Geschenke: Lieber persönlich als protzig Advent - 7 Aspekte Eine Million Sterne - 21/2020 1. bis 15. Dezember Katholische Kirche Kriens ...
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21/2020 1. bis 15. Dezember Katholische Kirche Kriens
Geschenke:
Lieber persönlich als protzig
Seite 3
Bild: Hummelstein, Wordpress
Advent – 7 Aspekte
Seite 7
Eine Million Sterne
Seite 142 Katholische Kirche Kriens
Kolumne
Adressen
Zum Davonlaufen?! Pfarrei St. Gallus
Kirchrainweg 5, 6010 Kriens
Telefon 041 329 10 00
pfarrei.gallus@kath-kriens.ch
Pfarrei Bruder Klaus
Alpenstrasse 20, 6010 Kriens
Telefon 041 317 30 00
pfarrei.bruderklaus@kath-kriens.ch
Pfarrei St. Franziskus/Senti
Hackenrainstrasse 2, 6010 Kriens
Telefon 041 329 81 81
Bild: Pixabay pfarrei.franziskus@kath-kriens.ch
Öffnungszeiten
So manchen Menschen ist sicher in braucht es mutige Engel, die beherzt der Sekretariate
diesen Tagen zum Davonlaufen – klingeln, über die Strasse laufen, zum Montag–Freitag:
Advent ohne Gemeinschaft oder ge- Telefonhörer greifen, auf den noch 08.00–11.30 und 14.00–17.00
mütlichem Kaffee, vielmehr manch- unbekannten Nachbarn zugehen,
mal einsam, mancherorts hadernd aus dem Fenster fragen «Wie geht es Seelsorge Heime Kriens
und bangend. dir?» und den anderen spüren las-
Telefon 041 317 10 62
sen: «Fürchte dich nicht!»
Josef war damals auch zum Davon-
laufen, als Maria ihm von der Lasst uns diesen Advent besonders Sozialdienste
Schwangerschaft erzählte. In meiner Engel sein füreinander. Um auf an- sozialdienstgallus@kath-kriens.ch
Fantasie stand er schon mit gepack- dere zuzugehen, braucht es Mut. Das Tel. 041 329 10 05
ten Koffern am Bahnhof, um ein wünsche ich uns in diesen Tagen. sozialdienstbruderklaus@
Haar wäre er über Nacht weg gewe- Hebemer Sorg. kath-kriens.ch
sen. Sein Leben hatte er sich anders Tel. 041 317 30 10
vorgestellt. Gott sei Dank gab es den sozialdienstfranziskus@
Engel, der ihm am Gleis zurief: kath-kriens.ch
«Fürchte dich nicht!» Dieses «Fürchte Tel. 041 329 81 85
dich nicht!» muss ihn so gestärkt und
hoffnungsvoll gestimmt haben, dass Pastoralraumleiter
er zu dieser neuen Lebenssituation Bernhard Waldmüller
Ja sagen konnte und schliesslich b.waldmueller@kath-kriens.ch
nicht in den Zug stieg, um zu fliehen. Telefon 041 329 10 00
Manchen Menschen ist in diesen
Yvonne Schmitt, Leitender Priester
Tagen zum Davonlaufen: Sie sind in
Pfarreiseelsorgerin Kurt Grüter
Sorge, einsam, depressiv verstimmt,
fühlen sich unsicher oder überfor- Telefon 041 329 10 04
Das Titelbild zeigt einen Barbara-
dert. Man sieht ihnen das meist nicht
zweig. Am Festtag dieser Heiligen, dem Besuchen Sie uns auch auf unserer
an.
4. Dezember, schneidet man einen Webseite www.kath-kriens.ch
Manchmal verstecken sie sich gar Zweig eines Kirschbaums ab und und beachten Sie den Youtube-
hinter dem Vorhang, in der Woh- stellt ihn in der warmen Stube ins Kanal «Katholisch Kriens».
nung, unter der Bettdecke. Da Wasser. Am 24. Dezember erblüht er.Katholische Kirche Kriens 3
Was soll ich zu Weihnachten schenken?
Lieber persönlich als protzig
Sarina Rechsteiner und Lorin Sidler Wie wäre es, wenn es ein Lorin: Kollegen und Verwandte ken-
begleiten Firmlinge, Andrina Graf Verbot für Geschenke über nen das mehr als ich. Ich überlege
leitet eine Blauring-Gruppe. Ihre 20 Franken gäbe? mir recht früh, was ich wem schen-
Gedanken zum Thema Weihnachts- ken kann. Ich gehe dann schon ein-
Andrina: Das wäre kein Problem. Es
geschenke könnten gut andere ins- mal schauen, bin rechtzeitig dran.
wäre ja für alle klar. Und vor allem:
pirieren. Das war bei mir schon immer so.
Meine persönlichen Geschenke wä-
ren nicht betroffen, denn mir ist vor
Warum gibt es überhaupt Was ist für euch beim Weih-
allem Kreativität wichtig. Ein Brief
Weihnachtsgeschenke? nachtsfest am wichtigsten?
z. B. ist nicht teuer.
Sarina: Als Anerkennung – «du bist Lorin: Ich fände das gar nicht so Andrina: Das Zusammensein mit
mir etwas wert». schlecht. Denn dann wäre der Zwang Familie und Freunden, dass man
Lorin: Es hat für viele Menschen weg, jemandem etwas im ähnlichen gemeinsam etwas unternimmt, dass
einen tieferen Hintergrund, nämlich Preisrahmen zu schenken. Weniger man auch singt, Geschenke verteilt,
die Geburt von Jesus. Er ist für gläu- wäre mehr. Man würde mehr überle- gemeinsam isst …
bige Menschen ein Geschenk, also gen: Wie kann uns ein Geschenk Lorin: Wir gehen zu viert mit der Fa-
«wir Menschen sind Jesus etwas gegenseitig zusammenbringen? milie in die Skiferien. An Weihnach-
wert». Bei mir steht aber mehr im ten essen wir dort Znacht, es herrscht
Vordergrund, dass Weihachtsge- Kennt ihr den Weihnachtsstimmung, im Idealfall
schenke eine grosse Tradition haben. Geschenke-Stress? schneit es.
Andrina: Es gibt sie, damit man an- Sarina: Wir sind als Familie zusam-
Sarina: Höchstens selten. Denn ich
deren eine Freude machen kann. men, auch mit Grosseltern und
weiss ja, wie die Leute sind und wie
Wenn man sie übergibt, kann man Gotti, und freuen uns über den
ich ihnen eine Freude machen
das so richtig zelebrieren. Das liebe Christbaum.
kann – und so geht es dann doch
ich!
leicht!
Ein besonderer
Andrina: Doch, ich kenne diese Seite
Was bekommt ihr gerne Geschenketipp?
auch. Insbesondere wenn mir zu je-
geschenkt?
mandem nichts Cooles einfällt, oder Andrina: Etwas Persönliches wie
Lorin: Vor allem etwas, das schöne wenn ich zu spät angefangen habe. Fotos, in einem Album oder mit
Erinnerungen wieder wachruft. Das einem kreativ gestalteten Rahmen –
macht mich sehr glücklich. und das kann man sehr herzlich
Sarina: Materielles gar nicht – ich überreichen.
freue mich am meisten, wenn je- Sarina: Ich google, frage Kollegen,
mand als Geschenk einen Tag mit schenke etwas Persönliches. Der Krea-
mir verbringt. tivität muss man freien Lauf lassen.
