Ausgabe Dezember 2017 Informationen für Mitglieder und Freunde der ulmer heimstätte - die ulmer heimstätte

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Ausgabe Dezember 2017 Informationen für Mitglieder und Freunde der ulmer heimstätte - die ulmer heimstätte
Ausgabe Dezember 2017
Informationen für Mitglieder und
Freunde der ulmer heimstätte

 Warndtstraße:          Parlerstraße:       Rezeptidee:
 Gestern und heute      Inklusionsprojekt   In der Weihnachts-
                                            bäckerei …
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02 | INHALT

Editorial                                                      Seite 3

 THEMA                                                                         RUND UMS HAUS

Wohnen. Wohlfühlen. Warndtstraße.                                      4      Lebensmittel Wasser                                                  18

Anders wohnen als gewohnt am Kuhberg                                   5      Rauchwarnmelder                                                      19

Warndtstraße-Historie                                                  6
                                                                               AUFSICHTSRAT

 AKTUELLES                                                                    Klausurtagung 2017                                                   20

Rückschau: Projekte 2017                                               8      Vertreterversammlung 2017                                            21

Schwamberger Hof / Glückwunsch!                                        9      Fünf Fragen an den Aufsichtsrat                                      21

 ORTSTERMIN / REZEPTIDEE                                                       INTERN

Parlerstraße 11: Modellprojekt Inklusion                             10       90. Geburtstag Wilhelm Seepe                                         22

Parlerstraße: Funktionell mit Nierentisch                            12       Mitarbeiter: Jubiläen, Abschied und Start                            22

In der Weihnachtsbäckerei                                            14
                                                                               SPAREN

 AKTUELLES                                                                    Thema Verfügungsberechtigungen / Zinsen                              23

Café Blau im Dichterviertel                                          15

Facebook: Like us! / Mietspiegel 2017                                16       Zeiten und Termine                                        Rückseite

Kulturloge: Plätze frei? Sei dabei!                                  17

Bemerkung zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter: Die deutsche Sprache hat leider keine einfachen Lösungen, um den weiblichen
und männlichen Personen in unseren Artikeln sprachlich gleichermaßen gerecht zu werden. Die Texte werden entweder durch Doppelungen unnötig
lang oder durch Sonderzeichen in ihrer Lesbarkeit belastet. Wir bitten daher insbesondere unsere weiblichen Leser um Verständnis, dass wir dem
üblichen Sprachgebrauch folgen und von z.B. „Vertreter“, „Mitglied“, „Mieter“, „Sparer“ etc. schreiben. Gemeint sind jedoch immer beide Formen.

zuhause für Mitglieder und Freunde der ulmer heimstätte
Herausgeber: ulmer heimstätte eG, Redaktion zuhause, Söflinger Straße 72, 89077 Ulm, zuhause@heimstaette.de
Vorstand: Michael Lott, Christoph Neis
Bilder: Conné van d‘ Grachten ( S. 1, 10 ), Olaf Bertsche ( S. 2, 8, 12/13, 20, 21), Shutterstock (S. 4/5), Rogg Architekten (S. 4), agw-ulm (S. 5),
ulmer heimstätte (S. 6/7, 8, 22), photodesign buhl (S. 9), Fotolia ( S. 11, 18, 19, 23), Janina Hübel (S. 14), ag west (S. 15), Kulturloge (S. 17)
Gestaltung: Bertsche + Spiegel, Ulm, Druck: Satz und Druck, Neu-Ulm/Pfuhl, Vertrieb: Postvertriebsstück über Fa. Braun, Dell­men­sin­gen
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EDITORIAL | 03

Liebe Mitglieder,
liebe Freunde der ulmer heimstätte,

jedes Jahr im Herbst treffen sich Aufsichtsrat und     Ortstermin finden Sie zwei Artikel in dem neue Be-
Vorstand der ulmer heimstätte zu ihrer Klausurta-      wohner aus ganz unterschiedlicher Perspektive über
gung. Auch dieses Jahr waren wieder die anstehen-      ihr neues Lebensumfeld berichten.
den Investitionen in unsere Wohnungsbestände ein
wichtiges Thema. Das in der Tagung verabschiedete      Ein schöner Termin war für uns im Mai die Eröffnung
Investitionsprogramm basiert dabei auf unserer         des Cafés Blau im Dichterviertel. Gemeinsam mit der
Portfoliobewertung und den Ergebnissen der Bege-       Ulmer Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft, der
hungen in unseren Wohnungsbeständen durch              Sanierungstreuhand der Stadt Ulm und der AG West
unsere Mitarbeiter. Neu war in diesem Jahr, dass       als Betreiber soll das Café Blau ein Ort der Begeg-
erstmals die Ergebnisse der im letzten Jahr durchge-   nung in diesem Quartier etablieren. Das ist bisher
führten Mieterbefragung in das Programm einge-         schon sehr gut gelungen. Seit wenigen Wochen wird
flossen sind.                                          zudem ein Mittagstisch angeboten der auf gute Re-
                                                       sonanz stößt. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam
Viele Mieter hatten die Chance genutzt und nicht       mit unseren Partnern diesen neuen Nachbarschafts-
nur den Fragebogen ausgefüllt, sondern uns darü-       treff ermöglichen konnten.
ber hinaus konkrete Hinweise gegeben, durch welche
Maßnahmen sich ihre Wohnanlage verbessern ließe.       Über die angesprochenen Themen hinaus finden Sie
Ein Teil dieser Anregungen konnte kurzfristig um-      in dieser Ausgabe der zuhause wieder viele Informa-
gesetzt werden, einen anderen Teil haben wir, so-      tionen rund um die Themen wohnen, bauen, und
fern wirtschaftlich darstellbar, für die kommenden     sparen. Nehmen Sie sich die Zeit zum Lesen, infor-
Jahre vorgesehen. Ein herzliches Dankeschön an alle    mieren Sie sich und fragen Sie gerne auch mal nach,
Mieter, die uns dadurch unterstützt haben.             wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen.

Die Klausurtagung gibt uns auch jedes Jahr Gele-       Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen eine
genheit für einen kurzen Jahresrückblick. Ein beson-   schöne Weihnachtszeit und alles Gute, Glück und
deres Ereignis war für uns im letzten April die Fer-   Gesundheit für das neue Jahr.
tigstellung und der Bezug unseres Neubaus in der
Parlerstraße. Damit ist die 1998 begonnene Erneu-      Ihre ulmer heimstätte
erung unserer Bestände in der Parlerstraße abge-
schlossen. Innerhalb kurzer Zeit waren alle Wohnun-
gen bezogen, auch die beiden Wohngemeinschaf-
ten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
haben hier ihr zuhause gefunden. In unserer Rubrik     Christoph Neis          Michael Lott
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04 | THEMA
     AKTUELLES

NEUBAU AM KUHBERG

Wohnen.Wohlfühlen.Warndtstraße.
Bei der ulmer heimstätte bewegt sich wieder           Jede Baustelle ist mit Lärm und Dreck verbunden.
was: Auf dem Kuhberg wird neu gebaut!                 Auch wenn wir bei dieser Maßnahme wieder be-
In sieben Mehrfamilienhäusern entstehen 74            sonderen Wert auf den Immissionsschutz gelegt
Wohneinheiten und ein Gemeinschaftsraum.              haben, sind Belästigungen für die Nachbarn der un-
                                                      mittelbaren Umgebung leider unvermeidlich. Die
Die gesamte Wohnfläche beträgt rund 5.188 m2.         Anwohner haben wir frühzeitig informiert. Allen
Sie sind verteilt auf 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen       Betroffenen danken wir für Ihr Verständnis.
mit Wohnflächen zwischen 50 und 103 m2. Eine
Quartierstiefgarage mit 93 Stellplätzen ergänzt die   Über den Stand der Vermietung der neuen Wohnun-
Häuser. Alle Wohnungen sind natürlich barrierefrei.   gen werden wir in der zuhause berichten, zudem
In dem Projekt entsteht auch unser drittes Mehr-      gibt es aktuelle Informationen auf unserer Internet-
generationenwohnhaus, das durch den Verein aktiv      seite www.heimstaette.de.
gemeinsam wohnen e. V. betrieben wird.

