DEUTZER HAFEN Gute Räume für die Öffentlichkeit - Dokumentation zur Informationsveranstaltung 07.09.2021 - Stadt Köln

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DEUTZER HAFEN Gute Räume für die Öffentlichkeit - Dokumentation zur Informationsveranstaltung 07.09.2021 - Stadt Köln
DEUTZER HAFEN
Gute Räume für
die Öffentlichkeit
Dokumentation zur
Informationsveranstaltung
07.09.2021

                                          R F
                                        U
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Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Impressum

Die Oberbürgermeisterin

Dezernat VI - Planen und Bauen
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

in Zusammenarbeit mit

Gesellschaft zur Förderung des
Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH

Gestaltung und Redaktion
büro luchterhandt & partner, Hamburg

Bildnachweise

Titel, S. 4/5, 7, 8, 9, 10/11, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 20: © Michael Lübke
S. 7, 8, 13, 34/35: © büro luchterhandt & partner
DEUTZER HAFEN Gute Räume für die Öffentlichkeit - Dokumentation zur Informationsveranstaltung 07.09.2021 - Stadt Köln
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                    Seite 3
Inhalt

1 Erkundungstour
  durch den Deutzer Hafen
  SEITEN 4 - 5

2 Berichte von den Stationen
  SEITEN 6 - 13

3 Protokoll der Abendveranstaltung
  SEITEN 14 - 20

4 Fragen, Kommentare und Antworten
  SEITEN 21 - 33
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Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                    Seite 4
Erkundungstour durch den Deutzer Hafen
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Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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               Erkundungstour durch den Deutzer Hafen

                                                                   1 Erkundungstour
                                                                     durch den Deutzer Hafen
                                                                   Datum: 		 07.09.2021
                                                                   Uhrzeit:  15.00 Uhr bis 18.30 Uhr

                                                                   Ort: 		   auf dem Gelände des ehemaligen Deutzer Hafens,
                                                                   		        Start am Kulturplatz an der Essigfabrik,
                                                                   		        Siegburger Straße 110, 50679 Köln

                                                                   Format:   Öffentlicher Rundgang mit Dialog

                                                                   Auf Einladung der Stadt Köln sowie moderne stadt fand eine Informati-
                                                                   onsveranstaltung mit anschließendem Austausch über die Umwandlung
                                                                   des ehemaligen Gewerbe- und Industriestandorts Deutzer Hafen in ein
                                                                   mischgenutztes, urbanes Stadtquartier statt. Direkt am Rhein gelegen,
                                                                   sollen hier auf einer Fläche von rund 37,7 ha etwa 3.000 neue Wohnun-
                                                                   gen für 6.900 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 6.000 neue Arbeits-
                                                                   plätze entstehen. Zudem sind Kitas, eine Grundschule, Gastronomie,
                                                                   Kultur- und Freizeitangebote wie auch eine Vielzahl von öffentlichen
                                                                   Freiräumen geplant.

                                                                   Die vielen interessierten Bürgerinnen und Bürger konnten am Nach-
                                                                   mittag bei strahlendem Sonnenschein das sonst abgesperrte Areal des
                                                                   Hafengeländes auf festgelegten Routen erkunden und sich an fünf Stati-
                                                                   onen anhand von Visualisierungen und Erläuterungen über die Planun-
                                                                   gen für den öffentlichen Raum informieren. Dabei wurde die Möglichkeit
                                                                   intensiv genutzt, an den Stationen mit Verantwortlichen ins Gespräch zu
                                                                   kommen sowie Fragen und individuelle Anregungen einzubringen, die
                                                                   auf Holzklötze geschrieben wurden. Sie können als Zusammenfassung in
                                                                   Kapitel 4 nachgelesen werden.

                                                                   Das rege Treiben entlang der Tour gab eine Vorstellung vom zukünftigen
                                                                   Leben im Deutzer Hafen: Am geplanten Marktplatz verkauften Food-
                                                                   trucks Crêpe und Kaffee, gegenüber des Hafenbeckens lud eine Pick-
                                                                   nickstation im Kranpark dazu ein, sich auf Liegestühlen mit Brezel und
                                                                   Limonade auszuruhen. Mit der Spielewerkstatt entstand für einen Tag ein
                                                                   Spielplatz im zukünftigen Hafenpark, und für ein Erinnerungsfoto konn-
                                                                   ten die Besucherinnen und Besucher am Hafenkopf posieren, wo Hafen
                                                                   und Dom eine einmalige Kulisse bieten.

Blick vom Kranpark über das Hafenbecken
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Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Berichte von den Stationen

2 Berichte von den Stationen                  H

                                –
                             Sperrung
                            Drehbrücke

                             STATION 5
                             Hafenpark
                        H

                               VERANSTALTUNG
                            Alfred-Schütte-Allee 6
                                                     STATION 1 /
                                                     START OST
                                                     Kulturplatz

                                                                           H

                                                                       STATION 2
                                                                       Marktplatz

                                                           STATION 4
                                                           Kranpark

                                                                                    STATION 3
                                                                                    Hafenplatz

                                                                                             H

Lageplan Stationen, Kartengrundlage: Geobasis NRW
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                                                                                                           Seite 7
Berichte von den Stationen

Station 1
Kulturplatz: den Deutzer Hafen erschließen
Die Station gab einen Überblick über den geplanten        Brücken, von denen eine ausschließlich für den Fuß-
Kulturplatz südlich des Mühlengeländes. Hier befindet     und Radverkehr und eine zusätzlich für den Autover-
sich die heutige Veranstaltungshalle „Essigfabrik“, die   kehr nutzbar ist, als auch über das künftige Mobilitäts-
zukünftig als eine Art Quartierszentrum eine öffent-      und Erschließungskonzept informieren.
liche Nutzung haben und so zu einem lebhaften und
urbanen Charakter des Platzes beitragen soll. Nach        Fragen beantworteten Herr Schlößer (Amt für Brü-
aktuellem Planungsstand soll hier ein einzigartiger ur-   cken, Tunnel und Stadtbahnbau), Herr Clauß (Amt für
baner Freiraum mit Raum für unterschiedliche Events       Straßen und Verkehrsentwicklung), Herr Carls (Rudolf
entstehen. Die Besucherinnen und Besucher konnten         Keller Verkehrsingenieure GmbH), Herr Astor (moder-
sich hier sowohl über die im Rahmen eines Wettbe-         ne stadt) und Frau Trinks (Stadtplanungsamt).
werbs prämierten Entwürfe für zwei
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Berichte von den Stationen

Station 2
Marktplatz: Einkaufen im Stadtteil
Hier konnten sich Interessierte über das Thema Einzel-   Identität des Platzes prägen. Der integrierte Plan sieht
handel sowie den größten Platz auf der urbanen Ha-       vor, dass hier sowohl Märkte als auch Veranstaltungen
fenseite, den sogenannten Marktplatz, informieren,       stattfinden können, zudem kann der Platz durch seine
der das Herz des neuen Quartiers ausmachen soll. Der     zentrale Lage als Treffpunkt fungieren.
Platz wird von einer ehemaligen Lagerhalle gerahmt,
die erhalten und als Einzelhandelsstandort mit einem     Fragen beantworteten Herr Dr. Höhmann und Frau
Markthallenkonzept umgenutzt werden soll. Zusam-         Klocke (beide Amt für Stadtentwicklung und Statis-
men mit den belebten und offenen Erdgeschossen           tik), Frau Flottmeier (moderne stadt) und Frau Wag-
der umliegenden Bebauung soll die „Markthalle“ die       ner (Stadtplanungsamt).
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Berichte von den Stationen