Christoph Klein
Bild: unsplash.com, Kira auf der Heide4 Katholische Kirche Kriens
Ein Beitrag zum Jahresthema «Kraft»
Licht für die Welt sein
Bild: hofastro
In diesem Text nehme ich Sie mit Dunkel steht vor lauter Arbeit und Einschrän-
auf einen Weg vom Dunkel ins Auf den Plakaten klebt es oft rot, das kungen, wird es den anderen angst
Licht. Es ist meine persönliche Aus- Wort «abgesagt». Lieb gewordene und bange um ihren Job, weil Auf-
wahl von einzelnen Aspekten; ich Traditionen und Rituale, wie das träge und Arbeit ausbleiben. Es ist
erhebe keinen Anspruch auf Voll- Warten und die Vorbereitungen rund eine besondere Situation, die mit vie-
ständigkeit, trete aber gerne mit Ih- um den Samichlaus, Weihnachts- len Sorgen und Ängsten, mit Unsi-
nen in Kontakt über Ihre Erfahrun- märkte und Adventssingen, finden cherheit beladen ist.
gen auf diesen Wegen vom Dunkel nicht statt. Das Verschieben, Auf-
ins Licht. schieben, neu Planen beschäftigt Neue Perspektiven?
mich weiter. Während einige nicht Wie kann es gelingen, die Hoffnung
mehr wissen, wo ihnen der Kopf und den Mut nicht zu verlieren? WasKatholische Kirche Kriens 5
mit denen ich Mühe habe. 3. Für die chen tun gut. Kleine Schritte haben
Menschen, die mit mir Mühe ha- Wirkung. Wie zum Beispiel die
ben.» Aktion «Eine Million Sterne», siehe
Seite 14. Kerzen leuchten, um auf das
Beten ist Friedensarbeit! Ins Gebet Schicksal von armutsbetroffenen
nehmen kann ich alle und alles. Mit Menschen hier in der Schweiz auf-
dem Wunsch, es möge ein Mehr an merksam zu machen.
Frieden und Verständnis wachsen,
wende ich mich der Lebenskraft zu. Licht sein
Was lässt mein Licht leuchten? Was
Mache dich auf und werde hilft mir, meine Talente zu erkennen
Licht – Selbstsorge und einzusetzen? Wo kann ich Neues
Wenn die Welt uns dunkel, kalt und ausprobieren? Wo kann ich Freude
einschränkend begegnet wie im Win- vermehren?
ter und in Zeiten einer Pandemie, ist
es nicht einfach, Offenheit für die Der Advent lädt mich ein, mich auf
Welt und ihre schönen Seiten zu ent- das Geheimnis von Weihnachten
wickeln. einzulassen. Machet den Weg bereit
für die Gotteskraft, die in die Welt
Wenn ich mich einlasse auf das kommt, ruft uns Johannes der Täufer
Schmerzliche, Traurige, Dunkle und in den biblischen Texten im Advent
Kalte in mir, dann wächst in mir die zu. Gott wird geboren als Säugling,
Sehnsucht nach dem Licht, dem auf andere, auf Beziehungen ange-
Schönen und dem Hellen. wiesen. Mitten in das Schwache setzt
Gott einen neuen Anfang und er-
Heilung wird möglich. Ich zünde mir scheint im Dunkel als neues Licht. So
Kerzen an, koche etwas Feines, höre erzählen es die verschiedenen weih-
schöne Musik, nehme einen Telefon- nachtlichen Texte.
hörer in die Hand und rufe eine
Freundin an oder schreibe einen Ich wünsche Ihnen in dieser Ad-
Brief. Ich mache einen Spaziergang, ventszeit, dass Ihnen ein Licht auf-
wenn die Sonne scheint. Ich kann geht, da wo Sie es nicht erwarten,
mich bewusst dem Schönen, dem oder vielleicht da, wo sie sehnlichst
Licht, dem Stärkenden zuwenden. darauf warten.
Ich kann mir Hilfe holen, ich kann
hilft mir, mich neu auszurichten auf mich auf den Weg machen. «Mache Michaela Zurfluh,
das Licht, die lichtvollen Seiten des dich auf und werde Licht» heisst es in Pfarreiseelsorgerin
Lebens? einem Adventslied.
Frieden Offenheit gegenüber der Welt
Eine Möglichkeit ist: Ich versöhne stärken – Solidarität
mich mit dem, was ist. Im Gespräch Wenn es mir gelingt, mich auf den
erzählte mir ein Mann übers Beten: Weg zu machen, mich zu öffnen für
«Wissen Sie, ich bete für drei Sorten die Welt, dann begegnet mir Dunkles
von Menschen: 1. Für die Menschen, und Lichtvolles, ich nehme Anteil am
die ich liebe. 2. Für die Menschen, Leben von anderen. Solidarische Zei-6 Katholische Kirche Kriens
An Heiligabend bringen wir Ihnen auf Wunsch das Friedenslicht bis vor die Haustüre
Friedenslicht für alle
Die Idee des Friedenslichtes ent-
Bild: unsplash.com, Daiga Ellaby
stammt dem österreichischen Lan-
dessender ORF. 1986 begleitete er
erstmals ein Kind nach Bethlehem,
welches das Licht in der Geburts-
grotte abholte und via Flugzeug
nach Wien brachte. Von dort wurde
und wird es heute noch verteilt und
gelangt mittlerweile in rund 30 Län-
der. In der Schweiz wurde das Licht
1993 zum ersten Mal empfangen
und jeweils in alle Landesteile wei-
tergegeben.
Solidarität und Gemeinschaft
Das weihnachtliche Licht steht für
Frieden. Indem das Licht aus Bethle-
hem weitergeschenkt wird, verbinden
wir uns und fördern so die Solidarität
zwischen Generationen, Religionen
und politischen Ansichten.
Gemeinsam ein Licht anzünden und
Entscheidung gerungen, aber letzt- sofort klar: Wenn die Leute nicht ins
die Gemeinschaft spüren. Das tut
endlich stand fest: Die diesjährige Gallusheim kommen, dann gehen
uns allen gut. Gerade in der Advents-
Feier wird wegen der Corona-Pande- wir zu ihnen nach Hause!
und Weihnachtszeit, in der wir uns
mie abgesagt. Aber für das Team war
besonders über Wärme und Zuwen-
dung freuen. Darum überbringen wir
Ihnen mit dem Friedenslicht auch
einen persönlichen Weihnachts-
gruss. Friedenslicht anmelden Lichtbringende gesucht
Melden Sie sich bis am Möchten Sie selbst aktiv werden,
«Weihnacht für alle» 20. Dezember unter: Freude schenken und Licht brin-
einmal anders gen? Das Helferteam freut sich auf
Die Idee der Aktion «Friedenslicht Sozialdienst Bruder Klaus Ihre Unterstützung bei dieser ein-
für alle» ist zusammen mit dem Hel- Melanie Grünenfelder maligen Aktion.
ferteam «Weihnacht für alle» entstan- 041 317 30 10
den. Seit 1971 findet diese Feier im sozialdienstbruderklaus@ Es ist auch möglich, sich am
Gallusheim statt. Einige Freiwillige kath-kriens.ch 24. Dezember in einem beliebigen
wirken seit über 20 Jahren mit. Sie Zeitfenster zwischen 16.00 und
verwöhnen an Heiligabend die Gäste Das Friedenslicht wird am Hei- 21.00 Uhr zu engagieren.
nicht nur mit Speis und Trank. Die ligabend zwischen 16.00 und
weihnachtliche Atmosphäre und 21.00 Uhr gebracht. Melden Sie sich in diesem Fall
Freude, welche die Freiwilligen über- Möge es Zuversicht und Liebe unter der Adresse in der linken
bringen, erwärmten mir jedes Mal verbreiten. Box.
das Herz. Lange haben wir um dieKatholische Kirche Kriens 7
Bild: DIY Hochzeit
Advent – 7 Aspekte
Wäre die Seite 7 die Seite 3, würde spüren – wenn wir nur einmal anfan- Unsere Mitmenschen
ich zu Advent die drei Aspekte Zu- gen würden, dem nachzuspüren. Gerade wenn man den Mitmenschen
kunft, Vergangenheit und Gegen- mit einer hoffnungsvollen Geste
wart benennen: Wir warten auf die Unsere Möglichkeiten überrascht, überrascht er einen auch
Ankunft Jesu, halten ihm im Geiste Ein Mensch, der tief in sich etwas selbst. Und darum: Auf andere zuge-
unsere leidende Welt hin, in der von Würde verspürt, kann auch et- hen. Auch auf ganz andere. So wird
Hoffnung, dass sie ganz heil wird. was wagen. Ganz Neues. Advent ist man beschenkt.