NACHHALTIGER WOHNUNGSBAU

Auch unseren Neubau „W3” in der Warndtstraße
werden wir – wie schon unsere letzten beiden Neu-
bauten im Nüblingweg und im Parlerhof – mit dem
Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau zerti-
fizieren lassen. Bereits Ende August wurde mit den
Abbrucharbeiten der Bestandsgebäude begonnen.
Ab Januar 2018 beginnen wir mit den Gründungs-
und Verbauarbeiten. Im März folgen dann die Roh-
bauarbeiten.Die Fertigstellung des ersten Bauab-
schnittes ist für das zweite Quartal 2019 geplant.
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THEMA | 05

WARNDTSTRASSE: AKTIV GEMEINSAM WOHNEN

Anders wohnen als gewohnt am Kuhberg
In der neu konzipierten Warndtstraßen-Bebau-          Feste feiern, im Austausch miteinander neue Hobbys
ung wird die ulmer heimstätte an die Mitglieder       entdecken, tragfähige Freundschaften entwickeln,
des Vereins „aktiv gemeinsam wohnen“ eine             freiwillige, zuverlässige, auch befristete Unterstüt-
Einheit mit 29 Wohnungen (2–4 Zimmer) ver-            zung im täglichen Leben und im Krankheitsfall: Der
mieten – voraussichtlich im Mai 2019.                 klassische Familienverband, der sich in den moder-
                                                      nen Gesellschaften nur noch selten realisieren lässt,
LEBENDIGES GENERATIONEN-WOHNEN                        findet in dieser Form des Mehrgenerationen-Wohn-
                                                      hauses eine zeitgemäße Alternative.
Dort wird der Verein das seit 2012 geplante Pro-
jekt für gemeinschaftliches Wohnen realisieren.       Die Vereinsmitglieder, die ihr Berufsleben gerade
Dazu gehören ein Gemeinschaftsraum als vielfältig     hinter sich hatten, konnten während der langen Ent-
nutzbarer Treffpunkt sowie ein Gästeappartement.      wicklungsphase Zeit, Kraft und Engagement einbrin-
So können die Bewohnerinnen und Bewohner mit          gen. Jetzt haben wir damit begonnen, junge Fami-
weniger Wohnfläche auskommen, ohne das als            lien, die ja oft kurzfristiger entscheiden müssen, auf
Verzicht zu empfinden.                                die Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen aufmerksam
                                                      zu machen. Das Echo ist erstaunlich groß.
Tür an Tür mit Menschen unterschiedlicher Gene­
rationen und Lebenserfahrungen zu wohnen,
bedeutet für uns Bereicherung und die Chance für                                INTERESSIERT AM
eine lebendige Nachbarschaft. Rücksichtnahme,                                   MEHRGENERATIONEN-
Toleranz, Respekt, Interesse an Konfliktlösungen                                WOHNEN?
und Kompromissbereitschaft schaffen Raum, damit                                 Wenden Sie sich an
Gemeinschaft gelebt werden kann. Ganz wichtig ist                               Frau Wittich unter E-Mail:
uns, dass sich die künftige Hausgemeinschaft früh-                              kontakt@agw-ulm.de oder
zeitig vor dem Einzug kennen lernt, sich also nicht                             Telefon 0731 722918
zufällig ergibt.
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WARNDTSTRASSE–HISTORIE

„Billigst“gegen Wohnungsnot
Warndtstraße 18–28: Bezogen im September                Ersten Weltkriegs und Versailler Vertrags vom Deut-   -
1938, unscheinbares Äußeres, abgerissen 2017.           schen Reich abgetrennt und als Mandatsgebiet dem
Mit dieser dürren Zeile wäre der Chronistenpflicht      Völkerbund übertragen, dem Vorläufer der heutigen
bereits Genüge getan. Warum ausgerechnet                UN. Als sich 1935 in einem Volksentscheid 91 % der
diesen schmucklosen, schnell hochgezogenen              Saarbevölkerung zu Deutschland bekannte, wurde
und ursprünglich einfachst ausgestatteten Ge-           dies von Hitler als persönlicher außenpolitischer
bäuden mehr an Aufmerksamkeit schenken?                 Erfolg gefeiert. Seine Ulmer Statthalter trugen dem
Vielleicht, weil diese doch etwas erzählen können       in ihrer Straßennamen-Politik Rechnung.
von ihrer Zeit und dem damals herrschenden
architektonischen Zeitgeist.                            DER WOHNUNGSMANGEL

DER STRASSENNAME                                        Das Gelände war dann relativ rasch bebaut. Aktiv
                                                        darin war u. a. die Baugenossenschaft „Ulmer
Saarlandstraße, Völklingen-, Merzig-, Neunkirchen­      Heimstättenkolonie“ – eine der fünf Wurzeln, aus
weg – die Warndtstraße schert aus dieser Serie          denen unsere Genossenschaft hervorgegangen ist.
etwas aus. Sie trägt den Namen eines Landschafts-       Bereits im August 1936 feierte sie Richtfest für
stücks, eines großen Waldes, der sich freilich ebenso   54 neue Wohnungen in sechs Wohnblöcken in der
im Saarland befindet wie jene Städte, die zu Namens­    parallelen Saarlandstraße. Im März 1938 begannen
gebern wurden der Straßen und Wege ringsum. Wie         dann die Arbeiten in der Warndtstraße, wo inner-
erklärt sich diese kleine „Saarland-Kolonie“ am Un-     halb nur eines halben Jahres die sechs Doppelhäuser
teren Kuhberg? Mit großer Politik!                      mit ihren 24 Wohnungen entstanden.

Das Saargebiet, flächenmäßig nicht ganz deckungs-       Im gleichgeschalteten „Ulmer Sturm“ erschienen in
gleich mit dem heutigen Saarland, war in Folge des      diesen Jahren auffallend viele Berichte über die
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THEMA | 07

    Bauaktivitäten in der Stadt. Er feierte auch dieses
    Projekt als Beleg für die großen Anstrengungen des
    NS-Staats auf dem Gebiet des Wohnungsbaus.
    Doch stimmte das?

    Was all die Berichte verschwiegen, war der seiner-
    zeit herrschende gravierende Mangel an bezahlba-
    ren Wohnungen in Ulm. Sie sollten in erster Linie in
    der Bevölkerung Optimismus verbreiten und die
    wahre Lage beschönigen. Nicht zuletzt in Folge der
    angefachten Rüstungskonjunktur war auch in Ulm
    die Nachfrage nach Wohnraum ab 1933 stark ange-
    stiegen. Doch eben diese fortwährende Aufrüstung
    des „Dritten Reichs“ verhinderte die Lösung der        Abriss aller Gebäude im Sommer/Herbst 2017

