Leitlinie Enns Hochwasserschutz Gewässerökologie/Biotopvernetzung Flusslandschaftsentwicklung Siedlungsentwicklung Freizeit/Erholung
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Leitlinie Enns
Hochwasserschutz
Gewässerökologie/Biotopvernetzung
Flusslandschaftsentwicklung
Siedlungsentwicklung
Freizeit/Erholung
S. Hohensinner, S. Muhar, M. Jungwirth, G. Pohl
5. Oktober 2009, ArdningLeitlinie Enns: Ziele und Aufgaben
Sicherung und Entwicklung der Enns und ihres Talraumes zur Erfüllung
schutzwasserwirtschaftlicher, ökologischer und touristischer Funktionen
in einer nachhaltig genutzten Kulturlandschaft
Leitlinie
zur mittel- bis langfristigen Steuerung der
Entwicklung der Enns-Flusslandschaften
als Grundlage für ein
gewässerökologisches Maßnahmenprogramm für die Steirische EnnsLeitgedanken für die zukünftige Entwicklung übergeordnetes Thema: „Die Enns in die Mitte nehmen“ Die Enns als landschaftsprägendes Element: von der Talmitte ins Zentrum des Bewusstseins der Menschen Die Enns verbindet und braucht Verbindung Die gemeinsame Entwicklung der Flusslandschaft fordert und fördert Identität und Kooperation im Ennstal Die intakte Flusslandschaft Enns als Potential für zukünftige Nutzungen Werte für Naherholung und einen landschaftsschonenden Tourismus
Methodik: Hierarchisches Zielsystem
Zentrales Leitthema
Leitlinie Enns
Sektorale Ziele
aquatische Habitate/Fischökologie
Flusslandschaft/Biotopvernetzung
Siedlungsentwicklung
Hochwasserschutz
Freizeit-/Erholungsnutzung/Tourismus
Ziele Potentialzonen
des Talraumes
Enns-Korridor
Biotopkomplexe
Umland mit höherem
Vernetzungspotential
Umland mit geringerem
Vernetzungspotential
Gewässerökologisches
Maßnahmenprogramm Detailziele Detailziele
je Talabschnitt je Gemeinde
Steirische Enns
aquatische Habitate/ Siedlungsentwicklung
Fischökologie Hochwasserschutz
Flusslandschaft/ Freizeit-/Erholungsnutzung/
Biotopvernetzung TourismusZiele Gewässerökologie
(Fischökologie & aquatische Habitate)
Förderung einer gewässertypischen Fauna und Flora (Fluss-Auensystem)
Hieflau
MandlingZiele Gewässerökologie
(Fischökologie & aquatische Habitate)
Förderung einer gewässertypischen Fauna und Flora (Fluss-Auensystem)
Wiedervernetzung von Gewässerlebensräumen (Barrieren, Ausleitungen)
Hieflau
MandlingZiele Gewässerökologie
(Fischökologie & aquatische Habitate)
Förderung einer gewässertypischen Fauna und Flora (Fluss-Auensystem)
Wiedervernetzung von Gewässerlebensräumen (Barrieren, Ausleitungen)
Förderung dynamischer Prozesse & gewässertypischer Strukturen
Hieflau
MandlingZiele Fluss- u. Kulturlandschaft, Biotopvernetzung
Förderung bzw. Sicherung:
Biotopverbund im Talverlauf (Besiedelungen/Wanderungen)
Biotopverbund Fluss - Umland (talquerende Besiedelungen/Wanderungen)
Hieflau
MandlingZiele Fluss- u. Kulturlandschaft, Biotopvernetzung
Förderung bzw. Sicherung:
Biotopverbund im Talverlauf (Besiedelungen/Wanderungen)
Biotopverbund Fluss - Umland (talquerende Besiedelungen/Wanderungen)
wertvoller Landschaftsstrukturen (Naturschutzgebiete, -güter)
naturnaher, strukturreicher Kulturlandschaft (Besonderheiten des Ennstales)
Hieflau
MandlingThema Gewässerrevitalisierung / Biotopvernetzung
Gemeinden: Revitalisierung/Biotopvernetzung
(eher/sehr) befürwortend
22
3 4
keine Befragung
(eher/sehr) befürwortend neutral (eher) skeptisch
neutral
(eher) skeptischZiele Siedlungsentwicklung Siedlungsentwicklung und Flussentwicklung abstimmen Siedlungsschwerpunkte - landschaftsökologische Vernetzungspotenziale, vorrausschauende Planung hat Priorität vor nachträglicher Sanierung Bestandschutz Hochwasserschutz für bestehende Bauwerke und Infrastrukturen Vorrangstandorte Vorrangstandorte für Gewerbe und Industrie sichern und bestimmungsgemäß weiterentwickeln Interkommunale Kooperation gemeinsame Interessen durch gemeinsame Projekte umsetzen z.B. „Freizeit-Kontinuum“ entlang der Enns: Radwege, Wanderwege, Plätze am Fluss, ...
