Miteinander - In Gedanken verbunden - Katholische Pfarrgemeinde Hammelburg - Pfarreiengemeinschaft Sieben Sterne im ...
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miteinander
Katholische Pfarrgemeinde Hammelburg
Pfarrbrief Pfingsten / Sommer 2021
09. Mai - 10. Oktober
Patrozinium Johannes der Täufer
Foto: Franz Josef Schneider / Bearbeitung: Barbara Oschmann
In
Gedanken
verbunden
www.kath-kirche-hammelburg.deINHALT • IMPRESSUM
Inhalt
3 Auf ein Wort 19 Kirchenmusik
4 Nachruf Walter Hohmann 20 Ministranten
5 Pfarreiengemeinschaft 21 Kinder • Ehe • Familie
6 Maria 25 Kindergärten
8 Pfingsten 28 Solidarität
9 Corona-Opfer • Kleidersammlung
10 Hoffnungs-Zeichen 29 • Flüchtlinge
• Renovabis
14 Gottes=Dienst
Kolpingfrauen
15 Hoffnungs-Zeichen
30 Partnerschaft
16 Gemeinde=Leben
• Taufen 34 Weltladen
• Erstkommunion 35 Kontaktdaten:
18 • Firmung Seelsorger & Pfarrbüro
• Ehe 36 Patrozinium
• Verstorbene St. Johannes der Täufer
•••••••
Impressum
„miteinander" erscheint 4 x / Jahr: Ostern • Pfingsten • Herbst • Weihnachten
Herausgeberin: Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes d.T. siehe vorletzte Seite
Redaktion: markus.waite@bistum-wuerzburg.de
Karin Oschmann, Andrea Schaub-Römisch; Pastoralreferent Markus Waite (v.i.s.d.P.) •
Freie Mitarbeit: Barbara Oschmann, Bianca Volkert
Druck: Walz, Kirchgasse 5, 97762 Hammelburg • Auflage: 2.150
Papier: FSC Recycled, d.h. es besteht zu 100 % aus Recyclingmaterial.
Haftungsausschluss: Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall
die Meinung der Herausgeberin oder der Redaktion wieder.
Veröffentlichung von Namen: Teilen Sie uns bitte mit, falls Sie oder Ihr Kind
(auch im Internet) nicht genannt werden sollen, z.B. in den Rubriken:
Taufe • Erstkommunion • Firmung • Trauung • Verstorbene.
Beiträge & Leserbriefe: Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung,
Bearbeitung vorbehalten.
Unsere „Pfarrbrief-Botschafter*innen“ verteilen „miteinander“ kostenlos
an alle katholischen Haushalte der Pfarrgemeinde.
Spenden sind willkommen, z.B. auf das Konto der Kath. Kirchenstiftung:
VR-Bank Bad Kissingen, IBAN DE54 7906 5028 0204 4002 40, Stichwort „Pfarrbrief“.
Redaktionsschluss
Ausgabe Herbst 2021 (10. Oktober - 28. November):
Montag, 13. September 2021, 12.00 Uhr
2AUF EIN WORT
Gemeindereferentin Cornelia Stockmann
Maria Maienkönigin
... so heißt ein bekanntes Marienlied, Ich bin dankbar, dass ich in den ver-
das wir jedes Jahr im Mai singen. Der gangenen Jahren durchwegs erleben
Mai ist in der katholischen Kirche der durfte, dass wir uns als Kollegen und
Marienmonat und so der wohl be- Kolleginnen mit all unseren verschie-
kanntesten und wichtigsten Frau im denen Charismen schätzen und auf
christlichen Glauben, Maria, gewid- Augenhöhe begegnen. Für mich per-
met. sönlich ist es nicht das wichtigste An-
liegen, die Rolle der Frau in der Kir-
Maria ist für mich eine bewunderns- che zu klären. Ich möchte aufgrund
werte Frau, die es gewiss oft nicht meines Geschlechts keine „Vorteile
leicht in ihrem Leben hatte. Immer oder Erleichterungen“ erhalten. Viel
wenn ich mich intensiver mit ihrem wichtiger ist mir, die Charismen eines
Leben beschäftige, frage ich mich jeden einzelnen Menschen zu sehen
ganz persönlich als Frau in der Kirche und zu schätzen.
an: Wo ist mein Platz? Was kann ich Ganz egal, ob Mann oder Frau, ob
tun, um ein Teil des Ganzen zu sein? jung oder alt, ob konservativ oder
Wie kann ich unsere Kirche aktiv mit- liberal.
gestalten? Ganz egal, welcher Sexualität und
Weltanschauung er angehört.
Zu Beginn meiner Zeit als Gemeinde-
referentin hier in der Pfarreiengemei- Wir alle sind geliebte Kinder Gottes.
nschaft Hammelburg habe ich oft ge- Wir alle sind ein Teil des Ganzen.
hört, wie schön es ist, dass endlich Wir alle sind von Gott, von Jesus in
wieder eine Frau im Seelsorgeteam seine Nachfolge gerufen.
vertreten ist. So wie Maria damals, als der Engel
Ja, es ist schön, so herzlich und will- zu ihr kam.
kommen aufgenommen zu werden.
Das durfte ich in den vergangenen Fangen wir im Kleinen, in unserem
Monaten immer wieder erleben. Umfeld an, uns mit unseren Stärken
Ja, es kann auch gut sein, dass ich und Fähigkeiten einzubringen und
als Frau auf manche Dinge eine an- unsere Kirche vor Ort zu gestalten.
dere Sichtweise habe als meine
männlichen Kollegen. Manchmal kön-
nen die unterschiedlichen Sichtwei-
sen auch hilfreich sein.
Und Ja, ich fühle mich als Frau in der
Kirche vor Ort wohl und anerkannt.
3NACHRUF
Im Gebet verbunden
Walter Hohmann †
Am 18. März nahmen zahlreiche
Menschen Abschied von Prälat
Walter Hohmann, der am 13. März
in seinem 84. Lebensjahr nach kur-
zer, schwerer Krankheit verstorben
war.
In einem feierlichen Requiem gedach-
ten Mitbrüder, Verwandte, Wegbeglei-
ter und Gemeindemitglieder des Seel-
sorgers. Anschließend wurde er im Würzburg war nach den Beschädi-
Priestergrab auf dem Städtischen gungen noch nicht wieder geöffnet.
Friedhof beigesetzt. Wie sehr die Der gesamte Weihekurs des Jahres
Menschen ihn schätzten, zeigt sich 1963 – immerhin 19 Priester – traf
u.a. auf dem „YouTube“-Kanal „Stadt- sich spätestens alle zehn Jahre in
pfarrkirche Hammelburg“: Immer Hammelburg zum Gedenken an die
noch steigt die Anzahl der Zugriffe auf Weihe, zuletzt zum Goldenen Pries-
die Aufnahme des Gottesdienstes terjubiläum 2013.
(zzt. ca. 4000).
Am liebsten wäre Walter Hohmann
Geboren in Würzburg verbrachte Gemeindepfarrer geworden, hätte die
Walter Hohmann ab seinem siebten Menschen von der Wiege bis zur
Lebensjahr Kindheit und Jugend in Bahre begleitet, wie er selbst einmal
unserer Pfarrgemeinde. Stark geprägt sagte. Doch sein Berufungsweg ver-
durch so beeindruckende Priester- lief anders: Nach der Kaplanszeit in
gestalten wie Oskar Röll und Adam Zeil am Main, Schweinfurt „St. Kilian“
Fell entschied er sich, selbst Priester und Aschaffenburg „St. Peter und
zu werden. Alexander“ wurde Hohmann 1967
Bischöflicher Sekretär bei Bischof
Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Josef Stangl, 1970 auch Domvikar.
„offenen Fenster“, als er – und mit 1968 - 2009 war er Schriftführer des
Karlheinz Frühmorgen ein weiterer Bonifatiuswerks der deutschen Katho-
Hammelburger – zum Priester ge- liken im Bistum Würzburg. Von 1970
weiht wurde. Dass der „Dom des bis 1996 wirkte er als Diözesanpräses
Saaletals“, unsere Stadtpfarrkirche, der Würzburger Schönstattfamilie.
am 20. Juli 1963 zum Ort dieses Ge- 1974 - 2004 prägte Walter Hohmann
schehens wurde, war eine Folge des als Rektor das Exerzitienhaus Him-
Zweiten Weltkriegs: Der Kiliansdom in melspforten in Würzburg-Zellerau.
