2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband

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2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Hessischer
     Volkshochschulverband

Geschäftsbericht
   2015
2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Editorial

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    zu Beginn des Jahres 2015 konnte noch niemand die hohe Dynamik der Zuwanderungsbewegung
    absehen, die in der zweiten Jahreshälfte im gesamten Bundesgebiet erhebliche Anstrengungen der
    öffentlichen Hand und der zivilgesellschaftlichen Communities ausgelöst hat. Noch vor der Sommer-
    pause befand sich unser Verband im etablierten Arbeitsmodus zwischen seinen Aufgaben als
    Interessensvertretung, als pädagogische Transferstelle, als Beratungsforum und als Landesprüfungs-
    zentrum. Die Situation änderte sich nach den Ferien schlagartig. Die Volkshochschulen in Hessen
    wurden – wie in allen anderen Bundesländern – in ihrer Rolle als kommunale Zentren der sprachlichen
    und kulturellen Integration besonders stark in die Pflicht genommen und nahmen diese Herausforderung
    mit einem sehr hohen Ressourceneinsatz an. In der ersten Phase ihres Aufenthaltes in Deutschland
    wurden die Volkshochschulen Anlaufstellen für viele Geflüchtete aus den Bürgerkriegsgebieten Vorder-
    asiens und aus Afrika. In der Verbandsgeschäftsstelle entschieden wir uns im September dazu, den
    „Schalter umzulegen“. Jenseits aller Kernaufgaben rückte das Thema „Bildung für Geflüchtete“ in unser
    Blickfeld und wurde interdisziplinär verortet. Es galt, unsere Mitgliedseinrichtungen durch eine gezielte
    Informations- und Koordinationsarbeit zu unterstützen. Dabei mussten besonders die Ziele und Inhalte
    der notwendigerweise schnell konzipierten Förderprogramme der unterschiedlichen politischen und
    administrativen Ebenen transferiert und der professionelle Erfahrungsaustausch organisiert werden.
    Begleitend dazu konnten wir unsere Expertisen und die Erfahrungen der Volkshochschulen in die
    Integrationsförderkonzepte des Bundes, des Landes Hessen und der kommunalen Spitzenverbände
    einbringen.

    Die Ihnen vorliegende Rückschau verdeutlicht, dass es neben dem in 2015 dominierenden Thema
    Integration und „Bildung für Geflüchtete“ viele andere Aktivitäten unseres Verbandes und seiner
    Geschäftsstelle gab. Unser Tun richtete sich auf Handlungsfelder, die die gesamte Bandbreite der
    Arbeit unserer Mitgliedseinrichtungen spiegeln und die auch die Entwicklungspfade begleiten, auf
    denen sich die Volkshochschulen in Hessen befinden.

    Unser Jahresrückblick erscheint zum 70. Gründungsjubiläum des Hessischen Volkhochschulverbandes.
    Wir, alle Beteiligten, können ein wenig stolz auf die in diesen Jahrzehnten geleistete Arbeit sein. Unser
    Verbund hat sich über die Jahre bei allen Turbulenzen als starke Bildungsgemeinschaft erwiesen und
    wird dies auch zukünftig zum Wohle des öffentlichen Gemeinwesens sein.

    Frankfurt am Main, im August 2016

        Dr. Christoph Köck                                       Dr. Christiane Ehses
        Verbandsdirektor                                         Pädagogische Leitung/stv. Verbandsdirektorin

    hvv-Geschäftsbericht 2015
    Herausgeber:      Hessischer Volkshochschulverband e.V.
                      Winterbachstr. 38
                      60320 Frankfurt am Main
    Verantwortlich:   Dr. Christoph Köck
2   Redaktion:        Dr. Christoph Köck, Dipl. Päd. Monika Pfirrmann
                      unter Mitarbeit der Fachreferentinnen und Fachreferenten des hvv
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Blickpunkte

Support zur Flüchtlingsbildung                              Hessischer vhs-Sprachentag „Spra-
                                                            chen vermitteln – Kulturen vernetzen“
Immens sind die Herausforderungen, die sich den Volks-
hochschulen seit September 2015 stellen. Und beeindru-      Leitgedanke bei der Konzeption des Hessischen Spra-
ckend die Leistungen, die unsere Mitgliedseinrichtungen     chentags 2015 in Frankfurt war es, die neueren Ergeb-
seither im Kontext der Integration von vielzähligen ge-     nisse der wissenschaftlichen Forschung und die Erfah-
flüchteten Zuwanderern vollbringen. Sie sind die kommu-     rung aus der Unterrichtspraxis kritisch zu reflektieren
nalen Zentren, die Integration für Erwachsene mit ihren     und so eng miteinander zu verbinden, dass neue Spiel-
Kursen zur Sprachenbildung – und zunehmend auch in          räume für eine effek-
anderen Bereichen wie der beruflichen oder kulturellen      tive handlungs- und
Bildung – ermöglichen und erleichtern. Die Geschäfts-       teilnehmerorientierte
stelle des Hessischen Volkshochschulverbandes hat die       Fremdsprachenpäda-
Arbeitsprozesse der Volkshochschulen von Beginn an          gogik entstehen kön-
unterstützt: durch Information und Beratung, durch die      nen.
Mitarbeit auf Bundesebene im Deutschen Volkshoch-           80 Kursleiter/-innen
schul-Verband und durch aktive Lobbypolitik im Land         und Programmbe-
Hessen.                                                     reichsleitungen aus
Es wurde schnell deutlich, dass Orte für Dialog, Informa-   Hessen trafen sich im
tionstransfer und Vernetzung geschaffen werden muss-        Tagungshaus Hof-           Prof. Dr. Jürgen Trabant
ten. Die Geschäftsstelle des hvv entschied sich, bereits    manns Höfe in Frank-
am 30.09.2015 ein erstes Arbeitstreffen „Flüchtlingsbil-    furt und folgten interessiert den Eingangsvorträgen von
dung“ einzuberufen. Wesentlich ging es dabei um:            Prof. Jürgen Trabant aus Berlin und Dr. Christoph Mer-
                                                            kelbach aus Darmstadt zum Thema „Mehrsprachigkeit“.
   •   die aktuelle Situation in den Volkshochschulen,
                                                            In seinem Vortrag „Globalesisch und das Deutsche und
   •   Strukturen der Förderung                             die anderen europäischen Sprachen“ betrachtete Prof.
                                                            Dr. Jürgen Trabant mit Bedenken die politische und wis-
   •   Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit mit den
                                                            senschaftliche „Propaganda“ zugunsten des sogenann-
       Neuzugewanderten
                                                            ten „Globalesischen“, d. h. des globalen Englisch. Unter
   •   eine gemeinsame Positionierung                       dem unangemessenen Etikett der „Mehrsprachigkeit“
   •   Strategien und gewünschte Supportleistungen          werde das Erlernen einer einzigen Sprache vor allem
       von Seiten des hvv                                   im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum massiv un-
                                                            terstützt. Mit der Eroberung wichtiger Diskursdomänen
Bei einem zweiten Arbeitstreffen am 9. November 2015        durch das globale Englisch gehe allerdings eine dra-
wurde neuerlich zu den bundes- und landesweiten             matische Veränderung von Status und Ausbau weiterer
Entwicklungen zur Bildung für Geflüchtete informiert.       europäischer Sprachen und Dialekte einher. Dies bringe
Hierbei wurden auch die vielfältigen Aktivitäten der        die eigentliche Grundlage für eine starke europäische
Geschäftsstelle und des Vorstands in Gremien im Kon-        Identität in Gefahr – nämlich die kulturelle Diversität.
text des Asylkonvents ausgewertet. Der hvv konnte die       Dr. Christoph Merkelbach unterstrich in seinem Vortrag
Volkshochschulen mit den Sonderveranstaltungen an-          „Mehrsprachigkeit – Das Projekt der Zukunft!“ den denk-,
gemessen unterstützen und Gelegenheit zum wertvollen        identitäts- und kulturbildenden
professionellen Austausch schaffen.                         Wert der Sprache. Aus die-
Neben der sehr engmaschigen Kommunikation mit den           ser Perspektive heraus
hessischen Volkshochschulen beteiligten sich die Ver-       plädierte er für eine
bandsdirektion und das pädagogische Team des hvv            Mehrsprachigkeitsdi-
aktiv in den Gremien des dvv an Positionspapieren aus       daktik, die in einer ge-
den Bundesarbeitskreisen Politik-Gesellschaft-Umwelt,       lassenen, selbst- und
Gesundheit und Beruf sowie an der Erarbeitung des Po-       verantwortungsbe-
sitionspapiers „Bildungsoffensive für Flüchtlinge“.         wussten Haltung von
                                                            Lehrenden und Lernen-
                                                            den gründet.                                               3
                                                                                                Sonja Lux
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Blickpunkte

