ZÜRCHER HOCHSCHULE DER KÜNSTE - ZHDK
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Zürcher Hochschule der Künste Forschungsbericht Jährlicher Forschungsbericht der Institute und des eigenständigen Forschungsschwerpunkts
ZHdK Forschungsbericht 2019 Glossar Glossar Inhaltsverzeichnis Departemente ZHdK: DDE: Department Design DDK: Departement Darstellende Künste und Film DFA: Department Fine Arts DKV: Departement Kulturanalysen und Vermittlung DMU: Departement Musik 1. Hochschulweite 5 Forschung ZHdK: Angaben 1.1. Strategie und Organisation ZHdK 6 fsp-t: Forschungsschwerpunkt 1.2. Grundfinanzierung und Drittmittel 9 Transdisziplinarität aller Institute FAE: Forschung Art Education 1.3. Gesamtperspektivische Erwägungen 9 GSF: Geschäftsstelle Forschung 1.4. Transfer Forschung in Lehre 11 IAE: Institute for Art Education 1.5. Fazit 13 ICS: Institute for Cultural Studies in the Arts ICST: Institute for Computer Music and Sound Technology IDE: Institut für Designforschung IFCAR: Institute for Contemporary Art Research IMR: Institute for Music Research IPF: Institute for the Performing Arts and Film ith: Institut für Theorie Sonstiges: BA: Bachelor of Arts ETHZ: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich FHNW: Fachhochschule Nordwestschweiz FR: Fachrichtung FS: Frühlingssemester FSP: Forschungsschwerpunkt HS: Herbstsemester MA: Master of Arts SNF: Schweiz. Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftl. Forschung UZH: Universität Zürich ZHAW: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften 2
ZHdK Forschungsbericht 2019 Inhaltsverzeichnis 6. Institut für 31 Theorie (ith) 6.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 32 6.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 33 vier Indikatoren 6.3. Fazit 34 7. FSP Transdisziplinarität 35 (fsp-t) 7.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 36 7.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 36 vier Indikatoren 7.3. Fazit 38 8. Institute for 39 Contemporary Art Research (IFCAR) 8.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 40 2. Institute for the 15 8.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 41 Performing Arts vier Indikatoren and Film (IPF) 8.3. Fazit 42 2.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 16 2.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 17 vier Indikatoren 9. Institute for 43 2.3. Fazit 18 Computer Music and Sound Technology (ICST) 9.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 44 3. Institut für 19 9.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 45 Designforschung (IDE) vier Indikatoren 3.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 20 9.3. Fazit 46 3.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 21 vier Indikatoren 3.3. Fazit 22 10. Institute for Music Research (IMR) 47 10.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 48 10.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 48 4. Institute for 23 vier Indikatoren Art Education (IAE) / Seit März: 10.3. Fazit 49 Forschung Art Education (FAE) 4.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 24 4.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 25 Glossar 2 vier Indikatoren Impressum 50 4.3. Fazit 26 5. Institute for 27 Cultural Studies in the Arts (ICS) 5.1. Profil und Forschungsschwerpunkte 28 5.2. Wichtigste Ergebnisse gemäss den 29 vier Indikatoren 5.3. Fazit 30 3
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben 1 Hochschulweite Angaben Toni-Areal, Foto: Regula Bearth © ZHdK 5
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben 1.1. Strategie und Ausstrahlung Organisation ZHdK Die ZHdK hat eine hohe Visibilität, trägt zu den Diskursen der Forschungsgemeinschaft bei und befördert die Entwicklung der künstlerischen, gestalterischen und vermittelnden Disziplinen. Besonderes Gewicht kommt der künstlerischen beziehungsweise praxisbasier ten Forschung zu. Die Forschungsergebnisse sind zugänglich und für Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft relevant. Strategie ZHdK im Leistungsbereich Forschung Im März 2019 genehmigte der Fachhochschulrat die neue Strategie der Zürcher Hochschule der Künste 2019–2023, welche die Hochschulleitung unter Einbezug der Angehörigen, der Gremien und des Beirats der ZHdK erarbeitet hat. Für den Bereich Forschung wurden folgen- de strategischen Ziele formuliert: Positionierung Die Forschung an der ZHdK ist in ausgewählten Schwerpunkten international führend. Die ZHdK ist ein attraktiver Forschungsstandort für exzellente Forschende. Austausch Forschung/ Lehre Zwischen Forschung und Lehre findet ein enger Austausch statt. Um Lehre und Forschung künftig noch enger zu verknüpfen, organisiert die ZHdK ihre Forschung neu. Z u k ü n ft ige For schu ngsorga n i sat i on Das Projekt «Zukünftige Forschungsorganisation» wurde von der Hochschulleitung im Juni 2019 gestartet und klärt auf Grundlage der strategischen Ziele, wie eine mit der Lehre integral verbundene Forschung an der ZHdK gesteuert werden soll, welche Aufgaben Professo- rinnen und Professoren erfüllen, über welche Kompeten- zen sie verfügen und welche Strukturen und Finanzie- rungsmodelle eine international anschluss- und konkur- renzfähige Forschung befördern. Nachw u ch s förder u ng Ein besonderer Fokus liegt auf der departements übergreifenden Forschung, der thematischen Schwerpunkt bildung, der Nachwuchsförderung und dem 3. Zyklus. 6
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben Organigramm der gesamten ZHdK Hochschulleitung: Rektor, Departementsleitende, Verwaltungsdirektorin (Beisitz: Vertretung Hochschulversammlung, Generalsekretariat, Beirat Akkreditierung und Qualitätsentwicklung, Hochschulkommunikation) Rektorat Akkreditierung und Qualitätsentwicklung Sevices Digitalrat Facility Management Generalsekretariat Foundation Finanzen und Controlling Gleichstellung & Diversity ZHdK Informationstechnologie-Zentrum Hochschulkommunikation Hochschuladministration Medien- und Informationszentrum Human Resources Management Rechtsdienst/Zentrum für Kulturrecht Produktionszentrum Alumni- Departement Departement Departement Departement Departement Organisation Darstellende Design Kulturanalysen Fine Arts Musik Künste und Film und Vermittlung* Bachelor Bachelor Bachelor Bachelor • – Design Bachelor • – Kunst & • – Musik • – Theater • – Art Education Medien • – Musik und • – Film Master Bewegung • – Contemporary • – Design Master Master Dance • – Art Education • – Fine Arts Master Forschung • – Transdiszipli- • – Music Master • – Institut für narität Forschung Pedagogy Dossier Lehre • – Theater Designforschung • – Institute for • – Music • – Film Propädeutikum Contempory Art Performance • – Dance Weiterbildung and Research • – Specialized Forschung Music Tanz Akademie • – Institute for Performance Zürich Art Education / • – Composition Dossier Forschung Forschung Art and Theory Forschung Education • – Institute for • – Institute for PreCollege the Performing Cultural Studies Arts and Film in the Arts Forschung Dossier Weiterbildung • – Institut für • – Institute for Weiterbildung Theorie Computer • – Forschungs- Music and Theater schwerpunkt Sound Tech- der Künste Transdiszipli nology Dossier Internationales narität • – Institute for Music Weiterbildung Research Z-Kubator Weiterbildung Dossier Veranstaltungen Museum für Musikklub Gestaltung Zürich Mehrspur Hochschul- versammlung • – Senat • – Mittelbaurat • – Personalrat • – Studierendenrat * Im Laufe des Berichtjahrs 2019 wurden die Institute IAE (Feb.) und ICS (Aug.) aufgelöst. Die Forschung wird im Depar- tement Kulturanalysen und Vermittlung neu ausgerichtet. Die FAE (März) konnte bereits neu aufgebaut werden. 7