Nicht am Sankt-Nimmerleins-Tag, die Zeit, in der aus scheinbar Totem
sondern real, auf uns zukommend, Neues erblüht – wie der Barbarazweig Der Ort, an dem wir leben
weil mit der Geburt Jesu das Reich vom Titelblatt. Die biblischen Texte des Advents er-
Gottes bereits begonnen hat. zählen davon, wie Hoffnung gerade
Unser Glaube an «nicht so tollen» Orten wächst,
Und dieses Prinzip «Zukunft aus
Glaube ist nicht nur etwas für die etwa im babylonischen Exil («Trös-
Vergangenheit» wird für uns aber
frommen Insider. Denn es geht nicht tet, tröstet mein Volk»). An einem
nur dann zu einer Erfahrung einer
um Irrationales oder um «schlechter problematischen Arbeitsplatz, mitten
Kraftquelle, wenn wir ganz bewusst
als Wissen», sondern um tiefes Ver- in familiären Spannungen will es Ad-
im Jetzt leben: Wo sehen wir da, wo
trauen. Darum, dass es, auch wenn vent werden. Advent müssen wir ja
wir jetzt sind, etwas vom Heilwer-
es – wie oft zu dieser Jahreszeit – nicht «machen».
den, und sind selbst Teil von diesem
dunkel um uns herum ist, tief in uns
Prozess?
etwas gibt, das zum Licht strebt und Unsere Geschichte
Jetzt also sind wir auf Seite 7. Suchen bereits etwas vom Licht ahnt. Es lohnt sich, sich hin und wieder
wir gemeinsam sieben Spuren der den roten Faden des eigenen Lebens-
Hoffnung. Der Advent als heilige Zeit weges vor Augen zu führen. Zufälle,
Auch nicht nur für fromme Insider. die sich zusammengefügt haben.
Unser Ursprung Die Erzählungen und sprachlichen Verheilte Wunden, aus denen Gutes
Wir sind nicht zufällig da. «Bei euch Bilder der katholischen Leseordnung entstehen konnte. Wird das Unver-
sind sogar die Haare auf dem Kopf (etwa «Fürchte dich nicht! Lass die bundene und Schmerzhafte der
alle gezählt», sagt Jesus. Nicht nur Hände nicht sinken!») faszinieren Gegenwart auch Teil des roten Fa-
weil dieser Satz ein bisschen lustig auch Kirchendistanzierte. Die Rora- dens werden?
ist, lohnt es sich, jeden Tag kurz über tegottesdienste (siehe S. 9) ebenso. Christoph Klein
ihn nachzudenken. Wir alle haben Und der Adventskranz mit dem Grün
unsere Würde, könnten das intuitiv der Hoffnung spricht für sich.8 Katholische Kirche Kriens
Reihe «Ratgeber, Tipps und Tricks»
Eine Bootsfahrt
Ich stelle mir vor, ich bin auf einem ich auf meinem bewegten Weg. ren Weg gehen, zwischendurch, um
Fluss – in einem Boot. Der Strom ist Glücklich, meine Kraft, mein Kön- dann zurückzukommen und weiter-
schön breit und tief genug. Das Was- nen, mein Wissen zu gebrauchen, zufahren.
ser fliesst in ruhiger Stetsamkeit da- einzusetzen für eine gelungene
hin und so fährt auch mein Schiff in Reise. Müde
gleichbleibender Schnelligkeit voran. Wenn dies aber der Fluss meines
Weiter und weiter, den Fluss hi- Weiter und weiter Lebens ist, geht es nicht so leicht.
nunter, hin auf ein Ziel. Ein Ziel, das Aber dann, wenn der Fluss schneller Vielleicht habe ich die Anlegestellen
ich mir vielleicht vorstellen, aber fliesst, ich manchmal vielleicht kaum verpasst.
noch nicht sehen kann. Denn der richtig durchatmen kann, wünsche
Weg ist weit. Dann kann es gesche- ich mir, dass es wieder eine Zeit lang Vor lauter Freude an dieser schönen,
hen, dass das Gelände steiler wird. ruhiger wird. Damit ich mich erholen erlebnisreichen Fahrt merke ich
Das Wasser fliesst schneller. und ausruhen kann. Damit ich neue nicht, wie ich müde bin. Die Leute,
Kräfte tanken kann für ein weiteres die am Rand klatschen, feuern mich
Ab und zu liegen gar so grosse Steine Stück herausfordernden Tuns. Viel- weiter an. Oder eine herausfordernde
im Wasser, dass ich schauen muss, leicht ist es so, der Fluss wird ruhiger. Stromschnelle lockt und ich will mir
wie ich mein Fahrzeug gut daran vor- Ich erhole mich und bin wieder ge- unbedingt beweisen, dass ich sie mit
beisteuere. Ich bin gefordert, kon- rüstet für das Kommende. Leichtigkeit überwinden kann. Oder
zentriert, ganz da. Es gibt keinen meine Kräfte reichen gar nicht mehr,
Raum, um mich entspannt hinzule- Aber manchmal ist das nicht der Fall. um das Boot ans Ufer zu lenken. Ich
gen, keine Zeit für andere Gedanken. Mein Boot schiesst in hohem Tempo habe es verpasst, rechtzeitig anzule-
Alle Kräfte sind jetzt hier, in diesem auf dem Wasser dahin, weiter und gen, rechtzeitig umzuschalten.
Moment gefragt. Der Fluss fliesst, weiter. Angenommen, ich bin wirk-
mein Boot fährt – und ich geniesse lich auf einem Boot, kann ich ja ein- Und dann? Vielleicht falle ich einfach
das kraftvolle Unterwegssein im strö- fach anlegen. Ich kann das Boot ans um und bleibe liegen. Bis mir hof-
menden Element. Vorbei an Bäumen Ufer lenken, es anbinden und aus- fentlich jemand zu Hilfe kommt.
und Hügeln, Häusern und Men- steigen. Solange, wie ich mich erho- Mein Boot ist gestrandet.
schen. Weiter, immer weiter fahre len will. Ich kann sogar einen ande- Luzia Wirz
Tipp:
Lenke dein Boot rechtzeitig
immer mal wieder ans Ufer.
Bild: Jake BallardKatholische Kirche Kriens 9
30 Minuten Advent zum Feierabend
Bild: Gerd Altmann
Poesie und Musik Freitag, 4. Dezember, Kirche
St. Gallus, 17.30 und 18.30 Uhr
«Der Abend horcht nach innen»
Yvonne Schmitt:
elche Kraft hat dieses eindringliche Fest, ich glaube, wir habens im
W Blut, wie ein Elementares, wie Ebbe und Flut, wie die Jahreszeiten,
wie die Gestirne, nun, es ist ja auch der Einfluss eines Sternes.
Rainer Maria Rilke, Brief an Dorothea von Ledebur, 15. Januar 1920
Texte von R. M. Rilke;
Konstantin Keiser: Orgel
Freitag, 11. Dezember, Kirche
St. Gallus, 17.30 und 18.30 Uhr
«Underwägs im Advänt»
Das Wochenende mit 30 Minuten Schüpferimeitli aus Buochs, Yvonne
Schüpferimeitli
Advent einläuten: Dazu laden unter- Schmitt, Susanne Z’Graggen sowie
Silvia von Rotz-Bucher,
schiedliche Künstlerinnen und Konstantin Keiser.
Anita Bucher: Gesang;
Künstler in die Kirche St. Gallus ein.
Daniel Waser: Akkordeon
Bei Poesie und Musik erleben Sie Bei der Veranstaltung werden die
Rose Durrer: Rezitation
adventlich Sinnliches, Inspirieren- Corona-Massnahmen eingehalten.
Suzanne Z’Graggen: Orgel
des, Ernstes und Heiteres. Es erwar- Die Besucherzahl ist auf 50 Personen
tet Sie eine vielfältige Auswahl an beschränkt.
Freitag, 18. Dezember, Kirche
poetischen Texten und Musik, ganz
St. Gallus, 17.30 und 18.30 Uhr
unterschiedlich in Szene gesetzt. Sie Um möglichst vielen Interessierten
«Szenen, Stress und Sehnsucht»
sind herzlich eingeladen, sich diese eine Teilnahme zu ermöglichen,
Theater Paprika: Szenische
kurze Weile Zeit zu gönnen und teil- werden die Veranstaltungen an je-
Collagen; Musik:
zunehmen. dem Freitag zweimal durchgeführt.
