Wir vernetzen Kompetenzen für innovative Lösungen - Food ...
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www.anuga.de
TASTE THE FUTURE
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KÖLN,
05. –09.10.2019
Koelnmesse GmbH
Messeplatz 1, 50679 Köln
Telefon +49 1806 002 200, Telefax +49 221 821 99-1010
(0,20 EUR/Anruf aus dem dt. Festnetz; max.0,60 EUR/Anruf aus dem Mobilfunknetz)3
Theodor W. Berief Dr. Klemens van Betteray
Prof. Dr. Mark Bücking Achim Sampl
18 Jahre Food-Processing Initiative e.V.
Engagement zahlt sich aus!
Jede Zeit hat ihre Herausforderungen. Auch die In unserem Netzwerk geht es um Lösungen, aber
Lebensmittelwirtschaft sieht sich mit immer neuen auch um die Sicherheit, sich überall einbringen zu
Technologie- und Marktanforderung konfrontiert. können und für jede Idee und jede Herausforde-
Produkt- und Prozessentwicklung, Qualität und Si- rung den richtigen Ansprechpartner zu finden. Das
cherheit sowie Flexibilität und neue Geschäftsmo- ist unser Anspruch.
delle waren bei Vereinsgründung am 17. November
2001 die Top-Themen bei den Unternehmen der Fragen stellen, Ideen entwickeln, Kooperationen
Branche und sind es bis heute geblieben. finden, 'verrückte' Ideen gemeinsam geraderücken,
das alles belebt die Zusammenarbeit. Und dieses En-
Neu ist die Dynamik, die mit Digitalisierung, Glo- gagement zahlt sich aus: für die engagierten Unter-
balisierung aber auch mit steigenden Konsumen- nehmen und Forschungspartner, für die Branche, für
tenwünschen nach mehr Transparenz und Nachhal- die Region und für das Netzwerk!
tigkeit für Bewegung sorgt. Allein die Komplexität
der Themen im Blick zu behalten, zukunftsweisen- Der Vorstand des Food-Processing Initiative e.V.
de Entwicklungen zu erkennen und in das eigene dankt daher den Gründungsvätern für ihre Weitsicht,
Unternehmen zu integrieren, gehören mit zu den den engagierten Mitgliedern, Kooperationspartner
größten Herausforderungen, die Unternehmen zu und regionalen, nationalen und internationalen Part-
bewältigen haben. nernetzwerken für die erfolgreiche Zeit und freut
sich auf die weitere Zusammenarbeit!
Das war den schlauen Köpfen bewusst, die sei-
nerzeit die Food-Processing Initiative aus der Idee
heraus entwickelt haben, den Unternehmen für ge-
nau diese Fragen eine Anlaufstellte zu bieten: Ein
Netzwerk, das Kompetenzen verbindet, um Heraus-
forderungen zu meistern und um den Blick über den
eigenen Tellerrand zu gewährleisten, wenn einem
persönlich die Zeit dafür fehlt.4
Inhalt
18 Jahre Food-Processing Initiative e.V.
Engagement zahlt sich aus! 3
Norbert Reichl sucht nach der „Barriere, die Unternehmen
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
hindert, besser zu werden.“
Wir unterstützen den Mittelstand auf dem
Weg in die Digitalisierung 7
Ursula Heinen-Esser
Auf dem Weg zur Green Economy in der
lebensmittelverarbeitenden Industrie 9
Norbert Reichl über das Netzwerken
150 km
„Erfolgreiche Cluster funktionieren
durch das Miteinander!“ 12
Bielefeld
Innovationen durch neue Technologie
Der Antrieb einer erfolgreichen wirtschaftlichen
Entwicklung 14
75 km
Düsseldorf
Innovationen durch Netzwerke
M Köln Kreativität gedeiht dort am besten, wo
Menschen ihr Wissen teilen 24
Standort mit Vorteil: Nordrhein-Westfalen zählt zu den Wirtschaftsstandort im Zentrum Europas
führenden Wirtschaftsregionen. Die Ernährungswirtschaft in
Nordrhein-Westfalen 26
Gerald Böse zur Bedeutung von Fachmessen
im digitalem Zeitalter
„Das persönliche Treffen wird immer wichtiger“ 28
Innovationen durch Prozesse
Innovationskultur als treibende Kraft im
Unternehmen 32
Wir über uns!
Regional vernetzt, global erfolgreich 34
Innovationen durch Talente
Fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind
der Erfolgsfaktor Nummer 1 42
Statements aus dem Netzwerk
Im Gespräch mit Gerald Böse zum Thema Wissenstransfer
Unsere Partner über die Food-Processing
durch Fachmessen. Initiative 44
Referenzen
Internationale Kooperationen und
Innovationsprojekte aus unserem Netzwerk 525
Gemeinsam innovativ
Mitglieder und Partner des
Food-Processing Initiative
e.V. stellen sich vor
Alfred Willich GmbH & Co. KG, Versmold 17
Effizienz-Agentur NRW, Duisbrug 18
Berief Nahrungsmittelmaschinen
GmbH & Co. KG, Wadersloh-Diestedde 20
CSB-System AG, Geilenkirchen 22
Steinhaus Informationssysteme GmbH, Datteln 35
Impressum
BÜFA-Gruppe, Oldenburg 36 18 Jahre Food-Processing Initiative e.V.
Calvatis GmbH, Ladenburg 37 Herausgeber
Food-Processing Initiative e.V.
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Ritterstr. 19, 33602 Bielefeld
Angewandte Oekologie IME, Schmallenberg 38 Tel.: +49 521 98 640-0
Fax: +49 521 98 640-29
fjol GmbH, Münster 40 E-Mail: info@foodprocessing.de
www.foodprocessing.de
ZNU – Zentrum für Nachhaltige
Unternehmensführung, Witten/Herdecke 41 Verantwortlich für den Inhalt
Norbert Reichl
Heinrich Schulze Ladencafé GmbH,
Borgholzhausen 45 Redaktionsbeirat
Sabine Höfel, Beate Kolkmann, Ariane Rieger,
pbr NETZenergie GmbH, Rheine 46 Leonie Ottovordemgentschenfelde, Thomas Wiese
Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e.V., Redaktion, Gestaltung und Produktion
Detmold 48 Mareike Bähnisch
www.press4process.de
DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft),
Frankfurt am Main 50 Layout
Uwe Rohe
Glass GmbH & Co. KG, Paderborn 51 www.uwerohe.de
Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Kom-
mentare stellen die Meinung des Verfassers dar. Die
in dieser Publikation veröffentlichten Informationen
beruhen auf den Angaben der beteiligten Unterneh-
men. Die Redaktion kann für deren Richtigkeit keine
Gewähr übernehmen. Die Broschüre und die in ihr
enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheber-
rechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich
zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilli-
gung der Food-Processing Initiative e.V. nicht zulässig.6
Das Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-
Westfalen initiiert die Food-Processing Initiative als Projekt an der Fachhochschule Bielefeld.
1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 20077
© MWIDE / Lichtenscheidt
Prof. Dr. Andreas Pinkwart ist seit dem 30. Juni 2017 Minister
für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des
Landes Nordrhein-Westfalen.
