Landschaften - Orte der Malerei Seite 8 Die Sammlung im erweiterten Kunsthaus Seite 16 Wir haben Sie vermisst
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
MAGAZIN 3 · JULI 2020 CHF 8.–
Landschaften – Orte
der Malerei Seite 8
Die Sammlung im
erweiterten
Kunsthaus Seite 16
Wir haben Sie
vermisst Seite 24Louis Soutter. Hôtes de roulotte. 1937–1942. Tusche auf Papier (Fingermalerei). 65 × 50 cm. AUKTIONEN: 3. – 4. JULI 2020 Impressionismus & Klassische Moderne Postwar & Contemporary · Schweizer Kunst Koller Auktionen · Hardturmstrasse 102 · 8031 Zürich Kataloge online: Tel. +41 44 445 63 63 · office@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch
EDITORIAL 3
Liebe Besucherin,
lieber Besucher
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht – aber nach langen Wochen, in denen wir täglich viele
Stunden vor Bildschirmen und an Telefonen verbracht haben, ist es gut, dass das analoge
Leben wieder seinen Lauf nimmt. Deshalb freuen wir uns, dass es gute Nachrichten
gibt vom Heimplatz: «Die wilden Zwanziger» nehmen Fahrt auf.
Die Situation traf uns nicht unvorbereitet. Wir hatten seit Anfang Februar einen
Einsatzplan und einen Stab für die sich abzeichnende Entwicklung und waren innerhalb
weniger Stunden bereit für einen grundlegenden Wechsel unserer Arbeitsbedingungen.
Während der achtwöchigen Schliessung für die Öffentlichkeit gingen deshalb unsere
Projekte zielstrebig und ohne grosse Verzögerungen weiter, auch wenn viele von uns ihren
Arbeitsplatz vorübergehend wechselten.
Ich bin durchaus stolz, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die besondere
Situation gemeistert haben, sodass die Wiederöffnung unter neuen Vorzeichen gelungen
ist. Wir haben uns vor und hinter den Kulissen gut auf diesen Moment vorbereitet,
und Sie können das Kunsthaus fast ohne merkliche Einschränkungen besuchen. Auch
wenn wir nicht alles mit Gebots- und Verbotsschildern zugepflastert haben, so gibt es nach
wie vor klare Regeln, und wir vertrauen darauf, dass sich unsere Besucherinnen und
Besucher daran halten.
Es wird gelingen, dass alle Ausstellungen und Neupräsentationen ohne merkliche
Veränderung, wenn auch mit gewissen zeitlichen Anpassungen, durchgeführt werden
können, allen voran die Grossprojekte «Schall und Rauch. Die
wilden Zwanziger» und «Im Herzen wild. Die Romantik in der
Schweiz», die mit Spannung erwarteten Ausstellungen zu Kader
Attia und Ottilie W. Roederstein und natürlich die Neupräsentation
zu Alberto Giacometti in der Sammlung. Sogar unseren sehnlich
erwarteten Ball «The Roaring Twenties» wird es geben (für den
neuen Termin lassen wir uns noch etwas Zeit). Sie finden viele neue
Daten in diesem Magazin und laufend ergänzt auf unserer Website.
Wir danken für Ihre Geduld während der unfreiwilligen Auszeit.
Für unsere Mitglieder haben wir einige Angebote zur Kompensation
bereit, die Sie weiter hinten im Magazin finden. Danke für Ihren
vielfachen, ermunternden Zuspruch per Brief und E-Mail in den
letzten Wochen, das hat uns gutgetan und geholfen. Wir haben Sie
wirklich vermisst, und umso grösser ist die Freude, dass wir Sie
im Kunsthaus wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten begrüssen
dürfen. Unsere Geduld wird belohnt. Seien Sie alle willkommen!
Herzliche Grüsse
Ihr Christoph Becker
Foto © Severin Jakob
Cover: Bernardo Bellotto, Veduta di Gazzada, 1744 (Detail)
Öl auf Leinwand, 69,5 × 90 cm
Kunsthaus Zürich, Stiftung Betty und David Koetser, 19864 ANZEIGEN
O b e r d o r f s t r a s s e 1 3 . 8 0 0 1 Z ü r i c h . w w w. s t e f i t a l m a n . c h
Zurich, Switzerland
Fine shoes and leathergoods, designed in
Thurgauer Köpfe
29.2.– 6.9.2020 Frauen erobern die Kunst
6. Juni bis
18. Oktober 2020
museenthurgau.ch
Medienpartner
Kunstmuseum Thurgau
Kartause Ittingen
Thurgauer Köpfe: ein Thema – sechs Museen
Carl Spitzweg, Der arme Poet, 1838, PrivatbesitzGALERIE KORNFELD • BERN
KENNERSCHAFT UND TRADITION SEIT 1864
FERDINAND HODLER Thunersee mit Eiger Mönch und Jungfrau. Um 1882
Öl auf Leinwand. 22 × 27 cm. Bätschmann / Müller 109. Auktion September 2020
AUKTIONEN 17. UND 18. SEPTEMBER 2020
AUKTIONSAUSSTELLUNGEN Galerie Kornfeld
Auktionen AG
ZÜRICH, TITLISSTRASSE 48 BERN, LAUPENSTRASSE 41 Laupenstrasse 41
Postfach
2. bis 4. September, 13–19 Uhr (Auswahl) 10. bis 16. September, 10–18 Uhr
CH-3001 Bern
Tel. +41 (0)31 381 46 73
Kataloge online und auf Bestellung galerie@kornfeld.ch
erhältlich ab Mitte August www.kornfeld.ch6 GUT ZU WISSEN
KULTURNEWS
Zürich für Kinder
Mit dieser Publikation lässt sich die Stadt mit
Kinderaugen erleben und entdecken. Spielerisch
suchen Gross und Klein nach Gold, sind tapferen
Stadthelden auf der Spur oder erfahren, wie
das Pferd aus Granit auf den Manessebrunnen
gekommen ist. Darüber hinaus
bietet der Führer praktische
Informationen und wichtige
Tipps in den Kapiteln Kultur,
Ausflugsziele, Spiel u.a.
www.kinderfuehrer.ch
Foto © Franz Kasperski
MITGLIEDER
Schreiben ist Kunst KULTURNEWS
Provenienzforschung
Schreiben ist eine traditionelle Handwerkskunst. Lassen
Sie sich im Rahmen einer Führung durch die Sammlung
vernetzt
inspirieren und lernen Sie anschliessend, wie Sie Dieses Frühjahr wurde der Schweizerische
Ideen und Fantasien festhalten, Geschichten erzählen Arbeitskreis Provenienzforschung ge
und Ihren eigenen Schreibstil kreativ bereichern. gründet. Der Arbeitskreis verfolgt das Ziel,
den Austausch zwischen Wissenschaft-
Do 27. August, 17.30 – 20 Uhr und Sa 5. September, 14 – 16.30 Uhr.
Für Mitglieder der Kunstgesellschaft: CHF 29.– (anstelle CHF 39.–).
ler/innen aller Sprachregionen der Schweiz
Das Angebot beinhaltet eine Führung in der Sammlung (60 Min.) über Provenienzforschung in der Schweiz
und eine Schreibwerkstatt unter professioneller Anleitung zu stärken und das Forschungswissen
von Franz Kasperski, Lehrbeauftragter für Kreatives Schreiben institutionenübergreifend auf nationaler
und Mitinhaber der «GeschichtenBäckerei» (90 Min.).
und internationaler Ebene zu teilen. Das
Anmeldung und Informationen:
www.kunsthaus.ch in der Agenda beim jeweiligen Datum Kunsthaus freut sich, mit Joachim Sieber
den hauseigenen Provenienzforscher
im Vorstand des Arbeitskreises zu wissen.
www.provenienzforschung.ch
SHOP
Ab in den Wald!
Bei unserer neusten Eigenkreation haben wir uns für den
ewig lockenden und so erfrischend grünen Eichenwald
von Robert Zünd entschieden – ein Lieblingsmotiv unserer
Sammlung! Mit dieser Tasche tragen Sie Ihre wichtigsten
Sachen in einem schönen Stück Natur und tun erst noch
etwas Gutes für die Umwelt. Das verwendete Gewebe
ist ein Recyclingprodukt und wird aus alten PET-Flaschen
hergestellt. Eine Zusammenarbeit mit Francesco Rossi.
