ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER ASPERN SEESTADT - DOKUMENTATION DER WETTBEWERBSERGEBNISSE
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Seiten 2 | 3 VORWORT
VORWORT
Stadt ist nicht – sie wird. In aspern Seestadt Konzepte gesucht, die sich durch sehr gute Reali-
entstehen bis 2028 etwa 10.500 hochwertige sierungsfähigkeit auszeichnen. Die Wien 3420 AG
Wohneinheiten für mehr als 20.000 Menschen ist überzeugt, dass mit dem durch die unabhän-
und rund 20.000 Arbeitsplätze. Im Zentrum steht gige Wettbewerbsjury einstimmig ausgewählten
dabei der lebendige Mix aus Wohnen und Arbei- Gewinnerbeitrag nun ein Entwurf vorliegt, auf
ten. Diese innovative Vielfalt wird mit der Errich- dessen Grundlage sich die öffentlichen Räume
tung des Seeparkquartiers als wirtschaftliches des Seeparkquartiers im Interesse der gesamten
Zentrum der südlichen Seestadt weiterentwickelt. aspern Seestadt entwickeln lassen.
Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe ist die Mit dem Siegerprojekt wurde ein Entwurf ge-
Gestaltung des öffentlichen Raums. Parallel zur funden, der robust genug ist, um dem sich im
Entwicklung der Baufelder wird es darauf ankom- Werden befindlichen Stadtteil einen Rahmen
men, über die öffentlichen Räume dem Quartier zu geben und gleichzeitig flexibel genug, um an
eine starke Charakteristik und Prägung zu geben, diese einzelnen Planungen anknüpfen zu können.
die dessen angestrebte urbane Qualität ergänzt, Gemeinsam mit allen weiteren 24 internationa-
bereichert und fördert. len Beiträgen werden die Ergebnisse des Wett-
bewerbs in dieser Broschüre dokumentiert und in
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat die einer begleitenden Ausstellung vor Ort im See-
Wien 3420 Aspern Development AG im vergan- parkquartier gezeigt.
genen Jahr den Wettbewerb „Öffentlicher Raum
Seeparkquartier aspern Seestadt“ ausgelobt. Da- Heinrich Kugler
bei wurden starke und überzeugende Ideen und Vorstand Wien 3420 Aspern Development AGWETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
Seepark
!
J1 Buchhandlung
274 m²
See Seeparkgastro
Ja Öffentlich bestellter Buchhalter
n
128 m²
is -
118m² Jo
plin
Partei-Lokal -Promenade
125 m²
BUWOG
!
¬
73% Wohnen
J2 Möbel-Tapezierer
!
20% Büro
U2
139 m² Hotelgastro
!
78% Wohnen
J3A J4A
20% Büro
92% Wohnen
ratur 97% Wohnen 75% Büro
!
J6
! !
Polstern & Nähen 54
54 PPL
PPL 22% Hotel
ße
236 m²
J5A
280
280 PPL
PPL
J5B
!
83% Büro
!
69% Wohnen
t ra
Möbel-Schauraum
50 m²
11% soziale Infrastruktur
J3B 50% Wohnen
37% Büro J4B
h -S
180
180 PPL
!
PPL
e
J8
Lernhilfe
a ss !
J9 Textil- und Wäscheservice
BUWOG
!J3C
Kerbler
Bäcker
sc
!
133 m²
-G J3D
ic
u
Drogeriemarkt Eiscafé
81m² Digital Media
oc
63% Wohnen
a-T
131 m²
m Bioladen
!
77% Wohnen
Infopoint
71m² 16% Büro Kaffee/Accessoires Optiker
ri
J10
e
Mobilitätszentrale
Ma
lle
Leder/Schuhe
BUWOG
!
Post Leder/Schuhe
Textil, Accessoires, Wohnen
68% Büro
C1
na
Pub/Café Leder/Schuhe
Optionsfläche 1
!
Digital Media Shop
e
364 m²
540
540 PPL
PPL
J15
nn
!
38% Wohnen 98% Hochgarage
Optionsfläche 2 97% Büro 98% Büro
21% Büro
J13
!
So
35% Hochgarage
! !
WBA-GPV
(temp. Studentenwohnheim)
J14A J14B J14C
Bank
!
97% Büro
!
C4
!
91% Büro
J12 Kerbler
Se
214 m² Lebensmittelhandel Kerbler
Kerbler
969 m² J11
es
290
290 PPL
PPL
STRABAG
ta
Radverein Gastronomie
dts
114 m²
Mobilitätszentrale
Trafik
66 m² Spielware/Bücher
51 m²
Polizei
tra
471 m² 456 m²
Gastronomie
179 m²
Kindergruppe
!D10
Sonnenallee
Rote Zone - Sockelzone Geschäft
Blaue Zone - Sockelzone Erweiterung
Eröffnung
Homeoffice
3. Quartal 2015Wienwork
Kantine !D14 Verwertungsstand
Maria-
frei
·
J2
Baufeldnummer
außerhalb des SPQ
· vorwiegend Wohnen, flexible
J10 Nutzung in allen Geschossen
Kerbler
Fußgängerzone Einkaufsstraße
Bauträger
Baufelder außerhalb des Seeparkquartiers
Wasser
!
Grüne Zone - 495 2017
m² - 1. Quartal 2018 93% Büro Nutzungsmix
4. Quartal Wettbewerb U-Bahnlinie U2
kulturelle / soziale Nutzung
Gastronomie
187 m² Branche/Nutzung
3. Quartal 2018 - 4. Quartal 2018
3. Quartal 2019 - 4. Quartal 2019
Trapp-
Angebot
· J11 D15
alle Nutzungen außer
produzierendes Gewerbe und Wohnen ·J3A Wohnen, flexible Nutzung im EG Hochhausstandorte
Garagenstandorte
späteres Marktgebiet
Platz· ·
Orchideenshop reserviert
114 m²
Stadtteilmanagement Jugendwohnheim J12 alle Nutzungen außer J14C Hochgarage
178 m² 471 m² 1. Quartal 2020 verkauft produzierendes Gewerbe Die fehlenden Prozent innerhalb des Nutzungsmix entfallen
Nettonutzfläche des
1. Quartal 2022
Christine-Touaillon-Straße auf die Kategorie "Handel, Dienstleistung und Erdgeschosszone"
´
Mietobjekts Stand: 13.08.2015
Hannah- SEEPARKQUARTIER - RAHMENBEDINGUNGEN 0 25 50 100
!
Meter © Wien 3420 Aspern Development AG
!
D18B
Arendt- D20
Park
Das Projektgebiet wird im Rahmen der
ersten Entwicklungsetappe von aspern
die Seestadt Wiens entwickelt. Mit dem
zentral gelegenen Seeparkquartier wird
ein Schwerpunkt auf Forschungs- und
Entwicklungseinrichtungen gelegt.Seiten 4 | 5 PROJEKTGEBIET
PROJEKTGEBIET
Das Planungsgebiet für den Wettbewerb um- Die Bedeutung der Sockelzone für die Belebung
fasst den öffentlichen Raum des Seeparkquar- des Öffentlichen Raumes ist im Leitplan für die
tiers (inkl. angrenzendem Abschnitt der Ja- Entwicklung des südlichen Abschnittes der as-
nis-Joplin-Promenade) mit einer Größe von rund pern Seestadt ablesbar.
22.600 m2 und grenzt unmittelbar an die bereits
errichtete erste Entwicklungsetappe im Süden Die Stärkung der öffentlichen Funktionen und
der aspern Seestadt an. der Verschränkung zwischen der Erdgeschoßzo-
ne und dem öffentlichen Raum an der Platzkette
Das Quartier nimmt den zentralen Teil der Etap- wird im Leitplan Seeparkquartier deutlich. Die
pe 1 ein und erstreckt sich zwischen Sonnenallee mittlere Zone (die Platzkette) wird gezielt durch
und Seepark. Es bildet den zentralen Raum um Erdgeschoßzonen und deren aktives Wirken in
die Station der U2-Endstation „Seestadt“ und den Öffentlichen Raum gestärkt. An den Nord-
fungiert als Bindeglied zwischen der Station und Süd verlaufenden Verbindungen – den Kapillaren
den westlich, südlich und östlich gelegenen Bau- – sind keine Erdgeschoßnutzungen bzw. keine
feldern. Hier soll ein gemischt genutztes Gebiet aktive Sockelzonen vorgesehen. Dies soll zu einer
mit Schwerpunkt auf Büros (insbesondere von fokussierten Entwicklung der belebten Sockelzo-
Technologie- und Forschungsunternehmen) ent- ne im Bereich der Platzkette beitragen.
wickelt werden.
