Economic Adviser Macro Research - Die NORD/LB
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1 / Economic Adviser Februar 2021
Inhalt
Special: Der Brexit-Deal in der Nachspielzeit 2
USA: US-Wirtschaft – kein klares Bild im Dezember 4
Euroland: Inflation zieht 2021 an – EZB startet mit ruhiger Hand ins Jahr 6
Deutschland: BIP schrumpft 2020 um 5 Prozent – Lockdown belastet 8
Schweiz: Strategiewechsel in der Coronapolitik 10
Japan: Die Bank of Japan wartet auf den „Review“ 11
China: China mit 6,5% Y/Y BIP-Wachstum wieder auf Vorkrisenniveau 12
Großbritannien: Corona und der Brexit 13
Kanada: Bank of Canada sieht von Zinssenkung ab 14
Australien: Die Erholung in Down Under setzt sich weiter fort 15
Portfoliostrategien: Zinsstrukturkurve Euroland 16
Portfoliostrategien: Zinsstrukturkurve International – 3-Monats & 12-Monatssicht 17
Portfoliostrategien: Aktienmarktstrategie; 3-Monats-, 6-Monats- & 12-Monatssicht 18
Übersicht Prognosen 19
Ansprechpartner 20
Wichtige Hinweise 22
Researchportal:
www.nordlb.de/research
Bloomberg:
RESP NRDR2 / Economic Adviser Februar 2021
Special
Der Brexit-Deal in der Nachspielzeit
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
Der Brexit-Deal vermeidet ein unnötiges Chaos – MEHR NICHT!
Die unendliche Geschichte des Brexit endet zumindest nicht in einer absoluten Katastrophe.
In letzter Sekunde konnten London und Brüssel doch noch einen Deal vermelden. Völlig über-
raschend war die Einigung zwischen beiden Seiten zwar nicht, vor allem zeitliche Probleme
hätten aber durchaus zu einem Scheitern führen können. Die extrem schwierige Covid-19-
Lage im Vereinigten Königreich dürfte unserer Auffassung nach ein wichtiger Faktor gewesen
sein, der die britische Politik im Dezember bei der Findung einer Brexit-Lösung unter zusätz-
lichen Handlungsdruck gesetzt hat. Die November-Zahlen zum monatlichen BIP zeigen mit
einem Wert von -2,6% M/M in der Tat ein negatives Vorzeichen (Chart). Mit einem noch grö-
ßeren No-Deal-Chaos zum Start des Jahres wäre sonst die grundsätzlich weiterhin zu erwar-
tende Gegenbewegung bei der UK-Wirtschaftsaktivität wohl komplett ausgeblieben. Insofern
stand die Regierung in London unter einem Zwang, der EU beispielsweise bei den Fischerei-
rechten stärker entgegenzukommen, als manchem britischen Politiker eigentlich recht war.
Durch den Deal konnten immerhin zusätzliche Belastungen durch Zölle und Mengenbegren-
zungen im Handel mit der EU vermieden werden. Großbritannien hat aber zum 31.12.2020
den gemeinsamen Binnenmarkt verlassen und es existiert damit seit dem 1.1.2021 eine neue
Zollgrenze. Insofern sind – auch wenn es prinzipiell keine Zölle für Waren gibt – Zoll- und
Zertifikatskontrollen nötig geworden. Zollfrei bleiben dabei jedoch nur jene Güter, die den
jeweiligen Ursprungsregeln genügen. Die damit nun grundsätzlich notwendigen Zollformali-
täten im Handel mit der EU führen ohne jeden Zweifel zu einem erhöhten Aufwand – und
damit auch zu Kosten für die an der Lieferung der Waren beteiligten Unternehmen. Mit Blick
auf die Ursprungsregeln steckt der Teufel zudem durchaus im Detail. Weiterhin werden dort
Zölle fällig, wo Güter zunächst importiert und dann sofort wieder exportiert werden sollen.
Zudem sind Spielregeln vereinbart worden, die gleiche Wettbewerbsbedingungen sicherstel-
len sollen, was es London beispielsweise erlaubt, eigene Standards in Fragen des Arbeits-
rechts einzuführen. Ein Schiedsgericht kann beiden Seiten aber spezifische Zölle als Ausgleich
zur Sicherstellung des fairen Wettbewerbs erlauben. Daher existieren nun neue bürokrati-
sche Prozesse, auf die sich die Firmen natürlich erst noch einstellen müssen.
Chart: Veränderungsrate des monatlichen BIP (UK)
in %
15
10
5
0
-5
-10
-15
-20
01/2014 01/2015 01/2016 01/2017 01/2018 01/2019 01/2020
Monatliches BIP M/M
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research3 / Economic Adviser Februar 2021
Ein Blick auf weitere Details
Weiterhin gibt es mit dem Nordirland-Protokoll eine Sonderregelung, die eine „harte“ Grenze
mit der Republik Irland verhindert hat. Auch diese Regelung schafft aber Probleme, da inlän-
dische Lieferungen in diesen Teil des Vereinigten Königreiches nun anders behandelt werden
müssen als beispielsweise der Warenverkehr zwischen England und Wales oder England und
Schottland. In vielen britischen Firmen ist man sich aktuell noch nicht sicher, wie mit den
neuen Formalitäten umgegangen werden soll. Insofern verwundern die Presseberichte über
Lieferengpässe in nordirischen Supermärkten eigentlich nicht. Auch wenn es sich hierbei wohl
zunächst vor allem um ein „Ruckeln“ beim Start in eine veränderte Zukunft handelt, wird der
Aufwand für die britischen Firmen auch perspektivisch erhöht bleiben. Insofern ist die direkt
nach der Einigung auf den Brexit-Deal zu vernehmende Forderung nordirischer Wirtschafts-
verbände nach weiteren Gesprächen zwischen London und Brüssel und nach mehr Klarheit
durch die britischen Behörden keine Überraschung. Zudem haben Madrid und London be-
schlossen, dass Gibraltar dem Schengen-Raum beitritt. So konnte auch auf der iberischen
Halbinsel eine harte Grenze verhindert werden. Die Einwohner des britischen Überseegebie-
tes hatten sich beim Referendum im Jahr 2016 mit großer Mehrheit gegen den Brexit ausge-
sprochen. Die nun in den Verhandlungen mit Madrid gefundene Lösung sorgt für eine enge
Bindung Gibraltars an die EU. Auch in Schottland hätte eine Mehrheit der Wähler den Brexit
gern verhindert. Nun denkt die schottische Regionalregierung intensiv darüber nach, das Ver-
einigte Königreich zu verlassen und dann wieder in die EU einzutreten. Trotz des nun erzielten
Deals mit Brüssel können die Ergebnisse des Brexit-Referendums somit an verschiedenen
Stellen noch immer für ungewollte Turbulenzen in London sorgen!4 / Economic Adviser Februar 2021
USA
US-Wirtschaft: Kein klares Bild im Dezember
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
US-Wirtschaft: Kein klares Bild im Dezember
Die jüngst gemeldeten US-Wirtschaftsdaten zeigen kein ganz klares Bild der ökonomischen
Situation im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So konnten die beiden ISM Einkaufsma-
nagerindizes im Berichtsmonat Dezember zulegen; dabei gelang es dem Indikator für die
Industrie am aktuellen Rand sogar über die Marke von 60 Zählern zu springen. Diese Zeit-
reihe signalisiert folglich ein sehr dynamisches Wachstum an. Dagegen zeigten sich am Ar-
beitsmarkt im Dezember einige dunklere Wolken. Außerhalb der Landwirtschaft sind
140.000 Jobs verlorengegangen. Der Blick auf die Details offenbart aber, dass vor allem die
Gastronomie Stellen gestrichen hat – was wohl vor allem eine Folge der Maßnahmen im
Kampf gegen das neue Coronavirus sein dürfte. In anderen Segmenten der US-Wirtschaft
präsentieren sich die Zahlen freundlicher. Die Arbeitslosenquote verharrte zudem bei 6,7%.
Eindeutig negativ präsentierten sich dagegen die Angaben zur Entwicklung der Einzelhan-
delsumsätze. Hier wurde ein abermaliger Rückgang gemeldet. Insofern sehen wir nach die-
sen Zahlen von Anpassungen an der Wachstumsprognose für das IV. Quartal 2020 nach oben
hin – über die wir zuletzt durchaus nachgedacht hatten – ab.