Wir unterstützen den Mittelstand auf dem Weg
in die Digitalisierung
Digitalisierung und Technologietransfer sind zwei Auch beim Technologietransfer – von der For-
der Themen, die derzeit die Unternehmen stark be- schung hinein in kleine und mittlere Unternehmen
schäftigen. Auch die Wirtschaftspolitik setzt auf die – hilft eine starke Vernetzung, um an den innovativen
digitale Transformation, denn eines zeichnet sich klar Ideen aus einer der dichtesten Forschungslandschaf-
ab: Sie bedeutet nicht nur einen großen Umbruch, ten Europas, wie wir sie hier in Nordrhein-Westfalen
sondern bietet auch neue Chancen. Es ist aber eben- haben, teilhaben zu können. Immer wichtiger wird es
falls zu erkennen, wie schwierig und aufwendig es auch, die Potenziale der Digitalisierung mit neuen
besonders für kleine und mittelständische Unter- Produkten und Verfahren einer zirkulären Wert-
nehmen ist, sich mit all den Möglichkeiten, die die schöpfung zu verbinden.
Digitalisierung bietet, auseinanderzusetzen und die
passenden Prozesse und Modelle für sich zu defi- Zirkuläre Wertschöpfung bedeutet, dass neue
nieren und zu integrieren. Produkte, Designs und Verfahren entwickelt wer-
den, bei denen kein Abfall mehr entsteht, sondern
Deshalb unterstützen wir besonders unseren die Endprodukte nach Gebrauch als Ausgangspunkt
Mittelstand auf dem Weg in die Digitalisierung und einer neuen Wertschöpfung dienen. Das senkt den
freuen uns, durch Beratungs- und Förderangebote Ressourcenverbrauch und löst zusätzliche Wachs-
gemeinsam mit Kammern, Fachverbänden, Ban- tumseffekte aus. Man sieht, vor wie vielen Heraus-
ken, Wissenschaft und auch Netzwerken wie der forderungen die Lebensmittelbranche steht und
Food-Processing Initiative, die Unternehmen bei der erkennbar ist auch: Gut, wer auf starke Netzwerke
Umsetzung der Digitalisierung und auch der Quali- zugreifen und durch Kooperation die eigene Wett-
fizierung der Mitarbeiter zu unterstützen. bewerbsfähigkeit sichern kann!
Prof. Dr. Andreas Pinkwart
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Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums startet die Food-Processing Initiative 1999
die erste Markterkundungsreise nach Russland.
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© Anke Jakob
Ursula Heinen-Esser ist seit dem 29. Mai 2018 Ministerin für
Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des
Landes Nordrhein-Westfalen.
Auf dem Weg zur Green Economy in der
lebensmittelverarbeitenden Industrie
Ein hoher Qualitätsanspruch, eine breite An- antwortlich handelnden, sich an ethischen Grund-
gebotspalette, rund 1.000 Unternehmen mit fast sätzen orientierenden Managements.
96.000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund
36 Milliarden Euro, das zeichnet die lebensmittelver- Durch die fortlaufende Vernetzung von Unter-
arbeitende Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen aus. In nehmen und Zulieferern der Ernährungswirtschaft
der umsatzstärksten Ernährungswirtschaft Deutsch- mit Forschungseinrichtungen, die ihre wissenschaft-
lands agieren globale Player ebenso wie kleinere Be- liche und technische Expertise einbringen, fördert in
triebe und mittelständisch geprägte Unternehmen. Nordrhein-Westfalen die Food-Processing Initiati-
ve den fortschreitenden Prozess hin zu einer noch
Viele von ihnen sind bereits weit vorangekommen ressourceneffizienteren und umweltschonenderen
auf dem Weg, ihre Produktionsweisen noch ressour- Produktion von Lebensmitteln.
ceneffizienter und umweltverträglicher zu gestalten.
Denn die Fragen nach mehr Nachhaltigkeit und Kli- Die nordrhein-westfälische Landesregierung be-
maschutz sind längst in der Mitte der Gesellschaft grüßt und unterstützt daher diese höchst erfolgrei-
angekommen. Wir stehen in der Verantwortung, auf che Initiative und bringt sich gerne in gemeinsame
globale Herausforderungen praktikable Lösungen Projekte ein – damit Green Economy in der lebens-
zu liefern und anzuwenden – als Bundesland, als mittelverarbeitenden Industrie zum Standard wird.
Unternehmen, als Bürgerin oder Bürger.
Ursula Heinen-Esser
Für die Unternehmen der Ernährungswirtschaft
sind der effiziente Umgang mit Ressourcen, und die
Umstellung auf nachhaltige Formen des Wirtschaf-
tens maßgebliche Faktoren erfolgreichen betriebs-
wirtschaftlichen Handelns. Doch sie sind auch der
Schlüssel für den Schutz unserer Umwelt und des
Weltklimas und damit zugleich Ausdruck eines ver-
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Norbert Reichl über das Netzwerken im digitalen Zeitalter
„Erfolgreiche Cluster funktionieren
durch das Miteinander!“
Welchen Herausforderungen stehen kleine und mittelständische gische Themen zu kümmern, die
Unternehmen gegenüber und wie können sie bei deren Lösung un- mit der systematischen Personal-
terstützt werden, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben? und Organisationsentwicklung
Norbert Reichl, Geschäftsführer des Food-Processing Initiative e.V. zusammenhängen. Häufig fehlt
verrät, wie sich Lösungen für die Probleme vor Ort finden lassen es auch am Zugang zu geeigne-
– und wie sich das Netzwerken angesichts des digitalen Wandels ten Forschungseinrichtungen.
verändert. Die Food-Processing Initiative ist
für alle Unternehmen offen, die
Herr Reichl, wenn Unterneh- managements im Mittelpunkt innovative Ideen in Kooperation
men für die Herausforderungen stehen. umsetzen wollen.
von heute und morgen gewapp-
net sein wollen, ist es unum- Wer ist innovativer, Mittel- Innovationsmanagement ist
gänglich, sich mit dem Thema ständler oder Konzerne? Tat- also ein komplexer Prozess. Was
Innovation zu beschäftigen ... sächlich sind kleine und mittlere schlagen Sie vor? Wenn sich die
Innovationen sind der Schlüssel Unternehmen dank ihrer flachen Unternehmen vernetzen, können
für eine erfolgreiche Unterneh- Hierarchien oft innovativer als sie die Herausforderungen lösen
mensführung. Letztlich kann nur große Konzerne. Es kommt nicht und sich gemeinsam neue Inno-
derjenige auf dem Markt beste- von ungefähr, dass so viele Hidden vationspotenziale erschließen.
hen, der aktuelle Trends erkennt Champions aus dem deutschen Erfolgreiche Cluster funktionie-
und umsetzt, oder besser noch: Mittelstand stammen. Sie orien- ren durch das Miteinander. Der
diese setzt. Mittlerweile heißt tieren sich stark an den Wünschen Kerngedanke von Netzwerken
innovativ sein aber nicht mehr ihrer Kunden, die sie als Ideen- folgt der Idee, gemeinsam mehr
nur neue Produkte und Prozes- quelle wahrnehmen. Aber sie Schlagkraft zu entwickeln, un-
se zu entwickeln. Vielmehr muss haben nur selten die Kapazitäten abhängig vom Wettbewerb, ohne
die Ausgestaltung eines unter- und Ressourcen, um alles selber diesen aber zu vergessen. Am
nehmensinternen Innovations- umzusetzen und sich um strate- wichtigsten ist die Bereitschaft zur
Am 17. November 2000 wird der Verein ins Leben gerufen. Ab jetzt werden die
Themen der Food-Processing Initiative e.V. von den Unternehmen mitbestimmt.
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Know-how Produktion
Fachkräfte Digitalisierung
Führungskräfte Steuerung
Qualifizierung Verpackung
Personalentwicklung Talente Technologie Logistik
INNOVATION
Geschäftsmodelle Lieferketten
Prozesse Netzwerke
Kommunikation Forschung &
Nachhaltigkeit Entwicklung
Innovationsmanagement Stakeholder
Qualität & Sicherheit Finanzierung &
Förderung
Die Food-Processing Initiative konzentriert sich in ihren Aktivitäten auf vier Bereiche,
die für den Erfolg auf den Märkten von morgen stehen: Technologie, Netzwerke,
Prozesse und Talente.
