte „Spiel, Spaß und Spannung“-Feier
meile verwandeln wird, steht in der Tradition des früher
jährlich ausgetragenen Nerobergfests, das zuletzt im Jahr
2014 stattgefunden hat.
9SPORTLICH ABHÄNGEN AUF DEM HAUSBERG
„KLETTERWALD NEROBERG“: SATTE RABATTE FÜR TREUEBONUS-KUNDEN
Im 32-seitigen „Treuebonus-Coupon- größten und schönsten in Deutschland,
heft“ für das Jahr 2018, das allen Inha- bietet in wunderschöner Lage, zwischen DER TR EU EB ON US-
bern eines Jahreskarten-Abonnements uralten Bäumen angesiedelt, Abenteuer
von ESWE Verkehr zum Jahreswechsel und Spaß pur sowie Natur- und Teamer-
COU PON
persönlich übersandt worden ist, sind lebnisse für Groß und Klein. „KLETTERWALD“
zwölf heraustrennbare Gutscheine für
Gemäß dem Motto „Einfach mal sport- Mit dem Treuebonus-Coupon „Klet-
zwölf unterschiedliche exklusive Bo-
lich abhängen“ können die „Kletterwald“- terwald“ erhält der Inhaber des Cou-
nusvorteile enthalten. Zu diesen zwölf
Besucher auf verschiedenen Kletter ponhefts an Wochenenden zehn
Vorteilen, die im Lauf dieses Jahres in
parcours, darunter spezielle Strecken für Prozent Rabatt auf den Erwachse-
Anspruch genommen werden können,
Kinder, gemäß ihrem jeweiligen indivi- nen-Eintrittspreis des „Kletterwal-
gehört auch der „Kletterwald“ auf dem
duellen Leistungsniveau die Freude am des Neroberg“; an Tagen unter der
Wiesbadener Neroberg. Der im Jahr
„Kraxeln“ hautnah erleben. Das innova- Woche beträgt der Treuebonus-Ra-
2006 eingeweihte und 2016 deutlich
tive Sicherungssystem „ropeglider“ steht batt sogar 20 Prozent. Die Anreise
erweiterte Hochseilgarten, einer der
dabei für maximale Sicherheit und einen gestaltet sich am schönsten, wenn
hohen, ungefährdeten Spaßfaktor. man mit der ESWE-Buslinie 1 bis zur
Endhaltestelle „Nerotal“ fährt und
von dort aus per Nerobergbahn das
Plateau des Wiesbadener Hausbergs
erklimmt. Der „Kletterwald“-Coupon
gilt bis zum 11. November 2018. Gül-
tig ist ausschließlich der Original-
Coupon, der auf den Seiten 9 und
10 des 2018er-Treuebonushefts zu
finden ist. Weitere Informationen:
www.kletterwald-neroberg.de
10GESUCHT: ACHT BILDFEHLER
ZEHN „MALDANER“-WERTGESCHENKE ZU GEWINNEN!
UN D SO GEHT’S:
Auf den Seiten 16 und 17 dieses INFO- badens „Tortenparadies Nummer 1“:
MOBILs steht es zu lesen, und auch die dem traditionsreichen „Café Maldaner“. Markieren Sie im unteren Bild die
Titelseite weist deutlich darauf hin: Diese Wem die süßen Sinne statt nach Kaffee acht Fehler – einfach per Stift an-
INFOMOBIL-Ausgabe ist genau die fünf- und Kuchen eher nach einem herzhaften kreuzen oder einkringeln.
zigste, seit ESWE Verkehr das „Fahrgast- Frühstück stehen – bitte sehr, auch dies
Tragen Sie Ihren Namen und Ihre Ad-
magazin für Wiesbadens Nahverkehr“ macht das Wertgeschenk selbstverständ-
ressdaten ein, schneiden Sie das Foto
am Jahresanfang 2006 aus der Taufe lich möglich.
samt Adressfeld aus, und senden Sie
hob. Aus Anlass dieses Jubiläums serviert
alles in einem frankierten Briefum-
die Redaktion allen Lesern ein kleines Um gewinnen zu können, muss man
schlag an: ESWE Verkehr, Redaktion
Geburtstagstörtchen: und zwar in Form lediglich die acht Fehler im „falschen“
INFOMOBIL, Gartenfeldstraße 18,
des immer wieder beliebten Bildfehler- Tortenbild identifizieren und die kor-
65189 Wiesbaden
Suchspiels. rekte Lösung rechtzeitig einsenden. Die
INFOMOBIL-Redaktion wünscht viel Spaß Alternativ können Sie auch online
Verlost werden diesmal – passend zum beim Suchen, viel Glück bei der Verlo- an dem Suchspiel teilnehmen. Die
Thema Geburtstagstorte – zehn Wert- sung – und dann guten Appetit für den interaktive Mitmachmöglichkeit
geschenke à 25 Euro, einzulösen in Wies- „Maldaner“-Besuch! finden Sie auf:
www.eswe-verkehr.de/gewinnspiel
Teilnahmebedingungen
Der Rechtsweg ist bei diesem Gewinnspiel aus-
geschlossen; die Barauszahlung eines Gewinns
ist nicht möglich. Mitarbeiter der ESWE Verkehrs-
gesellschaft sowie Angehörige dieser Mitarbeiter
dürfen nicht teilnehmen. Pro Teilnehmer ist nur
eine Einsendung erlaubt. Gültig sind nur Einsen-
dungen, die von den Teilnehmern eigenhändig ge-
schrieben und versendet wurden; Einsendungen,
die stellvertretend für Teilnehmer von Dienst-
leistern vorgenommen werden, sind ungültig.