Chart: Zinsentwicklung USA
4
in %
3
2
1
0
22.01.2016 22.01.2017 22.01.2018 22.01.2019 22.01.2020
UST 2J UST 5J UST 10J Fed Funds Target
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Fiskalpolitische Impulse und die Impfstoffe als Hoffnungsträger
Grundsätzlich ist aber, nach einem wohl nicht sehr einfachen I. Quartal 2021, mit einer nach-
haltigen Erholung der US-Wirtschaft zu rechnen. Der von uns prognostizierte Anstieg der
ökonomischen Aktivität dürfte eng mit dem ambitionierten Impfprogramm verbunden sein,
welches eher früher als später eine nachhaltige Öffnung der Ökonomie der USA erlauben
sollte. Zudem dürften die inzwischen angekündigten zusätzlichen fiskalpolitischen Maßnah-
men der neuen Regierung um Joe Biden recht kurzfristig weitere positive Impulse auslösen
und die US-Ökonomie entsprechend stützen helfen. Insofern ist in 2021 schon mit recht ei-
nem starken Wachstum zu rechnen. Es gibt aber durchaus mögliche Belastungsfaktoren.
Bisher hat der Immobiliensektor die US-Ökonomie eindeutig unterstützt. Hier könnte sich
langsam eine Trendwende ergeben. Der NAHB-Index notiert im Dezember nach einem leich-5 / Economic Adviser Februar 2021
ten Rückgang zwar bei immerhin noch 86 Punkten, was weiterhin eine sehr starke ökomi-
schen Aktivität in der US-Bauwirtschaft signalisiert, hohe Hauspreise könnten in Kombina-
tion mit gestiegenen Zinsen aber zum Stolperstein für den US-Immobilienmarkt werden.
Die Fed bleibt im Fokus
Die psychologisch wichtige Marke von 1,00% bleibt bei der US-Staatsanleiherendite im Lauf-
zeitbereich 10 Jahre weiterhin im Blick. Der weitere Anstieg der US-Kapitalmarktzinsen
dürfte nun Zeit benötigen. Kurzfristig sind wohl sogar eher Gegenbewegungen denkbar. Zu-
dem dürfte die US-Geldpolitik den weiteren Renditeanstieg am langen Ende der US-Zins-
strukturkurve dämpfen. Dennoch ist festzuhalten, dass das Niveau der US-Kapitalmarktren-
diten nach dem jüngst zu beobachtenden Anstieg im internationalen Vergleich attraktiv er-
scheinen muss. Dieses Faktum hilft ohne jeden Zweifel der US-Währung. Beim Wechselkurs
zwischen Euro und US-Dollar kommt nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug der Gemein-
schaftswährung aus Frankfurt folglich langsam wieder die psychologisch sehr wichtige
Marke von 1,20 USD pro EUR ins Blickfeld. Die nachhaltige Schwäche des Greenback zum
Start des neuen Jahres kann somit wohl zu den Akten gelegt werden.
Fundamentalprognosen USA
2020 2021 2022
BIP -3,6 3,6 2,1
Privater Konsum -2,7 3,5 2,3
Öffentlicher Konsum 1,5 2,0 1,0
Investitionen -4,0 7,0 4,5
Export -18,0 5,0 2,0
Import -6,5 5,0 4,0
Inflation 1,3 2,4 2,4
Arbeitslosenquote1 8,1 6,0 5,5
Haushaltssaldo2 -19,5 -11,1 -7,0
Leistungsbilanzsaldo2 -3,0 -3,2 -3,0
Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Quartalsprognosen USA
I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21
BIP Q/Q ann. -5,0 -31,4 33,4 3,0 3,3
BIP Y/Y 0,3 -9,0 -2,8 -2,7 -0,6
Inflation Y/Y 2,1 0,4 1,2 1,2 1,6
Veränderung in %
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Zinsen und Wechselkurse USA
21.01. 3M 6M 12M
Fed Funds Target Rate 0,25 0,25 0,25 0,25
3M-Satz 0,22 0,25 0,25 0,30
10J Treasuries 1,11 1,10 1,25 1,55
Spread 10J Bund 160 160 165 195
EUR in USD 1,22 1,17 1,16 1,16
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research6 / Economic Adviser Februar 2021
Euroland
Inflation zieht 2021 an – EZB startet mit ruhiger Hand ins Jahr
Analyst: Christian Lips, Chefvolkswirt
Zweite Infektionswelle bremst Wirtschaft im Winterhalbjahr
Die zweite Infektionswelle dürfte die Eurozone nach mechanistischer Interpretation wie er-
wartet im Winterhalbjahr zurück in die Rezession schicken. Allerdings haben die im vergan-
genen Monat gemeldeten Wirtschaftsdaten auf eine etwas höhere Resilienz der europäi-
schen Wirtschaft im Schlussquartal hingewiesen als dies bei der Vorlage der letzten EZB-
Projektionen Anfang Dezember noch befürchtet worden war. Insbesondere die relative
Stärke im Industriesektor dürfte bis zum Jahresende angehalten haben und dazu beigetra-
gen haben, dass die negativen Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen in der Eurozone
zumindest teilweise kompensiert wurden. In Deutschland konnte sich die Wirtschaftsleis-
tung nicht zuletzt aus diesem Grund etwa auf dem Vorquartalsniveau halten. Gleichwohl ist
für die Eurozone ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal so gut wie sicher
und auch in Q1 ist mit einer sehr gedämpften Entwicklung zu rechnen. Hierauf deuten auch
die etwas schwächeren Werte der Markit Einkaufsmanagerindizes. Zwar bleibt die Lage im
verarbeitenden Gewerbe robust, der PMI Industrie notiert auch im Januar mit 54,7 Punkten
klar im Expansionsbereich. Die Lockdowns lasten allerdings schwer auf der Stimmung der
Dienstleister (45,0 Punkte). Der Composite Index Produktion deutet mit 47,5 Punkten ent-
sprechend für die Gesamtwirtschaft auf einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Q1.
Inflationsrate springt Anfang 2021 zurück in den positiven Bereich
Zu Beginn des Jahres 2021 wird die Inflationsrate trotz der anhaltend hohen gesamtwirt-
schaftlichen Nachfragelücke in positives Terrain zurückkehren. Der sukzessive Anstieg der
Inflationsrate in diesem Jahr sollte jedoch nicht als Folge von Krisenmaßnahmen von Fiskal-
und Geldpolitik fehlinterpretiert werden. Vielmehr geht diese Bewegung auf einige Sonder-
faktoren wie die Rückkehr zu normalen MWSt-Sätzen in Deutschland oder eine höhere CO2-
Bepreisung zurück. Auch aufgrund von Basiseffekten (Ölpreis) ergibt sich im laufenden Jahr
eine höhere Jahresrate beim harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Die mittelfristi-
gen Inflationserwartungen sind an den Märkten trotz eines leichten Anstiegs moderat.
Chart: Inflation zieht 2021 an, in Deutschland im 2. Halbjahr über 2% Y/Y
Y/Y, in %-P.
4,0 Prognose
3,0
2,0
1,0
0,0
-1,0
-2,0
2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022
Kernrate ex Energie Energie HVPI-Gesamt Y/Y
"Supercore" Euroland Inflation Swap Forward 5Y5Y
Quellen: Eurostat, Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research7 / Economic Adviser Februar 2021
EZB mit ruhiger Hand – Bank Lending Survey deutet auf verschärfte Kreditstandards
Die Europäische Zentralbank hat im Januar keine Änderungen an ihrer Geldpolitik beschlos-
sen. Veränderungen an den Instrumenten waren nach dem erst im Dezember beschlosse-
nen umfangreichen Maßnahmenpaket unwahrscheinlich und auch nicht erwartet worden.
Für etwas Irritationen hatte die prominente Platzierung des Hinweises gesorgt, dass das
PEPP-Volumen nicht unbedingt vollständig ausgenutzt werden müsse. Allerdings hatte EZB-
Präsidentin Christine Lagarde bereits im Dezember hierauf hingewiesen. Zudem bleibt die
Position des Rates diesbezüglich symmetrisch, da die EZB bei Bedarf auch bereit sei, das
PEPP nochmals auszuweiten. Bei einzelnen Marktakteuren aufgekommene Tapering-Sorgen
halten wir für völlig verfrüht. Für die nächsten Monate stehen keine Änderungen und Be-
schlüsse an, für graduelle Akzentuierungen (Front Loading etc.) bietet das Programm ohne-
hin viele Freiheitsgrade. Die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen, gerade nach den
durchwachsenen Signalen vom jüngsten Bank Lending Survey, bleibt ein wichtiges Ziel der
EZB-Politik. Allerdings bezeichnete Lagarde die derzeitigen Finanzierungsbedingungen als
„insgesamt günstig“. Von hohem Interesse bleibt die Position der EZB zur Euro-Stärke, die
weiterhin intensiv beobachtet werden soll. Wir rechnen aber weiterhin nicht damit, dass die
EZB aus diesem Grund eine weitere Senkung des Einlagesatzes vornehmen wird, zumal sich
der Euro-Außenwert zumindest handelsgewichtet zuletzt wieder etwas reduziert hat. Die
EZB dürfte sich daher in dieser Frage wie schon in den vergangenen Monaten weitgehend
auf verbale Interventionen beschränken. Mit den außerordentlichen Krisenmaßnahmen un-
terstützt die EZB weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere bei einer erneuten
Verschärfung der Lage sei die Notenbank bereit, alle Instrumente anzupassen.