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben Organigramm der ZHdK im Leistungsbereich F orschung Departement Fine Arts Departement Darstellende Institute for Künste und Film Contemporary Art Research IFCAR Institute for the Performing Arts and Departement FSP Wissens- Film IPF Kulturanalysen formen der Kunst und Vermittlung* FSP Performative FSP Kunst, Praxis Departement Urbanität und Departement Institute for Art Design Öffentlichkeit Musik Education IAE FSP Film ehem. / Forschung Institut für üFSP Public City Institute for Art Education FAE Designforschung Computer Music IDE and Sound FSP Art Education Technology ICST FR Cast/Audiovisual Institute for Media FSP Technologie Dossier Forschung Cultural Studies in und Musikalische Leitung: Christoph the Arts ICS FR Game Design Praxis Weckerle FSP Kulturanalyse FR Interaction Institute for Music Geschäftsstelle Forschung in den Künste Design Research IMR Leitung: Beate Böckem Institut für Theorie FR Industrial FSP Musikalische Dossierkommission ith Design Interpretation Forschung 1 FSP Theorie der FR Knowledge Ästhetik Visualization eigenständiger FSP FR Trends & Transdisziplinarität Identity FR Visual Communication 1 Setzt sich zusammen aus dem Dossierleiter, der Leite- * Im Laufe des Berichtjahrs 2019 wurden die Institute rin der Geschäftsstelle Forschung (Vorsitz), den acht Insti- IAE (Feb.) und ICS (Aug.) aufgelöst. Die Forschung wird im De- tutsleitenden und dem Leiter des Forschungsschwerpunkts partement Kulturanalysen und Vermittlung neu ausgerichtet. Transdisziplinarität. Die FAE (März) konnte bereits neu aufgebaut werden. 8
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben 1.2. Grundfinanzierung 1.3. Gesamtperspektivische und Drittmittel aller Erwägungen Institute Kostendeckung Im Berichtsjahr wurde der Aufbau der Geschäfts- durch Drittmittel 2019 stelle Forschung (GSF) abgeschlossen. Unter der Leitung von Dr. Bea Böckem gelang es in kurzer Zeit den Transfer von der Fachstelle Forschung zu einer umfassend agie- Drittmittelertrag renden Geschäftsstelle zu bewerkstelligen. Neu gibt es Davon Grund- folgende Struktur der Aufgabenbereiche des Grants finanzierung Office, der Forschungskommunikation, der Forschungs- Aufwand services Open Science, PhD und den in der Leitung ange- ( DB 1) ( RKF ) siedelten Umsetzungen von Strategiethemen und Stabs aufgaben. In einem extern begleiteten Prozess wurde vor IDE 1'308 k 1'125 k 817 k diesem Hintergrund die Rolle der Dossierkommission IPF 545 k 1'148 k 603 k Forschung neu definiert. Die Kommission versteht sich IAE ehem. / als explizites Expert*innengremium, welches sich selbst FAE 38 k 482 k 443 k konstituiert. Die GSF stellt das Aktuariat der Sitzungen ICS 183 k 753 k 571 k zur Verfügung. Der Informationsfluss zur bzw. von der ith 336 k 887 k 552 k Hochschulleitung wird durch die Leitung der Geschäfts- fsp-t 178 k 550 k 372 k stelle und die Dossierleitung sichergestellt. IFCAR 914 k 1'547 k 632 k Auch motiviert durch die internen Diskussionen ICST 408k 1'520 k 1'112 k im Dossier Forschung haben sich die übrigen Dossiers IMR 113 k 685 k 573 k der ZHdK entschieden, ihre Strukturen zu harmonisieren. Aufwand DB 1 = Aufwand auf Deckungsbeitragsstufe 1 Ist dieser Prozess dereinst abgeschlossen, wird es dem RKF = Restkostenfinanzierung des Kantons Zürich Dossier Forschung noch besser möglich sein, die Schnitt- k = in CHF 1'000 stellen zu den Bereichen Internationales, Lehre, Weiter- bildung oder Veranstaltungen zielgerichtet zu bespielen. 2019 hat die Hochschulleitung ein durch die GSF Drittmittelanteil in entwickeltes PhD-Konzept für die ZHdK verabschiedet. Prozent Ergänzend zu den bereits erfolgreich bestehenden, je- doch wenig koordinierten, Programmebenen werden nun Ziel: 40 % auf Ebene der ZHdK bzw. auf Ebene der Departemente IDE 62 abgestimmt Strukturen und Prozesse entwickelt. Diese IPF 47 werden die PhD-Profile der ZHdK gegenüber anderen IAE ehem./ Hochschulen oder swissuniversities stärken. FAE 8 2019 beauftragte die Hochschulleitung die Lei- ICS 24 tung der GSF (Co-Leitung S. Becchio, Controlling) mit ith 38 dem hochschulweiten Projekt «Zukünftige Forschungs- fsp-t 32 organisation ZHdK». Das Projekt umfasst vier Arbeits- IFCAR 59 pakete, die 2019–2020 erarbeitet werden. Diese sind eng ICST 27 verknüpft mit den durch die Hochschule festgelegten IMR 16 Massnahmen zur Erreichung der strategischen Ziele Ziel: 30 % 2019–2023. 9
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben Für dieses anspruchsvolle Gesamtportfolio baut die GSF ein professionelles Forschungsmanagement auf. Auf diese Weise soll es möglich werden, Querschnittsauf- gaben voranzutreiben und neue Schnittstellen zu identi- fizieren. Erfreulich ist es, dass mit dem Auf- bzw. Ausbau dieser Strukturen auch ein moderater Ausbau der Stellen verbunden ist. An der ZHdK wird in allen Departementen erfolg- reich geforscht. Die Institute und Forschungsschwer- punkte haben 2019 an rund 60 Forschungsprojekten gearbeitet und rund ein Fünftel davon abgeschlossen. Wichtige Drittmittelgeber sind der Schweizerische Natio nalfonds SNF, Innosuisse – Schweizerische Agentur für Innovationsförderung – und Stiftungen. Am DKV wurden im Lauf des Berichtsjahr aufgrund der gesamten Reorga- nisation des Departements die Institute aufgelöst (IAE per Ende Februar, ICS per Ende August und ith per Ende Dezember). Die verbleibenden Forschungsschwerpunkte wurden in eine neue Struktur überführt, um so den Trans- fer Lehre-Forschung und die Vermittlungsdimensionen ZHdK-weit noch mehr zu stärken. Informationen zu den Forschungsprojekten siehe zhdk.ch/forschungsprojekte. Christoph Weckerle, Dossierleiter Forschung, April 2020 10
