GEMEINSAM NEULAND SCHAFFEN - Fachtagung Abbruch
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
AUSGABE 04/2020 GEMEINSAM NEULAND SCHAFFEN AUS DER PRAXIS VERBAND VERBAND Licht, aber auch Schatten ABBRUCH AKTUELL in Zahlen Neues DA-Seminar Neues Kreislaufwirtschaftsgesetz 21 Jahre ist das Magazin auf Arbeitsvorbereitungen für (KrWG) in Kraft getreten dem Markt eine Abbruchbaustelle
EDITORIAL
IMAGEWANDEL IM ZEITALTER
DER DIGITALISIERUNG UND
DER NUTZUNG NEUER MEDIEN
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
verehrte Mitglieder des Deutschen Abbruchverbandes,
es freut mich, Sie in der 4. und somit letzten Ausgabe der
ABBRUCH AKTUELL in 2020 begrüßen zu dürfen. Ein tur-
bulentes Jahr liegt hinter uns und wenn auch momentan
unsere Branche noch halbwegs von Corona verschont wur-
de, wissen wir noch nicht, ob nicht doch noch Auswirkun-
gen auf uns deutlich spürbarer werden. Die Absagen des
Jahreskongresses in Prag und der FACHTAGUNG ABBRUCH
nächstes Jahr in Berlin sind Zeugen dieser spürbaren Ein- Michael Pfeiffer
schränkungen, aber sicherlich noch am einfachsten zu
verstehen. Wir wären allerdings keine guten Unterneh- tionsagentur fügte den professionellen Feinschliff hinzu.
mer/-innen, wenn wir uns nicht diesen Herausforderungen Das Ergebnis der umgesetzten Ideen finden Sie anbei in
entgegenstemmen und bereits schon wieder in die Zukunft unserer aktuellen Ausgabe und in den nächsten Monaten
schauen würden. in diversen Newslettern, Flyern, Broschüren und mit Ihrer
Unterstützung auch auf Bauzaunbannern verteilt über Ihre
Gleiches haben wir Mitte dieses Jahres auch auf Verbands- Baustellen.
ebene getan! In die Zukunft geschaut und uns hinterfragt,
was wir tun können, um die gesamte Abbruchbranche in der Des Weiteren planen wir, die Imagekampagne über 7 Kurz-
Aufmerksamkeit unserer Zielgruppen noch interessanter zu filme digital zu visualisieren und über die einschlägigen
gestalten? Kanäle wie YouTube, Instagram, XING, LinkedIn etc. zu pub-
lizieren. Hiermit erreichen wir die Mitarbeiter von morgen,
Konkret lauteten die Fragestellungen: Wie können wir das aber auch die Kunden von heute.
Image der Abbruchbranche verbessern? Wodurch steigern
wir die Akzeptanz unseres Recyclingbaustoffes? Wie neh- Selbstverständlich waren wir vom Vorstand auch auf an-
men uns Nachwuchs und Quereinsteiger bei der Berufswahl deren Ebenen aktiv und konnten u.a. mit einer sinnvollen
stärker wahr? Immobilien-Investition an unserem vorhandenen Standort
in Köln nicht nur eine stabile Wertanlage für den DA tätigen,
Wie Ihnen aufgefallen sein dürfte, hat unsere ABBRUCH sondern auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen,
AKTUELL ein neues Design erhalten! Aber nicht nur unser um zukünftig am eigenen Standort Schulungen und Fortbil-
Fachmagazin erstrahlt im neuen Glanz. In den letzten Mo- dungen anbieten zu können. Dass uns das gerade in Corna-
naten haben wir vom Vorstand gemeinsam mit unserer Ge- zeiten gelungen ist, zeigt uns auch, dass es immer weiter
schäftsstelle in Köln und einer Kommunikationsagentur geht, allen Umständen zum Trotz.
intensiv an dem Imagewandel für unsere Abbruchbran-
che gearbeitet. In einem PR-Lenkungsausschuss wurden In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und machen Sie das
dazu Gedanken ausgetauscht und Ideen eingebracht. So Beste aus der Situation!
entstanden unsere sechs Keyvisuals mit ihren jeweiligen
Headlines, die uns in den nächsten Jahren in einem moder- Michael Pfeiffer
nen und attraktiven Licht erscheinen lassen. Die Kreativität DA-Vorstandsmitglied
der Teilnehmer kannte keine Grenzen und die Kommunika-
3INHALT
INHALT
EDITORIAL 3 BRANCHE
TITEL Die Powerscreen Warrior 800 – Ein zuverlässiger
Partner für mobile Einsätze 34
DA-Imagekampagne
Interview mit Mathias Heermann 6 Weitere Partner für regionale
Annahmestellen gesucht 36
AUS DER PRAXIS
Neues Nachläuferkonzept für
Baustellen sicher und wirtschaftlich planen 16 Rotorblatt-Transport 38
Interview mit Mattis Jamal Horstmann 18 MBI Schrott-Schere SH100 im Einsatz 40
Das neue QUBA-Qualitätszeichen ist gestartet 20 Leistungsstarker Emissionsschutz bei
Abbrucharbeiten 41
Von Dachpappe zu Zement 24
Volvo ECR58 – Komfortabler Kompaktbagger 43
Licht, aber auch Schatten 26
TandemAnhängerTieflader TAT-K 180 44
Kiesel Gruppe wehrt sich gegen kriminelle
Cyber-Attacke 28 Zeppelin Rental: Zukunftsfähige Technologien
für den Mietpark 47
Neuer Branchenstandard für Rückbau und
Recycling von Windkraftanlagen 30 Fachbegriffe erklärt 48
Wem gehört der Bauschutt? 32 Sonstige Veranstaltungen 49VERBAND Folgen Sie uns auf
Twitter, Facebook,
ABBRUCH AKTUELL in Zahlen 50 Instagram und YouTube.
180 Jahre – Der DA gratuliert 52
Verabschiedung Elke Kuhlen 55
Der DA spendet 2.500€ an die
Kölner Obdachlosenhilfe 56
Neues DA-Seminar 58
DA-Veranstaltungen 59
Bericht aus Berlin 60
5 Fragen an ... 64
Inserentenverzeichnis
Impressum 66Einen weiteren Anstoß gaben dann ebenso unsere
Erlebnisse auf den Baustellen. Zunächst haben die
Anwohner häufig Bedenken, sind dann aber am Ende ge-
nauso häufig begeistert, dass da auf der Baustelle gar kei-
ne Birne mehr schwingt. Dieses „AHA-Erlebnis“ wollen wir
weitertragen und bekannt machen, dass wir eine hochtech-
nisierte, junge und moderne Branche sind.
Welche thematischen Schwerpunkte setzen Sie? Was sind
die Kernaussagen der Kampagne?
Das allerwichtigste Ziel ist natürlich ein Imagegewinn für
alle Mitglieder des DA und damit auch für die Branche. Da-
rüber hinaus wollen wir den Abbruch attraktiv machen für
junge Leute. Der öffentliche Auftritt soll vereinheitlicht
werden. Soziale Medien wollen wir stärker einbinden.
Zentrales grafisches Mittel der Kampagne sind 6 Keyvi-
Mathias Heermann – Vorsitzender AK Junioren, suals. Diese Bilder sind der rote Faden, der sich durch alle
Mitglied im PR-Lenkungsausschuss
Kommunikationskanäle und –mittel des Verbandes zieht.
Was sind Ihre Erwartungen an diese ganz neue Außendar-
Wie kam es zur Idee eine Imagekampagne für den DA zu stellung?
starten? Was oder wer gab den Anstoß dazu?