Enns für Freizeit- und Erholungsnutzungen entwickeln
Ziele Freizeit / Erholung / naturnaher Tourismus Sommertourismus stärken: - landschaftsökologisch hochwertigen und erlebbaren Fluss für Erholung nutzen. (Verknüpfung Bergaktivitäten - Erholung am Fluss) - Wechselwirkungen zwischen Enns und Siedlungslandschaft erhöhen. - Tourismus-/Freizeitprojekte mit Hochwasser- und Naturschutz abstimmen. Enns als Freizeit- und Erholungsraum besser erlebbar und zugänglich machen: - Ufer rückbauen und attraktive Freiräume an der Enns schaffen - Angebot an Einrichtungen für den Enns-Wassersport verbessern. Ein dichtes Freizeitwegenetz knüpfen: - Freizeitwegenetz (Spazieren, Wandern, Radfahren, Skaten, …) verdichten. - Ennsradweg aufwerten: optimieren, vernetzen, an die Enns heranführen (i. B. Radweg durch das Gesäuse) - flussnahe Wege mit örtlichen Wegen und mit Freizeitwegen am Hang vernetzen
Thema Erholung / Freizeit / Tourismus an der Enns
nicht prioritär
(keine vorrangige
Bedeutung)
15 14
Aufwertung
(sehr) erwünschtZiele Schutzwasserwirtschaft / HW-Retention
Hochwasserschutz bis HQ100 von Siedlungsflächen, Einzelobjekten
und Infrastruktur
Verbesserung des Hochwasserabflusses
Sicherung bestehenden Retentionsraums
Ausweitung bestehenden Retentionsraums
Gefahrenabwehr an Zubringern
Hieflau
MandlingGrundlagen zur Erstellung der Leitlinie
Rechtliche Grundlagen der Ziel- & Maßnahmenfestlegung
Natura 2000 EU WRRL, WRG 1959 idgF:
(FFH- / Vogelschutz-Richtlinien): - Verschlechterungsverbot aquatischer
- Verschlechterungsverbot ausgewählter Ökosysteme und direkt assoziierter
Lebensräume und Arten im Sinne eines Landökosysteme
günstigen Erhaltungszustandes - Verbesserungsgebot im Sinne eines
=> Sicherung bestehender Schutzgüter typspezifischen Referenzzustandes
(unabhängig davon ob natürlich
oder anthropogen entstanden)
Handlungsbedarf bei Verschlechterung Handlungsbedarf bei nicht Erreichung
des Erhaltungszustandes des Zieles „guter ökologischer Zustand“
(z.B. bei Verlandung von Augewässern, die als (wenn biologische Qualitätskomponenten mäßig
Schutzgut ausgewiesen sind) bis stark vom anthropogen unbeeinträchtigten
Zustand abweichen)
langfristiges Entwicklungspotential von Annäherung an flusstyp. Lebensräume
Schutzgütern ? => Basis für flusstypische Biozönose
Abwägungsprozess
Entwicklungspotential Schutzgüter versus flusstypische Restauration
von degradierten LebensräumenGrundlagen: Siedlungsentwicklung
Landwirtschaftliche Vorrangzonen
Grünzonen
Vorrangzonen für Industrie und Gewerbe
Wasserwirtschaftliche Vorrangzonen
Siedlungsschwerpunkte
*
Liezen
Admont Hieflau
Gröbming
Schladming
Regionales Entwicklungsprogramm, Flächenwidmungspläne, örtliche
Entwicklungskonzepte, Landschaftsanalysen West + Ost, Ergebnisse der
Gemeindebefragungen, diskutierte/projektierte Trassen (Straßen + ÖBB)Grundlagen: Naturschutz – Schutzgebiete
Grundlagen: Gewässerökologie/Flusslandschaft/Biotope
zusätzlich:
HW-Abflussuntersuchung DonauConsult
WRRL Ist-Bestandsaufnahme UBA
Enns-Studien IHG/BOKU 1996 - 2006
Ausweisung naturnaher Flussabschnitte IHGGrundlagen: Ergebnisse der Gemeindebefragungen
Naturräumliche Potentialzonen des Talbodens
Naturräumliche Potentialzonen im Ennstal
Vier Potentialzonen:
Eigenschaften:
Landschaftsstruktur (Gewässer, Wiesen, Wald, Gehölze, Böschungen, etc.),
bestimmte Lage im Ennstal, menschliche Nutzungen, rechtlicher Status, ...
