Baden ist. Schule - Schullager
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Impressum
Das Schulblatt Baden ist das offizielle
Mitteilungsorgan der Volksschule
Baden. Verteiler in alle Haushalte von
Baden (Auflage 12 500 Exemplare).
Herausgeberin
Volksschule Baden
Schulpflege und Geschäftsleitung
Mellingerstrasse 19
5400 Baden
www.schule-baden.ch
Anzeigenverkauf
Köpfli & Partner AG
Von schwachen Kindern zu starken Lagern Bruno Winkelmann
win@koepflipartners.ch
Industriestrasse 9
5432 Neuenhof
«Die schwachen Kinder sollten von den Familien Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nut
Bildredaktion Rita Drechsel-Küng
entfernt werden können, die Gesundheit sollte ge zen, allen zu danken, die sich für unsere Lager Produktion Köpfli & Partner AG
stärkt werden, damit der Körper den Kampf gegen einsetzen: Lehr- und Begleitpersonen, die mit
die Bazillen mit Erfolg aufnehmen kann.» grossem Engagement Lager organisieren und
durchführen, und der Stadt Baden, die es mit
Tobias Wildi, Historiker, schreibt in seinem Rück finanziellen Beiträgen ermöglicht, dass wir über
blick auf die hundertjährige Geschichte des Ver haupt solche Lager anbieten können. Schliesslich
eins Ferienheim Baden (Badener Neujahrsblätter aber danken wir den Eltern, die unsere Lager un
2002) von Zuständen, die wir uns heute kaum terstützen und bereit sind, ihren finanziellen Bei Titelbild: Collage zum Thema:
«Meine Vision», 2.-Bez-Schülerin
mehr vorstellen können. Vor gut 100 Jahren wur trag daran zu leisten.
den «die bleichen Stadtkinder … jährlich für drei
Wochen in Sommerlager nach Melchtal, Immen Auf dass jedes Kind die Möglichkeit hat, starke
see oder Oberrohrdorf geschickt.» Ein allfälliger Lager zu erleben.
elterlicher Widerstand hatte keine Bedeutung.
Lager sind auch heute wichtig, geändert hat aber Mit freundlichem Gruss
deren Zielsetzung. Im Vordergrund stehen das Alexander Grauwiler, Geschäftsleiter
Lernen des Zusammenlebens, das Einhalten von
Regeln und Übernehmen von Pflichten sowie das Reaktionen zum vorliegenden Schulblatt sind er
Zurückstellen von individuellen Bedürfnissen zu wünscht: alexander.grauwiler@schule-baden.ch
Gunsten der Gemeinschaft, wie Markus Widmer,
Leiter Jugend und Sport (J+S) des Departements
BKS, im Interview schildert.
Erfreulicherweise lösen Lager immer noch gros
ses Interesse aus; die Anzahl durchgeführter
L ager nimmt in der Schweiz sogar von Jahr zu
Jahr zu. Die Kehrseite der Medaille: Die steigende
Nachfrage führt bei den J+S-Geldern des Bundes
zu einem budgetmässigen Engpass. Statt mehr
Geld in die Förderung von Lagern zu stecken, wer
den die Lagerbeiträge gekürzt. Aus Sicht der
Schule, die vom Wert von Lagern überzeugt ist,
ist dies bedauerlich.
Inhalt
In dem vorliegenden Schulblatt möchten wir Ihnen
die verschiedenen Lagerformen der Volksschule
Die Geschichte der Badener Lager 3–4
Baden und die Vielfalt der Angebote aufzeigen. Schullager heute 5
Diejenigen, die Lager organisieren, bekommen die
Möglichkeit, darüber zu berichten, wieso ihnen die Stufenübergreifendes Klassenlager 6
Motivation nicht ausgeht, und die Lagerteilneh Skilager Mörlialp 7
menden erhalten die Gelegenheit, auszudrücken,
was ihnen an den Lagern so gut gefällt. Sigi, der «Lagerer» 9
«Die Woche war kurz und knackig!» 10–11
«Flond 2014», unser Klassenlager 12
Eine wertvolle Erfahrung 13
VSB aktuell 15
Jubiläen16–17
Pensionierungen18
Agenda19
2 Baden ist. Schule Juni 2015Fokus
Die Geschichte der Badener Lager
von 1900 bis 2006
Mirjam Keller
Ein Schulblatt, das sich dem Thema Lager widmet, wäre nicht vollständig,
Schulleiterin Kappelerhof
wenn man nicht auf die Geschichte der Badener Lager-Kultur zurückblicken
würde. An ihr wird ersichtlich, wie sich sowohl Gestaltung und Zweck der
Lager als auch die Gesellschaft verändert haben.
Der Beginn der Badener Lager Das erste Lagerhaus auf dem Kinder fanden trotzdem statt und zwar in Hotels
Hasenberg in der ganzen Schweiz. Das war möglich, weil die
1877 schickte der Zürcher Pfarrer Bion zum ers Unterkünfte zu Tiefstpreisen angeboten wurden.
ten Mal Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen leb 1908 finanzierte der Verein den Bau eines Ferien Mit der Belegung durch Schulkinder umgingen die
ten, in eine so genannte Ferienkolonie. Diese Idee, heims auf dem Hasenberg bei Widen, wo bis zum Hoteliers die Verpflichtung, leere Gästezimmer mit
welche zuerst auf heftigen Widerstand stiess, 2. Weltkrieg unzählige Lager stattfanden. Das Flüchtlingen zu besetzen. Am Ende des Krieges
wurde mit der Zeit von anderen Schweizer Städ Heim erhielt als schweizerische Pioniertat starke war das Ferienheim in einem baulich desolaten
ten aufgenommen – so auch von Baden. Um 1900 Beachtung und wurde 1911 an der internationalen Zustand. Der Verein stand vor der Frage, ob er
herum organisierte der «Verein für Kinderschutz Hygieneausstellung (!) in Dresden mit einem Preis eine Sanierung finanzieren sollte oder ob es bes
und Kinderversorgung», der vor allem aus Ba ausgezeichnet. Jahrelang fanden die Ferienkolo ser wäre, die Liegenschaft zu verkaufen und eine
dener Gewerbetreibenden und BBC-Führungsper nien auf dem Hasenberg statt – bis zum Zweiten neue Unterkunft zu suchen.
sonen bestand, die erste Unterbringung von «er
holungsbedürftigen Kindern der Stadt Baden» und
Der Wunsch entstand, neben
ab 1905 fanden im Sommer regelmässig Ferien Lagerleben im zweiten Ferienhaus
kolonien statt. Das erklärte Ziel des Vereins war Sommerlagern auch Skilager in Litzirüti
es, «armen, schwächlichen Kindern eine nachhal
tige Erstarkung ihrer Gesundheit» zu vermitteln. anbieten zu können. Für den Verkauf sprach eine weiterer Punkt:
Dafür wurden sie für drei Wochen nach Oberrohr Seit den 1930er-Jahren entwickelte sich in der
dorf, Melchtal oder Immensee geschickt. Um die Weltkrieg. Während dieser Zeit wurde das Haus Schweiz das Skifahren zunehmend zu einem Mas
Wirksamkeit dieser Massnahme nachzuweisen, zuerst von der Armee requiriert und diente später sensport. Der Wunsch entstand, neben Sommer
wog man die Kinder jeweils zu Beginn und am als Unterkunft für jüdische Flüchtlinge und polni lagern auch Skilager anbieten zu können. Darum
Ende des Lagers. sche Internierte. Die Ferienkolonien für Badener ergriff der Verein die Möglichkeit, als in Litzirüti
bei Arosa das Hotel Alpenhof zum Verkauf ange
boten wurde. Bereits in der Wintersaison 1946/47
fand dort das erste Badener Skilager statt. Arosa
verfügte für damalige Verhältnisse über eine sehr
gute Infrastruktur mit einer Skischule und drei
Skiliften. Aber da deren Benutzung für die Badener
Kinder zu teuer war, übten sie auf selber gebret
telten Pisten oder auf der wenig genutzten Strasse.
Nur den jeweils besten Fahrerinnen und Fahrern
wurde am letzten Lagertag gestattet, für ein paar
Einzelfahrten den Aroser Skilift zu benutzen.