Innovationen in unserem
Netzwerk basieren auf
Evolution, man fängt nie
bei null an.
Zusammenarbeit. So entstehen Ohne Sherpas wäre selbst trainier- Wo sehen Sie hier die Stärken
für die Herausforderungen vor Ort ten Bergsteigern die Besteigung der Food-Processing Initiative?
auch Lösungen vor Ort. der höchsten Berge nicht möglich. Innovationen in unserem Netz-
Sie sichern die Wege für die Ex- werk basieren häufig auf Evolu-
Das einzelne Unternehmen peditionen, bauen Brücken über tion, man fängt nie bei null an. Im
braucht also Partner: andere Gletscherspalten und helfen die Gespräch zeigt sich, welche Lö-
Unternehmen, Forschungs- Lasten zu tragen. Der Vergleich sungswege es gibt und mit wel-
einrichtungen für den Techno- ist insofern treffend, als dass wir chem Aufwand zu rechnen ist.
logietransfer, Wirtschaftsför- die Unternehmen auf ihren We- Die zentrale Frage lautet: Was
derungen. Wie unterstützt die gen zu neuen Zielen begleiten und sind die Barrieren, die Unterneh-
Food-Processing Initiative bei helfen, wo immer dies erwünscht men hindern, besser zu werden –
der Suche? Systematisch und ist. dann kommt man zu den richtigen
von Grund auf. Konkret bedeutet Maßnahmen! Im nächsten Schritt
das: Wir vernetzen die Kompeten- Wie gehen Sie dabei vor? Wie geht es um die Implementierung.
zen aus Wirtschaft, Wissenschaft kommt eine Kooperation typi-
und Politik, beispielweise durch scherweise zustande? In erster Schon heute bekommen viele
das Organisieren von Fachkon- Linie geht es darum, die passen- Unternehmen den Fachkräfte-
gressen oder durch das Initiieren den Kompetenzpartner zusam- mangel zu spüren. Besteht die
von Workshops zu ausgewählten menzubringen und das geeignete große Herausforderung nicht
Themenfeldern. Und wir loten die Klima zu schaffen, damit sich alle darin, gute Leute zu finden?
Fördermittel für innovative Ideen an einen Tisch setzen: Unterneh- Gerade für kleine und mittel-
aus. men, Hochschulen und auch die ständische Unternehmen ist die
Politik. Dann können alle gemein- Personalsuche eine riesige Her-
Sie vergleichen Ihre Aufgaben sam entscheiden, was im Netz- ausforderung. Seit 2015 kümmern
und die Ihres Teams in Bielefeld werk insgesamt oder im Einzel- wir uns in unserer Arbeit daher in-
gerne mit denen von Sherpas ... projekt erreicht werden soll. tensiver um die Bereiche Talente
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Beate Kolkmann, Ariane Rieger und Sabine Höfel (von links) unterstützen die Mit-
glieder und Netzwerkpartner dabei, entwicklungsfähig, kreativ und effizient zu
bleiben.
und Prozesse. Ein gutes Beispiel ten die zunehmend variierenden
dafür ist PerLe, ein Projekt, wel- Netzwerke folgen der Konsumentenwünsche einen per-
ches sich den Anforderungen im Idee der gemeinsamen manenten Zeit-, Innovations- und
Personalmanagement in Zeiten Schlagkraft, unabhängig Kostendruck. Technische Innova-
des digitalen Wandels widmet. vom Wettbewerb. tionen und das stetig wachsende
Ziel ist es, die Verantwortlichen Warensortiment führen dazu, dass
aus den Unternehmen der Re- zu Lebensmittel 4.0 an – bei den sich sämtliche Akteure entlang
gion für ein strategisches Perso- Bedarfen der Unternehmen. Ge- der Wertschöpfungskette Food
nalmanagement zu qualifizieren. meinsam mit ihnen ermitteln wir auf einen schnelleren Wandel
Die Teilnehmer tauschen sich in geeignete digitale Lösungen für und kürzere Produktlebenszyk-
regelmäßigen Treffen aus, so dass die drängenden Herausforde- len einstellen müssen. Gleichzeitig
ein Wissenstransfer an Hand von rungen wie Qualitätssicherung, gilt es, den Ressourcenverbrauch
Beispielen guter Praxis stattfinden verlängerte Haltbarkeit oder weiter auf ein Minimum zu redu-
kann. Ressourceneffizienz. Hier arbei- zieren.
ten wir eng mit der Hochschule
Stichwort Industrie 4.0: Zahl- Ostwestfalen-Lippe zusammen, Mit den steigenden Anforde-
reiche Mittelständler arbeiteten wo mit der Smart-Food-Factory rungen in der Branche dürften
intensiv daran, was die Digita- ein Entwicklungsraum für digita- auch die Anforderungen an die
lisierung für ihr Unternehmen lisierte Lebensmittelverarbeitung Netzwerkarbeit zunehmen ... Für
bedeutet ... Die digitale Trans- entsteht. uns stellt sich die Frage, wie wir
formation der Lebensmittelwirt- das Netzwerken angesichts des
schaft ist ein sehr vielschichtiger Welches sind die Themen, die digitalen Wandels für alle Part-
Prozess, da er nicht nur die Digi- Ihre Mitglieder in Zukunft be- ner möglichst effizient gestalten
talisierung der Prozesse, sondern schäftigen werden? Das Thema können. Dies ist ein Grund, war-
auch die Arbeitswelten und Ge- Digitalisierung wird weiter an Fahrt um wir in jüngster Zeit den Fokus
schäftsmodelle betrifft. Erprobte aufnehmen. Die größte Heraus- auf virtuelle Entwicklungsräume
Lösungen sind hier selten zu fin- forderung liegt nach Aussagen und kollaborative Netzwerkent-
den. Daher ist vielen noch nicht unserer Mitglieder in der Siche- wicklung legen, die eine zeit- und
klar, welchen konkreten Nutzen rung der eigenen Wettbewerbs- ortunabhängige Projektarbeit er-
die digitalen Technologien haben. fähigkeit. Gerade für die kleinen möglichen. Zusammen mit zwei
Genau hier setzen unsere Projekte und mittleren Betriebe bedeu- weiteren Clustern haben wir
Kompetenzzentrum Food: Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den ersten
Antrag des Vereins und damit den Ausbau des Netzwerks.
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Gemeinsam mit seinem Team in Bielefeld sucht Norbert Reichl
nach der „Barriere, die Unternehmen hindert, besser zu werden“,
meint der Geschäftsführer der Food-Processing Initiative.
CLOU5 geschaffen – eine Platt- tiative reichen allerdings bis ins dieser Zeit im Hinblick auf die
form, auf der sich die Mitglieder Jahr 1996 zurück ... Die Landesini- Innovationstätigkeit geändert?
in Fachgruppen austauschen kön- tiative Food-Processing NRW wur- Anfänglich waren die Projekte
nen. de seinerzeit an der Hochschule fast ausschließlich technologie-
Bielefeld mit Unterstützung des oder prozessorientiert. Im Laufe
Wie kann Teamwork im vir- Wirtschaftsministeriums ins Leben der Jahre hat sich gezeigt, dass
tuellen Raum funktionieren? Die gerufen. Wir sind vor über zwei Innovation mehr ist als nur Tech-
Projektmanagement-Tools von Jahrzehnten mit dem Ziel gestar- nologie. Heute konzentrieren wir
CLOU5 und ein Konferenzsystem tet, die Innovationskraft der Le- uns in unseren Netzwerkaktivi-
ermöglichen das sichere Bearbei- bensmittelbranche des Landes zu täten auf vier zentrale Baustei-
ten von Dokumenten sowie die stärken und dadurch den Standort ne, die aus unserer Sicht für eine
Einrichtung offener und geschlos- umfassende Innovationsfähigkeit
sener Gruppen für den vertrau- stehen: Technologie, Netzwerke,
Für kleine und mittlere
ensvollen Austausch. Über 300 Prozesse und Talente.