Wertigkeit: Naturnähe, Seltenheit, ästhetische Wertigkeit, ökologische Funktionen, ...
Potential: basierend auf Eigenschaften und Wertigkeiten
zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten bzw. -zieleNaturräumliche Potentialzonen im Ennstal
Potentialzone Enns-Korridor
Leitfunktionen Gewässerlebensraum,
dynamische gewässertyp. Prozesse,
Biotopvernetzung im Tal-Längsverlauf,
Hochwasser-Abfluss
Primäre Ziele intaktes Kontinuum,
Förderung der Dynamik und
flusstypischer Lebensräume,
Sicherung Hochwasser-Abfluss
Abgrenzung generell beiderseits 50 m breit,
Ausnahme: Stadtgebiet Schladming,
Einengung: ÖBB, Bundesstr., Talhänge
Verbreiterung: angrenzende BiotopeNaturräumliche Potentialzonen im Ennstal
Potentialzone Biotopkomplexe
Leitfunktionen Rückzugsräume mit hoher
Biodiversität, Ökotone,
talquerende Biotopvernetzung,
HW-Retention
Primäre Ziele Förderung gefährdeter Arten/Biotope,
Migration von Wildtieren,
Sicherung HW-Abfluss/-Retention
Abgrenzung Bereiche mit Mosaik an Schutzgütern
u. wertvollen Biotopen in räumlicher
Nähe zueinander und zur EnnsNaturräumliche Potentialzonen im Ennstal
Potentialzone Umland mit höherem
Vernetzungspotential
Leitfunktionen Land-/Forstwirtschaft, ausreichendes
Angebot an Habitaten, talquerende
Wanderungen, HW-Retention
Primäre Ziele Förderung/Ausweitung von
Habitaten/Biotopvernetzung,
Migration von Wildtieren,
Sicherung Hochwasser-Retention
Abgrenzung Vorrangzone Grünzone (REPRO) +
extensives Grünland, VZ Landwirt-
schaft in wildökologischen Korridoren,
Ausnahme: große SiedlungenNaturräumliche Potentialzonen im Ennstal
Potentialzone Umland mit geringerem
Vernetzungspotential
Leitfunktionen land-/forstwirtschaftliche Produktion,
Siedlungsschwerpunkte &
Infrastruktur, HW-Retention
Primäre Ziele Sicherung Siedlungsentwicklung/
Infrastruktur/Landwirtschaft,
Sicherung vorhandener Landschafts-
strukturen („ökologische Trittsteine“),
Hochwasser-Retention
Abgrenzung Vorrangzone Landwirtschaft + große
Siedlungen (REPRO), Ausnahme:
wildökolog. Korridor + „Grünbrücken“Longitudinale Abschnittsbildung Leitlinie Enns
Definition 10 Talabschnitte: nat. Flusstyp, Talform, Fischregion, Eingriffsintensität, etc.