    Wünschenswert seien einerseits Lehr- und Lernmodelle,
    in denen möglichst mehrere Sprachsysteme – nicht zu-
    letzt die jeweilige Herkunftssprache – auf verschiedenen
    Ebenen miteinander verglichen werden. Darüberhinaus
    seien sprachen- und fächerübergreifende Projekte, wie
    z. B. der bilinguale Unterricht, verstärkt zu fördern.
    In den verschiedenen Workshops „Sprachen Lernen im
    Alter“, „Kommunikative Grammatik“, „Binnen-differen-
    zierende Elemente in der Alphabetisierung“, „English
    practice material“, „Ganzheitliches Lehren und Lernen
    bei Erwachsenen“, „Kulturvermittlung im Fremdspra-
    chenunterricht“, „Mediengestütztes Lernen“ war am
    Nachmittag Gelegenheit, spezielle Aspekte der Unter-
    richtspraxis, Materialien und Strategien kennenzulernen    ordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler,
    und gemeinsam auszuprobieren.                              über hundert Gäste aus den hessischen Volkshoch-
    Eine gute Möglichkeit, Anregungen                          schulen willkommen. Mit ihrem Eröffnungsvortrag zum
    und Tipps für die eigene Unter-                            Theorie-Praxis-Verhältnis in der Erwachsenenbildung
    richtsgestaltung zu erfahren und                           boten Prof. Dr. Steffi Robak und ihre Mitarbeiterin Lena
    zu diskutieren. Die Frage des                              Heidemann vom Institut für Berufspädagogik und Er-
    professionellen Umgangs mit der                            wachsenenbildung (Universität Hannover) interessante
    Bandbreite der Lernbiographien                             Denkanstöße.
    im Hinblick auf ein adäquates Bil-                         In 30 Einzel-Workshops und an zahlreichen Messe-
    dungsangebot zog sich wie ein ro-                          ständen tauschten sich die Teil-Nehmenden und „Teil-
    ter Faden durch die Veranstaltun-                          Gebenden“ zu aktuellen Trends in der vhs-Welt aus.
                                            Dr. Christoph
    gen. Der konstante Prozess der          Merkelbach         Die Vielfalt des vhs-Programms wurde hier erlebbar:
    Selbstreflexion, die Loslösung von                         die reichhaltige Bandbreite der präsentierten good-
    eingefahrenen Denkmustern (wie z. B. das manchmal          practice-Angebote reichte vom „Gestalten mit dem 3D-
    als hemmend empfundene Festhalten am Lehrwerk),            Drucker“ über Upcycling-Workshops, die Erstellung von
    der kreative und positive Umgang mit der Heterogenität     Audioguides, bis hin zu Themen der politischen Bildung,
    der Teilnehmenden, nicht zuletzt dank dem multisenso-      wie etwa Gedenkstättenarbeit oder Globales Lernen.
    rischen und lerntypgerechten Unterrichten, ermöglichen     Zahlreiche Projekte und Kooperationen kamen ebenso
    jene grundsätzliche Offenheit und Flexibilität, die die    zur Sprache wie verschiedene Formate der internatio-
    eigenen Lehr- und Lernkompetenzen zu stärken vermö-        nalen Begegnung und Vernetzung. Im Fokus standen
    gen.                                                       auch neue digital unterstützte Veranstaltungsformate,
                                                               wie MOOCs und Barcamps. Weitere Workshops behan-
                                                               delten Themen aus dem Verwaltungsbereich und dem
    Zweite Hessische vhs-Messe                                 Marketing. Dazu gehörten Berichte über Erfahrungen
                                                               mit der Distribution von vhs-Programmheften, über die
    in Gelnhausen
                                                               Einführung eines regelmäßigen vhs-Magazins sowie
    Zum zweiten Mal lud der Marketingverbund der hessi-        über die Begleitung der vhs-Arbeit mit Social-Media-
    schen Volkshochschulen zur vhs-Messe am 19. März           Aktivitäten.
    2015 nach Gelnhausen ein. Nach dem großen Erfolg
    der ersten Messe im Jahr 2013 gastierte die Veranstal-
    tung erneut im Haus der Bildungspartner Main-Kinzig,       Bildung im Fluss: Speed-Dating
    zu denen auch die Volkshochschule des Landkreises          mit der Landespolitik
    gehört. Die Messe ist ein Treffpunkt der hessischen vhs-
    Community, mit dem Ziel, sich über neue Kursformate,       „Bildung im Fluss“ heißt unsere mittlerweile schon
    besondere Highlights aus den vhs-Programmen und            traditionelle Schifffahrt auf dem Main von Frankfurt
    aktuelle Trends auszutauschen.                             nach Wiesbaden und zurück. Die Bootstour wird alle
4   In großen Hörsaal hießen der Leiter der Bildungspart-      drei Jahre durchgeführt und dient dem kollegialen
    ner GmbH, Horst Günther, und die Erste Kreisbeige-         Austausch sowie der Begegnung mit Expertinnen und
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Blickpunkte

