Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt

 
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
PROGRAMM
Jan– Apr 2020
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Begrüßung                                                                                   Begrüßung

 HERZLICH                                                              Liebe Freundinnen und Freunde
                                                                       des Jüdischen Museums Frankfurt,

WILLKOMMEN                                                             neues Jahr – neues Glück. Dies wünsche ich Ihnen und uns
                                                                       mit Blick auf das Voranschreiten der Bauarbeiten am neuen
                                                                       Jüdischen Museum. Im alten Jahr war uns dieses Glück we-
                                                                       niger hold. Das neue Gebäude konnte unserem Team leider
NEUES JAHR                                                             nicht wie geplant übergeben werden. Wir müssen Ihre Vor-
                                                                       freude auf die Eröffnung daher noch ein wenig strapazieren.
NEUES GLÜCK                                                            Dafür gibt Ihnen unser Veranstaltungsprogramm bereits einen
                                                                       ersten Vorgeschmack auf unser neues Haus: die Tagung
                                                                       „The Female Side of God: Representations of a Suppressed
                                                                       Tradition“, die wir im Januar an der Goethe-Universität ver-
                                                                       anstalten, steht im Zusammenhang mit der Ausstellung „Die
                                                                       weibliche Seite Gottes“, die ab Oktober in unseren neuen
                                                                       Räumlichkeiten zu sehen sein wird. Und in dem Symposium
                                                                       „Zwischenzeiten: Zur jüdischen Diaspora in Europa“ widmen
                                                                       wir uns dem, was im Zentrum der Arbeit des neuen Jüdischen
                                                                       Museums steht: die jüdische Gegenwart. Vor dem Hinter-
                                                                       grund der bedrohlichen Atmosphäre, der Jüdinnen und Juden
                                                                       in Europa ausgesetzt sind, wird dieses Symposium im Vor-
                Prof. Dr. Mirjam Wenzel © Jüdisches Museum Frankfurt
                                                                       griff auf die Museumseröffnung eine Plattform für Visionen
                                                                       bieten, die einem zukünftigen Zusammenleben und einer
                                                                       jüdische Zukunft in Europa den Weg bahnen sollen.

                                                                       Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren wegbereitenden Veran-
                                                                       staltungen wiederzusehen. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen
                                                                       in unsere Museumsarbeit und grüße Sie herzlich,

                                                                       Ihre
                                                                       Prof. Dr. Mirjam Wenzel und das Team
                                                                       des Jüdischen Museums Frankfurt

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Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Aufstellung der Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger
    Fotos: Philipp Groß © Jüdisches Museum Frankfurt

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                                                                                                                              Veranstaltungen des Jüdischen Museums Frankfurt

                                                                Oberes Foto: Korbinian Böck
                                                                Unteres Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Fotos: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt

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                                                                                                                      Veranstaltungen des Jüdischen Museums Frankfurt

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                                                                                                                      Veranstaltungen des Jüdischen Museums Frankfurt

    Einweihung der Skulptur „Untitled“ von Ariel Schlesinger
    Fotos: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Fotos: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt

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                                                                                                                  Veranstaltungen des Jüdischen Museums Frankfurt

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                                                                                                                  Veranstaltungen des Jüdischen Museums Frankfurt

                                                           Symposium zu Ludwig Landmann
                                                           Fotos: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Inhalt                                                                       Inhalt

 AUSSTELLUNGEN                            Holocaust-Gedenktag                   Mein Frankfurt                    KINDERPROGRAMM
                                                 24-26                         Stadtspaziergang
                                                                                      40
      Masel und Broche              Das Gumpertz’sche Siechenhaus                                                        Museumsraub
 Dauerausstellung im Museum                Buchvorstellung                  Für ein selbstbewusstes                          52
        Judengasse                               28                        Judentum in Deutschland
              14                                                                    Gespräch                              Satourday!
                                    Hetze in Sprache und Gesellschaft                  42                                  Freestyle
                                            Podiumsgespräch                                                                   53
                                                   30
                                                                                                                      Ratsche, Rolle und
                                       Unterwegs durch die jüdische                                                    Hamantaschen
                                           Altstadt Frankfurts                                                               54
                                                   32
                                                                                                                    Pessach mit allen Sinnen
                                                                                                                              54
                                               Symposium
                                       Zwischenzeiten: Zur jüdischen                                                      Satourday
                                            Diaspora in Europa                                                            Programm
                                                  34-39                       Nacht der Museen                               55
                                                                        Jüdische Kultur mit allen Sinnen
                                                Programm                              44

VERANSTALTUNGEN                        Zwischenzeiten: Zur jüdischen      Spaziergang über den Alten                FÖRDERVEREIN
                                            Diaspora in Europa               Jüdischen Friedhof
                                                                                     46
     Silber, Stein, Papier          Jüdische Museen – ein dritter Ort                                                    Förderverein
      Zeichenworkshop                      jüdischen Lebens?                                                          Engagieren Sie sich
               18                                                                                                             58
                                       Rechtliche Entwicklungen und
   The Female Side of God                  Rahmenbedingungen
          Tagung
            20                           Zur Zukunft der jüdischen                                                  INFORMATIONEN
                                            Diaspora in Europa

      Friedrich Pollock                   Resümee und Ende des                                                       Besucherinformation
      Buchvorstellung                         Symposiums                                                                     62
              22                                                             Öffentliche Führungen
                                                                            im Museum Judengasse
                                                                                       48

                               10                                                                            11
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Ausstellungen

MASEL UND BROCHE

DAUERAUSSTELLUNG
    IM MUSEUM
   JUDENGASSE

                      Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
                      Thoraschild
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Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Ausstellungen                                        Ausstellungen

                   MASEL UND
                    BROCHE

DAUERAUSSTELLUNG IM
MUSEUM JUDENGASSE
                     Seit März 2016
          ↗ Museum Judengasse, Battonnstraße 47

Als die Stadt Frankfurt 1987 ein           von fünf Häuserfundamenten
neues Gebäude für die Stadtwerke           bringt sie Objekte zum Sprechen,
errichten will, stößt man auf Fun-         die einst vor Ort gefertigt oder
damente von Häusern der Juden-             genutzt wurden. Sie thematisiert
gasse. Nach öffentlichen Kontro-           jüdisches Alltagsleben in der

