WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...

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WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN
HANDYS?!
10. Kommunikationsforum Mobilfunk
Berlin, 28. November 2013
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
mit jedem Gerät wächst
    das Problem

    Seitdem vor 30 Jahren mit dem damals        zur Nutzung überlassen, andere werden
    4.000 US-Dollar teuren Motorola             weiterverkauft, gespendet oder in den
    Dynatac 8000 das weltweit erste Mobil-      Recyclinghöfen abgegeben. Und trotz
    funkgerät vorgestellt wurde, ist viel       Verbotes landet ein Teil der Handys
    passiert. Mittlerweile sind Handys aus      immer noch im Hausmüll – wodurch
    dem Alltag nicht mehr wegzudenken.          gefährliche Schadstoffe in die Umwelt
    90 Prozent der privaten Haushalte in        gelangen und wertvolle Rohstoffe dem
    Deutschland besaßen Anfang 2012             Ressourcenkreislauf endgültig verloren
    mindestens ein Handy (Quelle: Statis-       gehen.
    tisches Bundesamt 2013) und jedes Jahr
    werden hierzulande mehr als 30 Mi0.         Um zu diskutieren, wie Verbraucher
    Mobiltelefone neu gekauft (Quelle:          mit ihren Althandys verfahren und was
    BITKOM 2014).                               sich künftig ändern sollte, hat das In-
                                                formationszentrum Mobilfunk (IZMF)
    Mit jedem neuen Gerät aber wächst auch      in Kooperation mit dem Institute for
    der Berg aussortierter Handys. Einfach      Advanced Sustainability Studies
    wegschmeißen geht nicht. Denn alte IT-      Potsdam (IASS) das jährlich stattfinden-
    Geräte dürfen nicht über den normalen       de Kommunikationsforum Mobilfunk
    Müll entsorgt werden. Also aufbewah-        dem Thema des nachhaltigen Um-
    ren, weiternutzen oder recyceln? Die        gangs mit gebrauchten Handys gewid-
    Verbraucher haben verschiedene Mög-         met. Auf dem Fachworkshop „Was tun
    lichkeiten. Die meisten lassen ihr Alt-     mit gebrauchten Handys?!“ kamen am
    gerät in der Schublade verschwinden –       28. November 2013 zahlreiche Experten
    und mit ihnen die darin enthaltenen         aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft
    wertvollen Rohstoffe. Die Gesamtzahl        und Nichtregierungsorganisationen
    der „Schubladenhandys“ wird mittler-        zusammen.
    weile auf über 100 Mio. geschätzt
    (Quelle: BITKOM 2014). Ein weiterer
    Teil der Althandys wird Familienmit-
    gliedern, Freunden und Bekannten

     Über das IZMF
     Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und
     Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommu-
     nikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunk-
     netzbetreibern gegründet wurde. Er infor-
     miert unter anderem über gesundheitliche,
     rechtliche und gesellschaftliche Themen
     mobiler Kommunikation sowie über As-
     pekte der ökologischen Nachhaltigkeit im
     Mobilfunk.

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WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
Programm

Zeit         Thema                                           Wer

10:00        Begrüßung und Einführung                        Karsten Menzel,
                                                             Vorstandsvorsitzender IZMF

10:10        Vortrag:                                        Herbert Köpnick,
             Gebrauchte Handys – Ein Schatz ... für wen?     LMR a.D. des StMUG Bayern
             Zum Stand der nachhaltigen Nutzung und
             Entsorgung von Mobilfunkkleingeräten

10:40        Impuls:                                         Dagmar Wiebusch,
             Entsorgung – Weiternutzung – Aufbewahrung:      Geschäftsführerin IZMF
             Gibt es einen Königsweg im Umgang mit alten
             Handys?

10:50        Dialogrunde:                                    Frank Claus, IKU &
             Fakten, Fragen und Motive zum Umgang mit        Britta Bookhagen, IASS
             alten Handys

12:30        Mittagspause

13:30        Arbeitsteams:                                   Alle
             Diskussion von offenen Fragen, Motiven und
             Handlungsperspektiven (Themenauswahl aus
             der strukturierten Sammlung)

15:00        Kaffeepause

15:20        Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsteams    Alle
             und Diskussion von Schlussfolgerungen
             (Arbeitsergebnisse als Dossier)

16:20        Abschluss                                       Dagmar Wiebusch,
                                                             Geschäftsführerin IZMF

16:30        Ende der Veranstaltung

 Über das IASS
 Das 2009 in Potsdam gegründete Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS)
 ist zugleich eine international vernetzte Forschungseinrichtung und ein transdisziplinär
 arbeitender Thinktank. Ziel des mit öffentlichen Mitteln geförderten Institutes ist es,
 Entwicklungspfade für die globale Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft
 aufzuweisen und interaktiv den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
 zu fördern.

 Forschungsgebiete sind die globale Nachhaltigkeitspolitik,
 innovative Technologien für die Energieversorgung der Zu-
 kunft, die nachhaltige Nutzung von Ressourcen wie Ozeane,
 Böden oder Rohstoffe sowie die Herausforderungen für un-
 ser Erdsystem durch Klimawandel und Luftverschmutzung.

                                                                                            3
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Gebrauchte Handys –
                            Ein Schatz … Für wen?

                            Keynote Herbert Köpnick, LMR a. D.
                            „In unserer Infrastruktur lagert ein                        rialbeamte forderte deshalb, intelligente
                            Rohstoffschatz von ungeheurer Größe“,                       und wirkungsvolle Sammelsysteme
                            benannte Herbert Köpnick in seinem                          speziell für Handys einzuführen. Er
                            Vortrag die Herausforderung einer zeit-                     beleuchtete beispielhafte Sammelaktio-
                            gemäßen Kreislaufwirtschaft. Handys                         nen in Deutschland und Österreich. Ein
                            seien hierbei nur die Spitze des Eis-                       großes Problem: Die meisten sind nicht
                            bergs. Eine Spitze jedoch, die es in sich                   kostendeckend. Einzige Ausnahme war
                            hat, denn in Handys lagern auf engstem                      bislang lediglich die bayerische Sam-
                            Raum sehr viele knappe und teure Roh-                       melaktion „Handy, Laptop & Co. clever
„Das Handy ist              stoffe – Ressourcen, die Deutschland                        entsorgen“ im Jahr 2012. Bewährt habe
                            als ein an Primärrohstoffen armes Land                      sich, die Handys dort einzusammeln,
das Filetstück des          dringend benötigt. Wie aber lässt sich                      wo die Menschen ohnehin hingingen,
Elektroschrotts.“           dieser „heimische Rohstoffschatz“ he-                       zum Beispiel in Schulen, Behörden oder
                            ben? Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz,                      großen Unternehmen. Begleitet werden
Herbert Köpnick, LMR a.D.   das den Vorrang der Wiederverwendung                        müssten diese Sammlungen von groß
                            vor dem Recycling festschreibt, forderte                    angelegten Informationskampagnen.
                            Köpnick, noch funktionstüchtige Han-
                            dys zu verkaufen oder zu verschenken.                       „Notwendig ist eine breite Bewusst-
                            Die übrigen Geräte müssten gesammelt                        seinsbildung bei Produzenten und
                            und recycelt werden. Denn sie stellen                       Konsumenten über die notwendige
                            nicht für ihre Besitzer, wohl aber für die                  Rohstoffwende“, sagte Köpnick und
                            Volkswirtschaft einen Schatz dar.                           forderte ergänzend neue Geschäfts-
                                                                                        modelle der Hersteller und Vertreiber
                            Bislang geschieht das aber noch viel                        mit einer zyklischen Produktverant-
                            zu wenig. „Weniger als 20 Prozent der                       wortung nach dem Cradle-to-Cradle-
                            Althandys gelangen ins Recycling“, kriti-                   Prinzip.
                            sierte Köpnick. Der ehemalige Ministe-