Ab 1946 fanden in Litzirüti jährlich ein Skilager
und zwei Sommerlager mit je 50 bis 60 Kindern
sowie ab 1950 auch je eine Frühlings- und
Lagerhaus Hasenberg Herbstkolonie statt. Im Unterschied zu heutigen
3FV oSkBu s
e rhielt er das Badener Ehrenbürgerrecht. Albert Verein, der sich in der Zwischenzeit «Verein Ferien
Räbers politisches Wirken war geprägt durch heim Baden» nannte, hatte in all den Jahren die
seine tiefe Überzeugung, dass Mitmenschlichkeit Auslagen für den Erwerb sowie für Renovationen
die Grundlage allen menschlichen Denkens und und Umbauten aus eigenen Mitteln finanziert und
Handels sein sollte. Dazu ein Zitat von ihm: «Ein wurde von der Stadt Baden finanziell wenig unter
stützt. Mit der sinkenden Auslastung des Ferien
Albert Räbers Haltung prägte heims wuchs die finanzielle Belastung zusätzlich.
Ab 2001 übernahm die Stadt Baden die Defizite
das Lagerleben massgeblich. und erhöhte den jährlichen Beitrag. Es wurden
nochmals grosse Anstrengungen unternommen,
wacher Mensch wird die Erscheinungen in Staat die Auslastung zu verbessern, aber die Situation
und Wirtschaft kritisch betrachten und immer die änderte sich nicht. 2005 erstattete der Verein
Frage stellen: Wirkt das menschlich?» Als Päda
goge und Politiker setzte er sich vor allem mit
Bildungs- und Kulturfragen auseinander. D abei
orientierte er sich stark an den Ideen P estalozzis,
den er als den «grössten Schweizer» bezeich-
nete.
Albert Räbers Haltung prägte das Lagerleben
massgeblich: Um beispielsweise die sozialen Un
Albert Räber terschiede zwischen den Kindern im Lager nicht
spürbar werden zu lassen, wurde das Sackgeld
Lagern gab es damals kein organisiertes Pro gleich am ersten Tag von der Leitung eingezogen
gramm, sondern die Kinder spielten miteinander und verwaltet. Über Ausgaben für Postkarten und
mehrheitlich draussen, bei schlechtem Wetter Briefmarken wurde Buch geführt, der Kauf von Hotel Alpenhof
drinnen. Die einzigen organisierten Fixpunkte Süssigkeiten war aus gesundheitlichen Gründen
waren das abendliche Singen, Wanderungen und verboten. Am letzten Lagertag erhielten die Kinder dem Stadtrat Bericht und empfahl darin zwei
der zweistündige Mittagsschlaf. das ihnen verbliebene Geld zurück und durften am Varianten: Den Weiterbetrieb des Lagerhauses
Bahnhofkiosk vor der Abreise noch etwas kaufen. Litzirüti mit einer starken Erhöhung des jährlichen
Auch der Erhalt von Esspaketen war strikt gere Beitrags der Stadt Baden oder die Auflösung des
Albert Räber, der «Lagervater» gelt: Wer eines erhielt, durfte davon einen kleinen Vereins und den Verkauf des Hauses. Man ent
Teil für sich behalten, der Rest wurde unter allen schied sich für letztere Variante und so kam es
Im Zusammenhang mit der Badener Lagertradi Kindern verteilt. 2006 zum Verkauf der Liegenschaft. Damit en
tion darf eine Person nicht unerwähnt bleiben: Sinkende Auslastung führt zum Verkauf des dete die über 100-jährige Geschichte des Vereins
Albert Räber, er galt während vieler Jahre als der L agerhauses und zur Auflösung des Vereins Ferienheim Baden und die fast so alte Tradition
«Lagervater» der Badener Ferienkolonien in Litzi Mit dem wachsenden Wohlstand in den Nach eines Badener Lagerhauses.
rüti. Unterstützt wurde er von seiner Schwester kriegsjahren begann die Anzahl der teilnehmen
Marie Räber, welche von 1952 bis 1974 das Haus den Kinder zu sinken. Familien konnten sich (Mit freundlicher Unterstützung durch Andreas
praktisch alleine verwaltete, putzte und für die Sommerferien leisten und neue Lager wurden Steigmeier, Stadtarchivar Baden, und Franz Keller,
vielen Kinder kochte. durch andere Institutionen und Vereine angebo Bad Zurzach.)
Albert Räber wurde in Merenschwand geboren ten. In den 1970er-Jahren mussten deshalb die
und wuchs in einfachen, kleinbäuerlichen Verhält Sommerkolonien aus wirtschaftlichen Gründen Quellen:
nissen auf. Nach der Lehrerausbildung am Semi aufgegeben werden. In den 1980er-Jahren sank || Albert Räber, Badener Neujahrsblätter,
nar in Wettingen kam er schon bald nach Baden. die Auslastung weiter: Die Art und Weise, wie Band 52 (1977), Seiten 57–70
Durch den aufkommenden Nationalsozialismus L ager durchgeführt wurden, hatte sich verändert. || Woldemar Muischneek, Badener Neujahrs
wurde er früh politisiert und trat 1933 der Sozial Die Lehrpersonen, die zunehmend die Organisa blätter, Band 66 (1991), Seiten 115–117
demokratischen Partei bei. Seine politische Karri tion und Durchführung der Lager übernommen || Tobias Wildi, Badener Neujahrsblätter,
ere war lang und führte über verschiedene Statio hatten, empfanden es als Einschränkung, diese Band 77 (2002), Seiten 168–179
nen: Er war viele Jahre Mitglied der Badener Ge immer am gleichen Ort durchführen zu müssen. || Protokollauszug der Schulpflegesitzung
meindeversammlung, dem späteren Einwohnerrat, Auch die Lage direkt an der Hauptstrasse und die vom 13. September 2005
und 36 Jahre Mitglied des Grossen Rates. 1975 Infrastruktur wurden teilweise bemängelt. Der || Protokoll des Stadtrates vom 17. Oktober 2005
4 Baden ist. Schule Juni 2015ZV uS BG a s t
Schullager heute
Mirjam Keller
Markus Widmer, Leiter Jugend und Sport beim Departement BKS, hat in
Schulleiterin Kappelerhof
seiner Funktion viel Wissen und Erfahrung in Bezug auf Lager. Was er über
sie denkt, welche Rolle das BKS hat und welche Angebote es gibt, e rzählt
er in diesem Interview.
Herr Widmer, welchen Stellenwert haben Wintersportarten zu einem günstigen Preis zu er
Lager aus Ihrer Sicht? lernen. Dann gibt es noch das Adventure Camp im
Lager haben einen hohen Stellenwert – egal, was Herbst, wo Klettern oder Biken angeboten wird
für ein Lager es ist oder von wem es angeboten und das Naturerlebnis im Vordergrund steht.
wird. Lager sind sehr wichtig für Kinder und Ju
gendliche. Diese lernen dort das Zusammenleben, Gibt es kantonale Vorgaben oder Richtlinien
das Einhalten von Regeln, das Zurückstellen von zur Durchführung von Lagern?
eigenen Bedürfnissen zugunsten der Gemein Für Sportlager gilt der J+S-Lagerleitfaden. Dieser
schaft, die Übernahme von Pflichten, das Einhal basiert auf dem Bundesgesetz über die Förderung
ten eines strukturierten Tagesablaufs – alles von Sport und Bewegung. Für andere Lager gibt
Dinge, die Kinder nicht mehr selbstverständlich es keine kantonalen Richtlinien.
von zu Hause mitbringen.
Bei Sportlagern kommt hinzu, dass die Teilneh Das Angebot an Lagern nimmt zu: Neben
menden sich intensiv bewegen, dass Naturerleb der Schule bieten auch andere Institutionen, Kinder und Jugendliche kamen früher in die Lager
nisse möglich sind und dass die Kinder innerhalb Vereine oder private Anbieter Lager an. und versuchten dort, aus den Strukturen, die sie
kurzer Zeit oft grosse Fortschritte machen. Diese Woran erkennen Eltern, dass sie ihr Kind von zu Hause kannten, auszubrechen. Heute ist es
Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein. in ein « gutes» Lager schicken? eher so, dass wir Kinder haben, die zu Hause we
Wenn Eltern ihr Kind in ein J+S-Lager schicken nig Strukturen haben, die nicht mehr frühstücken
Wie unterstützt das Departement BKS die oder J+S-Leiter/-innen daran teilnehmen, dann oder keine geregelten Schlafenszeiten kennen.
