Aufmacher 2018 - TU Dortmund
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Aufmacher 2018
Das Institut für Journalistik: Absolventen, Projekte, Perspektiven
aus dem institut
Mobile Reporting • Konfliktsensitiver
Journalismus • Campfire-Festival •
Interkulturelle Zusammenarbeit •
Promotionen • Forschungskolleg
Eine neue zu gast
Dachmarke n-tv: Die Breaking-News-Maschine
KURT und die Weiterentwicklung absolventen 2018
der praktischen Ausbildung
Wer sie sind, was sie können2
inhalt
12
6 22
einstieg Frische Sichtweisen auf
das Mega-Thema Migration 14
Vorwort Geschäftsführerin I J 3 Die MEDIA AND MIGRATION SPRING
Prof. Dr. Wiebke Möhring SCHOOL in Dakar hat neue Wege
interkultureller journalistischer
Vorwort Vorsitzender EX e.V. 4 Zusammenarbeit eröffnet.
Armin Hingst
Nächster Halt:
Promotionsstudium 16
aus dem institut Die Promovenden am Institut
für Journalistik
Alles neu – aber
die Tradition reist mit 6 Ein Blick über das Studium hinaus 20
KURT und die Weiterentwicklung Das neue Forschungskolleg
der praktischen Ausbildung MEDAS 21 am Erich-Brost-Institut
Der Ü-Wagen in
der Jackentasche 8 zu gast
Mobile Reporting bei eldoradio*
n-tv: Die Breaking-News-Maschine 22
Wider die Hysterie! 10 Fakten statt Fakes: Professioneller
Die Verantwortung von Konflikt Nachrichtenjournalismus
sensitivem Journalismus in Zeiten des Social-Media-Overflows
Das journalistische
Lagerfeuer 12 absolventen 2018
Das Campfire-Festival 2017
zu Gast an der TU Dortmund Wer sie sind, was sie können 25
Impressum 433
einstieg
Liebe Absolventinnen und
Absolventen, Freunde und
Partner des IJ,
die Verabschiedung eines Abschlussjahrgangs
ist innerhalb eines universitären Kalenderjahres
immer wieder ein besonderer Moment. Sie kön
nen stolz sein, einen nächsten Qualifikations
schritt erreicht zu haben: Wir gratulieren unseren
neuen Alumni herzlich zu ihren Bachelor- und
Masterabschlüssen und unseren Promovenden
zu ihren erfolgreich beendeten Doktorarbeiten. einer Utopie der redaktionellen Gesellschaft, in
der alle Menschen künftig Journalisten sein soll
Die thematische Bandbreite der Abschluss ten. Wie richtig und wichtig die Forderung, dass
arbeiten ist beeindruckend und zeigt, wie fa alle einen klugen Umgang mit Medien, weiter ge
cettenreich die Interessen und Fragen unserer fasst mit ihren Kommunikationsquellen, erlernen
Studierenden waren und sind. Sie zeigt zugleich und pflegen. Aber das enthebt Redaktionen und
die unterschiedlichen nationalen und internatio uns erst recht nicht von der Pflicht, sich für pro
nalen Perspektiven, aus denen wissenschaftlich fessionellen und qualitativ hochwertigen Jour
die Herausforderungen des Journalismus unter nalismus einzusetzen und unsere Studierenden
sucht werden können – es sind Fragen zum In entsprechend auszubilden. Medienmündige Ge
halt, zu Genres, zu technischen Neuerungen und sellschaften erfordern guten Journalismus umso
Kanälen, zu journalistischen Arbeitsbedingungen mehr – gut, dass Sie als unsere Alumni und Part
und -prozessen und zur veränderten Rezeption. ner Ihren Beitrag dazu leisten.
Gemeinsam ist allen Perspektiven die Frage nach Das Wintersemester 2017/18 hat für uns ein
der heutigen und zukünftigen Relevanz von Jour schneidende Veränderungen gebracht. Wir ha
nalismus. Diese wird heute mehr denn je von eini ben unseren Kollegen Claus Eurich in den Ru
gen gesellschaftlichen Kräften in Frage gestellt. hestand verabschiedet – an dieser Stelle ein
Kritik kommt von verschiedenen Seiten und sie aufrichtiger Dank für 40 Jahre Engagement für
ist nicht unberechtigt. Wir sind gut beraten, uns klaren und professionellen Journalismus. Und
dieser Kritik zu stellen und immer wieder Journa seit Oktober ist KURT da und die Studiengänge
lismus und seine Leistungen in Frage zu stellen. an unserem Institut sind mit reformierten Stu
Was ist der Wert von Journalismus, was sein Stel dienplänen gestartet.
lenwert in der Gesellschaft, wie wird er genutzt?
Was sind seine Rahmenbedingungen, wie kann er Wir freuen uns, Ihnen mit unserem Aufmacher
sich finanzieren? Zu diesen Fragen forschen wir 2018 einen Einblick in die Arbeit des IJ zu ge
am IJ in Forschungs- und Lehrprojekten und sto ben. Und wir bauen darauf, dass sowohl Sie,
ßen dabei regelmäßig auf neue Herausforderun liebe Absolventinnen und Absolventen, als auch
gen. Allein die scheinbar so einfache Frage nach alle Alumni, Partner und Freunde des IJ auch im
der Mediennutzung ist in Zeiten der mobilen On kommenden Jahr mit uns in der Diskussion über
linenutzung kompliziert. Die Grenzen zwischen einen guten Journalismus bleiben.
journalistischer, Laien- und PR-Berichterstat
tung, zwischen Fakten und Narration verschwim Ihre
men und sind aus der Perspektive der Nutzerin Prof. Dr. Wiebke Möhring
nen und Nutzer oftmals nicht mehr vorhanden. Geschäftsführende Direktorin
Der Kollege Pörksen aus Tübingen spricht von Institut für Journalistik4
einstieg
Liebe Absolventinnen
und Absolventen,
das Institut bündelt seine Lehrredaktionen
crossmedial unter der Dachmarke „KURT“, der
MDR gibt sich eine ganz neue, „horizontale Mar
kenarchitektur“, bei dem es beim Produkt nicht
mehr auf den Ausspiel-Kanal ankommt, sondern
auf das Content-Angebot. Marketing und Mar
kenführung halten offenbar verstärkt Einzug im
Journalismus. So wie das vor allem in der Kon
sumgüter-Industrie ja schon seit Jahrzehnten
gang und gäbe ist. Aber ist guter Journalismus
ein Produkt wie jedes andere?
