Energiewende Es grünt zu grün Vermögens-Ungleichheit Fakten kontern Meinungen - Vereinigung Bergischer ...

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Energiewende Es grünt zu grün Vermögens-Ungleichheit Fakten kontern Meinungen - Vereinigung Bergischer ...
Jahresmagazin 2020

Energiewende       Digitale Kompetenz       Vermögens-Ungleichheit
Es grünt zu grün   Bildungsaufbruch jetzt   Fakten kontern Meinungen
Energiewende Es grünt zu grün Vermögens-Ungleichheit Fakten kontern Meinungen - Vereinigung Bergischer ...
Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e. V. – VBU®
Internet: www.vbu-net.de
E-Mail: info@vbu-net.de

Haus der VBU®, Wuppertal:
Wettinerstraße 11, 42287 Wuppertal; Postfach 20 01 53, 42201 Wuppertal
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Mitgliedsverbände:
Verband von Arbeitgebern im Bergischen Land e. V. (VABI)
Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Wuppertal und Niederberg e. V.
Arbeitgeberverband der chemischen Industrie im Bergischen Land e. V.
Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Großhandel – Außenhandel – Dienstleistung Bergisch Land e. V.
Verband der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.
Arbeitgeberverband Solingen e. V.
Arbeitgeberverband der rechtsrheinischen und westfälischen Kalk- und Dolomitindustrie e. V.
Arbeitgeberverband der Deutschen Lederindustrie e. V.
Arbeitgeberverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie Bergisch Land e. V.
Arbeitgeberverband für das Verkehrs- und Transportgewerbe im Bergischen Land e. V.

In Bürogemeinschaft:
Unternehmensverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie Nordrhein e. V.

Impressum
© 2020
IW Medien GmbH, Köln · Berlin
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln

Autoren: Stephan Hochrebe (Energiewende, Handelspartner China, Digitale Kompetenz,
Vermögens-Ungleichheit), Clara Walter (Bergische Universität)

Redaktion: Markus von Dreusche, Stephan Hochrebe, Frank R. Witte

Titelfoto: Siemens AG; neuartige Transformatoren wie diese ermöglichen die Übertragung von Höchstspannungs-
Gleichstrom – wichtig gerade auch für die Energiewende.

Weitere Fotos: Adobe Stock (3, 12), Coroplast (3, 8), dpa Picture-Alliance (3, 16), krischerfotografie (3, 11),
Rüdiger Nehmzow/Bergische Universität (14), Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. (4, 6, 7)
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Inhalt

Unsere Verbandsgruppe
Passgenauer Service in Krisenzeit                                            4

Energiewende
Es grünt zu grün                                                            8
„Das Thema Klima neu bewerten“                                             10

Handelspartner China
Was wird aus dem Hoffnungsträger?                                           11

Digitale Kompetenz
Bildungsaufbruch jetzt                                                      12

Bergische Universität
Hochschule mit Strahlkraft                                                  14

Vermögens-Ungleichheit
Fakten kontern Meinungen                                                    16

Organigramm                                                                 18

  8                                          11

Energiewende                              Handelspartner China

 12                                         16

Digitale Kompetenz                        Vermögens-Ungleichheit

                                     V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
Energiewende Es grünt zu grün Vermögens-Ungleichheit Fakten kontern Meinungen - Vereinigung Bergischer ...
Von Arbeitsrecht bis Nachwuchs-
werbung reicht das VBU-Angebot
für die mehr als 600 Mitglieds­
betriebe.
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Unsere Verbandsgruppe
Passgenauer Service in Krisenzeit
Wer hätte beim letzten Jahreswechsel geglaubt, dass          März reagiert und als wichtigste Maßnahme die Regeln
drei Monate später die (Welt-)Wirtschaft in rasanter         zur Gewährung von Kurzarbeitergeld rückwirkend ab
Weise auf eine nie gekannte Rezession zusteuert? Nie-        1. März 2020 modifiziert. Durch Kurzarbeitergeld – als
mand. Dennoch steht schon heute fest: Das Corona-Virus       teilweisen Ersatz für den durch einen vorübergehenden
wird unser Leben einschneidender prägen und beein-           Arbeitsausfall entfallenden Lohn – können Kündigungen
flussen als die Lehman-Pleite vor zwölf Jahren. Während      vermieden und Belegschaften auch bei Auftragsausfäl-
seinerzeit primär „nur“ die Bank- und Finanzwelt betrof-     len weiter beschäftigt werden.
fen waren, sind heute in der Realwirtschaft sowohl auf
der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite über           Die wichtigsten Neuerungen im Einzelnen:
viele Branchen hinweg tiefgreifende Störungen zu ver-        ■ Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindes-

zeichnen. Wenn Geschäfte nicht öffnen (dürfen) und             tens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgelt-
Umsätze verlieren und Verbraucher andererseits um ih-          ausfall von mindestens 10 Prozent haben.
ren Arbeitsplatz bangen und Sozialkontakte möglichst         ■ Bei Arbeitgebern anfallende Sozialversicherungsbei-

einschränken sollen, stehen beide Seiten als Verlierer da.     träge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu
                                                               100 Prozent erstattet.
Sukzessive Einschränkungen des gesellschaftlichen            ■ Im Rahmen einer Flexibilisierung der Arbeitszeit kann