Einsendeschluss ist der 31. Juli 2018 (23:59 Uhr bei
Foto: Fotolia/iStock
Online-Einsendungen, Datum des Poststempels
bei postalischen Einsendungen). Die Gewinner
werden schriftlich benachrichtigt und auf www.
eswe-verkehr.de bekannt gegeben.
Vorname, Name
Straße, Hausnummer
PLZ, Ort
E-Mail-Adresse (freiwillige Angabe)PINNWAND
WICHTIGES IN ALLER KÜRZE
O RTS G E S P R ÄC H E
Drei Mal noch in diesem
Jahr findet „VorOrt au
Tour“, die von den Wi f
esbadener Tageszeit
G EL D SP EN D E gemeinsam mit ESWE un ge n
Verkehr veranstaltete
liche Bürger- und Fah öffent-
rgastsprechstunde, sta
Verkehr tt: und
n im Fundbüro von ESWE zwar am 7. August in
Auch im Jahr 2017 wurde die von
Medenbach, am 5. Se
pte mber
Brieftaschen registriert, in Delkenheim sowie
zahlreiche Geldbeutel und r in der Nero-
am 31. Ok tober in Sch
ier ste in.
, an Haltestell en ode Beginn ist jeweils um
Fahrgästen in den Bussen am t 500
17:30 Uhr; in Schierste
in sch on
worden waren. Ins ges um 17:00 Uhr. Oberb
bergbahn liegen gelassen deren
ürgermeister Sven Ge
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in jenen Por temonnaies, die ESWE-Verkehr- Ge d
Euro Bargeld befanden sich iver
schäftsführung werde
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Eigentümer sich nicht me nten. Wie
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ESWE Verkehr, den
schon im Vorjahr entschied las sen –
Zweck zugutekommen zu
Betrag einem karitativen (rechts),
März 2018 Sabine Schenk
und so freuten sich am 15. Hauses“,
esbadener „Zwerg-Nase-
Geschäftsführerin des Wi den symbo-
Schenk (links) übe r
und ihre Assistentin Selina in Lisa
erkehr-Pressesprecher
lischen Scheck, den ESWE-V hält ein
Das „Zwerg-Nase-Haus“
Uphoff ihnen überreichte. für Famili-
Unterstützungsangebot
breites Betreuungs- und der n bereit.
chronisch kranken Kin
en mit behinderten und
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Nutzer des aus fü
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12JEDE ZWEITE FAHRT ENDET VORZEITIG
LINIEN 5, 8, 15 UND 18: BAUSTELLE MACHT ÄNDERUNGEN ERFORDERLICH
Sie wird für die Dauer der Baumaßnahme zum Verkehrs-„Nadelöhr“ werden: die Schiersteiner Straße stadteinwärts zwischen Waldstraße und Willy-
Brandt-Allee (rechts im Bild: die ESWE-Haltestelle „Waldstraße“)
„Außergewöhnliche Umstände erfor- der Schiersteiner Straße verkehrenden deren Ende des jeweiligen Linienwegs
dern außergewöhnliche Maßnahmen“, ESWE-Linien 5, 8, 15 und 18 ergeben sich berücksichtigen. Das heißt konkret:
so lautet eine alte Redensart. Deren folgende Konsequenzen: Ab dem Be- Würden wir beispielsweise auf der Linie
Inhalt trifft in diesem Sommer auf den ginn der Bauarbeiten wird auf den vier 15 jede Fahrt unverändert bis zur Endhal-
Busverkehr in Wiesbadens Schiersteiner genannten Linien montags bis freitags testelle ‚Faaker Straße‘ verkehren lassen,
Straße zu: Voraussichtlich mit Beginn zwischen 9:00 und 15:00 Uhr jede zwei- führe sich jeder dieser Busse auf seiner
der Schulferien am 25. Juni wird eine te in Stadtauswärts-Fahrtrichtung ver- Rückfahrt in Richtung Nordenstadt an
Großbaustelle dazu führen, dass in der kehrende Fahrt bereits an der Haltestel- der Baustelle in der Schiersteiner Stra-
Stadteinwärts-Fahrtrichtung zwischen le „Waldstraße“ enden! Nachdem dort ße eine gehörige Verspätung ein – dies
Waldstraße und Willy-Brandt-Allee die alle Fahrgäste ausgestiegen sind, fahren möchten wir unseren Fahrgästen nicht
beiden rechten Fahrspuren gesperrt die Busse leer ins Europaviertel, pausie- zumuten.“ Die geplante Sonderregelung
sind – und zwar montags bis freitags ren dort und setzen dann – an einer Er- gewährleiste, dass jeder zweite Bus,
von 9:00 bis 15:00 Uhr. Die „beiden satzhaltestelle in der Willy-Brandt-Allee der die Schiersteiner Straße stadtein-
rechten Fahrspuren“ heißt: Sowohl die – fahrplangemäß wieder für ihre Fahrt wärts befährt, trotz der Baumaßnahme
Busspur als auch der rechte der beiden in die Stadteinwärts-Richtung ein. pünktlich sein könne.