4PFARREIENGEMEINSCHAFT
Von 1974 bis 1988 war er Diözesan-
Frauenseelsorger und 1974 - 2010
Geistlicher Beirat des Diözesanver-
bandes des Katholischen Deutschen
Frauenbundes (KDFB). Papst Johan-
nes Paul II. zeichnete ihn 1997 mit
der Prälatenwürde aus. Seit 2010 war
Walter Hohmann im Ruhestand, den
er in Würzburg verbrachte. Bis 2018
hatte er noch einen Seelsorgsauftrag
für die Diözese Würzburg.
In all diesen Zeiten hielt Walter Hoh-
mann die Verbindung zu seiner Hei-
matgemeinde. Viele Hammelburgerin-
nen folgten gerne der Einladung zu
Frauen-Einkehrtagen im Kolpingheim
oder im Exerzitienhaus Himmelspfor-
ten, die er gestaltete. Ein fester Ter-
Steinthal
min war für ihn der 11. August in Maiandachten
•••••••
Hammelburg: So lange es die Ge- 16.00 Uhr
sundheit zuließ, war Hohmann zu-
sammen mit Frühmorgen jedes Jahr So. 09.05. Gemeindereferentin
bei der Ewigen Anbetung präsent. Cornelia Stockmann
Do. 13.05. Christi Himmelfahrt
Darüber hinaus erinnern sich etliche Pfarrer Erhard
Menschen, dass er – neben der Ver- So. 16.05. Dr. Mahlmeister
bindung im Gebet – die Verbindung So. 23.05. Pfingsten
per Telefon nutzte, um zum Na- Pfarrer Eschenbacher
menstag, zum Hochzeitstag oder an- So. 30.05. Diakon Müller
deren Gelegenheiten zu gratulieren. •••••••
Sein „ewiger Kalender“ vergaß
nichts ... Priesterweihe & Nachprimiz
Unser ehemaliger Pastoralpraktikant
Walter Hohmanns Humor, seine Benjamin Schimmer (2019/20) wird
freundliche Bescheidenheit, seine am Sonntag, 22. Mai, 09.30 Uhr, in
Glaubenstiefe und Spiritualität sind Würzburg zum Priester geweiht. An
Anlass, einzustimmen in das Schrift- der Feier können Sie über Internet
wort, das seit der Weihe über seinem teilnehmen:
Leben und Wirken stand: „Dankt dem youtu.be/rtmpU_MinUU
Vater mit Freude.“ (Kolosserbrief, Eine „Nachprimiz“ in Hammelburg
Kapitel 1, Vers 12) gibt es am Dienstag, 08. Juni,
19.00 Uhr – auch online über
Barbara Oschmann (auch Foto) unseren „YouTube“-Kanal.
5MARIA
Foto: Thomas Eschenbacher
Maria – die neue Kirche!
Das „Original“ wiederentdecken
Wir müssen uns endlich befreien
von einem veralteten Marienbild
mit kitschigen Bildchen und ein
paar frommen Gedanken und wie-
der das eigentliche Original entde-
cken.
Die junge Frau
Da gibt es Maria, die junge Frau, die
bereits bei der ersten Begegnung mit
dem Engel Gottes, der ihr die Geburt
ihres Kindes vorhersagte, sich traute,
kritisch nachzufragen: „Wie soll das
geschehen?“ (Lukas-Evangelium,
Kapitel 1, Vers 34) Sie war noch nicht
mit Josef verheiratet und sollte ein
Kind bekommen. Kein Wunder, dass als offene Frau mit eigener Meinung,
sie nachfragt. aber auch gesegnet mit großem Gott-
vertrauen.
Auf der einen Seite muss man die
junge Frau – die in unserem Ver- Das wird auch sichtbar in der Begeg-
ständnis wohl noch eher ein Mädchen nung mit ihrer Cousine Elisabeth
war – bewundern, dass sie die Bot- (Lk 1,39-56). Für Maria eine Selbst-
schaft des Engels nicht einfach in verständlichkeit, dass sie ihrer deut-
demütigem Gehorsam zur Kenntnis lich älteren Verwandten in ihrer
genommen hat. Die Frage Mariens, Schwangerschaft beisteht. Was für
wie denn die Botschaft des Engels eine außergewöhnliche Begegnung,
möglich werden kann, lässt erahnen, wenn die Ältere der Jüngeren mit den
dass Maria nicht nur einfach brav besonderen Worten entgegentritt:
war, sondern auch mutig ihre Ansicht „Gesegnet bist du mehr als alle ande-
vertreten hat. ren Frauen!“
Doch Maria klopft sich damit nicht auf
Die offene Frau
die eigene Schulter, sondern sie
Auf der anderen Seite ist da aber weiß, dass sie den besonderen Se-
auch dieses vollste Vertrauen in die gen als ungeborenes Kind unter ih-
Zusage des Engels, dass für Gott rem Herzen trägt. Ihre Antwort auf die
nichts unmöglich ist. Maria zeigt sich Anrede Elisabeths ist bekannt als das
6MARIA
sogenannte „Magnifikat“, ein einzigar- Maria weiß, dass die Frohe Botschaft
tiger Lobpreis Marias auf die Größe ihres Sohnes das Heil in die ganze
Gottes. Welt bringen wird, nicht zuerst zu den
Eliten.
Ein kraftvoller Glaube Sie spürt, wo es wichtig ist, auf ihren
Sohn hinzuweisen, wie bei der Hoch-
Im Jahr 2005 hat sich dieses Gebet
zeit in Kana, wenn sie vor dem Wein-
Mariens der BDKJ, die Verbindung
wunder den Dienern sagt: „Was er
aller katholischen Jugendverbände
(Jesus) euch sagt, das
Deutschlands, aus Anlass des Welt-
tut!“ (Johannes-Evangelium 2,5) Sie
jugendtages zu eigen gemacht.
kann sich aber auch wieder zurück-
Dieses Gebet, das vor allem junge nehmen in den Augenblicken, in de-
Menschen mit ihrer Sehnsucht nach nen sie selbst ihren Sohn nicht ver-
Gerechtigkeit und mehr Wertschät- steht und das Erlebte einfach in ihrem
zung unter den Menschen anspricht, Herzen bewahrt. (Lk 2,51)
lässt erahnen, wie kraftvoll der Glau- Nicht nur für Auserwählte
be Marias ist. So spricht sie von ei-
Ein wunderbares Symbol für dieses
nem Gott, der „die Mächtigen vom
neue Kirchenbild ist die Madonna
Thron stürzt und die Niedrigen er-
vom Steinthal: Maria hält Jesus auf
höht“!
ihrem Schoß, der sich nach außen
Ein Bild, das die Kirche in der heuti- dreht und quasi sich selbst in die Welt
gen Zeit wieder viel stärker verinnerli- hineinbewegt. Maria hält ihren Sohn
chen muss, besonders wenn Maria in die Welt hinein, weil sie weiß, dass
betet: „Er (Gott, der Herr) erbarmt er nicht nur für wenige Auserwählte
sich von Geschlecht zu Geschlecht!“ da ist, sondern für alle. Mit ihr bleibt
Maria sieht als junger Mensch die die Kirche nicht länger elitär und ex-
ganze Weite eines umfassend lieben- klusiv. Die Kirche hat die Kraft, viele
den Gottes. unterschiedliche Menschen in sich zu
vernetzen. Maria führt uns das mit
Mutter der Kirche ihrem Sohn eindrücklich vor Augen.
Die neue Kirche wird mit Maria, weil
Wenn Maria im Zweiten Vatikani- sie ihren Sohn in die Welt hineinhält.
schen Konzil erneut als Mutter der Pfarrer Thomas Eschenbacher
Kirche beschrieben wird, dann sind
es genau diese Eigenschaften, die sie
für die Zukunft der Kirche unverzicht-
bar machen. Dazu gehört ihr frauli-
Foto: Angelika Silberbach
ches Selbstbewusstsein wie auch ihr
unbedingtes Vertrauen in einen spür-
bar helfenden Gott. Es wird ergänzt
von ihrem kraftvollen Bekenntnis zu
den Armen und Schwachen und ihre
mahnenden Worte an die Reichen
und Mächtigen.