Fundamentalprognosen Euroland
2020 2021 2022
BIP -7,1 4,3 4,2
Privater Konsum -7,8 4,5 3,5
Öffentlicher Konsum 0,7 3,7 1,2
Investitionen -9,2 2,7 6,3
Außenbeitrag1 -0,6 0,1 0,1
Inflation 0,3 1,1 1,5
Arbeitslosenquote2 8,0 8,3 7,9
Haushaltssaldo3 -9,2 -5,8 -3,9
Leistungsbilanzsaldo3 2,1 2,3 2,3
Veränderung gg. Vj. in %, 1 Wachstumsbeitrag, 2 in % der Erwerbstätigen, 3 in % des BIP
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Quartalsprognosen Euroland
I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21
BIP sa Q/Q -3,7 -11,7 12,4 -1,8 -1,4
BIP sa Y/Y -3,2 -14,7 -4,3 -7,1 -5,5
Inflation Y/Y 1,1 0,2 0,0 -0,3 0,3
Veränderung in %
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Zinsen Euroland
21.01. 3M 6M 12M
Tendersatz EZB 0,00 0,00 0,00 0,00
3M-Satz -0,54 -0,55 -0,55 -0,55
10J Bund -0,50 -0,50 -0,40 -0,40
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research8 / Economic Adviser Februar 2021
Deutschland
BIP schrumpft 2020 um 5 Prozent – Lockdown belastet
Analyst: Christian Lips, Chefvolkswirt
Wirtschaftsleistung bricht 2020 um 5,0 Prozent ein
Die Corona-Pandemie verursachte im Jahr 2020 einen deutlichen Einbruch der Wirtschafts-
leistung. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich um -5,0%. Die Wertschöpfung
ging besonders deutlich im Verarbeitenden Gewerbe (-9,7%), in einigen Dienstleistungsbe-
reichen sowie im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-6,3%) zurück. Auch auf der Ver-
wendungsseite spiegeln sich die Belastungen durch die Coronakrise wider. Der private Kon-
sum brach mit -6,0% erheblich ein, was zu einem großen Teil auf weggefallene Konsummög-
lichkeiten zurückzuführen ist. Entsprechend deutlich ist die Sparquote im Jahr 2020 von
10,9% (2019) auf 16,3% geklettert. Dieses Polster dürfte zumindest teilweise aufgrund auf-
gestauter Konsumwünsche nach dem Überwinden der Pandemie nachfragewirksam wer-
den. Die Investitionen gingen „nur“ um 3,5% zurück, dank nochmals ausgeweiteter Bauin-
vestitionen (+1,5%). In Ausrüstungen investierten die Unternehmen hingegen 2020 erheb-
lich weniger (-12,5%). Auch der Außenhandel stand ganz im Zeichen der globalen Pandemie,
sowohl Exporte (-9,9%) als auch Importe (-8,6%) gingen deutlich zurück. Stützend wirkten
die staatlichen Konsumausgaben (+3,4%). Die fiskalischen Maßnahmen zur Krisen-abschir-
mung spiegeln sich in einer deutlichen Ausweitung des gesamtstaatlichen Finanzierungsde-
fizits wider. Nach acht Jahren mit teils deutlichen Überschüssen verursachte die Coronakrise
ein Defizit von 158 Mrd. Euro, dies entspricht 4,8% des Bruttoinlandsprodukts.
Trotz Lockdown „nur“ Stagnation in Q4 – Industrie und Bau stützen
Für den Dezember musste das Statistische Bundesamt auf Schätzungen zurückgreifen. Dem-
nach sei trotz des Lockdowns von einer Stagnation im vierten Quartal auszugehen, vor allem
dank einer robusten Entwicklung in Industrie und Bauwirtschaft. Die meisten Unternehmen
dürften zudem besser auf die zweite Welle vorbereitet gewesen sein, Störungen der Liefer-
ketten blieben aus und die Auslandsnachfrage hat ebenfalls gestützt. Im Schlussquartal
wurde der zügige konjunkturelle Aufholprozess damit zwar unterbrochen, ein Rückfall in die
Rezession aber wohl vermieden. Allerdings wird das laufende Quartal schwach verlaufen,
zumal der harte Lockdown über die gesamten Wintermonate andauern dürfte. Die bisheri-
gen Maßnahmen haben anders als während der ersten Welle nach fast drei Monaten noch
nicht zu einer nachhaltigen Reduktion des Infektionsgeschehens geführt. Vor dem Hinter-
grund der neuen, offensichtlich aggressiveren und ansteckenderen Virusmutanten ist es
umso dringlicher, die Infektionszahlen deutlich abzusenken. Die Mobilität hat sich mit dem
Beginn des Lockdowns im November reduziert, allerdings zunächst in geringerem Ausmaß
als im Frühjahr des letzten Jahres. Allerdings war über Weihnachten und Silvester eine deut-
liche Reduktion der Mobilität festzustellen, vor allem längere Reisen zu Verwandten oder in
den Urlaub wurden offenbar in deutlich geringerer Zahl unternommen als im Vorjahr.
Hohe Infektionszahlen und Ausweitung des Lockdowns belasten zunehmend
Vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten Pandemielage haben die Bundeskanzle-
rin sowie die Regierungschefs der Länder am 19. Januar eine Verlängerung und Vertiefung
des Lockdowns bis (zunächst) Mitte Februar beschlossen. Wesentliche Beschlüsse sind, dass
Schulen bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen bleiben sollen sowie eine Verschär-
fung der Maskenpflicht und eine Home-Office-Verordnung. Aus ökonomischer Sicht ist vor
allem zu begrüßen, dass weder eine Schließung des ÖPNV noch gar ein vollständiger Lock-
down für Betriebe des Produzierenden Gewerbes vereinbart wurde. Große Sorgen bereitet9 / Economic Adviser Februar 2021
aber die Bildungs- und Betreuungssituation von Kindern und Jugendlichen. Zwar deuten
neuere Studien auch auf Infektionsgeschehen in Schulen hin. Bei einer längeren Schließung
von Schulen und Betreuungseinrichtungen sind jedoch aus bildungs-, sozialpolitischer und
volkswirtschaftlicher Sicht langfristig erhebliche negative Folgewirkungen zu befürchten.
Gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten sind besonders von Fernunterricht negativ be-
troffen und es besteht die Gefahr, dass sie damit abgehängt werden. Dies gilt umso mehr,
wenn die Ausstattung mit Notebooks in den Schulen nicht gesichert ist, was offensichtlich
zumeist der Fall ist. Aber auch auf kurze Sicht steigen mit der Dauer der Schließung die ne-
gativen Effekte, u.a. für das Arbeitsangebot, insbesondere bei Eltern mit Kindern im Alter
von 0 bis 12 Jahren. Die Erfordernisse eines Home-Schooling sind auf Dauer nicht mit einer
Vollerwerbstätigkeit (auch nicht im Home-Office) der Eltern vereinbar. In 5,7 Millionen Fa-
milien ist mindestens ein Elternteil, in 3,6 Millionen Familien mit Kindern unter 13 Jahren
sind sogar beide Elternteile erwerbstätig. Hinzu kommen 730.000 erwerbstätige Alleinerzie-
hende mit Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren, von denen 310.000 in Vollzeit arbeiten. Vor
dem Hintergrund erheblicher gesamtwirtschaftlicher Kosten durch Schulschließungen sind
dringend Maßnahmen und Investitionen zu prüfen, die einen sicheren Präsenzunterricht
wieder ermöglichen. An einer konsequenten Eindämmung der zweiten Welle führt aber kein
Weg vorbei, der Erfolg der Impfkampagne darf nicht gefährdet werden. Die Impfquote wird
vor Mitte des zweiten Halbjahres 2021 nicht hinreichend hoch sein. Die Zustimmung zu einer
Impfung hat in der Bevölkerung aber bereits nach wenigen Wochen deutlich zugenommen.
Parallel müssen Produktion und Verabreichung der Impfstoffe unter Hochdruck laufen. Der
weitere Ausblick auf das Jahr 2021 stimmt dank der Impfungen optimistisch, dies belegt
auch der nochmalige Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen. Allein wegen der dann wie-
der günstigeren Witterungsbedingungen ist ab dem Frühjahr mit einer kräftigen Zunahme
der wirtschaftlichen Aktivität zu rechnen. Für 2021 rechnen wir mit einem BIP-Wachstum
von rund 3,5% (2022: +4,1%). Bereits Ende 2021 dürfte das Vorkrisenniveau wieder erreicht
werden– sofern Rückschläge bei den Impfungen ausbleiben.