Station 3
Hafenplatz: Wasser und Promenaden erleben
Die zentrale Lage am Kopf des Hafens wird den Hafen-    Fragen beantworteten Herr Schwerdorf, Herr Werker
platz zu einem rund um die Uhr belebten Ort mit Blick   und Frau Franzke (alle Stadtentwässerungsbetriebe
über das gesamte Hafenbecken und auf den Kölner         Köln AöR), Herr Dallmeyer (moderne stadt) und Frau
Dom machen. Station 3 informierte über das Thema        Zlonicky (Stadtplanungsamt).
Hochwasserschutz und gab einen Ausblick auf die
Planungen am Kopf des Hafenbeckens: Der Hafen-
platz soll als erlebbarer Raum mit sichtbarem Bezug
zum Wasser gestaltet werden, welcher ganzjährig
multifunktional bespielt werden kann. Nach aktueller
Planung ist eine Freitreppe vorgesehen, die Zugang
zum Wasser schafft. Die Idee des Schwimmbads an
dieser Stelle des Hafenbeckens ist unter anderem
aufgrund der zu erwartenden Verschattung durch die
geplanten gewerblichen Hochbauten verworfen wor-
den. Stattdessen wird die Position des Schwimmbads
vor dem Hafenpark geplant.
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Berichte von den Stationen
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Berichte von den Stationen

           Blick vom Kranpark in Richtung Severinsbrücke und Kölner Dom
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Berichte von den Stationen

Station 4
Kranpark: Industrielles Erbe und Parks
In den geplanten Parks soll das vielfältige Erbe des
Deutzer Hafens mit Flusslandschaft und grüner
Halbinsel einerseits und Hafenanlagen und Indus-
triegeschichte andererseits in Erscheinung treten.
Besonders eindrucksvoll zeigt dies der Kranpark, über
dessen vorgesehene Planung sich die Besucherinnen
und Besucher an Station 4 informieren konnten. Hier
soll eine Kranbahn als Industrierelikt auf großzügige
Grünflächen, Ruderalvegetation und Spielplätze für
die angrenzende Bewohnerschaft treffen.

Fragen beantworteten Herr Dr. Werner (Stadtkon-
servator, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpfle-
ge), Herr Dr. Bauer (Amt für Landschaftspflege und
Grünflächen), Frau Betten (moderne stadt) und Frau
Vollmer (Stadtplanungsamt).
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Berichte von den Stationen

Station 5
Hafenpark: in Bewegung bleiben
Der Hafenpark ist der größte Park des Deutzer Hafens     Ballspielfeldern und Flächen für multifunktionale
und über das Viertel hinaus von Bedeutung. Er ist        Nutzungen oder Veranstaltungen sein. Das Hafenbe-
Eingang auf die Halbinsel und zu den Poller Wiesen       cken bietet sich an dieser Stelle für Wassersport- und
und bildet den Abschluss der dortigen Bebauung. Sta-     andere Freizeitnutzungen an.
tion 5 informierte über den aktuellen Planungsstand
für den Park, das geplante Freiraumkonzept sowie das     Fragen beantworteten Herr Schneider (Sportamt),
Thema Sport und Bewegung. Aufgrund seiner Größe          Frau Heinemann und Herr Gruner (Amt für Kinder, Ju-
und eher flachen Topographie findet sich hier die        gend und Familie), Frau Hannig (Amt für Landschafts-
Möglichkeit für großräumige Freizeit- und Sportanla-     pflege und Grünflächen), Herr Franken (moderne
gen von urbanem und robustem Charakter. Die Holz-        stadt) und Herr Kinnart (Stadtplanungsamt).
halle kann Teil dieses Freizeitangebots mit Skatepark,
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Protokoll der Abendveranstaltung

3 Protokoll der
  Abendveranstaltung
Am Abend kamen etwa 500 interessierte Gäste in die
Holzhalle, wo Inputvorträge zum öffentlichen Raum
und zu Verkehrsthemen gehalten wurden. Danach
konnten sich die Besucherinnen und Besucher mit
Fragen und Anregungen an der Diskussion um die
Umwandlung des Deutzer Hafens beteiligen.

Zusätzlich standen während der Veranstaltung Gebär-
dengedolmetscherinnen sowie eine Untertitelung im
Livestream zur Verfügung. Wer nicht anwesend sein
konnte, hatte die Möglichkeit, Fragen und Anregun-
gen zum Stadtentwicklungsprojekt über einen Chat
einzubringen.

                                                      Markus Greitemann
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Protokoll der Abendveranstaltung

                                                    Datum:      07.09.2021
                                                    Uhrzeit:    19.00 Uhr bis 21.30 Uhr

                                                    Ort:        Holzhalle, Alfred-Schütte-Allee 6, 50679 Köln

                                                    Format:     Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung

                                                    19.00 Uhr   Begrüßung und Auftakt

                                                                Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und
                                                                Bauen der Stadt Köln

                                                                Andreas Hupke, Bürgermeister des Stadtbezirks
                                                                Köln-Innenstadt

                                                                Daniel Luchterhandt, Moderation,
                                                                büro luchterhandt & partner

                                                    19.20 Uhr   Inputvorträge

                                                                Andreas Röhrig, Geschäftsführer moderne stadt GmbH

                                                                Jürgen Carls, Rudolf Keller Verkehrsingenieure GmbH

                                                                Lena Zlonicky, stellv. Leiterin des Stadtplanungsamts

                                                    20.30 Uhr   Dialog mit der Öffentlichkeit,
                                                                Ausblick und Verabschiedung

                                                                Lena Zlonicky, stellv. Leiterin des Stadtplanungsamts

                                                                Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und
                                                                Bauen der Stadt Köln

                                                                Andreas Röhrig, Geschäftsführer moderne stadt GmbH

                                                                Klaus Harzendorf, Leiter des Amts für Straßen und
                                                                Verkehrsentwicklung der Stadt Köln

                                                                Daniel Luchterhandt, Moderation,
                                                                büro luchterhandt & partner
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                       Seite 16
Protokoll der Abendveranstaltung

Teil 1: Begrüßung und Auftakt
Herr Luchterhandt empfing die anwesenden und digi-       Im Anschluss hob Herr Hupke die Bedeutung des
tal zugeschalteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer        neuen Quartiers Deutzer Hafen hervor, der viele neue
und führte in die Veranstaltung ein.                     Einwohnerinnen und Einwohner anziehen und die
                                                         Bevölkerungszahl in der Kölner Innenstadt auf heuti-
Herr Greitemann begrüßte die Gäste der Veranstal-        gem Niveau halten wird. Er appellierte an die moder-
tung und gab einen Überblick über den aktuellen          ne stadt und den Rat der Stadt Köln, möglichst viel
Stand der Planungsentwicklungen für den Deutzer          preiswerten Wohnraum zu schaffen.
Hafen. Ziel ist es, einen klimagerechten, lebendigen,
urbanen und gut zu erreichenden Stadtteil zu gestal-
ten mit einem breiten Spektrum an Kultur- und Frei-
zeitangeboten. Die Entwicklung des Deutzer Hafens
soll nachhaltig sowohl im Quartier als auch in den Ge-
bäuden erfolgen und neben einem guten Mobilitäts-
konzept sozio-kulturelle, funktionale und ökologische
Qualitäten mit hoher Prozessqualität aufweisen.

                                                                        Andreas Röhrig

Andreas Hupke
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                       Seite 17
Protokoll der Abendveranstaltung

Teil 2: Inputvorträge
In seinem Inputvortrag zum lebendigen öffentlichen
Raum stellte Herr Röhrig die bisherigen und anste-
henden Planungen für den Deutzer Hafen, das Nach-
haltigkeitskonzept, die Verkehrsplanungen und den
Schulstandort vor. Zudem gab er einen Ausblick auf
den Umgang mit dem denkmalgeschützten Mühlen­
areal und nannte die Meilensteine für 2021 und 2022.

Herr Carls präsentierte die Entwicklung des Deutzer
Hafens – Mobilität und Verkehr in und um das neue
Quartier und erläuterte die Konzepte zum moto-
risierten Individualverkehr (MIV) und öffentlichen
Personennahverkehr (ÖPNV), zu den Fahrrad- und
Fußwegen und den Mobilstationen sowie zu den
daraus resultierenden Auswirkungen auf den Stell-
platzschlüssel im Deutzer Hafen. Gleichzeitig stellte
er die zu erwartende Verkehrsentwicklung vor, die
nach einem vorübergehenden Rückgang des MIV
                                                                       Lena Zlonicky

                                                        einen Anstieg der Kfz auf täglich ca. 22.800 Fahrzeuge
                                                        prognostiziert. Um das Verkehrsaufkommen rund
                                                        um die Siegburger Straße zu reduzieren, soll diese
                                                        verkehrstechnisch umgestaltet und der Anschluss der
                                                        Straße „Im Hasental“ an den Deutzer Ring ertüchtigt
                                                        werden. Vorgesehen sind zudem die Förderung und
                                                        Stärkung des Umweltverbunds, d.h. ÖPNV, Fahrrad
                                                        etc. Darüber hinaus sind u.a. Mobilitätsstationen im
                                                        Gebiet des Deutzer Hafens, eine neue Buslinie, die
                                                        Takterhöhung der Straßenbahnen sowie langfristig
                                                        auch die neue S-Bahn-Linie S16 geplant.