Schulen bei der Organisation und Durch können sie mit einem hohen Qualitätsstandard Wir haben deshalb klare «Camp Rules», die von
führung von Lagern? rechnen: Die Leitungspersonen sind gut ausgebil den Teilnehmenden unterschrieben werden müs
Das Departement unterstützt die Schulen bei der det – auch in Bereichen der Entwicklungspsycho sen und die wir auch durchsetzen. Wir machen
Organisation von Sportwochen und indem wir die logie oder Sicherheit. Ausserdem muss vor jedem damit nur positive Erfahrungen.
Ausbildung von J+S-Leiterinnen und -Leitern för Lager ein Programm abgegeben werden, welches
dern. Nach einer Grundausbildung folgt alle zwei durch uns kontrolliert wird. Bei anderen Lagern Was ist Ihnen noch wichtig im Zusammenhang
Jahre ein Weiterbildungsmodul, um die Gültigkeit müssen sich die Eltern vorgängig gut informieren. mit Lagern?
des J+S-Ausweises zu verlängern. J+S-Leitungs Eigentlich regelt sich der Markt von selber: Wo Ich möchte noch einmal die Wichtigkeit von La
personen erhalten die Berechtigung zum Leiten die Qualität gut ist, kommen auch die Kinder. gern für die Entwicklung von Kindern und Jugend
von Lagern, Material sowie finanzielle Unterstüt lichen betonen. In meinen Augen lernt ein Kind in
zung für die Camps. Ausserdem führt der Kanton 1901 fand das erste Lager für Badener Kinder einer Lagerwoche so viel wie in einer Schulwoche.
Aargau eine Leiterbörse. statt. Was ist heute anders? Deshalb ein Appell an die Lehrpersonen und Ge
Kinder und Jugendliche haben heute andere meinden: Behaltet die Lager bei. Gleichzeitig kann
Welche Lager werden vom Kanton angeboten? Bedürfnisse: sie schätzen es, das zu tun, worauf man den Lehrpersonen oder anderen Lagerleitern
Ein wichtiges Angebot ist das J+S-Camp in sie Lust haben, Wahlmöglichkeiten zu haben. und -leiterinnen nicht genug danken für die
Tenero, wo rund 150 Kinder teilnehmen und Polysportive Lager sind deshalb sehr beliebt. grosse Arbeit, die sie leisten und die Freizeit, die
13 verschiedene Sportarten angeboten werden. Dann haben wir es heute oft mit Kindern zu tun, sie opfern, um Lager durchzuführen. Dafür ge
Dann bieten wir zwei Schneesportlager an. Immer die es nicht gewohnt sind, in der Natur zu sein. bührt ihnen grosse Anerkennung.
weniger Gemeinden oder Schulen führen Winter Sie wissen wenig darüber, wie man sich draussen
lager durch. Darum ist dieses kantonale Angebot anzieht, sich vor der Sonne schützt oder dass sie Herr Widmer, besten Dank für Ihre Ausfüh
wichtig. Es erlaubt Kindern und Jugendlichen, genug trinken müssen. rungen.
5Primarschule
Stufenübergreifendes Klassenlager –
eine lohnenswerte Herausforderung
Dominique Schlag
Eine dritte und eine sechste Klasse wagten zusammen mit dem fünftägigen
und Stefanie Zurfluh
Klassenlehrpersonen
Klassenlager in Einsiedeln ein stufenübergreifendes Projekt. Unter dem
Motto «SPIELEN – gewinnen und verlieren» erlebten die Schüler/-innen eine
spannende Zeit!
Im August 2014 machten wir uns auf den Weg Jeden Tag wurde in altersdurchmischten Gruppen
ins Abenteuer. Nach dem Begrüssungstreff auf gespielt und Punkte gesammelt. Die Punkte er
dem Pausenplatz fuhren wir mit Bus und Bahn gaben die Anzahl Felder, welche beim grossen
nach Einsiedeln und erreichten nach kurzem Leiterlispiel am Abend eingesetzt wurden. Die
Fussmarsch unser schön gelegenes Lagerhaus. Gewinner/-innen wurden beim Lagerrückblick mit
Die Schüler/-innen begaben sich sogleich auf einem Spiel belohnt. Am Lagerrückblick konnten
Entdeckungstour, und auch ihnen gefiel unser Zu die Kinder den Eltern einen umfassenden Einblick
hause für diese Woche sehr. Nachdem die erste in unser Lagerleben geben. Ein solch lebendig ge
Inspektion zu Ende war, wurden die Zimmer bezo stalteter Rückblick ist ein wunderschöner Lager
gen. Uns war es wichtig, dass sich die Schüler/ abschluss für alle Beteiligten.
-innen klassenintern in ihre Zimmer zurückziehen
konnten.
Bereits am ersten Tag erkundigten wir die Umge vom schönen Wetter hatten wir am Dienstag die Rückblick
bung anhand eines Foto-Orientierungslaufs. Möglichkeit, während eines Geländespieles ein
Schon da konnten wir das Kloster Einsiedeln von Boot zu basteln. Dieses wurde am Nachmittag auf Gerne haben wir uns der Herausforderung gestellt,
aussen bestaunen. Am Mittwoch hatten wir die dem Alpbach getestet. Mit begeisterten Gesich ein stufenübergreifendes Klassenlager zu organi
Chance, mit zwei kompetenten Führerinnen tern und lautem Schreien wurden die Schiffe im sieren. Wir beide empfinden es als wichtig, dass
das Kloster auch von innen zu besichtigen. Die Ziel begrüsst. Die Siegergruppe durfte am Abend der Austausch unter den Klassen gefördert wird.
Führungen fanden in den Klassen statt, denn als erstes aus dem vollen Kochtopf schöpfen. Auch konnten wir uns die Zusammenarbeit gut
so konnten die Informationen dem Wissensstand Täglich wurden wir von einer ausgebildeten Kö vorstellen, da wir beide schon viel Lagererfahrung
der Schüler/-innen angepasst werden. Begleitet chin verwöhnt. Ausser am Donnerstag, denn da mitbringen und wir ähnliche Umsetzungsideen
packten wir unseren Proviant und gingen los aufs haben. Beidseitig freuten sich die Kinder mit Vor
Hochstuckli. Trotz Erschöpfung von der langen behalt aufs Lager. Wir waren uns dem grossen
Wanderung liessen es sich die Kinder nicht neh Altersunterschied der Dritt- und Sechstklässler
men, die Rodelbahn zu testen. Kaum zurück, bewusst und haben unser Programm dement-
halfen die Schüler/-innen ein grosses Feuer zu sprechend geplant. Bewusst haben wir Lager
entfachen. Darauf brätelten wir unser letztes sequenzen in den Klassen sowie auch gemischt
gemeinsames Abendessen. Natürlich durfte die durchgeführt. Wir haben gemerkt, dass auch in
Schoggibanane nicht fehlen. Nach dem feinen der freien Zeit ein reger Austausch zwischen den
Abendschmaus sassen wir gemütlich am Feuer Stufen stattfand. Auch konnten die Sechstkläss-
und sangen altbekannte und neuerworbene ler/-innen einen Teil der Verantwortung und die
L agerlieder. Während des Singens konnten noch Vorbildrolle fliessend übernehmen. Sie haben dies
einige in den Erinnerungen des Vorabends sichtlich mit grosser Freude getan. Wir, die Lehr
schwelgen. Denn diese hatten die einmalige Gele personen und die Kinder, können auf eine span
genheit, an einem Schwingtraining teilzunehmen. nende und gelungene Woche zurückblicken und
Was wäre ein Lager ohne roten Faden? Ein riesi haben in vielerlei Hinsicht profitiert. Wir würden
ges Leiterlispiel begleitete uns die ganze Woche. das in dieser Form wieder durchführen.
6 Baden ist. Schule Juni 2015Primarschule
Skilager Mörlialp
Christina von Arx
Das Berghaus Mörlialp steht auf 1350 m.ü.M. im Ski- und Wandergebiet
Lagerleiterin
der Gemeinde Giswil im Kanton Obwalden. Das Haus steht sprichwörtlich
mitten in der Natur und gerade mal 70 Meter vom Ski- und Sessellift
entfernt. Badener Primarschüler/-innen verbringen hier seit drei Jahren
unvergessliche Winterferien.
