GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH

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GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Gemeindebrief
             Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinden
             Merkendorf/ Wolframs-Eschenbach und Hirschlach
             Ostern 2022                       Ausgabe 31

Die Sonne geht auf:
Christ ist erstanden!
Das Leben beginnt:
Christ ist erstanden!
Der Tod ist besiegt:
Christ ist erstanden!
     Halleluja
GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Zum Geleit
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde !

U     nserTitelbild ist ja fast ein wenig sinnbildlich für unser Ostergefühl in diesem Jahr: So wie in die blühenden Osterglocken
      noch einmalWinterschnee gefallen war, die aufblühenden Oster- und Frühlingsboten niedergedrückt hat, so geht es uns:
Eine unbeschwerte Osterfreude will heuer nicht aufkommen. Da ist zum einen das anhaltende Ausgebremstsein des Miteinanders,
der Lebensfreude durch die noch immer nicht überwundene Corona-Lage. Und jetzt schrecklich aktuell : der Krieg in der
Ukraine, zerstörte Städte, die vielenToten und Flüchtlingsströme, Menschen die alles zurücklassen müssen, v.a. Frauen, Kinder und
Alte, die nun auch bei uns Schutz und Sicherheit suchen – und hoffentlich auch finden.
Und dennoch: Ostern begann an einem Grab, da, wo jede Hoffnung sonst endet. Begann sich dann in den Herzen der Menschen
auszuwirken, die total am Boden, niedergedrückt waren. Und sie standen auf.

D    arum wollen wir trotzig festhalten an der Botschaft, die stärker ist als Corona und Krieg und Zerstörung:
     „Der HERR ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden“.

Inhaltsverzeichnis:
Seite2-3   ZumGeleitundBesinnung                                                                          Auch in diesem Jahr soll
Seite 4    Gottesdienste um Ostern                                                                        Sie der „Osterbote“
Seite 5    OstergeschichtefürKinder                                                                       durch die Ostertage be-
Seite 6    Unsere Konfirmanden                                                                            gleiten.
Seite7     VonGlaubenundLebenerzählen                                                                     Geschichten von Karfrei-
Seite 8    Taufen,Beerdigungen                                                                            tag bis Ostern, ein Re-
Seite 10   Veranstaltungshinweise                                                                         zept für „Palmbrezeln“,
Seite 12   Gemeindechronik                                                                                inWimmelbildern das
Seite 15   GruppenundKreise                                                                               Ostergeschehen entde-
Seite16    AusdemGemeindeleben                                                                            cken - all das und mehr
Seite 20   Kindergarten Weidachstrolche                                                                   finden Sie in diesem
                                                                                                          Heft.
Seite21    AlsWolframs-Eschenbachevangelischwurde
Seite 24   Anschriften / Impressum                                                                        Viel Freude damit!uch
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GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Besinnung
Ostern – der Aufstand beginnt                                         Krankheit nicht zu besiegen ist, die in Systemen und Strukturen
                                                                      leben, die allen Aufstand für das Leben ersticken. Auch sie sind
N      ur die Frauen kommen zum Grab Jesu. In aller Frühe. Vol-
       ler Angst und Sorge, dass sie gesehen werden. Mit dem Mut
                                                                      eingebunden in den Heilungsprozess der ganzen Schöpfung.
der Verzweiflung wagen sie sich heraus, um für den Geliebten
jetzt das zu tun, was als Einziges noch bleibt: Den toten Leib Jesu
                                                                        D    er Osterglaube bedeutet, dass Gottes Kraft eines Tages
                                                                             auch die heilen und trösten wird, die in der Welt
                                                                      ungetröstet bleiben. Ja, das muss ein leidenschaftlicher Gott sein,
zu salben. Aber da geschieht der unbegreifliche Umschwung. Sie
                                                                      an den wir glauben, ein Gott, der dem Tod nicht das letzte Wort
werden herausgerissen aus ihren Erwartungen und Vorstellungen,
                                                                      überlassen will und wird. Ein Gott, dem das Leben am Herzen
aus ihrer Trauer und Angst. Verrückte, umge-
                                                                                        liegt. Das unverletzte, das würdige, das geachtete
drehte Welt: die Schergen des Todes, die
                                                                                        Leben. Unser Gott ergreift Partei: für das Leben
Wächter "wurden als wären sie tot" heißt es
                                                                                        gegen den Tod. Trotz so viel himmelschreienden
bei Matthäus. Und der tot war lebt. Die Wen-
                                                                                        Unrechts auf dieser Welt, trotz der Niederlagen,
de zum Leben beginnt.
                                                                                        die das Leben, der österliche Glaube immer
Durch die drei Frauen geht ein Zittern und
                                                                                        wieder hinnehmen muss hier, trotz aller
Beben. Gottes Lebensmacht erfasst sie durch
                                                                                        Zerbrechlichkeit und Dunkelheit, die wir im
und durch: Jesus lebt – der Tote ist nicht tot -
                                                                                        Leben erfahren.
er ist auferweckt – das Grab ist leer. Der Tod
erbärmlich blamiert. Wer zuletzt lacht, lacht
im Evangelium wirklich am besten, lacht
                                                                                       U      nd diese Kraft Gottes befähigt uns
                                                                                              aufzustehen hier und heute und die Stimme
                                                                                        zu erheben, wo Unrecht geschieht. Das
österlich befreit.
                                                                                        Christentum war darum eine
D      as Markusevangelium, das älteste der vier
       Evangelien, es endet dann ganz abrupt:
Die Frauen werden losgeschickt zu
                                                                                        Auferstehungsbewegung. Die Hoffnung auf die
                                                                                        Auferstehung ist ein Schutz gegen Anpassung,
                                                                                        Verzweiflung und Resignation, selbst in
verkündigen – "und sagten niemanden etwas"
                                                                      Situationen und Zeitumständen, in denen Gewalt und
heißt es da überraschenderweise. Aber das hält nicht und nie lang.
                                                                      Zerstörung übermächtig zu sein scheinen. An die Auferstehung
Bei Frauen. Gottlob, lieber Paulus und liebe katholische
                                                                      glauben aber heißt, aus der Gewissheit zu leben und zu handeln,
Geschwister verzeiht, gottlob schweigt das Weib n i c h t in der
                                                                      dass nicht die Todesmächte das letzte Wort haben, sondern das
Gemeinde. Dass sie doch geredet und verkündigt hatten, ist klar,
                                                                      Lebensfördernde auf Dauer besteht. Es bedeutet, Gott etwas
sonst feierten wir nicht Ostern. Dabei schreibt sich die
                                                                      zuzutrauen und darum, darum auch sich selbst etwas zuzutrauen!
Ostergeschichte erst in deinem Leben zu Ende! Für uns alle gilt
                                                                      Und jeden Tag neu aufstehen, sich aufrichten und andere
die Zusage: Er lebt – das Leben ist stärker als aller Tod. Selbst für
                                                                      aufrichten. Und so Jesus nach ins Leben gehen.
diejenigen, die am Ausbleiben von Heilung leiden, deren
                                                                                                                       Pfarrer Detlef Meyer
                                                                                                                                          3
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Gottesdienste Karwoche - Ostern

                                Jugendabendmahl                               Feier der Osternacht

                               amGründonnerstag,              Am Ostersonntag, 17. April feiern wir die Auferstehung
                                   14. April (19 Uhr)         Jesu um 5.30 Uhr in der Osternacht.

                                mitTamaraHechlerund
                                    RomanSterzig

                           W     ir freuen uns, dassdie
                                 musikalische Ausgestal-
                           tung wieder durch die bemer-
                           kenswerte SängerinTamara
                           Hechler („Voice of hearts“)
                           und Roman Sterzik erfolgen
                           kann.