    Wohnungsmisere. Es herrschte Knappheit an Kapi-
    tal, ebenso an Material, das bereits seit 1936 zu-     keine „Stunde Null“ gegeben hat, sondern Kontinui-
    gunsten der Aufrüstung kontingentiert war. Das         täten gepflegt wurden, sind frühe Nachkriegsbauten
    erklärt, warum die beauftragte Eisengroßhandlung       oft nur schwer von Bauten aus der NS-Zeit zu unter-
    der Genossenschaft vermelden musste, dass sie bei      scheiden. Der Anspruch des Regimes, alle Lebens-
    der Beschaffung von Gusseisen – für die Fallrohre in   bereiche zu durchdringen, machte vor den Hausfas-
    den Gebäuden in der Warndtstraße – mit beträchtli-     saden, die seinen Ansprüchen einer „anständigen
    chen „Schwierigkeiten zu kämpfen“ habe.                Baugesinnung“ unterworfen waren, nicht halt.
                                                           Typisch sind verputzte gleichförmige Fassaden mit
    Schon 1939, dem Jahr des Kriegsausbruchs, über-        monoton aufgereihten hochrechteckigen Fenstern.
-   mittelte die „Ulmer Heimstättenkolonie“ dem Rat-       Balkone, Loggien und eine auflockernde Gliederung
    haus, dass aus ihrem Wohnungsbauprogramm 1938          fehlen. Unschwer stellen sich Assoziationen zu
    gleich 80 Neubauwohnungen zurückgestellt werden        marschierenden Marschkolonnen ein.
    müssten. Als Gründe nannte sie die abgelehnte Zutei-
    lung von Bauholz sowie nicht bewilligte Kredite. Die   DIE KLEINWOHNUNG
    Aufrüstungs- und Kriegsvorbereitungspolitik Hitlers
    band die für den Bau notwendigen Ressourcen.           Was im Zuge der „sechs schmucken Häuser“ und
    Bereits 1936, also zwei Jahre vor Bezug der Gebäude    ihrer „geschmackvollen Formgebung“ („Ulmer
    in der Warndtstraße, hatte der Wohnungsbau im          Sturm“) realisiert wurde, waren Drei-Zimmer-Klein-
    Ulm der NS-Zeit mit 722 Einheiten seinen Zenit er-     wohnungen, vier pro Gebäude, zwischen 56 und 59
    reicht. 1939 kamen lediglich noch 234 Einheiten        Quadratmeter „groß“. Die Ausstattung war äußerst
    dazu. Die Lösung der „Wohnungsfrage“ wurde vom         einfach, es gab lediglich ein Gemeinschaftsbad.
    Regime nun auf die Zeit nach dem erwarteten „Sieg-     „Billigst“ mussten Mietwohnungen in dieser Zeit
    frieden“ verschoben. Die ehrgeizigen Pläne für „So-    sein, andernfalls gab es keine Finanzierung.
    zialen Wohnungsbau“ und die Ende 1940 erfolgte
    Zwangsfusionierung der ehemals fünf selbständigen      1983 erhielten die Wohnungen im Zuge einer Mo-
    Ulmer Baugenossenschaften zur „Ulmer Heimstätte“       dernisierung eigene Duschbäder. Doch insgesamt
    stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang.            genügten sie den Ansprüchen immer weniger.
                                                           Wegen ihrer einfachen Bauweise hätte man sie
    DIE STILFRAGE                                          aber nur mit einem unvertretbar hohen Aufwand
                                                           in einen passablen Standard heben können. Wie bei
    Sind Wohngebäude aus der NS-Zeit eigentlich an         so vielen baulichen Zeugnissen der unmittelbaren
    ihrem Äußeren zu erkennen? Die Antwort lautet:         Vorkriegszeit blieb als einzige wirtschaftliche Alter-
    Ja, aber … Weil es auch im Baugeschehen nach 1945      native – der Abriss.
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08 | AKTUELLES

PROJEKTE 2017

RÜCKSCHAU: PROJEKTE 2017

Modernisierung, Instandhaltung, Mieterfeste
Wir wünschen, dass sich unsere Mieter in ihren     In den Wohnungen in der Gneisenaustraße 91–93,
Wohnräumen rundum wohl fühlen. Neben               der Yorckstraße 28 und der Wielandstraße 3–5
Neubauprojekten legen wir deshalb auch Wert        haben wir die Bäder erneuert.
auf die Modernisierung unseres Bestandes.
                                                   Im Erenäcker 23 wurde als letzter Bauabschnitt in
Die meisten unserer Modernisierungsmaßnahmen       diesem Wohngebiet die vorhandene Heizungsanlage
in Jahr 2017 haben wir bereits beendet.            saniert.

Am Gebäude in der Haßlerstraße 27 (s. Fotos        An den Gebäuden Böblingerstraße 6–8, im
voher/nachher oben) haben wir das Dach und die     Stifterweg 125 und 127, im Hofäckerweg 15–19
Dachgauben erneuert, eine Zen­tralheizung einge-   und Hofäckerweg 31–39 wurden die Fassaden
baut, die Fassade gestrichen und die Wohnungen     überarbeitet, teilweise auch die Dachdeckungen
durch den Anbau von Balkonen aufgewertet.          erneuert.

                                                   Zum Abschluss wurden auch in diesem Jahr wieder
                                                   Mieterfeste mit Mietern und Handwerkern gefeiert.
                                                   Die Mieterfeste sind ein Dankeschön an unsere
                                                   Mieter für das Verständnis und die Geduld während
                                                   der Modernisierungsarbeiten in ihren Wohnungen.

                                                   Und auch im Jahr 2018 werden wir wieder Häuser
                                                   und Wohnungen unseres Bestandes umbauen und
                                                   modernisieren. Wie gewohnt werden wir alle
                                                   betroffenen Mieter wieder rechtzeitig und umfas-
                                                   send informieren. Wir bitten heute schon alle von
                                                   den Baumaßnahmen betroffenen Mieter um ihr
                                                   Verständnis.
Ausgabe Dezember 2017 Informationen für Mitglieder und Freunde der ulmer heimstätte - die ulmer heimstätte
AKTUELLES | 09

SCHWAMBERGER HOF

Spatenstich für Neubau
Mit dem Spatenstich am 06.11.2017 startete der       JUBILÄEN IM 2. HALBJAHR 2017
Neubau am Schwamberger Hof in der Ulmer
Oststadt. Die Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-         Herzlichen
Gesellschaft und die ulmer heimstätte bauen ge-
meinsam auf einem ehemaligen Parkplatz 78 be-        Glückwunsch!
zahlbare Wohnungen und eine Gewerbeeinheit,
Stellplätze sind in einer Tiefgarage vorgesehen.
                                                     95. Geburtstag
Gebaut wird nach dem Entwurf des Tübinger Archi-     Gerlinde Poleske, 01. Nov.
tekturbüros Hähnig + Gemmecke, der in einem          Hedwig Nägele, 24. Nov.
Gutachterverfahren ausgewählt wurde. Ein ausge-      Alfred Scholz, 26. Nov.
wogener Mix mit 2-, 3- und 4- Zimmer-Wohnungen
bildet die Voraussetzung für eine funktionierende    90. Geburtstag
soziale Zusammensetzung der Hausgemeinschaft.        Hilda Braun, 20. Juli
Da für die Finanzierung Fördermittel des Landes      Walter Demharter, 24. Juli
Baden-Württemberg in Anspruch genommen wur-          Hildegard Seitz, 30. August
den, steht die Hälfte der Wohnungen Mietern mit      Elfriede Trieglaff, 18. Sept.
mittlerem Einkommen zur Verfügung.                   Elisabeth Lehmann, 22. Sept.
                                                     Gisela Fleischmann, 30. Sept.
                                                     Viktoria Kodura, 07. Oktober
                                                     Wilhelm Seepe, 23. Oktober
                                                     Erna Demmelmaier, 05. Dez.
                                                     Albert Erstling, 25. Dez.
                                                     Anna Stütz, 28. Dez.

                                                     50-jährige Mitgliedschaft
                                                     Siegfried Bauer
                                                     Helmut Eckert
                                                     Gerhard Feiertag
                                                     Rosemarie Flaum
Die geplante Gewerbefläche im Erdgeschoss soll       Günter Hübner
zusätzlich für eine Belebung des Quartiers sorgen.   Hedwig Nägele
Das Energiekonzept sieht ein KfW-Effizienzhaus 55    Karin Simon
nach modernsten Standards vor.                       Werner Staudenmeyer
                                                     Helmut Vogler
Die Fertigstellung der ersten Bauabschnitte und
Übergabe an die Mieter ist ab Mitte 2020 geplant.    55-jährige Mitgliedschaft
Die UWS und die ulmer heimstätte investieren ins-    Arthur Bendigs
gesamt 21,6 Mio. € in den Neubau; beide Unterneh-    Eleonore Doering
men werden die Wohnungen in die eigenen Be-          Gunter Garni
stände übernehmen und langfristig als Mietwohnun-    Georg Hofelich
gen den Ulmer Bürgerinnen und Bürgern zur Ver-       Erich Locher
fügung stellen.
Ausgabe Dezember 2017 Informationen für Mitglieder und Freunde der ulmer heimstätte - die ulmer heimstätte
10 | ORTSTERMIN