Aufgabe des Journalismus, Fehlentwicklungen
Die Entwicklung des Marketing darf ich mit mei aufzuzeigen. Das Primat der Ökonomie ist eben
nem Unternehmen seit über zehn Jahren beglei nicht alles.
ten - wir berichten alljährlich über die Finalisten
des Marken-Award der „absatzwirtschaft“: Eine Dennoch bleibt Marketing und Markenführung
hochkarätige Jury bewertet in inzwischen vier für Medien wichtig. Denn Marken können auch
Kategorien die Marketing-Aktivitäten der Wett „bei uns“ die Funktionen übernehmen, die sie
bewerbsteilnehmer. Dabei fließt „Kommunikati in der übrigen Ökonomie erfüllen: Sie schaffen
on“, also das, was Nichtmarketer einfach „Wer Übersicht in einem unübersichtlichen Markt.
bung“ nennen, nur zu einem kleinen Teil in die Man wählt „seinen“ Orangensaft, weil der einem
Urteile ein. Wichtig ist, dass Konzept und Umset schmeckt und weil man danach nicht lange su
zung einer Kampagne auch zu zählbaren Ergeb chen muss, weil man seine Verpackung kennt.
nissen führt. Das ist bei einem neuen Duschbad Am allerbesten ist es jedoch, wenn die Marke das
einfach: Marktanteil, Umsatzentwicklung, Auf in sie gesetzte Vertrauen belohnt, weil die Quali
wand versus Ertrag. Und auch wenn Marketing tät stimmt. Nicht umsonst lebt eine alte Medien
menschen oft ein noch schlechteres Image als marke der Republik wie der „Spiegel“ eben auch
Journalisten haben: Nachhaltiger Erfolg stellt davon, dass das „Sturmgeschütz der Demokra
sich kaum nur durch geschicktes Überreden, tie“ wach- und wirksam bleibt.
sondern erst dann ein, wenn der wichtigste As
pekt klassischen Marketings berücksichtigt wird: Wir vom „Ex“ begleiten daher die Marken-Arbeit
Konsequente Kundenorientierung. Also Dienst auch des Instituts mit Interesse. Sähen wir doch
am potenziellen Käufer. Oder eben User, Seher, gern, dass das IJ die „Premium-Marke“ der Jour
Nutzer, Leser, Hörer. nalistenausbildung in der Republik bleibt, die es
für viele von uns noch immer ist. Daher werben
Trotzdem kann man sich trefflich bereits darüber wir gern für unseren Studiengang. Und freuen
streiten, wie sinnvoll es ist, einen noch begehr uns natürlich immer über neue Mitglieder, die
teren (meist zuckerhaltigen) Milchreis zu ent das auch tun wollen.
wickeln und vermarkten. Erst recht gilt so eine
Nachdenklichkeit, wenn es um Journalismus Herzlichst
geht. Hier liegt die Sache auch für mich als Mar Armin Hingst
ketingbeobachter deutlich anders. Einfach, weil Vorsitzender des Vorstands des EX e.V.,
dessen Produkte gar nicht allen schmecken dür der Alumnivereinigung des
fen. Ist es doch eine, wenn auch nicht die einzige Instituts für Journalistik6
aus dem institut
Alles neu –
aber die Tradition reist mit
KURT und die Weiterentwicklung der praktischen Ausbildung
Text: MICHAEL STEINBRECHER
V
iele können es nicht mehr hören. menschwerpunkt zur Dortmunder Nordstadt
Ja, der Journalismus wandelt publiziert. Und das ist erst der Anfang. Ab dem
sich. Ja, die Digitalisierung ver Wintersemester 2018/2019 werden die Studie
ändert alles. Aber so stereotyp renden sich nicht mehr für eine Medienredak
und abgedroschen die Sätze tion entscheiden, in der sie ein Jahr lang prak
klingen mögen: Sie entsprechen der Wirklich tisch ausgebildet werden. Sie entscheiden sich
keit. Wir können uns am Institut für Journalistik für ein Ressort. Warum diese grundlegende Ver
nicht bequem einrichten in bewährten Arbeits änderung?
abläufen. Das, was gestern gut war, muss heute In den Ressorts „Wissen und Zukunft“
nicht mehr ausreichend sein. Deshalb haben „Campus und Leben“, „Politik und Wirtschaft“
wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit und „Kultur und Sport“ werden die Studieren
den Studierenden an einer Neuausrichtung der den lernen, vom Inhalt ausgehend medienüber
praktischen Ausbildung gearbeitet. Auf mehre greifend zu denken und zu arbeiten. Sie werden
ren Ebenen. wie bisher Themen recherchieren. Aber anders
KURT ist da. KURT ist die neue Dachmarke als bisher haben sie die Freiheit, ihre Themen
für alle journalistischen Produkte, die in den in der medialen Darstellungsform umzuset
Lehrredaktionen entstehen. Es gibt „KURT – das zen, die den Inhalt am besten transportiert.
Print-Magazin“ und „KURT – das TV-Magazin“. Das kann ein TV-Beitrag sein, ein Interview im
Es gibt „KURT – der Morgen auf Eldoradio“ und Fernsehstudio, ein live ausgestrahltes Kolle
„KURT.digital“, unser Online-Zuhause. gengespräch bei eldoradio oder eine Reporta
Warum „KURT“? Die Legende lebt. Kurt Kos ge im Print-Magazin. Die Studierenden können
zyk war der Gründer unseres Instituts. Er hat das Thema im Alleingang recherchieren und
die Journalistik nach Dort umsetzen. Oder auch im
mund gebracht. Ohne ihn Team mit anderen Studie
KURT ist die neue Dachmarke renden gleich für KURT.di
wären wir heute nicht der
größte Journalistik-Stu für alle journalistischen gital einen crossmedialen
diengang in Deutschland. Produkte, die in den Lehr Schwerpunkt planen. Von
„KURT“ als Name für die redaktionen entstehen. Anfang an ist auch die So
Dachmarke war eine Idee cial-Media-Ausbildung ein
der Studierenden. Auch wenn wir aufbrechen in selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit in
neue Zeiten. Die Tradition reist mit. der KURT-Redaktion.
KURT ist aber mehr als Reminiszenz. Erst Damit reagiert das Institut auf die Verände
recht mehr als ein neues Logo einer neuen rungen in der professionellen journalistischen
Dachmarke. KURT steht zum Beispiel dafür, Praxis. Die Studierenden werden deutlich viel
dass wir alte Mediengrenzen einreißen. Kaum seitiger ausgebildet in das integrierte Volontari
war KURT da, haben wir crossmedial einen The at starten. Uns ist natürlich bewusst: Vielseitig7
aus dem institut
KURT-Vielfalt: Die neue Dachmarke vereint Online, Print, Fernsehen und Radio unter einem Namen.
keit braucht Zeit. Schon bevor die Studierenden Zeit für Reflexion. Für die Vermittlung und Dis
im dritten Semester in die einjährige Ressort- kussion medienrechtlicher und ethischer Stan
Arbeit einsteigen, vermitteln wir ihnen im zwei dards und für die Entwicklung eines journalisti
ten Semester die technischen und redaktionel schen Selbstverständnisses.