Fundamentalprognosen Deutschland
2020 2021 2022
BIP -5,0 3,5 4,1
Privater Konsum -6,0 3,4 3,6
Öffentlicher Konsum 3,5 3,0 1,3
Investitionen -3,5 4,2 5,5
Exporte -9,9 11,4 5,3
Importe -8,6 12,3 5,4
Außenbeitrag1 -1,1 0,2 0,2
Inflation2 0,4 1,3 1,6
Arbeitslosenquote3 5,9 6,0 5,5
Haushaltssaldo4 -4,8 -4,7 -1,2
Leistungsbilanzsaldo4 6,1 6,7 7,1
Veränderung gg. Vj. in %, 1Wachstumsbeitrag; 2HVPI; 3in % der ziv. Erwerbspersonen (BA-Definition); 4 in % des BIP
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Quartalsprognosen Deutschland
I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21
BIP sa Q/Q -1,9 -9,8 8,5 0,0 -1,2
BIP nsa Y/Y -1,7 -11,3 -3,9 -3,1 -3,7
Inflation Y/Y 1,6 0,7 -0,2 -0,6 0,5
Veränderung in %
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research10 / Economic Adviser Februar 2021
Schweiz
Strategiewechsel in der Coronapolitik
Analyst: Christian Lips, Chefvolkswirt
Eidgenossen stoßen Richtungswechsel in der Corona-Politik an
Die über die Wintermonate stark steigenden Fallzahlen haben die Schweizer Regierung in-
zwischen dazu bewegt, einen Richtungswechsel in der Coronapolitik anzustoßen. Bisher hat
die Schweiz einen eher wirtschaftsfreundlichen Kurs eingeschlagen und somit deutlich we-
niger drastische Eindämmungsmaßnahmen verordnet als die europäischen Nachbarländer.
Die Eidgenossen zeigen sich nun aber zusehends besorgt über die Gefahren, die von den
neuen Varianten des Coronavirus ausgehen. Das Gesundheitsministerium sieht sich erst-
mals in einer Position des „Wissens- und Informationsvorsprungs“ und hat daraufhin neue
Maßnahmen beschlossen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. So
müssen Gastronomie, Freizeitbetriebe und Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs
schließen, Arbeitgeber sind verpflichtet überall dort Homeoffice anzuordnen, wo es umsetz-
bar ist und für private Treffen gibt es fortan eine Obergrenze von maximal 5 Personen. Schu-
len und auch die für die Schweiz so bedeutsamen Skigebiete sollen bis auf weiteres aber
geöffnet bleiben. Die Verschärfungen sollen zunächst bis Ende Februar in Kraft bleiben. Zwar
konnte das KOF-Konjunkturbarometer im Dezember auf 104,3 Punkte klettern, doch wird
die Kehrtwende in der Coronapolitik die Konjunktur sehr wahrscheinlich im ersten Quartal
wieder etwas abbremsen. Entsprechend haben wir unsere BIP-Prognose für 2021 leicht nach
unten korrigiert. Für 2021 erwarten wir ein Wachstum von 3,1 %, die recht dynamische Er-
holung wird in unserem Basisszenario jedoch bis weit ins Jahr 2022 hinein anhalten.
EUR/CHF: Wenig Spielraum für größere Bewegungen
In Wahrnehmung der Marktakteure hat sich zumindest mittelfristig die gesamtwirtschaftli-
che Risikosituation verbessert, natürlich unterstützt durch die Fortschritte bei den Covid-19-
Impfstoffen. Dies hat dazu geführt, dass sich der Franken in den vergangenen Wochen rela-
tiv komfortabel über der Marke von 1,07 EUR/CHF halten konnte. Das Safe-Haven-Motiv des
Franken dürfte mittelfristig etwas weniger ausschlaggebend sein, allerdings bleibt der Auf-
wertungsdruck infolge der noch für längere Zeit sehr expansiven Geldpolitik in den wichtigs-
ten Währungsräumen hoch. Auf Sicht von drei bis sechs Monaten ist ein recht stabiler Wech-
selkurs von 1,08 EUR/CHF zu erwarten. Allerdings würde ein erneuter Rückschlag in der
Coronakrise und ein damit verbundenes risikoaverseres Umfeld belasten. Auch sollten die
Marktteilnehmer die künftigen Entwicklungen in der italienischen Politik nicht aus den Au-
gen verlieren. Daher wird die SNB auch in den kommenden Monaten stets wachsam bleiben
müssen, um 2021 möglichen Aufwertungstendenzen wirksam begegnen zu können.
Fundamentalprognosen* Schweiz Zinsen und Wechselkurse Schweiz
2020 2021 202“ 21.01. 3M 6M 12M
BIP -3,2 3,1 3,7 LIBOR Zielsatz -0,75 -0,75 -0,75 -0,75
Inflation (CPI) -0,7 -0,1 0,4 3M Satz -0,76 -0,75 -0,75 -0,75
Arbeitslosenquote1 3,1 3,5 3,3 10J -0,45 -0,50 -0,45 -0,40
Haushaltssaldo2 -4,0 -2,2 -0,6 Spread 10JBund 5 0 -5 0
Leistungsbilanzsaldo2 8,0 8,5 9,5 EUR in CHF 1,08 1,08 1,08 1,09
*Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research11 / Economic Adviser Februar 2021
Japan
Die Bank of Japan wartet auf den „Review“
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
Hoffen auf die Spiele
Die Coronavirus-Krise hat sich auch in Japan wieder verschärft. In Tokio und in weiteren Prä-
fekturen musste erneut der Notstand ausgerufen werden. Damit kommt es zwar nicht zu
einem wirklichen harten Lockdown, die Lage ist aber angespannt und es besteht die Sorge
vor einer möglichen Überlastung des japanischen Gesundheitssystems. In diesem Umfeld
wird von der Bevölkerung mit steigender Skepsis auf den Plan reagiert, die ursprünglich für
das Jahr 2020 angesetzten Olympischen Sommerspiele nun im Juli und August 2021 in Tokio
auszutragen. Umfragen zeigen zunehmend keine Unterstützung mehr für dieses Vorhaben
an. Auch aus der Politik kamen zuletzt erste kritische Kommentare. So zeigte sogar ein Mi-
nister vor kurzem gewisse Zweifel. Die japanische Regierung hält aber nach jüngsten Aussa-
gen daran fest, die Spiele im Sommer auszutragen: Berichte über eine mögliche Absage der
global vielleicht wichtigsten Großveranstaltung in der Welt des Sports wurden von einem
Regierungssprecher in der Tat recht klar dementiert. Folglich gehen wir auch weiterhin davon
aus, dass die Spiele stattfinden werden. Sollte eine Absage in der näheren Zukunft doch noch
notwendig werden, müssten wir als Reaktion auf diese Veränderung unsere Wachstums-
prognose für Japan also sicherlich nach unten hin anpassen.
Die Bank of Japan wartet auf den „Review“
Die Bank of Japan hat zuletzt erwartungsgemäß keine Veränderungen an ihrer geldpoliti-
schen Ausrichtung vorgenommen. Damit bleiben der traditionelle Leitzins und die Zielrendite
von Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren auch weiterhin auf dem inzwischen
bewährten Niveau. Die Überprüfung des Rahmenwerkes der gelpolitischen Prozesse der No-
tenbank rückt nun allerdings immer stärker in den Fokus. Dieser sogenannte „Review“ wird
im März abgeschlossen sein. Dabei könnte es zu technischen Veränderungen beim Prozess
der Zinsstrukturkurvensteuerung kommen. Notenbankchef Haruhiko Kuroda betonte jüngst
allerdings sehr klar, dass es an dieser Stelle wohl zumindest keinen grundsätzlichen Ände-
rungsbedarf geben würde. Wenn man überhaupt Handlungsdruck spüren sollte, dürfte in
Tokio also vor allem versucht werden, unerwünschte Nebenwirkungen noch deutlich stärker
zu vermeiden.