PARLERSTRASSE 11

„Hier dürfen wir zuhause sein!“
Es wird viel von Inklusion gesprochen. Wir haben       Alle Bewohner kommen aus dem stationären Be-
ein Modellprojekt ins Leben gerufen, das neu-          reich, also aus einem Heim. Während ihres Aufent-
­gierig macht.                                         haltes im Heim haben die Bewohner immer wieder
                                                       den Wunsch geäußert, in der Stadt zu leben. Bisher
Unter „Wir“ verstehen wir die Stadt Ulm, die ulmer     gab es das Angebot einer solchen Wohnform noch
heimstätte und die LWV Eingliederungshilfe GmbH        nicht. Die Veränderungen des Bundesteilhabegesetz
und den Tannenhof Ulm. In Zusammenarbeit mit           (BTHG) haben die Stadt Ulm und die LWV Einglie­
allen Beteiligten wurde barrierefreier Wohnraum in     derungshilfe dazu veranlasst, dieses Modellprojekt
der Parlerstraße in der Weststadt zur Anmietung zur    ins Leben zu rufen.
Verfügung gestellt. Es wurde ein Konzept entwickelt,
das Menschen, die bisher im Heim gelebt haben,         DIE ULMER HEIMSTÄTTE HAT DABEI
dazu befähigen soll, in einem gewissen Zeitraum        GROSSE UNTERSTÜTZUNG GEBOTEN
das eigenständige und selbstbestimmte Leben zu
erlernen.                                              Wir haben für die Umsetzung dieses Modellprojekts
                                                       von der ulmer heimstätte zwei Wohnungen im Neu-
DAS ZIEL: ALLTAGSLEBEN                                 bau Parlerstraße angemietet. Eine der beiden Woh-
UND FREIZEIT SELBST GESTALTEN                          nungen haben wir bereits im Mai 2017 bezogen.
                                                       Die ersten Bewohner sind aus einer bestehenden
Ziel dieser neuen Wohnform „Ambulantisierung“ ist,     Wohngemeinschaft in die Parlerstraße eingezogen,
dass die Bewohner ihr Alltagsleben, aber auch ihre     und werden ambulant betreut – was bedeutet, dass
Freizeit, selbst gestalten können. Die Teilhabe am     sie ihren Alltag schon sehr selbstständig bewältigen
gesellschaftlichen Leben ist ebenfalls wichtiger       können und eine stundenweise Betreuung erhalten.
Bestandteil. Jeder Bewohner erhält das auf ihn zu-
geschnittene Hilfeangebot. Zu Beginn ist der Hilfe-    Im September 2017 war es dann endlich soweit und
bedarf häufig größer, denn die Bewohner müssen         wir konnten unser Modellprojekt „Ambulantisierung“
sich erst einmal zurechtfinden und kennen lernen.      starten. Drei Bewohner aus einem bisher stationären
                                                       Bereich haben den Schritt aus der Vollversorgung,
Gemeinsam mit den Bewohnern wird auch der              in die „Ambulantisierung“ gewagt und sind in eine
Sozialraum im Wohngebiet erkundet. Dies waren          barrierefreie 4-Zimmer-Wohnung gezogen. Jeder
z. B. ein Café ohne Treppen oder ein Sportclub und     Bewohner hat sein eigenes Zimmer, die Küche, das
viele weitere Angebote, die es in der Weststadt zu     Esszimmer und zwei Bäder werden gemeinsam ge-
finden gibt. Mittlerweile sind alle Bewohner in der    nutzt.
nahen Umgebung sicher und finden sich gut zurecht.
                                                       DAS „ZUSAMMEN“ IST WICHTIG

                                                       In der ersten Zeit findet eine Betreuung ähnlich wie
                                                       im stationären Rahmen statt und morgens und
                                                       abends ist ein Mitarbeiter vor Ort. Zusätzlich wer-
                                                       den die Bewohner in Einzelstunden gefördert, um
                                                       das selbstbestimmte Leben zu erlernen. Beispiele
                                                       dafür sind: „Wie wasche ich meine Wäsche?“,
                                                       „Wo kann ich hingehen“, Unterstützung bei Bank-
                                                       geschäften, Beratung und Begleitung beim Ein-
ORTSTERMIN | 11

kauf von Lebensmitteln, auch die Organisation der     sich die Bewohner schon Hilfe oder Anregungen
Fahrten zum Rollstuhlsport. Ende dieses Jahres soll   eingeholt.
auch der vierte Platz der ambulantisierten Wohn-
gemeinschaft belegt sein.                             Wir freuen uns, dass wir in eine solche Wohnge-
                                                      meinschaft einziehen konnten. Noch mehr jedoch
Aus Sicht der Bewohner haben sich alle mit Neugier    würden wir uns darüber freuen, wenn wir den
auf dieses Modellprojekt gefreut und es auch gerne    Kontakt zu den Nachbarn noch weiter ausbauen
angenommen. Die erste Wohngemeinschaft ist nun        können. Sehr gerne darf auch bei uns mal der
seit 4 Monaten in der Weststadt und fühlt sich sehr   fehlende Zucker oder das Ei ausgeliehen werden.
wohl. Die Bewohner finden die Wohngegend sehr         Uns ist das „zusammen“ wichtig. Alle Nachbarn sind
schön, haben Kontakt zu den Nachbarn aufgenom-        herzlich willkommen, um bei uns einfach einmal
men und kennen sich im Quartier sehr gut aus. Sie     vorbei zu schauen und eine Tasse Tee oder Kaffee
sagen: das Miteinander in der Weststadt ist sehr      zu trinken.
schön und Besuche im Café Blau stehen jede Woche
am Freitag auf der Tagesordnung.
                                                      BEI FRAGEN, ANREGUNGEN, BESCHWERDEN
Die zweite Wohngemeinschaft ist gerade erst in der    ODER INTERESSE AN DIESER WOHNFORM
Weststadt angekommen. Sie können viel von den         melden Sie sich bitte direkt bei uns:
anderen Bewohnern annehmen und auch nutzen.           Ihre Ansprechpartnerin ist Astrid Pahl,
Der Kontakt zwischen den Wohngemeinschaften           Telefon 0731 4013490, mobil 0151 16703568,
wird im Moment noch von einem Mitarbeiter be-         E-Mail: astrid.pahl@lwv-eh.de
gleitet. Aber auch bei dessen Abwesenheit haben
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PARLERSTRASSE

Funktionell mit Nierentisch
Was ist „gutes Wohnen?“ So unterschiedlich
die Vorstellungen unserer Mieter davon sind, so
kreativ sind diese in der Umsetzung ihrer Ideen.
In der Serie „Ortstermin“ nehmen wir Einblick,
diesmal beim Ehepaar Rudi und Edith Lang aus
der Parlerstraße 11.

Möbel, Einrichten? Da ist man beim Ehepaar Lang
goldrichtig. Denn Rudi Lang hat jahrzehntelang in
einem großen Möbelhaus in Neu-Ulm gearbeitet,
er ist also „vom Fach“ und ebenso gerne bereit,
damit der Unterhaltung bei Kaffee und Süßgebäck
eine klare Richtung zu geben. Trendy? Preisgünstig?
Wertig? Zeitlos? Wenn’s ums Einrichten der eigenen       haben diesen Schritt erleichtert. „Wir haben ihn
Umgebung geht, liegen die Prioritäten klar auf den       noch keine Minute bereut“, erzählt Edith Lang (Jahr-
letzteren beiden Punkten.                                gang 1946), die bereits in einer Heimstätten-Woh-
                                                         nung aufgewachsen ist, frisch vermählt wieder eine
ZEITLOS MIT MÜNSTERBLICK                                 solche bezog und so eine lange Etappe unserer
                                                         Genossenschaft hautnah miterlebte – eine Totalsa-
Zum Beispiel die Küche: Schaut noch aus wie neu,         nierung in der Martinstraße inklusive. Die Zeit dort
hat aber bereits in der früheren Wohnung ihre            möchte sie nicht missen. Es habe dort eine „tolle
Dienste geleistet und sich beim Umzug als anpas-         Hausgemeinschaft“ gegeben, man habe „viel Mund-
sungsfähig erwiesen. So wie fast das gesamte             gymnastik“ betrieben, sprich: miteinander geredet.
Mobiliar, das eine zeitlose Funktionalität ausstrahlt.   Als das Ehepaar feststellen konnte, dass die Mitmie-
Im Schlafzimmer kam ein fast unsichtbarer Einbau-        ter auf ihrer Etage „so ticken wie wir“, trug auch
schrank hinzu als zusätzlicher Stauraum. Von man-        dies zur raschen Eingewöhnung bei.
chem aber haben sie sich getrennt: „Ein Fehler war
das nicht“, sagen beide.                                 Gemütlich haben sie ihr neues Nest ausgestattet.
                                                         Zu den ausschmückenden Accessoires zählen Bilder,
Vor einem halben Jahr sind die Langs aus der Mar-        die Edith Langs Vater und Sohn Dietmar – beides
tinstraße hierher gezogen, von einer Heimstätten-        Hobbymaler– angefertigt haben. Ein weiterer Eye-
Wohnung in eine andere, vor allem der senioren-          catcher ist der Nierentisch, ein wahres Prachtexemp-
gerechten Ausstattung wegen. Es gibt jetzt einen         lar aus der Wirtschaftswunderzeit. Der sei aber
Aufzug, die Dusche ist plan zum Boden, das ganze         lediglich eine Leihgabe, bis der neue Couchtisch an-
Haus barrierefrei. Noch sind beide gut zu Fuß, noch      geliefert ist. Das Sofa, ein Viersitzer, steht ebenfalls
bestellen sie einen immerhin 1.300 Quadratmeter          zum Austausch an. In der neuen Umgebung kommt
großen Schrebergarten. Doch wollten sie sich eben        es Rudi Lang (Jahrgang 1944) einfach „etwas zu
wappnen für den Fall der Fälle und den Umzug             wuchtig“ vor.
stemmen, solange noch genügend Energien vorhan-
den sind.
                                                         Würden auch Sie unserer Redaktion einmal die
Der gute Schnitt der Wohnung, der große Balkon           Türen öffnen für einen „Ortstermin“? Dann melden
und nicht zuletzt ein famoser Blick aufs Münster         Sie sich doch bitte in unserer Geschäftsstelle.
14 | REZEPTIDEEN