Katrin Marti, Saxophon
Der Beginn ist jeweils um 17.30 und
Peter Zihlmann, Piano
In Aktion treten unter anderem Ju- 18.30 Uhr.
gendliche des Theaters Paprika, die Der Eintritt ist frei.
Online durch den Advent und darüber hinaus www.christus-koenig.de bietet einen liebevoll gemach-
ten Adventskalender – einfach zum Anklicken.
Gerade im Advent 2020 dürften sie wichtig sein: Online-
www.netzgemeinde-dazwischen.de versteht sich als
Angebote zu christlicher Spiritualität. Yvonne Schmitt
Online-Gemeinde. Nach Anmeldung erhält man kos-
und ich haben einige zusammengetragen.
tenlos wöchentlich montagmorgens per Whatsapp oder
www.advent-online.de ist ökumenisch ausgerichtet
einem anderen Messenger eine Nachricht, die man
und bietet unter dem für 2020 recht passenden Motto
direkt oder irgendwann dazwischen anschauen kann.
«Ihre Wartezeit beträgt …» tägliche E-Mails mit einem
Auch jeweils freitags gibt es einen Impuls aufs Smart-
biblisch inspirierten geistlichen Impuls. Die Beiträge
phone. Sonntags wird ein moderner Online-Gottes-
kann man nicht nur lesen, sondern wahlweise auch als
dienst als Link geschickt. Christoph Klein
Podcast hören.10 Katholische Kirche Kriens
Agenda
Grosse Ehre für Minis
Wie schon im letzten Pfarreiblatt
auf Seite 3 berichtet, konnten sich
die drei Ministranten-Scharleiter
und mit ihnen alle Minis des Pas-
toralraums über den Anerken-
nungspreis der Stadt Kriens für
gute Jugendarbeit freuen.
Bitte beachten Sie den Film auf
dem Youtube-Kanal «Katholisch
Kriens».
Lichtfeiern in der
Galluskirche abgesetzt
Bild: Rorate 2014
Die sogenannten Lichtfeiern für
Trauernde, die einen Menschen
Rorate-Frauengottesdienst
Licht der Hoffnung verloren haben, waren viele Jahre
Kirche Bruder Klaus, 06.30
regelmässiger Bestandteil des
Auch wenn heutzutage viele Lam- Donnerstag, 3. Dezember
Pfarreilebens von St. Gallus.
pen und Lichter leuchten, kann in
Thema: Suche nach den Quellen
jedem von uns der Wunsch nach Nach einem Gedenken der Ver-
des Lichts
wohltuendem Licht aufkommen, storbenen in Form einer Andacht
Das Jahresthema der Frauengottes-
um die dunklen Gedanken, Sorgen in der Kirche gab es bei einem
dienste ist «Nothelfer». In dieser
und Nöte zu erhellen. Schon ein Kaffee im Anschluss noch die
Feier gehen wir auf Spurensuche
kleines Licht kann heilend und Möglichkeit, sich auszutauschen.
der Lichtquellen in und für uns.
hoffnungsvoll auf uns wirken. Gön-
Wer oder was ist für uns eine Licht- In der letzten Zeit haben immer
nen wir uns einen Moment, Licht
quelle? weniger Personen dieses Angebot
im Dunkeln zu erleben und der
wahrgenommen.
Sehnsucht nach dem göttlichen Für wen können wir selber Nothel-
Licht nachzuspüren. fer-Licht sein, gerade im Advent? Daher wurde bei einem Treffen
Friedenslichter erhellen unsere mit Beteiligten entschieden, dass
Roratefeier im Kerzenlicht Dunkelheit und bewirken Gebor- die Lichtfeiern nun nicht mehr
Kirche St. Gallus, 06.00 genheit und Wärme. stattfinden werden.
Dienstag, 1. Dezember
Margrit Albisser und Rita Mikeler Mit der Trauerbesuchsgruppe
Dienstag, 15. Dezember
Musik: Konstantin Keiser und dem Gedenken der aktuell
Eucharistiefeier mit Bernhard
Verstorbenen im jeweiligen Sonn-
Waldmüller und Kurt Grüter
Chrabbelfiir für Kleinkinder tagsgottesdienst ist es uns weiter-
Etwas für Frühaufsteher, man muss
und Eltern hin ein wichtiges Anliegen,
es erlebt haben.
Kirche St. Gallus, 09.00 Trauer und Trost nach dem Tod
Abgesagt ist das anschliessende
Dienstag, 15. Dezember Raum zu geben.
Zmorge im Gallus-Treff
Thema «Die Tiere suchen das Weih-
Bei Fragen oder anderen Anliegen
nachtslicht», anschliessend spielen
zum Thema Trauer können Sie
im Gallus-Treff
sich an die Pfarreiseelsorgerin
Maximale Besucherzahl: 50 Yvonne Schmitt (y.schmitt@kath-
Maskenpflicht kriens.ch) wenden.Katholische Kirche Kriens 11
Kinder 60plus
Sprachförderung
mit Musik abgesagt Samichlaus-
Geschenkaktion
Aufgrund der Corona-Situation fin-
det dieser Anlass am 2. Dezember Leider können wir in diesem Jahr
nicht statt. den sehr beliebten Samichlaus-
Nachmittag von Kriens 60plus
nicht in der gewohnten Weise
Erlebnistag «Stärnstunde» durchführen. Deshalb hat sich das
Freiwilligenteam Gedanken ge-
Für Kinder der 1. und 2. Klasse
macht, wie wir Sie in diesem Jahr
Samstag, 12. Dezember, 10.00–17.00,
auf eine etwas andere Weise über-
Pfarreizentrum Gallusheim,
raschen können.
Gemeindehausstrasse 9
Am Freitag, 4. Dezember
Die Kinder erleben, wie wohltuend
legen wir Ihnen ab 14.00 eine
ein Licht im Dunkeln sein kann, und
kleine Überraschung in den
gehen der Frage nach: Warum feiern
Milchkasten.
wir Weihnachten – und das in einer Advent im
dunklen Jahreszeit? Die Kinder wer- Pfarreihausgarten
Wenn Sie daran Freude hätten,
den Sterne basteln, Geschichten
Freitag, 11. Dezember, dann melden Sie sich doch bitte
hören und etwas über Sternstunden
19.00–20.00, bis zum Dienstag, 1. Dezember
erfahren. Es gibt eine einfache Ver-
draussen im Pfarreihausgarten unter 041 329 10 05 oder sozial-
pflegung.
Bruder Klaus, Alpenstrasse 20 dienstgallus@kath-kriens.ch mit
Ihrem Namen, der Adresse und
Leitung: Silvia Weibel, Barbara Gilli,
Ein stimmungsvolles Feuer, Akk- der Telefonnummer an.
Ursi Thalmann und Mirjam Baur
ordeonklänge und besinnliche
Texte laden ein zu einer adventli- Das Samichlausteam von Kriens
Anmeldung bis 9. Dezember per
chen Stunde. 60plus freut sich darauf, Sie in die-
Mail oder Whatsapp: Mirjam Baur-
sem Jahr auf eine etwas andere
Lichter, Kirchrainweg 5, 6010 Kriens,
Es gilt eine Maskenpflicht. Auch Weise beschenken zu können.
m.baur@kath-kriens.ch, 078 703 33 49
verzichten wir auf das Ausschen-
ken von Glühwein und das Grillie-
ren. Dafür bekommt jede Person
Gesellschaftliches etwas Adventliches zum mit nach
Hause nehmen. Auf dem Akkor-
Mittagstisch abgesagt deon musiziert Esther Kaufmann.
Der Mittagstisch für alle vom 9. De-
Der Anlass findet bei trockener
zember ist wegen der Pandemie ab-
Witterung draussen im Pfarrei-
gesagt; der nächste findet voraus-
hausgarten statt. Sollte es regnen
sichtlich am 20. Januar statt.
oder winden, sind wir in der Kir-
che.