                               Die Masse macht’s –                                                                   Rohstoffe
                               Rohstoffe in deutschen                           Kupfer 876 t                        in rund 100
                                                                                                                     Millionen
                               „Schubladenhandys“                                       Kobalt 382 t
                                                                                                                    Schubladen-
                                                                                                                       handys

                                                                                                Silber 26 t
                                                                                                        Gold 2,4 t
                                                                                                              Palladium 0,8 t

                               t = Tonne

                            Quelle: BMBF: Die Rohstoff-Expedition (2012), Zahlen aktualisiert von IZMF (2014)

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WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
Entsorgung – Weiternutzung –
Aufbewahrung: Gibt es einen
Königsweg?

Impulsvortrag Dagmar Wiebusch, IZMF
„Die vielen Schubladenhandys in                                            „Die Gruppe derjenigen, die sich bislang
Deutschland sind nicht zuletzt Ergeb-                                      durch Sammelsysteme und -aktionen
nis von mangelnder Transparenz bei                                         angesprochen fühlten, ist einfach zu
der Entsorgung“, lautete die Kernthese                                     klein“, sagte Wiebusch. Zwar wachse bei
von IZMF-Geschäftsführerin Dagmar                                          den Verbrauchern und in der Informa-
Wiebusch. Laut einer repräsentativen                                       tions- und Kommunikationstechnolo-
Umfrage, die das Institut für Markt-                                       giebranche das Bewusstsein für Nach-
Umwelt-Gesellschaft (imug) im Herbst                                       haltigkeit. Das Fairphone sei einer der
2013 im Auftrag des IZMF erstellt hat,                                     Indikatoren dafür. „Der Weg zu einem
heben 38 Prozent der Handynutzer ihr                                       tatsächlich nachhaltigen Umgang mit                                           „Der Weg zum nach-
zuletzt genutztes Altgerät noch auf. Die                                   Handys ist aber noch weit.“ Was muss
große Mehrheit hüte sogar mindestens                                       getan werden, um schneller voran-
                                                                                                                                                            haltigen Umgang
zwei Althandys. Vor allem täten sie dies,                                  zukommen, fragte Wiebusch angesichts                                           mit Handys ist noch
erläuterte Wiebusch, weil sie für den                                      dieser Erkenntnisse die Teilnehmer des
Notfall Ersatz haben wollten.                                              10. Kommunikationsforums Mobilfunk.
                                                                                                                                                                        weit.“
                                                                           Sind wir schon auf einem guten Weg                                               Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin IZMF

Für genauso viele sei aber Intranspa-                                      und brauchen nur mehr der bisherigen
renz bei der Datenlöschung und den                                         Aktivitäten? Oder müssen statt der Ver-
Entsorgungswegen ein wichtiges Motiv                                       braucher auch andere Verantwortliche
für die Aufbewahrung. Und schließlich                                      stärker in den Blick genommen werden?
sorgte bei vielen die Unwissenheit über                                    Und was muss getan werden, um die re-
Abgabemöglichkeiten dafür, dass die                                        levanten Akteure zur Zusammenarbeit
Geräte einfach zu Hause liegen blieben.                                    zu gewinnen?

   Motive der Handynutzer in Deutschland für die Auf bewahrung ihres alten Mobiltelefons
   Inwieweit treffen die Gründe, warum alte Geräte aufbewahrt werden, für Sie persönlich zu? (Angaben in Prozent)

                                              weil ich für den Notfall Ersatz haben will                                                 63   63 % Ersatz
              weil ich das Handy einem Familienmitglied/ Freund/ Bekannten
                                                                                                                               43
                                       zur Weiternutzung überlassen möchte
           weil mir die Datensicherung/-löschung nicht transparent genug ist                                              34
   weil ich nicht weiß, was die Anbieter von Sammelstellen (Umweltverbände,
                                                                                                                         28
                                                                                                                                    62 % Intransparenz
        Netzbetreiber oder Kommunen) mit eingesammelten Geräten machen
                 weil mir die Abgabe bei einer Sammelstelle zu umständlich ist                                      23

        weil ich nicht weiß, wo man die Geräte abgeben bzw. entsorgen kann                                          21
                                                                                                                               44 % Unwissen
                            weil ich mir den Verkauf des Handys offen halten will                                 18
                                              nichts davon/weiß nicht/keine Angabe                         8
                                                                                                    0          20         40        60        80   100
   n = 314
   Handybesitzer, die ihr zuletzt genutztes Mobiltelefon aufbewahren (Teilstichprobe)/Mehrfachnennungen möglich

Quelle: Informationszentrum Mobilfunk (2013): Verbraucherumfrage zum Umgang mit gebrauchten Handys

                                                                                                                                                                                                 5
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
„Detektivische“ Spuren-
                                           suche – Spannung durch
                                           eine auSSergewöhnliche
                                           Arbeitsform
                                           „Willkommen im Detektivbüro Clue.              Motive zum Umgang mit alten Handys“
                                           Wir werden Sie, liebe Teilnehmerinnen          präsentierten sie Rechercheergebnisse,
                                           und Teilnehmer des 10. Kommunikati-            die IZMF und IASS im Vorfeld der
                                           onsforums Mobilfunk, auf unserer Spu-          Veranstaltung zu den Themen Rohstoff-
                                           rensuche in Sachen richtiger Umgang            einsatz, Wiederverkauf, Recycling und
                                           mit gebrauchten Handys als Zeugen be-          Nutzung/Abgabe zusammengetragen
                                           fragen.“ So eröffneten die Moderatoren         hatten. Diese Erkenntnisse wurden nun
                                           Frank Claus und Ann-Kathrin Kühr so-           mithilfe des Fachwissens der Anwesen-
                                           wie Britta Bookhagen vom IASS am Vor-          den ergänzt und vom „Detektivteam“ am
                                           mittag die erste Dialogrunde des Tages.        Ende der Veranstaltung allen Teilneh-
                                           In der Rolle von „Detektiven“ und unter        mern in Form einer elektronischen
                                           der Überschrift „Fakten, Fragen und            „Akte“ überreicht.