Unternehmen ist die
Clustermanager und -mitglieder
Personalsuche eine riesige
aus 16 Ländern nutzen das System Was haben Sie sich für die
Herausforderung.
bereits für ihre Arbeit. Wir koordi- nächsten Jahre auf die Fahne ge-
nieren viele unserer EU-Projekte schrieben? Wir haben etablierte
über diese Plattform. Gleichzeitig Nordrhein-Westfalen über seine Kontakte zu Clustern, Forschern
schaffen wir damit einen Erfah- Grenzen hinaus voranzubringen. und Kooperationspartnern in 18
rungs- und Wissensspeicher, der Mit der Gründung des Vereins am EU-Ländern und wollen weiter
die Ergebnisse erfolgreicher Pro- 17. November 2000 haben wir die wachsen. Dafür müssen wir eine
jektarbeit abbildet und auf den die Basis für unser erfolgreiches Inno- große Breite an Themen adres-
Unternehmen jederzeit zugreifen vationsnetzwerk mit heute über sieren, um für die vielseitige Le-
können. 120 Mitgliedern gelegt – insofern bensmittelbranche attraktiv zu
sind wir jetzt tatsächlich volljährig sein, ohne dass wir uns gleichzeitig
2018 war ein besonderes geworden. verzetteln. Ein weiteres Ziel ist, die
Jahr für das Netzwerk, denn im Netzwerk vereinten Kompe-
vor genau 18 Jahren wurde der Sie haben das Netzwerk von tenzen national und international
Food-Processing Initiative e.V. Beginn an als Geschäftsführer noch sichtbarer zu machen.
gegründet. Die Wurzel der Ini- begleitet. Was hat sich innerhalb
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Problemlösungen Wirtschaftlichkeit
Innovationsfelder
Roadmapping Technologien Kooperationen
Trendbewertung
P r o to
t yping r ktung
Verma
Innovationen durch Technologie
Der Antrieb einer erfolgreichen wirtschaftlichen
Entwicklung
Die Digitalisierung verändert die industrielle Produktion von Lebensmitteln fundamental:
Mensch, Produktionsanlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren
direkt miteinander, Prozesse organisieren sich selbst, individuelle Kundenwünsche
lassen sich industriell umsetzen. Komplett neue Geschäftsmodelle werden denkbar
und die Grenzen zwischen den einzelnen Produktionsabschnitten verschwimmen.
Beratung von Anfang an! Innovationen finden an der Schnittstelle zwischen
Markt und Technologie statt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben
oftmals nicht genügend eigene Kapazitäten, um Innovationsvorhaben voranzu-
treiben. Möchten Sie wissen, wie innovativ Ihr Unternehmen ist und wie Sie dessen
Innovationsfähigkeit verbessern können? Die Food-Processing Initiative unterstützt
Unternehmen aller Größenordnung bei ...
... der Umsetzung innovativer Ideen und dem Einsatz neuer Technologien
... der Suche nach Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung
... der Suche nach finanzieller Förderung für innovative Vorhaben
... der Informationsbeschaffung zu aktuellen Technologietrends
Der 1. Kooperationspreis NRW in der Lebensmittelwirtschaft wird ausgelobt.
Über 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen nehmen teil.
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Neue Technologien, die zu marktfähigen Produkten führen, sind eine der herausfor-
derndsten Managementaktivitäten, denn man hantiert mit hoher Unsicherheit, Risiken
und Komplexität. Wie identifizieren Sie die vielversprechendste Idee und machen
aus ihr eine erfolgreiche Innovation? Die Partner im Netzwerk der Food-Processing
Initiative arbeiten gemeinsam an diesem Prozess: von der Forschung und Entwicklung
neuer Technologien bis zur Markteinführung und internationalen Vermarktung von ...
... Prozessinnovationen
... Produktinnovationen
... innovativen Geschäftsmodellen
... innovativen Servicemodellen
Projekte der Food-Processing Initiative
Lebensmittel 4.0: Von der Digitalisierungsstrategie zur
Umsetzung
Die Chancen der Digitalisierung ergreifen! Hier
setzt das Projekt Lebensmittel 4.0 an. Das Projekt-
team des Instituts für Lebensmitteltechnologie
NRW an der Technischen Hochschule Ost-
westfalen-Lippe und die Food-Processing
Initiative unterstützen Unternehmen
dabei, die digitale Transformation in
die betriebliche Praxis umzusetzen.
Ausgehend von den Bedarf der Un-
ternehmen führt es die passen-
den Kompetenzen zusammen und
entwickelt konkrete Lösungen.
Das Projekt ist Bestandteil des
integrierten Handlungskonzepts
OWL 4.0, einem Netzwerk von
150 Akteuren aus Wirtschaft, Wis-
senschaft und Politik. Ziel der zehn
Projekte ist es, die digitale Transfor-
mation in die Breite der Region Ostwest-
falen-Lippe zu tragen. Insgesamt werden
mit Unterstützung von Land, Bund und EU bis
2022 Projekte im Umfang von 200 Millionen Euro
auf den Weg gebracht.
Mehr Informationen: www.owl-morgen.de
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Die Herausforderungen für
die Lebensmittelunternehmen
werden immer komplexer.
Die Food-Processing Initiative
setzt mit ihrer Arbeit wichtige
Impulse und schafft nachhaltige
Lösungen für die Branche.
Prof. Dr.-Ing. Ralf Hörstmeier
Initiator der Initiative und Ehrenmitglied
des Food-Processing Initiative e.V.
nrw tischt auf: gemeinsam mit der Universität Witten/Herdecke wird der branchen-
übergreifende Kongress 'Zwischen Innovation & Tradition' organisiert.
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© Alfred Willich
„Mittelständler sind oft innovativer als Konzerne“
Die Alfred Willich GmbH & Co. KG befindet sich im Die Food-Processing Initiative steht für eine Fülle
Herzen Westfalens mit seiner typischen Wurst- an Know-how, das wir auf eigene Art und Weise in
und Fleischwarenindustrie. Das Familienunter- unserem Unternehmen umsetzen. Der Austausch
nehmen aus Versmold entwickelt maßgenschnei- im Netzwerk bringt aber auch Bestätigung für den
derte Tauchmassen und Überzugsmassen für die eigenen Weg – eine Art Benchmark, wie Sie ihn aus
Veredelung von Wurst- und Schinkenprodukten. Marktstudien und Statistiken so nicht bekommen.
Ein Gespräch mit Geschäftsführer Volker Willich.