7PFINGSTEN
Komm, Heiliger Geist
Zum Schmunzeln
Vor vielen Jahren im Sudetenland,
ein eifriger Pfarrer
seiner Gemeinde vorstand.
Und da der Kirchenbesuch
stark abgenommen,
hatte er eifrig auf Abhilfe gesonnen.
Zum Messner er dann ernsthaft spricht:
„Hör mir gut zu, und vergiss es nicht:
Am Sonntag, beim Hochamt,
rufe ich sodann:
‘Komm Heiliger Geist,
nimm diese Gemeinde an!‘
Wenn ich dieses Gebet rufe aus,
lässt du die Taube fliegen Fest des Heiligen Geistes
im Gotteshaus.“
Macht recht Werbung im Dörflein dann Warum eigentlich eine Taube?
und kündigt für Sonntag
eine Überraschung an. In der Kunst wird die Dreifaltigkeit
Zum Hochamt war die Kirche oft durch die „Personen“-Gruppe
auch proppevoll, Gottvater, Christus und Taube
die Gläubigen gespannt dargestellt. Im Buch Genesis wird
und erwartungsvoll. die Taube in der biblischen Sintflut
Und zur Kommunion dann zur Überbringerin einer frohen
der Pfarrer spricht: Botschaft: Gott war mit dem Le-
„Komm, Heiliger Geist, benswandel der Menschheit unzu-
und verlass uns nicht.“ frieden und schickte die Sintflut,
Jetzt sollte die Taube geflogen kommen um alles Leben auf der Erde zu
– nichts, vielleicht hat sie vernichten. Nur der gottesfürchtige
das Gebet nicht vernommen. Noah und seine Frau, von Gott
Noch zweimal der Pfarrer rechtzeitig gewarnt, retteten sich
die Worte spricht, auf die Arche mit genug Platz, um
der Heilige Geist von allen Tierarten je ein Paar mit
rührt sich immer noch nicht. auf das schützende Boot zu neh-
Dem hochwürdigen Herrn men. Als der Wasserspiegel sank,
der Geduldsfaden reißt: „landete“ die Arche auf der Spitze
„Wann kommst du denn endlich, des Berges Ararat. Noah öffnete
Hochheil‘ger Geist?“ ein Fenster und ließ einen Raben
Da stürmt der Messner und eine Taube fliegen, und beide
aus der Sakristei wie besessen: kehrten zur Arche zurück. Wenige
„Herr Pfarrer, den Heiligen Geist Tage später schickte er erneut
hat die Katze gefressen.“ eine Taube los. Bei ihrer Rückkehr
Johanna Niebling hielt sie einen frischen Oliven-
8GEMEINDE=LEBEN
zweig im Schnabel und signalisierte „Corona“-Opfergedenken
damit Rettung und Neuanfang. Da
wusste Noah, dass die Flut nach 40 Mit einem Baum
Tagen und 40 Nächten im Boden ver-
sickerte. Gott versprach, eine solche der Krise „entwachsen“
Katastrophe nie mehr geschehen zu
lassen, und neues Leben verbreitete
sich auf der Erde. Seit Mitte April gibt es in Hammelburg
einen Ort des Gedenkens für die Op-
In der Barockzeit wurden zu Pfingsten fer der Corona-Pandemie. Zwischen
lebende Tauben in den Kirchen frei- Stadtpfarrkirche und Ölbergkapelle
gelassen. In anderen Gotteshäusern hat die Stadt einen Baum pflanzen
ließ man eine hölzerne Taube über lassen. Anlass war das deutschland-
den Köpfen der Gläubigen durch das weite Gedenken am 18. April nach
„Heilig-Geist-Loch“ herab. Mit Gebet über einem Jahr mit fast 80.000 To-
und Weihrauch empfing die Gemein- ten und vielen, vielen weiteren Men-
de das Symbol des Heiligen Geistes. schen, die unter der aktuellen Krise
leiden.
Bianca Volkert Gleichzeitig gedachten wir ihrer in
auch Foto links
unseren Gottesdiensten:
Grafik unten: Renovabis
•••••••
Wir beten für alle,
die an „Corona“ erkrankt sind,
die ihr Leben verloren haben,
die oft nur im Stillen
um sie trauern können,
die sich um die Kranken, Sterbenden
und Trauernden kümmern.
Und für alle, die unter den aktuellen
Einschränkungen leiden:
die einsam sind,
die die Last anderer mittragen,
die sich nicht entfalten können,
die finanziell oder beruflich
in Not sind.
Foto: Markus Waite
Beten Sie doch mit!
9HOFFNUNGS-ZEICHEN
Was gegen „Corona“
noch helfen könnte ...
Geduld
Stärke wächst nicht
aus körperlicher Kraft,
vielmehr aus unbeugsamem Willen.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)
Widerstandskämpfer und Pazifist
Im März ist bereits ein Jahr vergan-
gen, das von Corona bestimmt war.
Jeder von uns erlebt seitdem im All-
tag immer wieder Momente, in denen
wir an unsere Grenzen kommen. Das
öffnet uns den Blick auch auf unsere schwächt fühle. Wir alle sind auf der
eigenen Schwächen. Wo finde ich Suche, getragen zu werden und uns
die Kraft für neue Mut machende der jetzigen Situation nicht alleine
Perspektiven? ausgesetzt zu fühlen. Könnte Gott
jetzt nicht wieder etwas näher, zur
Alles Können und Wissen nutzt uns in Unterstützung, in unseren Fokus rü-
der jetzigen Situation wenig. Hilfreich cken?
wäre Geduld. Für mich bedeutet Ge-
duld wirklich eine Herausforderung: Doch wo ist er, hört er unsere Gebete
Wenn ich mich auf etwas freue, kann nicht, oder schweigt er, weil er
ich kaum erwarten, dass es so weit schläft? Das scheint nur so. Ein Licht
ist. Neue Ideen möchte ich sofort und strahlt im Dunkeln viel heller als am
gleich umsetzen. Antworten auf Fra- Tag und macht die Nacht erst sicht-
gen hätte ich gerne lieber früher als bar. Warum nicht jetzt Gott zuwen-
später. den, wo wir hilflos sind und nicht wei-
ter wissen. Mein Wille, Gott zu erken-
Corona liegt außerhalb unseres Ein- nen, stärkt und lehrt mich in diesen
flussbereichs, und diese Machtlosig- schwierigen Zeiten, auf ihn zu ver-
keit macht mürbe. Geduld hat sehr trauen.