                                                                                                  Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
versen wurde mit einem Teil der            Frühen Neuzeit und die vielfälti-
archäologischen Funde ein Museum           gen Beziehungen, die die Ein-
eingerichtet. Dieses Museum hat            wohner der Judengasse mit den
mittlerweile eine neue Gestalt             christlichen Bewohnern der Stadt,
erhalten. Der Eingang wurde an die         dem Frankfurter Rat und dem
Battonnstraße verlegt und betont           Kaiser unterhielten. Auch die jiddi-
den Zusammenhang mit anderen               sche Literatur und Musik wird

                                                                                                  Blick in die Dauerausstellung
historischen Aspekten des Ortes:           zum Klingen gebracht. //
dem Alten Jüdischen Friedhof, der
1938 zerstörten Börneplatzsyna-
goge und der Gedenkstätte für die
deportierten und ermordeten
Juden Frankfurts.

Die neu konzipierte Ausstellung
eröffnet verschiedene Perspektiven
auf das erste jüdische Ghetto Euro-
pas. Inmitten der Rekonstruktion

                                      14                                               15
Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Veranstaltungen

VERANSTALTUNGEN

   ÜBER KUNST,
 GESCHICHTE UND
    POLITIK INS
GESPRÄCH KOMMEN

                       Foto: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt
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Jan- Apr 2020 - Jüdisches Museum Frankfurt
Veranstaltungen                                  Veranstaltungen

So 19. Jan 2020         Museum Judengasse,           Workshop
11.00 – 14.00 Uhr       Battonnstraße 47

 SILBER, STEIN, PAPIER
           /
 ZEICHENWORKSHOP IM
 MUSEUM JUDENGASSE
Zeichenworkshop mit Fenja Fröhberg

Die kantigen Steine der Häuserfundamente, die von der Museumsbe-
leuchtung in Szene gesetzt werden, laden dazu ein, sich zeichnerisch mit
den Materialitäten der Ausstellung auseinanderzusetzen. Mit dem Stift
machen wir uns auf die Suche nach interessanten Kanten und Winkeln,
Härte und Weichheit. In ruhiger Atmosphäre nehmen wir Erkundungen
in Form von Zeichenübungen vor. Durch die genaue Betrachtung von
Details eröffnen sich dabei neue Perspektiven auf die Objekte im Museum.

                                                                                               Foto: Fenja Fröhberg © Jüdischen Museum
Die Kunstvermittlerin Fenja Fröhberg geht mit Ihnen auf die Suche nach
besonderen Motiven und unterstützt Sie in Ihren zeichnerischen Arbeiten.
Bitte bringen Sie Unterlagen, Stifte und andere Zeichenmaterialien mit. //

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

                                                                                               Zeichenworkshop
Teilnahmegebühr: 10 Euro

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Veranstaltungen                                                               Veranstaltungen

                       TAGUNG                                             Die interdisziplinäre Tagung bereitet die Ausstellung „Die Weibliche
                                                                          Seite Gottes“ vor, die im Herbst 2020 im neuen Jüdischen Museum
                                                                          eröffnet wird. //

                                                                          Referentinnen und Referenten:
     THE FEMALE SIDE OF GOD:                                              Dr. Jeremy Phillip Brown (Jewish Studies, McGill University, Montréal),
                                                                          Prof. Dr. Cristina Ciucu (Maître de conférences EHESS-CRH, Paris),
       REPRESENTATIONS OF                                                 Dr. Dina El Omari (Zentrum für Islamische Theologie, Universität Münster),

     A SUPPRESSED TRADITION                                               Michaela Feurstein-Prasser und Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (xhibit.at,
                                                                          Wien), Prof. Dr. Ronit Meroz (Jewish Philosophy and Talmud, Tel Aviv Uni-
                                                                          versity), PD Dr. Elke Morlok (Institut für Judaistik, Goethe-Universität
                                                                          Frankfurt), Dr. Martin Peilstöcker (Bibelhaus Erlebnis Museum, Frankfurt),
So 19. – Di 21. Jan 2020          Goethe-Universität Frankfurt,           Prof. Dr. Melissa Raphael (Religious, Philosophical and Historical Studies,
                                  Renate von Metzler-Saal,                University of Gloucestershire, Gloucester), Prof. Dr. Shoshana Ronen
19.1. 15.00 – 19.30 Uhr,          Casino 1.801,                           (Hebrew Studies, University of Warsaw, Warschau), Dr. Jochen Sander
20.1. 10.00 – 19.30 Uhr,          Nina-Rubinstein-Weg,                    (Kurator am Städel Museum, Frankfurt), Dr. David Sperber (The Shalom
21.1. 9.30 – 14.00 Uhr            Campus Westend                          Hartman Institute, Jerusalem), Dr. Anna Maria Vileno (Centre Interdisci-
                                                                          plinaire d’Étude des Religions et de la Laïcité, Université Libre, Brüssel),
                                                                          Prof. Dr. Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt)
Internationale Tagung in Kooperation mit dem Seminar für Judaistik und
dem Martin-Buber-Lehrstuhl für jüdische Religionsphilosophie im Rahmen
des LOEWE-Forschungsschwerpunkts „Religiöse Positionierungen“ an der      Keynote
Goethe-Universität Frankfurt                                              19.1., 18.00 Uhr: Prof. Nurit Stadler
                                                                          (Sociology and Anthropology, Hebrew University of Jerusalem):
Die internationale Tagung thematisiert die weithin verdrängte Vorstel-    „A Political and Territorial Reading of Female Deities“
lung einer weiblichen Seite Gottes in einer interdisziplinären Perspek-   20.1., 18.00 Uhr: Moshe Idel
tive. Sie schlägt einen kulturgeschichtlichen Bogen von archäologischen   (em. Jewish Thought, Hebrew University of Jerusalem):
Funden aus dem Alten Orient und der schriftlichen Überlieferung über      „The Limbs of the Shekhina“
religiöse Praktiken und theologische Fragen bis hin zu zeitgenössischen
Kunstwerken. Neben der jüdischen Tradition, in der vor allem die weib-    Tagungssprache ist Englisch.
lich konnotierte Vorstellung einer Einwohnung Gottes, die „Schechina“,
von Bedeutung ist, spielen dabei insbesondere die mystischen Strömun-     Weitere Informationen und Programm unter www.juedischesmuseum.de
gen in den drei monotheistischen Religionen eine zentrale Rolle. In       Um Anmeldung wird gebeten bei Dr. Elke Morlok (Institut für Judaistik
zwei Keynotes und sechs Sessions gehen Judaisten, Archäologen, Kunst-     der Goethe-Universität): morlok@em.uni-frankfurt.de
historiker, Islam- und Religionswissenschaftler aus Israel, Europa und
den USA auf die verschiedenen Darstellungen und Beschreibungen            Eintritt frei
weiblicher Aspekte des Göttlichen ein und reflektieren die ihnen inne-
wohnende Visualität.