                                             Fahndungsbogen
                                             Rohstoffeinsatz                              Recycling
                                             ●● W elchen theoretischen bzw.              ●● Welche Verwertungsarten (stofflich/
                                                 praktischen Beitrag bringen Handys           thermisch) werden zurzeit in
                                                 zur Rohstoff-Rückgewinnung?                  welchem Umfang für Handys
                                             ●● Welche Bedeutung hat das Handyre-            verwendet?
                                                 cycling für die Rohstoffgewinnung im     ●● Welche Kosten oder Erlöse fallen
                                                 Vergleich zu anderen Elektro(nik)-Ge-        beim Recycling an?‌
                                                 räten wie z. B. Kameras, Monitoren,
                                                 mp3-Playern? Wie viel steckt wo drin?    Nutzung/Abgabe
                                             ●● Was bringt wie viel für den optimier-    ●● W ie lange wird ein Handy in
                                                 ten Rohstoffeinsatz?                         Deutschland durchschnittlich von
                                                 – Nutzungsdauer verlängern (Wel-            seinem ersten Besitzer genutzt?
                                                    chen Beitrag brächte eine Nutzung     ●● Was machen Handybesitzer mit
                                                    über 2,5 statt über 1,5 Jahre) bzw.       ihren gebrauchten Handys?
Über sachdienliche Hinweise freuten
sich die „Detektive“ Frank Claus, Britta            Weiternutzung (ReUse) optimieren          – Wie viele landen im Müll?
Bookhagen und Ann-Kathrin Kühr (v.l.).
                                                 – Recycling optimieren (Quote               – Wie viele lagern in Schubladen?
                                                    erhöhen/Methoden verbessern)              – Wie viele gebrauchte Handys
                                                                                                 werden in Deutschland gesammelt?
                                             Wiederverkauf                                ●● Wieso bewahren Verbraucher
                                             ●● I n welchem Umfang findet kommer-            gebrauchte Handys auf?
                                                 zielle Weiternutzung statt und wer
                                                 verdient daran?
                                             ●● Wohin gelangen kommerziell wei-
                                                 tergenutzte Handys (ReUse)? Gibt
                                                 es eine Garantie, dass mit diesen
                                                 Geräten keine illegale Verschrottung
                                                 in Afrika/Asien erfolgt?

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WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
Handyrecycling spielt für die
Rohstoffrückgewinnung eine                                   Aus welchen Rohstoffen besteht ein Mobiltelefon?
zentrale Rolle
„Können Sie uns die harten Fakten
nennen, wie es in Deutschland mit der                                                                                   15 % Kupfer
Rohstoffrückgewinnung aus Handys
aussieht?“, wurde Prof. Dr. Ulrich Teipel
von der Technischen Hochschule in

                                                                      56 % 25   %
Nürnberg als erster „Zeuge“ gefragt.
                                                                                                                            3 % Eisen
Er erläuterte, dass die Edelmetalle
                                                                           Metall
Gold, Silber, Kupfer und Palladium                                    Kunststoff                                           3 % Aluminium
beim Recycling zurückgewonnen                                                                                              2 % Nickel
werden. Auch die Rückgewinnung
anderer Metalle und sogenannter                                                                16 %                        1 % Zinn
                                                                                                                          1 % Andere, z. B. ∙ Gold
                                                                                                                                            ∙ Silber
Seltener Erden sei technisch zum                                                                                                            ∙ Palladium
Teil inzwischen möglich, bislang                                                                       Glas und                             ∙ Kobalt
                                                                                                                                            ∙ Tantal
aber nicht wirtschaftlich. Welche                                             Sonstiges   3%           Keramik
Rohstoffmengen aus Handys tatsächlich
zurückgewonnen werden, konnte er
nicht genau sagen, da für Deutschland                      Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und
insgesamt, so wurde in der Diskussion                      Reaktorsicherheit (BMUB): Umwelt im Unterricht (2012)
deutlich, keine genauen Daten
vorliegen.
                                                           Dr. Christian Hagelüken von der
                                                           Umicore AG erläuterte, dass man das
                                                           theoretische Recyclingpotenzial aus
    Fakten zum Handyrecycling:                             dem weltweiten Handyverkauf her-
    ●● B is zu 80 Prozent des Gewichts eines              leiten könne. In den jährlich weltweit
        Handys kann stofflich zurückgewon-                 verkauften rund 1,8 Milliarden Handys
        nen und thermisch verwertet werden.                stecken mehr als 280 Tonnen Silber,
    ●● Wirtschaftlich relevant für das Re-                25 Tonnen Gold, 10 Tonnen Palladium
        cycling sind bislang vor allem Gold,               und rund 16.000 Tonnen Kupfer. Da
        Silber, Platin, Palladium und Kupfer.              aber die tatsächliche Recyclingquote bei
    ●● Erlöse für den Entsorger aus 1 Kilo-               unter fünf Prozent liegt, ist die faktische
        gramm Althandys: 9 bis 14 Euro (zum                Rohstoffrückgewinnung bislang nur
        Vergleich: 1 Kilogramm Laptops ca. 3               gering. Die Zahlen zeigten, so Hagelü-
        Euro).                                             kens Einschätzung, wie wichtig es sei,
    ●● Recyclingeingangstechniken sind                    dem Sammeln alter Handys viel größere
        Schreddern und Einschmelzen, häufig                Aufmerksamkeit zu widmen.
        in Kombination.
    ●● Nur separat gesammelte Handys kön-                 Dass Recycling in jedem Fall Not tut,
        nen in einer der wenigen integrierten              darin waren sich die Teilnehmer des
        Metallhütten in Europa recycelt wer-               Kommunikationsforums einig – auch
        den. Durch dieses Verfahren werden                 wenn es im Hinblick auf die ganz ge-
        bis zu 17 Metalle zurückgewonnen.                  nauen Zahlen zum theoretischen sowie
                                                           praktischen Beitrag der Handys zur Roh-
Quelle: Faktensammlung IASS/IZMF,
                                                           stoffrückgewinnung noch offene Fragen
Stand November 20131
                                                           und weiteren Informationsbedarf gibt.
                                                           Eine zentrale Erkenntnis brachte Köp-
                                                           nick auf den Punkt: „Das Handy ist das
Alle Angaben beruhen auf dem Stand des Wissens von November 2013. Danach veröffentlichte Untersuchungen und
1