und wirtschaftlichen Lebens                                    auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet
Die Entwicklung liest sich wie folgt: Mangels verfügba-        werden.
rer Medikamente gegen das Corona-Virus können Exper-
ten derzeit primär nur auf eine Verlangsamung der Aus-       Deutlich gestiegener Informations- und Beratungs­
breitung der Erkrankung setzen. Dies wiederum führte         bedarf bei Unternehmen
zunächst zu mehrwöchigen Schul- und Kita-Schließun-          Über diese und zahlreiche andere Entwicklungen – wie
gen, die berufstätige Eltern und deren Betriebe vor nicht    zum Beispiel Liquiditätshilfen, staatliche Bürgschaften
unerhebliche praktische Schwierigkeiten stellten.            oder Steuerstundungsmöglichkeiten – haben wir unse-
                                                             re Mitgliedsfirmen zum Teil tagesaktuell unterrichtet.
Infolge des weiteren Verbots größerer Menschenan-            Die Palette der Anfragen reichte von Krankschreibungen
sammlungen mussten wenig später Läden, Restaurants           über Kurzarbeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, Mus-
etc. schließen. Arbeitnehmer, die aus bekannten Corona-      terbetriebsvereinbarungen bis hin zur Stundung von
Hotspots einreisten, wurden teilweise unter Quarantä-        Sozialversicherungsbeiträgen. Die Abrufzahlen der an-
ne gestellt, ebenso wie solche Personen, die Kontakte zu     gebotenen Unterlagen haben dabei alles bisher Bekann-
Infizierten hatten. Dass bei einer Pandemie in einer glo-    te übertroffen. Insbesondere haben sich erstmals auch
balisierten Welt mit Just-in-time-Produktionen zudem         viele Mitglieder um einen Zugang zu unserem Arbeit­
irgendwann Lieferketten unterbrochen werden, darf            geberNet bemüht, einer Informationsquelle, die zuvor
niemanden verwundern. Inzwischen stehen zahlreiche           von ihnen noch gar nicht genutzt wurde (siehe unten).
Unternehmen still, zumal es – wie zum Beispiel in der
Automobilindustrie – zusätzliche Absatzschwierigkeiten       Darüber hinaus muss trotz aller belastenden Umstän-
gibt. Ebenso wird klar, dass sich an der skizzierten Situ-   de festgestellt werden, dass sich zumindest in Teilen
ation so rasch nichts ändern wird. Durch (Ein-)Reisever-     wichtige Sozialpartner verantwortungsvoll mit den ge-
bote und Eventabsagen stehen Airlines, die Tourismus-        gebenen Verhältnissen auseinandergesetzt haben. So
branche, Kulturschaffende, ja selbst erfolgsverwöhnte        wurde im Metallbereich keine weitere Entgelterhöhung
Fußball-Clubs vor Verwerfungen, wenn „Geisterspiele“         bis zum Jahresende vereinbart. Und auch in der Chemi-
oder gar ein vorzeitiges Saisonende drohen.                  schen Industrie wurden Vereinbarungen getroffen, mit
                                                             denen kurzfristig sowohl die Liquidität der Unterneh-
Schnelles Eingreifen der Politik                             men als auch die Beschäftigung der Arbeitnehmer ge-
Urplötzlich steht jedenfalls nach zehn erfolgsverwöhn-       sichert werden sollen. Dies lässt hoffen, ebenso wie der
ten Jahren mit signifikanten Entgeltsteigerungen jetzt       Umstand, dass bei tiefgreifenden Konjunktureinbrüchen
das Thema „Existenzsicherung“ wieder auf der Tages-          irgendwann auch ein sehr rascher Wiederaufbau durch
ordnung der Politik. Die Bundesregierung hat Mitte           Nachholeffekte eintreten kann.

                                                                                V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
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6                                                                                                            UNSERE VERBANDSGRUPPE

    Verbesserter Service der Verbandsgruppe:                              zudem alle Rundschreiben und die aktuellen Tarifver-
    ArbeitgeberNet neu strukturiert und erweitert                         träge zugänglich. Darüber hinaus sind in der Kategorie
    Noch einmal zurück zum ArbeitgeberNet, das unsere                     ­„Betriebsvereinbarungen“ viele Muster zu unterschied-
    Verbandsgruppe seit vielen Jahren den Mitgliedsfirmen                  lichen Themen abrufbar. Die Kategorie „Personalunterla-
    zusätzlich zum Internetauftritt der Vereinigung Bergi-                 gen“ wurde thematisch neu geordnet. Darunter finden
    scher Unternehmerverbände e.V. (www.vbu-net.de)                        sich Arbeitsvertragsmuster bezüglich ausgewählter
    anbietet. Es dient der Unterstützung unserer Mitglieds-                Themenbereiche, Zusatzvereinbarungen, verschiedene
    unternehmen im Rahmen ihrer täglichen Arbeit. Dabei                    Checklisten und Informationen zur Personalarbeit, zum
    werden aktuelle Rundschreiben aus den Bereichen Tarif-,                Gesundheitsschutz sowie zur Arbeitszeit, die betrieblich
    Sozial- und Arbeitsrecht, Themen der aktuellen Recht-                  genutzt werden können. Die Vertragsmuster werden
    sprechung, Arbeitswirtschaft, Arbeits- und Gesundheits-                bei Änderungen der Rechtsprechung und der tariflichen
    schutz, Aus- und Weiterbildung sowie umfangreiche                      Regelungen angepasst. Damit sind nunmehr sämtliche
    Personalunterlagen zur Verfügung gestellt.                             Personalunterlagen im ArbeitgeberNet zum Arbeits-
                                                                           recht und zu Themen der Arbeitswirtschaft unter einer
    Zur Verbesserung unseres Angebotes haben wir das Ar-                   Kategorie zu finden.
    beitgeberNet neu strukturiert und erweitert. Hinzuge-
    kommen ist der „Tipp der Woche“, der aktuelle Themen                  Zusätzlich steht unseren Mitgliedsunternehmen ein
    wöchentlich aufgreift und Arbeitsmaterialien in Form                  umfangreiches und erweitertes Umfrage- und Statistik-
    von Checklisten, Mustern oder Anleitungen anbietet.                   Modul zur Verfügung. Es ermöglicht ihnen bei der Be-
    Als digitales Nachschlagewerk können unsere Mitglieds-                teiligung an einer Umfrage das unmittelbare Auswer-
    unternehmen in der Kategorie „VBU® Wissen“ ausführ­                   tungsergebnis einzusehen. Alle von uns angebotenen
    liche Informationen zu verschiedenen arbeitsrechtlichen               Informationsveranstaltungen können über Arbeitgeber
    und arbeitswirtschaftlichen Themen auf zusammenge-                    Net in der Kategorie „Veranstaltungen“ gebucht werden.
    nommen über 1.000 Seiten nachlesen oder downloaden.                   Präsentationen unserer Informationsveranstaltungen
    Die Kategorie wird entsprechend der laufenden Recht-                  und zu diversen Grundlagenthemen sind zeitnah nach
    sprechung regelmäßig aktualisiert. Wie bisher sind                    der Veranstaltung abrufbar.

    Bergischer Unternehmertag zeigt Szenarien für die Zukunft
    „Utopien!?“ lautete das Thema des Bergischen Unterneh-                Der Bergische Unternehmertag widmete sich thematisch
    mertages 2019. Rund 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik und             Zukunftsszenarien und Utopien, die immer schneller
    Gesellschaft konnte die Vereinigung Bergischer Unter-                 Realität werden. Autonome Mobilität, 3D-Druck, Cobots,
    nehmerverbände (VBU®) in der Historischen Stadthalle                  Big Data und Künstliche Intelligenz spielen bereits heute
    Wuppertal begrüßen. Die Tagung wird alle zwei Jahre von               eine Schlüsselrolle. Sie beeinflussen mit ihrem Potenzial
    der VBU® gemeinsam mit dem Arbeitgeber-Verband von                    Geschäftsmodelle, Produktionsverfahren und unsere
    Remscheid und Umgebung durchgeführt.                                  Arbeitswelt.