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Veranstaltungen                                                               Veranstaltungen

Di 21. Jan 2020         Museum Judengasse,           Buchvorstellung
19.00 Uhr               Battonnstraße 47             und Gespräch

     FRIEDRICH POLLOCK
              /
     DIE GRAUE EMINENZ
      DER FRANKFURTER
           SCHULE
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Philipp Lenhard und Thomas Sparr
(Suhrkamp Verlag)

Die erste Biografie Friedrich Pollocks (1894–1970) porträtiert den Soziolo-
gen und Nationalökonomen als eine prägende Persönlichkeit der deutsch-
jüdischen Geistesgeschichte und als einen Wegbereiter der „Kritischen
Theorie“, der sich jedoch stets im Hintergrund hielt. Sie beschreibt nicht
nur die Besonderheiten der Freundschaft zwischen Pollock und Max
Horkheimer, die gemeinsam 1923 das Institut für Sozialforschung gründe-
ten, 1933 über Genf und Paris nach New York emigrierten und schließlich

                                                                                                                                          © Suhrkamp Verlag
1950 nach Frankfurt zurückkehrten, um das wiedereröffnete Institut zu
leiten. Theodor W. Adorno, ein weiterer Weggefährte, richtete an Friedrich
Pollock die Zeilen: „Ich denke an Sie mit all der Wärme und Freundschaft,
hinter der nicht nur Stimmung und subjektives Verhalten steht, sondern
die ihre Substanz hat an einem langen Leben, das ich mir nicht ohne Sie
vorstellen kann.“
                                                                              Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag
Philipp Lenhard, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte
und Kultur der LMU und Herausgeber der „Gesammelten Schriften“                Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de
Friedrich Pollocks, stellt seine Biografie über Friedrich Pollock im
Gespräch mit Thomas Sparr, Editor-at-Large des Suhrkamp-Verlages vor. //      Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

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Veranstaltungen                               Veranstaltungen

Mo 27. Jan 2020        Erinnerungsstätte       Öffentliche Führung
10.00 Uhr              Großmarkthalle

                                                                                           Foto: Sophie Schmidt © Jüdisches Museum Frankfurt
ZUM INTERNATIONALEN
 TAG DES GEDENKENS
    AN DIE OPFER
   DES HOLOCAUST
Am Internationalen Holocaust-Gedenktag bieten wir eine öffentliche
Führung an der Erinnerungsstätte Großmarkthalle an. Vor allem 1941 und
1942 nutzte die Geheime Staatspolizei den Keller der Großmarkthalle
als Sammelplatz für Jüdinnen und Juden, die deportiert werden sollten.
Nahezu 10.000 Menschen wurden von hier aus mit Zügen gewaltsam
in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt und er-
mordet. Auf diese Ereignisse und die Bedeutung des Ortes verweist die
Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle, die sich auf dem Gelände der
Europäischen Zentralbank befindet und in Teilen öffentlich zugänglich
ist. //

Eine Anmeldung ist erforderlich unter: info@juedischesmuseum.de

                                  24                                           25
Veranstaltungen                                Veranstaltungen

Mo 27. Jan 2020          Museum Judengasse,          Gedenktag
15.00 – 16.00 Uhr        Battonnstraße 47
16.00 – 17.30 Uhr

ZUM INTERNATIONALEN
 TAG DES GEDENKENS
    AN DIE OPFER
   DES HOLOCAUST

                                                                                            © Jüdisches Museum Frankfurt
Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die letzten
verbliebenen Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers
Auschwitz. Auch Menschen aus Frankfurt, die von den Nationalsozialisten
aus rassistischen oder politischen Gründen verfolgt wurden, hatten hier
einen gewaltsamen Tod gefunden. An die insgesamt 12.000 aus Frankfurt
deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden erinnert heute die
Gedenkstätte Börneplatz.

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags bieten wir Ihnen
die Möglichkeit, die Biografien der Ermordeten näher kennenzulernen
und in unserer Datenbank nach ihren Lebensdaten zu recherchieren.
Anschließend führen wir Sie hinaus auf das Gelände der Gedenkstätte.
Dabei lernen Sie die bewegte Geschichte des Ortes kennen – von den ers-
ten Zeugnissen jüdischen Lebens in Mittelalter und Früher Neuzeit über
die Errichtung der prachtvollen Börneplatzsynagoge, die im November-
pogrom zerstört wurde, bis hin zum Börneplatzkonflikt um einen verant-
wortungsvollen Umgang mit den Zeugnissen jüdischer Geschichte. Das
Museum Judengasse hat an diesem Montag anlässlich des Internationalen
Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust eigens von 10-18 Uhr
geöffnet. //

Um Anmeldung wird gebeten unter: sophie.schmidt@stadt-frankfurt.de

                                  26                                            27
Veranstaltungen                                                             Veranstaltungen

Di 04. Feb 2020          Museum Judengasse,             Buchvorstellung
19.00 Uhr                Battonnstraße 47               und Gespräch

   DAS GUMPERTZ’SCHE

                                                                                                                            © Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt
      SIECHENHAUS

                                                                                                                            Gumpertz’sches Siechenhaus, 1975
 EIN „JEWISH PLACE“ IN
  FRANKFURT AM MAIN
Mit Dr. Birgit Seemann und Dr. Edgar Bönisch
Moderation: Prof. em. Dr. Eva-Maria Ulmer

