Rückblick und Ausblick 11 811 1 - Kirchenbote SG
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DER EVANGELISCH-REFORMIERTEN KIRCHE DES KANTONS ST.GALLEN www.kirchenbote-sg.ch
THEMA:
Rückblick
und Ausblick
SEITE 3 SEITEN 4 – 8 SEITE 11
Scheidemauer Gemeinden Mister Jubiläum
ENDE DES REFORMATIONSJUBILÄUMS WEITBLICK RÜCKBLICK ÜBERBLICKEDITORIAL IM ANFANG
Rückblick
Liebe Leserin, lieber Leser
Das Reformationsjubiläum kommt
zum Abschluss. Eine farbige Übersicht
von Veranstaltungen aus allen
40 Kirchgemeinden finden Sie auf den
Seiten 4 bis 8. In der Vielfalt zeigen
sich das gemeinsame Engagement und
die Kreativität.
In Sennwald rollte beispielsweise ein
Koffer von Haus zu Haus. Darin befan-
den sich Materialien über die Refor-
mation. Jeder war eingeladen, sich da-
mit auseinanderzusetzen und eigene
Gedanken beizutragen. In Sargans
wurden ein Baustellen-Gottesdienst
und ein Reformationsfest während ei-
ner Renovation durchgeführt. Das Ge- Feier zum Auftakt des Reformationsjubiläums am 5. November 2017 in der Kirche St. Laurenzen.
rüst steht noch, man improvisiert, und
ein Hauch Abenteuer scheint den
Raum zu beleben. So vielseitig die
Veranstaltungen der Kirchgemeinden,
so lebendig ist die Kirche.
Feiern mit Freude und Sinn
Text: Marcel Wildi, Pfarrer Kirchgemeinde Buchs | Foto: Andreas Ackermann
Impulse gab es auch auf andere Art. «Jesus, der Herr, nahm Brot und Wein, dank- Bei der Abendmahlsfeier kommen Vergan-
Das Kabarett «Röbi und die Reforman- te Gott dafür und sagte: ‹Wenn ihr künftig genheit, Gegenwart und Zukunft zusammen.
zen» wirbelte auf verschiedenen Büh- dieses Mahl feiert, dann ruft euch in Erinne- Wir würdigen die Vergangenheit: Wir erin-
nen durch das Reformationsjahr, wie rung, was ich für euch getan habe! Seid euch nern uns voller Dankbarkeit an das, was ge-
der Beitrag auf Seite 14 zeigt. Eine also darüber im Klaren: Jedes Mal, wenn ihr schehen ist beziehungsweise was Jesus
neue und humoristische Sicht auf die von dem Brot esst und aus dem Becher Christus für uns getan hat. Wir nehmen die
Kirche wirkt befreiend. Wer sagt denn, trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn – bis Bedeutung des Vergangenen in unsere Ge-
er wiederkommt.›» (1. Korinther 11,24-26) genwart hinein und lassen sie davon prägen,
dass Kirche langweilig ist?
unser Leben und unser Zusammenleben. Und
In der Bibel wird viel gefeiert: das Neujahrs- wir blicken mit unseren Wünschen und Ängs-
500 Jahre Reformation sind gleichzei-
fest, das auch den Anfang der Schöpfung im ten, aber immer geprägt von Hoffnung und
tig eine 500-jährige Kirchenspaltung
Blick hat, das Versöhnungsfest, das zur Be- mit Jesus im Blickfeld, in die Zukunft. Das
zwischen katholischer und reformier- sinnung aufruft, das Laubhüttenfest und das Abendmahl ist eine Feier, die Freude und
ter Kirche. Lässt sich diese Geschichte Purimfest, die an geschichtlich bedeutsame Sinn miteinander verbindet.
aufarbeiten, verwandeln und neu aus- Zeiten erinnern, das von Lichtern geprägte
richten? Dieser Frage gehen wir auf Tempelweihfest, das Erntedankfest und das In den vergangenen zwölf Monaten haben wir
Seite 3 nach. Passahfest, das die Erlösung aus der Sklave- als evangelische Kirche des Kantons St. Gal-
rei in Ägypten in Erinnerung ruft (der Aus- len das Reformationsjubiläum gefeiert. Wo
Das Requiem von Peter Roth – siehe gangspunkt für unsere Abendmahlsfeier). Da- ist der Zusammenhang mit den Abendmahls-
Seite 9 –, welches das Reformations- zu kommen weitere Feste, wie die Amtsein- feiern? Im Idealfall haben wir das Jubiläum
jahr symbolisch abschliesst, ist ein setzung eines Königs, die Beschneidung, auch mit Freude und Sinn gefeiert. Mit Dank-
Plädoyer für das Diesseits. Wir sind Hochzeiten, Geburtstage. Auch in seinen barkeit für die wesentlichen Errungenschaf-
hier und jetzt angesprochen, gemein- Gleichnissen erwähnt Jesus öfter Feste, etwa ten der Reformationszeit, mit dem Bewusst-
sam die Zukunft zu gestalten. Ŷ als im Gleichnis der verlorene Sohn zu sei- sein der Wichtigkeit ihrer Werte auch für die
nem Vater zurückkehrt. Und sein erstes Wun- Gegenwart und mit einem Schub Motivation
der tat Jesus, damit ein Hochzeitsfest weiter- und Hoffnung für unsere Zukunft als Kirche.
gefeiert werden konnte.
Das Jubiläumsjahr, das uns an die Wurzeln
Ohne dass wir uns Christen dessen oft be- unserer eigenen Kirche erinnert, ist nun sel-
wusst sind, ist eigentlich das Abendmahl un- ber Geschichte, das Abendmahl, das uns an
ser wichtigstes Fest. So wichtig, dass es da- die Wurzeln unseres Christseins und aller
mals zur Zeit der Apostel jeden Tag gefeiert christlichen Kirchen erinnert, feiern wir
wurde. Denn das Abendmahl fasst die Bedeu- weiterhin regelmässig. Ŷ
Karsten Risseeuw tung aller christlichen Feiertage zusammen.
2 AUSGABE 11/2018IM BRENNPUNKT
Bei strömendem Regen findet eine symbolische Begegnung zwischen Bischof Markus Büchel und Kirchenratspräsident Martin Schmidt statt.
Sprengung der Scheidemauer
Der lange Weg zum Ziel: Weshalb eine Annäherung zwischen katholischer und evangelischer Kirchen Zeit braucht.