Experten aus Wissenschaft und Politik. Gut 70 Kollegin-        sorgte Prof. Günther Böhme zwischenzeitlich für Tief-
nen und Kollegen versammelten sich am 2. Juli 2015             sinn und Erheiterung. Und für beste Stimmung sorgte
bei bestem Wetter, um bei einem Speed-Dating mit den           die groovige Musik der Band „Best Age“ aus Wiesba-
erwachsenenbildungspolitischen Sprecher/inne/n der             den, deren Bandleader Hartmut Boger im wahren Leben
Landtagsfraktionen mitzumachen. Anlass waren vor               Direktor der vhs Wiesbaden ist.
allem die Verhandlungen um den anstehenden Wei-
terbildungspakt, den die öffentlichen und freien Träger
der Erwachsenenbildung mit dem Land Hessen im Jahr
2015 führten.
                                                               Große Begeisterung bei den
Kerstin Geis (SPD), Wolfgang Greilich (FDP), Willi van         1. Hessischen Volkshochschul-
Ooyen (DIE LINKE), Günter Schork (CDU) und Mathias             Meisterschaften
Wagner (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) standen unter
der Überschrift „Verliebt in die Erwachsenenbildung“           Zum ersten Mal fanden in diesem Jahr – im Rahmen
                                                               des E.ON Kassel-Marathons – die Hessischen vhs-
                                                               Meisterschaften im Marathon, Halbmarathon und im
                                                               Walking statt. Insgesamt nahmen fast 200 Läufer und
                                                               Walker aus hessischen Volkshochschulen teil. Mit der
                                                               Premiere zeigten sich die Veranstalter Winfried Aufenan-
                                                               ger und Gerhard Klingelhöfer, Pädagogischer Leiter der
                                                               vhs-Region Kassel, sehr zufrieden. Das Motto „Freude
                                                               am Laufen und der Bewegung“ wurde eindrucksvoll do-
                                                               kumentiert. Besonders auffällig und begehrt waren die
                                                               neu gestalteten limettengrünen vhs-Laufshirts, deren
                                                               Anschaffung vom Marketingverbund finanziell unterstützt
                                                               wurde. Der Verbund sponserte zudem weitere Werbear-
                                                               tikel (vhs-Gutscheine, Pflaster, Kugelschreiber etc.), die
                                                               für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung
Rede und Antwort. Was nicht anders zu erwarten war:            gestellt wurden. Die vhs Region Kassel hatte die Aktion
es wurden unterschiedliche Positionen sichtbar und die         im Vorfeld der Veranstaltung mit Plakaten und Flyern be-
Zuneigungen waren (wie beim „echten“ Speed-Dating)             worben. In mehreren Volkshochschulen fanden spezielle
unterschiedlich verteilt. Die Atmosphäre war zugleich          Laufkurse zur Vorbe-
freundlich und sachlich, teilweise auch sehr humor-            reitung der Laufver­
voll, und konnte zum wechselseitigen Verständnis der           anstaltung statt.
Redepartner/-innen beitragen.                                  Und auch die sport-
Nach einem Empfang durch die vhs Wiesbaden am                  lichen Leistungen
Biebricher Anleger machte sich Prof. Wolfgang Seitter          konnten sich sehen
von der Universität Marburg auf der Rückfahrt nach             lassen. Immerhin
Frankfurt wissenschaftliche Gedanken dazu, wie man             blieben sechs der
denn die Zuneigung der Bildungspolitik zur Erwachse-           zwölf vhs-Mara-
nenbildung heute weiter entwickeln könne. Besonders            thon-Läufer unter
                                                                                      Marathon-Organisator
interessant waren dabei seine Ausführungen zum                 3:20 Stunden, der      Gerd Klingelhöfer (vhs Region
Arbeitsfeld Integration. Volkshochschule sei historisch        Meister sogar unter Kassel) im neuen vhs-Shirt
betrachtet schon immer eine sozial-integrative Kraft           3:00 Stunden. Die
gewesen und somit würde die Aufgabe heute, Zuwan-              ersten Hessischen vhs-Titel holten sich Piotr Sikorski
derern und Geflüchteten mit Bildungsprogrammen die             (vhs Schwalm-Eder) und Gaby Nadel (vhs Marburg/TSV
Integration zu erleichtern, in der Tradition der Institution   Cappel) im Marathon, Heiko Hartmann (vhs Marburg)
stehen. Eine Kontinuität, die sicher dazu beitragen wird,      und Ute Schauenburg (vhs Region Kassel) im Halbma-
von der Politik schärfer als bisher wahrgenommen zu            rathon, und Wilma Wendel (vhs Waldeck-Frankenberg)
werden.                                                        im Walking. Bei den Marathon-Staffeln siegten die vhs
Auch das Rahmenprogramm der Bildungsfahrt hatte                Hochtaunus (Team I Männer), die vhs Marburg (Team II         5
es in sich: mit eigenen geistreichen „Bildungs-Versen“         Frauen) und die vhs Schwalm-Eder (Mixed).
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Schlaglichter

    „Sprachenlernen – motiviert!“                               freiberuflichen Kursleitenden im Jahr 2015 die Möglich-
                                                                keit, im europäischen Ausland Arbeitserfahrungen zu
    Bundesfachkonferenz Sprachen                                sammeln und zur interkulturellen Öffnung der Erwach-
                                                                senenbildungseinrichtungen beizutragen. Insgesamt
    Vom 12. bis zum 13. November 2015 veranstaltete der         wurden 100 Mobilitäten für den Zeitraum 01.09.2014 bis
    Deutsche Volkshoch-                                         31.08.2016 beantragt.
    schul-Verband e.V. unter                                    Gefördert wurden Einzelmobilitäten in Form von
    Federführung seines                                         Fortbildungen, Praktika und Job-Shadowing. Die
    Arbeitskreises Sprachen                                     Förderhöhe richtete sich je nach Land nach unter-
    die Bundesfachkonfe-                                        schiedlichen Erstattungsätzen und umfasste die An-
    renz in Heidelberg. Ko-                                     und Abreisekosten, eine Aufenthaltspauschale und
    operationspartner waren                                     gegebenenfalls Kursgebühren vor Ort.
    die telc gGmbH und die                                      Aus Hessen nahmen in 2015 vierzehn Personen aus
    Volkshochschule Hei-                                        neun Volkshochschulen teil.
    delberg. Der Hessische
    Volkshochschulverband
    war Mitglied im Organi-
    sationskomitee. 32 Kolleginnen und Kollegen aus unse-
                                                                Erwachsenenbildungsdelegation aus
    rem Bundesland waren in Heidelberg mit von der Partie.      Schweden zu Besuch in Hessen
    Welche Rolle spielt Motivation im beruflichen Alltag der
    Volkshochschulen? Welche Bedeutung nimmt sie für            Der Studienbesuch unseres Partnerverbands Stu-
    das Sprachenlernen ein, und welche Lernkonzepte und         diefrämjandet/ Schweden (sfr) vom 4. – 8. Mai 2015
                                        Lernfähigkeiten         war geprägt von den Themen Fortbildung, Umwelt-
                                        sind dabei von Be-      bildung, sowie Diversity und Kultur. Die Gäste kamen
                                        deutung? Diesen         mehrheitlich aus der Region Västmanland, westlich von
                                        und vielen weiteren     Stockholm. Den Auftakt machte ein Besuch in der vhs
                                        Fragen ging die         Wiesbaden, mit Empfang im Wintergartenfoyer und Ein-
                                        Sprachenkonferenz       führung in die Arbeit der vhs. Im Anschluss daran folgte
                                        mit ihren rund 350      eine Stadtführung und der Besuch einer Veranstaltung
                                        Teilnehmerinnen         zu 70 Jahren Kriegsende im Stadtverordnetensaal des
                                        und Teilnehmern         Rathauses.
                                        aus ganz Deutsch-       Der zweite Tag führte die Gäste, die in ihrer Heimat
                                        land im Rahmen          einen starken Fokus auf Natur- und Umweltbildung ha-
    von insgesamt 25 Workshops und (Kurz-)Vorträgen             ben, ins Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue und
    nach. Inhaltlich ging es zudem um Themen wie teilneh-       in die Geoparkregion Bergstraße-Odenwald. Die Teil-
    merbezogene Kursformate, Mehrsprachigkeit und die           nehmenden erhielten dabei im Rahmen von Vorträgen
    strategische Ausrichtung des Englischen. Einen weite-       Einblicke in die Biodiversitätszusammenhänge an der
    ren Konferenzschwerpunkt bildete die aktuelle Debatte
    um die Sprachförderung für Asylsuchende und Flücht-
    linge.

