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Dezember
gemeinde
BLICK Januar | Februar
2020 | 2021
Evangelische Kirchengemeinden
Französisch Buchholz | Blankenfeldegemeinde ein
BLICK BLICK
Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinden
Französisch Buchholz und Blankenfelde
Mein Gott macht meine Finsternis licht.
Dezember 2020 – Februar 2021 (Ps 18, 8)
Inhalt
ein
BLICK Gedanken zur Zeit 3
Wir sind Redaktion 5
Neues aus dem GKR 7
Der GKR stellt vor: Gunnar Höse 8
Jede Spende zählt 10
Kreissynode digital 12
Verstärkung gesucht 14
Taufen, Trauer und Jubiläen 15
gemeindeBlick im Abo; Digitale Angebote 42
Im November haben wir, getragen von diesem Psalmwort,
die dunkler werdenden Tage durch Lichtquellen erhellt.
Gedanken
über
BLICK Gemeindekreise 17 Jede und jeder war eingeladen, ein Foto von etwas Leucht- zuR Zeit
Gottesdienste 18
endem aufzunehmen und mit der Gemeinde zu teilen und
Adressen und Kontakte 43
einen Satz dazu zu schreiben. Licht wurde so gefunden,
aus
gedeutet und miteinander geteilt.
BLICK Veranstaltungen 21 Auf der Adventskarte, die der Künstler Christoph Wetzel
Gedanken zur Jahreslosung 22 uns für das Titelbild dieses „gemeindeBLICKs“ zur Verfü-
Sternsingen 24 gung gestellt hat, spielt Licht auch eine besondere Rolle. Der
Radfahren im Winter 25 Stern, der über den Händen erstrahlt, ist mir beim Betrach-
Lesereise zur Passionszeit 27 ten als erstes aufgefallen. Dann das Kind im Stroh, das von
dem Leuchten erhellt wird und schließlich die Hände die
rück sich darüber öffnen – empfangend, entgegenstreckend, ein-
BLICK Rückblicke auf Gemeindeveranstaltungen 28–33
ladend, schon mit Wundmalen versehen. Auf der Rückseite
licht streckt sich ein weiteres Händepaar in Richtung des Lichtes.
BLICK Lichtblicke im November 34
Außerhalb dieses Geschehens scheint Dunkelheit vorzu-
rund
herrschen. Vielleicht tiefe Nacht, vielleicht auch Kälte und
BLICK Gemeindenachrichten aus Blankenfelde 36–39 Einsamkeit.
Gottesdienste in Blankenfelde 40 Nehmen Sie sich gerne einen Moment Zeit und meditieren
das Bild für sich. Was fällt Ihnen besonders auf? Was rührt
kinder
BLICK Kinderkirche 41 Sie an? Wohin wandern Ihre Gedanken beim Betrachten?
2 3ein
BLICK Gedanken zur Zeit Gemeindeleben
Wir sind
Mich beschäftigt das Innen und Außen, das Licht und die
Dunkelheit, die Gegensätzlichkeit. Licht durchdringt Fins-
ternis. Licht erhellt Finsternis und macht sichtbar, was im
Redaktion.
Dunkeln verborgen war. Manches Licht bringt Wärme mit
sich, oder auch Hoffnung und Trost.
Unser Titelbild erinnert mich daran, dass Jesus im Buch der
Offenbarung als Morgenstern bezeichnet wird (Offb. 22,
Gemeinde
16). Also der Stern, der vor dem Sonnenaufgang am Nacht-
himmel erscheint und dort besonders hell leuchtet. Der
Morgenstern kündigt den beginnenden Tag an, noch wäh- So entsteht der „gemeindeBLICK“
rend es Nacht ist. Das Dunkel der Nacht ist nicht endgül-
tig. In der Nacht kann uns die Hoffnung auf den neuen Tag
schon anrühren und tragen.
In der Adventszeit lassen wir es jede Woche ein wenig hel- Sie haben sich schon immer gefragt, wie der „gemeinde
ler werden, für uns und andere, außen und innen. Wir kön- BLICK“ eigentlich entsteht? Wir verraten es Ihnen, in dieser
nen uns immer mehr nach dem Kind im Stroh ausrichten, Ausgabe!
uns ihm entgegenstrecken, ähnlich wie das Händepaar auf Unsere Arbeitsgemeinschaft besteht aus etwa zehn Leu-
der Rückseite des Bildes. ten: jung und alt, Mann und Frau, Fahrradfahrer, Fußgänger
Das Licht, das mit Jesu Geburt in die Welt gekommen ist, und Autofahrer, Wasser, Cola und Weintrinker. Bei uns ist
gemeinde
erzählt von einem Morgen, das schon jetzt anbricht. Hell
und leuchtend, tröstlich und voller Hoffnung. Es braucht
von jedem jemand dabei! Schriftführerin ist unsere Pfarre-
rin Susanne Brusch. Gemeinsam mit dem Redaktionsteam
BLICK
uns. Uns, die wir es finden und deuten und miteinander tei- plant sie das Blatt und protokolliert alle Themen und Ideen.
len. Am Ende dieses bewegten und herausfordernden Jah- An ihrer Seite ist die Vikarin Anna-Luise Amthor. Zum har-
res. Zu Beginn des neuen, noch ganz frischen Jahres. Mein ten Kern der Redaktion zählen auch unser Layouter Leon-
Gott macht meine Finsternis licht – jeden Tag und jede hard Fischer, Fritz von Korff, Susanne Schulz, Almuth und
Nacht aufs Neue. Christian Maasz, Kathlen Müller und Nicole und Kay Bie-
Amen wald. Geplant wird meist einmal im Quartal: vor (und auch
wieder nach) Corona mit Schnittchen, Suppe und Chips,
aktuell mit Abstand, Wasser, Cola und Wein.
