Berner Steuermonitor Medienkonferenz - Freitag, 12. Oktober 2018, Clé de Berne - beim Handels- und ...
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Agenda
Hans Jürg Steiner, Leiter Marktregion Bern-Mittelland,
Einführung
KPMG
Individualbesteuerung inkl.
Hans Jürg Steiner
Zwischenfazit
Adrian Haas, Direktor, Handels- und Industrieverein des
Zwischenfazit HIV
Kantons Bern (HIV)
Unternehmensbesteuerung &
Hans Jürg Steiner
Steuerstrategie Kanton Bern
Zwischenfazit HIV Adrian Haas
Steuerreform und AHV-
Hans Jürg Steiner
Finanzierung (STAF / SV17)
Kurt Rohrbach, Präsident, Handels- und Industrieverein des
Gesamtfazit HIV
Kantons Bern (HIV)
Frage- und Diskussionsrunde
© 2018 KPMG AG is a subsidiary of KPMG Holding AG, which is a member of the KPMG network of independent firms affiliated with KPMG International Cooperative (“KPMG
International”), a Swiss legal entity. All rights reserved.
2Einführung Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Allgemeine Feststellungen
STAF – Steuerreform und AHV-Finanzierung (ehem. Steuervorlage 17)
− Hauptgrund für die Reform: Abschaffung von Steuerprivilegien
− Aufgrund der sehr grossen volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Statusgesellschaften sollen mit geeigneten, international
kompatiblen Massnahmen folgende Hauptziele erreicht werden:
Die Standortattraktivität der Schweiz sicherstellen und dessen Ergiebigkeit steigern
Eine internationale Akzeptanz des Steuersystems erreichen
Steuerstrategie des Kantons Bern – Grundlagen und Ziele bis 2022
− Fokus liegt auf den Steuern der juristischen Personen
− Kanton Bern soll im interkantonalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben
− Gestaffelte Senkung der maximalen Gewinnsteuerbelastung von 2019 bis 2022 von heute 21.6% auf 16.37%
− Steuergesetzrevision 2019: Referendum wurde ergriffen, Abstimmung erfolgt am 25. November 2018
Situation des Kantons Bern bei der Besteuerung von juristischen und natürlichen Personen
− Grundsätzlich hat sich bei den natürlichen Personen gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung ergeben. Der Regierungsrat
plant erst per 2023, die natürlichen Personen zu entlasten. Bei den juristischen Personen sind eine gestaffelte Senkung der
Gewinnsteuerbelastung und ein bevorstehender Wechsel vom Drei- zum Zweistufentarif vorgesehen. Weiter wird es im Jahr
2021 voraussichtlich eine Anpassung des ordentlichen Kapitalsteuertarifs geben.
Kanton Bern und STAF
− Die gestaffelte Senkung der Gewinnsteuerbelastung und der Wechsel vom Drei- zum Zweistufentarif werden unabhängig vom
Ausgang der STAF durchgeführt, wobei die Abstimmung vom 25. November 2018 noch matchentscheidend wird. Per 2021 wird
der Regierungsrat die Situation neu beurteilen.
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International”), a Swiss legal entity. All rights reserved.
4Individual- besteuerung Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Vergleich der Kantone Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Einkommenssteuersätze Kantone 2018
Kantone mit einem höheren SH
Einkommenssteuersatz als der Kanton 31.7%
BS
Bern (41.3%)
37.4%
Kantone mit einem tieferen TG
Einkommenssteuersatz als der Kanton 32.5%
Bern (41.3%) BL AG
ZH AR
JU 42.2% 34.4% 30.7%
40.2% 39.8%
AI
SO 24.9%
34.2% ZG
SG
LU 22.7%
SZ 33.5%
NE 31.2%
NW 28.03% GL
38.1% 31.6%
25.6%
OW
BE 24.3% UR
41.3% 25.4%
FR GR
VD 36.0% 32.2%
41.5%
TI
40.7%
VS
36.5%
GE
44.8%
Hinweis: Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz.
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7Einkommenssteuersätze in den Kantonen
Trend: 2007 bis 2018
45%
Genf
Waadt
Bern
40%
Zürich
Neuenburg
Basel-Stadt
35%
Aargau
CH-Durchschnitt
St. Gallen
30%
Thurgau
Schaffhausen
Luzern
25%
Schwyz
Nidwalden
Obwalden
20% Zug
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Der Grossteil der Spitzensteuersätze variierte marginal in den letzten Jahren. Abgesehen von grösseren Steuersatz-senkungen im
Aargau, Thurgau und in St. Gallen waren Erhöhungen in Schaffhausen und Schwyz zu beobachten.
Hinweis: Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz.
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8Einkommenssteuern
Beitrag an Steuereinnahmen durch Einkommenssteuer 2016
48.92%
40.09%
35.48%
20.50%
17.06% 17.30%
Anzahl
Steuerpflichtige
10.52% Beiträge
Kantonssteuer
6.21%
1.12% 2.76%
0% 0.04%
Steuerbares
0 100 - 40'000 40'100 - 100'000 100'100 - 200'000 200'100 - 1'000'000 1'000'100+ Einkommen in CHF
Ca. 1.1% der Steuerpflichtigen (Einkommen > CHF 200‘001) steuern 13% der Einnahmen durch die Einkommenssteuer bei.