„normalen“ Fahrstreifen werden dem
Verkehr nicht zur Verfügung stehen; Die naheliegende Frage, wieso das Fahr- „Dennoch“, so Holger Flemming weiter,
es verbleibt zu den genannten Zeiten tenangebot in die Stadtauswärts-Rich- „sind wir uns bewusst, dass diese Fahr-
also lediglich eine Fahrspur in Richtung tung eingeschränkt werden muss, wenn planänderungen bei den Fahrgästen für
Stadtzentrum. doch die baustellenbedingte Verkehrs- Unmut sorgen werden. Wegen der lei-
behinderung nur in der Stadteinwärts- der unvermeidbaren Beeinträchtigun-
Man braucht nicht viel Fantasie, um sich Fahrtrichtung gegeben ist, beantwortet gen bitten wir daher schon im Vorfeld
auszumalen, dass diese Baumaßnahme – Holger Flemming, Leiter der Arbeitsgrup- um Entschuldigung.“
sie wird voraussichtlich bis Ende August pe Verkehrsplanung bei ESWE Verkehr,
dauern – zu erheblichen Verkehrsbe- so: „Wir müssen im Gesamtzusammen- Alle Details, insbesondere die veränderten
hinderungen führen wird. Für die auf hang immer auch die Fahrgäste am an- Fahrpläne der vier betroffenen Linien, sind
auf www.eswe-verkehr.de zu finden.
13Skizze: BALS + WIRTH
Eingangsperspektive: Diese Ansicht wird sich dem Besucher zeigen, wenn er die neuen Räumlichkeiten von der Marktstraße aus betritt
BERATUNG AUF 200 QUADRATMETERN
AB ENDE SEPTEMBER: DIE MOBILITÄTSZENTRALE AN NEUEM STANDORT
Von Mitte Juni, also vom Erscheinen dieser INFOMOBIL-Ausga- Fahrradvermietsystem „ESWE Verkehr meinRad“ (siehe Seiten
be an gerechnet sind es – gemäß den derzeitigen Planungen 4 und 5 in diesem INFOMOBIL) auch in der Mobilitätsberatung
– nur noch rund 15 Wochen bis zur Eröffnung der neuen Mobili- einen Zuwachs an Kundennachfrage auslösen.
tätszentrale von ESWE Verkehr. Wie bereits kurz berichtet, wird
die Mobilitätszentrale – sie ist das wichtige Informations-, Ver- Bis zu neun Beratungsschalter
kaufs- und Beratungs-Center für die hiesigen Nahverkehrskun-
den – voraussichtlich am letzten September-Wochenende ins Zurzeit finden im Erdgeschoss des vor 118 Jahren errichteten,
unmittelbare Stadtzentrum umziehen: Neues Domizil wird ab heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Marktstra-
dann das Haus Marktstraße 10 sein, das direkt gegenüber vom ße 10 – seine sehenswerte Fassade lässt die einstige Nutzung
Rathaus am Schnittpunkt von Schlossplatz und Dern’schem als Hotel noch erahnen – umfangreiche Umbauarbeiten statt
Gelände gelegen ist. (zuletzt war hier ein Bekleidungsgeschäft eingemietet). Auf
insgesamt rund 200 Quadratmetern, verteilt auf anderthalb
Ebenso wichtig wie die Lage im Herzen der Innenstadt war bei
Etagen, werden die Kunden hier künftig an bis zu neun Bera-
der Standortentscheidung die fahrgastfreundliche Nähe zu
tungsschaltern empfangen – eine deutliche Verbesserung im
einer der Großhaltestellen des Wiesbadener Linienverkehrs:
Vergleich zum „LuisenForum“. Fünf Schalter werden auf der
Die Haltestelle „Dernsches Gelände/Rathaus/Schloßplatz“, an
Eingangsebene platziert sein, zwei weitere auf der darüber
deren drei Bussteigen insgesamt 25 (!) ESWE-Linien ankommen
liegenden Galerie, und zusätzlich stehen zwei mobile Schalter
und abfahren, ist vom Haus Marktstraße 10 nur ein paar Schrit-
immer dann bereit, wenn mit besonders starkem Andrang zu
te entfernt. Der bisherige Standort der Mobilitätszentrale, der
rechnen ist, beispielsweise kurz vor Schuljahresbeginn.