len Grundlagen aller Medien. Das alles ist aufwändig. Es gibt neue re
Gibt es keine Spezialisten mehr? Doch. Denn daktionelle Funktionen, neue Abläufe, neue
wir wissen: Es gibt besondere Talente. Es gibt Raumkonzepte, eine neue Struktur der Redak
die begabten Filmemacher, die sich im Medium tionskonferenzen. Unsere Volontariats-Koope
Fernsehen besonders zu Hause fühlen. Genau rationspartner bestärken uns zwar ausdrücklich
wie die talentierten Print-Autoren, die früh ihren darin, diesen Weg zu gehen. Aber nicht alles wird
eigenen Schreibstil entwickeln. Deshalb wird es von Anfang an reibungslos funktionieren. Wir
auch in Zukunft die Möglichkeit geben, sich zu werden die neue Struktur kontinuierlich eva
spezialisieren. In Medien-Werkstätten warten luieren und sicher nachjustieren müssen. Und
individuelle Weiterbildungen auf die Studieren immer Ausschau halten nach der nächsten Op
den, die sie je nach Interesse auswählen können. timierungsmöglichkeit. Ganz im Sinne von Kurt
Und sie haben die Chance, im fünften Semester Koszyk, der vor gut 40 Jahren eine Antwort fin
ein „Masterpiece“ umzusetzen, ein einsemestri den wollte auf die Notwendigkeit einer professi
ges Projekt in den Medien ihrer Wahl. onellen Journalisten-Ausbildung. Er fand sie im
Doch eine crossmediale Ausbildung und die Institut für Journalistik und dem „Dortmunder
Fähigkeit, unterschiedliche Darstellungsformen Modell“ einer universitären Ausbildung mit inte
zu beherrschen, sind nicht alles. Immer wieder griertem Volontariat. Um Kurt Koszyks Erbe ge
werden wir uns darüber austauschen, an wel recht zu werden, müssen wir immer neue, zeit
chen journalistischen Qualitätskriterien unse gemäße Antworten finden. Und wenn sie seinen
re Studierenden sich orientieren. Wir brauchen Namen tragen, umso besser. 8
aus dem institut
Der Ü-Wagen in der Jackenta
Text: CHRISTOPH CECH UND CHRISTINA TRELLE
R
adio ist das schnellste Medium – Live-Reportage einen LKW mit einigen hundert
auch noch in Zeiten des Internets. Metern Kabel und einer ausfahrbaren Satelli
Vom Sender aus wird das Signal tenschüssel auf dem Dach. Dazu noch zwei aus
in Lichtgeschwindigkeit um die gebildete Techniker, mindestens einer davon mit
Antenne herum verbreitet und ist einem LKW-Führerschein. Und nach Möglich
damit zeitgleich am Ohr des Hörers. Dass das keit einen Starkstrom-Anschluss vor Ort – auch
eine der großen Stärken des Mediums Radio wenn der im Wagen eingebaute Dieselgenera
ist, wissen auch die gro tor die Sendetechnik im
ßen Sender und setzen Heute brauchen Radioreporter Fahrzeug komplett ver
in ihren tagesaktuellen für eine Live-Reportage nur ein sorgen könnte.
Wellen immer stärker auf Smartphone – und ein gutes Heute brauchen Ra
das sogenannte Mobile Mobilfunknetz. dioreporter für eine Live-
Reporting – also Live-Re Reportage nur ein Smart
portagen von Journalisten und Journalistinnen, phone – und ein gutes Mobilfunknetz. Durch
die direkt am Ort des Geschehens sind. diese Technik wird „live“ immer selbstverständ
Es dauert gar nicht mehr so lange und wir licher. Auch für die Studierenden am Institut
können der Live-Reportage zum 100. Geburts für Journalistik. Mit einem Smartphone, einer
tag gratulieren: Es war ein Fußballspiel, das speziellen Handy-App und einem passenden
1925 zum ersten Mal live im Radio übertragen digitalen Mikrofon können sie von überall eine
wurde. Die Live-Reportage gibt es also schon Übertragung in einwandfreier Hörfunkqualität
lange, allerdings war sie nie so einfach wie heu starten. Im Technikraum von eldoradio* steht
te. Denn früher brauchten Radioreporter für eine die Gegenstelle – ein sogenannter Codec – und9
aus dem institut
eine der schwierigsten Disziplinen des Radio
machens. Gleichzeitig wird sie immer häufiger
gefragt, weil die neue, verhältnismäßig kosten
günstige, leichte und kleine Technik fast allen
Radiostationen ihren Einsatz ermöglicht.
In der crossmedialen Lehrredaktion am In
stitut für Journalistik können die Studierenden
diese Live-Fähigkeiten unter realen Bedingun
gen erproben, verschiedene Darstellungsformen
ausprobieren und sich selbst neuen Herausfor
derungen stellen. Mit dem Smartphone-Über
tragungsset können sie live von einem Musik
festival berichten, von Kulturveranstaltungen in
der Stadt, der Erstsemesterbegrüßung der TU
Dortmund im Signal-Iduna-Park oder – wie im
vergangenen Semester – von der Räumung ei
sche nes Uni-Gebäudes.
Nicht nur bei eldoradio* gilt: Live-Repor
tagen sind authentisch und können im besten
Fall auch überraschen. Ein Reporter live vor Ort
vermittelt Nähe: Wir sind da, wo unsere Hörer
sind. Live-Reportagen werden auch in den kom
menden Jahren zum Repertoire eines guten Ra
diojournalisten gehören. In der crossmedialen
Lehrredaktion bekommen die Studierenden das
nimmt die Liveübertragung automatisch ent Rüstzeug für ihre Zukunft im Journalismus des
gegen. Und das alles mit nur einem „Touch“ auf 21. Jahrhunderts.
den Bildschirm des Smartphones. Der Modera
tor im Studio kann mit dem Reporter fast ohne
Verzögerung sprechen. Die Studierenden brau INFO
chen dafür, zumindest technisch, kaum geschult
Am Institut für Journalistik werden die Apps
werden. Jeder Studierende weiß, wie ein Smart
„Luci Live“ und „LinPhone“ eingesetzt. Die-
phone zu bedienen ist oder wie er einen Kopfhö se VOIP (Voice Over IP) Apps laufen auf ei-
rer und ein Mikrofon an das Handy anschließt. nem Apple-Smartphone mit iOS-Betriebs
Durch diese instinktive und niederschwellige system. Voraussetzung für eine erfolgreiche
Technik haben die Studierenden den Kopf frei Live-Reportage ist ein G4 (LTE) Netzwerk
des Mobilfunkproviders. Auch WLAN-Verbin-
für ihre journalistische Arbeit.
dungen sind bei gutem Empfang möglich.
Vor allem im Morgenmagazin KURT (mon Angeschlossen wird das Mikrofon „iRig“ mit
tags bis freitags, 8-10 Uhr) auf eldoradio* (93.0 integriertem Digitalwandler und Lightning
FM in Dortmund, 88.4 Mhz im Kabel und auf Anschluss. Die Gegenstelle im Technikraum
www.eldoradio.de) sollen die Studierenden besteht aus einem SIP-Gate Server im Stu-
dionetzwerk für die Vermittlung und einem
Live-Reportagen im Radio so oft wie möglich
modernen AOIP-Codec (Audio Over IP Codie-
üben. Denn live vor Ort die Geschehnisse inte rer-Decodierer). Der AOIP-Codec ist am Sen-
ressant und strukturiert zu beschreiben, dabei demischpult des Moderators angeschlossen
gleichzeitig Hintergrundwissen zu liefern und (Faderstart). Die Übertragungsraten reichen
das Beschriebene einzuordnen – im Zweifelsfall von 64 kbit/s bis über 128 kbit/s, mono.
ohne vorbereitete Stichpunkte in der Hand – ist10
aus dem institut
Wider die Hysterie!