Quelle: Steuerverwaltung des Kantons Bern https://www.fin.be.ch/fin/de/index/steuern/ratgeber/statistik/statistik_einkommennp.html
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9Vermögenssteuern
Maximale Vermögenssteuersätze in den Kantonshauptorten 2018
Kantone mit einem höheren SH
Vermögenssteuersatz als der Kanton 4.7‰
BS
Bern (5.8‰)
8.0‰
Kantone mit einem tieferen TG
Vermögenssteuersatz als der Kanton 2.9‰
Bern (5.8‰) BL AG
JU 4.4‰ ZH AR
7.6‰
5.7‰ 5.9‰ 4.1‰
SO AI
2.1‰ 2.5‰
LU ZG
2.8‰ SZ SG
2.6‰ 2.3‰ 4.4‰
NE GL
6.8‰ NW 3.5‰
1.3‰
OW UR
BE1)
1.4‰ 2.0‰
5.8‰
FR GR
VD 6.0‰ 3.2‰
7.9‰
TI
6.8‰
VS
6.3‰
GE
10.1‰
Hinweis: Vermögenssteuerbelastung in ‰ des Nettovermögens bei CHF 10 Mio., ledig keine Kinder, konfessionslos; 1) Kanton Bern: Vermögenssteuer nach Art. 66 StG („Vermögenssteuerbremse“): Ist die Vermögenssteuer höher als 25% des
Vermögensertrages, wird sie auf 25% des Vermögensertrages begrenzt, die Mindeststeuer beträgt hierbei jedoch 2.4 ‰ des steuerbaren Vermögens. Quellen: TaxWare, KPMG Schweiz .
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10Die Schweiz im europäischen Vergleich Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Bulgarien 10.00%
Ungarn 15.00%
Litauen 15.00%
Jersey 20.00%
Estland 20.00%
Tschechien 22.00%
Zug 22.86%
Obwalden 24.30%
2018
2018
Appenzell I.(AI) 24.86%
2017
2017
Uri 25.35%
Nidwalden 25.55%
Schwyz 28.21%
Appenzell A.(AR) 30.48%
31.17%
Luzern 31.16%
Lettland 31.40%
23.00%
Glarus 31.56%
Polen 32.00%
Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/individual-income-tax-rates-table.html
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12Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Graubünden 32.18%
Schaffhausen 32.29%
Thurgau 32.48%
St. Gallen 33.52%
Aargau 34.05%
Solothurn 34.18%
Zypern 35.00%
Türkei 35.00%
Freiburg 36.02% 2018
2018
Wallis 2017
2017
36.50%
Basel-Stadt 37.43%
Neuenburg 39.33%
Zürich 39.76%
Jura 40.46%
Tessin 40.72%
Bern 41.27%
Waadt 41.50%
Basel-Landschaft 42.17%
Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/individual-income-tax-rates-table.html
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International”), a Swiss legal entity. All rights reserved.
13Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Italien 43.00%
Genf 44.75%
Spanien 45.00%
Grossbritannien 45.00%
Griechenland 45.00%
Deutschland 45.00%
Luxemburg 45.78%
48.78%
Island 46.24%
46.60% 2018
2018
Norwegen 46.72%
2017
2017
Portugal 48.00%
Irland 48.00%
Slowenien 50.00%
Belgien 50.00%
51.95%
Niederlande 52.00%
53.75%
Finnland 54.00%
Österreich 55.00%
Dänemark 55.79%
Schweden 57.34%
61.85%
Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/individual-income-tax-rates-table.html
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14Zwischenfazit natürliche Personen
Bei der Besteuerung von natürlichen Personen rangiert der Kanton Bern weiterhin unter jenen mit hohen Spitzensteuersätzen.
Die Anzahl gut verdienender Steuerzahler ist gering. Zudem fehlt der Mittelstand.
Einzig und alleine bei der Vermögenssteuer kann der Kanton Bern punkten und platziert sich dabei im Mittelfeld der Kantone.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es auf Stufe der natürlichen Personen keine wesentlichen Änderungen und im Kanton Bern stehen
die natürlichen Personen auch nicht im Fokus der Steuergesetzrevision 2019.
Die Steuergesetzrevision 2019 sieht bei den natürlichen Personen keine Massnahmen vor. Gemäss Regierungsratsvorlage wird
die Individualbesteuerung erst mit der Steuergesetzrevision 2021bzw. 2023 im Fokus stehen. In diesem Zusammenhang soll
auch der Abzug für Drittbetreuungskosten neu beurteilt werden.
Im Zusammenhang mit der Steuergesetzrevision 2019 wurde das Referendum ergriffen. Die Abstimmung findet am
25. November 2018 statt.
Die meisten Schweizer Kantone finden sich punkto Spitzeneinkommenssteuersätze im europäischen Mittelfeld wieder.
