Das magazin zur tanzcard mai/juni 2018 - TanzRaumBerlin
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das magazin zur tanzcard mai/juni 2018
ISSN 2193-8520
www.tanzraumberlin.de
Lebendiges Lernen
Warum Tanz an Schulen wichtig ist | Seite 2 – 4
Geballte Gestaltungsmacht
Der Runde Tisch Tanz ist eine Chance auf Zukunft | Seite 6 – 7
Politische Power
Interview mit Dana Yahalomi von Public Movement | Seite 13
Kalender: Alle Tanzveranstaltungen
in Berlin und Umgebung
Aufbegehrende, phantastisch-utopische Gestalten – „Monster“ – erschafft der
kongolesische Choreograf DeLaVallet Bidiefono in „Monstres. On ne danse pas pour
rien“. Zu sehen ist Bidiefonos mitunter schmerzhafte Liebeserklärung an sein Heimatland selected contents
in english
Ende Mai bei den Potsdamer Tanztagen 2018.
Foto: Christophe Peaneditorial
Schlau durch
essay
Liebe Leser*innen,
Selbstempfinden
im Koalitionsvertrag versprach die rot-rot-grüne
Regierung 2016, „die Tanzförderung in den kom-
menden Jahren strukturell in allen Fördersäulen
aus[zu]bauen“. Im Doppelhaushalt 2018/19 gab es
für die Tanzszene tatsächlich einen finanziellen Auf-
wuchs. Aber eine grundlegende Entlastung für pre-
kär finanzierte Künstler*innen und überlastete För- Tanz in Schulen fördert die persönliche Entwicklung und hat
dertöpfe bedeutet das noch nicht. gesellschaftliches Potenzial
Ändern soll das der Runde Tisch Tanz: Finanziert
vom Senat, erarbeiten Vertreter*innen der Tanz- „You Can Dance“ und andere einschlägige Klassenverbandes anzuleiten, sei eine besondere
szene gemeinsam mit Politik und Kulturverwaltung TV-Sendungen haben es vorgemacht: Wer der Herausforderung, erzählt Mallmann. Denn Tanz
ein Konzept für die Zukunft der Berliner Tanzland- Konkurrenz standhält, findet den Weg zum pädagogik habe ganz viel damit zu tun, sich mit-
schaft. Im Februar 2018 hat der Runde Tisch Tanz Erfolg. Doch ist Tanz wirklich eine Ego-Nummer einander wohl zu fühlen und innerhalb der Gruppe
seine Arbeit aufgenommen. Über Ablauf und Ziel- oder hat er noch mehr zu bieten? Das hat sich auch ein solches Gefühl zu etablieren.
stellung berichten die Koordinatorinnen Karin Kirch- Christine Matschke gefragt. Sie ist der Meinung, Was Mallmann den Schüler*innen in knappen
hoff und Elisabeth Nehring im Interview. Angefragt dass zeitgenössischer Tanz gerade auch für neunzig Minuten ganz besonders zu vermitteln ver-
haben wir bei Tanzschaffenden, was sie sich vom Schüler*innen einen (gesellschaftlichen) Mehr- sucht, basiert auf einem demokratischen Prinzip. In
partizipativen Prozess erhoffen – ihre Statements wert hat. Antworten auf die Fragen, welche Anlehnung an die Methode „Theatrales Mischpult“
zeigen, wo Entwicklungsbedarf besteht. Wertvorstellungen dazu beitragen und wie man der Neuköllner Theaterpädagogin Maike Plath legt
Gesellschaftliches Lernpotenzial erweist Tanz an diese nachhaltig sozial verankern könnte, fand Mallmann Pappschilder mit verschiedenen Begrif-
Schulen. Christine Matschke berichtet von vielver- die freie Tanzjournalistin bei einem Schüler*in- fen auf dem Boden aus. Die in zwei Gruppen auf-
sprechenden Initiativen. nen-Workshop des internationalen Tanzfestivals geteilten Schüler*innen dürfen sich nun als Cho-
Wann ist Choreografie politisch? Eine Antwort gibt für junges Publikum PURPLE an den Uferstudios reograf*innen und Tänzer*innen, sprich als Bewe-
Dana Yahalomi von der Performance-Gruppe Pub- sowie an der im Programm Kulturagenten für gungen Anleitende und Ausführende probieren.
lic Movement im Gespräch mit Florian Malzacher. kreative Schulen geförderten und zunehmend Das soll ihnen die Möglichkeit bieten, sich unterei-
Danse Pour Parkinson oder: DaPoPa, seine inklu- tanzbetonten Erika-Mann-Grundschule im Ber- nander zu organisieren sowie Verantwortung für ihr
sive Tanzmethode, stellt Clint Lutes in der Künstler- liner Wedding. eigenes und gemeinsames Handeln zu übernehmen.
stimme vor. Einblick in DaPoPa bietet ein Workshop Auch die Gruppe, die Anweisungen ausführt, kann
bei den Potsdamer Tanztagen, deren Programm sich Text: Christine Matschke mitagieren und beispielsweise „Klarheit“ bei den
Alex Hennig genauer angesehen hat. Tanzjournalistin Choreograf*innen einfordern, wenn diese zu viele
Weitere Vorschauen finden sich auf den folgenden Begriffe gleichzeitig hereinrufen.
Seiten oder online unter www.tanzraumberlin.de/ Eine Schülerin der zehnten Jahrgangsstufe des Leo-
magazin. Alle Tanztermine für Mai und Juni ver- nardo da Vinci Gymnasiums in Berlin Buckow spru- Erfahrungsorientiertes Lernen
zeichnet wie immer der Kalender in der Heftmitte. delt vor Begeisterung. Im Rahmen des zweiten Was an der Gesamtkonzeption des Workshops auf-
internationalen Tanzfestivals für junges Publikum fällt: Das tänzerische Erleben steht vor dem verba-
Beschwingtes Blättern und einen frohen Früh PURPLE hat sie an einem vorbereitenden Workshop len Austausch über das eigentliche Thema des Tanz-
sommer wünscht Ihnen und Euch zum Stück „Correction“ der tschechischen Kompa- stücks „Correction“, in dem herkömmliche Vorstel-
nie VerTeDance teilgenommen. Sie selbst praktiziere lungen von Freiheit und Unfreiheit durch sieben Per-
Elena Philipp Tanz als Hobby und kenne ihn eher aus dem Hip- former*innen hinterfragt werden, die während der
Hop-Bereich, als Battle und Videotanz. Tanz nun gesamten Aufführung in am Bühnenboden befes-
einmal aus einer anderen, „künstlerischen“ (bezie- tigten Schuhen tanzen. Für dieses erfahrungsorien-
hungsweise zeitgenössischen) Perspektive selbst tierte Format hat sich Amelie Mallmann gemeinsam
ausprobiert und dann auch auf der Bühne mit pro- mit der Festivalleiterin Canan Erek ganz bewusst
fessionellen Tänzer*innen erlebt zu haben, das entschieden. Die Schüler*innen sollen zuerst spü-
REGELMÄSSIG gefalle ihr. ren, was Freiheit und Unfreiheit bedeutet, ohne
Kindertanz
Moderner Tanz für
direkt eine Metaebene im Kopf zu haben, erst dann
Jugendliche TÄGLICH Gruppengefühl schaffen könne man sie danach fragen.
Hip-Hop Klassisches und
Klassischer Tanz zeitgenössisches
Am Leonardo da Vinci Gymnasium wird in der neun- Gerade in der Tatsache, dass Tanz und Bewe-
Zeitgenössischer Tanz Tänzertraining ten und zehnten Klasse das Wahlpflichtfach „Kul- gung in Gemeinschaft immer auch ein Spiegel für
M.A.D. Mix
Kalarippayat turwerkstatt“ angeboten. Literatur, Kunst, Musik gemeinschaftliches Handeln und soziale Interak-
AUSSERDEM
und Darstellende Künste kommen hier fächerüber- tion ist, liegt das Potenzial tänzerischer Arbeit mit
... viele weitere
spannende Workshops greifend zusammen. Amelie Mallmann, freie Dra- Schulklassen. Auf welche Weise interagieren die
maturgin und Tanzpädagogin, leitet den von Tanz- Schüler*innen miteinander? Welchen Ton schlagen
U2 Märkisches Museum www.marameo.de Scout Berlin veranstalteten Festival-Workshop. Die sie dabei an? Wie interagieren sie mit Lehrer*in-
U8 Heinrich-Heine-Straße Wallstraße 32
10179 Berlin daran teilnehmenden, gut zwanzig Jugendlichen nen oder Workshop-Leiter*innen und welche Wert-
In Kooperation mit Fon 030-2823455 stammen aus verschiedenen Klassen. Solch eine vorstellungen treten dabei zutage? Methoden wie
dem Sportamt Mitte E-Mail post@marameo.de
heterogene Gruppe außerhalb des eigentlichen das „Theatrale Mischpult“ und tänzerische Varian-
2 tanzraumberlin mai/juni 2018gogischen beziehungsweise künstlerischen Fähig-
keiten.