    Von links: Prof. Tobias Meisen, Dr. Andreas Groß, Dietmar Bell, MdL, Oliver Zander, Rolf. A. Königs, OB Andreas Mucke, Prof. Julian
    Nida-Rümelin, Dr. Klaus-Peter Starke, Jürgen Schneider, Prof. Wolfgang Kleinebrink, Frank R. Witte, Moderatorin Anke Plättner
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Zehn Schulen mit Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet              geblicher Baustein, die jeweils kommunal umgesetzt
Die VBU® koordiniert die Ausschreibung des Berufs-            wird. Jugendliche bekommen hier die Möglichkeit, Aus-
wahl-SIEGELS in Wuppertal, Solingen, Remscheid und            bildungsberufe bereits frühzeitig kennenzulernen. Sie
dem Nordkreis Mettmann. Das Verfahren wird in Zu-             soll neben weiteren Maßnahmen im Rahmen der Lan-
sammenarbeit mit den Industrie- und Handelskam-               desinitiative eine erste Orientierungshilfe sein und un-
mern, den Kreishandwerkerschaften, den Agenturen              terschiedliche Berufsbilder näherbringen. Im Kern geht
für Arbeit und dem Arbeitgeber-Verband Remscheid              es darum, einen ersten realen Einblick in die Berufs- und
alle zwei Jahre durchgeführt. Zertifiziert wurden im          Arbeitswelt zu gewähren, bei dem die Schüler an einem
Rahmen eines Bewerbungs- und Bewertungsverfah-                Vormittag auch selbst tätig werden dürfen und mit Aus-
rens Schulen, die sich durch eine vorbildliche berufliche     zubildenden und Ausbildern ins Gespräch kommen. So
Orientierung auszeichnen. Im letzten Jahr konnten wir         wurden etwa in Wuppertal über eine zentrale Buchungs-
insgesamt zehn Schulen mit dem Berufswahl-SIEGEL              plattform 2019 knapp 1.500 Plätze angeboten. Für Infor-
auszeichnen. Erstmalig haben die Hauptschule Barmen-          mationen und die Möglichkeit, Berufserkundungsplätze
Südwest Wuppertal, die Alexander-Coppel-Gesamt-               einzustellen, sind im Verbandsgebiet der VBU folgende
schule aus Solingen und das Förderzentrum Nord aus            Internetplattformen eingerichtet:
Velbert das Berufswahl-SIEGEL erhalten. Turnusgemäß
wurden nach vier Jahren weitere sieben Schulen rezerti-       Stadt Wuppertal:
fiziert. Die nächste Zertifizierungsrunde wird im Schul-      www.bfe.wuppertal.de
jahr 2020/2021 durchgeführt.                                  Kreis Mettmann:
                                                              www.berufsfelderkundung-me.de
Berufsfelderkundungen – Interesse wecken,                     Stadt Remscheid:
Perspektiven zeigen                                           www.berufsfelderkundung.remscheid.de
Die VBU® arbeitet aktiv in den Steuerungsgremien              Stadt Solingen:
und Beiräten Schule/Berufe mit. Diese koordinieren die        www.solingen.bfe-nrw.de
Aktivitäten der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne         Stadt Mönchengladbach, Kreis Viersen, Stadt Krefeld:
Anschluss“. Die Berufsfelderkundung ist hier ein maß-         www.fachkräfte-fuer-morgen.de

Was müssen Unternehmen und Beschäftigte nun im Blick          Transformation und Zukunftstechnologien in der Praxis
haben, um den Wandel erfolgversprechend zu begleiten          bewähren, besprachen beispielhaft Professor Tobias
und für sich zu nutzen? Wie können oder sollen die Sozial-    Meisen, Bergische Universität Wuppertal, und Dr. Andreas
partner die Veränderungen (mit)gestalten und wie gelingt      Groß, Geschäftsführer der Berger Gruppe, Wuppertal. Die
eine digitale Arbeitswelt, die breite Akzeptanz findet? Das   Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und was die
waren die zentralen Fragen der Veranstaltung.                 Tarifpartner tun können, bewerteten und analysierten
                                                              Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer Gesamtmetall und
In einem Impulsvortrag stellte Professor Julian Nida-         Dietmar Bell, MdL und Vorsitzender der Enquetekommis-
Rümelin, der sich intensiv mit den entscheidenden             sion „Digitale Transformation der Arbeitswelt in NRW“
Aspekten einer digitalen Arbeitswelt befasst, seine wich-     in einer weiteren Gesprächsrunde. Moderiert wurde
tigsten Erkenntnisse vor, die in zwei Diskussionsrunden       die Veranstaltung von der TV-Journalistin Anke Plättner
vertieft wurden: Wie sich Künstliche Intelligenz, Digitale    (Phoenix Runde).

„Der Bergische Unternehmertag lieferte zu
Zeitfragen der technologischen Entwicklung
und der Digitalen Transformation Infor-
mationen und zeigte Perspektiven auf. Wir
wollten gemeinsam herausfinden, wo wir
stehen und was getan werden muss, um
neue Chancen für unsere Unternehmen und
Beschäftigten zu erschließen.“
Rolf A. Königs, Vorsitzender der Vereinigung
Bergischer Unternehmerverbände