    Interkulturelle Öffnung durch
    europäischen Austausch
    Das Kooperationsprojekt der Landesverbände von Thü-
    ringen, Hessen und Sachsen aus dem EU-Programm
    „We-Mobil“ unter dem Titel „Unterstützung der interkul-
    turellen Öffnung der Erwachsenenbildung durch europä-
6   ische Mobilität“ eröffnete Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
    tern aus allen Bereichen der Volkshochschule und auch
2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Schlaglichter

Bergstraße und in die Natur- und Kulturlandschaft der      Bildungsurlaubs war sehr positiv und ist eine Motivation,
Region.                                                    ein solches Format in Zusammenarbeit mit den EBZ zu
Dritte Station war Darmstadt mit dem Weltkulturerbe        wiederholen.
der Jugendstil-Künstlerkolonie Mathildenhöhe und dem
Stadtökologie- und Inklusionsprojekt Hofgut Oberfeld.
Der nächste Besuchstag führte die Gäste an die vhs         Mitgliederversammlung des dvv in
Frankfurt: dort wurden insbesondere die vielfältigen
Programmangebote zum Schwerpunkt Integration dis-
                                                           Saarbrücken
kutiert. Am Nachmittag des letzten Exkursionstages
                                                           Am 22. und 23. Juni trafen sich die 16 Landesverbände
stand der Besuch der hvv-Verbandsgeschäftsstelle auf
                                                           der Volkshochschulen zur 57. Mitgliederversammlung
der Agenda. Nach der Vorstellung der Verbandsstruktur
                                                           des Deutschen Volkshochschul-Verbandes in Saarbrü-
und der hvv-Arbeitszusammenhänge folgte am Abend
                                                           cken.
ein ausklingendes Beisammensein im hvv-Garten.
                                                           Der Vorabend stand im Zeichen einer internationalen
                                                           Schifffahrt von Saarbrücken ins französische Sarregue-
                                                           mines (Saargemünd), wo ein Empfang der Gäste durch
Verwaltungsleiter in Schweden                              die Kommune und den Vorsitzenden der Université Po-
                                                           pulaire stattfand.
Die Verwaltungsleitungen aus Fulda, Kassel, Wiesba-
                                                           Auf der Arbeitssitzung am Folgetag wurde über die
den und der hvv-Geschäftsstelle tauschten sich vom
                                                           Ergebnisse der Schwerpunktthemen der Vorstandspe-
15.– 19. Juni 2015 mit Mitarbeitenden unseres Partner-
                                                           riode 2012-2015 berichtet. Die Dokumentation belegt
verbandes Studiefrämjandet in Uppsala (Schweden)
                                                           das hohe Engagement der vhs-Community im Hinblick
über Angebote, Organisation und Finanzierung, speziell
                                                           auf zukunftsgerichtete Thematiken wie Interkulturalität,
im Bereich Flüchtlinge und Migranten, aus. Ein weite-
                                                           Bildungsberatung, (Online-)Marketing, Internationale
res Thema war das Bildungsmarketing. Finanziert wur-
                                                           Zusammenarbeit, Alphabetisierung sowie Professionali-
de der Austausch durch das Programm Erasmus+ der
                                                           sierung in der Weiterbildung.
Europäischen Union (We-Mobil).
                                                           Die unter wesentlichem Anteil des hvv erarbeitete neue
                                                           Digitalisierungsstrategie „Erweiterte Lernwelten für
                                                           Volkshochschulen in Deutschland“ wurde als ein Ar-
Bildungsurlaub der EBZ vom 19. bis                         beitsschwer-
25. April 2015 in Irland                                   punkt der
                                                           neuen dvv-
Der Hessische Volkshochschulverband führte zusam-          Vorstands-
men mit den Europäischen Bildungs- und Begegnungs-         periode
stätten e.V. (EBZ) und speziell dem EBZ Irland einen       (2015-2019)
Bildungsurlaub zum Thema „Erwachsenenbildung und           einhellig ver-
Beschäftigungsfähigkeit in Europa“ durch.                  abschiedet.
Durch Vorträge, Gespräche, Diskussionen und                Darüber hin-
Exkursionen mit zahlreichen Experten vor Ort wurden        aus werden
grundlegende (Er-)Kenntnisse über die realen Arbeits-      die Bereiche
und Lebensbedingungen in historischer, soziokultureller    „Marken-
und bildungspolitischer Perspektive erarbeitet. Darüber    kommuni-
hinaus wurden andragogische Konzepte vor Ort erleb-        kation“ und
bar gemacht und ihr Transfer in die Arbeitswelt thema-     „Integration“ im Fokus der dvv-Aktivitäten stehen.
tisiert.                                                   Nach 28jähriger Amtszeit als Präsidentin des dvv wurde
Einen bleibenden Eindruck hinterließ bei den 20 Teil-      Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth unter lang anhaltendem
nehmenden die noch immer sichtbare und erlebbare           Beifall der Versammlung zur Ehrenpräsidentin er-
politische Konflikthaltung in Nordirland. Diese Realität   nannt. Als neue Präsidentin des Verbandes wählte die
auf dem Hintergrund unserer Geschichte zu sehen,           Versammlung einstimmig die Ministerpräsidentin des
zu hören und auszuhalten war eine große Herausfor-         Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer. Katharina
derung für alle Beteiligten aus den unterschiedlichen      Seewald, Direktorin der vhs Region Kassel, wurde als        7
Erwachsenenbildungskontexten. Die Evaluation des           Vorstandsmitglied bestätigt.
2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Schlaglichter

    Leitungskonferenzen in Hanau und                         „Qualitätsentwicklung“. Die Paktverhandlungen, die
                                                             vom Fachreferat des Hessischen Kultusministeriums im
    auf Burg Fürsteneck                                      Rahmen des Landeskuratoriums für Weiterbildung und
                                                             Lebensbegleitendes Lernen koordiniert werden, sollen
    Die Leitungskonferenz des Hessischen Volkshoch-
                                                             im Jahr 2016 abgeschlossen sein.
    schulverbandes tagte am 15. März in Hanau und am
    7. und 8. Oktober auf Burg Fürsteneck. Im Fokus der
    Arbeit standen u.a. die neuen Herausforderungen durch
    die Zuwanderung, der Hessische Weiterbildungspakt,       Schwerpunktthema Bildung für
    Marketingfragen, Ressourcen der hvv-Geschäftsstelle      nachhaltige Entwicklung
    sowie die Schwerpunktthemen des Deutschen Volks-
    hochschul-Verbandes.                                     Nachhaltiges Handeln braucht ein Umdenken: Nicht
    Auf beiden Sitzungen der Leitungskonferenz wurde zu-     nur Regierungen, Organisationen und Unternehmen,
    dem ein neues Commitment bezüglich der Kommunika-        sondern alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert,
    tion zwischen Leitungskonferenz, Regionskonferenzen,     verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umzu-
    Vorstand und hvv-Geschäftsstelle erarbeitet und ver-     gehen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ver-
    abschiedet. Die Zielrichtung dieses Prozesses ist eine   mittelt Wissen über und Gestaltungskompetenz für glo-
    möglichst effiziente und transparente Einbindung aller   bale Herausforderungen. Dabei werden die komplexen
    hvv-Gremien in Themenfindungen und Entscheidungs-        wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen
    verläufe des Verbandes.                                  dieser Probleme einbezogen.
                                                             Der Hessische Volkshochschulverband war in der Ar-
                                                             beitsgruppe „Zielgruppenspezifische Angebote in der
    Arbeitskreis Findungskommission                          Erwachsenenbildung“ maßgeblich an der Erarbeitung
    Vorstand                                                 von Maßnahmen in diesem Bereich beteiligt. Die Ergeb-
                                                             nisse wurden bei der hessischen Nachhaltigkeitskonfe-
    Fristgerecht vor den Sommerferien 2015 tagte erstmalig   renz am 20. Mai in Wiesbaden vorgestellt. Ein Resultat
    die Findungskommission zur Vorstandswahl im Jahr         der Nachhaltig-
    2016. Nach satzungsgemäßer Vereinbarung ist es die       keitskonferenz
    Aufgabe der Kommission, Kriterien für eine mögliche      war die Imple-
    Zusammensetzung des Vorstandes zu erarbeiten und         mentierung
    diesbezüglich Kandidaturen anzuregen. Die Findungs-      eines runden
    kommission tagte in 2015 unter der Leitung des Ver-      Tisches zu
    bandsvorsitzenden Baldur Schmitt dreimal und berichte-   BNE in Hessen.
    te jeweils dem hvv-Vorstand.                             Steffen Wachter
                                                             (hvv-Fachrefe-
                                                             rent) wurde für
    Arbeitskreis Weiterbildungspakt                          die kommenden
                                                             drei Jahre als
    Im Koalitionsvertrag zwischen den Regierungsparteien     einer der drei
    CDU und Bündnis 90/ Die Grünen wurde als ein Hand-       Sprecher des
    lungsziel die Vereinbarung eines Weiterbildungspaktes    Runden Tisches
    zwischen dem Land Hessen sowie den öffentlichen          gewählt.
    und freien Trägern der Erwachsenenbildung festgelegt.
    Auf Anregung von Vorstand und Leitungskonferenz
    wurde im Jahr 2014 ein Arbeitskreis zur Begleitung der
    Verhandlungen um den Weiterbildungspakt eingesetzt.
                                                             Einmischen erwünscht?!
    Insgesamt 10 Vertreter/-innen aus Volkshochschulen,      Bundesfachtagung Politik – Umwelt
    Vorstand und hvv-Geschäftsstelle berieten im Berichts-   – Gesellschaft in Leipzig
    jahr in regelmäßigen Abständen die neuesten Entwick-
    lungen der Paktverhandlungen. Der auszuhandelnde         Rund 120 Mitarbeitende aus Volkshochschulen und
8   Pakt umfasst vor allem die Bereiche „Erleichterung von   weitere Fachleute der politischen Bildung kamen vom
    Bildungszugängen“, „Integration und Inklusion“ sowie     27. – 29. September 2015 in Leipzig zusammen, um
2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Schlaglichter