Am Sonntag, 1. Februar, startete das Abenteuer Nebel kein Tor verfehlt wurde. Das vielseitige lebnisse reicher, mit ihren Eltern nach Hause.
«Skilager 2015» für die 5.- und 6.-Klässler/-innen Abendprogramm mit Casino, Schneespielen, An diese Stelle gehört ein grosses Dankeschön an
und ihr motiviertes Leiterteam auf dem Pausen Fackelwanderung, Nachtskifahren, Lagerfeuer Andres Greter, welcher sich Jahr für Jahr ein tol
platz des Schulhauses Ländli. Nachdem alle und natürlich dem bunten Abend und nicht zuletzt les Leiterteam zusammensetzt und damit das Ski
Schneesportgeräte, Helme, Ski- und Snowboard auch das feine Essen der bestens eingespielten
schuhe und die Taschen im Reisebus eingeladen Küchenmannschaft machten die leider ungünstige
waren, konnte die Fahrt zur Mörlialp losgehen. Wetterlage wieder wett. Ein besonderes Highlight «Es gibt immer ein spannendes
Kaum im Skigebiet angekommen, ging es auch war wie immer der Lagerkiosk, an welchem sich
Abendprogramm.» Anina
direkt auf die Piste. Zuerst wurden die Kinder in die Kinder mit kleinen Leckereien eindecken
verschiedene Gruppen aufgeteilt, um dann mit können.
ihrem Leiter oder ihrer Leiterin die Pisten zu er So eine Skilagerwoche verfliegt im Nu und bald lager überhaupt erst möglich macht, an das Lei
kunden. Schon bald hiess es von einigen Kindern: hiess es, alle Siebensachen zusammensuchen terteam, an das Küchenteam und an alle Eltern,
«In diesem Jahr schaffe ich die Wand!» Die be und einpacken. Wieder in Baden angekommen, welche das Skilager in irgendeiner Form unter
sagte «Wand» ist eine steile Piste, welche unter wurden noch die letzten Fundgegenstände verteilt stützen.
den regelmässigen Skilagerteilnehmern und und die Kinder gingen müde, aber um einige Er
-teilnehmerinnen als kleine Mutprobe bekannt ist.
Zurück im Haus mussten die Zimmer bezogen und
Sachen ausgepackt werden. Die hinterste und
Erstmaliges Musiklager ein Erfolg
letzte Matratze im Lagerhaus kam zum Einsatz,
damit möglichst viele Badener Kinder ins Skilager Die Volksschule Baden führte im April 2014 erstmalig ein Musiklager durch. 50 Primarschulkinder
mitkommen konnten. Da auf der Mörlialp jeweils wurden begleitet von 4 Musiklehrkräften, 5 Personen in der Küche und 2 Personen, die um das
Schüler/-innen aus allen Badener Primarschulen Wohl der Kinder rund um das Musikprogramm herum besorgt waren. Frühlingshaft sonnige Tage in
Zwischenflüh im Diemtigtal bildeten den tollen Rahmen. Täglich wurde mehrere Stunden lang in
Register- sowie Gesamtproben gesungen, instrumental musiziert und getanzt. Dazwischen verbrach
«Besonders toll am Skilager finde ten die Kinder viel Zeit in der Natur. Sie kletterten im Wald, wateten im Bach, rutschten auf Schnee
feldern, bauten Baumhütten, verbrachten Zeit am Feuer, seilten sich in steilem Gelände ab. Eine
ich, dass ich immer viele neue grosse Wanderung forderte sie in ihren leiblichen Kräften.
Leute kennen lerne.» Lena Was die Kinder der 2. bis 5. Klassen aller Badener Primarschulhäuser als Gesamtchor und Orchester,
bestehend aus Geigen, Celli, Querflöten, Gitarren, Klavieren, Akkordeon, Djembés, Trompete, Kornett
und Blockflöten samt Orff-Instrumentarium, musikalisch erarbeiteten und zusammenfügten, präsen
aufeinander treffen, muss man sich zuerst auch tierten sie schliesslich in einem öffentlichen Konzert Ende April in Baden.
etwas kennenlernen. Die Möglichkeit dazu gab es Die Woche war insofern in ihrer Art einzigartig, als die Bereitschaft, ohne Beschränkung der Teilneh
zum Beispiel beim ersten Abendessen oder spä merzahl alle ins Lager mitzunehmen und nicht nur musikalisch während dieser Tage zu betreuen, bis
testens beim Abendprogramm: den Gruppenwett zum Schluss oberste Priorität behielt. Sollte in jenen Tagen dann und wann ein musikalisch gezünde
kämpfen im Schnee. ter Funke auch ein Feuer entfacht haben, so hat sich das Engagement mehr als gelohnt.
Petrus wollte in diesem Jahr nicht so recht mit
spielen und so musste auch beim Skirennen be Claudio Canonica, Musiklehrer und Lagerleiter
sonderes Geschick bewiesen werden, damit im
7Statt dass hier dieser Klecks liegt …
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Sigi, der «Lagerer»
Stefan Künzi
Sigi Nagel, Lehrperson an der Pfaffechappe, hat in seiner langen Schul
Schulleiter Sek I
karriere an sehr vielen Schullagern teilgenommen. Für ihn sind Klassen-
und Ferienlager ein wichtiges Puzzleteil unseres Schulangebotes.
Sigi Nagel unterrichtet seit 1988 an der Volks Welche Erfahrungen machen Kinder chen vorher besprochen, mitgestalten können sie
schule Baden. Bis 2010 war er Klassenlehrperson in Lagern, die sie sonst nicht machen je älter sie sind umso mehr. Das Programm soll
an der Kleinklasse, seither ist er schulischer würden? attraktiv sein, die Teilnehmenden sollen mit vielen
Heilpädagoge in der Pfaffechappe. Über die ganze schönen Erlebnissen aus dem Lager heimkehren.
Zeit führte er praktisch jedes Jahr ein Klassen Sigi Nagel erwähnt zuerst, dass sich Lehrperso Schon die Hinfahrt kann erlebnisreich sein. Auch
lager durch, ebenso über die ganze Zeit nahm nen und Kinder gegenseitig in ganz anderen Situ das Abendprogramm ist geplant, da werden z. B.
er am Schneesportlager teil, welches er viele ationen kennenlernen. Sie unterhalten sich über Spielabende oder eine Mondwanderung organi
Jahre als Hauptleiter organisierte. Während etwa Regeln des Zusammenlebens, sie kochen und ar siert. Viel Bewegung in der Natur, manchmal bis an
10 Jahren leitete er mit Kolleginnen und Kollegen beiten miteinander, sie arbeiten an gemeinsamen die Grenze der Leistungsfähigkeit einzelner Kinder
das Herbstlager für Primarschülerinnen und Themen, sie planen die Gestaltung des Program und Jugendlicher, kann einiges dazu beitragen,
-schüler, für welches die Kinder sich freiwillig mes. Es gibt viel mehr persönliche Kontakte, Aus dass in der Nacht vor allem geschlafen wird!
anmelden konnten und welches zwei Wochen tausch- und Konfliktlösemöglich
dauerte. keiten als in der Enge des Schul
zimmers. Plötzlich zeigen sich Fähig-
keiten von Kindern, die im schuli
Wie wichtig sind Schullager? schen Umfeld nicht zum Vorschein
kommen. Oder andere Kinder und
Es ist offensichtlich bei so viel Lagererfahrung: Jugendliche lernen alltägliche Fertig
Sigi Nagel hält die Durchführung von Schullagern keiten, die bis jetzt noch nie verlangt
für extrem wichtig. Mitte der 70er-Jahre arbei waren. All dies hilft ihnen, lebens
tete er zwei Jahre an der Ecole d’Humanité auf tüchtiger und selbstständiger zu wer
dem Hasliberg. Das ist ein zweisprachiges Inter den. Die Lehrpersonen lernen die
nat mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt. Kinder und Jugendlichen besser ken
Die Schülerinnen und Schüler werden nicht nur nen, was später im Unterrichtsalltag
im Klassenzimmer unterrichtet, sie sind in und zum Beispiel bei der Unterstüt
«Familien» eingeteilt, die durch das Lehrper- zung in der Lehrstellensuche sehr
sonal geleitet werden. Das heisst, diese «Fami hilfreich sein kann.