Worauf konzentrieren Sie sich gegenwärtig in
Herr Willich, was sind die Erfolgsfaktoren ei- der unternehmerischen Tätigkeit? Aktuell fokus-
nes mittelständischen Familienunternehmens? sieren wir auf Innovationen, die in unser Portfolio
Mittelständler sind schneller, beweglicher und oft passen und gleichzeitig neue Märkte ansprechen.
innovativer als große Konzerne. Die entscheidenden Wir erweitern unser Angebot kontinuierlich, was sich
Erfolgsfaktoren liegen in der Kundennähe und der auch daran zeigt, dass Clarys Food Ingrediens und
Produktkenntnis. Das fördert den Unternehmens- Willich Tauchmassen seit 2015 verbunden sind. Zu-
erfolg, bindet Kunden dauerhaft und macht das dem haben sich unter dem Slogan '4 Brands with 1
Unternehmen für qualifizierte Mitarbeiter attraktiv. Vision' vier Marken unter dem Dach der CeWeCon
vereint, die einer Leitidee folgen: Der Entwicklung,
Welche Rolle spielen Netzwerke wie das der Herstellung und dem Vertrieb von Lösungen für die
Food-Processing Initiative dabei? Sie sind der Lebensmittelindustrie.
Schlüssel für mehr Innovationskraft und Wettbe-
werbsfähigkeit. Sie unterstützen kleine und mittel-
Volker Willich
ständische Betriebe und bieten ein Forum, um über Geschäftsführer
das eigene Tun und Handeln zu berichten. Sie helfen, Alfred Willich GmbH & Co. KG
die Alltagsprozesse zu überdenken und liefern An- 33775 Versmold
regungen für neue Herangehensweisen. www.willich-tauchmassen.de
Ein wichtiger Aspekt des Netzwerkens ist
der Austausch, denn der Lerneffekt von ande-
ren und mit anderen ist meist größer ... Andere
Branchen haben oft ähnliche Herausforderungen.
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© Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG
Beratung für Staatlich Bad Meinberger nutzte im Vorfeld der Umsetzung
seines neuen, ressourceneffizienten Anlagenkonzepts die
Ressourceneffizienz PIUS-Finanzierung der Effizienz-Agentur NRW.
Der Getränkeproduzent Staatlich Bad Meinber-
ger senkt sein Wasseraufkommen um über 4.500
Kubikmeter pro Jahr. Zentis, der Aachener Her-
steller von Fruchtaufstrichen, nutzt wiederauf-
bereitetes Wasser zur Vorreinigung. Und Pflan- sourceneffizienzberatung dabei, ihre Produkte und
zenölproduzent Walter Rau aus Neuss erreicht Prozesse effizienter zu gestalten und damit Kosten
mehr Kostentransparenz, höhere Energieeffizienz und Umweltbelastungen zu reduzieren. Darüber hi-
und geringere CO2-Emissonen. Was ist allen ge- naus bietet sie mit der Finanzierungsberatung Unter-
meinsam? Sie haben das Beratungsangebot der stützung bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Effizienz-Agentur NRW (EFA) genutzt. oder Investitionen und begleitet die Umsetzung von
Maßnahmen. Zusätzlich informiert die EFA regelmä-
Die Lebensmittelbranche ist aufgrund ihrer Stärke ßig in ihren Veranstaltungen, Schulungen und Work-
und ihrer hohen Ressourcenrelevanz eine Schwer- shops über aktuelle Entwicklungen zu dem Thema.
punktbranche für die Duisburger Effizienz-Agentur
NRW, die neben ihrem Hauptsitz im Ruhrgebiet noch Innovatives Konzept senkt Wasser-
acht Regionalbüros in ganz Nordrhein-Westfalen und Chemikalienverbrauch
betreibt. Was aber ist die Aufgabe der EFA?
Doch zurück zu den Beispielen: Bad Meinberger
„Sie wurde vor mehr als 20 Jahren auf Initiative senkt seinen Wasserverbrauch mithilfe eines inno-
des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums vativen CIP-Anlagenkonzepts, was zu Energieeinspa-
gegründet, um als unabhängiger Dienstleister Im- rungen von über 100.00 Kilowattstunden pro Jahr und
pulse für ein ressourceneffizientes Wirtschaften in einer Reduktion von CO2-Äquivalenten von knapp 22
Industrie- und Handwerksbetrieben zu geben“, erläu- Tonnen pro Jahr führt. Um den Frischwasserbedarf,
tert EFA-Geschäftsleiter Dr. Peter Jahns. Die Agentur die Abwassermenge und somit die Kosten zu senken,
unterstützt produzierende Unternehmen mit der Res- setzte Zentis erfolgreich auf die Entwicklung eines
Über 200 Unternehmen und Institutionen aus allen Zweigen der Ernährungsbranche beteiligen
sich am Wettbewerb 'Kooperation und Innovation in der Prozesskette Food NRW 2004.'
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© Effizienz-Agentur NRW
Neben der Beratung ist die Information über Ressourcen-
effizienz die wichtigste Aufgabe der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter um EFA-Geschäftsleiter Dr. Peter Jahns.
innovativen Membranverfahrens, um einen Teil des kommen. Aber Fakt ist auch: das passiert noch nicht
Reinigungswassers wieder aufzubereiten. Die Rück- in dem Maße, um den drängenden Problemen von
führung des aufbereiteten Prozesswassers senkt Rohstoffknappheit und Umweltbelastungen durch
den Frischwasserbedarf und die Abwassermenge Gewinnung, Produktion und Entsorgung wirksam
um 52.000 Kubikmeter pro Jahr. Bei Walter Rau sorgt begegnen zu können“, so Jahns.
heute ein verbessertes, vorbeugendes Instandhal-
tungsmanagement für Einsparungen von jährlich Neutrale Beratungspartner wie die EFA, mit ihrem
424.000 Kilowattstunden Energie und 240 Tonnen Angebot in den Bereichen Produktion, Produkt und
CO2-Emissionen. Kostenrechnung und der Erfahrung im Themen-
feld Ressourceneffizienz leisten, im Netzwerk der
Ressourceneffizienz ist in der Food-Processing Initiative im wahrsten Sinne des
Branche angekommen Wortes wertvolle Unterstützung.
Diese Beispiele sind für Peter Jahns nur ein kleiner
Ausschnitt der vielfältigen Beratungsaktivitäten der
EFA, die jährlich rund 250 Projekte und mehr als 200
Ilona Dierschke
Veranstaltungen durchführt. „Fakt ist: In Deutsch- Ressourceneffizienz-Beratung
land hat der Materialaufwand in den vergangenen Effizienz-Agentur NRW (EFA)
Jahren kontinuierlich abgenommen bei gleichzeitig 47119 Duisburg
steigendem Bruttoinlandsprodukt. Das zeigt, das www.ressourceneffizienz.de
Thema Ressourceneffizienz ist in der Branche ange-
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© Berief
'Gewusst wo' Das Netzwerk der Food-Processing Initiative ist für
Theodor W. Berief ein weiteres Instrument, das den Blick über
den Tellerrand ermöglicht.
entscheidet über den Erfolg!
Die Berief Nahrungsmittelmaschinen GmbH & Hier sehen wir als Anlagenbauer unsere künftige
Co. KG fertigt in Wadersloh-Diestedde Anlagen Herausforderung: In der Entwicklung flexibler Lösun-
zur thermischen Behandlung von Lebensmitteln. gen, für Märkte mit sowohl großen als auch kleinen
Mit seinen individuellen Lösungen behauptet sich Losgrößen, bei steigenden Gesamtkapazitäten.
das mittelständische Unternehmen erfolgreich
auf dem internationalen Markt. „Fortschritt Welches sind die Forderungen, auf die ein mit-
entsteht durch Ideen“, meint Theodor W. Berief. telständischer Maschinenbauer heute reagie-
In Netzwerken sieht der Geschäftsführer weitere ren muss? Die Verbraucher wünschen sich frische
Instrumente für unternehmerisches Handeln. Lebensmittel mit einer langen Mindesthaltbarkeit.