Forschungserkenntnisse, die ggf. zu anderen Ergebnissen kommen, werden nicht berücksichtigt.
                                                                                                                                                          7
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
Filetstück des Elektroschrotts. Ich kenne
    kein anderes Gerät, dass auf so klei-                       Zweitmarkt gebrauchter
    nem Raum so viele wichtige Rohstoffe                        Mobiltelefone:
    anhäuft.“                                                   ●● Der Markt für gebrauchte Handys ist
                                                                    intransparent:
    Und Hagelüken ergänzte: „Handys be-                             – Für die über Verkaufsportale
    sitzen den Vorteil, eine hohe Wertdichte                           verkauften Altgeräte liegen keine
    mit einer hohen Stückzahl zu kombi-                                Zahlen vor.
    nieren.“ Als ein wesentliches Hindernis                         – Ca. 10 Prozent der von Umwelt-
    für die Erhöhung der Recyclingquote be-                            verbänden, Netzbetreibern
    nannte Dr. Henning Friege, Dozent und                              oder kommunalen Sammelstellen
    Berater für Nachhaltigkeitsstrategien,                             gesammelten Althandys werden
    die Konstruktionsweise vieler Handys.                              wieder aufgearbeitet (refurbished)
    Frieges Forderung: „Die Hersteller müs-                            und weiterverkauft.
    sen recyclingfreundlicher produzieren.“                     ●● Die Aufarbeitung der Althandys er-
                                                                    folgt größtenteils in Deutschland.
    Der Verbleib weiterverkaufter                               ●● Der Export erfolgt innerhalb Europas,
    Althandys ist häufig nicht                                      z. T. auch nach Asien und Afrika.
    bekannt                                                     ●● Nach Schätzungen der Gesellschaft
    Große Wissenslücken wurden für den                              für Internationale Zusammenarbeit
    Verbleib der weiterverkauften Handys                            (GIZ) werden ca. 124.000Tonnen
    konstatiert. „Es gibt keine veröffent-                          Elektroschrott als Gebrauchtware
    lichten Angaben, was genau mit den                              deklariert und illegal exportiert.
    Handys aus Verkaufsportalen passiert“,
    sagte Bookhagen. Die Verkaufswege                          Quelle: Faktensammlung IASS/IZMF,
    seien sehr intransparent. Ebenso schwie-                   Stand November 20132
    rig sieht Karl Christoph Brellinger vom
    VERE e. V. die Lage: „Ein nicht unerheb-                   der Nutzungsdauer zwar nur bei ein
    licher Teil der Altgeräte landet in Kanä-                  bis zwei Euro. In Afrika sei das aber
    len, die wir nicht kontrollieren können.                   ein ökonomisch hoher Anreiz für das
    Hier brauchen wir dringend Regelun-                        Recycling.
    gen.“ Philip Heldt von der Verbraucher-
    zentrale Nordrhein-Westfalen bestätigte                    Dem widersprach Ernst Fischer vom
    diesen Eindruck: „Die Unternehmen,                         Ingenieurbüro für nachhaltige Entwick-
    die die Althandys aufkaufen, um sie                        lung Eficom e. K., da der Verkauf von
    dann weiterzuverkaufen, mauern.“ Des-                      Re-Use-Handys ins Ausland geschlosse-
    halb könne man aktuell nur schätzen,                       ne Rohstoffkreisläufe verhindere. „Ein
    was mit den Handys geschehe. Heldt                         Kreislauf wäre es erst dann, wenn für
    vermutete, dass das Gros der funktions-                    jede Tonne, die nach Afrika exportiert
    fähigen Handys, die bei Verkaufsplatt-                     wird, auch eine Tonne aus Afrika zu-
    formen landen, nach Afrika oder Asien                      rückgeführt würde“, pflichtete ihm
    weiterverkauft wird.                                       der Vorstandsvorsitzende des IZMF,
                                                               Dr. Karsten Menzel, bei.
    Ob dies positiv oder negativ zu bewerten
    ist, war unter den Forumsteilnehmern                       Zuverlässige Datenlöschung gibt
    umstritten. Wenn die Handys in Afrika                      es nicht zum Nulltarif
    genutzt würden, so der Vertreter der                       Eine weitere Herausforderung sowohl
    Verbraucherzentrale, spare das Roh-                        für die Wiederverwendung als auch für
    stoffe. Zudem liege der durchschnittli-                    das Recycling gebrauchter Handys ist
    che Rohstoffwert der Geräte am Ende                        der Datenschutz. Beim Verbraucher
    Alle Angaben beruhen auf dem Stand des Wissens von November 2013. Danach veröffentlichte Untersuchungen und
    2

    Forschungserkenntnisse, die ggf. zu anderen Ergebnissen kommen, werden nicht berücksichtigt.
8
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
herrscht große Unsicherheit, ob         Köpnicks These vom Handy als dem
seine Daten vor Wiederverkauf           „Filetstück des Elektroschrotts“ bestätig-
oder Recyceln zuverlässig gelöscht      ten die ökonomischen Kennziffern, die
werden.                                 Bookhagen vorstellte. Die Erlöse sind
                                        allerdings stark von den Metallpreisen
Etwa ein Drittel der Handynutzer        für Gold und Kupfer abhängig. Darauf
bewahrt sein altes Gerät auf, weil er   verwies Hagelüken: „Gold und Kupfer
der Datenlöschung nicht vertraut        machen den Großteil des Erlöses aus,
(IZMF-Handystudie, 2013). Dass          hinzu kommen noch Erträge aus dem
eine zuverlässige, transparente         Verkauf von Silber und Palladium“, er-
Datenlöschung nicht zum Nulltarif       läuterte der Recyclingfachmann. Zurzeit
zu haben ist, machte Rolf Höltig,       liege der Gewinn bei 80 bis 90 Cent pro
Recycler bei der ELPRO Elektronik-      Handy. „Wenn bei diesen Rohstoffen die
Produkt Recycling GmbH, deutlich.       Preise fallen, schmilzt auch der gewinn-
Er verwies auf ein Versuchsprojekt      bare Nettowert.“ Weitere im Handy ent-
der Universität Wien, bei dem           haltene Metalle wie Zinn, Nickel, Kobalt
die Kosten der Datenlöschung bei        und Antimon könne man bei Umicore
durchschnittlich 8 Euro pro Handy       zwar auch recyceln. Das bringe gegen-
und damit weit über dem erzielba-       wärtig jedoch nur ökologisch, nicht aber
ren Erlös für die darin enthaltenen     ökonomisch etwas.
Rohstoffe lagen.
                                        Ohnehin sei die Gewinnspanne nicht
Recyclingerlöse sind von                sehr groß, erklärte Hagelüken. So
Weltmarktpreisen für Metalle            sei das Sammeln der Altgeräte sehr
abhängig                                personal- und damit kostenintensiv,
„Bei uns landen mittlerweile fast       es sei denn, der Kunde würde über
100 Prozent der Recyclinghandys         geeignete Geschäftsmodelle, wie zum
in der Verhüttung“, erläuterte Fi-      Beispiel Leasing oder Pfand, eingebun-
scher. Nur ein geringer Prozentsatz     den werden und lieferte sein Handy
werde vorab zerkleinert. Hagelüken      direkt bei einer Sammelstelle ab. Auch
bestätigte, dass das Einschmelzen,      das umweltgerechte Recycling selbst
gefolgt von aufwändigen metallurgi-     verursache hohe Kosten. Da Lohn- und
schen Trennverfahren in modernen        Umweltschutzkosten beim Export von
integrierten Metallhütten – nach        Elektroschrott nicht anfielen, würden
einem intensiven Lernprozess der        trotz der Erlösmöglichkeiten durch Re-
Branche in den vergangenen Jahren       cycling viele Altgeräte als Elektroschrott
– inzwischen zum Standardverfah-        exportiert.
ren zur Rohstoffrückgewinnung
aus Mobilfunkgeräten geworden           Zu viele alte Mobiltelefone
sei. Allerdings, ergänzte Hagelü-       landen im Müll
ken, gelte das nur für sortenreine      Obwohl es seit 2005 gesetzlich verboten
Sammlungen. „Bei den Handys, die        ist, Elektro- und Elektronikkleingeräte in
ungetrennt von anderem Elektro-         den Müll zu werfen, werden Handys im-
schrott geliefert werden, lohnt sich    mer wieder mit dem Hausmüll entsorgt.
meist das Sortieren nicht. Dann         Der letzte Teil der Dialogrunde befasste
wird geschreddert.“ Hierbei gingen      sich damit und versuchte zu klären, wie
Rohstoffe verloren, warnte der          viele Mobilfunkgeräte im Hausmüll
Experte. Deshalb sei es sehr wichtig,   landen – wo sie dem Rohstoffkreislauf
dass Handys getrennt gesammelt          unwiederbringlich verloren gehen.
würden.