Bild: farmy.ch
Geniessen Sie eine besinnliche
Abendstunde ums Feuer.12 Katholische Kirche Kriens
Liturgie im Pastoralraum Kriens
Sonntag, 29. November – 1. Advent, Kirche St. Gallus Sonntag, 6. Dezember – 2. Advent – Kirche St. Gallus
09.30 Eucharistiefeier mit Bernhard Waldmüller 09.30 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter
und Kurt Grüter Musik: Konstantin Keiser, Orgel
Musik: Elena Wigger, Orgel Kollekte: Kinder- und Jugendheim Hubelmatt,
Kollekte: Universität Freiburg i. Ue. Luzern
Sonntag, 29. November – 1. Advent, Sonntag, 6. Dezember – 2. Advent –
Kirche St. Franziskus Kirche St. Franziskus
11.00 Eucharistiefeier mit Bernhard Waldmüller 11.00 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter
und Kurt Grüter Musik: Konstantin Keiser, Orgel
Musik: Elena Wigger, Orgel Kollekte: Diöz. Kirchenopfer für pastorale Anliegen
Kollekte: Universität Freiburg i. Ue. des Bischofs
Dienstag, 1. Dezember – Kirche St. Gallus Dienstag, 8. Dezember – Mariä Erwählung –
06.00 Rorategottesdienst im Kerzenlicht Kirche St. Gallus
Eucharistiefeier mit Bernhard Waldmüller 09.30 Eucharistiefeier mit Stephan Brändli
und Kurt Grüter und Kurt Grüter
Musik: Marita Kohler, Oboe, und Musik: Elena Wigger, Orgel
Konstantin Keiser, Orgel Kollekte: Förderverein Luzerner Hochschulseel-
sorge
Mittwoch, 2. Dezember – Kirche St. Gallus
08.45 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter Dienstag, 8. Dezember – Mariä Erwählung –
Musik: Konstantin Keiser, Orgel Kirche St. Franziskus
11.00 Eucharistiefeier mit Stephan Brändli
Donnerstag, 3. Dezember – Kirche Bruder Klaus und Kurt Grüter
06.30 Rorate-Frauengottesdienst Musik: Elena Wigger, Orgel
Kollekte: Förderverein Luzerner Hochschulseel-
Donnerstag, 3. Dezember – Kapelle Bruder Klaus
sorge
19.30 Eucharistiefeier mit anschliessender
Anbetung Mittwoch, 9. Dezember – Kirche St. Gallus
08.45 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter
Freitag, 4. Dezember – Herz-Jesu-Freitag –
Musik: Konstantin Keiser, Orgel
Kirche St. Gallus
08.45 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter Donnerstag, 10. Dezember – Kirche St. Franziskus
anschliessend stille Anbetung 18.30 Lichterfeier für Gross und Klein
Musik: Konstantin Keiser, Orgel mit Luzia Wirz und den Erstkommunion-
09.15–09.45 Beichtgelegenheit kindern und Familien
Freitag, 4. Dezember – Kapelle Bruder Klaus Donnerstag, 10. Dezember – Kapelle Bruder Klaus
18.30 Eucharistiefeier 19.30 Eucharistiefeier mit anschliessender
Anbetung
Samstag, 5. Dezember – Kirche Bruder Klaus
17.00 Eucharistiefeier mit Kurt Grüter Freitag, 11. Dezember – Kapelle Bruder Klaus
Musik: Konstantin Keiser, Orgel 18.30 Eucharistiefeier
Kollekte: Kinder- und Jugendheim Hubelmatt,
LuzernKatholische Kirche Kriens 13
Samstag, 12. Dezember – Kirche Bruder Klaus Dienstag, 15. Dezember – Kirche St. Gallus
16.00 Gottesdienst der Vietnamesen 06.00 Rorategottesdienst im Kerzenlicht
17.00 Eucharistiefeier mit Thomas Portmann Eucharistiefeier mit Bernhard Waldmüller
und Fritz Dommann und Kurt Grüter
Musik: Elena Wigger, Orgel Musik: Konstantin Keiser, Orgel
Kollekte: Bettagsopfer der Inländischen Mission
Dienstag, 15. Dezember – Kirche St. Franziskus
Sonntag, 13. Dezember – 3. Advent – Kirche St. Gallus 19.30 Versöhnungsfeier mit
09.30 Eucharistiefeier mit Thomas Portmann Bernhard Waldmüller
und Kurt Grüter Musik: Konstantin Keiser, Orgel
Musik: Elena Wigger, Orgel
Kollekte: Bettagsopfer der Inländischen Mission Kapelle Hergiswald
Sonntag, 13. Dezember – 3. Advent – 45 Minuten vor Messbeginn jeweils Rosenkranzgebet
Kirche St. Franziskus Sonntage und Feiertage: 10.00 Uhr Eucharistiefeier
11.00 Wortgottesdienst mit Kommunionfeier Mittwoch und Freitag: 15.00 Uhr Eucharistiefeier
mit Thomas Portmann Freitag, 4. Dezember: Herz-Jesu-Freitag mit eucharisti-
Musik: Elena Wigger, Orgel schem Segen und Beichtgelegenheit von 14.15 bis 14.45
Kollekte: Bettagsopfer der Inländischen Mission
Besonderheit: Dienstag, 8. Dezember, Mariä Erwählung,
10.00 Uhr Eucharistiefeier
Taufe Kollekten Gedächtnisse
Liara Christen Pfarrei St. Gallus Pfarrei St. Gallus
Geistliche Begleitung der Sonntag, 13. Dezember, 09.30
zukünftigen Seelsorger/innen 1. Jgd. für Josef Gwerder-Wicki.
Todesfälle des Bistums Basel 188.35
Mittwoch, 16. Dezember, 08.45
Jzt. für Maria Portmann-Stadelmann
Paulina Räber-Huwiler, 1934 Pfarrei Bruder Klaus
und Angehörige.
Josefina Lipp-Duss, 1916
Angela Blättler-Buzolits, 1934 Geistliche Begleitung der
Giovanna Martucci, 1959 zukünftigen Seelsorger/innen Pfarrei Bruder Klaus
Franz Weber, 1952 des Bistums Basel 202.35
Bruno Reichmuth-Hirt, 1937 Kirchenbauhilfe Bistum Basel 109.96 Samstag, 5. Dezember, 17.00
Mario Dalla Bona, 1959 Jzt. für die Wohltäter der Kirche Bru-
der Klaus
Pfarrei St. Franziskus
Geistliche Begleitung der
zukünftigen Seelsorger/innen
des Bistums Basel 48.—
Kirchenbauhilfe Bistum Basel 136.95
Fastenopfer Luzern 249.8514 Katholische Kirche Kriens
Zünden Sie ein Licht für armutsbetroffene Kinder und Familien an
Eine Million Sterne
Die Caritas-Solidaritätsaktion «Eine Million Sterne» Kerze in jedem Lichtermeer erinnert daran, dass unter
bringt jedes Jahr in der Adventszeit die Schweiz zum uns viele Menschen arm, einsam und ausgeschlossen le-
Leuchten. Kriens gehört zu den zahlreichen Orten, in ben. Gerade in solch unsicheren Zeiten wie diesen ist es
denen am 12. Dezember ein Zeichen der Solidarität mit besonders wichtig, Solidarität mit unseren Mitmenschen
Menschen in Not gesetzt wird. zu zeigen.
In der Schweiz leben rund 660 000 Menschen in Armut Kommen Sie am 12. Dezember auf den Dorfplatz von
und sind auf Hilfe angewiesen. Durch die Corona-Krise Kriens und zünden Sie bei gutem Wetter ab 16.30 Uhr ein
wird sich diese Zahl weiter erhöhen. Stark betroffen sind Licht an. Die kirchliche Jugendarbeit und die Firmlinge
Alleinerziehende, Selbstständige oder Personen, die zu- freuen sich, wenn bis um 22.00 Uhr immer mehr Lichter
vor bereits mit einem knappen Budget auskommen die Kirchentreppe und den Dorfplatz erleuchten. Pande-
mussten und nun aufgrund des Virus mit Lohneinbussen miebedingt bitten wir Sie, eine Maske zu tragen und sich
kämpfen oder ihre Arbeitsstelle verloren haben. an die Abstandsregeln zu halten. Der Anlass kann bei
Sturm und Regen nicht durchgeführt werden Infos zur
Mit «Eine Million Sterne» macht Caritas die Situation der Durchführung finden Sie auf www.kath-kriens.ch.
