Lernen. Verändern. Zukunft gestalten - Bildungsprogramm 2018 - DGB BILDUNGSWERK HESSEN E.V.

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DGB BILDUNGSWERK HESSEN E.V.

             Lernen.
         Verändern.
   Zukunft gestalten.

Bildungsprogramm 2018
Zur Begrüßung

Liebe Bildungsprogramm-Interessierte

   „Demokratie ist die einzige politisch verfasste Gesell-
   schaftsordnung, die gelernt werden muss - immer wieder,
   tagtäglich und bis ins hohe Alter hinein“
                                                Oskar Negt

   In unserem Bildungsprogramm für das Jahr 2018 finden
   Sie deshalb bewährte und neue Themen. Wir greifen
   wieder viele aktuelle soziale, ökonomische und ökolo-
   gische Fragen auf und wollen mit unseren Seminaren
   verantwortungsbewusstes gesellschaftliches Handeln
   unterstützen.

   Zum 1. Januar 2018 wird das Hessische Bildungs-
   urlaubsgesetz novelliert. Es wird einige Neuerun-
   gen im Gesetz geben, die in Zusammenarbeit mit
   uns Bildungsurlaubsträgern erarbeitet wurden und
   die wir ausdrücklich begrüßen. Das Wichtigste aber
   bleibt: auch nach dem neuen Gesetz haben alle Ar-
   beitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Rechts-
   anspruch auf eine Woche Bildungsurlaub im Jahr.

   Nutzen Sie auch in 2018 dieses Recht! Nehmen Sie sich
   eine Woche Zeit, neue Sichtweisen zu entdecken.

   In unseren Seminaren wollen wir Erfahrungen und Be-
   gegnungen ermöglichen, die alle Sinne ansprechen und
   noch lange nachwirken – auch wenn das Seminar längst
   vorbei ist.

   Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Birgit Groß
(Leiterin)

                                                1
Ihre Ansprechpartner_innen

              Leiterin

              Birgit Groß, Tel. 069 273005-60
              birgit.gross@dgb-bildungswerk-hessen.de

              Verwaltungsleiterin

              Hannelore Klemm, Tel. 069 273005-62
              hannelore.klemm@dgb-bildungswerk-hessen.de

              Bildungsreferent_innen

              Dr. Isolde Ludwig, Tel. 069 273005-65
              isolde.ludwig@dgb-bildungswerk-hessen.de

              Uli Wessely, Tel. 069 273005-64
              uli.wessely@dgb-bildungswerk-hessen.de

     2
Regionalkoordinator
Projekt Mento

Filippo Rinallo, Tel. 069 273005-69
filippo.rinallo@dgb-bildungswerk-hessen.de

Verwaltungsangestellte

Heidi Gebert, Tel. 069 273005-61
heidi.gebert@dgb-bildungswerk-hessen.de

Christine Bandu, Tel. 069 273005-70
christine.bandu@dgb-bildungswerk-hessen.de

Christel Berchem, Tel. 069 273005-63
christel.berchemj@dgb-bildungswerk-hessen.de

                                  3
Inhalt

Termin              Thema                                         Ort         Seite

1. Gesellschaft verstehen und verändern
09.04. - 13.04.2018 Strukturwandel im „Pott“ - Oberhausen         Oberhausen 9
                    zwischen Tradition und Fortschritt
09.04. - 13.04.2018 Zwei Themen einer Insel -                     Zinnowitz     10
                    Tourismus und Naturschutz auf Usedom
14.05. - 18.05.2018 Die Fränkische Schweiz - einzigartiges        Pottenstein 11
                    Naturparadies, Kulturlandschaft...
25.06. - 29.06.2018 Regionale Ernährung und (Land-)               Marburg       12
                    Wirtschaft gemeinsam erleben
09.07. - 13.07.2018 200 Jahre Karl Marx - Was können wir          Trier         13
                    heute noch von ihm lernen?
09.07. - 13.07.2018 Kassel - Stadt der Documenta und              Kassel        14
                    Weltkulturerbe
06.08. - 10.08.2018 Seien wir realistisch - machen wir das        Roes          15
                    Unmögliche!?
03.09. - 07.09.2018 Strukturwandel im ländlichen Raum -           Geisa         16
                    Beispiele aus Thüringen und Hessen
10.09. - 14.09.2018 ‚Augen auf und dabei‘ anstatt                 Wangerooge 17
                    ‚Augen zu und durch‘!
15.10. - 19.10.2018 Zivilcourage braucht ein Gesicht -            Zinnowitz     18
                    Zivilcourage braucht Dich!
15.10. - 19.10.2018 Film(en) bewegt - Der Film in meinem Kopf     Frankfurt     19
22.10. - 26.10.2018 Leben und Arbeiten im deutsch-polnischen      Gartz         20
                    Grenzgebiet...
22.10. - 26.10.2018 In der Lobby brennt noch Licht. Die Gefähr-   Berlin        21
                    dung der parlamentarischen Demokratie
22.10. - 26.10.2018 Der flexible Mensch: Neue Arbeitsformen...    Wangerooge 22
05.11. - 09.11.2018 100% erneuerbar - geht das überhaupt?         Frankfurt 23
12.11. - 16.11.2018 100 Jahre Novemberrevolution in               Berlin     24
                    Deutschland

2. Ökologie - es geht ums Überleben
14.05. - 18.05.2018 Das Biosphärenreservat Rhön –                 Oberelsbach 26
                    ein Erfolgskonzept?!
11.06. - 15.06.2018 Pfälzerwald - Nordvogesen                     Silz        27
                    Biosphärenreservat mit alten Wäldern...
13.08. - 17.08.2018 Naturpark Taunus - Region im Spannungsfeld... Oberursel 28
10.09. - 14.09.2018 Nationalpark Eifel. Ein Schutzgebiet für      Schleiden 29
                    seltene Pflanzen und Tiere im Wandel...
15.09. - 19.10.2018 Die grüne Lunge Frankfurts – unterwegs Frankfurt          30
                    mit dem Grüngürteltier in und um Frankfurt
22.10. - 26.10.2018 Eine Insel im Wandel der Zeit:                Helgoland 31
                    Helgoland - ein Naturparadies...
03.09. - 07.09.2018 Das Grüne Band - vom Grabfeld zum             Rödental    34
                    Thüringer Wald
17.09. - 21.09.2018 Das Grüne Band - von der Saale                Hof         35
                    bis zur tschechischen Grenze

           4
Inhalt

Termin                Thema                                      Ort         Seite
3. Kinder und Eltern gemeinsam unterwegs
25.06. - 29.06.2018 Urwald von morgen im Kellerwald              Vöhl         40
                    Einzigartiger Nationalpark ...
23.07. - 27.07.2018 Natur erleben. Natürlich leben. Mit Familien Schlangenbad 45
                    unterwegs im Naturpark Rhein-Taunus...
30.07. - 03.08.2018 Wildnis suchen und erleben! Schwarzwald Forbach           46
08.10. - 12.10.2018 Damit Familie gelingt. Was Kinder stark Herbstein         47
                    macht und Erwachsene dafür tun können

