Kraftwerksinvestitionen in Deutschland - ein Pokerspiel - Strategien zur Ermittlung des optimalen Kraftwerksportfolios in 2025 - April 2011
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Kraftwerksinvestitionen in Deutschland – ein Pokerspiel Strategien zur Ermittlung des optimalen Kraftwerksportfolios in 2025 April 2011
2_Executive Summary Executive Summary Bis 2025 entsteht eine Netto-Versorgungslücke von ca. 34 GW; mit einem Neubauportfolio aus Wind, Braunkohle und Erdgas lassen sich Eigenkapitalrenditen von 15 % erreichen • Durch den geplanten Ausstieg aus der Kernenergie und die Stilllegung fossiler Kraftwerke ergibt sich bis 2025 eine Netto- Versorgungslücke von ca. 34 GW. Durch die zunehmende Volatilität der Erzeugung durch erneuerbare Energien (EE) sind tradierte Investitionsrechnungen nahezu nicht mehr einsetzbar. Somit ist die Frage ungeklärt, in welche Kraftwerkstechnologien zu investieren ist. • goetzpartners entwickelte auf Basis der Portfoliotheorie der Kapitalmärkte ein Simulationsmodell, das auf viertelstündlicher Basis die Rendite-/Risikokonstellationen des deutschen Kraftwerkeportfolios berechnet und somit das Risiko der EE-Volatilität mit berücksichtigt. • Mit einem Investitionsmix aus Wind, Braunkohle und Erdgas lassen sich Eigenkapitalrenditen von bis zu 15 % erreichen. Erdgas wird hierbei genutzt, um die Volatilitäten der Wind- und Solarkapazitäten auszugleichen. Der Anteil der Nettoleistung durch erneuerbare Energien wird sich bis zum Jahr 2025 gemäß dieser Investitionsstrategie auf knapp 70% erhöhen. • Langfristig ist der tradierte Preisbildungsmechanismus der Merit Order zu überdenken, bedingt durch die geringen Grenzkosten der EE und der Zunahme auf bis zu 20% der Stunden im Jahr, in denen die Last durch EE gedeckt wird. Eine Refinanzierung ist somit nicht mehr gegeben – dies gilt sowohl für EE als auch für fossile Kraftwerke. • Die Akteure in diesem Spiel sollten gemäß den (Kraftwerks-)Pokerregeln (Raise, Call, All in, Big blind, Check, Fold) ihre Strategien entwickeln. Daraus leiten sich für die die Marktteilnehmer (EVU mit Kraftwerkskapazitäten, EVU mit Kraftwerksscheiben, Unternehmen, die Kraftwerke projektieren) unterschiedliche Handlungsempfehlungen ab, um auch in Zukunft optimal aufgestellt zu sein. U.a. ist die Entwicklung von Fonds (analog zu Aktienfonds) anzustreben. Spezieller Dank geht an Frank Benjamin Heim, Sebastian Koch und Florian Mühl für die Aufbereitung und Bereinigung der Daten sowie die Entwicklung des Simulationsmodells und die damit verbundene Analyse.