Betroffenen in der Schweiz sichtbar. Zusammen mit Pfar-
reien, Schulklassen und Freiwilligen zündet die Organi- Michaela Zurfluh, Pfarreiseelsorgerin
sation in der Weihnachtszeit tausende Kerzen an. Jede Marco Lustenberger, Jugendarbeiter
Bild: Corine Bliek, flickrThema 15
Die Hochschulseelsorge Luzern und ihr Haus für Studierende
Im «Leo 15» erhalten Ideen Raum
Die Kirchen bezahlen die Hoch-
schulseelsorge, um deren Haus an
der St.-Leodegar-Strasse 15 kümmert
sich aber ein Förderverein. Die Kol-
lekte vom 8. Dezember soll helfen,
dass das «Leo 15» ein «Raum für
Freunde und Fremde» bleiben kann.
«Die Hochschulseelsorge brauchts,
weil es wichtig ist, begleitend zum
Studium ethische Grundwerte und
Denkweisen zu vermitteln», sagt Ge-
org Vogel. «Es braucht aber auch
einen Ort, wo man sich trifft. Ohne
‹Leo 15› gäbe es viel weniger Ange-
bote spiritueller wie geselliger Art.»
Vogel ist Präsident des «Fördervereins
Luzerner Hochschulseelsorge», der Vor dem Haus «Leo 15» der Hochschulseelsorge (v. l.): die Seelsorger Lorenzo
2008 gegründet wurde, als sich zeigte, Scornaienchi und Valerio Ciriello, Lisa Gnant (studentische Mitarbeiterin),
dass die Hochschulseelsorge auch Georg Vogel (Präsident Förderverein) und Uta Zehnder (im Vorstand). Bild: do
ausserhalb der Universität Räume
braucht. Der Verein konnte vom Chor- mit Fremden und Freunden auszu-
herrenstift St. Leodegar ein kleines Räume für Studierende tauschen», wie sie sagt. Seit November
Haus mieten, für das er seither auf- Die Luzerner Hochschulseelsorge 2019 ist sie studentische Mitarbeiterin
kommt. Dafür wendet er pro Jahr rund «horizonte» ist für Studierende der Hochschulseelsorge. Mit Begeiste-
35 000 Franken auf. der Universität, der Pädagogischen rung: Sie habe «noch nie ein so gross-
Die Universität Luzern gibt es seit 20 Hochschule und der Hochschule artiges Miteinander wie im ‹Leo 15›
Jahren, die Hochschulseelsorge kam Luzern offen. Zurzeit gehören ein erlebt», sagt die junge Frau. Das Haus
sechs Jahre später hinzu. Sie wird von reformierter Pfarrer und zwei Je- sei «ein Schmuckstück» und sei für
der katholischen und der reformierten suiten zum Team, das von der ka- «so viele junge Menschen Chance und
Kirche finanziert. Das Haus an der St.- tholischen und reformierten Kir- Raum, um sich zu entfalten».
Leodegar-Strasse 15 jedoch, wo viele che gemeinsam finanziert wird.
Veranstaltungen stattfinden, bezahlt Der «Förderverein Luzerner Hoch- Eine Kirche für das Leben
der Förderverein. schulseelsorge» stellt über Spen- Georg Vogel hörts, nickt und sieht sich
den und Beiträge die Miete und bestärkt. Tatsächlich sei das kleine
«Grossartiges Miteinander» den Unterhalt des Studentenhau- Haus am Rand des Stifts «zu einem
Eine der Studierenden, die im «Leo 15» ses an der St.-Leodegar-Strasse 15 Begegnungsort und Markenzeichen»
ein- und ausgeht, ist Lisa Gnant. Die sicher. Er zählt rund 120 Mitglieder. der Hochschulseelsorge geworden.
22-Jährige steckt mitten im 5. Semes- Der Theologe Georg Vogel (63) prä- Für ihn ist die Aufgabe, die sich der
ter an der Pädagogischen Hochschule sidiert den Verein seit diesem Jahr. Förderverein gegeben hat, die gelebte
und stammt aus Österreich. Vor zwei unilu.ch/horizonte | verein-leo15.ch Überzeugung, «dass die Kirche dem
Jahren kam sie als Austauschstuden- Leben dienen muss». Dominik Thali
tin nach Luzern – und blieb hängen. Die Kollekte aus den Gottesdiensten von
Auch wegen «horizonte», wie sich die die Wanderungen und fand in den ge- Maria Empfängnis (8. Dezember) kommt dem
«Förderverein Hochschulseelsorge Luzern»
Hochschulseelsorge nennt. Gnant be- sellschaftlichen Anlässen «einen liebe- zugute. Spendenkonto: Luzerner Kantonal-
suchte vor allem die «Leo-Talks» und vollen, intellektuellen Raum, um sich bank, CH86 0077 8179 2810 1200 216 Schwerpunkt
Kirche, Orgel und fehlender Nachwuchs
Kinder in die Tasten greifen lassen
Verliert die Kirche an Boden, droht Unterricht. Die Kirchgemeinde über- dabei zum Einsatz kommt», fasst Mir-
die Orgel zu verstummen: Für die nimmt im ersten halben Jahr die Kos- jam Wagner zusammen. Die 24-Jäh-
«Königin der Instrumente» mangelt ten, danach wird ein Betrag wie in der rige hat einen Bachelor in Klavier und
es an Nachwuchs. Dabei lassen sich Musikschule fällig. Die Kirchgemeinde einen Master in Kirchenmusik und
Kinder durchaus auf die Empore hat zudem ein Kinderpedal ange- vertieft ihr Studium zurzeit an der
locken, wie ein Projekt der Kirchge- schafft: Aufsätze, mit denen die Kinder Hochschule Luzern mit Musikpäda-
meinde Sursee zeigt. trotz ihrer kurzen Beine mit den Füs- gogik für Klavier und Orgel. In Einsie-
sen die tiefen Töne spielen können. deln erteilt sie Klavierunterricht, dort
Es gebe «nur wenige Kinder und Ju- und in Hergiswil hört man sie auch
gendliche», die Orgel lernten, stellt Auch Popsongs haben Platz an der Orgel. Was sie feststellt: «Ge-
Suzanne Z’Graggen (40) fest. Dies sei Das Surseer Orgelteam begeistert die rade kleine Schülerinnen und Schüler
schon seit einigen Jahren so. Z’Grag- Schülerinnen und Schüler, indem es kann man begeistern, da das Instru-
gen ist an der Musikhochschule Lu- ihnen den Reichtum der Orgel er- ment einen so mächtigen Klang hat.»
zern für die Kirchenmusik verantwort- schliesst. Die musikalische Reise mit
lich, doziert Orgel und konzertiert als diesem Instrument endet nicht etwa Die tiefen Töne faszinieren
Solistin. Die Hochschule zählt zurzeit bei Bach (1685–1750). Orgel: Das ist Wagner kommt aus einer Musikerfa-
elf Orgelstudierende, sechs auf Vor-/ auch Jazz und Tango, ist Film- und milie; auch ihr Vater ist Kirchenmusi-
Bachelorstufe und fünf im Master. zeitgenössische Musik. «Natürlich war ker. Ein Vorteil, sagt Priska Zettel (39),
und ist die Hauptaufgabe der Orgel Hauptorganistin in Ruswil und Wol-
«Gesellschaftsfremd» die Begleitung von Gottesdiensten, husen. Denn wer im Jugendalter mit
Organistinnen und Organisten erstau- aber das heisst nicht, dass man dar- der Orgel beginne, müsse mitunter
nen die tiefen Zahlen nicht. Orgel ist auf nur Kirchenlieder spielen kann», «eine starke Persönlichkeit haben»,
Kirche und Kirche ist langweilig. «Frü- meint Wüest. Ohnehin: Popsongs hät- um seine Instrumentenwahl zu erklä-
her war die Kirche mit ihren Gottes- ten auch im Gottesdienst Platz. ren. Zettel unterrichtet zurzeit zwei
diensten und Feiern ein Drehpunkt im «Die Orgel ist ein ganzes Orchester. Kinder und zwei Jugendliche. Sie lässt
Leben. Das ist nicht mehr so. Deshalb Spannend ist, dass der ganze Körper sie erfahren: «Orgel ist alles andere als
wird auch die Orgel weniger wahrge- langweilig. Besonders die tiefen Pe-
nommen», sagt Andreas Wüest (32), daltöne faszinierten die Kinder.»