Westflügel des Einkaufszentrums „LuisenForum“, ist zehn Jahre
nach seiner Einweihung der stetig steigenden Nachfrage nach Dem Callcenter von ESWE Verkehr, das durch personelle und
Mobilitätsberatungs-Services – eine Folge der kontinuierlichen technische Verstärkung eine serviceorientierte und verbesserte
Zunahme des Fahrgastaufkommens – in puncto Raumkapazi- telefonische Erreichbarkeit bieten wird (Rufnummer: 0611/450–
tät nicht mehr gewachsen. Darüber hinaus machen zusätzliche 22 450), stehen Räumlichkeiten im 3. Stock des Hauses zur Ver-
Aufgaben, die ESWE Verkehr im Rahmen ihrer neuen Funktion fügung. In den dortigen Büros werden ab September, zum Teil
als „umfassender Mobilitätsdienstleister“ übernommen hat, schon früher, auch Mitarbeiter des Vertriebs und des „Back
ein Mehr an Platz erforderlich: Beispielsweise wird das neue office“ der Mobilitätsberatung ihre Arbeitsplätze haben.
14MAUERGASSE
MARKTSTRASSE 10: DIE HISTORIE
Das Haus mit der Sandsteinfassade in der Marktstraße prä-
sentiert sich im Stil des Neobarock. Seit dem 16. Jahrhundert
Neuer Standort stand am selben Ort ein herrschaftlicher Gasthof mit dem
Marktstraße 10
Namen „Grüner Wald“. In den Jahren 1899 und 1900 errich-
tete der Architekt Wilhelm Rehbold das Gebäude als „Hotel
Quelle: wiesbaden.de
Grüner Wald“ neu. Noch heute zeugt die regelmäßige Auf-
teilung der gleich großen Balkone von der ehemaligen Ge-
bäudefunktion als Hotel. Zwischen 1995 und 1997 wurde der
Bau renoviert, seither dient er als Wohn- und Geschäftshaus.
Haltestelle
Dernsches Gelände/
Rathaus/Schloßplatz
Neugierig-Macher: Seit Ende April ist der Eingang zur künfti-
gen Mobilitätszentrale mit dem Spruch „Hier tut sich was –
sehen Sie selbst!“ beklebt. Kleine Gucklöcher in der Klebefo-
lie ermöglichen es den Passanten, einen kurzen Blick auf die
hinter der Tür stattfindenden Umbauarbeiten zu werfen
Karsten Wirth, Mitinhaber des Wiesbadener Innenarchitek- Holger Elze, als Leiter des Geschäftsbereichs Rechnungswesen
turbüros BALS + WIRTH, das im Auftrag von ESWE Verkehr das und Vertrieb bei ESWE Verkehr verantwortlich für die Mobili-
Interieur der neuen Mobilitätszentrale konzipiert hat und reali- tätsberatung, schürt abschließend ein wenig die Spannung:
sieren wird, sagt: „Wir sind dankbar für die schöne und reizvolle „Nicht zufällig wird die Eröffnung unserer neuen ‚Mobi-Zen
Aufgabe, diesen besonderen, denkmalgeschützten Räumlich- trale‘ am selben Wochenende stattfinden wie das Wiesba-
keiten eine Gestaltung zu geben, die einerseits ansprechend dener Stadtfest. Diese Terminierung wollen wir sehr gerne
und einladend wirkt, andererseits aber auch ein hohes Maß an nutzen, um am neuen Standort im Herzen der City unseren
Zweckmäßigkeit besitzt, das dem alles bestimmenden Leitge- Fahrgästen die neue Mobilitätszentrale vorzustellen.“
danken – dem Kundenservice – gerecht wird.“
Vogelperspektive: So sieht das In-
nere der neuen Mobilitätszentrale
von oben aus. Die Galerie, zu der
die Treppe (im Bild oben rechts)
führt, ist in dieser Darstellung
ausgeblendet
15GOLDJUBILÄUM FÜRS INFOMOBIL
ZUM 50. MAL: DAS MAGAZIN FÜR WIESBADENS NAHVERKEHR
Liebe Leserinnen und Leser,
aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Ausgabe zwei Versionen: Die eine präsentiert sich
Stelle gemeinsam mit Ihnen in die zweite Hälfte auf ihrer Titelseite als „Das Fahrgastmagazin für
des Jahres 2005 zurückblicken: Für die Kommu- Wiesbadens Nahverkehr“, die andere ist an glei-
nikation mit Ihnen, unseren Fahrgästen, gab es cher Stelle mit der Zeile „Das Mitarbeitermagazin
damals eine Zeitschrift des Rhein-Main-Verkehrs- für Wiesbadens Nahverkehr“ gekennzeichnet.