                                                                                     9
WAS TUN MIT GEBRAUCHTEN HANDYS?! - Kommunikationsforum Mobilfunk Berlin, 28. November 2013 - Informationszentrum ...
Den Erkenntnissen der IZMF-Handy-            mangelnde Bekanntheit der Sammelstel-
     umfrage zufolge haben 3 Prozent der          len sei aber vermutlich ein wesentlicher
     Handynutzer ihr letztes Gerät in den         Grund für die zurückhaltende Beteili-
     Müll geworfen. Köpnick dagegen hatte         gung der Verbraucher. Diese Kritik griff
     andere Zahlen parat: „Die Untersu-           Friege auf und forderte, Handysamm-
     chung des bifa Umweltinstitutes von 18       lungen deutschlandweit einheitlich zu
     Müllverbrennungsanlagen in Bayern            organisieren. „Außerdem brauchen wir
     hat gezeigt, dass rund 20Prozent der         mehr Kommunikation wie in Skan-
     Handys im Müll landen.“ Zu ähnlichen         dinavien, Belgien oder der Schweiz“,
     Ergebnissen ist auch eine Untersuchung       so Friege. Die Leute seien einfach oft
     der Technischen Universität Berlin           ratlos und ungenügend informiert. Der
     gekommen. Ob 3 oder 20 Prozent –             gegenwär-tige Umgang mit gebrauchten
     Einigkeit herrschte, dass das viel zu viel   Handys und Smartphones sei aber auch
     ist. Denn im Klartext bedeuten diese         Spie-gelbild der Konsumanreize, merkte
     Zahlen: Im Müll landen mindestens so         ein Teilnehmer an. Die Werbung übe
     viele Geräte wie Umweltverbände pro          einen großen Druck aus, sich stets das
     Jahr einsammeln – wenn nicht sogar           neues-te Modell zu kaufen.
     viel mehr.
                                                  Für wirkungsvolles Handeln
                                                  fehlen noch wichtige Erkenntnisse
                                                  „Die Datenlage konnte durch die
      Weiterverkauf von Handys:                   Zeugenaussagen verbessert werden,
      ●● C a. 25 Prozent der Handynutzer         sie ist aber immer noch unvollständig“,
          planen, ihr gebrauchtes Gerät zu        beendeten die „Detektive“ Claus, Kühr
          verkaufen.                              und Bookhagen den Vormittag und
      ●● Nur wenige Handynutzer kaufen ein       schlossen die Detektei Clue. Ob Zahlen
          gebrauchtes Handy.                      zum derzeitigen Beitrag der Handys zur
      ●● Große Unsicherheiten herrschen in       Rückgewinnung von Rohstoffen oder
          Bezug auf die zuverlässige Datensi-     Informationen zum Verbleib der Geräte
          cherung und -löschung.                  nach ihrem Weiterverkauf über Portale
      ●● Ca. 30 Prozent derjenigen, die ein      im Internet, ob das Verbraucherver-
          altes Handy aufbewahren, finden den     halten oder die Frage nach dem besten
          Datenschutz beim Wiederverkauf und      Ansatz für Handysammlungen – die
          Recycling nicht transparent genug.      Befragung der Forumsteilnehmer hat
                                                  gezeigt, dass auch den Fachleuten an
     Quelle: IZMF-Umfrage 2013                    vielen Stellen noch wichtige Erkennt-
                                                  nisse fehlen.
     Der Verbraucher ist ratlos
      „Wir würden gerne viel mehr gebrauch-
     te Handys zurücknehmen – im Moment
     bekommen wir auf jeden Fall zu wenig“,
     betonte Cornelia Szyszkowitz von der
     Deutschen Telekom, die seit dem Jahr
     2003 gemeinsam mit der Deutschen
     Umwelthilfe eine Althandy-Kampagne
     durchführt. Wiebusch verwies darauf,
     dass es zwar eine Vielzahl von Han-
     dysammlungen und sonstigen Abga-
     bemöglichkeiten gebe. Die Unüber-
     sichtlichkeit der Sammlungen und die