unter dem Motto „Einmischen erwünscht?!“ unterschied-     den kamen vor allem aus Hessen und den umliegenden
liche Dimensionen des Beteiligens in den Blick zu neh-    Bundesländern und erhielten Einblicke in ein Berufs- und
men.                                                      Handlungsfeld der Pädagogik, das ihnen oft noch unver-
In Praxisbeispielen ging es darum, aktivierende Metho-    traut ist. Großes Interesse bestand vor allem an Prakti-
den und Formate vorzustellen. Zudem wurde die mögli-      kumsplätzen. Absolvent/-innen informierten sich direkt
che Rolle von Volkshochschulen als Initiatoren und Bün-   über Einstiegsmöglichkeiten und zukünftige Berufsfelder.
delungsstellen von Beteiligungsprozessen diskutiert.
Neben diesem Schwerpunktthema diente die Tagung
                                     dem Erfahrungs-      vhs-Barcamp 2015 in Leipzig
                                     austausch sowie
                                     der Vorstellung      am 8. und 9. Mai 2015
                                     erfolgreicher
                                     Angebote der po-     Trotz gänzlich ungünstiger Rahmenbedingungen durch
                                     litischen Bildung.   den Lokführerstreik kamen fast alle der über 100 ange-
                                     Eines der Haupt-     meldeten Personen aus der vhs-community zum 2. vhs-
                                     anliegen war es      Barcamp „Impulse für das Lernen 2.0“ nach Leipzig. In
                                     dabei, Ursachen      über 30 Sessions wurden vielfältige Themen aus dem
                                     und Strategien       gesamten Spektrum der vhs-Welt aufgearbeitet. Dabei
                                     im Umgang mit        ging es sowohl um die Auseinandersetzung mit konkre-
Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus zu erör-        ten praxisbezogenen Fragen, wie z.B. um die Relation
tern. Vorbereitet und moderiert wurde die Veranstaltung   von Online- und
von Steffen Wachter (hvv) und Dr. Michael Lesky (LV-      Präsenzlernen im
BW) als Sprecher des Bundesarbeitskreises.                erweiterten Un-
                                                          terricht, wie auch
                                                          um die Diskussi-
Workshop des vhs-Marketing-                               on der System-
verbundes                                                 frage „Brauchen
                                                          wir eine neue
Der Marketing-Workshop 2015 gastierte am 1. und 2.        vhs?“
Oktober in Michelstadt, auf Einladung der Volkshoch-      Das Barcamp
schule Odenwaldkreis. Der bereits im Vorjahr begonne-     offenbarte die
ne Schwerpunkt behandelte die Optimierung der Veröf-      Lebendigkeit der
fentlichungspraxen der Volkshochschulen, online und in    vhs-community
Printformaten.                                            und eine große
Mit Unterstützung des Siegfried-Vögele-Instituts konn-    Offenheit der
ten Verbesserungsoptionen identifiziert und analysiert    Beteiligten für jene neuen gesellschaftlichen Anforde-
werden. Insbesondere die wahrnehmungspsychologi-          rungen, die eine zunehmend digitalisierte Welt an uns
schen Auswertungen von Programmheften und Home-           stellt.
pages waren für die vhs-Kolleginnen und -Kollegen sehr
gewinnbringend.
                                                          Großes Engagement beim
                                                          vhs-Barcamp Beruf
Jobmesse für
Erziehungswissenschaftler/-innen                          28 Session-Vorschläge von 25 Teilnehmer/-innen, eine
                                                          Vorschlagsquote von mehr als 100 % ! Dies zeigt das
Die hessischen Volkshochschulen präsentierten sich        hohe Interesse der hessischen und rheinland-pfäl­
zum zweiten Mal auf der diesjährigen Jobmesse für         zischen vhs-Kolleginnen und -Kollegen, für sie wichtige
Erziehungswissenschaftler/-innen an der Universität       Themen mit anderen zu diskutieren und gemeinsam
Frankfurt als Arbeitsfeld und Arbeitgeber für Pädagog/-   Neues zu entwickeln. „Wie gestalte ich meinen Pro-
innen. Für viele junge Studierende war dies der erste     grammbereich Beruf?“ Das war der Titel, zu dem am          9
direkte Kontakt mit der Volkshochschule. Die Studieren-   20. Juni 2015 in der vhs Wiesbaden im 45-Minuten-Takt
2015 Geschäftsbericht - Hessischer Volkshochschulverband
Schlaglichter