Dazusind besonders,aber nicht nur, unserejüngeren Ge-
meindeglieder und natürlich auch alle andereneingeladen,
die modernere Glaubenslieder schätzen.
                                                                 Osterfrühstück noch offen (je nach Corona-Lage)

K     arfreitag, 15. April feiern wir ebenfalls Abendmahls-
      gottesdienst um 14.30 Uhr in der Stadtkirche.
Beide Gottesdienste finden in der Form des
                                                              Festgottesdienste zum Osterfest finden statt am
sogenannten „Wandelabendmahls“ mit                            Ostersonntag in der Stadtkirche um 9.00 Uhr
Einzelkelchen statt. Das heißt, dass wir uns nicht                           und in Hirschlach um 10.30 Uhr.
wie sonst jeweils als Halbkreis-Gruppe
nebeneinander im Chorraum versammeln, sondern                 Am Ostermontag laden wir ebenfalls um 9.00 Uhr
einzeln nach Vorne treten, um dort am Altar Brot              zum Gottesdienst in Merkendorf ein.
und einen Einzelkelch mit Wein zu empfangen.
So ist ein Maximum anSicherheit gewährleistet.

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GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Eine Ostergeschichte für Kinder
Die „wahre Geschichte“ vom Osterei                                   nach den Blumen bückte. Hoppel war verzweifelt. Wie sollte er
                                                                     auf die Schnelle all die Eier wiederfinden? Ostern ohne Eier – das

A    n einem Frühlingstag zu einer Zeit, als das Ostereiersuchen
     noch nicht erfunden war, packte Hase Hoppel seine Kiepe
                                                                     durfte es einfach nicht geben!

voll mit Eiern und machte sich auf den Weg in die Stadt. Denn
jedes Jahr zur Osterzeit mussten viele Eier zum Markt gebracht       D   a zupfte ihn jemand von hinten an seinen enttäuscht herab-
                                                                         hängenden Hasenohren. Ein kleines Mädchen und ein klei-
                                                                   ner Junge standen da und jeder von ihnen hielt ein Ei in der
werden, damit die Menschen sie rechtzeitig zum Osterfest kaufen
konnten.                                                           Hand. „Du bist doch der Hase Hoppel. Hast du die Eier auf der
Die Kiepe war ein hoher, geflochtener Weidenkorb, den sich Hop-    Blumenwiese für uns versteckt?“
pel wie einen Schulranzen auf den Rücken schnallte. In den Korb    „Versteckt? Äh, ja, also …“ antwortete Hoppel zunächst verlegen.
passten hunderte von Eiern. Jetzt denkt ihr sicherlich, dass diese Doch dann kam ihm eine tolle Idee. „Ja, natürlich!“ rief Hoppel
Eier bunt gefärbt waren. Aber damals gab es tatsächlich noch kei-  laut. „Ich habe für alle Kinder Eier in der Blumenwiese versteckt.
ne bunten Ostereier.                                               Wer eines findet, darf es behalten!“
                                                                   Die Eiersuche wurde ein Riesenerfolg. Alle Eier wurden gefunden.

                                   H      ase Hoppels Weg führte So viel Spaß wie in jenem Jahr hatten die Kinder zuvor noch nie
                                          erst durch den dichten
                                    Hasenwald und dann über
                                                                   an Ostern gehabt. Und weil das Suchen fast schöner als das Fin-
                                                                   den war, wurden ab dem darauf folgenden Jahr die Eier vom Os-
                                    eine bunte Blumenwiese. Seit terhasen nicht nur in der Frühlingswiese versteckt, sondern vorher
                                    dem vergangenen Sommer war auch noch bunt angemalt. So waren sie nämlich noch ein bisschen
                                    Hoppel nicht aus seinem Wald schwieriger zwischen den bunten Blumen zu entdecken. Und wie
herausgekommen und so freute er sich besonders über die Blüten- ihr alle wisst, ist das auch heute noch so.
pracht, die im goldenen Sonnenschein strahlte. Bei jeder schönen
Blume blieb er stehen, bückte sich und beschnupperte sie mit sei-                                                          Mick Tales
nem Stupsnäschen. Bunte Schmetterlinge flatterten ihm um die
Ohren und überall hörte er die Bienen summen und die Vögel
zwitschern.
Den ganzen Vormittag verbrachte unser Häschen auf der Wiese.
Gerade rechtzeitig schaffte es Hoppel noch zum Markt. Dort setz-
te er seine Kiepe ab. Doch … oh Schreck! Der Weidenkorb war
leer! Alle seine schönen Eier waren verschwunden! Sie mussten
ihm auf der Frühlingswiese aus dem Korb gefallen sein, als er sich

                                                                                                                                     5
GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen

     So spricht der Herr: „Ich will euch segnen und ihr sollt ein Segen sein“

                               Am 10. April werden konfirmiert:

    Lea Böhm-Hufnagel    Valentina Brunner   Vanessa Dankmeier    Moritz Droßbach
    Kimi Gerbing         Sebastian Heinz     Hannah Herzog        Josua Kistner
    Sebastian Lang       Finja Meck          Laurin Paulus        Adrian Rück
    Celine Schmidt       Samuel Seitzinger   Emilia Wäger         Antonia Wasserburger
    Lina Weiß            Isabel Young        Lucas Zech

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GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Vom Glauben und Leben erzählen
                                                                    Was ist Ihnen in Ihrer Kirche und Gemeinde wichtig?
                                              Interview
                                       Christoph Uhlmann
                                                                   G     emeinschaftlichkeit, aufgenommen sein und sich aufge-
                                                                         nommen fühlen, füreinander da sein in jeder Lebenslage,
                                                                    einen lebendigen Glauben leben
                                          Kirchenvorsteher          Gibt es einen Lieblingsvers aus der Bibel? Warum?

 I   ch heiße Christoph Uhlmann und bin 38 Jahre alt. Ich arbeite
     im Bereich der Familienbetreuung und Schulbegleitung der
Diakonie Neuendettelsau. Ehrenamtlich bin ich im TSV Merken-
                                                                   Josua 1, 9: „Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?
                                                                   Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein
                                                                   Gott, ist mit dir, in allem, was du tun wirst.“
dorf als Trainer der 2. Mannschaft tätig und Mitglied im Kirchen-
vorstand.
Gab und gibt es in Ihrem Leben Personen, die Ihren Glauben
geprägt haben?
                                                                   W       arum dieser Vers: Du sollst mutig sein und deinen eigenen
                                                                           Weg gehen und wenn du Gott vertraust, machst du auch
                                                                   das Richtige aus deinem Weg. Du brauchst keine Angst haben,
        ein ganzes Leben ist von gläubigen Personen in meiner Fa- denn Gott steht uns bei. Du sollst dich nicht einschüchtern las-
M       milie geprägt. Meine Oma lebte einen sehr lebendigen       sen. Auch wenn es manchmal anders passiert als man denkt und
Glauben, den ich hautnah miterleben durfte, da ich sehr oft bei es Rückschläge gibt, können wir darauf vertrauen, dass Gott un-
ihr sein durfte. Mein Papa ist ebenfalls ein sehr gläubiger Mensch seren Weg kennt und er einen guten Weg für uns bereithält.
und lebt dies jeden Tag schon von den frühen Morgenstunden an
                                                                   … und mein Lieblingslied:
und auch in seinen Aufgaben als Mesner. Meine Mama hat mir
einen lebendigen Glauben gelehrt und mir immer wieder gezeigt, Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen (Lied 272 EG)
dass Gott mir in jeder Lebenslage helfen kann. Für dieses Anden-
ken an sie werde ich immer dankbar sein. Schön ist es,
dass ich jeden Tag zusammen mit meiner Frau diesen                                               W         arum dieses Lied: Ich bin
                                                                                                           von ganzem Herzen dankbar,
                                                                                                   dass Gott mir immer wieder zur
wertvollen Glauben an unsere Kinder weitergeben
darf.                                                                                              Seite steht. Daraus kann ich immer
Was heißt für Sie Glauben?                                                                         wieder Freude herausziehen und
                                                                                                   Kraft tanken.