Die Verantwortung von Konfliktsensitivem Journalismus
Text: SIGRUN ROTTMANN
D
ie Berichterstattung von Journa Fokus standen und stehen unter anderem die
listinnen und Journalisten über Forschungsarbeit und Thesen des Soziologen
Konflikte, Krisen und Kriege hat und Politologen Johann Galtung, des Sozialpsy
enormen Einfluss auf den ge chologen Wilhelm Kempf und der australischen
sellschaftlichen Diskurs über Journalisten Annabel McGoldrick und Jake
diese Ereignisse. Welches Bild sich Menschen Lynch, die Kriterien für eine Qualitätsbericht
von Konflikten und Krisen machen, welche erstattung über Konflikte entwickelt haben:
Argumente in die gesellschaftlichen und poli Sie beachten zum Beispiel die unterschiedli
tischen Debatten darüber einfließen, wird ent chen Perspektiven, Interessen und Ziele aller
scheidend von Medien mitbestimmt. Konfliktparteien, liefern Hintergründe, sind lö
Die Kriterien für eine entsprechend verant sungsorientiert und achten auf eine neutrale,
wortungsvolle Konflikt- und Kriegsberichter umsichtige Sprache.
stattung standen im Mittelpunkt des Blockse Die unterschiedlichen Forschungsansätze
minars Friedensjournalismus, das Prof. Claus führte IJ-Absolventin Nadine Bilke – heute Re
Eurich vom Wintersemester 1997/1998 bis zu dakteurin beim ZDF – in einer Promotion über
seiner Pensionierung im Herbst 2017 jährlich Qualität in der Krisen- und Kriegsberichter
am IJ anbot – immer in Zusammenarbeit mit stattung zusammen. Sie dachte die Kon
dem Friedens- und Konfliktforscher Prof. Hajo zepte entscheidend weiter und verfasste
Schmidt von der Fernuniversität Hagen. Den An damit ein Grundlagenwerk.
stoß gab unter anderem die Berichterstattung Keineswegs war und ist Friedens
über den Golfkrieg 1990 bis 1991 sowie über die journalismus gedacht als Propaganda
Kriege auf dem Balkan. oder Lobbyarbeit für Friedensinitiativen,
„Ich fand es damals wie heute unerträglich, deren Strategien er im Gegenteil auch
dass die Berichterstattung über grundlegen kritisch hinterfragen sollte. Um Missver
de Konflikte und auch Kriege auf dem Niveau ständnissen vorzubeugen, habe ich als
von Sportberichterstattung durchgeführt wird“, neue Leiterin den viertägigen Workshop
erklärt Claus Eurich seine Motivation. Wie wir trotzdem „umgetauft“. Im Blockseminar
als Journalistinnen und Journalisten berichten Konfliktsensitiver Journalismus bearbeitet
können, ohne uns an dem extremen Sieg oder Hajo Schmidt – jetzt ebenfalls im Ruhestand –
der Niederlage zu orientieren und ohne Kon auch in diesem Jahr mit den Studierenden die
flikte noch mehr eskalieren zu lassen – diese Themen Kriegsursachen, Friedensstrategien,
Frage war Ausgangspunkt des Seminars. Im transnationalen Terrorismus und weiteren For11
aus dem institut
schungsthemen. Als Gastdozentin erstmals mit tun. Die meisten werden glücklicherweise nicht
dabei ist Bettina Haasen. Sie leitete drei Jahre mit Gewalt ausgetragen – vielfach handelt es
lang ein friedensjournalistisches Projekt in Bu sich um normale Begleiterscheinungen des
rundi und hat im Januar 2018 ihre Promotion am gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ob sie in
Graduiertenkolleg SIIC und der pluralistischen Ausei
Uni Bochum abgeschlossen. nandersetzungen ver
Wir werden uns im Seminar
Wir werden uns im Seminar handelt werden oder
weiterhin an Frieden, Demo weiterhin an Frieden, eskalieren – das hängt
kratie und Menschenrechten Demokratie und Menschen- entscheidend auch
als Kriterien für journalistische rechten als Kriterien für jour- von den Medien ab.
Arbeit orientieren, wie sie unter nalistische Arbeit orientieren. Deswegen sollten
anderem die Unesco-Medien wir Journalistinnen
deklaration vorgibt. Wir werden und Journalisten uns
uns auch künftig intensiv mit Berichten über in bei allen spannungsgeladenen Themen fragen:
ternationale Konflikte, Kriege und Terrorismus „Wie können wir berichten, ohne die Situati
beschäftigen. Mehr als bisher wird es im Block on aufzuheizen?“ Wenn es um Flüchtlinge und
seminar um Konflikte im eigenen Umfeld gehen. Migrationspolitik geht. Wenn wir über Ereig
Lokal, regional und überregional haben Journa nisse wie die Kölner Silvesternacht berichten
listinnen und Journalisten oft mit Konflikten zu oder über reißerische Äußerungen populisti
scher Politikerinnen und Politiker. Und eben
auch, wenn wir uns mit dem Streit zwischen
Stadtverwaltung und Anwohnern um eine neue
Tempo-30-Zone beschäftigen. Propaganda und
Lobbyarbeit werden auf allen Ebenen betrieben,
Spannungen mit einer polarisierenden oder
schludrigen Berichterstattung schnell hyste
risch aufgeladen.
Konfliktsensibel zu berichten, wird in der
vielbeschworenen Medienkrise nicht einfacher.
Über die Sozialen Netzwerke werden Gerüch
te und Falschmeldungen in die Redaktionen
gespült. Dort wächst der Zeitdruck – und die
Versuchung, dem Trend zu einem emotionale
ren Erzählen zu folgen. Trotzdem und gerade
deswegen möchte ich den Studierenden
Wissen und Werkzeuge an die Hand ge
ben, um sich von aufgeregten Berichten
einiger Medien klar absetzen zu können.
Nicht zuletzt geht es um eine Reflexion
der eigenen professionellen Rolle und
Haltung. Wie Nachwuchsjournalistinnen
und -journalisten in schwierigen Situa
tionen verantwortungsvoll berichten und
sich in der Redaktion für Qualität in der
Konfliktberichterstattung einsetzen können:
Auch über diese große Herausforderung disku
tieren wir in diesem Seminar.12
aus dem institut
Das journalistische
Lagerfeuer
Text: STEPHAN MUENDGES
J
ournalismus als Event, nah am Men zum Schlammparcours – einige der prominen
schen, an einem Ort des Austauschs testen Journalistinnen, Chefredakteure und
zwischen Journalisten, Bürgern, Wis Medienmacher Deutschlands konnte das aber
senschaftlern und Studierenden, an nicht fernhalten. ZDF-Moderatorin Dunja Hayali
dem auch gelacht und gefeiert werden erzählte von ihrem Umgang mit Hasskommen
kann – das war das Campfire-Festival für taren und -botschaften, die ihr entgegenschla
Journalismus und Neue Medien. gen, und betonte, dass es dennoch ein Privileg
Vom 6. bis 9. September fand die Premiere sei, als Journalistin in Deutschland arbeiten zu
dieses Veranstaltungs-Experiments auf dem dürfen. Der streitbare BILD-Chefredakteur Ju
Campus der TU Dortmund statt. Organisiert vom lian Reichelt stellte sich den kritischen Fragen
gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv in des Publikums. Susanne Fengler sprach mit
enger Kooperation mit dem Institut für Journa dem ehemaligen Chefredakteur der Cumhuriyet,
listik kamen um die 2000 Besucher in ein extra Can Dündar, sowie der Integrationsstaatssekre
errichtetes Zeltdorf auf der Wiese an der Otto- tärin aus NRW, Serap Güler, über das deutsch-
Hahn-Straße. türkische Verhältnis. Henrik Müller diskutierte
Zwar machte uns das Wetter das Festival- mit den Chefredakteuren von SPIEGEL und Zeit
Leben schwer – am Freitag regnete es den gan Online, Klaus Brinkbäumer und Jochen Wegner,
zen Tag und dann auch noch die ganze Nacht darüber, wie der Journalismus mit „alternativen
hindurch, die Wiese wurde an einigen Stellen Fakten“ in der Ära Trump umgehen sollte. Und
weil es während der Diskussion schon regnete,
luden die drei kurzerhand das Publikum zu sich
auf die große Hauptbühne. Da saßen dann alle
im Trockenen.