REZEPTIDEE VON WALTRAUD BAUMANN

In der Weihnachtsbäckerei …

Der Back-Tipp für Ihre Weihnachtsbäckerei stammt    BUNTE AUSSTECHER
von unserer Mieterin Frau Waltraud Baumann          Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche fin-
aus der Saarlandstraße.                             gerdick ausrollen und mit Förmchen ausstechen.
                                                    Die Oberfläche mit Eigelb bestreichen und z. B. mit
Zutaten:                                            Hagelzucker, Liebesperlen, Mandeln oder Hasel-
500 g Mehl                                          nüssen bestreuen. Bei 180–200 Grad 10–15
250 g Butter                                        Minuten backen.
200 –250 g Zucker
2 große oder 3 kleine Eier                          MARMORTALER
1 Päckchen Vanillinzucker                           In einen Teil des Teiges ca. 50 g Kakaopulver ein-
1 Prise Salz                                        arbeiten und erneut kalt stellen. Beide Teige auf
1 Messerspitze Backpulver                           einer bemehlten Fläche kurz zusammenkneten,
                                                    so dass eine Marmorierung entsteht. Den Teig
Alle Zutaten zu einem Teig kneten und mindestens    zu einer Rolle mit ca. 3 cm Durchmesser formen
1 Stunde kalt stellen. Mit diesem Basis-Teig        und mit einem Messer in zentimeterdicke Schei-
können unterschiedliche Plätzchen gebacken          ben schneiden und dann bei 170–180 Grad
werden. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf,   10–15 Minuten backen.
hier einige Beispiele:
                                                    Wir wünschen gutes Gelingen
SPITZBUBEN                                          und guten Appetit!
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn
ausrollen und runde Plätzchen ausstechen. In die
Hälfte der Plätzchen mit einem Fingerhut ein Loch
einstechen. Bei 180–200 Grad 8–10 Minuten
backen. Die Plätzchen mit Loch noch warm mit
Puderzucker bestauben und ganz z. B. mit Johan-
nisbeer-Gelee bestreichen. Dann die Plätzchen
zusammensetzen und vollständig erkalten lassen.
AKTUELLES | 15

CAFÉ BLAU                                                                                 Mittagstisch
Gemütliches Café im Dichterviertel                                                        3,50 Euro

Im gemütlichen Café Blau im Dichterviertel gibt          JEDER KANN TEIL DES GANZEN SEIN
es jetzt auch Mittagstisch!
                                                         Beide Cafés werden von der AG West e. V. betrie-
Seit Mitte Mai 2017 gibt es nun schon dieses kleine      ben, beide Cafés leben vom gemeinschaftlichen
Schmuckstück: Das Café Blau in der Gartenstraße          Gestalten ohne finanziellen Profit. So können sich
11 im Ulmer Dichterviertel ist eine kleine Oase für      alle Menschen willkommen fühlen, eine kleine
menschliche Begegnungen in gemütlicher Atmo-             Auszeit vom Alltag nehmen und sich bei Interesse
sphäre bei Kaffee und Kuchen. Seit vergangenem           auch sehr gerne aktiv einbringen. Denn die „Cana-
Oktober wurde das Angebot nun erweitert: Immer           pé-Idee“ der beiden Cafés zeichnet sich gerade
dienstags, mittwochs und donnerstags gibt es jetzt       durch vielfältige Möglichkeiten des persönlichen
dort auch einen Mittagstisch mit einem warmen            Engagements aus.
Tagesgericht für 3,50 Euro. Die selbstgemachten          Jeder kann Teil des Ganzen sein, indem er Zeit, Be-
Speisen und alkoholfreien Getränke werden generell       gabungen oder Spenden materieller oder finanziel-
zu kleinen Preisen angeboten. Es handelt sich hier-      ler Art mit einbringt:
bei immer um Mindestpreise, um niemanden auszu-          • im Cafébetrieb durch tatkräftige Unterstützung
schließen. Wer möchte und kann, darf selbstver-             beim Kochen, Backen und im Service
ständlich auch mehr bezahlen.                            • bei der Vermittlung kleinerer Hilfen von Mensch
                                                            zu Mensch als freiwillige Helfer, die sich enga-
                                                            gieren wollen und können
                                                         • die „Canapé Kulturreihe“ bietet zusätzlich eine
                                                            Bühne für kreative und begabte Menschen
                                                         • durch einen jährlichen oder einmaligen Spenden-
                                                            beitrag als Unterstützung, das Canapé Café und
                                                            das neue Café Blau dauerhaft und nachhaltig zu
                                                            erhalten und so den Gedanken des gemeinschaft-
                                                            lichen Miteinanders mitzutragen.

                                                         Das Café-Team freut sich sehr auf Ihren Besuch!
                                                         Mittagstisch oder Kaffee und Kuchen am Nach-
                                                         mittag: Sie haben die Wahl, kommen Sie vorbei und
                                                         genießen Sie eine kleine Auszeit in netter Atmo-
                                                         sphäre im Dichterviertel!
Vorreiter dieses Modells ist das Canapé Café, das
seit vielen Jahren unter fachlicher Leitung von vielen
ehrenamtlich Mitwirkenden getragen wird. Genau           CAFÉ BLAU Gartenstraße 11 · 89077 Ulm
dieses Konzept, die sogenannte „Canapé-Idee“,            Telefon 0731 79088324 · E-Mail: cafeblau@agwest.de
findet nun auch erfolgreich im neuen Café Blau
seine praktische Anwendung: Auch hier im Café            Di, Mi, Do 11.30 – 17.00 Uhr
Blau im Dichterviertel arbeiten in der Zwischenzeit      Mittagstisch 11.30 – 14.00 Uhr
mehrere ehrenamtliche Helfer/innen mit großem            Fr 14.00 – 17.00 Uhr
Engagement und wirken aktiv an der Umsetzung             Waffeltag – Belgische Waffeln
dieser Idee mit.
16 | AKTUELLES

                                     NEUE AUSGABE

                                     Mietspiegel 2017
                                     Seit 1. November 2015 gibt es in den Städten Ulm
                                     und Neu-Ulm einen qualifizierten Mietspiegel.
                                     Dieser Mietspiegel wurde aufgrund statistischer
                                     Marktanalysen im Jahr 2015 erstellt und von den
                                     Städten für verbindlich erklärt.

                                     Um die Anerkennung als qualifizierter Mietspiegel
                                     längerfristig zu erhalten, muss dieser nach zwei
                                     Jahren fortgeschrieben oder neu aufgestellt wer-
                                     den. Die Städte haben sich für die statistische
                                     Fortschreibung entschieden.

                                     Inhaltlich bleibt es bei der bisherigen Festlegung
                                     und wird nach der Entwicklung des Lebenshaltungs-
                                     kostenindex aller privaten Haushalte fortgeschrie-
                                     ben. Die Werte des Jahres 2017 werden deshalb um
                                     2,7% erhöht und damit der Marktentwicklung
                                     angepasst.