Die Anlagen müssen dafür höchste Hygienestan-
Herr Berief, Sie planen und produzieren seit dards erreichen – und das unter Berücksichtigung
über 70 Jahren Hochleistungsmaschinen zur ther- der Wirtschaftlichkeit.
mischen Behandlung von Lebensmitteln. Was hat
sich in dieser Zeit verändert? Theodor W. Berief: Hinzu kommen die Aspekte der schonenden
Die Märkte ticken heute unterschiedlich. Bevölke- Verarbeitung von Lebensmitteln ... Unsere Stärke
rungsreiche Regionen mit wachsenden Einkommen liegt in der Erzeugung natürlicher Geschmacksaromen
können den Bedarf an Nahrungsmitteln künftig nur durch Schmoren und Braten. Die thermischen Pro-
noch durch kontinuierliche Prozesse mit hohen Ka- zesse unserer Anlagen orientieren sich an der scho-
pazitäten bewerkstelligen. In Europa verzeichnen wir nenden Hausmacherart. Die Geschmacksaromen
einen gegenläufigen Trend, hin zu kleinen Chargen, bilden sich auf natürlichem Weg. Lebensmittelpro-
diese aber mit einer unglaublichen Produktvielfalt. duzenten kommen dem Clean-Label-Ziel so deutlich
Erstmals ist das Netzwerk der Food-Processing Initiative an
einem Projekt aus dem 6. EU-Rahmenprogramm beteiligt.
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Nahrungsmittelmaschinen
FOOD MACHINES FOR A NATURALLY BETTER TASTE
Bei der industriellen Herstellung von Fertiggerichten
© Berief
und Convenience-Produkten nicht mehr wegzudenken:
Der Kippkochkessel von Berief.
Nahrungsmittelmaschinen
r da s Be ste!
für die Industrie Für Ihre Köche bekommen Sie nu
näher, was die Rohstoffkosten senkt und die Qualität Wie profitieren Sie als Mitglied der Food-Pro-
der Produkte steigert. cessing Initiative vom Wissenstransfer zwischen
Forschung und Industrie? Über das Netzwerk ist ein
Welche Rolle spielen Netzwerke für Sie? Kurze Förderprojekt mit der Hochschule Ostwestfalen-
Wege sorgen für schnelle und flexible Lösungen. Lippe entstanden. Ziel ist die Destillation ätherischer
Der Faktor 'gewusst wo' entscheidet über den Erfolg, Öle aus Kräutern mit neu entwickelter Anlagentech-
und den finden wir in Netzwerken wie dem der Food- nik. Aktuell arbeiten wir an einem Prototypen, mit
Processing Initiative. Sie ermöglichen uns den Blick dem sich neue Prozessparameter gewinnen lassen.
über den Tellerrand, woraus neue Kontakte ent-
stehen. So sind wir auf Surface4Food gestoßen, ein Was versprechen Sie sich von den Ergebnis-
Netzwerk, das sich der Veredelung von Oberflächen sen? Am Ende soll eine marktfähige Prozessanlage
und der effektiven Reinigbarkeit widmet. stehen, mit der sich ätherische Öle schonend und
energiesparend gewinnen lassen.
Welche Bereiche gilt es aktuell anzupacken? Wir
beschäftigen uns intensiv mit dem Thema 'Industrie
4.0' und bauen unser ERP-System weiter aus. Zu-
künftig wollen wir unsere Dienstleistungen für Le-
Dipl.-Wirt.-Ing.
bensmittelproduzenten auf Schulungen an unseren Theodor W. Berief
Maschinen ausweiten. Geschäftsführender Gesellschafter
Berief Nahrungsmittelmaschinen
GmbH & Co. KG
59329 Wadersloh-Diestedde
www.berief.de
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© CSB-System
Teamwork im Herzen Asiens Die CSB Unternehmensgruppe hat sich mit ihrem Portfolio an
Software, Hardware und Services konsequent auf die Prozess-
industrie und den Handel spezialisiert.
Die vierte industrielle Revolution, die digitale Ver-
netzung der Wirtschaft, hält die Unternehmen der
Lebensmittelindustrie in Atem. Geschäftsmodelle
basieren künftig auf der Auswertung von Daten
und funktionieren über IT- und Businessplatt-
formen. Die Food-Processing Initiative schafft
die Plattform für die Ernährungsindustrie und Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen aus
die CSB-System AG aus Geilenkirchen setzt die Industrie, Handel und Handwerk“, erinnert er sich.
Digitalisierung erfolgreich für die Branche um –
eine Kooperation, deren gemeinsame Expertise Die Automationslösungen der IT-Spezialisten aus
bis nach Südkorea reicht. Geilenkirchen spielen eine zentrale Rolle im Kontext
von Industrie 4.0. Dass die Digitalisierung der Prozes-
Der Plattformgedanke ist es auch, der die Zusam- se der Lebensmittelindustrie nicht nur hierzulande
menarbeit zwischen der Food-Processing Initiative ein Thema ist, sondern auch in Südkorea auf großes
und der CSB-System AG von Beginn an geprägt hat. Interesse stößt, zeigen die gemeinsamen Aktivitäten
Bereits im Jahr 2000, rund sechs Monate vor Grün- mit dem Technologiezentrum FoodPolis. Das füh-
dung des Vereins, suchten Norbert Reichl und Dr. rende koreanische Food Cluster und die Food-Pro-
Klemens van Betteray das Gespräch und trafen sich cessing Initiative einigten sich im Mai 2017 anlässlich
in Dortmund auf der Messe EuroPartner, auf der van eines Besuchs bei der CSB-System AG darauf, die
Betteray über moderne Informationstechnologie und Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Ent-
Nahrungsmittelsicherheit referierte. „Rund 400 Aus- wicklung und Innovation zu intensivieren.
steller, überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, prä-
sentierten sich mit ihrem Leistungsprofil vor einem Koreas internationaler Lebensmittelknotenpunkt
großen Fachpublikum. Ziel war die Vermittlung neuer befindet sich mitten im Herzen von Asien und ver-
Die Food-Processing Initiative ist Partner der EU-China
Kooperationsbörse Agrar- und Ernährungswirtschaft in Chengdu.
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© CSB-System
Im Mai 2017 unterzeichneten Vertreter von FoodPolis und
der Food-Processing Initiative ein Memorandum of Under-
standing.
bindet auf einer Fläche von 358 Hektar zehn For- Fleischwirtschaft besucht und ein Gespräch mit dem
schungszentren und über 160 Lebensmittelunter- Vertreter der deutschen Botschaft in Seoul geführt.
nehmen mit 20 Prozent der Weltbevölkerung. Mit
dieser geballten Kompetenz und der Expertise aus- „Foodpolis ist mehr als eine Geschäftsplattform.
ländischer Partner sollen Lösungen für den globa- Es ist ein Ort an dem Fachleute zusammenkommen,
len Nahrungsmittelbedarf gefunden werden, wobei um Lösungen für die komplexen Fragen der Lebens-
Lebensmittelqualität und -sicherheit an erster Stelle mittelproduktion zu erforschen und zu entwickeln”,
stehen. meint van Betteray. Ein Wiedersehen mit den korea-
nischen Gastgebern hat bereits stattgefunden: Im
Ende des Jahres 2017 gestaltete ein deutsches Ex- Februar 2018 wurde der Austausch, diesmal wieder
pertenteam, dem Klemens van Betteray angehörte, in Deutschland, fortgesetzt.
das Symposium 'Food Industry and the 4th Industrial
Revolution' im Forschungszentrum des Clusters in
Iksan nahe Seoul mit. Gut 200 Teilnehmer folgten
Dr. Klemens van Betteray
den Ausführungen deutscher und koreanischer Ex- Vice President
perten. Neben der Konferenz und der Besichtigung CSB-System AG
der Labore der FoodPolis wurden der Wurstherstel- 52511 Geilenkirchen
ler S-Food und die staatliche Kontrollbehörde für www.csb.com
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Kundenworkshops Joint Ventures
Ideenwettbewerbe
Open Expertennetzwerke Kooperationen
Innovation
Crowdsourcing
Win- ge me n t
Partn Win- r m an a
erscha
ften Cluste
Innovationen durch Netzwerke
Kreativität gedeiht dort am besten,
wo Menschen ihr Wissen teilen
Wettbewerbsfähig bleibt, wer seine eigenen Fähigkeiten mit denen anderer teilt und um
sein Wissen erweitert. Genau hier setzt das Netzwerk der Food-Processing Initiative an.