Im Jahr 1888 gründete Betty Gumpertz zum Andenken an ihren verstor-
benen Ehemann und Sohn ein Kranken-, Behinderten-, Alten- und
Armenpflege-Heim für chronisch Kranke und bettlägerige Bedürftige.
Die Einrichtung mit anfänglich sechs Betten befand sich in der Rückert-,
dann in der Ostendstraße. 1905 ermöglichte die Minka-von-Goldschmidt-
Rothschild-Stiftung einen Neubau im Röderbergweg 62-64. Die konser-
vativ-jüdische Institution wurde traditionell geführt, nahm jedoch auch
Nichtjuden auf und verfolgte die Grundsätze einer modernen Pflege. Sie
wurde 1941 von den Nationalsozialisten geräumt. Auf Grundlage bislang
unbekannter Quellen und Zeitzeugengespräche haben die Pflegehistoriker
Birgit Seemann und Edgar Bönisch die erste Geschichte des Gumpertz’-
schen Siechenhauses geschrieben, die an diesem Abend vorgestellt wird.

In Kooperation mit dem Brandes & Apsel Verlag und dem Forschungsprojekt
„Jüdische Pflegegeschichte – Biographien und Institutionen in Frankfurt am
Main“ an der Frankfurt University of Applied Sciences. //

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de                                    Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

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Veranstaltungen                                  Veranstaltungen

Di 03. März 2020          Haus am Dom,         Podiumsgespräch
19.00 Uhr                 Domplatz 3

     ZUM KLIMA
DER HETZE IN SPRACHE
 UND GESELLSCHAFT
Ein Podiumsgespräch mit Marina Chernivsky, Dr. Sebastian Winter
und Alice Hasters

Mit der AfD ist eine Partei in die bundesdeutschen Parlamente eingezo-
gen, die mit Hetze für Verunsicherung, Polarisierung und Ausgrenzung
von gesellschaftlichen Minderheiten sorgt. Auch in den sozialen Medien
nimmt Hate Speech gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Ange-
hörige der LGBTI-, der muslimischen und der jüdischen Community
sowie gegen Politiker und Journalisten zu. Nicht selten führt die verbale
Gewalt zu tätlichen Übergriffen bis hin zu Mord. Vor dem Hintergrund
dieser alarmierenden Entwicklungen diskutieren Marina Chernivsky (Lei-
terin des ZWST Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment,
Frankfurt), Dr. Sebastian Winter (Sozialpsychologe, Universität Hannover)
und Alice Hasters (Autorin und Journalistin, Berlin) über die gesellschaft-

                                                                                                © Jüdisches Museum Frankfurt
lichen Folgen sprachlicher Gewalt und fragen: Welche Möglichkeiten gibt
es, um handlungs- und sprechfähig zu bleiben? Welche Orte sind für
die Auseinandersetzung geeignet und welche Formen der Entgegnung sinn-
voll? Die Moderation übernimmt Hadija Haruna-Oelker vom Hessischen
Rundfunk (angefragt). //

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

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Veranstaltungen                                Veranstaltungen

So 15. Mär 2020            Am Gerechtigkeits-           Altstadt-
14.00 – 16.00 Uhr          brunnen vor dem Römer        spaziergang

  UNTERWEGS DURCH
DIE JÜDISCHE ALTSTADT
     FRANKFURTS

                                                                                              Ehemaliges Judenquartier, Merian-Plan, 1628 © Historisches Museum Frankfurt
Spaziergang mit Gabriela Schlick-Bamberger

Seit über 800 Jahren leben Juden und Jüdinnen in Frankfurt. Sie gehören
damit zu den ältesten Einwohnergruppen der Stadt. Die erste Erwähnung
der Frankfurter Messe findet sich zusammen mit der ersten Erwähnung
von Juden in Frankfurt in einem Talmudkommentar eines Mainzer Rabbi-
ners. Im Mittelalter lebten die Frankfurter Juden in der Altstadt südlich
des Doms mitten unter den christlichen Bürgern. Erst 1462 mussten sie in
die neu errichtete Judengasse in der östlichen Neustadt umziehen.

Der Stadtspaziergang beginnt im ehemaligen Judenquartier am Dom.
Sie entdecken erhalten gebliebene Spuren der Jüdischen Gemeinde und
erfahren mehr über die Beziehungen zwischen jüdischen und nicht-
jüdischen Frankfurtern im Alltag, im Handel und in der Politik. //

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

Teilnahmegebühr: 10 Euro

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Veranstaltungen                                                              Veranstaltungen

                 SYMPOSIUM                                                  xionen über gesellschaftspolitische Entwicklungen verbinden. Angesichts
                                                                            der bedrohlichen Atmosphäre, der Jüdinnen und Juden in Europa ausge-
                                                                            setzt sind, bietet das Symposium eine Plattform für Visionen, die einem
                                                                            zukünftigen Zusammenleben und einer jüdischen Zukunft in Europa

    ZWISCHENZEITEN:                                                         den Weg bahnen sollen. //

      ZUR JÜDISCHEN                                                         Das Symposium wird gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung
                                                                            und Zukunft“.

   DIASPORA IN EUROPA                                                       Anmeldung bis zum 31. Januar 2020 an: info@juedischesmuseum.de
                                                                            Rückmeldung erhalten Sie im Februar 2020.

So 15. Mär 2020        Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt                   Eintritt frei
Mo 16. Mär 2020        Neue Mainzer Straße 15