Text | Foto: Karsten Risseeuw
Luther war katholisch. Der spätere Reforma- «Die symbolische Sprengung der Scheide- der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in
tor war zuerst Augustinermönch und arbei- mauer erinnert an die Überwindung der Europa (GEKE) in der «Leuenberger Konkor-
tete als römisch-katholischer Theologe. Die Feindseligkeiten zwischen den Konfessio- die» einen Durchbruch zu erzielen. «Wenn es
Reformation, welche er auslöste, führte zu nen», sagt Bischof Markus Büchel. «Das Re- den verschiedenen evangelischen Kirchen
einer Abspaltung von seiner Heimatkirche. formationsjubiläum hat auch bei uns gezeigt, gelang, das gemeinsame Abendmahl einzu-
Schauen wir heute auf die Errungenschaften dass die Zukunft der Kirchen nur noch in führen, dann muss das auch zwischen katho-
von 500 Jahren Reformation zurück, so ist einem versöhnten Miteinander möglich ist. lischen und evangelischen Christen möglich
die Kehrseite eine 500-jährige Kirchen- Dafür sind wir dankbar, und daran wollen wir werden. Auch innerhalb einer Konfession
spaltung. weiterarbeiten. Der lange Tisch mit Brot und denken und glauben ja nicht alle gleich.»
Wein zwischen Vadiandenkmal und Kathe-
In St. Gallen wurde diese Abspaltung beson- drale macht die Sehnsucht sichtbar, auch am EIN WELTWEITER KONSENS
ders gut sichtbar. Die Differenzen zwischen Abendmahls- und Eucharistietisch voll ver- Diese lokalen Annäherungen sind wichtig,
der reformatorischen Stadt und der eint zu sein.» Ganz ähnlich äussert sich aber zur Umsetzung ist es noch ein langer
römisch-katholischen Fürstabtei führten Martin Schmidt: «Ich habe die Sprengung der Weg. Markus Büchel erklärt: «Da ist noch viel
1566 zur Aufrichtung einer Scheidemauer. Sie Mauer zwischen dem katholischen Stifts- theologische Arbeit notwendig, weil damit
trennte den Klosterbezirk von der Stadt. Erst bezirk und der reformierten Stadt als ein zusammenhängend auch das Amtsverständ-
zwischen 1807 und 1841 wurde diese Mauer starkes Symbol gefunden. Dass Bischof nis in den verschiedenen Kirchen geklärt
in mehreren Schritten abgebrochen. Markus Büchel und ich dann aufeinander zu- werden muss. Dies kann nicht auf Gemeinde-,
gegangen sind, um gemeinsam Brot und Wein Kantons- oder Bistumsebene geschehen,
SEHNSUCHT SICHTBAR MACHEN zu teilen, ist für mich ein hoffnungsvolles sondern bedingt bei uns Katholiken einen
Als Teil der Reformationsfeierlichkeiten gab Zeichen.» weltweiten Konsens. Die Türen für diesen
es am 31. August eine Erinnerung an diese Weg sind allseits geöffnet und es bleibt die
Mauer. Unter dem Titel «Sprengung der DIE LEUENBERGER KONKORDIE Verheissung, dass Gottes Geist uns führt.»
Scheidemauer» wurde in einem symbo- Es ist ein «Weiterarbeiten», denn erreicht ist Auch auf europäischer Ebene nähern sich
lischen Akt eine Mauer aus Harassen zwi- das Ziel noch nicht. Es gibt noch klare Diffe- die Kirchen an. Davon wurde bereits in der
schen St. Laurenzenkirche und Kathedrale renzen, beispielsweise zur Eucharistie und Oktober-Ausgabe 10/18 des Kirchenboten auf
abgebrochen. Darauf begegneten sich Bi- zum Abendmahl. Martin Schmidt erinnerte Seite 14 berichtet. Ŷ
schof Markus Büchel und Kirchenratspräsi- daran, dass dieser Punkt schon innerhalb
dent Martin Schmidt auf der Strasse zum der evangelischen Kirchen lange Zeit unge- Leuenberger Konkordie: leuenberg.net/de/
Gespräch. löst war. Erst in den 1970er-Jahren gelingt es 40-jahre-leuenberger-konkordie
WWW.KIRCHENBOTE-SG.CH 3Jubiläumsrückblick
der Kirchgemeinden
Ein Kaleidoskop von Veranstaltungen aus dem Jubiläumsjahr
Texte und Fotos zur Verfügung gestellt Buchs ichte
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6 AUSGABE 11/2018THEMA
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Österreich, Ungarn und Rumänien» mit Besuch eines
Sonntagsgottesdienstes unserer rumänischen Partner-
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4 AUSGABE 2/2018
8 11/2018 Kirchenchor Seve
len.THEMA
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«Wisst ihr denn nicht?» und läbet s’Licht»
Peter Roths Requiem als symbolischer Abschluss des St. Galler Reformationsjubiläums Im achten Satz des Requiems, «In
Text: | Foto: Katharina Meier Paradisum» plädiert der Komponist und
Musiker Peter Roth dafür, das Licht in uns
So dicht und bildhaft wie er spricht, so quintetts, welche je nach Raumakustik des zu zeigen, es zu leben und sich im Hier
vielschichtig und differenziert ist auch Aufführungsorts und Stimmung die grossen und Jetzt für Gerechtigkeit, ein Leben in
seine Musik: Der Toggenburger Komponist Zeitfragen musikalisch umsetzen. Denn im Frieden und die Bewahrung der Schöpfung
Peter Roth hat eine Totenmesse geschaf- Kirchenmusiker und Allrounder Peter Roth einzusetzen.
fen, die für das Leben im Diesseits plädiert. «Wisst ihr denn nicht, dass das göttliche
Licht in den achtzig Billionen Zellen eures
In Auftrag gegeben hat das Werk die St. Galler «Ein Requiem schreibt man nur Körpers leuchtet und strahlt!», singt ein
Kantonalkirche. Es solle die Reformationsfei- einmal im Leben, es ist wie ein Quintett, worauf die Solostimmen und der
erlichkeiten abschliessen. Weitere Prämissen Vermächtnis.» Chor einsetzen: «Drum hend kai Angscht
gab es nicht. Roth zog sich einen Monat auf und läbed s’ Liecht, denn s’ unglebt Liecht
den Monte Verità zurück, schuf die Grund- beschert dä Welt diä Höll vo Macht,
lagen, komponierte und textete zu Ende und Konsum und Geld! … Hend kai Angscht
lieferte «Wisst ihr denn nicht?» ab. «Mir wur- steckt ebenso der Jazzer, der selbst in die und läbed s’Liecht vor em Tod i däre Welt!
