Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV

 
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Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
ARGE                              68.
                                                                                                                                                                                    63. Jahrgang
                                                                                                                                                                                    62. Jahrgang || Heft
                                                                                                                                                                                                    Heft 141 || 2016
                                                                                                                                                                                                                2011
                                                                                                                                                                                                                2010
                                                                                                                                                 FGV
                                                                                                                                                  für Gesundheits-
                                                                                                                                                  und Sozialberufe

                                                                                                                                                                       Gesund
                                                                                                                                           www.fgv.at                   &Sozial
           P.b.b. ÖGB/ARGE-FGV für Gesundheits- und Sozialberufe, Johann Böhm-Platz 1 / Top 2106, 1020 Wien • 13Z039724 M

                                                                                                                                                            Nicht jedes
                                                                                                                                                              Veilchen
                                                                                                                                                                              duftet ...               Seite 4
Foto: ©Photographee.eu und tsach – fotolia.com

                                                                                                                            ZEITSCHRIFT DER ÖGB/ARGE-FACHGRUPPENVEREINIGUNG
                                                                                                                            FÜR GESUNDHEITS- UND SOZIALBERUFE
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Gesund & Sozial                                                                                                                                                                               Vorwort

100 Jahre Physiotherapie
                                                                                                            Karl Preterebner                                                                                                                                                          Josef Zellhofer
                                                                                                               Bundessekretär der                                                                                                                                                        Bundesvorsitzender

1916
                gründete der Arzt Josef
                Kowarschik am Kaiser Jubi­
                läumsspital der Stadt Wien
(heute Krankenhaus Hietzing) die erste
                                                                                                               ÖGB/ARGE-FGV für
                                                                                                                Gesundheits- und
                                                                                                                     Sozialberufe
                                                                                                                   Chefredakteur
                                                                                                                                                        Inhalt                                                                                                                          der ÖGB/ARGE-FGV
                                                                                                                                                                                                                                                                                       für Gesundheits- und
                                                                                                                                                                                                                                                                                               Sozialberufe

                                                                                                                                                                                                                                                              „
staatlich anerkannte Ausbildungsstätte für
„Physikotherapie“, eine Form der Heilgym­                                                                                                                                                                                                                     Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
nastik und physikalischer Anwendungen.
Damit legte er den Grundstein für die Physio­   Dr. Kowarschik und Schülerinnen   Foto: Physio Austria
                                                                                                         GuKG                                                                                                                                                       Wir haben uns in dieser Ausgabe dem Tabuthema
therapie in Österreich. An der Privatschule                                                                                                                                                                                                                         „häusliche Gewalt“ gewidmet. Es ist wichtig, sich mit
lernten ausschließlich Frauen, deren Ausbil­    Anfängen bis zur Gegenwart. Im Anschluss                 Leider gibt es noch nichts Neues – es wird                                                                                                           diesem Thema auseinander zu setzen. Es sind die Gesund-
dung zu Beginn nur einige Wochen, dann ei­      finden auch in den anderen Bundesländern                 noch verhandelt.                                                                                                                                     heitsberufe in den Ambulanzen, welche den Erstkontakt zu den
nige Monate und ab dem Jahr 1940 ein Jahr       Vorträge, Diskussionsrunden, weitere Aus­                                                                                                                                                                     betroffenen Personen haben. Scham, Schuld und Angstgefühle
dauerte. Es gab keine gesetzliche Grundlage     stellungen und Seminare statt. Den Höhe­                                                                              Nicht jedes Veilchen duftet ...                                                         sind zu groß, um den Grund der Verletzung anzugeben. Eine
                                                                                                                                                       Coverstory                                                                                   4
für die Schule und deren Lehrinhalte unter­
schieden sich erheblich von Ausbildungen in
                                                punkt bildet im November ein großes Sympo­
                                                sium in Wien, im Rahmen dessen Strategien
                                                                                                         Seminare 2016                                                Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit!                                         Studie besagt, dass 87% der Frauen nach einer mögliche Gewalt-
                                                                                                                                                                                                                                                              betroffenheit gefragt werden wollen. Aus diesem Grund müssen
anderen Ländern.                                für die Zukunft der Physiotherapie erarbeitet                                                                         Rationierung im Gesundheitswesen                                              7         wir unsere Kolleginnen und Kollegen darauf sensibilisieren bzw.
Physio Austria nimmt das 100­jährige Berufs­    werden sollen. Alle Informationen zu den                 Unser Seminarangebot richtet sich an Mit­                    Monatelange Wartezeiten für Untersuchungen                                              auch den Umgang mit den Betroffenen schulen. Der richtige
jubiläum zum Anlass, ein Aktionsjahr im         Veranstaltungen sowie Daten und Fakten zur               arbeiterInnen der Gesundheits­ und Sozial­                                                                                                           Umgang ist die Voraussetzung, ob weitere Hilfe in Anspruch
ganzen Bundesgebiet zu veranstalten. Den        Geschichte der Physiotherapie sind auf der               berufe und eine gültige Mitgliedschaft zu                    1.700 Euro ist wohl das Mindeste                                              8         genommen wird. Jahrelange Erfahrung von Gewalt löst bei den
                                                                                                                                                                      Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne
Auftakt macht die Steiermark mit der Wan­       Jubiläumswebsite unter 100jahre.physio                   den Gewerkschaften öffentlicher Dienst,                                                                                                              Frauen psychische und körperliche Folgen, sei es Depressionen,
derausstellung „100 Jahre – Physiotherapie      zusammengefasst.                                         younion, Privatangestellten und vida.                                                                                                                Angstgefühl und chronische Schmerzen aus. Neben Suizidge-
im zeitSPRUNG“ mit Informationen von den        Wir gratulieren zu diesem Jubiläum.                      Infos auf Seite 15 oder www.fgv.at.                          Gesundheitssektor zukunftsfit                                                 9         danken schränkt es auch den Handlungsspielraum ein und
                                                                                                                                                                      Kraftanstrengung der europäischen Sozialpartner
                                                                                                                                                                                                                                                              zerstört das Selbstwertgefühl. Es darf kein Zufall sein, ob eine
                                                                                                                                                                                                                                                              Patientin ein Unterstützungsangebot erhält oder nicht.
                                                                                                                                                                      Steirische Pflegestammtische                                                10
                                                                                                                                                                      Informationen für Beschäftigte in Pflegeheime
                                                                                                                                                                                                                                                              Die Waldviertler Landeskliniken wurden im Rahmen des Vor-
                                                                                                                                                                                                                                                              sorgepreises 2016 im Auditorium Grafenegg von Landeshaupt-

                                                                                                                        Für                                           Pflegepaket 2016 eine Seifenblase
                                                                                                                                                                      Mitarbeiter der mobilen Hilfe über den Tisch gezogen
                                                                                                                                                                                                                                                  11          mann Erwin Pröll ausgezeichnet – siehe auch unseren Bericht
                                                                                                                                                                                                                                                              auf Seite 13. Ich möchte dazu sehr herzlich gratulieren.
                                                                                                                            es
                                                                                                                     ein gut                                          NÖ-Vorsorgepreis 2016                                                       13          Unsere langjährige Sekretärin Rosemarie Elsing ist

                                                                                                                       Leben!
                                                                                                                                                                      Waldviertler Landeskliniken wurden ausgezeichnet
                                                                                                                                                                                                                                                              am Donnerstag den 3. März 2016 im Alter von
                                                                                                                                                                                                                                                              67 Jahren verstorben. Am 11. März war die
                                                                                                                                                      Impressum und Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz                                                        Beisetzung in ihrem Heimatort Getzersdorf.
                                                                                                                                                      Herausgeber und Verleger: ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozial-                  Kollege Gerhard Hödl ist aus Tirol angereist
                                                                                                                                                      berufe, Johann Böhm-Platz 1 / Top 2106, 1020 Wien
                                                                                                                                                                                                                                                              und Kollege Johann Hable richtet berührende
                                                                                                                                                      Chefredakteur: Karl Preterebner, T: 01 - 53 444 - 39 212, E: karl.preterebner@younion.at
                                                                                                                                                      Redaktionsadresse: ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe,                   Worte an die Trauergemeinde.
                                                                                                                                                      Johann Böhm-Platz 1 / Top 2106, 1020 Wien                                                               Kollegin Rosemarie Elsing trat im Pflegeheim
                                                                                                                                                      Verlags-und Herstellungsort: Wien. ZVR-Nummer: 576439352                                                St. Andrä als Kanzleikraft in den Dienst der Stadt
                                                                                                                                                      Redaktion/Layout/Grafik: Agentur Steinschütz-Winter, 3420 Kritzendorf, Hauptstraße 178,                 Wien, ging dann mit ihren Mann nach Portugal und unterstütze
                                                                                                                                                      T: 02243–28 926, E: agentur@steinschuetz.at
                                                                                                                                                                                                                                                              ihn in seiner Firma, danach kehrte sie wieder nach Österreich
                                                                                                                                                      Anzeigen/Marketing: Fritz Schmaldienst, T: 0664–85 39 721, M: ufritz@aon.at;
                                                                                     s                                                                Gerhard Steinschütz, T: 0650–28 926 00, M: gerhard@steinschuetz.at                                      zurück. Rosemarie war von 1995 bis 2011 im Bundessekretariat
                                                                             Damit e ißt:
                                                                            ter nicht he                                                              Für unverlangt eingesendete Manuskripte und Fotos keine Gewähr. Die Redaktion behält sich vor, Leser-   der ÖGB/ARGE-FGV.
                                                                         spä
        Die klassische Rentenversicherung                                        eld ist                                                              briefe zu kürzen. Nachdrucke, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenan-    Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
                                                                         „Mein G weg,                                                                 gabe. Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           “
        > Wer benötigt ein lebenslanges Zusatzeinkommen?                  schon bin                                                                   Fotonachweise: Alle Bilder, die nicht extra gekennzeichnet sind, wurden von den Autoren bzw. der
                                                                                  h
        > Wir wandeln Ihr Kapital in eine lebenslange Rente um.            aber ic a.“                                                                ÖGB/ARGE-FGV zur Verfügung gestellt.                                                                    Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Frühling ...
                                                                            noc h d
        > Mit einer Rentenversicherung wird ein langes Leben                                                                                          Offenlegung gemäß Mediengesetz, § 25: ÖGB/ARGE-Fachgruppenvereinigung für Gesund-
          nicht zum finanziellen Risiko.                                                                                                              heits- und Sozialberufe, Johann Böhm-Platz 1 / Top 2106, 1020 Wien; Josef Zellhofer, Bundes-                                       Ihr
        > Fragen Sie uns: Tel. 059 808 | www.oebv.com                                                                                                 vorsitzender, Johann Hable, stellv. Bundesvorsitzender, Willibald Steinkellner, stellv. Bundesvorsit-
                                                                                                                                                      zender, Martha Fleschurz stellv. Bundesvorsitzende, Karl Pretterebner, Bundessekretär der ÖGB/
                                                                                                                                                      ARGE-FGV. Die Blattlinie entspricht jenen Grundsätzen, die in den Statuten und der Geschäfts-
                                                                                                                                                      ordnung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (Fassung gemäß Beschluss durch den 16.
                                                                                                                                                      Bundeskongress des ÖGB) festgehalten sind.