4. Kommunikation und Handeln
14.05. - 18.05.2018   Mediation - neue Wege zur Konfliktlösung   Zinnowitz   50
18.06. - 22.06.2018   Empathie lernen mit Gewaltfreier           Oberelsbach 51
                      Kommunikation
08.10. - 12.10.2018   Das Spiel des Lebens - ein Kunstwerk!      Zinnowitz     52
                      Vielfalt eine gesell. Herausforderung!
26.11. - 30.11.2018   Kommunikation hat viele Gesichter          Oberelsbach 53
                      Über die Macht der Sprache
5. Über den Tellerrand - unsere Nachbarn
23.04. - 27.04.2018 Mallorca - Massentourismus, Versorgungs- Soller/            56
                    probleme und beeindruckende Natur           Mallorca
23.04. - 27.04.2018 Barcelona - Bewegungen, Parteien,           Barcelona/      57
                    Gewerkschaften - War da was?                Spanien
14.05. - 18.05.2018 Inklusion in Lettland - Wie geht das in     Riga/           58
                    einem kleinen baltischen Staat?             Lettland
11.06. - 15.06.2018 Leben und arbeiten im Leutaschtal           Leutasch/       59
                    Beispiel für Be- und Entschleunigung...     Österreich
11.06. - 15.06.2018 Heute Griechenland, morgen wir! Griechisch- Athen/          60
                    deutsche Geschichte, europ. Spardiktat... Griechenland
16.07. - 20.07.2018 Kleinwalsertal im (Klima-) Wandel – alpine Hirschegg/       61
                    Ökologie und der Einfluss des Menschen Österreich
16.07. - 20.07.2018 Das Grüne Band Europa - Neusiedler See Illmitz/ Öster.      63
24.09. - 28.09.2018 Neue Hoffnung im Alentejo? Der Traum Beja/                  64
                    von einem Europa der Regionen...            Portugal
03.09. - 07.09.2018 Wohnen ist Menschenrecht! Die soziale       Wien/           65
                    Frage ums Wohnen in Wien bis heute          Österreich
17.09. - 21.09.2018 Strasbourg - Menschenrechte und             Straßburg/      66
                    Europa                                      Frankreich
11.03. - 15.03.2019 La Palma - nachhaltiger Tourismus statt Los Llanos/         67
                    Touristenmassen                             La Palma
Service
Ihre Ansprechpartner_innen		                                                     2
Impressum			                                                                     6
Die Anmeldung			                                                                41
Wir über uns			                                                                 70
Das Recht auf Bildungsurlaub 		                                                 72
Datenschutzerklärung		                                                          73
Allgemeine Geschäftsbedingungen		                                               74
Die Häuser			                                                                   77
                                                                    5
Impressum

Impressum
Verantwortlich
DGB Bildungswerk Hessen e.V.
Gemeinnütziges Bildungswerk Hessen
des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Anerkannte Landesorganisation der Erwachsenenbildung
(nach dem Gesetz zur Förderung der Weiterbildung und des
lebensbegleitenden Lernens im Lande Hessen)
Druck
gründrucken® Verpackung GmbH
Druck auf Recyclingpapier, CO2 kompensierte Produktion

Layout
Uli Wessely

November 2017

Auflage
11.000

          6
Gesellschaft
verstehen und
    verändern

   In diesem Schwerpunkt
       bieten wir Seminare
   aus den Themenfeldern
       Arbeit, Gesellschaft,
    Ökonomie, Energie und
   soziale Entwicklung an.
Gesellschaft verstehen und verändern

Strukturwandel im „Pott“                      Sem
Seminarreise durch die Geschichte                   inar
                                                         reih
der Industriekultur des Ruhrgebietes                          e

   Kohle, dreckige Luft,
   rauchende Schornstei-
   ne,     Schrebergärten,
   Schalke 04… selten wird
   das Ruhrgebiet nicht mit
   diesen Klischees in Ver-
   bindung gebracht. Doch
   die Wirklichkeit sieht an-
   ders aus und die Eindrücke gehören schon längst der Vergan-
   genheit an. Das Ruhrgebiet hat einiges zu bieten.
   In Mitteleuropa hat sich kaum eine andere Region in den letz-
   ten Jahrzehnten so gewandelt wie das Ruhrgebiet. Viele der
   früher auf Hochtouren laufenden Zechen mussten geschlos-
   sen werden, der Strukturwandel hat mittlerweile aus dem
   „Pott“ eine Region mit Kultur- und Freizeitangeboten gemacht,
   die an Vielzahl kaum zu überbieten sind. Doch Probleme gibt
   es auch im Ruhrgebiet reichlich.
   Die Öffnung der Kohle-Märkte und anderer Energieträger wie
   Erdöl und Erdgas ließen die Preise auf dem Energiemarkt
   sinken. Das Ruhrgebiet steckte ab 1958 in der Montankrise,
   die ersten Zechen wurden stillgelegt. Auch die Stahlindustrie
   geriet durch internationale Konkurrenz in den 1970er Jahren
   in die Krise, in deren Folge das Hüttensterben begann. Damit
   ging der prägende Charakter der Montanindustrie im Revier
   verloren und tausende Bergleute und Stahlarbeiter wurden
   arbeitslos.
                              Gleichzeitig setzte der Strukturwan-
                              del ein, indem neue Industriezweige
                              und Hochschulen entstanden. Die
                              neuen Bildungsstätten machten das
                              Ruhrgebiet zur dichtesten Hoch-
                              schul- und Forschungslandschaft in
                              Deutschland.
                              Mit dieser Seminarreihe machen
   wir uns auf den Weg durch die Besonderheiten in Geschich-
   te, Gegenwart und Zukunft der einzelnen Städte in der Regi-
   on. Nachdem wir uns in den Seminaren der letzten Jahre mit
   der Ruhrmetropole Essen, der Stadtentwicklung in Duisburg
   und der Entwicklung von den Zechen zur Dienstleistungesge-
   sellschaft in Gelsenkirchen und Recklinghausen beschäftigt
   haben, werden wir 2018 ein Seminar in Oberhausen anbieten.

        8
Gesellschaft verstehen und verändern

Strukturwandel im „Pott“
Oberhausen zwischen Tradition und Fortschritt
Ein gelungenes Beispiel für die Veränderung
einer ganzen Region

                                        Tief im Westen gibt es ei-
                                        nen starken Ort, wo man
                                        gut leben, wo man gut
                                        arbeiten kann: Oberhau-
                                        sen. Eine Stadt voll Fan-
                                        tasie und Lebensfreude.
                                        Hier ist alles nah: der
                                        Rhein-Herne-Kanal, 16
                                        Autobahnanschlüsse, die
   Flughäfen Düsseldorf und Dortmund. Diese Stadt verbindet
   viele Menschen miteinander und hat beste Verbindungen in die
   ganze Welt. Viele Firmen – vom Global Player bis zum feinen
   Handwerksbetrieb – haben hier ihren Sitz. Im europäischen
   Wettbewerb hat Oberhausen seinen Platz längst gefunden.
   Doch haben alle etwas von diesem Erfolg? Schaut man in die
   Statistik, wächst gleichzeitig der Anteil armer Menschen, ins-
   besondere unter den älteren. Auch die Arbeitslosigkeit liegt
   mit ca. 11% weit über dem Bundesdurchschnitt.
   In der Seminarwoche wollen wir
   u.a. die ‚Wiege der Ruhrindustrie‘,
   die St. Antony-Hütte besuchen, ei-
   nen Rundgang durch die älteste
   Arbeiterkolonie des Ruhrge-
   biets, die Siedlung Eisenheim
   machen und den Gasometer
   Oberhausen, zugleich Wahrzei-
   chen der Stadt, Symbol für den
   gelungenen Strukturwandel im
   Ruhrgebiet und Europas höchste
   Ausstellungshalle, anschauen.

Seminarnummer:             02/2018
Zeit:                      09.04. - 13.04.2018
Ort:                       Oberhausen (Ruhrgebiet)
Teilnahmebeitrag:          280 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           370 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:               120 Euro

Die Übernachtungen vom 08.04. bis 13.04.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

                                                       9
Gesellschaft verstehen und verändern

Zwei Themen einer Insel - Tourismus und
Naturschutz auf Usedom
Nachhaltige Entwicklung und Massentourismus -
geht das?
   Usedom, die Sonnenin-
   sel an der Ostseeküste,
   ist mit über einer Million
   Besucher im Jahr eines
   der bedeutendsten Ur-
   laubsziele Deutschlands.
   Neben dem über 40 km
   unverbauten Sandstrand an der Außenküste und mondä-
   nen Seebädern mit ihren Seebrücken bietet die Insel auch
   schöne kleine Orte im Achterland, die Boddengewässer
   in Richtung Festland, viele Binnenseen, Moore und eine
   große Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Nirgendwo sonst in
   Deutschland gibt es so viele Seeadler wie hier.
   Die Insel hat zwei Gesichter: die touristisch geprägte
   Außenküste, die vom Großteil der Touristen besucht wird
   und das ruhige, beschauliche Achterland, wohin nur wenige
   Besucher den Weg finden. Doch auch hier wächst der Tou-
   rismus. Auch hier wollen die Bewohner etwas von dem gro-
   ßen Tourismuskuchen abhaben. Ferienwohnungen werden
   gebaut und immer wieder gibt es neue große Projekte wie
   Ressorthotels, Golfanlagen o.ä., die hier geplant und bisher
   auch wieder verworfen wurden. Doch wie lange noch? Wie
   viel mehr Tourismus hält diese Insel noch aus? Wie lange
   kann diese einzigartige Natur, der Lebensraum für See-
   adler, Fischotter und andere seltene Tiere und Pflanzen
                              noch erhalten werden?
                              Diesen Fragen wollen wir im Se-
                              minar nachgehen. Wir werden zu
                              Fuß, mit dem Fahrrad und der Bä-
                              derbahn auf der Insel unterwegs
                              sein, um uns selbst ein Bild zu
                              machen.
Seminarnummer:             03/2018
Zeit:                      09.04. - 13.04.2018
Ort:                       Zinnowitz (Usedom)
Teilnahmebeitrag:          340 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           430 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:                90 Euro