V     ertrauen – Zuversicht – Jemand ist für mich da –
      Ich kann mich immer an Gott wenden - Hoffnung

                                                                                                                                     7
GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Taufen 2021-2022

W
12. Juni
               ir haben getauft

                     KonradTeubner, Merkendorf
                                                                  19. September Tobias Siebke, Sachsen
                                                                                 Adrian Fichtner, Merkendorf
                                                                                Levi Rettenbacher, Wo-Eschenbach
13. Juni             Henrik Fischer, Kleinbreitenbronn           10. Oktober Elisa Müller, Wo-Eschenbach
19. Juni             Karlotta Simon, Bammersdorf                 17. Oktober    Annelie Nerusil, Merkendorf
                     Jamie und Mia Bauer, Ansbach                               Elena Meier, Merkendorf
                     Alina und Nina Menna, Merkendorf                           NoahDietz, Neuses
    20. Juni         Elias Beskid, Merkendorf                    24. Oktober    HannesEbert,Selgenstadt
    26. Juni         Laura Schletterer, Merkendorf               30. Oktober    FritzGroßberger,Windsbach
    27. Juni         Ludwig Höger, Hirschlach                                   Luca Heß,Wo-Eschenbach
     3. Juli         Emily Krzyzanowski, Weidenbach              7. November    Mila Bauer, Merkendorf
     4. Juli         Manuel Sitzmann, Kleinbreitenbronn                         Maike Lang, Mitteleschenbach
                     Moritz Wälzlein, Kleinbreitenbronn                         Maximilian Reif, Merkendorf
                     Elias Brenner, Merkendorf                                  Marie Wiedenmann, Heglau
    17. Juli         Eva Dietz, Merkendorf
                                                                 16. Januar     MerleTäubel, Brodswinden
                     Matheo Kleemann, Wo-Eschenbach
    18. Juli         Georg Wolf, Wo-Eschenbach                   13. Februar    Ida Schlachtbauer, Gerbersdorf
                     Luise Weiß, Wo-Eschenbach                   13. März       EliasLeng,Wolframs-Eschenbach
    25. Juli         Jona Heidingsfelder, Merkendorf             27. März       TheresaWittig, Merkendorf
                     Lenja Weckerlein, Selgenstadt                              JohannaFleischner, Neuses
    31. Juli         Max Strobel, Merkendorf
                     Ida Sichart, Heglau
    1. August        Elias Kleemann, Merkendorf                                                   „Fürchte dich nicht,
                     Marcella Wittig, Merkendorf
                                                                                               denn ich habe dich erlöst;
 3. August           Leon und Finian Halboth, Wo-Esch.
 8. August           Jakob Hartnagel, Merkendorf                                           ich habe dich bei deinem Namen
15. August           Jakob Langner, Düsseldorf                                                         gerufen;
11. September        Lion Meier, Lichtenau                                                           du bist mein!“
19. September        Lina Ritzer, Wo-Eschenbach                                                         Jesaja 43, 1
                     Eliana Gruber, Merkendorf
                                                          Unsere Taufkinder 2021/2022
                                                          am Taufbaum in der Stadtkirche

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Beerdigungen und Trauungen 2021-2022

W     ir musstenAbschied nehmen:
                                                                 W      ir haben getraut:
Herbert Ramspeck, Merkendorf, 78 Jahre        �    16.05.2021    Stadtkirche Merkendorf:
Adolf Eisen, Kleinbreitenbronn, 84 Jahre      �    09.06.2021    21.08.2021    Alexandra Siegel und Manuel Dommel
Heinrich Ammon, Merkendorf, 88 Jahre          �     28.06.2021   28.08.2021    Christina Blöck und Stefan Horänder
Johannes Walch, Wo.-Eschenb., 83 Jahre        �    29.06.2021    04.09.2021    Melissa, geb. Lehr und DanielWiedmann
Anita Raab, Wo.-Eschenbach, 52 Jahre          �    07.07.2021    18.09.2021    Lisa, geb. Gabriel undWerner Simon
Renate Klimkewicz, Heglau, 73 Jahre           �    18.07.2021
Frieda Popp, Merkendorf, 90 Jahre             �    30.08.2021    Johanniskirche Hirschlach:
Bernd Bölling, Willendorf, 51 Jahre           �    09.09.2021
Herta Heinrich, Polsingen, 66 Jahre           �    20.09.2021    23.07.2021     Sabine Bauereisen-Barth und
Marie Köpplinger, Wo.-Eschenb., 95 Jahre      �    08.10.2021                                 Wolfgang Däumler
Margareta Uhlmann, Heglau, 94 Jahre           �     21.10.2021   07.08.2021     Adriane Schmidt und Jochen Krause
Frieda Rohm, Merkendorf, 93 Jahre             �    25.10.2021    11.09.2021     Stefanie, geb. Fischer und Benjamin Meier
Martha Hermann, Gunzenh., 80 Jahre            �    21.11.2021    09.10.2021     Sophie Brohme und Daniel Höger
Frieda Kandel, Merkendorf, 86 Jahre           �    22.11.2021
Edith Kreisel, Schwabach, 92 Jahre            �    27.11.2021
Günther Frank, Merkendorf, 66 Jahre           �    10.12.2021
Irmgard Müller, Wo.-Eschenb., 89 Jahre         �    15.12.2021    „Das ist mein Gebot:
Waltraud Schliep, Kleinbreitenbr., 74 Jahre   �    18.01.2022       Liebt einander,
Luise Ammon, Merkendorf, 86 Jahre              �    20.01.2022      so wie ich euch
Werner Friedrich, Merkendorf, 87 Jahre         �    02.02.2022       geliebt habe.“
                                                                         (Johannes 15,12)
Karl Kröppel, Merkendorf, 77 Jahre            �     12.02.2022
            „Wir haben hier keine bleibende Stadt,
             sondern die Zukünftige suchen wir.“
                                              Hebräer 13, 14

                                                                                                                        9
GEMEINDEBRIEF EVANGELISCH-LUTHERISCHEKIRCHENGEMEINDEN MERKENDORF/WOLFRAMS-ESCHENBACHUNDHIRSCHLACH
Veranstaltungen                                                          Frühjahrssammlung

               KonzertmitFunBrass                                                            Frühjahrssammlung vom
                     „Musiquefrancaise“                                                      28. März bis 03. April 2022
              Sonntag,22.Maium17Uhr                                                                Corona – Folgen
Das Bläserensemble "Fun-Brass" spielt französische Musik                                          gemeinsam bewältigen
und Musik französischer Komponisten aus Vergangenheit
und Gegenwart. Es präsentiert einen bunten Strauß aus                                             Die Kirchliche
Kirchenmusik und freien weltlichen Stücken. Unterhaltsam,                                         Allgemeine Sozialarbeit
abwechslungsreich und mit Freude gestalten die Bläserinnen                                        (KASA) hilft
und Bläser aus verschiedenen Posaunenchören ihr Programm
unter dem Motto:                                                                                    Die Corona-Pandemie hat
                                                                                                    tiefe Spuren in unserer Ge-
"Fun-Brass" spielt Bläsermusik zur Freude der Menschen und
                                                                                                    sellschaft hinterlassen. Die
zum Lob Gottes.
                                                                                                    Auswirkungen treffen be-
                                               Die 11 Bläserinnen                                   sonders Menschen, die am
                                               und Bläser kommen         Rande des Existenzminimums oder in prekären Le-
                                               aus verschiedenen frän- benssituationen leben. Hier gilt es, ein Hoffnungszei-
                                               kischen Posaunenchö- chen zu setzen und ein würdevolles Leben durch sozia-
                                               ren und treffen sich seit le Teilhabe zu ermöglichen. Dafür setzt sich die Diako-
                                               mehreren Jahren ein- nie in Bayern mit den Beratungsstellen der Kirchlichen
                                               mal monatlich zu ge- Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) ein.
                                               meinsamen Proben.         Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit.
Auf dem Bild fehlen Julia Strobel und Ruth Kupser
                                                             Spendenkonto:

D     urch das Programm führt uns Christine Diefenbacher aus
        Heilsbronn. Ausklang bei schönemWetter auf dem
      Kirchenvorplatz mit französischemWein, Cidre etc.
                                                             DE20 5206 0410 0005 2222 22, Evang. Bank eG,
                                                             Stichwort: Spende Frühjahrssammlung 2022
                                                             Oder Spendenkonto im Pfarramt Merkendorf:
                     HerzlicheEinladung                      DE11 7655 1540 0000 2511 40

10
Veranstaltungen Hirschlach

  575JahreKirchenweiheSt.JohannisHirschlach                         Kirchweihserenade Sonntag,19Uhram26.Juni

                                 I n mittelalterlichen Ziffern
                                   (s. Bild) ist die Jahreszahl
                                 1447 im Schlussstein des
                                                                                   KlangvollerSommerabend

                                                                                            Mit Konzertgitarrist
                                 Kreuzgewölbes der Hirschla-
                                 cher Kirche angebracht. Und
                                                                                              Stefan Grasse und
                                 so darf diese Johannes dem                                         Ensemble AMENA
                                 Täufer geweihte, in Teilen spät-
                                 romanische Kirche in diesem
Jahr ihren 575. „Geburtstag“ feiern. Der Ursprung dieser Kirche                             D     er Gitarrist Stefan Grasse entwi-
                                                                                                  ckelte ein religiöses Konzertpro-
                                                                                             gramm für klassische Gitarre. Von Jo-
geht wohl auf eine Burgkapelle zurück, die das ehemalige Adels-
geschlecht der „Schenken von Hirschlach“ unweit der früheren                                 hann Sebastian Bach erklingt eine Aus-
Wasserburg am Rand der Wismet -Auen errichten hat lassen.                                    wahl originaler Kompositionen für Lau-
                                                                    te. Die virtuose Gitarrenmusik des Südamerikaners Agustín Bar-

T    raditioneller Kirchweihtermin in Hirschlach ist der Sonn-
     tag nach dem Johannisfest, in diesem Jahr der 26. Juni. An
diesem Tag wird die Hirschlacher Gemeinde mit einem Festgot-
                                                                    rios Mangoré zeugt von dessen tiefer Religiosität und bildet mit
                                                                    seinem Meisterwerk „La Catedral“ einen weiteren Höhepunkt
                                                                    des Programms.
tesdienst das Jubiläum ihrer Kirche begehen. Gastprediger wird
                                                                    Im Jahr 2008 gab „AMENA“ ihr Debütkonzert. Seither tritt die
sein Dekan Klaus Mendel (Gunzenhausen).
                                                                    Familie Rudolf (Ulrich, Mar-

A    m Abend um 19 Uhr erklingt bei freiem Eintritt eine
     „Kirchweihserenade“, ein Kon-
                                                                    lene, Anita und Viola Ru-
                                                                    dolf ) als Band und seit 2018
zert im Rahmen der „Klangvollen                                     zudem als Vokal-und Bläser-
Sommerabende“ unseres Dekanats                                      quartett mit ihren anspruchs-
(siehe nebenstehenden Hinweis). Be-                                 vollen Konzertprogrammen
reits am Freitag-Vormittag, 24. Juni,                               auf.
gibt’s auch eine kleine „Kerwa“ im                                  „AMENA–Sommer“– das ist handgemachte Popmusik, die
Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus                                   textlich von der tröstlichen und hoffnungsvollenBotschaft des
mit Schlachtschüssel-Verzehr.                                       christlichen Glaubens handelt.
Die Hirschlacher freuen sich auf Sie                                   In der Konzertpause dürfen sich die Besucher/innen wieder
als ihren Gast!                                                                      über einen Gratis-Imbiss freuen.
                                                                                                                                 11
Gemeindechronik: vor 50 Jahren                             von Pfr. Christian Lechner (�)

                          Im Jahr 1971                              19. Januar: Herr Pfarrer Walter Eidam hielt dahier
                                                                  einen überaus ansprechenden Missions-Lichtbilder-
                         25. November: An dem hiesigen            vortrag, obgleich er eines seiner Beine im Gips hatte. Als
                     Kindergarten hat die Regierung von           ehemaliger Neuguinea-Missionar, aus Gunzenhausen
                     MittelfrankenallerleiMängelfestgestellt,     stammend, konnte er der Gemeinde den Missionsauftrag
                     die auf alle Fälle den Pfarrer als 1.        in seiner ganzen Bedeutung neu vor Augen stellen.
                     Vorsitzenden erheblich beschäftigen,
                     ohne daß die Mängel restlos behoben            23. Januar: Immer wieder warnte Pfarrer Lechner bei
                     werdenkönnen,solangenichteinvöllig           den Abkündigungen vor Vertretern von Sekten und
                     neuer Kindergarten gebaut wird. Wie          anderen Hausierern, die irgendwelche Bücher in den
                     soll aber ein solcher noch dazu bei          Häusern anbieten. Somit haben diese Leute in der
                     dem derzeitigen kirchlichen Baustopp         Gemeinde keinen Zugang.
zustande kommen, nachdem die Stadtgemeinde erst vor
knapp 4 Jahren für den Umbau des Kindergartengebäudes               24. Januar: Während des Frühjahrs wurde nach
hohe Summen aufgewendet hat!                                      langer Bauzeit die Autogarage für das 1. Pfarrhaus
                                                                  fertiggestellt. Langefort stand der Privatwagen des
  27. November: Der Pfarrerberuf ist ohne Zweifel schon
                                                                  Pfarrers Tag und Nacht im Freien. Die Garage wurde
wegen seiner Vielseitigkeit ein begehrenswerter Beruf. Doch
                                                                  samt einem Geräteraum anstelle der sehr baufälligen
der die beste Zeit und Kraft raubende unendliche und
                                                                  Pfarrscheune errichtet.
unnötige Schriftverkehr mit den vielerlei Behörden und
                                                                     Während der Gemeindegesang bei den Diaspora-
Dienststellen, der mitunter nur als Schikane empfunden
                                                                  Gottesdiensten (Wo-Esch) bisher von Frau Pfarrer
werden kann, macht nach einer über 40-jährigen Dienstzeit
                                                                  Lechner mit dem Kofferharmonium der Kirchen-
müde und verdrossen.
                                                                  gemeinde begleitet wurde, wurde dieses neuerdings
                                                                  durch einige Posaunenbläser aus Merkendorf ersetzt,
                      Im Jahr 1972                                da Frau Pfarrer Lechner anstelle des verstorbenen
                                                                  Organisten, Hauptlehrer i.R. Auernhammer, den
    1. Januar: Nachdem der Totengräber Johann Herzog              Dienst an der Orgel in Merkendorf zu übernehmen
seinen Friedhofsdienst nur wenige Monate ausgeübt                 hatte. Weit und breit ließ sich niemand finden, der
hatte, ließ er seinen Dienst mit sofortiger Wirkung               nur gewillt gewesen wäre, das Orgelspiel zu erlernen.
aufkündigen. Da gelang es, den jungen Bauern Hans                 Erfreulich ist, daß die Bläser diesen Dienst-in
Sichart für diesen wenig gesuchten Dienst zu gewinnen.            Wolframs-Eschenbach gerne ausüben.
Dieser versieht seinen Friedhofsdienst an der Seite der
zuverlässigen Friedhofpflegerin Margarete Müller zur
                                                                    30. Januar: Für das Fahrzeug der Gemeinde-
vollsten Zufriedenheit für jedermann.
                                                                  schwester Marie Dößel (NSU-Prinz) wurden von
                                                                  zwei Familien je ein Paar Spikes-Reifen gestiftet.
12
Gemeindechronik: vor 50 Jahren                     von Pfr. Christian Lechner ( �)