Die drei neuen Plätze liegen in stark frequentier-
Die „Lebensadern“ dieses Quartiers sind einerseits ten Fußgängerrelationen zwischen der U2-Sta-
die Fußgängerachse, die von der U-Bahn-Sta- tion „Seestadt“ und den Wohnquartieren im
tion zum Wohnquartier führt, andererseits der Südwesten. Die im Umfeld existierenden klei-
südliche Abschnitt der Sonnenallee. Als wichtige neren Plätze (Hermine-Dasovsky-Platz, Susan-
Fußgängerverbindung kommt der Belebung der ne- Schmida-Gasse und Maria-Trapp-Platz) sind
Erdgeschoßzonen eine besondere Bedeutung zu, klar den sie umgebenden Gebäuden und deren
die in diesem Bereich vorwiegend über Dienst- Nutzung zugeordnet. Der Vorplatz des Hannah-
leistungs- und Kultureinrichtungen erfolgen soll Arendt-Parks bildet auch aufgrund des tem-
aber auch Gastronomie sowie Hotel- und Kon- porären Markts ein lokales Zentrum. Die Plätze
gressnutzungen umfassen wird. Freizeitfläche- im Seeparkquartier liegen wie “Perlen” an einer
und Sportangebote werden in Ergänzung zum Kette der Bewegung zwischen den unterschied-
Seepark eine Rolle spielen. lichen Quartieren und dem ÖV-Knotenpunkt U2
„Seestadt“ im Herzen des Projektgebietes.WETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
WETTBEWERBSAUFGABE
UND -VERFAHREN
Der öffentliche Raum im Seeparkquartier soll als Das Wettbewerbsverfahren
urbaner Aufenthalts- und Bewegungsraum mit
überwiegend fußläufigen und fahrradaffinen An- Durchgeführt wurde ein offener Realisierungs-
geboten entwickelt werden und der Bevölkerung wettbewerb in zwei Verfahrensstufen mit an-
ab Mitte 2018 weitgehend zur Verfügung stehen. schließendem Verhandlungsverfahren. In der
Seine konkrete Ausformung und Gestaltung wird ersten Verfahrensstufe wurde eine unbeschränkte
sehr stark von den tatsächlich zur Umsetzung Anzahl von Teilnehmenden zur Abgabe von frei-
gelangenden Nutzungen vor allem in den Erdge- raumplanerischen Konzeptskizzen und Prozes-
schoßzonen der Hochbauvorhaben geprägt wer- sentwürfen aufgefordert. Die Konzepte sollten es
den, was einen Grund für den dialogorientierten dem Preisgericht ermöglichen, die Entwurfsansät-
Charakter dieses Verfahrens darstellt. ze mit den größten Entwicklungspotenzialen für
eine Weiterbearbeitung in der 2. Stufe auszuwäh-
Das Seeparkquartier ist für einen großen Teil der len. Insgesamt wurden in der 1. Wettbewerbsstufe
bereits hier wohnenden und arbeitenden Bevölke- 25 Beiträge eingereicht. Das Preisgericht bewerte-
rung die direkteste Fuß- und Radwegverbindung te in einer ersten Sitzung alle Beiträge und wählte
zur U-Bahn-Station „Seestadt“ und wird daher sechs Entwürfe zur vertiefenden Bearbeitung aus.
diese Funktion der zügigen und attraktiven Wege-
verbindung zu erfüllen haben. In der 2. Wettbewerbsstufe wurde ein Hearing mit
Mitgliedern des aspern Beirates durchgeführt.1
Die öffentlichen Räume sind zudem auch als Ver- Nach einer gemeinsamen Diskussion der spe-
kehrsflächen zu verstehen und zu gestalten. Wenn zifischen Wettbewerbsaufgabe und der damit
auch der motorisierte Individualverkehr eine nur verbundenen Anforderungen mit dem Beirat, er-
untergeordnete Rolle spielen wird, musste doch hielten die Wettbewerbsteilnehmenden nachei-
in der konkreten Ausarbeitung des Entwurfes nander und unter jeweiligem Ausschluss der an-
eine straßenbauliche Expertise für den gesamten deren Teilnehmenden die Möglichkeit, spezifische
Raum eingebracht und ein entsprechendes Stra- Fragestellungen mit dem aspern Beirat zu disku-
ßenausbauprojekt erarbeitet werden. tieren.
Mit dem Entwurf sollte ein Raum geschaffen wer- Die Begründung für die Durchführung dieses Hea-
den, der allen Bevölkerungsgruppen gleicherma- rings ergab sich aus der komplexen Situation be-
ßen zur Verfügung steht, sodass allen die Mög- zogen auf die parallel zu diesem Wettbewerbsver-
lichkeit gegeben wird, sich mit diesem Raum zu fahren laufenden Planungsprojekte zu konkreten
identifizieren. Einrichtungen für wegbegleitendes Bauvorhaben im Seeparkquartier. Die Wien 3420
Spiel waren ebenfalls in die Gestaltung zu inte- Aspern Development AG wollte als Ausloberin
grieren. Außerdem stellt die Thematisierung von sicherstellen, dass der Informationsstand zu den
Wasser in sämtlichen öffentlichen Räumen der laufenden Projekten im Dialog an die Teilnehmen-
Seestadt ein wichtiges Planungs- und Umset- den weitergegeben wird. Aus Gründen der Wah- 1
Die Beiratstätigkeit von
zungsprinzip dar. Besonderes Augenmerk kam rung der Anonymität durften die Mitglieder des Mitgliedern des Preisgerichts
zudem den besonderen Vorgaben zur Regenwas- Preisgerichts nicht an dem Hearing teilnehmen. wurde in allen Angelegen-
serversickerung zu, für die entsprechende funktio- Auch die Mitglieder des aspern Beirates waren zur heiten des gegenständlichen
nale und gestalterische Vorschläge zu entwickeln Verschwiegenheit, v.a. gegenüber dem Preisge- Verfahrens für die Dauer des
waren. richt, verpflichtet. Verfahrens ruhend gestellt.Seiten 6 | 7 WETTBEWERB UND VERFAHREN
VERFAHRENSDIAGRAMM
Öffentliche Bekanntmachung
5 Wochen
Bearbeitungs- Rückfragenbeantwortung
zeitraum
Abgabe 1. Stufe
Vorprüfung
Preisgerichtssitzung 1
Nachr. Nachr.
Team 1 Team 2 Team 3 Team 4 Team 5 Team 6
1 2
Überprüfung der Teilnahmeberechtigung
Stufe 1
Versand ergänzender Unterlagen
Team 1 Team 2 Team 3 Team 4 Team 5 Team 6
7 Wochen
Briefing mit dem
Bearbeitungs-
zeitraum aspern Beirat
Rückfragenbeantwortung
Anonymisiertes Protokoll
Abgabe 2. Stufe
Vorprüfung
Preisgerichtssitzung 2
1. Preis 2. Preis 3. Preis
Stufe 2
1. Preis
Vergabegespräch(e)
Auftragsvergabe
VerhandlungsverfahrenWETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
BEURTEILUNG & BERATUNG
PREISGERICHT StellvertreterInnen (nicht stimmberechtigt)
FachpreisrichterInnen (stimmberechtigt) Andreas Kauzner
Fachdienststelle für Straßenverwaltung und
Stefan Rotzler Straßenbau (MA 28)
Landschaftsplaner (Gockhausen/CH) Johann Becher
Ingrid Breckner Bezirksrat Donaustadt
Soziologin, HCU Hamburg (D) Lukas Lang
Richard Kronberger Wien 3420 Aspern Development AG
Stadt Wien, Fachdienststelle für Architektur
und Stadtgestaltung (MA19)
Karl Grimm ASPERN BEIRAT
Ingenieurkonsulent für Landschaftsplanung Bei dem aspern Beirat handelt es sich um ein
und Landschaftspflege, Kammer der unabhängiges ExpertInnengremium, welches die
Architekten und Ingenieurkonsulenten Aufgabe hat, die Entwicklung der aspern See-
stadt fachlich zu begleiten und dazu die Entwick-
StellvertreterInnen (nicht stimmberechtigt) lungsträgerInnen und die ProjektträgerInnen in
qualitativen und prozessorientierten Fragen der
Peter Köster Standortentwicklung berät.
Landschaftsarchitekt (Hamburg/D)
Raimund Gutmann Dieses Gremium trat im Rahmen eines Hearings
Wien/Salzburg in einen Dialog mit allen TeilnehmerInnen. Die
Reinhard Wolfbeißer Mitglieder des aspern Beirates waren zur Ver-
Fachdienststelle für Architektur und traulichkeit verpflichtet.
Stadtgestaltung (MA19)
Carla Lo Angelika Fitz, Wien
Ingenieurkonsulentin für Landschafts- Christa Reicher, Dortmund
planung und Landschaftspflege, Kammer Oliver Schulze, Kopenhagen
der Architekten und Ingenieurkonsulenten Silja Tillner, Wien
Bernd Vogl, Wien
SachpreisrichterInnen (stimmberechtigt)
Elisabeth Alexander VORPRÜFUNG
Stadt Wien, Fachdienststelle für Straßen-
verwaltung und Straßenbau (MA 28) René Ziegler, Mario Weisböck
Ernst Nevrivy RAUMPOSITION
Bezirksvorsteher Donaustadt Inge Löwy, Jakob Kastner
Heinrich Kugler Wien 3420 Aspern Development AG
Wien 3420 Aspern Development AG Vera Layr, Martin Ryl
Fachdienststelle für Straßenverwaltung und
Straßenbau (MA 28)
Katja Hampel
Fachdienststelle für Stadtgärten (MA 42)Seiten 8 | 9 PREISTRÄGER
PREISTRÄGER &
ALLE WEITEREN TEILNEHMENDEN
1. PREIS WEITERE TEILNEHMENDE DER 1. STUFE
Rotzler Krebs Partner GmbH LAND Milano s.r.l.