10
Motive und Handlungs-
ansätze der Marktteilnehmer

„Nun werden Sie selbst als Ermittler       vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit
tätig“, eröffnete Moderator Claus den      Technikdialog verwies auf die Automo-
zweiten Teil des Kommunikationsfo-         bilbranche. So könne die Werbung für
rums. Nach der Analyse der Datenlage       Jahreswagen für die Vermarktung von
am Vormittag drehte sich am Nach-          hochwertigen gebrauchten Smartpho-
mittag alles um die Frage: Wer tut         nes inspirierend sein. Diese sei preis-,
was beim Umgang mit gebrauchten            aber auch qualitätsbewusst. „Darauf
Mobiltelefonen – und warum? Die Teil-      können wir aufbauen. Das ist vielen
nehmer konnten wählen, mit welcher         Verbrauchern schon vertraut“, so der
beteiligten Akteursgruppe sie sich aus-    PR-Experte. Andere diskutierten, ob die
einandersetzen wollten. Zur Auswahl        beim Autokauf inzwischen selbstver-
standen die Hersteller, die Verbraucher,   ständlichen Leasing-Modelle auch auf
die Entsorger und Wiederverkäufer,         den Handymarkt übertragbar wären.
Handel und Netzbetreiber sowie der
Staat. Einzige Voraussetzung bei der       Kreislaufwirtschaft als übergreifen-
Auswahl der Arbeitsgruppe: Niemand         der Handlungsansatz
durfte die Gruppe wählen, der er im        Köpnick brachte noch einmal die Vision
realen Leben angehört. Die Aufgabe:        einer vollständigen Kreislaufwirtschaft
jedes Team sollte die Motive „seiner“      ins Gespräch. Danach müssten die Mo-
Akteursgruppe beschreiben und daraus       bilfunkgeräte nach Ende der Nutzungs-
Handlungsansätze für diese Gruppe          dauer zurück an die Hersteller gehen,
ableiten.                                  damit sie daraus die Rohstoffe zurück-
                                           gewinnen. Dann müsste nur noch ein
                                           sehr geringer Anteil an Rohstoffen neu
                                           hinzugekauft werden – was möglicher-
 Arbeitsteams wurden zu                    weise durch die Effizienzfortschritte bei
 Ermittlerteams:                           der Produktion sogar überflüssig werden
 Analog zum Lebenszyklus eines             könnte. „Die Idealvorstellung ist, dass
 Mobiltelefons wurden die wesentlichen     die Hersteller künftig einmal Rohstoffe
 Akteure identifiziert:                    einkaufen müssen und dann nie wieder“,
                                           sagte Köpnick.
 ●●   Hersteller
 ●●   Verbraucher                          Diese Vorstellung löste eine lebhafte
 ●●   Entsorger und Wiederverkäufer        Kontroverse aus. Einige Teilnehmer
 ●●   Handel und Netzbetreiber             zweifelten daran, dass sich in Deutsch-
 ●●   Staat                                land ein solcher Rohstoffkreislauf
                                           etablieren ließe, da hierzulande keine
                                           Handys hergestellt würden. Andere
Die Erfahrung anderer Branchen             hielten dagegen, dass die drohende Ver-
auswerten und nutzen                       knappung der Rohstoffe die Industrie
„Man muss das Rad nicht neu erfinden“,     so oder so in die Kreislaufwirtschaft
war eine wichtige Erkenntnis bei der       treiben werde.
Vorstellung der Ergebnisse der fünf
Arbeitsgruppen. Thomas Scharfstädt

                                                                                       11
Staatliche Vorgaben oder                     „Die Netzbetreiber haben mit der Ge-
     freiwillige Lösungen?                        winnung von Rohstoffen nichts zu tun,
     Lebhaft diskutiert wurde auch die            tragen aber trotzdem Verantwortung für
     Frage, ob staatliche Vorgaben oder das       die von ihnen vertriebenen Produkte“,
     freiwillige Engagement der Akteure           lautete ein Hinweis.
     geeigneter seien, um den Umgang mit
     Handys nachhaltiger zu gestalten. Ei-        Thomas Barmüller vom Mobile Ma-
     nige Teilnehmer zeigten sich skeptisch       nufacturers Forum stellte die These
     gegenüber freiwilligen Ansätzen. Man         infrage, dass das Interesse an nachhal-
     kenne keine Selbstverpflichtung, die         tigen Handys und einer nachhaltigen
     nicht durch Androhung staatlicher Re-        Handynutzung in der Bevölkerung
     geln oder die Aussicht auf ökonomische       bereits spürbar wachse. „Dennoch“, so
     Vorteile zustande gekommen sei. Die          Barmüller, „müssen Hersteller und auch
     ökonomischen Triebfedern in der Mo-          Netzbetreiber die Entwicklung sorgfäl-
     bilfunkbranche seien so dominant, dass       tig beobachten, um Reputationsrisiken
     Prinzipien der Nachhaltigkeit auf freiwil-   rechtzeitig zu erkennen und abwehren
     liger Basis nicht ausreichend zum Zuge       zu können.“
     kämen. „Sie wollen, dass die Produkte,
     die sie auf den Markt bringen, so schnell    In diesem Zusammenhang wurde in
     wie möglich von dort wieder verschwin-       der Diskussion auf das niederländische
     den, um Platz für Neues zu schaffen“,        Unternehmen Fairphone hingewiesen.
     so Ralph Sonnenschein vom Deutschen          Einige Teilnehmer erwarteten sich
     Städte- und Gemeindebund. Für mehr           vom Fairphone Anstöße für eine
     Nachhaltigkeit brauche man deshalb           Veränderung des Bewusstseins für
     zwingend gesetzliche Regelungen. Diese       Nachhaltigkeit in der Bevölkerung,
     müssten transnational, mindestens je-        auf das dann auch andere Hersteller
     doch europaweit gelten – was für viele in    reagieren könnten.
     der Diskussionsrunde eine Realisierung
     kaum möglich erscheinen ließ.

     Andere Teilnehmer plädierten da-
     für, mit allen relevanten Akteuren in
     einen Dialogprozess einzusteigen und
     gemeinsam geeignete Maßnahmen zu
     suchen. So sprach sich Fischer für mehr
     Eigenverantwortung von Verbrauchern
     und Branche aus. Staatliche – insbeson-
     dere nationalstaatliche – Vorgaben wä-
     ren wirkungslos, da sie immer nur Teile
     des Lebenszyklus von Mobilfunkgeräten
     regulieren könnten. Zudem wiesen Teil-
     nehmer darauf hin, dass die Motive der
     beteiligten Akteure sehr unterschiedlich
     seien.

12
Handlungsansätze

Die in den Arbeitsteams diskutierten Handlungsansätze lassen sich nach den vier
Themenkomplexen kategorisieren:

 Rohstoffeinsatz                              Wiederverkauf
 ●● A nteil an Sekundärrohstoffen            ●● V erkauf von gebrauchten Handys
     erhöhen durch besser recycelbare             systematisieren (Vorbild: Jahres-
     Handys                                       wagen)
 ●● Reduzierung der Komplexität              ●● Gesetzliche Vorgabe für Reparatur-
     im Handy                                     fähigkeit (mindestens EU-weit)
 ●● Verändertes Marketing: Tarife für Wei-   ●● Strenge Vorgaben für Datenschutz
     ternutzung gebrauchter Geräte oder           und -sicherheit sowie einfache und
     Leasing-Verfahren                            zuverlässige Datenlöschung
 ●● Staatliche Regulierung                   ●● Zertifizierung einführen
     (mindestens EU-weit)                     ●● Aufklärung
 ●● Aufklärung und Bewusstseinsbildung