verbundes (RMV), diese jedoch bot zu wenig Platz Dies hat folgenden Grund: Seitdem das INFOMO-
für spezifisch Wiesbadener Nahverkehrsthemen. BIL existiert, ist die ESWE-Verkehr-Mitarbeiter-
Darüber hinaus stand die Ankündigung im Raum, zeitschrift als – nur optisch abgetrennter – Beihef-
dass die erwähnte RMV-Zeitschrift künftig nur ter ins Fahrgastmagazin integriert; beides unter
noch halbjährlich erscheinen werde. Ein zweiter dem gemeinsamen Titel INFOMOBIL. So gelingt
Aspekt unserer damaligen Überlegungen betraf es, dass unserer Belegschaft zusätzlich zu den be-
die interne Kommunikation bei ESWE Verkehr: triebsinternen Themen dieselben Informationen
Durch die Trennung von der bis dato gemeinsam vermittelt werden wie den Fahrgästen. Dies ist
mit der ESWE Versorgungs AG herausgegebenen doppelt wichtig: Erstens verfügen damit sowohl
Mitarbeiterzeitschrift „Blinklicht“ wollten wir – Mitarbeiter als auch Kunden stets über den glei-
im Interesse unserer Beschäftigten – erreichen, chen Kenntnisstand, was im direkten Kunden-
dass den ureigenen Belegschaftsthemen unseres kontakt von großer Bedeutung sein kann; und
Unternehmens mehr Aufmerksamkeit zukommt. zweitens fördert die allumfassende Information
bei den Mitarbeitern die Identifikation mit dem
Zwei Versionen von jeder Ausgabe Unternehmen.
Das oben Geschilderte beschreibt, in gebotener Informativ-erläuternd, sympathisch-
Kürze, jene Entwicklung, an deren Ende im Früh- unterhaltsam
jahr 2006 die Geburtsstunde des Magazins INFO-
MOBIL stand, dessen fünfzigste Ausgabe Sie ge- Das Erfordernis einer derartigen Zeitschrift, nach
rade in Ihren Händen halten. Doch halt: Ehe wir dem wir bisweilen gefragt werden, liegt sowohl
fortfahren, müssen wir Ihnen noch den zuvor er- mit Blick auf die Mitarbeiter- als auch hinsicht-
wähnten Aspekt Mitarbeiterzeitschrift erklären. lich der Fahrgastausgabe auf der Hand: Unsere
Genau genommen gibt es von jeder INFOMOBIL- Beschäftigten haben Anspruch, über aktuelle
VIDEODOKUMENTATION: WIE EINE INFOMOBIL-AUSGABE ENTSTEHT
In der Reihe „ESWE Verkehr hautnah“ ist im Herbst 2014 ein Video erschienen, das unter dem Titel „Wie ent-
steht eigentlich eine INFOMOBIL-Ausgabe?“ dokumentiert, welche zahlreichen Arbeitsschritte erforderlich
sind, damit am Ende ein fertiges INFOMOBIL-Heft beim Leser ankommt. Der damalige Anlass, das Video zu
produzieren, war die Tatsache, dass das Fahrgastmagazin von ESWE Verkehr Anfang 2015 ins zehnte Jahr seines
Bestehens startete. Der Film hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt; er kann daher nach wie vor im
ESWE-Verkehr-Kanal auf der Online-Plattform YouTube (www.youtube.com/esweverkehr) angesehen werden.
Entwicklungen, die in ihrem Unternehmen statt- So stellt das INFOMOBIL nach wie vor ein zen-
finden, informiert zu werden. Dies gilt übrigens trales Element in dem „Kommunikations-Mix“
mehr denn je, seit ESWE Verkehr vom Wiesbade- dar, mit dem wir von ESWE Verkehr unserem In-
ner Stadtparlament beauftragt worden ist, sich formationsanspruch gegenüber der Öffentlich-
zum „umfassenden Mobilitätsdienstleister“ wei- keit Rechnung tragen. Zu diesem Mix sind in den
terzuentwickeln – was dazu führt, dass zurzeit zwölfeinhalb Jahren, die seit der Geburtsstunde
sehr viel Neues bei uns passiert. Aber auch die des INFOMOBILs vergangen sind, zahlreiche wei-
Notwendigkeit der Fahrgastzeitschrift ist klar be- tere Elemente hinzugekommen: Internetauftritt,
legt: Als großes (und nicht ganz unbedeutendes) Facebook-Seite, YouTube-Videos und manches
Dienstleistungsunternehmen entspricht es un- mehr. Diese Form der „crossmedialen“ Kommu-
serem Selbstverständnis, Sie – unsere treuesten nikation, wie Experten sie nennen, ist wichtig,
Kunden – regelmäßig über wichtige Neuerungen um möglichst viele Zielgruppen individuell zu
in Kenntnis zu setzen und Ihnen zudem den Blick erreichen. Gemeinsam mit Ihnen, der INFOMOBIL-
hinter die Kulissen unseres vielfältigen Betriebs Zielgruppe, freuen wir uns auf die nächsten 50
zu ermöglichen. Dass uns dies immer wieder auf Ausgaben unserer, nein: Ihrer Zeitschrift.
gleichermaßen informativ-erläuternde wie sym-
Herzliche Grüße
pathisch-unterhaltsame Weise gelingt, belegen
Ihre INFOMOBIL-Redaktion
die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus
dem Kreis der Leserschaft, die uns im Lauf der
Jahre erreicht haben – vielen Dank dafür!