1. Mandling – Schladming West: enges Tal, pendelnd, untere Forellenregion
2. Stadtgebiet Schladming: hoher Nutzungsdruck, intensiver Uferschutz
3. Schladming Ost – Gradenbach/Haus: pendelnd, untere Forellenregion/Äschenregion
4. Gradenbach – Aich: furkierend/verzweigt
5. Aich – Pruggern: pendelnd, untere Forellenregion/Äschenregion
6. Prugger – Espang: Flussbögen, Äschenregion
9 10
7 8
4 5 6
1 3 7. Espang – Stainach: Mäander, Durchstiche
8. Stainach – Gamperlacke: Mäander, extrem monoton begradigt
2 9. Gamperlacke – Gesäuseeingang: Mäander, Durchstiche
10. Gesäuse: Schluchtstrecke, Einstau, AusleitungBeispiel Talabschnitt Nr. 6 Pruggern – Espang (flussab Salza)
Pruggern – Espang: sektorale Analysen je Abschnitt/Zone
Karte 4
Abschnitt 6: Pruggern - Espang
Zone Defizite Gefährdungen Potentiale ZIELE
- Flusslauf begradigt, Flussbögen - Zerschneidung des Enns- - einzelne Auwaldrelikte - Wiederherstellung eines gewässertypischen
abgetrennt Korridors durch neue ÖBB- als geschützte hydrologischen Regimes
- reduzierte Gewässerdynamik und Trasse Michaelerberg - Landschaftsteile - Aufwertung des longitudinalen Enns-Korridors
Enns-Korridor -strukturierung (z.B. Fehlen von Bach vorhanden - Förderung bzw. Entwicklung einer flusstypischen
ausgeprägten, nicht stabilisierten - Einengung des Enns- - intaktes Kontinuum der Enns Linienführung (Laufverlagerung)
Gleit- u. Pralluferbereichen) Korridors durch die - Entwicklung dynamischer Prozesse u. naturnaher
- erheblich verändertes hydrologisches Umfahrung Gröbming Strukturausstattung
Regime (Schwall) - Ausweitung von Sied- - Förderung/Aufwertung der Konnektivität zw. Enns und
- starke Reduktion/Fragmentierung von lungsgebieten in den Zubringern (Zubringermündungen)
Auwaldstandorten HQ100-Bereich - Sicherung & Entwicklung von Feuchtlebensräumen/
Auwaldstandorten
Biotopkomplex Enns - FFH-Gebiet Biotop Stein: - FFH-Gebiet Gersdorfer Biotopkomplex Enns - FFH-Gebiet Gersdorfer Altarm -
Gersdorfer Altarm - Hangwald - Gersdorfer - weitere strukturelle und/ Altarm als Refugialraum Hangwald - Gersdorfer Wald:
Wald: oder räumliche - Feucht-Biotop Öblarn-Stein - Schutz der einzelnen Biotope/Schutzgüter
- reduzierte Auwaldbestände Beeinträchtigung ist lokal bedeutsam - Förderung bzw. Reaktivierung der aquatischen Habitate
- kaum strukturierter wildökolog. Korridor - durch Grundwasser- und daher erhaltenswert - Restrukturierung der terrestrischen Habitate
- Biotop Stein: reversibel geschädigter absenkung Gefährdung (BIODIGITOP) - Verbesserung der lateralen Biotopvernetzung Salza-
Grünlandbiotop des feuchten Grünland- - besonders Aufwertung des wildökologischen Korridors mündung
biotops ALTARME:
Biotopkomplexe
Biotopkomplex Enns - Salza-Mündung (alte - die verbliebenen Altarme Biotopkomplex Enns - Salza-Mündung (alte u. neue) -
u. neue) - Niederöblarnbach-Mündung - ALTARME: liegen relativ nahe an der Niederöblarnbach-Mündung - Altarme:
Altarme: - weitere Verlandung Enns, dadurch bessere - Restrukturierung bzw. Reaktivierung der terrestrischen u.
- schlecht strukturierte Zubringer - Verringerung der Rahmenbedingungen zur aquatischen Habitate
Mündungen hydrolog. Konnektivität verstärkten Anbindung an - Aufwertung der alten Salza-Mündung
- geringer Strukturierungsgrad zw. den zw. Enns und Altarm die Enns - Verbesserung der lateralen Biotopvernetzung zw. Enns
Biotopen und Umland
- Ausweitung des Auenlebensraumes
ALTARME:
- fortgeschrittene Verlandung ALTARME: 0 250 500 1000
- reduzierte hydrolog. Konnektivität zur - Erhaltung bzw. Revitalisierung der Altarme Mete
Enns (ev. Reaktivierung von Altarmen als neues Enns-Gerinne) r
- Intensivierung der hydrologischen Konnektivität sowie der
terrestrischen Biotopvernetzung zw. Enns und Altarmen
Abschnitt 6: Pruggern - Espang
Zone Defizite Gefährdungen Potentiale ZIELE
- in Teilabschnitten Verlust von - Einengung/Zerschneidung - VS-Gebiet Ennstal zw. Förderung/Intensivierung der naturräumlichen