     diskutiert wurde. Das Spektrum der Sessions reichte        Gesundheitsbildung online
     von „Inhouse-Schulungen für Firmen“ und „Wie komme
     ich an neue Dozenten?“ bis zur Aufgabe „vhs-Beruf er-      Im Juni 2015 nahm unter Koordination der hvv-
     folgreich vermarkten“. Im Abschlussplenum würdigten        Referentin Monika Pfirrmann eine Gruppe von sechs
     die Teilnehmer/-innen die Veranstaltungsform des Bar-      vhs-Mitarbeiter/-innen ihre Arbeit zum Thema ‚Gesund-
     camps als innovatives und anregendes Format.               heitsbildung online‘ auf. Die Arbeitsgruppe behandelt
                                                                Fragen zu den technischen Voraussetzungen des
                                                                Online-Lernens in Volkshochschulen, die Einsatzmög-
     GRUBIN – Grundbildung für die                              lichkeiten des geplanten dvv-Portals, die Nutzung von
     berufliche Integration                                     Onlineangeboten von Kooperationspartnern sowie die
                                                                Erarbeitung neuer Angebots- und Informationsformen
     Das vom Deutschen Volkshochschulverband koordi-            für Kursleitende und vhs-Teilnehmende. Die Gruppe
     nierte dreijährige Projekt GRUBIN konnte im Jahr 2015      tagt 2 – 3 mal jährlich und koordiniert die Ergebnisse mit
     erfolgreich abgeschossen werden. Aus Hessen beteiligt      den jeweiligen Programmbereichskonferenzen.
     waren die Volkshochschule Landkreis Fulda, der Be-
     schäftigungsträger Grümel und der Hessischen Volks-
     hochschulverband e.V.                                      Zentrale Prüfstelle Prävention
     Das Projekt GRUBIN zielte darauf ab, die Beschäfti-
     gungsfähigkeit und die Chancen für die Integration in      Das Prüfverfahren für Präventionskurse nach § 20 Abs.
     den Arbeitsmarkt durch den Abbau von Grundbildungs-        1 SGB V der Krankenkassen wurde mit Einrichtung der
     defiziten zu erhöhen. Die Projektergebnisse stehen zum     Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) von der Koope-
     Download zur Verfügung unter:                              rationsgemeinschaft der Krankenkassen gebündelt. Im
                                                                Auftrag der Kooperationsgemeinschaft erfolgt die fach-
          http://grundbildung.de/fortbildung/konzepte/
          workshop.html                                         lich fundierte Prüfung von Anbietern und Kursen nach
                                                                einheitlichen Standards durch die ZPP. In der Präven-
                                                                tionskursdatenbank „easy“ werden alle entsprechend
     LAG Justiz Jahrestagung 2015:                              qualifizierten Angebote dokumentiert.
                                                                Der Deutsche Volkshochschul-Verband hat mit der Ko-
     Alphabetisierung im Strafvollzug                           operationsgemeinschaft die Einspielung leitfadenkonfor-
                                                                mer Kursdaten der Volkshochschulen in die Datenbank
     Die Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbil-          der Prüfstelle vereinbart.
     dung im Justizvollzug (LAG Justiz) lud im Frühjahr zu      Im Herbst 2015 hat der hvv die Sammlung der vhs-­
     einer Fachkonferenz ein, an der Mitglieder aus den         Daten und deren Weitergabe an die ZPP organisiert.
     örtlichen Arbeitsgemeinschaften, den hessischen Jus-
     tizvollzugsanstalten, Volkshochschulen sowie aus den
     beteiligten Ministerien teilnahmen. Tim Tjettmers vom
     Bundesverband Alphabetisierung referierte zu Lebens-       Hessisches Netzwerk Ernährung
     welten funktionaler Analphabeten im Strafvollzug.
     Der Fachexperte erörterte Diagnoseinstrumente und
     Methoden, um in den Einrichtungen Betroffene zu
     erkennen und für Alphabetisierungsmaßnahmen zu
     motivieren. Für die Ansprache und den Einsatz in den
     Kursen stellte der Referent zahlreiche Motivations- und
     Unterrichtsmaterialien vor. Im Anschluss an den Impuls-
     vortrag diskutierten die örtlichen Arbeitsgemeinschaften
     die Situation in den hessischen Justizvollzugsanstalten.

                                                                Mitglieder des hessischen Netzwerks Ernährung
10
Schlaglichter

Das hessische Netzwerk Ernährung ist ein freiwilliger                                           kommen. Nicht um die
Zusammenschluss hessischer Institutionen, die sich aus                                          Leistung ging es, son-
unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema „Agrar,                                            dern um jeden Schritt
Ernährung und Gesundheit“ beschäftigen. Es soll pers-                                           des Einzelnen hin
pektivisch zu einer Art „Kompetenznetz“ ausgebaut wer-                                          zu mehr Bewegung.
den, vergleichbar mit dem KERN (Kompetenzzentrum                                                Neben dem Schwer-
für Ernährung) in Bayern.                                                                       punktthema 2015
Am 28. Oktober 2015 war die Staatssekretärin                                                    standen auch die wei-
Dr. Beatrix Tappeser zu Gast, um sich ein Bild der be-                                          teren sechs Koopera-
teiligten Institutionen und deren Arbeits- und Themen-                                          tionsprojekte –
schwerpunkte 2015/2016 zu machen. Die hvv-Referen-                                              Rückenfit, Pilates,
tin Monika Pfirrmann stellte die Arbeit des hvv und der                                         Fit im Alltag, Yoga,
hessischen Volkshochschulen unter den Rubriken                                                  Qigong sowie Pro-
                                                                                                gressive Muskel­
• D ie Volkshochschule – das kommunale Weiter­
                                                                                                entspannung nach
   bildungszentrum
                                                             Jacobson – im Fokus der vhs-Programme. Hessen ist
• Die Vielfalt der Lernkultur(en)                            mit 29 Volkshochschulen an dieser bundesweiten Ko-
• Gesundheits-Bildung und Prävention in der                 operation beteiligt. Dabei sorgt der hvv – als Schnittstel-
   Volkshochschule                                           le zur Bundesebene – für den Transfer der jeweiligen
• Philosophie des Hessischen Volkshochschul­                Projekte.
   verbandes vor.
Das Netzwerk präsentiert sich mit seinen Zielen und
Aufgaben auch im Verbraucherfenster des Ministeriums:        Philosophische Nacht des
    https://umweltministerium.hessen.de/
                                                             Funk­kollegs
    verbraucher/ernaehrung-ernaehrungsbildung/
    netzwerk-ernaehrung                                      „Ein phantastischer Abend“, „ein tolles Angebot“ und
                                                             „ein krönender Abschluss“, das waren die Rückmeldun-
                                                             gen zur Philosophischen Nacht im Museum Giersch
                                                             am 20. Juni 2015 in Frankfurt. Die Kooperationsver-
hvv-AOK-Kooperation                                          anstaltung des Hessischen Volkshochschulverbandes
                                                             mit dem Hessischen Rundfunk und der vhs Frankfurt
Im Vordergrund der jährlich stattfindenden Koopera-
                                                             schloss den Kreis, der mit der Auftaktveranstaltung zum
tionsgespräche standen 2015 vor allem die Vor- und
                                                             Funkkolleg Philosophie in der Romanfabrik vor einem
Nachteile, die mit der Einrichtung der Zentralen Prüfstel-
                                                             Jahr im Oktober 2014 gestartet wurde.
le Prävention verbunden sind. Darüber hinaus wurden
                                                             Unter prominenter Beteiligung von Philosophen
Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit, u.a. im
                                                             unserer­Zeit, wie
Onlinebereich, erörtert. Der Kooperationsvertrag wurde
                                                             Petra Gehring,
bis Dezember 2018 verlängert und geht somit 2016 ins
                                                             Michael Hanke,­
15. Jahr.
                                                             Gert Scobel­und
                                                             Marcus­ Willaschek,
                                                             beteiligten sich
„Ich beweg’ mich!“ – Die Laufaktion                          fast 150 Gäste an
2015                                                         Gesprächs­zirkeln,
                                                             verfolgten gespannt
Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen den Volks-           Interviews oder Perfor-
hochschulen und dem Wort & Bild Verlag (Apotheken            mances und genossen
Umschau) wurde im Frühjahr 2015 mit der „Ich beweg           ein stimmungsvolles
mich!“ – Laufaktion fortgesetzt.                             Ambiente im Ver-
Unter dem Motto „Jeder Kilometer zählt“ sollten vom          anstaltungsort am
1. März bis zum 31. Juli möglichst viele Menschen im         Schaumainkai. Einige der Gäste kamen direkt von ihrer         11
Rahmen von Laufkursen oder Laufevents in Bewegung            Funkkolleg-Abschlussprüfung, die an verschiedenen
Schlaglichter