Mentale Fronten lockern
Für das alljährliche Festival TanzZeit präsentiert!
und die in diesem Rahmen stattfindende Podiums-
diskussion „Wie viel Künstler steckt im Lehrer –
wie viel Lehrer steckt im Künstler“ hat das Tandem
Schnack & Hegenscheidt im vergangenen Jahr einen
künstlerischen Input kreiert. In der circa zehnminü-
tigen Performance rezitieren sie wiederholt und in
zunehmend einander zugewandter und sich gegen-
seitig stützender Pose autobiografische Texte, wel-
che die Unterschiedlichkeit ihrer professionellen
und persönlichen Herangehensweisen an den Tan-
dem-Unterricht beschreiben. Auf guten vier Qua-
dratmetern Bühnenfläche verwirklichen sie so ihr
gemeinsames Arbeitsziel, gleichberechtigt Raum
und Verantwortlichkeiten zu teilen.
Um bei solch einer Zusammenarbeit tatsäch-
lich Hand in Hand gehen zu können, sei es wich-
tig, keine (mentalen) Fronten zwischen dem ver-
Gemeinschaftlich bewegt: Schüler*innen der Erika-Mann- meintlich “schlimmen System Schule” und den
Grundschule beim Festival TanzZeit präsentiert!.
“guten Künstlern” aufzubauen, erzählt Hegen-
Foto: Marion Borriss
scheidt. Zeitgenössischer Tanz allerdings scheint
ein wirksames Mittel zu sein, mentale Fronten zu
ten davon, die demokratisches und selbstbestimm- man in den Uferstudios ein Jahr lang Inhalte des lockern und kritisch zu hinterfragen. Und hier tref-
tes Handeln, aber auch eine wertschätzende und Rahmenlehrplans wie beispielsweise das Thema fen sich die Vorstellungen der Erika-Mann-Grund-
konstruktive Kommunikation fördern, machen eine „Wind“. Das Folgeprojekt Moving the Classroom schule mit den Gepflogenheiten des zeitgenössi-
Gegenvariante zum klassischen Frontalunterricht bezog bereits mehr Lehrkräfte mit ein. An Boekman schen Tanzes: Während Erstere auf selbstbestimm-
auf, der Wissen mehr vorgibt als dieses gemein- gestaltete hier gemeinsam mit den Lehrer*innen tes Lernen setzt, um eine bestmögliche Persön-
sam und auf Augenhöhe aus einer Erfahrung heraus je drei Unterrichtsblöcke zu aktuellen Unterrichts- lichkeitsentwicklung der Kinder zu unterstützen,
zu entwickeln. Oftmals sind die Vorstellungen der themen. Über zwei Schuljahre wurde dieses Projekt eröffnet Letzterer Möglichkeiten zu einem selbst-
Schüler*innen von Tanz durch TV-Vorbilder geprägt, in acht Klassen aus der integrierten Schulanfangs- bestimmten Handeln. Oder wie es im Programm der
die idealisierte Schönheitsideale sowie Körperbil- phase bis zur sechsten Klasse umgesetzt. Schule heißt: „Tanz ist nicht nur das Einüben vor-
der bedienen und den eigenen Wert an ihren (flüch- gegebener Bewegungsabfolgen, sondern die Eröff-
tigen) Erfolgen in einschlägigen Tanz-TV-Shows Offen für Veränderung nung von Handlungsspielräumen“.
messen. Zeitgenössische, partizipativ und prozess In der heutigen Zusammenarbeit der Lehrer*innen Dass Kunst andere Handlungs- und damit auch
orientiert ausgerichtete Tanzworkshops an Schulen und Künstler*innen spiele die Auseinandersetzung Denkmöglichkeiten bereithält und weniger Sahne-
setzten weniger auf fertige, vorzeigbare Produkte mit curricularen Inhalten keine Rolle mehr, erzählt häubchen als vielmehr ein verlässlicher Bestandteil
im Sinne erbrachter Leistungen als vielmehr dar- die Kulturagentin der Schule, Anne Krause, die mit im Schulalltag sein sollte, meint auch die Kultur-
auf, einen Rahmen für kreative Selbstentfaltung zu ihrer zwischen Kulturinstitution und Schule ver- agentin Anne Krause. Das müsse nicht automatisch
schaffen und dadurch die Persönlichkeitsentwick- mittelnden Arbeit eine Schnittstellenfunktion ein- bedeuten, dass jedes Kind mit Kunst etwas anfan-
lung der Kinder zu unterstützen. nimmt. Dennoch profitieren die künstlerisch-päda- gen können müsse. Aber indem die Schüler*innen
gogischen Tandems nach wie vor von der Anfangs- künstlerische Zugänge in Alternative zu schulischen
Kontinuierliches Netzwerken phase des Projekts. Was sich generell aus dieser Zugängen zu Welt kennenlernen würden, hätten
Eine der wenigen Berliner Schulen, die sich die Ent- Kooperation entwickelt habe, sei eine Wertschät- sie die Möglichkeit, herauszufinden, was besser zu
wicklung eines eigenen Tanzprofils auf die Fahnen zung der jeweiligen Professionen und die Offen- ihnen passt. In der Erika-Mann-Grundschule jeden-
geschrieben hat und erfolgreich damit ist, ist die heit, auch etwas übereinander wissen zu wollen. falls ist Tanz Routine und das ist durchaus posi-
theaterbetonte Erika-Mann-Grundschule im Wed- Bereitschaft zur Veränderung ist auch für Arne tiv zu verstehen. Die zur Referenzschule im Kultur-
ding. Eine Doppelstunde pro Woche hat jede Klasse Schnack, Englisch-, Deutsch- und Musiklehrer an agenten-Programm gekürte Schule richtet dieses
hier Tanz- oder Theaterunterricht. Unterstützung der Erika-Mann-Grundschule, und die Choreogra- Jahr bereits ihr sechstes Tanzfestival an den Ufer-
in ihrem Vorhaben finden die Schulleitung sowie fin und Tänzerin Hanna Hegenscheidt ein wichti- studios aus und nimmt mit den TanzZeit-Master-
das Lehrerkollegium durch das seit 2005 auf Tanz ges Thema. Bereits im dritten Jahr unterrichten klassen auch alljährlich an den Werkstattpräsenta-
an Schulen spezialisierte Projekt TanzZeit – Zeit für sie gemeinsam Tanz, zur Zeit zweimal die Woche tionen des Vereins im Podewil teil. In Sachen tänze-
Tanz in Schulen sowie seit 2011 durch das Programm eine Doppelstunde in einer sechsten und einer risches Lernen dürfte sie für manch eine Schule ein
Kulturagenten für kreative Schulen. jahrgangsübergreifenden Integrations-Klasse. Ihre angemessenes Vorbild sein.
Als besonders wertvoll erweist sich dabei die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe sind
enge und beständige Zusammenarbeit zwischen dabei von Vorteil. „Die Rollenverteilung bei Hanna
Künstler*innen und Lehrer*innen. So erforschte im und mir ist aufgrund unserer unterschiedlichen TanzZeit präsentiert!
Pilot-Projekt Learning by Moving eine Gruppe von Expertise ziemlich klar“, erzählt Arne Schnack. Das 04. – 08. Juni 2018
Fünftklässler*innen zusammen mit dem Lehrer und ermögliche ein klares Auftreten gegenüber den Podewil
Kulturbeauftragen der Schule, Martin Kern, sowie Schüler*innen. Und auf Seiten der Unterrichten- www.tanzzeit-berlin.de
der TanzZeit-Choreografin und -Tänzerin An Boek- den bedeutet es auch einen Zugewinn an päda-
mai/juni 2018 tanzraumberlin 3kurzvorschau / preview
Im Angesicht der Wirbel von destruktiven Gedanken
angesichts einer scheinbar aus den
Toula Limnaios’s choreography sug-
gests. What do we see when we take
Gewalt Fugen geratenen Welt bewegen und a non-glorifying look at 2018? And
Zeichen der Zeit zeigt die ob es doch noch Anlass zur Hoffnung how can we go on dancing when the
cie. toula limnaios auf gibt, lässt sich im Juni in der Halle world threatens to implode at any
Tanzbühne Berlin beobachten. (ah) time? What do we (still) recognize in
Dystopisch ist die Vision, die Toula the “volto umano”, the human face?