Wir zielen darauf ab, die verschiedenen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
zusammenzubringen. Wir vermitteln weiterführende Kontakte in unserem Netzwerk,
um Zugang zu internationalen Märkten zu erhalten oder Kooperationsprojekte mit
Forschungseinrichtungen zu initiieren. Und wir unterstützen Sie dabei, sich selbst
besser zu vernetzen – beispielswiese mit unserem Clustermanagement Tool CLOU5.
Sind Sie fit für Innovation? Die Fähigkeit zur Ausbildung von Netzwerken wird
künftig über wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Relevante Lösungen systemisch
zu gestalten – das gelingt nur im Rahmen einer Open-Innovation-Kultur. Mitarbei-
ter, Kooperationspartner und Kunden werden so zu Innovationstreibern. Doch ein
wesentlicher Teil von netzwerkbasierten Prozessen in kleinen und mittelständischen
Unternehmen scheitert am fehlenden Know-how, wenn es darum geht, längerfristig
neue Kontakte zu knüpfen. Die Food-Processing Initiative unterstützt bei der ...
... Innovationsarbeit in Netzwerken
... Wissensbildung und dem Technologietransfer
... Organisation und dem Management von Netzwerken
... Beantragung staatlicher Fördermittel
Mit den Projekten Global Food und FutureFood.NRW rückt die
Personalqualifizierung in den Fokus der Netzwerkaktivitäten.
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Gemeinsam Neues erreichen! Komplexe oder über mehrere Wertschöpfungsstufen
verteilte Aufgaben lassen sich nicht allein und in einem einzelnen Projekt bewältigen.
Im Netzwerk der Food-Processing Initiative treffen Angebot und Nachfrage von
Know-how und Kompetenz aufeinander. Die Fragestellungen begrenzen sich nicht
nur auf technische Neuerungen, sondern auch auf die Vertriebsprozesse und Mar-
ketingstrategien entlang der gesamten Wertschöpfungskette, bis hin zum Personal-
management. In dieser vertrauenswürdigen Gemeinschaft koordinieren wir den ...
... Aufbau eines Innovations-Ökosystems
... Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft
... Austausch mit Experten über Innovationsthemen
... Einsatz von Clustermanagement Tools
Projekte der Food-Processing Initiative
Zirkuläre Wertschöpfung für eine Zukunft ohne Abfälle
No waste, Schluss mit der Abfallproduktion! Das ist Bielefeld mit ihrem Stu-
die Vision der Partner von CirConomyOWL. Mit Ener- dienmodul Circular Eco-
gie Impuls OWL, InnoZent OWL, der Food-Processing nomy. Dipl.-Ing. Karsten
Initiative, OWL Maschinenbau und dem Zentrum für Ollesch, Prokurist und
Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL bün- Vertriebsleiter des be-
deln die fünf Innovationsnetzwerke der Region Ost- teiligten Anlagenbauers
westfalen-Lippe dafür ihre Kompetenz. Glass aus Paderborn, er-
klärt: „Unsere zukünfti-
Im Rahmen des gemeinsamen Projekts steht die ge Aufgabe ist es, immer mehr Stoffe, Komponenten
zirkuläre Wertschöpfung und damit Produkte, Bau- und ganze Baugruppen für den endlosen Einsatz
teile oder Materialien, die von Anfang so konzipiert zu konzipieren.“ Eine Aufgabe, die nicht von einem
sind, dass sie sich in stetigem Kreislauf einsetzen Unternehmen allein zu lösen sei. „Die OWL-Netz-
lassen – ohne im Downcycling zu landen. Konsequent werke ermöglichen die branchenübergreifende
umgesetzt führt dieses zu einer Entkopplung des Zusammenarbeit. Mit der Unterstützung durch das
wirtschaftlichen Wachstums vom Verbrauch natür- Land Nordrhein-Westfalen können wir den Standort
licher Ressourcen. Ostwestfalen-Lippe zur Modellregion für zirkuläre
Wertschöpfung entwickeln.“
Rund 60 Unternehmen, Hochschulen und Institutio-
nen beteiligen sich an dem Vorhaben. Den Anker in Mehr Informationen:
die Ingenieurausbildung bietet die Fachhochschule www.die-innovationsnetzwerke-owl.de
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Ernährungswirtschaft in
Nordrhein-Westfalen
250 km Mit weltbekannten Großunternehmen und kleinen
und mittelständischen Betrieben steht die Ernäh-
rungswirtschaft für Innovationskraft und hohe Pro-
duktivität. Vor allem mittelständische Unternehmen
mit bis zu 250 Beschäftigten bilden das Rückgrat der
Branche. Die Stärken der Ernährungswirtschaft liegen
in der Nähe zu Millionen Kunden im In- und Ausland,
150 km
einem breiten Branchenmix und die Verfügbarkeit
leistungsfähiger Zulieferer aller Art.
Bielefeld
Über 1.000 lebensmittelverarbeitende
Unternehmen mit mehr als 109.000 Be-
schäftigten sind in Nordrhein-Westfalen
75 km
Düsseldorf angesiedelt.
M Köln Mit 41 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaf-
tet die Branche fast ein Viertel des gesamtdeutschen
Umsatzes.
Die Hälfte der 50 umsatzstärksten Unternehmen
der deutschen Ernährungsindustrie ist in Nord-
Wirtschaftsstandort rhein-Westfalen angesiedelt.
im Zentrum Europas
Mehr als 4.500 Young Professionells stu-
dieren und promovieren in über 40 Studien-
Nordrhein-Westfalen zählt zu den führen- gängen mit Bezug zur Lebensmittelbranche.
den Wirtschaftsregionen und ist das bevölke-
rungsreichste Bundesland Deutschlands. Die 17,9 Am Messestandort Köln sind die drei
Millionen Einwohner erwirtschaften mit rund 705 internationale Leitmessen Anuga, Anuga
Milliarden Euro mehr als ein Fünftel des gesamten FoodTec und ISM zuhause.
deutschen Bruttoinlandsprodukts und liegen damit
deutlich an der Spitze aller Bundesländer. Die nordrhein-westfälischen Anlagen-
bauer stellen Nahrungsmittel- und Ver-
Im Radius von 500 Kilometern um die Landeshaupt- packungsmaschinen im Wert rund zwei
stadt Düsseldorf leben über 160 Millionen Menschen. Milliarden Euro her.
Keine andere europäische Metropole verfügt über
eine solche Kaufkraft. Die Wertschöpfungskette im
Bereich Ernährung reicht von den Input-Sektoren 500 km
der Landwirtschaft über Ernährungsindustrie und
-handwerk bis zu den diversen Verbraucherschnitt-
stellen in Lebensmitteleinzelhandel oder Gastro-
nomie.