                                                                                                                                                      68 Jahrgang | Heft 1 | 2016
2                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                3
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Coverstory                                                                                                                  Gesund & Sozial                                                                                                                                                          Coverstory

Nicht jedes Veilchen duftet ...                       Das Gesundheitswesen als Anlaufstelle
                                                      für Opfer nach häuslicher Gewalt.
                         Sabine Eder
                         DGKS, stv. Leitung der
                         interdisziplinären Opfer-    Das Gesundheitssystem stellt eine zentrale Anlaufstelle für gewalt-
                         schutzgruppe
                         Allg. Krankenhaus der        betroffene Menschen dar. Frauen, die Gewalt erleiden und Hilfe su-
                         Stadt Wien - medizinischer
                         Universitätscampus
                                                      chen, wenden sich zuerst an Einrichtungen im Gesundheitsbereich.
                                                      Dies zeigt die Studie der EU Grundrechtsagentur FRA – European
                                                      Union Agency for Fundamental Rights (vgl. FRA, 2014, S.169).

F
       rau M. wird an der unfallchirurgischen         troffene Frauen zu erreichen und einen Bei­        schaft, dass Gewalt als öffentliches Thema
       Ambulanz wegen eines Treppenstur­              trag zur Früherkennung und Frühintervention        und gesellschaftliches Problem gesehen wird
       zes vorstellig. Sie hat ein Hämatom im         zu leisten.                                        und vor allem nicht nur als soziales, sondern
Bereich des linken Auges und wirkt aus­               Dabei ist es von Bedeutung, mit welcher Hal­       als Gesundheitsproblem anzuerkennen ist.
weichend, nervös und unangemessen sorg­               tung gewaltbetroffenen Frauen begegnet             Denn laut der Weltgesundheitsorganisa­
                                                                                                                                                                                                                                                                                      Foto: ©Photographee.eu – fotolia.com
los im Hinblick auf ihre Verletzung.                  wird. Nicht nur für das aktuelle Befinden,         tion (WHO) ist das weltweit größte Gesund­
Die Erklärung zum Entstehen der Verletzung            sondern auch ob in weiterer Zukunft Hilfe an­      heitsrisiko für Frauen und Kinder Gewalt,          Ein weiterer Grund für das Verdrängen der        Problematik nicht in der Verantwortung einer      männliche Opfer im Krankenhaus vorstellig
stimmt nicht mit Art und Lage der Verlet­             genommen wird.                                     insbesondere die häusliche Gewalt. Da diese        Thematik kann eine nicht verarbeitete Erfah­     einzelnen Berufsgruppe liegt, sondern multi­      werden. Die Universitätsklinik für Unfallchirur­
zungsspuren überein. Auffällig ist auch               Meist handelt es sich nicht um ein einmaliges      Frauen früher oder später fast immer eine Ein­     rung mit häuslicher Gewalt seitens der Mitar­    professionelles Agieren notwendig ist.            gie verzeichnet in ca. 10 % der Opfer­
die Häufigkeit ihrer Besuche in verschiedenen         Ereignis, sondern um jahrelange Gewalter­          richtung des Gesundheitssystemes aufsuchen         beitenden selbst sein. Dies ist bei Schulungen   Die Opferschutzgruppe des Wiener Allge­           schutzfälle als Betroffene Männer. Diese The­
Ambulanzen. An diesem Punkt entscheidet               fahrungen. Diese Erfahrungen lösen bei den         liegt es auf der Hand, dass Gewalt nicht nur die   unbedingt zu beachten und auf Unterstüt­         meinen Krankenhauses unter der Führung            matik stellt in der Gesellschaft ein extremes
die Pflegeperson, Frau M. nach ihrer Gewalt­          Opfern nicht nur psychische und körperliche        betroffenen Patientinnen schädigt, sondern         zungsangebote hinzuweisen.                       von Frau Ass. Prof.in Dr.in Daniela Dörfler hat   Tabu dar. Das typische Bild der Täter­Opfer­
erfahrung im häuslichen Bereich zu fragen.            Folgen wie Depressionen, Angstgefühle, chro­       sich massiv auf die Kosten für Behandlungen                                                         sich deshalb folgende Schwerpunkte gesetzt:       Rollenverteilung sieht vor, dass der Mann der
Anfangs zögerlich, dann aber offensichtlich           nische Schmerzen und Suizidgedanken aus,           von akuten Verletzungen, aber auch von Fol­             Unterstützungsangebot                                                                         Täter ist, dadurch werden Männer als Opfer
froh gefragt zu werden, berichtet sie, dass ihr       sondern führen auch zu Handlungsunfähig­           geerscheinungen niederschlägt. Dies wird                 gesetzlich verankert                       > Beratungstätigkeit der betreuenden              von häuslicher Gewalt oft nicht wahrgenom­
Ehemann sie misshandle.                               keit. Die Macht­ und Kontrollposition der Täter    bereits 2005 im Curriculum „Gewalt gegen                                                              Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter                men. Wie Frauen nehmen hierbei auch Män­
Von sich aus hätte sie niemals das Gespräch           wird durch Gewalt und Drohungen erhalten,          Frauen und Kinder“, das in Kooperation mit         Um es nicht dem Zufall zu überlassen wie         > Sensibilisierung der in Betracht                ner das typische Verhalten eines Opfers ein.
begonnen. Schuld­ und Schamgefühl über­               dadurch schwindet der Handlungsspielraum           dem 24­Stunden­Frauennotruf, welches vom           und ob Patientinnen nach häuslicher Gewalt         kommenden Berufsgruppen                         Erklärungsversuche und Entschuldigungen
wiegen und die Angst, die Kinder zu verlieren         des Opfers und zerstört das Selbstwertgefühl.      Wiener Programm für Frauengesundheit her­          Unterstützungsangebot erhalten, ist seit dem     > Organisation von internen und                   für das gewalttätige Verhalten der Partnerin
ist zu groß.                                          Aus Angst vor Eskalation und Perspektiven­         ausgegeben wurde, erwähnt.                         1. 1. 2009 im Wiener Krankenanstalten­             externen Fortbildungen                          werden gesucht. Die männlichen Opfer halten
                                                      losigkeit bleiben Frauen oft über Jahre in                                                            gesetz der § 15d Früherkennung von Gewalt        > Erstellen von Leitlinien und                    oft jahrelang diese Situation, aus Angst um
    Ansprechen statt schweigen                        Gewaltbeziehungen, denn eine Trennung be­           Entwicklung von Handlungs-                        verankert. Dieser besagt, dass in Zentral­         Ablaufdiagrammen                                den Verlust der „Familie“, und bleiben in der
                                                      deutet nicht unbedingt das Ende der Gewalt.                kompetenzen                                sowie Schwerpunktkrankenanstalten Opfer­                                                           Gewaltbeziehung.
Nur wenige Opfer von häuslicher Gewalt                Gerade in der Trennungsphase sind Frauen am                                                           schutzgruppen einzurichten sind und den          Um Nachhaltigkeit zu garantieren, finden
sprechen während einer Behandlung im                  gefährdetsten.                                     Trotz allem gibt es Hemmungen, die Patien­         Opferschutzgruppen die Früherkennung von         regelmäßig Informations­ und Fortbildungs­          Gewalttaten sind Teil eines
Krankenhaus von sich aus über den tat­                Deshalb ist es Frauen oft (noch) nicht möglich,    tinnen auf ihre Gewalterfahrungen anzuspre­        sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt   veranstaltungen mit verschiedenen Inhalten            Misshandlungssystems
sächlichen Grund einer Verletzung. Zu groß            über das Erlebte zu sprechen. Sie haben            chen. Gerade dann, wenn die Gewalt nicht           obliegt, insbesondere gegen Frauen. Auch die     zum Thema statt. Weiters können bei Fallbe­
sind Scham­, Schuld und Angstgefühle (vgl.            Angst, dass Handlungen wie z. B. eine An­          offensichtlich ist und lediglich ein Verdacht      Sensibilisierung der in Betracht kommenden       sprechungen der Opferschutzgruppe Beden­          Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegen­
Gig­net, 2008, S. 89). Für 87% der Frauen,            zeige bei der Polizei, gesetzt werden, sie diese   besteht. Zu groß ist die Angst, sich in die        Berufsgruppen in Bezug auf Gewalt ist darin      ken und Unsicherheiten, aber auch Verbesse­       heit! Die Gewalttaten sind meist keine Einmal­
die von Gewalt betroffen waren, wäre es               nicht kontrollieren können und ihre Situation      Privatsphäre einzumischen, und gerade diese        geregelt.                                        rungsvorschläge diskutiert werden. Dies soll      delikte, sondern Teil eines Misshandlungssys­
allerdings kein Problem, wenn während einer           damit verschlimmert wird.                          Ängste fördern das Unterlassen von Hand­           Unumgänglich für den Umgang mit von ge­          dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit der        tems und nehmen in der Regel an Häufigkeit
Behandlung routinemäßig nach einer                    Die Praxis zeigt, dass die Frage nach häuslicher   lungen. Um trotz der Ängste den gewaltbe­          waltbetroffenen Patientinnen und Patienten       Kolleginnen und Kollegen zu erweitern und         und Intensität zu. Die Gewaltbeziehung kann
möglichen      Gewaltbetroffenheit     gefragt        Gewalt nicht alleine in der Verantwortung der      troffenen Frauen Schutz und Unterstützungs­        ist ein Konzept, das in den Spitälern vor­       zu festigen, um dadurch dem Opfer kompe­          oft von den betroffenen Frauen und Männern
werden würde (vgl. FRA, 2014, S. 164). Das            gewaltbetroffenen Patientinnen liegen darf.        angebote zukommen zu lassen steht die              liegen muss, das Handlungsleitlinien, aber       tente Unterstützung und Hilfe zukommen zu         selbst nicht beendet werden.
Ansprechen eines Verdachtes durch Gesund­             Ein „nicht ansprechen“ würde bedeuten, die         Entwicklung und Förderung der Handlungs­           auch entsprechende Schulungen aller der in       lassen.                                           Alleine durch Ansprechen der Gewalt wird be­
heitsfachkräfte ist folglich Voraussetzung für        Frau mit der Gewalterfahrung alleine zu las­       kompetenzen der agierenden Mitarbeiterin­          Betracht kommenden Mitarbeiterinnen und          Auch wenn die Mehrheit der Opfer Frauen           reits ein wichtiger Beitrag zur Früherkennung
Gewaltprävention im Krankenhaus.                      sen und die Schuld bei sich zu suchen. Ein         nen und Mitarbeiter in den Spitälern im Vor­       Mitarbeiter vorsieht. Solche interdisziplinäre   sind, werden Mitarbeiterinnen und Mitar­          geleistet und kann eine Unterbrechung von
Hier bietet sich eine Chance, von Gewalt be­          Ansprechen signalisiert die Gesprächsbereit­       dergrund.                                          Fortbildungen sollen verdeutlichen, dass die     beiter dahingehend sensibilisiert, dass auch      häuslicher Gewalt bewirken.