Die Keyvisuals sollen auf einen Blick zeigen, dass wir eine
Das ist im Grunde ursprünglich von zwei Seiten beeinflusst fortschrittliche Branche am Puls der Zeit und auf der Höhe
worden. Zum einen haben wir vor drei Jahren den Junioren- der Technik sind. Wir wollen schlicht auch mehr Wertschät-
kreis im DA gegründet. Das war zunächst einmal ein State- zung erfahren. Ein Beispiel: Das Thema Nachhaltigkeit ist
ment für junge Leute im Verband und deren Mitwirkung. Aus beim Abbruch zentral, wir arbeiten seit Jahrzehnten nach-
diesem Kreis kam dann schließlich auch die Idee, die ge- haltig. Wir fördern das Recycling. Beton wird zu neuem
samte Außendarstellung des Verbandes zu verjüngen und Beton. Viele Außenstehende wissen das nicht, es ist aber
moderner zu gestalten. unser täglich Brot.
Neuer Auftritt auf Social Media-Kanälen
7TITEL
www.deutscher-abbruchverband.de
Sachgerechter und anspruchsvoller
Abbruch braucht echte Profis.
Wo Neues entstehen soll, muss oft Altes weichen und für diese
anspruchsvolle Aufgabe bedarf es Spezialisten. Vielfältige gesetzliche
Vorschriften sind zu beachten und neueste technische Methoden
werden genutzt, um einen modernen, sachgerechten Rückbau zu
garantieren. Vertrauen Sie den Experten unserer Mitgliedsunter-
nehmen und schaffen Sie zusammen mit ihnen Neuland.
8TITEL
www.deutscher-abbruchverband.de
Gleichbleibende Qualität trotz stetig
neuer Rahmenbedingungen.
Von Bau- und Umweltrecht über Vergaberecht, Arbeitsschutzrecht
oder Immissionsschutzrecht bis hin zu Chemikalienrecht und
Abfallrecht. Durch die Komplexität des modernen Abbruchs sind
Vorgaben aus den unterschiedlichsten Rechtsgebieten zu beachten.
Unsere Mitglieder kennen die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen
und halten diese ein.
www.deutscher-abbruchverband.de
Gemeinsam bewegen wir eine
hochmoderne Branche.
Selektiver Rückbau funktioniert nur mit modernen Maschinen
und aktueller Technik. Dabei sind GPS-gestützte Maschinen und
Abbruchroboter ebenso Standard wie der stetige digitale Daten-
austausch zwischen Baustelle und Büro. Wir unterstützen unsere
Mitglieder bei allen Fragen dieses komplexen Fachgebiets und
behalten zusammen Entwicklungen im Auge.
10www.deutscher-abbruchverband.de
Nachhaltigkeit ist in unserer
Branche fest verankert.
Für zahlreiche beim Abbruch anfallende Materialien, wie mineralische
Abfälle, Altholz, Kunststoffe und Metalle, gibt es bereits bewährte
Recyclingwege. Unsere Mitglieder gewinnen diese wertvollen Bau-
stoffe und praktizieren damit eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
Durch die kontinuierliche Beobachtung neuester Entwicklungen
und Vorgaben helfen wir bei der Umsetzung.
www.deutscher-abbruchverband.de
Hier finden Sie echte Profis
für Ihre speziellen Anforderungen.
Abbruch erfordert vielfältiges Know-how. Die Mitglieder im
Deutschen Abbruchverband erfüllen strenge Qualitätskriterien
und Auflagen – eine Sicherheit für jeden Auftraggeber. In unserem
Mitgliederverzeichnis finden Sie ganz einfach kompetente Abbruch-
unternehmen in Ihrer Nähe.
11TITEL
www.deutscher-abbruchverband.de
Wir bieten zuverlässige
Jobs mit Aussicht.
Vom Bauwerksmechaniker über Aufstiegsfortbildungen zum Vorar-
beiter, Werkpolier oder Meister bis hin zum Dualen Studium: Unsere
Mitglieder bieten vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten, Aufstiegs-
chancen und Jobs. Wir unterstützen Unternehmen und Suchende
beim Start oder der Weiterbildung.
www.deutscher-abbruchverband.de
Sachgerechter und anspruchsvoller
Abbruch braucht echte Profis.
Wo Neues entstehen soll, muss oft Altes weichen und für diese
anspruchsvolle Aufgabe bedarf es Spezialisten. Vielfältige gesetzliche
Vorschriften sind zu beachten und neueste technische Methoden
werden genutzt, um einen modernen, sachgerechten Rückbau zu
garantieren. Vertrauen Sie den Experten unserer Mitgliedsunter-
nehmen und schaffen Sie zusammen mit ihnen Neuland.
Neue Kampagnenmotive (Keyvisuals)
12er
3 Berufsbild
Ausbildungsflyer der
Neues Design der
Auch die Ansprache an Jugendliche ist neu. Die Ausbil- Fachkräftemangel herrscht ja überall in der Branche.
dungsflyer der 3 Ausbildungsberufe in der Abbruch- Gute Mitarbeiter sind aber die wichtigste Säule in einem
branche haben eine neue Handschrift. Wie wichtig ist die Unternehmen. Hier besteht akuter Bedarf, und zwar
Nachwuchssicherung für Sie als junger Unternehmer und jetzt und in Zukunft. Auch wollen wir ein wenig weg vom
für den Verband? dreckigen und staubigen Image. Bei uns können auch Leute
anfangen, die sich nicht jeden Tag dreckig machen wollen.
Die Gewinnung von Nachwuchskräften ist mit Sicherheit Der Baumaschinist beispielsweise bedient heutzutage die
unser wichtigstes Thema. Hier müssen wir reagieren. modernsten Geräte.
13TITEL
Neues Auftreten auf Baustellen mit Bauzaunbannern
(Downloadmöglichkeit im internen Mitgliederbereich der Webseite)
Neuer Internetauftritt
14H
STE EN F
Mit dieser Ausgabe hat auch das Verbandsmagazin
R
Ü
I
W
R
ABBRUCH AKTUELL ein neues Gesicht. Welches Ziel
verfolgt der DA damit?
Äußerlich wollen wir das Magazin natürlich moder-
QU
CH
nisieren und optisch frischer gestalten. Inhaltlich
LI
wollen wir ab jetzt ganz vermehrt kleinere Mitglieds-
R
A
U
TÄ
unternehmen und ihre Projekte präsentieren. Gängige T IM ABB
Praxis ist bislang ja, dass fast ausschließlich große
Player hier zum Zuge kommen, da diese selbst über Qualitätslabel
PR-Ressourcen verfügen. Für die mittleren und kleinen
QUA LI TÄ
wollen wir das in Zukunft übernehmen und aktiv auf sie
R T
FÜ
zugehen. Dabei wollen wir deutlich zeigen, dass man
für alltägliche, kleine Maßnahmen eben auch Experten
IM
R ST E H E N
braucht. Zudem ist unser inhaltliches Ziel, vermehrt
ABBRU C H
junge Leute in den Mitgliedsunternehmen anzusprechen,
um sie für die aktive Mitarbeit im Verband zu gewinnen.
Hierzu werden wir in einem zweiten Schritt über die
WI
ABBRUCH AKTUELL hinaus, vermehrt auch Videos in den
sozialen Medien einsetzen.
MI 1
TG L 2
I ED 20
Neues Design für die Jahresaufkleber für große
und kleine Baumaschinen und für PKWs
Neues Design des Verbands-
magazins ABBRUCH AKTUELL
15AUS DER PRAXIS
BAUSTELLEN SICHER UND
WIRTSCHAFTLICH PLANEN
Verschiedenste rechtliche Grundlagen sind zu beachten –
neue Handlungshilfe der BAuA erhältlich
Die Einrichtung einer Baustelle bestimmt über die Qualität der Arbeit und der Arbeitsbedingungen.
Darüber hinaus ist sie die Grundlage für wirtschaftliche und sichere Bauprozesse. Für kleine und
mittlere Bauunternehmen sowie für Handwerksbetriebe hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (BAuA) nun eine Handlungshilfe veröffentlicht. Die baua: Praxis „Die Baustel-
leneinrichtung sicher und wirtschaftlich planen“ unterstützt die am Bau Beteiligten mit Hinweisen
dabei, die gesamte Arbeitsstätte Baustelle zu planen, auszuführen und zu unterhalten. Die Bro-
schüre informiert darüber hinaus über die allgemeine Planung und Koordination von Bauvorhaben.