Das IJ war sowohl auf den Hauptbühnen
des Festivals als auch in einem eigenen Zelt
vertreten. Wiebke Möhring diskutierte dort mit
Lokaljournalisten über die zu diesem Zeitpunkt
anstehende Bundestagswahl und die Berichter13
aus dem institut
stattung darüber im Lokalen. Besucher konnten
Forschung live erleben und an einem Experiment
des Eye-Tracking-Labors des IJ teilnehmen. Das
Erich-Brost-Institut (EBI) bot spannende Einbli
cke: SIIC-Fellow Abeer Saady berichtete von ih Diskutiert und vorgestellt: Neben bekann-
ren Erfahrungen als Kriegsreporterin im Nahen ten Persönlichkeiten aus dem Journalismus
Osten und bei einer Live-Redaktionskonferenz wie Enthüllungsjournalist Günter Wallraff
diskutierten EBI-Mitarbeiter mit dem Publi (Foto oben) bekamen auch Studierende
kum über Migrationsberichterstattung, bestens Redezeit auf der Bühne, zum Beispiel bei
informiert dank einer Videoschalte zu afrika der Vorstellung ihrer Buchprojekte, die
nischen Journalisten. Der EX e.V., der Alumni u.a. Professor Henrik Müller (Foto Mitte)
verein des IJ, brachte eine Diskussionsrunde und Professor Michael Steinbrecher (Foto
über Ethik im Zeitalter des digitalen Journalis unten) organisiert haben.
mus auf die Zeltbühne. Auch zwei studentische
Buchprojekte stellten beteiligte Studierende
und Professoren auf dem Festival vor: „Deutsch
land in Nahaufnahmen“ nimmt die Leser mit auf verschlüsseltes Kommunizieren – mit diesen
eine Reise durch das Land der sozialen Markt Themen lockten die journocoder hunderte Be
wirtschaft und „Meinung, Macht, Manipulation sucher in ihr Zelt.
– Journalismus auf dem Prüfstand“ erkundet Am Ende des dritten und letzten Festival
die Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus. tags, die Sonne hatte sich gerade durch die Re
Die Studierenden des IJ waren auch noch in genwolken gekämpft, auf der Bühne spielten
einem weiteren Zelt vertreten: das Projekt „jour syrische Rapper auf, war das Fazit des Festi
nocode“, von Dortmunder Wissenschaftsstudie vals schnell gezogen: Experiment geglückt. Dem
renden mitbegründet, brachte den Festival-Be Wetter getrotzt und dem Journalismus neue
suchern die Welt des Datenjournalismus näher: Wege aufgezeigt. Oder wie es sueddeutsche.de
Datensuche, Websites bauen, interaktive Karten formulierte: eine Gegenbewegung zur Krise, in
basteln, Machine Learning im Journalismus, der mancher den Journalismus wähnt.14
aus dem institut
Frische Sichtweisen auf das
Die MEDIA AND MIGRATION SPRING SCHOOL in Dakar hat neue Wege interku
Text: GORDON WÜLLNER
D
as Geld, welches die afrikanische Das einwöchige Programm umfasste Prä
Diaspora in ihre Heimat über sentationen führender Experten auf den Feldern
weist, ist für den Kontinent wich der Demographie und Entwicklungshilfe sowie
tiger als jede Entwicklungshilfe. Gruppenarbeiten zur Entwicklung gemeinsa
In europäischen Medien lassen mer Ideen und bot viel Raum für Diskussion und
sich zahlreiche Porträts engagierter afrikani Austausch. Zusätzlich wurde den Journalisten
scher Migranten finden, die regelmäßig Beträ auf Recherche-Exkursionen die Möglichkeit ge
ge nach Hause senden. Nur was passiert am geben, mit senegalesischen Fischern, Aktivis
Ende wirklich mit den sogenannten „remittan ten und Unternehmern sowie mauretanischen
ces“? Werden damit lediglich die Alltagskosten Flüchtlingen zu sprechen. Finanziert wurde das
der Familie gedeckt – oder wird das Geld gar als Projekt von der Robert Bosch Stiftung.
Startkapital für unternehmerisches Bestreben „Ich wirke seit 20 Jahren bei Konferenzen
verwendet? „Is it for life or keeping alive?“, fragt und Workshops für Journalisten mit, aber ich
der slowakische Brüssel-Korrespondent und kann mit großer Sicherheit sagen, dass ich mit
Spring-School-Teilnehmer Peter Mayer – und Blick auf den Austausch erfahrener Journalis
nennt damit gleichzeitig den Arbeitstitel einer ten zweier Kontinente in all den Jahren nie so
möglichen Reportage, die er mit einem afrika etwas wie die Spring School erlebt habe“, sagt
nischen Kollegen umsetzten möchte. Eric Chinje von der African Media Initiative, die
Exakt zu derartigen internationalen Ko das Projekt seit Beginn unterstützt. „Die Spring
operationen sollte die MEDIA AND MIGRATION
SPRING SCHOOL ermuntern. Und angesichts
des intensiven Austauschs, der erfahrenen Jour Die Recherche-Reise führte die Teilnehmer unter an
nalisten aus 20 Nationen in der senegalesischen
Hauptstadt Dakar Mitte März ermöglicht wurde,
wird der Ideentransfer zweifelsohne in gemein
samen, afrikanisch-europäischen Beiträgen
münden. Seitdem das Erich-Brost-Institut für
Internationalen Journalismus (EBI) gemeinsam
mit dem Verein Africa Positive im Jahr 2015 das
Projekt JOURNALISM IN A GLOBAL CONTEXT
(JiGC) startete, ist genau diese Qualitätsstei
gerung der Migrationsberichterstattung durch
internationale Kooperation die Vision. Aus der
Spring School geht nun ein Journalisten-Netz
werk hervor, das derartige Zusammenarbeit zu
künftig stark vereinfachen wird; nun ist der kon
golesische Multimedia-Freelancer vernetzt mit
dem Afrika-Experten von Spiegel-Online.15
aus dem institut
Mega-Thema Migration
ltureller journalistischer Zusammenarbeit eröffnet
School hat gezeigt, dass sich afrikanische und nationale Forschung umgesetzt. So führte das
europäische Journalisten viel zu berichten ha EBI gemeinsam mit dem Institut für Journalis
ben – und sich dadurch neue, klischeefreie und tik und afrikanischen Partneruniversitäten im
komplexe Blickwinkel für Berichte zum Thema Dezember 2017 mehrere Gruppendiskussio
Migration eröffnen“, ergänzt EBI-Geschäftsfüh nen mit afrikanischen Migranten und Flücht
rerin Prof. Dr. Susanne Fengler. lingen durch, um mehr über
Projektpartnerin Veye Tatah Die Spring School deren persönlichen Blick
von Africa Positive betont, dass auf das Thema Migration in
hat gezeigt, dass sich
„nur nach einem ehrlichen und den Medien zu erfahren. Die
afrikanische und euro-
kritischen Dialog zwischen eu Gruppendiskussionen, deren
ropäischen und afrikanischen
päische Journalisten viel Ergebnisse im Laufe dieses
Journalisten die Situation der zu berichten haben Jahres veröffentlicht werden,
Menschen sowohl in Afrika wie sind eine qualitative Ergän
in Europa sachgerecht in einer für beide Bevöl zung zu einer Inhaltsanalyse im Jahr 2016, bei
kerungen verstehbaren Weise dargestellt wer der sechs europäische und fünf afrikanische
den können.“ Online-Medien zum Zeitpunkt der sogenann
Neben der Realisierung internationaler ten Flüchtlingskrise untersucht wurden.