In den vergangenen zehn Jahren wurden in verschiedenen europäischen
Städten Anschläge auf jüdische Einrichtungen verübt und Jüdinnen und
Juden verbal, symbolisch und gewalttätig attackiert. Vor diesem Hinter-
grund unternimmt das Jüdische Museum Frankfurt im Jahr seiner Wie-
dereröffnung eine Bestandsaufnahme jüdischen Lebens in Europa. Das
Symposium reflektiert die paradoxalen Entwicklungen, die die europäi-
sch-jüdische Diaspora kennzeichnen: Auf der einen Seite ist jüdisches
Leben zunehmend bedroht und die Mitgliedszahlen in den Jüdischen
Gemeinden gehen europaweit zurück, auf der anderen Seite artikulieren
mehr und mehr junge Jüdinnen und Juden ihr Jüdischsein selbstbewusst
in der Öffentlichkeit und sorgen so dafür, dass die Pluralität jüdischer
Stimmen in Europa immer sichtbarer wird. Welches Verhältnis besteht zwi-
schen der Diversität jüdischer Gegenwartskultur und den Jüdischen
Gemeinden in Europa? Ist Europa ein kultureller und politischer Raum,
in dem sich jüdisches Leben ebenso wie in den USA und in Israel entfalten
kann, oder ist die jüdische Diaspora auf dem Kontinent im Schwinden
begriffen? Welche Rahmenbedingungen müssen gesichert oder geschaf-
fen werden, damit Jüdinnen und Juden weiterhin ein selbstbestimmtes
Leben führen können? Und welche Rolle kommt Jüdischen Museen dabei
zu? Mit dem eineinhalbtägigen Symposium möchte das Jüdische Museum
zu einer differenzierten Diskussion über die aktuelle Situation von
Jüdinnen und Juden beitragen und wissenschaftliche Diskurse mit Refle-

                                   34                                                                           35
Veranstaltungen                                                                 Veranstaltungen

                   PROGRAMM                                                                                    19.00 Uhr

                                                                                             ZWISCHENZEITEN –
                                                                                               ZUR JÜDISCHEN
                 Sonntag, 15.03.2020, 15.00 Uhr
                                                                                            DIASPORA IN EUROPA

            ZUR JÜDISCHEN                                                       Ein Gespräch mit Fania Oz-Salzberger (Prof. für Geschichte, University
                                                                                of Haifa, Leiterin des Posen Research Forum for Political Thought und
         GEGENWART IN EUROPA                                                    des Haifa Center for German and European Studies, University of
                                                                                Haifa). //

Begrüßung: Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt),          Moderation: Ruth Fühner
Grußwort: Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Die Vielfalt der jüdischen Kultur wurde in Zentral- und Osteuropa durch
die Schoa an den meisten Orten gewaltsam beendet. Dennoch entstand                                Montag, 16.03.2020, 9.00 Uhr
auch hier nach 1945 neues jüdisches Leben. Französische und britische
Großstädte wurden zu Zentren einer pluralen jüdischen Kultur. Andern-
orts, wie etwa in Deutschland oder Ungarn, fand diese Entwicklung erst
                                                                                            JÜDISCHE MUSEEN –
um die Jahrtausendwende statt. Wie ist die Situation an den verschiede-                       EIN DRITTER ORT
nen Orten heute? Kann sich jüdisches Leben in der europäischen Dias-
pora behaupten? //                                                                          JÜDISCHEN LEBENS?
Mit Beiträgen von:
Alfred Bodenheimer (Prof. für Religionsgeschichte und Literatur des Juden-      Jüdische Museen in Europa bewahren die Zeugnisse vergangenen jüdi-
tums, Universität Basel), Michael Brenner (Prof. für Jüdische Geschichte        schen Lebens und fungieren vielerorts als Gedächtniseinrichtungen für
und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Direktor         eine jüdische Kultur, die so heute an Ort und Stelle nicht mehr existiert.
des Center for Israel Studies an der American University in Washington          Welches Verhältnis haben sie zu gegenwärtigem jüdischen Leben in
D.C.), Diana Pinto (Senior Fellow, Institute for Jewish Policy Research, Lon-   Europa? Tragen sie zur Stärkung jüdischer Selbstverständnisse bei?
don), Bernhard Wasserstein (Corresponding Fellow der British Academy,           Welche Bedürfnisse werden an sie herangetragen und wie reagieren sie
Prof. em. of Modern European Jewish History, University of Chicago)             darauf? //

                                                                                Mit Beiträgen von:
Moderation: Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt),         Emily D. Bilski (freie Kuratorin, Jerusalem), Hanno Loewy (Direktor des
Kurzführungen durch das neue Jüdische Museum                                    Jüdischen Museums Hohenems), Léontine Meijer-van Mensch (Direktorin
                                                                                der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, Dresden), Joanne
                                                                                Rosenthal (freie Kuratorin, Sheffield,) Dariusz Stola (designierter Direktor

                                     36                                                                             37
Veranstaltungen                                                                    Veranstaltungen

des POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau)                                                     15.30 Uhr
Zsuzsanna Toronyi (Direktorin des Ungarischen Jüdischen Museums und
Archivs, Budapest) Moderation: Werner Hanak (Stellvertretender Direktor
des Jüdischen Museums Frankfurt)
                                                                                              ZUR ZUKUNFT DER
                                                                                            JÜDISCHEN DIASPORA IN
(Das Panel ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Zwischen Identität und Diver-
sität: Jüdische Museen und nationale Geschichtspolitiken in Europa“, eine Koope-                   EUROPA
ration der Jüdischen Museen Augsburg, Berlin, Franken, Hohenems und München
sowie des NS-Dokumentationszentrums München und des Instituts für die
Geschichte der deutschen Juden in Hamburg)                                          Europaweit treten neue jüdische Stimmen an die Öffentlichkeit und
                                                                                    artikulieren mit zunehmender Selbstverständlichkeit ein plurales und
                                                                                    dezidiert diasporisches Selbstbewusstsein. Zugleich reagieren Jüdinnen
                                                                                    und Juden auf den zunehmenden Judenhass, indem sie sich für eine
                                 13.00 Uhr                                          Auswanderung entscheiden. Wie sind diese widersprüchlichen Entwick-
                                                                                    lungen im Hinblick auf eine jüdische Zukunft in Europa zu bewerten?
 RECHTLICHE ENTWICKLUNGEN                                                           Welche Rolle spielen sie für das Selbstverständnis Einzelner? //