Limnaios in ihrem neuen Stück „volto “Humanity” runs the risk of becoming
umano“ entwirft. Während ihre letzte a sold-out relic; the loneliness of the
Kreation „momentum“ um die selbst-
In The Face Of protagonist obscures the view of the
Violence
bezüglichen Gedanken eines einsa- world. How eight dancers move in the
men Protagonisten kreiste, wagt diese face of a seemingly unhinged world,
Arbeit nun (s)einen Blick nach drau- cie. toula limnaios reveals a in a whirl of destructive thoughts, and
ßen – ohne dass es dort besser aus- sign of the times whether there’s still reason for hope
sehen würde. Läuft die Menschheit will be on stage for all to see at the
offenen Auges in Richtung Abgrund? Dystopian is the vision that Toula Lim- Halle Tanzbühne Berlin in June. (ah)
Gewalt, Grausamkeit, Zerstörung naios creates in her new piece “volto
treiben das Weltgeschehen an, legt Aufgaben en masse oder bald nichts mehr hat umano”. While her last creation
die Menschheit auf dem Teller liegen:
zumindest Toula Limnaios’ Choreo- “momentum” revolved around the
cie. toula limnaios, „volto umano“.
grafie nahe. Was sehen wir, wenn wir Foto: Dieter Hartwig self-referential thoughts of a lonely cie. toula limnaios
einen nicht beschönigenden Blick auf protagonist, this work now dares to volto umano
das Jahr 2018 richten? Und wie wei- chen Antlitz? „Menschlichkeit“ läuft look outwardly – without it looking 15. – 17., 21. – 24. und
termachen, wenn sich die Welt zu Gefahr, zu einem ausverkauften Relikt better there. Is humanity walking, 27. – 30. Juni 2018
überschlagen droht – ja, wie wei- zu werden, die Einsamkeit des Pro open-eyed, towards the abyss? Vio- Halle Tanzbühne Berlin
tertanzen? Was erkennen wir (noch) tagonisten verstellt den Blick auf die lence, cruelty and destruction drive www.toula.de
im „volto umano“, dem menschli- Welt. Wie sich acht Tänzer*innen im world affairs, at least that’s what
kurzvorschauen / previews
Profis am Start Fest der Bühnen Tanz trifft Musik
In Tradition der ada Studio-Reihe S.o.S. – Stu- Auch 2018 ruft das Performing Arts Festival (fast) Auf ungewöhnliche Kooperationen zwischen Musi-
dents on Stage versammelt das neue Festival ganz Berlin zum Fest der Darstellenden Künste ker*innen und Tänzer*innen legt das SOUNDANCE
Alumni.Tanz.Berlin Arbeiten von Absolvent*innen zusammen. An fünf Tagen werden zahllose Büh- Festival Berlin auch in diesem Jahr wieder den
mit diversen ästhetischen wie tänzerischen Ansät- nen der Stadt bespielt, von etablierten wie auf- Schwerpunkt. Mehr als fünfzehn Dialoge zwi-
zen. Es bietet und fordert Raum für Unfertiges und strebenden Künstler*innen. Eine Einladung, auch schen Musik und Tanz sind an zehn Abenden zu
Ausprobiertes, für Vernetzung und vor allem: eine kleinere, vielleicht unbekannte Orte zu erkunden: sehen. Klang- und Bewegungsexperimente ent-
Bühne. Mehr Aufmerksamkeit und eine Struktur Vom Radialsystem ans Fliegende Theater, vom HAU stehen über Echtzeitkompositionen und Improvi-
für die ersten professionellen Stücke der jungen zum Acker Stadt Palast, von den Sophiensælen zum sation. Die Begegnungen (und Kollisionen?) der
Künstler*innen! (ah) Theaterhaus Mitte und noch weiter… (ah) Künste werden sicht- und hörbar. (ah)
Alumni.Tanz.Berlin-Festival Performing Arts Festival Berlin SOUNDANCE Festival Berlin
03. – 06. Mai 2018 05. – 10. Juni 2018 20. Juni – 01. Juli 2018
ada Studio & Bühne vielerorts Dock11
www.ada-studio.de www.performingarts-festival.de www.soundance-festival.de
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Foto: »Monster« von DeLaVallet Bidiefono, © Christophe PeanOne of Boris Charmatz’s choreographic assemblies: „danse
de nuit“ (2016), shown as part of Volksbühne’s program at
vorschau
Flughafen Tempelhof in September.
Viele Wege führen an die Havel
Foto: Boris Brussey
International und hochkarätig ist das Programm der Potsdamer Tanztage auch 2018
Text: Alex Hennig
Tanzjournalistin und Dramaturgin
„Monstres. On ne danse pas pour rien“ – „Wir
tanzen nicht umsonst“: Das Eröffnungsstück der
diesjährigen Potsdamer Tanztage verheißt Auf-
ruhr, Hoffnung, Neuanfang. Wie lassen sich alltäg-
liche Erfahrungen in einem von Krieg und Diktatur
gebeutelten Land in Bewegungs-Visionen übertra-
gen? Der zeitgenössische Choreograf D eLaVallet
Bidiefono verbindet westliche wie afrikanische
Tanzstile und erschafft so aufbegehrende, phantas-
tisch-utopische Gestalten – „Monster“. Eine mitun-
ter schmerzhafte Liebeserklärung an sein Heimat-
land, den Kongo.
Ende Mai gastiert Bidiefono bei den Potsdamer
Tanztagen, dem international besetzten, hochka-
Hundert Potsdamer*innen haben’s gewagt und über
rätigen Festival, das in diesem Jahr zum 28. Mal mehrere Monate hinweg mit Sylvain Émard dessen
stattfindet. So unterschiedlich die einzelnen Bei- Mitmach-Extravaganza „Le Grand Continental“ einstudiert.
Foto: Robert Torres
träge in Kontext, kulturellem und ästhetischem
Horizont auch dieses Mal wieder zu sein scheinen:
ein leitendes Motiv ist vielleicht die Suche nach und Töne. Die französische Choreografin Martine um Geschlechterrollen, die sich vor skurrilen Fak-
zukunftsweisenden Visionen, politisch wie künst- Pisani ist mit einer Wiederaufnahme ihres Stückes tenlagen nicht scheuen.
lerisch. „sans“ (2000) zu sehen – und mit der Deutschland- Viele Wege führen an die Havel – und durchs Fes-
In „Con Grazia“ etwa geben sich Martin Mes- premiere von „UNDATED“, einem zeitlosen Konden- tival, das neben dem vielseitigen Bühnenprogramm
sier und Anne Thériault (Montréal) einer akribi- sat aus zwanzig Jahren choreografischer Arbeit. zusätzlich mit Open Air-Konzerten, Workshopange-
schen und theatralen Zerstörungswut hin. Die Par- Für diese Retrospektive bringt sie einen Teil ihrer boten und Gesprächsformaten aufwartet. Wer die
titur der Demolierung entwirft eine rhythmische, Weggefährt*innen aus den Bereichen Tanz, Licht Potsdamer*innen in gemeinsamer Bewegung erle-
poetische Klang- und Bildlandschaft, einen Abge- und Ton mit nach Potsdam und auf die Bühne. ben möchte, kann dem Prolog zum Festival beiwoh-
sang auf oder eine Ode an die materielle Welt – Weibliche Körper zwischen Erinnern und Aufbe- nen: über 100 Laientänzer*innen stimmen sich und
Krise und Neuanfang, Zerstörung und Kreation. Als gehren choreografiert die junge Koreanerin Bora die Zuschauer*innen mit „Le Grand Continental“
zweiter Vertreter des Residenzprogramms Potsdam/ Kim. Mit fünf Tänzerinnen hat sie die Bewegungs- von Sylvain Émard im Lustgarten und in der Schiff-
Montréal schraubt sich Manuel Roque in seinem sprache von Katzen und (anderen) Fabelwesen stu- bauergasse auf Tanz ein.