                                                        Frau Zlonicky informierte in ihrem Vortrag gute Räu-
                                                        me für die Öffentlichkeit – zur Gestaltung von Parks,
                                                        Plätzen und Promenaden über Freiraumplanung,
                                                        Hochwasserschutz, Denkmalschutz und integrierte
                                                        Planung und gab einen Ausblick auf die Umsetzung
                                                        der Freiraumgestaltung ab 2024.

Jürgen Carls
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Protokoll der Abendveranstaltung

Teil 3: Dialog mit der Öffentlichkeit,
Ausblick und Verabschiedung
Im Rückblick auf die einzelnen Stationen wurden die
wichtigsten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger
zusammengefasst. Es berichteten:

Station 1: Thomas Astor, moderne stadt GmbH
Station 2: Caroline Wagner, Stadtplanungsamt
Station 3: Henning Werker, Stadtentwässerungs-
           betriebe Köln
Station 4: Katharina Vollmer, Stadtplanungsamt
Station 5: Hans-Joachim Franken, moderne stadt
           GmbH
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Protokoll der Abendveranstaltung

Danach hatten die Gäste die Möglichkeit, Anregungen     Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Herr
einzubringen und ihre Fragen direkt an das Podium zu    Greitemann für die vielen konstruktiven Fragen und
richten. Das Podium wurde durch folgende Personen       gab einen Ausblick auf zukünftige Öffentlichkeits-
besetzt:                                                veranstaltungen. Herr Luchterhandt bedankte sich
                                                        ebenfalls für die rege Beteiligung und verabschiedete
Lena Zlonicky, stellv. Leiterin des Stadtplanungsamts   die Gäste.
Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und
Bauen der Stadt Köln
Andreas Röhrig, Geschäftsführer moderne stadt
GmbH
Klaus Harzendorf, Leiter des Amts für Straßen und
Verkehrsentwicklung der Stadt Köln
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Protokoll der Abendveranstaltung
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
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Fragen, Kommentare und Antworten

4 Fragen, Kommentare und Antworten
Die nachfolgend dokumentierten Fragen, Anregun-            Es wird eine Verdichtung des bestehenden ÖPNV-An-
gen und Kommentare wurden an den Stationen,                gebots geben. Neben der Buslinie 150, die das Quartier
während der Abendveranstaltung bzw. über die               unmittelbar anbindet, wird das bisherige Angebot der
Chatfunktion eingebracht und im Nachgang thema-            Linie 7 verdoppelt, sei es durch eine Taktverdichtung auf
tisch sortiert und nummeriert. Diese Sortierung dient      der bestehenden Relation oder durch eine neue Linie 8 in
der leichteren Auffindbarkeit; sie bildet aber nicht die   Richtung Bahnhof Deutz. Diese Entscheidung wird auf
Reihenfolge der jeweiligen Beitragseingänge ab. Falls      Basis einer laufenden Machbarkeitsstudie getroffen.
zur besseren Verständlichkeit erforderlich, wurden
die Fragen ­redaktionell bearbeitet. Sofern von den        1.1.3   Michael Wolf: Wie stellen Sie sich die Ver-
verfassenden Personen explizit gewünscht, sind ihre                kehrsplanung vor? Welche konkreten Planun-
Namen aufgeführt.                                                  gen gibt es für den Ausbau vom ÖPNV, um in
                                                                   Summe 12.000 Menschen zu bewegen?
Die Kommentare auf den Holzklötzen spiegeln die
Wünsche, Bedürfnisse und auch Bedenken der                 Dem Mobilitätskonzept folgend wird kurzfristig eine
Kölnerinnen und Kölner wider. In dieser Dokumen­           neue Buslinie eingerichtet. Die neue Buslinie 150 sichert
tation kann nicht auf alle Kommentare eingegangen          dank eines erhöhten Takts und drei Haltestellen im
werden, jedoch decken sie sich inhaltlich großenteils      Gebiet des Deutzer Hafens eine schnelle Anbindung zum
mit den Fragen und Anregungen, die im Folgenden            Bahnhof Köln-Deutz und bis nach Poll. Langfristig könn-
beantwortet werden. Alle anderen werden geprüft            te das Angebot um eine direkte Stadtbahn-Verbindung
und fließen in den weiteren Planungsprozess ein.           vom Deutzer Hafen zum Bahnhof Köln-Deutz erweitert
                                                           werden. Darüber hinaus ist es langfristig (nach 2040)
                                                           geplant, eine S-Bahn-Linie (S16) über die Südbrücke
1.        Mobilität und Verkehr                            herzustellen. Bis die neue S-Bahn-Haltestelle „Deutzer
1.1       Fragen / Anregungen                              Hafen“ eine besonders schnelle Anbindung an den
1.1.1     Wird die Stadt Köln den üblichen Stellplatz-     überregionalen Verkehr bietet, wird ein verbessertes
          schlüssel stark reduzieren, um so die Anzahl     Bus- und Stadtbahn-Angebot die Mobilitätsbedürfnisse
          der Autos im neuen Viertel so gering wie         der Menschen im neuen Quartier bereits gut erfüllen.
          möglich zu halten?                               Das hat die Machbarkeitsstudie zur S-Bahn-Linie S16
                                                           gezeigt.
Im Deutzer Hafen wird eine Abminderung des Stellplatz-
schlüssels in Höhe von 50 % angestrebt. Dies wird durch    1.1.4   Laut Pressemeldungen soll der Deutzer Hafen
die bestehenden Angebote des öffentlichen Personen-                erst 2040/2050 an die S-Bahn angebunden
nahverkehrs (ÖPNV), das erarbeitete Mobilitätskonzept              werden. Das ist deutlich nach Bezug des Vier-
sowie individuelle Maßnahmen auf den Baufeldern, z. B.             tels. Finden Sie das sinnvoll?
Sharing-Angebote und alternative Mobilitätsangebote,
gesichert.                                                 Die Anbindung des Deutzer Hafens ist auf jeden Fall
                                                           sinnvoll, auch wenn dies nicht zeitnah mit der Herstel-
1.1.2     Sie sagen, die Stadtbahn liege schon. Wann       lung des Deutzer Hafens möglich ist. Das Verkehrsgut-
          sind Sie zuletzt mit der Stadtbahn der Linie 7   achten zeigt, dass die Verkehrsanbindung und -abwick-
          gefahren? Wie stellen Sie sich eine nachhalti-   lung auch ohne die neue S-Bahn-Linie funktionieren
          ge Entlastung der Linie 7 vor?                   wird.
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                             Seite 22
Fragen, Kommentare und Antworten