  UND RAHMENBEDINGUNGEN                                                             Mit einem Beitrag von:
                                                                                    Michel Friedman (Publizist, Philosoph, Rechtsanwalt und Geschäftsfüh-
                                                                                    render Direktor des Center for Applied European Studies an der Frankfurt
Die jüdische Religionspraxis setzt das Recht auf uneingeschränkte Reli-             University of Applied Sciences)
gionsfreiheit voraus. Im Laufe der europäischen Geschichte wurde
Jüdinnen und Juden dieses Recht immer wieder entzogen. Auch gegen-                  Und einem Gespräch zwischen:
wärtig werden bestimmte religiöse Praktiken – insbesondere das Schäch-              Laura Cazés (Psychologin, Frankfurt), Chaim Guski (Blogger, Essen), Gila
ten und die Beschneidung – in manchen europäischen Ländern kriti-                   Lustiger (Schriftstellerin, Paris), Yves Kugelmann (Journalist, Basel), Zsofia
siert und eingeschränkt. Welchen Schutz bietet europäisches Recht den               Kata Vincze (Aktivistin, Budapest), Anna Schapiro (Künstlerin, Berlin)
Jüdinnen und Juden in ihrer Religionspraxis? Wo ist diese gefährdet?
Welche Rückschlüsse lassen sich aus juristischen Debatten für eine jüdi-            Moderation: Sara Soussan (Kuratorin für jüdische Kulturen der Gegen-
sche Zukunft in Europa ziehen? //                                                   wart am Jüdischen Museum Frankfurt) und Mirjam Wenzel (Direktorin des
                                                                                    Jüdischen Museums Frankfurt)
Mit Beiträgen von:
Nicola Beer (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments), Yohan Benizri
(Generalsekretär des Coordinating Committee of Belgian Jewish Organi-
sations, Brüssel), Grégor Puppinck (Direktor des European Center for Law                                            17.30 Uhr
and Justice, Straßburg)

Moderation: Esther Schapira (Hessischer Rundfunk, angefragt)
                                                                                                 RESÜMEE UND ENDE
                                                                                                  DES SYMPOSIUMS

                                       38                                                                                39
Veranstaltungen                                 Veranstaltungen

So 22. Mär 2020         Ort wird nach              Stadtspaziergang
10.30 – 12.00 Uhr       Anmeldung bekannt
                        gegeben

                     MEIN
                  FRANKFURT

     STADTSPAZIERGANG
Stadtspaziergang mit Liliane Weissberg

                                                                                              Liliane Weissberg © Foto privat
Städte leben von den Geschichten, die sich in ihnen zugetragen haben,
und Orte von den Erfahrungen, die mit ihnen verbunden sind. Beides
will erzählt sein. Die Stadtspaziergänge mit Frankfurter Persönlichkeiten
verbinden diese Erzählungen mit dem gemeinsamen Flanieren. Sie
erschließen persönliche Lebenswelten und eröffnen durch diesen beson-
deren Blick neue Facetten sowie besondere Perspektiven auf die Stadt.

Abseits bekannter Wege der jüdischen Stadtgeschichte führt Sie die in
Frankfurt aufgewachsene Professorin für Arts and Sciences und deutsche
Literatur an der University of Pennsylvania Liliane Weissberg zu Orten,
die ihr etwas bedeuten. //

Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

Teilnahmegebühr: 10 Euro

                                   40                                             41
Veranstaltungen                                Veranstaltungen

Mi 22. Apr 2020           Ort wird noch            Gespräch
19.00 Uhr                 bekanntgegeben

                                                                                               Peter Frey @ Jüdisches Museum Frankfurt
   FÜR EIN SELBST-
BEWUSSTES JUDENTUM
  IN DEUTSCHLAND
Peter Frey im Gespräch mit Dr. Josef Schuster

Mit mahnenden und klaren, immer aber auch besonnenen Stellungnah-
men, hat sich der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland
Josef Schuster großes persönliches Ansehen erworben. Im Gespräch mit
ZDF-Chefredakteur Peter Frey unterhält er sich darüber, wie sicher sich
Jüdinnen und Juden in Deutschland heute fühlen. Was sind seine Erwar-
tungen an die nicht-jüdische Mehrheitsgesellschaft? Was kann und soll

                                                                                               Dr. Josef Schuster, Zentralrat der Juden
diese gegen Judenhass und Fremdenfeindlichkeit tun? Welche Perspekti-
ven gibt es für ein selbstbewusstes und selbstverständliches Judentum in
Deutschland? Dabei werden wir auch mehr über den Menschen Josef
Schuster und sein Leben erfahren. //

Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen

                                                                                               © Thomas Lohnes
Museums e.V.

Anmeldung unter: julia.zinser-hofmann@stadt-frankfurt.de

                                     42                                            43
Veranstaltungen                                  Veranstaltungen

Sa 25. Apr 2020          Museum Judengasse           Nacht der
19.00 Uhr                Battonnstraße 47            Museen

  JÜDISCHE KULTUR MIT
     ALLEN SINNEN

                                                                                               Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
Nacht der Museen: Konzert mit Les Bubbey Mayse, szenische Lesungen,
Führungen durch die Ausstellung und über den Friedhof sowie leckere
Speisen von Flow The Kitchen

Atmosphärische Musik, Führungen im Mondschein und köstliche Gau-
menschmeichler: Das Museum Judengasse lädt Frankfurterinnen und
Frankfurter zu der Nacht der Museen ein. Unser diesjähriges Programm
schickt Sie auf eine sinnliche Reise in die jüdische Geschichte Frankfurts

                                                                                               Nacht der Museen
und widmet sich den Fabeln, Legenden und Geschichten der Bewohner-
innen und Bewohner der Frankfurter Judengasse. Freuen Sie sich auf
spannende Führungen durch die Dauerausstellung und über den Alten
Jüdischen Friedhof, tauchen Sie während der szenischen Lesungen in
die Legenden ein, die man sich in der Frankfurter Judengasse erzählte,
und lauschen Sie dem französischen Ensemble Les Bubbey Mayse, das
die historischen Ausgrabungen zum Klingen bringt und mit einem char-
manten Musikprogramm Klezmer-Evergreens neu interpretiert. Mit ori-
ginellen Leckereien verwöhnt Sie auch dieses Jahr wieder unser zukünfti-
ges Museumscafé Flowdeli.