Solo „BANG BANG“ über einen physischen Taumel diert. In „A Long Talk to Oneself“ untersucht sie
von Gegenwärtigkeit und Verschwinden, Ekstase einmal mehr die fragile Position und Repräsenta-
und Erschöpfung in Urknall-Theorien hinein. tion des weiblichen Körpers. Die ungarische Cho- Potsdamer Tanztage 2018
Akustische Dimensionen von Bewegung werden reografin Zsuzsa Rózsavölgyi wiederum schlüpft 26. Mai – 10. Juni 2018
laut: So erschafft die für ihre schrillen Konzertper- für ihr Solo „1.7“ ironisch und selbstbewusst in ver- fabrik Potsdam u.a.
formances bekannte Brüsselerin Miet Warlop in schiedene Kostümierungen. In Baywatch-, Lack-, www.potsdamer-tanztage.de
„Fruits of Labor“ eine Parade der Objekte, Körper Leder- oder Nonnengestalt verhandelt sie Diskurse
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TANZPAKT
www.tanzpakt.de
STADT-LAND-BUND
Bundesweite Infoveranstaltung zum Förderprogramm:
Do. 14. Juni 2018 Kunstquartier Bethanien Berlin
Antragsschluss für die 2. Förderrunde: 14. Dezember 2018
TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und
der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz.
mai/juni 2018 tanzraumberlin 5Fette Prise Utopie
interview / statements
Zukunft gestalten kann der Runde Tisch Tanz, das temporäre Gremium von Tanzszene, Kulturpolitik und Verwaltung
Vorschläge für die künftige Ausrichtung der Tanzlandschaft Berlin wird der Runde Tisch Tanz entwickeln, im Auftrag der Kulturpolitik. Gesteuert wird das
teils partizipative Verfahren von zwei Koordinatorinnen, der Dramaturgin Karin Kirchhoff und der Kulturjournalistin Elisabeth Nehring. Über ihre Aufga-
ben und Zielstellungen hat tanzraumberlin Mitte April mit den beiden gesprochen, kurz nach dem Start der fünf Arbeitsgruppen, die Themen und Vor-
schläge in die Arbeit des Runden Tisches Tanz einspeisen. Besetzt ist der „RTT“, wie das Gremium bereits genannt wird, mit insgesamt 18 Vertreter*innen
von Tanzszene, Kulturpolitik und Verwaltung sowie externen Expert*innen. Einige von ihnen, aber auch etliche andere Tanzschaffende und in Professio
nen rund um den Tanz Tätige haben wir gefragt, worin ihrer Meinung nach die dringend anstehenden kulturpolitischen Maßnahmen für den Berliner Tanz
bestehen, welches Ergebnis des Runden Tisches Tanz wünschenswert wäre und und wie sich die Berliner Tanzszene künftig entwickeln sollte. Einige Zitate
drucken wir hier ab, ungekürzt finden sich diese und weitere Statements in einem PDF-Dokument online unter www.tanzraumberlin.de.
Interview: Elena Philipp
Elisabeth und Karin, was ist das Besondere am Runden Tisch Tanz?
Karin Kirchhoff: Senatsgelder für einen partizipativen Prozess – das ist ein
Novum in Berlin. 100.000 Euro hat der Senat dem Verein zeitgenössischer
tanz berlin (ZTB) zur Verfügung gestellt.
Elisabeth Nehring: Es ist ein guter Moment für einen Runden Tisch Tanz – als
Chance, die Szene sichtbar zu machen. Die Politik investiert Geld und Zeit,
man kann davon ausgehen, dass sie Interesse am Prozess hat.
Prozess-Steuerung ist ihre Aufgabe: Elisabeth Nehring (l.) und Karin Kirchhoff, die Koordinato-
Ende Januar wurdet Ihr von einer Findungskommission nach einem
rinnen des Runden Tisches Tanz.
Foto: Diego Agulló Bewerbungsverfahren als Koordinatorinnen benannt. Welche Aufgaben
sind Euch gestellt?
No Dance Is An Island Kirchhoff: Wir setzen die Termine, die wir auch vor- und nachbereiten; in
Kooperation mit der Szene haben wir die Arbeitsgruppen inhaltlich definiert;
Was die Szene sich vom Runden Tisch Tanz erhofft | und wir kommunizieren mit den Abgeordneten, der Presse oder dem ZTB, der
What are the hopes of Berlin’s dance scene towards the Runder Tisch Tanz?
Träger des Verfahrens und aller Verträge ist.
„Nach mehr als 20 Jahren gibt es ihn wieder, den Runden Tisch Tanz. (…)
Er sollte ein starkes Selbstbewusstsein ‚der Tanzszene‘ als klares Zeichen Nehring: De facto merken wir, dass wir den Prozess im Ablauf neu erfinden
an die Kulturpolitik senden. (…) Es gibt viel zu tun.“ müssen. Vorgaben gibt es nicht – der Runde Tisch Tanz soll ein Resultat brin-
Tanzcompagnie Rubato, Dieter Baumann und Jutta Hell gen, aber er ist ergebnisoffen. Festgelegt war zum Beispiel nicht, welche
Vertreter*innen der Tanzszene am eigentlichen Runden Tisch Tanz sitzen sol-
“A long term strategy and vision for the independent Berlin dance scene
needs to be mapped out. More and more artists working within dance len. Das ist eine wichtige Position und wir haben uns – nach einem öffentli-
come to the city creating a lively and energetic dance scene unparalleled chen Treffen im Februar mit mehr als vierzig Tanzschaffenden – für die sechs
in other major capitals. However there is still a lack of basic resources Personen entschieden, die als „Abgeordnete der Szene“ am Tisch sitzen.
and infrastructure to support this activity.” Unsere eigentlich kreative Arbeit ist das Konzept, das wir zu Ende des Jah-
Colette Sadler, Choreographer / Artist
res schreiben.
„Der Runde Tisch Tanz steht vor der Herausforderung, Partizipation und
kulturpolitische Visionen unter einen Hut zu bekommen. Am Ende soll- Partizipation ist beim Verfahren zentral…
ten realistische Ziele stehen, die auch umsetzbar sind. Daran arbeiten
wir gerne mit.“ Nehring: Herzstück des partizipativen Prozesses sind die fünf Arbeitsgrup-
Annemie Vanackere und Ricardo Carmona, HAU Hebbel am Ufer
pen, die Themen gewichten und Handlungsvorschläge machen. Deren erste
„Wird die richtige Mischung aus Stärkung dessen, was schon da ist, und drei Treffen sind offen, danach sollen sich feste Gruppen bilden. Nicht öffent-
Aufbau dessen, was noch gebraucht wird, gefunden werden? Wird dabei lich sind hingegen die Sitzungen des Runden Tisches Tanz, der mit insgesamt
die Unverzichtbarkeit von Freiräumen für Forschung und Experimente, 18 Vertreter*innen der Tanzszene, der Politik und der Verwaltung besetzt ist
damit Kunst sich frei und selbstbestimmt entfalten kann, unterstri- und viermal in diesem Jahr tagen wird.
chen werden? Kann einer praktisch wie theoretisch bereits vollzogenen
Emanzipation von Tanz und Choreografie zur eigenständigen Kunstform
auch in kulturpolitischen Förderstrukturen Rechnung getragen werden? Resultate soll der Prozess bringen. Was sind Eure Vorstellungen für das
Der Vorstand des Vereins zeitgenössischer tanz berlin (ZTB) Konzept?
6 tanzraumberlin mai/juni 2018Kirchhoff: Für mich steht die bestmögliche Argumentation für das Ergebnis „Tanz muss mehr Sichtbarkeit im Berliner Haushalt erhalten. Neben
im Vordergrund. Es geht um Meinungsbildung der Szene und Überzeugungs- erheblichen Erhöhungen der Förderungen auch eigene Haushaltstitel,
Jurys, Theater mit Produktionsmitteln und spezielle Fördertöpfe für den
arbeit gegenüber der Politik. Um das Ganze zu untermauern, wird auch eine
Tanz. Die Politik muss mehr Verantwortung für diese einzigartige Kunst-
Situations- und Bedarfsanalyse erstellt, die vor allem Zahlen und Fakten lie- form übernehmen.“
fert. Dazu gehört auch eine Online-Befragung der Tanzszene im Mai. cie. toula limnaios – Toula Limnaios und Ralf R. Ollertz
Nehring: Idealerweise greifen die Vorschläge ineinander: mittel- und lang- “No to one premiere after the other! – Yes to research!
fristige Ziele, verschiedene Stufen und Alternativen für die Entwicklung, best No to support for only finished productions! – Yes to different formats!