Tasche «Zünd»
CHF 49.– / Mitglieder CHF 44.10 /
Mitglieder PLUS CHF 39.20GUT ZU WISSEN 7
KULTURNEWS
Art Memory
Die Graphische Sammlung der
ETH Zürich lädt Sie zum Spielen
ein. Entdecken Sie Kunstschätze
vom 15. Jahrhundert bis heute
im «Art Memory». Wer findet
am schnellsten die zusammen-
passenden Bildpaare von
Highlights der Kunstsammlung?
Gegner ist die jeweils beste Zeit.
Spielen: gs.ethz.ch/memory
Skizze zur Installation von Kader Attia, © 2020 ProLitteris, Zurich
OBJEKT DER BEGIERDE
Remembering
the Future
Im letzten Magazin haben wir die Ausstellung mit Kader
Attia, «Remembering the Future», angekündigt. Aufgrund
der aktuellen Ereignisse mussten wir diese nun auf Franz Gertsch, Ohne Titel (liegende
Halbfigur), 1969 und Caspar Wolf, Unterer
den Spätsommer verschieben (21.8. – 15.11.20). Doch der Grindelwaldgletscher mit kleinem
Künstler arbeitet zurzeit mit Hochdruck an der Ausstellung Schreckhorn, 1774 –1777 (Details)
und der neuen Videoinstallation, die im Kunsthaus Premiere
feiern wird. Die Arbeit thematisiert die viel diskutierte
Frage der «Restitution» nicht-westlicher, insbesondere
afrikanischer Artefakte. Kader Attia arbeitet dafür eng mit MITGLIEDER
verschiedenen Spezialisten und Institutionen zusammen,
u.a. mit dem berühmten Musée du quai Branly in Paris, das
Online-Shopping
ihm Zugang gewährt zu seiner hochkarätigen Sammlung im Kunsthaus
aussereuropäischer Kunst. Doch auch in Frankreich Unter der Adresse shop.kunsthaus.ch finden
mussten alle Museen schliessen, was eine Zusammenarbeit Sie unseren Online-Museumsshop. Neben
natürlich erheblich erschwert und verzögert. Da kommen einer Auswahl eigener Publikationen
die zusätzlichen paar Monate bis Ende August gerade und Plakaten finden Sie dort auch attraktive
richtig. Die Skizze lässt schon erahnen, wie eindrücklich Geschenkideen des Kunsthauses und
die neue Installation sein wird. Verpassen Sie also die ausgewählte Bestseller aus unserem Shop-
Sortiment. Als Mitglied der Kunstgesellschaft
Ausstellung nicht!
haben Sie auch im Online-Museumsshop
einen Rabatt von 10 % (Rabattcode: Kunstge-
sellschaft). Übrigens: Ab sofort können Sie
Tickets für Führungen und sonstige Veranstal-
tungen auch bequem von zu Hause aus buchen.
shop.kunsthaus.ch8 AUSSTELLUNGEN
Landschaften
Orte der Malerei
Die Ausstellung präsentiert
anhand von rund 60 Gemälden
die Entwicklung der
Landschaftsmalerei seit dem
15. Jahrhundert.
17. Juli – 8. November 2020
KURATOR Philippe BüttnerAUSSTELLUNGEN 9
Claude Lorrain
Pastorale avec l’Arc de Constantin, 1648
Öl auf Leinwand, 98 × 147,5 cm
Kunsthaus Zürich, Geschenk des Holenia Trust
im Andenken an Joseph H. Hirshhorn, 199610 AUSSTELLUNGEN
Literatur und Malerei haben unsere Vorstellung von Kunsthaus gehören oder dort aufbewahrt werden, erfahr-
Landschaft geformt. Denn Landschaft war nicht immer bar zu machen. Landschaft mussten die Maler im späten
Landschaft. Lange galt sie eher als Wildnis, und zwar Mittelalter erst mal wieder neu erfinden. Zwar hatte es
auch noch viele Jahre nach der «Erfindung der Land- bereits in der Antike bedeutende Landschaftsmalerei
schaft» durch den Dichter Petrarca. Er hatte bereits um gegeben (breiter bekannt wurde sie namentlich ab dem
die Mitte des 14. Jahrhunderts in einem Brief seine Be- 18. Jahrhundert durch die Funde aus Pompeji und Her-
steigung des Mont Ventoux in der Provence beschrieben culaneum), aber im Mittelalter brach diese Tradition ab.
und darin dieser zuvor als feindlich geltenden Bergwelt
neu einen eigenen Wert beigemessen. Später kletterte BIBLISCHES IN SZENE GESETZT
Goethe auf den Gotthard, denn das Erhabene wurde in Landschaft gab es in der grossformatigen Malerei zu-
luftiger, gerne wilder Landschaft vermutet. nächst nicht für sich allein. Man setzte sie ein, um den
Auch im Bereich der Kunst ist die Entwicklung dessen, Betrachtern das Geschehen von biblischen Szenen näher
was wir Landschaftsmalerei nennen, ausserordentlich zu bringen. So zeigt der anonyme Meister der Münchner
interessant. Die hier vorgestellte Ausstellung macht sich Marientafeln auf seiner für einen sakralen Kontext ge-
zum Ziel, diese Entwicklung anhand von Werken, die dem malten Darstellung der Geburt Christi aus der Mitte des
Joachim Patinir und Werkstatt
Landschaft mit dem Heiligen Hieronymus, um 1520
Tempera auf Eichenholz, 25 × 34 cm
Kunsthaus Zürich, Ruzicka-Stiftung, 1949AUSSTELLUNGEN 11
15. Jahrhunderts Bethlehem als kalten, winterlichen Ort.
In der am Rand sichtbaren Landschaft liegt Schnee und
Eiszapfen hängen vom Dach des Stalls herab. Über der
Landschaft erhebt sich aber noch immer der sakrale
Goldgrund. Demgegenüber gibt der jüngere Berner Nel-
kenmeister um 1500 dem Landschaftlichen schon mehr
Raum: Wir sehen den in seine Lektüre vertieften Johan-
nes der Täufer, links und rechts von ihm sind Felsen zu
sehen und hinter ihm (unter einem nun blauen Himmel)
ein grossartiger Wald samt Hirsch und Hirschkuh. Land-
schaft gilt hier noch als wilder Ort, wo niemand leben will
und wo der Heilige, der den sinnlichen Anfechtungen der
Welt entfliehen will, seine Ruhe hat. Er betrachtet die
Natur um ihn herum gar nicht, aber der Maler schon, und
der zeigt sie uns mit grosser Freude.
AUS GOTTES PERSPEKTIVE
Im Jahr 1520 besuchte der deutsche Renaissance-Künst-
ler Albrecht Dürer in Antwerpen seinen flämischen Kol-
legen Joachim Patinir und sagte danach, dieser sei «ein
gut Landschafft mahler». Damit taufte Dürer ein neues
Genre der Kunst. Patinir malte sogenannte «Weltland-
schaften», weite Räume, von oben, gleichsam aus Gottes
Perspektive gesehen, die sich hinten in blauer Ferne
verloren und dazu dienten, dass man darin, mehr oder Der jüngere Berner Nelkenmeister
Johannes der Täufer in der Wüste, um 1500
weniger klein, biblische Geschichten oder Heiligenlegen- Tempera auf Holz, 109 × 126,5 cm
den erzählen konnte. Und zwar, wie «Landschaft mit dem Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, 1922
Heiligen Hieronymus» (1520), oft mehrere Szenen in
einer Landschaft, die somit als Zeitspeicher fungierte.