Konferenzen wie zuvor in Dortmund, Addis Links: www.brost.org • www.jigc.media
Abeba und Nairobi wird im JiGC-Projekt inter www.africa-positive.de
derem in ein mauretanisches Flüchtlingscamp in Dakar.
Deutsch-afrikanischer Austausch:
Veye Tatah (v.l.n.r.), Stephan Röken
(Deutscher Botschafter im Sene-
gal), Prof. Dr. Susanne Fengler,
Dr. Ousmane Sène (Direktor des
West African Research Center,
Dakar), Christiane Käsgen (Senior
Projektmanagerin Robert Bosch
Stiftung), Eric Chinje.16
aus dem institut
Nächster Halt:
Promotionsstudium
Die Promovenden am Institut für Journalistik
M
it dem Studium ist es wie mit einer Facetten des Fachs ermöglicht, bietet die Pro
Zugfahrt: Für die einen stellt bereits motion die Gelegenheit, sich intensiv mit einem
der Bachelor die Zukunftsweichen – Thema auseinanderzusetzen. Am Institut für
für sie geht es nach der Station Abschlussarbeit Journalistik können sich Promotionsstudierende
direkt in den Beruf. Manche machen noch wäh beispielsweise auf Themen wie Digitalisierung,
rend des Studiums Halt, einige verspäten sich, Medienrecht oder die Qualität im Journalismus
andere sind auf der Überholspur unterwegs, vie fokussieren und sich so wissenschaftlich mit
le steigen um in den Master. Das ist aber noch dem Journalismus, der Entwicklung der Medien
nicht für alle die Endstation: Sie wählen den Weg landschaft und der Lehre auseinandersetzen.
des Promotionsstudiums. Im vergangenen Jahr haben drei Doktoran
Als Doktoranden geht es für sie an der Uni den erfolgreich am Institut für Journalistik pro
versität weiter. Während das Bachelor- oder moviert. Wie ihr Fahrplan aussieht, ist in den
Masterstudium Einblicke in die verschiedenen Promovenden-Steckbriefen nachzulesen:17
aus dem institut
Was war Ihr persönlicher Anreiz für die Promotion?
Einerseits hat mich bei der Promotion die Aussicht auf eine wissenschaft
liche Karriere – für die eine Promotion zwingende Voraussetzung ist – ge
reizt, anderseits auch die Möglichkeit, sich über einen langen Zeitraum
intensiv mit einem Thema auseinandersetzen zu können. Die Chance, der
rauen Arbeitswelt des real existierenden Journalismus noch für ein paar
Jahre zu entkommen, hat aber auch eine Rolle gespielt.
Wie lautet das Thema Ihrer Dissertation?
Der Titel meiner Dissertation lautet „Verlagspolitik in der Zeitungskrise“.
Die Arbeit rekonstruiert und analysiert medienpolitische Strategien von
Zeitungsverlagen, die ihre Reichweiten und Renditen mittels Lobbying poli
tisch verteidigen, beispielweise in den Konflikten um ein Leistungsschutz
recht für Presseverlage oder gegen die Tagesschau-App der ARD. Besonders
spannend ist dabei der Rückgriff auf die publizistische Berichterstattung in
den eigenen Zeitungen, um politische Verlagsinteressen durchzusetzen.
Wie geht es nun nach der Promotion für Sie weiter?
Ich hatte das Glück, schon wenige Monate nach meiner Promotion einen
Ruf auf die neu geschaffene Professur für „Publizistik in der digitalen Infor
mationswirtschaft“ an die Hochschule Mittweida in Sachsen annehmen zu
können. Dort engagiere ich mich aktuell besonders in der journalistischen
Ausbildung im Studiengang „Medienmanagement“. Für mich hat sich die
Promotion also absolut gelohnt. Und auch wenn es hart war – ich würde
diesen Weg jederzeit wieder gehen.
Janis Brinkmann
Studium der Journalistik, Politikwissenschaft
und Wirtschaftswissenschaften
Seit 2006 Arbeit in journalistischer Praxis für verschiedene Medien
2009-2010 Volontariat (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
2012-2017 Promotion (TU Dortmund)
Seit 2017 Professor für Publizistik in der
digitalen Informationswirtschaft (FH Mittweida)18
aus dem institut
Was war Ihr persönlicher Anreiz für die Promotion?
Nach dem Abschluss meiner Masterarbeit und mehreren Jahren als studentische
und wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Journalistik und Erich-Brost-Ins
titut für internationalen Journalismus wollte ich gerne genau das weiterverfolgen,
was mir in den vergangenen Jahren bereits viel Freude bereitet hatte: die intensive
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der Journalistik und
das Sammeln von internationalen und interkulturellen Erfahrungen. Bei meiner
Promotion am IJ konnte ich beides vereinbaren und tiefer in Welten eintauchen,
die mich faszinieren. Außerdem war ein großer Pluspunkt, dass ich im Rahmen
der Promotion zum Beispiel durch Interviews in Brasilien, Argentinien und Urugu
ay auch weiterhin mit den zwei zentralen Bereichen, deren Verknüpfung sich das
IJ auf die Fahne geschrieben hat, in Kontakt geblieben bin, nämlich Wissenschaft
und journalistische Praxis.
Wie lautet das Thema Ihrer Dissertation?
Meine Dissertation hat den Titel „Media and Accountability in Latin America.
Framework – Conditions – Instruments“. Ich habe mich darin unter anderem mit
der Frage auseinandergesetzt, wie Medien in Lateinamerika gesellschaftliche
Verantwortung übernehmen, in welcher Form sie mit ethischem Fehlverhalten
umgehen und welche Rolle Medienselbstregulierung, aber auch Transparenz und
Partizipationsmöglichkeiten für das Publikum in den jeweiligen Mediensystemen
spielen.
Wie geht es nun nach der Promotion für Sie weiter?
Ich habe eine Postdoc-Stelle an der Universität Amsterdam angenommen, wo ich
am Institut für Informationsrecht in einem interdisziplinären Team zu Themen rund
um Personalisierung von Nachrichten forsche.
Mariella Bastian
2007-2011 Bachelorstudium Journalistik
2009/2010 Volontariat (Westfalenpost)
2009-2018 studentische/wissenschaftliche Mitarbeit
EBI und IJ
2011/2012 Masterstudium Journalistik
2012-2018 Promotion (TU Dortmund)
Seit 2018 Postdoc researcher
(Universiteit van Amsterdam)19
aus dem institut
Was war Ihr persönlicher Anreiz für die Promotion?