                                                                                 V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
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„Corona zeigt uns,
wo die wahren
Engpässe in unserer
Welt liegen.“
Natalie Mekelburger,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Coroplast Group
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Energiewende
Es grünt zu grün
Braucht die Energiewende einen Neustart? Jetzt noch,          Hierzulande haben derweil mehrere Windfirmen ent-
20 Jahre nach Verabschiedung des Erneuerbare-Energi-          weder Insolvenz angemeldet, mit Stellenabbau begon-
en-Gesetzes (EEG)? Der im Jahr 2000 vorgegebene Fahr-         nen oder sogar Werke geschlossen. Rund 40.000 Jobs
plan hin zu mehr Klimanutzen ist jedenfalls ganz schön        verlor die Branche in den letzten zwei Jahren. Mancher
in Unordnung geraten, nicht nur bei den Kosten. Coro-         prognostiziert ihr ein ähnliches Schicksal wie der aus
plast-Chefin Natalie Mekelburger beispielsweise steht         Deutschland fast verschwundenen Solarbranche. Hinzu
mit ihrem Urteil nicht allein, wenn sie sagt: „Bei der jet-   kommt: Die ersten älteren Windkraftanlagen fallen in
zigen europäischen und deutschen Klimapolitik stehen          nächster Zeit planmäßig aus der bis dahin üppigen EEG-
Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis zueinander“           Förderung heraus.
(siehe auch Folgeseite).
                                                              Stromproduktion überlastet Netze. Ökostrom fließt
Von wegen „schöne neue Energie-Welt“: E-Autos, Wär-           zwar nur, wenn es die Natur so will – aber wenn, dann
mepumpen, die Digitalisierung der Industrie und auch          besteht die Gefahr eines Kollapses der Stromnetze. Solch
das Internet sorgen für massiv steigenden Stromver-           kritische Situationen gab es 2019 gleich mehrmals. Sie
brauch, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gleich-          konnten nur überwunden werden, weil es gerade noch
zeitig steht jedoch der Ausstieg aus der Kohle- und           einmal gelang, die Überproduktion in Nachbarländer ab-
Kernenergie bevor. Ersetzt werden sollen sie vor allem        zuleiten. Das allerdings lassen sich die dortigen Abneh-
durch erneuerbare Energien – aus Wind, Wasser, Sonne,         mer gut bezahlen. Unterm Strich gab es im vergangenen
Biomasse. Doch deren Ausbau kommt langsamer voran             Jahr 232 Stunden mit sogenannten negativen Stromprei-
als gedacht. Einige irritierende Fakten zur Energiewende.     sen. Allein am Pfingstsamstag 2019 waren für die „Ent-
                                                              sorgung“ von Strom 40 Millionen Euro fällig. Obendrein
Windkraft-Ausbau stockt. Windkraft wird immer wichti-         wurden die Betreiber grüner Anlagen und konventionel-
ger für die Stromerzeugung hierzulande. Knapp 30.000          ler Kraftwerke wechselweise für Lieferstopps entlohnt.
Windkraft-Anlagen gibt es laut Bundesverband Wind-
energie in Deutschland. Doch im Jahr 2019 sind nur            Netzausbau lahmt. Um große Mengen Windstrom von
243 Anlagen hinzugekommen und 2018 waren es auch              Nord nach Süd transportieren zu können, sind soge-
nur 538. „Bremsend wirken gerade auch viele Klagen            nannte Stromautobahnen nötig. Doch deren Ausbau
von Protestlern“, stellt die Fachagentur Windenergie          lahmt – gerade auch wegen vielfältiger Bürgerproteste.
fest, ein von Bund, Ländern, Kommunen, Branchen- und          Ursprünglich sollten die deutschen Hochspannungstras-
Umweltverbänden getragener Verein mit Sitz in Berlin.         sen Ende 2022 fertig werden, wenn die letzten deutschen
Häufig seien die Kläger früh alarmiert, haben Flächen-        Atomkraftwerke vom Netz gehen. Mittlerweile soll die
nutzungspläne und Genehmigungsverfahren im Blick –            erste große Trasse 2024 in Betrieb gehen, die anderen
und opponieren gegen Anlagen, die noch nicht gebaut           sollen 2025 oder 2026 folgen. Dass die Zeit drängt, zeigt
sind. Zumeist geht es um den vermeintlichen Schutz von        sich am Beispiel Nordrhein-Westfalens: Noch exportiert
Flora und Fauna oder um Mindestabstände zu Wohn-              das Land viel Strom in die Nachbarschaft. Doch mit dem
bebauung. Die klare Mehrheit der Gesamtbevölkerung
befürwortet jedoch den Windkraft-Ausbau. Das belegt
eine Reihe von Umfragen, darunter die aktuelle Umwelt-          Europäischer Emissionshandel (ETS)
bewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums.
                                                                Der europäische Emissionshandel begrenzt den
Klar ist: Es fehlt Rechtsicherheit, um Unwägbarkeiten für       Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen für
bestehende Anlagen und unnötige Verzögerungen bei               die europäische Industrie und Energiewirtschaft. Je-
der Realisierung neuer Projekte zu verhindern. Nieder-          des Jahr sinkt die Menge der Emissionsrechte. Diese
sachsens Ministerpräsident Stephan Weil kommentiert             Emissionszertifikate können die Unternehmen han-
das so: „Jedes halbwegs relevante Infrastrukturprojekt          deln und dadurch ergibt sich ein Preis für CO2. Des-
kann sich in Deutschland mittlerweile zu einem Gene-            halb werden dort zuerst Emissionen vermieden, wo
rationenprojekt ausweiten. Unsere Nachbarn – etwa die           dies am kostengünstigsten möglich ist.
Niederlande – zeigen, es geht auch anders.“

                                                                                 V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
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     Rückbau des Kohlestroms wird sich das ändern: NRW ist           absehbare Zeit konventionelle Kraftwerke (Gas, Kohle) –
     dringend auf den Netzausbau angewiesen, um künftig              und/oder es wird Atomstrom aus Frankreich oder Kohle-
     auch Strom importieren zu können.                               strom aus Polen importiert.

     Strompreis kontra Standort. Die Stromkosten gelten              Konventionelle Energieträger attraktiver. Gelingt es Euro-
     heute als ein wesentlicher Standortnachteil für Deutsch-        pa, seine konventionelle Stromproduktion nennenswert
     land – und als ein hausgemachter zudem: Schon heute             herunterzufahren, entlastet das die Weltmarktpreise für
     entfallen über 50 Prozent des Strompreises auf Steuern,         Kohle, Gas und Öl. Diese Energieträger werden dann für
     Abgaben und Umlagen. Daran ändert auch die mit dem              ärmere Länder noch attraktiver. Sie werden dann dort in
     Klimaschutzpaket der Bundesregierung beschlossene               Kraftwerken oder Motoren verheizt, die zumeist weit we-
     Entlastung bei der EEG-Umlage nur wenig. Die Umlage             niger effizient sind als ihre modernen – aber möglicher-
     allein macht heute rund ein Fünftel des Strompreises aus        weise eben stillgelegten – Gegenstücke hierzulande.
     und ist so hoch wie die kompletten Stromkosten in den
     USA oder in China. Zu schaffen macht sie Privathaushal-         Was also tun? Die Liste der Vorschläge reicht von einer
     ten, aber auch den 95 Prozent nicht entlasteten Unter-          Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke über die Spei-
     nehmen hierzulande – darunter viele mittelständische            cherung von Ökostrom und CO2 bis hin zur Ausweitung
     Betriebe. Eine Folge: Investitionen in heimische Standor-       des Handels mit Emissionszertifikaten (siehe auch Kas-
     te werden ausgebremst, Auslandsstandorte attraktiver.           ten). Wie es auch immer kommt – von einer Energie-
                                                                     wende mit Hand und Fuß dürfte nicht nur die Umwelt
     E-Autos noch keine echte Lösung. Batteriebetriebene             profitieren. Ebenso zu den Gewinnern gehören beispiels-
     Pkw bringen keine schlagartige Umweltentlastung.                weise die Maschinen- und Anlagenbauer hierzulande.
     Denn zum einen beziehen sie auch künftig einen großen           Schließlich bieten sie ressourcen- und umweltschonen-
     Teil des Stroms aus konventionellen Kraftwerken. Und            de Technik, die weltweit gefragt ist: Ob Windkrafträder,
     zum anderen bergen die Erzeugung und Entsorgung von             Abwasseranlagen, Mess- und Steuertechnik oder Ab-
     Batterien handfeste Umweltprobleme.                             gasreinigungssysteme – im Bereich Umweltschutzgüter
                                                                     und -dienstleistungen war Deutschland laut Umwelt-
     Kernkraft-Aus schädigt Umweltbilanz. Bis Ende 2022 sol-         bundesamt bis zum Jahr 2014 sogar Weltmarktführer.
     len die letzten deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet           Seither ist es übrigens China. Auch wenn es beim Um-
     werden. Schließen müssen die entstehende Lücke auf              weltschutz dort zum Teil gewaltig hapert.