viel mit Vertrauen zu tun, besonders
in Situationen, in denen ich keine Bianca Volkert
Macht habe und mich dadurch ge- Foto: Peter Weidemann / pfarrbriefservice.de
10poesiemarie-ja.de
11HOFFNUNGS-ZEICHEN Werdet, was Ihr seid! Das Gleichnis von der Biene Jesus würde heute vielleicht folgen- des Gleichnis erzählen: „Das Himmelreich gleicht den Bienen, die fleißig Honig sammeln. Sie fliegen ohne Unterlass immer wieder zu den aufgelöst wird: Zunächst „sind“ wir, Blüten. Mit ihrer Arbeit bestäuben sie weil Gott es will. Und in seiner Liebe jede Blüte, auf dass diese zur Frucht hat er uns so angenommen, wie wir heranreifen kann.“ sind, – ohne Wenn und Aber, von Seine Freunde würden zu ihm kom- Anfang an – und bleibt uns unser men: „Erkläre uns dieses Gleichnis.“ ganzes Leben lang treu. Die Blüten sind die Menschen, die auf Das ist – theologisch ausgedrückt – Hilfe angewiesen sind, die alt oder die Grunderfahrung und tiefe Sehn- krank sind. Die Bienen sind jene, die sucht des Menschen: So, wie wir helfen, die pflegen, die vor Ort zupa- sind, sind wir geliebt. Dieses Grund- cken, die zuhören. Sie tragen dazu oder Urvertrauen ist zwar von unse- bei, dass Menschen nicht vereinsa- ren Eltern und anderen Menschen men oder verkümmern, dass Leben vermittelt, aber es weist darüber hin- seine Würde behält. Dort bricht das aus. Denn so können wir Menschen Himmelreich an. Es ist so köstlich und trotz allen guten Willens nicht lieben. heilsam wie der süße, goldene Honig. Diese Liebe, nach der wir uns seh- Wenn Gott für uns ganz da ist, dann nen, nennen wir „göttlich“. Wir Chris- ist es die beste christliche Botschaft, ten glauben, dass diese Liebe uns wenn wir selbst für andere da sind: handfest mit Jesus zugesagt ist. als pflegende Person, als Lehrkraft, Weil wir so geliebt sind, können wir als Ehepartner oder schlicht als uns entfalten. Es ist für mich nicht in Nachbarin und Freund. Ich sehe es erster Linie ein Sollen, kein morali- für mich als zentrale Lebensaufgabe scher Anspruch, sondern eine Mög- an, dazu beizutragen, dass andere lichkeit, eine Begabung, ein Ge- und ich selbst tiefer in unserer Per- schenk, eine Gnade. Was mich an- sönlichkeit und unseren Beziehungen treibt, ist nicht eine Belohnung im reifen können. Hier greift das Bild der Jenseits und auch mehr als ein „mo- Biene: Sie dient – ob sie es will oder ralischer Imperativ“: Was mich an- nicht – der Blüte, die erst durch sie treibt, sind die Freude und die Dank- reifen kann. barkeit, dass ich so geliebt bin. Gott „Werdet, was ihr seid!“ Darin drückt lächelt uns liebevoll an. sich eine Spannung aus, die nicht Bardo Diehl (auch Bild) 12
HOFFNUNGS-ZEICHEN
Foto Statue „Cristo Redentor“, Rio de Janeiro: pixabay / pfarrbriefservice.de
Wie das früher war ...
Ich lebe, und auch ihr werdet leben
Wie hat Jesus das gemacht? Viel-
leicht hatte er diese drei Grundregeln.
Unterwegs sein angenommen und geschätzt und –
Jesus besaß weder ein Pfarrzentrum vielleicht das erste Mal in ihrem Le-
noch ein Büro. Er hatte auch keine ben – verstanden. Allein weil ihnen
Sprechzeiten, weder Anrufbeantwor- jemand zuhörte.
ter noch ein E-Mail-Konto. Statt Ver- Auf Augenhöhe
anstaltungen zu organisieren und Wer es mit Jesus zu tun bekam,
darauf zu warten, dass die Menschen brauchte sich nicht länger klein und
zu ihm kamen, ging er zu ihnen hin- wertlos zu fühlen. In seiner Gegen-
aus. Er ging dorthin, wo sich die Men- wart konnte jede*r wachsen und frei
schen trafen, oder ließ sich einladen. atmen. Denn hier war jemand, der
Und er ging an die „Brennpunkte“, „nicht von oben herab“ auftrat. Für
dahin, wohin andere normalerweise Jesus waren die Menschen wie
nicht gingen. Zu denen, die dort wa- „Schwestern und Brüder“, ohne Un-
ren. Denn er wusste: Aus eigener terschied gehören sie alle zur
Kraft würden sie sich wohl nicht her- „Familie Gottes“. Und darum besitzt
auswagen – zu groß war die Scham, auch jede*r das gleiche Recht auf ein
zu klein die Kraft, zu demütigend die „heilvolles“ Leben.
soziale Ächtung. Aber gerade sie hat-
So konnte sich Jesus „in die Schuhe
ten die Zuwendung nötig. Sie waren
eines anderen stellen“, die Perspekti-
es wert.
ve wechseln und im Herzen nach-
Zeit und Zuhören empfinden, was seinen Gegenüber
Statt mit fertigen Antworten zu kom- beschäftigte oder bedrückte. Wie El-
men, hörte Jesus aufmerksam und tern manchmal vor ihren Kindern auf
geduldig zu. Mit ernsthaftem Interes- die Knie gehen, suchte Jesus mit sei-
se wollte er erfahren, was die Men- ner Empathie die Augenhöhe. Und
schen bewegte, was sie erlebten und das drängte ihn zum Handeln, weil er
erlitten, was sie durchmachen muss- das Elend, die Einsamkeit und die
ten und warum sie jetzt da waren, wo Verzweiflung nicht mehr ertragen
sie waren. „Erzähl mir deine Ge- konnte: „Ich lebe, und auch ihr werdet
schichte, und vertrau mir deine Sehn- leben!“ (Bibel, Johannes-Evangelium,
sucht an. Ich habe Zeit für dich“, hät- Kapitel 14, Vers 19)
ten wir Jesus sagen hören können,
„und sei sicher, ich werde nicht über Nach Stefan Peitzmann
dich urteilen.“ Menschen fühlten sich in: Der Prediger und Katechet
13GOTTES=DIENST
Bitttage und Christi Himmelfahrt
Di. 11.05. 19.00 Messfeier im Steinthal zu den Bitttagen
Do. 13.05. 09.00 Christi Himmelfahrt: Messfeier – auch online –
und Eucharistische Segnung
16.00 Maiandacht im Steinthal
Pfingsten – Fest des Heiligen Geistes
So. 23.05. 10.30 Messfeier – auch online
16.00 Maiandacht im Steinthal
Mo. 24.05. 10.30 Ökumenischer Gottesdienst
Bild: Renovabis
in der Stadtpfarrkirche – auch online
Predigt: Pfarrer Augustin
Dreifaltigkeitssonntag
So. 30.05. 10.30 Messfeier – auch online
ca. 19.00 Eucharistische Andacht für die
Walldürn-Wallfahrer*innen – auch online
Walldürn-Wallfahrer*innen
Winfried Möller, Mitglied der Wallfahrtsleitung Fulda -
Walldürn schreibt: „Die Corona-Pandemie verhindert, dass
wir pilgern und Ihre Gastfreundschaft in Anspruch nehmen. Wir bedauern das
sehr. Sicher wird es einzelne Wallfahrer geben, die den Weg doch gehen wer-
den, aber das ist dann eine persönliche und individuelle Entscheidung. Wir ge-
ben die Hoffnung nicht auf, dass es im nächsten Jahr wieder eine reguläre Fuß-
wallfahrt ‘zum Hl. Blut‘ gibt.“
Siehe aber oben „Dreifaltigkeitssonntag“
Fronleichnam
Do. 03.06. 09.00 Messfeier – auch online. Ob anschl. eine Prozession
stattfinden kann, ist dzt. noch unklar.
Patrozinium St. Johannes der Täufer
So. 27.06. 10.30 Messfeier – auch online.
Kein Pfarrfest siehe aber Rückseite
Ewige Anbetung
Foto: Barbara Oschmann 2015
Mittwoch, 11. August
Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Gottesdienstordnung.
Weitere Informationen zu den Gottesdiensten der
Pfarrgemeinde finden Sie in der Gottesdienstordnung,
die in unseren Kirchen aufliegt, oder im Internet:
www.kath-kirche-hammelburg.de > Aktuelles > Gottesdienste
14HOFFNUNGS-ZEICHEN
Internet-Tipp
Gott ist dazwischen
Post für Dich ... zwischen den vielen kleinen und
großen Dingen, die sich im Leben
Herzliche Einladung zur Teilnahme ereignen. Die App „Netzgemeinde“ ist
an der neuen „bergwärts“-Aktion wie ein Hinweisschild und will helfen,
vom Volkersberg! mitten im Alltag Gott zu entdecken.
Mit fünf bis sechs kostenfreien Impuls Hinter dem Angebot steht ein vielfälti-
-Briefen (abwechselnd per Post und ges Team aus Mitarbeiter*innen meh-
E-Mail) bekommen Interessierte rerer Bistümer: „Die Netzgemeinde
Anregungen, neue Seiten an sich lebt in den sozialen Netzwerken. Sie
zu entdecken. ist da, wo Du bist, immer zwischen-
drin: in der Freizeit, auf dem Weg zur
Arbeit. Die Netzgemeinde hat immer
•••••••
Post, geöffnet, Du entscheidest, wann Du
die das Leben bereichert Dir etwas ‘abholen‘ oder etwas
‘einbringen‘ möchtest. Es ist egal, ob
Einladungen, das Leben Du viel oder wenig Zeit mitbringst, Du
einmal anders zu betrachten bestimmst selbst, wie lange deine
‘Zwischenzeit‘ dauert. Entdecke die
Ermutigungen, ‘Digitale Kapelle‘, das ‘Musik-
neue Schritte zu wagen. Evangelium‘ und vieles mehr.“
Um DA_ZWISCHEN zu nutzen,
Die Impuls-Briefe können brauchen Sie „WhatsApp“, den
abonniert werden unter „Facebook-Messenger“ oder
„Telegram“ auf Ihrem Smartphone.
www.volkersberg.de Sie erhalten montagmorgens einen
> „bergwärts“ Impuls, der Sie mit einem Gedanken
durch die Woche begleiten will. Frei-
tags bekommen Sie eine Nachricht
zum Wochenabschluss. Manchmal
kommen die Nachrichten auch als
„Überraschung da_zwischen“ an
ganz besonderen Tagen.