Schritt für Schritt-Anleitung in 3 Phasen
Die neue BAuA-Broschüre berücksichtigt gleichermaßen Wirtschaftlichkeit, Rechtssicherheit, tech-
nische und organisatorische Machbarkeit, Stand der Technik und den Arbeitsschutz. Dieser Ansatz
verbindet alle Sicherheitsaspekte der Baustelle: vom Arbeitsschutz über die Verkehrssicherungs-
pflicht gegenüber Dritten bis zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus.
Neben einem allgemeinen Überblick über rechtliche Grundlagen, Schutzziele sowie Arbeits- und
Gesundheitsschutzmaßnahmen liefert die Broschüre eine Schritt für Schritt-Anleitung. Von der
Planung bis zur Auftragsvergabe (Phase 1) über die Planung nach der Auftragsvergabe bis zum
Baubeginn (Phase 2) bis hin zur Planung nach Baubeginn (Phase 3). Ein Praxisbeispiel und weiter-
führende Informationen zur Baustelleneinrichtung runden die Broschüre ab.
Gebündelte Informationen sowie ergänzende Checklisten zur Baustelleneinrichtung gibt es im
Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/baustelleneinrichtung. Dort findet sich auch die
neue BAuA-Broschüre zum Herunterladen im PDF-Format.
Informationen
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tel.: +49 231 9071 2330
Jörg Feldmann Fax: +49 231 9071 2362
44149 Dortmund presse@baua.bund.de
www.baua.de
16www.hca-makler.de
WIRKLICH
GUT
VERSICHERT.
WIR BERATEN SIE GERNE:
- Passgenauer Versicherungsschutz
- Engagierte persönliche Betreuung
- Vertrauensvolle Zusammenarbeit
- Individuelle Konzepte
- Besondere Vereinbarungen und Konditionen
für DA-Betriebe
HOLGER PIEPER CHRISTIAN KLOTZ
Brummelweg 26 33415 Verl +49 5246 83818-0 info@hca-makler.de www.hca-makler.de17AUS DER PRAXIS
DAS INTERVIEW
Interview mit Mattis Jamal Horstmann. Auszubildender zum
Baugeräteführer im ersten Lehrjahr bei der Schöttler GmbH.
Zum Ausbildungsjahr 2020/2021 sind 10.716 neue Auszubildende in Bauberufen eingestellt worden.
Insgesamt absolvieren derzeit mehr als 36.000 junge Menschen eine Lehre in einem Baubetrieb.
Einer davon ist Mattis Jamal Horstmann. Mattis ist 20 Jahre jung, kommt aus Bocholt und ist bereits
gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-,Heizungs- und Klimatechnik. Trotzdem hat er sich für die
neue Ausbildung zum Baugeräteführer entschieden.
Mattis, wie hast Du zu der jetzigen Ausbildung gefunden und was treibt Dich dazu an, die Ausbildung
zum Baugeräteführer zu machen?
Der Beruf war schon früher zu Schulzeiten interessant für mich. Ich habe damals durch meinen
Onkel im Rahmen eines Schulpraktikums, bei der Firma Schöttler, das erste Mal im handwerklichen
Bereich gearbeitet und die Arbeit hat mir echt Spaß gemacht. Danach habe ich allerdings eine
Ausbildung in eine andere Richtung absolviert. Nach den ersten sechs Monaten als Geselle wollte
ich allerdings etwas anderes branchennahes machen und habe meinen Beruf als Anlagenmechaniker
für Sanitär-,Heizungs- und Klimatechnik aufgegeben. Ich hätte mir auch als Quereinsteiger mithilfe
von Fort- und Weiterbildungen zusätzliches Wissen aneignen können, habe mich aber bewusst für
die dreijährige Ausbildung entschieden, damit ich unter anderem auch die anderen Fachbereiche
intensiv beigebracht bekomme, die meine vorherige Ausbildung nicht abdeckte. Ich habe dann bei
der Firma Schöttler angerufen und nachgefragt, ob sie noch einen Auszubildenden suchen. Nach der
telefonischen Bestätigung habe ich meine Bewerbung versendet und wurde somit Auszubildender
18zum Baugeräteführer. Auf diese Weise kann ich am ehesten eine vollwertige Fachkraft werden, mit
dem gesamten Wissen was man dazu braucht.
Wie sieht Dein typischer Tag als angehender Baugeräteführer aus?
Durch das duale Ausbildungssystem habe ich drei verschiedene Arten von Tagen. Derzeit bin ich für
drei Wochen im Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen. Hier geht der Unterricht von 8 Uhr bis
15.30 Uhr. Zum Unterricht kann ich noch nicht so viel sagen, da ich erst einen offiziellen Schultag hatte,
ich bin aber sehr auf das Lernniveau gespannt. Nach dem dreiwöchigen Berufsschulblock folgt dann
ein längerer Block im Ausbildungszentrum (ABZ) in Oberhausen. Darauf freue ich mich auch schon. In
den ersten Wochen meiner Ausbildung habe ich direkt angefangen auf der Baustelle zu arbeiten.
Dort hat der Tag, anders als in der Berufsschule schon um 6 Uhr begonnen und ging bei einem
vollgeplanten Tag auch gerne mal bis 16 Uhr. Bisher hatten wir auf den Baustellen immer reichlich
zu tun wie beispielsweise Schächte verlegen, Leerrohre oder Kanäle legen. Für solche Arbeiten
saß ich dann auch schon auf dem Bagger oder Radlader und durfte selbstständig unter Aufsicht
Schächte legen und Kanäle graben. Ich habe aber auch schon meine ersten Erfahrungen im Bereich
der Planierung gemacht.
Ich wollte eine vollwertige Fachkraft werden.
Welche Erwartungen hattest Du vor Beginn Deiner Ausbildung und haben sie sich bisher erfüllt?
Ich wollte eine Ausbildung beginnen, die mich wirklich interessiert und Spaß macht. Wo ich gerne zur
Arbeit gehe und Verantwortung übernehmen kann. Ich hatte die Erwartung, nicht nur die typischen
Praktikantenaufgaben zu übernehmen, sondern alle Aufgabenbereiche von der Planierung bis
hin zu deren Umsetzung mit allen dazugehörigen Prozessen und Abläufen kennenzulernen. Meine
Erwartungen wurden bisher voll erfüllt und ich habe als Zeichen der Verantwortung auch bereits
meinen eigenen Schlüsselband für die Anlagen und Maschinen erhalten. Ich freue mich darauf, in
den nächsten Monaten weitere Erfahrungen in neuen Abteilungen und Bereichen zu machen.
Vielen Dank für das interessante Interview, Mattis und weiterhin viel Erfolg und Spaß in Deiner
Ausbildung.
Wenn auch Sie aus Ihrer Ausbildungspraxis oder auch Ihrer Berufspraxis berichten wollen,
schreiben Sie uns eine Mail mit dem Betreff „Aus der Praxis“ und einer kurzen Zusammenfassung
Ihres aktuellen Berufsbildes an info@deutscher-abbruchverband.de
Wir freuen uns auf Ihre Story!
19AUS DER PRAXIS
DAS NEUE QUBA-QUALITÄTSZEICHEN
IST AM 1. OKTOBER 2020 GESTARTET
Die Qualitätssicherung Sekundärbaustoffe GmbH (QUBA) hat
die praktische Arbeit aufgenommen
Mit dem neuen bundesweiten, transparenten QUBA-Qualitätszeichen werden hohe Anforderungen
an die Qualitätssicherung von Sekundärbaustoffen gestellt. Das betrifft insbesondere die Prüf-
intervalle, die Prüfumfänge der untersuchten Sekundärbaustoffe und natürlich auch die qualifi-
zierte Aus- und Weiterbildung des verantwortlichen Personals.