       „Das Thema Klima muss neu bewertet werden“
       Von Natalie Mekelburger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Coroplast Group, Wuppertal

       Bei der jetzigen europäischen und deutschen Klimapo-          schließlich auch mit präzisen Emissionszielen arbeiten
       litik stehen Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis          und behalten gleichzeitig die Machbarkeit im Blick.
       zueinander. Noch schlimmer wird es dadurch, dass              Am Ende sollte Europa dann nur noch entscheiden, wie
       nationale Gesetze wie die garantierte Vergütung von           viel CO2 es ausstoßen will. Das ist deutlich einfacher
       eingespeistem Ökostrom oder der Kohleausstieg mit             als die Diskussion über die Wirksamkeit bestimmter
       EU-weiten Maßnahmen konkurrieren und sich sogar               Sanktionsinstrumente oder welche Industrien wie be-
       gegenseitig aufheben.                                         lastet werden sollen.

       Der „Green Deal“ muss ja erst noch mit Inhalten ge-           Gerade in Zeiten von Corona wird doch sonnenklar,
       füllt werden. Darin steckt die Chance, dafür zu sorgen,       dass das Thema Klima neu bewertet werden muss. Wir
       dass er nicht missbraucht wird, also nicht sanktioniert       können nicht so tun, als ob unendlich Ressourcen zur
       oder Wettbewerbsverzerrungen und staatlichen Diri-            Verfügung stünden. Die Devise kann nur heißen, die
       gismus fördert, sondern marktwirtschaftlich gestaltet         zur Verfügung stehenden Mittel möglichst sinnvoll
       wird. Dazu gehört eine Ausweitung des europäischen            einzusetzen, und der beste Ort für diese Lösungen sind
       Emissionshandels ETS auf weitere Industrien. So wer-          weder die Schreibtische der Bürokraten noch die Parla-
       den unökonomische Projekte in Frage gestellt anstatt          mente, sondern einzig und allein der Markt. Bei allem
       alles, was vermeintlich dem 1,5 Grad-Ziel dient, blind        aber fürchte ich, dass wir derzeit genug andere Sorgen
       umzusetzen. Das heißt aber auch, andere Belastun-             haben. Corona zeigt uns, wie wichtig funktionierende
       gen abzuschaffen. Wenn wir die jetzigen Sanktionen            Gesundheitssysteme sind und wo die wahren Eng­
       und Subventionen in den ETS überleiten, können wir            pässe in unserer Welt liegen.
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Handelspartner China
Was wird aus dem Hoffnungsträger?

Lange galt China als Hoffnungsträger auch der deut-         titionen haben sich seit 2010 nahezu verachtfacht auf
schen Wirtschaft. Doch die Vorzeichen haben sich geän-      rund 8 Milliarden Euro (2017, aktuellste Zahlen). Damit
dert, derzeit. Das liegt neben der Corona-Krise vor allem   ist China zwar noch ein vergleichsweise kleiner Akteur
an einer immer häufiger politisch gesteuerten chinesi-      – aus den USA kommen Investitionen im Wert von 98
schen Wirtschafts- und Investitionspolitik.                 Milliarden –, doch die Sorge wächst, zumal vollmundige
                                                            Versprechen etwa zum Arbeitsplatzerhalt auch nicht im-
Starke wirtschaftliche Folgen der Corona-Epidemie           mer eingehalten wurden.
Die Corona-Epidemie – ihre wirtschaftlichen Folgen sind
ungleich größer als etwa die der SARS-Epidemie 2003,        Abschottungspolitik am Pranger
die ebenfalls von China ausging: Dort kühlte die Wirt-      Ungewöhnlich hart ins Gericht mit der Regierung in Pe-
schaft im ersten Halbjahr ab, wuchs dann aber sogar im      king ging zuletzt etwa der Verband deutscher Maschi-
Vergleich zum Vorjahr. Für Deutschland und andere EU-       nen- und Anlagenbauer (VDMA). Er betont, staatliche
Länder gab es damals kaum Auswirkungen – unter an-          Förderungen und Abschottungsmechanismen trügen
derem, weil die Verflechtungen mit China viel geringer      maßgeblich zu einem unfairen Wettbewerb zwischen
waren: Im Jahr 2003 lag China noch auf Rang 10 der für      deutschen und chinesischen Maschinenbauern bei. Der
Deutschland wichtigsten Importstaaten. In 2019 dage-        VDMA – er vertritt eine der exportstärksten Branchen
gen war das Land bereits im vierten Jahr in Folge unser     hierzulande – appelliert daher an Deutschland und die
wichtigster Handelspartner. Zudem ist Deutschland über      EU, ihre handelspolitischen Instrumente zu überprüfen
„Vorleistungskaskaden“ indirekt mit China verbunden,        „und, wo notwendig, den neuen Gegebenheiten im Ver-
etwa, weil Automobil-Zulieferbetriebe in anderen EU-        hältnis zu China neu anzupassen“. Für China müssten
Staaten ihrerseits Komponenten aus China verbauen.          dieselben internationalen Handelsregeln gelten wie für
                                                            Deutschland oder die EU.
Chinesische Außenhandelspolitik produziert
Negativ-Schlagzeilen                                        Klar ist: Spätestens nach der Corona-Krise dürfte das
Ein anders gelagertes Thema ist die Außenhandelspoli-       Thema China wieder auf den Tisch kommen. Keines-
tik: Das Reich der Mitte hat auf diesem Gebiet in letzter   falls sollten allerdings alle Türen zugeschlagen werden.
Zeit viele Negativ-Schlagzeilen produziert. Ein Beispiel    Schließlich verdankt gerade auch Deutschland seinen
dafür ist der Ausbau der „Seidenstraße“ – ein chinesi-      Wohlstand wesentlich seiner Offenheit gegenüber dem
sches Jahrhundert-Projekt – zum allzu einseitigen Vor-      Weltmarkt – auch in Richtung China. Aber unfaire Han-
teil chinesischer Betriebe. Debatten ausgelöst hat auch     delspraktiken müssen deshalb nicht in Kauf genommen
der Aufkauf von Hightech-Firmen in Deutschland und          werden. Am besten zu kontern sind sie im europäischen
Europa durch chinesische Investoren. Deren Direktinves-     Verbund.