Landschaftsarchitekten BSLA (Winterthur/CH)
mit DnD Landschaftsplanung ZT KG
Dipl.-Ing. Erwin Umlauf
Ingenieurkonsulent für Kulturtechnik und DI Christian Henke, DI Elisabeth Lesche
Wasserwirtschaft (Wien/A)
METTLER Landschaftsarchitektur
2. PREIS Landschaftsarchitektur und Ökologie
rajek barosch landschaftsarchitektur (Wien/A) Arge koala Landschaftsarchitektur und
mit Arch DI Martin Brischnik
FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH
(Wien/A) Architekt Axel Meyer
LAND IN SICHT Büro für Landschaftsplanung
ANKAUF
Landschaftsarchitektur Batik
Bertel Bruun, Breimann & Bruun GmbH & Co. KG
(Hamburg/D) EGKK Landschaftsarchitektur GBR
mit
ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung Arge AllesWirdGut – PlanSinn
(Hamburg/D)
Lassy architektur + raumplanung ZT GmbH
RUNDGANG 2. STUFE 3:0 Landschaftsarchitektur
TOPOTEK 1 Bandorf Neuenschwander Partner GmbH
Gesellschaft für Landschaftsarchitekten mbH
(Berlin/D) DI Paul Kandl e.U.
mit Die Landschaftsplaner ZT GmbH
IVAS – Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und
-systeme (Dresden/D) RaumUmwelt Planungs-GmbH
ARGE tilia nuler Arbeitsgemeinschaft Frans Boots und
tilia staller.studer Landschaftsplanung/Arch. Julia koselicka landschaftsarchitektur
Nuler (Wien/A)
mit YEWO Landscapes e.U.
Rosinak & Partner ZT GmbH (Wien/A)
Stadtland DI Sibylla Zech GmbH
bauchplan mit Green4Cities GmbH
(München/D)WETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
1. PREIS
Rotzler Krebs Partner GmbH Landschaftsarchitekten BSLA (Winterthur/CH)
mit
Öffentlicher Raum Seeparkquartier | Asper
Dipl.-Ing. Erwin Umlauf
Ingenieurkonsulent für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft (Wien/A)
Gestaltungskonzept M 1:500
Stadträumliche Einbindun
C
Der zusammenhängend gestaltete Sta
an den Übergängen zum Quartier
ausgebildet. Als Kiesplatz vis à vis z
Belagsausweitung an der Kreuzung M
als verkehrsberuhigte Wegquerungen
die planerisch vor-gegebene Platzges
selbstverständliche Weise dieses Sys
Zentrale Platzfolge
_ freigehalten als Bewegungsachse und A
B
_ großkronige Platanen beschatten Aufen
Platzbereichen
_ Schwimmerobjekt macht das verborgen
A C
A
B
Gassenräume/Kapillaren
_ schmalkronige, gebäudenahe Bäume un
_ schaffen atmosphärische Dichte in den K
_ Fahrbereiche für Feuerwehr und Anliefer
An der Janis-Joplin-Promenade kann durch das Abrücken der Fahrbahn zum Seepark
ein breiter und attraktiver Vorbereich auf der Seite der Bebauung geschaffen
werden, die mit einer schmalkronigen Baumreihe bepanzt ist.
Zur Drosselung der Geschwindigkeit werden die Fahrächenbreiten auf ein
Minimum reduziert: 4,60 m für den Begegnungsfall LKW-PKW bei 10 km/h und im
mittleren Abschnitt 4,10 m für den Begegnungsfall PKW-PKW bei 10 km/h zur weiteren
Geschwindigkeitsreduktion.
Das seitlich angeordnete Funktionsband dient für Kurzzeitparken, Behindertenstellplätze,
Fahrradstellplätze, Hotelvorfahrt, LKW-Ausweiche und als Ladezone. Vor dem Hotel ist ein
Wendehammer für 12m lange LKW vorgesehen.
In Verlängerung der Kapillaren fortgeführte Belagsfriese öffnen das Seeparkquartier
zum Park und zeichnen attraktive Querungen für den Fußverkehr aus. In den
beiden Querungen wird das Funktionsband unterbrochen. Zur zusätzlichen
Geschwindigkeitsdrosselung und zur Verdeutlichung des querenden Fußgängerverkehrs Janis-Joplin-Promenade
werden die Friese im Bereich der Fahrbahn als drei Zentimeter hohe ‚Schwellen‘ _ linear geprägte Stadtkante zum Seepark
ausgeführt. _ querende Belagsbänder und reduzierte F
_ multifunktionale Umschlagäche für Kurz
ENTWURFSIDEE DER VERFASSER
„Im Kontext einer latenten ‚Überdosis von Form Platzfolge wird als ‚urbane Allmende‘ mit durch-
& Programm‘ ist Subtilität und Mehrdeutigkeit gehendem Bodenbelag ausgebildet, Belags-
nötig. Aus diesem Grund wird ein Freiraum von friese rahmen den fließenden Asphalt und defi-
angemessener Neutralität und Offenheit vorge- nieren den Übergang zu den Baufelder. Lockere
schlagen, der urbane Vielfalt ermöglicht. Der zu- Baumsetzungen in den Kapillaren; freihalten der
sammenhängend gestaltete Stadtraum zeigt an zentralen Platzfolge als Bewegungsachse.“
den Übergängen klare situative Bezüge. ZentraleSeiten 10 | 11 1. PREIS
1. PR
EIS
WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT
„Der Beitrag zeichnet sich durch einen subtilen definiert so einen klaren Übergang zu den Bau-
und zeitlosen Entwurf aus, der mit wenig gut ge- feldern. Granit findet sich auch in der Möblierung
setzten Gestaltungsakzenten ein charakteristi- wieder. In die Belagsfläche aus Asphalt werden
sches Quartier schafft. Ein urbaner Freiraum, der lange Granitbänke mit Holzauflagen eingestreut,
mit der notwendigen Offenheit auf die EG-Zone sowie fünf sorgsam positionierte Brunnenobjek-
der benachbarten Wohnbauten, sowie mit der te. Diese Brunnenserie hat einen stark skulptu-
notwendigen Neutralität auf die differenzierten ralen Charakter, welche die unterschiedlichen
Fassaden der angrenzenden Gebäude reagiert. Platzräume akzentuiert.
Die Übergänge zu den angrenzenden Freiräumen
werden situativ ausgebildet und schaffen so kla- Eine Kombination aus schmalkronigen Platanen
re Bezüge und Orientierung. Das ruhige Material- in den Kapillaren, sowie großkronigen Plata-
konzept wird besonders hervorgehoben. nen im zentralen Platzraum vervollständigt den
Entwurf. Gewürdigt wird besonders die Auswahl
Als durchgängigen Belag wird Asphalt und Gra- eines charakteristischen Stadtbaums, der den
nit gewählt. Ein Granitfries rahmt den Belag und Entwurf prägt.“
5 81223
349
Öffentlicher Raum Seeparkquartier | Aspern Seestadt | 2. Wettbewerbsstu
Regenwassermanagement Nutzungsvielfalt
Auf eine Oberächenversickerung über Grünächen wird bewusst verzichtet, da Als ‚urbane Allmende‘ mit durchgehendem Bodenbelag ist die zentrale
dies nicht dem angestrebten urbanen Charakter entspricht, Wegverbindungen Platzfolge gleichermaßen Bewegungsraum für Passanten und Radfahrer, stellt
trennt und eine starke Einschränkung der Benutzbarkeit darstellt. aber auch eine Offerte für vielfältigste Formen städtischen Lebens und
jahreszeitlich wechselnde Nutzungen dar.
Stattdessen wird die Regenwasserrückhaltung mit einem Staukanal gelöst,
welcher die Platzächen freihält. Der Großteil des anfallenden Regenwassers wird
in einem Staukanal, mit einem Speichervolumen von 250 m3, gesammelt und
gedrosselt abgeleitet in den Kanal ‚Seeufer Süd‘ in der Janis-Joplin-Promenade.
Durch ein skulptural ausgebildetes ‚Schwimmerobjekt‘ wird das verborgene Das gesamte Einzugsgebiet beträgt ca. 22.600 m². Bei einer Regenspende von 193,33 l/s,ha
und einem Abussbeiwert von 0,9 ergibt sich ohne Rückhaltung ein Spitzenabuss von
Regenwassersystem spielerisch erlebbar gemacht. 393,2 l/s. Eine Teileinzugsäche von ca. 7.100 m² inklusive der Flächen in der Janis-Joplin-
Promenade entwässern ohne Rückhaltung in den Kanal „Seeufer Süd“ und in den Kanal in
der Maria-Tusch-Straße. Das ergibt einen Spitzenabuss von 124 l/s. Die übrigen Flächen
mit ca. 15.500 m² entwässern in einen Staukanal DN 1000, DN 400 und DN 300 mit einer
gesamten Länge von 690 m und einem Speichervolumen von ca. 250 m³. Der Drosselabuss
beträgt bei maximaler Stauhöhe und einer Drosselöffnung von Ø 150mm ca. 90 l/s. Der
Flächen ohne Retention: Wien KanalWETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
2. PREIS
rajek barosch landschaftsarchitektur (Wien/A)
mit
w ellow
FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (Wien/A)
Seeparkquartier
Jan
is-Jo
plin
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So
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en
all
ee
N
Seeparkquartier
Grundriss M 1:500 1221
153060 Grundr
e und Hochbauten mit einer
ene, einfache Gestaltung
ht in Konkurrenz zu den
keit die Basis für ein vielfälti-
ENTWURFSIDEE DER VERFASSER
und Infrastrukturen im Hausnahbereich und unterstützt die Adressbildung. Durch eine einfache Strukturierung des
Belages kann sie auch zu einem späteren Zeitpunkt ihre Dimensionierung ändern. In den Kapillaren wird die Man-
tellinie zur begrünten Zone, welche auch als Sichtschutz der Erdgeschoßwohnen dient.