(…) No to competition between artists, between programmers, between
practice-Modelle – was für Berlin visionär erscheint, ist woanders schon Rea-
venues! – Yes to collaboration and meeting!”
lität. Eine gute Gewichtung zwischen Pragmatismus und Vision… Agata Siniarska, Choreographer and Performer
Kirchhoff: …und eine fette Prise Utopie! “It’s time that we address the reality that there are many people in this
‘community’ who don’t qualify for support, who are living in poverty
and without health insurance. This is not ok!”
Verbindlich ist das Ergebnis allerdings nicht…
Jeremy Wade, Performer, Performance Maker, Curator and Teacher
Kirchhoff: Das stimmt, das Verfahren hat Vorschlagscharakter. Das Konzept “What are urgent measures for dance in Berlin? – To represent more
entsteht im Auftrag der Senatskulturverwaltung und gehört ihr auch. Die diversity in gender, as well as diversity in artistic dance forms and styles.”
Hoffnung ist, dass es Akzeptanz findet, weil es unter Beteiligung von Politik Juliana Piquero, Choreographer
und Verwaltung erarbeitet wird. Mit dem Konzept gehen die Regierungspar-
„Wie kann denen, die im Studio, in der Choreografie, im Publikum noch
teien in die Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2020/21, die Ende 2018
nicht sichtbar werden, (…) vermittelt werden, dass im zeitgenössischen
beginnen. Tanz auch sie gemeint sind? (…) Für mich bleibt es eine politische Aus-
sage, welche Körper man im Tanz unterrichtet, wen man mit der Choreo-
Nehring: Wünschenswert wäre, wenn die Politiker*innen auch in die AGs grafie eines Stücks betraut oder wie man den Zuschauerraum für welche
kämen. Erst dann beginnt der versprochene partizipative – und nicht nur Zielgruppe zugänglich macht.“
Bernhard Richarz, tanzfähig
zuarbeitende – Prozess: Wenn man eine Diskussion verfolgt, kennt man
Arbeitsweisen und Prozesse, versteht dann auch Forderungen besser. Im
„In Berlin wird Tanz institutionell aus der ‚zweiten Reihe‘ und Nische
Gegenzug könnten die Politiker*innen von ihrer Arbeit erzählen. betrieben. Statt eine öffentliche Stimme zu entwickeln, konzentriert
sich der Tanz in Berlin und Deutschland auf Lobbyismus, der erfolgreich
Welche Themen stehen bislang bei den Treffen im Vordergrund? ist, aber zu wenig gesellschaftsrelevante Wirkung erzielt. Zusätzlich zu
den bestehenden Initiativen braucht Berlin ein Tanzhaus mit zeitge-
mäßer kollektiver Leitungsstruktur, das avanciert, künstlergerecht und
Kirchhoff: Natürlich gibt es ein großes Interesse an den Themen, die immer
öffentlichkeitswirksam nicht nur die Stärke des Tanzes unter Beweis
schon in der Szene diskutiert werden: eine große Bühne oder ein Haus für den stellt, sondern im integralen Mix aus Produktion, Präsentation, Theo-
Tanz, Förderung und Jurys. Aber auch die Themen Diversität, Zugänglichkeit, rie, Training und Research auch zukunftsgerichtete Bedingungen für
Vermittlung, Forschung und Internationalität werden diskutiert. die Sparte schafft.“
Sigrid Gareis, Gründungsintendantin Tanzquartier Wien
Nehring: Bei der Uferstudios-Gründung vor zehn Jahren war die Dezentralität
„Dem ‚Berliner Tanz‘ fehlt der ‚große Wurf‘. (…) Ein Haus der Choreografie
noch ein starkes Thema. Mittlerweile ist die Szene größer, stärker und pro- muss auch in seiner Struktur aus einem choreografischen Denken konzi-
fessioneller, es gibt nicht mehr die Angst, dass ein Flagship der Szene etwas piert sein. (…) Wenn dies gelingt, könnten Verfahren und Ergebnis Modell
wegnimmt, sondern die Überzeugung, dass die Szene von einer anderen für weitere, ‚neue‘ Institutionen dieser Stadt sein.“
Sichtbarkeit profitieren könnte. Simone Willeit, Uferstudios
„Der Tanz in Berlin braucht eine größere, öffentliche Sichtbarkeit – für
Was ist Eure persönliche Motivation, Verantwortung für den Prozess zu
die Künstler*innen und das Publikum! Ich finde die Initiative zum Run-
übernehmen? den Tisch Tanz wichtig: Wo ist der Ort in der Metropole Berlin, an dem
sich die unterschiedlichen Generationen und Tanzgenres treffen, aus-
Nehring: Karin hat mich gefragt und ich habe zugesagt, weil es etwas zu tauschen und vom Publikum entdeckt werden können? Das Publikum
bewegen und zu lernen gibt – das ist ein kraftvoller, komplexer Prozess. für zeitgenössischen Tanz in Berlin ist längst nicht ausgeschöpft. Wir
sollten vermeiden, die unterschiedlichen Institutionen gegeneinander
auszuspielen, sondern gemeinsam Synergien finden. Neben Sasha Waltz
Kirchhoff: Wir arbeiten sehr gut zusammen, das stimmt. Für mich ist der & Guests möchte ich das Staatsballett in diese Überlegungen mit ein-
Runde Tisch Tanz zugleich Chance und Herausforderung, ich habe das Gefühl, beziehen. Die Verantwortung des Balletts liegt auch darin, verschiede-
dass alle meine bisherigen Arbeitserfahrungen in den Prozess einfließen: als nen Künstler*innen gute Arbeits- und Produktionsbedingungen zu bie-
Produktionsleiterin, Festivalkuratorin, Mitarbeiterin im Tanzbüro oder Vor- ten. Langfristig spreche ich mich für ein Theater aus, das sich ausdrück-
lich der Kunstform des Tanzes oder interdisziplinären Ansätzen widmet.
stand in Interessenverbänden.
Künstlerische Impulse entstehen in der Freiheit, brauchen dann jedoch
Unterstützung, Produktionsmöglichkeiten und Orte. Ich wünsche mir,
Wie unterstützt die Tanzszene Eure Tätigkeit? dass der Runde Tisch Tanz effektive Schritte für einen Stufenplan ent-
wickelt. Aus meiner eigenen Biografie heraus finde ich es dazu sinn-
Kirchhoff: Wir bekommen enorm viel Unterstützung vom ZTB und dem Tanz- voll, wenn es an jedem Stadttheater Tanzschaffende als ‚Artist-in-Resi-
dence‘ gibt.“
büro: in Kommunikation, Präsenz oder Mitdenken. Das Tanzbüro stellt uns
Sasha Waltz, Sasha Waltz & Guests / Staatsballett Berlin
Infrastruktur zur Verfügung, die Webseite zum Beispiel, und der ZTB hilft uns
bei der Kommunikation in die Szene hinein. „Der Runde Tisch Tanz sollte als große Chance verstanden und genutzt
werden.“
Ist Optimismus angebracht? Nele Hertling, Akademie der Künste Berlin
Kirchhoff: Ja, aus drei Gründen: die Berliner Kultur hat mehr Geld als in den In full length, these and additional statements are published online:
Vorjahren; die Politik finanziert den Prozess; und sie sitzt mit am Tisch. www.tanzraumberlin.de
mai/juni 2018 tanzraumberlin 7tanzkalender mai/juni 2018
Die Veranstaltungen der Tanzbühnen in Berlin und Umgebung * für diese Veranstaltungen gilt die tanzcard
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Berlin und Potsdam. Liste der Spielstätten, Adressen, Infos und Bestellung unter www.tanzraumberlin.de.
MAI Di. 8.
* 20.30 h | Volksbühne Berlin – 3. Stock
Mi. 2. * 20.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU3)
M(a)y Sister #3 „blues in schwarz weiss“
Mit Natasha A. Kelly, Corina Kwami und Jumoke Adeyanju
Mette Ingvartsen
69 positions
* 19.00 h | Uferstudios
Mi. 9.
So. 13.