Die Präsenz der Landschaft als Thema war nun unüber-
sehbar. In der gleichen Zeit entstanden in Deutschland
(Albrecht Altdorfer) und Italien (Tizian, ein entspre- lung Knecht eine vorzügliche Gruppe solcher mit Figuren
chendes, ihm zugeschriebenes Werk hängt in der Ausstel- belebten Landschaften Jan Brueghels. Sie sind alle in der
lung) erste unabhängige, kleinformatige Landschaftsbil- Ausstellung zu sehen und staunenswert.
der. Also solche, in denen die Landschaft selber das
Hauptthema war. NATUR ALS «ZWEITE BIBEL»
Nach den Flamen kamen die Holländer des 17. Jahrhun-
BERÜCKENDE PRÄSENZ derts. Als protestantische Kultur hielten sie zumeist
Ansonsten aber bleibt Landschaft lange v.a. ein nieder- wenig von Bildern mit der Darstellung religiöser Szenen.
ländisches Thema. Pieter Bruegel etwa, nach Dürer im Sie malten dafür die Natur als «zweite Bibel», und in
16. Jahrhundert der wohl bedeutendste Künstler des dieser Bibel war die Landschaft nun von einer realisti-
Nordens, verlieh der Landschaft in seinen Bildern eine schen Atmosphäre erfüllt. Keine in Bläue sich verlieren-
ganz neue, berückende Präsenz. Sein Sohn Jan Brueghel den Weltlandschaften mehr, man sieht ziehende Wolken-
der Ältere, der wichtigste Landschaftsmaler um 1600, felder, graue Himmel, einzelne Sonnenstrahlen, man
schuf im frühen 17. Jahrhundert als einer der Ersten spürt den massiven Wind, der an den Schiffen zerrt.
Landschaftsgemälde, bei denen von einer kontinuierli- Manchmal zeigen diese Künstler (und Künstlerinnen,
chen Raumentwicklung von einem belebten Vordergrund etwa Margareta de Heer) Landschaft einfach als einen
bis in die weite Ferne gesprochen werden kann. Ein neu entdeckten Raum des Offenen, den der Mensch auf-
schönes Beispiel im Kunsthaus – im Übrigen thematisch grund des Könnens des Malers mental durchschreiten
ausserhalb des religiösen Kontextes – ist «Landstrasse kann. Manchmal aber enthalten diese Landschaften
mit Reisenden und Wirtshaus» von 1611. Das sind gross- tiefergehende Botschaften. Wenn zum Beispiel der grosse
artige Bilder, wo etwas Neues formuliert wird. Sie sind Jacob van Ruisdael in «Die Bleichen von Haarlem»
übrigens winzig klein. Die Weite musste erst im Kleinen (1670/75) in der Ferne die Stadt Haarlem zeigt, darüber
gewagt werden. Das Kunsthaus beherbergt aus der Stif- einen riesigen Himmel, über den Wolken dahinjagen, und
tung Koetser und als Teil der Dauerleihgabe der Samm- wenn dort in der Bildmitte unerschütterlich die grosse12 AUSSTELLUNGEN
4
St.-Bavo-Kirche thront und Land und Himmel verbindet, kristallinen Licht des Nachmittags. Er malt einen Mo-
dann kann das ein Hinweis des Künstlers sein, dass es ment, oder besser gesagt seine Wahrnehmung dieses
neben der Welt der Natur, die sich ewig wandelt, etwas Augenblicks, den er mit seinem Bild verewigt. Von diesem
Dauerhaftes gebe. Landschaft ist nun ein Raum, in dem Momentanen gehen wichtige Brücken hin zum späten
das Welterleben des Menschen geschildert und erfahrbar 19. Jahrhundert, namentlich zu Segantini.
gemacht wird. Wir erkennen in diesen Bildern unsere In der Ausstellung ergeben alle diese grossartig schöp-
Präsenz auf der Welt. ferischen Stufen der Entwicklung der Landschaftsmale-
rei ein Archiv des Sehens und Darstellens des lebendigen
EIN ARCHIV DES SEHENS Raumes, in dem wir leben. Am Ende stossen wir noch auf
Grossartig dann die Italiener im 17. und 18. Jahrhundert. ein paar Gemälde jener legendären frühmodernen Neu-
Domenichinos «Landschaft mit Taufe Christi» entstand erer, die die grössten Bewunderer der Landschaften der
um 1603, in der gleichen Zeit wie Jan Brueghels Land- Alten Meister waren und sehen sie mit neuen Augen:
schaften. Dort fliesst direkt hinter dem Taufgeschehen Segantini, van Gogh, Monet …
der Jordan mächtig mäandrierend in eine ferne, verdun-
kelte Landschaft. Unsere Emotionen werden geweckt,
und ohne es zu bemerken folgen wir dem Gang des Flus-
ses in die Raumtiefe, was hier zugleich das Wirken des PUBLIKATION
Taufgeschehens in der Tiefe der Zeit hinein meint. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Verlag
Und dann Bernardo Bellotto: 1744 malt er ein lombar- Scheidegger & Spiess). Er dokumentiert den
disches Dorf. Es heisst Gazzada und existiert noch im- Forschungsstand zu den einzelnen Werken (Yves
Guignard) und enthält nebst einem einführenden
mer. Während sein Onkel Canaletto Venedig in seinen
Essay (Philippe Büttner) einen ausführlichen
prächtigen Bildern immer im perfekten, idealisierten neuen Text von Paul Joannides zum 2019 erworbenen,
Licht malte, geht Bellotto hin und zeigt uns Gazzada im Tizian zugeschriebenen Landschaftsbild.5
4 Jan Brueghel (I)
Landstrasse mit Reisenden
und Wirtshaus, 1611
Öl auf Kupfer, 26,5 × 37,9 cm
Kunsthaus Zürich, Stiftung
Betty und David Koetser, 1986
5 Jacob van Ruisdael
Die Bleichen von Haarlem,
um 1670/1675
Öl auf Leinwand, 62 × 55 cm
6 Kunsthaus Zürich,
Ruzicka-Stiftung, 1949
6 Domenico Zampieri,
genannt Domenichino
Paesaggio con battesimo
di Cristo, um 1603
Öl auf Leinwand, 122 × 170 cm
Kunsthaus Zürich, Stiftung
Betty und David Koetser, 198614 ANZEIGEN
© Sabine Klimpt
Kunstversicherung
Für Informationen wenden
Sie sich bitte an:
UNIQA Kunstversicherung Schweiz
Lavaterstrasse 85, CH - 8002 Zürich
Tel.:
+41 44 560 31 41
E-Mail: dolores.bernabeu@art-uniqa.ch
Tel.:
+41 44 560 31 42
Denk KUNST ist
E-Mail: jessica.stiburek@art-uniqa.ch
Tel.:
+41 44 560 31 43
E-Mail: sandrine.clement@art-uniqa.ch
eine LEIDENSCHAFT,
Tel.:
+41 44 560 31 44
E-Mail: sibylle.menti@art-uniqa.ch
wir
die gerne teilen.
http://www.art-uniqa.ch
1660_18_Inserat_Kunst_CH_181x122_abf.indd 1 04.09.18 11:13
Featured Artist: Chao-Hsien KuoANZEIGEN 15
Verlängerung bis 6. September 2020
Kunsthaus Zug
Kurt Seligmann, Emerald Rose, 1958, Kunsthaus Zug,
Dorfstrasse 27, 6301 Zug | www.kunsthauszug.ch
Di bis Fr 12.00 – 18.00 | Sa und So 10.00 – 17.00
Fantastisch Surreal
Die Sammlung
© 2020, ProLitteris, Zürich
—
Breton Duchamp Kiesler
Surrealistische Räume 1947
Der Rahmen
vollendet
das Bild
Aarberg | BE
Münchwilen | TG
Unterentfelden | AG
Zürich | ZH
www.boesner.ch
K U L T U R O R T g a L e R i e W e i e R Ta L
«alles im grünen Bereich?»
28. Mai - 13. September 2020 · Do-Sa 14-18h · So 11-17h
Objekte, kinetische-, audio- u. Videoarbeiten in Park u. galerie
Visualisierung «Delikatessen» Sylvia Geel
.Damit Ihr Miethaus.