ätze setzen punktuelle Akzen- Im Gegensatz zu dieser langsamen Mantellinie verbindet eine schnelle Bewegungszone die U-Bahn-Station mit
e Märkte, Veranstaltungen der Maria-Tusch-Straße. Sie dient neben dem Fußverkehr der Erschließung für Rad, Müll, Einsatzfahrzeuge und
nz. In die Randzonen der Feuerwehr und besteht aus robustem Asphalt. Dieser gleicht sich durch beigen Kornzuschlag und geschliffene
„mellow Seeparkquartier ist eine urbane Binnen-
abei spielen Farbe, Materi- Oberfläche optisch an die beigen Ortbetonflächen der Plätze an, bleibt aber dennoch differenziert anders. Die
n eine wesentliche Rolle. Sie Bewegungszone wird von klaren Leitlinien aus Baumreihen mit Sitzbänken für kurzes Verweilen begleitet.
sphäre. Die prägnante Farbe
bauten ein selbstverständli- Die Janis-Joplin-Promenade wird zur Begegnungszone um ein leichtes Queren aus dem Seeparkquartier in den
Quartier hinaus und sind über
welt – es antwortet mit einer klaren, prägnanten
Park zu ermöglichen und ein attraktives Vorfeld am Park zu schaffen. Mit Tegula gepflastert fügt sie sich in das
umgebende Straßenbild ein.
g und Ausformulierung auf
räger wichtiger Funktionen Struktur und mit robusten, homogenen Materi-
Die Entwässerung erfolgt 50% retendiert über fünf Speicherkanäle DN 1500 mit einer Gesamtlänge von 107 m und
einem Retentionsvolumen von 185 m3.
alen auf die vielfältige Umgebung. Zwei helle,
sandgelbe Plätze setzen punktuelle Akzente im Sitzplatz Janis-Joplin-Promenade
ngszone
Asphalt
Schnitt O-W
Quartier. In M 1:200
den Randzonen der Plätze sind Ver-
• längere Verweilzone mit Blick in den Park
• konsumfreie Zone
• Möblierung Typ Janis-Joplin-Promenade
Pflanztröge-System
Tegula-Belag
weilzonen eingeschrieben. Eine flexible Mantelli-
WLAN-Hotspot
auf Plätzen Sonnensitzplatz Markplatz
nie umfließt die Baukörper und reagiert auf un-
• längere Verweilzonen
• konsumfreie Zonen
• Pausenfläche Wasserspiel
alt Fahrradbügel • Arbeitsplätze mit WLAN
terschiedl. EG-Nutzungen. In den Kapillaren wird
• Möblierung Typ Platz
ornzugschlag beige
berfläche geschliffen
Schattensitzplatz Wasserplatz
ton
etonflächen beige
berfläche fein sandgestrahlt die Mantellinie zur begrünten Zone. Schnelle Be- •
•
•
längere Verweilzonen
konsumfreie Zonen
Pausenfläche
• Arbeitsplätze mit WLAN
tellinie
orzone mit Punktmuster aus
wegungszone aus robustem Asphalt verbindet
Schattensitzplatz Platz an der Sonnenalllee
• Möblierung Typ Platz
Markierungsfarbe • längere Verweilzone Schanigartenzone
U-Bahn mit Maria-Tusch-Straße.“
rtenzone • Konsumfreie Zone
r und Fahrradbügel • Grüner Rückzugsraum Sonnensitzplatz Bewegungszone
ge • Möblierung Typ Janis-Joplin-Promenade
• kurze Verweilzonen
• Möblierung Typ Bewegungszone
Ausstattung Marktplatz
Speicherkanal SPK 4-5
Janis-Joplin_Promenade • DN 1500 107 m Gesamtlänge Radfahrer MIV
e Wildbirne • 185m3 Retentionsvolumen Quartiersanbindung • Zu- und Abfahrt
• Radfahren im gesamten SPQ
• 50% retendierte Entwässerung
• Einleitung von 30% Gesamtvolume in Wendeplatz
Grüne Mantellinie Kanal Janis-Joplin-Promenade
• nieder Strauchpflanzungen
Mastleuchte hoch LPH 6m Entwässerung mittels Ixen Fussgänger
• vereinzelt schmalkronige Bäume • Tiefenlinie mit Straßeneinläufen • Haupt - Fussweg
Begegnungzone
Mastleuchte niedrig LPH 4m
U
Baumpflanzungen in Kapillaren
• Vogel-Kirschen
Wasserplatz
• Zitter-Pappel hoch aufgeastet
latz an der Sonnenallee Speicherkanal SPK 1-3
Pollerleuchten unter Bäumen • DN 1500 107 m Gesamtlänge
• Chinesische Wildbirne Anlieferung und Müll MIV
• 185m3 Retentionsvolumen FussgängerSeiten 12 | 13 2. PREIS
2. P R
EIS
WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT
„[...] Der Entwurf zielt auf eine klare, übersichtliche Das Möblierungskonzept sieht Betonfertigteile
Strukturierung des Raumes im Seeparkquartier mit unterschiedlichen Auflagen und keine klassi-
ab. An den Oberflächen sind robuste Materialien schen, alltagsgerechten Sitzmöbel vor. Ein hoch-
(geschliffener Asphaltfeinbeton mit sandfarbe- preisiger schweizerischer Abfallbehälter ist eben-
nem mineralischem Zuschlag, sandfarbener und so vorgesehen, wie Fahrradabstellanlagen aus
sandgestrahlter Ortbeton) vorgesehen. Die Be- rundem Stahlrohr. Die Beleuchtung erfolgt mit
tonoberflächen heben zwei Platzbereiche hervor Wiener Standard Mastleuchten, 6 m hoch in den
und schaffen unterschiedliche räumliche Konfigu- Kapillaren und 4 m hoch in den Bewegungszonen,
rationen: ein länglicher Doppelplatz und eine ge- die Betonplätze erhalten Pollerleuchten, sodass
drungene Platzfigur. Die Janis-Joplin-Promenade unter den Bäumen etwas dunklere Zonen entste-
wird durch einen Wechsel zu schwarzem Betons- hen.
teinpflaster und in der Baumart aus den Raumse- Der Baukostenrahmen wird um 10 % unterschrit-
quenzen des Seeparkquartiers ausgeklinkt. ten, eine flexible Reaktion auf Änderungen ist gut
Bäume werden gezielt und gekonnt zur räumli- möglich.
chen Differenzierung eingesetzt: Sie signalisieren Die homogene, klare und zurückhaltende Grund-
die Hauptachse von der U2 nach Westen durch struktur wird als geeignete Matrix für eine klein-
das Quartier, Baumgruppen gliedern die sand- teilige und vielfältige Architektur gesehen, die
farbenen Plätze in kronenüberschirmte und freie abweichende Gestaltung in der Joplin-Promena-
Zonen, dazwischen werden kurze, gerade Baum- de erscheint inkonsequent. Die ruhige Differenzie-
reihen eingesprengt. Die Hauptachse erhält einen rung der Hauptachse und die Herausarbeitung der
subtilen Rhythmus. Der südliche Platz schließt an Platzabfolge wird ebenso positiv beurteilt wie die
die Strukturierung des Maria-Trapp-Platzes jen- Differenzierung der Platzprofile in mittige Aufent-
seits der Sonnenallee an. haltsbereiche mit angelagerten Bewegungszonen
Die Asphaltoberflächen werden in Bewegungs- und den randlichen Mantellinien. Diese sind gut
zonen und in Mantellinien entlang der Gebäude geeignet, auf unterschiedlichste Übergangsituati-
gegliedert. In diesem Vorfeld erhält der Stan- onen zum Privatgrund zu reagieren. Ausformung
dardbelag ein gerastertes Punktmuster aus Stra- und Ausmaß der Ortbetonfelder wären so an die
ßenmarkierungsfarbe. In den Kapillaren sind die Fahrgassen anzupassen, dass der helle Belag nicht
Mantellinien Grünflächen mit Sträuchern und sch- befahren und mit Reifenabrieb eingefärbt wird. Ein
malkronigen Bäumen. Die Ausführung des Belags spannenderes Fugenbild ist ebenso denkbar wie
kann leicht an Bauetappen angepasst werden. eine hochwertigere Markierung der Mantellinien
Regenwasser wird über Ixen und Einlaufschächte – angesichts des nicht ausgeschöpften Baubud-
abgeleitet und in Stauraumkanälen retendiert. gets. Der flach ausgemuldete Wasserplatz ist im
Sichtbarer Rückhalt oder Zeichen an der Oberflä- öffentlichen Raum realisierbar, jedoch nicht mit
che und Versickerung sind nicht vorgesehen. den aus dem Boden ragenden Wasserspeiern.