lien» wohnen zusammen und verbringen auch
das Wochenende gemeinsam. In der Ecole
d’Humanité gibt es Projektwochen, während Was passiert, wenn Regeln
derer die ganze Schule in der Natur unterwegs nicht eingehalten werden?
ist. Als weiteres Element führt die Schule drei-
bis fünfwöchige Camps durch. Alle diese For- Noch nie musste Sigi Nagel ein Kind
men des Zusammenlebens waren für Sigi Nagel heimschicken. Er hält es für sehr
sehr prägend. Er hat erfahren, dass es Zeit wichtig, dass klare Regeln kommuni
braucht, bis die Kinder sich voll aufs Lagerleben ziert werden und deren Einhaltung
einlassen. Und er hat beobachtet, dass ausser auch kontrolliert wird. Vorbeugend
halb des Klassenzimmers viele andere Fähig- schaut er in den Lagern immer, dass
keiten gefördert werden können, die auch sehr das Programm sehr ausgefüllt ist.
wichtig und förderlich sind für den schulischen Das Thema und die Arbeit tagsüber
Erfolg. wird mit den Kindern und Jugendli
9Primarschule
«Die Woche war kurz und knackig!»
Schüler/-innen melden sich zu Wort
Skilager der 5. und 6. Klasse des Schulhauses Meierhof Musiklager im Diemtigtal
W ir trafen uns alle um 8.00 Uhr beim Schulhaus, es herrschte helle Auf
regung. Als wir alle im Postauto sassen, verflog die Aufregung ein
bisschen. Die Busfahrt ging sehr schnell vorbei und dann waren wir schon in
D as Besondere am Musiklager war, dass wir jeden Tag zwei Mal mit
unseren Instrumenten geübt haben. Am Morgen spielten wir immer alle
zusammen im Orchester, am Nachmittag übte jeder mit seinem Instrument
Wangs-Pizol. Die Gondeln führten uns zum Haus hinauf. Endlich durften wir für sich oder zwei Instrumentengruppen zusammen mit einer Lehrperson
unser Zimmer sehen. Das Mädchenzimmer war sehr klein und eng, aber wir oder selbstständig für sich. Wir sangen zudem jeden Tag im Chor.
hatten es die ganze Woche sehr lustig! Leider hatten wir nicht so viel Zeit, Wir hatten aber auch sehr viel Freizeit. Dann spielten wir drinnen oder
denn wir wollten noch auf die Piste gehen und viele Kinder mussten noch draussen. Die Jungen haben meistens am Hang draussen gespielt.
Skis und Snowboards mieten. Am Abend gingen wir hungrig in unser kleines Man konnte jeden Morgen um halb acht Morgensport machen gehen, wenn
Räumchen, wo wir jeden Mittag und Abend assen und auch das Abendpro man wollte. Einmal gab es eine Wanderung. Sie war nicht so lang.
gramm hatten wir dort. Es gab immer ein megacooles Abendprogramm, Es war sehr schön im Musiklager. Ich würde gerne nochmals in ein solches
am Montag einen Spielabend, am Dienstag den Casinoabend, am Mittwoch Lager gehen.
das Schneeskulpturenbauen und am Donnerstag den Quizabend. Andrin, 3. Klasse, Schulhaus Höchi Dättwil
Es war toll, jeden Tag mit Freunden auf die Piste zu gehen. Alle Anfänger wa
ren am Ende der Woche richtig gut auf den Skiern und auf den Snowboards.
Stella, 6. Klasse, Schulhaus Meierhof
W ir waren vom 23. bis 27. Februar 2015 im Skilager. Ich bin von Baden
nach Pizol mit dem Postauto gefahren. Nachdem ich ankam, nahm ich
den Koffer und lief zur Gondelstation. Als ich mit der Gondel oben ankam,
stand ich als erstes gleich einmal auf die Skier. Ich hatte ein Gefühl, als ob
ich gleich umfallen würde. Ich fing an zu rutschen und konnte nicht bremsen,
so fuhr ich in die Wand und jemand half mir wieder aufzustehen. Ein wenig
später fuhr ich mit Herrn Liauw runter zum Tellerlilift. Am nächsten Tag
konnte ich schon viel besser fahren.
Maathavan, 5. Klasse, Schulhaus Meierhof
Skilager der Primarschule Baden
W ir trafen uns alle am Sonntag um 8 Uhr bei der Tagesschule Ländli. Wir
sind mit dem Car auf die Mörlialp gefahren. Als wir ankamen, nahm
jeder e inen Koffer und brachte diesen ins Haus. Danach konnten wir auf die
Piste. Wir gingen fast jeden Tag auf die Piste. Am Dienstag war Kasinoabend,
am Mittwoch konnte man im Haus tanzen und spielen, eine Schatzsuche
machen oder eine Schanze bauen und am Donnerstag war der Partyabend.
Die Woche war kurz und knackig! Am Ende fuhren wir wieder mit dem Car
nach Baden.
Manuel, 6. Klasse, Schulhaus Höchi Dättwil
10 Baden ist. Schule Juni 2015marschule
PV rSi B
Mittelstufenlager Schulhaus Kappelerhof
Am zweiten Lagertag gingen wir mit der ganzen Klasse und Frau Bruggisser
D ienstag Das Lager war super cool, doch am besten hat mir der Ausflug
an den Canovasee gefallen! Denn wir haben ein Seil entdeckt, welches
an einem dicken Ast eines Baumes befestigt war. Daher konnten wir (natür
ins Schwimmbad. Der Weg zum Schwimmbad dauerte etwa zehn Minuten. Im lich im Badezeug) am Seil schwingen und auf diese Weise in den eiskalten
Schwimmbad hatte es ein Klettergerüst und vier Startblöcke. Das Wasser See springen. Es hat total Spass gemacht! Doch nach dem Grillen, welches
war 1 bis 2 Meter tief. Wir haben versucht, unter Wasser Buchstaben mit un nach dem Im-See-Schwimmen und In-den-See-Springen stattgefunden hat,
serer Körperhaltung darzustellen und Frau Bruggisser hat uns im Wasser wanderten wir wieder zur Burg Ehrenfels zurück.
fotografiert. Wir haben in Zweierteams die Buchstaben dargestellt. Als alle Vera, 6. Klasse,Tagesschule Ländli
auf dem Klettergerüst waren, hat Frau Bruggisser ein Klassenfoto gemacht.
Die Mädchen mussten früher aus dem Wasser, um zu duschen und die Haare
zu föhnen. Wir sind um 16.50 Uhr im Lagerhaus Churfirsten Blick angekom
men. Es hat Spass gemacht!
M ittwoch Auf den Mittwoch freuten sich alle besonders, denn es ging
zum Katzengoldsuchen (Pyrit) an den Bergbach Nolla. Als wir dort an
kamen, fingen alle sofort an zu suchen, und bereits nach kurzer Zeit wurden
Jaciara, Swiga, Dilan und Tais, 6. Klasse, Schulhaus Kappelerhof wir fündig. Um 12:30 Uhr waren wir wieder zurück auf der Burg. Jedes Kind
durfte eine eigene Pizza belegen, die dann im Holzofen gebacken wurde.
Nachdem wir alle satt waren, spielten wir auf Englisch Theater und führten
es einander anschliessend vor. Für die Abendunterhaltung war heute eine
Schnitzeljagd vorgesehen. Am Ende fanden wir einen süssen Schatz, den
wir alle gerne annahmen.
Karla, 5. Klasse, Tagesschule Ländli
D onnerstag Der letzte ganze Tag auf der Burg war toll! Am Morgen sind
wir auf die Burg Hohen Rätien gewandert. Ich hatte meinen Feldstecher
dabei und habe auf der anderen Seite des Tales an Felsen Felszeichnungen
entdeckt. Wir haben zu Mittag gegessen und danach ein Spiel mit der Klasse
gemacht. Nach dem Spielen gab es Brownies. Nach dem Dessert sind wir
Felszeichnungen anschauen gegangen. Am Nachmittag haben wir nochmals
Zinn gegossen. Am Abend durften wir Theaterspielen und der Jury vorzeigen.