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Der EU-Binnenmarkt bildet mit rund 79 Prozent aller Lebensmittelimporte und
83 Prozent aller Exporte den Schwerpunkt des Außenhandels.
Quelle: IT.NRW, VDMA NRW, Außenhandelsstatistik Nordrhein-Westfalen, Stand: 2017
Markt, Handel und
Exporte
Die hervorragende Infrastruktur, die
zentrale Lage und hochqualifizierte
Arbeitskräfte machen Nordrhein-West-
falen zu einem Wirtschaftszentrum von
internationalem Rang. Bei zahlreichen
Kenngrößen zählt das Land zur Welt-
spitze.
Im Jahr 2018 erwirtschaftete die nord-
rhein-westfälischen Nahrungs- und
Futtermittelindustrie über 36 Milliar-
den Euro und exportierte Waren im
Wert von 8,5 Milliarden Euro. Vier der
zehn umsatzstärksten Lebensmittel-
handelshäuser in Deutschland haben
ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen: Rewe
(Platz 3), Aldi Gruppe (4), Metro (5) und
Lekkerland (6).
Das Netzwerk der Food-Processing Initiative wird Stakeholder bei NRW.Europa, der
Plattform für die EU-Märkte von Zenit und der Förderbank für Nordrhein-Westfalen.
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Gerald Böse hat 2008 den Chefposten
auf dem Messegelände Köln Deutz
© Koelnmesse
übernommen. Der Betriebswirt ver-
antwortet jährlich rund 80 Veranstal-
tungen, darunter Weltleitmessen für
über 25 Branchen.
Gerald Böse zur Bedeutung von Fachmessen im digitalem Zeitalter
„Das persönliche Treffen wird
immer wichtiger“
Die Koelnmesse ist das Aushängeschild der gesamten Region und B2B-Entscheider können sich
das Schaufenster der globalen Ernährungswirtschaft. Gerald Böse heute tagesaktuell informieren.
ist überzeugt: Internationale Leitmessen wie die Anuga oder die An- Warum werden Messen in Zeiten
uga FoodTec sind im Zeitalter der Digitalisierung „nicht nur wichtig, des digitalen Informationsaus-
sondern haben eine wachsende Bedeutung.“ Im Gespräch verrät der tausches weiterhin gebraucht?
Vorsitzende der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, wie er Wir wollen Menschen verbinden –
das Erlebnis Messe für Aussteller und Besucher attraktiv halten will. und das Netzwerken funktioniert
auch in digitalen Zeiten am besten
Herr Böse, mit 100 Jahren ist Wie erklären Sie sich diesen analog. Messen sind Branchen-
die Anuga der älteste Markt- Erfolg? Der konsequente Aus- treffen, um die persönlichen Kon-
platz der Branche – und noch bau zur Fachmesse, die qualitati- takte mit Kunden, Händlern, Ge-
immer am Puls der Zeit ... Die ve Selektion und die immer weiter schäftspartnern und Journalisten
Anuga ist unbestritten die global verfeinerte Bündelung von Wa- zu vertiefen. Gleiches gilt für das
größte und bedeutendste Fach- rengruppen sowie die klare Fo- Probieren und Erleben von Pro-
messe für Lebensmittel und Ge- kussierung machten die Anuga dukten, was gerade auf der Anuga
tränke. Sie bietet Inspiration und im Laufe der Zeit zu dem, was sie oder der ISM jedem Besucher klar
Netzwerken auf höchster Ebene heute ist: Zu einer in Angebots- wird. Wir wissen aber auch, dass
und ist damit ein Pflichttermin breite wie -tiefe konkurrenzlosen das Messegeschäft in zehn Jahren
im Kalender vieler Entschei- Veranstaltung. Hinzu kommt das nicht mehr genauso funktionie-
der. Es gibt keine vergleichba- eindrucksvolle Konzept, welches ren wird wie heute. Unser Ziel ist,
re Plattform, auf der Angebot immer wieder verfeinert wurde beides miteinander zu verbinden:
und Nachfrage und die gesamte und für die Vielfältigkeit der Le- Das Digitale und das Persönliche.
Business-Community sowie die bensmittelbranche steht: Zehn
komplette Innovationskraft der Fachmessen unter einem Dach, Messen dauern nur wenige
jeweiligen Branchen so konzent- jede davon einzigartig in ihrem Tage. Wie wirkt sich die Verbin-
riert zusammenkommen. Produktsegment. dung von digitalem und Face-
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© Koelnmesse
Die Koelnmesse ist führend in der Durchführung von Ernährungsmessen und Ver-
anstaltungen zur Verarbeitung von Lebensmitteln und Getränken. Messen wie die
Anuga, die ISM und die Anuga FoodTec sind als weltweite Leitmessen etabliert.
to-face-Angebot aus? Wir bieten einzige Veranstalter, der sowohl
Services, mit denen unsere Kun- Wir verstärken unsere handelsorientierte Formate als
den ihren Messeerfolg verbessern Kernkompetenz in den auch die dazu passenden Inves-
können – wie beispielsweise die Bereichen, von denen wir titionsgüterplattformen anbietet.
Erfassung der Besucherdaten etwas verstehen. Dazu Die vertikale Ausrichtung unseres
mittels Leadtracking. Darüber gehören Food und FoodTec. Portfolios innerhalb der Ernäh-
hinaus stecken wir viel Energie rungsindustrie ist ein strategischer
in digitale Angebote, mit denen Unternehmen sind an den Rhyth- Vorteil mit vielen Synergien, denn
wir die Unique Selling Proposition mus dieser Messen angepasst. Die die Aussteller sind gleichzeitig die
unserer Messen an 365 Tagen im Aussteller nutzen die Plattformen Besucher der Anuga FoodTec und
Jahr bieten. Ein Beispiel dafür ist mit Erfolg, um ihre Innovationen ProSweets Cologne.
ambista, ein globales B2B-Portal einem breiten Publikum vorzu-
für die Einrichtungsbranche. Ähn- stellen. Auf einer Messe wie der Vom Erfolg der Messen profi-
liche Plattformen wollen wir für Anuga FoodTec finden Entschei- tieren nicht nur Sie als Veranstal-
andere Branchen etablieren. der alles an einem Ort und können ter, sondern auch die gesamte Re-
Anlagen in Aktion erleben, ohne gion. Schließlich kommen fast 90
Die Koelnmesse weist eine um die halbe Welt zu reisen ... Prozent der Aussteller der Anuga
ausgewiesene Kompetenz in aus dem Ausland und weit über 70
den Bereichen Food und Food- Ausstellende Unternehmen Prozent der Besucher ... Köln ist
Tec auf. Wie beurteilen Sie de- müssen also nicht unbedingt die Heimat des Kompetenzfeldes
ren Bedeutung als Innovations- ins Ausland gehen? Genau. Ge- Ernährung und Ernährungstechno-
treiber? Anuga, Anuga FoodTec, rade kleine und mittelständische logie. Auch die geografischen und
ProSweets Cologne und ISM sind Lebensmittelproduzenten nut- wirtschaftlichen Faktoren spre-
internationale Leitmessen mit ei- zen die Anuga oder die ISM als chen für den Messestandort. Wir
nem extrem hohen Auslandsan- Einstieg in das internationale Ge- befinden uns mitten in Europa und
teil. Die Entwicklungszyklen vieler schäft. Die Koelnmesse ist der sind sehr gut an das deutsche und
Die Arbeit am Projekt Food2Market beginnt. Mit den Partnern aus Deutschland, den Niederlanden und
Belgien gelingt es, eine einzigartige Kompetenzregion für die Lebensmittelproduktion zu schaffen.
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