Die Übernachtungen vom 08.04. bis 14.04.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
        10
Gesellschaft verstehen und verändern

Die Fränkische Schweiz -
Einzigartiges Naturparadies, Kulturlandschaft und
Beispiel für ökologisches Wirtschaften und sanften
Tourismus

    Die Fränkische Schweiz ist eine Region in Bayern, die ihren
    Eigennamen durch landschaftliche und kulturelle Besonder-
    heiten erhalten hat. Es ist eine charakteristische Berg- und
    Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen
    sowie vielen Burgen und Ruinen. Bedingt durch den Rück-
    gang der Landbevölkerung und dem wachsenden Tourismus
    in dieser Region erhält der Schutz der Landschaft, regionales
    ökologisches Wirtschaften und der Artenschutz eine neue Be-
    deutung.
    Hierzu gibt es mittlerweile zahlreiche Initiativen. So beispiels-
    weise der Verein „Natürlich Lernen auf Gut Schönhof e.V.”,
    eine Initiative, die 2010 gegründet wurde, um Schulklassen,
    Kinder- und Jugendgruppen einen praktischen und erlebnis-
    orientierten Zugang zur Landwirtschaft und so zu unserer Le-
    bensgrundlage, den Lebensmitteln, nahe zu bringen.
    Die Erkenntnisse dieses Seminars sollen helfen, politische
    Forderungen für ein Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie
    und Umweltbildung am Beispiel der Fränkischen Schweiz zu
    formulieren.
    In Exkursionen vor Ort, Besichtigungen, Vorträgen und Dis-
    kussionen wird den Teilnehmenden die Möglichkeit eröffnet,
    sich ein eigenes Bild zu verschaffen und diese Erkenntnisse
    als Grundlage für ökologisch-nachhaltige Veränderungen in
    ihrer eigenen Lebensumwelt mitzunehmen.
Seminarnummer:              06/2018
Zeit:                       14.05. - 18.05.2018
Ort:                        Pottenstein (Bayern)
Teilnahmebeitrag:           280 Euro (HP)
Nichtmitglieder:            370 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:                 60 Euro

Die Übernachtungen vom 13.05. bis 18.05.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                         11
Gesellschaft verstehen und verändern

Regionale Ernährung und (Land-)Wirtschaft
gemeinsam erleben
Nachhaltig, solidarisch und ökologisch Handeln in Hessen

    Wer kann sich denn heute leckeres Essen à la Bio-Regional
    leisten? Und was ist bei der Solidarischen Landwirtschaft
    denn das Solidarische? Macht selbst Ernten wirklich Spaß und
    wie schmeckt die Biomöhre frisch vom Acker? Wem hilft mein
    Verhalten? Können die Menschen in der regionalen Produktion
    wirklich gut von ihrer Hände Arbeit leben?
    Eigentlich hat man ja
    schon so manches be-
    züglich der Änderung
    des eigenen Konsum-
    und Essverhaltens ins
    Auge gefasst. In diesem
    Bildungsurlaub werden
    wir nun ins Handeln kommen und viele Antworten und Hand-
    lungsalternativen selbst herausfinden.
    In fünf spannenden und erlebnis- und handlungsorientierten
    Tagen erkunden wir gemeinsam die Region. Vor Ort lernen wir
    tolle und real funktionierende Modellprojekte und die Men-
    schen dahinter kennen. Wir befassen uns mit praktischen und
    nachvollziehbaren Beispielen und dem Wert von Lebensmit-
    teln. Wir betrachten auch das Spannungsfeld von Ökologie
    und Ökonomie sowie von Soziologie und Ernährungsphysiologie.
    Bei den geplanten Besuchen beim Biomilchhof, der Käsepro-
    duktion oder dem Imker entdecken wir in kleinen geführten
    Touren (ca. 4 bis 8 km pro Tag) das schöne historisch sowie
                                         ökologisch interessante
                                         Kulturland. Wir lernen
                                         auch den Gemüsebau-
                                         ern und die Solidari-
                                         sche Landwirtschaft
                                         kennen.

Seminarnummer:            14/2018
Zeit:                     25.06. - 29.06.2018
Ort:                      Marburg (Hessen)
Teilnahmebeitrag:         280 Euro (HP)
Nichtmitglieder:          370 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:              130 Euro

Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.

        12
Gesellschaft verstehen und verändern

200 Jahre Karl Marx
Was können wir heute noch von ihm lernen?

   „Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen“

   Am 5. Mai 1818 wurde Karl Marx in Trier geboren. Sein Haupt-
   werk „Das Kapital“ erschien vor über 150 Jahren. Kein anderer
   Theoretiker hat die Grundzüge der kapitalistischen Gesellschaft
   so klar und scharf analysiert wie Marx. Bis heute ist er einer
                             der wichtigsten Bezugspunkte zum
                             Verständnis der aktuellen wirtschaft-
                             lichen und sozialen Lage weltweit.
                             Gewerkschaften, soziale Bewegun-
                             gen und linke politische Gruppen
                             beziehen sich auf sein theoretisches
                             Fundament, um die passenden Ant-
                             worten auf die aktuellen Probleme
                             zu geben. Das können Kämpfe um
                             mehr Lohn, eine saubere Umwelt
                             oder gegen Rassismus sein. Wir wer-
                             den uns während des Seminars seine
                             Begrifflichkeiten von „Arbeit“, „Ware“
                             „Geld“ und „Kapital“ etwas genauer
                             anschauen. Einen Bogen spannen
                             möchten wir zwischen der Entste-
                             hung und Inhalt des Kapitals bis zu
   aktuellen Fragen der Produktionweise (z.B. Arbeit 4.0), Finanz-
   krisen sowie der Verteilung von Armut und Reichtum. Natürlich
   werden wir auch die Frage aufwerfen, welche Schlüsse daraus
   für unsere eigene soziale Praxis zu ziehen sind.
   Wir möchten uns Karl Marx und seinem Wirken auf unter-
   schiedliche Weise nähern. So werden wir die Ausstellung „Karl
   Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT.“ in seiner Geburtsstadt
   Trier besuchen und reflektieren sowie über Vorträge, Texte,
   Filme und Diskussionen unser eigenes Marx-Verständnis ent-
   wickeln bzw. vertiefen.

Seminarnummer:             16/2018
Zeit:                      09.07. - 13.07.2018
Ort:                       Trier (Rheinland-Pfalz)
Teilnahmebeitrag:          340 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           430 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:                75 Euro

Die Übernachtungen vom 08.07. bis 13.07.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                       13
Gesellschaft verstehen und verändern

Kassel – Stadt der Documenta und
Weltkulturerbe
Kunst als historisches Dokument und Ort
gesellschaftlicher Auseinandersetzungen
                                       Mit der ersten Docu-
                                       menta 1955 wollte der
                                       Kasseler Kunstprofes-
                                       sor und Designer Arnold
                                       Bode ein Hoffnungszei-
                                       chen in der zerstörten
                                       Stadt setzen und den
                                       Menschen zeigen, wie
                                       beeindruckend die „Ent-
                                       artete Kunst“ der Natio-
                                       nalsozialisten ist.
    Der überraschende große Erfolg der Ausstellung begrün-
    dete die bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst
    die „Documenta“, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet.
    Wir wollen uns in diesem Seminar mit der Entwicklung die-
    ser Ausstellung und ihrer Wirkung auf die Besucher_innen
    auseinandersetzen. Kunst als Ort gesellschaftlicher und
    politischer Auseinandersetzungen sowie als Hoffnungsträ-
    ger ist das zentrale Thema dieser Woche.
    Dazu werden wir uns in Kassel auf die Spurensuche von
    Kunstwerken verschiedener Documentaausstellungen be-
    geben. Die Wilhelms-
    höhe mit dem größten
    Bergpark      Europas
    und seinen historisch
    bedeutenden Kunst-
    werken wird ein Be-
    standteil des Semina-
    res sein.