4                                                                                                                                                           68. Jahrgang | Heft 1 | 2016                                                                                                                                5
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Gesund & Sozial

younion-Hauptgruppe II präsentiert                                                                                                                            Rationierung im                                                                                           Johann Hable

den 1. TEAMKONGRESS 2016                                                                                                                                      Gesundheitswesen                                                                                    stellvertretender Bundes-
                                                                                                                                                                                                                                                               vorsitzender der ÖGB/ARGE-
                                                                                                                                                                                                                                                                 FGV für Gesundheits- und
                                                                                                                                                                                                                                                                                Sozialberufe
                                                                                            Edgar Martin, Stellvertretender Vorsitzender der Hauptgruppe II

N                                                                                                                                                             D
        achdem der Personalgruppenausschuss      derartige Veranstaltung geben. Gerade die          am 19. April 2016 in der UCI-Kinowelt be­                         ie BV 9, GÖD­Gesundheitsgewerk­         men aber nicht einmal Wahlarztkostenersatz,

                                                                                                                                                                                                                                                                 „
        Pflege heuer bereits zum dritten Mal     spannenden, interessanten und bewegenden           grüßen zu dürfen. Wir haben für Sie und bis                       schaft fordert ein umgehendes Ende      obwohl sie eigentlich die Aufgabe der Kassen
        erfolgreich einen Kongress veranstalt­   Themen aus den diversen Bereichen des Leb­         zu 700 weitere TeilnehmerInnen ein buntes                         der Rationierungsmaßnahmen im Ge­       übernehmen, welche nach dem ASVG und                 Invalidität & Berufsunfähigkeit
et, sind Berufsgruppenangehörige des 30.000      ens sind zu einem Alleinstellungsmerkmal des       Programm zusammengestellt, innerhalb des­                 sundheitswesen.                                 Folgegesetzen die umfassende Gesundheits­
Menschen umfassenden, interdisziplinären         Pflegekongresses geworden, welches wir Ih­         sen Sie spontan nach Eigeninteresse völlig                Wie uns bekannt geworden ist, werden Ver­       versorgung der Sozialversicherten sicher­                  Wer aus gesundheitlichen Gründen
Teams mit der Bitte an uns herangetreten, es     nen nicht vorenthalten wollen.                     frei wählen können, welchem Thema Sie                     träge zwischen diagnostischen Instituten        zustellen haben – daher rechtlich betrachtet               mehr als sechs Monate lang arbeits-
solle auch für alle anderen MitarbeiterInnen     Es freut uns daher ganz besonders, Sie zum         gerne folgen.                                             (Ärzten) und der sozialen Krankenversiche­      in Vorleistung treten.                               unfähig ist, hat die Möglichkeit eine In-
im Wiener Krankenanstaltenverbund eine           1. Kongress der Personalgruppenausschüsse          Als Auftaktvortragenden begrüßen wir den                  rung mit Limitierungen, hinsichtlich der An­    Nach der Judikatur und der überwiegenden             validitäts- oder Berufsunfähigkeitspension
                                                                                                    bekannten österreichischen Kriminalpsycho­                zahl und Zeit für diagnostische Untersuc­       Rechtsmeinung ist es ebenfalls nicht zulässig,       zu beantragen. Allerdings muss man
                                                                                                    legen, Fallanalytiker und Buchautor Herrn Dr.             hung versehen, das heißt Patienten, die eine    Ärzten mit Kassenvertrag die private Leistung        bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit

                   1. TEAMKONGRESS                                                                  Thomas Müller bei uns.
                                                                                                    Im Anschluss können Sie sich je nach Interes­
                                                                                                                                                              Überweisung zur diagnostischen Beurteilung
                                                                                                                                                              CT, MR haben, müssen auf ihre Untersu­
                                                                                                                                                                                                              (Wahlarzthilfe) zu untersagen. Das notwendi­
                                                                                                                                                                                                              ge Controlling könnte auch durch medizinische
                                                                                                                                                                                                                                                                   man einen Anspruch auf diese Leistungen
                                                                                                                                                                                                                                                                   haben kann. Ab wann man als invalide gilt,
                                                                                                    se zu einem der folgenden Vorträge setzen:                chung 3 Monate warten, was im Einzelfall        Leistungsstandards und Stichprobenkontrollen         hängt davon ab, ob man den Berufsschutz
                     19. APRIL 2016                                                                 Dimension des Heilens, Ernährung, Besol­
                                                                                                    dung, Registrierung, Gefährdungsanzeigen,
                                                                                                                                                              zu lebensgefährlichen, krankheitsbedingten
                                                                                                                                                              Zuständen führen kann. Im weitesten Sinn
                                                                                                                                                                                                              erfolgen und sollte nicht den Patienten über­
                                                                                                                                                                                                              antwortet werden. Unserer Auffassung nach
                                                                                                                                                                                                                                                                   nützt oder nicht. Berufsgeschützt ist man,
                                                                                                                                                                                                                                                                   wenn man einen Beruf erlernt und diesen
                                                                                                    Gesundheit am Arbeitsplatz, Patientensicher­              könnte bei Gefahr im Verzug der strafrecht­     handelt es sich bei diesen Kontingentierungen        für eine gewisse Zeit ausgeübt hat. Wer
                                                                                                    heit, Mobbing um nur einige Themenüber­                   liche Tatbestand „Unterlassung der Hilfeleis­   um eine unzulässige Rationierung im öster­           zwar keinen Beruf erlernt, jedoch dieselben
                                                                                                    schriften zu nennen.                                      tung“ zur Anwendung gelangen oder auch          reichischen Gesundheitswesen, welche von             Kenntnisse oder Fähigkeiten erworben
                                                                                                    Als Hirnforscher mit langjähriger Beratungs­              ein Amtshaftungsverfahren gegen einzelne        allen namhaften Gesundheitsexperten viele            hat, kann ebenfalls berufsgeschützt sein.
                                                                                                    erfahrung zeigt Dr. Hans­Georg Häusel, wie                Repräsentanten der gesetzlichen Kranken­        Jahre immer abgelehnt wurde. Stichwort Ra­           Berufsschutz bedeutet, dass man nur mehr
                                                                                                    Entscheidungen im Gehirn wirklich fallen:                 versicherung zur Folge haben, die diese Ge­     tionalisierung vor Rationierung.                     auf Tätigkeiten verwiesen werden darf,
                                                                                                    Weitgehend unbewusst und immer emo­                       samtverträge mit solchen Kontingentierun­       Wir fordern ein sofortiges Ende dieses sozial­       die dem erlernten oder angelernten Beruf
                                                                                                    tional. Seine Vorträge sind faszinierende                 gen zum Nachteil der PatientInnen im Namen      rechtswidrigen Zustandes und neue Ver­               ähnlich sind. Ist man zu deren Ausübung
                                                                                                    und höchst unterhaltsame Reisen durch das                 der Kasse abschließen.                          tragsverhandlungen um diesen unwürdigen              nicht mehr in der Lage, gilt man als inva-
                                                                                                    menschliche Gehirn, hierfür wurde er auch                 Üblicherweise zahlen Patienten, sofern sie      Zustand für sozialversicherte Patienten hint­        lide. Ohne Berufsschutz liegt Invalidität nur
                                                                                                    als einer der besten deutschsprachigen Vor­               können, die Untersuchung selbst. Sie bekom­     anzuhalten.                                          dann vor, wenn auch einfachste Tätigkeiten
                                                                                                    tragenden ausgezeichnet. Im Anschluss                                                                                                                          (z.B. Museumsaufseher, Parkgaragenkassier)
                                                                                                    teilen Sie sich wieder nach Eigeninteresse ein.                                                                                                                nicht mehr zumutbar sind. Eine dauerhafte

                                                                                                         Kosten und Verpflegung
                                                                                                                                                              Krisenbewältigung in Brüssel                                                                         Invalidität ist nach neuer Rechtslage dann
                                                                                                                                                                                                                                                                   anzunehmen, wenn eine Besserung des
                                       ,                                                                                                                                                                                                    Johann Hable           Zustandes nicht sehr wahrscheinlich ist.
                                    en
                                 nn ende ,