Gerade auch für Bauherren, Architekten, Planer und Behörden ist das QUBA-Qualitätszeichen an-
wenderfreundlich und transparent. Die bau- und umwelttechnischen Anforderungen müssen dabei
bundesweit über den gesamten Anwendungsbereich vom Straßen-, Wege-, Erd- und Tiefbau in-
klusive dem Hochbau bis hin zum Garten- und Landschaftsbau beachtet und umgesetzt werden.
Wie können Auftraggeber nun überzeugt werden, QUBA zertifizierte Materialien anstelle von
Naturbaustoffen einzusetzen?
Dies kann zum einen gelingen, in dem wie z. B. in Bayern und Baden-Württemberg, landestypi-
sche Regelwerke vorgeben, dass die zertifizierten Sekundärbaustoffe der besten Qualitäten den
Produktstatus erlangen und nicht mehr als Abfall gelten. In Bundesländern, in denen dies nicht
20über einen Erlass geregelt ist und solange die sogenannte Mantelverordnung noch nicht verab-
schiedet ist, setzt sich die QUBA dafür ein, für die nach QUBA-Richtlinie zertifizierten Sekundärbau-
stoffe entsprechende Erleichterungen in der Zulassung für den Einbau zu erlangen.
Zum anderen fördert sicherlich die Transparenz des QUBA-Systems die Akzeptanz. Die QUBA ge-
währleistet die Konformität der hergestellten Baustoffe mit den geltenden bau- und umwelttech-
nischen Regelwerken, somit ist die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung im Sinne des Kreis-
laufwirtschaftsgesetzes gewährleistet.
QUBA gewährleistet Konformität der hergestellten
Baustoffe im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
Um die Transparenz des QUBA-Zertifizierungssystems auch nach außen sichtbar zu machen, wurde
das onlinebasierte Workflow-Management-System (WMS) geschaffen. Auf einer digitalen, interak-
tiven Deutschlandkarte finden Interessierte die Kontaktdaten der Unternehmen, die qualitätsgesi-
cherte Sekundärbaustoffe mit QUBA-Qualitätszeichen anbieten (www.quba-gmbh.org/betriebe/).
Die Nutzer können auf einen Blick erkennen, ob es sich um eine stationäre oder um eine mobile
Anlage handelt sowie - anhand der Produktbezeichnung - die jeweils angebotenen zertifizierten
Baustoffe.
Somit finden Sie in diesem WMS auch das erste DA-Mitgliedsunternehmen, die Ettengruber GmbH,
die auf ihrer Aufbereitungsanlage Pliening die dort produzierten und qualitätsüberwachten Recy-
clingmaterialien nach QUBA System zertifizieren lässt.
Mit der Übernahme der Affinger Baustoffrecycling GmbH schließt sich auch die Max Wild GmbH mit
der neuen Niederlassung in Affing-Pfaffenzell bei Augsburg dem QUBA Zertifizierungssystem an, so
dass dort zukünftig ebenfalls QUBA zertifizierte, güteüberwachte RC-Baustoffe angeboten werden.
Wassernebel bindet Staub!
NEBOLEX Umwelttechnik GmbH
CPC Control-Pressure-Cube
Der Basiscube
Kennzeichnung
mit Druckerhöhungspumpe, Ventilgruppe und Steuerungseinheit.
Mehr Informationen?
Rufen Sie an! +49 6763 30267-0 Zertifiziert
21AUS DER PRAXIS
Wie können nun Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet das QUBA-Qualitätszeichen er-
langen?
Die Umstellung des Zertifizierungssystems des Baustoffrecycling Bayern auf das QUBA-Qualitäts-
zeichen erfolgt seit dem 1. Oktober routinemäßig mit der jährlich erforderlichen Zertifizierung. Wie
weitere interessierte Unternehmen das QUBA-Qualitätszeichen erlangen können, verdeutlicht die
folgende Graphik.
Sollten Sie an weiteren Informationen interessiert sein, finden Sie diese auf der Homepage der
QUBA GmbH www.quba-gmbh.org
Nimmt Prüfung
des FÜ-Berichts Verleiht Zertifikat
vor
Qualitätssicherungs-
Überwachungsvertrag beirat der QUBA erstellt
zwischen QUBA Voraussetzungen
und Firma zur Zertifizierung
Abbruch- oder Recyclingfirma, die ihr
Material zertifizieren lassen will
Firma nimmt
ständig eigene
Produktions-
kontrolle
vor
Erstellt Bericht seiner Nimmt Fremd- Schließt Vertrag mit
Fremd- überwachung Fremdüberwacher
überwachung vor (RAP Stra Zulassung)
22GENESIS GDT Razor 590
Für den Abbruch in einer
neuen Dimension.
www.genesis-europe.com
23AUS DER PRAXIS
VON DACHPAPPE ZU ZEMENT
Mit Hilfe einer neuen Aufbereitungsanlage kann das Güters-
loher Wertstoffzentrum (GWG) jährlich bis zu 20.000 Tonnen
Dachpappe recyceln.
Dachpappe ist ein Wertstoff, der im alltäglichen Leben kaum wahrgenommen wird. Dabei fällt bei
der Instandhaltung, Sanierung oder wdem Rückbau von Dächern in großem Umfang Dachpappe an.
Doch die schwarzen Bahnen sind mehr als nur Abfall. Im Gütersloher Wertstoffzentrum (GWG) ent-
steht daraus ein nützlicher Brennstoff. Damit leistet der zur Hagedorn Gruppe zugehörige Betrieb
einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
GWG Zerkleinerungs-Aufbereitungsanlage für Dachpappe
Deutschlandweit sind jährlich 200.000 Tonnen Dachpappe verfügbar
Schätzungen zufolge werden allein in Deutschland jährlich mehr als 200.000 Tonnen Dachpappe
als Abfallprodukt generiert. Und nachdem über viele Jahre nur begrenzt Abnahmekapazitäten für
geschredderte Dachpappen zur Verfügung standen, verfügt das GWG künftig über gesicherte Out-
putwege im In- und Ausland.
Seit mehr als fünf Jahren ist der Gütersloher Entsorgungsbetrieb auf die Aufbereitung und anschlie-
ßende Wiederverwertung von bitumen- oder teerhaltiger Pappe spezialisiert. Teerhaltige Dach-
pappe wird zwar heute in der Form nicht mehr produziert, aber findet sich häufig als gefährlicher
Abfall beim Abbruch von alten Gebäuden. Daher ist es gesetzlich verboten, bitumen- und teerhal-
tige Dachpappe auf einer Deponie einzulagern. „Umso wichtiger ist eine reibungslose Entsorgung
und ein leistungsorientierter Recyclingprozess“, sagt Alfred Winkelmann. Der GWG-Geschäfts-
führer betont, dass vielen gar nicht bewusst sei, welch großen Nutzen ausgediente Dachpappen
hätten. Denn die wertvollen und heizwertreichen Bestandteile der aufbereiteten Dachpappe ma-
chen diese zu einem idealen Sekundärbrennstoff im Rahmen einer thermischen Verwertung in
Heizkraftwerken. „Wenn aus Abfällen Rohstoffe werden, ebnen wir den Weg zu einer nachhaltige-
ren Gesellschaft“, betont GWG-Chef Winkelmann.
24Fossile Brennstoffe werden eingespart und der CO2 Ausstoß reduziert
In der 8.000-Quadratmeter-Behandlungshalle des insgesamt fünf Hektar großen Betriebs werden
die Dachpappen mithilfe des Vermeer-Horizontalzerkleinerers HG 4000 zunächst in kleine Stücke
konfektioniert. Die Technologie erkennt durch Metall verursachte Vibrationen direkt im Einzugs-
bereich, sodass die Störstoffe gleich entfernt werden. Die Anlage sorgt im Verarbeitungsprozess
dafür, dass die Dachpappe auf das gewünschte Maß zerkleinert und anschließend in einer Sieb-
maschine entsprechend den Vorgaben des Kunden gesiebt wird. So entsteht aus den schwarzen
Brocken ein grob- oder feinkörniger Wertstoff.