Fundamentalprognosen* Japan Zinsen und Wechselkurse Japan
2020 2021 2022 21.01. 3M 6M 12M
BIP -5,3 2,6 1,9 Leitzins -0,10 -0,10 -0,10 -0,10
Inflation 0,0 0,1 0,5 3M Satz -0,07 0,05 0,05 0,10
Arbeitslosenquote1 2,8 3,1 2,9 10J 0,03 0,05 0,05 0,10
Haushaltssaldo2 -13,0 -8,0 -5,4 Spread 10JBund 52 55 45 50
Leistungsbilanzsaldo2 3,0 3,3 3,5 EUR in JPY 126 124 125 128
* Veränderung gg. Vj. in % USD in JPY 104 106 108 110
1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research12 / Economic Adviser Februar 2021
China
China mit 6,5% Y/Y BIP-Wachstum wieder auf Vorkrisenniveau
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
China hat Covid-19 wirtschaftlich überwunden und befindet sich auf Vorkrisenniveau
Die für das IV. Quartal 2020 vorgelegten Wachstumszahlen bestätigen, dass China den Er-
holungspfad fortsetzt: Mit einem Zuwachs von 2,6% Q/Q und einer Jahresrate von nunmehr
6,5% hat das Land nicht nur das Vorkrisenniveau wieder erreicht, es wächst sogar schneller
als noch im letzten Quartal 2019 (mit 6,0%). Für das Gesamtjahr 2020 ergab sich so ein Plus
der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 2,3%. China dürfte damit als eines der einzigen grö-
ßeren Länder weltweit überhaupt sein, was ein positives BIP-Wachstum im Coronajahr 2020
aufgewiesen hat Dabei trug vor allem der Export zu dem Rebound bei, wohingegen der Kon-
sum – aufgrund verlangsamter verfügbarer Einkommen – merklich weniger Impulse lieferte
als noch vor der Pandemie. Die vorgelegten „harten“ Indikatoren aus dem Monat Dezember
bestätigen, dass vor allem der Industriesektor (und hierbei die eher exportlastigen Bereiche
Elektronik und Autos) wieder an Schwung gewonnen hat (Produktion: +7,3% Y/Y), wohinge-
gen der Private Konsum etwas enttäuschte (Einzelhandelsumsätze: +4,6% Y/Y). China
kommt ein Jahr nach dem Höhepunkt der dortigen Katastrophe dennoch ziemlich sicher aus
dem wirtschaftlichen Tief. Angemerkt werden muss dennoch, dass die Stimmungsumfragen
im Unternehmenssektor (CFLP und Caixin) für den Januar sowohl im produzierenden Ge-
werbe als auch Dienstleistungsbereich leicht zurückgegangenen sind, aber weiterhin deut-
lich über dem Expansionsbereich von 50 Punkten liegen.
Aussichten für 2021 sind gut – weitere Stimuli dürften deswegen aber auch ausbleiben
Auch wenn die Infektionszahlen relativ zu anderen Ländern sehr niedrig sind, muss China
die zuletzt wieder zu beobachtenden leichten Zuwächse begrenzen. Nur so kann die Verun-
sicherung in der Bevölkerung verringert werden, was erst dann den Binnenkonsum antrei-
ben wird. Die während der Corona-Krise gestiegene Sparquote kann perspektivisch den Pri-
vaten Verbrauch und damit auch den Dienstleistungssektor deutlicher beleben. Schließlich
möchte Peking weniger abhängig von seinen Exportmärkten werden. Die Verantwortlichen
der Geld- und Fiskalpolitik können angesichts der aufgehellten Aussichten zu Beginn 2021
auch weiter abwarten. Im Jahresverlauf wird es aber sukzessiv zu restriktiveren Tendenzen
der PBoC auf der Kreditebene und zu einer Konsolidierung der Staatsausgaben kommen. Die
Leitzinsen werden dagegen konstant gehalten. Hohe Infektionszahlen in den USA und die
stabile konjunkturelle Situation in China beflügelten den Renminbi. So fiel der US-Dollar bis
unter die Marke von 6,50 CNY. Eine moderate Gegenbewegung dürfte aber in 2021 erfolgen.
Fundamentalprognosen* China Zinsen und Wechselkurse China
2020 2021 2022 21.01. 3M 6M 12M
BIP 2,3 8,0 5,5 Einlagesatz 1,50 1,50 1,50 1,50
Inflation 1,6 1,6 2,3 3M SHIBOR 2,58 2,60 2,70 2,80
Arbeitslosenquote1 3,8 3,6 3,6 10J 3,14 3,30 3,30 3,40
Haushaltssaldo2 -6,7 -5,8 -4,3 Spread 10JBund 364 380 370 380
Leistungsbilanzsaldo2 1,7 1,4 1,0 EUR in CNY 7,86 7,72 7,77 7,89
* Veränderung gg. Vj. in % USD in CNY 6,46 6,60 6,70 6,80
1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research13 / Economic Adviser Februar 2021
Großbritannien
Corona und der Brexit
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
Corona und der Brexit
Nach dem sehr schwierigen Jahr 2020 – die monatliche BIP-Zeitreihe für Britannien zeigt für
den Berichtsmonat November einen Rückgang der ökonomischen Aktivität um 2,6% M/M
an, was angesichts des Einbruchs während des ersten Lockdowns aber wohl noch als mode-
rate Abschwächung und sogar eher positive Überraschung angesehen werden kann – ge-
staltet sich auch der Start ins Jahr 2021 unerfreulich. Die Coronavirus-Krise bleibt ein großes
Problem; immerhin scheinen die aktuellen Wirtschaftsdaten anzudeuten, dass der zweite
Lockdown das Wirtschaftswachstum des Landes im Vergleich zum ersten Lockdown eindeu-
tig weniger zu belasten scheint. Dies passt gut zu unseren Prognosen. Das Impfprogramm
sollte sukzessive Wirkung zeigen und perspektivisch wieder eine Öffnung der britischen Öko-
nomie ermöglichen. Wie im Special erörtert hilft der Brexit-Deal in der Nachspielzeit zudem,
ein unnötiges wirtschaftliches Chaos zu verhindern – nicht mehr … aber immerhin auch nicht
weniger! Die Schockszenarien, die für den No-Deal-Fall von vielen Prognostikern „gebaut“
worden sind, können damit zu den Akten gelegt werden. Dies ist natürlich schon eine posi-
tive Nachricht.
Implikationen für die Bank of England
Der nun erzielte recht weitreichende Brexit-Deal hat auch Implikationen für die Bank of Eng-
land. Im No-Deal-Szenario hätten die Notenbanker in London den maßgeblichen Leitzins
nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit in negatives Terrain absenken müssen, was für den
einen oder anderen hochrangigen Offiziellen der Bank of England sicherlich ein Problem ge-
wesen wäre. Diese weitgehende geldpolitische Maßnahme muss nun zumindest zunächst
nicht ergriffen werden. Die Coronavirus-Krise könnte zwar noch zu einem weiteren Hand-
lungsdruck bei der Zentralbank führen, man wird an dieser Stelle aber bei Bedarf wohl eher
kreative Maßnahmen ergreifen wollen und die „Policy Rate“ möglichst nicht unter die Null-
linie fallen lassen wollen. Insofern hat der Brexit-Deal fraglos eine hohe ökonomische und
geldpolitische Bedeutung. Vor allem daher ist die Einigung zwischen London und Brüssel
ganz grundsätzlich auch stützend für das Pfund; allen Turbulenzen und Verzögerungen zum
Trotz hatte der Devisenmarkt aber doch recht frühzeitig begonnen, auf den Deal zu setzen.
Insofern war der Spielraum für Überraschungen nach der Verkündung des Abkommens
recht gering. Ein Scheitern der Gespräche hätte dagegen für viel Bewegung gesorgt und das
Pfund nachhaltiger abwerten lassen.
Fundamentalprognosen* Großbritannien Zinsen und Wechselkurse Großbritannien
2020 2021 2022 21.01. 3M 6M 12M
BIP -10,9 4,6 5,8 Reposatz 0,10 0,10 0,10 0,10
Inflation (CPI) 0,9 1,5 1,9 3M Satz 0,04 0,05 0,05 0,10
Arbeitslosenquote1 4,5 6,0 5,6 10J 0,33 0,30 0,30 0,30
Haushaltssaldo2 -18,7 -8,7 -5,5 Spread 10JBund 83 80 70 70
Leistungsbilanzsaldo2 -2,7 -3,8 -3,8 EUR in GBP 0,89 0,91 0,92 0,92
*Veränderung gg. Vj. in % GBP in USD 1,37 1,29 1,26 1,26
1 in % der Erwerbstätigen nach ILO Konzept, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research14 / Economic Adviser Februar 2021
Kanada
Bank of Canada sieht von Zinssenkung ab
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
Zweite Welle belastet das erste Quartal
Mehrere Provinzen in ganz Kanada haben sich in letzter Zeit wieder abgeschottet, da eine
zweite Welle von Covid-19 die Nation getroffen hat. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind
bereits sichtbar: Der Arbeitsmarkt hat im Dezember weitere Arbeitsplätze verloren – die
Arbeitslosenquote notiert mit aktuell 8,6 % etwa drei Prozentpunkte über dem Vorkrisenni-
veau – und der Ivey Einkaufsmanagerindex ist mit 46,7 Punkten deutlich unter die Marke
von 50 Punkten gerutscht. In der Zwischenzeit läuft die Einführung des Impfstoffs nur lang-
sam an. Einen Monat nach Beginn der Impfungen haben nur etwa 1,5 Prozent der Bevölke-
rung eine Impfung erhalten. Zwar kann der Weg zur Erholung von typischen Rezessionen
langsam sein, doch die COVID-Krise ist alles andere als typisch. Eine der wenigen guten Nach-
richten im Jahr 2020 war, dass große Teile der Wirtschaft im Sommer vergleichsweise schnell
wieder auf die Beine kamen. Während die kanadische Wirtschaft derzeit also wieder unter
der Last neuer Infektionen schwächelt, gibt es durchaus Grund zum Optimismus. Besonders
die aufgestaute Nachfrage in Form aufgeschobener Dienstleistungen dürfte vielmehr in ei-
ner Welle konsumiert werden als in einem Rinnsal. Das erste Quartal 2021 wird aufgrund
der zweiten Welle sehr wahrscheinlich negativ ausfallen, aber es gibt Grund zur Annahme,
dass dies durch eine schnellere Erholung später im Jahr 2021 wieder kompensiert wird.