Als Baumarten sind mit Zitterpappel, Hainbuchen, Das Ausmaß der grünen Mantellinien in den Ka-
Spitzahorn und Vogelkirsche fast durchwegs hei- pillaren erscheint nicht realistisch, die Strauchar-
mische Gehölze vorgesehen, lediglich an der Jo- ten sind empfindlich. Die Baumartenwahl wäre in
plin-Promenade werden Chinesische Wildbirnen Hinblick auf die gewünschte urbane Atmosphä-
gesetzt. In den Kapillaren sind Hortensien und re und den Beitrag zur Verdunstungskühlung zu
Schneeballsträucher vorgesehen. überdenken.WETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
ANKAUF
Bertel Bruun, Breimann & Bruun GmbH & Co. KG (Hamburg/D) 8475
mit
ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung (Hamburg/D) Seepark
+ 0,38
5 % Gefälle 5 % Gefälle Platzfläche 26 m
Schnitt A - A`
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Fortführung Maria-Trapp-Platz
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Wintergrüß
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Seeparkquartier Aspern Nachtschwärmer. Gipfelstürmer. Cafégenießer.
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ENTWURFSIDEE DER VERFASSER Übersichtsplan 1_5
„Die Rote Saite spielt für das Seeparkquartier eine
große Rolle. Diese Durchströmung soll durch eine
weiche Topografie und einen einheitlichen Belag
erreicht werden. Der Raum wird als Platzkontinu-
um – als landschaftlicher Boulevard – verstan-
den, der durch das Quartier fließt. Im Sinne von
‚Sammeln‘ – ‚Bremsen‘ – ‚Leiten’ ist die Topogra-
fie ein Mittel, um Menschen in Bewegung oder
zur Ruhe zu bringen (Mulden an den Plätzen zum
Sammeln, sanfte Erhebung für ein Lenken).“
Quartier Funktionen NutzerRäume FreiRäume Topographie EntwässerungSeiten 14 | 15 ANKAUF WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT „Die dem Gestaltungskonzept zugrunde liegende Anstaumöglichkeit auf den Plätzen. Das System Leitidee eines topografisch gestalteten Platz- ist nicht zur Gänze klar und in voller technischer kontinuums ohne Kanten wird von der Jury als Tiefe ausformuliert und wird grundsätzlich im positiver Wettbewerbsbeitrag mit großem Po- Hinblick auf die Erhaltung kritisch gesehen. tenzial gewertet. Im Hinblick auf den zur Verfü- Als weiteres wesentliches Gestaltungselement gung stehenden Platz erscheinen die vorgeschla- wurde ein individuelles Sitzmöbel entworfen. Die- genen Höhendifferenzen zwar nicht vollständig ses wird von der Jury als mögliches Element zur realisierbar, aber auch eine dezentere Ausgestal- Identitätsbildung positiv hervorgehoben, dessen tung der Hügel und Mulden würde die Leitidee umfassender Einsatz ohne weitere „Standard- der Gestaltung noch gut erkennen lassen. möbel“ anzubieten erscheint jedoch fragwürdig. Das Sammeln-Bremsen-Leiten durch die topog- Auch das vorgeschlagene Material aus Acrylg- rafische Gestaltung wird als interessanter Beitrag las wird im Hinblick auf die Erhaltung kritisch zur Führung der Wegrelationen im Seeparkquar- bewertet. tier gesehen, in wie weit die im Entwurf vorge- Die Einbeziehung der AkteurInnen ist sehr schlagene Ausgestaltung die im städtebaulichen offen formuliert und lässt noch viele Fra- Konzept vorgesehenen Nutzungen tatsächlich gen offen. Grundsätzliche Fragen sind jedoch unterstützt, wäre noch zu überprüfen. Die lan- angesprochen. gen Betonbänder geben eine gute Struktur zur Die Realisierbarkeit des vorgeschlagenen Kon- informellen Lenkung des Fahrzeugverkehrs in der zept erscheint trotz der genannte Schwächen Fußgängerzone. gut gegeben und die Einhaltung des Kostenrah- Der richtungslose und kleinformatige Pflaster- mens machbar. Vor allem die vorgeschlagene belag aus Naturstein ist gut gewählt und unter- Entwässerungslösung wäre jedoch noch im De- stützt sowohl die topografische Modellierung als tail zu überprüfen, da hier die Kosten als zu gering auch eine etappenweise Realisierung. Der Stein bemessen erscheinen. Positiv ist hervorzuheben, ist zwar äußerst aufwändig in der Verlegung, dass mit dem vorgeschlagenen Konzept wenig aber das hochwertige Material unterstützt die Folgekosten für Erhaltung und Betrieb verbun- Entwurfsidee bei gleichzeitig geringem Erhal- den sind. tungsaufwand. Der Entwurf wurde hinsichtlich der Leitidee To- Das Gestaltungskonzept im Hinblick auf die zum pografie zwar konsequent weiterverfolgt, hat Einsatz kommende Vegetation ist sehr reduziert sich in der zweiten Stufe aber insgesamt nur we- und trägt der Idee weiter offener Platzräume nig vertieft. Allein der Vorschlag der Verbindung Rechnung. Als einzige Baumart ist die Birke vor- von Topografie und Regenwasserbewirtschaf- gesehen, die jedoch als problematisch gesehen tung wurde aufgegriffen, insgesamt lässt das wird und auch nicht in der Baumliste der MA Konzept jedoch die notwendige Konkretisierung 42 enthalten ist. In Teilbereichen müsste auch vermissen. Am kritischsten ist jedoch zu vermer- der notwendige Abstand Baum-Bebauung auf ken, dass der Entwurf einerseits maßgebliche mind. 4 m vergrößert werden. Vorgaben des Auslobers (U-Bahn-Vorplatz ist Die Entwässerung greift die topografische Ge- nicht Gegenstand des Wettbewerbs) trotz ent- staltung auf und versickert das Oberflächen- sprechender Hinweise übergeht und gleichzeitig wasser der Platzräume großteils vor Ort durch konkrete Aussagen zur Gestaltung der Janis-Jo- unterirdische Rigole. Bei Überlastung besteht plin-Promenade vermissen lässt.“
WETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER RUNDGANG 2. STUFE TOPOTEK 1 719504 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin/D) mit IVAS – Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme (Dresden/D) ENTWURFSPLAN M. 1:500 WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT „Als Grundkonzept wird eine Dreiteilung des öf- lichen Materialien, was zusammen mit den un- fentlichen Raumes für das Seeparkquartier for- terschiedlichen Platzgestaltungen als zu unruhig muliert: Das zentrale aktive Band in Ost-West- beurteilt wird. Die Zuordnungsfähigkeit von un- Richtung wird als abwechselnd in Ortbeton und terschiedlichen Materialflächen und Funktionen Asphalt befestigte Fläche vorgeschlagen, in die bleibt zudem uneindeutig. vier differenziert ausgearbeitete Platzsituationen Für die Oberflächenentwässerung werden drei eingelagert werden. Die „Holzdecke“ mit Bühne kombinierbare Entwässerungssysteme vorge- und Gingkopflanzung, das „Feld mit Wasserdü- schlagen. Die Verknüpfung der Entwässerung sen“ und Weiden, das „Topografieelement“ mit des zentralen Freiraums und der Stadtkapillaren Kirschbäumen und das „Spiel und Sport-Ele- mit den oberflächennahen Versickerungsmulden ment“ mit Kunststoffbelägen und Stadtbirnen- in den Parkkapillaren ist technisch nicht nach- pflanzungen sind sehr detailliert ausgearbeitet, vollziehbar. aber überfrachten den zentralen Raum. Die phasenweise Umsetzbarkeit scheint realis- Die Parkkapillaren werden mit einem organi- tisch. Zur Einbeziehung von lokalen AkteurInnen schen Charakter und dunklem Granitkleinstein- werden keine Aussagen getroffen. pflaster vorgeschlagen. Weiden und Versicke- Die Kosten liegen voraussichtlich über dem an- rungsmulden unterstreichen den Versuch, den gegebenen Kostenrahmen, da in großen Teilflä- Seepark von Norden ins Quartier zu ziehen. Die chen geschnittene Natursteinflächen vorge- Stadtkapillaren werden dagegen mit Säulenei- schlagen werden. chen und ohne Grünflächen deutlich urbaner Insgesamt wirkt die Arbeit vor allem im zentra- gestaltet. len Bereich überfrachtet und bei der Verwendung Diese vorgeschlagene Dreiteilung führt in der der Materialien zu unentschieden.“ Mitte des Seeparkquartiers zu einem Aufein- andertreffen von mindestens vier unterschied-
Seiten 16 | 17 RUNDGANG 2. STUFE
RUNDGANG 2. STUFE
ARGE tilia nuler
ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER ASPERN SEESTADT 835637
tilia staller.studer Landschaftsplanung/Arch. Julia Nuler (Wien/A)
QUARTIER MIT WEITBLICK
mit
Rosinak & Partner ZT GmbH (Wien/A)
Die Seestadt als Stadterweiterung bedeutet einen neuen urbanen Lebensraum. Im viel-
schichtigen urbanen Stadtgefüge soll die Qualität der Weite und des offenen Raumes sowie
des Wassers spürbar sein.