Infos rund um App & Anmeldung
www.netzgemeinde-dazwischen.de
15GEMEINDE=LEBEN
Rosa Günther Weißer Sonntag
Woher kommt eigentlich
dieser Name?
Foto: Michael Bogedain / pfarrbriefservice.de
Wenn Sie Ihr Kind Erstmals begangen wurde der
taufen lassen „Weiße Sonntag“ 1661 in München.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
wollen ... ist er für die ganze katholische Kir-
che verbindlich.
„Das ist mein Leib. Das ist mein Blut.“
Zu diesen Worten beim Letzten
Abendmahl reichte Jesus seinen Jün-
gern Brot und Wein. Augustinus von
Hippo (354-430), römischer Bischof
und Kirchenlehrer, gab schon Säug-
... melden Sie sich bitte im Pfarrbüro, lingen gleich nach der Taufe die Kom-
und vereinbaren Sie ein Gespräch munion in Form von wenigen Tropfen
mit dem zuständigen Seelsorger. Wein, damit sie im Fall eines plötzli-
Unsere Tauftermine chen Todes „gerettet“ seien.
13. Juni Und so kommt die Bezeichnung
11. Juli „Weißer Sonntag“ aus frühchristlicher
01. August Zeit. Im 4. - 7. Jahrhundert empfingen
19. September die Anwärter ihre Taufe in der Os-
17. Oktober ternacht, und die weißen Taufgewän-
07. November der trugen sie bis zum nächsten
•••
12. Dezember Sonntag, dem „Weißen“ Sonntag. Er
• • • • ist auch das Ende der Osteroktav,
also der Abschluss der Osterwoche,
denn die gesamten acht Tage werden
wie ein Hochfest begangen. Noch
heute gibt es die Bezeichnung der
„Weißen Woche“.
Seit dem 19. Jahrhundert feiert die
Kirche die Erstkommunion auch als
Erneuerung der Taufe. Nach jener
festlichen Aufnahme in Kirche und
Pfarrgemeinde empfängt das Kind
nun zum ersten Mal das eucharisti-
sche Brot, die Kommunion.
Historische Karte zur Erinnerung an die
Erstkommunion 1949 in Hammelburg Bianca Volkert
16GEMEINDE=LEBEN
Bild: Sarah Frank / pfarrbriefservice.de
Erstkommunion 2021
25 Kinder gehen am 24./25. Juli,
10.30 Uhr, in der Stadtpfarrkirche
zur Erstkommunion:
Aktuell bereiten sich 40 Kinder aus Timo Achtmann
unserer Pfarreiengemeinschaft auf Yannik Bach
die Erstkommunion vor. Unter dem
Motto „Wir Kinder in Gottes Garten“
Heidi Bartsch
lernen sie den Glauben kennen, er- Rául Baumeister
fahren mehr über das Leben Jesu, Katja Brumm
die Sakramente und den Gottes- Dominik Bustard
dienst. Dabei übernehmen die Eltern Theo Deinlein
im Moment eine besonders wichtige
Aufgabe, weil die Vorbereitung für
Tobias Eberlein
lange Zeit ausschließlich in der Fami- Alina Garder
lie stattfinden konnte. Leo Garder
Noel Gräf
Leni Hoffmann
Ben Huber
Ben Körber
Lucas Kunz
Mia Lamprecht
Sebastian Reuter
Martin Rösser
Jona Röthlein
Janne Schäfer
Luca Schärpf
Laura Wenz
Elias Wolf
Emilia Zufraß
Paul Zufraß
Bitte begleiten Sie die Familien
unserer Kommunionkinder im Gebet!
Manfred Müller, Diakon
17GEMEINDE=LEBEN
Katechese
Meine Motivation
Foto: Martin Manigatterer / pfarrbriefservice.de
für den „Stark!Weg“
Gott ist immer schon da.
In jedem und jeder von uns.
Dieser Grundsatz leitet mich in mei-
nem katechetischen Handeln, z.B. auf
unserem „Stark!Weg“ der Vorberei-
tung von Jugendlichen auf das Sakra-
ment der Firmung. Kürzlich habe ich
dafür beim Theologen und Autoren Erntedank der Ehejubilare
Pierre Stutz (* 1953) ein schönes
Bild, einen Vergleich gefunden. Er
zitiert den Mystiker Meister Eckhart Sonntag, 24. Oktober, ab 10.30 Uhr
(1260-1328): • Festgottesdienst
Wenn ein Meister ein Bild macht in der Stadtpfarrkirche mit
•••••••
aus Holz oder Stein, Einzelsegnung der Jubelpaare
so trägt er das Bild • Anschließend Empfang
nicht in das Holz hinein, im Pfarrzentrum
sondern er schnitzt die Späne ab, Anmeldung mit Hochzeitsfoto
die das Bild verborgen bis 20. September im Pfarrbüro
und verdeckt hatten.
Gott kann niemandem „beigebracht“
oder auch abgesprochen werden;
•••••••
auch die Kirche besitzt diese Macht
nicht. Gott lebt als tiefes Geheimnis in
jeder und jedem von uns. Pierre Stutz
sagt: „Unsere Aufgabe als Wegge-
meinschaft ist es, einander aufmerk-
sam zu machen auf diese befreiende
Wirklichkeit. Entscheidend ist, dass
das Wesentliche schon da ist.“ Anna Hereth
Und schließlich: Walter Hohmann
Das Ziel des Christseins ist nicht die Barbara Gößmann
Bildung von Kirche, sondern das Ziel Sieglinde Seitz
von Kirche ist die Entwicklung des
Stefan Fella
Christseins. (Matthias Sellmann)
Alfons Neubert
Markus Waite Adam Braun
18MUSIK
Orgel
Kirchenmusik Liebe Freunde der Kirchenmusik,
in der die Klais-Orgel in der Stadtpfarrkirche
Pfarrkirche begleitet uns musikalisch das gesam-
te Kirchenjahr hindurch und gibt Stim-
mungen wie Trauer, Trost oder den
Jubel der Osterzeit wieder. Nun
braucht sie dringend selbst eine
Stimmung, und zwar eine „General-
stimmung“ aller Register und Pfeifen.
Sonntag, 09. Mai, 18.00 Uhr Die Kosten belaufen sich auf
ca. 2.500 Euro, und das kann die
Kirchenmusikalische Andacht
Pfarrgemeinde aus den laufenden
zum Muttertag
Mitteln nicht alleine stemmen.
Pit Claßen (Saxophon) Darum: Unterstützen Sie die
Kantor Dieter Blum (Orgel) Stimmung unserer Orgel!
Diakon Manfred Müller
Pastoralreferent Markus Waite Eine Spende Ihres Ermessens
erbitten wir mit dem Kennwort „Orgel“
auf das Konto
DE54 7906 5028 0204 4002 40
Foto: Markus Waite
Besten Dank für Ihre Unterstützung!