Ausgangssituation und Vorgehen_3
Versorgungslücke an Kraftwerkskapazitäten bis 2025
Bis zu 34 GW Netto-Kraftwerksinvestitionen in 2025 notwendig
Jahreshöchstlast und
El. Nettoleistung[1] Verfügbare el. Nettoleistung[2] Kraftwerkspark D
benötigte gesicherte Leistung
[GW] [GW] [GW]
143,8
Biomasse 5,7
Wasser 4,7
Solar 18,2 Bis 2025 zu schließende
Versorgungslücke (Wind,
102,1 60,7 fossile Kraftwerke)
Wind 26,5 3,8 2,0
2,2 11,2 Benötigte gesicherte
5,5 1,9 88,2
Öl 2,4 Leistung
2,4 14,2
Erdgas 21,1 21,1 Jahreshöchstlast
12,8 33,9 77,8
12,9 54,3
Steinkohle 25,3 25,3 20,4 5,8
2,0 2,4
6,7 5,4
0,2 5,5
3,5
Braunkohle 19,4 19,4 10,4 0,4
Solar: Zubau Privat- 0,5
und sonstige 17,9
Atom 20,4 20,4 Investoren
6,6
2010 2010 Stilllegung Derzeit 2025 Versorgungs- 2025
im Bau[3] lücke
Investitionen in Kraftwerkskapazitäten von ca. 30 Mrd. € (100 % GuD) bis ca. 415 Mrd. € (100 % Solar) erforderlich
[1] (el. Bruttoleistung ./. Eigenverbrauch); Kraftwerke Deutschland > 100MW elektrische Bruttoleistung [2] (el. Bruttoleistung ./. Eigenverbrauch) * (realisierbare vbh : 8.760) ,
vbh = Vollbenutzungsstunden [3] Derzeit im Bau befindliche fossile Kraftwerke zzgl. prognostizierte Kapazitäten für Biomasse, Wasser und Solar in 2025
Quelle: goetzpartners4_Ausgangssituation und Vorgehen
Bisherige und zukünftige Risikoeffekte bei Kraftwerksinvestitionen
Durch den Zubau Erneuerbarer Energien (EE) entstehen zukünftig große Unsicherheiten bei der
Investitionsplanung zur Schließung der Versorgungslücke
Bisher Zukünftig
Statische, singuläre Dynamische, ganzheitliche
Investitionsbetrachtung mit Investitionsbetrachtung im
Zubau von erneuerbaren Energien
Fokus auf einzelnes Kraftwerk Gesamtportfolio des
Kraftwerksparks
Prognose der Margen auf Basis Zusätzlicher Prognose der Margen auf Basis
einer statischen Merit Order Margeneffekt dynamischer EE-Einspeise-
(Steigende Strompreise bei Zubau CO2-/ schwankungen
Grenzkosten/
steigenden Grenzkosten) EE Brennstoff (nur leicht ansteigende
Strompreis
Strompreise trotz stark
steigender Grenzkosten)
EE
Nettoengpassleistung
Ermittlung der vbh[1] auf Basis Paradigmen- Ermittlung der vbh auf Basis
einer singulären Kraftwerks- wechsel durch Ø Abschaltungsdauer einer Simulation des
betrachtung Gesamtportfolios
Abschaltungen
Mengeneffekt
(vbh ausgerichtet nach (Unsicherheit bei vbh und
Anzahl
technischen und wirtschaftlichen Regelbedarf)
Gesichtspunkten )
Nettoengpassleistung
mittelstarker Effekt starker Effekt
[1] Vollbenutzungsstunden
Quelle: goetzpartnersAusgangssituation und Vorgehen_5
Ableitung der Methodik
Zur Risikoreduktion lässt sich die Portfoliotheorie auch in der Energiewirtschaft anwenden, analog zu
den Investitionsentscheidungen in Kapitalmärkten
Portfoliotheorie nach Markowitz Energiewirtschaftliche Analogie
Aktienrenditen sind aufgrund von Kraftwerksrenditen sind aufgrund
Kursschwankungen unsicher schwankender EE-Einspeisung unsicher
Kurs/Rendite
Zeit
Durch Diversifikation von Wertpapieren Durch Diversifikation von
lässt sich das Risiko der Kraftwerkstechnologien lässt sich das
Kursschwankungen minimieren Risiko der EE-Einspeiseschwankungen
Rendite
bzw. die Rendite maximieren minimieren bzw. die Rendite
maximieren
Risiko
Kurve effizienter Effiziente Portfolios sind alle Effiziente Portfolios sind alle
Portfolios Wertpapierportfolios, die bei einem Kraftwerksportfolios, die bei einem