                                                                              V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
Die Digitalbildung
stärken – leichter
gesagt als getan.
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Digitale Kompetenz
Bildungsaufbruch jetzt
Jeder dritte Achtklässler hierzulande verfügt nur über       Bei den Bildungsausgaben hapert es
rudimentäre digitale Kompetenzen – hat also Schwie-          Auch in Sachen Finanzmittel hapert es bislang: Zwar
rigkeiten, Informationen und Daten online zu recher-         bekennt sich die Bundesregierung seit Jahren zum Aus-
chieren, technische Probleme zu lösen und online an-         bau der „Bildungsrepublik“. Doch die Bereitschaft, auch
gemessen zu kommunizieren. Das zeigt die aktuelle            viel offensiver als bislang in den Bereich zu investieren,
ICILS-Studie, kurz International Computer and Informa-       scheint begrenzt. So haben sich laut aktuellem Bildungs-
tion Literacy. Damit landet Deutschland international        finanzbericht die Bildungsausgaben von Bund, Ländern
gerade mal im guten Mittelfeld. Obendrein kommen die         und Gemeinden in absoluten Summen zwar kontinuier-
Experten zu dem Ergebnis, dass sich an den Befunden in       lich erhöht. Doch der Anteil der öffentlichen Ausgaben
den letzten fünf Jahren praktisch nichts geändert habe.      für Bildung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist seit zehn
Dabei sind digitale Kompetenzen heutzutage wichtiger         Jahren fast unverändert; für 2019 lag er nach vorläufigen
denn je zuvor – im Privat- wie im Arbeitsleben.              Zahlen bei 4,3 Prozent. Hinzu kommt: Verfügbare öffent-
                                                             liche Fördermittel für die Schulen werden von den Kom-
Schließlich haben mittlerweile praktisch alle Berufe         munen oft nur sehr schleppend abgerufen.
in irgendeiner Weise mit digitalen Anwendungen zu
tun – ob im Büro, im Gesundheitswesen oder im An­            „Die Priorität von Bildung ist insgesamt nicht ausrei-
lagen- und Maschinenbau. Allein die Anzahl der sozial­       chend gestiegen“, sagt IW-Experte Plünnecke. „Deutsch-
versicherungspflichtig beschäftigten Personen in IT-         land braucht endlich einen richtigen Bildungsaufbruch.“
Fach­arbeiterberufen ist von Ende 2012 bis Ende März         Das gelte gerade auch mit Blick auf die Schulen. Bei
2019 um 43 Prozent gestiegen. Das zeigen Erhebungen          deren Ausstattung setzt der „Digitalpakt Schule“ zwar
des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).                 bereits an. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sieht
                                                             dieser Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Euro
Lehrer fehlen – nicht nur im Bereich IT                      in die Infrastruktur vor – also beispielsweise in sicheres
Was also tun, damit der Nachwuchs hierzulande besser         Wlan, Tablets und andere Geräte. Um alle Schulen fit für
auf die Anforderungen durch die Digitalisierung vorbe-       die Zukunft zu machen, wird das aber bei Weitem nicht
reitet wird? Dazu IW-Bildungsexperte Prof. Axel Plünne-      reichen: Für die Digitalisierung und weitere Herausfor-
cke: „Zur Stärkung der digitalen Bildung sollten Schulen     derungen des Bildungssystems wie Integration und In-
ihren IT-Unterricht ausbauen.“ Das ist leichter gesagt als   klusion braucht es mehr Personal, Qualifizierung und
getan. Denn für die Einführung eines Wahlpflichtfaches       multiprofessionelle Teams.
Informatik ab der achten Klasse beispielsweise entsteht
nach Angaben des Stifterverbands ein zusätzlicher Be-        Bessere Bildung zahlt sich für das ganze Land aus
darf in Höhe von 4.000 IT-Lehrern. Gäbe es Informatik        Fest steht: Zusätzliches Engagement für (Schul-)Bildung
als Pflichtfach schon ab der Grundschule, stiege der Be-     wäre für ganz Deutschland eine erstklassige Zukunfts-
darf um 24.000 IT-Lehrkräfte.                                investition. Das untermauert eine aktuelle Studie des
                                                             ifo Zentrums für Bildungsökonomik und der Universität
Das unterstreicht: Wichtiger denn je ist nicht zuletzt       Stanford: Bessere Schülerleistungen könnten demnach
auch eine umfassende Lehreraus- und -fortbildung, zu-        den zukünftigen Wohlstand Deutschlands spürbar erhö-
mal künftig eher mit insgesamt sinkenden Lehrerzahlen        hen. Würden sich beispielsweise die Ergebnisse Deutsch-
zu rechnen ist. Dies illustriert der MINT-Herbstreport des   lands beim internationalen PISA-Bildungstest (2018:
IW, der sich auf verschiedene Studien stützt. Sie zeigen,    insgesamt knapp 500 Punkte) um 25 PISA-Punkte verbes-
dass sich beispielsweise in NRW die Zahl der sogenann-       sern, würde die deutsche Wirtschaftskraft langfristig um
ten MINT-Lehrkräfte in den Sekundarstufen I und II bis       über 7 Prozent steigen. Verfasst wurde die Untersuchung
zum Schuljahr 2025/26 halbieren wird. In den ostdeut-        im Auftrag der Europäischen Kommission. Einige EU-Län-
schen Ländern soll die Situation noch dramatischer aus-      der haben durch Reformen bereits eine Steigerung um
fallen. Kein Wunder, dass mehr Quer- und Seiteneinstei-      25 PISA-Punkte geschafft, darunter Polen und Portugal.
ger die Lücken füllen müssen, wobei eine Begleitung der      Deutschland sollte dem mehr Aufmerksamkeit schenken
Seiteneinsteiger durch eine gezielte hochwertige päda-       – und mit seinem Bildungssystem vom besseren Mittel-
gogische Qualifizierung geboten ist.                         feld endlich in die internationale Spitze vorrücken.