Joëlle allet · Habib asal · Kathrin Bänziger · Brigitte Baserga · Ursula Baur · Johanna
Bossart · Verena Bühler · adrian Bütikofer · Veronika Dierauer · Sylvia geel · Sabina
.Miethaus bleibt.
gnädinger · Susan Honegger · Yvonne Huggenberger · Maria Knecht-Zemp · Brigitt Bei uns kann die Mieterschaft nach dem Kauf
Lademann · Vivi Linnemann · Manon · Mara Mars · Pius Morger · Lotte Müggler
Birgit Olzhausen · Urs Schmid · Martin Schwarz · Kathrin Severin · Marion Strunk u. Ihrer Liegenschaft bleiben. 043 322 14 14
ines Bauer · Hans Thomann · Ulti · Nicolas Vionnet · Heidy Vital · Michael von Brentano
Rosmarie von Scarpatetti · eva von Wartburg · Conny K. Wepfer · andre Willi
Sarah gasser, Dominik Heim, Karin Hofer, Ron Temperli, guido Vorburger
pwg.ch
galerie Weiertal · Rumstalstrasse 55 · 8408 Winterthur · galerieweiertal.ch Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen der Stadt Zürich16 SAMMLUNG
Vom Mittelalter
bis heute
Die Sammlung im erweiterten Kunsthaus
TE X T Philippe Büttner
Woraus setzen sich die Bestände in der Reihenfolge ihrer Einbeziehung in das Projekt: Die Samm-
lung der Fondation Hubert Looser (75 Werke, Abstrakter Expres-
zusammen, die ab Oktober 2021 im sionismus und anschliessende Strömungen sowie Arte Povera),
erweiterten Kunsthaus gezeigt die Sammlung Knecht (rund 50 niederländische Altmeisterge-
mälde), die Sammlung Merzbacher (65 Werke, v.a. Gemälde des
werden – und wie werden sie auf Expressionismus und Fauvismus).
die Gebäude verteilt? INHALTLICHE VERSCHIEBUNGEN IM MOSERBAU
Die Verteilung all dieser unterschiedlichen Einheiten und En-
sembles auf die Gebäude des erweiterten Kunsthauses ist kom-
plex. Den roten Faden bildet in allen Gebäudeteilen die Kunst-
haus-Sammlung. Ihre Präsentation folgt den grossen Epochen-
Grundelement der Präsentation ist weiterhin die reiche Kunst- Ensembles und Werkgruppen. Ziel ist allerdings wie bisher nicht
haus-Sammlung mit den bereits seit Langem in sie eingeglieder- ein chronologischer Kunstlehrpfad; das Hauptaugenmerk liegt
ten Beständen, etwa den Werken der Kunstfreunde Zürich oder vielmehr darauf, die Bestände dort zu zeigen, wo sie am besten
der Alberto Giacometti-Stiftung. Diese Grundbestände werden wirken und sich zu Schwerpunkten verdichten lassen. So bleiben
durch vier externe Sammlungen von ausserordentlicher Qualität die Alten Meister (samt der darin als separate Einheit gezeigten
ergänzt. Sie wurden alle bereits einmal in Form von Ausstellun- Sammlung Knecht) und wesentliche, nicht zuletzt Schweizer
gen im Kunsthaus gezeigt und kommen nun als langfristige Bestände der Kunst vom 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert im
Leihgaben ans Haus. Jeweils als Einheiten präsentiert, werden räumlich und atmosphärisch nuancierten Moserbau von 1910/25.
sie dort im Kontrast zu den Beständen des Hauses – die das In dessen ruhigen Erdgeschoss erhalten neu die Werkgruppen
Sammeln der Institution Kunsthaus vergegenwärtigen – private von Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Paul Klee sowie der
Weisen des Sammelns im 20. und 21. Jahrhundert erfahrbar geometrischen Abstraktion und der Naiven intime neue Räume.
machen. Hingegen werden die Impressionisten und Hauptströmungen
Am umfangreichsten ist die für das Projekt des Erweiterungs- der Klassischen Pariser Moderne um Henri Matisse, Pablo Pi-
baus von Anfang an ausschlaggebende Sammlung Emil Bührle casso und Robert Delaunay einerseits, sowie expressive Positio-
(170 Werke, v.a. Gemälde des Impressionismus). Dazu kommen, nen wie Edvard Munch und Oskar Kokoschka andererseits denSAMMLUNG 17
Kunsthaus-Sammlung
Grosse Ausstellungen mit Impressionismus,
Klassischer Moderne und
zeitgenössischer Kunst ab 1960
Mittelgrosse
PFISTER
Ausstellungen
MOSER
MÜLLER
CHIPPERFIELD
Verbindung
Kunsthaus-Sammlung
mit Giacometti, Surrealismus;
Kunst ab 1960
Sammlung Bührle
Sammlung Looser
Sammlung Merzbacher
Kunsthaus-Sammlung mit Alten
Meistern (inklusive Sammlung
Knecht) und Kunst 1800 –1930 mit
Schwerpunkt Schweizer Kunst
Interventionsräume
Kleine Ausstellungen18 SAMMLUNG
1. OG CHIPPERFIELD-BAU
«Interventionsraum» mit
wechselnder Bespielung
Expressionistische
Tendenzen 20. Jahrhundert Cy Twombly
Sammlung Looser /
Sammlung Kunsthaus
DADA
Video / Film
Sammlung Looser
Sammlung
Merzbacher Abstrakter
Expressionismus
Gegenwartskunst
Digitale Projekte
Gegenwartskunst
Moserbau verlassen. Sie kommen in den Erweiterungsbau, wo Werken der Pop Art (sowie deren Nachfahren) und Positionen
französische Kunst (Sammlung Emil Bührle) und expressionis- v.a. der amerikanischen Kunst von Minimal über Konzeptkunst
tische Tendenzen (Sammlung Merzbacher; in der Sammlung bis zu Installationen (Bruce Nauman, Jenny Holzer, Carl Andre)
etwa auch Georg Baselitz) Schwerpunktthemen sein werden. bestimmt. Im Erdgeschoss gibt es wechselnde Präsentationen
zur Gegenwartskunst.
EIN NEUANFANG IM MÜLLERBAU
Der Müllerbau von 1976 ist durch seine grosse räumliche Offen- VIELFALT IM CHIPPERFIELD-BAU
heit ein interessanter Ort für neuere, räumliche Installationen Und der Erweiterungsbau? Wie die Pläne zeigen, wird er vom
und Skulpturen. Hier wird neu das gesamte erste Stockwerk Kontrast zwischen dreierlei Bereichen leben: Solchen für die
Alberto Giacometti gewidmet sein, der im Kunsthaus mit den Sammlung, für die Dauerleihgaben und für Sonderausstellun-
Beständen der Alberto Giacometti-Stiftung und der Sammlung gen. Was die Sammlung angeht, so wird sie, über das Gebäude
in weltweit einmaliger Dichte vertreten ist. Ihm zugeordnet sind verteilt, mit kapitalen Beständen einen zeitlichen Bogen schla-
Künstlerinnen und Künstler, die zeitgleich mit ihm in Paris tätig gen, der auch die Epochen der hier gezeigten Dauerleihgaben
waren, oder sich nach ihm mit verwandten Themen beschäftig- umfasst: Impressionismus, Klassische Moderne, DADA, Kunst
ten: Surrealismus, École de Paris, Francis Bacon, Rebecca War- der Nachkriegszeit, Neuere und Gegenwartskunst (in all ihren
ren. Die beiden oberen Stockwerke des Müllerbaus werden von Formen, inkl. Installationen, Video, Film und digitalen Projek-SAMMLUNG 19
ten). Im zweiten Stock begegnet die Kunsthaus-Sammlung (mit Sammlung, denen in der Präsentation eine gewisse Ruhe ge-
Monets Seerosen als gemeinsamer Nahtstelle) der Sammlung gönnt werden soll, mit regelmässig wechselnden Inhalten und
Emil Bührle, und beide kontrastieren mit den dortigen wech- Formaten herausfordern und dynamisieren. Gefragt ist hier in
selnd bespielten Räumen für Sonderausstellungen. Im ersten erster Linie neue und neueste Kunst. Sie darf gerne «nicht-
Stock sind es die Sammlung Merzbacher und die Sammlung der kanonisch» sein. Und wenn es Kunst von Künstlerinnen ist,
Fondation Hubert Looser (letztere in direktem Kontakt mit umso besser. Apropos: Von Margareta de Heer (17. Jahrhundert)
Werken der Kunsthaus-Sammlung), mit denen sich die Bestände bis Sylvie Fleury, von Angelika Kaufmann bis Pipilotti Rist, von
des Hauses – hier mit markanter Präsenz nicht zuletzt der Ge- Sophie Taeuber-Arp bis Lungiswa Gqunta (* 1990): In dauerhaf-
genwartskunst – den Raum teilen. ter oder wechselnder Präsentation werden in allen Bereichen
des erweiterten Kunsthauses zahlreiche Werke von Künstlerin-
JENSEITS DES KANONS – KÜNSTLERINNEN nen zu sehen und zu erleben sein. Wir freuen uns darauf.