Seminarnummer:            17/2018
Zeit:                     09.07. - 13.07.2018
Ort:                      Kassel (Hessen)
Teilnahmebeitrag:         160 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)
Nichtmitglieder:          180 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)

Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.
       14
Gesellschaft verstehen und verändern

Seien wir realistisch –
machen wir das Unmögliche!?*

    Wer eine andere Lebens- und Arbeitswelt haben will,
    braucht eine Utopie – es geht darum die Welt zu verändern.
    Wie will ich leben – wohnen – arbeiten?
    Dies ist ein Bildungsurlaub für Menschen, die auf der Su-
    che sind und die Veränderung wollen. Wir befassen uns mit
    unseren eigenen Visionen, neuen Denk- und Handlungs-
    ansätzen für unser Leben. Es geht auch darum herauszu-
    finden, welche unsere eigenen Bedürfnisse sind. In diesem
    Zusammenhang betrachten wir bereits vorhandene Modelle
    und Alternativen. Dazu nutzen wir verschiedene Methoden.
    An einem Seminartag besuchen wir Betriebe in der Region,
    die Alternativen zur üblichen Arbeitswelt bieten. Auch das
    Tagungshaus, in dem unser Seminar stattfindet, ist ein Bei-
    spiel für eine Utopie, die gelebt wird.
    Es gibt immer eine Alternative!
    * frei nach Che Guevara

Seminarnummer:             22/2018
Zeit:                      06.08. - 10.08.2018
Ort:                       Roes (Eifel)
Teilnahmebeitrag:          280 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           370 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:                60 Euro

Die Übernachtungen vom 05.08. bis 10.08.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

                                                       15
Gesellschaft verstehen und verändern

Strukturwandel im ländlichen Raum -
Beispiele aus Thüringen und Hessen an der
ehemaligen innerdeutschen Grenze

    Die innerdeutsche Grenze trennte über vierzig Jahre Ost und
    West voneinander. „Seit der Wiedervereinigung 1990 wächst
    zusammen, was zusammen gehört“, so der offizielle Diskurs.
    Aber ist das wirklich so? Wie sehen die Entwicklungen gerade
    im ländlichen Raum links und rechts der ehemaligen Grenze
    aus? Nach Wegfall der Zonenrandförderung und Aufbau Ost
    sind die Ausgangssituationen auf den ersten Blick sehr unter-
    schiedlich.
                                      Wir wollen uns beispielhaft
                                      an der hessisch-thüringi-
                                      schen Grenze in der Rhön
                                      ein Bild von den Entwicklun-
                                      gen in den letzten 27 Jahren
                                      machen und die aktuellen
                                      Prozesse beobachten.
                                      Ausgehend von der deut-
                                      schen Teilung werden wir
    uns mit der Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Gren-
    ze rund um den Point Alpha, einer Gedenkstätte des Kalten
    Krieges und der deutschen Teilung, beschäftigen.
    Darauf aufbauend spielen Themen wie der demographische
    Wandel, wirtschaftliche und politische Entwicklungen in der
    nördlichen Rhön eine zentrale Rolle. Dazu wollen wir mit kom-
    munalpolitischen Entscheidungsträgern sprechen, Betriebe
    beidseits der Grenze besichtigen und die Bedeutung des Bio-
    sphärenreservats für die Region beleuchten.
    Wir werden in der Region unterwegs sein, um mit Menschen
    zu sprechen, die hier leben und arbeiten. Auch ein Gespräch
    mit einer Zeitzeugin ist geplant, die als Kind im DDR-Sperr-
    gebiet nahe der Grenze aufgewachsen ist und immer noch in
    der Region lebt.
Kooperationsseminar mit der Point Alpha Akademie

Seminarnummer:             24/2018
Zeit:                      03.09. - 07.09.2018
Ort:                       Geisa (Rhön)
Teilnahmebeitrag:          280 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           370 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:                75 Euro

Die Übernachtungen vom 02.09. bis 07.09.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
        16
Gesellschaft verstehen und verändern

‚Augen auf und dabei‘ anstatt
‚Augen zu und durch‘!
Mit vollem Bewusstsein im Leben!
    Das Ziel ist, selbstbewusst und aktiv an der Gestaltung un-
    serer Lebens- und Arbeitsbereiche mitzuwirken und unsere
    Werte und Leitbilder zu verwirklichen. Welchen Einfluss ha-
    ben dabei Gesellschaft, Politik und Medien auf uns? Wie und
    wodurch entwickelt sich unser Bewusstsein?
    Wir werden in diesem Seminar die in unserer Gesellschaft
    geltenden Normen und Wertvorstellungen auf den Prüf-
    stand stellen. Hierzu wollen wir auch eigenes Bewusstsein
    entwickeln und den eigenen Standpunkt finden. Übungen
    zur Wahrnehmung und Sensibilisierung von Manipulation
    und Steuerungswerkzeugen werden Bestandteil des Semi-
    nars sein.
    In einer geführten Wattwanderung werden wir Gelegenheit
    haben, auch unser ökologisches Bewusstsein zu schärfen
    und mehr zu erfahren über den Nationalpark Wangerooge,
    der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
    Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie wir in Zu-
    kunft leben wollen.
                           Gemeinsam begeben wir uns auf den
                           Weg zum (selbst-) bewussten, aktiven
                           Menschen in unserer Gesellschaft!
                           Themenschwerpunkte:
                           • Bewusstsein
                           • Politik und Medien
                           • Manipulation
                           • Persönlichkeitsprofile
                           • Verantwortung leicht gemacht
                           • Einflussmöglichkeiten
                           • Durchsetzungsfähigkeit
                           • Zukunftsgestaltung
    Die Teilnehmer_innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt.
Kooperationsseminar mit Arbeit und Leben Hessen
Seminarnummer:             26/2018
Zeit:                      10.09. - 14.09.2018
Ort:                       Wangerooge (Nordsee)
Teilnahmebeitrag:          340 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           430 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:               102 Euro
Die Übernachtungen vom 09.09. bis 15.09.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                       17
Gesellschaft verstehen und verändern

Zivilcourage braucht ein Gesicht -
Zivilcourage braucht Dich!
Zivilcourage: kann ich das lernen und leben, ohne
mich selbst in Gefahr zu bringen?
                                 Was versteht man unter Zivil-
                                 courage? Courage heißt Mut!
                                 Mut hinzusehen, aufzustehen,
                                 sich einzumischen und einzu-
                                 greifen, wenn Ungerechtigkeit
                                 geschieht und Konflikte drohen
                                 zu eskalieren.
                                 Zivilcourage: kann ich das
                                 lernen und leben, ohne mich
                                 selbst in Gefahr zu bringen?
                                 Was brauchen Einzelne sowie
                                 unsere Gesellschaft, damit Mut
                                 zunehmen kann und Angst we-
                                 niger wird?
   Ziel des Seminars ist:
   • den Gedanken der Solidarität und des eigenen Handelns
      für Demokratie und Menschlichkeit zu fördern
   • Blockaden und Grenzen der eigenen Courage zu
      erkennen
   • Mut und Vertrauen in die Eigenwirksamkeit zu entwickeln
   • kreative vielfältige Ideen zu sammeln, um handeln zu
      können

   Wir wollen uns theoretisch und spielerisch mit dem Kon-
   fliktdreieck auseinander setzen, das aus Opfer, Täter und
   Zuschauern besteht. Die Rollen variieren in der Realität oft:
   aus Opfern werden Täter, aus Zuschauern Opfer und aus
   Tätern werden Zuschauer.

   Die Teilnehmer_innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt.