Danach gab es noch eine Party. Am Freitag mussten wir leider zurück. Ich
hätte noch länger dort bleiben können.
Cyril, 6. Klasse, Tagesschule Ländli
Klassenlager Tagesschule 5./6. Klasse
M ontag Schon früh am Morgen ging es los, die ganze Klasse eilte zum
Bahnhof. Wir mussten dreimal umsteigen, bis wir in Sils im Domleschg
ankamen. Als wir die Burg erreichten, hatte ich ein positives Gefühl. Aber ich
habe mir auch Sorgen gemacht. Unser Zimmer war unbeheizt, alle Jungen
schliefen im selben Raum … Im Laufe der Woche merkte ich aber, dass es
gar nicht so schlimm war – im Gegenteil. Am Montagnachmittag machten wir
einen Fotoorientierungslauf. Später gossen wir Zinn. Liam und ich gossen ei
nen Totenkopf. Am Abend leitete eine Gruppe die Abendunterhaltung. Es war
sehr gespenstisch. Wir spielten ein Geisterverstecken.
Wenn der Fänger jemanden mit der Taschenlampe entdeckte, musste das
Kind seine Taschenlampe anschalten, und es wurde auch zum Fänger.
Danach gab es einen Gruselsnack mit Geistergeschichten.
David, 5. Klasse, Tagesschule Ländli
11V eS kBu n d a r s t u f e I
S
«Flond 2014», unser Klassenlager
Sarah Goldau
Auch nach den letzten Sommerferien hiess es für die 2. Oberstufe auf ins
Klassenlehrperson
Pfaffechappe
Klassenlager – rein nach dem Motto «Neues kennenlernen, Zusammenhalt
schaffen und eigene Grenzen erfahrbar machen».
Wer, wann und wo? geniessen, dabei die Natur beobachten und am dem inneren Schweinehund begegnen unterstützt
Wegesrand kleine Naturwunder wie Fliegenpilze, das Selbstvertrauen wie das Gemeinschafts- und
Der einwöchige Aufenthalt führte die beiden Blumen und unterschiedlichste Tiere entdecken. Gruppengefühl. Eigene Stärken und Schwächen
2.-Realklassen von Herrn Battaglia und Frau Eine atemberaubende Aussicht auf den Caumasee und solche anderer wahrnehmen, diese anerken
Goldau gemeinsam mit der 2. Sekundarklasse von und das Grillieren der Cervelats an der Grillstelle nen und akzeptieren sowie sich gegenseitig res
Herrn Segesdi nach Flond, einem kleinen Ort in der Strandbucht an der Reinschlucht und des pektieren und motivieren, um gemeinsam mit allen
den Bergen vom Hochplateau Obersaxen. Als Bergsees waren dabei besondere Erlebnisse. Na das Tagesziel zu erreichen – das stärkt die Sozial-
grössere Gemeinde liegt Ilanz ganz in der Nähe. türlich: klick, klick – das durfte nicht fehlen. Die und Selbstkompetenz. Schon nach wenigen Aktio
Insgesamt 50 Schüler/-innen hatten eine Woche Schüler/-innen mussten zwar über Nacht und nen am ersten Tag konnte man beobachten, wie
lang eine Menge zu erleben, betreut von den drei tagsüber bei gemeinschaftlichen Aktivitäten die Befremdungen innerhalb der grossen Gruppen
Klassenlehrpersonen, zwei Heilpädagogen und Smartphones abgeben, dennoch gab es aber Aus sukzessive abnahmen und sich allmählich eine
einer Assistenz. nahmen. Die kleinen Multifunktionsgeräte im Ta zusammenhaltende Gemeinschaft aufbaute.
schenformat durften selbstverständlich zu Video-
und Bildaufnahmen während der Wanderungen
Tagesstrukturen genutzt werden. Denn wie jeder weiss: nichts Fazit
bleibt in so bleibender Erinnerung an die Schul
Die Woche war gut organisiert. Neben der tägli zeit, wie die Erlebnisse der Schulreisen und natür Das Lager in Flond war ein tolles Klassenlager
chen frischen Zubereitung des Frühstücks, der lich deren Bildmaterial. mit vielen spannenden Erlebnissen. Wir freuen
Lunchpakete und des Abendessens in Kleingrup uns jetzt schon alle auf das folgende Lager zum
pen – welches für eine solch grosse Lagergruppe Abschluss der Schulzeit in zwei Jahren.
eine besondere Herausforderung war – sowie der Und wer bist eigentlich du?
Wohnhausordnung und -reinigung, standen die
Erkundung von Flond, Wanderungen und andere Alle konnten innerhalb der Lagerwoche neue Schülermeinungen
Gemeinschaftserlebnisse auf dem Programm. Das Mitschüler/-innen aus den drei Klassen kennen
jeweilige Tagesprogramm am späten Nachmittag lernen, neue Freundschaften schliessen und sich, Das Lager hat mir gut gefallen, auch die Wande-
organisierten die Schüler/-innen in gewählten einschliesslich der Lehrpersonen, einmal von einer rungen. Ausser, dass es in den Bergen nicht so
Kleingruppen selbstständig. Dazu gehörten bei anderen Seite im täglichen Zusammenleben ken gute Wege gehabt hat. Der Tagesrückblick jeden
spielsweise sportliche Wettkampfspiele auf dem nenlernen. Das alltägliche Verhältnis von Nähe und Abend war auch sehr gut. Das Haus ist sauber und
am Haus gelegenen Sportplatz oder Denk- und Distanz im Schulalltag wurde durch das tägliche nicht schlecht, das gefällt mir. Ich hoffe, dass das
Rätselspiele auf dem Dachboden des Lagerhau Zusammenleben aufgebrochen und in einen dem nächste Lager auch so gut wird wie dieses 2014.
ses. Ein täglicher Lagerreport wurde von der je Zusammenleben einer Grossfamilie ähnelnden Jan, R2b
weiligen Reportagegruppe mit Bild und Ton als Zustand umgewandelt. Eine Woche lang konnten
Filmchen mit dem iPad erstellt und als Tagesrück Freud und Leid miteinander geteilt werden. Ich fand das Lager cool, manchmal aber sehr an-
blick nach dem Abendessen vorgetragen. strengend. Aber das Ziel der Wanderung und die
Aussichten haben sich gelohnt, auch wenn die
Grüezi Herr und Frau Schweinehund Beine und der Körper fertig waren. Mir hatte die
Natur erleben 7-stündige Wanderung zum Rhein am besten ge-
Die persönlichen Grenzen konnten einige, die Lehr fallen. Klar waren wir abends alle kaputt, doch die
Dank dem schönen Wetter konnten alle gemein personen eingeschlossen, bei den Wanderungen Aussicht war perfekt, man konnte seine Füsse rein
sam die geplanten Wanderungen am Hausberg, erfahren. Grenzerfahrungen ermöglichen, sich ins Wasser tun, Steine werfen und auch grillieren.
zur Rheinschlucht, einem nahegelegenen Bergsee selbst von einer anderen Seite kennenlernen und Veljko, S2b
12 Baden ist. Schule Juni 2015V eS kBu n d a r s t u f e I
S
Eine wertvolle Erfahrung – zwei Klassen
fahren miteinander ins Lager
Schüler/-innen
In der Projektwoche der Bezirksschule erlebten die zwei 2. Klassen ein
der Bezirksschule sowie
Manuel Lehner und Nina Curcio
gemeinsames Lager in Les Emibois (Jura). Unter dem Motto «Sport und
Klassenlehrpersonen Natur» ergab sich eine erlebnisreiche Woche für die 48 Schüler/-innen. Vier
Bezirksschule
davon erinnern sich ein halbes Jahr später an die Erlebnisse dieser Woche.
Lagerrückblick von Géraldine machen konnten. Anschliessend ging es weiter in nisse in den Sinn. Wir freuen uns jedenfalls be
und Nadja (Bez 2c) das eher abgelegene Les Emibois, wo unser reits auf das nächste Klassenlager – wo sich
L agerhaus stand. hoffentlich weitere Beziehungen innerhalb der
Um die Anreise etwas spannender zu gestalten, Wir wurden mit Snacks und Getränken herzlich Klasse ergeben.
hatten unsere Lehrer einen Postenlauf in Saigne von Herrn Steinemann und Frau Pasche empfan
légier vorbereitet. In Gruppen lösten wir die Auf gen. Nach dem Apéro an der frischen Luft führte
gaben und erkundeten sogleich die Stadt. Unser uns Herr Lehner in unseren Schlag und jeder fand Schülermeinungen
Lagerhaus stand inmitten einer Kuhweide. auf Anhieb sein bevorzugtes Plätzchen.