Damit ist der Diakonisse auch bei Schnee und Glatteis    der Turnhalle einen sehr abwechslungsreichen und
ein wesentlich sichereres Fahren gewährleistet, nach-    ansprechenden Gemeindeabend zu bieten. Besonders
dem sie zu jeder Tages- und Nachtzeit immer wieder       guten Anklang fand das von Humor und Ernst
auch in die Außenorte gerufen werden kann und dabei      durchzogene Wort von Herrn Kirchenrat Helmut
jede Witterung in Kauf nehmen muß.                       Wiegel, der die Volkshochschule seit ihrer Gründung
  6. Februar: Pfarrer Werner Giese aus Neuen-            mit großem Geschick und bestem Erfolg leitet.
dettelsau hielt als stellvertretender Missionsdirektor     6. und 7. März: Von der Liebenzeller Gemein-
dahier die Bibelwoche über ausgewählte Johannes-         schaft wurden im oberen Kindergarten-Saal zwei
Texte unter dem Hauptthema: “Wer ist Jesus?“             Vortragsabende über die Seelsorge an Rauschgift-
                                                         Süchtigen durchgeführt. Es sprach dabei der Prediger
  12. Februar: Die Missionsschwester.Johanna Florek
                                                         Bookmeyer über seine unmittelbaren Erfahrungen
hielt den hiesigen Konfirmanden und Präparanden
                                                         mit solchen jungen Leuten, denen er bereits viel Hilfe
einen sehr anschaulichen Lichtbilder-Vortrag aus ihrer
                                                         bieten durfte. Die Schicksale dieser Süchtigen sind
Arbeit in Neuguinea. Die Gemeinde denkt bei ihren
                                                         z.T. mehr als erschütternd.
Gaben und Spenden immer wieder gerne an die
Heidenmission. Neuerdings fallen auch ständig Gaben        4. April: Durch Herrn Dekan Rudolf Schwarz-
für die Christoffel-Blindenmission an, nachdem einmal    Pappenheim ließen wir uns in der hiesigen Kirche
ein Vertreter dieser Mission der Gemeinde mit Predigt    eine Lautverstärker-Anlage, wie auch eine Anlage für
und Vortrag gedient hatte.                               schwerhörige Gemeindeglieder vorführen. Der
  14. Februar: Durch den Pfründestiftungsverband         Kirchenvorstand ist gewillt, diese beiden Anlagen für
wurde dem Kirchenvorstand nahegelegt, das hiesige 2.     den Kirchenraum zu beschaffen. Verschiedene
Pfarrhaus nach Möglichkeit zu verkaufen, nachdem die     Gaben und Spenden wurden für den genannten
staatliche Baulast abgelöst ist und auch die             Zweck aus der Gemeinde dem Pfarramt bereits
Landeskirche keine Mittel zur Erhaltung des Gebäudes     anvertraut.
zur Verfügung hat. Da das Haus schwerlich einen            22. Mai: Die beiden Söhne der Bammersdorfer
Interessenten findet, der einen annehmbaren Preis        Familie Georg Krug verunglückten mit ihrem
bietet und auch für die Kirche keine fremde              Motorrad, als sie von Kleinbreitenbronn her auf
Nachbarschaft in dieser unmittelbaren Nähe erwünscht     einem Wirtschaftsweg die Straße Großbreitenbronn
sein dürfte, hielt es der Kirchenvorstand für gut, das   - Wolframs-Eschenbach überquerten. Walter Krug
Gebäude nach Möglichkeit in ein kirchliches              starb mit 17 Jahren auf dem Weg in das Ansbacher
Gemeindehaus umzubauen.                                  Krankenhaus, Hans Krug wurde mit seinen 22
  27. Februar: Auf einer Sendfahrt besuchten 20          Jahren nach Erlangen verbracht, wo er nach etwa
Schüler und Schülerinnen der Hesselberg-                 6 Wochen ebenfalls verstarb.
Volkshochschule auch die hiesige Gemeinde, um ihr in

                                                                                                            13
Gemeindechronik: vor 50 Jahren                                     Veranstaltungshinweise Hesselberg

                                                                      Auf folgende Veranstaltungsangebote
 Hirschlach                                                         des Evangelischen Bildungszentrums
                                                                    Hesselberg möchten wir hinweisen:
  Im Jahr 1972
                                                                    * Straße und Stille - Motorrad einmal anders
    21. April: Nachdem aus verschiede-
                                                                    Di, 24.05.-Sa, 28.05.2022 Touren und Meditation
nen Gründen im vergangenen Herbst
                                                                    Eine seltene Kombination: Motorradtouren durch Westmittel-
der Flurbereinigungs-Gedenkstein nicht
                                                                    franken und Übungen in Stille und Meditation.
mehr eingeweiht wurde, fand diese Ein-
weihungsfeier in großem, festlichem Rahmen am Freitag, dem 21.       * Mit der Trauer leben Fr , 25.11. - So, 27.11.2022
April, statt. Nach einem kurzen regennassen Flurumgang, bei dem     Wochenende für Menschen, die einen Angehörigen
dieTeilnehmer immer mehr abnahmen, hatte sich rasch die große       verloren haben
Zahl der Feiernden in das Gasthaus geflüchtet, wo dann bei auser-   Im Kreis von Menschen, die ebenfalls ihrenWeg mit derTrauer
lesensten Speisen und Getränken und allerlei guten Reden bis zum    gehen, können Sie reden, weinen, sich erinnern. Sie erhalten Im-
frühen Morgen des folgendenTages ausgiebig gefeiert wurde.          pulse, die Ihnen helfen können, mit derTrauer im Alltag zu leben.
Auch die Pfarrleute Lechner hielten im Sinne der Gemeindeglie-       * Von der Markgrafschaft über Preußen nach Bayern
der, um deren Fest- und Ehrentag es ging, zur Freude derselben      Fr, 30.09. - Mo, 03.10.2022
tapfer bis nach 1 Uhr morgens aus.                                  Natur- und heimatkundliches Wanderseminar auf den Spuren
   15. Mai: Die Ortsgemeinde errichtete südlich des ehemaligen      der Markgrafen von Ansbach und Bayreuth
Schulhauses ein zeitgemäßes Feuerwehr-Gerätehaus, in dem nun
                                                                     * Was bleibt? - Bilanz und Rückschau
auch moderne Feuerlöschgeräte untergebracht sind. Gleichzeitig
                                                                                   auf das eigene Leben
brach sie die alte Schulscheune ab, um an ihrer Stelle ein
                                                                    Tagesseminar Sa, 17.09.2022 9.00-17.00 Uhr
Leichenhaus zu errichten und eine Erweiterung des Friedhofes
                                                                    Immer wieder betrachten wir unser Leben und unsere Entschei-
einzuplanen. DieTatkraft der Ortsgemeinde unter dem sehr
                                                                    dungen in der Rückschau. In diesem Seminar erhalten Sie Im-
rührigen Bürgermeister Hans Reinwald ist in jeder Hinsicht
                                                                    pulse zum Nachdenken, die Mut machen.
bewundernswert. Der mit berechtigtem Stolz gepaarte
Gemeinschaftssinn verdient ein uneingeschränkt hohes Lob.                                          Kontakt:
Hirschlach bewies in jeder Hinsicht die Lebens- und                                               E-Mail: info@ebz-hesselberg.de
Leistungsfähigkeit einer kleinen Gemeinde.                                                        online: www.ebz-hesselberg.de