                                                                                                                                                              W
                           e r I     g en                                                           Nun zu der vielleicht wichtigsten Frage – was                       ir treten für Frieden, Freiheit,      die deinem Zorn verfallen sind und irregehen!        Seit 2014 hat sich die Rechtslage für die
                         hm tra
                 e i lne e Vor Them en                                                              kostet eine Teilnahme? Ihre Teilnahme sowie                         Wertschätzung und Wahrung der         Wir bitten, wünschen und fordern die Suche           Jahrgänge ab 1964 grundlegend geändert.
              0T        al       te      hr
           80 ation lichs gebü te                                                                   die angebotene Verpflegung vor Ort sind für                         Menschenrechte ein.                   nach dem geraden Weg und ein Ende des                Den danach Geborenen steht bei einer dau-
                         d       s
            er n      ie    es        ste
         int ersch ongr dien                                                                        Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wie­                 Die Bundesvertretung 9, GÖD­Gesundheits­        Terrors derer, die dem Zorn verfallen sind           erhaften Invalidität das sogenannte Reha-
             t                e
          un ine K AV-B                                                                             ner KAV völlig kostenlos. Egal ob Sie dem                 gewerkschaft verwahrt sich gegen Hass,          und unermessliches Leid unschuldiger Men­            Geld zu. Der Anspruch auf Reha-Geld
             ke ür K                                                                                Betriebsdienst, der Verwaltung, der Tech­                 Terror und Angstmache als Ziel politischer      schen hervorrufen. Kismet bezieht sich im­           ist mit einem Anspruch auf medizinische
                 f
                                                                                                    nik, der IT, dem Handwerk, den MTDG, den                  Agitation. Im Angesicht des Terrors, welcher    mer auf den geraden Weg und kann niemals             Rehabilitation gekoppelt. Damit wird dem
                                                                                                    MAB oder den AkademikerInnen angehören.                   in Brüssel praktisch vor unserer Haustür        als Rechtfertigung für Irrwege herangezogen          Grundsatz der „Rehabilitation vor Pen-
                                                                                                    (Pflegepersonen des KAV haben aufgrund                    neuerlich zugeschlagen hat, verweisen wir       werden.                                              sion“ gefolgt und neben der finanziellen
                                                                                                    der großen TeilnehmerInnenzahl am Folge­                  auf die erste Sure des Korans, wie folgt:       Wir fordern alle Menschen, unabhängig von            auch eine medizinische Unterstützung ge-
    Anmeldung:                                   Wo:
    Telefonisch: 01/40409/70710                  UCI-KINOWELT MILLENIUM-CITY                        tag den PGA­Pflegekongress) Die Personal­                 Im Namen des barmherzigen und gnädi­            ihrer Sozialität, ihrem Stand oder ihrer Ideo­       schaffen, um wieder arbeitsfähig zu werden.
    E-Mail: teamkongress@hg2.at                  WEHLISTRASSE 66                                    gruppenausschüsse möchten sich auf diesem                 gen Gottes, Lob sei Gott, dem Herrn der         logie auf, politische Zielsetzungen mit den          Personen, bei denen eine berufliche Reha-
    Online: teamkongress.hg2.at                  1200 WIEN
                                                                                                    Weg für Ihren Einsatz und Ihr Engagement                  Welten, dem Barmherzigen und Gnädigen,          Mitteln der Demokratie und im Namen der              bilitation zweckmäßig zumutbar ist, haben
    Weiter Informationen finden                  Öffentlich: U6 und S-Bahn Station Handelskai
    Sie unter teamkongress.hg2.at                            Buslinien 5A und 11A                   bedanken. Melden Sie sich daher umgehend                  der am Tag des Gerichts regiert, dir dienen     Menschenrechte zu verfolgen und die Hand             vorrangig Anspruch auf eine Umschulung.
                                                                                                    an, wir freuen uns auf Sie und unseren ge­                wir und dich bitten wir um Hilfe. Führe uns     von Waffengewalt abzuwenden.                         Auch hier ist eine Geldleistung vorgesehen,

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   “
                                                                                                    meinsamen Tag.                                            den geraden Weg, den Weg derer, denen du        Das Ziel der Freiheit im Paradies ist auf die­       das Umschulungsgeld. Dieses muss
                                                                                                                                                              Gnade erwiesen hast, nicht den Weg derer,       sem Weg nicht zu erreichen!                          beim AMS beantragt werden.
                                                                                                                                                                                                                                                                                               Quelle: Salzburger Nachrichten

                                                                                                                                                              68. Jahrgang | Heft 1 | 2016
6                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          7
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
w

                                                                                                                   Gesund & Sozial

1.700,– E                                                                                                                                                                           Den Gesundheitssektor zukunftsfit
– das ist wohl das Mindeste!                                                                                                                                                        für Generationen machen
                                                                                                                                                                                    Vereinte Kraftanstrengung der europäischen Sozialpartner
Die GPA-djp macht
Druck für die
Anhebung der                                                                                                                                                                        M       ehr als 3,5 Millionen Menschen ar­
                                                                                                                                                                                            beiten im europäischen Kranken­
                                                                                                                                                                                            haussektor. Die Herausforderungen
                                                                                                                                                                                                                                    nur wertvolle Beiträge für die künftige Ge­
                                                                                                                                                                                                                                    sundheit der Beschäftigten liefern, sondern
                                                                                                                                                                                                                                    auch die Planbarkeit in den Gesundheits­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                Willibald
                                                                                                                                                                                                                                                                                             Steinkellner
                                                                                                                                                                                                                                                                                               stellvertretender
                                                                                                                                                                                                                                                                                            Bundesvorsitzender
                                                                                                                                                                                    für die Branche sind vielfältig: (grenzüber­    einrichtungen steigern. Berufserkrankun­
kollektivvertrag-                                                                                                                                                                   schreitende) Einstellung und Bindung von        gen und damit verbundene Fehlzeiten kön­
                                                                                                                                                                                                                                                                                           der ÖGB/ARGE-FGV
                                                                                                                                                                                                                                                                                          für Gesundheits- und
                                                                                                                                                                                    Personal, Reaktion auf die Alterung der Be­     nen dank Präventivmaßnahmen verringert                          Sozialberufe
lichen Mindestlöhne                                                                                                                                                                 schäftigten oder auch notwenige Weiter­         werden und die Beschäftigten länger gesund

                                                                                                                                                  Foto: © eyetronic – fotolia.com
                                                                                                                                                                                    bildung, um der Patientenmobilität und der      im Berufsleben gehalten werden.
und -gehälter auf                                                                                                                                                                   steigenden Nachfrage nach hochwertigen

1.700 Euro.                                                                                                                                                                         Gesundheitsleistungen gerecht werden zu          Bildungsaktivitäten fördern
                                                                                                                                                                                    können. Um diese Ziele zu erreichen, haben                                                               Starkes Fundament
                           Martin Panholzer                                                                                                                                         sich die europäischen Sozialpartner zusam­      Mit Hochdruck arbeiten wir auch daran, in­
                                                                                                                                                                                    mengeschlossen und führen den „sektoralen       novative Lösungen in den Bereichen „kon­         Die Bevölkerung der Europäischen Union
       erzeit haben etwa 25 Prozent der Be­      40 Prozent der Alleinerzieherinnen verdienen                                                                                       sozialen Dialog im Krankenhaussektor“. Als      tinuierliche berufliche Entwicklung“ und         wird immer älter: So wird die Zahl der über

D      schäftigten in Österreich einen Brutto­
       stundenverdienst von weniger als 9,30
                                                 weniger. In Betrieben mit Betriebsrat ist der
                                                 Wert deutlich geringer als in Betrieben ohne
                                                                                                      Warum kein gesetzlicher
                                                                                                          Mindestlohn?
                                                                                                                                                                                    einer der Vertreter auf Seiten der EGÖD, der
                                                                                                                                                                                    Europäischen Gewerkschaft des öffentlichen
                                                                                                                                                                                                                                    „lebenslanges Lernen“ für das Gesund­
                                                                                                                                                                                                                                    heitspersonal in der EU vorzulegen. Sie sol­
                                                                                                                                                                                                                                                                                     75­Jährigen 2020 um 40 % höher liegen
                                                                                                                                                                                                                                                                                     als im Jahr 1990. Deutlich steigen werden
Euro. Das entspricht einem Brutto­Monats­        Betriebsrat. Erwartungsgemäß ist bei Arbeit­                                                                                       Dienstes, präsentiere ich hier eine kurze Bi­   len als Leitlinie und Unterstützung der So­      daher auch der Bedarf an Gesundheitsleis­
gehalt von weniger 1.700 Euro. Insgesamt         nehmerInnen, die mehr als 1.700 Euro ver­        Der Kampf für eine Erhöhung der kollektiv­                                        lanz unserer Aktivitäten der Jahre 2014 und     zialpartner bei ihren Bemühungen bei der         tungen und die Anforderungen an ihre
würden also fast 800.000 unselbstständig         dienen, sowohl die Lebenszufriedenheit als       vertraglichen Mindestlöhne und ­gehälter                                          2015.                                           Weiter­ und Fortbildung dienen. Gesammelt        Qualität. Die EU­Mitgliedstaaten arbeiten
Beschäftigte – viele davon auch im Sozialbe­     auch die Zufriedenheit mit dem Einkommen         wird von den Gewerkschaften schon viele                                                                                           werden Beispiele für gute Praktiken aus der      unermüdlich daran, ihre Gesundheitssysteme
reich – von einer Erhöhung des Mindestlohns      größer.                                          Jahre verfolgt. Im Jahr 2008 kam es zum Ab­                                               Gesundheitliche                         gesamten EU. Diese sollen dann auf nationa­      effizienter und leistungsfähiger zu machen.
und ­gehalts profitieren. Netto entspricht das   Eine Anhebung der Mindestlöhne und ­ge­          schluss eines Generalkollektivvertrages über                                          Berufsrisiken minimieren                    ler Ebene in den Mitgliedsländern umgesetzt      Auch wir als Gewerkschaftsvertreter müssen
nach der Steuerentlastung 2016 etwa 1.311        hälter bringt daher nicht nur mehr Zufrie­       einen Mindestlohn von 1.000 Euro brutto.                                                                                          werden. Profitieren sollen alle Beschäftigten    gerüstet sein. Es gilt den sozialen Dialog im
Euro. „Wir sind der Ansicht, dass es höchste     denheit für die Einzelnen, sondern ist auch      Im Jahr 2010 konnte die wichtige Etappe                                           Eines unserer großen Projekte wird, nach        im Krankenhaus­ und Gesundheitssektor un­        Krankenhaus­ und Gesundheitssektor aus­
Zeit ist, die Mindestlohne und ­gehälter so      ein wirksamer Schritt für mehr Einkom­           von 1.300 Euro brutto überschritten werden.                                       zweijähriger Laufzeit, im kommenden Sep­        geachtet ihres Alters, Berufs und Arbeitsver­    zubauen, gezielte Maßnahmen angesichts
weit anzuheben. 1.700 Euro brutto bei Voll­      mensgerechtigkeit – sowohl zwischen den          Seither konnte in vielen Branchen ein Min­                                        tember beendet sein. Dann sollen Erkennt­       trags. Ebenfalls auf unserer Agenda steht die    der Alterung der Arbeitskräfte in der Branche
zeitbeschäftigung ist keine Utopie, sondern      Geschlechtern als auch zwischen den Gene­        destgehalt von 1.500 und in einigen sogar                                         nisse vorliegen, wie die beiden meistverbrei­   Definition der Kernkompetenzen von Pflege­       zu ergreifen, auf den Bedarf an neuen Fer­
eine unabdingbare Voraussetzung für ein          rationen. Teilzeitbeschäftigte wurden über­      1.700 Euro brutto erreicht werden. Warum                                          tenden Berufsrisiken im Krankenhaussektor,      helfern. Die Sozialpartner beteiligen sich und   tigkeiten zu reagieren und die Vereinbarkeit
selbstbestimmtes Leben“, erklärt der Vorsit­     proportional von einer Erhöhung profitieren,     legen die Gewerkschaften Wert auf einen                                           nämlich Muskel­Skelett­Erkrankungen und         unterstützen eine Studie über einen gemein­      von Berufs­ und Privatleben sicherzustellen.
zende der GPA­djp Wolfgang Katzian.              da ihre Stundenverdienste im Schnitt um 22       kollektivvertraglichen Mindestlohn? Öster­                                        psychosoziale Risiken, am besten vermieden      samen Ausbildungsrahmen für Pflegeassis­         Damit der Gesundheitssektor der Zukunft auf
                                                 Prozent unter jenen der Vollzeitbeschäftigten    reich weist eine sehr hohe Abdeckungsrate                                         werden können. Die Ergebnisse sollen nicht      tentInnen.                                       einem starken Fundament steht.
    IFES-Daten bestätigen Kurs                   liegen. Gute Nachrichten für die Beschäftigten   durch Kollektivverträge auf. Etwa 98 Prozent
           der GPA-djp                           im Gesundheits­ und Sozialbereich, in dem ja     der Arbeitsverhältnisse unterliegen in Öster­