                                                                                V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
Die Bergische Universität
pflegt eine enge Zusammen-
arbeit mit Betrieben in der
Region.
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Bergische Universität
Hochschule mit Strahlkraft
Forschung im Elfenbeinturm? Das war einmal. Die Wis-          Transformation abbauen und Chancen im Wandel eröff-
senschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bergischen          nen. Ein Beispiel: Im Rahmen eines umfassenden Pro-
Universität in Wuppertal möchten gemeinsam mit au-            jekts zu Gesundheitsmanagement und Organisations-
ßeruniversitären Akteuren das politische, kulturelle und      entwicklungen in einem mittelständischen Energie- und
wirtschaftliche Leben im Bergischen Land gestalten. Was       Versorgungsunternehmen haben Diestel und sein Team
das für die Zusammenarbeit mit Betrieben in der Region        zuletzt Lösungen für moderne Teamführung sowie für
bedeutet – dazu einige richtungweisende Beispiele.            die Stärkung der persönlichen Leistungsfähigkeit, Ge-
                                                              sundheit und Motivation der Mitarbeiter realisiert und
Konjunkturbarometer bietet passgenaue                         evaluiert.
Managementinformationen
Seit 2018 macht sich die Bergische Universität Wupper-        Altersgemischte Teams als Chance begreifen
tal auch durch die Erstellung eines Regionalen Konjunk-       Zudem bietet der Lehrstuhl öffentlich geförderte Trai-
turbarometers einen Namen. Quartalsweise befragen             nings für Betriebe an. Im Projekt „Diversity Innovation
die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Unter-           Support Scheme“ (DINNOS) geht es darum, negative
nehmen im Bergischen Städtedreieck zur konjunktu-             Auswirkungen der Altersstruktur einer Belegschaft auf
rellen Entwicklung. Die Ergebnisse werden unter www.          die Innovationsleistungen zu verhindern oder sogar um-
regionales-konjunkturbarometer.de kostenfrei zur Ver-         zukehren. Unternehmen, die mehr erfahren wollen, kön-
fügung gestellt. Unternehmen, deren Produktionsstand-         nen über die Internetseite der Bergischen Universität
orte und/oder Absatzmärkte eng mit dem Bergischen             Kontakt zum DINNOS-Projekt aufnehmen.
Städtedreieck verbunden sind, sollen basierend auf den
Erhebungen der Universität bessere Managementent-             Austausch-Plattform für Wissenschaftler,
scheidungen treffen können. Unternehmen, die an der           Betriebe und Studierende
Umfrage für das Regionale Konjunkturbarometer teil-           Den unkomplizierten Austausch zwischen „Hidden
nehmen möchten, erreichen über die oben genannte              Champions“ im Bergischen und Studierenden an Univer-
Webseite den Fragebogen. Sie erhalten zudem exklusive,        sitäten in NRW fördern soll die Online-Plattform DIVAB-
branchenspezifische Auswertungen und können darü-             RE: Ab Juni 2020 können Unternehmen auf der Plattform
ber hinaus verschiedene Benchmark-Funktionen nutzen,          ihre datenbasierten Herausforderungen in sogenannten
um ihre eigene Lage mit anderen Unternehmen in der            Data-Science-Challenges bereitstellen. Eine Herausfor-
Region zu vergleichen.                                        derung in diesem Sinne besteht aus einer klar umrisse-
                                                              nen Aufgabenstellung und einer durch die Unternehmen
Ängste vor dem digitalen Wandel abbauen                       beschriebenen Zielsetzung. Studierende aus der Region
Prof. Dr. Stefan Diestel kämpft gegen ein verbreitetes        liefern – betreut durch wissenschaftliches Fachpersonal
Phänomen an: Die Sorgen von Beschäftigten vor der             der Universitäten – fundierte Antworten. Verantwortlich
­Digitalisierung. „Große Teile der Belegschaft in den Un-     für das landesweite Projekt ist der Lehrstuhl für Techno-
 ternehmen, die ich bislang begleitet habe, sorgen sich       logien und Management der digitalen Transformation
 vor Fertigungssystemen, vor Software, vor Algorithmen,       unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Tobias Meisen.
 die man selber in Teilen nicht mehr nachvollziehen kann“,
 berichtet Diestel. Der 37-Jährige leitet den Lehrstuhl für   „Wir glauben, dass gerade kleine und mittlere Unterneh-
 Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Er      men von DIVABRE profitieren können“, erklärt Richard
 betont: Im Prozess der digitalen Transformation ist es       Meyes, der den Aufbau der Plattform als wissenschaft-
 gerade auch für Entscheider und Personalverantwort­          licher Mitarbeiter vorantreibt. Häufig fehlen diesen Un-
 liche wichtig, eine klare Kommunikation zu pflegen und       ternehmen Mittel für große Entwicklungsprojekte oder
 neue Technologien zu erklären. Auch psychologisch müs-       Expertise im Bereich Data Science. Gleichzeitig lernen
 se ein sogenannter Change-Prozess immer vorbereitet          die Betriebe über die Plattform engagierte Hochschüler
 werden.                                                      kennen. Möglicherweise wird so ja zudem die Grundlage
                                                              für die eine oder andere spätere Festanstellung gelegt –
Das Team um Prof. Dr. Stefan Diestel will dazu Impulse        eine echte Chance für beide Seiten, nicht nur in Zeiten
in die betriebliche Praxis geben, Ängste vor der digitalen    von Fachkräfteengpässen.

                                                                                 V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
Mehr Wohlstand für
alle – das geht vor
allem durch bessere
Integration in den
Arbeitsmarkt.
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Vermögens-Ungleichheit
Fakten kontern Meinungen
Selten liegen (Vor-)Urteile und Tatsachen so hartnäckig     Alles im grünen Bereich also? Nach wie vor sind 16 Pro-
auseinander wie beim Thema sozialer Gerechtigkeit. Ob       zent von relativer Einkommensarmut bedroht, haben
bei Meinungsumfragen oder am Stammtisch, der Tenor          also weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens
besteht aus Aussagen wie: „Die Einkommen in Deutsch-        zur Verfügung. Der Anteil Betroffener – häufig Erwerbs-
land sind ungerecht verteilt“, „Die Kluft zwischen Arm      lose, Alleinerziehende und Menschen mit Migrations-
und Reich wächst“, „Die Politik muss gegensteuern“. Die     hintergrund – hat sich in den vergangenen Jahren kaum
Fakten allerdings sprechen eine andere Sprache.             verändert. Dieser Befund gilt für Deutschland wie für die
                                                            allermeisten Industriestaaten, untermauert eine aktuel-
„Den Deutschen geht es mehrheitlich inzwischen deut-        le Studie der Bertelsmann-Stiftung. Wie sich das ändern
lich besser als noch vor einigen Jahren. Auch die Vertei-   ließe? Nachhaltig wohl nur durch eine bessere Integra­
lung der Einkommen und Vermögen ist relativ stabil“,        tion in den Arbeitsmarkt.
sagt Maximilian Stockhausen, Verteilungsexperte im
Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Sein Team hatte     Verteilung der Einkommen praktisch stabil. Die in der
sich das sogenannte Sozio-oekonomische Panel genauer        Expertensprache sogenannte Einkommensungleichheit
angesehen – Deutschlands größte Langzeitstudie zu den       hat sich seit dem Jahr 2005 nur wenig verändert, zeigen
Lebensverhältnissen im Land, erstellt von Deutschen Ins-    die IW-Berechnungen. Auch die Verteilung der Nettover-
titut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Tausende    mögen ist seit Mitte der 2000er Jahre stabil. Laut Bun-
Menschen werden dazu regelmäßig befragt. Eine Über-         desbank sank der Anteil der reichsten zehn Prozent sogar
sicht der wichtigsten Ergebnisse:                           von 59 Prozent im Jahr 2010 auf 55 Prozent in 2017.