                                     Der neue Mietspiegel des Jahres 2017 gilt seit dem
                                     12.11.2017 und kann auf unserer Homepage ein-
                                     gesehen werden. Interessierte Mitglieder können
                                     gerne ein gedrucktes Exemplar in unserer Geschäfts-
                                     stelle abholen.

    ULMER HEIMSTÄTTE

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AKTUELLES | 17

KULTURLOGE

Plätze frei? Sei dabei!
Die Kulturloge hilft, dass Menschen mit gerin-         info@kulturloge-ulm.de bzw. Tel. 0731 25905
gem Einkommen am kulturellen Leben teilhaben           bestellen. Mit der Anmeldung werden die Interes-
können. Jeden Monat können etwa 300 Eintritts-         sensgebiete erfasst und die Zugehörigkeit zur Ziel-
karten aus ganz unterschiedlichen Genres von           gruppe. Wenn Eintrittskarten aus den Interessensge-
Theater und Tanz bis zu Sport und Rock verteilt        bieten zur Verfügung stehen, bekommen die Gäste
werden.                                                der Kulturloge diese Karten telefonisch angeboten
                                                       und erhalten diese dann an den jeweiligen Veran-
KULTUR FÜR ALLE                                        staltungskassen auf ihren Namen hinterlegt. Ein-
                                                       drucksvolle Erlebnisse sind zu zweit schöner, deshalb
Die Kulturloge schöpft aus der Fülle von tollen Kul-   kann jeder Gast auch eine Karte für eine Begleit-
turveranstaltungen für Erwachsene und Kinder. Fast     person bekommen.
alle Kulturveranstalter aus unserer Region geben
Karten an die Kulturloge, weil sie das Miteinander     www.kulturloge-ulm.de
fördern wollen und sich über ein großes Publikum
freuen. Wie man Gast der Kulturloge wird, erfahren
Sie unter www.kulturloge-ulm.de. Sie können dort
das Anmeldeformular herunterladen oder unter           WIR SUCHEN MENSCHEN,
                                                       DIE UNSERE ARBEIT UNTERSTÜTZEN

                                                       Etwa als Vermittler/innen der Karten oder als Ver-
                                                       einsmitglieder/innen mit einem Jahresbeitrag von
                                                       24 Euro. Wir freuen uns auch sehr über Spenden auf
                                                       unser Konto:
                                                       IBAN: DE04 6305 0000 0021 1959 49
                                                       BIC: SOLADES1ULM

                                                       Vereinsmitglieder von l. nach r.: Ute Roth, Hildegard Schlüter,
                                                       Ulrike Lambrecht, Lisa Schanz, Martin Maier, Gudrun Schmid,
                                                       Christine Filius, Dr. Martin Mäntele
18 | RUND UMS HAUS

TRINKWASSERVERORDNUNG

Lebensmittel Wasser
Wasser ist ein Lebensmittel. Daher hat der                           60°C vermehren, aber nur durch Einatmen von
Gesetzgeber vorgegeben, die hohen Ansprüche                          Wasserdampf gefährlich werden können. Die ulmer
an das Lebensmittel Trinkwasser zu sichern.                          heimstätte betreibt alle Warmwasserspeicher in
                                                                     ihren Häusern mit einem höheren Temperaturniveau,
Das erfordert eine Beprobung des Leitungswassers.                    daher ist die Gefahr gering.
Um die Wasserqualität auch innerhalb der Gebäude
sicher zu stellen, hat der Gesetzgeber eine Verpflich-               Zur Überprüfung werden an der Hausinstallation seit
tung zur Untersuchung beschlossen. Hintergrund                       2013 alle drei Jahre Proben entnommen und durch
ist die Gefahr von Bakterien, insbesondere Legionel­                 ein Labor untersucht. Die Wasserqualität entnehmen
len, die sich in stehendem warmem Wasser unter                       Sie beigefügter Tabelle.

                  Analysedaten                                    Einheit        Grenzwert           Ulm 1 )              Erbach
                  gem. TrinkwV 2001 i.d.F.v. 2013                                nach Trinkwas-      vom 20.03.2017       vom 17.03.2015
                                                                                 ser­verordnung
                   Pflanzenschutzmittel und                       mg/l               0,00010             < 0,00005        nicht
                   Biozidprodukte                                                                                         nachweisbar
                   Summe Einzelsubstanzen
                   Quecksilber                                    mg/l               0,0010              < 0,00005            < 0,0005
                   Uran                                           mg/l               0,010                 0,0010               0,0013
                   Blei                                           mg/l               0,010               < 0,001              < 0,001
                   Cadmium                                        mg/l               0,0030              < 0,0001             < 0,0005
                   Kupfer                                         mg/l               2,0                 < 0,02               < 0,050
                   Nickel                                         mg/l               0,020               < 0,001              < 0,002
                   Eisen                                          mg/l               0,200               < 0,03               < 0,020
                   Calcium                                        mg/l                                    70,9                113
                   Magnesium                                      mg/l                                    13,2                 21,2
                   Gesamthärte                                    °dH                                     13,0                 20,7
                   Härtebereich ( n. WRMG )                       mg/l                                    Mittel               Hart
                   Natrium                                        °dH              200,0                  11,8                  4,8
                   Kalium                                         mg/l                                     2,1                  2,0
                   Fluorid                                        mg/l                1,5                  0,07               < 0,20
                   Nitrat                                         mg/l              50,0                   9,4                 11,4
                   Nitrit                                         mg/l               0,50                < 0,01               < 0,05
                   Chlorid                                        µg/l             250,0                  21,4                 19,9
                   Sulfat                                         mg/l             250,0                  13,7                 39,0

                  Zusatzstoffe ( gem. § 21 TrinkwV ):
                  1 ) Stadtgebiet Ulm einschl. Eselsberg, Böfingen, Roter Berg, Unterweiler, Donaustetten, Gögglingen, Ermingen, Eggingen,
                  Einsingen, Harthausen, Grimmelfingen, Ulm Universität, Industriegebiet Franzenhauserweg, Neu-Ulm-Ludwigsfeld: Versor-
                  gung durch Brunnen „Rote Wand“: Chlordioxid
                  Ulm Universität und Industriegebiet Franzenhauserweg werden teilweise mit Mischwasser von Rote Wand und Landes-
                  wasserversorgung versorgt: Chlordioxid, Ozon, Natriumortho-phosphat, Calciumhydroxid, Eisenchloridsulfat, anionisches
                  Polyacrylamid

                  Analysedaten des Trinkwassers im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH
RUND UMS HAUS | 19

RAUCHWARNMELDER

Der richtige Umgang
mit Rauchwarnmeldern
Seit 2015 besteht in Baden-Württemberg die
Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern in
Wohnungen. Alle Wohnungen der ulmer heim-
stätte sind mit Rauchwarnmeldern ausgestattet.