17WEINFEST: IN 8 WOCHEN GEHT’S LOS!
VIELE ESWE-VERKEHR-ANGEBOTE ZUR „RHEINGAUER WEINWOCHE“
Vom Erscheinen dieser INFOMOBIL-Ausgabe an gerechnet sind Aber halt: Eine Änderung gegenüber den Vorjahren wird es
es zwar noch rund acht Wochen bis zum Beginn des belieb- doch geben – sie betrifft das Musik- und Talk-Programm auf
testen Fests des Wiesbadener Sommers, aber da bekanntlich der täglich von ESWE Verkehr bespielten Weinfest-Bühne an
Vorfreude die schönste Art der Freude ist, folgt hier bereits die der Rathaus-Südseite. Über diese Änderung wird allerdings
Einstimmung: Die „Rheingauer Weinwoche“ wird in diesem jetzt noch nichts Näheres verraten; der Überraschungseffekt
Jahr vom 10. bis zum 19. August stattfinden! soll erhalten bleiben.
Weil man bewährte Traditionen beibehalten sollte, dürfen sich
die Weinfestbesucher auch in diesem Jahr auf die traditionel- ZUR ERINNERUNG:
len ESWE-Verkehr-Angebote zur Weinwoche freuen – als da
COUPON ERSETZT BRIEF!
wären:
Das aus früheren Jahren bekannte Schreiben, das ei-
• der große Info- und Beratungsstand an der Rathaus-Ostseite
nen Coupon enthielt, mit dem jeder Inhaber eines
• das praktische „WeinfestTicket“ (für eine besonders preis- Jahreskarten-Abonnements am Weinfest-Infostand
günstige Hin- und Rückfahrt) von ESWE Verkehr seine beiden Gutscheine für je ein
Gratis-Glas Sekt oder Wein abholen konnte, gibt es
• die beliebte Gutschein-Aktion (Gegen Vorlage des „Wein-
seit 2017 nicht mehr. Der Grund: Die Funktion des
festTickets“ erhält man am Infostand einen Gutschein für
früheren Schreibens hat inzwischen – erstmals im
ein Gratis-Glas Sekt oder Wein; Abo-Inhaber bekommen bei
vergangenen Jahr – der entsprechende Coupon aus
Abgabe ihres Treuebonus-Coupons (siehe „Zur Erinnerung“)
dem „Treuebonus-Couponheft“ übernommen, das
sogar zwei dieser Bons ausgehändigt. Eingelöst werden kön-
allen Inhabern eines Abo-Tickets am Jahresbeginn
nen die Gutscheine bei den zahlreichen Partner-Weingütern
übersandt wird. Im 2018er-Treuebonusheft ist der
von ESWE Verkehr, die auf dem gesamten Festareal – Markt-
Coupon „Rheingauer Weinwoche“ auf den Seiten 19
platz, Schlossplatz, Dern’sches Gelände – zu finden sind.)
und 20 zu finden.
•
zusätzliche Fahrten im Abend- und Nachtverkehr (Alle
Details sind rechtzeitig auf www.eswe-verkehr.de/weinfest
zu finden.)
18FREIZEITSPASS IN DEN SOMMERFERIEN
STÄDTISCHE FERIENKARTE FÜR INHABER DES „SCHÜLERTICKET HESSEN“
Was seit vielen Jahren in jedem Sommer guter „Ferienbrauch“ Seit Kurzem erhältlich
ist, gilt auch wieder im Jahr 2018: Alle Inhaber des „Schülerti-
cket Hessen“, der Jahreskarte für Schüler und Auszubildende, Wie schon in den Vorjahren kostet die Ferienkarte in ihrer
haben, sofern sie Kunden bei ESWE Verkehr sind, Anspruch ESWE-Verkehr-Spezialversion 10 Euro. Seit dem 11. Juni, also
auf ein persönliches Exemplar der Ferienkarte der Landes- rechtzeitig vor dem Ferienbeginn am 25. Juni, ist die Karte –
hauptstadt Wiesbaden. Deren Leistungsspektrum ist ebenso gegen Vorlage des Schülertickets – in der Mobilitätszentrale
beliebt wie umfangreich: Sie gestattet allen Schülern und Aus- im LuisenForum sowie in den Mobilitätsinfos am Hauptbahn-
zubildenden während der Sommerferien unter anderem den hof und am Luisenplatz erhältlich. Die Öffnungszeiten erfährt
kostenlosen Eintritt in fast alle Wiesbadener Schwimmbäder, man hier: www.eswe-verkehr.de/mobi
außerdem erhalten die Karteninhaber unter anderem Ver-
günstigungen in Wiesbadener Kinos, auf Bowlingbahnen und
bei weiteren Freizeiteinrichtungen in der näheren Umgebung.
Nicht als Fahrausweis gültig Foto: RMV
Anders als die „normale“ städtische Ferienkarte gilt die Ferien-
karte in ihrer Spezialversion für ESWE-Verkehr-Kunden wie seit
jeher nicht als Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr –
was logisch ist, denn fürs Bus- und Bahnfahren hat der Nutzer
ja sein Schülerticket, das bekanntlich in ganz Hessen gültig ist,
und zwar tagtäglich. Auch als Ferienkarten-Besitzer sollte man
also sein „Schülerticket Hessen“ stets mit sich führen, wenn
man in den Sommerferien „nahverkehrsmäßig“ unterwegs ist.