Seminarnummer:             32/2018
Zeit:                      15.10. - 19.10.2018
Ort:                       Zinnowitz (Usedom)
Teilnahmebeitrag:          340 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           430 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:                90 Euro

Die Übernachtungen vom 14.10. bis 20.10.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

        18
Gesellschaft verstehen und verändern

Film(en) bewegt - Der Film in meinem Kopf

                                     Filme werden seit jeher
                                     genutzt, um Menschen zu
                                     informieren, aber auch zu
                                     manipulieren. Heute sind
                                     wir beides: Zuschauer_in-
                                     nen und Macher_innen.
                                     Wir werden durch Filme
                                     auf YouTube oder im Fern-
                                     sehen beeinflusst, können
    aber auch selbst mit eigenen Filmen Einfluss nehmen. Noch
    nie war es so einfach, selbst Filme zu machen. Statt teurer
    Filmkameras brauchen wir nur ein Smartphone. Mit wenigen
    Mitteln können wir so unsere Gedanken ausdrücken und un-
    sere Sicht auf die Welt zeigen. Doch wie funktionieren Filme
    und Videos? Wie sprechen sie uns an? Wie können wir Manipu-
    lation erkennen? Wie können wir aus einzelnen Aufnahmen
    eine Geschichte machen, die das erzählt, was uns bewegt?
    Beim Bildungsurlaub erfahrt Ihr:
    • welche Rolle moderne Medien (heute: Filme, YouTube) bei
      gesellschaftlichen Entwicklungen spielten und spielen
    • warum Filme uns so bewegen (Wahrnehmungspsychologie),
    • mit welchen Mitteln im Film gearbeitet wird (Einstellungen,
      Beleuchtung, Ton) und wie diese Mittel wirken (auch mani-
      pulativ, mit Einblick in die Werbepsychologie)
    • wie diese Mittel eingesetzt werden können, um mit eigenen
      Filmen etwas zu bewegen
    Natürlich bleibt es nicht bei der
    Theorie. Ihr werdet gemein-
    sam das Erfahrene in die Praxis
    umsetzen und kleine Video-
    sequenzen auf dem Smartphone
    erstellen.
Seminarnummer:             33/2018
Zeit:                      15.10. - 19.10.2018
Ort:                       Frankfurt (Main)
Teilnahmebeitrag:          130 Euro (ohne Übernachtung
                           und Verpflegung)
Nichtmitglieder:           150 Euro (ohne Übernachtung
                           und Verpflegung)

Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.

                                                      19
Gesellschaft verstehen und verändern

Leben und Arbeiten im deutsch-polnischen
Grenzgebiet
Eine Grenzregion im Wandel -
ökologisch-ökonomische Strukturentwicklung
   Die Region um das Untere
   Odertal an der deutsch-
   polnischen Grenze befin-
   det sich seit vielen Jahren
   im Wandel. Auf deutscher
   Seite leben immer weni-
   ger Menschen. Junge Leu-
   te gehen in Regionen, wo
   sie mehr Chancen für ihre
   Zukunft sehen. Auf polni-
   scher Seite wird Stettin/
   Szczecin immer mehr zum
   wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zentrum für die Re-
   gion. Polen kaufen leerstehende Häuser auf deutscher Seite,
   weil diese hier günstiger sind und arbeiten in Stettin.
   Schwedt, das zu DDR-Zeiten als Industriestandort und für sein
   Militärgefängnis bekannt war, entwickelt sich zunehmend zum
   wichtigen Mittelzentrum in der Region. Die Oder bildet die Le-
   bensader für die ökonomischen und ökologischen Entwicklun-
   gen beidseits der Grenze.
   Im Seminar wollen wir uns einzelne Projekte der Zusammen-
   arbeit zwischen Polen und Deutschen ansehen. Wir werden in
   Stettin und Schedt unterwegs sein, um uns über die histori-
   schen und aktuellen Entwicklungen zu informieren. Wir wollen
   mit Polen in Deutschland und Deutschen in Polen sprechen
   und die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen sowie den
   demographischen Wandel beidseits der Grenze untersuchen.
   Wir werden uns beispielhaft mit einem aktuellen Projekt zum
   Hochwasserschutz an der Oder auseinandersetzen, das die
   Region nachhaltig verändern könnte.
   Die Teilnehmer_innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt.
Seminarnummer:             35/2018
Zeit:                      22.10. - 26.10.2018
Ort:                       Gartz (Brandenburg)
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           410 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:                60 Euro

Die Übernachtungen vom 21.10. bis 26.10.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
        20
Gesellschaft verstehen und verändern

In der Lobby brennt noch Licht
Die Gefährdung der parlamentarischen Demokratie
durch private Politikberatung und -beeinflussung

    Die Lobby ist der alte englische Ausdruck für die Vorhalle
    des Parlamentes. In der Lobby versuchten und versuchen die
    unterschiedlichsten Interessenvertreter_innen mit Abgeord-
    neten ins Gespräch zu kommen und die Politik zu beeinflus-
    sen. Allerdings beschränkt sich die Lobbyarbeit schon lange
    nicht mehr auf die Vorhallen des Parlaments. Wirtschaftsver-
    bände, Unternehmen, Lobbyorganisationen und sogenannte
    „Denkfabriken“ nehmen mit viel Geld, Zeit und Personal offen-
    siv Einfluss auf Politik und Öffentlichkeit.

    Wir wollen in Berlin den Spuren der Lobby-Macht nachgehen,
    hinterfragen und untersuchen, inwieweit diese die parlamen-
    tarische Demokratie gefährdet. Nach Schätzungen von Lobby
    Control gibt es in der Bundeshauptstadt ca. 5.000 Lobbyisten.
    Bestes Beispiel ist Diesel-Gate. Wir werden in einer Lobby-
    tour aufzeigen, dass die Lobbyisten ihre Büros in unmittelba-
    rer Nähe zum Bundeskanzleramt, zu Ministerien und wich-
    tigen staatlichen Institutionen haben. Wir werden den Deut-
    schen Bundestag besuchen und mit Parlamentariern über
    ihre Erfahrungen mit den Praktiken der Lobbyisten sprechen.
    Wir informieren uns vor Ort über die Arbeit von Lobby Control
    und Transparency.
    Das Seminar zielt auf eine kritische Debatte über Lobbyismus,
    die sich intransparenten Entscheidungen der Politik und ein-
    seitigen Einflussnahmen durch mächtige Interessenvertreter
    entgegenstellt.

Seminarnummer:             36/2018
Zeit:                      22.10. - 26.10.2018
Ort:                       Berlin
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (Ü/F)
Nichtmitglieder:           410 Euro (Ü/F)
EZ-Zuschlag:               130 Euro

Die Übernachtungen vom 21.10. bis 26.10.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

                                                       21
Gesellschaft verstehen und verändern

Der flexible Mensch: Neue Arbeitsformen
und ihre psychischen Konsequenzen

                                       Schneller, höher, weiter,
                                       besser: wir arbeiten in
                                       Projekten, wir schließen
                                       Ziel- und Leistungs-
                                       vereinbarungen, unser
                                       Arbeitstag ist nicht um
                                       vier oder fünf zu Ende,
                                       sondern dann, wenn das
                                       Projekt steht, unsere
   Arbeitszeiten sind flexibilisiert, unsere Verträge befristet
   und statt in die Kneipe geht’s abends ins Fitnessstudio, um
   auch den Körper zu optimieren.
   Arbeitnehmende von heute müssen sich ständig und über-
   all in flexibilisierten und alternativen Beschäftigungsfor-
   men bewähren. Wir sollen fit, jung, produktiv und effizient
   sein, immer. Extreme Flexibilität wird oft bis ins höhere
   Lebensalter vorausgesetzt. Aus den Arbeitnehmenden von
   früher sind die Arbeitskraftunternehmer_innen von heute
   geworden. Doch was ist eigentlich dieser neue Typ von Ar-
   beitnehmer_in?
   In diesem Bildungsurlaub wollen wir uns damit befassen,
   wie sich Arbeit verändert hat und was das für das Selbst-
   verständnis bedeutet, welche Konsequenzen dies für die
   betriebliche Mitbestimmung und Gewerkschaften hat und
                                welche Chancen und Risiken
                                mit diesen Arbeitsformen
                                verbunden sind. Hierbei in-
                                teressiert uns auch, wie und
                                warum sich Arbeit in dieser
                                Form verändert hat.