Eine große Unsicherheit herrscht nach wie vor im
Umgang mit den Rauchwarnmeldern bei Fehlalarm
oder bei nachlassender Batterieleistung. Hier be-                         Wenn einer Ihrer Rauchwarnmelder das Signal für
schreiben wir Ihnen nochmals die Vorgehensweise:                          eine leere Batterie oder für eine Störung gibt, dann
                                                                          setzen Sie sich bitte mit der ulmer heimstätte in
STUMMSCHALTUNG                                                            Verbindung, wir veranlassen dann einen Auftrag an
IM FALLE EINES FEHLALARMS:                                                die Fa. ISTA, die die Störung behebt oder eine neue
                                                                          Batterie einbaut.
Bei einem Fehlalarm (z. B. durch angebranntes Essen)
ist wie folgt zu verfahren:                                               Sollten Sie Renovierungsarbeiten in Ihrer Wohnung
> Drücken Sie den Taster (die Mitte des Deckels)                          durchführen, dann kleben Sie den Rauchwarnmelder
   für ca. 2 Sekunden: Der Rauchwarnmelder                                bitte mit einer Folie und/oder einem Klebeband ab,
   schaltet dann für zehn Minuten stumm.                                  sodass keine Verschmutzung in den Rauchwarnmel-
> Nach zehn Minuten übernimmt der Rauchwarn-                              der gelangen kann. Montieren Sie ihn auf keinen
   melder wieder von selbst die normale Funktion                          Fall ab!
   der Rauchüberwachung. In der Zwischenzeit
   lüften Sie den betroffenen Raum ausgiebig.                             Bitte denken Sie daran, einmal im Jahr eine Funktions­
                                                                          prüfung der Rauchwarnmelder vorzunehmen.
Nachstehend geben wir Ihnen eine Übersicht
über die einzelnen Signale des Rauchwarnmel-                              FUNKTIONSPRÜFUNG
ders – akustische wie optische:                                           Durch Druck (mind. 3 Sekunden) auf den Rauchwarn­
                                                                          melder (Deckelmitte) wird die Funktionsprüfung
Signal                                         Information                ausgelöst. Es leuchtet kurz die rote LED Lampe auf
                                                                          und es erklingt ein dreimaliges Warnsignal bei voller
Alarmgeber      LED, rot         LED, weiß                                Lautstärke. Ertönt das Warnsignal nicht oder treten
                                                                          Störungen auf, kontaktieren Sie uns bitte unter der
Aus             1× / 48 s        Aus           Rauchwarnmelder
                                               im Betriebsmodus           Telefonnummer 0731 93553-0. Wir werden dann
                                                                          die notwendigen Maßnahmen für Sie einleiten.
Inaktiv für     500 ms,          Aus           Alarmstummschaltung
10 Minuten      danach 2 ×                     wird/ist aktiviert
                kurz alle 10 s                                            HINWEIS
                                                                          Bei Durchführung der Funktionsprüfung empfeh-
1 Signalton /   1× / 8 s         Aus           Batterie fast entladen /
45 s                                           End-of-Life                len wir, einen Gehörschutz zu tragen. Um eine
                                                                          unnötige Lärmbelästigung zu vermeiden, bitten
1 Signalton /   1× / 500 ms      1× / 500 ms   Störung
45 s
                                                                          wir Sie, die Funktionsprüfung tagsüber von 8 bis
                                                                          12 Uhr oder von 14 bis 19 Uhr durchzuführen.
20 | AUFSICHTSRAT

                                                                      Die Teilnehmer im Uhrzeigersinn:
                                                                      Monika Schaffer, Ralf Junginger, Lutz Dittmar,
                                                                      Willi Rötter, Günter Guthan, Wolfgang Keßel,
                                                                      Manuela Jooß, Michael Lott, Christoph Neis

KLAUSURTAGUNG 2017

Klausurtagung in Roggenburg
Aufsichtsrat und Vorstand tagten am 17. und           Ein Schwerpunkt der diesjährigen Klausurtagung war
18. November in Roggenburg.                           wieder das Investitionsprogramm für das Jahr 2018
                                                      und der Ausblick auf die Neubauvorhaben der näch-
Jedes Jahr im November treffen sich Aufsichtsrat      sten Jahre. Im Rahmen der Beratungen über das In-
und Geschäftsführung der ulmer heimstätte zu einer    vestitionsprogramm 2018 wurde auch die aktuelle
zweitägigen Klausurtagung, um aktuelle Themen zu      Situation auf dem Wohnungsmarkt diskutiert. Im Er-
diskutieren und alle für das kommende Geschäftjahr    gebnis wird die ulmer heimstätte ihr engagiertes Neu-
notwendigen Entscheidungen zu treffen.                bauprogramm fortsetzen und damit einen Beitrag zur
                                                      Entspannung auf dem Mietwohnungsmarkt leisten.
EIN DIESJÄHRIGER SCHWERPUNKT:
DAS INVESTITIONSPROGRAMM 2018                         Aus Sicht aller Beteiligten war die diesjährige Klausur-
                                                      tagung wiederum ein Erfolg. Der Aufsichtsrat wurde
Zum Auftakt hat Herr Dirk Feil, Geschäftsführer der   umfassend über die in den nächsten Jahren geplan-
Sanierungstreuhand der Stadt Ulm, einen Einblick in   ten Investitionen informiert, alle notwendigen Be-
die Aufgaben der SAN und einen Rückblick auf die      schlüsse wurden gefasst. Die Vertreter werden in der
40-jährige Tätigkeit der SAN in der Stadt Ulm ge-     nächsten Vertreterinformationsveranstaltung im
geben.                                                März 2018 informiert, die betroffenen Mieter recht-
                                                      zeitig und umfassend vor Beginn von Baumaßnahmen.
AUFSICHTSRAT | 21

RÜCKBLICK                                                des Ulmer Wohnungsmarkts betont. Das freut uns
                                                         natürlich, wir sind seit über 120 Jahren hier verortet
Vertreterversammlung                                     und möchten auch in der Zukunft mit Neubau- und
                                                         Modernisierungsprojekten unseren Beitrag zur Ent-
Am 31.05.2017 fand im Stadthaus die Vertreter-           wicklung des Ulmer Wohnungsmarktes leisten. Vor-
versammlung der ulmer heimstätte statt.                  standsmitglied Christoph Neis berichtete im An-
                                                         schluss über den Verlauf des Geschäftsjahres und das
Wolfgang Keßel, Aufsichtsratsvorsitzender der ulmer      Jahresergebnis 2016. Er erläuterte die Rahmenbedin-
heimstätte begrüßte die 124 Gäste. In seiner Eröff-      gungen zum Wohnungsmarkt, stellte die aktuellen
nung ging er auf den erstmals in 2016 erschienen         und künftigen Projekte der heimstätte vor. Die ulmer
Nachhaltigkeitsbericht der ulmer heimstätte ein, der     heimstätte war in allen Geschäftsbereichen erfolg-
konkret aufzeigt, wie die Genossenschaft Nachhal-        reich, die Jahresziele wurden erfüllt. Auch für 2017
tigkeit lebt und welche Ziele sie in den verschiedenen   rechnet der Vorstand mit einem positiven Jahreser-
Aspekten der Nachhaltigkeit verfolgt.                    gebnis. Alle notwendigen Beschlüsse wurden im
                                                         Anschluss durch die Vertreterversammlung gefasst.
Der Bürgermeister der Stadt Ulm, Tim von Winning,        Die Amtszeiten von Monika Schaffer und Lutz
erläuterte in seinem Grußwort die Bedeutung von          Dittmar (Mitglieder des Aufsichtsrats) liefen 2017
genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungs-            turnusgemäß aus. Beide wurden von den Vertretern
unternehmen für die Entwicklung und Stabilität           in ihrem Amt bestätigt.

LUTZ DITTMAR

Fünf Fragen an den Aufsichtsrat
                 Wie haben Sie die ulmer                 den Wohnungsbestand immer aktuell zu halten, aber
                 heimstätte kennengelernt?               auch in den Bestand der Zukunft durch angemesse-
                 Die ulmer heimstätte habe ich           nen Neubau zu investieren, fortgesetzt werden kann.
                 2004 im Rahmen meiner berufli-
                 chen Tätigkeit kennengelernt.           Ihre wichtigste Entscheidung als Aufsichtsrat?
                 In diesem Zusammenhang lernte           Meine wichtigste Entscheidung war die Verabschie-
                 ich den Vorstand kennen und auch        dung des Investitionsplans für die Jahre 2016 – 2020
Herrn Bernhard Schenk, der damals Prokurist der          auf der Klausurtagung im November 2015. Dort
ulmer heimstätte und später im Aufsichtsrat der          wurden Investitionen von knapp 30 Millionen Euro
ulmer heimstätte bis 2014 tätig war.                     für die nächsten fünf Jahre in den Neubau von Be-
                                                         standswohnungen beschlossen. Eine echte Heraus-
Was fasziniert Sie an der ulmer heimstätte?              forderung für die ulmer heimstätte und eine mutige
Besonders faszinierend finde ich den Rundumser-          Entscheidung!
vice, den die ulmer heimstätte ihren Mietern und
Mitgliedern bietet – von der Hilfestellung bei der       Was wünschen Sie sich von der ulmer heimstätte?
Suche einer neuen Wohnung über den Hausmeister-          Von der ulmer heimstätte wünsche ich mir, dass sie
und Instandhaltungsservice bis zur Unterstützung         weiterhin das führende regionale Wohnungsunter-
für Menschen mit Behinderung oder im Alter.              nehmen bei Servicequalität und der Qualität des
                                                         Wohnungsbestandes bleibt. Dazu gehört die kon-
Was ist Ihr Schwerpunkt als Aufsichtsrat?                struktive Zusammenarbeit der Verwaltung mit den
Mein Spezialgebiet ist der Bereich Finanzen und          Mietern und Mitgliedern sowie die Bereitschaft der
Bilanzierung. Dabei ist mein besonderes Anliegen,        Mitglieder, sich für Ihre Genossenschaft, z. B. auch
dass der erfolgreiche Weg der ulmer heimstätte,          als Vertreter, zu engagieren.
22 | INTERN