 Recycling                                    Nutzung/Abgabe
 ●● Rücknahmesystem verbessern               ●● Neue Marketingmodelle
     und Rückgabe für Konsumenten             ●● Datenlöschung, die man selbst
     erleichtern                                  vornehmen kann
 ●● Modularer Aufbau der Geräte               ●● Bequeme, einheitliche und leicht
 ●● Partnerschaften zwischen Handel,             verständliche Sammelsysteme
     Netzbetreibern und Recyclern/            ●● Design für Langlebigkeit
     Entsorgern                               ●● Aufklärung
 ●● Technologie- und Forschungs-
     förderung
 ●● Aufklärung

                                                                                       13
AUSBLICK

     „Wer Visionen hat, soll zum Arzt ge-          „Noch sind nicht alle notwendigen In-
     hen“ – diesem oft zitierten und Helmut        formationen hinsichtlich des Umgangs
     Schmidt zugeschriebenen Ratschlag             mit gebrauchten Handys vorhanden
     widersprach Wiebusch in ihrem                 und zu den erforderlichen nächsten
     Schlusswort zum 10. Kommunikations-           Schritten gibt es im Detail noch großen
     forum Mobilfunk ausdrücklich. „Wir            Diskussionsbedarf“, so das Fazit von
     wollen uns durch Visionen inspirieren         Britta Bookhagen vom Kooperations-
     lassen.“ Für das Informationszentrum          partner IASS. Nicht nur Verbraucher,
     Mobilfunk sei die Veranstaltung der           sondern auch Hersteller, Netzbetreiber,
     Startpunkt, um sich intensiv mit der          Kommunen und Recycler müssten dazu
     Wiederverwendung und dem Recycling            beitragen, dass Mobilfunkgeräte nach-
     gebrauchter Handys zu befassen, beton-        haltiger als bislang genutzt und damit
     te sie. Dass noch viel zu tun sei, spiegelt   Umweltbelastungen reduziert werden
     nicht zuletzt die „Akte“ des „Ermittler-      können, unterstrich Wiebusch. „Hierzu
     Teams“ Bookhagen, Claus und Kühr              wollen wir künftig einen Beitrag leisten.“
     wider, die alle Teilnehmer mit nach
     Hause nehmen konnten.

14
„WIR BRAUCHEN EINE
ROHSTOFFWENDE“

Interview mit Herbert Köpnick, LMR a.D.
                                                                                     Herbert Köpnick war von 1979 bis 2013 als
                                                                                     Ministerialbeamter im Bayerischen Staats-
                                                                                     ministerium für Umwelt und Gesundheit
                                                                                     tätig, zuletzt als leitender Ministerialrat
                                                                                     und stellvertretender Abteilungsleiter für
                                                                                     die Abteilung Klimaschutz und Ressour-
                                                                                     ceneffizienz. Von 2012 bis 2013 konzipier-
                                                                                     te und organisierte er die bayernweite
                                                                                     Aktion „Handy & Co clever entsorgen“.
                                                                                     Seit Oktober 2013 ist Köpnick als Senior
                                                                                     Manager im Bundesdeutschen Arbeits-
                                                                                     kreis für Umweltbewusstes Management
                                                                                     (B.A.U.M. e.V.) aktiv.

Herr Köpnick, gebrauchte Handys sind       Bei allem Erfolg Ihrer Sammelaktion in
ein Schatz, bislang gelangen aber nur 5    Bayern – Sie halten einen grundsätzlich
bis 20 Prozent der Handys ins Recycling.   anderen Umgang mit Handys für not-
Sie haben in Bayern eine erfolgreiche      wendig und fordern eine Rohstoffwende.
Sammelaktion entwickelt und organisiert.   Warum brauchen wir die so dringend?
Wie hebt man den Rohstoffschatz am
besten?                                    Nicht nur der Umgang mit Handys, der
                                           Umgang mit Gütern generell muss sich
Indem man die Menschen informiert          ändern. Unser gegenwärtiges Modell der
und die Schwächen des derzeitigen          Primärrohstoff- und Wegwerfwirtschaft
Sammel- und Verwertungssystems             ist auf Dauer nicht überlebensfähig.
überwindet. Das heißt Aufklärung,
dass gebrauchte Handys nicht in den        Wir brauchen neben der Energiewende
Müll gehören und auf Dauer auch nicht      dringend eine allgemeine Rohstoffwen-
in die Schublade, möglichst einfache       de, weil Rohstoffe genauso wie Öl und
und bequeme Abgabe von Althandys,          Gas endlich sind und beim Verbrauch
Datenschutzgarantie, Transparenz der       von sieben Milliarden Menschen rasant
Entsorgungskette und ökoeffizientes        zu Ende gehen.
Recycling, bei dem bis zu 98 Prozent
der Metalle zurückgewonnen werden.

                                                                                                                                   15
Wie kann eine Kreislaufwirtschaft für                           Wo sehen Sie die nächsten Handlungs-
                       Handys organisiert werden? Was ist                              schritte auf dem Weg zur „Rohstoffwen-
 „Die Linearwirt-      Ihre Vision von der Handyproduktion                             de“? Wer ist hier in der Verantwortung?
 schaft ist ein Aus-   im Jahr 2050?
                                                                                       Ein Sprichwort sagt: Nur wer sein Ziel
 laufmodell. Auf       Meine Vision ist eine Wirtschaft nach                           kennt, findet den Weg. Wir brauchen für
                       dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Herstel-                          die Rohstoffwende klare Zielvorgaben,
 mittlere und lange    ler von Handys zum Beispiel würden                              so wie wir sie bei der Energiewende
 Sicht ist gerade      dann ihr Geschäft nicht nur in der                              schon haben. Heute sind rund 15 Pro-
                       Produktion von Geräten sehen, son-                              zent der in der Industrie eingesetzten
 bei Mobilfunk-        dern gleichwertig in deren Rückerhalt                           Rohstoffe Sekundärrohstoffe. Die Politik
 kleingeräten eine     nach Gebrauch. Dann werden aus alten                            muss der Wirtschaft sagen, wann wir
                       Handys neue, die Rohstoffe bleiben                              bei 30, 50 und 80 Prozent sein wollen.
 Kreislaufwirtschaft   im Kreislauf und die Abhängigkeit von
 anzustreben.“         Primärrohstoffen muss keinem Unter-
                       nehmen mehr große Sorgen bereiten.