Ein konzeptuell neues Element sind die sogenannten «Interven-
tionsräume»: Über alle Gebäude ausser dem Pfisterbau (Bührle-
saal) verteilt, werden sie punktuell die grossen Ensembles der
2. OG CHIPPERFIELD-BAU
Variable Nutzung
(Ausstellungen oder Sammlung) Sammlung Bührle
Temporäre
Ausstellungen
Klassische Monet, Seerosen
Moderne Kunsthaus und Bührle
Impressionisten
Änderungen vorbehalten20 ERWEITERUNG Bitte berühren! TE X T Björn Quellenberg
ERWEITERUNG 21
Von Hand gefräste Betonbrüstungen, in
Länge und Breite beeindruckende Dielen
und Einbauten aus hochwertiger Eiche,
samtene Wandbespannungen und glän-
zendes Messing – so sinnlich wird die
Kunsthaus-Erweiterung! Auf www.kunst-
haus.ch finden Sie ein kurzweiliges Video
zur Materialisierung. Und mit etwas Glück
bekommen Sie noch einen Termin für die
vorläufig letzten Führungen über die Bau-
stelle. Denn von Ende Juli bis zur Schlüs-
selübergabe im Dezember gehört der
Chipperfield-Bau allein den Technikern
und Inspektorinnen.
ANSPRUCHSVOLLE
INBETRIEBS ETZUNG DES
GEBÄUDES
Noch ist die Haustechnik am Werk. Aber
sobald sie fertig ist, beginnen die Abnah-
men und integralen Tests, eine wichtige
Phase, die der Übergabe des Baus an die
Nutzerin vorausgeht.
Das neue Kunsthaus wird dabei auf
Herz und Nieren geprüft. Sind alle Leis-
tungen wie bestellt erbracht und funktio-
nieren diese im Zusammenhang? Die Bau-
leitung B+P Baurealisation AG wird ihre
Checklisten mit zwei Firmen abarbeiten:
Eine Ingenieurfirma prüft, ob die integra-
len Nutzungsanforderungen des Nutzers/
Betreibers erfüllt sind. Und eine weitere
Ingenieurfirma ist autorisiert, die Einhal-
tung aller behördlichen Auflagen festzu-
stellen. Diese integralen Tests, die ge- korrekt an? Entsprechen die neuen Ma-
meinsam mit den ausführenden Unter- schinen in der Schreinerei und in der Re-
nehmen im Chipperfield-Bau stattfinden, staurierung den Arbeitsschutzrichtlinien
werden Antwort auf folgende Fragen vollumfänglich? Rollen die raumhohen
geben: Funktionieren alle Türen, die Lüf- Gitterzüge im Kunstdepot, an denen die
tungs-, Sanitär- und Heizsysteme? Spen- Kunst gelagert wird, erschütterungsfrei?
den die ca. 20 verschiedenen Leuchten- Übertragen die Kameras ihre Signale auf
typen das gewünschte Licht? Zeigen die die richtigen Bildschirme? Zur Beantwor-
Messgeräte die klimatischen Bedingungen tung dieser Fragen gilt es, verschiedene22 ERWEITERUNG
Szenarien zu testen. Auch der Ernstfall
wird simuliert: das Zusammenspiel von
Brandschutzvorkehrungen und Evakuie-
rungswegen. Auf die Evaluation folgt die
Mängelbehebung. Am Ende steht eine Ge-
samtwerkabnahme. Und dann wird aus
der «Augapfelmassage», wie Pipilotti Rist
den Reiz von Bildern nennen würde, ein
ganzheitliches Erlebnis. Die Patina näm-
lich, die z. B. das gewachste Messing der
© Fotos Juliet Haller, Amt für Städtebau, 2020
Handläufe durch die Berührungen der Be-
sucherinnen annehmen wird, zeigt uns,
dass das Kunsthaus lebt. Wir können es
kaum erwarten!ANZEIGEN 23
FEINE SCHWEIZER IMMOBILIEN
Wir pflegen noch die Kunst
der diskreten und k petenten Objektvermiung.
www.fsp.immo Tel. 044-915 4600
BERATEN | SCHÄTZEN
NACHLÄSSE AUFLÖSEN
VERSTEIGERN
Kontaktieren Sie unser Expertenteam
Tel. 043 399 70 63 | info@schulerauktionen.ch
Cuno Amiet, Zermatter Breithorn, 1944, Öl/Lwd.,
46x54 cm, verkauft für CHF 45’000.–
DF20_A_KH_ZH_3_1.qxp_181x60 07.05.20 18:47 Seite 1
www.schulerauktionen.ch | Seestrasse 341 | CH-8038 Zürich
31. JULI
TICKETS
JETZT!
—
15. AUGUST
202024 MITGLIEDER
Es ist uns ein Anliegen, Ihnen deshalb – neben unse-
rem grossen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Treue
– einige Zusatzleistungen für das Jahr 2020 zu offe-
Wir haben rieren (vgl. Schreiben von Anfang Mai):
Gratis-Gast
uns (gegenseitig) vom 15. Mai bis 15. Juli 2020: Besuchen Sie das
Kunsthaus mit einem Gast, der bei uns freien Ein-
vermisst …
tritt erhält – sooft Sie möchten!
Exklusive Preview-Tage «Schall und Rauch.
Die wilden Zwanziger»: Erleben Sie und Ihr Gast
TEXT Christoph Stuehn
die neue Ausstellung in den ersten zwei Tagen
im exklusiven Kreis der Mitglieder und ihrer Gäste:
Mittwoch, 1. Juli von 17 bis 20 Uhr und Donners-
tag, 2. Juli von 14 bis 20 Uhr (Zeiten noch proviso-
risch; bitte konsultieren Sie zuvor die Agenda auf
unserer Website).
Der Lockdown der letzten Wochen hat die Museen
und ihr Publikum auf der ganzen Welt getroffen. «Remember Eliasson»
Sozusagen über Nacht schloss auch das Kunsthaus Auch weil die Eliasson-Ausstellung nicht wieder
seine Türen. Trotz aller digitaler Angebote, die Mu- aufgenommen werden konnte, möchten wir
seen weltweit in den letzten Wochen lanciert und Ihnen einen aussergewöhnlichen Rabatt auf die
perfektioniert haben: Die Begegnung und Auseinan- beliebtesten Eliasson-Produkte in unserem
dersetzung mit den authentischen Originalobjekten Museumsshop gewähren (solange Vorrat):
im Museum ist nicht ersetzbar. Als ein Ort, der sich
Katalog zur Ausstellung: CHF 29.– anstatt CHF 39.–
dem Dienst an der Gesellschaft verschrieben hat und «Little Sun Flower»-Lampe: CHF 20.– anstatt CHF 29.80
die öffentliche Zugänglichkeit zu seinen zentralen «Little Sun Diamond»-Lampe: CHF 25.– anstatt CHF 35.–
Aufgaben zählt, waren diese Wochen für unser Haus
und das ganze Team eine grosse Herausforderung. Für Ihre Fragen zu diesem Angebot steht Ihnen
Apropos: Sie, liebe Mitglieder, sind nicht nur unsere unser Mitgliederbüro gerne zur Verfügung.
treuen Stammgäste, sondern auch Teil unseres Tel. 044 253 84 34 oder per E-Mail an
Teams! Ihre vielen Zuschriften in der Zeit der Muse- mitglied@kunsthaus.ch.
umsschliessung haben uns nicht nur berührt, son-
dern auch darin bestärkt, voller Freude und Elan
unsere Türen mit neuen Angeboten für Sie zu öffnen.