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben 1.4. Transfer Forschung Einschliesslich ZDOK wurden 2019 nicht weniger in Lehre als sieben internationale Tagungen oder Symposien mit den jeweiligen Peer-Gruppen durchgeführt, meistens or- ganisiert in enger Zusammenarbeit mit den Praxisfeldern des DDK. Neben den wiederkehrenden Formaten ZDOK und der Research Academy fanden die Jahrestagung der Gesellschaft für Tanzforschung, das Dramaturgie Sym- posium [OBSCENE] sowie die Abschlusssymposien der SNF-Forschungsprojekte «Actor & Avatar» und «DisAbi- lity on Stage» eine grosse Resonanz bei Tanz-, Theater- und Filmschaffenden. Zwei SNF-Projekte wurden erfolg- reich abgeschlossen, inklusive einschlägige Publikatio- nen, zwei neue Projekte wurden beim Schweizerischen Nationalfonds beantragt, alle vier in personeller und the- matischer Nähe zur Lehre. Nicht weniger wichtig ist die Kooperation mit dem departementsübergreifenden Lehr- und Forschungszentrum «Immersive Arts Space» für eine ganze Reihe von Projekten, u. a. einen interdisziplinären Workshop mit Schauspieler*innen, Avataren und Briti- schen MotionCap Expertinnen. Der Transfer zwischen Lehre und Forschung Departement scheint besonders da effektiv zu wirken, wo diese nicht Darstellende Künste als getrennte Leistungsaufträge, sondern als integrierte und Film, DDK Weiterentwicklung eines Expert*innenwissens verstan- den werden. Am DDK wurden 2019 durch die Neubeset- Der Advanced Researchers Council (ARC) widme- zung der Departementsleitung auch erste Weichen für te sich 2019 den Themen: «Open Science. Publikationen eine weitere Engführung zwischen Lehre und Forschung im Open Access zugänglich machen» (ARC.08); «Dritter gesetzt. Zyklus: Künstlerisch-wissenschaftliche PhD-Projekte mentorieren?» mit einem DDK-internen Austausch über Marijke Hoogenboom, Direktorin Darstellende die Anbindung von PhD Studierenden des DDK an die Künste und Film / Anton Rey, Leiter IPF, DDK, April, 2020 Professor*innenstellen (ARC.09); und «Polyphonie der Forschung» über die aktuellen Forschungsaktivitäten der Professor*innen am DDK (ARC.10). Die gut besuchten Veranstaltungen bildeten eine wichtige interne Platt- form, die wiederholt auch Gäste aus anderen Departe- Departement menten anzuziehen vermochte. Design, DDE Nebst ARC zur Vernetzung der Forschenden am DDK konnte die Junior Research Group und das Engage- Das IDE versteht sich als integratives Institut im ment des DDK für den Dritten Zyklus weiterentwickelt Departement Design, in dessen Rahmen die sieben Fach- werden. Zum dritten Mal wurde ein Call zu künstlerischen richtungen mit ihren jeweiligen Professorenstellen for- Entwicklungsprojekten lanciert, die ein wichtiges – und schend tätig sind. Da die Fachrichtungsleitungen den beliebtes – Instrument sind für die Nachwuchsförderung vierfachen Leistungsauftrag wahrnehmen, ist gesichert, der eigenen künstlerisch-wissenschaftlichen Weiterent- dass Forschung und Lehre integral verknüpft sind. Die wicklung, aber auch für die Vorbereitung einer künstle- Zusammenarbeit der Fachrichtungen ergeben zudem in- risch-wissenschaftlichen Promotion. teressante thematische Kooperationen in Lehre und For- Die vom Forschungsschwerpunkt Film organisier- schung. te und formatierte Tagung ZDOK fand auch 2019 wieder Beispiele aus dem Jahr 2019 sind u. a. das wissen- mit grosser nationalen und internationalen Resonanz schaftliche Symposium «The Art of Scientific Storytel- statt und setzte sich mit dem Thema «Einstellung, Per ling» im Rahmen eines vierjährigen SNF-Projekts, an dem spektive, Position. Kameraarbeit am Dokumentarfilm» Studierende der FR Cast / Audiovisual Media nicht nur auseinander. An der Tagung im März setzten sich inter- im Rahmen ihres Unterrichts teilnahmen, sondern auch national bekannte Kamerapersonen, Regisseur*innen und eine Audioaufzeichnung produzierten und den Teilneh- Filmwissenschaftler*innen mit der dokumentarischen menden die Software «Research Video» erklärten. Oder Kameraarbeit auseinander. ZDOK ist damit auch 2019 das wissenschaftliche Design-Symposium, das jeweils ein wichtiger Bestandteil der Lehrangebote der schwei- integrierter Bestandteil eines dreiwöchigen Lehrmoduls zerischen Filmschulen gewesen. Ab 2020 soll ein weiteres im 4. Semester des Bachelor Design ist. Alle Professoren- Tagungsformat ZFICTION lanciert werden, das sich mit stellen im DDE nehmen neben ihrer Forschungstätigkeit Fragen des fiktionalen Films auseinandersetzen und auch Lehrverpflichtungen im Bachelor- und Masterstu- ebenfalls als impact für Lehre und Forschung im Film er- dium wahr. Die wöchentliche Reihe «Kein Kino» wird achtet wird. hochschulweit als geöffnete Lehrveranstaltung ange- 11
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben rechnet, von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin or- Die provisorische Clusterorganisation ist einseh- ganisiert und zeigt immer wieder Forschungsprojekte bar unter: https://paul.zhdk.ch/course/view.php?id=593 aus dem Departement oder von Partner*innen. In Kollo- quien berichten PhD-Studierende über den Fortschritt Christoph Weckerle, Direktor Departement ihrer Projekte. Insbesonders die Professorenstelle der Kulturanalysen und Vermittlung, DKV, April 2020 Fachrichtung Visual Communication engagierte sich 2019 überdurchschnittlich in der Betreuung und Akquise von Doktoratsarbeiten. Forschungsthemen werden regelmässig durch in- Departement dividuelle Arbeiten von Designstudierenden generiert, Fine Arts, DFA deren Bachelor- oder Masterprojekte in niedrig dotierte Nachwuchsforschungsprojekte münden, finanziert von Der «Transfer Forschung – Lehre» hat im DFA, ins- den hochschuleigenen Mitteln. Daraus entstehen wiede- besondre im Master-Studiengang, über die letzten Jahre rum erfolgreiche Forschungsanträge bei SNF, Innosuisse eine gewisse Selbstverständlichkeit erlangt. Ein Gross- und Stiftungen. Die Herausforderung besteht darin, diese teil der Leitenden von SNF-Forschungsprojekten im Initiativen nachhaltig zu fördern und die Initiant*innen IFCAR und ein Teil ihrer Mitarbeitenden sind unbefris- der Forschungsthemen in den regulären Forschungsbe- tete Professoren*innen oder Dozenten*innen an der ZHdK, trieb des IDE zu integrieren. sieben von diesen zwölf Forschenden bieten forschungs- basierte Lehre im DFA an. Hinzu kommen die Angehöri- Hansuli Matter, Direktor Departement Design, DDE, gen des PhD-Programms, die im MFA Kurse zu Künstle- April 2020 rischer Forschung durchführen. Darüber hinaus verbin- den zwei Mittelbauangehörige ihre Postdoc-Forschung bzw. ihr PhD-Studium mit der Unterrichtstätigkeit im DFA. Zwei Projektleitende nehmen den Leistungsauftrag des Transfers auch Departemente übergreifend wahr. Ei- Departement gentliche Forschungsdeputate wurden an der ZHdK ab Kulturanalysen und 2014 eingerichtet mit dem Ziel, Forschung und Lehre Vermittlung, DKV personell sowie über die Forschungs- und Lehrfelder zu verknüpfen. Das DFA verfügte bis anhin (aus