*
Oakland Dance Theatre
18.00 h | Staatsoper Unter den Linden
*
Young Choreographers Forum
19.30 h | Sophiensæle Staatsballett Berlin
* 20.30 h | VERLIN Edan Gorlicki Romeo und Julia Familienvorstelllung
*
NOW! FESTIVAL BERLIN The Players
19.00 h | DOCK 11
*
Duett
20.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU3) Lisa Stertz und Yuko Kaseki
M(a)y Sister #4 „zwischen avenui und kreuzberg“ Pilze und Fische
Do. 3.
* 20.30 h | ada Studio in den Uferstudios
Alumni. Tanz. Berlin – Festival 2018 * 20.00 h | Theater Thikwa im F40
Theater Thikwa
Schweigen Impossible
* 19.30 h | Akademie der Künste
Vogelsang meets Hoyer: Bach-Präludien + Afectos Humanos
T: Nils Freyer, Ulrike Buschendorf, Marco Philipp
* 20.30 h | Sophiensæle
Olivia Hyunsin Kim / Ddanddarakim
Miss Yellow and Me – I wanna be a Musical
R: Martina Coutourier, Gebärdenchoreografie und Übersetzung in Gebärden: Gal Naor
Do. 10. * 20.30 h | ada Studio in den Uferstudios
S.o.S – Students on Stage
Infos s.: 12.5. / 17 Uhr
20.30 h | VERLIN
NOW! FESTIVAL BERLIN
Bewegung & Stimme
* 19.00 h | DOCK 11
Lisa Stertz und Yuko Kaseki
Pilze und Fische Premiere
Mo. 14.
10.00 h | TanzTangente
*
Café MundO… in einer Gewitternacht Schulvorstellung
Fr. 4. 20.00 h | Theater Thikwa im F40
Theater Thikwa 20.00 h | Theaterhaus Berlin Mitte
* 19.00 h | DOCK 11
Junior Company des DOCK 11
make up your mind Premiere
Schweigen Impossible
Info s.: 9.5.
20.00 h | VERLIN
Funny Bizness // The man based in catarata falls
in my heart // Spaß – muss Öffentliche Probe
* 19.00 h | Sophiensæle Constanza Macras / DorkyPark
Mi. 16.
Jee-Ae Lim Something
* 18.00 h | HZT Berlin in den Uferstudios
*
Your East, My Ghost SoDA Lectures
20.30 h | Volksbühne Berlin – 3. Stock
*
Ana Vujanović / Performances that matter:
19.30 h | Deutsche Oper Berlin Mette Ingvartsen From politics to creative labor
Staatsballett Berlin 69 positions
Don Quixote
Do. 17.
*
Fr. 11.
*
20.30 h | ada Studio in den Uferstudios
18.00 h | Tanzfabrik Berlin / Wedding
*
Alumni. Tanz. Berlin – Festival 2018 19.00 h | DOCK 11 Time to Meet: Yeon-Jin Choi „Eat the Fragrance“
*
Lisa Stertz und Yuko Kaseki
*
20.30 h | Sophiensæle
Pilze und Fische 19.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU3)
Olivia Hyunsin Kim / Ddanddarakim
Boyzie Cekwana
*
Miss Yellow and Me – I wanna be a Musical 20.00 h | Acker Stadt Palast The Last King of Kakfontain
*
20.30 h | VERLIN the guts company
Das Fremde/ALIENIdentität Berlin-Premiere/Gastspiel 19.30 h | Staatsoper Unter den Linden
NOW! FESTIVAL BERLIN Polina & Friends
*
Bewegung & Klang Ballett-Gala
20.00 h | Theater Thikwa im F40
*
Theater Thikwa
Sa. 5. Schweigen Impossible
20.00 h | Sophiensæle
*
Info s.: 9.5. Anna Aristarkhova
19.00 h | DOCK 11 Lust Premiere
*
Junior Company des DOCK 11
*
20.00 h | VERLIN
make up your mind 20.30 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU2)
Ltg: Lisa Oettinghaus
Constanza Macras / DorkyPark Meg Stuart / Damaged Goods
Something
*
Hunter
*
19.00 h | Sophiensæle
Jee-Ae Lim 20.00 h | Volksbühne Berlin – 3. Stock
Your East, My Ghost Mette Ingvartsen Fr. 18.
*
69 positions
*
19.00 h | DOCK 11
19.30 h | Staatsoper Unter den Linden
20.30 h | HALLE TANZBÜHNE BERLIN oxmala (Orla Mc Carthy & Max Makowski)
Staatsballett Berlin PERSON A Premiere
Romeo und Julia we are made
*
Tanzfilm der cie. toula limnaios & Giacomo Corvaia
*
19.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU3)
20.30 h | ada Studio in den Uferstudios Boyzie Cekwana
Alumni. Tanz. Berlin – Festival 2018 Sa. 12. The Last King of Kakfontain
* 20.30 h | Sophiensæle
Olivia Hyunsin Kim / Ddanddarakim * 17.00 h | ada Studio in den Uferstudios
S.o.S – Students on Stage
* 19.30 h | Volksbühne Berlin
Jérôme Bel
*
Miss Yellow and Me – I wanna be a Musical
19.00 h | DOCK 11 The show must go on
*
20.30 h | VERLIN Lisa Stertz und Yuko Kaseki 20.00 h | Sophiensæle
NOW! FESTIVAL BERLIN Pilze und Fische Anna Aristarkhova
Ensemble
* 20.00 h | Acker Stadt Palast Lust
*
So. 6. the guts company 20.30 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU2)
Das Fremde/ALIENIdentität Gastspiel
*
Meg Stuart / Damaged Goods
18.00 h | Tanzfabrik Berlin / Kreuzberg
*
Hunter
Common ground: music meets dance 20.00 h | Lake Studios Berlin
Performance Roland Walter und Deva Schubert
Sa. 19.
*
Spaß – muss
*
20.30 h | Acker Stadt Palast
*
19.00 h | DOCK 11
improvised music and dance 20.00 h | Theater Thikwa im F40
Disquiet Berlin-Premiere/Gastspiel oxmala (Orla Mc Carthy & Max Makowski)
Theater Thikwa PERSON A
*
Schweigen Impossible
*
20.30 h | ada Studio in den Uferstudios Info s.: 9.5.
Alumni. Tanz. Berlin – Festival 2018 20.00 h | Sophiensæle
Info s.: 5.5. 20.00 h | VERLIN Anna Aristarkhova
Lust
20.30 h | VERLIN Constanza Macras / DorkyPark
Something
NOW! FESTIVAL BERLIN Info s.: 10.5. So. 20.
*
Language & Voice
* 20.30 h | ada Studio in den Uferstudios 19.00 h | DOCK 11
Mo. 7. S.o.S – Students on Stage oxmala (Orla Mc Carthy & Max Makowski)
PERSON A
*
Infos s.: 12.5. / 17 Uhr
*
18.00 h | Akademie der Künste – Pariser Platz 4
Valeska-Gert-Gastprofessur Nora Amin 20.30 h | HALLE TANZBÜHNE BERLIN 20.00 h | Sophiensæle
Performing Trauma we are made Anna Aristarkhova
Einführungsvortrag mit Nora Amin, Gabriele Brandstetter, Thomas Engel, Nele Hertling Tanzfilm der cie. toula limnaios & Giacomo Corvaia Lust
8 tanzraumberlin mai/juni 2018* *
tanzkalender mai/juni 2018 20.00 h | Theater Thikwa im F40 19.00 h | DOCK 11
Theater Thikwa MASH DANCE BERLIN
Schweigen Impossible Lisi Estaras und Ido Batash
Di. 22. Info s.: 9.5. The Jewish Connection Project Premiere
* 19.00 h | Acker Stadt Palast
Colectivo Gamera
Bailacomoquerias/Dancelikeyouwant
* 20.30 h | Uferstudios
Clébio Oliveira
Foreign Body * 19.00 h | Uferstudios
AUSUFERN
Eva Costa
* 21.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU2) Wunderkammer
Mi. 23.
*
berlin Voguing Out & OPULENCE
*
19.30 h | fabrik Potsdam
18.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1) THE OPULENCE BALL (Voguing Ball)
Mit Jack Mizrahi, Vjuan Allure, madison moore u.a., ab 24 Uhr Aftershow-Party POTSDAMER TANZTAGE 2018
Antonia Baehr, Latifa Laâbissi & Nadia Lauro
Consul und Meshie Miet Warlop
bis 23 Uhr Premiere 21.30 h | Lustgarten Potsdam Fruits of Labor
*
POTSDAMER TANZTAGE 2018
* 20.00 h | Theater Thikwa im F40 Sylvain Émard Danse 19.30 h | Komische Oper Berlin
Theater Thikwa Le Grand Continental ® Staatsballett Berlin
Schweigen Impossible Eintritt frei Europapremiere Doda | Goecke | Duato
Info s.: 9.5. Info s.: 24.5.