Aus Dachpappe wird Sekundärbrennstoff
Nun lässt sich dieses speziell aufbereitete Material als Sekundärbrennstoff für Ersatzbrennstoff-,
Zement- und Müllheizkraftwerke einsetzen. „Durch die gezielt aufbereitete Dachpappe entsteht ein
Sekundärbrennstoff mit definierten chemischen und physikalischen Eigenschaften. Fossile Brenn-
stoffe werden eingespart, der CO2-Ausstoß reduziert und es erfolgt eine vollständige energetische
Verwertung der Dachpappenabfälle“, sagt Alfred Winkelmann. Der Brennwert des aufbereiteten
Materials liegt bei ca. 20.000 Kilojoule pro Kilogramm. Weil die Nachfrage nach Baustoffen wie Be-
ton und Zement wächst, steigt gleichzeitig der Bedarf an Brennstoffen.
GWG gehört deutschlandweit zu den größten Aufbereitern
Durch die Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe Hagedorn als Rundum-Dienstleister übernimmt
das GWG die Logistik, Entsorgung und das Recycling aus einer Hand. Gerade Dachdecker und Con-
tainerdienste profitieren davon. Dank der großen Behandlungshalle des GWG können außerdem
auch große Tonnagen problemlos und kurzfristig übernommen werden. Kleine Entsorger könnten
das, so Winkelmann, nicht kontinuierlich gewährleisten. Deutschlandweit gibt es nur wenig Aufbe-
reiter in dieser Größenordnung. „Je gefährlicher die Abfälle, umso mehr Frachtkilometer nehmen
die Kunden auf sich“, sagt Entsorgungsexperte Winkelmann. Bei teerhaltiger Dachpappe sei das
Gütersloher Wertstoffzentrum, unabhängig vom Aktionsradius, daher ein beliebter Anlaufpunkt.
Informationen
Gütersloher Wertstoffzentrum GmbH
33335 Gütersloh
Tel.: +49 5241 210460
www.unternehmensgruppe-hagedorn.de
25AUS DER PRAXIS
LICHT, ABER AUCH SCHATTEN
Neues Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) in Kraft getreten
Die Novellierung des KrWG ist durch Artikel 1 des „Gesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenricht-
linie der Europäischen Union“ mit Veröffentlichung am 28. Oktober 2020 im Bundesgesetzblatt
erfolgt. Die Änderungen traten einen Tag später bereits in Kraft.
Trotz der politischen Strategie, die Kreislaufwirtschaft weiter zu entwickeln, gegen Ressourcen-
verschwendung vorzugehen und die Ressourceneffizienz in Deutschland zu verbessern, fehlt es
dem nunmehr vorliegenden Gesetz nach Ansicht der betroffenen Bau- und Abbruchverbände
dennoch an der letzten Konsequenz.
Als positiver Ansatz zu bewerten ist, dass in § 45 KrWG eine Bevorzugungspflicht aufgenommen
wurde, gemäß der die öffentliche Hand verpflichtet wird, bei der Beschaffung, insbesondere bei
der Auftragsvergabe, Erzeugnisse, z. B. Recyclingmaterialien, zu bevorzugen, die in besonderer
Weise der Kreislaufwirtschaft dienen und unter umwelt-, ressourcenschutz- und abfallrechtlich
relevanten Aspekten besonders vorteilhaft sind.
Es fehlt an der letzten Konsequenz
Aber obwohl von den Bau- und Abbruchverbänden vehement gefordert wurde, eine verbindliche
Verpflichtung oder gar die Möglichkeit von Sanktionsmaßnahmen bei Nichtbeachtung vorzusehen,
wurde dies im neuen KrWG nicht umgesetzt. Das heißt, die Einhaltung der Pflicht ist durch die am
Vergabeverfahren teilnehmenden Unternehmen nicht einklagbar, was die Regelung wieder auf-
weicht, wenn nicht gar ad absurdum führt.
Nur wenn der Bund z. B. bei seinen Bauvorhaben die Bevorzugungspflicht zum Einsatz für Recyc-
lingmaterialien in die Praxis umsetzt, kann eine deutliche Steigerung des Baustoffrecyclings ge-
lingen. Viele Bundesländer haben bereits in ihren Landesabfallgesetzen diese Verpflichtung seit
Jahren rechtlich verankert, allerdings auch ohne Klage- oder Sanktionsvorbehalt, was in der Praxis
dazu führte, dass eine Umsetzung der Bevorzugungspflicht nicht erfolgte. Zur Stärkung der Kreis-
laufführung ist es daher zwingend erforderlich, diese Pflichten sowohl auf Bundes- als auch auf
Landesebene endlich in der Praxis umzusetzen.
Leider wurde in dem neuen KrWG zudem auch versäumt, die abfallrechtliche Verantwortlichkeit
endlich rechtssicher zu regeln und dem Bauherrn zuzuordnen (§ 3 Definition Abfallerzeuger ist un-
verändert).
26Ihr Spezialist für Sanierungstechnik
Somit wurde keine Verbesserung geschaffen, da- MKI Professional F 82 M
mit eine hochwertige Verwertung von Bau- und Handfräsmaschine
Abbruchabfällen gelingen kann. Hier wäre es er-
forderlich gewesen, die Abfallerzeugereigenschaft
und die hiermit verbundenen Pflichten eindeutig
und verbindlich im KrWG dem Bauherrn zuzuordnen
und in den untergesetzlichen Regelungen zu veran-
Staubarmes Arbeiten
kern. Damit wurde die vom DA bereits seit Jahren
an Wänden & Decken
geforderte Rechtsicherheit nicht geschaffen. Auch
Abtrag von
wurde darauf verzichtet - wie in früheren Entwür- Farben & Putzen
fen noch vorgesehen - bereits in der Planungspha-
se eine Vorerkundung des Bauherrn verpflichtend
einzuführen.
Welche Auswirkungen die in § 49 Abs. 2 KrWG i.V.
m. § 24 Abs. 8 NachwV normierten neuen Register-
pflichten für Entsorger, bei denen die verwerteten
Abfälle durch das Verfahren das Ende der Abfall-
eigenschaft erreichen für unsere Branche/ für die
Herstellung von Sekundärbaustoffen hat, lassen MKI Professional F 82 M
Handfräsmaschine
wir derzeit juristisch prüfen und werden unsere Unterdruckwächter
Mitglieder informieren.
PC 20 HP
Positiv ist zu bewerten, dass im § 3 einzelne 1x Fräswalze FRÄS-
Begriffe nun erstmals rechtssicher definiert wur- (PKD, Diamant,
Hybrid)
Systemtechnik
den, da es hier in der Vergangenheit zu Missver-
ständnissen gekommen war. So wurde auch im Hin-
blick auf die Gewerbeabfalverordnung eine klare
Abgrenzung zwischen Bau- und Abbruchabfällen zu
Siedlungsabfällen vorgenommen. Auch der Begriff
der Verfüllung wurde nunmehr erstmals definiert.
DC Tromb 400a
H Asbest 3kW-Sauger
Schlauchpaket
DCF Tromb L Vorabscheider
Kontaktieren Sie unser kompetentes Serviceteam für
weitere Informationen unter Telefon 06433 948 97 0.
MKI Industrieservice GmbH • Auf den Sechsmorgen 18 • 65589 Hadamar-Oberweyer
Telefon: 06433 94 8 97 0 • E-Mail: info@mki-service.de • www.mki-service.de 27AUS DER PRAXIS
KIESEL GRUPPE WEHRT SICH GEGEN
KRIMINELLE CYBER-ATTACKE
Toni Kiesel: „Ja zur Digitalisierung. Aber man muss die
Spielregeln kennen und auf der Höhe der Zeit bleiben“.