GRATIS-POSTKARTEN
Unvergessen bleiben uns die vielen Reaktionen auf
die Postkarten-Aktion vor Ostern, an der sich rund
2 000 Mitglieder beteiligt haben. Übrigens: Aufgrund
der knappen Zeit konnten wir diese Aktion nur per
E-Mail kommunizieren. Falls Sie unsere monatlichen «Kunst bringt
Neuigkeiten per E-Mail noch nicht erhalten, danken Freude und
wir für eine kurze Mitteilung an mitglied@kunst- Hoffnung, und das
haus.ch. können wir in
KOMPENSATION dieser Coronakrise
Als Mitglied der Kunstgesellschaft konnten Sie Ihre alle brauchen.»
gewohnten Leistungen wie freier Museumseintritt
oder Einladungen / Vergünstigungen für Veranstal-
tungen während der Museumsschliessung von rund
zwei Monaten nicht in Anspruch nehmen.MITGLIEDER 25
«Liebes Kunsthaus. Deine
Nachricht hat mir viel Freude
bereitet. Ich würde mich sehr
freuen, fünf Deiner Postkarten
zu bekommen. Ich vermisse
Deine Ausstellungen sehr!
«… Ich möchte sie [die Hoffentlich auf ein baldiges
Postkarten] meinem Wiedersehen. Ich denke fest
Grossvater (87 J.) an Dich.»
schicken. Er war Buch
bindermeister mit einem
grossen Faible für Kunst.
Leider leidet er nun unter
Demenz und er freut
sich umso mehr an bunten,
leuchtenden Farben und
Tieren. Sein Lieblingsbild
aus dem Kunsthaus
ist Rembrandts ‹Apostel
Simon› und er ist ein
grosser Bewunderer der
Familie Giacometti.»
Tierparade nach Pablo Picasso von
Aline (9 ½): Jugendrettungsschwimmerin und Querflötistin
Romy (8): Kunstradfahrerin und Pianistin
Elio (6): Pokalschwimmer und Naturforscher
Nando (3 ½): Balljongleur und Tretvelofahrer
«Das Kunsthaus stellt für uns so
etwas wie ein ‹erweitertes
Wohnzimmer› dar. Oftmals lassen
wir uns, auch unabhängig von all
den wunderschön gestalteten
Ausstellungen, einfach durch die
Räume treiben und merken
immer wieder, dass das unseren
«Für Sie und für uns alle hoffe Seelen guttut.»
ich sehr, dass die Pforten Ihres
grossartigen Museums bald wieder
geöffnet sein werden.»26 INTERN
Aufnahmen gilt es, trotz Zeitdruck immer die Ruhe zu
bewahren und sehr sorgfältig zu arbeiten. Es war eine
intensive Zeit, in der ich eng mit unserem Technischen
Alles im Kasten
Dienst und insbesondere mit dem pensionierten und
früheren Leiter des Art Handling, Robert Brändli,
zusammenarbeitete. Ich wurde grandios und tatkräftig
von ihnen unterstützt. Solche Herausforderungen
sind grossartig, und in diesem Fall erlebte ich eine sehr
Franca Candrian ist am Kunsthaus Zürich persönliche Auseinandersetzung mit diesen faszinie-
für Bildrechte, Bildarchiv & Fotografie renden Figuren.
zuständig. Das Kunsthaus-Magazin unter- Gibt es ein besonderes Erlebnis?
hielt sich mit ihr. In meinem Arbeitsumfeld begegne ich immer wie-
INTERVIEW Kristin Steiner
der grossartiger Kunst und treffe besondere Menschen.
Die Zusammentreffen mit den Künstlerinnen und
Künstlern, z. B. bei einem Ausstellungsaufbau, sind
sehr inspirierend.
Und was ist Ihre persönliche Motivation?
Frau Candrian, was genau beinhaltet Ihre Ich liebe die Abwechslung in meiner Arbeit. Ich
Arbeit? pflege abteilungsübergreifend einen wertvollen
Ich bin Fotografin und der Abteilung Sammlung Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen und
unterstellt. Im Rahmen der Digitalisierung unserer schätze die bereichernde Zusammenarbeit mit ihnen
Sammlungswerke prüfe ich, wo neue Aufnahmen sehr. Mir gefällt die Montagsstille im Museum und
notwendig sind und fotografiere diese Werke. Sobald das laute Treiben in der Empfangshalle während der
die Aufnahmen passiert sind, müssen sie digital auf Öffnungszeiten gleich gut. Und jeden Tag umgeben
gearbeitet werden. Ich kümmere mich um die Repro- sein mit Kunst! Meine Leidenschaft fürs Fotografieren
duktionen von intern angefragten Werken für Aus ist so frisch geblieben wie vor über 20 Jahren. Kurz
stellungskataloge, fotografiere für unsere Presse- und gesagt: Meine Arbeit, die Kunst, die Menschen und
Kommunikationsabteilung, z.B. das Magazin, und dieses Zusammenspiel.
dokumentiere alle im Kunsthaus stattfindenden Aus-
stellungen. Des Weiteren betreue ich unser Bildarchiv.
Einerseits laufen Bildbestellungen von extern und
intern über mich, anderseits bereite ich ältere Digitali-
sate auf; das heisst, ich gleiche die Digitalisate mit
den Originalen ab, um die Farbechtheit und die Quali-
tät zu überprüfen.
In meinen Aufgabenbereich fallen auch die Bild-
rechte. Jede Veröffentlichung eines Werkes, welches
sich noch im Urheberschutz befindet, bedarf einer Ge-
nehmigung, selbst wenn das Werk zu unserer Samm-
lung gehört. Für solche Rechteabklärungen, insbeson-
dere für unsere Sammlung online, bin ich zuständig.
Was ist die grösste Herausforderung in
Ihrem Job?
Als ich vor zwei Jahren zum Kunsthaus stiess, lau-
tete mein erster grosser Auftrag, alle Bronze-Skulptu-
ren von Alberto Giacometti, welche sich in unserem
Museum befinden, fotografisch zu dokumentieren.
Innert kurzer Zeit musste die umfangreiche Sammlung
«im Kasten» sein, jeweils mit vier bis acht Ansichten.
Eine solche Fotoaktion muss exakt vorbereitet sein, die
Foto: R. Stahl
Logistik muss stimmen und es braucht eine unkompli-
zierte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Während derSERVICE 27
Hier finden Sie die aktualisierten
Ausstellungsdaten bis Ende 2020
sowie eine Auswahl an Führungen
und Veranstaltungen. Bitte info
rmieren
weils
Sie sich je f
u
zeitnah a .ch
sthaus
www.kun
Alle Führungen und Veranstaltungen AUSSTELLUNGEN Im Herzen wild. Die
werden nach den Vorgaben des Romantik in der Schweiz
Ottilia Giacometti – 13. November – 14. Februar 2021
Bundesrates und nach aktuellen Ein Porträt Grosser Ausstellungssaal
Hygiene- und Schutzregeln umgesetzt. verlängert bis 19. Juli 2020
EG Moserbau Ottilie W. Roederstein
18. Dezember – 5. April 2021
Die Poesie der Linie. EG Moserbau
Italienische
Meisterzeichnungen www.kunsthaus.ch / de /
verlängert bis 19. Juli 2020 ausstellungen / aktuell
1. OG Moserbau
Schall und Rauch.
Die wilden Zwanziger FÜHRUNGEN
INFORMATIONEN 3. Juli – 11. Oktober 2020
Grosser Ausstellungssaal AUSSTELLUNGEN
MUSEUM Es findet keine Vernissage statt.