Seminarnummer:             37/2018
Zeit:                      22.10. - 26.10.2018
Ort:                       Wangerooge (Nordsee)
Teilnahmebeitrag:          340 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           430 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:               102 Euro

Die Übernachtungen vom 21.10. bis 27.10.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

        22
Gesellschaft verstehen und verändern

100% erneuerbar - geht das überhaupt?
Die Energiewende im Rhein-Main-Gebiet

   Nicht nur die schreck-
   liche Katastrophe im
   Atomkraftwerk Fuku-
   shima in Japan und
   der damit verbun-
   dene Beschluss der
   Bundesregierung für
   einen Atomausstieg - auch der drohende Klimawandel und
   die immer knapper werdenden Ressourcen an fossilen Brenn-
   stoffen wie Kohle und Gas erfordern ein schnellstmögliches
   Umdenken in der Energiepolitik.
   Die Stadt Frankfurt hat – wie das Land Hessen auch – einen
   Masterplan aufgestellt, der vorsieht, dass die Energieversor-
   gung der Stadt bis zum Jahr 2050 zu 100% aus Erneuerbaren
   Energien erfolgen soll.
   Dieses ambitionierte Ziel soll einerseits durch die Förderung
   und den Ausbau erneuerbarer Energieanlagen und anderer-
   seits durch höhere Energieeffizienz sowie Energieeinsparun-
   gen erreicht werden.
   Aber kann dies, angesichts der zunehmend schärferen Debat-
   te um Windkraftanlagen in Hessen, des umstrittenen Ausbaus
   von Hochspannungsleitungen und des durch Zuzug und Neu-
   bau ständig steigenden Energiebedarfs im Rhein-Main-Gebiet,
   überhaupt gelingen?
   Im Seminar wollen wir dieser und vielen anderen Fragen nach-
   gehen und im Gespräch mit Fachleuten den Erfolg der derzeiti-
   gen Bestrebungen zur Energiewende beleuchten. Wir schauen
   uns in Exkursionen vor Ort die unterschiedlichen Anlagen zur
   Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern an. In
   Diskussionen und Gesprächen in der Gruppe, aber auch mit
   Energieversorgern, Vertretern von Verbänden und der Politik
   wollen wir uns ein Bild davon machen, was jede_r Einzelne
   von uns zum Gelingen der Energiewende beitragen kann und
   wagen einen Blick auf die Energieversorgung von morgen.

Seminarnummer:            39/2018
Zeit:                     05.11. - 09.11.2018
Ort:                      Frankfurt (Main)
Teilnahmebeitrag:         130 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)
Nichtmitglieder:          150 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)
Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.
                                                     23
Gesellschaft verstehen und verändern

‚Die Revolution ist großartig,
 alles andere ist Quark.‘*
100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland
                                         Ausgehend vom Auf-
                                         stand der Matrosen in
                                         Kiel erreichte die Revo-
                                         lution am 9. November
                                         1918 Berlin und ent-
                                         fachte nicht nur bei Rosa
                                         Luxemburg      Euphorie.
                                         Der Kaiser dankte ab
   und es wurde gleich zweimal eine Republik ausgerufen. Was
   waren die Ursachen der Revolution, in deren Folge Frauen das
   Wahlrecht erhielten und der 8-Stunden-Tag eingeführt wurde?
   Wer waren ihre Akteurinnen und Akteure und welche Ziele ver-
   folgten sie? Zum hundertsten Jahrestag wollen wir in Berlin
   den Spuren der Novemberrevolution nachgehen und histori-
   sche Schauplätze aufsuchen.
   Zugleich wollen wir uns mit den Nachwirkungen der Revolution
   beschäftigen. Bereits zehn Jahre später, im Jahr 1928, urteil-
   te der Schriftsteller Kurt Tucholsky: „Die deutsche Revolution
   steht noch aus.“ Wie schauen wir hundert Jahre später auf die
   Novemberrevolution? Und welche ihrer Forderungen sind noch
   aktuell?
   * Zitat: Rosa Luxemburg
   Dieses Seminar richtet sich insbesondere an Arbeitneh-
   mer_innen aus
   Thüringen, deren
   Anmeldungen
   vorrangig behan-
   delt werden.

Kooperationsseminar mit dem
DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
Seminarnummer:             42/2018
Zeit:                      12.11. - 16.11.2018
Ort:                       Berlin
Teilnahmebeitrag:          250 Euro (Ü/F)
Nichtmitglieder:           340 Euro (Ü/F)
EZ-Zuschlag:               155 Euro

Die Übernachtungen vom 11.11. bis 16.11.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

        24
Ökologie -
      es geht ums
       Überleben
   In unseren Ökologieseminaren
 möchten wir ein Bewusstsein für
  nachhaltige Entwicklung ansto-
   ßen, um einen bewussten Um-
   gang mit Natur und Umwelt zu
fördern. Dabei legen wir Wert auf
         das persönliche Erleben
         und Erfahren der Natur.
Ökologie - es geht ums Überleben

Das Biosphärenreservat Rhön -
ein Erfolgskonzept?!
Im Land der offenen Ferne wirtschaften und leben
im Einklang mit Natur und Landschaft

    Im Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen
    liegt das ca. 248.000 ha große, länderübergreifende Bio-
    sphärenreservat Rhön. 1991 adelte die UNESCO diese Re-
    gion mit dem Titel, wobei der thüringische Teil schon 1990
    unter Schutz gestellt wurde.
    Bei dem UNESCO Programm geht es um die nachhaltige
    Bewirtschaftung von Kulturlandschaft unter Einbeziehung
    regionaler, saisonaler Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe
    und Naturschutz. So sollen in einem Biosphärenreservat
    auch Kernzonen ausgewiesen werden, in denen jedes Wirt-
    schaften zurücksteht.
    Wir werden uns in dieser Woche vom Rhöniversum in
    Oberelsbach aus zu Fuß und mit privaten PKWs bewegen.
    Dabei besuchen wir Kerngebiete im schwarzen Moor, am
    Gangolfsberg mit fantastischen Basaltsäulen und einen
    Rhönschäfer, der mit den charakteristischen Rhönschafen
    Landschaftspflege betreibt. Wir werden einen Landwirt
    aufsuchen, der Holunder und Gerste für eine recht be-
    kannte Biolimonade anbaut und den Ort Ostheim mit sei-
    nen Strukturen kennen lernen. Ebenso stehen Besuche bei
    Regionalvermarktern auf dem Programm, die uns zeigen,
    wie regionale Produkte hergestellt, veredelt und unter der
    Dachmarke Rhön vermarktet werden.
    Das Thema Nachhaltigkeit wird uns die Woche über ebenso
    beschäftigen wie das eigene Konsumverhalten und die da-
    mit verbundenen Folgen für Gesellschaft und Natur.
Seminarnummer:             07/2018
Zeit:                      14.05. - 18.05.2018
Ort:                       Oberelsbach (Rhön)
Teilnahmebeitrag:          280 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           370 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:                60 Euro

Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.

       26
Ökologie - es geht ums Überleben

Pfälzerwald-Nordvogesen
Ein Biosphärenreservat mit alten Wäldern,
schroffen Felsen, Wildkatzen und Luchsen

    Der Pfälzerwald mit seiner
    enormen Artenvielfalt gehört
    zu den größten und schönsten
    Waldgebieten Westeuropas.
    Mit den französischen Nord-
    vogesen bildet er das einzige
    grenzüberschreitende       Bio-
    sphärenreservat Europas und
    die einzige grenzüberschreitende ökologische Modellregion der
    Welt. Nirgends sonst in Mitteleuropa leben beispielsweise mehr
    Wildkatzen. Seit dem Sommer 2016 werden in einem großen
    Projekt Luchse ausgewildert.
    Umweltschutzverbände wie der BUND und der Nabu fordern
    für den Pfälzerwald die Schaffung gemeinsamer Verwal-
    tungsstrukturen mit Verhinderung weiterer Zerschneidungen
    (Straßenbau und –ausbau, Gewerbegebiete), Verstärkung der
    Regionalvermarktung und die Stärkung ökologischer touristi-
    scher Angebote sowie eine naturverträglichere Waldnutzung.
    Zusätzlich wären trotz der aktuellen Umsetzung der UNESCO–
    Forderung nach mindestens drei Prozent Kernzonen in Bio-
    sphärenreservaten die Herausnahme weiterer Waldflächen
    aus der forstwirtschaftlichen Nutzung ökologisch wichtig und
    notwendig.
    Wir werden uns mit den Gegensätzen einer ökologischen
    Modellregion und deren wirtschaftlichen Nutzung auseinan-
    dersetzen. Auf Exkursionen und in Diskussionen mit Vertre-
                                  tern einer Entwicklung zu mehr
                                  Naturschutz und Nachhaltigkeit
                                  eines grenzüberschreitenden und
                                  zukunftsfähigen Biosphärenre-
                                  servates werden wir die Initiativen
                                  der deutschen und der französi-
                                  schen Seite kennen lernen.
Seminarnummer:              10/2018
Zeit:                       11.06. - 15.06.2018
Ort:                        Silz (Rheinland-Pfalz)
Teilnahmebeitrag:           320 Euro (HP)
Nichtmitglieder:            410 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:                 75 Euro