Bank of Canada sieht von Zinssenkung ab
Die kanadische Zentralbank hat auf ihrer letzten Ratssitzung keine Anpassung am kurzfristi-
gen Zins vorgenommen. Zwar gab es im Vorfeld Spekulationen um eine „Mikrozinssenkung“
von 10bp – eine entsprechende 20 % Wahrscheinlichkeit war am Markt auch eingepreist
worden – doch machten die jüngeren ökonomischen Entwicklungen eine Zinssenkung aus
unserer Sicht nicht wirklich notwendig. Erstens haben sich die Ölpreise kräftig erholt. Da
Kanada ein wichtiger Ölexporteur ist, dürfte dies zumindest einen Teil des wirtschaftlichen
Schadens begrenzen. Darüber hinaus steht in den USA ein sehr umfangreiches staatliches
Ausgabenprogramm bevor, das angesichts der engen Handelsbeziehungen zwischen den
Ländern zwangsläufig auch Kanada zu Gute kommen wird. Das vielleicht größte Argument
gegen eine Zinssenkung ist jedoch, dass man unbedingt verhindern möchte, dem Markt zu
signalisieren, keine Feuerkraft mehr zu haben. Überhaupt könnte eine weitere Zinssenkung
den ohnehin schon heißen kanadischen Immobilienmarkt weiter anheizen und somit die Ri-
siken für die Finanzstabilität erhöhen.
Fundamentalprognosen* Kanada Zinsen und Wechselkurse Kanada
2020 2021 2022 21.01. 3M 6M 12M
BIP -5,7 4,4 3,6 O/N Zielsatz 0,25 0,25 0,25 0,25
Inflation 0,7 1,7 1,9 3M Satz 0,06 0,15 0,20 0,20
Arbeitslosenquote1 9,5 7,9 6,3 10J 0,87 0,80 0,80 0,90
Haushaltssaldo2 -14,0 -5,5 -2,9 Spread 10JBund 137 130 120 130
Leistungsbilanzsaldo2 -2,0 -2,2 -1,9 EUR in CAD 1,54 1,52 1,51 1,51
*Veränderung gg. Vj. in % USD in CAD 1,26 1,30 1,30 1,30
1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research15 / Economic Adviser Februar 2021
Australien
Die Erholung in Down Under setzt sich weiter fort
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen
Covid-19 bleibt bis auf wenige lokale Ausbrüche eingedämmt
Australien scheint (neben China und auch Indien) eines der wenigen größeren Länder zu
sein, das angesichts recht niedriger Neuinfektionszahlen den Weg aus der Corona-Krise be-
reits wieder klar vor sich sehen kann. Die „zweite“ Welle der Ausbreitung des Coronavirus
im Juli und August konnte durch massive Maßnahmen gebrochen werden – vereinzelte „Hot
Spots“ müssen dennoch lokal immer wieder restriktiv behandelt werden. Der Sommer auf
der Südhalbkugel verschafft dem Land Luft, bis perspektivisch die startende Impfkampagne
für noch mehr Entspannung sorgen sollte. Zudem hatten die zwischenzeitlichen Restriktio-
nen für weniger starke Beeinträchtigungen als befürchtet gesorgt: Dem Einbruch des BIP um
-7,0% Q/Q im II. Quartal folgte ein Rebound im III. Quartal um 3,3% Q/Q. Mit den nun rück-
gängig gemachten Lockdown-Maßnahmen verbessern sich die Aussichten zunehmend, so
dass sich der Aufschwung auch im IV. Quartal fortgesetzt haben sollte. Die Umfragen zur
Unternehmensstimmung als Frühindikatoren zeigten in der Summe mit ihren Niveaus auf
anhaltend optimistische Aussichten der befragten Firmen hin. Der Arbeitsmarkt konnte mit
deutlichen Beschäftigungszuwächsen von Oktober bis Dezember positiv überzeugen, so
dass auch die Arbeitslosenquote wieder auf 6,6% zurückging. Erfreulicherweise zogen die
Einzelhandelsumsätze im November massiv an – die fiskal- und geldpolitischen Unterstüt-
zungsmaßnahmen dürften wirken. Auch die erhöhten Ersparnisse der privaten Haushalte
sollten zukünftig einen verstärkten Konsum erlauben, andererseits könnten weiterhin nur
moderate Lohnzuwächse den finanziellen Spielraum der privaten Haushalte begrenzen.
Internationale Einflüsse, der australische Dollar und die Vorgehensweise der RBA
Auf der Makro-Ebene kommt die Erholung Chinas der australischen (Export-)Wirtschaft zu
Gute, andererseits bleiben aber die bilateralen Beziehungen angespannt. Stabilisierte Roh-
stoffpreise stützen die (Bergbau-)Wirtschaft Australien, wohingegen der anhaltend feste
australische Dollar den Exportsektor durchaus belastet. Die Stärke des von dem rückläufigen
Pessimismus der Finanzmarktteilnehmer profitierenden australischen Dollar muss die Re-
serve Bank of Australia genauso berücksichtigen wie Safe-Haven Gesichtspunkte, die Roh-
stoffpreise und die Konjunktur in China. Die RBA scheint nach der noch im November vor-
genommenen kleinen Zinssenkung auf 0,10% und der Verkündigung von zusätzlichen Anlei-
heaufkäufen bald wieder über ein Auslaufen oder zumindest einer Reduzierung dieses QE-
Programms nachzudenken. Letzteres könnte schon in diesem Jahr – je nach konjunktureller
Lage – erfolgen, wohingegen der Leitzins wohl längere Zeit unangetastet bleibt.
Fundamentalprognosen* Australien Zinsen und Wechselkurse Australien
2020 2021 2022 21.01. 3M 6M 12M
BIP -3,0 3,6 3,0 Cash target rate 0,10 0,10 0,10 0,10
Inflation 0,7 1,5 1,6 3M Satz 0,01 0,10 0,10 0,15
Arbeitslosenquote1 6,7 6,8 6,0 10J 1,04 1,05 1,10 1,20
Haushaltssaldo2 -8,3 -10,0 -5,0 Spread 10JBund 153 155 150 160
Leistungsbilanzsaldo2 2,0 0,7 0,2 EUR in AUD 1,57 1,60 1,63 1,63
*Veränderung gg. Vj. in % USD in AUD 0,78 0,73 0,72 0,72
1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP
Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research16 / Economic Adviser Februar 2021
Portfoliostrategien
Zinsstrukturkurve Euroland
Renditen und Prognosen (Bunds/Swap) Prognosen Zinsstrukturkurve (Bunds)
Renditen (in %) NORD/LB Prognose auf Sicht von
1,00 %
Aktuell 3M 6M 12M
3M -0,54 -0,55 -0,55 -0,55 0,75
1J -0,62 -0,65 -0,65 -0,65 0,50
2J -0,70 -0,70 -0,70 -0,70
3J -0,74 -0,74 -0,73 -0,71 0,25
4J -0,73 -0,72 -0,72 -0,69 0,00
5J -0,70 -0,70 -0,70 -0,65
6J -0,70 -0,67 -0,65 -0,61 -0,25
7J -0,66 -0,63 -0,61 -0,56 -0,50
8J -0,61 -0,59 -0,55 -0,51
9J -0,56 -0,54 -0,48 -0,46 -0,75
10J -0,50 -0,50 -0,40 -0,40 -1,00
2J (Swap) -0,52 -0,50 -0,50 -0,50 3M 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
5J (Swap) -0,42 -0,45 -0,40 -0,40
Aktuell 3M 6M 12M
10J (Swap) -0,19 -0,20 -0,10 -0,10
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Prognosen und Total Returns Erwartete Total Returns
Total Returns (in %) auf Sicht von… in %
0,5
3M 6M 12M
3M -0,14 -0,27 -0,55
1J -0,13 -0,29 -0,62 0,0
2J -0,20 -0,39 -0,75
3J -0,20 0,04 -0,80
4J -0,19 -0,37 -0,77 -0,5
5J -0,15 -0,30 -0,73
6J -0,27 -0,46 -0,92
-1,0
7J -0,29 -0,52 -0,95
8J -0,24 -0,54 -0,96
9J -0,16 -0,62 -0,91 -1,5
10J 0,01 -0,78 -0,82 3M 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
3M 6M 12M
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Der Total Return misst den absoluten Ertrag einer Anlage im betrachteten Zeithorizont unter Berücksichtigung der
zeitanteiligen Rendite zuzüglich der aufgrund der prognostizierten Zinsstrukturkurvenveränderung zu erwartenden
Kursgewinne bzw. –verluste.17 / Economic Adviser Februar 2021
Portfoliostrategien
Zinsstrukturkurve international: 3-Monats- & 12-Monatssicht
Auf 3-Monatssicht
Erwartete Total Returns (in %) in Euro Erwartete Total Returns (in %) in Landeswährung
EUR USD GBP JPY CHF USD GBP JPY CHF
1J -0,1 4,0 -2,8 1,4 -0,4 1J 0,0 -0,1 -0,1 -0,1
2J -0,2 3,9 -2,8 1,4 -0,4 2J -0,1 -0,2 -0,1 0,0