Organist und Chorleiter in Sursee und Doch: «Wie kann sich jemand für ein
Römerswil. Die Orgel sei ohnehin «ein Instrument interessieren, das er nicht
sehr gesellschaftsfremdes Instrument», kennt?», fragt André Stocker. Priska
da man sie nur höre und selten einen Zettel schlägt vor, etwa Musikschul-
Organisten oder eine Organistin spie- konzerte mit Orgelschülerinnen und
len sehe. André Stocker (60), Organist -schülern in der Kirche durchzufüh-
in Hochdorf, weist auf die «rapide ren. Andreas Wüest hakt ein: «Wichtig
schwindende kirchliche Sozialisierung ist, dass Leute die Empore erklimmen
junger Menschen» hin, die eben auch und das Instrument sehen.» Dies sorge
auf der Empore spürbar werde. bei jeder Präsentation für Begeiste-
K
Um Kindern und Jugendlichen die rung. Für Wüest gehört die Orgel in
Möglichkeit zu bieten, sich selbst an inder sollen selbst den Instrumentenparcours, wenn Mu-
die Orgel zu setzen, lud die Pfarrei Sur- Musik machen und sikschulen ihr Angebot vorstellen.
see im Juni zu Schnuppertagen ein. Eine Schwierigkeit ist, dass die Orgel
Den Anstoss dazu gegeben hatte Or-
Neues entdecken. in der Regel in der Kirche steht und
ganistin Daniela Achermann (48). Suzanne Z’Graggen, Orgel-Dozentin man dorthin muss, um zu üben. «Und
Das Projekt ist erfolgreich: Acht Mäd- an der Hochschule Luzern – Musik in der Kirche ist es oft kalt und dun-
chen und Buben nehmen seit August kel», weiss Mirjam Wagner. JüngereSchwerpunkt 17
Kinder sind fasziniert: eine der Teilnehmerinnen an den Orgelschnuppertagen im Juni in Sursee. Bilder: Werner Mathis
Schülerinnen und Schüler brauchten
Begleitung. Priska Zettel ergänzt, die «Kirchenmusikstellen könnten noch attraktiver sein»
Kirchgemeinden müssten offen dafür Lässt sich vom Orgelspiel leben? «Schön wär’s», sagt Priska Zettel in Bezug
sein, jemandem einen Schlüssel aus- auf sich selbst. Ihr Arbeitspensum in Ruswil, Wolhusen und Werthenstein
zuhändigen, damit ungestörtes Pro- ergibt etwa ein Viertelpensum. André Stocker, Hauptorganist in Hochdorf,
ben nach Feierabend möglich sei. kann zwar davon seinen Lebensunterhalt bestreiten, weist aber darauf
hin, dass in der katholischen Kirche die Ansätze für die Orgeldienste tiefer
Erster Preis ging nach Sursee seien als diejenigen für die Chorleitungen. Und: «In der Pensenberechnung
Suzanne Z’Graggen ist überzeugt, wird der Aufwand für regelmässiges Üben oft ausgeklammert. Das ist, wie
«dass Orgelmusik in die Kinder- und wenn ein Profifussballer sein Training in der Freizeit absolvieren müsste.»
Jugendarbeit der Pfarrei eingebun- Die Annahme, der Nachwuchsmangel beschere den vorhandenen Orga-
den werden kann». Es sei wichtig, das nistinnen und Organisten mehr Arbeit, trügt zudem. Es gebe zwar viele
Spielerische in den Vordergrund zu Spielmöglichkeiten, die Pfarreien setzten die Gottesdienste aber fast immer
rücken. «Kinder sollen selber Musik gleichzeitig an, sagt Andreas Wüest, Organist in Römerswil und Sursee.
machen und Neues entdecken.» Die Kirchenmusikstellen könnten also durchaus «noch attraktiver» sein.
Organistinnen und Organisten seien
Schlüsselfiguren dafür. «Ich bin privilegiert»
Seit zwei Jahren gibt es einen Verein, Gleichwohl: Die angefragten Organistinnen und Organisten lieben es, auf
um den Orgelnachwuchs zu fördern: der Empore in die Tasten zu greifen. Andreas Wüest findet es «faszinierend,
«Kinder an die Orgel». Vergangenes wenn man das eigene musikalische Wirken mit einem grandiosen Instru-
Jahr schrieben dieser und die Musik- ment als Beruf ausführen und so immer wieder vor Leuten spielen darf».
akademie Basel / Hochschule für Mu- Priska Zettel schätzt, dass die Orgel «klanglich einfach ganz vieles kann»
sik Werkaufträge für kindergerechte und sie als Organistin so viele gute Rückmeldungen erhalte. André Stocker
Orgelliteratur aus. Daniela Acher- schliesslich schätzt überaus, dass er in seiner Kirche über ein so gutes In-
mann erhielt in diesem Wettbewerb strument verfüge: «Wer wie ich in Hochdorf auf einer wunderbaren Goll-
den ersten Preis. Dominik Thali Orgel spielen kann, ist privilegiert.» do
kinderandieorgel.ch18 Aus der Kirche
Luzern Kirchgemeindefusion im Hürntal Schweiz
Abstimmung Ende Januar
Am Sonntag, 31. Januar, findet die Ab-
stimmung über die Fusion der Kirch-
gemeinden Uffikon-Buchs und Dag-
mersellen statt. Sagen die Stimmenden
Ja, kommt es zum ersten Zusammen-
schluss von Kirchgemeinden im Kan-
ton Luzern. Die Vorarbeiten für das
Projekt hatten 2018 begonnen; im De-
Neuer Domherr des Standes Luzern:
zember 2019 nahm die Projektgruppe
Pius Troxler. Bild: Franz Jenni
zum Fusionsprojekt ihre Arbeit auf. Christiane Weinand führt in Bern
Bei einem Ja am 31. Januar würde die eine Praxis für Sexualberatung. Bild: zVg
Bistum Basel
Fusion auf 2022 umgesetzt. In diesem
Pius Troxler neuer Domherr Bistum Basel
Jahr finden Gesamterneuerungswah-
Der Luzerner Regierungsrat hat auf len statt. Auf politischer Ebene sind Beauftragte für Prävention
Vorschlag von Bischof Felix Gmür Pius Dagmersellen, Uffikon und Buchs seit
Neu gibt es seit Oktober im Bistum
Troxler (Entlebuch) zum neuen nicht 2006 fusioniert. Kirchlich bilden die
Basel eine Beauftragte für Prävention
residierenden Domherrn des Standes drei gleichnamigen Pfarreien seit 2013
im Bereich sexueller Missbrauch.
Luzern am Domkapitel des Bistums den Pastoralraum Hürntal.