Bei Kiesel bemerkt am Morgen des 12. Juni 2020 ein Mitarbeiter der IT-Abteilung bei Arbeitsbeginn
eine Anomalie und schlägt Alarm. Der sofort einberufene Krisenstab entschließt sich, das gesamte
IT-System des Unternehmens (mehr als 1.000 Arbeitsplätze an mehr als 50 Standorten in Deutsch-
land, Österreich und Polen) vom Netz zu trennen.
Jedes Unternehmen kann es treffen und sich jederzeit
wiederholen – man muss sich wappnen!
Eingehendere Untersuchungen der Infrastruktur ergeben, dass mittels eines E-Mail-Anhanges ein
erster Zugriff auf das IT-System der Unternehmensgruppe erfolgt ist. Zunächst unbemerkt, breitet
sich der Angreifer im System aus und verschafft sich Stück für Stück Zugriff auf die zentralen Sys-
teme, allen voran das zentrale ERP-System, verschlüsselt Daten und macht Backups unbrauchbar.
Kurz danach meldet sich der Erpresser mit einer Lösegeldforderung im siebenstelligen Eurobe-
reich, zahlbar in Bitcoins innerhalb von 24 Stunden.
Externe Hilfe ist unerlässlich
„Es kam für uns zu keinem Zeitpunkt in Frage, auf die Lösegeldforderung einzugehen,“ stellt Maxi-
milian Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung und Krisenmanager der Stunde, klar. „Zumal es kei-
nerlei Gewähr gibt, dass man nach der Bezahlung auch wirklich den Code für die Entschlüsselung
bekommt.“
Umgehend werden externe Fachleute hinzugezogen, die das unternehmenseigene IT-Team dabei
unterstützen, zunächst den Schaden einzugrenzen und das Ausmaß zu beurteilen. Das zustän-
dige Landeskriminalamt wird eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Auch die
zuständige Datenschutzbehörde wird vorschriftsmäßig informiert.
Ein Puzzle mit mehr als 1.000 Teilen
Da zunächst völlig unklar ist, durch welche Lücke im Sicherheitssystem der Angriff ausgeführt
wurde, müssen sämtliche Hardwaregeräte eingesammelt und einer zentralen Überprüfung unterzogen
werden. Erst im Anschluss können die Geräte wieder bespielt und an die Nutzer zurückgegeben werden.
Währenddessen fahren Servicetechniker ohne Laptop raus, Vertriebler halten den Kontakt zu den
Kunden mit Hilfe ihres Handys. Es gelingt, die Abläufe vorübergehend auch ohne IT aufrecht zu
erhalten. In der Zentrale im oberschwäbischen Baienfurt bei Ravensburg wird währenddessen in
mühevoller Kleinarbeit und unter höchstem Zeitdruck Server für Server, Bit für Bit gescannt und
gereinigt. Vier Wochen nach der Attacke ist an allen Standorten wieder ein eingeschränkter Betrieb
möglich, die Hardware größtenteils wieder einsatzbereit.
28Toni Kiesel, Geschäftsführender Gesellschafter
„Eine solche Attacke kann heutzutage jedes Unternehmen treffen. In der Tat ist es in Deutsch-
land längst keine Frage mehr ob, sondern vielmehr wann,“ ist sich Andreas Mendrzyk, Leiter IT bei
Kiesel, sicher. „Neben der Suche nach der Ursache war für uns schnell eines klar: so eine Attacke
kann uns jederzeit wieder treffen. Es bleibt uns nur, uns für solche Ereignisse besser zu wappnen,
so dass Eindringlinge möglichst wenig Schaden anrichten können.“
Aus Schaden lernen
„Der Angriff traf uns in einem Moment, als wir dachten, wir hätten die Corona-Krise mit einem
blauen Auge überstanden,“ resümiert der geschäftsführende Gesellschafter Toni Kiesel. „Gerade
erst hatten wir die Mitarbeiter aus dem Home-Office und der Kurzarbeit zurück an die Arbeitsplät-
ze holen können und wollten für den Rest des Jahres 2020 Vollgas geben. Doch von einem Moment
auf den anderen ging plötzlich gar nichts mehr. Ohne IT steht die moderne Wirtschaft still, da
brauchen wir uns nichts vor zu machen. Dennoch bin ich nach wie vor ein Verfechter der
Digitalisierung“, so Toni Kiesel weiter.
Informationen
Kiesel GmbH
Baindter Str. 29
88255 Baienfurt / Ravensburg
Deutschland
Tel.: +49 751 / 5004 - 0
info@kiesel.net
www.kiesel.net
29AUS DER PRAXIS
NEUER BRANCHENSTANDARD
FÜR RÜCKBAU UND RECYCLING
VON WINDKRAFTANLAGEN
DIN SPEC 4866 legt erstmals Standards fest
Auf die deutsche Windenergiebranche kommt ab 2021 eine Rückbauwelle zu. Etwa 30.000 Wind-
energieanlagen sind derzeit in ganz Deutschland in Betrieb – und jede zweite wird in den kommen-
den zehn Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, weil sie entweder am Ende ihrer Lebens-
laufzeit angekommen sind oder sich der Weiterbetrieb wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Bereits zum
Jahreswechsel 2020/2021 endet für etwa 5.200 Windenergieanlagen die 20-jährige Förderung nach
dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), weitere 8.000 Windenergieanlagen folgen bis Ende 2025.
Ein Teil dieser Windenergieanlagen wird bereits vorzeitig im Rahmen eines Repowering ersetzt,
andere werden über die Förderperiode hinaus weiterbetrieben.
Sicherheit bei der Zerlegung, Verwertung und
Dokumentation
Einen Standard oder eine Norm für die Demontage und das Recycling von Windenergieanlagen
gab es bislang weder in Deutschland noch in Europa. Am 17. Juli 2020 hat das Deutsche Institut für
Normung (DIN) e. V. die DIN SPEC 4866 veröffentlicht. „Nachhaltiger Rückbau, Demontage, Recycling
und Verwertung von Windenergieanlagen“ lautet der Titel des 26-seitigen Dokuments. Es legt Rah-
menbedingungen für den gesamten Rückbau-Prozess fest – von der Planung über die Durchführung
bis zur Dokumentation – und bietet unter anderem den Betreibern eine erste Hilfestellung an.
OB AUSHUB, ABBRUCH,
MATERIALUMSCHLAG
WIR HABEN DIE WICHTIGSTEN ANBAUGERÄTE
IMMER VOR ORT.
Offizieller Vertriebs-
und Servicepartner von
www.bss.net
30So gibt die DIN SPEC 4866 beispielsweise Empfehlungen, wie die Baustelle gesichert werden muss
und welche Qualifikationen die Arbeiter benötigen, die den Rückbau durchführen. Sie beschreibt,
wie Rotorblätter, Turm und Gondel zerlegt werden sollten und welche Sicherheitsmaßnahmen
notwendig sind, damit keine schädlichen Stoffe in die Umwelt gelangen. Sie erläutert, welche
Bestandteile der Windenergieanlage sich auf welche Weise verwerten lassen, wie der Rückbau
dokumentiert werden muss und welche behördlichen Genehmigungen für den Rückbau in
welchem Bundesland notwendig sind.
Die Empfehlungen helfen künftig Betreibern und spezialisierten Unternehmen, Rückbauprojekte zu
planen und durchzuführen. Sowohl die Betreiber von Windparks als auch Abbruch- und Recycling-
Unternehmen können sich damit in Zukunft auf ein standardisiertes Vorgehen einigen. Darüber
hinaus hilft die DIN SPEC 4866 auch Kommunen und Behörden, den Rückbau zu überwachen und
zu beurteilen.
Erarbeitet wurde das Dokument von einem Konsortium aus 25 Expertinnen und Experten aus der
Windenergie- und Recycling-Branche, Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern von Behörden wie bei-
spielsweise dem Umweltbundesamt. Die DIN SPEC 4866 entstand auf Initiative der RDRWind e. V.