Dieter Blum
19MINISTRANTEN
Für sich und für andere
Minis „draußen“ aktiv
Online-Spieleabend
Lang ist es her, dass die Minis-
trant*innen das letzte Mal „in Prä- Klappern zu Hause
senz“ zusammen waren. Obwohl un- Karfreitag und Karsamstag fand die
sere monatlichen Treffen momentan Klapper-Aktion auch in diesem Jahr
pandemiebedingt ausfallen müssen, von zu Hause aus statt. Da die Minis-
haben sich in den letzten Monaten trant*innen aufgrund der Corona-Pan-
viele Möglichkeiten eröffnet, und wir demie nicht in Gruppen durch die
können trotzdem Kontakt halten. Straßen ziehen konnten, war jede*r
Eine dieser Möglichkeiten war ein Hammelburger*in eingeladen, mit der
Online-Spieleabend, den wir im März eigenen Klapper aus dem Keller oder
veranstalteten: Die Kinder konnten ihr vom Dachboden oder mit einer im
zeichnerisches Talent bei den Pfarrbüro ausgeliehenen mitzuma-
„Montagsmalern“ und „Gartic Phone“ chen. Einige stellten sich auf ihren
unter Beweis stellen oder mit Allge- Balkon, andere in den Hof oder an die
meinwissen bei der Online-Variante Straße und ließen lautstark diese
von „Stadt, Land, Fluss“ glänzen. Für wichtige Tradition in den letzten bei-
jede*n war etwas dabei! den Tagen vor Ostern aufleben.
Außerdem entstand ein Online-Im-
Ein Kunstwerk, das beim Spieleabend puls, der auf „Youtube“ angeschaut
für große Freude gesorgt hat, wollen werden kann: Kanal „Stadtpfarrkirche
wir Ihnen nicht vorenthalten ... Hammelburg“. Vielen Dank an alle,
die die Ministrant*innen unterstützt
Sophia Hose haben! Christian Storath
20KINDER & FAMILIE
Lichterando
Und wieder hat das Corona-Virus die
Osterzeit maßgeblich beeinflusst.
Manches fand nicht oder anders statt.
So auch die Weitergabe des Oster-
lichts. Normalerweise geschieht das
im Rahmen der Osternacht, wenn die
Ministrant*innen das Licht der Oster-
kerze an die Gottesdienstbesu-
cher*innen verteilen.
Das war diesmal nicht möglich, und
so gab es – wie schon im letzten Jahr
– die Möglichkeit, sich das Licht direkt
vor die Haustüre zu bestellen. Am
Ostersonntag-Nachmittag machten Die Ministrant*innen freuen sich sehr
sich drei Mitglieder der Gruppenleiter- über die durchweg positive Resonanz
runde mit einer Laterne in der Hand und bedanken sich für die beachtliche
auf den Weg durch Hammelburg, um Spendensumme, die unser Engage-
das Osterlicht an 18 angemeldete ment unterstützt.
Haushalte zu verteilen. Sophia Hose
•••••••
Gleichzeitig mit der Messfeier der
Kinderkirche Erwachsenen um 10.30 Uhr in der
Stadtpfarrkirche feiern wir im Saal
des Pfarrzentrums gleich nebenan
(oder draußen) den Wortgottesdienst
in kindgemäßer Form. Auch Eltern,
die ihre jüngeren Kinder begleiten
möchten, sind willkommen!
Termine
Eingeladen sind alle Kinder – beson- 16. Mai e n t f ä l l t
ders im Kindergarten- und Grund- 20. Juni
schulalter – und ihre Familien. 18. Juli
21FAMILIE & EHE
Partnerschafts- und Lebenskrisen
Brauchen Sie Rat, Hilfe,
jemand zum Zuhören?
Familie unter Druck? Die Pandemie-Situation verlangt uns
weiterhin viel ab. Beschränkungen,
Internet-Tipp Betreuen und Beschulen der Kinder
daheim, das Fehlen von Freizeitmög-
lichkeiten können Schwierigkeiten
Elternsein ist nicht immer leicht. Be- immens verstärken, die schon vor
sonders in dieser stressigen und her- „Corona“ bestanden haben. Für viele
ausfordernden „Corona-Zeit“. kommen finanzielle Sorgen dazu.
Auf der Internetseite Das junge Paar mit kleinen Kindern,
www.FamilienUnterDruck.de das keine Möglichkeiten zum „Auftan-
finden Sie einfache Hilfestellungen für ken“ hat und immer mehr und heftiger
den Umgang mit Stress und Ärger, streitet; der allein stehende ältere
um den Alltag in Ihrer Familie besser Herr, der es nicht erträgt, allein zu
zu meistern. sein; die Unternehmerin, die ihren
Laden schließen musste, finanzielle
Die Tipps in Form von kleinen Videos Sorgen hat und schon lange nicht
haben Wissenschaftlerinnen und Ex- mehr schlafen kann ...
perten für psychische Gesundheit im Paare und Einzelpersonen in diesen
Rahmen des Projekts „Familien unter oder ähnlichen Situationen können
Druck“ zusammengestellt. Es steht mit den Berater*innen der Stelle für
unter der Schirmherrschaft von Bun- Ehe-, Familien- und Lebensberatung
desfamilienministerin Franziska Gif- ihre Situation besprechen, Lösungen
fey. finden, Strategien zur Bewältigung
entwickeln – in dringenden Fällen
weiterhin im
persönlichen Gespräch, aber auch
per Video oder Telefon.
Ehe-, Familien- und Lebensberatung
www.eheberatung-schweinfurt.de
info@eheberatung-schweinfurt.de
Hauptstelle Schweinfurt
Telefon 09721 702581
Nebenstelle Bad Kissingen
Infos für Familien Telefon 09721 702581
www.familie.bistum-wuerzburg.de E-Mail oder Chat
www.eheberatung-bayern.de
22EHE & FAMILIE
Angebote (nicht nur) in der Krise
Können wir die „Corona-Krise“ für uns Leser*innen. Keller: „Nehmen Sie
auch als „Weg“ verstehen? Vielleicht sich eine Auszeit und lassen Sie sich
hilft sie, „Kirche und Christ neu zu durch das Evangelium im Alltag er-
lernen“, vermutet Ehe- und Familien- mutigen.“ Internet-Zugang:
seelsorger (EFS) Bernd Keller, Bad https://bistum-wuerzburg.ocweb.schule/b/ber-3bg-tjq
Kissingen. Er empfiehlt darum den Teilnahme über Browser, kein Pro-
„Weg der Besinnung“ in KG-Garitz: gramm / keine App notwendig.
„Für Sie allein, als Paar oder als Fa- Kontakt: Bernd Keller, Ehe- und
milie hält er neue Ein- und Aussichten Familienseelsorge im Landkreis
bereit.“ Wer an einer seelsorglichen Telefon 0971 72469310
Begleitung interessiert ist, kann sich bernd.keller@bistum-wuerzburg.de
gerne an Bernd Keller wenden. www.kg.main-franken-katholisch.de > Seelsorge
Darüber hinaus ist jederzeit eine ••••
„Online-Paar- oder Familienseelsor-
•••
ge“ möglich: Bitte schicken Sie eine
E-Mail, um einen Termin zu verein- Zeit für die Liebe ...
baren. Diese Chance bietet ein
Ehe-Vorbereitungskurse Wochenend-Seminar für
Ehepaare jeden Alters
„EheKURS“: Ergänzend zu den o.g. sowie für Paare in fester
Angeboten und den Tagesseminaren Beziehung. Angesprochen sind Paa-
der Domschule gibt es von der EFS re, die Sehnsucht haben nach einer
einen „Ehe-Kurs“ mit drei Terminen. lebendigen und froh machenden Be-
Bei Interesse bitte melden. ziehung, in der v.a. das Gespräch
www.ehevorbereitung-wuerzburg.de wieder einen guten Platz findet.
Der Kurs wird von einem erfahrenen
Bibel-Teilen online Team geleitet. Es gibt keine Gruppen-
Zur geistlichen Unterstützung lädt die gespräche und Diskussionen.