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15Zwischenfazit Individual- besteuerung Kurt Rohrbach Präsident, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) Adrian Haas Direktor, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV)
Individualbesteuerung
Zwischenfazit HIV
> Obwohl im Kanton Bern seit 2012 alle 2 Jahre eine Revision des Steuergesetzes stattfand,
blieb die hohe Belastung der natürlichen Personen unangetastet.
> Entsprechende Senkungsanträge wurden im Grossen Rat jeweils knapp abgelehnt. Die
Steuerpflichtigen aller Kategorien – mit Ausnahme der Familien mit Bruttoeinkommen bis CHF
40‘000.- – stehen im interkantonalen Vergleich sehr schlecht da. Durch die Streichung der
Berufskostenpauschale, die Begrenzung des Pendlerabzugs, die Erhöhung der
Eigenmietwerte sowie ab 2020 der amtlichen Werte wurde und wird die dramatische Situation
der natürlichen Personen weiter verschärft. Die Folgen sind Wirtschaftsschwäche, Verlust an
Steuersubstrat und zusätzliche Pendlerbewegungen.
> Während 2016 (aktuellste Zahlen) 66‘556 Zugpendler im Kanton Bern arbeiteten, pendelten
48‘217 Berner in andere Kantone. Bei den Auszubildenden betrug das Verhältnis 16‘337 zu
14‘144.
17Individualbesteuerung
Zwischenfazit HIV
> In der Nettobetrachtung «verliert» der Kanton Bern somit rund 20‘000 Steuerzahlende an
andere Kantone. Würde die Anzahl Steuerfälle im Umfang des positiven Pendlersaldos im
Kanton Bern erhöht, würden die Einkommens- und Vermögenssteuern gegen CHF 100 Mio.
zunehmen (vgl. dazu die Interpellation Muntwyler, Bern, 315-2013 vom 20.11.2013).
> Leidige Tatsache ist, dass die Anpassung der amtlichen Werte per 2020 erneut zu einer
Mehrbelastung der natürlichen Personen führen wird, nämlich mit Vermögens- und
Liegenschaftssteuern von über CHF 115 Mio. (in der vom Grossen Rat beschlossenen und
beim Bundesgericht von der Stadt Bern angefochtenen Variante mit Median 70%).
> Dass der Kanton Bern (wie alle Schweizer Kantone) im internationalen Vergleich bei der
Besteuerung der natürlichen Personen relativ gut dasteht, hilft ihm kaum, da der Wettbewerb
um «gute Steuerzahler» gleichzeitig auch im Inland stattfindet.
18Unternehmens- besteuerung Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Vergleich der Kantone Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Gewinnsteuersätze in den Kantonen
Trend: 2007 bis 2018
20.76%
19.44%
18.96%
18.70% -3.05 %
18.31%
18.06% 18.01%
17.90% 17.89%
17.80% 17.74% 17.71%
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Im Durchschnitt wurden die Gewinnsteuern weiterhin marginal gesenkt.
Hinweis: Max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz.
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21Gewinnsteuersätze in den Kantonen 2018
SH
Kantone mit einem höheren 15.8%
Gewinnsteuersatz als der Kanton Bern
BS
(21.6%)
22.2%
Kantone mit einem tieferen TG
Gewinnsteuersatz als der Kanton Bern 16.4%
(21.6%) BL AG
ZH AR
JU 20.7% 18.6%
21.2% 13.0%
20.5% AI
14.2%
SO
21.4% LU ZG
14.5% SZ SG
12.3% 17.4%
NE 15.2%
GL
15.6% NW
15.7%
12.7%
OW
BE 12.7%
21.6% UR
FR 14.9% GR
VD 19.9% 16.1%
21.4%
TI
20.6%
VS
GE 21.7%
24.2%
Hinweis: Max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz.
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22Gewinnsteuersätze in den Kantonen
Trend: 2007 bis 2018
30% Genf
Basel-Stadt
Bern
Waadt
25%
Zürich
Aargau
CH-Durchschnitt
St. Gallen
20%
Graubünden
Schaffhausen
Neuenburg
Schwyz
15%
Zug
Obwalden
Nidwalden
10% Luzern
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Der jüngste Trend zur Stagnation der Unternehmenssteuersätze setzt sich fort. Einzig Schwyz, Zug und Schaffhausen senkten
leicht. Aufgrund der STAF (SV 17) hat sich momentan eine abwartende Haltung ergeben.
Hinweis: Max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort.. Quelle: KPMG Schweiz.
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23Beitrag an Steuereinnahmen durch Gewinnsteuern
Unternehmensbesteuerung – Gewinnsteuern (Kanton Bern 2016)
89.75%
70.92%
Anzahl Steuerpflichtige
Beiträge Kantonssteuer
12.96%
10.28% 8.20%
5.84%
0.21%
1.84% Steuerbares
Kapital in CHF
0 - 10'000 10'100 - 50'000 50'100 - 250'000 250'100 +
5.8% der Unternehmen (steuerbarer Gewinn > CHF 250‘100) steuern ca. 90% der Einnahmen durch die Gewinnsteuer bei.