de – ein sehr reformierter Zug – grosses Ver- Klaviertasten greift, sich auf die Aufführun- Amen.» Ŷ
trauen entgegengebracht und viel Freiheit gen freut und auch im Chor ein enormes En-
eingeräumt», so der 74-Jährige. gagement spürt. Dies erstaunt nicht: Die Uraufführungen:
philosophischen, spirituellen und religiösen Samstag, 3. November: 20 Uhr, Klosterkirche,
NICHT WARTEN BIS NACH DEM TOD Aussagen treffen den Nerv der Zeit, sind Alt St. Johann – Sonntag, 4. November:
Erzählt ist die anderthalbstündige Messe existenziell, berühren. – Das Plädoyer fürs 17 Uhr, Kirche St. Laurenzen, St. Gallen
schon im ersten Satz, als der Tod an die Tür Diesseits kommt an.Ŷ
klopft. «Was wollt ihr warten bis nach eurem
leiblichen Tod?» Den Aufruf, im Diesseits das
göttliche Licht zu leben, verknüpft Roth mit
alten Texten, in denen «eine unglaubliche
Weisheit steckt», aber auch mit zeitgenössi-
schen. Abrahams Sohn als Opfergabe, die
Hinrichtung des Täufers Peter Manz und die
«Hexenverbrennungen» sind Sinnbild für die
Das Werk bewegt sich auf drei
Ebenen: Dem Dies- und Jenseits,
dem Deutschen und Lateini-
schen sowie der Komposition
und Improvisation.»
monotheistischen Religionen und ihre Ge-
walt und die Frauenopfer. Texte von Häupt-
ling Seattle, Dorothee Sölle, Rudolf Hilty und
Marianne Williamson rufen auf, der Erde und
damit der Schöpfung mehr Respekt entge-
genzubringen, geben zu bedenken, dass
Kanonen und Kasernen nicht von Gott ge-
macht sind, und fordern auf, Mut zu haben,
zu verzeihen und sich nicht klein zu machen,
zumal dies der Welt nichts nütze.
DICHT VERWOBENES WERK
Eingeflochten und dicht verwoben sind die
Texte mit der Musik. Wohl gibt die Komposi-
tion Passagen vor, es singen der Chor «Chor-
projekt St. Gallen» und ein Solistenquintett
die liturgischen Worte der Totenmesse. Doch So wie Johannes Brahms (1833 – 1897) und der französische Komponist Gabriel Fauré (1845 – 1924),
da gibt es auch Improvisationen des Jazz- schildert auch Peter Roth nicht, was uns nach dem Tod erwartet, sondern thematisiert das Diesseits.
WWW.KIRCHENBOTE-SG.CH 9IN KÜRZE PANORAMA GEMEINDEN
Alles Fassade oder nicht?
Die Kirche in Krinau wurde vom 8. bis 23. September zum Kunstobjekt.
Text und Foto: Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg
Im Rahmen von «Alles Fassade», der Aus- tungsring hing an der Kirche. Die Reaktionen
stellung der Kunsthallen Toggenburg in auf die Aktion liessen nicht auf sich warten.
Krinau, ist auch die Kirche ein «Kunst- «Es ist schön, dass es wieder einmal läutet»,
objekt» geworden. sagte eine Gottesdienstbesucherin am Bettag.
Denn ausser um 17.35 Uhr täglich, eine An-
Während 14 Tagen stand die Uhr still, die spielung an das Geburtsjahr 1735 von Ueli
Glocken waren fast immer still, und ein Ret- Bräker, waren die Glocken stumm. Eine Reak-
tion, die viele teilten, war das wiederholte
Hinsehen auf die Uhr. Ohne Nachzudenken
schaut man auf den Kirchturm, um rasch die
Neuer Brunnen ziert Zeit festzustellen. Aber halt: Fast zwanzig
den Kirchplatz nach acht Uhr (als Anspielung aufs Jahr 2018)
kann es doch jetzt nicht sein! Und dann merkt
Seit Kurzem ziert ein neuer Brunnen den man, dass ja die Uhr wegen «Alles Fassade»
Platz zwischen Kirche und Kirchgemeinde- abgestellt ist. «Wenn man nicht so der
haus der Kirchgemeinde Grabs-Gams. Natel-Typ ist, der die Uhrzeit auf dem Handy
Die Aussenseiten weisen rechteckige feststellt, fehlt etwas im Alltag», sagte je-
Flächen auf. Die Innenseite indes ist als mand. Und zwar sowohl die Uhrzeit wie der
Vierpass gestaltet, der in der neugoti- Stundenschlag. Der Rettungsring als «zeitlo-
schen Kirche über 150 Mal vorkommt. ses Symbol der Rettung», wie der Kunstschaf-
Laut Mitteilung der Kirchgemeinde ist fende Hans Thomann sagt, war ein Augen-
der Brunnen nicht nur Bindeglied fang. Direkte Reaktionen blieben aus. Der
zwischen den Gebäuden, sondern sym- Ring hatte einen Aussendurchmesser von
bolisiert auch die Verbindung zwischen Krinauer Kirche mit Rettungsring 1,5 Metern und war aus Aluminium. Ŷ
Gott und dem Menschen. Die Zahl Vier
steht in der Zahlensymbolik für Welt. Der
Vierpass nimmt dies auf und erinnert in
Foto: kgut/bsch
seiner Form auch an das Kreuz, an die Er-
lösung der Welt durch den Tod Christi. Ŷ
Erfolgreiche 500-Rappen-
Aktion in Buchs
Sie wollte im Rahmen des Reformations-
jubiläumsjahres bewusst nicht nur für
sich selber feiern, sondern auch die welt-
weite Christenheit im Blickfeld haben,
wie die Kirchgemeinde Buchs mitteilt.