     Volkshochschulen in Hessen durchgeführt wurde (512          Die hvv-Geschäftsstelle publiziert die Veranstaltungen
     Prüfungen insgesamt).                                       in einer einmal jährlich erscheinenden Broschüre.
     Die philosophische Nacht wurde zeitgleich an sieben
     hessischen vhs-Standorten ausgetragen, und die Lust
     am Philosophieren wurde mit diesem Funkkolleg of-           Veranstaltung zum Zürcher
     fensichtlich weiter geweckt. Alle Sendungen und Be-
     gleitmaterialien stehen der Öffentlichkeit kostenfrei zur
                                                                 Ressourcenmodell
     Verfügung unter:
                                                                 Ein besonderer Event für Beraterinnen und Berater in
          www.funkkolleg-philosophie.de                          der hessischen Bildungslandschaft bildete der Work-
                                                                 shop zum ressourcenaktivierenden Motivationsmanage-
                                                                 ment, der vom Hessischen Volkshochschulverband und
     40 Jahre Bildungsurlaub in Hessen                           dem Paritätischen Bildungswerk Hessen am 26. Juni
                                                                 2016 durchgeführt wurde. Yvonne Küttler, zertifizierte
     Am 24. März 2015 fand im DGB-Haus in Frankfurt eine         Trainerin und Ausbilderin im Kontext des Zürcher Res-
     Fachtagung anlässlich des Bildungsurlaubsjubiläums          sourcenmodells (ZRM), führte mit vielen Impulsen und
     in Hessen statt. Veranstalter waren das DGB Bildungs-       Übungen durch den Tag und wusste alle Teilnehmen-
     werk e.V. in                                                den zu begeistern. Die Veranstaltung lieferte Ideen und
     Hessen und                                                  Ansatzpunkte, um Elemente von ZRM für die eigene
     das Hessische                                               Beratung einzusetzen. Vier Transferworkshops dienten
     Ministerium                                                 einer Vertiefung und Verankerung motivationsaktivie-
     für Soziales                                                render Beratung. Die Veranstaltung wie auch die daran
     und Integrati-                                              anschließenden Workshops wurden im Rahmen eines
     on, vertreten                                               Projekts mit Hessencampus-Fördermitteln unterstützt.
     durch Staats-
     ekretär Dr.
     Wolfgang                                                    Kundenmappe
     Dippel. Unter
     den über 100                                                Neben dem offenen Kursangebot werden Volkshoch-
     Gästen waren                                                schulen mit ihrem Bildungsportfolio zunehmend von
     zahlreiche                                                  Institutionen und Unternehmen angefragt. Aus diesem
     Vertreterinnen und Vertreter der Volkshochschulen und       Grund hat der Hessische Volkshochschulverband
     des Verbandes.                                              nach dem
     In den verschiedenen Reden wurde die Ökonomisie-            Vorbild des
     rung der Bildung ebenso thematisiert, wie die Verschie-     bayerischen
     bung der Bildungsurlaubsangebote von allgemeiner und        Nachbarver-
     politischer Bildung hin zu beruflicher Bildung. Zudem       bandes eine
     wurde konstatiert, dass der Teilnehmeranteil stabil bei     Kundenmappe
     geringen 0,5 % der Berechtigten in Hessen liegt.            entwickelt,
     In einer abschließenden Podiumsdiskussion wur-              die die Volks-
     den – unter Beteiligung des hvv – Anforderungen an          hochschulen
                                      alle Akteure formuliert,   in ihren regio-
                                      den Stellenwert des        nalen Marke-
                                      Bildungsurlaubes zu        tingaktivitäten
                                      stärken.                   unterstützen
                                      Die Volkshochschulen,      soll. Aufgrund
                                      die größten Anbieter       des regen
                                      von Bildungsurlauben in    Interesses
                                      Hessen mit ca. 43 % des    weiterer Lan-
                                      Gesamtangebots, haben      desverbände
12                                    in 2015 mehr als 600       wurde aus
                                      Seminare angeboten.        dem ursprüng-
Schlaglichter

lich hessenweiten Konzept eine bundesweite Form ent-      im Jahr 2014. Darüber hinaus organisierte der hvv
wickelt. Die Mappe besteht aus zwei Umschlagsseiten,      zahlreiche Weiterbildungen für Prüfende, Bewertende
die von jeder Volkshochschule mit Einlegern zu ihren      und Aufsichten. Am Jahresende wurde der Hessische
jeweiligen Bildungsangeboten bestückt werden kann.        Volkshochschulverband e.V. als Lizenznehmer der
Darüber hinaus stehen den Volkshochschulen inDesign-      Goethe-­Prüfungen in einem zweitägigen Audit erfolg-
Vorlagen zur Verfügung, mit denen ein jeweils organisa-   reich re­zertifiziert.
tionsspezifisches Profil erstellt werden kann.

                                                          Arbeitskreis Verwaltungsleitungen
Qualifizierungen und fachlicher
Austausch                                                 Der Arbeitskreis Verwaltungsleitungen tagte am
                                                          20. Juli 2015. Auf der Agenda standen: die Revision
An den 101 Fortbildungsveranstaltungen, Qualifizierun-    der vhs-Statistik, ein Erfahrungsaustausch zum SEPA-
gen sowie an den Gremien- und Austauschtreffen des        Verfahren, Aufbewahrungsfristen, Teilnahmegebühren
hvv nahmen im Jahr 2015 insgesamt 1.428 Kolleginnen       und Kursleiter-Honorare. Zudem wurden die Ergebnisse
und Kollegen teil. 869 davon waren vhs-Mitarbeitende      aus dem europäischen Kontakt mit Studiefrämjandet
(59 Veranstaltungen), 559 waren Dozentinnen und           besprochen. Das Treffen endete mit einer Präsentation
Dozenten (42 Veranstaltungen).                            der Firma Minolta zum Thema DMS (Daten-Manage-
                                                          ment-Systeme) und den Möglichkeiten des papierlosen
                                                          Büros. Am 7. und 8. Dezember 2015 fand in Mainz – in
                                                          Kooperation mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz
Kontaktstudium Lehren Lernen –                            – ein Workshop mit dem Thema „Führen und Kommuni-
Lernen Lehren                                             kation im vhs-Alltag“ statt.