Luftschlag, Friedensmission, gezielte Tötung – seit vielen Jahren ist Kriegsbe
richterstattung mein Thema, und seit vielen Jahren fällt mir ein unreflektierter, oft
tendenziöser Sprachgebrauch auf. Wenn eine deutsche überregionale Qualitäts
zeitung in formvollendet technisch-abstraktem Militärjargon davon schreibt, dass
ein Kampfhubschrauber „Einheiten neutralisiert“ hat, dann ist das nicht nur un
sauber, sondern hochgradig unprofessionell. Die Qualitätsfrage erscheint mir in der
Kriegsberichterstattung besonders elementar und folgenschwer – und ich glaube,
dass sie vielleicht nie so aktuell und relevant gewesen ist wie in der momentanen
„Lügenpresse“-Glaubwürdigkeitskrise der etablierten Medien. Der größte Anreiz
für die Promotion war, einen Diskussionsbeitrag zur dieser journalistischen Quali
tätsdebatte zu liefern, indem ich empirische Fakten schaffe – für alle, die noch an
Fakten interessiert sind. Am IJ hatte ich dafür das – im Vergleich zu anderen Journa
listenausbildungen – nicht selbstverständliche Glück, mit Günther Rager einen re
nommierten Qualitätsforscher als Doktorvater zu haben, und mit Claus Eurich einen
Gutachter, der dieses Nischenthema über viele Jahre im Curriculum verankert hat.
Wie lautet das Thema Ihrer Dissertation?
Untersucht habe ich die Kriegsberichterstattung von FAZ, SZ, Welt und taz. Die
Auswahl ist nicht sonderlich originell, aber es war einfach naheliegend, Medien zu
untersuchen, die einen hohen Qualitätsanspruch an sich selbst stellen. Die Ergeb
nisse der Inhaltsanalyse sind ernüchternd. Über 40 Prozent aller Bezeichnungen
für die Kriege, Kriegsparteien und Handlungen der Kriegsparteien transportieren
direkte Wertungen oder haben abstrakt-verschleiernden Charakter. Regierun
gen und Militär dominieren bei den Quellen, und Hinweise auf eine redaktionelle
Selbstreflexion der eigenen Arbeit sind praktisch Fehlanzeige.
Wie geht es nun nach der Promotion für Sie weiter?
Ich habe komplett berufsbegleitend promoviert, Kinder und ein kleines Unterneh
men sind zwischendurch auch noch dazu gekommen. Das war natürlich fordernd
und manchmal auch frustrierend. Es ist schön, jetzt weniger Zeit am Schreibtisch
zu verbringen – und natürlich hoffe ich, dass die Promotion Früchte trägt und in der
Journalistik und der redaktionellen Praxis ein paar Spuren hinterlässt.
Mathias Wolff
2010 Journalistik-Diplom,
2009 Philosophie-B.A. (Bochum).
Volontariat bei der Würzburger Main-Post. Freie
Mitarbeit u. a. bei Handelsblatt und Welt.
Seit zehn Jahren selbstständig als Berater für
politische Kommunikation, u. a. für Bundestag,
Bundesministerien und Stiftungen.20
aus dem institut
Initiatoren des Projekts: v.l.n.r. Dirk-C. Ulrich, Barbara Thomaß, Susanne Fengler,
Jens Loenhoff.
Ein Blick über das Studium hinaus
Das neue Forschungskolleg MEDAS 21 am Erich-Brost-Institut
Text: DIRK-CLAAS ULRICH
N
eben viel Herzblut und Engagement Evaluation von Medienprojekten und der Digi
gehört zweifelsohne auch in der Wis talisierungspotenziale in der Medienentwick
senschaft immer ein wenig Glück dazu. lungskooperation.
Umso größer ist die Freude darüber, dass am Ein unschätzbarer Vorteil des Kollegs ist
Erich-Brost-Institut ab Sommer 2018 mit „ME zudem die bis zu einjährige Praxisphase der
DAS 21 – Global Media Assistance: Applied maximal sieben Promovierenden, die diese bei
Research, Improved Practice in the 21 Century“ renommierten Stiftungen und NGOs verbringen
ein neues Forschungskolleg starten wird. Es ist können. Als Partner des Projekts konnten die
eines von deutschlandweit acht Forschungs Deutsche Welle Akademie, die Friedrich-Ebert-
kollegs, die sich insbesondere die Verzahnung Stiftung (FES), die Konrad-Adenauer-Stiftung
von Wissenschaft und beruflicher Praxis auf die (KAS), die African Media Initiative (AMI), Me
Fahnen geschrieben haben. Das Vorhaben wird dia in Cooperation and Transition (MiCT) sowie
von der VW-Stiftung mit circa 1,7 Millionen Euro der Catholic Media Council (CAMECO) und die
über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert. schweizerische Fondation Hirondelle gewonnen
Forschungsziel ist es, die internationale Me werden.
dien- und Kommunikationswissenschaft sowie InitiatorInnen des Projektes sind neben
Journalistik mit praxisrelevanten Fragestellun Prof. Dr. Susanne Fengler (TU Dortmund) Prof.
gen der Medienentwicklungszusammenarbeit Dr. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum)
(MEZ) zusammenzubringen. Von einer wis und Prof. Dr. Jens Loenhoff von der Universität
senschaftlich-systematischen Analyse aktuell Duisburg-Essen. Konzipiert wurde das Vorha
drängender Problemstellungen vor dem Hinter ben von Dr. Dirk-Claas Ulrich (TU Dortmund), der
grund der sich stark wandelnden politischen, die Organisation und wissenschaftliche Projekt
wirtschaftlichen und technologischen Rahmen leitung übernimmt. Das ForscherInnen-Team
bedingungen der MEZ sollen schlussendlich hatte in der Vergangenheit schon im Rahmen
beide Seiten profitieren. Fragen im Bereich des des von MERCUR geförderten Promotionskol
Konstruktiven Journalismus/Friedensjournalis legs „School of International and Intercultural
mus oder der Medien in fragilen Staaten sollen Communication | SIIC” erfolgreich zusammen
genauso angegangen werden wie das Feld der gearbeitet. 21 aus dem institut zu gast
22
zu gast
n-tv: Die Breaking-News-Ma
Fakten statt Fakes: Professioneller Nachrichtenjournalismus
in Zeiten des Social-Media-Overflows
Text: JOCHEN PEUTZ
Newsroom-Trubel: Transparenz und Verantwortungs
bewusstsein sind für n-tv Chefredakteurin Sonja Schwetje
enorm wichtig.
Y
ücel kommt raus!“ Drei Worte, von buchtete deutsch-türkische Journalist Deniz
einem Redakteur quer durch den Yücel frei. Nach 367 Tagen U-Haft. Wirklich?
n-tv Newsroom gerufen. Drei Worte Noch fehlen weitere Quellen. Das Team im n-tv
– und nichts ist mehr so wie zuvor Newsroom rotiert. Die Korrespondentin in der
an diesem Freitag Mitte Februar, Türkei wird alarmiert, vorsorglich macht sich
um kurz vor halb zwölf. „Welche Quelle?“, fragt der Politik-Reporter im Hauptstadtstudio Ber
der Chef vom Dienst. „Ein Tweet aus der Türkei“, lin vor der Kamera bereit. Dann: dpa schickt
sagt der Redakteur. „Sieht so aus wie von Yü eine Eilmeldung über den Ticker: „Türkei lässt
cels Anwalt. Checke das.“ – „Gibt’s andere Quel Yücel frei.“ Die Agentur beruft sich auf die
len?“ – „Checke auch das!“ „Welt“, für die Yücel schreibt. Zeitgleich bestä
Die Breaking-News-Maschine von n-tv tigt ein Sprecher des Auswärtigen Amts, dass
fährt sich hoch. Wenn der Tweet aus Istanbul Yücel freigelassen wird. Was mit dem Tweet aus
echt ist, dann kommt der wegen des Vorwurfs Istanbul begann, ist jetzt definitiv die Nachricht
der Terrorpropaganda in der Türkei einge des Tages.23
zu gast
schine
n-tv sendet sie sofort über alle Kanäle. Das
Laufband im TV blinkt rot auf, n-tv.de pusht:
„Breaking News: Yücel kommt frei.“ Im Fernse
hen ordnet der Berlin-Reporter die Ereignisse
ein, Türkei-Experten werden – weil es besonders
eilig ist – telefonisch zugeschaltet, die Korre
spondentin in Istanbul geht on air. Die Kolle Jochen Peutz hat Politikwissenschaft, Wirt-
schaftswissenschaften und Geschichte stu-
gen von n-tv.de hauen in die Tasten, schreiben
diert und bei einer Tageszeitung volontiert.