Überflutungsflächen des Enns-Umlandes durch Liezen u. Niederstuttern Besonderheiten des Ennstales:
- "Ausräumung" der landwirtschaftlichen neue ÖBB-Trasse - Zubringer weisen großteils - Verbesserung der Vernetzung zum Umland (bes. an
Flächen Michaelerberg - Bach Ufergehölzsäume auf Zubringern, zu reliktären Biotopen oder Hangwald,
Vernetzungspotential
Umland mit höherem
- teilw. fehlende/beeinträchtigte Anbindung - Einengung/Zerschneidung - einzelne reliktäre v. a. bzgl. neuer ÖBB-Trasse Michaelaberg - Bach)
des Enns-Korridors an die Lebensräume durch die Umfahrung Gehölzgruppen im Umland - Förderung/Aufwertung der Konnektivität der Zubringer
im Umland (z.B. Hangwald, Ufergehölze Gröbming - potentiell zusätzliche - Ausweitung von Überflutungsflächen
FFH-Gebiet Zubringer, Feldgehölzgruppen) - Ausweitung von Überflutungsflächen - Entwicklung einer naturnahen, strukturreichen
Gersdorfer - gering strukturierte wildökologische Siedlungsgebieten in den südl. Gröbming vorhanden Kulturlandschaft (Restrukturierung "ausgeräumter"
Korridore HQ100-Bereich - wildökologische Korridore Umlandbereiche)
Altarm - weitere Beeinträchtigung - Förderung/Ausweitung reliktärer Landschaftselemente
des wildökologischen (Einzelbiotope)
Korridors (Unterbrechung - Aufwertung der wildökologischen Korridore
durch ÖBB-Trasse - Entwicklung ökolog. Pufferflächen zw. Enns bzw. den
Michaelerberg - Bach) Biotopen und intensiver genutzten Bereichen des
Talbodens (z.B. Umfahrung Gröbming)
- in Teilabschnitten großflächiger Verlust - Einengung/Zerschneidung - VS-Gebiet Ennstal zw. Erhaltung der naturräumlichen Besonderheiten des
von Überflutungsflächen des Enns-Umlandes durch Liezen u. Niederstuttern Ennstales:
Umland mit geringerem
- Ausräumung der landwirtschaftlichen neue ÖBB-Trasse - Zubringer weisen großteils - Sicherung & Verbesserung der Vernetzung zum Umland
Vernetzungspotential
Flächen Michaelerberg - Bach Ufergehölzsäume auf (bes. an Zubringern, zu reliktären Biotopen oder
- fehlende Anbindung des Enns-Korridors - Einengung/Zerschneidung - einzelne reliktäre Hangwald, v. a. bzgl. ÖBB-Trasse Michaelaberg - Bach)
an die Biotope im Umland (z.B. Hangwald, durch die Umfahrung Gehölzgruppen im Umland - Förderung/Aufwertung der Konnektivität der Zubringer
Ufergehölze Zubringer, Feldgehölz- Gröbming - potentiell zusätzliche - Sicherung & Ausweitung von Überflutungsflächen
gruppen) - Ausweitung von Überflutungsflächen - Bewahrung naturnaher, strukturreicher Teilbereiche der
Siedlungsgebieten in den südl. Gröbming vorhanden Kulturlandschaft
HQ100-Bereich - Sicherung reliktärer Landschaftselemente (Einzelbiotope)
- Sicherung ökolog. Pufferflächen zw. Enns bzw. den
Biotopen und intensiver genutzten Bereichen des
Talbodens (z.B. neue Umfahrung Gröbming)
Abschnitt 6: Pruggern - Espang Abschnitt 7Teilziele Gewässerökologie – Flusslandschaft – Biotopvernetzung
Abschnitt Pruggern – Espang
Enns-Korridor:
Def.: Schwallbeeinträchtigung
(verringerte Reprod. Äschen),
Flussbögen begradigt,
Zubringer: beeintr. Kontinuum
Gef.: Einengung durch neue Trassen
Pot.: intaktes Kontinuum,
einzelne Auwaldrelikte
Ziele: Reduktion Schwall,
Ausweitung Enns-Korridor,
Förder. flusstyp. Linienführung,
Förderung dynam. Prozesse,
Ausweitung Auenstandorte,
Förderung seitliche VernetzungTeilziele Gewässerökologie – Flusslandschaft – Biotopvernetzung
Abschnitt Pruggern – Espang
Biotopkomplex Enns – Salza-
Mündung – Niederöblarnbach –
Altarme:
Def.: fortgeschrittene Verlandung,
degrad. Mündungen Zubringer,
geringe Struktur. zw. Biotopen
Gef.: weitere Verlandung Altarm
Pot.: Auwaldrest bei Salza-Mündung
Ziele: verbesserte Anbindung Altarm
(bzw. Laufverlagerung Enns),
Aufwertung Mündungen der
Zubringer (ev. Verschleppung),
Verbesserung seitliche Vernetz.Teilziele Gewässerökologie – Flusslandschaft – Biotopvernetzung
Abschnitt Pruggern – Espang
Umland mit höherem
Vernetzungspotential:
Ziele: Verbesserung d. Vernetzung
Def.: teilw. Verlust v. Überflutungsfl.,
zum Umland, Verbesserung d.