                         Linearwirtschaft                                            Kreislaufwirtschaft*

                          Rohstoffgewinnung
                                                                                          Rohstoff-
                                                                                         gewinnung
                                                                                       oder Sekundär-
                                                                                          rohstoffe
                                Produktion

                                                                   Wiederauf-
                                  Produkt                          bereitung                                   Produktion

                                  Nutzung                           Rück-                                         Produkt
                                                                  gewinnung

                                                                         Rückgabe/                           Nutzung
                                Entsorgung                               Demontage

                                Deponie/
                               Verbrennung

                          *technischer Rohstoffkreislauf nach Cradle-to-Cradle®

16
Kurzübersicht
ausgewählter Hintergrund-
informationen

Rechtlicher Rahmen:
 W EEE-Richtlinie 2012/19/EU
   http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:197:0038:0071:de:PDF
 RoHS-Richtlinie 2011/65/EU
    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:174:0088:0110:DE:PDF
 Kreislaufwirtschaftsgesetz 2012
    http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/krwg/gesamt.pdf
 Elektrogesetz 2005 (Novellierung steht an)
    http://www.gesetze-im-internet.de/elektrog/

Studien als Download:
 G ermanwatch (2012): Handbuch „Alte Handys und PCs“
   https://germanwatch.org/de/download/3858.pdf
 LANUV-Fachbericht 38: Recycling kritischer Rohstoffe aus Elektronik-Altgeräten
   www.lanuv.nrw.de/veroeffentlichungen/fachberichte/fabe38/fabe38.pdf
 Öko-Institut: Studie „PROSA Smartphones“ 2012
   www.oeko.de/oekodoc/1518/2012-081-de.pdf
 SÜDWIND: Studie „Von der Mine bis zum Konsumenten“(2012)
   http://www.suedwind-institut.de/fileadmin/fuerSuedwind/Publikationen/2012/
   2012-41_Von_der_Mine_bis_zum_Konsumenten._Die_Wertschoepfungskette_von_
   Mobiltelefonen.pdf
 UBA (2012): „Second Life – Wiederverwendung gebrauchter Elektro- und
   Elektronikgeräte“
   http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/second-life
 Zukunftsinstitut (2013): Trendstudie „FAIR – Von der Nische zum Mainstream“,
   Zukunftsmarkt Consumer Electronics (S. 20)
   http://www.zukunftsinstitut.de/downloads/Fair_Trendstudie_web.pdf

Links:
 BMBF
        (2012): Die Rohstoff-Expedition: „Lern- und Arbeitsmaterial“
   Link: http://www.die-rohstoff-expedition.de/die-rohstoff-expedition/
   lern-und-arbeitsmaterial.html
 Bayerische Handysammelaktion:
   www.handy-clever-entsorgen.bayern.de/hintergrundinformation/index.htm
 Handyfilm des IZMF über Youtube/Infomobilfunk:
   http://www.youtube.com/user/InfoMobilfunk
 IZMF-Handyumfrage: http://www.izmf.de/de/content/handynutzer-sind-verunsichert-
   %C3%BCber-richtige-entsorgungswege-ihres-mobiltelefons
 Online-Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW in Zusammenarbeit mit dem IASS
   und dem Wuppertal Institut: www.vz-nrw.de/Handyrohstoffe

                                                                                           17
Teilnehmerliste
Teilnehmer des 10. Kommunikationsforums Mobilfunk

Thomas Barmüller                              Philip Heldt                                 Julia Nordmann
Mobile Manufacturers Forum                    Verbraucherzentrale NRW e. V.                Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,
                                                                                           Energie GmbH
Rainer Bauer                                  Cornelia Heydenreich
Second Loop GmbH                              Germanwatch e. V.                            Dr. Matthias Otto
                                                                                           Kinderumwelt gGmbH
Prof. Dr. Heidi Bergmann                      Rolf Höltig
Hochschule Mannheim                           ELPRO Elektronik-Produkt                     Thomas Scharfstädt
                                              Recycling GmbH                               Technikdialog
Britta Bookhagen
IASS Potsdam - Institute for Advanced         Dr. Birgit Keller                            Katharina Scheunemann
Sustainability Studies e. V.                  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,   Informationszentrum Mobilfunk e. V.
                                              Bau und Reaktorsicherheit
Melanie Borsos                                                                             Rüdiger Schubert
Telefónica Germany                            Prof. Dr. Jürgen Kiefer                      Telefónica Germany
                                              Justus-Liebig-Universität Gießen
Dorothee Braun                                                                             Kerstin Schulte
Rat für Nachhaltige Entwicklung               Herbert Köpnick                              ZUK - Zentrum für Umweltkommunikation
                                              LMR a.D. B.A.U.M. e. V.                      der DBU
Karl Christoph Brellinger
VERE e. V.                                    Marcel Kroek                                 Ralph Sonnenschein
                                              Second Loop GmbH                             Deutscher Städte- und Gemeindebund
Alena Bunk
Teqcycle Solutions GmbH                       Silke Kühlewind                              Cornelia Szyszkowitz
                                              Städte- und Gemeindebund Brandenburg         Deutsche Telekom Technik GmbH
Dr. Rolf Buschmann
BUND Bund für Umwelt und Naturschutz          Ann-Kathrin Kühr                             Prof. Dr. -Ing. Ulrich Teipel
Deutschland e. V.                             IKU GmbH                                     Technische Hochschule Nürnberg
Dr. Frank Claus                               Jörg Lacher                                  Franjo Tholen
IKU GmbH                                      bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und   Recyclingbörse Herford
                                              Entsorgung e. V.
Prof. Dr. Roman Dengler                                                                    Susann Tillack
Pädagogische Hochschule Karlsruhe             Dr. Friedrich-Wilhelm Lauer                  Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
                                              Deutsche Telekom Technik GmbH                Verbraucherschutz Brandenburg
Jan Devries
imug Beratungsgesellschaft mbH                Jürgen Lekscha                               Karen Vielhaus
                                              LWB - Lichtenberger Werkstatt für            Technische Universität Clausthal
Dr. Marcus Eschen
                                              Behinderte GmbH
Aurubis AG                                                                                 Dr. Maria-Jolanta Welfens
                                              Sabine Lemke                                 Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,
Ernst Fischer                                 NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V.     Energie GmbH
Eficom e.K. | Sony Mobile Communications AB
                                              Dipl.-Ing. Birgit Matzke                     Dagmar Wiebusch
Frederik Freudenstein                         Stadtverwaltung Potsdam,                     Informationszentrum Mobilfunk e. V.
Wissenschaftsforum EMF                        Bereich Umwelt und Natur
                                                                                           Franz Wilhelm
Dr. Henning Friege                            Dr. Karsten Menzel                           Telefónica Germany
Dozent und Berater für nachhaltige            E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG
Unternehmensstrategien                                                                     Julika Witte
                                              Hilmar Möhlmann                              Informationszentrum Mobilfunk e. V.
Aneta Galek                                   E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG
IASS Potsdam - Institute for                                                               Moderation: Dr. Frank Claus,
Advanced Sustainability Studies e. V.         Axel Mothes
                                                                                           Ann-Kathrin Kühr, IKU GmbH
                                              Stadt Konstanz, Baurechts- und
Thomas Grund                                  Denkmalamt                                   Dokumentation:
Stiftung Warentest                                                                         Eva Mahnke und Tina Beigang
                                              Silke Niehoff
Dr. Christian Hagelüken                       IASS Potsdam - Institute for Advanced        Fotograf:
Umicore AG                                    Sustainability Studies e. V.                 Andreas Burkhardt

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