Heimplatz 1, 8001 Zürich Preview für Mitglieder Schall und Rauch
Eintrittskasse +41 (0)44 253 85 43 1. Juli, 17 – 20 Uhr, Mittwochs 18 Uhr,
Fr – So / Di 10 – 18 Uhr, Mi/Do 10 – 20 Uhr 2. Juli, 14 – 20 Uhr sonntags 11 Uhr
DIREKTION UND VERWALTUNG
Landschaften – Orte Reset & Play
der Malerei
Tel. +41 (0)44 253 84 84 Dialogische Führung in der
17. Juli – 8. November 2020 Ausstellung «Schall und Rauch».
Fax +41 (0)44 253 84 33
1. OG Moserbau Mit Youlo Wujohktsang,
info@kunsthaus.ch
Es findet keine Vernissage statt. Doktorandin Rechtsphilosophie
Preview für Mitglieder 16. Juli, und Elena Grignoli,
GRAFISCHE SAMMLUNG STUDIENSAAL
14 – 20 Uhr Kunstvermittlerin
Mo – Fr nach Voranmeldung
Do 17. September, 18 – 19.30 Uhr
Tel. +41 (0)44 253 85 36/39 Kader Attia. CHF 39.– / Mitglieder und
grafischesammlung@kunsthaus.ch Remembering the Future reduziert CHF 15.–
21. August – 15. November 2020
BIBLIOTHEK Ottilia Giacometti
EG Moserbau
Rämistrasse 45, 8001 Zürich Es findet keine Vernissage statt. Do 9. Juli, 18 Uhr
Tel. +41 (0)44 253 85 31 Preview für Mitglieder
Fax +41 (0)44 253 86 51 20. August, 14 – 20 Uhr Landschaften –
Ausleihe Tel. +41 (0)44 253 85 32 Kurzeinführungen: 17 und 19 Uhr Orte der Malerei
Mo – Fr 13 – 18 Uhr Beschränkte Platzzahl
www.kunsthaus.ch/bibliothek Do 23. Juli, 18 Uhr
Sa 22. August, 13 Uhr
Im November-Magazin
Fr 9. Oktober, 15 Uhr
Für die Sonderöffnungszeiten während informieren wir Sie über die
den Ferien und Feiertagen: siehe Website. folgenden Ausstellungen:28 SERVICE
Kader Attia VERANSTALTUNGEN Sa 5. September, 14 – 16.30 Uhr Bitte Znüni mitbringen und
Sa 29. August, 13 Uhr CHF 39.– / Mitglieder CHF 29.– Arbeitskleider anziehen – es wird
Do 29. Oktober, 18 Uhr Sommerprogramm bunt. Anmeldung für einzelne
für Familien Muster für die Zukunft oder mehrere Termine möglich.
Alle Führungen finden mit Sa 29. August, 10 –13 Uhr CHF 18.– pro Morgen
15. Juli – 17. August 2020
elektronischem FM-Gruppen- Infos ab Ende Juni in der Agenda CHF 60.– / Mitglieder CHF 45.–/
führungssystem statt. Jugendliche CHF 15.– AB 5 JAHREN
auf www.kunsthaus.ch
Speziell auch für Personen
mit Hörminderungen geeignet. Landschaft: Ein Stück Malatelier am Sonntag
Schall und Rauch.
Billett CHF 6.– / Mitglieder
Die wilden Zwanziger Natur – ein Stück Malerei 12. / 19. Juli, 13. / 20. September,
CHF 4.–. Bitte an der Kasse Sa 26. Sept, 10.30 – 14.30 Uhr 11. / 18. Oktober, 10.30 – 12 Uhr,
lösen. Teilnehmerzahl Juli – Oktober 2020 CHF 12.–
(mit kleiner Lunchpause)
beschränkt! Geräteausgabe Veranstaltungsprogramm
CHF 80.– / Mitglieder CHF 50.– /
10 Minuten vor Beginn. ab Ausstellungsbeginn online Figuren in Bildern
Jugendliche CHF 15.–
auf www.kunsthaus.ch
Sa 4. Juli, 14 – 16 Uhr, CHF 15.–
SAMMLUNG KUNSTLABOR FÜR ALLE
Kader Attia.
Remembering the Future Musik und Bild
Samstagsführungen Kinder unter 10 Jahren nur Sa 5. September, 14 – 16 Uhr,
Jeweils 15 – 16 Uhr August – November 2020 in Begleitung. Kosten im CHF 15.–
Immer am letzten N G S-
SA M M LU TS
Veranstaltungsprogramm Eintrittspreis inbegriffen.
H IG H LI G H ab Ausstellungsbeginn online
Samstag des Monats Anmeldung nicht erforderlich. Im Farbkosmos
findet die Führung zu auf www.kunsthaus.ch
Sa 3. Oktober, 14 – 16 Uhr,
den Highlights der Sammlung Schall und Rauch
statt. Die übrigen Themen Lange Nacht der Museen 5. Juli, 2. August, 6. September,
CHF 15.–
-
und Teilnahmebedingungen Sa 5. September, 18 – 2 Uhr 11 – 17 Uhr H E R B ST
erfahren Sie in der Agenda auf Programm und Informationen ab
Der Herbst ist da! FE R IE N
www.kunsthaus.ch. August auf www.langenacht.ch Di 6. Oktober, 14 – 16 Uhr,
Landschaft
CHF 15.–
4. Oktober, 11 – 17 Uhr
Kunst und Religion im
Dialog: Scham Geometry and Colour. Nimm Platz: Stuhl,
Mit Sibyl Kraft (Kunsthaus Decoding the Arts FAMILIENWORKSHOPS Sessel oder Sofa?
(KINDER AB 5 JAHREN)
Zürich) und Ulrike Büchs of Islam in the West Do 8. Oktober, 14 –16 Uhr,
(reformierte Kirche) 1880 – 1945 Sonntags 10.30 – 12.30 Uhr
CHF 15.–
So 6. September, 15 – 16.30 Uhr Internationales Symposium Erwachsene CHF 10.– / Kinder
Teilnahmebedingungen in der 11. September, 14.30 – 19 Uhr, und Jugendliche CHF 5.– 7 – 12 JAHRE
Agenda auf www.kunsthaus.ch. Museum Rietberg
12. September, 9 – 18 Uhr, Das Mädchen Ottilia Sommerwerkstatt
Kunst-Stück Kunsthaus Zürich Jeweils 10 –16 Uhr, Lunch
28. Juni
CHF 39.– / Mitglieder und Veranstaltung in den mitbringen. CHF 40.– pro Tag,
reduziert CHF 29.– Sprachen E, F und D. Anmeldung für einen oder
Eintritt frei. Anmeldung:
Schall und Rauch
mehrere Tage möglich.
Einführung: Erhalten Sie einen 26. Juli
www.rietberg.ch/tickets
Überblick über die wichtigsten
Wild, farbig und bewegt – Tiere
Epochen der Kunstgeschichte Farben- und und Pflanzen in der Landschaft
und lernen Sie Künstlerinnen Formenwirbel
und Künstler vom Mittelalter bis
WORKSHOPS Di 14. Juli
30. August
ins 20. Jahrhundert kennen. Blätterwald und
Do 24. September, 18 – 19.45 Uhr
Aufgeweckte
Kunst-Geschichten Sinnliche Sehreise Baumgestalten
Impressionismus: Erhalten Sie durchs Kunsthaus Mi 15. Juli
Ein Angebot für Menschen mit
einen vertieften Einblick in die
Demenz und ihre Angehörigen 27. September Spieglein, Spieglein
Epoche des Impressionismus und
oder Betreuungspersonen. auf dem See
die unterschiedlichen Arbeits
weisen der Kunstschaffenden.
Di 1. / 8. / 15. / 22. September, Springen, hüpfen, flattern Do 16. Juli
Do 29. Oktober, 18 – 19.45 Uhr
14.45 – 16.45 Uhr – die Tiere sind los
CHF 60.– für vier Nachmittage, Mit Farbflecken zaubern
25. Oktober Fr 17. Juli
inkl. Imbiss für zwei Personen.
KUNSTHAUS-ERWEITERUNG
3 – 6 JAHRE (IN BEGLEITUNG) Lichtzauber – den
ERWACHSENE UND Impressionisten auf der Spur
Baustellenführung JUGENDLICHE AB 16 JAHREN
27. Juni, 11 – 12 Uhr
Villa Kun(s)terbunt Di 11. August
4. Juli, 11 – 12 Uhr Schreiben ist Kunst 21. August, 4. / 18. September, Raus aus dem Haus! Menschen
11. Juli, 16 – 17 Uhr 2. / 23. Oktober, 6. / 20. / und Tiere sehen und zeichnen
Infos siehe S. 6
CHF 25.– / Mitglieder CHF 15.– 27. November, 11. Dezember, Mi 12. August
Do 27. August, 17.30 – 20 Uhr
10 – 11.30 UhrGLOSSE 29
Farblandschaften –
Landschaftsfarben
Do 13. August
Trotz und
Auf nach Venedig!