teilw. fehlende Anbindung des
Durchgängigkeit der Zubringer,
Enns-Korridors an Umland,
Aufwertung/Ausweitung
geringe Strukturierung des
wertvoller Landschaftsstrukt.,
wildökologischen Korridors
Entwicklung einer naturnahen
Gef.: Fragmentierung durch neue strukturreichen Kulturlandschaft
Trassen (v. A. im wildökolog.
Korridor)Teilziele Gewässerökologie – Flusslandschaft – Biotopvernetzung
Abschnitt Pruggern – Espang
Umland mit geringerem
Vernetzungspotential:
Def.: großfl. Verlust v. Überflutungsfl.,
Ausräumung landwirt. Flächen,
fehlende Anbindung des
Enns-Korridors an Umland
Gef.: Fragmentierung durch neue
Trassen
Ziele: Sicherung der Verbindung zum
Umland, Verbesserung der
Durchgängigkeit der Zubringer,
Sicherung wertvoller
Landschaftsstrukturen,
Pufferflächen zw. Biotopen und
intensiver genutzten Bereichen,
Bewahrung einer naturnahen
KulturlandschaftTeilziele Schutzwasserwirtschaft – Hochwasser-Retention
Abschnitt Pruggern – Espang
Enns-Korridor:
Def.: generelle regulierungsbedingte
Einengung d. Durchflussprofils;
ev. Gefahr von Verklausungen
in Brückenprofilen
Ziel: Sicherung & Verbesserung der
Durchflusskapazität Biotopkomplex Enns – Salza-
(besonders bei Brücken) Mündung – Niederöblarnbach –
Altarme:
Def.: künstliche Mündung der Salza
(mündet rechtwinkelig in Enns),
Rückstau in der Salza bei HW
(dadurch ev. Gefährdung von
Gebäuden flussauf)
Ziel: Verbesserung des HW-Abflusses
durch Aufweitung/Verschleppung
des Mündungsbereiches (Salza
u. Enns)Teilziele Schutzwasserwirtschaft – Hochwasser-Retention
Abschnitt Pruggern – Espang
Umland mit geringerem u. höherem
Vernetzungspotential:
Def.: südl. Gröbming großflächiger
Einzelobjekte im Umland mit
Verlust v. Überflutungsflächen,
geringerem Vernetzungspotential:
Verlust an Retentionsvolumen
Def.: Einzelobjekte in Sölkdörfl im
Gef.: weitere Einengung bzw. HQ100-Raum
Fragmentierung durch Trassen
Umfahrung Gröbming & ÖBB
Ziel: Hochwasserschutz bis HQ100
Pot.: zusätzliche Überflutungsflächen
Einzelobjekte +
vorhanden
Kompensationsmaßnahmen für
Verlust des Retentionsraumes
Ziel: Ausweitung des bestehenden
Retentionsraumes, Nutzung der
ehemalig. Überflutungsflächen,
passiver HW-Schutz
Siedlungsgebiet im Umland mit
geringerem Vernetzungspotential:
Def.: Gewerbegebiet in Moosheim im
HQ100-Raum
Ziel: Hochwasserschutz bis HQ100
Siedlungsgebietes +
Kompensationsmaßnahmen für
Verlust des RetentionsraumesTeilziele Siedlungsentwicklung + Freizeit/Erholung
Abschnitt Pruggern – Espang
Gemeinde Öblarn
- Gewerbegebiet Edling im HQ100
- bebautes Bauland im Hauptort im HQ100
und in Gelber Zone.
- Siedlungserweiterungen
(Aufschließungsgebiet) im HQ100
Abstimmungsbedarf
- Einzelgebäude im Freiland im HQ100
- ÖBB-Streckenbegradigung geplant
mit HW-Schutz abstimmen
- Sportplatz (SF) im HQ100 und
in Wildbachgefahrenzone
- Wunsch: Freizeitzone an der Enns schaffenInteraktive Ausfertigung der LEITLINIE ENNS (HTML-basiert)
Entwicklungsmöglichkeiten der Enns-Flusslandschaft Schladming
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