1.1.5     Michael Wolf: Wie sind die konkreten Planun-      1.1.7   Michael Wolf: Die Zahlen Ihrer Präsentation
          gen für die Siegburger Straße, die schon heu-             sprechen für viel mehr motorisierten Indivi-
          te über ihre Kapazität belastet ist? Wir wollen           dualverkehr (MIV), auch auf der Siegburger
          nicht noch mehr Autoverkehr und Staus!                    Straße. Das führt zu höherer Umweltbelas-
                                                                    tung. Warum wird das nicht berücksichtigt?
Ziel ist es, die Durchgangsverkehre zu verlagern und die
Siegburger Straße zu entlasten, denn hier soll es künftig   Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung werden auch
ruhiger werden, und das ohne auf anderen Straßen Stau       die Umweltauswirkungen betrachtet. Selbstverständ-
zu erzeugen. Um die beste Lösung zu finden, hat das         lich sorgt aber die Gebietsentwicklung für eine höhere
Büro Rudolf Keller Verkehrsingenieure GmbH Möglich-         Verkehrsbelastung. Durch die bereits genannten Maß-
keiten zur künftigen Verkehrsführung auf ihre Leistungs-    nahmen sollen diese aber auf ein verträgliches Maß
fähigkeit und die Verminderung des Verkehrs auf der         reduziert werden.
Siegburger Straße untersucht. Die planerische Emp-
fehlung sieht derzeit vor, den östlichen Zubringer „Im      1.1.8   Ich bin nicht überzeugt davon, dass der
Hasental“ zu ertüchtigen, d.h. für ein gegenüber den                Verkehr des Hafens nicht doch die Siegburger
heutigen Verhältnissen erhöhtes Verkehrs­aufkommen                  Straße als schnellere Zufahrt zur Autobahn
vorzubereiten, und den Verkehr auf der Siegburger Stra-             nehmen wird.
ße im Bereich Poll spürbar zu reduzieren.
                                                            Mit der Entwicklung des leistungsfähigen Östlichen Zu-
1.1.6 Wie viele Kfz pro Tag sollen Am Schnellert            bringers werden zielführende Maßnahmen zur Vermei-
und auf der Siegburger Straße dann künftig fahren?          dung von Durchgangsverkehren getroffen. Die Verkehrs-
                                                            modellbetrachtung zeigt, dass die Belastung auf der
Die Verkehre werden mit der Entwicklung des Deutzer         Siegburger Straße dadurch nicht steigen wird.
Hafens sukzessive zunehmen. Durch ein ausgewogenes
Mobilitätskonzept und die Verbesserung der Leistungs-       1.1.9   Welche alternativen Nutzungen gibt es zu
fähigkeit umliegender Straßen sollen die Auswirkungen               den Autos in den Retentionsbereichen
auf die Straßen Am Schnellert und Siegburger Straße                 (Flächen, die bei Hochwasser überschwemmt
möglichst gering gehalten werden. Prognosen zufolge                 werden und den Flüssen den nötigen Raum zum
werden täglich ca. 10.000 Fahrten (Am Schnellert) bzw.              Ausufern geben)?
bis zu 12.500 Fahrten (Siegburger Straße) erwartet.
                                                            In den öffentlichen Retentionsbereichen (das sind insbes.
Mit der Entwicklung des leistungsfähigen Östlichen Zu-      Parks und Plätze) sind keine Stellplätze für Pkw geplant.
bringers und zielführender Maßnahmen zur Vermeidung         Vereinzelt können auf privaten Baufeldern kurz vor
von Durchgangsverkehren wie der Umgestaltung der            Erreichen eines 200-jährlichen Hochwassers Sockelzo-
Siegburger Straße im Bereich zwischen Auf dem Sand-         nen geflutet werden. Diese können neben Stellplätzen
berg und Am Schnellert lassen sich die Verkehre trotz       auch Gewerbeflächen umfassen. Die Tiefgaragen stellen
einer Verkehrszunahme im Umfeld in dem oben genann-         außerdem Retentionsraum zur Verfügung. Durch die
ten Bereich im Vergleich zum Bestand leicht reduzieren.     Unterbringung von Stellplätzen in den Tiefgaragen kann
                                                            der öffentliche Raum von parkenden Autos weitgehend
                                                            freigehalten werden.
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                          Seite 23
Fragen, Kommentare und Antworten

1.1.10 Wie erfolgt der Individualverkehr bei Hoch-       Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs, das
       wasser, wenn die Hochwasserschutztore             erarbeitete Mobilitätskonzept sowie individuelle Maß-
       geschlossen werden?                               nahmen auf den Baufeldern, z.B. Sharing-Angebote und
                                                         alternative Mobilitätsangebote, gesichert.
Die Erschließungswege werden so angelegt, dass sie bis
zu einem Wasserstand von 11,90 Meter Kölner Pegel        1.1.14 Wird es keine Tiefgarage für diese(s) Gebiet/
(mKP), d. h. einem derzeit 200-jährlichen Hochwasser            Wohneinheiten geben?
passierbar sind. Durch die Anpassung der Höhenlage
auch der jeweils angrenzenden Erschließung werden        Die erforderlichen Pkw-Stellplätze werden in Tiefga-
mobile Hochwasserschutzanlagen („Schutztore“)            ragen auf den Baufeldern organisiert. Weitere Park-
integriert bzw. überwunden. Somit sind die Gebäude im    möglichkeiten, ergänzt durch alternative Mobilitäts-
Deutzer Hafen bei Hochwasser ebenso gut zu erreichen,    angebote, werden in insgesamt sechs Mobilstationen
wie die Gebäude landseitig der Hochwasserwände.          angeboten, die z.T. auch Parkhäuser beinhalten.

1.1.11 Dürfen E-Scooter dort fahren und vor allem        1.1.15 Ist es geplant, Zugänge per Kfz zu den Gebäu-
       geparkt werden? Wegen der Nähe zum Rhein                 den / Wohnobjekten zu ermöglichen?
       und der darin versenkten Roller.
                                                         Die erforderlichen Pkw-Stellplätze werden in Tiefgara-
Grundsätzlich dürfen E-Scooter überall dort fahren, wo   gen auf den Baufeldern organisiert. Wie der Zugang zu
es gemäß Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung gestattet    den Gebäuden und Wohnungen erfolgt, wird im Rah-
ist. Dies sind vor allem Radwege, Radfahrstreifen etc.   men der hochbaulichen Planungen konzipiert.
Sind diese nicht vorhanden, müssen die Straßen benutzt
werden. Eine Einschränkung der Abstellmöglichkeiten      1.1.16 Eine Veranstaltung zum Thema Verkehrs-
muss im weiteren Verfahren diskutiert und entschieden           gestaltung Siegburger Straße / Poll sollte
werden.                                                         schnellstmöglich stattfinden.

1.1.12 Werden die Baumaßnahmen den Radverkehr            Möglichkeiten zur Information und zum Austausch
       noch mehr beeinträchtigen?                        sollen auch weiterhin angeboten werden. Das gilt
                                                         insbesondere auch für das Thema Mobilität, da es viele
Grundsätzlich bedeuten Baumaßnahmen Beeinträch­          Bürgerinnen und Bürger bewegt. Die Verwaltung plant
tigungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Ver-       eine Information für die Poller Bürgerinnen und Bürger.
kehrsteilnehmer. Die Koordination der Baumaßnahmen
erfolgt in dem Sinne, die Beeinträchtigungen so gering   1.1.17 Verbindung über Rhein, per Wassertaxi oder
wie möglich zu gestalten.                                       Brücke auch für E-Roller einplanen zwischen
                                                                Parkstadt Süd und Deutzer Hafen, bzw. um
1.1.13 Wie korrespondiert die hohe zusätzliche                  die Linie 16 der Kölner Verkehrs-Betriebe
       Verkehrsbelastung (Kfz) durch das neue Vier-             (KVB) linksrheinisch zu erreichen.
       tel mit Klimawandel und CO2-Reduktion?
                                                         Zusätzliche Mobilitätsangebote wie Wasserbusse und
Im Deutzer Hafen wird eine deutliche Reduzierung         Seilbahnkonzepte werden geprüft. Für die Fuß- und
des MIVs angestrebt. Dies wird durch die bestehenden     Radwegbrücke über den Rhein zwischen Ubierring und
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                              Seite 24
Fragen, Kommentare und Antworten

Deutzer Hafen ist derzeit ein Realisierungswettbewerb in    Umsetzbarkeit ist mit Modellbetrachtungen im Detail
Vorbereitung.                                               verifiziert worden.