14
Gruppen und Kreise

    Wiederaufnahme evtl. unter Corona-Vorbehalt

Kinder-undJugendarbeit                                 Musikgruppen (im Gemeindehaus)
                                                       • Kirchenchor
• Jungschar (Jungen/Mädchen v. 9-12 Jahren)
                                                          Mittwoch 19.30 Uhr
        Freitag 15.00 -16.30 Uhr
                                                          (Leitung: Birgit Heinrich, Tel.: 7722)
        im Jugendraum / Kiga Pusteblume
      (Ansprechpartner: Ehepaar Haller,Tel. 242)       • Posaunenchor:
• Teeniekreis      (ab 13 Jahren)                          Jungbläser: Donnerstag, 19.00 Uhr
                                                           Bläserchor: Donnerstag, 20.00 Uhr (Ansprechpartner:
        Mittwoch von 19.00 bis 21.00 Uhr
                                                           Karin König (Obfrau)Tel. 991461
        im Jugendraum / Kiga Pusteblume                    Julia Strobel (Leiterin) Tel. 333 4500)
• Jugendbund                                           • Taizé-Instrumentalkreis
        jeweils Freitag um 19.30 Uhr
                                                           Ansprechpartnerin u. nähere Infos:
        in Weidenbach, Landeskirchliche Gemeinschaft
                                                           Barbara Rohm,Tel. 621868
• Eltern-Kind-Gruppe
                                                       • Vokalensemble
        Donnerstag, 9.00 - 11.00 Uhr
                                                           Ansprechpartnerin: Birgit Heinrich: Tel.: 7722
        Evang.Gemeindehaus
       (Info bei Verena Schletterer, Tel. 3339089

                                                        Komm mit zum                               An aaa
• Kindergottesdienst (ausgenommen Ferien)               Kindergottesdienst
    jeden 2. Sonntag (9.00 Uhr) und letzten Sonntag
    (10.00 Uhr) im Evang. Gemeindehaus.
     Am Ostersonntag 9 Uhr Osterfeier !

                                                                                                            15
Aus dem Gemeindeleben - Rückblick Weihnachten
Familien-Waldweihnacht gut angenommen                               Krippenspiel an Heilig Abend
150 Menschen erlebten am Samstag vor Weihnachten die Weih-
nachtsgeschichte mal ganz anders:

A  lte und Junge (dabei ca. 60
   Kinder) mussten erst einmal
                                                                    A    uch in diesem Jahr
                                                                         konnte trotz erschwerter
                                                                    Corona-Bedingungen ein
vom Bammersdorfer                                                   Krippenspiel mit den Kinder
Dorfgemeinschaftshaus in den
                                                                    eingeübt werden.
                                   Wald laufen, um dort einen
                                   Gottesdienst in fünf Stationen
                                   zu erleben.
                                                                                                         M      it Begeisterung
                                                                                                                und Hingabe
                                                                                                         wurde die Weih-
                                                                                                         nachtsgeschichte dar-
Dort wurde in verschiedenen                                                                              gestellt
Blickwinkeln auf die Weihnachts-
geschichte geschaut.

                                   B   egeistert folgten -nicht
                                       nur- die Kinder den Er-
                                   zählungen und Liedern.

E   in Erlebnis von Weihnacht,
    was sich wohl alle im nächs-
ten Jahr wieder wünschen. Was                                                                  und vom Kinderchor mit Liedern
für ein schöner Auftrag an das                                                                 begleitet.
diesen Gottesdienst gestaltende KiGoteam …

16
Aus dem Gemeindeleben
Posaunenchor unter neuer Leitung                             14tägig zur gewohnten Gottesdienstzeit lässt eine Bläsergruppe
                                                             mit Chorälen im Innenhof die frohe Botschaft erklingen, zur
Im März 2022 wurde die Leitung des Posaunenchors von Dr.     großen Freude der Heimbewohner, die so auch spüren, dass sie
Claus Engelhardt nach fast fünfjähriger Tätigkeit an Julia   von ihrer Kirchengemeinde nicht vergessen sind.
Strobel übergeben. Wir danken ihm herzlich für seinen
Dienst.                                                      A    nstelle der gemeinsamen Sonntagsgottesdienste im An-
                                                                  dachtsraum gestaltet Diakon Blencke derzeit alle 2 Wo-
                                                             chen auf jeder Station des Hauses am Donnerstag eine besinn-
 Obfrau Karin                                                liche Kurzandacht.
König wünscht
Frau Strobel                                                 ChorandachtWindsbacher
Freude und Gottes
Segen für ihre
neue Aufgabe.                                                A    m 13. März gestaltete der „Windsbacher Knabenchor“ mit
                                                                  55 Sängern und Christian Hübner an der Orgel eine ein-
                                                             drückliche Passions-Chorandacht in der Stadtkirche mit Wer-
                                                             ken u.a. von Max Reger, J.S.Bach und Felix M. Bartholdy.
Sonntagseinsatz im BRK-Seniorenheim                          Das Kriegsgeschehen in der Ukraine blieb dabei nicht ausge-
                                                             blendet. Zum Zeichen der Solidarität trugen die Windsbacher
                                                             auf ihren Chormänteln je eine kleine gelb-blaue Flagge der
                                                             Ukraine.

O    bwohl v.a. auch wegen der Coronalage keine Sonntags-
     gottesdienste im BRK-Seniorenwohnen mehr gefeiert
werden können, hat unser Posaunenchor seinen Dienst der
musikalischen Evangeliumsverkündigung nicht beendet:

                                                                                                                          17
Aus dem Gemeindeleben
 Kirchen-Umluftheizung erneuert                                        unseren Kirchenraum zuverlässig auf angenehmeTemperaturen
                                                                       bringen. Dann wird es einem bei Gottesdiensten und Konzerten
                                   nde 2020 erlebten wir mitten in der vielleicht auch ums Herz ein bisschen eher warm…
                           E       Planung der umfassenden Kirchen-
                              innenrenovierung bei einemWartungs- Chorraumgemälde „Anbetung der Hirten“
                              termin eine böse Überraschung: An der
                              Brennkammer der großen Kirchenum-
                              luftheizung waren faustgroße Löcher
                                                                     D         en Altarraum unserer Merkendorfer Stadtkirche schmückt
                                                                               ein imposantes, 520 x 308
                                                                       cm großes Gemälde des Augs-
                              entdeckt worden. Der Zahn der Zeit       burger Künstlers Johann Heiß
                              hatte mit Rostfraß unserer Umlufthei- (1640 – 1704) . Es zeigt die An-
                              zung schwer zugesetzt. Aus Sicherheits- betung der Hirten beim Chris-
                              gründen musste die in den 60er Jahren tuskind. Nach der Zerstörung
 installierte, in den 90er Jahren auf Gas umgestellte Kirchenheizung unser Kirche 1945 kam es als
 sofort stillgelegt werden. Nach der Demontage der Altanlage und Leihgabe der Bayerischen Staats-
 der Renovierung des unter dem Kirchenschiff liegenden Heiz-           gemäldesammlung in München
 raums wurde im vergangenen Jahr die Firma Pfako mit der Neu- in den 50er Jahren in unsere Kir-
 errichtung der direktbefeuerten Kirchenumluftheizung beauftragt. che.

 Z    usätzlich mussten die zu- und abluftführenden in der Kirche
      verlaufenden Bodenkanäle neu isoliert, sowie die Kaminanla-
 ge und die elektrotechnische Schaltanlage erneuert werden. Insge-
                                                                      I  n den Jahren 1992/93 wurde das sehr schadhaft und unan-
                                                                         sehnlich gewordene Bild umfassend renoviert. Doch inzwi-
                                                                     schen ist der Firnis stark vergraut und die vor 30 Jahren notwendig
 samt sind in diese Maßnahme 110.000 € geflossen. Von der Lan-       gewordenen Retuschen zeigen sich als störende dunkle Flecken. -
 deskirche erhalten wir aus Kirchen-                                 Der Kirchenvorstand hat darum beschlossen, das Bild erneut einer
 steuermitteln 34.000 € und von der                                  Renovierung zu unterziehen. Diese wird – wir hoffen : im Früh-
 Stadt Merkendorf dankenswerterwei-                                  sommer - vor Ort durchgeführt werden. Das Bild bleibt dabei an
 se 10.000 € an Zuschüssen. An hei-                                  derWand, die Restauratoren werden von einem Gerüst aus arbei-
 mischen Handwerkern waren die Fir-                                  ten. Um das Bild vor zu starker UV-Einstrahlung zu schützen, wur-
 men Wichtrey, Knoll und Klee-                                       den an den gegenüberliegenden Kirchenfenstern bereits Schutzvor-
 mann beiTeilgewerken beteiligt.                                     hänge angebracht. Eine erste Kostenschätzung ergab einen zu er-
 Die erneuerte Heizung ist wesentlich                                wartenden Kostenaufwand von ca. 15.000 € . Auch hier sind wir
 sparsamer imVerbrauch und wird                                      dankbar für zugedachte Spenden !