3J -0,2 3,8 -2,8 1,4 -0,3 3J -0,2 -0,2 -0,1 0,0
4J -0,2 3,8 -3,0 1,3 -0,2 4J -0,1 -0,3 -0,3 0,1
5J -0,1 4,0 -3,0 1,2 -0,1 5J 0,0 -0,4 -0,4 0,1
6J -0,3 4,2 -3,1 1,1 -0,1 6J 0,3 -0,4 -0,5 0,2
7J -0,3 4,1 -2,9 1,0 -0,2 7J 0,1 -0,2 -0,5 0,1
8J -0,2 3,9 -2,7 1,0 -0,1 8J 0,0 -0,1 -0,5 0,1
9J -0,2 3,9 -2,3 1,2 -0,1 9J -0,1 0,3 -0,3 0,2
10J 0,0 4,1 -2,3 1,5 0,1 10J 0,1 0,3 -0,1 0,4
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Auf 12-Monatssicht
Erwartete Total Returns (in %) in Euro Erwartete Total Returns (in %) in Landeswährung
EUR USD GBP JPY CHF USD GBP JPY CHF
1J -0,6 5,0 -3,8 -1,8 -2,0 1J 0,1 -0,1 -0,1 -0,8
2J -0,7 4,9 -4,0 -1,9 -2,0 2J 0,1 -0,3 -0,3 -0,8
3J -0,8 4,9 -3,9 -1,8 -1,8 3J 0,1 -0,2 -0,2 -0,6
4J -0,8 4,9 -4,0 -1,9 -1,8 4J 0,1 -0,3 -0,3 -0,6
5J -0,7 4,7 -4,1 -2,0 -1,8 5J -0,1 -0,4 -0,4 -0,6
6J -0,9 4,7 -4,0 -2,1 -1,8 6J -0,2 -0,4 -0,5 -0,6
7J -0,9 4,8 -3,8 -2,2 -1,9 7J -0,1 -0,1 -0,6 -0,7
8J -1,0 4,5 -3,6 -2,2 -1,9 8J -0,3 0,1 -0,6 -0,7
9J -0,9 4,2 -3,1 -2,1 -1,8 9J -0,7 0,6 -0,5 -0,7
10J -0,8 3,1 -3,1 -1,9 -1,7 10J -1,7 0,7 -0,3 -0,5
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Der Total Return misst den absoluten Ertrag einer Anlage im betrachteten Zeithorizont unter Berücksichtigung der
zeitanteiligen Rendite zuzüglich der aufgrund der prognostizierten Zinsstrukturkurven- und Wechselkursveränderung
zu erwartenden Kursgewinne bzw. –verluste.18 / Economic Adviser Februar 2021
Portfoliostrategien
Aktienmarktstrategie; 3-Monats-, 6-Monats- & 12-Monatssicht
Werte und Performance
Wert am Stand Performance seit
Index 21.01.2021 Vormonat Jahresbeginn Vormonat Jahresbeginn
DAX 13.906,67 13.718,78 13.718,78 1,37% 1,37%
MDAX 31.748,97 30.796,26 30.796,26 3,09% 3,09%
EuroSTOXX50 3.618,35 3.552,64 3.552,64 1,85% 1,85%
STOXX50 3.196,71 3.108,30 3.108,30 2,84% 2,84%
STOXX600 410,89 399,03 399,03 2,97% 2,97%
Dow Jones 31.188,38 30.606,48 30.606,48 1,90% 1,90%
S&P 500 3.851,85 3.756,07 3.756,07 2,55% 2,55%
Nikkei 28.756,86 27.444,17 27.444,17 4,78% 4,78%
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Prognosen Indizes EuroSTOXX50 und S&P500
NORD/LB Prognose 4000 4000
Index
auf Sicht von ... 3800 3800
3M 6M 12M
3600 3600
DAX 13.200 13.500 13.800
3400 3400
MDAX 29.500 30.100 30.800
EuroSTOXX50 3.420 3.460 3.570 3200 3200
STOXX50 3.025 3.050 3.150 3000 3000
STOXX600 390 395 405 2800 2800
Dow Jones 30.000 30.500 31.000 2600 2600
S&P 500 3.700 3.750 3.800 2400 2400
Nikkei 27.500 27.750 28.250 2200 2200
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
2000 2000
22.01.2020 22.04.2020 22.07.2020 22.10.2020 22.01.2021
EuroSTOXX50 200-Tage-Linie
S&P 500 (r.S.) 200-Tage-Linie (r.S.)
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Redaktionsschluss für Daten, Prognosen und Texte war Freitag, 22. Januar 2021.
Der nächste Economic Adviser erscheint am 19. Februar 2021.19 / Economic Adviser Februar 2021
Übersicht Prognosen
Fundamentalprognosen
in % BIP Wachstum Inflationsrate Arbeitslosenquote1 Haushaltssaldo2
2020 2021 2022 2020 2021 2022 2020 2021 2022 2020 2021 2022
USA -3,6 3,6 2,1 1,3 2,4 2,4 8,1 6,0 5,5 -19,5 -11,1 -7,0
Euroland -7,1 4,3 4,2 0,3 1,1 1,5 8,0 8,3 7,9 -9,2 -5,8 -3,9
Deutschland -5,0 3,5 4,1 0,4 1,3 1,6 5,9 6,0 5,5 -4,8 -4,7 -1,2
Japan -5,3 2,6 1,9 0,0 0,1 0,5 2,8 3,1 2,9 -13,0 -8,0 -5,4
Großbritannien -10,9 4,6 5,8 0,9 1,5 1,9 4,5 6,0 5,6 -18,7 -8,7 -5,5
Schweiz -3,2 3,1 3,7 -0,7 -0,1 0,4 3,1 3,5 3,3 -4,0 -2,2 -0,6
China 2,3 8,0 5,5 1,6 1,6 2,3 3,8 3,6 3,6 -6,7 -5,8 -4,3
Kanada -5,7 4,4 3,6 0,7 1,7 1,9 9,5 7,9 6,3 -14,0 -5,5 -2,9
Australien -3,0 3,6 3,0 0,7 1,5 1,6 6,7 6,8 6,0 -8,3 -10,0 -5,0
Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen (Deutschland: BA-Definition), 2 in % des BIP
Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
Leitzinsen Wechselkurse
In % 21.01.21 3M 6M 12M EUR in… 21.01.21 3M 6M 12M
USD 0,25 0,25 0,25 0,25 USD 1,22 1,17 1,16 1,16
EUR 0,00 0,00 0,00 0,00 JPY 126 124 125 128
JPY -0,10 -0,10 -0,10 -0,10 GBP 0,89 0,91 0,92 0,92
GBP 0,10 0,10 0,10 0,10 CHF 1,08 1,08 1,08 1,09
CHF -0,75 -0,75 -0,75 -0,75 CNY 7,86 7,72 7,77 7,89
CNY 1,50 1,50 1,50 1,50 CAD 1,54 1,52 1,51 1,51
CAD 0,25 0,25 0,25 0,25 AUD 1,57 1,60 1,63 1,63
AUD 0,10 0,10 0,10 0,10
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Zinsen (Staatsanleihen)
3M-Sätze Renditen 2J Renditen 5J Renditen 10J
21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M
USD 0,22 0,25 0,25 0,30 0,12 2,60 0,20 0,25 0,45 0,50 0,60 0,80 1,11 1,10 1,25 1,55
EUR -0,54 -0,55 -0,55 -0,55 -0,70 -0,70 -0,70 -0,70 -0,70 -0,70 -0,70 -0,65 -0,50 -0,50 -0,40 -0,40
JPY -0,07 0,05 0,05 0,10 -0,14 -0,10 -0,10 -0,10 -0,12 -0,04 -0,04 -0,03 0,03 0,05 0,05 0,10
GBP 0,04 0,05 0,05 0,10 -0,11 -0,05 -0,05 0,00 -0,02 0,08 0,08 0,11 0,33 0,30 0,30 0,30
CHF -0,76 -0,75 -0,75 -0,75 -0,79 -0,85 -0,80 -0,80 -0,65 -0,70 -0,65 -0,60 -0,45 -0,50 -0,45 -0,40
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Spreads (Bp)
3M EURIBOR 2J Bund 5J Bund 10J Bund
21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M 21.01. 3M 6M 12M
USD 76 80 80 85 82 90 90 95 114 120 130 145 160 160 165 195
JPY 47 60 60 65 56 60 60 60 58 66 66 63 52 55 45 50
GBP 58 60 60 65 59 65 65 70 68 78 78 76 83 80 70 70
CHF -22 -20 -20 -20 -9 -15 -10 -10 5 0 5 5 5 0 -5 0
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research20 / Economic Adviser Februar 2021
Anhang
Ansprechpartner in der NORD/LB
Macro Research
Dr. Martina Noss
Leitung Research/Volkswirtschaft
+49 511 361-2008
martina.noss@nordlb.de
Christian Lips
Chefvolkswirt
Head of Macro Research
+49 511 361-2980
+49 172 735 1531
christian.lips@nordlb.de
Tobias Basse
Macro Research
+49 511 361-9473
tobias.basse@nordlb.de
Bernd Krampen
Macro Research
+49 511 361-9472
bernd.krampen@nordlb.de
unter Mitwirkung von: Daniel von Ahlen21 / Economic Adviser Februar 2021
Sales Trading
Institutional Sales +49 511 9818-9440 Covereds/SSA +49 511 9818-8040
Sales Sparkassen &
+49 511 9818-9400 Financials +49 511 9818-9490
Regionalbanken
Sales MM/FX +49 511 9818-9460 Governments +49 511 9818-9660
Sales Europe +352 452211-515 Länder/Regionen +49 511 9818-9550
Sales Asia +65 64 203131 Frequent Issuers +49 511 9818-9640
Origination & Syndicate Sales Wholesale Customers
Origination FI +49 511 9818-6600 Firmenkunden +49 511 361-4003
Origination Corporates +49 511 361-2911 Asset Finance +49 511 361-8150
Treasury
Collat. Management/Repos +49 511 9818-9200
+49 511 9818-9620