finanziellen Das DKV beschäftigte sich 2019 intensiv mit ei- Gründen) nur über ein Forschungsdeputat, das Deputat nem Reorganisationsprojekt, in dessen Zuge die Institute von Prof. Hannes Rickli. Im Herbst 2019 nun konnten mit des DKV aufgelöst und die verbleibenden Forschungs- Dr. Marie-France Rafael und Dr. Jörg Scheller im DFA die schwerpunkte der neuen Struktur zugeordnet wurden. ersten zwei Professoren*innen-Stellen gemäss dem neu- Ziel des Projekts ist es, auf inhaltlicher und struktureller en Modell mit integriertem Stellenpensum für Forschung Ebene eine mittel- und langfristige Planung zu ermögli- besetzt werden. Die Stelle von Marie-France Rafael ist chen, welche die Vermittlungsdimension stärkt, die Au- zudem die erste Tenure-Track-Professoren*innen-Stelle tonomie der Bereiche ausbaut, den Transfer zwischen an der ZHdK. Lehre-Forschung vertieft, eine dynamische Entwicklung Geht es im DFA um die Forschungshaltung, so der Lehre ermöglicht (Major / Minor System), PhD-Pro- steht die künstlerische Forschung im Zentrum. Entspre- gramme systematisch integriert und interne und externe chend eignen sich die Studierenden Forschungskompe- Kooperationen bekräftigt. Die Projektorganisation wurde tenzen an, die sich primär an der künstlerischen Praxis im August abgeschlossen und in eine provisorische orientieren, andererseits arbeiten sie sich in spezifische Clusterorganisation überführt, welche neu die Bereiche Forschungsfelder ein. Forschungsinhalte wie auch Me- Cultural Critique, Ästhetische Kultur und Transdisziplina- thoden werden in den Lehrangeboten explizit adressiert rität, Art Education und Creative Economies umfasst. Die und vermittelt. Die Lehrangebote umfassen Seminare, Administration des DKV wird entsprechend in einer de- Vortragsreihen, Tagungen, Kolloquien sowie Studien- und partementsübergreifenden Plattform für Support aufge- Forschungsreisen, Ausstellungsbesuche und Mentorate. stellt. Im Bereich Art Education und Creative Economies Die individuellen Forschungsfelder der Dozierenden las- wurden je eine Professur besetzt. Neu wird das Zurich sen sich den beiden Forschungsschwerpunkten Wissens- Center for Creative Economies ZCCE aufgebaut, mit der formen der Kunst und Kunst, Urbanität und Öffentlichkeit ZKB als Gründungspartnerin, um die Vorreiterrolle des (bzw. Contemporary Public Art) zuordnen. Kantons in der Kreativwirtschaft zu stärken, indem es Wissen generiert, bündelt und vermittelt. Prof. Swetlana Heger-Davis, Direktorin Departement Der Transfer zwischen Lehre und Forschung wird Fine Arts DFA / Dr. Donatella Bernardi, Leiterin MFA / dabei durch die konsequente Umsetzung des Professo- Prof. Christoph Schenker, Leiter IFCAR renstellenmodells befördert. Neurechtliche Professuren engagieren sich in den Bereichen Lehre, Forschung und Nachwuchsqualifikation und stellen somit auf inhaltli- cher und personeller Ebene den Austausch sicher. Gleich- zeitig müssen auf der Ebene der Anstellung entsprechen- de Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. 12
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben Departement Musik, 1.5. Fazit DMU Die Verbindung von Forschung und Lehre ist im DMU durch das doppelte Kompetenzprofil diverser Mit- arbeitender gewährleistet: Das Institute for Computer Music and Sound Technology ICST ist mit rund 350 Stel- lenprozenten, das Institute for Music Research IMR mit ca. 250 Stellenprozenten in der Lehre beschäftigt. Deren Forschungskompetenz fliesst u. a. in Lehrgefässe der elek- troakustischen Komposition, der Musiktheorie, der Mu- sikgeschichte und der historischen Aufführungspraxis, der Musikphysiologie, der Musiktechnologie und der For- schungsmethodik ein. Forschungsprojekte, die unmittelbar aus Lehrzu- sammenhängen resultieren, untersuchen u. a. Fragen des telematischen Unterrichts und seiner Didaktik, der live- elektronischen Performance, der historischen Auffüh- rungspraxis aller Epochen und musikphysiologischer Aspekte. Beratungs- und Betreuungsleistungen der For- Die ZHdK vereint sowohl verschiedene künstleri- schenden wirken sich in musikphysiologischen Kursen sche und gestalterische Disziplinen (Design, Film, bilden- und Einzelkontakten, bei Bachelorprojekten und Master- de Kunst, Musik, Theater, Tanz, Vermittlung) als auch arbeiten, Dissertationen sowie im Produktionswesen aus, Wissenschaften unter einem Dach und ermöglicht eine wo die Forschungserfahrungen von der inhaltlichen Kon- Vielfalt an Forschungsartikulationen. Damit bietet die zeption über technologische Unterstützung bis zu Ein- ZHdK der Forschung ein grosses Potenzial für innovative führungs- und Vermittlungsveranstaltungen einfliessen. Projekte, die auf die Generierung von Forschungskompe- Die personelle Verflechtung der Leistungsberei- tenzen und -praktiken ausgerichtet sind. In der For- che gewährleistet die Vermittlung der vorhandenen For- schungsausrichtung legte die ZHdK 2019 eine besondere schungserkenntnisse, -methoden und -kompetenzen weit Gewichtung auf künstlerische beziehungsweise praxis- gehend. Dem Bedürfnis wissenschaftlicher Mitarbeiten- basierte Forschung und öffnet damit Kunstschaffenden, der, auch in der Lehre tätig zu sein, wird schrittweise und Designerinnen und Designern sowie Vermittlerinnen und nach Möglichkeit nachgekommen. So konnte etwa dem Vermittlern verstärkt den Zugang zur Forschung. Ent- Desiderat, die Musikpädagogik als Forschungsfeld mit sprechend haben kollaborative Arbeitsformen zwischen unmittelbarem Einfluss auf die Lehre zu entwickeln, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen an der ZHdK einstweilen durch eine Stelle wissenschaftlicher Mitar- einen hohen Stellenwert. beit entgegengekommen werden, der weitere Ausbau ge- Die Institute und Forschungsbereiche führten hört zu den strategischen Zielen des Departements. 2019 eine Vielzahl an Forschungsprojekte weiter und konnten zudem erfolgreich neue interessante und ab- Michael Eidenbenz, Direktor Departement Musik, wechslungsreiche Forschungsprojekte einwerben. Auch DMU, April 2020 die Bereiche PhD und Transfer Forschung Lehre wurden 2019 weiterentwickelt: die Departemente engagierten sich inhaltlich durch zahlreiche Aktivitäten und trugen so zur Stärkung dieser Bereiche bei. Begleitend konnte in der Forschungsorganisation ein breit gestütztes PhD-Konzept verabschiedet werden. Hochschulintern abgestimmte PhD-Programme und transversale Minors sollen diese Entwicklungen langfristig verankern. Der Bereich Forschung wurde 2019 durch ein um- fassendes zentrales Forschungsmanagement erweitert. Die entsprechend vielseitigen Aufbau- und Strukturar- beiten stützten die neue Strategie der ZHdK, sie zeigen das breite Portfolio und die thematischen Verschränkun- gen im Bereich Forschung auf. 13
ZHdK Forschungsbericht 2019 1. Hochschulweite Angaben 14