EFS jede Woche donnerstags 19.00 - 15.-17. Oktober 2021
19.45 Uhr über das Internet zum Münsterschwarzach
Bibel-Teilen ein, moderiert und ange- Veranstalter ist die ME-Gemeinschaft
leitet von Bernd Keller. Die dort prak- („Marriage Encounter“), eine Gemein-
tizierte „7-Schritte-Methode“ eignet schaft der kath. Kirche mit dem Ziel,
sich sowohl für Menschen, die „ein- die Beziehung zu beleben und zu
fach mal Gottes Wort begegnen vertiefen. Anmeldung & weitere Ter-
wollen“ als auch für kundige Bibel- mine: www.me-deutschland.de
23KINDER & FAMILIE
Grafik: Maria Schuberth / Kiki-Team
Ostern „mitmachen“
Aktionen vom Kinderkirchen-Team
„Ostern ist auch in diesem Jahr nicht gesprochen haben.
ausgefallen!“ Das können wir bestäti- Wunderschön!!!
gen: Überwältigt vom großen Interes- Frohe Ostern an Euch!!“
se an unseren „MitMachTütenOstern“ „Vielen Dank. Ein tolles Konzept.
freuen wir uns, dass mehr als 60 Kin- Die Kinder haben gern mitgemacht,
der und Familien teilgenommen ha- und der Weg am Kloster ist ja
ben und mit ihrer Hilfe Palmsonntag, ohnehin herrlich.“
Gründonnerstag, Karfreitag und Os-
tern in der Familie gefeiert haben. Sandra Lutz / Cornelia Stockmann
Das kam total an, und manche Mama
war auch begeistert, weil alles so ein-
fach umzusetzen und immer eine klei-
ne Überraschung für die Kinder dabei
war. Die Kinder waren immer schon
ganz gespannt auf die nächste Tüte
und hätten in der Karwoche am liebs-
ten jeden Tag eine geöffnet ... :-)
Kreuzweg ganz anders
Neben den Mitmachtüten gab es am
Karfreitag auch die Möglichkeit, den
Kreuzweg als „Actionbound“ (digitale
Schatzsuche) am Kloster Altstadt zu
gehen. Mehr als 21 Gruppen bzw. ca.
80 Personen haben dieses Angebot
wahrgenommen – eine beachtliche
Zahl! Das Programm hat eine
„mittlere Spielzeit“ von ca. 80 Minuten
registriert.
Wir haben uns über Fotos (lrechts)
und Kommentare gefreut:
„Das war super schön! Vielen Dank
für den tollen Kreuzweg! Toll,
dass auch so viele Kinder die Texte
24KINDERGARTEN
Telefon 786081
www.st-marien.kiga-hab.de
Neue Kinderkrippe
Seit September ist die große Bau-
stelle in der Kindertagesstätte
„St. Marien“ Vergangenheit. Wir
konnten schon eine zweite Krippen-
gruppe einrichten.
Einer der beiden Räume ist nun stär-
ker für Bewegung und Bauen gestal-
tet, der andere für Rollenspiel, Lesen,
Malen und Essen. Zum Kuscheln und
Zurückziehen gibt es in beiden Räu-
men Möglichkeiten. Kinder und Erzie-
herinnen nutzen sie i.d.R. aber grup-
penübergreifend.
Da Bilder immer mehr sagen als
Worte, hier ein paar Impressionen
aus unseren neuen Krippenräumen.
Kerstin Augsburg
Fotos von oben nach unten:
Lesekörbchen – Leuchttisch – Krabbelgang –
Klettern (Katharina Meierl, Kerstin Augsburg)
25KINDERGARTEN
Telefon 1582 www.st-josef.kiga-hab.de
Wenn der Osterhase
das Wort „Inzidenz“
nicht kennt ...
... müssen fleißige Helfer und Helfe-
rinnen einspringen, um ihn zu unter-
stützen. In der Woche vor dem Oster-
fest war die Kinderbetreuung nur im
Rahmen einer Notbetreuung möglich.
Viele Kinder waren deswegen zu
Hause und nicht im Kindergarten. Da
der Osterhase das aber nicht wusste,
brachte er auch dieses Jahr für alle
Kinder von „St. Josef“ Osternester in
den Kindergarten, gefüllt mit kleinen,
altersgerechten Geschenken zum
Spielen und ein paar Leckereien.
Die Kinder in der Notbetreuung konn-
ten ihre Nester freudig in Empfang
nehmen und im Rahmen der Möglich-
keiten eine kleine Osterfeier abhalten,
und die Erzieher und Erzieherinnen „Vielen Dank“ an den Osterhasen und
brachten ihnen die Hintergründe spie- natürlich auch an die Hilfs-Osterha-
lerisch nahe. sen, die mit ihren kleinen Aufmerk-
samkeiten den Kindern den Tag
Für die anderen Kinder mussten kur- versüßt und für ein wenig Normalität
zerhand Erzieher und Erzieherinnen in dieser komischen Zeit gesorgt ha-
als Hilfs-Osterhasen einspringen: Sie ben.
verteilten die Osternester an die Kin-
der zu Hause und machten ihnen da- Denise Ludwig
mit eine Freude. Deswegen sagen wir Foto: Kerstin Körber
26KINDERGARTEN
Europäerinnen zu Gast
in den Kindergärten
Im laufenden Kindergartenjahr ar-
beiten sowohl in „St. Marien“ und
„St. Josef“ als auch in der Kinderkiste
Diebach je eine Europäische Prakti-
kantin. Wir machen mittlerweile schon
seit fünf Jahren sehr gute Erfahrun-
gen mit diesem Austausch.
Die jungen Erwachsenen helfen mit, Aurélie aus Frankreich (links) für St. Marien,
lernen Deutschland kennen, verbes- und Laura aus Portugal für St. Josef
sern natürlich ihr Deutsch und erle-
ben durch ihre Erfahrungen intensiv
Europa – das alles im Rahmen des
Europäischen Solidaritäts Korps der
EU (ESK, Nachfolgeprogramm von
„Erasmus+“). Es wendet sich nicht
nur an Studierende, sondern kann aus dem Elsass/Frankreich,
auch direkt nach Schule, Ausbildung Madeira/Portugal und Italien.
oder Studium in Anspruch genommen
werden. Es ist relativ neu und bietet Auch unsere Kinder machen neue
jungen Leuten zwischen 18 und Erfahrungen: mit jungen, motivierten
30 Jahren die Möglichkeit, ein Jahr Menschen, die noch nicht so gut
im Ausland zu verbringen und dort Deutsch sprechen und denen sie, die
das Arbeitsleben kennen zu lernen. „Kleinen“, ‘was beibringen können!
Außerdem lernen sie die Länder der
Die Freiwilligen leben in einer Wohn- Freiwilligen und ihre Kultur kennen.
gemeinschaft zusammen, um auch im
persönlichen Bereich selbstständig zu Kerstin Augsburg
werden. Sie kommen in diesem Jahr auch Foto
27SOLIDARITÄT
Afrika Hilfe Franken
Aus Kleiderspenden
werden Schulen
Am Samstag, 11. September, findet
die jährliche Sammlung der Afrika
Hilfe Franken e.V. statt. In Hammel-
burg können Sie ihre Altkleiderspen- Was mit Ihren Spenden passiert
den zwischen 08.30 und 11.00 Uhr an
der Verladestelle auf dem Schotter- Wir geben die Kleidung an die
platz hinter dem Sportzentrum abge- „Bodelschwinghschen Anstalten Be-
ben. Die Annahme an den Garagen thel" weiter und unterstützen aus dem
im Ofenthaler Weg entfällt an diesem Erlös unsere Projekte in Afrika. In den
Tag. letzten Jahren konnte ein Kindergar-
ten aufgebaut und betrieben werden,
Säcke und Handzettel ab August: in Kise wurden zwei Klassenzimmer
Kirchen und ein Lehrerzimmer gebaut, in der
Pfarrbüro Grundschule Kiparang’anda ein wei-
Örtliche Geschäfte teres Klassenzimmer. Außerdem un-
Weltladen terstützte unser Verein die Erlöser-
Sammelstellen schwestern aus Würzbug bei Investiti-
onen für ihr Krankenhaus im Süden
Wir sammeln Tansanias.
Gut erhaltene Kleidung
Plüschtiere
Federbetten Info & Koordination
Paarweise gebündelte Schuhe Reinhard Beichel
Handschuhe mobil 0162 2317149
Handtaschen oder Telefon 4352
Decken Monika Mützel, Telefon 785756
Bettwäsche www.Afrika-Hilfe-Franken.de
> Termine: Download Handzettel
Foto von 2010: Afrika Hilfe
28SOLIDARITÄT • FRAUEN
Nicht
abwarten ...
Tee
Foto: Malteser
trinken!