gegebenem Risiko die Rendite gegebenen Risiko die Rendite
Rendite
maximieren maximieren
Risiko
Quelle: Harry M. Markowitz (Portfolio Selection); goetzpartners6_Ermittlung des effizienten Portfolios 2025
Rendite-Risiko-Profil für Neubaukraftwerke (2025)
Attraktive Eigenkapitalrenditen für Kraftwerks-Neuinvestitionen nur bei Wind und Braunkohle gegeben
Investitionsportfolio
Kraftwerksportfolios zur Schließung der Lücke ROE Range
@20 % ROE
16%
[€] [GW]
14% C 100% 33,9
84% Wind 100%
35% 30% > 25%
30% Braunkohle HKW 13,2
25% 56% B (39%)
4% 56%
20% Braunkohle DKW
65% 10-25%
15%
Solar
Rendite: ROE[1] [%]
10% 12% 14,1
5% 19% Steinkohle HKWErmittlung des effizienten Portfolios 2025_7
Regelenergiebedarf (2025)
Zusätzlicher Bedarf an 19 GW Regelenergie in 2025 sind durch GuD-Kraftwerke zu kompensieren
Simulation Regelenergiebedarf 2025 Regelenergie 2025 Anpassung Zubau
[GW] [GW] [GW]
60000
60.000 47,4 33,9 33,9 55,0
50000
50.000
19,2 10,7
13,2 (31%)
40000
40.000 Starke Fluktuation 29,8 28,2 (39%)
im Peakload 31,2
86,64%
30000
30.000 10,4 (57%)
1,5 SD[2]
20000
20.000 Fluktuation
in der Mittellast 17,6 17,9
10000
10.000 14,1 19,2
(42%) (57%)
6,68%
Regel- Vorhan-
0 0 19,4
bedarf[3] dene
(35%)
1
627
1253
1879
2505
3131
3757
4383
5009
5635
6261
6887
7513
8139
Regel-
-10000
-10.000 kapazitäten 6,6
Geringe Fluktuation (19%) 4,0
-20000
-20.000 in der Grundlast 4,4
Zubau Adjustierter Elektrische
-30000
-30.000
nach Zubau Netto-
Portfolio- leistung
-40000
-40.000 theorie
Zu deckender Energiebedarf durch fossile KW Erdgas Steinkohle
Mittelwert (26,0 GW) Abdeckbar mit Grundlastkapazitäten (8,4 GW[1]) Nettoengpassleistung
[1] Inkl. Revisions- und störfallbedingter Reserveleistung [2] 1,5 Standardabweichungen: Wahrscheinlichkeit einer Abschaltung von Grundlastkapazitäten bei 6,68%
[3] Ohne Berücksichtigung von Energiespeichern
Quelle: goetzpartners8_Ermittlung des effizienten Portfolios 2025
Kraftwerkspark und Vergleich Investitionen und Renditen
Zubauten haben eine durchschnittliche Rendite von knapp 15 % auf das eingesetzte Eigenkapital
Gesamtportfolio 2010 vs. 2025 Zubau: Investitionen (EK) und Renditen (ROE)
[GW] [%]; [Milliarden €]
102,1 88,2 143,8 180,5
100% 8,7
3,8 2,2 5,8 5,7 40%
2,4 4,7 5,1 31,9%
5,5 1,9 5,4 30% 26,4%
2,4 18,2
EE
38% 48,9 EE 20%
21,1 16,1
26,5 68% Ø 14,8%
0,4 10%
2,4
0%
25,3 21,1
29,6 59,4 -10%
25,3 -20%
0,4
19,4 -30%
17,9 29,6 -31,2%
19,4 -40%
20,4 17,9
10,6 20,4 Gesamt- Wind: Braunkohle: Erdgas:
10,6 investition 41,0 Mrd € 8,6 Mrd € 17,5 Mrd €
2010 2025 2010 2025 für 55 GW
elektrische
Nettoleistung
Nettoengpassleistung Elektrische Nettoleistung[1]
Gesamtinvestitionen inkl. geplanter Zubau Netzausbau und EEG-Umlage in Höhe von über 200 Mrd. Euro notwendig
Biomasse Wasser Solar Wind Öl Erdgas Steinkohle Braunkohle Atom
[1] (el. Bruttoleistung ./. Eigenverbrauch); Kraftwerke Deutschland > 100MW elektrische Bruttoleistung
Quelle: goetzpartnersErmittlung des effizienten Portfolios 2025_9
Implikationen auf Strompreisbildung
Langfristig wird durch die zeitweise vollkommene Deckung des Strombedarfs durch EE der
Preisbildungsmechanismus der Merit Order außer Kraft gesetzt werden
Hochrechnung bis 2040 Preisbildung Neuordnung der Großhandelspreise
Variable
Anteil EE 18%
32% Kosten
an Netto- Option 1
Fossil 62% Last
Leistung Rückkehr zur Strompreisbildung über
[GW] Vollkosten zzgl. Margenaufschlag
82%
68%
EE 38%
Preis?