Das Meinungsforschungsinstitut IFES hat
für die GPA­djp im November vergangenen
                                                 bekanntlich viele Frauen Teilzeit arbeiten.      reich einem Kollektivvertrag.
                                                                                                  Wird der Mindestlohn nicht von den Sozial­
                                                                                                  partnern verhandelt, sondern per Gesetz
                                                                                                                                                                                       Ihr GRATIS-Abo*
Jahres eine Sonderauswertung des Arbeits­                                                         festgelegt, kann eine arbeitnehmerfeindliche                                         *gültig für 1 Jahr (4 Ausgaben) für Mitglieder
klimaindex durchgeführt. Die Ergebnisse                                                           Regierung diese Mindestnormen jederzeit
bestätigen, dass es in vielen Fällen sowohl                                                       senken, ohne dass die Gewerkschaften die                                             der Gewerkschaften: younion • GÖD • GPA­djp • vida
von Geschlecht, Alter als auch der Familien­                                                      Möglichkeit haben, dies zu verhindern. Dass
situation abhängt, wie viel jemand verdient.                                                      diese Sorge nicht unbegründet ist, zeigen
Mehr als ein Viertel der Frauen, jedoch nur                                                       Beispiele aus den Krisenländern, wo im Zuge                                          Senden Sie uns Ihre Kontaktdaten mit Namen, Anschrift
ein Zehntel der Männer müssen mit einem                                                           von Sparmaßnahmen auch in gesetzliche
Vollzeiteinkommen von weniger als 1.700                                                           Mindestlohne eingegriffen wurde.
                                                                                                                                                                                       und Gewerkschaftszugehörigkeit per Mail an:
Euro brutto auskommen. Fast die Hälfte der
ArbeitnehmerInnen unter 25 Jahren und fast
                                                                                                  Testen Sie Ihr Wissen zum Thema Mindest­
                                                                                                  lohn: www.gpa-djp.at/aktionswoche.
                                                                                                                                                                                       karl.preterebner@younion.at

                                                                                                                                                                                    68. Jahrgang | Heft 1 | 2016
8                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                9
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Landesvorstand                                                                                                     Gesund & Sozial                                                                                                                                                             Landesvorstand

                        Beatrix Eiletz
                                                    Länder wollen mehr                                                                                              „Pflegepaket“ von 2015                                                                              Branko Novakovic
                        Vorsitzende ÖGB/ARGE-
                        FGV für Gesundheits- und
                        Sozialberufe
                        Landesvorstand Steiermark
                                                    Geld für Spitäler                                                                                               ist eine Seifenblase                                                                                 Vorsitzender ÖGB/ARGE-
                                                                                                                                                                                                                                                                        FGV für Gesundheits- und
                                                                                                                                                                                                                                                                      Sozialberufe Landesvorstand
                                                                                                                                                                                                                                                                                    Oberösterreich
                                                                                         Gerhard Hammer, Betriebsratsvorsitzender LKH Univ.-Klinik Graz

                                                          eit Jahren wird den Ländern vorgewor­      Unabhängige und wissenschaftlich gesicherte

                                                    S     fen, die Spitalskapazitäten aus poli­      Informationen zu präventiven, diagnostischen

„
 Pflegestammtische 2016 -                                 tischen Motiven und nicht zuletzt als      und therapeutischen Maßnahmen helfen,                                                                                                                               Können Sie sich daran
 Komm und informiere dich                           Arbeitsplatz­ und Wirtschaftsmotor hoch zu       vorhandene Mittel zielgerichtet und effizient                                                                                                                       noch erinnern?
                                                    halten. Gesundheitspolitische Entscheidungen     einzusetzen. Bei der Landesgesundheitsrefe­
       Die Beschäftigten der steirischen            brauchen das beste verfügbare Wissen.            rentenkonferenz wurde klargestellt, dass
       Pflegeheime haben eine schwere und                                                            gleichzeitig mit den angelaufenen Finanz­
 anspruchsvolle Arbeit. Viel Engagement
 und Fachwissen braucht man dafür.
                                                              nformation                            ausgleichsverhandlungen auch die Kranken­
                                                                                                     anstalten­Finanzierung und die Dotierung des
 Da ist es dann überraschend, wie viel all                                                           Pflegefonds mitbehandelt werden müssen.                                                                                                                                                                                v. 9. 6. 2005
                                                                  Termine                                                                                                                                                                                                            rrespond            enz Nr. 480
                                                                                                                                                                                                                                                                          rlamentsko          CHLIESST
                                                                                                                                                                                                                                                                                     LRAT BES
 diese KollegInnen über ihre Pflichten wis-                                                          Ich unterstütze die Forderungen der Länder,                                                                                                                        Pa
                                                            „Pflegestammtische”                                                                                                                                                                                           NATIONA               IVEAU
 sen – und wie wenig über ihre Rechte.                                                               die im Zuge der neuzuführenden Verhand­
                                                                                                                                                                                                                                                                                       HSCHULN

                                                                                                                                                                                                                                                                       „
                                                                                                                                                                                                                                                                           FACHHOC             AMMEN
 Ein hoher Prozentsatz hat vom Kollektiv-            ÖGB Region Fürstenfeld – 14. 4. 2016            lungen den Finanzausgleich fordern. Die Fi­
                                                                                                                                                                                                                                                                             Ü R M T D UND HEB
 vertrag Sozialwirtschaft Österreich noch            Volkshaus ÖGB Fürstenfeld, Hauptpl. 12,         nanzkraft des Landes ist eine Garantie dafür,                                                                                                                         F
 nie gehört, noch viel weniger Beschäftigte          Fürstenfeld, Sisa 2. Stock, Seminarraum III     dass die hohe medizinische, pflegerische
 wissen darüber Bescheid, welche Regeln zu-                                                          Qualität wie auch die hohe Beschäftigungs­                                                                                                                                Es ist mehr als zehn Jahre her,
                                                     ÖGB Region Murtal – 25. 4. 2016
 gunsten der ArbeitnehmerInnen bestehen.                                                             zahl in unseren Spitälern und Gesundheits­                                                                                                                                dass der Nationalrat Fachhoch-
                                                     AK Murtal, Hauptstraße 82, Zeltweg
 Daher veranstalten die Gewerkschaften                                                               einrichtungen gesichert bleibt.                                                                                                                                     schulniveau für MTD und Hebammen
 GPA-djp und vida so genannte                        ÖGB Region Graz + Umgebung – 27. 4.                                                                                                                                                                                 beschlossen hat. Obwohl für beide Berufs-
 „Pflegestammtische”, um die Beschäf-                Hotel Bokan, Mainersbergstraße 1, Graz                                                  Quelle: medianet.at    Tausende Mitarbeiter der Mobilen Hilfe                                                               gruppen das Ausbildungsniveau gleichzeitig
 tigten der Pflegeheime zu informieren.
 Dies gilt natürlich hauptsächlich für die
                                                     ÖGB Region Hartberg – 28. 4. 2016                                                                              in OÖ werden über den Tisch gezogen                                                                  angehoben wurde, setzten die MTDs viel
                                                                                                                                                                                                                                                                         schneller ihre Gehaltsansprüche durch. Die