20.30 h | Somatische Akademie Berlin GmbH So. 27. 19.30 h | Maxim Gorki Theater
*
Kira Maria Kirsch 11.00 h | Deutsche Oper Berlin – Ballettsäle Constanza Macras / DorkyPark
Since_somatics in creation Staatsballett Berlin HILLBROWFICATION
Performance series Tanz ist KLASSE! TanzTanz Ch: Constanz Macras und Lisi Estáras Premiere
* *
Workshop für Kinder und Jugendliche
21.00 h | Tanzfabrik Berlin / Wedding 20.00 h | Tanzfabrik Berlin / Wedding
Matteo Marziano Graziano 16.00 h | Schiffbauergasse REMEMBERING THE FUTURE – 40 JAHRE TANZFABRIK
Before Things have been Named POTSDAMER TANZTAGE 2018 Dance Intensive „Bits & Pieces“
Performanceprojekt – Showing
*
Sylvain Émard Danse
Le Grand Continental ®
21.00 h | T-Werk
Do. 24. Eintritt frei POTSDAMER TANZTAGE 2018
Louis Vanhaverbeke
* 18.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1)
Antonia Baehr, Latifa Laâbissi & Nadia Lauro
Consul und Meshie
* 17.00 h | Uferstudios
Luna Park / Kosmas Kosmopoulos
Berge der Sehnsucht (Mountains of Desire)
Multiverse
Sa. 2.
bis 23 Uhr
* 18.00 h | Tanzfabrik Berlin / Wedding
apap production studio berlin
Time to Meet: Navaridas & Deutinger „I would like to be
* 18.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1)
Antonia Baehr, Latifa Laâbissi & Nadia Lauro
Consul und Meshie * 15.00 h | Uferstudios
AUSUFERN
Eva Costa
bis 23 Uhr
Wunderkammer
*
a better person“
*
18.00 h | RADIALSYSTEM V
* 19.00 h | DOCK 11 16.00 h | Kirche Am Neuendorfer Anger
Sasha Waltz & Guests
MS Schrittmacher Allee der Kosmonauten POTSDAMER TANZTAGE 2018
Wiederaufnahme Yasmeen Godder
*
Heimatfront – Das Desaster lässt grüßen
19.00 h | Komische Oper Berlin Simple Action
* 19.30 h | Komische Oper Berlin
Staatsballett Berlin
Doda | Goecke | Duato
Staatsballett Berlin
Doda | Goecke | Duato
Info s.: 24.5. * 16.00 h | Uferstudios
AUSUFERN
*
Ch: Gentian Doda, Marco Goecke, Nacho Duato, M: Joaquin Segade, Arnold Schönberg, Peter Stamer
Musik des spanischen 15. und 16. Jahrhunderts sowie Texte von Garcilaso 19.30 h | Volksbühne Berlin Hans im Glück
de la Vega Premiere Staatliche Ballettschule Berlin
* 20.00 h | Acker Stadt Palast
The Contemporaries – Im Hier und Jetzt (Volume 2)
* 18.00 h | Kirche Am Neuendorfer Anger
*
POTSDAMER TANZTAGE 2018
CompanyHaa 20.30 h | Uferstudios
Yasmeen Godder
Through the Eyes of the Other Premiere Clébio Oliveira Simple Action
*
Foreign Body
*
20.00 h | RADIALSYSTEM V 19.00 h | DOCK 11
Sasha Waltz & Guests Mo. 28. MASH DANCE BERLIN
Allee der Kosmonauten
Uri Shafir
*
19.30 h | Akademie der Künste
20.00 h | Theater Thikwa im F40 drei D poesie VI: excyte // let us gather for no-thing
HABITAT Premiere
*
Theater Thikwa T: Julian Weber // T: Ana Laura Lozza Premiere
Schweigen Impossible 19.30 h | Deutsche Oper Berlin
Info s.: 9.5. Staatsballett Berlin
Di. 29. Don Quixote
* 20.30 h | Uferstudios
Clébio Oliveira
Foreign Body
19.00 h | Akademie der Künste
drei D poesie VI: excyte // let us gather for no-thing
Info s.: 28.5. * 19.30 h | Maxim Gorki Theater
Constanza Macras / DorkyPark
HILLBROWFICATION
Fr. 25.
* 19.00 h | Deutsche Oper Berlin
* 19.30 h | T-Werk
*
Staatsballett Berlin
19.00 h | DOCK 11 Ballett-Universität: Im Auge des Betrachters POTSDAMER TANZTAGE 2018
MS Schrittmacher Ein Gespräch mit Gentian Doda. Moderation: Dr. Christiane Theobald. Louis Vanhaverbeke
Heimatfront – Das Desaster lässt grüßen Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter ballettuniversitaet@staatsballettberlin.de Multiverse
* 19.00 h | Uferstudios
Luna Park / Kosmas Kosmopoulos
Berge der Sehnsucht (Mountains of Desire)
* 19.30 h | Hans-Otto-Theater / Neues Theater
POTSDAMER TANZTAGE 2018
DeLaVallet Bidiefono / Compagnie Baninga
* 20.00 h | Sophiensæle
Martin Hansen
If It's All In My Veins Deutschlandpremiere
* *
Monstres, on ne danse pas pour rien Deutschlandpremiere
20.00 h | Acker Stadt Palast 20.00 h | Tanzfabrik Berlin / Wedding
CompanyHaa REMEMBERING THE FUTURE – 40 JAHRE TANZFABRIK
Through the Eyes of the Other Mi. 30. Dance Intensive „Bits & Pieces“
* 20.00 h | Lake Studios Berlin
Unfinished Fridays – Vol 49 * 19.30 h | Hans-Otto-Theater / Neues Theater
POTSDAMER TANZTAGE 2018
DeLaVallet Bidiefono / Compagnie Baninga * 20.30 h | fabrik Potsdam
POTSDAMER TANZTAGE 2018
* 20.00 h | RADIALSYSTEM V Monstres, on ne danse pas pour rien Miet Warlop
Fruits of Labor
*
Sasha Waltz & Guests
Allee der Kosmonauten 20.00 h | Sophiensæle
Qudus Onikeku + Sebastian Matthias So. 3.
* 20.30 h | Uferstudios Yuropa Premiere
* 11.00 h | Kirche Am Neuendorfer Anger
*
Clébio Oliveira
Foreign Body 20.00 h | T-Werk POTSDAMER TANZTAGE 2018
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Yasmeen Godder
Sa. 26. Isabelle Schad Simple Action
Solo für Lea
* 18.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1)
Antonia Baehr, Latifa Laâbissi & Nadia Lauro Do. 31. * 15.00 h | Uferstudios
AUSUFERN
*
Consul und Meshie Eva Costa
bis 23 Uhr 20.00 h | Sophiensæle Wunderkammer
Qudus Onikeku + Sebastian Matthias
* 19.00 h | DOCK 11
MS Schrittmacher
Yuropa
* 16.00 h | Kirche Am Neuendorfer Anger
*
POTSDAMER TANZTAGE 2018
Heimatfront – Das Desaster lässt grüßen 20.00 h | T-Werk
Yasmeen Godder
*
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Simple Action
19.00 h | Uferstudios Isabelle Schad
*
Luna Park / Kosmas Kosmopoulos Solo für Lea 16.00 h | T-Werk
Berge der Sehnsucht (Mountains of Desire)
POTSDAMER TANZTAGE 2018
* 19.30 h | Staatsoper Unter den Linden
Staatsballett Berlin
JUNI
Louis Vanhaverbeke
Multiverse
*
Romeo und Julia
17.00 h | Uferstudios
* 20.00 h | Acker Stadt Palast
CompanyHaa Fr. 1.