Option 2
Preisbildung über Höhe der
1.800 Einspeisevergütung für EE
Zeiten
voll-
ständiger
Last-
• Preisbildungsmechanismus der Merit Option 3
deckung
Order wird sukzessive außer Kraft Preisfestsetzung durch den Staat
durch EE 300 gesetzt
[h] ~50
• Neuinvestitionen können langfristig
nicht über die Preisfindung refinanziert
Ist Simu- Prog-
werden
2010 lation nose
2025 2040
Wie sollten sich Energieversorger in diesem komplexen Pokerspiel verhalten?
Quelle: goetzpartners10_Ermittlung des effizienten Portfolios 2025
Strukturierung des Portfolios 2025 und Ableitung von Grundtypen
Investitionsalternativen für Energieunternehmen lassen sich in vier Grundtypen einteilen
Gesamtportfolio 2025 Grundtypen der Investitionen
Geringe CO2 Emission Hohe CO2 Emission
Wind
35%
30% Braunkohle HKW
Gewinn-
25% CO2 Emission
zone
20% Braunkohle DKW
15%
Solar
Rendite: ROE[1] [%]
10%
EE Braunkohle
5% Steinkohle HKW
0%
5% € Effekt
Verlustzone
-10% Steinkohle DKW
-15%
Erdgas Steinkohle
-20%
-25%
-30% Erdgas GuD
-35%
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14 0,16
Risiko: Standardabweichung ROE
[1] ROE:= (Strompreis ./. Grenzkosten ./. Kapitalkosten ./. Afa) : ø gebundenes Eigenkapital
Quelle: goetzpartnersImplikationen für Energieversorger_11
Spielregeln für EVU im Erzeugungs-Poker
Im Pokerspiel um den Erzeugungsmix der Zukunft sind EVU bestimmten Spielregeln unterworfen
• Strukturiertes Investitions- • Notwendige Investition in
management zur Realisierung EE BK Gas oder Speicher zur EE BK
eines renditeoptimierten, Big Deckung des Regelenergie-
Raise regelbaren Portfolios bedarfs
Blind
• Einnahme einer offensiven Gas SK • Kaum Renditechance, aber Gas SK
First-Mover-Position zukünftige Investitionen in EE
Im Folgenden näher betrachtet abgesichert
Speicher Speicher
• Nachahmen der • Abwarten was passiert
Investitionsstrategien von EE BK (Atomdebatte, EE BK
Wettbewerbern Einspeisevergütungen etc.)
Call Check
• Verspielen des First-Mover- • Verspielen des First-Mover-
Vorteils Gas SK Vorteils und Einnahme einer Gas SK
defensiven Rolle
Speicher
• Renditemaximale Investi- • Langfristiger Ausstieg aus
tionen in Windenergie ohne EE BK der Stromerzeugung in EE BK
Regelenergiezubau Deutschland
All in Fold
• Spekulation auf langfristige • Möglichkeit zur Mitnahme von
EE-Förderung und Schließung Gas SK Renditen bestehender Gas SK
der Regelenergielücke durch Kraftwerke
andere
Die Handlungsempfehlungen gilt es je nach Spielregel individuell auszugestalten
Quelle: goetzpartners12_Implikationen für Energieversorger
Beispiel RAISE-Option
Je nach Bestandsportfolio ergeben sich für Energieversorger unterschiedliche Normstrategien,
um das Zielportfolio für die RAISE-Option zu realisieren
Spielregel und
Investoreigenschaft Bestandsportfolio Zubauportfolio Normstrategie
Zielportfolio
Bezogen auf Regelzone
Der "Flexible" Fokus auf Rendite-
Kombination vorhan- EE BK EE BK steigerung durch
Raise dener Regelenergie mit Investition in EE und
Renditebringern Braunkohle-
Gas SK Gas SK kraftwerke
EE BK Der "Tradierte" Fokus auf Risiko-
Variation von Rendite- EE BK EE BK reduktion durch
bringern und deren Investition in EE und
Gas SK Absicherung Erdgas
Gas SK Gas SK
Der "Ökologische" Fokus auf Deckung
Kombination vorhan- EE BK EE BK der Grundlast und
dener EE mit Braun- Ausgleich der EE-
kohle und Regel- Schwankungen
energie Gas SK Gas SK
Quelle: goetzpartnersImplikationen für Energieversorger_13
Empfehlungen für Akteure im Kraftwerksumfeld
Unterscheidung erfolgt nach existierenden Kraftwerken und Neuinvestitionen
Existierendes Kraftwerks-Portfolio Neuinvestitionen