Fr 14. August
Gibt es Ferienziele im
gerade jetzt
Kunsthaus?
Mi 7. Oktober, 10.30 – 14.30 Uhr
Lunch mitnehmen, CHF 25.–
-
Bäume und Wälder – H E R B ST
FE R IE N Ein kalter Maitag, dicke Regenwolken bedrücken nicht nur die
Zeichnen und Malen Dächer. Wie schön kann ich mich endlich wieder ins strahlende
Fr 9. Oktober, 10.30 – 14.30 Uhr Kunsthaus flüchten, die Pforte ist weit geöffnet. Obwohl ich
Lunch mitnehmen, CHF 25.–
nur vier Minuten nach zehn Uhr ins Kunsthaus sprinte, bin ich
nicht unter den Ersten. Vor mir strömen schon Pärchen zur
Cool-tour: Dornröschen – Ausstellung über Ottilia Giacometti.
im Herzen wild
Dezente Wartemarkierungen, nicht schreiend gelb, der
Mo 12. bis Fr 16. Oktober,
Desinfektionsmitteldosierer schnurrt ohne Berührung und ent-
9 –16 Uhr, CHF 150.–
keimt meine Hände. Früher nur Spitalalltag, nun allgegenwärtig,
CLUB 3PLUS allerdings nirgendwo so stylisch und hygienisch wie im Kunst-
haus, und alle dürfen ohne das klimpernde Blechmärkchen «K»
Kinder zwischen 3 und 6 Jahren losmarschieren.
in Begleitung
Durchmischt das Publikum – Frauen, Männer, junge und
Ab ins Kunstlabor
reifere Gesichter, die lächeln. Genau wie es sein soll. Kunst lässt
Bitte Zvieri mitbringen und
lächeln, sie verbindet Menschen, die Liebe zur Kunst.
Arbeitskleider anziehen.
Block 1: 11. / 18. / 25. September Bei den ersten Bildern von Ottilia spüre ich die Innigkeit,
Block 2: 23. / 30. Oktober, die Gefühle für dieses Kind, dieses Mädchen, diese Frau. Ist Liebe
6. November in der Kunst eine Demonstration oder Konkretisierung? Diese
14 – 15.30 Uhr, CHF 55.– pro Block Frage geistert mir penetrant durch das Hirn. Die weichen
Konturen Giovannis, wie selbstverständlich empfinde ich Albertos
CLUB 6PLUS
härtere Striche, seine Abgrenzung, seine Entwicklung. Und
Kinder ab 6 Jahren erst seine Trauer und die wachsame Milde bei dem Neugebore-
Fabelhaftes und nenköpfchen Silvios.
Geheimnisvolles aus Ein Drama, festgehalten, nein, versucht auszuhalten in
Farbe und anderem schlichten Bleistiftstrichen, schwarz-weiss. Kunst lässt nicht nur
Material lächeln, Kunst berührt uns, lässt Fragen nach Klischees an einem
Block 1: Regentag im Mai wie Tropfen an der Fensterscheibe abperlen
Stillleben, damals und heute und wir lernen einmal mehr im Kunsthaus: Nütze den Tag. Trotz
9. / 16. / 23. / 30. September
14 – 16 Uhr, CHF 70.– pro Block
und gerade jetzt.
Ihre Sabine Meisel
Änderungen vorbehalten. www.sabinemeisel.com
Aktuelle Informationen finden Sie
auf unserer Webseite.
Anmeldung für alle Veranstal
tungen erforderlich (sofern
nicht anders erwähnt).
Detailliertes Programm und
Anmeldung: www.kunsthaus.ch/
besuch-planen/agenda.
Preise inkl. Eintritt und Material.
Freie Gruppen und Schulklassen
nur nach Voranmeldung.30 COMING SOON
WIR SAGEN DANKE
IMPRESSUM
Offizielles Magazin für
Mitglieder des Vereins
Zürcher Kunstgesellschaft
HERAUSGEBER
Zürcher Kunstgesellschaft
Postfach, 8024 Zürich
www.kunsthaus.ch
© Kunsthaus Zürich
Abdruck erwünscht mit
Quellenangabe
REDAKTION
Kristin Steiner
GESAMTVERANTWORTUNG
Björn Quellenberg
AUFLAGE
Druckauflage 18 120
WEMF/SW-beglaubigt 15 436
erscheint 4-mal jährlich
Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis, 1917 BEZUG
Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, 1917 In der Jahresmitgliedschaft
enthalten, Preis am
Kunsthaus-Shop CHF 8.–
GESTALTUNG
Ottilie W. Roederstein
Crafft AG, Zürich
www.crafft.ch
INSERATE
Fachmedien Zürichsee
Werbe AG, Stäfa
Ottilie W. Roederstein (1859 – 1937) war zu ihren Lebzeiten eine erfolgreiche und Telefon +41 (0)44 928 56 11
unabhängige Malerin, die nicht nur in der Schweiz und in Deutschland grosse Fax +41 (0)44 928 56 22
kunsthaus@fachmedien.ch
Anerkennung für ihre Porträts und Stillleben fand, sondern seit 1883 ihre Gemälde www.fachmedien.ch
mit Erfolg auch in Paris ausstellte. 1912 vertrat sie die Schweiz als einzige
DRUCK
Künstlerin bei der epochalen internationalen Kunstausstellung des Sonderbundes
Schellenberg Druck AG,
in Köln – neben männlichen Kollegen wie Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler Pfäffikon
www.schellenbergdruck.ch
und Cuno Amiet.
Trotz ihrer einst internationalen Wertschätzung ist Roederstein fast unmittelbar ISSN 1421-315X
nach ihrem Tod in Vergessenheit geraten. Nach über 80 Jahren wird die Ausstellung
im Kunsthaus Zürich mit rund 60 Werken die erste monografische Werkschau in
der Schweiz sein, die das stilistisch vielfältige Œuvre der Künstlerin wieder einem
breiten Publikum zugänglich machen wird.
Mehr zu dieser Ausstellung, die ab dem 18. Dezember im Kunsthaus Zürich zu
sehen sein wird, erfahren Sie im nächsten Magazin vom 26. Oktober.ANZEIGEN 31
Ausstellung
schutz-
Contemporary meets Masters
immobilienkosmos.ch
verlängert bis 20. Juni
Galerie-KünstlerInnen im Dialog mit Henri Michaux, Andy Warhol,
Sam Francis, Hans Hartung, Jan Voss, Pierre Alechinsky u.a.
NACH VORANMELDUNG GEÖFFNET!
Aktuelle Informationen zu den Ausstellungen
finden Sie immer auf www.utebarth.com
ART FORUM UTE BARTH
Galerie für Moderne & Zeitgenössische Kunst www.utebarth.com
Kartausstrasse 8 CH-8008 Zürich T +41 44 3802711 info@utebarth.com
räume
Ich suche n?
e r kaufe
eine schöne Sie wo
llen v
33
9 10 77
Wohnung. 0 4 4
www.ginesta.ch
«das perfekte weisse T-shirt unter den Sofas»
Yusuf Sert
handmade in Padua
einzigartig modular kompakt
cubell von digiulia
interior atelier sert
oberdorfstrasse 19 Zürich
+41 79 221 26 38
space
more
Schöne und
seltene Bücher
Oberdorfstrasse 10, 8001 Zürich, www.finebooks.ch, 043 222 4 888
Dienstag bis Freitag 11.30 –18 h, Samstag 11–16 h
200505_Fine Books.indd 1 05.05.20 14:48In Kunst mehr als nur
schöne Bilder sehen?
Warum nicht.
Kunst regt zum Denken an, zeigt neue Perspektiven auf.
Uns als Bank ist das wichtig. Kulturell und geschäftlich.
Deshalb unterstützen wir das Kunsthaus Zürich.
Partner
credit-suisse.com/sponsoring
seit 1991
Copyright © 2020 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.Sie können auch lesen