ZHdK Forschungsbericht 2019 2. Institute for the Performing Arts and Film IPF 2 Institute for the Performing Arts and Film Bild im Rahmen des Forschungsprojekt «Actor and Avatar». Ein interdisziplinäres Projekt wischen dem Institute for the Performing Arts & Film, dem Institut für Theorie und dem z Schweizerischen Epilepsie-Zentrum / Klinik Lengg. 15
ZHdK Forschungsbericht 2019 2. Institute for the Performing Arts and Film IPF 2.1. Profil und Forschungs Zugehörigkeit der Projekte zu den Schwerpunk- schwerpunkte ten / Anzahl Forschungsprojekte (laufende und abge- schlossene Projekte 2019) Filmerfahrung mative Praxis übergeordnet FSP Perfor FSP Film / Total FSP Grundfinanzierung 0 0 0 0 Interne Projekt 1 1 1 3 finanzierung Drittmittel 4 2 0 6 Total 5 3 1 9 Profil des Instituts Das 2007 gegründete Institute for the Performing Arts and Film (IPF) ist in den beiden Forschungsschwer- punkten Performative Praxis und Film organisiert, welche sich aus den Studiengängen des Departements ergeben. Darüber hinaus wird im Dritten Zyklus die Weiterent- wicklung von Standards künstlerischer Forschung in Film, Tanz und Theater gefördert. Der Forschungsschwerpunkt Film initiiert und un- terstützt Projekte, die in enger Beziehung zur Produkti- onspraxis stehen. Das Forschungsinteresse gilt einer- seits der filmischen Gestaltung im Spannungsfeld von Ästhetik und Technik, andererseits immersiven Erfah- rungen, die durch filmische Werke generiert werden. Film wird hier sowohl als Forschungsgegenstand als auch als Medium der Wissensartikulation verstanden. Der Forschungsschwerpunkt Performative Praxis initiiert und organisiert praxisbasierte Forschung in den Aufführungskünsten. Zum Einsatz kommen sowohl qua- litative als auch quantitative Methoden sowie Methoden der künstlerischen Forschung. Performative Praxis fin- det heute in einem hypermedialen Feld statt, vor Zu- schauern sowie unter Einbezug von und in Konfrontation mit einer Vielzahl unterschiedlicher Medien (z. B. Video, Film, bildende Kunst). Die Forschung fokussiert das Spannungsfeld von Produktion, Rezeption und den tech- nologischen und kulturellen Rahmenbedingungen perfor- mativer Praxis. Einschätzung des prozentualen oder frankenmäs- sigen Anteils der Ausgaben aus der Grundfinanzierung für: Tagungen, Konferenzen, Workshops und Publikatio- nen (kumuliert), durch die Institutsleitenden: 12 % 16
ZHdK Forschungsbericht 2019 2. Institute for the Performing Arts and Film IPF 2.2. Wichtigste Ergebnisse 12.06.2019–15.06.2019, FS 2019. Universität Hamburg, gemäss den vier Indikatoren Hamburg. Online unter: https://drive.google.com/file/d/ 1_cLvEJRg21KZs1_p8-UU_LzKatJORlrE/view. • Schmidt, Yvonne (2019): Junior Researcher Kollo- quium: Video als Forschungsmethode. 04.02.2019, FS 2019. ZHdK, Zürich. • Schmidt, Yvonne (2019): Junior Researchers Group. 04.02.2019, FS 2019. ZHdK, Zürich. • Schmidt, Yvonne & Heimberg, Liliana (2019): Stra- tegien der Forschung in den Performing Arts. Modul für Master und Dritter Zyklus. 09.09.2019–03.12.2019, HS 2019. ZHdK, Zürich. • Schmidt, Yvonne & Rey, Anton (2019): «ARC.09: ‹Dritter Zyklus›». Dritter Zyklus: Künstlerisch-wissen- schaftliche PhD Projekte mentorieren. Advanced Rese- arch Council. 29.04.2019, FS 2019. ZHdK, Zürich. Indikator 3: Indikator 1: Kooperation und Wissenschaftliche, Internationalität künstlerische und g estalterische • Dux, Stefan / Iseli, Christian & Loertscher, Miriam Ergebnisse und Wirkung (2019): «DOK.fest München». DOK.fest München. 08.05. (Output / Impact) 2019–19.05.2019, FS 2019. München. Online unter: htt- ps://www.dokfest-muenchen.de. • Maurer, Dieter / d’Heureuse, Christian / Suter, • Bischof, Margrit & Lampert, Friederike (2019): Heidy & Dellwo, Volker (2019): «Formant pattern and «SENS(e)ATION in Tanzkunst und Wissenschaft». spectral shape ambiguity of vowel sounds, and related 27.09.2019–29.09.2019, HS 2019. ZHdK, Zürich. phenomena of vowel acoustics – Exemplary evidence». • Iseli, Christian & Gisiger, Sabine (2019): «ZDOK.19 Interspeech 2019 – 20th Annual Conference of the Inter – Zürcher Dokumentarfilmtagung». Einstellung, Perspek- national Speech Communication Association. Paper and tie, Position – Kameraarbeit im Dokumentarfilm. 21.03. Online presentation. 15.09.2019–19.09.2019, HS 2019. 2019–22.03.2019, FS 2019. Bühne A, Gessnerallee, Zürich. International Speech Communication Association, Graz, Online unter: http://www.zdok.ch. Österreich. Online unter: http://is2019.phones-and-pho- • Lösel, Gunter (2019): Final Report Research Aca- nemes.org/. demy 2019. The Talking Dead – Explorations on the Absent • Mersch, Dieter / Sternagel, Jörg / Rey, Anton / Present. Final Report. Zürich: ZHdK. Loertscher, Miriam & Stowasser, Katrin (2019): «Actor & • Schmidt, Yvonne/ Marinucci, Sarah / Quadri, Demis / Avatar». Abschlusstagung. Tagung. 29.08.2019–30.08. Jahnke, Nele / Boccini, Sara & Rey, Anton (2019): «DisAbi- 2019, HS 2019. ZHdK, Zürich. lity on Stage. Hybrid Media Publikation». In: Schmidt, • Schmidt, Yvonne / Maguire-Rosier, Kate & Czy- Yvonne/ Marinucci, Sarah / Quadri, Demis / Jahnke, Nele moch, Christiane (2019): «From Geelong to Zurich: Inter- / Boccini, Sara & Rey, Anton (Hg.): https://disabilityons- national percolations of disability aesthetics in theatre tage.zhdk.ch. SubTexte. Zürich: ZHdK. Online unter: and dance». Theatre and Internationalisation and Barrie https://disabilityonstage.zhdk.ch. Kosky: Past, Present, Future. 26.04.2019–27.04.2019, FS • Tuma, Lucie / Gysel, Monika & Kiefer, Jochen 2019. Macquarie University, Sydney. (2019): «[OBSCENE]. Dramaturgie als Praxen des (Un-) • Schmidt, Yvonne / Marinucci, Sarah / Quadri, Sichtbarmachens». 12.09.2019–15.09.2019, HS 2019. Ge- Demis / Bocchini, Sara & Jahnke, Nele (2019): «Symposi- ssnerallee/Schaulspielhaus Zürich/ZHdK, Zürich. Online um ‹DisAbility on Stage›». 12.04.2019–13.04.2019, FS unter: https://www.zhdk.ch/file/live/cb/cb3956e18a314 2019. ZHdK, Zürich. d5fe81cb68108e111dd5ccdf565/39352.pdf Indikator 4: Indikator 2: Drittmittel Nachwuchs- und Lauf- bahnförderung • «Virtually Real. Ästhetik und Wahrnehmung vir- tueller Räume im Film» von Christian Iseli (IPF) und • Dux, Stefan & Loertscher, Miriam (2019): «SCSMI David Weibel (Universität Bern), gefördert vom SNF – Society for Cognitive Studies of the Moving Image 2019». (CHF 175'266). 17