EVU mit eigenen • Kritische Überprüfung der Laufzeiten existierender • Optimierung gemäß Kraftwerks-Pokerspielregeln
Kraftswerks- Kraftwerke, speziell von Gaskraftwerken zur • Neuausrichtung der Investitionskriterien auf
kapazitäten Verlängerung Portfoliobasis
• Tausch von Kraftwerkskapazitäten zur Optimierung • Validierung von Speicheropportunitäten als
gemäß „RAISE-Option“ Alternative zu Gaskraftwerken
EVU, die an • Kritische Überprüfung des Exits zum jetzigen • Investitionen in Kraftwerkskapazitäten zur
Kraftwerken anteilig Zeitpunkt Risikominimierung des Gesamtportfolios bei
beteiligt sind • Validierung des Tausches von adäquater Rendite
(„Kraftwerks- Kraftwerkskapazitäten, um Risiko zu minimieren • Überprüfung von Investitionen in Kraftwerks-
scheiben“) Portfolios („Fond“)
Unternehmen, • Kritische Überprüfung des Exits zum jetzigen • Neuausrichtung der Kraftwerksprojekte hinsichtlich
die Kraftwerke Zeitpunkt klarer Rendite/Risiko (analog Assetklassen in
projektieren und • Validierung des Tausches von Finanzbereich)
Anteile anbieten Kraftwerkskapazitäten, um Risiko zu minimieren • Gestaltung von Kraftwerke-Fonds analog zu
Aktienfonds, um klares Rendite/Risiko-Profil zu
gestalten.
Quelle: goetzpartners14_Implikationen für Energieversorger
goetzpartners Expertise
goetzpartners berät mit profunder Expertise und umfangreichen Tool-Sets seit mehreren Jahren
Unternehmen der Stromerzeugung
goetzpartners Expertise Beispiele
Kraftwerks- • Profunde Expertise in der Simulation und
expertise Analyse zum Thema Kraftwerke
Marktentwicklungen und Hochlaufkurven
Machbarkeitsstudien Kraftwerksneubau
Wirtschaftlichkeitsanalysen von Kraftwerken
(fossil und erneuerbar)
Auslastungsanalysen
Fernwärme
Bewährte • Tools und Datenbanken, die kundenindividuell
Tools ausgestaltet werden können; u.a.
Kraftwerksdatenbank
Merit-Order-Simulationsmodell
Portfolioanalysemodell für
Kraftwerksinvestitionen
Globales Simulationsmodell zur Entwicklung
der Kraftwerkskapazitäten
Quelle: goetzpartnersAppendix_15 Appendix
16_Appendix
Vorgehensweise zur Bestimmung des effizienten Kraftwerksportfolios
Auf Basis von Rendite, Risikobereitschaft des Investors und technischen Aspekten wird das effiziente
Kraftwerksportfolio iterativ bestimmt
A Simulation von Rendite (ROE) B Ableitung der Effizienzkurve C Validierung des Neubauport-
und Risiko[1] und bevorzugtes Neubauportfolio folios unter technischen Aspekten
• Abbildung einer initialen Merit Order • Rückgekoppelter[3] iterativer Zubau • Ermittlung des zusätzlich notwendigen
(Startpunkt) und Modellierung eines eines effizienten Kraftwerks- Regelenergiebedarfs aufgrund der
Basisszenarios zur Füllung der portfolios zur Füllung der Netto- EE-Einspeiseschwankungen
Netto-Versorgungslücke[2] Versorgungslücke • Ggf. Adjustierung des effizienten
• Simulation der Auslastungs- • Wiederholte Berechnung der Neubauportfolios nach Markowitz
schwankungen aller Kraftwerke Rendite/Risiko Konstellationen der durch Regelenergiebedarf
durch Einspeiseschwankungen der einzelnen Kraftwerke • Berechnung der Rendite/Risiko
Erneuerbaren Energien • Ableitung der finalen Effizienzkurve Konstellationen des adjustierten
• Berechnung der Kraftwerksrenditen sowie Bestimmung des bevorzugten Neubauportfolios
(ROE) und des Risikos durch Neubauportfolios auf Basis der
Renditeschwankungen auf 15 Risikobereitschaft des Investors
Minuten Basis für 2025 n
µPF xPF ,i µi
i 1
Regelenergiebedarf
Effiziente
Portfoliorendite (µ)
Rendite (ROE)
Risiko/Rendite-
Konstellationen
ROE
n n
2
PF cov
i 1 j 1
ij x PF , i x PF , j Min !