Übrigens: Einige unserer Führungen werden wir dieses Jahr auch von
einem Gehörlosen-Dolmetscher begleiten lassen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! //

                                    44                                             45
Veranstaltungen                                 Veranstaltungen

So 26. Apr 2020         Alter Jüdischer Friedhof,       Spaziergang
14.00 Uhr               Rat-Beil-Straße

      DER ALTE JÜDISCHE
       FRIEDHOF IN DER
      RAT-BEIL-STRASSE

                                                                                              © Jüdisches Musem Frankfurt
Spaziergang mit Jürgen Steinmetz

Der Alte Jüdische Friedhof in der Rat-Beil-Straße ist einer der schönsten
Friedhöfe im Rhein-Main-Gebiet und wurde 1828 eröffnet. Die Führung
stellt Ihnen bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten des jüdi-
schen Bürgertums in Frankfurt vor. Sie führt Sie zu den kunstvoll gestal-
teten Grabmälern der Familie Rothschild sowie den Gräbern der Frauen-
rechtlerin Bertha Pappenheim, des Malers Moritz Daniel Oppenheim
oder auch des Mäzens Charles Hallgarten. Entdecken Sie mit Jürgen
Steinmetz die jüdische Welt des 19. Jahrhunderts in Frankfurt. //

Herren werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung
zu tragen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldung unter: info@juedischesmuseum.de

Teilnahmegebühr: 10 Euro

                                   46                                             47
Veranstaltungen                                Veranstaltungen

Di 14.00 Uhr            Museum Judengasse               Öffentliche
So 18.00 Uhr            Battonnstraße 47                Führungen

                                                                                              Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Musem Frankfurt
   FÜHRUNGEN IM
 MUSEUM JUDENGASSE
Öffentliche Führungen im Museum Judengasse

Vertiefen Sie sich in die Vielfalt jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit
und lernen Sie die Geschichte des ersten jüdischen Ghettos in Europa
kennen. Jeden Dienstag um 14.00 Uhr und jeden Sonntag um 18.00 Uhr
bieten wir kostenlose öffentliche Führungen zu verschiedenen Themen
an. Von Bräuchen und Traditionen über die Ortsgeschichte bis hin zu den
Beziehungen zwischen den einstigen Bewohnerinnen und Bewohnern
der Judengasse und ihren christlichen Nachbarn.

Auch außerhalb des Museums Judengasse haben Sie die Möglichkeit, jüdi-
sche Geschichten mit uns zu entdecken, zum Beispiel bei einem Stadt-
spaziergang durch das jüdische Ostend oder einer Tour zur jüdischen
Nachkriegsgeschichte im Herzen Frankfurts mit unserer App „Unsichtbare
Orte“. //

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich

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Kinderprogramm

      KINDERPROGRAMM

      VON EINHÖRNERN,
     EINEM VERLORENEN
       LEUCHTER UND
       HAMANTASCHEN

                                                                              Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
                                                                              Satourday-Führung
  Infos und Anmeldung per E-Mail an: kinder.jmf@stadt-frankfurt.de oder
telefonisch bei Kathrin Schön, Tel.: 069-212 47747 oder Tel.: 069-212 74237

                       Kosten: 6 Euro inkl. Material

                                    50
Kinderprogramm                                                                                               Kinderprogramm

                  MUSEUMS-                                                                                                     SATOURDAY!
                    RAUB                                                                                                        FREESTYLE
            So 02. Feb 2020 / 14.00 – 16.00 Uhr                                                                              Sa 29. Feb 2020 / 14.00 – 16.00 Uhr
          ↗ Museum Judengasse, Battonnstraße 47                                                                           ↗ Museum Judengasse, Battonnstraße 47

Auweia! Im Museum Judengasse ist ein wertvoller Kerzenleuchter ver-                                           Einhorn, Drache & Co. Für die Familien in der Frankfurter Judengasse
schwunden! Ob der verdächtige Herr Wolf wohl dahinter steckt? Oder hat                                        waren die Hauszeichen nicht nur Ersatz für Hausnummern. Die fantasie-
doch der Restaurator den Leuchter verloren? Findet des Rätsels Lösung                                         vollen Zeichen schmückten kostbare Kerzenleuchter, glänzende Becher
und entdeckt als clevere Detektive die Ausgrabungen im Museum Juden-                                          und wurden manchmal sogar zu Familiennamen. Im kreativen Freestyle-
gasse – und hoffentlich auch den verlorenen Chanukka-Leuchter. //                                             Workshop erfahren Groß und Klein überraschende Geschichten über den
                                                                                                              Alltag in der Judengasse und gestalten zusammen ihr eigenes Familien-
                                                                                                              zeichen. //

                                                                                                              Eintritt frei
                                                        Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt

                                                                                                                                                                     Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
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Kinderprogramm                                                                Kinderprogramm

        RATSCHE, ROLLE &                                                                        SATOURDAY-
         HAMANTASCHEN                                                                           PROGRAMM
            So 01. Mär 2020 / 14.00 – 16.00 Uhr
          ↗ Museum Judengasse, Battonnstraße 47
                                                                               An jedem letzten Samstag im Monat öffnen die Frankfurter Museen ihre
                                                                               Türen für Groß und Klein. Kinder und Erwachsene können Zukunftsbilder
Bald feiern wir Purim! Bei diesem fröhlichen Fest wird die biblische           entwerfen, sich in Geschichte(n) vertiefen, verschiedene Angebote an der
Geschichte von Esther gelesen, bei der es um Könige und Königinnen,            frischen Luft erproben oder einfach den freien Eintritt genießen. Kosten-
um Helden und Bösewichte geht. Bei unserem interaktiven Purim-Par-             los finden spezielle Führungen, Workshops und andere Aktionen statt.
cours können Spezialisten und Neugierige spielerisch ihr Wissen unter
Beweis stellen und kreativ ihre Helden in einer selbstgemachten Maske          Am Samstag, den 25.01.2020 muss das Museum leider wegen Bauarbei-
verewigen. //                                                                  ten geschlossen bleiben. Freuen Sie sich an allen anderen Samstagen auf
                                                                               ein spannendes Programm. //

               PESSACH MIT                                                     Näheres zum Satourday-Programm erfahren Sie jeweils eine Woche zuvor
                                                                               unter: www.juedischesmuseum.de.