Nachrichtentexte und Hintergrundberichte. Im Nach einer Tätigkeit als Tageszeitungsredak-
Fernsehen zeigt die n-tv Netzreporterin das ers teur folgten Stationen als Redakteur bei Ra-
te Foto von Yücel in Freiheit. Kanzlerin und Mi dio, Printmagazin, Online und schließlich TV.
nister geben Statements – n-tv zeigt sie live im Die Faszination Fernsehen hat ihn bis heute
nicht losgelassen. 2007 wurde er CvD bei
TV und online. In „News Spezials“, aktuellen Son
n-tv, seit 2011 ist er auch Ausbildungsbeauf-
dersendungen, besprechen Moderatoren und tragter des Senders und damit verantwort-
Studiogäste, welcher politische Deal der Preis lich für derzeit sieben Volontäre, davon einer
für die Freilassung gewesen sein könnte. Spä von der TU Dortmund.
ter ist Yücels Ankunft in Berlin bei n-tv zu sehen
und auch das vom Freigelassenen mit dem Han
dy gedrehte Dankesvideo. Was für ein Tag.
„Unser Anspruch ist, transparent und ver als plausibel on air gezeigt – aber, wenn nötig,
antwortungsbewusst zu berichten. Wir infor mit Hinweis der Moderatoren darauf, dass noch
mieren schnell und umfassend, selbst wenn ein Restrisiko bei der Echtheitsfrage bestehen
die Lage noch relativ unklar ist“, sagt n-tv Chef kann. „Zuschauer und User von n-tv können sich
redakteurin Sonja Schwetje. Was ist Fakt? Was darauf verlassen, dass wir die Ereignisse seriös
ist Fake? Nicht nur bei Breaking News wie der einordnen und auch sagen, wenn Informationen
Freilassung Yücels stellt sich die Frage, wie noch nicht wirklich gesichert sind“, so Chefre
glaubwürdig Informationen, Fotos und Videos dakteurin Schwetje.
sind, die ungefiltert durchs Netz schwirren. Von Gut 110 Mitglieder ist das Verifizie
einem Nachrichtensender wie n-tv sind schnelle rungsteam derzeit stark. Es arbeitet ohne ei
Antworten gefordert. gene Büros rein virtuell, ist über verschiedene
Den Verantwortlichen im n-tv Newsroom ist Sender und Abteilungen der Mediengruppe RTL
dabei das Verifizierungsteam der Mediengrup europaweit vernetzt und so gut wie 24 Stunden
pe RTL eine wichtige Stütze. am Tag, sieben Tage die Woche
Wenn die Verifizierer ein mul Unser Anspruch erreichbar. Nachrichtenprofis,
miges Gefühl haben, wird der ist, transparent und Datenjunkies und Mitarbei
CvD das womöglich gefakte verantwortungsbewusst ter mit Spezialwissen analy
Handyvideo von Facebook, den zu berichten. sieren Quellen Hand in Hand.
angeblichen Augenzeugenbe Auch Volontäre von n-tv sind
richt auf Twitter oder die Story bei Instagram an Bord. Als Social-Media-Natives bringen sie
nicht bei n-tv zeigen lassen. Doch sollten sich die richtigen Gene mit, um Fakten von Fakes zu
die Verifizierer hinreichend sicher sein, soll trennen. Genau darauf kommt es an, wenn wie
ten sich die in jeder Webbotschaft enthaltenen der ein Redakteur quer durch den Newsroom
und für Laien unsichtbaren Zusatzinfos nicht ruft und die Breaking-News-Maschine von n-tv
widersprechen, wird die Quelle verwendet. Und von Neuem hochfährt. Beitrittserklärung Ex e. V.
EX e.V. - Förderverein der Absolventinnen
und Absolventen des Instituts für Journalis-
tik der Technischen Universität Dortmund per Post versenden oder via
c/o Gestaltmanufaktur GmbH Fax: 0231-556642
Westenhellweg 75-79 oder gescannt per Mail an:
44137 Dortmund ex-ev@gestaltmanufaktur.de
Ich möchte Mitglied werden im „EX e.V. - Förderverein der Absolventinnen
und Absolventen des Instituts für Journalistik der Technischen
Universität Dortmund“. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30,00 EUR/Jahr, fällig
im Oktober. Studenten sind im ersten Jahr beitragsfrei.
Titel, Vorname, Name (ggf. Firma oder Organisation)
Straße, Hausnummer PLZ, Wohnort
Telefon Fax E-Mail
Datum, Ort Unterschrift
SEPA-Lastschriftmandat
Gläubiger-Identifikationsnummer EX e. V., 44227 Dortmund: DE92ZZZ00001157366
Mandatsreferenz wird separat mitgeteilt.
Ich ermächtige den EX e. V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein
Kreditinstitut an, die vom EX e. V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten
Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Vorname und Name (Kontoinhaber, falls abweichend von Mitgliederadresse oben)
Straße PLZ, Ort
Kreditinstitut (Name und BIC)
IBAN
Datum, Ort Unterschrift25
wie es wird
absolventen 201826
absolventen
Bettina Ansorge
Bachelor Journalistik
Thema der Abschlussarbeit
Journalistische Inhalte in Sozialen Netzwerken – ein Vergleich
der Nutzungsbedingungen von Facebook, Twitter, Instagram
und Google Plus.
Die Nutzung Sozialer Netzwerke gehört für Journalisten zum
Alltag. Aber welche Auswirkungen haben ihre Nutzungsbedin-
gungen auf die journalistische Arbeit? Ich bin schon
immer den Dingen
Komplementärfach auf den Grund ge-
Wirtschaft gangen und habe
alles hinterfragt.
Im Journalismus
Journalistischer Werdegang kann ich das
(2013-14) Freie Mitarbeit bei der WAZ in Bottrop ++ (2014- beruflich tun.
15) Freie Mitarbeit bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund ++
(2015-17) Volontariat bei den Ruhr Nachrichten, danach Freie
Mitarbeit und Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten ++ (seit
2017) Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Hamm
bettina.ansorge@web.de
Teresa Marleen Bechtold
Bachelor Journalistik
Thema der Abschlussarbeit
Medienentwicklungszusammenarbeit in Myanmar.
Ein Vergleich internationaler Akteure hinsichtlich ihres
Entwicklungsverständnisses, ihrer journalistischen Überzeu-
gungen und ihrer Wirksamkeit.
Komplementärfach
Philosophie
Journalistischer Werdegang
(09/2014-08/2015) Volontärin bei der Main-Post in Würzburg
++ (02/2016-11/2017) Reporterin und Autorin WDR 1LIVE in Köln
++ (seit 11/2017) Redakteurin WDR Die Story und Menschen
hautnah in Köln
teresabechtold@web.deSie können auch lesen