Auch der Wald war nicht weit entfernt und unser Bei Einbruch der Dunkelheit trommelten Herr Leh «Am besten war die Velotour, allerdings war sie
Abendprogramm bestand aus einer Fackelwande ner und Herr Steinemann beide Klassen zusam für gewisse Personen zu lang. Auch fand ich es
rung. Diese verlief allerdings nicht nach Plan, men, um uns mitzuteilen, dass wir jetzt auf eine gut, dass wir jeden Tag etwas unternahmen.»
denn mehrere Schüler verloren ihre Schuhe im Nachtwanderung mit Fackeln aufbrechen würden. Florian, 2c
Schlamm. Glücklicherweise wurden alle wieder Leider teilte uns keine der Lehrpersonen mit, dass
gefunden. die Tour nicht für Sportschuhe geeignet ist, denn «Am besten fand ich das Baden im Lac de Gruyère.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit einer Wan sie führte durch einen moorigen Wald. Nachdem Nicht so toll war, dass wir alle verdreckt von der
derung, einer grossen Velotour und einer Kanu wir von der 40-minütigen Wanderung zurück Nachtwanderung zurück kamen.»
fahrt. Bei der Kanufahrt blieb keine Hose trocken kamen, machten wir uns bettfertig und gingen Chiara, 2c
und alle wurden klitschnass. Eine Gruppe kenterte schliesslich – nach mehrmaliger Mahnung – ins
sogar, zu ihrem Glück im seichten Wasser. Bett. «Ich fand cool, dass wir in die französischspra-
Als Höhepunkt des Lagers gab es einen bunten Der Höhepunkt der Woche, eine Kanufahrt, folgte chige Schweiz gefahren sind. Ausserdem war
Abend. Nebst der Disco spielten wir ein Spiel na am Mittwoch. Früher als sonst assen wir unser es auch gut, dass wir in Läden (Migros, Volg, Coop)
mens «Schlag den Leiter». Eine der besten Diszip Frühstück, packten Ersatzkleidung ein und fuhren gehen durften, um für uns etwas zu kaufen.»
linen erfand Jana, die gegen ihre Lehrerin, Frau mit dem Zug nach St. Ursanne. Dort wurden wir Giulian, 2c
Curcio antrat. Herr Lehner und Herr Steinemann von Minibussen abgeholt und zum Doubs (Fluss)
mussten hinhalten. Mit verbundenen Augen be gefahren. Bevor es losging, erhielten wir eine «Es war eine angenehme Stimmung und man
gannen Jana und Frau Curcio die beiden zu Schwimmweste, eine Instruktion im Kanufahren lernte sich besser kennen. Das Essen war immer
schminken. Uns bot sich ein unvergesslicher An und wurden gelehrt, wie man sich in einem Notfall geniessbar. Wir hatten genügend Freizeit.»
blick. Vor allem Herr Lehner sah übel zugerichtet rettet. Nach rund einstündiger Fahrt auf dem Seraina, 2c
aus. Doubs freuten sich drei bestimmte Schüler, deren
Kanu gekentert war, ganz besonders auf eine «Für mich war das Kochen ein Highlight, es hat
warme Dusche. Spass gemacht für so viele zu kochen.»
Lagerrückblick von Alec und Leon Als wir uns wieder frisch gemacht hatten, durften Gina, 2c
(Bez 2b) wir die Altstadt von St. Ursanne besichtigen und
uns mit Leckereien eindecken. Anschliessend «Jeder Tag war spannend, denn wir machten im-
Bei der Anreise machten wir einen Zwischenstopp fuhren wir mit der Bahn zurück nach Les Emibois. mer was anderes und nicht immer das Gleiche.
in Saignelégier. Dort gab es diverse Aufgaben zu Wenn wir an diese Woche zurückdenken, dann Aber das Kajakfahren war das Beste.»
erledigen, damit wir uns mit der Region vertraut kommen uns viele positive Eindrücke und Erleb Michelle, 2c
13Leidenschaft
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VSB aktuell
Ein Sportleitbild für die Stadt Baden
Alexander Grauwiler
Bund und Kanton unterstützen die Etablierung eines Lokalen Bewegungs-
Geschäftsleiter Volksschule
und Sportnetzes (LBS) mit Rat und Tat. Die Stadt Baden hat die Chance
genutzt, um Sport und Bewegung eine Struktur und ein Gesicht zu geben.
Der Ursprung das im September 2015 im Einwohnerrat disku Die Fachstelle Sport
tiert werden wird.
2011 stimmte der Einwohnerrat im Zusammen Zum Lokalen Sport- und Bewegungsnetz gehört
hang mit der Beantwortung des Postulats Peter auch die Verbesserung der Zusammenarbeit zwi
Heer betreffend Sportkonzept für die Stadt Baden Das Sportleitbild schen dem Vereins- und dem freiwilligen Schul
der Schaffung einer auf vier Jahre befristeten sport. Mit der organisatorischen Schaffung der
Stelle Sportkoordinator/in zu. Der/die Sportkoordi Ziel des Leitbilds ist die Beschreibung des Stellen Fachstelle Sport in der Abteilung Volksschule,
nator/in sei mit der Ausarbeitung eines Sportkon werts von Bewegung und Sport für alle Bevölke zu der neben dem Sportkoordinator auch die
zepts für die Stadt Baden zu beauftragen. Auf rungsteile der Stadt Baden. Es formuliert einen Leiterin und die Administratorin des freiwilligen
gabe der Projektstelle soll sein, sich aktiv und Idealzustand und stellt damit eine Orientierungs Schulsports gehören, konnte dieses Ziel erreicht
wirkungsvoll um Strategie, Information, Koordina grundlage dar für alle, die sich in diesem Bereich werden.
tion und Vernetzung im Bereich des Sports in der aktuell und zukünftig engagieren. Nach aussen Der vom Kanton finanzierte freiwillige Schulsport
Stadt Baden zu kümmern. Die vielen Zuständig macht es deutlich, wofür die Stadt Baden ein erfüllt die wichtige Aufgabe der Hinführung zur
keiten und Schnittstellen in der Stadtverwaltung steht, und gleichzeitig ist es nach innen Grundlage sportlichen Aktivität, die im Verein ihre regelmäs
sowie die damit verbundenen Unklarheiten und für Strategien, Ziele und die operative Umsetzung. sige Fortsetzung finden kann. Bei der Rekrutie
Doppelspurigkeiten sollen damit beseitigt werden. Die Folge aus dem Leitbild ist das Gemeinde rung von neuen Vereinsmitgliedern spielt der frei
In Zusammenarbeit mit den Sportvereinen sowie sportanlagenkonzept, das kurz vor der Fertigstel willige Schulsport daher eine wichtige Rolle.
der städtischen Sport- und Schwimmbadkommis lung ist. Es fasst die Beurteilung der aktuellen Andererseits haben die Vereine die Möglichkeit,
sion soll ein Sportleitbild sowie ein Sportanlagen Sportinfrastruktur zusammen, zeigt die Bedürf die Kursleiter zu stellen und somit jungen, enga
konzept erarbeitet werden. Die Konkurrenzierung nisse der Bevölkerung und der Sportvereine auf gierten Mitgliedern eine attraktive, entschädigte
des Vereinssports durch den freiwilligen Schul und schafft eine Übersicht über den Handlungsbe Nebenbeschäftigung zu verschaffen. Es handelt
sport soll zukünftig vermieden und dafür eine im darf in Verbindung mit einer Sportanlagenstrate sich um eine klassische Win-win-Situation
Interesse aller konstruktive, sich ergänzende Zu gie bis 2022. für alle.
sammenarbeit installiert werden.
Ski- und Ferienhaus des Stadtturnvereins Baden (STV)
Was ist inzwischen geschehen?
Das vom STV betriebene Haus befindet sich in Illgau (Kanton Schwyz) in der Zentral
schweiz auf 1220 m. ü. M., 2 Kilometer vor der Passhöhe Ibergeregg neben dem Gasthaus
Die Stelle des Sportkoordinators wurde per
Oberberg.