ZHdK Forschungsbericht 2019 2. Institute for the Performing Arts and Film IPF • «Gadgets, Phones and Drones» von Christian Iseli 2.3. Fazit (IPF), gefördert vom SNF (CHF 366'684). • «RESEARCH VIDEO – annotated videos as a new standard of publishing practice-based and artistic rese- arch» von Gunter Lösel (IPF) und Martin Zimper (IDE), gefördert vom SNF (CHF 359'582). • «Actor and Avatar» von Anton Rey (IPF), Dieter Mersch (ith) und Thomas Grundwald (Klinik Lengg AG), gefördert vom SNF (CHF 200'777). • «DisAbility on Stage. Exploring the Physical in Performing Arts Practices» von Anton Rey (IPF), Yvonne Schmidt (IPF), Sabine Eggmann (Universität Basel), Andreas Kotte (Universität Bern) und Demis Quadri (Ac- cademia Teatro Dimitri), gefördert vom SNF (CHF 306'525). Das IPF konnte 2019 unter anderem durch sechs grosse Symposien, meistens in Zusammenarbeit mit den Praxisfeldern des DDK, sein internationales Netzwerk ausbauen. Neben den wiederkehrenden Formaten ZDOK und der Research Academy fanden die Jahrestagung der Gesellschaft für Tanzforschung, das Dramaturgie Sym- posium [OBSCENE] sowie die Abschlusssymposien der SNF-Forschungsprojekte «Actor & Avatar» und «DisAbi- lity on Stage» eine grosse Resonanz bei Tanz-, Theater- und Filmschaffenden. Zwei SNF-Projekte wurden erfolg- reich abgeschlossen, inklusive einschlägige Publikatio- nen, zwei neue Projekte wurden beim Schweizerischen Nationalfonds beantragt. Das Gefäss ARC zur Vernet- zung der Forschenden am DDK hat sich inzwischen eta- bliert, ebenso konnte die Junior Research Group und der ganze Bereich Dritter Zyklus weiterentwickelt werden. Der zunehmende Aufwand in der Betreuung von Nach- wuchswissenschaftler*innen, die Menge der Veranstal- tungen, die lokalen und internationalen Kooperationen und die wachsenden Forschungsaktivitäten am DDK ha- ben im vergangenen Jahr auch gezeigt, dass künftig der Aufbau einer heterogenen, mehrstufigen Forschungs- landschaft immer wichtiger wird, u. a. durch nieder- schwellige Formate, Drittmittelprojekte, Nachwuchsför- derung und Forschungstätigkeit der Professor*innen. 18
ZHdK Forschungsbericht 2019 3. Institut für Designforschung IDE 3 Institut für Designforschung «ExerCube vs. Personal Trainer: Evaluating a Holistic, Immersive, and Adaptive Fitness Game etup» (Publikation), Bild: Sphery S 19
ZHdK Forschungsbericht 2019 3. Institut für Designforschung IDE 3.1. Profil und Forschungs Zugehörigkeit der Projekte zu den Schwerpunk- schwerpunkte ten / Anzahl Forschungsprojekte (laufende und abge- schlossene Projekte 2019) Interne Projekt- finanzierung finanzierung Drittmittel Grund- Total Fachrichtung Cast / Audiovisual 1 1 2 Media Fachrichtung 2 1 5 8 Game Design Fachrichtung 2a) 1 3 Industrial Design Fachrichtung 1 1 1 3 Profil des Instituts Interaction Design Fachrichtung Das Institut für Designforschung (IDE) ist als in- Knowledge 1 7 8 tegratives Institut konzipiert und funktioniert nach dem Visualization Matrix-Prinzip. Die Forschung findet in den sieben Fach- Fachrichtung richtungen, verantwortet von den jeweiligen Professo- 2a) 1 3 Trends & Identity renstellen, statt und umfasst die Felder Cast / Audiovi- sual Media, Game Design, Industrial Design, Interaction Fachrichtung 2b) 2 1 5 Design, Knowledge Communication, Trends & Identity und Visual Communication Visual Communication. Das IDE koordiniert und unter- Design Economics 1 1 stützt die Forschungsaktivitäten der sieben Fachrich- tungen. In regelmässigen Treffen des F&E Kollegiums fin- Total 6 9 18 33 det der Erfahrungsaustausch der Forschungsverantwort- lichen statt. Das Gremium entscheidet gemeinsam über a) Davon ein fachrichtungsübergreifendes Koope- die strategische und inhaltliche Ausrichtung der Design rationsprojekt der Nachwuchsförderung, welches im To- forschung und über Regeln zur Verteilung der finanziel- tal doppelt gezählt wird. len Ressourcen. b) Davon ein Drittmittelprojekt, welches zusätz- Die Forschung am IDE trägt massgeblich zur Posi- lich durch die Grundfinanzierung mitfinanziert wurde. tionierung des Departements in den Bereichen «Gesell- schaftliche Relevanz» und «Technische Innovation» bei. Inhaltlich baut das Profil der Forschung auf den Frage- stellungen der Fachrichtungen auf und umfasst Projekte der Grundlagen- und angewandten Forschung, aber auch Spin-offs. Die Geschäftsleiterin Lesley Spiegel gab Ende Jahr ihre Tätigkeit am Institut ab. Sie hat seit 2015 das Integrative Institut entwickelt und implementiert. Die Leitung der Geschäftsstelle wird 2020 interimistisch ge- löst. Einschätzung des prozentualen oder frankenmäs- sigen Anteils der Ausgaben aus der Grundfinanzierung für: Tagungen, Konferenzen, Workshops und Publikatio- nen (kumuliert), durch die Institutsleitenden: 10 % 20
ZHdK Forschungsbericht 2019 3. Institut für Designforschung IDE 3.2. Wichtigste Ergebnisse Indikator 2: g emäss den vier Indikatoren Nachwuchs- und Lauf- bahnförderung • «Bildgebende Verfahren – Virtopsy "First-Person- Diagnostic"», ein Projekt der Nachwuchsförderung IDE von Eloisa Aldomar (Alumna Master Design), Betreuung: Prof. Niklaus Heeb (FR Knowledge Visualization). • «Identico*. Spielbasiertes Selbsttraining zur Iden- titätskonstruktion und Selbstwerdung in der Spätado- leszenz. Vorstudie zum Pilotprojekt.», ein Projekt der Nachwuchsförderung IDE von Heidrun Föhn (Wissen- schaftliche Mitarbeiterin), Betreuung: Ulrich Götz (FR Game Design) und in Kooperation mit ZHAW, Angewand- te Psychologie. • «Immersion by Inclusion – Working with people with cognitive impairments to design. ‹embodied ethno- graphic experiences› through immersive technologies», ein Projekt der Nachwuchsförderung IDE von Nicole Indikator 1: Foelsterl (FR Interaction Design). Wissenschaftliche, • «oHealth – Förderung des Wohlbefindens in Alters- künstlerische und und Pflegeinstitutionen durch die Gestaltung der olfakto g estalterische rischen Umgebung» ein Projekt der Nachwuchsförderung Ergebnisse und Wirkung IDE von Priscille Jotzu und Stefan Zahler (Alumni Master (Output / Impact) Design), Betreuung: Prof. Bitten Stetter (FR Trends & Identity) und Nicole Kind (FR Industrial Design). • Chow, Noemi / Christen, Jonas & Heeb, Niklaus • Oschwald Simon (2019): «From Plastic Waste to (2019): «Expedition 2 Grad. The 2°C target in the Alps – Affordable Lower Limb Prosthetics». 30.08.2019–01.09. An Experience in Virtual Reality». Das Projekt war Teil 2019, HS 2019. Scientifica 2019: Science Fiction – Scien- der Ausstellung «Wissen in Bildern. Informationsdesign ce Facts, ETH Zürich. Online unter: https://www.scienti- heute», kuratiert von Andres Janser. 