Getan wurde dies auch mit einer 500-
Rappen-Aktion. 21 Personen hatten Mitte
August nach dem Gottesdienst einen
Fünfliber abgeholt und damit versucht,
für zwei Projekte in Armenien (Bibel-
gesellschaft Armenien und Diaconia –
materielle Nothilfe) einen Mehrwert zu
erarbeiten. Unter anderem wurden ein
Hauskonzert mit Kollekte angeboten,
getrocknete Apfelringe verkauft, Steine Hier verhüllte nicht Christo
angemalt, fünf Rappen für fünf Franken
verkauft, Kuchen gebacken und in einer Nicht der Verpackungskünstler Christo hat das Innere der reformierten Kirche Ganterschwil verhüllt,
Bar in Chur verkauft. Nach Ablauf der sondern Fachleute, welche von der Kirchgemeinde Unteres Toggenburg beauftragt wurden, die Wände
Projektzeit von 500 Stunden wurde mit und die Decke zu reinigen. Sorgsamen Umgangs bedurften dabei die spätgotischen Wandmalereien. Um
diesen 110 Fr. der beeindruckende Be- sie wieder ins richtige Licht zu rücken, wurde auch eine neue Beleuchtung installiert. Die Geschichte der
trag von 3562.55 Fr. erwirtschaftet. Ŷ Kirche geht bis ins Jahr 1245 zurück. Das Gebäude steht unter Bundesschutz. Ŷ
10 AUSGABE 11/2018PANORAMA KANTON IN KÜRZE
Zweite Auflage des Gebet-
buchs «Wenn ich rufe»
Innerhalb weni-
ger Wochen war
das reformierte
St. Galler Gebet-
buch (Auflage
5000) vergriffen.
Die vielen begeis-
terten und berüh-
renden Reaktio-
nen auf diese
Sammlung von
Daniel Schmid-Holz und die «ReformierBar» haben positive Erfahrungen im ganzen Kanton gemacht. eigens für diesen
Zweck geschriebenen Gebeten aus dem
ganzen Kanton bewegten die Herausge-
Mister Jubiläum ber, eine zweite Auflage in Auftrag zu ge-
ben. Dank günstiger Konditionen kann
das Buch bis Mitte Dezember 2018 wie-
Daniel Schmid-Holz blickt zurück auf das Jahr der Feierlichkeiten derum zum Preis von Fr. 10.– pro
Stück abgegeben werden (Ladenpreis
Ein Jahr lang kantonsweit feiern, das Die grösste Schwierigkeit bestand darin, in Fr. 19.80). (cb) Ŷ
organisiert sich nicht von selbst. Daniel den vorausgehenden Jahren Gemeinden und
Schmid-Holz von der kantonalkirchlichen andere Akteure für das Reformations- Bestellungen richten Sie bitte an:
Arbeitsstelle Erwachsenenbildung trug seit jubiläum zu begeistern – aber der Funke ist «Sekretariat zentrale Dienste»
2013 die Hauptverantwortung für die zum Glück hinübergesprungen. Ursula Kugler, ursula.kugler@ref-sg.ch
Planung und Durchführung von Hunderten Tel. 071 227 05 00
von Projekten und Anlässen, teils nur am Vom Jubiläumsjahr bleiben werden gute Er-
Schreibtisch, teils an vorderster Front. fahrungen mit einer breiten Öffentlichkeit –
etwa an der OLMA – sowie manche einzelne
Wir lassen ihn Bilanz ziehen und haben ihn Veranstaltungen. Korrigenda 10/18
gebeten, folgende Sätze zu vervollständigen:
Die grösste Enttäuschung war … Gross ent- In der Oktober-Ausgabe im Artikel «Loka-
Mein persönliches Highlight war die Produk- täuscht worden bin ich nicht, im Gegenteil, le Ursache – globale Wirkung» auf Seite 6
tion der Jazz-CD «semper reformanda» mit die positiven Überraschungen überwogen ist uns ein Fehler unterlaufen:
Michael Neff und dem dazugehörigen Road- bei Weitem. Der «Heidelberger Katechismus» stammt
movie «Zwingli» mit unserer «ReformierBar.» natürlich nicht, wie geschrieben, von
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir et- Martin Luther, sondern im Wesentlichen
Am meisten Aufwand bescherte mir der was von der Festfreude behalten, wenn der von Zacharias Ursinus. Eine seiner Vor-
160-seitige Festführer, der nur mithilfe der kirchliche Alltag wieder einkehrt, und dass lagen dafür war Luthers Kleiner Kate-
Agentur «alea iacta» und vielen Schreibenden wir immer wieder ganz anders werden chismus. Wir entschuldigen uns.
realisiert werden konnte. können – «semper reformanda». (MW) Ŷ Für die Redaktion: Marcel Wildi Ŷ
Neue E-Mail-Adressen
Ein Novum der Redaktion
Der Kirchenrat der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen bezog klar Stellung Im Zuge der Neuanstellung von Karsten
Risseeuw laufen gewisse E-Mail-Adressen
Rund zwei Drittel der St. Galler Stimmberech- Martin Schmidt sagte. – Dass sich der St. Gal- aus oder wurden bereits abgeschaltet.