Quelle: http://www.fin.be.ch/fin/de/index/steuern/ratgeber/statistik/statistik_Steuerstatistik_gewinnkapital_jp.html
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24Steuerstrategie Kanton Bern Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Kanton Bern: Steuerstrategie 2019 - 2022
1. Etappe 2. Etappe
Steuergesetzrevision Steuergesetzrevision
2019 2021
− Fokus liegt auf den Steuern der juristischen Personen
− Kanton Bern soll im interkantonalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben
− Gestaffelte Senkung der maximalen Gewinnsteuerbelastung von 2019 bis 2022 von
heute 21.6% auf 16.37%
− Anpassung des ordentlichen Kapitalsteuertarifs von heute 0.3‰ auf 0.1‰
(voraussichtlich erst per 1. Januar 2021)
− Erhöhung des maximalen Abzugs für die Drittbetreuungskosten von CHF 8’000 auf CHF
10’100 (voraussichtlich im Jahr 2021)
Quelle: Finanzdirektion, Steuerverwaltung des Kantons Bern; Steuerstrategie des Kantons Bern, Bericht des Regierungsrates an den Grossen Rat
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26Kanton Bern: StG-Revision 2019
Senkung der Gewinnsteuer (1. Etappe Steuerstrategie)
24%
22% 21.64%
Tarifstufe III 20.2%
20%
18.71%
18% 17.95%
Tarifstufe II
16%
14% 13.74%
Tarifstufe I
12%
10%
bisher
bisher 2019
2019 2020
2020
Quelle: Finanzdirektion, Steuerverwaltung des Kantons Bern
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27Kanton Bern: Steuergesetzrevision 2019
Referendum ergriffen; Abstimmung am 25. November 2018
Änderungen Betroffene Bestimmungen
Korrektur eines gesetzgeberischen Versehens bei der Besteuerung nach dem Aufwand Art. 16 Abs. 3
Besteuerung der Abgangsentschädigung des Arbeitgebers analog der direkten Art. 20 Abs. 4
Bundessteuer Art. 44 Abs. 1
Wechsel vom Teilsatzverfahren zum Teilbesteuerungsverfahren bei Dividendenerträgen Art. 21b
analog der direkten Bundessteuer Art. 24 Abs. 1 lit. c
Art. 24 Abs. 1a
Art. 42 Abs. 3
Einheitliche Regelung der Freibeträge bei Entschädigung für Kost und Logis betreuter Art. 28 Abs. 1 lit. g
Personen im gleichen Haushalt
Anpassungen an die per 1. Januar 2013 erfolgte Revision des Art. 33 Abs. 1
Rechnungslegungsrechts Art. 91 Abs. 1
Art. 167 Abs. 3
Art. 171 Abs. 2
Anpassung des Wortlautes (ergänzt durch «Angehöriger») Art. 74 Abs. 1 lit. b
Quelle: Finanzdirektion, Steuergesetz (StG) (Änderung) Anträge des Regierungsrates und der Kommission
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28Kanton Bern: Steuergesetzrevision 2019
Referendum ergriffen; Abstimmung am 25. November 2018
Änderungen Betroffene Bestimmungen
Senkung des Gewinnsteuertarifes Art. 95 Abs. 1
Veranlagung mit Informationen aus dem Ausland und Angleichung an die Anpassung Art. 174 Abs. 1
des Steuererlassgesetzes
Analog der direkten Bundessteuer erfolgt eine Ergänzung der Ausschlussgründe bei Art. 240c Abs. 1 lit. e/g/h
Gesuchen um Steuererlass
Übergangsbestimmung zu Art. 95, welche im Steuerjahr 2019 gilt Art. T7-1
Quelle: Finanzdirektion, Steuergesetz (StG) (Änderung) Anträge des Regierungsrates und der Kommission
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29Kanton Bern: StG-Revision 2021
Senkung der Gewinnsteuer (2. Etappe Steuerstrategie + STAF)
24%
22%
18.71%
20% Tarifstufe III
17.95%
18%
Tarifstufe II 17.16%
16.37%
16%
13.74%
14%
Tarifstufe I
12%
10%
2020
2020 2021
2021 2022
2022
Quelle: Finanzdirektion, Steuerverwaltung des Kantons Bern
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30Die Schweiz im europäischen Vergleich Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Guernsey 0.00%
Ungarn 9.00%
Montenegro 9.00%
Bulgarien 10.00%
Luzern 12.32%
Zypern 12.50%
Liechtenstein 12.50%
Irland 12.50%
Nidwalden 12.66% 2018
12.74% 2018
Obwalden 12.66% 2017
2017
Appenzell A.(AR) 13.04%
Appenzell I.(AI) 14.16%
14.51%
Zug
14.60%
Uri 14.92%
Serbien 15.00%
Litauen 15.00%
Albanien 15.00%
15.19%
Schwyz 15.27%
Neuenburg 15.61%
Maximale Gewinnsteuersätze, CH: max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den Kantonshauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/corporate-tax-rates-table.html
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32Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Glarus 15.68%
15.70%
Schaffhausen 15.75%
15.97%
Rumänien 16.00%
Graubünden 16.12%
Thurgau 16.43%
St. Gallen 17.40%
Ukraine 18.00%
18.00%
Kroatien 20.00%
Aargau 18.61% 2018
2018
Grossbritannien 19.00% 2017
2017
Slowenien 19.00%
Polen 19.00%
Freiburg 19.86%
Estland 20.00%
20.53%
Jura 20.66%
Tessin 20.55%
20.67%
Basel-Landschaft 20.70%
Slowakei 21.00%
Zürich 21.15%
Maximale Gewinnsteuersätze, CH: max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den Kantonshauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/corporate-tax-rates-table.html
© 2018 KPMG AG is a subsidiary of KPMG Holding AG, which is a member of the KPMG network of independent firms affiliated with KPMG International Cooperative (“KPMG
International”), a Swiss legal entity. All rights reserved.