19.09.2019–08.03. fica.ch/events/kurzvorlesungen/From-Plastic-Waste-to- 2020, HS2019/FS2020. Museum für Gestaltung, Zürich. Affordable-Lower-Limb-Prosthetics/. • Föhn, Heidrun / Böckler, Sonja / Baumgartner, Fa- • «The impact of digital design technology on poli- bio / Bauer, René & Götz, Ulrich (2019): «CrimeLine for tical wall graffiti in India», ein Projekt der Nachwuchs- Android. Die Tote im Wald». Die Applikation für Android förderung IDE von Chhandak Pradhan (Alumnus Master & iOS ist online unter: https://play.google.com/store/ Design), Betreuung: Prof. Dr. Sarah Owens (FR Visual apps/details?id=ch.zentralbahn.crimeline&hl=de_CH. Communication). • Franinović, Karmen & Franzke, Luke (2019): «Sha- • «Über die Interdependenz von Design und Gen- pe Changing Surfaces and Structures: Design Tools and der», ein Projekt der Nachwuchsförderung IDE von Laura Methods for Electroactive Polymers». CHI '19: Procee- Haensler (Unterrichtsassistentin), Betreuung: Prof. Kat- dings of the 2019 CHI Conference on Human Factors in harina Tietze (FR Trends & Identity). Computing Systems. Association for Computing Machi- nery New York NY United States, 1–12. Der Beitrag er- hielt – eine lobende Erwähnung (Honorable Mention). • Franinović, Karmen / Franzke, Luke / Villa Torres, Indikator 3: Andrés & Wille, Florian (2019): «Electric Animal Plant». Kooperation und Tangible and Embodied Interaction Arts. 17.03.2019– I nternationalität 20.03.2019, FS 2019. Tempe Center for the Arts, Arizona, USA. • «CACHE: eine explorative Studie zu Open Access • Niedermann, Jonas (2019): «Raster und ‹Raster›». als soziotechnisches System» ist ein Projekt der FR 08.11.2019–10.11.2019, HS 2019. Vortrag. Tÿpo St. Gallen Visual Communication in Kooperation mit ETH Zürich Conference, St. Gallen. und der Universität Basel. • Stetter, Bitten (2019): «Care Futures. Design. • Das Netzwerkprojekt «Knowledge for Climate» zur Diseases. Death.». 05.12.2019, HS 2019. Eine Tagung der Joint Knowledge Production im Bereich Klimafolgenfor- FR Trends & Indentity in Kooperation mit der Alten Ana- schung ist eine Kooperation der FR Knowledge Visualiz- tomie – Forum für Medizin & Gesellschaft, Zürich. ation mit verschiedenen Hochschulen der Schweiz und • Zimper, Martin / Klaue, Léa & Andrea, Eric (2019): Universitäten in Südasien und Lateinamerika. «Research Video: The Art of Scientific Storytelling Con- • Durchführung eines Prototypentest und einer ference». Eine Tagung der FR Cast / Audiovisual Media Evaluation mit Benutzer*innen im Rahmen des «Project zum Forschungsprojekt «Research Video». 14.01.2019, Circleg» der FR Industrial Design in Zusammenarbeit FS 2019. Museum für Gestaltung, Zürich. mit der NGO ProUganda in Uganda. 21
ZHdK Forschungsbericht 2019 3. Institut für Designforschung IDE • «ExerCube vs. Personal Trainer: Evaluating a • «VR_Morteratsch_2020. Neue Formate der Wis Holistic, Immersive, and Adaptive Fitness Game Setup» sensvermittlung im Sinne Scientainment mittels VR an ist ein Paper und Tagungsbeitrag der FR Game Design in grössere Besuchergruppen» von Niklaus Heeb (IDE – FR Kooperation mit der Universität Ulm in Deutschland der Knowledge Visualization), finanziert von privatem Finanz Universität Uppsala in Schweden und der Universität partner (CHF 348'455). Basel. • Gemeinsame Ausstellung von Forschungsprojek- ten der FR Cast / Audiovisual Media an der «B3 Bienna- le des Bewegten Bildes» im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. • Internes Kooperationsprojekt «oHealth – Förde- rung des Wohlbefindens in Alters- und Pflegeinstitutio- nen durch die Gestaltung der olfaktorischen Umgebung» der FR Industrial Design und Trends & Identity im Rah- men der Nachwuchsförderung des IDE. • «Materialisierungen für dynamisches Denken?» ist ein Vortrag von Roman Kirschner (FR Interaction De- sign) am Symposium «Digital Things. Neue Dinglichkeit seit dem Internet» an der Universität Köln in Deutschland. 3.3. Fazit Indikator 4: Drittmittel • «A Playful Motor-Cognitive Training Intervention in Multiple Sclerosis Patients. Evidence-based Design, Evaluation and Implementation of a Training to Improve Body Functions in MS Patients» von Anna Lisa Martin- Niedecken (IDE – FR Game Design) und Alexandra Schät- tin (ETH Zürich), in Kooperation mit Dividat AG, geför- dert von Innosuisse (CHF 180'870). • «Project Circleg. Low-cost Beinprothesensystem aus rezyklierten Kunststoffabfällen in Kenia» von Fabian Engel (IDE – FR Industrial Design), Simon Oschwald (IDE – FR Industrial Design) und Nicole Kind (IDE – FR Indus- trial Design), gefördert durch die Gebert Rüf Stiftung – First Ventures (CHF 150'000). Mit den 18 laufenden Forschungsprojekten haben • «RESEARCH VIDEO – annotated videos as a new die sieben Fachrichtungen insgesamt über eine Million standard of publishing practice-based and artistic rese- Drittmittel eingeworben und dadurch eine herausragen- arch» von Martin Zimper (IDE – Cast / Audiovisual Me- de Drittmittelquote von 62% erreicht. Ebenso erfolgreich dia) und Gunter Lösel (IPF), in Kooperation mit Research konnten die Designforscher*innen ihre Forschungsakti- Catalogue, gefördert vom SNF (CHF 240'418). vitäten an zahlreichen Veranstaltungen im In- und Aus- • «Sick Style – Exploring a New World of Sadness. land vorstellen. Die Teilnahme von vier innovativen Pro- Pilotvorhaben zur veränderten Ästhetik und Repräsen- jekten am «Power Dinner» von digitalswitzerland und tation von psychischem Leid bei Jugendlichen im Kon- fünf Projekte, die mit Ausstellungen, Workshops und text digitaler Transformation an der Schnittstelle von Kurzpräsentationen an der publikumswirksamen «Scien- Psychologie, Beratungspraxis und Design.» von Judith tifica – Zürcher Wissenschaftstage» vertreten waren, Mair (IDE – FR Trends & Identity), in Kooperation mit der wurde durch das IDE unterstützt. Das Projekt «Expedi- Stiftung Pro Juventute und der ZHAW Angewandte Psy- tion 2 Grad» zeigte mittels Virtual Reality am Schweizer chologie, finanziert von der Gesundheitsförderung Digitaltag die Auswirkungen des Klimawandels auf den Schweiz (CHF 72'000). Alpenraum auf und unter dem Motto «Research Cycle» • «Swiss Graphic Design & Typography Revisited» veranstaltete das IDE den Tag der Forschung der ZHdK. von Sarah Owens (IDE – FR Visual Communication), Arne Auch 2019 konnten Nachwuchsforschende, unter- Scheuermann (Hochschule der Künste Bern), Michael stützt vom IDE und mit den Mitteln der internen Pro- Renner (FHNW) und Peter J. Schneemann (Universität jektfinanzierung, erste Forschungserfahrungen für ihr Bern), gefördert vom SNF (CHF 352'082). Curriculum sammeln. Mit Blick auf Innovationsgehalt • «Tales on Rails. Ein digitales Spielkonzept für und gesellschaftliche Relevanz, wurden acht Forschungs- Bahnreisende.» von Ulrich Götz (IDE – FR Game Design) vorhaben von Studierenden, Absolventen und dem Mit- und Heidrun Föhn (IDE – FR Game Design), finanziert von telbau gefördert. zb Zentralbahn AG (CHF 160'474). 22
ZHdK Forschungsbericht 2019 4. Institute for Art Education IAE 4 Institute for Art Education (IAE) / Seit März: Forschung Art Education (FAE) Vermittlung im öffentlichen Raum. Bild: Jules Sturm, 2020 23