tigen sagten am 23. September Ja zu einem ler Kirchenrat zu einer kantonalen Vorlage Die Redaktion des Kirchenboten hat ab
Burkaverbot. Der reformierte Kirchenrat hin- äusserte, ist ein Novum und hat mit einer sofort neue E-Mail-Adressen. Sie lauten:
gegen empfahl ausdrücklich, die Vorlage ab- Strategieänderung zu tun. «Der Kirchenrat
zulehnen. Das Burkaverbot sei ein Verbot, will sich im Blick auf seine Leitziele in der kirchenbote@ref-sg.ch oder
das mehr Nebenwirkungen als Wirkung erzie- ‹Vision St. Galler Kirche 2025› häufiger zu Ab- karsten.risseeuw@ref-sg.ch sowie
le, hiess es in einer Medienmitteilung. Kon- stimmungen äussern», sagt Schmidt. Dies ge- katharina.meier@ref-sg.ch
kret bedeutet das: «Eine Annahme des Burka- zielt dort, «wo es um religiöse und ethische
verbots würde die konservativen Kräfte der Themen geht». Bei der Vorlage sei es um die Postanschrift und Telefonnummer ent-
Moslems stärken und die konstruktive Strö- Frage gegangen, wie man im interreligiösen nehmen Sie bitte der Seite 16. Wir dan-
mung schwächen», wie Kirchenratspräsident Dialog miteinander umgehe. (dk/ref.ch) Ŷ ken für die Kenntnisnahme. (red) Ŷ
WWW.KIRCHENBOTE-SG.CH 11REFORMATIONSJUBILÄUM PALETTE
Führungen
Foto: zVg H. Ries
AUSSATZ UND PEST
Sa, 24. November, 14.30 – 16 Uhr, St. Gallen
ORTE DER REFORMATION Stadtwanderung mit dem Theologen Walter
Sa, 10. November, 11 Uhr Frei bis ins Linsebühl. Treff: Vadiandenkmal
Treffpunkt Tourist Information, Bankgasse 9,
Preis Fr. 18.–/Person GESCHICHTEN VON JUDEN
Do, 29. November, 14.30 – 16 Uhr
GESUNDES ST. GALLEN Themen: der Bau der zwei Synagogen, die
Do, 8. November, 14.30 – 16 Uhr, St. Gallen Firma Reichenbach, Recha Sternbuch-Rotten-
Ärzte, Heiler, Hebammen und Spitäler damals berg und ihr Menschenschmuggelnetz. Stadt-
und heute. Rundgang mit dem Theologen wanderung mit Theologe Walter Frei. Treff:
Charlie Wenk. Treff: Gallusplatz-Brunnen Zugang Appenzellerbahnen, St. Gallen
FRÜHES ST. GALLER BILDUNGSWESEN
Mi, 14. November, 14.30 – 16 Uhr, St. Gallen
Mystisches Musiktheater
Die Anfänge der städtischen Schulen. Eigene Gottesdienste
theologische Ausbildung für Pfarrer. Umstrit-
tene Kantonsschule: nicht mehr konfessio- LICHTFEIERN IN DEN SPITÄLERN
Zum Ausklang des Reformationsjubi- nell und geschlechtergetrennt. Stadtwande- Sa, 17. November, jeweils um 17 Uhr
läums würdigt die Kirchgemeinde rung bis zum Klosterplatz mit dem Theo- St. Gallen: Spitalkapelle Haus 21, 1. Stock
St. Gallen C am Sonntag, 18. November, logen Walter Frei. Treff: St. Katharinen Flawil: Andachtsraum im Erdgeschoss
um 17.30 Uhr in der Kirche St. Mangen, Rorschach: Spitalkapelle, 4. Stock
St. Gallen einen ihrer Vorläufer mit einem «DIE AM RANDE SIND DIE MITTE» Die Seelsorgeteams sowie die Geschäftslei-
Musiktheater. Vor bald 600 Jahren rang Mo, 19. November, 14.30 – 16 Uhr, St. Gallen tung des Kantonsspitals St. Gallen laden alle
Niklaus von Flüe mit der eigenen Ratlosig- Soziale Institutionen im Laufe der Stadtge- Angehörigen und Freunde im Gedenken an
keit und wirkte gleichzeitig weit über sei- schichte: Pionierinnen und Pioniere. Führung Verstorbene in den Spitälern Flawil, Ror-
ne Klause im Ranft hinaus. Seine Spiritua- mit Theologe Charlie Wenk. Treff: West- schach und St. Gallen zu einer Lichtfeier ein.
lität und sein gesellschaftliches und poli- eingang der Kathedrale
tisches Wirken hat auch die Schweizer EGLISE FRANÇAISE DE SAINT-GALL
Reformatoren beeinflusst. Der reformier- Dimanche, 11. Novembre
te Theologe, Autor, Komponist und Regis- 10 h: Culte à Saint-Gall, église St. Mangen
seur Simon Jenny hat ein Musiktheater 19 h: Culte à Rorschach, église reformée
geschaffen, das diesen Impuls aufnimmt. Dimanche, 18. Novembre
Vier Schauspieler verkörpern einerseits 10 h: Culte commun avec l’Eglise anglo-
Niklaus von Flüe und seine Ehefrau Doro- phone, à Saint-Gall, église St. Mangen
thea, andererseits eine Journalistin und 19 h Culte à Rapperswil, Maison de Paroisse
einen Historiker der Gegenwart. Sie er- Dimanche, 25. Novembre
gründen das Geheimnis, das Niklaus aus 10 h Culte à Saint-Gall, avec Cène, église
seiner Familie und gesellschaftlichen Po- St. Mangen
sition weggerufen hatte. Umrahmt wird
der gesprochene Teil von einem Quartett TABLE TALK
junger Sänger. Eintritt frei. (pd) Ŷ Sonntag, 11. und 25. November, 12 Uhr
Evang. Kirche Rotmonten, gottesdienstliche
www.ranft-ruf.ch Feier in englischer Sprache. Pfarrer Scotty
Williams in der Vadian-Stube mit Musik und
anschliessendem Essen
Matthäus neu interpretiert
Bei seinem Amtsantritt in Zürich hat Kabarett
Huldrych Zwingli mit der Auslegung des
Matthäusevangeliums begonnen. Die
Spiritualität – RÖBI UND DIE REFORMANZEN
evangelischen Pfarrpersonen von Rap- Ein Modebegriff? Die Reformation und der Hype ums Jubiläum
perswil-Jona tun es ihm im Jubiläumsjahr Spiritualität ist «in». Ursprünglich stammt der werden humoristisch beleuchtet. Musik: Röbi
gleich. Am Reformationssonntag, Begriff aus der christlichen Tradition. Heute aber Fricker, Piano; Texte: Kathrin Bolt, Marilene
4. November, von 10 bis 11 Uhr, schlies- wird er für vieles gebraucht, selbst für Kosme- Hess und Andrea Weinhold (siehe auch S. 15)
sen Pfarrer Hanspeter Aschmann und tik-Werbung. Warum «Spiritualität» nicht zum Sa, 10. November, 19 Uhr, Heiden
Pfarrerin Katharina Hiller die Reihe in der Sammelbecken für alles und jedes dienen kann, Kirchgemeindehaus, Eintritt Fr. 15.–
evangelischen Kirche Rapperswil ab. diskutieren die Theologinnen Isabelle Noth und Di, 20. November, 20.15 Uhr, Trogen
Weiter wirken mit: Kantorei Rappers- Maria Regli und der Theologe Ralph Kunz. Zu Haus Vorderdorf, Seminarraum
wil-Jona, Bläserensemble, Davide De Zotti hören auf Radio SRF 2 Kultur, am Sonntag, Fr, 30. November, 20 Uhr, Teufen
(Leitung und Orgel). Ŷ 18. November, von 8.30 bis 9 Uhr. (srf) Ŷ Baradies, Engelgasse
12 AUSGABE 11/2018PALETTE TIPPS DES MONATS
Konzerte
Foto: pd
KONTEMPLATION (VIA INTEGRALIS)
Do, 8. November, und Mo, 26. November
CHORKONZERT «QUERBEAT» Offene Meditationsabende in der ökum.