33Kantone und europäische Länder im Vergleich
2017 und 2018
Waadt 21.37%
21.38%
Solothurn 21.49%
Bern 21.64%
Wallis 21.74%
Schweden 22.00%
Dänemark 22.00%
Türkei 22.00%
20.00%
Basel-Stadt 22.18%
23.00%
Norwegen 24.00% 2018
2018
Italien 24.00% 2017
2017
Genf 24.16%
Spanien 25.00%
Österreich 25.00%
Niederlande 25.00%
Luxemburg 26.01%
27.08%
Griechenland 29.00%
30.00%
Deutschland 29.79%
33.00%
Frankreich 33.33%
Malta 35.00%
Maximale Gewinnsteuersätze, CH: max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den Kantonshauptort.
Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/corporate-tax-rates-table.html
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34Zwischenfazit juristische Personen
Fast keine Veränderung gab es bei den tieferen Steuersätzen im europäischen Vergleich. Hier sind vor allem die
Zentralschweizer Kantone gut positioniert. Einzig die Kanalinseln sowie einige (süd-)osteuropäische Staaten wenden
noch tiefere ordentliche Gewinnsteuersätze an. Die grösste Konkurrenz in Europa stellt nach wie vor Irland dar.
Auch im europäischen Mittelfeld ergeben sich wenige Änderungen mit Ausnahme von Kroatien und wenigen
Schweizer Kantonen, welche ihre Gewinnsteuersätze senkten.
Das Schlusslicht in Sachen Attraktivität der ordentlichen Gewinnsteuersätze bilden verschiedene nord-, west- und
südeuropäische Staaten. Norwegen und Luxemburg senkten 2018 ihre Sätze abermals. Frankreich plant sogar bis
2022 eine sukzessive Reduktion bis auf 25%. Entgegen dem Trend erhöhten die Türkei und Deutschland ihre
Steuersätze.
Die USA haben zwar den Bundessteuersatz markant gesenkt, sind damit aber lediglich ins Mittelfeld vorgestossen. Zu
den weltweit steuerlich attraktivsten Standorten zählen nach wie vor verschiedene Offshore-Domizile sowie Hongkong
und Singapur. Die Schweiz rangiert im globalen Fiskalvergleich weiterhin im vorderen Drittel.
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35Zwischenfazit Unternehmens- besteuerung Kurt Rohrbach Präsident, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) Adrian Haas Direktor, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV)
Unternehmensbesteuerung
Zwischenfazit HIV
> Betreffend der Besteuerung von juristischen Personen besteht im Kanton Bern klar der
dringendster Handlungsbedarf. Bei zunehmender Mobilität von Arbeit und Kapital ist die
Steuerbelastung der Firmen ein gewichtiges Kriterium für deren Standortwahl. Einst war der
Kanton Bern im interkantonalen Vergleich relativ gut positioniert (z.B. 2005: Rang 7). Er
profitierte von der Tatsache, dass ihm wegen schwacher Wirtschaftskraft eine niedrige
Steuerbelastung der juristischen Personen relativ wenig «kostete». Seit 2006 hat der Kanton
Bern seine vorteilhafte Stellung infolge der Steuersenkungen in über 20 Kantonen verloren.
> Der Kanton hat es bisher verpasst, einen ersten Schritt in Richtung Mittelfeld der Rangliste zu
machen. Es besteht ein klarer Standortnachteil, der unbedingt und unabhängig von der
Umsetzung der «nationalen Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)» korrigiert werden
muss.
> Der aktuelle Steuermonitor zeigt auf, dass sich in jüngster Zeit verschiedene Kantone mit Blick
auf die STAF bzw. den Verlust der Privilegierung der Statusgesellschaften fit trimmen. Die
Konkurrenzsituation verschärft sich damit zu Lasten des Kantons Bern zusätzlich.