Haushaltseinkommen stark gewachsen. Die Einkommen           Die Soziale Marktwirtschaft funktioniert. Viele Deut-
hierzulande steigen laut IW Jahr für Jahr: So legten die    sche ärgern sich über hohe Steuern und Sozialabgaben,
verfügbaren Haushaltseinkommen zwischen 1991 und            die von ihrem Lohn abgezogen werden – bei Normal-
2017 (aktuellste Werte) im Durchschnitt um 20 Prozent       verdienern ist ein Drittel des Bruttolohns schnell weg.
zu. Dabei handelt es sich um das Geld, das nach staatli-    Dafür erhalten die Haushalte in der unteren Hälfte der
cher Umverteilung auf dem Konto ankommt und ausge-          Einkommensverteilung laut IW im Schnitt deutlich
geben werden kann. Berücksichtigt sind etwa die Bezüge      mehr vom Staat, als sie an diesen abführen: Die ärmsten
von Arbeitnehmern und Selbstständigen, Kapitalerträge,      10 Prozent beziehen netto sogar fast 35 Prozent bzw.
Mieteinnahmen und Renten. Spätestens seit 2013 profi-       4.420 Euro ihres Einkommens aus Transferzahlungen.
tierten so gut wie alle Einkommensschichten. Grund ist
vor allem die jahrelang gute Lage auf dem Arbeitsmarkt:     Alles in allem haben die Ausgaben der sozialen Siche-
Viele Menschen fanden überhaupt erst Arbeit und die         rungssysteme (für Renten, Krankenkassen, Arbeitslo-
Löhne stiegen auch in Branchen mit ursprünglich niedri-     sengeld etc.) inzwischen die Marke von 1 Billion Euro er-
gerer Bezahlung, etwa am Bau und in der Pflege.             reicht – im Jahr 1991 waren es „nur“ 400 Milliarden Euro.
                                                            2019 wuchsen die Sozialausgaben mit 4,6 Prozent sogar
Auch für das ärmste Fünftel der Deutschen zogen die         ein gutes Stück schneller als die Einnahmen und auch
Einkommen kräftig an: So konnten sich ärmere Singles        schneller als die Wirtschaftsleistung hierzulande. Das
im Jahr 2009 durchschnittlich für 10.700 Euro im Jahr       unterstreicht: Der Bogen darf nicht überspannt werden,
Waren kaufen. Im Jahr 2017 hatten sie dafür im Schnitt      auch nicht in Krisenzeiten wie jetzt.
bereits 12.500 Euro in der Tasche. Und für eine ärmere
vierköpfige Familie wuchs die Kaufkraft in demselben        Unterm Strich lässt sich festhalten: Das Bild einer unge-
Zeitraum von 22.500 Euro auf 26.300 Euro.                   bremst zunehmenden sozialen Schieflage hierzulande
                                                            stimmt nicht. Trotz steigender Herausforderungen wie
Finanzieller Aufstieg auf breiter Basis. Vom ärmsten        Globalisierung, Digitalisierung und demografischem
Fünftel schafften in den wirtschaftlich guten Jahren ab     Wandel ist es Deutschland mit seiner Sozialen Markt-
2009 rund 60 Prozent den finanziellen Aufstieg nach         wirtschaft und umverteilenden Sicherungssystemen
oben, konnten also ihre Einkommen stärker steigern als      gelungen, Wohlstandsgewinne für breite Bevölkerungs-
andere.                                                     schichten herzustellen.

                                                                               V ereinigung B ergischer U nternehmerverbände
Vorstand:                    Rolf A. Königs                        (Vorsitzender)                                          Geschäftsführung: Rechtsanwalt Frank R. Witte:
                                Dipl.-Kfm. Jürgen Schneider           (stellvertretender Vorsitzender)                                          (Sprecher)
                                Jörg H. Iseke                         (Schatzmeister)

                                                                                                                                Rechtsanwalt Dr. Klaus-Peter Starke:
   Vorstandsrat:                Dipl.-Kfm. Marcus Brinkmann
                                Alexander Christians
                                Dipl.-oec. Jan Peter Coblenz                                                                    Professor Dr. Wolfgang Kleinebrink:

                                Dipl.-Ing. Horst Gabriel
                                Jörg H. Iseke
                                Rolf A. Königs
                                Thomas Perterer
                                Dipl.-Betriebsw. Frank Preißner                                                                                                       
                                Dirk Sachsenröder
                                Dipl.-Kfm. Jürgen Schneider
                                Dipl.-Kfm. Ralf Waltmann

   Abteilungen:

   Recht und Personalwesen: Assessor Michael Schwunk (Ltg.)                                                                   PR, Bildung, Statistik: Dipl.-Bw. Jürgen Steidel
                            Assessorin Jutta Ebsen                                                                                                    Dipl.-Soz.-Wiss. Elke Schneider
                            Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt) Stefan Hinz
                            Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt) Roland Joschko                                                Arbeitswirtschaft:      Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Achim Dahm
                            Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt) Kjell Arne Zähler (LL.M.)                                                             Dipl.-Ing. Jana Scheve
                            Assessorin Birgit Mathias (Mönchengladbach)
                            Rechtsanwalt Dr. Holger Todisco (Solingen)

   Mitgliedsverbände:

                                                 Metall                                                                                                                   Arbeitgeberverband
                    VABI                                                       Chemie                         Großhandel                           Textil
                                           Wuppertal/Niederberg                                                                                                                Solingen

           Dipl.-Kfm.                       Dipl.-Betriebsw.            Dirk Sachsenröder                Dipl.-oec.                      Rolf A. Königs                  Dipl.-Ing.
           Jürgen Schneider                 Frank Preißner                                               Jan Peter Coblenz                                               Horst Gabriel
                                                                        Dipl.-Kfm.                                                       Dipl.-Kfm.
           Julia Niederdrenk                Dipl.-Ing. Michael Vitz     Holger Lassen                    Dr. Frank A. Trotz              Markus Simon                    Johannes G. Berger
Vorstand

           Dr. Andreas Eurich               André Bovenkamp                                                                              Dipl.-Kfm.                      Wolfgang Wüsthof
                                                                                                                                         Gangolf Kohn
           Sven vom Feld
                                                                                                                                         Dipl.-Ing.
           Dipl.-Kfm.                                                                                                                    Markus Schmitz
           Heiko Mencke

           RA                               RA                          RA                               RA                              Prof. Dr.                       RA
           Dr. Klaus-Peter Starke           Dr. Klaus-Peter Starke      Frank R. Witte                   Frank R. Witte                  Wolfgang Kleinebrink            Dr. Klaus-Peter Starke
GF
Innere Verwaltung und Personalwesen, PR;
     Unternehmensverband der Papier, Pappe
     und Kunststoffe verarbeitenden Industrie
     Nordrhein e. V.

     Arbeitsmarktpolitik, Arbeitswirtschaft;
     Allgemeine Tarif- und Bildungspolitik

     Arbeits- und Sozialrecht;
     Textilakademie NRW;
     Lehrbeauftragter an der
     Hochschule Niederrhein

                                                                      Innere Verwaltung: Kathleen Anderseck (Ltg.), Anna Andri, Carmen Eichmann

         Kalk                            Leder                    Papier                     Transport

Thomas Perterer                  Dipl.-Kfm.               Dipl.-Kfm.                   Alexander Christians
                                 Marcus Brinkmann         Ralf Waltmann
Jörg H. Iseke                                                                          Olaf Hügelmeyer
                                 Dipl.-Betriebsw.         Michael Feldhof
                                 Axel Gümmer

Prof. Dr.                        RA                       RA                           Prof. Dr.
Wolfgang Kleinebrink             Dr. Klaus-Peter Starke   Frank R. Witte               Wolfgang Kleinebrink

                                                                                                                                                  Stand: 01. 04. 2020
www.vbu-net.de
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