AUSUFERN
Dana Caspersen
*
Through the Eyes of the Other UNDER | STAND
17.30 h | Uferstudios
* 20.00 h | RADIALSYSTEM V
Sasha Waltz & Guests
Allee der Kosmonauten
AUSUFERN
Tanzen im Hof
Künstl. Ltg: Lea Martini
* 18.00 h | Tanzfabrik Berlin / Kreuzberg
Common ground: music meets dance
Performance
mai/juni 2018 tanzraumberlin 9* *
19.00 h | DOCK 11 18.00 h | Lake Studios Berlin tanzkalender mai/juni 2018
MASH DANCE BERLIN PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Shira Eviatar / Tammy Izhaki Double Bill:
*
Rising / Small World Fire of Unknown Origin // Spectre 20.30 h | HZT Berlin in den Uferstudios
*
19.30 h | Maxim Gorki Theater 18.00 h | Podewil MAC PRÄSENTATIONEN 2018
Constanza Macras / DorkyPark TanzZeit präsentiert! Annelie André
Laws of Power
*
HILLBROWFICATION
*
18.00 h | Sophiensæle
* 20.00 h | Sophiensæle PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN 20.30 h | laborgras
Martin Hansen Przemek Kaminski PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
If It's All In My Veins Pharmakon (it radiates) laborgras
Retour
Mo. 4.
* 19.00 h | Ballhaus Ost
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
* 20.30 h | Sophiensæle
* 16.00 h | Podewil Andriana Seecker und Andreas Catjar PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
TanzZeit präsentiert! It's never to late kNoname Artist / Roderick George
Fleshless Beast Wiederaufnahme
* 18.00 h | Podewil
TanzZeit päsentiert! * 19.00 h | DOCK 11
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
* 21.00 h | T-Werk
POTSDAMER TANZTAGE 2018
*
Ruben Reniers
19.00 h | fabrik Potsdam displacement Premiere Zsusza Rózsavögyi
POTSDAMER TANZTAGE 2018 1.7
Bora Kim
A LONG TALK TO ONESELF + TAIL LANGUAGE Deutschlandpremiere * 19.00 h | Sophiensæle
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
* 21.00 h | Waschhaus Arena
POTSDAMER TANZTAGE 2018
*
Lina Goméz & Andrew Kerton
19.00 h | Uferstudios RESTRAINT & MONO E.P.:Track 1 Martin Messier & Anne Thériault
AUSUFERN Con Grazia Deutschlandpremiere
Eva Costa
Wunderkammer * 19.30 h | T-Werk
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Sa. 9.
*
Manuel Roque
19.00 h | Volksbühne Berlin Bang Bang 14.00 h | Pavillon auf der Freundschaftsinsel
Staatliche Ballettschule Berlin POTSDAMER TANZTAGE 2018
HAPPY BIRTHDAY
Di. 5.
* 20.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1) / Outdoor
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Kadir „Amigo“ Memis
Begüm Erciyas und Matthias Meppelink
Voicing Pieces
bis 20 Uhr
*
Back to Zero
16.00 h | Podewil 15.00 h | The Limelight Collective, Kastanienallee 71,
TanzZeit päsentiert! 20.30 h | The Limelight Collective, Kastanienallee 71, 10435 Berlin
*
10435 Berlin PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
18.00 h | Podewil PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN The Limelight Collective
TanzZeit päsentiert!
Mit Minitaturen und einem Lehrerstück. The Limelight Collective A Third of the Stars
A Third of the Stars
*
16.00 h | Kunstquartier Bethanien – Treffpunkt: davor
*
19.00 h | fabrik Potsdam
21.00 h | fabrik Potsdam PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
POTSDAMER TANZTAGE 2018
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Grupo Oito
Bora Kim
A LONG TALK TO ONESELF + TAIL LANGUAGE Martine Pisani k/n/o/w-go-zones
Undated Deutschlandpremiere
18.00 h | Landarbeiterhaus / Kleinmachnow
Mi. 6. Fr. 8. Lange Nacht der Kultur Kleinmachnow
Line in spaces
*
14.30 h | Bootschafft, Grabbeallee 34, 13156 Berlin Performance
10.30 h | Podewil
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
*
TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen 18.00 h | DOCK 11
Eva Baumann/Anna Melnikova/Shannon Sullivan-
MAKE DO / Tanzkomplizen
Performance Lab Berlin K/Ch: Grayson Millwood Schulvorstellung PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
herstory I_unplugged Florian Bücking & Raisa Kröger
16.00 h | Kunstquartier Bethanien –
* 15.00 h | Podewil coming out of a secret room
*
Treffpunkt: Vor dem Kunstquartier Bethanien TanzZeit präsentiert!
18.00 h | Sophiensæle
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN 16.00 h | Kunstquartier Bethanien – Treffpunkt: davor PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Grupo Oito PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN Dasnya Sommer und Silke Schönfleisch
k/n/o/w-go-zones Grupo Oito Bondage Duell Wiederaufnahme
* *
16.00 h | Podewil k/n/o/w-go-zones
19.00 h | DOCK 11
TanzZeit päsentiert! 17.00 h | Pavillon auf der Freundschaftsinsel PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
17.00 h | Pavillon auf der Freundschaftsinsel POTSDAMER TANZTAGE 2018 Ruben Reniers
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Begüm Erciyas und Matthias Meppelink displacement
*
Begüm Erciyas und Matthias Meppelink Voicing Pieces
bis 21 Uhr 19.00 h | T-Werk
Voicing Pieces POTSDAMER TANZTAGE 2018
*
bis 21 Uhr 19.00 h | Ballhaus Ost Zsusza Rózsavögyi
* 18.00 h | Podewil PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN 1.7
*
TanzZeit präsentiert! Emmilou Rößling
CASCADE 19.00 h | theaterforum kreuzberg
19.30 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU2) Company Seneca Intensiv
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
* 19.00 h | DOCK 11 Discover // Seht!
*
Lulu Obermayer PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Ruben Reniers 19.00 h | Waschhaus Arena
Manon Lescaut
displacement POTSDAMER TANZTAGE 2018
* 19.30 h | T-Werk
POTSDAMER TANZTAGE 2018
Manuel Roque * 19.00 h | theaterforum kreuzberg
Company Seneca Intensiv
Discover // Seht!
Martin Messier & Anne Thériault
Con Grazia
19.30 h | Theaterhaus Berlin Mitte
Bang Bang
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
20.00 h | The Limelight Collective, Kastanienallee 71,
10435 Berlin
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
* 19.30 h | fabrik Potsdam
POTSDAMER TANZTAGE 2018
Martine Pisani
Renae Shadler & collaborators
Restore
Undated 20.00 h | Admiralspalast
The Limelight Collective Györ Ballett
*
A Third of the Stars Premiere 19.30 h | Komische Oper Berlin Romeo & Julia
* 21.00 h | fabrik Potsdam Staatsballett Berlin Ch: Youri Vámos, M: Sergei Prokofieff
*
POTSDAMER TANZTAGE 2018 Doda | Goecke | Duato
Info s.: 24.5. 20.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1) / Outdoor
Martine Pisani PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Sans
* 20.00 h | HAU Hebbel am Ufer (HAU1) / Outdoor Kadir „Amigo“ Memis
*
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN Back to Zero
21.30 h | Ballhaus Ost
Kadir „Amigo“ Memis
*
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN 20.00 h | RADIALSYSTEM V
Back to Zero
Andriana Seecker und Andreas Catjar PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
It's never to late 20.00 h | VERLIN Juditg Sánchez Ruíz und Edivaldo Ernestoo
Constanza Macras / DorkyPark NOISE
Do. 7. Here / After
14.30 h | Bootschafft, Grabbeallee 34, 13156 Berlin
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
R/Ch: Constanza Macras
20.30 h | The Limelight Collective, Kastanienallee 71,
10435 Berlin
* 20.00 h | Sophiensæle
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
kNoname Artist / Roderick George
Eva Baumann Fleshless Beast
herstory I_unplugged PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
The Limelight Collective 20.00 h | VERLIN
16.00 h | Kunstquartier Bethanien – A Third of the Stars Constanza Macras / DorkyPark
Treffpunkt: davor
*
Here / After
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN 20.30 h | Acker Stadt Palast Info s.: 8.6.
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
*
Grupo Oito
k/n/o/w-go-zones Richter/Meyer/Marx 20.30 h | Acker Stadt Palast
Bolero Wiederaufnahme PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
17.00 h | Pavillon auf der Freundschaftsinsel Richter/Meyer/Marx
POTSDAMER TANZTAGE 2018
* 20.30 h | DOCK 11
PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN
Bolero Wiederaufnahme
*
Begüm Erciyas und Matthias Meppelink
Voicing Pieces Florian Bücking & Raisa Kröger 20.30 h | ada Studio in den Uferstudios
bis 21 Uhr coming out of a secret room Premiere NAH DRAN 70
10 tanzraumberlin mai/juni 2018Sie können auch lesen