                                                                                                                                                                    E
                                                     AK Hartberg, OG 3, Ressavarstraße 16
 Betriebe, die keinen Betriebsrat haben.
 Wo es nämlich eine Vertretung im Betrieb
                                                     ÖGB Region Liezen – 2. 5. 2016                  Nur wenige                                                            igentlich wurde das sogenannte           Mobilen Hilfe die SEG Zulage ins Spiel zu
                                                                                                                                                                                                                                                                         Kolleginnen im MTD-Bereich, z.B. Radio-
                                                                                                                                                                                                                                                                         logietechnologeInnen und Biomedizinische
                                                     Gasthof Weichbold­Marcher,
 gibt, funktioniert die Information über
 zum Beispiel Arbeitszeit oder Entlohnung
                                                     Weißenbach bei Liezen                           gehen in                                                              „Pflegepaket“ im Juli 2015 ausver­
                                                                                                                                                                           handelt und müsste schon längst
                                                                                                                                                                                                                    bringen ist ein Versuch, die Beschäftigten in
                                                                                                                                                                                                                    diesem Bereich über den Tisch zu ziehen und
                                                                                                                                                                                                                                                                         AnalytikerInnen, sind dadurch besser
                                                                                                                                                                                                                                                                         entlohnt als Hebammen. Der Unterschied
                                                     ÖGB Region Weiz – 11. 5. 2016
 sehr gut. Die „Pflegestammtische” finden
 in allen steirischen Regionen statt und             Volkshaus Weiz, Franz­Pichler­Straße            Pflegekarenz                                                   umgesetzt sein. Dem ist aber nicht so. Die
                                                                                                                                                                    Kolleginnen und Kollegen der Mobilen Hilfe
                                                                                                                                                                                                                    zeugt von mangelhafter Handschlagqualität
                                                                                                                                                                                                                    des Sozialpartners. Darüber hinaus ist die Art,
                                                                                                                                                                                                                                                                         beträgt mehr als 10%. Und wieder werde
                                                                                                                                                                                                                                                                         ich den Eindruck nicht los, dass die Löhne,
 bieten alle wichtigen Informationen                 ÖGB Region Feldbach – 8. 6. 2016                                                                               in Oberösterreich warten immer noch. Zur Er­    wie man mit den Beschäftigten in diesem Be­          gerade weil es sich ausschließlich um einen
                                                                                                                                 Gerhard Hammer
 zum Kollektivvertrag (KV) und auch                  Restaurant Bajazzo Stub´n,                                                                                     innerung, die großen Gehaltsanpassungsver­      reich derzeit umgeht, absolut demotivierend.         Frauenberuf handelt, deutlich niedriger

                                                                                                   D
 die Möglichkeit, sich mit Kolleginnen               Grazerstraße 33a, Feldbach                             ie Pflegekarenz ist weiterhin ein                       handlungen 2015 haben für den gehobenen         Fehlende Wertschätzung für die Leistungen,           sind. Diese Ungerechtigkeit muss beseitigt
 und Kollegen aus anderen Betrieben zu                                                                      Minderheitenprogramm. Seit 2014                         Gesundheits­ und Krankenpflegedienst eine       die diese Kolleginnen und Kollegen für die           werden! Die Oberösterreichische reine
                                                     ÖGB Region Bruck/Mürz – 8. 5. 2016
 unterhalten.                                                                                               können sich Berufstätige bis zu drei                    Erhöhung von 250 Euro in Raten bis 1. 1. 2019   Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft erbrin­        Männer-Regierung könnte jetzt beweisen,
                                                     ÖGB Bruck/Mur, Schillerstr. 22, Bruck/Mur
 Die Teilnahme ist vollkommen un-                                                                    Monate karenzieren lassen, um nahe Ange­                       gebracht, für Pflegehilfsdienst 100 Euro und    gen, ist auch eine fehlende Wertschätzung            dass ihr eine korrekte Entlohnung der He-
 verbindlich. Bereits bisher haben in der            ÖGB Region Leoben – 13. 4. 2016                 hörige zu pflegen bzw. deren Pflege zu or­                     für FSBA 50 Euro. Dies sollte auch im Bereich   für unsere Alten, Pflegebedürftigen und              bammen - die übrigens ja mitverantwortlich
 Region Leibnitz/Radkersburg erfolgreich             Congress Leoben, Roter Salon,                   ganisieren.                                                    der Mobilen Hilfe umgesetzt werden. Leider      Kranken.                                             für das Dasein von Männern sind - wichtig
 solche Stammtische stattgefunden. Viele             Hauptplatz 1, Leoben                            Voraussetzungen: ein Pflegebedarf von                          versucht das Land die Umsetzung auf eine        Kollegin Martha Fleschurz weist darauf hin,          ist und die schon längst überfällige Gehalts-

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     “
 Kolleginnen und Kollegen konnten                    ÖGB Region Voitsberg – 3. 5. 2016               mehr als 120 Stunden pro Monat und folg­                       unzulässige Weise zu verhindern. Sie rech­      dass es eine große Ungerechtigkeit ist, wenn         anpassung für diese Berufsgruppe
 unterstützt werden und es kam in Folge              ÖGB Köflach, Alter Rathausplatz 1               lich ein Pflegegeldbescheid für mindestens                     nen die sogenannte SEG Zulage (Schmutz­         hier mit zweierlei Maß gemessen wird und             endlich umsetzen!
 auch zur Gründung einiger Betriebs-                                                                 Stufe 3; Ausnahmen gibt es für Demenzer­                       Erschwernis­Gefahren) zum Grundgehalt der       die Pflegekräfte die unter einen Kollektivver­
                                                     ÖGB Region Deutschlandsberg – 12. 5.
 ratskörperschaften. Darüber hinaus kann                                                             krankte und Minderjährige – für sie reicht                     Beschäftigten dazu. Diese Vorgehensweise,       trag fallen schlechter behandelt werden als
                                                     ÖGB Deutschlandsberg, Rathausgasse 3,                                                                                                                                                                            Für alle Gesundheits- und Sozialberufe

 man bei dieser Gelegenheit und in ganz
                                                     1. Stock, kleiner Sitzungssaal
                                                                                                     Pflegestufe 1; außerdem muss der Arbeitge­                     die Einbeziehung der Zulagen aus dem SEG        die KollegInnen der öffentlichen Hand!            EINLADUNG ZUM         S T U D I E N TA G                 2016
 ungezwungenem Rahmen auch etwas über                                                                ber mit der Karenzierung einverstanden sein.                   Bereich, wurde in den Verhandlungen 2015        Sie verspricht, dass die BetriebsrätInnen der            PFL E GE i n B E WE GUNG
                                                                                                                                                                                                                                                                             Wie können Pflege- und Betreuungskräfte
 die Vorteile erfahren, die mit einer Gewerk-        Region Leibnitz u. Radkersburg – 7. 4.          Die durchschnittliche Höhe des Karenzgeldes                    gerade seitens des Dienstgebers abgelehnt.      betroffenen Sozialvereine gemeinsam mit                  mit i hrem Engagement „überleben“?

 schaftsmitgliedschaft verbunden sind.               Hotel zur alten Post, Nauschnegg GmbH,          ist analog zum Arbeitslosengeld gestaltet –                    Darauf weisen Kollege Erich Linner und Kol­     der GPA­djp für die betroffen KollegInnen                   12. Mai 2016 · 13.30 – 17.00 Uhr
                                                                                                                                                                                                                                                                                A r b e i t e r k a m m e r L i n z · Volksgartenstraße   40

 Die Termine der „Pflegestammtische”                 Sparkassenplatz 7, Leibnitz                     bei knapp 29 Euro pro Tag. Im Schnitt dauert                   lege Branko Novakovic, die an der Seite der     im privaten Gesundheits­ und Sozialbe­
                                                                                                                                                                                                                                                                                Kongresssaal

                                          “
 finden Sie im danebenstehenden
 Infokasten.
                                                          Beginn ist jeweils um 18:00 Uhr.
                                                                                                     die Pflegekarenz 83 Tage.
                                                                                                                                   Quelle: Salzburger Nachrichten
                                                                                                                                                                    Gewerkschaften für die Aufbereitung der
                                                                                                                                                                    Zahlen zuständig waren, hin. Im Bereich der
                                                                                                                                                                                                                    reich für eine Gleichbehandlung kämpfen
                                                                                                                                                                                                                    werden!
                                                                                                                                                                                                                                                                        Internationalen
                                                                                                                                                                                                                                                                                               zum
                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Tag
                                                                                                                                                                                                                                                                                               Pflegenden
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     der

                                                                                                                                                                    68. Jahrgang | Heft 1 | 2016
10                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             11
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Landesvorstand                                                                                                 Gesund & Sozial                                                                                                                                                                     Landesvorstand

                                                 BV zum Konsum von Suchtmitteln                                                                                               NÖ-Vorsorgepreis 2016                                                                                                       Martin Karpf
                        Bertram Siegele                                                                                                                                                                                 Reinhard Waldhör, Mitglied der ARGE-FGV Landesvorstand NÖ                   Vorsitzender ÖGB/ARGE-
                                                                                                          Karl Horvath, Mitglied der der ARGE-FGV Burgenland
                        Vorsitzender ÖGB/ARGE-                                                                                                                                                                                                                                                         FGV für Gesundheits-
                                                        a es im ArbeitnehmerInnenschutz­                    Vorteil von diesem Vorgehen ist, dass nicht

                                                 D
                        FGV für Gesundheits-                                                                                                                                                                                                                                                                und Sozialberufe
                        und Sozialberufe                gesetz keine konkrete Regelung zum                  jeder Einzelfall neu zu regeln ist und jeder                                                                                                                                             Landesvorstand Kärnten
                        Landesvorstand Tirol
                                                        Konsum von Suchtmitteln im Betrieb                  Anlassfall gleich behandelt wird. Das Prinzip
                                                 gibt, kann der Abschluss einer Betriebsver­                der Gleichbehandlung soll eingehalten
                                                 einbarung zum Thema Suchtmittel zwischen                   werden. Ein generelles Konsumverbot ist nur
                                                 ArbeitgeberIn und Betriebsrat/Betriebsrätin                für bestimmte Berufsgruppen mit gefahren­