– Industrievereinigung für Repowering, Demontage und Recycling von Windenergieanlagen. Der
neue Branchenstandard ist in deutscher und englischer Sprache kostenfrei über den Beuth Verlag
verfügbar unter https://www.beuth.de/de/technische-regel/din-spec-4866/326469199.
Informationen
RDRWind e.V.
Annette Nüsslein
Hollerithallee 6
30419 Hannover
info@rdrwind.de
www.rdrwind.de
31AUS DER PRAXIS
WEM GEHÖRT DER BAUSCHUTT?
„Das kommt darauf an“, „Jeder Fall ist anders“, „Das kann man so oder auch so entscheiden“ –
häufige - aber notwendige - Floskeln, die der Jurist zu Recht gebraucht, mit der dieser Berufsstand
alle anderen aber oft genug auch zur Verzweiflung bringt.
Bei der obigen Eingangsfrage würde aber vielleicht doch auch der ein oder andere Abbruchunter-
nehmer zugeben, „Na ja, das muss vorher geregelt werden“. Immerhin ein Zugeständnis.
In einem Fall, den das OLG Saarland zu entscheiden hatte (Az.: 5 U 74/19, Urteil vom 10.06.2020),
spielten einige Aspekte eine Rolle, die den obigen Floskeln wieder eine Existenzberechtigung geben.
Der Kläger, Grundstückseigentümer, verklagte den als Subunternehmer beauftragten Abbruch-
unternehmer nach Abbruch einer Garage auf Herausgabe der dabei angefallenen Buntsandsteine
bzw. auf Schadensersatz bei Nichtherausgabe.
Es ist Verkehrssitte in der Abbruchbranche, dass
der Abbruchunternehmer die anfallenden Baustoffe
entsorgt und behält – OLG Saarland
Sowohl die I. Instanz als auch das OLG letztinstanzlich haben die Klage abgewiesen und dem Ab-
bruchunternehmer Recht gegeben, dass er diese Steine in diesem Fall behalten durfte. Das Gericht
wies zunächst auf den Grundsatz hin, dass das Eigentum an Erzeugnissen und sonstigen Bestand-
teilen einer Sache auch nach deren Trennung grundsätzlich dem Eigentümer der Sache zusteht (§
953 BGB).
Im vorliegenden Fall greift zugunsten des Abbruchunternehmers jedoch die Ausnahme der sog.
Aneignungs- bzw. Erwerbsgestattung, § 956 Abs. 1 BGB.
Das Gericht kommt dazu durch die, Achtung, siehe oben, „Umstände des Einzelfalls“.
Diese waren für das Gericht folgende:
• Die Vertragsgestaltung zwischen Eigentümer und einer Projektgesellschaft (die später die Ab-
bruchfirma beauftragt hat). Denn die Projektgesellschaft hat nicht nur die Abbruchkosten der
Garage selber getragen (d.h. selber die von ihr dann beauftragte Abbruchfirma bezahlt), son-
dern darüber hinaus auch noch einen Betrag von 7.600.-€ an die Eigentümerin gezahlt. Dies
wertete das Gericht als Werkvertrag mit kaufrechtlichen Elementen.
• Ebenso war Vertragsbestandteil eine Formulierung in der es hieß: „Garagentor und Kamin-
platten werden zerstörungsfrei ausgebaut und seitlich gelagert“. Hieraus hat das Gericht den
Schluss gezogen, dass dann aus dem Schweigen zu den Buntsandsteinen der zulässige Schluss
gezogen werden kann, dass der Eigentümer hieran kein Interesse hatte, wenn er andere Bau-
stoffe explizit geregelt hat.
32• Weiterhin legte das Gericht hier zugunsten des Abbruchunternehmers eine sich aus der
Beweisaufnahme ergebende Verkehrssitte in der Abbruchbranche zugrunde, wonach der
Abbruchunternehmer üblicherweise die anfallenden Baustoffe entsorge und behalte (diese
Verkehrssitte dürfte auch außerhalb des Saarlandes anzutreffen sein und hätte damit dann
über den Einzelfall hinaus Bedeutung).
• Schließlich hat eine Zeugenbefragung noch ergeben, dass der Abbruch als kompletter Abbruch
mit zeitnaher Räumung gedacht gewesen sei, damit man mit den weiteren Bauarbeiten habe
fortfahren können. Ein Verbleiben des gesamten Schutts an Ort und Stelle nach dem Abbruch
und ein von der Klägerin selbst vorzunehmendes Abfahren und Entsorgen sei im Vertrag nicht
vereinbart worden.
Das Gericht führte auch aus, dass die von ihm vorgenommene o.a. rechtliche Charakterisierung
des Vertrages letztlich auch unerheblich sei; maßgeblich für eine Eigentumsgestattung sei, ob „der
Eigentümer nach dem maßgeblichen Empfängerhorizont eines objektiven Dritten eine Erwerbs-
gestattung ausgesprochen hat“. Dies haben beide Instanzen unter Würdigung aller o.a. Umstände
bejaht.
Auch der Umstand, dass im Vertrag von einer Aneignung der Steine nicht die Rede war und somit
eine ausdrückliche, positive Regelung hierzu fehlte, sahen beide Instanzen als nicht hindernd für
eine Bejahung der Eigentumsgestattung an den beauftragten Abbruchunternehmer an.
33BRANCHE
DIE POWERSCREEN WARRIOR 800 – EIN ZUVER-
LÄSSIGER PARTNER FÜR MOBILE EINSÄTZE
Auf ihrem Kettenlaufwerk lässt sich die 17 t schwere
Powerscreen Warrior 800 einfach mit einem handelsüb-
lichen Tieflader umsetzen. Durch den 3,1 cbm großen Auf-
gabetrichter kann die Anlage gleichermaßen mit Bagger
oder Radlader beschickt werden. Prallschutzleisten und
gummierte Rollen unter dem Abzugsband sorgen für eine
sichere Materialaufnahme; auch bei grobem Aufgabegut.
Der im „huck-bolt“ Verfahren gefertigte 1.220 x 2.770 mm
große Doppeldeck Schwerlast-Siebkasten verarbeitet
selbst schwierigste Materialien. In dem Siebkasten können
Maschensiebe, Lochbleche, Fingersiebe oder auch Boforro-
ste eingesetzt werden. Drei Austragsbänder mit einer Ab-
wurfhöhe bis 3,64 m sorgen für ein großes Haldenvolumen
und ersparen ständiges Umtrimmen. Zum Siebwechsel im
Unterdeck wird das Überkornband ganz einfach hydrau-
lisch ausgefahren. Für das Oberdeck sorgt die Montage-
plattform für sicheren Stand.
Warrior 800
Informationen
C. Christophel GmbH
Taschenmacherstr. 31 – 33
23556 Lübeck
Tel.: +49 451 899470
Fax: + 49 451 8994749
www.christophel.com
AnhängerTiefladerPlateau AT-P BehälterTransportAnhänger BTA
34
ZANDTcargo T 09631 6423 | info@zandt-cargo.de T 03447 85350 | info@hkm-fahrzeugbau.deBRANCHE
WEITERE PARTNER FÜR REGIONALE
ANNAHMESTELLEN GESUCHT
Die Rewindo GmbH organisiert bundesweit das Recycling alter
Kunststofffenster, -Rollläden und -Türen
Um das Annahmenetz auszubauen und sukzessive bun- Großenhain und eine in Gröditz, Berlin, Markranstädt und
desweit lokale Standorte zu etablieren, ist die Rewindo Großpösna sind jüngst hinzugekommen. Die regionalen
auch weiterhin auf der Suche nach Partnern aus der Ent- Annahmestellen sollen all denjenigen eine logistische
sorgungsbranche. „Für die kontinuierliche Steigerung un- Lösung bieten, die kleinere Mengen Altfenster nicht lagern
serer Verwertungsmengen werden die kleineren Mengen können oder wollen und richten sich u.a. an Montagetrupps
immer wichtiger werden. Dabei können uns lokal und re- und kleinere Handwerksbetriebe. Größere Altfenstermen-
gional tätige Entsorger gut unterstützen“, so Rewindo-Ge- gen können selbstverständlich nach Rücksprache ebenfalls
schäftsführer Michael Vetter. Entsorger, die an der Samm- dort angeliefert werden.
lung von Kleinstmengen ausgebauter Kunststofffenster,
-Rollläden und -Türen für das Rewindo-System interessiert
sind, können sich gerne an die Rewindo wenden. Mittler- Informationen
Rewindo GmbH
weile 46 regionale Annahmestellen hat die Rewindo für
Fenster-Recycling-Service Tel.: +49 228 921 283-0
das Recycling. Schwerpunktregion der neuesten Zugänge Michael Vetter Fax: +49 228 538 95 94
Am Hofgarten 1-2 info@rewindo.de
ist dabei der Osten der Republik. Zwei Annahmestellen in 53113 Bonn www.rewindo.de
ABBRUCHTECHNIK
36Den Fortschritt erleben.