Risiko (Varianz) Portfoliorisiko (σ) Stunden
[1] Simuliert auf 15-Minuten-Basis für das Jahr 2025 [2] Proportionale Füllung der Netto-Versorgungslücke auf Basis des in 2025 bestehenden Kraftwerksparks (~54 GW)
[3] Ergebnisse eines Iterationsschrittes werden als Ausgangswerte des jeweils nächsten Schrittes genommen
Quelle: goetzpartnersAppendix_17
Annahmen zu energiewirtschaftlichen Sachverhalten
Bei der Nutzung der Portfoliotheorie für Kraftwerksinvestitionen sind energiewirtschaftliche
Sachverhalte zu berücksichtigen
Energiewirtschaftliche Sachverhalte Annahmen im Modell
Solar nur tagsüber aktiv sowie positive Korrelation mit Lastgang Glättung Extremausschläge Solar bei Nacht
Theoretische Kapazität für Solar Orientierung an Zubauprognosen für Solar
Technische Abschaltbarkeit der Grund- und Mittellastkraftwerke und Risikomaß basiert auf der Varianz von Profit und Rendite –
damit verbundene negative Strompreise Überkapazitäten nicht gegeben
Profit eines Kraftwerkstyps hängt vom Erzeugungsportfolio ab Zirkuläre Beeinflussungen durch Iterationsverfahren berücksichtigt
Orientierung bei Teilung in realitätsnahe Kapazitäten an
Beliebige Teilbarkeit von Kraftwerkskapazitäten ist nicht gegeben
existierenden Kraftwerken
Politische Ziele haben maßgeblichen Einfluss auf Investitionen in
Modellannahmen basieren auf politischen Zielen 2011
Kraftwerkskapazitäten
Bis 2025 gibt es keine konventionellen und ökonomisch sinnvollen
Speichermöglichkeiten
Speichermöglichkeiten
Regionaler Strombedarf Regionaler Strombedarf wird nicht gesondert berücksichtigt
Es erfolgt kein signifikanter Ausbau der
Stromtransfer mit anderen Ländern
Nettotransmissionskapazitäten zwischen den Nachbarländern
Quelle: goetzpartners18_Appendix
ROE-Treiberbaum und Annahmen
Die Berechnung der Eigenkapitalrenditen basiert auf einer Vielzahl energiewirtschaftlicher Annahmen
für das Jahr 2025
ROE Treiberbaum Annahmen für 2025
Braunkohle Steinkohle Erdgas Wind[2] Solar[2]
Strompreis
Ø 63,2 im Modell simuliert Ø 90,2[3] Ø 105,3[3]
[EUR/MWh]
Brennstoff 15,4 116,0 0,37
[Einheit] €/tRBK €/tSKE €/m³
Wirkungsgrad
43-45 45-47 41-60
[%]
Return CO2 Kosten
27,9
Return [EUR/MWh] [EUR/t]
[EUR/MW] Tatsächliche spez. Emission.
0,8-1,0 0,6-0,9 0,2-0,5
vbh [h/a] [1] [t CO2/MWh]
var. Betriebsk.