1.1.18 Das Seilbahnkonzept verschandelt doch über-          (Hr. Röhrig) Die moderne stadt hat zusammen mit
       all das Ufer und versiegelt Flächen! Das will        externen Dienstleistungsgesellschaften und der Rhein-
       keiner!                                              Energie ein energetisches Gesamtkonzept entworfen.
                                                            Die RheinEnergie bereitet zudem einen Wettbewerb für
Auch die Prüfung alternativer Verkehrsangebote erfolgt      eine Energiezentrale im Ostdreieck vor.
unter Abwägung verschiedenster Belange – so auch
ökologische Aspekte sowie Fragen des Stadt- und Land-       (Hr. Greitemann) Es ist ein dezentrales Versorgungs-
schaftsbildes.                                              konzept geplant, d.h. dass sich das Quartier in Teilen
                                                            selbst versorgen kann. Mit den Veränderungen sind auch
1.1.19 Wie wird der Stellplatzschlüssel ermittelt?          Einschnitte in Kauf zu nehmen, die sich aber langfristig
                                                            positiv auf das Quartier auswirken werden.
Nach Ratsbeschluss gillt für Neubauvorhaben generell
ein Stellplatzschlüssel von einem Pkw pro Wohneinheit.      1.1.21 Das Verkehrsberuhigungskonzept an der
Im Mobilitätskonzept werden die unterschiedlichen                  Siegburger Straße fehlt. Ist die angekündig-
Verkehrsträger des ÖPNVs, der Schienenpersonennah-                 te Taktverdichtung der Stadtbahn wirklich
verkehr (SPNV), der Fuß- und Radverkehr sowie der MIV              machbar?
berücksichtigt. Die hier geplanten Maßnahmen sind alle
geeignet, um den Autoverkehr wie auch den Stellplatz-       (Hr. Harzendorf) Die Taktverdichtung der Stadtbahn
schlüssel um die Hälfte zu reduzieren. Dies wird durch      ist machbar, aber zugegebenermaßen nicht einfach.
die bestehenden Angebote des ÖPNVs, das erarbeitete         Diesbezügliche Untersuchungen sind noch nicht abge-
Mobilitätskonzept sowie individuelle Maßnahmen auf          schlossen.
den Baufeldern, z.B. Sharing-Angebote und alternative
Mobilitätsangebote, gesichert.                              Dem Mobilitätskonzept folgend wird kurzfristig eine
                                                            neue Buslinie eingerichtet. Die neue Buslinie 150 sichert
1.1.20 Die Baustellen sorgen für weitere Verkehrsbe-        dank eines erhöhten Takts und drei Haltestellen im
       hinderungen, zudem wird es nach Fertigstel-          Gebiet des Deutzer Hafens eine schnelle Anbindung zum
       lung ca. 15.000 tägliche Nutzerinnen und             Bahnhof Köln-Deutz und bis nach Poll.
       Nutzer des Quartiers geben. Wie soll der
       Verkehr bewerkstelligt werden? Wie wird die          Die Taktverdichtung auf der Siegburger Straße erfordert
       Energieversorgung auf der Siegburger Straße          entweder den Einsatz längerer Zugeinheiten auf der
       verlaufen?                                           Linie 1 (Ost-West-Achse, derzeit in Planung), damit dort
                                                            Verstärkerfahrten entfallen und Zeitfenster frei werden
(Hr. Harzendorf) Auch mit der Entwicklung des Deutzer       können (im Falle einer Taktverdichtung der Linie 7), oder
Hafens soll der zusätzliche Verkehr durch die Umgestal-     den Bau einer Verbindung zwischen den Strecken der
tung der Siegburger Straße gut abfließen. Dies soll durch   Linie 7 und der Strecke der Linien 1 und 9 in Höhe der
ein ausgewogenes Mobilitätskonzept mit möglichst viel       Brückenrampe der Deutzer Brücke (im Fall einer Linie 8
Rad- und Stadtbahnverkehr gesichert werden. Die             zum Deutzer Bahnhof).
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                           Seite 25
Fragen, Kommentare und Antworten

(Fr. Zlonicky) Die Gutachten zu den Verkehrsuntersu-       1.1.24 Die Südbrücke soll einen fahrradfreundlichen
chungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie werden                 Zugang erhalten.
nach Fertigstellung im Rahmen der kommenden
Offenlage des Bebauungsplanentwurfs zur Einsicht zur       Ein fahrradfreundlicher Zugang zur Südbrücke soll mit
Verfügung gestellt.                                        der Erweiterung um ein S-Bahn-Gles erfolgen. Die Süd-
                                                           brücke liegt ußerhalb des Plangebiets.
1.1.22 Die Hafenbahn sollte erhalten werden, um
       den Deutzer Hafen zu erschließen.                   1.1.25 Wo wollen Sie Retentionsraum schaffen?
                                                                  Wird das Thema Schwammstadt berück­
Die perspektivische Nutzung der Trasse der Häfen und              sichtigt?
Güterverkehr Köln AG (HGK) als Stadtbahntrasse wurde
im Rahmen der Verkehrsuntersuchung betrachtet. Eine        Den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes sowie
Umsetzung scheitert u.a. an der Höhenlage der Straßen      der Idee des „Lebens mit dem Wasser“ wird über Re­
nördlich des Bahndamms, da diese hochwasserge-             tentionsräume, Erschließungswege, Hochwasserschutz-
schützt ausgeführt werden und entsprechend über dem        linien und hochwasserangepasstes Bauen Rechnung ge-
heutigen Niveau liegen. Eine Durchführung unter der        tragen. Der im Deutzer Hafen beanspruchte Raum wird
Bahntrasse ist damit nicht möglich. Zusätzlich ist ein     nicht nur ausgeglichen, sondern zusätzlich erweitert.
Verschwenk von der Trasse auf die Straße Am Schnellert     Ausgehend von den geplanten Höhenstufen für den
aufgrund des Flächenbedarfs durch die erforderlichen       Deutzer Hafen wurden für Teilflächen im Gebiet das
Radien nicht möglich. Darüber hinaus ist ein paralleler    jeweilige Retentionsvolumen für das HQ 100 und für
Betrieb auf der HGK-Trasse und der Siegburger Straße       das HQ 200 ermittelt. Dabei sind flutbare Geschosse mit
fahrplantechnisch für die KVB nicht umsetzbar.             einem Höhenniveau von 44,50 Meter üNN zur Schaffung
                                                           von Retentionsvolumen vorgesehen. Sämtliche Flächen
Eine Nutzung der alten Hafenbahn erscheint auch aus        dieses Höhenniveaus, welche direkt am Deutzer Hafen
stadträumlicher Sicht nicht sinnvoll, da hierdurch der     oder an der geplanten Geländevertiefung liegen, sollen
Zugang zur Promenade behindert würde und ihre Nut-         bereits beim HQ 100 (100-jährlicher Hochwasserabfluss)
zung als Fuß- und Radweg sowie als Aufenthaltsbereich      geflutet werden. Bei HQ 200 (200-jährlicher Hochwas-
beeinträchtigt wäre. Die innere Erschließung des Deut-     serabfluss) werden weitere an der Alfred-Schütte-Allee
zer Hafens durch öffentliche Nahverkehrsangebote wird      gelegene Kellergeschosse geflutet.
durch die Buslinie 150 sichergestellt. Denkbar ist die
Nutzung der HGK-Trasse z.B. als Radwegeverbindung.         Neben den Tiefgaragen dienen außerdem die tiefer
                                                           liegenden Bereiche der Parks, Plätze und Promenaden
1.1.23 Was bedeutet der Verkehr für Köln-Poll?             als Retentionsraum im Hochwasserfall. Mithilfe eines
                                                           Retentionsraumkontos wird sichergestellt, dass zu
(Hr. Harzendorf) Am Beispiel der Planungen für die nörd-   jeder Zeit, auch während der Bauphase, ein positives
liche Siegburger Straße wird deutlich, dass durch die      Re­tentionsraumvolumen gewährleistet wird. Für die
Umgestaltung die Attraktivität deutlich erhöht werden      Straßenverkehrsflächen und Plätze wird außerdem je-
kann. Das soll auch für den Abschnitt der Siegburger       weils ein Mindestanteil an Flächen für Pflanzenbeete im
Straße in Poll gelten. Bei den Planungen geht es nicht     Bebauungsplan festgesetzt, um den Versiegelungsanteil
nur um die Erschließung des Deutzer Hafens, sondern        zu reduzieren. Bei Starkregen kann das Niederschlags-
auch um eine Entlastung der anderen Stadtteile.            wasser direkt in Rhein und Hafenbecken abfließen.
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                              Seite 26
Fragen, Kommentare und Antworten