19ANGEBOT + 5% = NACHFRAGE + 7%
POTENZIAL FÜR STÄRKERE ÖPNV-NUTZUNG KONNTE GEWECKT WERDEN
Eigentlich gilt in marktwirtschaftlich geprägten Wirtschafts- Überproportionale Zunahme der Fahrgastnach-
systemen folgendes Grundprinzip: „Nachfrage erzeugt Ange- frage
bot.“ Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass sich, sobald in der
Bevölkerung der Bedarf an einem bestimmten Produkt oder In konkreten Zahlen stellt sich das Prinzip „Angebot erzeugt
das Bedürfnis nach einer bestimmten Dienstleistung entstan- Nachfrage“ folgendermaßen dar: Die Zahl der von den ESWE-
den ist, früher oder später ein (oder mehrere) Hersteller oder Bussen zurückgelegten sogenannten Nutzwagenkilometer
Dienstleister findet bzw. finden, der bzw. die den Bedarf oder (dies ist die Gesamtzahl der pro Jahr von der Linienbusflotte
das Bedürfnis erfüllen. im Fahrgastverkehr geleisteten Kilometer) stieg von 2014 bis
2017 um 5,72 Prozent an (von rund 11,8 Mio. auf fast 12,5 Mio.).
Das genannte Prinzip funktioniert in bestimmten Bereichen Im selben Zeitraum nahm die Jahresgesamt-Fahrgastzahl je-
des öffentlichen Lebens aber auch andersherum: „Angebot er- doch um 7,51 Prozent zu: von 51,754 Mio. auf 55,640 Mio. Der
zeugt Nachfrage“ – dass auch diese Abfolge einen Sinn ergibt, Anstieg der Fahrgastzahlen entwickelte sich also nicht, wie zu
zeigt sich beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr. In Form erwarten gewesen wäre, genau linear zum Ausmaß der vorge-
einer umfangreichen Dokumentation hat ESWE Verkehr im nommenen Angebotserweiterungen; vielmehr erzeugten die
Frühjahr 2018 eine detaillierte Bilanz jener Angebotsverbesse- Angebotserweiterungen eine überproportionale Zunahme der
rungen vorgelegt, die das Verkehrsunternehmen in den Jahren Fahrgastnachfrage.
2014 bis 2017 auf Wiesbadens Straßen gebracht hat. Einer der
Kernsätze dieser Bilanz lautet sinngemäß: „Zusätzliche Ange- „Unsere Bilanz zeigt deutlich: Das Potenzial für eine immer
bote, etwa in Gestalt von Verdichtungen des Fahrtentaktes stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist in Wiesba-
oder Ausweitungen des Liniennetzes, ziehen eine Steigerung dens Bevölkerung durchaus vorhanden“, erklärt ESWE-Verkehr-
des Fahrgastzuspruchs nach sich.“ Geschäftsführer Jörg Gerhard, „und uns ist es mit zielgenau-
em, weil bedarfsgerechtem Ausbau unseres Fahrtenangebots
gelungen, dieses Potenzial zu wecken.“
20„SAGEN SIE MAL, HERR SCHNEIDER …“
FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR ANSCHAFFUNG NEUER DIESELBUSSE
Sagen Sie mal, Herr Schneider: Nor-
malerweise bringt ESWE Verkehr neue
Busse immer im Frühjahr auf die Stra-
ße. Wieso ist das 2018 anders?
Es stimmt: Wir haben vor einigen Wo-
chen 20 neue Busse – je zehn Solowa-
gen und Gelenkzüge – ausgeschrieben,
die voraussichtlich gegen Jahresende
geliefert werden, sodass wir sie idea-
lerweise bereits zum Fahrplanwechsel
2018/19 einsetzen können, der auf den
9. Dezember terminiert ist. Dass diese
Busse nicht bereits im Frühjahr gekom-
men sind, liegt daran, dass wir im Jahr
2018 eigentlich gar keine Busse neu be-
schaffen wollten – denn 2019 wird es ja
mit der umfangreichen Indienststellung
der neuen Elektrobusse losgehen.
Warum aber haben Sie sich ument-
schieden? Je zehn Solowagen und Gelenkzüge werden
Hauptsächlich geht es darum, mit mehr voraussichtlich noch vor Jahresende 2018 neu
Bussen auf die kurzfristig beschlosse- in Dienst gestellt: So wie dieses im Jahr 2016
ausgelieferte Fahrzeug werden die 20 neuen
nen Angebotserweiterungen im Linien- Busse mit Euro-VI-Abgasfiltertechnik ausge-
angebot – also auf Verdichtungen des rüstet sein
Fahrtentaktes, den Ausbau von Verbin-
dungen und die bessere Anbindung von
Doppelt? Wieso?