Freie Mitte
Die Plätze der Platzkette bilden eine Abfolge von differenzierten Platzsituationen entlang
des Weges zur U-Bahn und in die Quartiere. Sie thematisieren Wasser in unterschiedlichen
Formen und sind räumlich spezifisch, ohne den Platz zu füllen. Bewegungs- und Barriere-
freiheit sind großflächig sichergestellt. Schwebende Elemente geben den Plätzen zusätz-
liche Qualitäten, die unterschiedliche Erlebnis- und Nutzungsspielräume eröffnen.
Flexible Zonierung
Der spezifische Stadtgrundriss des Seeparkquartiers spiegelt sich in der Formensprache des
Belagsmusters des alles verbindenden barrierefreien Teppichs und der Möblierung. Mobile
multifunktionale Sitzelemente zonieren den Raum nach Bedarf. Gestaltungselemente sind
flexibel an die noch nicht definierten Hochbauprojekte anpassbar. Höhenunterschiede an
den Plätzen beleben mit benutzbaren Rändern.
Bei den Geysiren
Am Übergang vom Stadtteil um den Hannah-Arendt-Park liegt ein Treffpunkt, der über das
Element Wasser in das Seeparkquartier leitet. Das „Tor“ bündelt die PassantInnenströme
und führt spielerisch in die FußgängerInnenzone.
Die Woge
Der Platz lässt die Mitte frei. Seine Charakteristik ist die wellenförmige Überdachung in der
Platzmitte. Hier ist Raum für Gemeinschaftliches. Temporäre Märkte, Straßenfeste, Street-
Kitchen, Bauworkshops, etc. Der Platz wirkt aus seiner Mitte in den Raum, das belebte
Zentrum charakterisiert den Platz immer wieder neu.
In den Wolken
Der Vorplatz des Museums mit einem schwebenden Nebel aus diffusem Wasserdampf
schafft einen sensitiven Übergang und eine spielerische Verbindung zum Maria-Trapp-
Platz, der als Sammel- und Treffpunkt für SchülerInnen und AnrainerInnen dient.
Verweilen im Blütenmeer
Dieser Platz lädt zum Verweilen ein. Die spezifische Qualität bringt die Blüte der Mandel-
bäume im Frühling. Diese bilden ein grünes, luftiges Blätterdach. Licht- und Schattenspiel,
gedämpfte Umgebungsgeräusche, Blätterrauschen. Unter den Baumkronen sind Sitz- und
Liegemöglichkeiten.
Am Strom
Der Platz unter der Wendeanlage der U-Bahn dient als jugendlicher Treffpunkt und Erweiter-
ung des Mobilitycenters. Fahrradwerkstätten, Reparaturworkshops, Radtauschbörsen
sowie temporäre, selbstverwaltete Bars oder ein Open-Air Kino finden hier Platz.
Ankommen und Treffen
Transitorischer Raum, der strukturelle Themen wie Orientierung, Mobilität und das Ankom-
men in der Seestadt vermittelt. Die großzügige Dimensionierung des Platzes, das Holzhoch-
haus mit Fernwirkung und eine Skulptur tragen diesen Anforderungen Rechnung. In Zusam-
menhang mit dem Nutzungsschwerpunkt Büros, Kongresszentrum, Hotel, etc. bedienen
Geschäfte, Restaurants und Cafés den Platz in unmittelbarer U-Bahnnähe.
Eintauchen in Stadtnatur
Zwischen Platzkette und Seepark machen grüne Gassen (Kapillaren) die Stadtnatur sichtbar
und spürbar. Die Veränderung durch die Jahreszeiten verlockt die Menschen immer wieder
Neues zu entdecken. Kunstvolle Nebelschwaden, aufsteigende Geysire und offene Wasser-
rinnen begeistern wegbegleitend sowohl ästhetisch als auch spielerisch praktisch. Wasser
fließt, sammelt sich, verdunstet und wird somit in unterschiedlichen Formen sichtbar und
erlebbar.
Die luftige Weite
Der See mit seinem umlaufenden Seepark ist in zentraler Lage und namensgebend für die
Seestadt Aspern und im Besonderen für das Seeparkquartier. Aus diesem Aufenthalts- und
Bewegungsraum wirkt die Qualität von Wasser und Grünraum in das Stadtviertel hinein.
Die grünen Kapillaren führen in einem großzügigen FußgängerInnenübergang hin zum
See. Eine Aussichtsterrasse öffnet die Begegnungszone Janis-Joplin-Promenade hin zum
See und bietet eine Verweilmöglichkeit als direkte Erweiterung des urbanen Raums des
Seeparkquartiers.
Flexibles Erdgeschoss – Exemplarische Varianten
Seeparkquartier – M 1:500
WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT
„Die Ausgestaltung des öffentlichen Raums mit nicht der Straßenbaumliste der MA 42.
einem einheitlichen Oberflächenbelag, dem Das Entwässerungskonzept mit Versickerung an
„Teppich“, bestehend aus Betonplatten im römi- den drei Plätzen (problematisch mit den vorge-
schen Verband wird grundsätzlich positiv gese- sehenen Baumpflanzungen), Rückhalt im Rohr-
hen. Die Plattenformate von 126,4/63,2; 94,8/63,2 system und Kanalentwässerung ist zu wenig
und 63,2/63,2 werden allerdings auf Grund der konkretisiert.
gewählten Größen als problematisch beurteilt. Die Möblierung in Form von Granitbänken (mit
Die differenzierte Platzkette, die Wasser in un- Sitzauflagen) und „wellenförmigen“ Liege- und
terschiedlicher Form – „Bei den Geysiren“, „Die Sitzmöbel aus Beton, sowie die Beleuchtung mit-
Woge“, „In den Wolken“, Am Strom“ – thema- tels Standardbeleuchtung ist bezüglich Nutzung
tisiert erscheint als interessanter Gestaltungs- und Erhaltung unproblematisch. Die Verteilung
ansatz, einzelne Elemente, wie die Woge, oder der Sitzmöglichkeiten, besonders für ältere, oder
die Wasserrinnen werden kritisch in Bezug auf mobilitätseingeschränkte Personen erscheint je-
Nutzbarkeit und Erhaltungsaufwand hinterfragt. doch verbesserungswürdig.
Die Woge kann zwar einerseits als dominantes Die durchaus interessanten Überlegungen zum
Gestaltungselement ein identitätsstiftendes Seeparkquartier in Bezug auf die Lage und Be-
Merkmal darstellen, scheint aber im Hinblick auf deutung in der Seestadt können in der Umset-
mögliche Nutzungen des öffentlichen Raums zung der Planungsüberlegungen nicht ganz
und die Problematik in Bezug auf die Barrierefrei- nachvollzogen werden.“
heit (schräge Stützen) fragwürdig.
Die Situierung und die Auswahl der Baumarten
(Baumhasel und Mandelbäume) werden als un-
geeignet für den städtischen Raum angesehen.
Die gewählten Baumsorten entsprechen auchWETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER
rseeparkstadtquartier] RUNDGANG 2. STUFE 000826
generator öffentlicher vielfalt
bauchplan (München/D)
Parkzugang
Parkzugang
Cafés und Längsparken
Richtungsfahrbahnen
als Intarsien im Baumhain Parkzugang
Einfahrt TG
Anlieferung und Längsparken
Baum-Boulevard
tanzende Parkzugang
als Saum und Puffer
Bäume
Radweg im Baumhain
private Kapillare
Cafés und Längsparken
tanzende Bäume
als Orientierung
Einfahrt TG
kapillarer
Retensionsraum
Baumsaum
kapilarer
Retensionsraum
Entwässerung
Kapillare als
(überfahrbar)
Retensionsraum
als Leitsystem
Marktraum
interagierende Hausbaum
Vorzone mit modularem Anbindung U-Bahn
Ausstattungssystem
Entwässerung Baumgruppe integriertes Kunstwerk
als Leitsystem offener Bücherschrank Adresse an der U-Bahn
Wunschturm
als Attraktor, Adressbildner Wasserfeld
und Bauprozess-Vermittler als Rückhaltesystem Integration
Vorplatzgestaltung
Entwässerung
Quartiersbühne (überfahrbar)
als Leitsystem
atmendes Wasserfeld Baumgruppe
Baumsaum Entwässerung
als Leitsystem
Baumsaum
tanzende
Bäume
Zufahrt TG
kapillarer
Vorschlag
Retensionsraum
Ergänzung Stadtboden
kapillarer
Retensionsraum
private Kapillare
tanzende Bäume
als Orientierung
Wasservorhang
Adresse am Ring
Zufahrt
Hochgarage
WÜRDIGUNG DURCH DAS PREISGERICHT atmendes Stadtquartier - Freiraumgerüst M 1: 500
„[...] Tragend für das Projekt ist der ‚intelligente ist aber der Ansicht, dass der Raum allzu stark
Stadtboden‘: Schmale Streifen von Naturstein zerschnitten wird und gewünschte Querbezie-
(allenfalls Beton) bilden den identitätsstiftenden hungen im Raum unterbrochen werden. Auch
Belag des neuen Stadtteiles. Er erstreckt sich als scheinen Fragen der Sicherheit im öffentlichen
prägende Schraffur von Fassade zu Fassade und Raum nicht gelöst zu sein (Übergange zum Was-
soll zum Generator für die von den Verfassern er- ser, Wassertiefen, Absturzgefahr bei Begren-
wartete Komplexität und Vielfalt im öffentlichen zungsmauern).