„                                                                                                                                                                                                                                                                                                   „
 Es ist wert,                                    sinnvoll sein. Diese regelt die Vorgangsweise              geneigter Tätigkeit, wie z.B. BusfahrerInnen,                                                                                                                                            Verleihung des Gütesiegels
 jedem Menschen zu helfen                        im Anlassfall und den Konsum von Alko­                     möglich und sinnvoll – dieses kann sich auf                                                                                                                                              durch den Sozialminister
                                                 hol und anderen berauschenden Mitteln im                   den gesamten Arbeitstag beziehen, sowohl
       Der Zustand unserer Gesellschaft ist      Zusammenhang mit der Arbeitsleistung. Der                  auf die Arbeitszeit als auch auf die Pausen.                                                                                                                                                 Im November 2015 wurde sozialen
       momentan herausfordernd.                                                                                                                           Quelle: sdw.wien                                                                                                                               Unternehmen mit dem Schwerpunkt
 „Die Wirtschaft ist für den Menschen                                                                                                                                                                                                                                                                Beratung und Beschäftigung eine Zer-
 da“ – dieser Grundsatz stimmt in vielen
 Bereichen nicht mehr. Der Mensch hat            Hürden beim Pflegegeld-Einstieg                                                                                                                                                                                                                     tifizierung vom Bundesminister Rudolf
                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Hundstorfer verliehen. Der Zertifizie-
 der Wirtschaft, der Konkurrenzfähigkeit,                                                                                                                                                                                                                                                            rungsprozess für das Qualitätssiegel für
                                                                                                                                                   Karl Horvath
 dem Profit zu dienen. Das erzeugt Druck                                                                                                                                       vlnr: Mag. Franz Huber (Verwaltungsdirektor LK Waldviertel), Sabine Neunteufl (Betriebsrätin LK Horn –                soziale Unternehmen wurde durchlaufen

                                                 D
 und führt zu Entsolidarisierung. Es ist               ie Kosten für die Pflege in Österreich               Die Kosten müssen „eingedämpft“ werden,                            Projektverantwortlich), Thomas Schmalegger MAS (Assistent Regionalmanagement Waldviertel),                            um zu wissen, wo die Firmen als Organi-
 wert, jedem einzelnen Arbeitslosen zu                 steigen nicht mehr ganz so stark.                    denn nur so gehe es sich aus, das Pflegegeld                       DI Katharina Hochleitner (Qualitätsmanagerin LK Horn/Allentsteig – Projektverantwortlich),                            sation mit ihren Abläufen und Strategien
 helfen, um der Armutsfalle zu entrinnen.              Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt,             um 2 Prozent zu erhöhen. Für die Einstufung                        Dr. Andreas Reifschneider (Regionalmanager Waldviertel).                                 Foto: Landesklinikum Horn    stehen bzw. um auch das Vertrauen ihrer
 Gute Sozialarbeit kann Zeichen setzen,          beim Pflegegeld Änderungen vorzunehmen.                    des Pflegegelds soll vom Pflegepersonal ein                                                                                                                                              PartnerInnen und KlientInnen in die

                                                                                                                                                                             L
 die auch gesellschaftlich wirksam sind          Dieses Ziel wurde auch erreicht. Es gelten                 Gutachten erstellt werden.                                               andeshauptmann Dr. Erwin Pröll über­           sten Aktivprogramme (vom Rückenturnen bis                        Firmen mit einer Bestätigung durch
 und Hoffnung geben. In den nächsten             Verschärfungen bei den Stufen 1 und 2.                                                                       Quelle: ORF1           gab im Auditorium Grafenegg den „Vor­          hin zu aktuell auch Selbstverteidigung für die                   unabhängige PrüferInnen zu bestätigen
 Jahren sollte besonders darauf geachtet                                                                                                                                             sorgepreis 2016“. Die Auszeichnung,            Frau) – bis hin zu Vorträgen für die Seele – ein                 und zu festigen. Die Beantwortung des
 werden, dass Menschen geholfen wird im                                                                                                                                       die heuer zum bereits sechsten Mal vergeben           breiter Angebotsbogen, und wird von der Kol­                     umfangreichen Fragenkonvoluts zur
 Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Die
 Herausforderung liegt wohl in den raschen
                                                 Mehr Pflegepersonal!                                                                                                         wurde, wurde in den Kategorien Betriebe, Bil­
                                                                                                                                                                              dungseinrichtungen, Gemeinden/Städte und
                                                                                                                                                                                                                                    legInnenschaft gut angenommen!
                                                                                                                                                                                                                                    Gesundheit sei „etwas Ganzheitliches“, be­
                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Selbstevaluierung erforderte für die Fir-
                                                                                                                                                                                                                                                                                                     men eine tiefgreifende Reflexion ihres
 Veränderungen, die sich vollziehen. Neue                                                                 Peter Vaschauner, Mitglied der ARGE-FGV Vorarlberg                  Private Initiativen ausgeschrieben.                   tonte der Landeshauptmann im Zuge der                            Standards und ihrer Routinen unter

                                                 D
 Berufe werden entstehen. Die sozialen                  as Ergebnis einer Studie besagt, dass es            fsmodelle, in denen gesunde Arbeitsbedin­                         In der Kategorie „Betriebe“ gewann auf nie­           Preisverleihung. Die „Freude an der Bewe­                        Einbindung der Mitarbeiterinnen und
 Dienstleistungen werden noch stärker an-               seit vielen Jahren hohe Arbeitsbelastun­            gungen, Arbeitszeitsicherheit, Qualität und                       derösterreichischer Ebene das Projekt „Fit­           gung“ habe eine besondere Bedeutung, so                          Mitarbeiter. Der Abschlussbericht für die
 gefragt werden, deshalb sollten die Politik            gen bei den Pflegeberufen gibt. Darun­              Sicherheit, genügend Zeit für die Pflege und                      4work“ in den Kliniken des Waldviertels.              Pröll im Gespräch mit der Moderatorin der                        einzelnen Firmen stellt ein erfreuliches
 aufgefordert werden, diese auch in der          ter fallen: physische und psychische Belastun­             adäquate Personalressourcen enthalten sind.                       Diese gemeinsame Initiative der fünf Wald­            Veranstaltung, Dr. Vera Russwurm. Der Landes­                    Zeugnis dar. Der Bericht tut den Firmen

               “
 Wertschätzung und finanziell                    gen, Belastungen aus der Arbeitsorganisation,              Der Zweck einer Personalbedarfsplanung                            viertler Landeskliniken wird vor allem durch          hauptmann über den Vorsorgepreis: „Damit                         nicht nur mit der Anerkennung gut,
 entsprechend zu honorieren.                     Belastung im Umgang mit PatientInnen. Ich                  liegt darin, die Anzahl der notwendigen Mit­                      das starke Engagement der Mitarbeiter in den          bitten wir die besten Initiativen mit Vorbild­                   sondern genauso mit dem Aufzeigen von
                                                 fordere für das Pflegepersonal Personalbedar­              arbeiter in der „Pflege“ zu ermitteln. Aus­                       Kliniken getragen. Die Projektkoordinatorin­          wirkung vor den Vorhang und laden gleicher­                      Lernfeldern für die Zukunft als soziales

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   “
                                                                                                            falls­ bzw. Fehlzeiten verdichten die Arbeit.                     nen und die Betriebsrätinnen (oft auch in Per­        maßen ein, sich an beispielgebenden Projekten                    Unternehmen – mit Qualitätssiegel.
                                                                                                            Dazu gehören quantitative Fehlzeiten wie z.B.                     sonalunion) bieten seit einigen Jahren bereits        ein Beispiel zu nehmen. Die breite Palette an
 In Österreich fehlt Hilfe                                                                                  Bildungsmaßnahmen, Projekte, Dienstreisen,
                                                                                                            aber auch qualitative Fehlzeiten (ohne volle
                                                                                                                                                                              eine Vielzahl an Angeboten zur Aufrechterhal­
                                                                                                                                                                              tung des Wohlbefindens der Mitarbeiter an.
                                                                                                                                                                                                                                    eingereichten Projekten zeigt, dass sich das
                                                                                                                                                                                                                                    Land Niederösterreich als Impulsgeber der Ge­

 für kranke Mitarbeiter                                                                                     Leistungsfähigkeit) wie z.B. lange Wegstre­
                                                                                                            cken, Burn­Out und unproduktive Fehlzeiten
                                                                                                                                                                              Bestens bewährt haben sich die verschieden­           sundheitsvorsorge bundesweit etabliert hat.“

                                                   Gerhard Hipp, Mitglied der ARGE-FGV Vorarlberg
                                                                                                            wie unklare Arbeitsanweisungen und Warte­

A
       n den österreichischen Medizin­Uni­
       versitäten ist die Arbeitsmedizin „un­
                                                 Politik werden dringend aufgefordert, Rah­
                                                 menbedingungen für altersgerechte Arbeits­
                                                                                                            oder Stehzeiten. Wenn es nicht mehr Pflege­
                                                                                                            personal geben wird, wird es zu einer Überlas­
                                                                                                                                                                              OECD mahnt zu Reformen
       terbelichtet“. Es wird ein Lehrstuhl      plätze zu schaffen. Dazu gehört, dass man                  tung der Beschäftigten kommen bzw. wird das                                                                                   Karl Streicher, Vorsitzender ÖGB/ARGE-FGV für
                                                                                                                                                                                                                                            Gesundheits- und Sozialberufe Landesvorstand NÖ

                                                                                                                                                                             D
an jeder Medizinuni gefordert. Nur durch         sich überlegt, wie Menschen in einer älter                 Pflegepersonal gegen diese Folgen ankämp­                                as österreichische Gesundheitssystem
Arbeitsmedizin und betriebliche Gesund­          werdenden Gesellschaft arbeiten werden.                    fen müssen: schleichend höhere Anforderun­                               bekommt ein relativ gutes Zeugnis
heitsförderung könne man das Ziel der            Vorzeigeunternehmen planen hier vor und                    gen, Verdichtung der Arbeit, die notwendige                              ausgestellt, nach einer Beurteilung            an ihre Grenzen, wenn nicht wirklich refor­
„Strategie Europa 2020“ der Europäischen         schaffen neue Jobs für jene Beschäftige, die               Pflege ist immer seltener im vorgegebenen                         der OECD. Allerdings macht die Organisa­              miert wird. Die schon länger vorgesehene
Kommission, die Beschäftigungsquote der          kurz vor der Pensionierung stehen. Viele an­               Zeitrahmen möglich, aktuelle Personal­ und                        tion für wirtschaftliche Zusammenarbeit und           Reform in Österreich – mit einer besseren
55­ bis 64­jährigen bis 2020 auf 60% zu er­      dere Unternehmen bauen die Beschäftigten                   Qualifikationsschlüssel sind zunehmend un­                        Entwicklung auch Abstriche. Die Versorgung            Abstimmung des Gesundheits­Angebots und                         Minister Hundstorfer bedankte sich bei den
höhen, erreichen. Österreich ist mit aktuell     hingegen „rechtzeitig“ ab.                                 zureichend, Kompensation diverser Entwick­                        und der Zugang zu Gesundheitsleistungen               vor allem der Ausbau der Primärversorgung –                     Unternehmen „für's Mitmachen und für's Beibe-
46% davon weit entfernt. Wirtschaft und                                             Quelle: medianet.at     lungen durch das Pflegepersonal.                                  sind zwar gut, aber die Finanzierbarkeit stößt        wären dringend notwendig.                                       halten der Qualität“.
                                                                                                                              Quelle: Dorfmeister, Personalmanagement 2008                                                                                                       Quelle: Top-News                                Quelle und Foto: SIEBENINFO