Christiane Weinand (55) bietet kirch-
Basel in Solothurn gewählt. Troxler ist
lichen Gremien Unterstützung an bei
Leiter und Pfarrer des Pastoralraums
der Umsetzung des Schutzkonzepts
Unteres Entlebuch. Er ist seit 1. De-
des Bistums Basel. Sie ist auch Mit-
zember Nachfolger von Beat Jung
glied des diözesanen Fachgremiums
(Ebikon, früher Hofpfarrer in Luzern),
sexuelle Übergriffe. Weinand ist aus-
der nach 20 Jahren im Amt zurücktrat.
gebildete Pflegefachfrau, systemische
Die Domherren wählen und beraten
Gehören die Kirchen von Dagmer- Sexualtherapeutin und Fachfrau Prä-
den Bischof von Basel. Das Domkapi-
sellen und Uffikon bald zur gleichen vention sexueller Missbrauch. Sie führt
tel besteht aus 18 Domherren. Es gibt
Kirchgemeinde? Montage: Gregor Gander eine Praxis für Sexualberatung und
sechs residierende Domherren (je-
-therapie in Bern.
ner aus dem Kanton Luzern ist der
Malterser Markus Thürig) und zwölf Welt
nicht residierende. Von diesen wie- Corona-Manifest der Zürcher Kirchen
derum sind zwei aus dem Kanton Lu- Papst zu homosexuellen Paaren Niemand soll allein sterben
zern. Nebst Pius Troxler ist dies Roland Vatikan schafft Klarheit
Die katholische, die reformierte und
Häfliger (Hochdorf), Pfarrer und Lei-
Homosexuelle hätten das Recht, in die christkatholische Kirche in der
ter des Pastoralraums Baldeggersee.
einer Familie zu sein. Es brauche ein Stadt Zürich haben gemeinsam ein
Gesetz, das eine zivile Partnerschaft sogenanntes «Corona-Manifest» lan-
Gottesdienste Stadt Luzern
ermögliche, sagte der Papst kürzlich ciert. Darin versprechen sie, während
Platzreservation online
in einem Dokumentarfilm. Der Vati- der Corona-Krise für die Menschen,
Die Katholische Kirche Stadt Luzern kan stellt nun klar, dass die beiden namentlich die Kranken und Alten,
bietet neu die Möglichkeit, Plätze in Sätze in verschiedenen Kontexten ge- da zu sein. Dieses Versprechen ist in
Gottesdiensten online oder per Tele- äussert wurden. Der erste beziehe sich sieben Leitsätzen zusammengefasst.
fon zu reservieren. Das gilt vorerst für auf die Akzeptanz von Homosexuel- Das Dokument wurde am 11. Novem-
die Wochenendgottesdienste in den len in ihren Herkunftsfamilien. Der ber, dem Martinitag, in einem feier-
Innenstadtkirchen. Ziel ist es, wegen zweite auf ein Gesetz in Argentinien lichen Akt im Grossmünster unter-
der Obergrenze von derzeit 50 Perso- über die Ehe für alle. Dazu habe der zeichnet. Unter anderem geben die
nen weniger Besucher*innen abwei- Papst gesagt, dass es eine rechtliche Kirchen darin das Bekenntnis ab, dass
sen zu müssen. Absicherung für Homosexuelle brau- niemand allein sterben soll. In den
Reservation: eventfrog.ch/kathluzern oder che, er habe sich jedoch gegen eine letzten Minuten eines/einer Sterben-
Bild: unsplash.com, Annie Spratt
041 229 99 99 | Do–Sa, 9–12 u. 14–17 Uhr homosexuelle Ehe ausgesprochen. den soll jemand am Bett sein dürfen.Aus der Kirche 19
Treffpunkt Buch
Verdichtete Worte, die
stärken und ermutigen
«Sich bewe-
gen lassen von
einem einzi-
gen Vers. Und
diesen ver-
dichten.» Mit
diesen Wor-
ten bringt die
reformierte
Winterthurer
Pfarrerin Ruth Näf Bernhard den
Inhalt ihres vierten Gedichtban-
des auf den Punkt. Aus jedem der
Präsident Martin Barmettler (Willisau) leitete am 4. November seine erste Synode 150 Psalmen zitiert sie – der Reihe
– wegen Corona unter angepassten Bedingungen. Bild: do nach – eine bis zwei Zeilen, die ihr
«zur täglichen Nahrung» wurden,
Synode beschliesst Fusionsfonds wie sie im Vorwort schreibt. Zu
Anreiz für Fusionen geschaffen
den ausgewählten Zeilen verfasst
sie ein neues Gedicht, schreibt den
Psalm sozusagen weiter. Dabei
habe sie sich nicht bei den Psalm-
Die Landeskirche erleichtert künftig ab. Ab dem nächsten Jahr unterstützt
versen aufgehalten, die sie stör-
Kirchgemeinden, die sich zusam- die Landeskirche solche Projekte, «um
ten, sondern vielmehr jene Worte
menschliessen wollen, die Fusion. die finanziellen Unterschiede zwi-
ausgewählt, «die ermutigen und
Das Kirchenparlament hat an seiner schen den beteiligten Gemeinden
stärken».
Herbstsession beschlossen, dafür auszugleichen sowie fusionsbedingte
Entstanden sind kurze, dichte Texte
einen Fonds zu äufnen. Schon nächs- Mehrkosten» mitzufinanzieren, wie es
in einer zeitgemässen Sprache, die
tes Jahr kann Geld daraus fliessen. in der Verordnung heisst, die der Syn-
sich zum Gebet oder zum Medi-
odalrat, die Exekutive der Landeskir-
tieren eignen. Sie zeugen von ei-
Die Anzahl politischer Gemeinden che, im September beschlossen hat.
ner lebendigen Beziehung zu Gott,
im Kanton Luzern ist seit 2004 durch
klammern das Ringen mit ihm
17 Fusionen von 107 auf 82 gesunken. «Wollen keine Fusionitis»
nicht aus, bleiben aber nicht bei
Kirchgemeinden dagegen gibt es nach An der Session vom 4. November hat
diesem stehen. Wie in den Psal-
wie vor 85. Hier beginnt die Struk- die Synode die finanzielle Grundlage
men sind da Angst und Klagen,
turreform erst. Einerseits fördern die dafür geschaffen: Vom Gewinn aus der
aber auch Trost, Vertrauen und
neuen Pastoralräume, zu denen sich Rechnung 2019 fliessen 500 000 Fran-
Freude.
die Pfarreien verbinden, auch die Zu- ken in einen Fonds, mit dem Kirchge-
«Die Texte habe ich für mich ge-
sammenarbeit der Kirchgemeinden. meinde-Fusionen künftig finanziell
schrieben», schreibt die Autorin im
Andererseits haben manche immer erleichtert werden sollen. 2021 stehen
Vorwort. Und dies in einer Zeit, in
mehr Mühe, Mitglieder für ihre Räte erstmals 60 000 Franken zur Verfü-
der «scheinbar nichts mehr ging».
zu finden oder sich zu finanzieren. Die gung; den Betrag muss das Parlament
«Nun sind sie auch für Sie be-
kleinste Luzerner Kirchgemeinde, jeweils mit dem Voranschlag festlegen.
stimmt. Beten Sie weiter.»
Bramboden, bereitet deshalb zurzeit Synodalrätin Annegreth Bienz-Geis-
Sylvia Stam
den Zusammenschluss mit Romoos seler betonte, der Synodalrat dränge
vor. In zwei anderen Kirchgemeinden, nicht zu Fusionen, der Anstoss dazu Ruth Näf Bernhard: Ich liege wach
und bin wie ein Vogel | 150 Psalmen,
Dagmersellen und Uffikon-Buchs, müsse von den Kirchgemeinden kom- 150 Gedichte. Theologischer Verlag
stimmen die Kirchenmitglieder am men: «Es soll keine Fusionitis ausge- Zürich 2020, ISBN 978-3-290-18329-5
31. Januar 2021 bereits über die Fusion löst werden.» Dominik ThaliImpressum
Herausgeber: Katholische Kirche Kriens,
Alpenstrasse 20, 6010 Kriens Hinweise für den überpfarreilichen Teil: Kantonales Pfarreiblatt, c/o Kommunikationsstelle der röm.-kath.
Redaktion: Bereich Kommunikation Landeskirche des Kantons Luzern, Abendweg 1, 6006 Luzern 6, 041 419 48 24/26, info@pfarreiblatt.ch
Erscheint vierzehntäglich Druck und Versand: Brunner Medien AG, 6011 Kriens, www.bag.ch
Worte auf den Weg
Das Friedenslicht wird dieses Jahr im kleinen Rahmen übergeben. | friedenslicht.ch | Bild: Vreni Stählin, Verein Friedenslicht Schweiz
E
s gibt immer irgendwo einen Menschen, der im
Dunkel geht und ein Licht sucht. Trag also ein Licht
in deinen Händen, auch wenn du dich vielleicht
verzehrst dabei. Das ist besser, als eine Kerze zu sein, die
niemals gebrannt hat.
Trude Attwenger, österreichische LyrikerinSie können auch lesen