Raum werden. Bezüglich der gewählten Baumarten werden wir
Dem ‚demografischen Pixelparkett‘ wird nach An- im Unklaren gelassen. Nicht ganz gelöst scheint
sicht des Preisgerichtes etwas zu viel zugemutet: auch die Belagswahl unter den Bäumen und die
Es soll gleichzeitig sickerfähiges Parkett sein, soll Randausbildung der bestockten Flächen gegen-
mit Fugengrün den Platz auflockern und soll zur über dem ‚intelligenten Stadtboden‘.
Bühne einer modularen Bespielung mit multiplen Nicht verständlich ist die Ausgestaltung der Ja-
Ausstattungselementen werden. nis-Joplin-Promenade als Boulevard mit mehre-
Das Preisgereicht misstraut insgesamt der ren Baumreihen. Durch diese Massnahme wird
Machbarkeit, der Dauerhaftigkeit, den zu erwar- das Seeparkquartier eher vom See getrennt als
tenden Erstellungs- und Unterhaltskosten des – wie angestrebt – mit ihm verbunden.
gewählten Belagsaufbaus. Auch wird die Bewil- Trotz aller Kritik würdigt das Preisgericht die in-
ligungsfähigkeit der gewählten Plattenformate novativen Ansätze des Projektes und den Ver-
bezweifelt. such, dem öffentlichen Raum eine ganz eigene
Wie ein Blitz durchschlägt das prägnante, offene Prägung zu geben.“
Entwässerungssystems den öffentlichen Raum
in seiner Längsrichtung. Der innovative Ansatz
mit offener Wasserführung und wechselnden
Wasserständen wird gewürdigt. Das PreisgerichtSeiten 18 | 19 1. STUFE
BEITRÄGE DER
1. WETTBEWERBSSTUFE...OFF LIMITS
green vision for creative living
WETTBEWERBSDOKUMENTATION ÖFFENTLICHER MÖGLICHKEITSRÄUME
RAUM SEEPARKQUARTIER
CHER DIE
RAUM SEEPARKQUARTIER ASPERN SEESTADT
STADT ALS ORGANISMUS
689222
BÖHMISCHE MASSE
2017
AUF DEM WEG SEIN
KAPARTEN
ALPEN
LAND Milano s.r.l. rote Saite und DnD Landschaftsplanung
Eingangsplatz Sonnenallee
Andreas Kipar (Mailand/I) DI Sabine Dessovic (Wien/A)
PANNONIEN
- regionale Materialien als Verankerung und
landschaftsbezogenes Identifikationselement
0 5 0 1 7 2
MITTENDRIN
ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER ASPERN SEESTADT
die Kapillaren: Leitlinien zum Seepark LAGEPLAN 1:500
- Orientierung Geschäftsvorbereiche
- Modifikation
Gastgartenbereich
- Belebung
privates Grün willkommen
Kondensationskeime 2018
KONZEPT
MITTE
SCHAFFEN
- Pflastermosaik: Tradition und Aktualität begegnen einander MODULE
PLATZIEREN
- Ansatzpunkt für lokales Mitwirken:
"wir unseren Stadboden selbst"
FREIE WEGWAHL
ERMÖGLICHEN UND
Anbindung an den See 2019
VERNETZEN
MITTENDRIN . FORMGEBUNG
Die vielfältige Formensprache der zukünftigen Architektur verlangt nach einer unterstützen zusätzlich auf den Platzsequenzen die immer feiner werdenden Scooter fahren, Müllzufahrt, Feuerwehrzufahrt – eine barrierefreie Fortbe-
verbindenden ästhetischen Einheit. Ein starkes, klar lesbares Freiraumgerüst Oberflächen in der Mittelzone. Den starken splitterartigen Baufeldrändern wird wegung wird gewährleistet. In der Mitte verringert sich die Geschwindigkeit
wird geschaffen. Gestalterische Elemente der umliegenden Strassen und Platz- eine lockere und variierende Baumverteilung zugewiesen. Die hochaufgeaste- der VerkehrsteilnehmerInnen durch die rauhe offene Oberfläche und Sitzen,
die Rote Saite: ein starker Grund für urbanes Leben flächen werden abgewandelt und übernommen. Unterschiedliche Raumsequen-
zen entstehen durch Oberflächendifferenzierungen und durch unterschiedliche
ten Bäume (Gold-Gleditschie) verdichten sich auf den Platzflächen und bilden
‚Wäldchen‘. Jeder Platz hat eine Aspektbaumart eingestreut, sodass sich jahres-
langsames Gehen, Durchqueren und Versammeln wird gefördert..
Baumdichten. Städtische Module komplettieren die Gestaltung. zeitliche Schwerpunkte ergeben. Auf üppige Landschaftselemente wird zuguns- MITTENDRIN . MODULE PLATZIEREN
ten der Großzügigkeit der Straßen-Platz-Sequenz verzichtet. Wir entwickeln und verorten neue Stadtmodule gemeinsam mit den Anrainern.
MITTENDRIN . MITTE SCHAFFEN Nach der Entwicklung der zentralen Mittelachse und den Zwischennutzungen
Die Bauplätze werden durch Belagsbänder gefasst. Ein strukturierter Pflaster- MITTENDRIN . FREIE WEGWAHL gibt es eine Charrette mit den Anrainern, Bauträgern und anderen Projektbetei-
teppich überzieht die Fläche. Glatte, große Elemente an den Rändern entwickeln Zur Erfüllung einer qualitätsvollen aktiven Mobilität werden die Bewegungs- ligten. Dort werden die Stadtmodule wie Sitzelemente, wegbegleitendes Spiel,
sich zu kleinen, rauhen Elementen in der Mitte. Wasserdurchlässige Bereiche ströme durch die Wahl des Bodenbelages gelenkt. An den Rändern erfolgen Baumarten, Wasserspiel gemeinsam entwickelt und abgesprochen und vor al-
„Unter dem ‚klassischem‘ Verständnis von Freiraum werden „Mitten Drin . Formgebung
schnellere Bewegungsströme wie Radfahren, schnelles Gehen, mit dem lem auch gemeinsam platziert.
MITTENDRIN . ENTWICKLUNG
1 CHARRETTE 2 KOMPENDIUM 3 PLANUNG GRUNDAUSSTATTUNG 4 ANRAINERCHARRETTE ZUR ENTWICKLUNG UND PLATZIERUNG STÄDTISCHER MODULE
Ein parzellenübergreifendes Freiraumkonzept wird in Zusammenarbeit mit den Als Endergebnis dieser Charrette gibt es ein Die Planung der Grundausstattung des zentralen Raums erfolgt zusammen mit Im Anschluss daran, bringt eine Anrainercharrette die Wünsche der zukünftigen
BAUPHASEN FREIRAUM
zuständigen Magistratsabteilungen, dem Quartiersmanagement und den Bau- kurzes bündiges Kompendium mit den wich- der Planung der Zwischennutzungen. BewohnerInnen ein, entwickelt und platziert städtische Module.
mehrere Quartiersplätze als klar gegliederte, platzartige Treff- Die vielfältige Formensprache der zukünftigen Architektur
- ein eleganter Steinteppich als städische Bühne trägern entwickelt. In einer Charrette erfolgt die Erarbeitung und Abstimmung. tigsten Anleitungen und Zielen.
hängenden Gärten
- verwoben mit dem Grünraum am See und dessen Inpirationsgeber: BAUTRÄGERINNEN
den Landschaften Österreichs
BEWOHNERINNEN
punkte gestaltet, die durch Straßenräume als verbindende verlangt nach einer verbindenden ästhetischen Einheit. Ein
EG-NUTZERINNEN
QUARTIERS-
- Kondensationskeime:
A T M EKatalysationsorte und grüne Ruhebereiche
GEWERBETREIBENDE ENTWICKLUNGSGREMIUM
N BÜRO-NUTZERINNEN
STADTTEILMANAGEMENT
SEESTADT ASPERN QUARTIERSMANAGEMENT MA 19 ARCHITEKTUR UND STADTGESTALTUNG
MA 28 STRASSENVERWALTUNG UND STRASSENBAU
WIEN3420 ASPERN PLANER
DEVELOPMENT AG MA 33 WIEN LEUCHTET
stadträumliche ‚Koordinaten‘ mit hohen verkehrsfunktiona- starkes, klar lesbares Freiraumgerüst wird geschaffen. Gestal-
PROJEKTLEITUNG MA 42 WIENER STADTGÄRTEN PHASE 1 PHASE 2 PHASE 3 PHASE 4 PHASE 5
DER STADT WIEN
MA 68 FEUERWEHR UND
Errichtung der Zentralen Achse und der Grätzelstrassen kommen dazu Maria Trapp Platz 2.0, städtische Die nördliche Zwischennutzung wird Die südliche Zwischennutzung wird
S A U E R S T O F F kreative räume K R E A T I V I T Ä T
KATASTROPHENSCHUTZ
Zwischennutzung Module werden eingerichtet aufgelöst aufgelöst
GRUNDAUSSTATTUNG
len und gestalterischen Ansprüchen verknüpft werden. Diese terische Elemente der umliegenden Strassen und Platzflächen
ZWISCHENNUTZUNG
shared space RAUMBILDUNG Das Baumgerüst mit
hochaufgeasteten Gleditsia triacanthos
Sunburst durchzieht das Quartier . Auf den
Plätzen wird verdichtet und jeder Platz be-
funktionelle Verknüpfung nimmt eine klare Gestalt an – in werden abgewandelt und übernommen. Unterschiedliche
kommt eine andere Aspektbaumart.