Die Übernachtungen vom 10.06. bis 15.06.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                         27
Ökologie - es geht ums Überleben

Naturpark Taunus
Eine Region im Spannungsfeld zwischen Naturschutz
und menschlichem Wirtschaften

    Der Naturpark Taunus, zweitgrößter Naturpark in Hessen, ist
    vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Ein gut ausgebautes Wan-
    derwegenetz lockt an den Wochenenden viele Erholungssu-
    chende an. Seit einigen Jahren ist die Wildkatze wieder hei-
    misch in den Taunuswäldern.
    Wir wollen in unserem Seminar in vielfältigen Exkursionen
    und Gesprächen mit Menschen vor Ort genauer unter die Lupe
    nehmen, wie der Naturpark seine Aufgaben wie Naturschutz,
    Erholung, Regionalentwicklung sowie Umweltbildung um-
    setzt. Wir werden viel zu Fuß in der freien Natur unterwegs
    sein.
    Bei geführten Wanderungen und im Austausch mit Fachleuten
    werden wir nicht nur die reizvolle Natur sowie die vielfältige
    Tier- und Pflanzenwelt erleben, sondern auch auf Interes-
    senskonflikte zwischen Naturschutz, Freizeitbedürfnissen
    und Wirtschaftsinteressen stoßen.
    Unter anderem ist ein Besuch des Hessenparks geplant. Die-
    ser ist seit 2012 zertifizierter Archepark und setzt sich damit
    für den Erhalt gefährdeter Nutztierrassen und alter Kultur-
    pflanzen ein. Den Lebensraum „Streuobstwiese“, der zu un-
    seren artenreichsten Biotopen gehört, gilt es dort ebenfalls zu
    entdecken.
    Die wechselvolle Geschichte der Region wird uns immer wie-
    der begegnen. Wir werden uns auch mit geplanten oder um-
    gesetzten Windkraftprojekten im Naturpark beschäftigen und
    das Thema von unterschiedlichen Perspektiven aus beleuch-
    ten.
    An zwei Tagen wird
    es notwendig sein,
    Fahrgemeinschaften
    zu bilden, um Termi-
    ne vor Ort wahrneh-
    men zu können.

Seminarnummer:             23/2018
Zeit:                      13.08. - 17.08.2018
Ort:                       Oberursel (Hessen)
Teilnahmebeitrag:          130 Euro (ohne Übernachtung
                           und Verpflegung)
Nichtmitglieder:           150 Euro (ohne Übernachtung
                           und Verpflegung)
Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.
       28
Ökologie - es geht ums Überleben

Nationalpark Eifel
Ein Schutzgebiet für seltene Pflanzen und Tiere
im Wandel zwischen menschlicher Nutzung und
natürlicher Entwicklung
                                  Der Nationalpark Eifel, inmitten
                                  des Naturparks Hohes Venn-Eifel
                                  gelegen, schützt einen Hainsim-
                                  sen-Buchenwald, der in Teilen
                                  der Nordeifel erhalten geblieben
                                  ist und ursprünglich die gesamte
                                  Eifel und große Teile Mitteleuro-
                                  pas bedeckte. Auf 10.700 Hektar
                                  erstrecken sich Laub- und Na-
    delwälder, Seen, Bäche und offene Grasflächen. Hier leben
    Wildkatzen, Schwarzstörche und über 2.000 weitere bedrohte
    Tier- und Pflanzenarten. Noch gilt der Nationalpark Eifel in-
    ternational als „Entwicklungs-Nationalpark“. 30 Jahre haben
    Schutzgebiete dieser Kategorie Zeit, um mindestens drei Vier-
    tel ihrer Fläche sich selbst zu überlassen.
    Bedeutende Teile des Nationalparks können für die Öffentlich-
    keit nicht uneingeschränkt freigegeben werden, da ein Groß-
    teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang, der mit
    über 3.000 Hektar einen beachtlichen Teil des Nationalparks
    ausmacht, mit Munitionsresten u.ä. belastet ist.
    Wir werden uns im Rahmen des Bildungsurlaubes mit den
    Grundsätzen des Natur- und Artenschutzes in einem Natio-
    nalpark beschäftigen. In Diskussionen und bei Exkursionen
    vor Ort mit Nationalparkverantwortlichen und Umweltschutz-
    organisationen     werden
    die Teilnehmenden erfah-
    ren, wie die strukturellen
    und ökologischen Proble-
    me im „Entwicklungsnati-
    onalpark Eifel“ nachhaltig
    gelöst werden können.

Seminarnummer:             27/2018
Zeit:                      10.09. - 14.09.2018
Ort:                       Schleiden (Eifel)
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           410 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:               100 Euro

Die Übernachtungen vom 09.09. bis 14.09.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                       29
Ökologie - es geht ums Überleben

Die grüne Lunge Frankfurts
Unterwegs mit dem Grüngürteltier in und um
Frankfurt – Landschaft auf den zweiten Blick?!
   Es ist ein internationaler Trend: Met-
   ropolen und Ballungsräume wie das
   Rhein-Main-Gebiet dehnen sich aus
   und im Zuge dringend benötigten
   Wohnraumes werden Freiflächen zu-
   nehmend bebaut. Dennoch finden sich
   auch im Ballungsraum Frankfurt noch
   viele unbebaute oder naturbelassene
   Flächen und eine große Vielfalt regio-
   naltypischer Landschaften.
   Um diesen Landschaften Schutz zu
   gewähren, wurde 1991 der Frankfur-
   ter Grüngürtel ins Leben gerufen und mit der „Grüngürtel Ver-
   fassung“ durch einen einstimmigen Beschluss der Frankfurter
   Stadtverordnetenversammlung dauerhaft unter Schutz gestellt.
   2016 feierte der Frankfurter Grüngürtel sein 25-jähriges Jubi-
   läum und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei der
   Stadtbevölkerung sowie bei Besuchern aus dem Umland.
   Im Seminar wollen wir gemeinsam vor Ort die vielfältigen, reiz-
   vollen Natur- und Landschaftsräume erkunden:
   • den Frankfurter Stadtwald
   • den Flugplatz Bonames, eine ehemalige Militärfläche, die
       zunehmend zu einem Stück Wildnis wird
   • den Fechenheimer Mainbogen, eine der größten unbebau-
       ten Auenlandschaften in Frankfurt
   • das Anbaugebiet der berühmten Frankfurter Grünen Soße
   • geplante Renaturierungsmaßnahmen im Frankfurter Osten
   Wir wollen mit Expert_innen des BUND diskutieren und das
   Umweltamt sowie lokale Umweltbildungszentren besuchen.
   In der Seminarwoche werden wir viel mit dem ÖPNV und zu Fuß
   kreuz und quer durch den Grüngürtel unterwegs sein. An einem
   Tag ist eine ganztägige Fahrradtour entlang der Nidda geplant.

Seminarnummer:            34/2018
Zeit:                     15.10. - 19.10.2018
Ort:                      Frankfurt (Main)
Teilnahmebeitrag:         130 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)
Nichtmitglieder:          150 Euro (ohne Übernachtung
                          und Verpflegung)
Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr.

       30
Ökologie - es geht ums Überleben

Eine Insel im Wandel der Zeit: Helgoland -
ein Naturparadies sucht seine Zukunftsperspektiven

    Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und ein
    einzigartiges Naturparadies. Seit Jahrhunderten trotzt der
    rote Felsen den Elementen und bietet Mensch und Tier ei-
    nen Zufluchtsort inmitten der rauen Nordsee. Tausende
    Zugvögel rasten hier auf dem Weg über die Deutsche Bucht,
    Seehunde und Kegelrobben bringen an den Stränden ihre
    Jungen zur Welt.
    Dennoch hat Deutschlands einzige Hochseeinsel trotz
    ihrer einmaligen Lage große Probleme: Die Zahl der
    Tagesgäste sinkt und mangels Perspektiven keh-
    ren immer mehr Insulaner Helgoland dauerhaft den
    Rücken. Trotzdem platzt die Insel aus allen Nähten. Gegen
    eine geplante Landaufschüttung haben sich die Insulaner
    mit einem Bürgerentscheid gewehrt und der Denkmal-
    schutz begrenzt Modernisierungsmaßnahmen.
    Zukunftsperspektiven sehen die Helgoländer verstärkt im
    Ausbau regenerativer Energien im Nordseebereich. So will
    sich Helgoland als die weltweit erste Offshoreserviceinsel
    der Welt ausrichten.
    Mit einem touristischen Leitbild 2020 wollen die Insulaner
                         den lahmenden Tourismus wieder
                         aktivieren, ohne die Natur und die
                         Umwelt zusätzlich zu belasten.
                           Wir werden zusammen mit Insula-
                           nern die Probleme und Chancen der
                           Insel diskutieren, uns die sozialen,
                           ökologischen und wirtschaftlichen
                           Strukturen Helgolands anschauen
                           und die Zukunftsperspektiven näher
                           beleuchten.