Interkulturelle Teestube Kolpingfrauen
In der Regel zweimal im Monat mitt- Die Treffen entfallen auch weiterhin.
wochs zwischen 15.00 und 18.00 Uhr Sollten vor Oktober Treffen
im Pfarrzentrum Integration mitgestal- stattfinden können,
ten! Für Flüchtlinge und Einheimi- geben wir es in der Presse bekannt.
sche, Menschen aller Nationalitäten
aus Hammelburg und Umgebung mit Marietta Panhans
und ohne Fluchterfahrung, die sich
gegenseitig kennen lernen wollen und
Lust auf neue Erfahrungen haben
•••••••
Termine
02. / 16. und 30 Juni •••••••
14. und 28. Juli
Teetrinker*innen gesucht!
... die im Wechsel mit anderen die
Teestube öffnen, schließen und sich
um die Besucher*innen kümmern.
Voraussetzungen: regelmäßig freie
Zeit zu den Öffnungszeiten, Freude
am Umgang mit Menschen und Lust
an der Entwicklung von Ideen
Kontakt
Brigitte Schlee-Söder
Malteser-Hilfsdienst
Ehrenamts-Koordinatorin für Stadt
und Landkreis Bad Kissingen
brigitte.schlee-soeder@malteser.org
Telefon 0971 7246-9412
oder 0170 555 3861
Gerne auch per WhatsApp
29PARTNERSCHAFT
Foto: Juruti Velho
Alu-Fasten auf Brasilianisch
Weit mehr als eine
„Übersetzung“
Lukas Weimer – 2017/18 als
„Freiwilliger“ in Juruti Velho/
Brasilien – hat sich in der vergan-
genen Fastenzeit eine Aufgabe
gestellt: Er „übersetzte“ unseren
2019 erschienenen „Alu-Fasten-
Kalender“ ins Brasilianische –
in einem umfassenden Sinne!
„miteinander“ hat ihn dazu befragt.
Als vor zwei Jahren der
ursprüngliche „Alu-Fasten-
Kalender“ gemacht wurde,
warst Du daran beteiligt ...
Lukas Weimer: Ich habe damals die
Pfarrei Juruti Velho vorgestellt und
beschrieben, wie die Menschen am
Amazonas die Karwoche und das
Osterfest begehen (Palmsonntag,
Diözese Óbidos unsere Region ken-
Karfreitag).
nen lernen. Daher habe ich einen
Und jetzt hast Du Dir Perspektivwechsel eingearbeitet und
etwas Neues vorgenommen ... unsere Pfarrei und vieles weitere aus
In diesem Jahr habe ich den Kalender Deutschland und Franken vorgestellt.
ins Portugiesische übersetzt. Die Idee Statt um die Verarbeitung von Maniok
kam mir, als ich an Aschermittwoch zu Mehl geht es um Ortstypisches für
den Kalender wieder in die Hände uns: Getreide und Weintrauben, also
nahm. unser Mehl bzw. Brot und Wein.
Du hast Dich nicht auf eine Über- Warum hast Du Dir
setzung der Texte beschränkt ... die Mühe gemacht?
Natürlich habe ich die meisten Beiträ- Da kommt jetzt wieder unsere Part-
ge übersetzt, aber auch manche nerschaft ins Spiel. An der deutschen
durch neue ersetzt. Den Fokus habe Version des „Alu-Fasten-Kalenders“
ich auf die Partnerschaft mit Juruti haben ja auch sehr viele Menschen
Velho gelegt, die es vor zwei Jahren aus den Gemeinden der Pfarrei
ja noch nicht gab. Mir war es auch „Sagrado Coração de Jesus“ in unter-
wichtig, dass die Menschen in der schiedlichster Weise mitgearbeitet,
30PARTNERSCHAFT
z.B. bei Interviews. Sie haben uns kungen für die Umwelt betroffen. Und
Einblicke in ihr Leben gegeben, ohne die müssen den weltweiten Bedarf an
aber unser Leben in Europa zu ken- Aluminiumprodukten decken. Dafür
nen. Ich möchte es möglich machen, müssen dann natürlich Unmengen an
dass auch unsere Freunde in Amazo- Bauxit gefördert werden. Die Leidtra-
nien diesen Kalender lesen. Der Ka- genden der weltweiten Aluminiumver-
lender soll für die Fastenzeit 2022 sorgung sind die Bewohner der Ab-
fertig sein. bauregionen, oftmals die Ärmsten der
Armen. Die ganze Welt ist mit den
Du hattest auch Unterstützung ... Menschen nicht nur in Amazonien,
Sehr viele Menschen haben mir ge- sondern auch in den anderen Abbau-
holfen, dieses Projekt zu realisieren: regionen durch das Aluminium ver-
Freunde aus Brasilien haben die bunden.
übersetzten Texte gelesen und ver-
bessert. Barbara Oschmann hat mir Was ist Deine Prognose:
Bilder vom Freiwilligendienst von Iva- Wie geht es weiter mit der
na de Souza Batista und Laerson Partnerschaft unserer Pfarreien-
Veiga Neves und besonders von der gemeinschaft mit der Kirchen-
Partnerschaft zur Verfügung gestellt. gemeinde im Bistum Óbidos?
Pfarrer Thomas Eschenbacher, Ivana Wir werden unsere Pfarreien-
und Laerson haben weitere Beiträge Partnerschaft mit Juruti Velho definitiv
geschrieben. fortführen. Die Partnerschaft ist im
Gemeindeleben von Juruti Velho fest
Wie kommt der fertige Kalender verankert. Auch ich habe weiterhin
in unsere Partnergemeinde? viel Kontakt zu meinen Freunden in
Gedruckt werden soll er in Brasilien. Amazonien. Ich glaube, das sind gute
Es ist einfacher, eine Computer-Datei Voraussetzungen für eine enge
an Bischof Bahlmann zu senden, als Freundschaft und Partnerschaft zwi-
fertige Exemplare per Post zu schi- schen Hammelburg und Juruti Velho.
cken. Dom Bernardo hat das selbst
Markus Waite dankt Lukas Weimer
vorgeschlagen.
für das Gespräch.
Nochmal ein paar Stichworte bitte,
warum das Aluminium uns
in Deutschland und die Menschen
am Amazonas verbindet ...
Aluminium wird weltweit verwendet, in
Europa, in Brasilien und in Amazo-
nien. Ein Leben ohne Aluminium ist
heutzutage fast nicht möglich. Wir
trinken aus Aluminiumdosen und ver-
wenden Alufolie. Es gibt aber nicht
weltweit Abbaustätten für den Grund-
stoff Bauxit: Es sind nur einzelne Re-
gionen von der Aluminiumproduktion
und den damit verbundenen Auswir-
31PARTNERSCHAFT
Schwester Joanita
Eine Ära geht zu Ende
Schwester Joanita Sell (Foto) hat
jahrzehntelang mit den Menschen
in Brasilien gelebt und war für sie da:
elf Jahre in Juruti Velho und insge-
samt 57 Jahre in Brasilien. Nun kehrt
sie bald in ihre Heimat Deutschland
zurück. Die Entscheidung sei ihr nicht
leicht gefallen, schreibt sie. Aber sie
hoffe, sie sei im Willen Gottes so
gefallen.
Sie wird in das Mutterhaus der Kon-
gregation in Augsburg ziehen und
ihre „Mission durch Gebet, Anbetung
und in einer etwas kontemplativeren Freiwilligen. Ivana de Souza Batista
Lebensform fortführen. Jetzt ist es an und Rafaela Reges de Sousa sind
der Zeit, die Aufgaben an jüngere sehr bereit sowie Laerson Veiga
Mitschwestern abzugeben.“ Neves und Cleilson Lima de Souza.
(Rafaela und Cleilson waren vor eini-
Bedenken, dass unsere Partnerschaft gen Jahren als Freiwillige in Würz-
darunter leiden könnte, zerstreut burg, Anm. d. Red.) Sie werden ein
Sr. Joanita: „Die Partnerschaft – so Zimmer im Pfarrsekretariat einrichten.
hoffe ich – läuft weiter. Wir haben Auch ich werde die Verbindung
eine feste Gruppe gebildet mit den immer aufrecht erhalten.“
Padres Joaquim und Ademir, Sr. Ro-
sania, die bei der Gründung der Part- Barbara Oschmann
nerdiözesen in Würzburg war und auch Foto oben
nun in Juruti wohnt, und mit den Foto links: Juruti Velho
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