18
Aus dem Gemeindeleben
     Orgelrenovierungbeginnt
delben                                                          Glocken- und Orgelexperten Pfarrer Karl Schrems um drei
                                                                Register erweitert worden.

                                                                G    lücklich können wir uns
                                                                     schätzen, dass uns mit
                                                                                               Margit
                                                                                               Kistner

                                                                                     Christian
                                                                                     Hübner

Voraussichtlich Ende Mai wird - ausgeführt von der Firma   Peter
Deininger & Renner mit der Renovierung unser Orgel begon- Rothenberger
nen werden. Letztmals war vor genau 30 Jahren das Instru-
ment einer solchen umfassenden Prozedur unterzogen worden.
Nun steht erneut eine Generalreinigung und technischen
Überholung an. Dabei werden u.a. sämtliche 1750 Pfeifen der
23 Register ausgebaut, dieVentile überarbeitet, dieWindanlage                                            Michael Schmidt und
wird durch einen neuen Orgelmotor verstärkt und sämliche
Register neu intoniert werden. Die Gesamtkosten sind mit                               Dr. Claus Engelhardt
knapp 29.000 € veranschlagt.                                                           fünf musikbegeisterte nebenamtliche
Unsere Orgel mit ihrem klaren neobarocken Klangbild                                    Kirchenmusiker zurVerfügung ste-
stammt aus derWerkstatt von Paul Ott/Göttingen und war in                              hen, die unsere Orgel zum Lob Got-
den Jahren 1952/53 unter dem damaligen Pfarrer Christian                               tes und zur Freude und liturgischen
Lechner in der nach der Kriegszerstörung wiederaufgebauten                             Unterstützung der Gemeinde spielen
Stadtkirchen errichtet worden. 1976 war die Orgel unter dem                            und unsere Gottesdienste bereichern.

                                                                                                                              19
Aus den Kindergärten
Kindergarten „Weidachstrolche“                                  Liebe Gemeindemitglieder !

                                                S eit Beginn
                                                  des neuen
                                                                S   eit September gibt es mit mir im Evangelischen Kindergar-
                                                                    ten Weidachstrolche ein
                                                                neues Gesicht. Mit diesen Zei-
                                              Kindergarten-     len möchte ich mich nun bei
                                              jahrs ist unser   Ihnen näher vorstellen.
                                              Kindergarten-     Ich heiße Annette Kettler, bin
                                              Vogelschar        52 Jahre und freue mich sehr,
                                              der „Weidach-     als Kiga-Leiterin die neue
                                              strolche“ um      Ansprechpartnerin zu sein. Ich
                                              eine Gruppe       bin verheiratet und wohne mit
gewachsen: Die „Goldkehlchen“ haben ihr Domizil bezogen.        meinem Mann in Markt
Was zunächst wegen vieler Neuanmeldungen baulich als            Berolzheim.
„Notgruppenanbau “ geplant war, entpuppt sich nun als eine      Nach meinem Abschluss als
sehr ansprechende wohnliche „Behausung“ für die 15 Grup-        staatlich anerkannte Erzieherin,
penkinder. Die Holzbauweise diese „Tiny-Hauses“ vermittelt      konnte ich wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Einrich-
eine sehr warme Wohlfühl- Atmosphäre.                           tungen und pädagogischen Bereichen sammeln.

F   reilich: Wenn der von der Stadt Merkendorf geplante 3.
    Kindergarten in der Bammersdorfer Straße fertiggestellt
sein wird, werden auch die „Goldkehlchen“ ihr kuscheliges
                                                                M     it Freude mache ich mich gemeinsam mit dem Team auf
                                                                      den Weg den Kindergarten als einen Ort zu erhalten, an
                                                                dem sich alle wohlfühlen können: Kinder, Eltern, Mitarbeite-
Nest wieder verlassen müssen.                                   rinnen und Mitarbeiter, sowie alle Besucher unseres Kindergar-
Die Stadt                                                       tens.
berichtet von
vielen
Interessenten
                                                                W      ichtig sollen für uns die kleinen Dinge des Lebens wie
                                                                       Freundlichkeit, gegenseitige Wertschätzung, Toleranz
                                                                und ein respektvolles Miteinander sein.
für den
                                                                Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen.
zerlegbaren
Holzbau.                                                        Liebe Grüße
                                                                Annette Kettler

20
Als Wolframs-Eschenbach evangelisch wurde

                e Die
                   Reformation                                                     Vogteiamt Eschen-
    und die Stadt (Wolframs)-Eschenbach                                            bach samt der Stadt
                (Von Oskar Geidner)                                                Eschenbach, das Be-
                                                                                   standteil des Deut-
                                                                                   schen Hauses war, an
N     achdem Markgraf Georg der Fromme 1528 bis
      1533 die Reformation in der Markgrafschaft
Ansbach endgültig einführte, musste die Pfarrei
                                                                                   die protestantische
                                                                                   Reichstadt Nürnberg
Eschenbach, vor allem in den Dörfern um Eschen-                                    über.
bach, empfindliche Verluste hinnehmen.
Selbst in der Stadt Eschenbach gestaltete sich der
Kampf des Deutschen Ordens gegen die reformatori-
                                                                                   D      amit, also mit
                                                                                          dem Wechsel
                                                                                    des Landesherrn, ging
schen Bestrebungen schwierig. Denn auch in der                                      nach der Regelung
Stadt fand die neue Lehre großen Zulauf.            „cuius regio, eius religio“ („Wes das Land, des der
1559 war nach einem Bericht der Eschenbacher Bür-   Glaube“) auch ein Religionswechsel einher.
germeister die Mehrheit in der Stadt und der Vorstadt
                                                    Erst am 7. Mai konnte, bedingt durch die Kriegs-
lutherisch und ging nach Merkendorf zur Kirche.     wirren, die Erbhuldigung der Eschenbacher Unterta-
Das Abendmahl wurde sogar in der Stadt ausgeteilt.  nen durch den Legaten des Königs von Schweden
                                                    für die Stadt Nürnberg vorgenommen werden. Im
G    eschickt und mit viel missionarischem Eifer
     konnte der Deutsche Orden als Landesherr in    Anschluss daran wollte die Stadt Nürnberg nun
der Folge seine Untertanen beim katholischen Glau- evangelische Kirchendiener in die Stadt hinaussen-
ben halten. Doch nicht alle Untertanen wollten beim den.
alten Glauben verharren und zogen deshalb aus
Eschenbach weg bzw. wurden des Landes verwiesen.        I
                                                       n Eschenbach hatte sich niemand geweigert dem
                                                       Rate zu huldigen, aber der katholische Pfarrer von
                                                    Eschenbach Martin Karl Krieger weigerte sich von
D     as Jahr 1632 bildete für den Deutschen Orden
      und seine Stadt eine tiefe Zäsur. Mit Urkunde
vom 9. April 1632 übereignete der Schwedenkönig
                                                    seiner „päbstlichen Religion“ abzustehen. Der Rat
                                                    ließ deshalb diesem „Meßpfaffen“ den Dienst auf-
Gustav Adolf das Deutsche Haus zu Nürnberg          kündigen. Zu Nachfolgern wurden M. Johann Bap-
(Deutschordens-Kommende) der Stadt Nürnberg für tista Schuhmacher, Pfarrer zu Heroldsberg, und Jo-
100.000 Thaler. Damit ging auch das Deutschordens- hannes Faber, Pfarrer zu Henfenfeld vorgeschlagen.