1.2       Kommentare auf den Holzklötzen                    gelegen möglich. Am Hafenkopf soll eine Treppe mit
                                                            Sitzstufen entstehen.
•     Wassertaxis/ -busse
•     Ladestation für E-Autos und E-Roller                  Zur Wasserqualität und -hygiene hat es bereits vielver-
•     ein grünes Viertel ohne Autos                         sprechende Voruntersuchungen gegeben, die annehmen
•     Wir möchten Raum für die Fußgänger – keine            lassen, dass ein Schwimmen im Rhein im Bereich des
      Bordsteine                                            Deutzer Hafens möglich sein wird. Im weiteren Pla-
•     überdachte Flächen zum Aufstellen von Fahr- und       nungsprozess werden weitere Untersuchungen durch-
      Lastenrädern                                          geführt, um eine sichere Nutzung der Wasserfläche des
•     Hafenquartier frei von Leih-E-Rollern halten! Bitte   Deutzer Hafens durch Badende oder Wasersporttreiben-
      das Verbot aussprechen!                               de zu gewährleisten.
•     fahrradfreundlich, auch für Lastenräder und
      Elek­tro-Rollstühle                                   2.1.2    Es braucht definitiv mehr Grün. Alle Plätze
•     Hafenbahn für ÖPNV nutzen, Siegburger Straße                   sehen steril aus. Das reißt auch der Kranpark
      entlasten                                                      nicht raus. Wo bleiben die Bäume? Geht auch
•     Photovoltaik für E-Mobilität                                   auf dem Marktplatz.
•     keine Parkplätze auf den Straßen
•     Brücken zum Ubierring                                 Bei der Gestaltung der öffentlichen Räume werden
•     bitte vergessen Sie die Anwohner von Alt-Poll         unterschiedliche Belange wie eine Flexibilität in der Nut-
      nicht bei der Verkehrsplanung!                        zung, eine hohe Aufenthaltsqualität und auch der ökolo-
•     ein großes Parkhaus, nicht viele kleine               gische Wert in der Planung berücksichtigt. Das Bepflan-
•     Ist es nicht wichtig, die Retentions- und Tiefgara-   zungskonzept sieht auch auf den Plätzen Baumgruppen
      genfunktion zu trennen?!                              und solitär stehende Bäume vor. Abhängig von der
•     welche alternativen Nutzungen gibt es zu den          Funktion der Plätze sind die Baumbepflanzungen in un-
      Autos in den Retentionsbereichen?                     terschiedlicher Anzahl vorgesehen. Zusätzlich entsteht
•     oberirdische Regenwasserführung                       mit dem Hafenpark eine große öffentliche Grünfläche
•     Hochwasserschutz                                      mit hohem ökologischen Nutzen. Entlang der Straßen
                                                            und der Promenaden sind Alleebäume geplant. Zur
                                                            Sicherung der Baumpflanzungen werden diese außer-
2.        Freiraum                                          dem im Bebauungsplan festgesetzt. Auf den öffentlichen
2.1       Fragen / Anregungen aus der Chatfunktion          Flächen des Deutzer Hafens werden in den Parks sowie
2.1.1     Ist geplant, dass man in ausgewählten Berei-      auf Plätzen, Promenaden und Straßen insgesamt etwa
          chen im Hafenbecken schwimmen kann? Wie           500 Bäume festgesetzt.
          wird das Wasser im Hafenbecken überhaupt
          frisch gehalten? Bei Trockenheit riecht es sehr
          unangenehm dort.                                  2.2      Kommentare auf den Holzklötzen

Das ursprünglich am Hafenkopf geplante Schwimman-           •     Grünflächen bitte überwiegend mit Obstbäumen
gebot soll in unmittelbare Nähe des Hafenparks und                und Streublumenwiesen begrünen
der geplanten Schule verlagert werden. Auf diese Weise      •     Ausreichende Sitz- / Liegegelegenheiten zum
ist Schwimmen direkt am Hafenbecken und am Park                   Verweilen
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                             Seite 27
Fragen, Kommentare und Antworten

•    weniger Asphalt – mehr Grünflächen                    3.      Nutzungen
•    Urban Garden Projekt für Gemeinschaftsgarten          3.1     Fragen / Anregungen aus der Chatfunktion
•    Plattform Kranpark: barrierefreie Zugänglichkeit!     3.1.1   Warum gibt es keine (kulturellen) Zwischen-
•    Spiellandschaft, Tunnel, Hängebrücke, Ver-                    nutzungen?
     steck-Möglichkeiten, Türme, Klettermöglich­
     keiten                                                Die moderne stadt plant eine zügige Umsetzung der
•    Barfußpfad, Klettergerüst, Sportgeräte, Tischten-     Maßnahmen, die zunächst mit Abbruchmaßnahmen
     nisplatte                                             einhergeht. Zudem muss in bestehenden Gebäuden die
•    Skatepark :)                                          Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Die Essigfabrik
•    Sportmöglichkeiten (Outdoor-Gym und Beach­            wird bleiben und in engem Austausch mit dem Betreiber
     volleyball)                                           zum Quartierszentrum weiterent­wickelt.
•    Trimm-Dich-Pfad
•    Silonutzung: Kletterhalle, Tauchhalle                 3.1.2   Kann man sich vorstellen, auch Hausboot-
•    Wird es auf dem Gelände einen (eingezäunten)                  wohnen im Hafenbecken zu realisieren?
     Bereich geben, auf dem Hunde frei laufen / spie-
     len dürfen (Vorbild Stadt Wien)?                      Das Hafenbecken soll der Allgemeinheit dienen und als
•    bitte die Poller Wiesen erhalten                      öffentlicher Raum nutzbar und erlebbar bleiben und
•    Eislauffläche im Winter                               öffentlichen Nutzungen wie Wassersport, Schwimmen,
•    öffentliches Schwimmbad!                              Kulturveranstaltungen u.ä. dienen. Private Nutzungen
•    Rheinwasser für Schwimmbad nutzen                     wie Hausboote werden daher ausgeschlossen.
•    bitte Schließfächer für (Schwimm-) Nutzer:innen
     des Hafenbeckens planen                               3.1.3      Köln braucht viele neue Schulen. Ist mittler-
•    Schwimmbad im Bootsrumpf                                         weile ein Grundstück an der Siegburger Stra-
•    Wassernutzung                                                    ße für eine weiterführende Schule gesichert?
•    Boote! Steg- und Slipanlagen                          Geplant ist der Neubau einer Gesamtschule Im Hasental.
•    Liegeplätze für Sportboote                            Ziel ist eine Fertigstellung bis 2027.
•    Bootsverleih
•    Tretboote im Hafenbecken                              3.1.4   Wo sind die kulturellen Freiräume? Es werden
•    Hausboothafen? mit in die Planung einbeziehen,                überinszenierte Sporthallen geplant, aber
     wenn möglich                                                  keine Räume für Kunst.
•    Freitreppe? Kosten der Reinigung Hafenbecken?
     Bootsnutzung?                                         (Hr. Greitemann) Die Kulturbausteine sind noch nicht
•    Bootscafé                                             ausreichend besprochen, aber werden in der Planung
•    Tanzlokal mit Open-Air-Fläche auf dem Portal­­­kran   berücksichtigt. Dies wird in den nächsten Jahren immer
•    Konzertbühne für kleinere Bands                       wieder ein Thema sein. Kulturbausteine in den Mühlen,
•    Kran als Kletterturm?                                 insbesondere für die freie Szene, sind angedacht, es gibt
•    Kräne als Café oder Restaurant nutzen                 bereits konkretere Vorschläge. In den Ausschreibungen
•    Habitat für Haustiere möglichst woanders :)           soll dies berücksichtigt werden – auch in den weiteren
•    Flächenversiegelung vermeiden                         Baufeldern.
•    Wie wird der Frischwasseraustausch im Hafen
     sichergestellt?
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                            Seite 28
Fragen, Kommentare und Antworten