6,4 4,2 1,6-1,5 25,2 3,3
[EUR/MWh]
FK-Zins 4,0
ROE [%] Afa [4]
41,1-43,3 28,8-43,3 16,0-30,0 65,8 61,1
[TEUR/MW]
Laufzeit
45 45 25-30 20 20
[a]
Eigenkapital-
30
Ø geb. EK anteil [%]
[EUR/MW] Investkosten
1,8-2,0 1,3-2,0 0,4-0,9 1,5 1,2
[Mio. EUR/MW]
[1] Technische Obergrenze bei 7.500 vbh für konventionelle Kraftwerke [2] Mix aus On- und Offshore bzw. Aufdach- und Freiflächenanlagen
[3] Förderungsaufschlag über dem Strompreis: Wind 27 €/MWh; Solar 42 €/MWh [4] Verteilung über Laufzeit pro Jahr je installiertem MW
Quelle: goetzpartnersÜber goetzpartners_19 Über goetzpartners goetzpartners ist ein führendes unabhängiges europäisches Beratungsunternehmen, das M&A-Beratung (Mergers & Acquisitions) und Management Consulting unter einem Dach kombiniert. Mit diesem einzigartigen Angebot berät goetzpartners Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette und schafft für sie nachhaltige Werte. Die Gruppe ist mit Büros in München, Düsseldorf, Frankfurt, London, Madrid, Moskau, Paris, Prag und Zürich sowie internationalen Kooperationen vertreten. goetzpartners Management Consultants berät schwerpunktmäßig in den Bereichen Strategie, Operational Excellence und Business Transformation. Fokus von goetzpartners Corporate Finance ist die Beratung bei Unternehmenskäufen, -verkäufen und Fusionen. goetzpartners ist „Hidden Champion“ 2009 in den Beratungssektoren Fusions-/Kooperationsstrategien, Finanzierungs- und Mergerstrategien sowie Post-Merger-Integration (Resultat der „Hidden Champion“-Studie 2009 von Prof. Fink in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin Capital). Industry Line Energy/Utilities Wir begleiten Unternehmen bei ihrem Wandel hin zu erneuerbaren Energien, der Steigerung ihrer Effizienz z. B. durch die Kombination von Wärme und Elektrizität, bei ihren Dezentralisierungsstrategien und auf ihrem Weg hin zur klimaneutralen Nutzung fossiler Brennstoffe. Auch Themen wie Smart Grids und Energiespeichersysteme haben wir auf unserer Agenda. Im Mittelpunkt steht dabei ein integrierter Ansatz, der strategische, operative und transaktionsbezogene Fragestellungen verbindet. Mit unserem tiefen Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge geben wir Energieerzeugern, Stadtwerken, Investoren und Anlagenherstellern neue Impulse. Disclaimer Diese Studie ist urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung, der Verleih sowie jede sonstige Form der Verbreitung oder Veröffentlichung auch auszugsweise bedarf der Zustimmung von goetzpartners. Diese Studie basiert sowohl auf eigenen Untersuchungen von goetzpartners als auch auf öffentlich zugänglichen Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Diese Quellen umfassen unter anderem Drittstudien, Presseartikel, Datenbanken und Unternehmensinformationen. Beim Verfassen dieser Studie hat goetzpartners die öffentlich zugänglichen Informationen auf deren Plausibilität untersucht und im Übrigen unterstellt, dass sie akkurat und vollständig sind, ohne dies von unabhängiger Seite verifizieren zu lassen. Soweit auf Informationen zu den Themen dieser Studie zurückgegriffen wurde, die teilweise nicht mehr aktuell und/oder unvollständig waren, hat goetzpartners diese um eigene Analysen und Annahmen ergänzt. Die eigenen Analysen und Annahmen für diese Studie wurden nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Analysen und Annahmen übernimmt goetzpartners keinerlei Gewähr. Es liegt in der Natur der Sache, dass die vorliegende Studie nicht die Umstände des jeweiligen Einzelfalls berücksichtigt. Sie kann daher weder die individuelle fachkundige Beratung noch eigene ausführliche Recherchen des Dritten ersetzen.
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