Gegenwärtig sieht es danach aus, als würde in Zukunft nur noch der Kanton Zürich die
Unternehmen ähnlich stark wie der Kanton Bern besteuern.
37Unternehmensbesteuerung
Zwischenfazit HIV
> Die kantonale «Steuergesetzrevision 2019», über die am 25. November 2018
abgestimmt wird, sieht eine schrittweise Senkung des Gewinnsteuertarifs für
juristische Personen vor: Gestaffelt über die nächsten zwei Jahre von heute max.
21,64% auf 20,20% im Jahr 2019 und anschliessend auf 18,71% im Jahr 2020.
> Weitere Schritte im Bereich der Gewinnsteuern (Ziel 16,37% im Jahr 2022), eine
leichte Senkung der Kapitalsteuer sowie die Anwendung der Spezialinstrumente wie
Patentbox und F+E-Abzug sollen mit einer erneuten Steuergesetzrevision 2021 folgen.
> Das schrittweise und zögerliche Vorgehen bewirkt, dass sich der Kanton Bern im
interkantonalen Vergleich zwar zunächst kurzfristig vom heutigen Rang 22 auf Rang
15 im Jahr 2020 verbessern kann. Aber infolge der sich abzeichnenden Dynamik in
anderen Kantonen, wird Bern 2022 auf Rang 23 zurückfallen.
> Der HIV begrüsst grundsätzlich ein schrittweises Vorgehen und damit auch die
«Steuergesetzrevision 2019». Eine Senkung des maximalen ordentlichen
Unternehmenssteuersatzes auf 16,37% genügt nicht, um den Wirtschaftsstandort Bern
ins Schweizer Mittelfeld zurückzuführen.
> Dass der Kanton Bern im internationalen Vergleich bei der Besteuerung juristischer
Personen relativ gut dasteht, hilft ihm nicht, da der Standortwettbewerb gleichzeitig im
Inland stattfindet.
38Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) Hans Jürg Steiner Leiter Marktregion Bern-Mittelland, KPMG
Steuerprivilegien und effektive Steuersätze
Hauptgrund für die Reform: Abschaffung von Steuerprivilegien
1 2 2
3 3
41
Strong and seamless Dominant player in the
Holding- Domizil presence
/ Prinzipal
in our clients over
Finanzbranche:
professional services space
gesellschaft: the long term Gesellschaft:
gemischte 1-2% in ability to
confident
7.83% Gesellschaft: 5-9% generate sustainable long
8.3-12% term growth
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40Ziele der Reform (Steuerteil)
Ergiebigkeit Attraktivität Internationale
Akzeptanz
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41Zeitplan (ohne Volksabstimmung)
Juni 2017
Festlegung
Eckwerte
2017 2018 2019 2020
Vernehmlassungs- Ständerat Nationalrat Referendums-
verfahren 29. Mai - 15. Juni 10.-28. Sept. frist (100 Tage)
Aktueller Stand
Januar 2019*: 1. Januar 2020*:
Übergangsmass- Frühstes Inkrafttretten
nahme der Reform
21. März 2018: (Sondersatzlösung)
12. Februar 2017: Publikation der könnte sofort in Kraft
Volksabstimmung: Botschaft des treten
Ablehnung USR III Bundesrates
Zeitplan (zukünftige Daten basierend auf Annahmen)
*Annahme: Referendum wird nicht ergriffen
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42Zeitplan (mit Volksabstimmung)
Juni 2017 Volksabstimmung
Festlegung (19. Mai 2019)
Eckwerte
2017 2018 2019 2020 2021
Vernehmlassungs- Ständerat Nationalrat Referendums-
verfahren 29. Mai - 15. Juni 10.-28. Sept. frist (100 Tage)
Aktueller Stand
Mai 2019*:
Übergangsmassnahme
21. März 2018: (Sondersatzlösung) 1. Januar 2020/21*:
12. Februar 2017: Publikation der könnte sofort nach einem Inkrafttretten der der Reform
Volksabstimmung: Botschaft des Volks-Ja in Kraft treten
Ablehnung USR III Bundesrates
Zeitplan (zukünftige Daten basierend auf Annahmen)
*aktuelle Annahme
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43Übersicht der Massnahmen (ohne Fin.Ausgl.)
Abschaffung der privilegierten Steuerregimes mit Übergangsmassnahmen
Erhöhung des kantonalen Anteils am direkten Bundessteueraufkommen und angemessene Abgeltung der Städte und
Gemeinden
Step-up bei Zuzug
Pauschale Steueranrechnung für Schweizer Betriebsstätten ausländischer Unternehmen
Patentbox
Zusätzlicher F&E Abzug
Abzug für Eigenfinanzierung für „Hochsteuerkantone“ (faktisch nur Zürich)
Entlastungsbegrenzung
Ermässigung bei der Kapitalsteuer
Anpassungen beim Kapitaleinlageprinzip (für an Schweizer Börsen kotierte Gesellschaften)
Erhöhung der Dividendenbesteuerung für qualifizierte Beteiligungen von natürlichen Personen
Zusätzliche Finanzierung der AHV
Verschärfung der Regeln für die Transponierung für in der Schweiz ansässige natürliche Personen
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44Sozialer Ausgleich in der AHV
Anstelle einer Erhöhung der Familienzulage sieht das STAF einen sozialen Ausgleich über
die AHV vor.