Die Halle Steil wird als multifunktionaler Raum geplant.   •    wie werden die Belange der Seniorinnen und Seni-
Die Sport- und Spielflächen sollen so ausgestaltet wer-         oren berücksichtigt?
den, dass der Raum der Halle auch für kulturelle Veran-    •    dringend an Alten- und Pflegeheim denken
staltungen wie Theateraufführungen, Tanzveranstaltun-      •    Mehr-Generationen-Hauskonzept
gen u.ä. genutzt werden kann. Auch im Hafenbecken ist      •    betreutes Wohnen für Menschen mit Behinde-
im Bereich des Kranparks eine Steg- oder Pontonfläche           rung, z.B. mit Malteser (vielleicht nicht Lebens-
geplant, die kulturellen Nutzungen zur Verfügung steht.         hilfe)
Auch der Platz am Hafenkopf bietet sich an. Im Bereich     •    Aurora-Gebäude als Schule nutzen (Hintergrund:
des Kulturplatzes (Platz 2) ist eine kleine Bühnenfläche        fehlende Balkone, welche für Wohnraum wichtig
vorgesehen. Kulturbausteine, auch im Zusammenspiel              sind)
mit der Essigfabrik, wären hier denkbar.                   •    Umspannwerk erhalten – schöner Veranstaltungs-
                                                                ort

3.2       Kommentare auf den Holzklötzen
                                                           4.      Nachhaltigkeit
•     bitte eine südländische überdachte echte Markt-      4.1     Fragen / Anregungen aus der Chatfunktion
      halle mit Obst, Gemüse, Pflanzen und Gastro          4.1.1   Raik-Michael Meinshausen (Stadtraum 5 und
•     Markthalle: gute Idee, aber gibt es einen Markt…             4 e.V.): Ist es geplant, über das gesetzlich
      dazu Nutzung der Bürger                                      Vorgeschriebene hinaus für Klimaneutralität
•     Markthalle wie in Spanien                                    zu sorgen?
•     Räume für Religionsgemeinschaften?                   4.1.2   Raik-Michael Meinshausen (Stadtraum 5
•     Gemeinschaftsräume                                           und 4 e.V.): Wie wird sichergestellt, dass die
•     Möglichkeitsräume                                            Siedlung klimaneutral ist, wie es auch den
•     Kunstprojekteraum (Ausstellungen, Theater etc.)              stadtpolitischen Zielen für 2035 entspricht?
•     Gemeinwohl-orientierte Orte aus verschiedenen
      Bereichen (z.B. Kunst und Kultur, nachhaltige Le-    Im Deutzer Hafen geben ambitionierte Klimaschutzziele
      bensmittelversorgung, Bürger:innen-Treffpunkte,      von Beginn an den Takt vor – im Juni 2020 wurde das
      Wohnen,…)                                            geplante Stadtquartier von der Deutschen Gesellschaft
•     Künstlerateliers, die bezahlbar sind                 für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) mit dem Vorzer-
•     @ moderne stadt: warum gibt es keine (kulturel-      tifikat in Platin für nachhaltige Stadtquartiere ausge-
      len) Zwischennutzungen?                              zeichnet. Das ist die höchste Auszeichnung, die aktuell
•     Traumlage entlang des Hafenbeckens für Cafés         erreicht werden kann. Im Deutzer Hafen werden damit
      etc. nutzen                                          hohe ökologische, ökonomische, soziokulturelle wie
•     Gebäude am Hafenplatz: wohnfreundlich?               funktionale Anforderungen an alle Bauvorhaben und
•     bitte sorgen Sie für familienfreundlichen Wohn-      Quartierskonzepte von der Planung bis zum laufenden
      raum!                                                Betrieb gestellt. Die Umsetzung der Vorgaben wird
•     mindestens 4-, besser 5-Zimmer-Wohnungen!            regelmäßig mit sogenannten „Audits“ von der DGNB
      danke! super geile Idee! das Ganze gern bezahlbar    überprüft. So wird sichergestellt, dass das Quartier
•     bitte auch kostengünstiges Wohnen, insbeson­         tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz
      dere für Senioren und Seniorinnen                    und einer nachhaltigen Zukunft leisten wird. Derzeit ist
•     gemeinschaftliche Wohnprojekte                       ein Energiekonzept für den Deutzer Hafen in Arbeit,
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                               Seite 29
Fragen, Kommentare und Antworten

das eine möglichst klimaschonende Energieversorgung         ser erreichbar sein. Kulturelle, soziale sowie Freizeitan-
anstrebt.                                                   gebote werden auch über den Deutzer Hafen hinaus
                                                            Anziehungspunkt sein und stellen einen Mehrwert für
4.1.3     Sind Solar- und Dachbegrünung oder Fassa-         die gesamte Stadt dar. Ein Mehrwert für die umliegen-
          denbegrünung geplant?                             den Stadtteile wird eine bessere verkehrliche Vernetzung
4.1.4     Es war keine Fassadenbegrünung zu erken-          durch Fuß- und Radwege, neue Brücken und ÖPNV sein.
          nen. Ist Fassadenbegrünung geplant? Wird          Durch die Umnutzung des bisherigen Industrieareals
          Fassadenbegrünung Teil des Bebauungspla-          wird ein sehr attraktiver Stadtraum der Öffentlichkeit
          nes werden?                                       zugänglich gemacht und zur Verfügung gestellt. Attrak-
                                                            tive Freiräume wie Parks, Plätze und Promenaden um
Ziel ist es, auch Dachflächen als Außenraum nutzbar         das Hafenbecken bieten auch Bürgerinnen und Bürgern
zu machen und begrünte Dächer mit ihrer mikroklima-         umliegender Stadtteile Aufenthalts-, Begegnungs- und
tischen und ökologischen Wirkung (Vermeidung von            Bewegungsräume.
Hitzeinseln, Regenwasserretention u.a.) vorzusehen.
Auch Fassadenbegrünung soll eine Rolle spielen, sie
gehören zur Verbesserung des Mikroklimas. Der Bebau-        4.2      Kommentare auf den Holzklötzen
ungsplan beinhaltet derzeit nur die öffentlichen Räume
und noch keine Gebäude. Die Festsetzungen in den noch       •     viele begrünte Fassaden als Maßnahme gegen die
zu erstellenden Bebauungsplänen der jeweiligen Bau-               Innenstadterhitzung, zum Dämpfen des Lärms
felder werden entsprechend der eingehenden Konzepte               und weil Grün in der Stadt schön ist
erarbeitet. Dabei soll ein hoher Begrünungsgrad der Ge-     •     blaue Infrastruktur
bäude angestrebt werden. Mind. 40 % der Dachflächen         •     bitte nachhaltigen Wohnungsbau
sollen für Photovoltaik nutzbar gemacht werden.             •     bitte Dächer begrünen und / oder mit Solar­
                                                                  paneelen
4.1.5     Was für ein Mehrwert ergibt sich aus der          •     100% erneuerbare Energien
          Umgestaltung des Deutzer Hafens für die           •     Fassadenbegrünung, Solardächer, Dachgärten,
          gesamte Stadt und das Umland? Es wird nicht             Grünfläche statt Kies / Schotter
          über den Deutzer Hafen hinausgedacht.             •     barrierefreies Wohnen
                                                            •     autonomes Energiekonzept?
(Fr. Zlonicky) Natürlich haben wir nicht nur das Plan-
gebiet selbst, sondern auch Auswirkungen auf andere
Stadtteile im Blick – positive wie negative. Ziel ist es,   5.       Wohnungspolitik und Prozess
möglichst auch Synergien zu den anderen Stadtteilen zu      5.1      Fragen / Anregungen aus der Chatfunktion
erzeugen und einen Mehrwert auch für die benachbar-         5.1.1    Weshalb gibt es keine ständige Informations-
ten Quartiere zu schaffen. Die Konzeption der Nutzungs-              und Beteiligungsmöglichkeit vor Ort?
und Einkaufsangebote sowie der Verkehrsthemen er-
folgt im Kontext der Nachbarbezirke. Beispielweise wird     Siehe auch 5.1.17; Beteiligung ist ein hohes Gut. Es gab
bei der Gestaltung des Stadtteilzentrums im Deutzer         bereits eine Vielzahl von Veranstaltungen – auch
Hafen auch berücksichtigt, wie dieses die Angebote des      außerhalb der gesetzlichen Vorgaben –, die aufgrund
Poller Zentrums ergänzen kann, ohne es zu schädigen.        der Coronapandemie jedoch etwas eingeschränkt wa-
Der Hafen, die Poller Wiesen und der Rhein werden bes-      ren. Ergänzend ist Anfang des Jahres 2021 der Werk-
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                             Seite 30
Fragen, Kommentare und Antworten

stattbericht veröffentlicht worden. Ende 2022 bis An-      A und B in Köln bei 7,00 bis 7,30 Euro / qm (dies ist etwa
fang 2023 soll es einen Informations­pavillon im Deutzer   halb so teuer wie auf dem freien Kölner Wohnungs-
Hafen geben. Darüber hinaus werden weitere Informa-        markt). Im preisgedämpften Bereich wird die Miete bei
tions- und Beteiligungsmöglichkeiten angeboten.            12,00 Euro / qm liegen. Damit wird ein großes Angebot
                                                           an gefördertem und preisgedämpftem Wohnraum rea-
5.1.2     Wird es zu gegebener Zeit eine Gesamtliste       lisiert. Genossenschaften, Baugruppen sowie alternative
          geben, in der sich Wohnungsinteressenten         Wohnformen sollen integriert werden.
          eintragen können, oder wird alles über einzel-
          ne Anbieter laufen?                              5.1.6   Wie lange soll es die Förderung geben?