P+R-Parkplätzen – reagieren zu können.
Weil wir erstens mit den beschlossenen
Diese Maßnahmen sollen immer mehr
Angebotserweiterungen die Attrakti-
Bürger motivieren, vom Privatauto auf
vität der Busnutzung weiter erhöhen,
den Bus umzusteigen, sodass möglichst
und weil wir zweitens im Gegenzug zur
schnell ein Positiveffekt für sauberere
Anschaffung der 20 neuen Euro-VI-Busse
Luft in Wiesbaden erzielt werden kann.
ältere Busse ausmustern werden, deren
Da als Folge der genannten Maßnahmen
Abgasfiltertechnik nur der Euro-III-Norm
mit einem weiter steigenden Fahrgast-
genügt.
zuspruch zu rechnen ist, wurde im März
kurzfristig beschlossen, in diesem Jahr
Wie sieht generell die Öko-Bilanz Ihrer Dietmar Schneider ist Leiter des Ge-
nun doch neue, zusätzliche Busse anzu-
Busflotte aus? schäftsbereichs Technischer Betrieb bei
schaffen: und zwar Fahrzeuge mit Diesel
Von unseren aktuell 254 Linienfahrzeu- ESWE Verkehr und in dieser Funktion un-
motoren, die die derzeit strengste Ab-
gen erfüllen mehr als 80 Prozent die als ter anderem zuständig für den Busfuhr-
gasvorschrift, nämlich die Norm Euro VI,
umweltschonend geltenden Abgasnor- park des Unternehmens.
erfüllen. Wir verbessern die Umweltbi-
men Euro VI, EEV oder Euro V. Einen so
lanz also in gleich doppelter Hinsicht.
großen Anteil abgasarmer Busse kann
kaum ein anderes Verkehrsunterneh-
men in Deutschland vorweisen.
Vielen Dank für diese Informationen,
Herr Schneider.
21ENERGIE EINSPAREN, UMWELT SCHONEN
ESWE VERKEHR WIRKT AUCH 2017/18 IM „ÖKOPROFIT“-KLUB MIT
Seit dem 28. Februar dieses Jahres ist es offiziell: Auch im
Zeitraum 2017/18 zählt ESWE Verkehr zum Kreis der insge-
samt 39 Wiesbadener „Ökoprofit“-Betriebe. Rund 220 Ein-
zelmaßnahmen, etwa in den Bereichen Energieeffizienz, Er-
neuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft, haben die 39
Unternehmen initiiert und dadurch nicht nur 1,4 Mio. Euro
gespart, sondern auch eine jährliche Energieeinsparung von
über fünf Mio. Kilowattstunden erzielt – dies entspricht einer
Reduzierung der CO2-Emissionen um fast 3.500 Tonnen.
Zu den Maßnahmen, die ESWE Verkehr 2017 im Rahmen von
„Ökoprofit“ realisiert hat, zählen unter anderem die Ausrüs-
tung von Büros und Werkstätten mit energiesparender LED-
Foto: Umweltamt Wiesbaden
Beleuchtung sowie der Austausch mehrerer Werkstatthal-
len-Tore: Die neuen Tore entlasten die Druckluftanlage und
verringern dank besserer Isolierung den Wärmeverlust.
„Umweltengagement ist aber auch eine kommunikative
Aufgabe“, fügt Jan Pfaffe, bei ESWE Verkehr für den Umwelt-
schutz zuständig, hinzu: „Deshalb nutzen wir beispielsweise
Per Urkunde besiegelt: ESWE Verkehr zählt zu Wiesbadens erfolgreichen
auch unser Intranet, um regelmäßig Umwelttipps, etwa zum „Ökoprofit“-Betrieben (Oberbürgermeister Sven Gerich, links, und ESWE-
Thema fachgerechte Entsorgung, an die Beschäftigten zu Verkehr-Geschäftsführer Jörg Gerhard)
kommunizieren.“
ESWE VERKEHR UND „ÖKOPROFIT“
„Ökoprofit“ ist ein im Jahr 2000 bundesweit ins Leben gerufenes Umweltberatungsprogramm für Unternehmen. Der
Name des Programms steht zum einen für die Verknüpfung von Umweltengagement und erfolgreichem Wirtschaf-
ten, zum anderen gilt er als Abkürzung für „Ökologisches Projekt für integrierte Umwelt-Technik“. Seit 2007 wirkt
ESWE Verkehr im Wiesbadener „Ökoprofit“-Klub mit; 2008 wurde der Verkehrsgesellschaft erstmals das Qualitätssie-
gel „Zertifizierter Ökoprofit-Betrieb“ zuerkannt. In jährlichem Turnus erfolgt eine Re-Zertifizierung.
Foto: Umweltamt Wiesbaden
Vorstellung des neuen „Ökoprofit“-Busses am 16. Mai: Er bezeugt, dass ESWE Sie sparen Energie und schonen die Umwelt: Neue Tore für die Hallen der
Verkehr auch 2018/19 bei „Ökoprofit“ wieder dabei ist ESWE-Buswerkstatt
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