Liquidity Management +49 511 9818-965022 / Economic Adviser Februar 2021 Wichtige Hinweise Diese Studie (nachfolgend als „Information“ bezeichnet) ist von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“) erstellt worden. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank („EZB“), Sonnemannstraße 20, D-60314 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. Sofern Ihnen diese Information durch Ihre Sparkasse überreicht worden ist, un- terliegt auch diese Sparkasse der Aufsicht der BaFin und ggf. auch der EZB. Eine Überprüfung oder Billigung dieser Präsentation oder der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht erfolgt. Diese Information richtet sich ausschließlich an Empfänger in Deutschland, Australien, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Grie- chenland, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik China (Taiwan), Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Vietnam und Zypern (nachfolgend als „relevante Personen“ oder „Empfänger“ bezeichnet). Die Inhalte dieser Information werden den Empfängern auf streng vertraulicher Basis gewährt und die Empfänger erklären mit der Entgegennahme dieser Information ihr Einverständnis, diese nicht ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der NORD/LB an Dritte weiterzugeben, ganz oder in Teilen zu kopieren oder in andere Sprachen zu übersetzen und/oder zu reprodu- zieren. Diese Information ist nur an die relevanten Personen gerichtet und andere Personen als die relevanten Personen dürfen nicht auf die Angaben in dieser Information vertrauen. Insbesondere darf weder diese Information noch eine Kopie hiervon nach Japan oder in die Vereinigten Staaten von Amerika oder in ihre Territorien oder Besitztümer gebracht oder übertragen oder an Mitarbeiter oder an verbundene Gesellschaften in diesen Rechtsordnungen ansässiger Empfänger verteilt werden. Bei dieser Information handelt es sich nicht um eine Anlageempfehlung/Anlagestrategieempfehlung, sondern um eine lediglich Ihrer allgemeinen Information dienende Werbemitteilung. Aus diesem Grund ist diese Information nicht unter Berücksichtigung aller besonderen gesetzlichen Anfor- derungen an die Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen erstellt worden. Ebenso we- nig unterliegt diese Information dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung, wie dies für Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen gilt. Die hierin enthaltenen Informationen wurden ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und werden ausschließlich zu Informationszwecken bereitgestellt. Es ist nicht beabsichtigt, dass diese Information einen Anreiz für Investitionstätigkeiten darstellt. Sie wird für die persönliche Informa- tion des Empfängers mit dem ausdrücklichen, durch den Empfänger anerkannten Verständnis bereitgestellt, dass sie kein direktes oder indirektes Angebot, keine Empfehlung, keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf sowie keine Aufforderung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten und keine Maßnahme, durch die Finanzinstrumente angeboten oder verkauft werden könnten, darstellt. Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen sind Quellen entnommen, die von der NORD/LB für zu- verlässig erachtet wurden. Für die Erstellung dieser Information nutzen wir emittentenspezifisch jeweils Finanzdatenanbieter, eigene Schätzungen, Unternehmensangaben und öffentlich zugängliche Medien. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird, kann die NORD/LB keine Gewähr oder Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen übernehmen. Die aufgrund dieser Quellen in der vorstehenden Information geäußerten Meinungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile dar. Verände- rungen der Prämissen können einen erheblichen Einfluss auf die dargestellten Entwicklungen haben. Weder die NORD/LB, noch ihre Organe oder Mitarbeiter können für die Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der Informationen oder für einen Renditeverlust, indirekte Schäden, Folge- oder sonstige Schäden, die Personen entstehen, die auf die Informationen, Aussagen oder Meinungen in dieser Information vertrauen (unabhängig davon, ob diese Verluste durch Fahrlässigkeit dieser Personen oder auf andere Weise entstanden sind), die Gewähr, Verantwortung oder Haftung übernehmen. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Währungskurse, Kursschwankungen der Finanzinstru- mente und ähnliche Faktoren können den Wert, Preis und die Rendite der in dieser Information in Bezug genommenen Finanzinstrumente oder darauf bezogener Instrumente negativ beeinflussen. Im Zusammenhang mit Wertpapieren (Kauf, Verkauf, Verwahrung) fallen Gebühren und Pro- visionen an, welche die Rendite des Investments mindern. Die Bewertung aufgrund der historischen Wertentwicklung eines Wertpapiers oder Finanzinstruments lässt sich nicht zwingend auf dessen zukünftige Entwicklung übertragen. Diese Information stellt keine Anlage-, Rechts-, Bilanzierungs- oder Steuerberatung sowie keine Zusicherung dar, dass ein Investment oder eine Strategie für die individuellen Verhältnisse des Empfängers geeignet oder angemessen ist, und kein Teil dieser Information stellt eine persönliche Empfehlung an einen Empfänger der Information dar. Auf die in dieser Information Bezug genommenen Wertpapiere oder sonstigen Finanzinstru- mente sind möglicherweise nicht für die persönlichen Anlagestrategien und -ziele, die finanzielle Situation oder individuellen Bedürfnisse des Emp- fängers geeignet. Ebenso wenig handelt es sich bei dieser Information im Ganzen oder in Teilen um einen Verkaufs- oder anderweitigen Prospekt. Dementsprechend stellen die in dieser Information enthaltenen Informationen lediglich eine Übersicht dar und dienen nicht als Grundlage einer möglichen Kauf- oder Verkaufsentscheidung eines Investors. Eine vollständige Beschreibung der Einzelheiten von Finanzinstrumenten oder Geschäften, die im Zusam- menhang mit dem Gegenstand dieser Information stehen könnten, ist der jeweiligen (Finanzierungs-) Dokumentation zu entnehmen. Soweit es sich bei den in dieser Information dargestellten Finanzinstrumenten um prospektpflichtige eigene Emissionen der NORD/LB handelt, sind allein verbind- lich die für das konkrete Finanzinstrument geltenden Anleihebedingungen sowie der jeweilig veröffentlichte Prospekt und das jeweilige Registrie- rungsformular der NORD/LB, die insgesamt unter www.nordlb.de heruntergeladen werden können und die bei der NORD/LB, Georgsplatz 1, 30159 Hannover kostenlos erhältlich sind. Eine eventuelle Anlageentscheidung sollte in jedem Fall nur auf Grundlage dieser (Finanzierungs-) Dokumen- tation getroffen werden. Diese Information ersetzt nicht die persönliche Beratung. Jeder Empfänger sollte, bevor er eine Anlageentscheidung trifft, im Hinblick auf die Angemessenheit von Investitionen in Finanzinstrumente oder Anlagestrategien, die Gegenstand dieser Information sind, sowie für weitere und aktuellere Informationen im Hinblick auf bestimmte Anlagemöglichkeiten sowie für eine individuelle Anlageberatung einen unabhän- gigen Anlageberater konsultieren. Jedes in dieser Information in Bezug genommene Finanzinstrument kann ein hohes Risiko einschließlich des Kapital-, Zins-, Index-, Währungs- und Kreditrisikos, politischer Risiken, Zeitwert-, Rohstoff- und Marktrisiken aufweisen. Die Finanzinstrumente können einen plötzlichen und großen
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