Jeder Steuerfranken, der durch die Steuerreform auf Ebene Bund, Kantone und Gemeinden
entfällt, soll mit einem Franken an die Finanzierung der AHV gegenfinanziert werden.
Die finanziellen Auswirkungen der STAF werden auf CHF 2.1 Mrd. geschätzt. Der AHV -
Fonds soll über folgende Finanzierungsquellen um diesen Betrag alimentiert werden:
Betrag Finanzierungsquelle
CHF 1’200 Mrd. je 0.15% höhere Lohnabgaben für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
CHF 520 Mrd. Zuweisung ganzes Demografieprozent der MWST an AHV – Fonds
CHF 385 Mrd. Erhöhung Bundesbeitrag an AHV – Fonds
CHF 2’105 Mrd. Total Steuerausfälle = Beitrag AHV - Fonds
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45Inhalt der neuen Vorlage
USR III Steuervorlage 17 bzw. STAF
— Aufhebung der Regelung für kantonale Statusgesellschaften mit — Aufhebung der Regelung für kantonale Statusgesellschaften mit
Übergangsregelung (Spezialsteuersätze) Übergangsregelung (Spezialsteuersätze)
— Erhöhung des Kantonsanteils an der direkten Bundessteuer von 17% auf 21.2% — Erhöhung des Kantonsanteils an der direkten Bundessteuer von 17% auf 21.2%
— Ausdehnung der pauschalen Steueranrechnung auf Schweizer Betriebsstätten — Ausdehnung der pauschalen Steueranrechnung auf Schweizer Betriebsstätten von
von ausländischen Gesellschaften ausländischen Gesellschaften
— Aufdeckung der stillen Reserven bei Zuzug in die Schweiz — Aufdeckung der stillen Reserven bei Zuzug in die Schweiz
— Patentbox (Output Förderung) – potenzieller Einschluss von Software — Patentbox (Output Förderung) bis zu 90% – Ausschluss von Software
— Zusätzliche F&E Abzüge (max. 50%) — Zusätzliche F&E Abzüge (max. 50% auf definierter Basis)
— Entlastungsbegrenzung von 80% — Entlastungsbegrenzung von 70%
— Ermässigung der Kapitalsteuer für Eigenkapital im Zusammenhang mit — Ermässigung bei der Berechnung der Kapitalsteuer für Eigenkapital im
Beteiligungen und Patenten sowie Konzerndarlehen Zusammenhang mit Beteiligungen und Patenten sowie Konzerndarlehen
— Zinsbereinigte Gewinnsteuer bzw. kalkulatorischer Zinsabzug auf — Abzug für Eigenfinanzierung für „Hochsteuerkantone“
überdurchschnittlichem Eigenkapital (NID)
— Erhöhung der Dividendenbesteuerung für natürliche Personen
– Direkte Bundessteuer: 70%
– Kantons- und Gemeindesteuer: mind. 50%
— Berücksichtigung der Städte und Gemeinden in Bezug auf die finanzielle
Unterstützung durch den Bund (die Kantone bleiben autonom)
— Zusätzliche AHV-Finanzierung von rund CHF 2 Mrd.
— Anpassungen bei den Regelungen in Bezug auf die Transponierung von in der
Schweiz wohnhaften Privatpersonen.
— Anpassungen beim Kapitaleinlageprinzip (an CH-Börse kotierte Gesellschaften)
Legende
Übernommene Massnahmen Angepasste Massnahmen Nicht übernommene Massnahmen / neue Massnahmen
Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung mit Ergänzungen
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46Auswirkungen auf die Unternehmenstypen
Erleichterung
Abschaffung Senkung Zusäztlicher
Patentbox bei den Fazit
Steuerstati Gewinnsteuer F&E Abzug
Kapitalsteuern
KMU
Holdinggesellschaft 1)
(reine)
Holdinggesellschaft 2)
(inkl. weitere Einkünfte)
Industriegesellschaft
(Produktion im Inland)
Forschungsunter- 3)
nehmung
Finanzinstitut
Internat. Händler
Konzernfinanzierung 4)
Markenverwertung
Legende 1) Evtl. betreffend die Kapitalsteuer
Steuermindernd, Kompensation Neutral 2) Falls Patente vorhanden sind
3) Ohne / mit Steuerstatus
4) Abzug für Eigenfinanzierung vss. nur in ZH
steuererhöhend
(nur teilw. Kompensation)
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47Gesamtfazit Kurt Rohrbach Präsident, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) Adrian Haas Direktor, Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV)
Steuerliche Situation im Kanton Bern
Gesamtfazit HIV
> Der Kanton Bern hat nicht nur einen erheblichen fiskalischen Standortnachteil, die Lage hat
sich in jüngster Vergangenheit für juristische wie auch natürliche Personen sogar noch weiter
verschlechtert. Der fiskalische Nachteil wiegt für die Wirtschaft angesichts hoher Arbeitskosten
und eines immer noch deutlich überbewerten Schweizerfrankens besonders schwer.