WILHELM SEEPE                                           MITARBEITER JUBILÄUM

90. Geburtstag                                          Herzlich Glückwunsch!
                            Herr Wilhelm Seepe          Monika Höhn feierte Im Oktober ihr 20-jähriges
                            feierte am 23.10.2017       Firmenjubiläum. Sie war viele Jahre in unserer Spar-
                            seinen 90. Geburtstag.      abteilung tätig. Seit Dezember 2012 ist sie als Pro-
                            Er war Lobby für die        jektassistentin für unsere Neubauprojekte zustän-
                            kleinen Leute, hatte        dig. Katrin Thamasett feierte im Oktober ihr
                            aber auch das große         10-jähriges Firmenjubiläum. Sie war acht Jahre in
                            Ziel, die ulmer heim-       unserem Kundencenter für alle Anfragen unserer
                            stätte voranzubringen.      Mieter Ansprechpartner. Seit Januar 2015 ist sie in
                            Bezahlbare Wohnun-          unserer Bautechnik als Teamassistentin tätig. Wir
                            gen zu schaffen und         gratulieren beiden Mitarbeiterinnen herzlich zum
                            den besserverdienen-        Jubiläum und bedanken uns für ihre Einsatzbereit-
                            den Menschen die            schaft und ihre langjährige Treue.
eigenen vier Wände zu gestalten. Modern und in-
dividuell, für jeden Geschmack und Geldbeutel.          IN RENTE

Am 23.10.2017 wurde das frühere geschäftsführen-        Auf Wiedersehn!
de Vorstandsmitglied 90 Jahre alt. Der gebürtige
Westfale – zielstrebig – gradlinig und stets koope-                       Johannes Aich hat am 13.07.2017
rativ, passte gut ins Schwabenländle. Deswegen                            nach über 32 Jahren Betriebszuge-
hat er sich hier seit 1964 nicht nur voll integriert,                     hörigkeit bei der ulmer heimstätte
sondern hatte auch 26 Jahre lang die Zügel der                            dem Arbeitsleben den Rücken
heimstätte fest im Griff. Die Grenzen beruflich und                       zugekehrt. Herr Aich war über all
privat fließend, hat Wilhelm Seepe sein Privatleben                       die Jahre in unserem Regiebetrieb
zeitlich dem heimstätte-Anspruch angepasst. Er                            tätig und hat sich dort als gelern-
machte dem genossenschaftlich fundierten WIR-           ter Maler um viele „Baustellen“ in unseren Woh-
Gefühl schon damals alle Ehre. Herr Seepe hat alle      nungen gekümmert. Wir wünschen Herrn Aich für
Ehrungen erhalten, die Stadt und Land im Bereich        die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit.
der Wohnungswirtschaft zu vergeben hat.
                                                        NEUER AZUBI
Nachträglich nochmals Glückwünsche vom ge-
samten heimstätten-Team.                                Der beste Start
                                                                          Eine qualifizierte Ausbildung ist
                                                                          der beste Start in ihr Berufsleben.
                                                                          Seit Jahren stellt die ulmer heim-
                                                                          stätte Ausbildungsplätze zur Ver-
                                                                          fügung, aktuell haben wir drei
                                                                          Azubis. Amanda Thomsen ist neu
                                                                          im Team, sie hat am 01.09. ihre
                                                        Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement be-
                                                        gonnen. In den nächsten drei Jahren wird sie alle
                                                        Abteilungen kennen lernen, um ihren Beruf von der
                                                        Pike auf zu lernen. Wir wünschen Amanda Thomsen
                                                        viel Freude und Erfolg bei ihrer Ausbildung.
SPAREN | 23

SPARABTEILUNG

Verfügungsberechtigungen
für Sparkonten
Haben Sie einer Person Ihres Vertrauens eine Ver-
fügungsberechtigung für Ihr Sparkonto einge-
räumt?

PFLICHT: IDENTIFIKATIONSNUMMER ERFASSEN

Hier ergibt sich durch die Änderung der Abgaben-
ordnung zum 01.01.2018 folgende Neuerung:
Ihre ulmer heimstätte ist verpflichtet, auch von den
Verfügungsberechtigten die Identifikationsnummer
zu erfassen. Im Rahmen einer Legitimationsprüfung               WEITERE INFORMATIONEN ZU GELDANLAGE
nach § 154 Abgabenordnung, sind Kreditinstitute                 UND MITGLIEDSCHAFT ERHALTEN SIE BEI:
künftig verpflichtet das steuerliche Identifikations-
merkmal des Kontoinhabers und jedes anderen                     Jürgen März
Verfügungsberechtigten oder wirtschaftlich Berech-              Telefon 0731 93553-41, maerz@heimstaette.de
tigten aufzuzeichnen. In den nächsten Monaten                   Kerstin Bayer
werden wir die betroffenen Mitglieder anschreiben               Telefon 0731 93553-40, bayer@heimstaette.de
und die Daten aktualisieren.

  UNSERE AKTUELLEN ZINSEN

  FESTZINSSPAREN AB 2.500 EUR MIT
  1-jähriger Laufzeit ( keine Verfügung )                                                                      0,15  %
  2-jähriger Laufzeit ( keine Verfügung )                                                                      0,20  %
  4-jähriger Laufzeit ( keine Verfügung )                                                                      0,40  %
  5-jähriger Laufzeit ( keine Verfügung )                                                                      0,50  %
  WACHSTUMSSPAREN 3 JAHRE AB 2.500 EUR
  keine Verfügung                                                                                 im 1. Jahr 0,15  %
  3-monatige Kündigungsfrist                                                                      im 2. Jahr 0,20  %
  3-monatige Kündigungsfrist                                                                      im 3. Jahr 0,30  %
  SPAREINLAGE MIT 3-MONATIGER KÜNDIGUNGSFRIST
  ab 5,00 €                                                                                          zur Zeit 0,10 %
  VL-Sparvertrag 7 J., + 5 % uh-Bonus, Festzins ( 6 Jahre Einzahlungsdauer,
  1 Jahr Ruhezeit, ab einer monatlichen Rate von 27,00 EUR, max. Rate 39,16 EUR )                              0,60 %
  Änderungen vorbehalten · Stand: 01.07.2016
  Die aktuellen Konditionen erfahren Sie stets unter www.heimstaette.de oder von den Mitarbeitern der Sparabteilung
ulmer heimstätte eG
                   Söflinger Straße 72
                   89077 Ulm
                   Fon 0731 93553-0

Zeiten und Termine
ÖFFNUNGSZEITEN                                       SPRECHZEITEN UNSERER BESTANDSBETREUER
KUNDENCENTER UND SPAREINRICHTUNG
                                                     Telefonische Sprechzeit   Mo 09.00 – 12.30 Uhr
Mo – Fr vormittags  09.00 – 12.30 Uhr                Persönliche Sprechzeit    Do 14.00 – 18.00 Uhr
Mo – Di nachmittags 14.00 – 16.30 Uhr
Do nachmittags      14.00 – 18.00 Uhr                Gerne nach vorheriger Vereinbarung.

VERTRETERVERSAMMLUNG AM 06.06.2018
                                                     FREIE WOHNUNGEN
Die Vertreterversammlung findet am 06.06.2018
im Stadthaus Ulm statt.                              … finden Sie auf unserer Homepage
                                                     www.heimstaette.de

SPARABTEILUNG AM 02.01. GESCHLOSSEN

Die Sparabteilung bleibt aufgrund der Jahresab-
schlussarbeiten am Dienstag den 02. Januar 2018
geschlossen. Die heimstätte bittet Sie um Ihr Ver-
ständnis.

www.heimstaette.de
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