                                                                                                     21
Als Wolframs-Eschenbach evangelisch wurde

Z    war hat die Reichstadt Nürnberg formell die
     Stadt und das Vogteiamt Eschenbach in Besitz
genommen, aber weder die Reichstadt noch die
                                                            D     er Vicar Nikolaus Zuber wurde an die hiesigen
                                                                  Prediger M. Johann Fabricius und M. Johann
                                                            Saubert zu einer mündlichen Information verwie-
Schweden waren wegen der darauf folgenden eige-             sen, um ihr Gutachten zu vernehmen, wie er sich in
nen Truppenabzüge und der andauernden kaiserli-             Eschenbach zu verhalten habe, da die (evangelische)
chen Besetzungen in der                                     Religion Augsburgischer Confession dort nicht her-
Lage sich die Stadt auch                                    kömmlich sei, wann und wie oft er zu predigen und
tatsächlich dauerhaft ein-                                  wie er sonst die Leute dort zur evangelischen Religi-
zuverleiben. Spätestens im                                  on bringen und bewegen solle. Die Geistlichen er-
August 1632, mit dem                                        füllten diesen Auftrag und erteilten Zuber eine In-
Abzug der schwedischen                                      struktion über die Einführung des evangelischen
Truppen, dürfte sowohl                                      Gottesdienstes in Eschenbach und wie die Bürger-
der Deutschordensvogt als                                   schaft dort mit „geziemender Bescheidenheit“ gewon-
auch die katholische                                        nen werden möchte. Erst jetzt sah sich die Reichs-
Geistlichkeit, Pfarrer und                                  tadt tatsächlich in der Lage, den Religions- und Be-
Kaplan, vorerst wieder                                      sitzwechsel in der Stadt und im Amt Eschenbach zu
ihren Dienst in der Stadt                                   vollziehen.
aufgenommen haben.            Wappen Deutscher Orden
                              Rathaus Wolframs-Eschenbach
                                                            A
                                                       ber da sich die Reichstadt wegen der Verlegung
                                                       ihrer eigenen Garnison nach Eschenbach noch

D    a nach der Eroberung der Stadt am 2. April   nicht klar war, es stand zu befürchten, dass es zwi-
     1633 durch die Schweden keine katholischen schen ihr und den noch dort liegenden Dragonern
Geistlichen mehr vorhanden waren, der Pfarrer     zu Problemen kommen werde, unterblieb vorläufig
scheint geflohen und der Kaplan niedergemacht     auch die Entsendung des Vicars und des neuen Vog-
worden zu sein, wurde der Notarius Johann Jacob   tes nach Eschenbach. Spätestens Ende 1633 dürfte
Pömer beauftragt, den Vicar M. Nikolaus Zuber von die tatsächliche Einführung der lutherischen Lehre
Altenthann und den Gerichtsschreiber zu Lichtenau in der Stadt dann erfolgt sein. Noch 1697 sind in
Burthas als Vicar und neuen Vogt in der Stadt     der Stadt Einwohner vorhanden, die lutherisch ge-
Eschenbach zu präsentieren.                       tauft worden sind.

22
Wolframs-Eschenbach                                      Rückblick Krachmachertag

                               N     ach der
                                     Schlacht bei
                               Nördlingen am 5./6.
                                                             Luther endlich ernst genommen:
                                                         Der „Krachmachertag“-Musik Workshop
                               September 1634, bei
                               der die Schweden        H     eute brauchen unsere Ohren den Beat, den Schlag.
                                                             Ohne ist Musik für die meisten Menschen eher
                                                       langweilig. Und langweilig war es beim Workshop für po-
                               eine schwere Nieder-
                               lage einstecken muss-   puläre Musik genau nicht. Die jungen Teilnehmer/innen
                               ten und daraufhin       lernten mit Coach Thomas vom Amt für Gemeindedienst
                               Franken räumten,        am Vormittag praxisbetont, wie wichtig gerade das Schlag-
                               kam es im Mai 1635      zeug in einer Band ist. Nachmittags wurde den Liedblät-
                               zum Frieden von         tern von zwei populären Songs Leben eingehaucht.
                               Prag, dem auch die      Abends wurden diese Songs vor kleinem aber begeistertem
                               Reichstadt Nürnberg     Publikum zum besten gegeben: „God is my lighthouse“-
                               beitrat. Aufgrund       mein Leuchtturm, der mich in der Dunkelheit und auch
dieses Friedensvertrages musste die Reichstadt die     bei schwerer See auf dem richtigen Weg führt.
Deutschordenskommende Nürnberg und damit das
Vogteiamt Eschenbach wieder dem Orden in dem
Zustand vom 12. November 1627 zurückgeben, je-
                                                       W äre Martin Luther im Publikum dabei gewesen er
                                                         wäre sicherlich hingerissen, denn er holte schon
                                                  damals die populären Melodien in die Kirche. Das
doch ohne Erstattung von Nutzen, Schaden und      machten jetzt Alia (Piano), Paula (Piano&Voc), Leon
Kosten.                                           (Git) Cederic (Git) und Georg (Perc&Voc). Für alle war es
     amit war auch der Religionswechsel verbunden jedenfalls ein super (Musikmacher-)Tag!aNachdem
D    und in Eschenbach wurde wieder die katholi-
sche Religion eingeführt.

               Oskar Geidner /Wolframs-Eschenbach

                                                                                                             23
Anschriften                                             Wo Hilfe wohnt
Evang.-luth. Pfarramt Merkendorf                      Diakonie - Beratung undTagespflege
Schulstrasse 5, 91732 Merkendorf                      Tagespflege: Täglich von 08:00 - 16:30 Uhr
Vorwahl: 09826                          �         202                                        �09826/6553027)
                                        Fax:      1290
E-Mail: pfarramt.merkendorf@elkb.de                    DiakonischesWerkWeißenburg-Gunzenhausen
Internet: www.merkendorf-evangelisch.de                   Eltern-und Jugendberatung
                                                          Schuldnerberatung
Bürozeiten:
Dienstag, 8.30-18.00 Uhr, Mittwoch 08.30 -13.00 Uhr-      Beratungsstelle für Kur-und Erholung
Donnerstag, 08.30-12.00+13.00-17.00 Uhr                                                        09831/2417
                                                           Sozialpsychiatrischer Dienst (Suchthilfe)
Pfarrer Detlef Meyer                     �        202                                                  09831/ 2478
Diakon Dieter Blencke                     �    659220      Häusliche ambulante Pflege                  09831/ 2472
Sekretärinnen: Birgit Ammon, Gabriele Knoll�      202
Mesner/innen:                            �
Marion Fetz                              �       1203   Telefonseelsorge (kostenlos)               0800/1110111
Dieter Uhlmann,                          �       9154   FrauenhausAnsbach                            0981/95959
HanneloreWagner,ErnaWeeger
Hausmeisterin: Helga Riedel              �      1534    Krisendienst Mittelfranken
Mesner/innen in Hirschlach:                                   -Hilfe für Menschen in seelischen Notlagen
Erika Hahn                               �       283                                         0911/ 42 48 55-0
Ingrid Höger                             �       9793
Berta Krug                               �       1580
Michael Schmidt
Kirchenvorstand:
Vertrauensmann Merkendorf
Erwin Fleischner                         �       285
Vertrauensmann Hirschlach
Martin Krug                              �     658850                         Impressum
Kindergärten:                                          Herausgeber: Evangelisch-Lutherisches Pfarramt
Kindergarten „Pusteblume“                �       1200               Schulstrasse 5, 91732 Merkendorf
Kindergarten „Weidachstrolche“           �       7733 Druck: Fucker, Gunzenhausen, Auflage: 1650 Stück

Landeskirchl.Gemeinschaft               �         242  Spendenkonto: Sparkasse Merkendorf
Prediger: Ehepaar Haller                Fax:     61178                 IBAN: DE11 76551540 0000 251140

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