Sa, 24. November, 19 Uhr, St. Gallen Kirche Halden, St. Gallen, 18.30 – 20 Uhr
Kirche Linsebühl. Zwei Chöre aus Goldach Jeden Freitag, 12.15 – 13.15 Uhr
und Gaiserwald sowie eine Band. Ein unter- Am ersten Freitag im Monat ist um 12.45 Uhr
haltsames Arrangement quer durch alle eine geführte Lichtheilmeditation. Leitung:
Musikstile. M. Wenk und Team
Tag der Stille: Mo, 5. November, 9 – 16.30 Uhr
DAS JESUSKIND IN FLANDERN Ökum.Gemeindezentrum Halden, St. Gallen,
So, 11. November, 17 Uhr, Sargans mit Charlie und Margrit Wenk, 071 288 56 88,
Zwinglikirche. Uraufführung von «Weihnacht» www.meditation.margritwenk.ch
von Enrico Lavarini nach einem Text von
Felix Timmermans. Mit Sprecher Mathias MEDITATIVER ADVENTSTANZTAG Nacht über Deutschland
Flückiger und Kammermusikensemble des Sa, 24. November, 10 – 17 Uhr
Concentus rivensis. Details unter: Ökum. Gemeinde Halden, St. Gallen, mit Das Thema ist heute so aktuell wie da-
www.concentus.ch Krisztina Sachs-Szakmàry, dipl. Tanzpädago- mals: Menschen, die sich gegen ein tota-
gin, Anmeldung bis 23.11. Kosten: Fr. 90.–. litäres Regime auflehnen und zur Flucht
www.meditatives-tanzen.ch gezwungen sind. Als Kritiker des Natio-
nalsozialismus muss der deutsche Künst-
Meditation HEILMEDITATION ler und Grafiker Carl Meffert (1903 – 1988)
Mi, 14. November, 14.30 Uhr 1933 selbst flüchten. Er gelangt illegal in
SITZEN IN DER STILLE (VIA INTEGRALIS) Offene Kirche St. Gallen, Böcklinstrasse 2, mit die Schweiz und versteckt sich hinter
Mi, 7. und 21. November, 18 – 20.30 Uhr Hedda Schurig, Tel./ Fax 071 333 30 28, dem Künstlernamen Clément Moreau. In
Evang.Kirchenzentrum Heiligkreuz, hedda.schurig@bluewin.ch Zürich lernt er seine Frau kennen, die
Lettenstr. 18, St. Gallen. Anmeldung und Aus- St. Galler Kinderpsychologin und Anti-
kunft: Eveline Felder, eveline.felder@ faschistin Nelly Guggenbühl. Mit ihrer
gmx.net, www.meditation-sg.ch Hilfe emigrieren die beiden nach Argen-
tinien. Hier entsteht 1937 – 1938 sein
Hauptwerk «Nacht über Deutschland».
Anlässlich des 30. Todesjahrs gibt das
Historische und Völkerkundemuseum
St. Gallen bis 24. März 2019 Einblick in
Druckgraphiken von Carl Meffert alias
Clément Moreau, der sich in seinen Ar-
beiten der Welt der Unterdrückten und
Flüchtenden zuwendet. Ŷ
www.hvmsg.ch
Konzert zur Wiederein-
weihung der Goll-Orgel
Sie gehört zu den wenigen erhaltenen In-
strumenten der pneumatischen Ära des
Orgelbaus: Die Goll-Orgel in der Flawiler
Kirche Feld, deren Architekt Karl Moser
war, der auch die Universität Zürich ent-
warf. Das aus dem Jahr 1911 stammende
Instrument mit 2375 Pfeifen und 4000
Weltweite Religionsfreiheit – Vorstellung des Berichts 2018 Lederteilchen wurde vor Kurzem restau-
«Kirche in Not» und das Akademikerhaus (kath. Universitätsseelsorge) der Hochschule St. Gallen riert und wird am Sonntag, 4. November,
präsentieren und diskutieren am Donnerstag, 22. November, um 18.30 Uhr im historischen Saal des mit einem Konzert wieder eingeweiht.
ersten Stocks des Hauptbahnhofes St. Gallen den Bericht 2018 über die weltweite Religionsfreiheit, Das Programm sieht ab 14 Uhr einen
das eingeschränkte Menschenrecht für fünf Milliarden Menschen. Es referieren Roberto Simona, Ex- Orgel-Kaffee, eine Orgelbesichtigung und
perte für Islam und christliche Minderheiten, Thomas Reschke, kath. Seelsorger an der HSG. Das Po- Chilbimusik vor. Um 16.15 Uhr kommt es
dium setzt sich zudem mit der Frage auseinander: «Hat die Verbesserung oder Verschlechterung der zu einem Orgel-Talk, ehe um 17 Uhr das
Religions- und Gewissensfreiheit einen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes?». Einweihungskonzert gespielt wird. Das
Gäste sind Fredy Fässler, St. Galler Regierungsrat (SP), und Philosoph Michael Rüegg, Gossau. einmalige Instrument überzeugt auch
Es moderiert Gottlieb Höpli, ehemaliger Chefredaktor des St. Galler Tagblatts. Laut Veranstalter ist optisch: Die Prospektpfeifen sind
keine Anmeldung notwendig. Jede und jeder ist herzlich willkommen. Ŷ bemalt. (kgf/meka) Ŷ
WWW.KIRCHENBOTE-SG.CH 13AKTUELL IN KÜRZE
«Welcome to Sodom»
Foto: Karsten Risseeuw
gewinnt Filmpreis
Der ökumenische, mit 5000 Franken
dotierte Preis der Zürcher Kirchen geht
an den österreichischen Dokumentar-
film «Welcome to Sodom» von Florian
Weigensamer und Christian Krönes. Der
Film lässt hinter die Kulissen von Euro-
pas grösster Elektro-Müllhalde in Accra,
in Ghana, blicken und porträtiert die
Verlierer der digitalen Revolution. Dabei
stehen nicht die Mechanismen des
illegalen Elektroschrotthandels im Vor-
dergrund, sondern die Lebensumstände
und Schicksale von Menschen. (ref.ch) Ŷ
Kantonalkirche machte an der Olma Druck …
An der Olma war auch die Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen mit einem Stand vertreten. Die
Besucherinnen und Besucher konnten mit einer originalgetreuen Handpresse eine eigene Bibelseite
oder ein modernes Bild drucken, trocknen lassen und später abholen. Unser Bild zeigt von links: Pfarrer
Markus Anker, den für den Druck Zuständigen Hans Mühlethaler und Zentralkassier Herbert Weber. (kri)