> Die Dynamik, die bei fast allen Kantonen im Bereich der Gewinnsteuern im Gange ist und sich
im Rahmen der Umsetzung der STAF noch beschleunigen wird, fordert auch den Kanton Bern
stark. Wenn er zu wenig entschlossen agiert, droht er noch deutlicher «abgehängt» zu
werden.
> Die für Bern unangenehme Konstellation wird unabhängig von der Zukunft der STAF
fortbestehen und sich weiter akzentuieren. Dies deshalb, weil verschiedene Kantone einem
drohenden Wegzug von ansässigen Statusgesellschaften mit allgemeinen
Gewinnsteuersenkungen begegnen dürften – anstatt die zur Verfügung stehenden
Spezialinstrumente der STAF einzusetzen. Dies würde den interkantonalen Steuerwettbewerb
deutlich verschärfen.
49Steuerliche Situation im Kanton Bern
Gesamtfazit HIV
> Der HIV begrüsst im Sinne eines ersten Schrittes zur Gewinnsteuersenkung die kantonale
«Steuergesetzrevision 2019». Diese ist unabhängig von der nationalen STAF dringend nötig.
> Eine Senkung auf 16,37% über vier Jahre ab 2022 genügt aber kaum, um den Kanton Bern
ins Schweizer Mittelfeld zurückzuführen und keine Unternehmen im Steuerwettbewerb zu
verlieren, geschweige denn, Neuzuzüger zu gewinnen.
> Die kantonale «Steuergesetzrevision 2021» böte die einmalige Gelegenheit eines beherzteren
Vorgehens – nicht zuletzt dank der mit der STAF geplanten Erhöhung des Kantonsanteils an
der direkten Bundesteuer, an welcher der Kanton Bern mit CHF 43 Mio. jährlich partizipieren
wird.
> Der HIV begrüsst die nationale STAF als gangbaren Kompromiss. Die Unternehmen, die
bisher von einem privilegierten Steuerstatus profitierten, benötigen möglichst rasch ein
international anerkanntes Steuersystem und damit Rechtssicherheit, um weiterhin in den
Standort Schweiz investieren zu können. Es geht um die Sicherung von tausenden von
Arbeitsplätzen und Milliarden an Steuereinnahmen.
50Steuerliche Situation im Kanton Bern
Gesamtfazit HIV
> Auch im Bereich der natürlichen Personen besteht dringender Handlungsbedarf, da sich der
Kanton Bern im interkantonalen Vergleich auf den hintersten Rängen befindet.
> Durch die Streichung der Berufskostenpauschale, die Begrenzung des Pendlerabzugs, die
Erhöhung der Eigenmietwerte sowie die Anpassung der amtlichen Werte der Grundstücke (mit
Folgen für die Vermögens- und die Liegenschaftssteuern ab 2020) wurde und wird die
Situation weiter verschärft.
> Gemäss Pendlerstatistik «verliert» der Kanton Bern netto rund 20‘000 Personen an andere
Kantone, was einem Steuersubstrat von rund CHF 100 Mio. entspricht. Es kommt wohl nicht
von ungefähr, dass die Region Oberaargau über den schweizweit höchsten
Leerwohnungsbestand (2017: 4,38%) verfügt.
> Die Steuerstrategie des Kantons Bern müsste nach Ansicht des HIV danach fragen, welche
Steuersituation zu erreichen ist, um die Standortattraktivität im Wettbewerb um «gute
Steuerzahler» und Unternehmen zu verbessern. Bisher richtete sie sich leider fast
ausschliesslich nach der Sparbereitschaft der Verwaltung und nach möglichen
Mehreinnahmen des Staates, wobei unter «Sparen» jeweils die Reduktion von geplanten
Mehrausgaben verstanden wird.
51Berner Steuermonitor
Medienkontakte Can Arikan Alain Hauert Leiter Medienarbeit Leiter Kommunikation KPMG Schweiz Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) +41 58 249 53 51 T: +41 31 388 87 87 +41 79 396 66 46 M: +41 78 631 61 43 can.arikan@kpmg.com alain.hauert@bern-cci.ch kpmg.ch/socialmedia © 2018 KPMG AG is a subsidiary of KPMG Holding AG, which is a member of the KPMG network of independent firms affiliated with KPMG International Cooperative (“KPMG International”), a Swiss legal entity. All rights reserved. The information contained herein is of a general nature and is not intended to address the circumstances of any particular individual or entity. Although we endeavor to provide accurate and timely information, there can be no guarantee that such information is accurate as of the date it is received or that it will continue to be accurate in the future. No one should act on such information without appropriate professional advice after a thorough examination of the particular situation.
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