1. August 2012 mit einem in Baden ansässigen,
Das modern eingerichtete Haus ist bestens
aktiv Sport treibenden, fachlich versierten und mit
für Ferienlager bis 60 Personen ausgerüstet.
der Badener Sport-Situation vertrauten Experten
Vor dem Haus ist ein Volleyballfeld und eine
für Jugend und Sport (J+S) besetzt. Wir haben
Feuerstelle mit Grill. Es verfügt über einen
Andreas Greter im Schulblatt bereits vorgestellt.
eigenen grossen Parkplatz für Busse bis
Er nahm die Hauptaufgabe, den Aufbau des Loka
maximal 22 Plätze und ist mit dem Postauto
len Bewegungs- und Sportnetzes (LBS) sogleich oder der Seilbahn via Schwyz – Ried – Illgau
zügig an die Hand. Das LBS vernetzt und koordi erreichbar.
niert in einer Gemeinde, einer Stadt oder einer Re
Inmitten eines idealen Wander-, Ferien- und Erholungsgebietes gelegen bietet
gion alle Partnerinnen und Partner, die mit Bewe
das Haus für alle Saisons etwas. Im Winter hat es direkten Pistenanschluss an die
gung und Sport zu tun haben. Erstes Ergebnis die
Skiregion M
ythen und Hoch-Ybrig.
ses LBS ist das Sportleitbild für die Stadt Baden,
15x
Jubiläen
25 Jahre 25 Jahre 25 Jahre 25 Jahre
Daniel Liauw Brigit Winiger Rita Breunig Esther Vela
Mit Daniel Liauw «Unsere Lina hat 1990 übernahm Vor 25 Jahren hat
feiert ein eigentli sich heute morgen Rita Breunig eine Esther Vela als
ches «Meierhofer im Schuelhüsli Teilzeitstelle als Hauswirtschafts
Urgestein» sein eingefunden und DaZ-Lehrerin im lehrerin an der
Jubiläum. Als er ist begeistert. Sie Schulhaus Kap Pfaffechappe mit
vor 25 Jahren im will 100’000 Mal pelerhof. Das dem Unterrichten
Schulhaus Meierhof eine Stellver wiederkommen! Was für ein tolles neue Schulhaus stand noch nicht angefangen. Neben der Sek und Real
tretung an der 4. Klasse übernahm, Umfeld.» und die Platzverhältnisse waren unterrichtete sie auch an der Bez.
war dies im Grunde eine Heimkehr: Diese Rückmeldung eines Eltern eng. Darum unterrichtete sie zuerst Nach erfolgreichem Abschluss einer
Geboren an der Stadtbachstrasse paares nach dem ersten Kindergar in einer Wohnung in einem Mehr Zusatzausbildung in Englisch erteilte
und aufgewachsen an der Ziegel tentag ihrer Tochter sagt alles. Wer familienhaus an der Stockmatt sie während 14 Jahren auch dieses
haustrasse unterrichtet er heute in im alten Schuelhüsli den Kindergar strasse. 1992 setzte sich Rita Fach.
jenem Schulzimmer die Mittelstufe, ten besucht, ist begeistert, vor al Breunig aus Überzeugung für die Hauswirtschaft liegt Esther Vela be
in welchem er einst selber die lem auch von der Kindergartenleh Einführung einer Einschulungs sonders am Herzen. Das Fach deckt
Schule besuchte. Von 2002 bis rerin Brigit Winiger. Seit 25 Jahren klasse im Schulhaus Kappelerhof das Spektrum von gesunder Ernäh
2006 amtete er zudem als Schul trägt sie mit grossem Erfolg zur Zu ein. An dieser Klasse unterrichtet rung, Konsum und Umwelt ab, er
hausleiter. friedenheit bei. Kinder wie Eltern sie auch heute noch mit Freude und laubt einen praxisnahen Unterricht
Mitte der Neunziger begann er, die schätzen ihre wohlwollende und Engagement. Die individuelle För und gibt ihr die ausgezeichnete Mög
ersten Macs im Schulzimmer zu einfühlsame Art, ihr Verständnis und derung des einzelnen Kindes und lichkeit, ein Stück «Lebensschule» zu
«sammeln». Für das Schulhaus rich ihr offenes Herz, in dem jedes Kind die Orientierung an den vorhande vermitteln. Dabei erlebt sie die Viel
tete er die erste eigene Website ein. mit seinen Eigenheiten, Schwierig nen Stärken sind ihr dabei wichtige falt der Herkunft der Schüler/-innen
Später war er in jener Steuergruppe keiten und Stärken gleichermassen Anliegen. Davon konnten in den als eine grosse Bereicherung. In den
tätig, welche die erste offizielle Platz findet. Ihr Unterricht bietet viel vergangenen Jahren alle ihre EK- Tischgesprächen hat sie immer ein
Website der Stadt Baden aufgleiste. Raum, um unterschiedlichste Erfah Schüler/-innen profitieren. 2003 offenes Ohr und zeigt viel Einfüh
Noch heute fungiert er als ICT-Ver rungen zu sammeln und Neues aus reduzierte Rita Breunig ihr Pensum, lungsvermögen für die Sorgen und
antwortlicher im Meierhof. zuprobieren, Fertigkeiten zu üben um eine neue berufliche Herausfor Nöte ihrer Schützlinge.
Wer bei Dani Liauw die Schule be und sich konstruktiv mit den andern derung als kantonale Inspektorin Esther Vela hoch anzurechnen ist
sucht, lernt das Ukulele-Spiel. Mu Kindern auseinanderzusetzen. anzunehmen. Obwohl sie seither ihre Bereitschaft, stets Verantwort
sik ist im Schulzimmer 4 präsent. Ebenso positiv wird die flexible und weniger unterrichtet, ist sie immer lichkeiten zu übernehmen wie z. B.
Daran erinnern sich die Schülerin unterstützende Zusammenarbeit mit eng mit dem Schulhaus Kappeler die Teamleitung der Hauswirt
nen und Schüler nur allzu gern. Wer ihrer Stellenpartnerin, den Fachlehr hof, mit dem Kollegium und vor al schaftslehrpersonen, das Budgetie
nach Schulschluss bei Dani Liauw personen und dem ganzen Kolle lem mit den EK-Kindern verbunden ren der Lebensmittel und des Schul
ins Schulzimmer tritt, trifft dort auf gium erlebt. Offen für Neues, un geblieben – auf ihre Mitarbeit kann materials für den Bereich, den Unter
Schülerinnen und Schüler, die am kompliziert und anpackend, beteiligt man immer zählen. Sie erlebt die halt Schulküche und die Organisation
Computer etwas fertigstellen, eine sie sich aktiv an der Gestaltung multikulturelle Zusammensetzung des Abschlussapéros am Schuljah
Gruppenarbeit weiterführen, disku der Schule als Ganzes und oft auch im Kappi-Quartier, wo sie auch resende. Vor ein paar Jahren hatte
tieren. Spätabends brennt oft noch mit dem Zentrum für Körperbehin wohnt, als eine Bereicherung. sie sich sehr für die Erneuerung der
Licht im Schulzimmer 4, vielfach derte. Ihre Freizeit verbringt sie gerne Schulküchen engagiert.
begleitet von Klavierklängen. Schul- Ich danke Brigit Winiger ganz herz mit Familie und Freunden, sie liebt Nach wie vor als Highlight des Haus
und Lebenssphäre scheinen zu ver lich für die 25 Jahre Engagement für politische Diskussionen, liest gerne wirtschaftsunterrichts bezeichnet sie
schwimmen. Auch das ist typisch – die Schule und den Kindergarten spannende Krimis und erfreut sich das jährliche Gritibänzenbacken,
und wird mit Glück noch lange so Baden und wünsche ihr weiterhin an ihren beiden Enkelinnen Eya denn daran haben die Schüler/-innen
weitergehen. viel Freude und Erfolg. und Lynn. die grösste Freude.
Daniel Lang, Monica Studerus, Mirjam Keller, Georg Ziffermayer,
Schulleiter Meierhof Schulleiterin Dättwil Schulleiterin Kappelerhof Schulleiter Pfaffechappe
16 Baden ist. Schule Juni 2015Sie können auch lesen