Wilerin spricht
«Wort zum Sonntag»
Die Ostschweizerin Nathalie Dürmüller tritt in die Fussstapfen von Catherine McMillan
Die Traditionssendung «Wort zum Sonn- Frauen und zwei Männern. Dazu gehört auch
tag» des Schweizer Fernsehens hat ein die reformierte Zürcher Pfarrerin Nathalie
neues Team. Die aus Wil stammende Dürmüller. Die aus Wil Stammende löst damit Kirche in Crans-Montana
Zürcher Pfarrerin Nathalie Dürmüller und Catherine McMillan ab, die einst in Brunn- braucht Unterstützung
der Zürcher Pfarrer Simon Gebs vertreten adern ihre Pfarrstelle innehatte. «Ich freue
die Reformierten. mich auf die Aufgabe als Sprecherin beim Die Reformationskollekte 2018 ist wieder
‹Wort zum Sonntag›, die ich mit Herzblut und für eine Gemeinde bestimmt, die als Min-
Seit dem 6. Oktober ist ein neues «Wort zum Frauenpower ausfüllen möchte», schrieb derheit in der Diaspora lebt: Crans-Mon-
Sonntag»-Team auf Sendung. Jeden Samstag Dürmüller. Sie absolvierte von 2000 bis 2006 tana. Es steht die protestantische zwi-
um 20 Uhr auf SRF 1 kommentiert es aktu- ihr Theologiestudium an der Universität, war schenkirchliche Hilfe in der Schweiz im
elle Themen aus christlicher Perspektive. Pfarrerin in Rheinfelden, ehe sie 2008 an die Zentrum. Und sie scheint nach wie vor
Die Sendung gestalten abwechselnd fünf Swiss Church in London wechselte. Heute ist nötig, wie die Protestantische Solidarität
Theologinnen und Theologen verschiedener die 38-Jährige für die Kirchgemeinde Schweiz schreibt. Die reformierte Ge-
Konfession. Das neue Team besteht aus drei Zürich-Wipkingen tätig. (srf/meka) Ŷ meinde des Walliser Kurorts hat die 1959
gebaute Kirche durchgehend renoviert,
zwei zusätzliche Büros und einen Grup-
penraum geschaffen. Die Orgel bedurfte
einer Revision. Die Kosten der abge-
schlossenen Arbeiten betragen 800 000
Franken. Der Kanton Wallis, die Gemein-
den Crans, Lens und Icogne sowie der
Lotteriefonds leisten insgesamt 480 000
Franken. Mit der Reformationskollekte
vom 4. November soll der fehlende
Betrag zusammenkommen. Ŷ
Von links: Nathalie Dürmüller, evang.-ref. Pfarrerin, Urs Corradini, röm.-kath. Gemeindeleiter, Veronika Prot. Solidarität Basel – PC 40-27467-8 /
Jehle, röm.-kath. Spitalseelsorgerin, Simon Gebs, evang.-ref. Pfarrer, Antje Kirchhofer, christkath. Pfarrerin IBAN CH 67 0900 0000 4002 7467 8
14 AUSGABE 11/2018INTERVIEW
«Wer lacht, tut sich selbst
etwas Gutes.»
Interview: Karsten Risseeuw
Ihr habt ein ausführliches Programm mit
Liedern, Gesang, Poetry Slam, Anekdoten
und vielem mehr. Wer schreibt all diese
Texte?
Jede trägt bei. Wir sind drei komplett
verschiedene Persönlichkeiten, und die
ganze Vielfalt fliesst in das Programm
ein. Wir sammelten die Texte und stell-
ten erstaunt fest, wie gut alle Beiträge
zusammenpassen. So entstand unser
aktuelles Programm.
Welche Rolle spielt die Musik?
Ohne unseren Pianisten Röbi Fricker
Die Reformanzen, von links: Kathrin Bolt, Andrea Weinhold und Marilene Hess geht gar nichts. Mit seiner Musik verbin-
det er all die verschiedenen Teile zu
einem Ganzen. Als wir ihn fragten, ob er
Die Reformanzen an diesem Projekt teilnehmen würde,
sagte er, dass er nur Musik machen wol-
le, sonst nichts. Heute sieht das ganz an-
Frisch, fromm, frech, frei – Reformationskabarett nimmt kein Blatt vor dem Mund. ders aus. Von Röbi kommt viel guter
Text | Foto: Karsten Risseeuw Input, immer wieder auch während der
Auftritte. Die Zuschauer schätzen das.
Foto: zvg
«Lückenbüsserinnen, Lästermäuler und kum ankamen», beschreibt Marilene Hess
Lockvögel»: Die drei St. Galler Pfarrerinnen den Anfang. Seitdem hat sich jedoch Auftritt
Kathrin Bolt, Andrea Weinhold und Marilene an Auftritt gereiht, und die Gruppe hat es auf
Hess verwenden Luthers Wortschöpfungen kleinere und grössere Bühnen und bereits bis
als treffende Zusammenfassung für ihre nach Bern geschafft.
kreative Arbeit. Mit Röbi Fricker bilden sie
das Reformations-Kabarett «Röbi und die HUMOR ALS BRÜCKE
Reformanzen». Im Gespräch entsteht ein Bild von Lebens-
freude und Lebensmut. Ebenso könnte man
Sind die «Reformanzen» so etwas wie «refor- von «Freude an der Kirche» und «Mut zur Ver-
mierte Emanzen»? Die Frauen bestätigen das änderung» sprechen. Eines ist sicher: Hier Röbi Fricker
umgehend. «Emanzen! Nicht: Romanzen! Ob- geht es nicht um schwere Tradition, sondern
wohl etwas Romantisches und Feminines im- um leichtfüssige Interpretation. Damit wird Wann ist mit einem Auftritt das Ziel
mer erhalten bleibt.» Gerne wird mit Wörtern der Anschluss an die Gesellschaft gefunden. erreicht?
und ihren Bedeutungen gespielt. «Menschen fühlen sich verstanden», sagt Das ist ganz einfach: Wenn die Betrach-
Andrea Weinhold. Humor als Brücke zum ter lachen. Wir möchten schwere The-
Menschen? «Es ist auch eine Brücke zu uns men leicht darstellen und dadurch die
selbst», sagt Marilene Hess. «Die Erfahrung Wahrnehmung ändern. Wer lacht, tut
«Menschen fühlen sich ver- auf der Bühne hat auch mit uns selbst etwas sich selbst etwas Gutes.