Seminarnummer:             38/2018
Zeit:                      22.10. - 26.10.2018
Ort:                       Helgoland (Nordsee)
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (VP)
Nichtmitglieder:           410 Euro (VP)
EZ-Zuschlag:                60 Euro

Die Übernachtungen vom 21.10. bis 27.10.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
Aufgrund der Fährzeiten nach Helgoland könnte eine zusätzliche
Übernachtung auf eigene Kosten bei der Anreise notwendig sein.
                                                       31
Ökologie - es geht ums Überleben

Das Grüne Band -            Sem
verbindende Lebenslinie         inar
                                     reih
                                          e
und einzigartiges Naturerbe

  Mitten durch unser
  Land zieht sich von
  der Ostsee bis ins
  sächsisch-bayerische
  Vogtland ein 1393 Ki-
  lometer langes Grünes
  Band. In dieser Semi-
  narreihe wollen wir das
  Gebiet der ehemaligen
  innerdeutschen Grenze in den Mittelpunkt stellen und es in
  den nächsten Jahren von Nord nach Süd kennenlernen.
  Die ersten sieben Schritte sind getan: Nachdem wir in den
  vergangenen Jahren die Teilstücke von der Ostsee zum
  Schaalsee, die Elbe zwischen Altmark und Wendland, das
                       Gebiet zwischen Drömling und Harz-
                       vorland, den Harz, die Region zwischen
                       Eichsfeld und Werratal sowie die Rhön
                       erkundet haben und auch schon einmal
                       im Coburger Land unterwegs waren,
                       wollen wir 2018 neben der Wiederho-
                       lung des Seminars „vom Grabfeld zum
                       Thüringer Wald“ den nächsten Schritt
                       tun und das Grüne Band von der Saale
                       bis zur tschechischen Grenze erleben.
  Im ehemaligen Todesstreifen konnte sich die Natur im
  Schutz der unmenschlichen Grenzanlagen mit Metallzäunen,
  Minen und Grenzpatrouillen über Jahrzehnte weitgehend
  ungestört entwickeln und hier haben Arten überlebt, die
  andernorts fast ausgestorben sind.
  Deshalb wird der komplette Grenzstreifen seit mehr als
  25 Jahren unter der Bezeichnung „Grünes Band Deutschland“
  als gesamtdeutsches Naturschutzprojekt entwickelt und er-
  hielt die Anerkennung als „Nationales Naturerbe“.
  Neben diesen ökologischen
  Aspekten wollen wir uns in
  der Seminarreihe auch mit
  der Geschichte, dem Leben
  und Arbeiten der Menschen
  in der ehemaligen Grenzre-
  gion beschäftigen.

      32
Ökologie - es geht ums Überleben

Besuchen Sie auch unseren Blog zur Seminarreihe unter
http://seminarreihegruenesband.wordpress.com
Hier erhalten Sie weitere Informationen sowie
Berichte und Impressionen der einzelnen Semi-
nare, die wir schon durchgeführt haben.
Für unsere Seminarreihe konnten wir das BUND-Projekt-
büro Grünes Band als Kooperationspartner gewinnen. Der
BUND unterstützt uns durch inhalt-
lich-fachliche Beratung, vielfältige
Informationsmaterialien und Kon-
taktpersonen entlang des Grünen
Bandes. Gerne weisen wir in die-
sem Zusammenhang auf die BUND-
Seite „Erlebnis Grünes Band“ hin:
(www.erlebnisgruenesband.de)

                                            33
Ökologie - es geht ums Überleben

Das Grüne Band -
vom Grabfeld zum Thüringer Wald
                                  Die siebte Etappe unserer
                                  Seminarreihe führt uns in
                                  die Region zwischen Rhön
                                  und Thüringer Wald. Los
                                  geht es im Grabfeld, einer
                                  hügeligen Landschaft im
                                  Regenschatten der Rhön mit
                                  relativ fruchtbaren Löss-
                                  böden, die überwiegend zum
                                  Ackerbau genutzt werden.
    Hier wollen wir u.a. eine der Charakterarten des Grünen
    Bandes erforschen – die Wanstschrecke.
    Im Coburger Land werden wir dann mit Unterstützung der
    Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken die dortigen Pro-
    jekte am Grünen Band kennen lernen. Dabei bewegen wir
    uns über das Heldburger Unterland, die Langen Berge, das
    thüringische Sonneberg, die
    Linder Ebene bis ins Tettau-
    tal. Natürlich ist auch ein
    Besuch des Wasserschlos-
    ses in Mitwitz geplant, dem
    Sitz der Ökologischen Bil-
    dungsstätte ganz nahe am
    Grünen Band.
    Außerdem werden wir Kai Frobel treffen, den „Vater“ des
    Grünen Bands. Er stammt aus der Region und ist neben
    seinen Aktivitäten am Grünen Band beim BUND auch in der
    Ökologischen Bildungsstätte aktiv. Er hat hier noch zu DDR-
    Zeiten zusammen mit anderen ehrenamtlich Aktiven erste
    Kartierungen des Grünen Bandes durchgeführt. Wir wer-
    den mit ihm in seiner Heimat am Grünen Band unterwegs
    sein – sicher ein Highlight der gesamten Seminarreihe.

Seminarnummer:             25/2018
Zeit:                      03.09. - 07.09.2018
Ort:                       Rödental (Bayern)
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           410 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:               120 Euro

Die Übernachtungen vom 02.09. bis 07.09.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
        34
Ökologie - es geht ums Überleben

Das Grüne Band –
von der Saale zur tschechischen Grenze
    Im achten Schritt unserer Seminarreihe erreichen wir die
    deutsch-tschechische Grenze und damit das Ende unserer
    innerdeutschen Reise am Grünen Band.
    Auf dieser Etappe bildet zunächst die Saale die Grenze zwi-
    schen Bayern und Thüringen. Die letzten 50 Kilometer bis
    zur deutsch-tschechischen Grenze verläuft das Grüne Band
    dann zwischen Sachsen und Bayern. Dieser sächsische Teil
    ist komplett unter Schutz gestellt und wird vom Vogtland-
    kreis betreut.
    Untergebracht sind wir in Gumpertsreuth, einem Stadt-
    teil von Hof unweit der sächsisch-bayerischen Grenze.
    Von hier aus werden wir am Grünen Band in der Region
    unterwegs sein, um u.a. auf der Saale zu paddeln oder,
    falls das nicht klappen sollte, dort zu wandern. Wir wer-
    den das deutsch-deutsche Museum in Mödlareuth besu-
    chen und den Dreifreistaatenstein sowie eine große Lücke
    im Grünen Band in der Nähe anschauen. Wir wollen am
    sächsisch-bayerischen Grünen Band auf den Spuren von
    Flussperlmuschel und Aurinia bis zum Dreiländereck an
    der tschechischen Grenze unterwegs sein und sicher auch
    einen Abstecher nach Tschechien hinein machen. Wir wer-
    den wieder spannende Menschen treffen, die verschiedene
    Projekte am Grünen Band betreuen und sicher auch ein
    Zeitzeugengespräch einplanen.

Seminarnummer:             28/2018
Zeit:                      17.09. - 21.09.2018
Ort:                       Hof (Bayern)
Teilnahmebeitrag:          320 Euro (HP)
Nichtmitglieder:           410 Euro (HP)
EZ-Zuschlag:               120 Euro

Die Übernachtungen vom 16.09. bis 21.09.2018 sind im Teilnahmebei-
trag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.
                                                       35
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