                                                                                                                                                                             68. Jahrgang | Heft 1 | 2016                                                                                                                                                13
12
Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
Landesvorstand                                                                                               Gesund & Sozial                                                                                                                                                                   Service

 AKH Wien sichert sofortige und                                                                                                                                      Büchertipps                                                             Termine
 individuelle Betreuung zu Hause                                                                                                                                                                                                           1. Teamkongress in Wien
                                                             Karin Fehringer, MBA, AKH Wien
                                                                                                                                                                                                                                           19. April 2016 im UCI­Kinowelt Millenium­City, 1200 Wien

D
        er elektronisch geführte Entlassungs­   und technische Schnittstellen etabliert. Der                                                                                                                                               Anmeldung telefonisch unter 01­40409­70710 oder per Mail unter
        brief der Pflege im AKH Wien wird       Brief enthält alle relevanten Informationen                                                                                                                                                teamkongress@hg2.at.
        nun auch für die direkte und unmit­     für die Organisation der weiterführenden                                                                                                                                                   Weitere Informationen unter teamkongress.hg2.at
telbare Kommunikation mit dem Fonds So­         Pflege im häuslichen Umfeld und sichert so
ziales Wien (FSW) verwendet und damit eine      eine qualitativ hochwertige, durchgängige                                                                                                                                                  3. PGA Pflegekongress in Wien
durchgehende und optimale Betreuung nach        Versorgung.                                                                                                                                                                                21. und 22. April 2016 im UCI­Kinowelt Millenium­City, 1200 Wien
Entlassung aus der Spitalsbehandlung gesi­      Die Planung beginnt bereits einige Tage                                                                                                                                                    Anmeldung telefonisch unter 01­40409­70710 oder per Mail unter
chert.                                          vor dem vorgesehenen Entlassungstermin.                                                                                                                                                    pflegekongress@hg2.at.

                                                                                                                                                  Foto: AKH Wien
Für die Anbindung des FSW wurden die In­        Mittels Schnittstelle werden die eingege­                                                                                                                                                  Weitere Informationen unter pflegekongress.hg2.at
halte des Pflege­Entlassungsbriefes adaptiert   benen Daten an den FSW übermittelt und
                                                                                                                                                                   Christina Wehringer                 Thomas Kallab                       7. nationaler Schülerinnen-, Schüler und Studie-
                                                                                                                                                                   Das Gutachten zum                   Neuerungen im                       renden Pflegekongress in Wien
              3. PGA - PFLEGEKONGRESS                                                          dort – ebenso vollelektronisch – bestätigt.                         Pflegegeld                          Arbeitsrecht 2016                   20. April 2016 im UCI­Kinowelt Millenium­City, 1200 Wien
                                                                                               Im Krankenhausinformationssystem AKIM                               Wegbeschreibung zum Verfas­         188 S.; ÖGB­Verlag; E 19,90         Anmeldung telefonisch unter 01­40409­70710 oder per Mail unter
                   20. APRIL 2016                                                              integriert ist der Status der Kommunikation                         sen des perfekten Gutachtens        ISBN 978-3-99046-184-6              jugend@hg2.at. Weitere Informationen unter jugend.hg2.at
                                                                                               für jede Pflegeperson jederzeit direkt am Ar­                       160 S.; Manz­Verlag; E 34,–
                                                                                               beitsplatz einsehbar und transparent. Auch                          ISBN 978­3­214­09706­6              Das Buch bietet einen aktuel­       Studientag „Pflege in Bewegung”
                                                                                               auf kurzfristige Änderungen des geplanten                                                               len Überblick über die wesent­      Internationaler Tag der Pflegenden
                                                                                               Pflegebedarfs kann daher unmittelbar rea­                           Dieser Leitfaden behandelt alle     lichsten gesetzlichen Änderun­      12. Mai 2016 von 13.30 bis 17.00 Uhr in der Arbeiterkammer Linz,
                                                                                               giert werden. Zusätzliche telefonische Kom­                         wesentlichen Aspekte der ärzt­      gen zum Jahreswechsel wie die       Kongresssaal, Volksgartenstraße 40
                                                                                               munikation ist nur noch in Ausnahmefällen                           lichen und pflegerischen Un­        Einschränkung von All­in­Ver­       Info unter 0732­79 75 04 oder per Mail unter
                                                                                               notwendig.                                                          tersuchungen im Vorfeld einer       trägen, Konkurrenzklauseln und      mensch.arbeit.pflegepersonal@dieziöse­linz.at.
                                                                                               Durch die für alle Beteiligten jederzeit einseh­                    Pflegegeldeinstufung.               Ausbildungskostenrückerstat­        Anmeldung bitte bis 21. April 2016
                                                                                               bare Dokumentation werden Streuverluste                             Aus dem Inhalt:                     tung, das einklagbare Recht auf
                                                                                               durch fehlende Informationsweitergabe ver­                          • Das ärztliche Gutachten           einen Lohn­ bzw. Gehaltszettel,     Seminare der ÖGB/ARGE-FGV
                                                                                               mieden, was direkten Einfluss auf die Sicher­                       • Das pflegerische Gutachten        Kündigungsschutz nach einer         Gesundheitsförderung – ein neuer Weg – Grundkurs
                                                                                               heit der Patientinnen und Patienten hat. Dies                       • Funktionseinschränkungen,         Fehlgeburt und Karenzanspruch       27. bis 29. April 2016 im Seminar­ und Parkhotel Hirschwang
                                                                                               trägt zur Informationssicherheit für den FSW                           Pflegebedarf, Über­ und          für Pflegeeltern ohne Adoptions­    Burn Out
                                                                                               bei und die Pflegekräfte des AKH Wien profi­                           Unterschreitungsbedingungen      absicht uvm sowie über kürzlich     6. bis 8. Juni 2016 im Seminar­ und Parkhotel Hirschwang
                                                                                               tieren von der Standardisierung des Entlas­                            der einzelnen Pflegever­         ergangene Gerichtsentscheidun­      Führung leicht gemacht
                                                                                               sungsablaufes.                                                         richtungen, typische Zeitwerte   gen, welche insbesondere für        12. bis 14. September 2016 in der AK­Wien
                                                                                               Im Jahr 2015 wurden bereits 1.787 Patien­                           • Abgrenzungskriterien für die      Betriebsräte von Interesse sind.    Abgrenzen und Durchsetzen – erfolgreich Kommunizieren in
                                     ,                                                         tInnen­Entlassungsbriefe der Pflege für den                            Stufen 5, 6 und 7 verständlich   Darüber hinaus werden die ar­       Konflikten
                                  en
                            r I nn ende ,                                                      FSW freigegeben und insgesamt 2.857 Do­                                erklärt                          beitsrechtlich relevanten Ände­     14. bis 16. September 2016 in der AK­Wien
                          e        g en
                        hm tra
                 i l ne Vor Them n                                                             kumente versendet.                                                  • Funktionsbezogene Einschätz­      rungen in den sozialversiche­       Umgang mit Sprech- und Sprachstörungen von Patienten
               e ale te                hre
             0T
          80 ation lichs gebü te                                                                                                                                      ung bei Kindern und Jugend.      rungsrechtlichen Werten, wie zB     mit neurologischen Erkrankungen
           ern       ie d
        int ersch ongr dien
                           es   s   ste                                                                   nformation                                                 lichen ab dem vollendeten        Geringfügigkeitsgrenze, Höchst­     21. bis 23. September 2016 im Seminar­ und Parkhotel Hirschwang
            t        K       e
         un ine AV-B                                                                            Aus Platzgründen mussten wir einige                                   15. Lebensjahr                   beitragsgrundlage usw. erläutert    Sterbe- und Trauerbegleitung
            ke ür K                                                                                                                                                • Zahlreiche Beispiele für Funk­    und übersichtlich dargestellt.      10. bis 12. Oktober 2016 im Seminar­ und Parkhotel Hirschwang
                f                                                                               Artikel kürzen. Die vollständigen Berichte,
                                                                                                aktuelle Informationen, Termine und Schu­                             tionseinschränkungen, Behinde­   Enthalten sind auch Verweise        Gesundheitsförderung – ein neuer Weg – Aufbaukurs
                                                                                                lungsangebote finden Sie auf                                          rungen und Pflegesituationen     auf weiterführende Information      12. bis 14. Oktobel 2016 im Seminar­ und Parkhotel Hirschwang
                                                                                                                          www.fgv.at                               • Diagnosebezogene Mindestein­      zu den einzelnen Themen sowie
                                                                                                                                                                      stufung                          ein erweitertes e­book inside mit   Da das Angebot kontinuierlich erweitert wird, bitte auch unsere
     Anmeldung:                                 Wo:
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     Online: pflegekongress.hg2.at              1200 WIEN                                                                                                             Pflegegeldstufen                                                              GÖD         eya.preining@goed.at
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     Sie unter pflegekongress.hg2.at                        Buslinien 5A und 11A                                                                                                                                                                    GPA­djp     gabriele.wiesinger@gpa­djp.at
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                                                                                                                                                                                              www.fgv.at

                                                                                                                                                                   68. Jahrgang | Heft 1 | 2016
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Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV Veilchen Nicht jedes - &Gesund - ARGE- FGV
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