standen. Wir erreichen viele gemacht. Tragen wir die Erfahrung in den
Schichten.» Gottesdienst hinein, wird dieser authenti- Ist Humor etwas Heilendes?
scher, sinnlicher.» Kathrin Bolt ergänzt: «Es Humor ist etwas Transzendentes, etwas
ist eine Hilfe für die Beziehungsarbeit in den Indirektes. Es kann eine Wahrheit auf be-
Kirchgemeinden.» freiende Art beschreiben. Das Wort «Kat-
AUFTRITT REIHT SICH AN AUFTRITT harsis» ist hier angebracht: Es geht um
Das Trio entstand aus Anlass des Reformati- Bis zum Jahresende sind weitere Auftritte Lösung und Befreiung, um etwas Reini-
onsjubiläums. Bereits kannten und schätzten vorgesehen. Wie es danach weitergeht, ist gendes. Bonhoeffer unterschied zwi-
sich die Pfarrerinnen gegenseitig. Der Ent- noch nicht geklärt. «Wir machen dies neben- schen «Letztem» und «Vorletztem». Wir
scheid, zusammen auf die Bühne zu gehen, beruflich und schauen, wie es sich weiter- Menschen leben im Vorletzten und in An-
kam jedoch erst im Reformationsjahr. Seit entwickelt.»Ŷ betracht des Letzten. Im Vorletzten sind
Ende Mai 2018 führen sie ihr Programm auf. wir daheim. Hier brauchen wir Humor.
«Wir haben den ersten Abend geplant und
wollten sehen, ob unsere Ideen beim Publi- Tourdaten: straubenzell.ch und Palette, S. 12
WWW.KIRCHENBOTE-SG.CH 15TATORT REFORMATION
Die Jugendlichen aus dem «Refresh Camp» wollen Bewegung in die Kirche bringen.
Das Refresh Camp als Impulsgeber
Frische Ideen für unsere 500 Jahre alte Kirche – Präsentation der Gedanken an der Wintersynode vom 3. Dezember
Text: Nina Frauenfelder | Foto: pd
Premiere geglückt: Das bisher grösste Power» gab es einen kurzen Impuls zum Tag, schenkt», «Beziehung», «Freiheit» und «Bereit
kantonale Lager von Jugendlichen der Lieder und Informationen zum Programm. sein» vertieft. Ein schöner Einstieg waren die
evangelischen Kirche St. Gallen ging erfolg- An den Abenden wurden die Themen «Be- Podiumsgespräche mit Teilnehmern und Lei-
reich über die Bühne. 340 Teilnehmerinnen tern, passend zum Thema. Die Gespräche
und Teilnehmer inklusive Leitungsteam ge- waren sehr persönlich und ehrlich.
nossen eine Woche «Refresh Camp» in Kantonsweit
Kroatien am Meer. FÜR KÖRPER, SEELE UND GEIST
Im «Refresh Camp» mit dabei waren Die Tage starteten jeweils mit einem ausge-
Die Cartüren öffneten sich und Massen von Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dehnten Frühstück und der Zeit in den Klein-
Jugendlichen strömten ins Freie, noch etwas folgenden Kirchgemeinden: gruppen. An den Nachmittagen konnten sich
müde von der langen Fahrt, aber voller Er- Altstätten, Buchs, Degersheim, die Jugendlichen für verschiedene Aktivitä-
wartungen auf das Camp. So lässt sich der Diepoldsau-Widnau-Kriessern, ten einschreiben. Dazu gehörten viel Sport,
«Refresh Camp»-Start im kroatischen Šibenik Eichberg-Oberriet, Gaiserwald, Goldach, kreative Workshops und Ausflüge in die
am 29. September am besten beschreiben. Gossau-Andwil-Arnegg, Oberuzwil- Region. Begleitet wurden wir stets von einem
Jonschwil, Rebstein-Marbach, Sargans- Videoteam. Dieses sammelte fleissig Ein-
THEMEN VERTIEFT Mels-Vilters-Wangs, Sennwald, St. Gallen drücke und Statements. Denn nebst Spiel
Die Grösse der Gruppe wurde einem auch in C Straubenzell und Tablat, Unteres und Spass wurden im «Refresh Camp» auch
den Plenumsveranstaltungen am Mittag und Neckertal, Unteres Toggenburg, Uznach Gedanken zur Kirche von heute gesammelt.
am Abend bewusst. Trotz Klimaanlage heiz- und Umgebung, Walenstadt-Flims- Diese werden anlässlich der Wintersynode
ten die Jugendlichen und Erwachsenen wort- Quarten und Wartau.Ŷ am 3. Dezember an das Kirchenparlament
wörtlich ein. In der sogenannten «Morning weitergegeben. Ŷ
Nachrichten aus Ihrer Kirchgemeinde im Mittelbund
/
11 18
Zum Titelbild Impressum Redaktion Betreuung Website
Herausgegeben im Auftrag der Oberer Graben 31, 9000 St. Gallen Katharina Meier (meka)
Synode der Evangelisch-reformierten kirchenbote@ref-sg.ch Bahnhofstrasse 2
Kirche des Kantons St. Gallen Karsten Risseeuw / 071 292 20 95 9601 Lütisburg-Station
Unterwegs im Kanton, hier im Katharina Meier / 071 980 06 00 071 980 06 00 /
Toggenburg: Die Nächste Nummer 12/2018 katharina.meier@ref-sg.ch
ReformierBar war an vielen Thema: Brauchtum zu Weihnachten Adressänderungen: Melden Sie sich bei
Veranstaltungen ein beliebter Erscheint am 30. November 2018 Ihrer Kirchgemeinde. Die Telefonnummer Website: Reformiertes Medienportal
Treffpunkt. Redaktionsschluss: 12. November 2018 finden Sie im Mittelbund dieser Ausgabe. (RMP): www.kirchenbote-sg.ch
Fotomontage Druck www.galledia.ch Der Preis für 11 Ausgaben/Jahr (Fr. 12.50) Gestaltungskonzept: Tomcat AG
Bildretusche: TGG Auflage: 71 000, Altpapieranteil: 50% wird von den Kirchgemeinden bezahlt.
16 AUSGABE 11/2018Sie können auch lesen