Zwei große Flächen können mit einer
STÄDTISCHE MODULE werden Zwischennutzung belegt werden. Neben
gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt gärtnerischen Flächen sollen im Som-
Form eines darüber schwebenden Vegetationsnetzes: der Flie- Raumsequenzen entstehen durch Oberflächendifferenzierun-
und situiert.
ÖFFENTLICHER RAUM SEEPARKQUARTIER ASPERN SEESTADT 190622 mer beispielsweise abgegrenzte Sand-
liegeflächen und im Winter Eislaufflä-
Zwischennutzungsmöglichkeit ‚Gartenprojekt‘ Zwischennutzungsmöglichkeit ‚Eislaufplatz‘
chen angeboten werden. Zwischennutzungsmöglichkeit ‚Stadtstrand‘
AUFENTHALTSFLÄCHEN
die Basis Kondensationskeime Es entstehen unterschiedliche Platzgrößen
mit einem offenen Belag. Konzept
gende Garten. Auf der Nullebene wird die Grüne Struktur des gen und durch unterschiedliche Baumdichten. Städtische Mo-
ANRAINERCHARRETTE
Das Konzept geht zunächst von der Analyse und dem Potential vorhandener Prozesse aus. Diese Die „Störungen“ sind besondere Orte mit konzentrierter Intensität. Sie ziehen eine Intensivierung
bereits laufenden Prozesse sollen identifiziert und aktiviert werden. der Nutzung nach sich und werden zu Attraktion. Der Ort wird neben typischen Elementen
DURCHGRÜNUNG In Abstimmung In unserem Entwurf wird der Freiraum als „Palimpsest“ gesehen. Ein Manuskript, das beschrieben, der Freiraumgestaltung, durch einen besonderen Belag charakterisiert. Eine Collage aus den
mit den Quartiersmanagement und den durch Schaben oder Waschen gereinigt und danach neu beschrieben wird. Der Inhalt ist demnach Abbruchmaterialien, die auf die Vergangenheit des Ortes verweisen und ein Sammelsurium aus
bereits zuvor geschrieben worden und wird immer nur weitergeschrieben. Im Gegensatz zu den Gegenständen, die in einem Partizipationsprozess von den zukünftigen Nutzern zusammengetragen
Bewohnern wird es offenporige durch- Hochbauten die ganz neu entstehen, enthält der Boden schon viele Informationen. Hier wird das werden. Die Veränderung der Oberfläche durch Abnutzungen und Alterungsprozesse ist eine
Seeparks in die Platzkette integriert. Der Boden wird dabei als dule komplettieren die Gestaltung.“
grünte Pflasterbereiche geben. Vorhandene erkannt, moderiert und kuratiert. Dabei handelt es sich bei dem gefundenen Freiraum Metapher für die Dynamik des Ortes und spielt hier eine besondere Rolle. Auch die Sitzmöbel sollten
nicht nur um eine Oberfläche sondern um viele Verschiedene: über, neben, miteinander. Die dieser Dynamik unterliegen. Sie sind mobil und können bei Veranstaltungen je nach Bedarf versetzt
Die Identifikation der öffentlichen
Summe Räume heitliche Schichten,
all dieser materiellen Gastgartenelemente werden
plus die Summe aller zusätzlichen teilweise unsichtbaren werden.
wird durch die Beteiligung der oderAnrainer
zukünftigen Bedingungen,
gemeinsamAbnutzung und Umwelteinflüssen lassen sich als eine lebendige
erarbeitet.
BODENBELAG Neben einer Rahmen- dichte Matte vorstellen. Im Entwurfsprozess wird diese dichte Matte in ihrer Qualität und ihrer
stark gesteigert. Die Sortenauswahl der weiter
Imgedacht.
Lageplan finden sichderfürBewegung
diese städ-
Durch die Ausgestaltung der Oberflächen können verschiedene Nutzungen gefördert oder
bildung zu den privaten Flächen gibt es Eigenschaften Durch die Kraft werden die Schichten durchmischt ausgeschlossen werden. Aus der städtebaulichen Analyse und der Analyse verschiedener
Bäume, das WegbegleitendeundSpiel, an die die tischen
Oberfläche Module einmal Ideenfänger wie:
gebracht. Entwicklungsprozesse ergeben sich jeweils Kernzonen der verschiedenen Nutzungsansprüche.
Verlauf von Natur zum Stadtraum betrachtet.“
eine einheitliche Flächengestaltung für das
Sitzmöglichkeiten, das Wasserspiel, die Steinchenbad, il Piccolo, Dünenspiel, Diese Kernzonen werden so gestaltet, dass sie der spezifischen Nutzung Rechnung tragen.
gesamte Quartier.
Beleuchtung und vor allemDas Seeparkquartier
auch ein- Gräserwächstim
ausWind,
dem Boden und wandelt ...
Gastgärtchen, sich von einer Brache zu einem gleichzeitig
atmosphärisch-lebendigen wie auch urban-repräsentativen Ort.
Die Dichte und Fülle gibt ihm einen eigenen Charakter, damit er auch seiner neuen übergeordneten Materialverwendung
Funktion als Schnittstelle zwischen dem Seepark Aspern und der neu entstandenen Stadt im
Süden gerecht wird. So kann nicht nur ein öffentlicher Raum entstehen, der sich in die Platzfolge Im Übergangsbereich zum Straßenraum wird die Oberfläche asphaltiert, um im Innenbereich
STÄDTISCHE MODULE der übergeordneten Fußgängerverbindung einreiht, sondern auch ein Ort, der auf Grund seiner des Platzes zu Flächen aus Ortbeton und Streifen in Natursteinpflaster/-platten weitergeführt zu
besonderen Identität zu einem Drehkreuz des städtischen Lebens wird. werden. Die Kernbereiche werden wiederum in Ortbeton ausgeführt in den auf einzelnen Flächen
unterschiedliche Schichten sichtbar werden. Die Wahl der Materialien stellt eine Verbindung
Die Bewegungsströme der Fußgänger, die zwischen Maria-Tusch-Straße, der Sonnenallee, den zwischen den „Schichten“ dar und das einzigartige Material kann dem neuen Platz eine besondere
U-Bahnhof und weiter zum Seepark verlaufen, werden in das Quartier hinein gelenkt. Der Besucher Stellung als Aufenthaltsraum verleihen. Im Bereich der Baumgruppen fungiert wassergebundene
der neuen Fußgängerzone soll den Ort nicht nur als Transitraum, sondern auch als Erlebnis- und Wegedecke gleichermaßen als Baumscheibe, wie auch zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Der
Aufenthaltsplatz benutzen. Diese Lenkungsfunktion übernehmen die Kernzonen, die den Fußgänger Bodenbelag ist funktional an eine hohe Fußgänger-frequentierung angepasst und auf Grund seiner
el:ch landschaftsarchitekten gbr METTLER Landschaftsarchitekten
wie ein Magnet in den Raum hineinziehen. Sie entstehen, vergleichbar mit Verwirbelungen in einer hohen Versickerungsfähigkeit ökologisch nachhaltig gestaltet.
Windströmung oder mit einem Kolk im Fluss, hinter einer „Störung“.
Seepark
DI Christian Henke, DI Elisabeth Lesche (München/D) Rita Mettler (Berlin/D)
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Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien.
672/63 Ebendorferstraße 2
--- A-1082 Wien
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29326
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A-1082 Wien
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„Ein kleinteiliger, richtungslos verlegter Belag verbindet die „In unserem Entwurf wird der Freiraum als ‚Palimpsest‘ gese-
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vielfältig gewinkelten Räume und verleiht dem Raum als zeit- hen. Ein Manuskript, das beschrieben, durch Schaben oder
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Wien 3420 Aspern Development AG (244054d)
---
Seestadtstraße 27/13
X=342800
A-1220 Wien
00
629/23
gemäße Adaption historischer Pflasterbeläge von Anfang an Waschen gereinigt und danach neu beschrieben wird. Der In-
---
ein erkennbar urbanes Gepräge. Seine abschnittsweise Um- halt ist demnach bereits zuvor geschrieben worden und wird
setzung kann dem Baufortschritt angepasst und bedarfsge- immer nur weitergeschrieben. Im Gegensatz zu den Hochbau-
mäß adaptiert werden – dabei verbleiben keine später stö- ten die ganz neu entstehen, enthält der Boden schon viele
renden Nahtstellen. Ebenso bietet eine solche Belagslösung Informationen. Hier wird das Vorhandene erkannt, moderiert
unbegrenzte Flexibilität bei der Einbindung individuell platzier- und kuratiert. Dabei handelt es sich bei dem gefundenen Frei-
ter Sondernutzungen, Einbauten und dergleichen. Sie ist nach- raum nicht nur um eine Oberfläche sondern um viele Verschie-
haltig entwicklungsfähig.“ dene: über, neben, miteinander.“Sie können auch lesen