Mit dem neuen Fortbildungsprogramm 2015 hat der hvv
seine Kooperation mit dem Landesverband Rheinland-
Pfalz und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbil-
                                                          Hessische Blätter für Volksbildung
dung der Gutenberg Universität in Mainz gestartet. Die    2015
Veranstaltungen des Kontaktstudiums sind Bestandteile
eines Curriculums, das als Angebot zur erwachse-          Mit vier Schwerpunktthemen haben die Hessischen
nenpädagogischen Qualifizierung zu verstehen ist. Es      Blätter für Volksbildung im Jahr 2015 relevante Erwach-
erfüllt die Voraussetzungen des gemeinsamen Rah-          senenbildungsthemen aufgegriffen:
menkonzeptes „Erwachsenpädagogische Qualifikation           1) Das „Verhältnis von Theorie und Praxis“ der
für Kursleitende“ der Fortbildungsbeauftragten der vhs-        Erwachsenenbildung steht im Fokus des ersten
Landesverbände im dvv und des DIE.                             Heftes.
                                                            2) Die Schwerpunktausgabe „Generationenwechsel
                                                               in Weiterbildungsorganisationen“ befasst sich mit
Landesprüfungszentrale Sprachen                                konzeptionellen Überlegungen, empirischen Be-
                                                               funden und Praxiserfahrungen.
Für die Zulassung zum Studium, für eine Aufenthalts-        3) Das Heft „Musik und Erwachsenenbildung“ wid-
genehmigung oder den Ehepartnernachzug werden                  met sich dem noch wenig beachteten Verhältnis
Sprachzertifikate immer wichtiger. Steigende Prü-              von Musik und Erwachsenenbildung.
fungszahlen in den Volkshochschulen bestätigen diese        4) Mit dem Thema „Erwachsenenbildung und Inklu-
Entwicklung. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 10.454           sion“ nimmt Heft 4 dessen Relevanz und Heraus-
Teilnehmer/-innen in den hessischen Volkshochschulen           forderungen aus unterschiedlichen Perspektiven
geprüft. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um            in den Blick.
1.388. Dabei umfasst der Bereich Deutsch als Fremd-
oder Zweitsprache 92 % und der Bereich Fremdspra-
chen 8 % (davon 90 % Englisch). Im hvv-Prüfungs-
zentrum Sprachen konnten 365 Teilnehmer/-innen an                                                                   13
Sprachprüfungen teilnehmen, insgesamt 145 mehr als
Gremienmitarbeit

     hvv-Vorstand                                              Dr. Christoph Köck
                                                               Landeskuratorium für Weiterbildung und Lebensbeglei-
     Gewählter Vorstand (stimmberechtigt)                      tendes Lernen (LAKU, Geschäftsführender Vorstand)
     Baldur Schmitt, 1. Kreisbeigeordneter a.D:,               dvv-Organisations- und Finanzausschuss
     1. Vorsitzender                                           (OFA, stv. Vorsitzender)
                                                               Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung im
     Gerd Krämer, Staatsekretär a.D., 2. Vorsitzender
                                                               Justizvollzug (LAG Justiz)
     Barbara Çakir-Wahl, Direktorin vhs Frankfurt
                                                               dvv-AG Online-Marketing (Sprecher)
     Heike Habermann, MdL, Landtagsvizepräsidentin             dvv-AG Markenführung
     Peter Zielinski, 1. Kreisbeigeordneter des Vogelsberg-
     kreises                                                   Monika Pfirrmann
                                                               Hessischer Verbraucherbeirat HMUELV
     Delegierte der Leitungskonferenz (stimmberechtigt)        Netzwerk Ernährung HMUELV
     Michael Friedrich                                         Hessische Arbeitsgemeinschaft Gesundheit (HAGE)
     Katharina Seewald                                         Beirat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
                                                               – Sektion Hessen
     Delegierte/berufene Vorstandsmitglieder:
     Michael Cyriax, (Hess. Landkreistag)                      Achim Rache
                                                               dvv-Bundesarbeitskreis Gesundheit
     Sibylle Klingebiel (Hess. Kultusministerium)
     Dr. Kerstin Weinbach (Hess. Städtetag)
                                                               Baldur Schmitt
                                                               Landeskuratorium für Weiterbildung und
                                                               Lebensbegleitendes Lernen
     Gremienmitarbeit                                          Asylkonvent Hessen, AG Arbeit
                                                               Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks
     Barbara Çakir-Wahl                                        dvv-Mitgliederrat
     dvv-Mitgliederrat
     dvv-AG Interkulturelle Öffnung                            Katharina Seewald
                                                               dvv-Vorstand
     Dr. Christiane Ehses                                      dvv-Gender- und Diversityausschuss
     Redaktionskonferenz Hessische Blätter für Volksbildung
     Asylkonvent Hessen, AG Bildung                            Barbara von der Meden
     dvv-Bundesarbeitskreis Fortbildung-Qualität-Beratung      dvv-Bundesarbeitskreis Sprachen
     (Sprecherin)                                              dvv Bundesarbeitskreis Alphabetisierung/Grundbildung
     dvv-AK Lehrgang Weiterbildungsmanagement
     Nationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und           Steffen Wachter
     Beschäftigung (nfb)                                       dvv-Bundesarbeitskreis Politik-Gesellschaft-Umwelt
     Landesweite AG Bildungsberatung im Hessencampus           (Sprecher)
     Weiterbildung Hessen e.V. (Beirat und Mitglied der Jury   dvv-Bundesarbeitskreis Kultur
     für den Innovationspreis)                                 Bildungsallianz Funkkolleg
     Regionale Unterstützungsstelle für LQW (RÜST)             Landesvereinigung für Kulturelle Bildung (Vorstand)
     ProfilPASS-Begleitgruppe (Vertretung für den dvv)         Runder Tisch des Landes Hessen „Bildung für
                                                               nachhaltige Entwicklung“ (Sprecher)
     Cornelia Fürpahs-Zipp
     Arbeit und Leben Hessen (Vorstand)                        Bernhard S.T. Wolf:
                                                               Europäische Bildungs- und Begegnungszentren
     Angelika Jäger                                            (EBZ, Vorstand)
     dvv-Bundesarbeitskreis Beruf

14
Zahlen und Fakten

Jahresrechnung Hessischer Volkshochschulverband e.V.
Umsatzerlöse                                            Ergebnis 2015

Prüfungsentgelte                                         520.202,73 €
Einnahmen aus Seminaren                                   48.348,75 €
Auftragsmaßnahmen/ Projekte                               24.251,53 €
Dienstleistungen des hvv                                  26.198,80 €
Sonstige Einnahmen des hvv                                45.165,71 €
Summe Umsatzerlöse                                       664.167,52 €

Sonstige betriebliche Erträge
Mitgliedsbeiträge der Kommunen                           150.000,00 €
Provisionserlöse
Sonstige betriebliche Erträge                                    - €
Institutionelle Förderung                                700.000,00 €
Summe sonstige betriebliche Erträge                      850.000,00 €

Materialaufwand (Kosten für bezogene Leistungen)
Honorare für Prüfungen                                    60.023,05 €
Reisekosten der Prüfer                                     2.444,28 €
Bezugskosten für Prüfungen                               232.059,60 €
Honorare für Seminarleitungen                             25.035,64 €
Reisekosten für Seminarleitungen                           2.024,10 €
Honorare Sonstige                                          4.761,75 €
Reisekosten Sonstige                                       1.891,64 €
Lizenzen                                                     773,98 €
Nebenkosten für Veranstaltungen                           52.057,00 €
Publikationen, Veröffentlichungen, Flyer                  26.640,91 €
Sonstige Ausgaben für bezogene Leistungen                  1.041,52 €
Summe Ausgaben für bezogene Leistungen                   408.753,47 €

Personalkosten                                           924.899,56 €

Weitere Ausgaben
Kosten der Liegenschaft                                   19.795,48 €
Ersatzanschaffungen und Miete                             12.804,81 €

Mitgliedsbeiträge                                         51.106,27 €
Öffentlichkeitsarbeit/Werbekosten/Repräsentation           5.332,82 €
Reise- und Fortbildungskosten Arbeitnehmer                21.938,96 €
Verwaltungsausgaben                                       26.686,00 €
Einkauf von Dienstleistungen                              42.281,92 €

Summe Sonstige Geschäfts- und Betriebsausgaben           179.946,26 €

Summe sonstige betriebliche Erträge                     1.514.167,52 €

Summe Ausgaben gesamt                                   1.513.599,29 €

Saldo/Jahresergebnis                                         568,23 €

                                                                         15
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