R 960 Abbruch Litronic: mehr Produktivität
im selektiven Rückbau
Größere Reichweiten bei gleichzeitig höherem Werkzeuggewicht für mehr Produktivität
Mehr Sicherheit durch das neue Liebherr Demolition Control System (LDC)
Neuer und verbrauchsarmer Liebherr-Motor, der die Emissionsrichtlinie
der Stufe IV / Tier 4f erfüllt
Liebherr-Hydraulikbagger GmbH
88457 Kirchdorf
Tel.: +49 7354 80 0
E-Mail: info.lhb@liebherr.com
www.facebook.com/LiebherrConstruction
www.liebherr.com
37BRANCHE
NEUES NACHLÄUFERKONZEPT FÜR
ROTORBLATT-TRANSPORT
Das neue Spezialfahrzeug »BLADES« von Goldhofer setzt Maßstäbe
Drei Rotorblätter mussten über 400 Kilometer, überwie-
gend über Autobahnen, von Rostock aus ins westfälische
Hopsten transportiert werden. Diese Strecke erlaubte eine
zuverlässige Prognose über die zu erwartenden Kräfteein-
wirkungen auf die Blätter und Fahrzeugkomponenten. Dass
die drei je über 82 Meter langen Fahrzeugkombinationen
diese Tour in der Rekordzeit von drei Tagen bewältigten, lag
nicht zuletzt am Einsatz und der Kombination des neuen
»BLADES« mit einem Nachläufer von Goldhofer. Die Kom-
bination aus Windflügelaufnahme am Schwanenhals und
fünfachsigem, luftgefedertem Nachläufer samt Drehsche-
mel und zusätzlicher Rotorblattaufnahme setzt neue Maß-
stäbe.
Aufgrund dieser Konstruktion ließen sich mehrere Kreis-
verkehre und beengte Abbiegesituationen problemlos
bewältigen. Da das Rotorblatt selbst zum tragenden Ele-
ment im Transportkonzept wird, ist im Vergleich zu telesko-
pierbaren Fahrzeugen eine deutlich höhere Bodenfreiheit
sichergestellt, so dass über viele Hindernisse einfach hin-
weggeschwenkt werden kann. Die für den wirtschaftlichen
Transport von Rotorblättern konzipierten neuen Fahrzeu-
ge wurden erst 2019 als Konzept vorgestellt. Das Rotor-
blatt schwebt zwischen der Freidreheinrichtung hinter der
Zugmaschine und dem Nachläufer völlig frei. Das erlaubt
nicht nur höhere Transportgeschwindigkeiten von bis zu 80
km/h, sondern vereinfacht die Streckenplanung enorm.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
»BLADES« von Goldhofer gibt es in verschiedenen Kombina-
tionen. Durch den Einsatz von beispielsweise einer 5-achsi-
gen Zugmaschine und/oder Dollies, ist bei dem Transport-
konzept nach „oben“ noch viel Luft vorhanden. Praktisch
ist die Möglichkeit, den Nachläufer für die Leerfahrt direkt Über Hindernisse kann mühelos hinweggeschwenkt werden
an den Freidreher zu koppeln. Dadurch wird »BLADES« zum (Foto: Goldhofer)
Standard-Sattelzug, bei dem lastabhängige Liftachsen für
Informationen
einen verminderten Reifenverschleiß sorgen. Durch seine GOLDHOFER Aktiengesellschaft
Erich Traub
Flexibilität lässt sich »BLADES« auch zum Transport von an- Donaustraße 95
87700 Memmingen
deren überlangen Gütern, wie beispielsweise Betonfertig- Tel.: +49 8331 15 225
teilen, einsetzen. Fax: +49 8331 15 70 225
erich.traub@goldhofer.com
www.goldhofer.com
38Mit über 440 Niederlassungen sind wir stets in der Nähe unserer Kunden. An jedem Standort bieten wir das
komplette Programm der Hydraulik. Unsere Einsatzfahrzeuge des Hydraulik-Sofortservice sind rund um die Uhr für Sie
im Einsatz. Bei einem Maschinenausfall werden alle Arbeiten direkt ausgeführt – persönlich, schnell und zuverlässig.
Wir sind immer in Ihrer Nähe: 0800 - 77 12345
www.hansa-flex.com
Patent
39BRANCHE
GEOSEC MBI SCHROTT-
SCHERE SH100
BESSER BERATEN, BESSER VERSICHERT!
GEOSEC SEIT ÜBER
10 JAHREN
IM DEUT SCHEN
IM EINSATZ
ABBRUCH -
VERBAND
SH 100
Am Bahnhof der Kreisstadt Donauwörth kam es
zu bewundernden Blicken. Auf der Baustelle mus-
ste eine alte Bahnüberdachung abgerissen werden.
Die Arbeiten waren nur mit einem 8t-Bagger, auf
Gummiketten, möglich. Zusätzlich wurde durch die
Firma Hydraulik-Paule GmbH & Co. KG das ideale
Anbaugerät aus dem Hause MBI® - eine Schrott-
schere des Typs SH100 – bereitgestellt.
POLICEN-PRÜFUNG 2021
Die Produktlinie SH ist für den Abbruch, jeder Art
von Metallstruktur und die anschließende Ver-
schrottung des anfallenden Materials entwor-
Wir prüfen Preis Leistung fen worden. Die hydraulische Rotation ermöglicht
die präzise Positionierung des Gerätes. Mit einem
Eigengewicht von ca. 1.000 kg, einer Öffnungswei-
Maschinenbruch-
versicherung te von 375mm sowie Schließ- und Öffnungszeiten
von 2,4 bzw. 3 Sekunden überzeugte die Schere
Betriebshaftpflicht
durch Kraft und Geschwindigkeit auf ganzer Linie.
Die ausführende Firma war sehr zufrieden mit dem
Gerät, die Baustelle war in Rekordzeit erledigt. Mit
Wir bedanken uns bei unseren Kunden für die gute Zusammenarbeit
der SH100 konnten nicht nur die kleineren holzum-
und wünschen dem DA und allen Mitgliedsbetrieben ein
mantelten Querstreben und Dachträger mühelos
zerkleinert werden, durch den punktgenauen Ein-
frohes Weihnachtsfest und ein satz der Schrottschere konnten auch die starken
gutes, erfolgreiches Jahr 2021. Hauptträger ohne Probleme abgetragen werden.
Informationen
MBI® Deutschland GmbH
André Häberer
Udo Kornmann & Team Breitscheidstr. 45
01156 Dresden
Mail: ukornmann@geosec.de Tel.: +49 351 43 888 745
andre.haeberer@mbi-deutschland.de
Tel: 06441 5000 - 426 www.mbi-deutschland.de
Fax: 06441 5000 - 410
40Garbenheimer Str. 30 35578 Wetzlar Fon 06441 5000426 www.geosec.deSie können auch lesen