Die moderne stadt GmbH führt bereits eine Interessen-      (Hr. Röhrig) Die Bindungsfrist ist von 15 auf 20 Jahre
liste, sie kann über die Email-Adresse                     erhöht worden.
info@modernestadt.de erreicht werden.
                                                           5.1.7   Wann ist die erste Wohnung bezugsfertig?
5.1.3     Wie viele Flächen müssen denn noch erwor-        5.1.8   Ab wann und wie kann man privat eine Woh-
          ben werden?                                              nung erwerben?

Die moderne stadt ist bereits Eigentümerin des Großteils   (Hr. Röhrig) Das machbare (und persönliche) Ziel ist
der Flächen im Deutzer Hafen. Damit ist der Weg für        eine bezugsfertige Fertigstellung der ersten Wohnungen
die Entwicklung des Hafenareals in ein mischgenutztes      bis 2024.
Wohn- und Arbeitsquartier geebnet.
                                                           5.1.9   Kann man sich für den Vertrieb auf einer Liste
Zwischen den Eigentümerinnen und Eigentümern der                   vormerken lassen? Wann ist der Vertriebs-
weiteren Grundstücke und der Stadt Köln und dem                    start geplant?
Entwicklungsträger finden Gespräche statt. Einige
Dritteigentümer streben eine Eigenentwicklung ihrer        Der Vertrieb ist abhängig von Baugenehmigung und
Grundstücke im Sinne des Integrierten Plans von Cobe       Fertigstellung der Gebäude. Die ersten bezugsfertigen
an, andere ermöglichen den Erwerb der Flächen.             Wohnungen sollen 2024 verfügbar sein. Siehe auch
                                                           5.1.1 und 5.1.2.
5.1.4     Welche Preisprognosen für den Wohnraum
          gibt es in einer Zeit der hohen Immobilien-      5.1.10 Haben Wohnprojekte / Baugruppen auf
          preise? Wie kann ein diverses Umfeld sicher-            jedem Baufeld die Chance, sich zu bewerben?
          gestellt werden?
5.1.5     Klaus Adrian: Lässt sich der Anteil an Sozial-   (Hr. Röhrig) Die moderne stadt als jetzige Eigentümerin
          wohnungen 30 % und 20 % preisgedämpft            von einem Großteil der Flächen schreibt die Baufelder
          steigern? Wir brauchen mehr.                     der Reihe nach aus. Bei der Vergabe der Grundstücke
                                                           werden unterschiedliche Akteure berücksichtigt werden.
(Hr. Röhrig) Auf den Grundstücken der modernen stadt       Grundsätzlich können sich Wohnungsbaugenossen-
sind 30% geförderter sowie zusätzlich 20% preisge-         schaften und Baugruppen / Baugemeinschaften sowie
dämpfter Wohnraum geplant. Im Neubau liegt der Miet-       Unternehmen zur Finanzierung und Entwicklung großer
preis bei gefördertem Wohnraum im ersten Förderweg         Gewerbeimmobilien auf die Grundstücke bewerben. Da
Deutzer Hafen - Gute Räume für die Öffentlichkeit
                                                                                                             Seite 31
Fragen, Kommentare und Antworten

aber jedes Baufeld eine gewisse Nutzungsausrichtung        5.1.15 Wie ist die Anhandgabefrist?
hat – z.B. Mischnutzung, Wohnen, Gewerbe, Dienstleis-
tung, Einzelhandel oder Bildung und Kultur –, sind nicht   (Hr. Röhrig) Die Anhandgabefrist ist noch nicht festge-
alle Baufelder für alle gleichermaßen interessant oder     legt und wird gestuft sein, die Qualifizierungsverfahren
geeignet. Wir suchen über die Ausschreibungen die am       werden sechs Monate oder länger benötigen.
besten geeigneten Bewerbungen. Für die in Privatbesitz
befindlichen Baufelder können derzeit keine Aussagen       5.1.16 Wenn die Planung bereits abgeschlossen
getroffen werden.                                                 und alternativlos ist, wieso gibt es hier eine
                                                                  Öffentlichkeitsveranstaltung?
5.1.11 Sind auch Mehrgenerationenprojekte und              5.1.17 Raik-Michael Meinshausen (Stadtraum 5 und
       barrierefreie Objekte geplant?                             4 e.V.): Der Integrierte Plan wurde 2018 vom
5.1.12 Sind Wohnprojekte für Seniorinnen und                      Rat verabschiedet, wo umfangreiche Beteili-
       Senioren eingeplant? Zum Beispiel betreutes                gungsformate vorgeschrieben sind. Wie wird
       Wohnen, Alten- und Pflegeheime                             der Ratsbeschluss umgesetzt?

Die Vermarktung der Baufelder erfolgt als sogenannte       (Fr. Zlonicky) Beteiligung ist ein hohes Gut, das pande-
„Konzeptvergabe“. Danach ist vor allem das Konzept für     miebedingt zeitweise leider nicht in der Form umsetzbar
das Baufeld entscheidend: Nutzungsmix und -vielfalt,       war, wie es sich auch die Stadt Köln wünschen würde.
beim Wohnen z.B. der Anteil an geförderten Wohnun-         Im letzten Jahr wurde für die Öffentlichkeit der Werk-
gen und die Vielfalt an (innovativen) Wohnungskon-         stattbericht auf den Weg gebracht, der über alle laufen-
zepten, auch das ökologische Gebäudekonzept oder die       den Schritte und Planungen transparent informiert.
Gestaltqualität der Architektur können Kriterien sein.     Im Rahmen der weiteren Planung wird es außerdem
Es wird ebenso darauf geachtet, dass im Deutzer Hafen      weitere regelmäßige Beteiligungen zu verschiedenen
vielfältige Wohnangebote entstehen.                        Themenfeldern geben.

5.1.13 Ist das Erbbaurecht gegenüber der Veräuße-
       rung von Grundstücken vorrangig?                    5.2      Kommentare auf den Holzklötzen
5.1.14 Raik-Michael Meinshausen (Stadtraum 5 und
       4 e.V.): Wird ein Pachtmodell für einzelne          •     nicht nur sozial geförderter Wohnungsraum und
       Grundstücke in Erwägung gezogen?                          Kauf- / Mietpreise für gute Durchschnittseinkom-
                                                                 men
(Hr. Greitemann) Dies ist eine Frage der zukünftigen       •     soziale Durchmischung? oder nur für die mit viel
Wohnpolitik. Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker             Geld? also auch bezahlbar?
und die moderne stadt sind der Auffassung, dass das        •     Genossenschaft gründen?
Erbbaurecht auf städtischen Grundstücken ein probates      •     Wohnraum in „Kölner Hand“
Mittel für die Zukunft ist.                                •     bezahlbares Wohnen! für alle Bevölkerungs-
                                                                 schichten
Veräußerungserlöse sind aber auch notwendig, weil aus      •     keine Bildung neuer Elite-Veedel
diesen Einnahmen die öffentliche Infrastruktur an Stra-    •     Stadtentwicklung ist permanenter Prozess!
ßen, Plätzen, Promenaden und Parks finanziert werden       •     zügiger Baubeginn
muss – das ist vertraglich so geregelt.                    •     Wohnkonzepte für alle
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