               ALLEN SINNEN
             So 05. Apr 2020 / 14.00 – 16.00 Uhr
          ↗ Museum Judengasse, Battonnstraße 47

Beim Pessach-Fest erinnern sich Juden auf der ganzen Welt an den Auszug
der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. Zu Beginn des Festes feiert

                                                                                                                                                 © Jüdisches Museum Frankfurt
die ganze Familie zusammen. Man isst besondere Dinge, die an den Aus-
zug erinnern. Passend zu Pessach gestaltest Du einen eigenen Seder-Teller
mit tollen Motiven. Was ein Seder-Teller ist, was alles darauf serviert wird

                                                                                                                                                 Foto: Norbert Miguletz
und wie man Pessach eigentlich feiert, das erfährst Du spielerisch in
unserem Workshop. //

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                                                          SIE UNS
                                                                      FÖRDERVEREIN

                                                       UNTERSTÜTZEN

 Andreas von Schoeler, Vorsitzender
 Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
Förderverein                                  Förderverein

             FÖRDERVEREIN

                ENGAGIEREN
                  SIE SICH

                                                                                           Foto: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt
Liebe Freundinnen und Freunde des Jüdischen Museums,

                                                                                           Feier nach der Enthüllung der Skulptur
in diesem Jahr steht die Eröffnung des neuen Jüdischen Museums an.
Wir freuen uns auf unser neues Haus, die neue Dauerausstellung und auf
das spannende Ausstellungs- und Bildungsprogramm der kommenden
Jahre. Wir wollen die zahlreichen Veranstaltungen vor der Eröffnung dazu
nutzen, die Basis für die Arbeit unseres Fördervereins zu verbreitern.
Dabei bitte ich Sie um Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns neue Mitglieder
zu gewinnen. Werben Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oder
verschenken Sie eine Mitgliedschaft an Menschen, von denen Sie wissen,
dass sie zu einem Engagement für unsere Ziele bereit sind. In unserem
Internet-Auftritt finden Sie ein Formular, das Sie für eine Geschenkmit-
gliedschaft verwenden können. Sie können aber auch gerne Frau Zinser-
Hofmann unter der Telefonnummer 069-21238805 anrufen und sie darum
bitten, Ihnen das Formular für die Geschenkmitgliedschaft zu schicken.
Nichts ist überzeugender als die persönliche Ansprache durch Freunde
oder Bekannte. Helfen Sie mit!

Darum bittet Sie freundlich

Ihr
Andreas von Schoeler

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                                                           ZU UNS
                                                       SO KOMMEN SIE
                                                                       INFORMATIONEN

 Ariel Schlesinger vor der Skulptur „Untitled“
 Foto: Stefanie Kösling © Jüdisches Museum Frankfurt
Informationen                                                                                                              Informationen

               BESUCHER-                                                                                                EINTRITTSPREISE                        Öffentliche Führungstermine durch
                                                                                                                                                               die Erinnerungsstätte an der ehe-

              INFORMATION                                                                                               Erwachsene: 6 Euro
                                                                                                                        Beeinträchtigte ab 50% GdB,
                                                                                                                                                               maligen Großmarkthalle sind am
                                                                                                                                                               03.01., 27.01., 06.02., 06.03. um
                                                                                                                        Gruppen ab 15 Personen: 3 Euro         16.00 Uhr und am 08.04. um 18.00
                                                                                                                        Studierende: 3 Euro                    Uhr möglich.
                                                                                                                        Kinder und Jugendliche
                                                                                                                        bis 18 Jahre: frei                     Anmeldung bitte per E-Mail an:
                                                                                                                        Audioguide: 2 Euro                     erinnerungsstätte.jmf@
                                                                                                                        Freier Eintritt für Mitglieder der     stadt-frankfurt.de

                                                                  Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt
                                                                                                                        Gesellschaft der Freunde und
                                                                                                                        Förderer des Jüdischen Museums         KINDERPROGRAMM /

                                                                  Eingang zur Ausstellung im Museum Judengasse
                                                                                                                                                               KINDERGEBURTSTAGE
                                                                                                                        FÜHRUNGEN
                                                                                                                                                               Anmeldung unter:
                                                                                                                        Führung Gruppen                        Tel.: 069-212 47747 bei Kathrin
                                                                                                                        (pauschal zzgl. Eintritt): 50 Euro     Schön oder Tel.: 069-212 74237 /
                                                                                                                        Führung Schüler*innen                  E-Mail: kinder.jmf@stadt-frankfurt.de
                                                                                                                        (pro Person inkl. Eintritt): 3 Euro
                                                                                                                        Öffentliche Führung                    IMPRESSUM
                                                                                                                        (unentgeltlich zzgl. Eintritt):
                                                                                                                        So 14 Uhr und nach Vereinbarung        Direktorin: Prof. Dr. Mirjam Wenzel
                                                                                                                                                               (V.i.S.d.P.)
                                                                                                                        Führungen durch das Museum             Redaktion: Sarah Mirjam Fischer,
                                                                                                                        Judengasse, die Erinnerungsstätte      Julia Zinser-Hofmann
                                                                                                                        an der Großmarkthalle und über die     Lektorat: Miriam Anna Loy
                                                                                                                        jüdischen Friedhöfe Battonnstraße      Corporate Design & Gestaltung:
↗ Jüdisches Museum                  ↗ Museum Judengasse                                                                 und Rat-Beil-Straße sind auch wäh-     Markwald Neusitzer Identity
Bertha-Pappenheim-Platz 1           Battonnstraße 47                                                                    rend der Schließung des Jüdischen      Druck: Pöge Druck, Leipzig
60311 Frankfurt                     60311 Frankfurt                                                                     Museums zu buchen unter:               Erscheinungsweise:
Tel.: 069-212 35000                 Tel.: 069-212 70790                                                                 Tel. 069-212 74237 oder E-Mail:        Januar, Mai, September,
                                                                                                                        besuch.jmf@stadt-frankfurt.de          Auflage: 8.000
Das Jüdische Museum ist bis vor-    Di 10.00 – 20.00 Uhr
aussichtlich Herbst 2020 wegen      Mi bis So 10.00 – 18.00 Uhr                                                         Bitte melden Sie Führungen min-        Mit freundlicher Unterstützung der
Sanierung und Erweiterung           Montags geschlossen                                                                 destens zwei Wochen vor dem            Stadtwerke Frankfurt Holding
geschlossen.                                                                                                            geplanten Termin an.
                                    RMV-Haltestelle Börneplatz

                                   62                                                                                                                         63
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