ZHdK Forschungsbericht 2019 4. Institute for Art Education IAE 4.1. Profil und Forschungs Education hat: Die FAE entwickelt die Disziplin weiter schwerpunkte und positioniert sich im nationalen und internationalen Feld. Einschätzung des prozentualen oder frankenmäs- sigen Anteils der Ausgaben aus der Grundfinanzierung FAE für: Tagungen, Konferenzen, Workshops und Publi- kationen (kumuliert), durch die Leitung: CHF 28'973 Zugehörigkeit der Projekte zu den Schwerpunk- ten / Anzahl Forschungsprojekte (laufende und abge- schlossene Projekte 2019) FSP Total Art Education Grundfinanzierung 4 4 (FAE) Profil des Instituts Interne 1 1 (FAE) Projektfinanzierung Per Ende Februar wurde das Institute for Art Drittmittel 1 1 (IAE) Education (IAE) definitiv aufgelöst. Die Auflösung ging mit dem Abschluss des Drittmittelprojektes «TRACES» Total 6 6 einher. Im Laufe des Frühjahrs wurde eine Neuausrich- tung der Forschung Art Education (FAE) in die Wege ge- leitet. Um genügend Zeit für eine solche Neuausrichtung einzuräumen, wurde eine Übergangsphase bis Ende 2020 festgelegt. Ziel war es, Felder zu entwickeln, die eng aus und mit der Lehre im Bachelor Art Education und im Mas- ter Art Education, Vertiefung Kunstpädagogik gedacht sind. Daraus ergaben sich folgende Forschungsrichtun- gen: Kunstpädagogisches Wissen, Künstlerische Lehre und Nachhaltigkeit in Praxisfeldern der Art Education. Verbindendes Moment aller Forschungsaktivitäten ist der ihnen innewohnende Bildungsbezug. Kunstbasierte Methoden und ein damit verbunde- nes prozessuales Forschungsverständnis prägen die He- rangehensweisen der unterschiedlichen Forschungsrich- tungen. Die breite Erfahrung mit Formaten der Aktions- forschung und des forschenden Studierens erweitern und befruchten zudem pädagogische und didaktische Konzepte als zentralen Forschungsgegenstand. Leitend ist, dass die Auseinandersetzungen und empirischen Be- fragungen sowie die Entwicklung der Methoden in der FAE theoriegeleitet sind. Dabei bearbeitet die FAE The- men wie partizipative Teilhabe, Chancengleichheit, Di- versität, Nachhaltigkeit und Resilienz, Transformation von Wissen, Care-Arbeit, Digitalität und Sinnstiftung aus einer kritisch-kunstpädagogischen Perspektive. Eine besondere Profilierung erfährt die Forschungsarbeit durch den Transfer Lehre-Forschung, der Wege aufzeigt, Lehre durch Forschung anders zu denken sowie For- schung im engen Austausch mit Anliegen aus der Lehre zu entwickeln. Somit leistet die FAE einen wichtigen Bei- trag zu methodisch-didaktischen Diskursen in der Päda- gogik, zur Entwicklung von Lehrverfahren und zur Theo- riebildung rund um Vermittlung und künstlerische Ver- fahren, die auch Relevanz jenseits des Bereichs der Art 24
ZHdK Forschungsbericht 2019 4. Institute for Art Education IAE 4.2. Wichtigste Ergebnisse Indikator 2: g emäss den vier Indikatoren Nachwuchs- und Lauf- bahnförderung • Krepart, Janina / Küng, Chantal / Lüber, Heinrich / Massmünster, Michel / Novak, Michèle / Rüegger, Romy / Schürch, Anna / Settele, Bernadett / Sturm, Jules / Tonner, Judith / Truniger, Peter / Vögele, Sophie & Zanni, Margot (2019): «Forschungskolloquium Art Education». Ab 03.09. 2019. ZHdK, Zürich. • Schürch, Anna (2019): Die Ausbildung der Zeichen- lehrerInnen. Eine institutions- und diskursgeschichtliche Studie zur Kunstpädagogik in der Schweiz im 20. Jahrhun- dert. Dissertation. Wien. • Küng, Chantal (2019): Feministisch, aktivistisch, experimentell: Doris Stauffers künstlerische Lehrpraxis. Dissertationsprojekt seit 27.03.2019. ZHdK, Zürich; Wien. • Fellowship von Romy Rüegger zu «Künstlerische Forschung – als Praxisfeld in der Art Education». • Fellowship von Bernadett Settele zur «Fachent- Indikator 1: wicklung zwischen künstlerischen Methoden und kunst- Wissenschaftliche, wissenschaftlicher Ausrichtung». künstlerische und g estalterische Ergebnisse und Wirkung (Output / Impact) Indikator 3: Kooperation und Inter • Gruber, Anne / Schürch, Anna / Willenbacher, nationalität ascha / Mörsch, Carmen & Sack, Mira (Hg.) (2019): S Kalkül und Kontingenz. Kunstbasierte Untersuchungen im • Internationale Tagung an der PH Zürich «Der pro- Kunst- und Theaterunterricht. München: kopaed. fessionalisierte Blick» zu Formaten des Forschenden • Landkammer, Nora (2019): «The museum as a site Studierens in der Kunstpädagogik aus dem ganzen of unlearning? Coloniality and education in ethnogra- deutsch sprachigen Raum, konzipiert von Ruth Kunz, phic museums. A study focusing on Germany, Austria and Michèle Novak (ZHdK) und Anna Schürch (ZHdK) mit Switzerland». In: Coelho Valente, Marta (Hg.): IMMER #1: einer lecture performance von Anna Schürch und Chris- International Meeting on Museum Education and Research. tine Heil. Die Tagung fand am 14./15.07.2019 anlässlich Rethinking museum theory and practices. Porto. des Erscheinens der gleichnamigen Publikation statt. • Mörsch, Carmen (Hg.) (2019): intertwining hi / Zahlreiche Beiträge sind von Forschenden aus dem Be- stories of arts education. Art Education Research, 15. On- reich FAE. line Journal. Zürich: Institute for Art Education, ZHdK. • Vielfältiger Austausch im schweizerischen Kon- Online unter: http://sfkp.ch/ausgabe/issue-15. text zu aktuellen Diskursen und Forschungsdesideraten • Tonner, Judith (2019): «Eine kleine Psychologie im Bereich der künstlerischen Lehre und Entwicklung der Nachhaltigkeit». 26.10.2019–27.10.2019, HS 2019. von Methoden von Heinrich Lüber seit März 2019. Ko- Bayreuth. operationsgespräche zur Weiterentwicklung und Erwei- • Vögele, Sophie (2019): «Was bedeuten Zugang und terung um Forschung der bestehenden Zusammenarbei- Teilhabe am Hochschulstudium für alle? Aushandlungen ten, insbesondere zwischen der ZHdK, MAE Kunstpäda- und Strategien von Gleichberechtigung im Umgang mit gogik mit dem Institut für Kunst & Kunsttheorie, Uni institutioneller In- und Exklusion am Beispiel von Kunst Köln (Ko-Herausgabe der Schriftenreihe Kunstpädagogi- ausbildung». In: SchlaU-Werkstatt für Migrationspädago sche Positionen). gik (Hg.): Heterogenität in der fluchtbezogenen Bildungs- • Zahlreiche Präsentationen von Sophie Vögele ab arbeit – analytische und praktische Perspektiven, Tagungs März 2019 auf Tagungen und zu eingeladenen Vorträgen publikation Jahrestagung 2018. München: SchlaU-Werk zu Themen der Diversität, Internationalisierung, Klassis- statt für Migrationspädagogik, 79–88. Online unter: mus, Ungleichheit in der Kunstausbildung Institutions http://www.schlau-werkstatt.de/wp-content/uploads kritik und nicht-Sagbarem – unter anderem an der mdw /2019/10/Publikation-SchlaU-Jahrestagung-2018.pdf. (Wien), Universität Basel, Universität Konstanz, HEP- Lausanne, Kulturagent*innen und zuletzt zu «Creative and Practical Approaches to Arts Education» bei der Art1st Foundation, New Delhi. • Einschlägige Interviews und Austausch mit Ak- teur*innen aus der ausserschulischen Kunst- und Kultur- vermittlung (Michel Massmünster und Judith Tonner) 25
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