Wie in jeder Zeitung gibt es gesetzte Themen. Das sind
Informationen, die regelmäßig stattfinden. Beim „gemeinde
BLICK“ ist das unter anderen die Andacht, Geburtstagskin-
der und Kasulien, der Bericht aus dem Gemeindekirchenrat
und der Bericht aus der Synode. Wir versuchen Einblicke in
die Kirchenarbeit und in unsere verschiedenen, kreativen
Arbeitsgruppen zu geben. Aber auch Ausblicke und Rück- Kirchengemein
den
Evangelische | Bla
blicke zu Veranstaltungen und kirchlichen Events gehören chholz
Französisch Bu
dazu.
Wie so ein Redaktionstreffen abläuft? Meist sehr lustig! Für
diese Ausgabe haben wir zunächst den Stationen-Gottes-
dienst ausgewertet. „Der war magic“, kommentierte unsere
Pfarrerin. Und wirklich, das war er. Neu für alle, gut organi-
4 5ein
BLICK Gemeindeleben Aus dem GKR
siert, spannungsvoll. Dann ging es um die bevorstehenden
Events: die Weihnachtszeit. 2020 ist ein Jahr der Neuheiten, Neues aus gehängt und die Buchhol-
zer Kinder eingeladen,
der Einschränkungen. Vor allem die Schwachen brauchen
unsere Hilfe. Nicht zuletzt deshalb ist es keine Frage, dass in
dem GKR mit ihren Laternen die
Gemeinde zu besu-
GKR
dieser Ausgabe des „gemeindeBLICK“ ein Aufruf für Spen- chen und den Heiligen
den an die Tafel und für „Brot für die Welt“ steht. Wenn Sie diesen „gemeindeBLICK“ in den Martin von Tours in
Wenn Ihnen Wir tauschen auch Ideen aus, um Zeit mit euch zu verbrin- Händen halten, ist es schon Dezember. Bildern zu erleben.
Themen oder gen! Diesmal kam die Idee einer Winterspazierfahrt nach Viel ist geschehen in den letzten Wochen. Die Geschichte dazu
Projekte am Hobrechtsfelde auf. Bei unserem Fahrrad-Fan Fritz leuch- „Der Tagesspiegel“ von heute sagt einen gab es zum Lesen oder
Herzen liegen teten sofort die Augen, er erzählte von Spikes am Rad, vorsichtigen Optimismus für die kom- Vorlesen auf die Pla-
oder Sie das damit sich niemand bei der Ausfahrt verletzt. Was jetzt wie menden Wochen voraus. Dem wollen wir kate aufgedruckt, oder
Redaktionsteam geplant ist, hat Fritz von Korff für Sie zusammengefasst. uns anschließen und Ihnen in diesem als „Hörbuch“ zum Vorlesen
unterstützen Nach der fröhlichen Sitzung im großen Raum des Gemein- Sinne eine kleine Sicht auf die Dinge aus durch Tim Kretschmer-Schmidt
wollen, melden dehauses, bei der auch Psalmen-Emojis und biblische unserer Perspektive geben: Am Heiligen direkt auf das eigene Handy. Meine
Sie sich bei uns. Geocaches (mehr dazu in der Märzausgabe) besprochen Abend wollen wir drei Gottesdienste fei- sechsjährige Tochter war begeistert, und
Die nächste wurden, ging es für alle nach Hause. Zu Fuß, per Rad oder ern – „ Open Air“ wie man so schön Neu- im Vergleich zu den Vorjahren haben
Ausgabe im Auto. Dort entstanden die Texte, die Sie jetzt in diesem deutsch sagt, also nehmen Sie sich Schal ihr in ihrem jungen Empfinden nur die
erscheint im „gemeindeBLICK“ lesen können. und Mütze mit und vielleicht einen heißen Martinsgans-Plätzchen gefehlt.
März 2021. Bleibt noch zu sagen: Wenn Sie kreativ sind, das Schrei- Tee oder Punsch. Unseren Plan, die Weih- Neben all diesen Vorbereitungen und
ben mögen oder auch nur ein paar Fotos zu Veranstaltun- nachtsgottesdienste auf dem Pfarrer-Hur- der Erwartung von Weihnachten sind
Kontakt: gen machen mögen – melden Sie sich bei uns! Ein Gläschen tienne-Platz zu feiern, mussten wir leider wir weiter dabei, die neue Heizung in
redaktion@ Wasser, Cola oder Wein steht parat! aufgeben. Zu groß waren die behördlichen der Kirche zu planen. Eine Delegation
evangelisch- Hürden, zu groß auch die finanziellen und aus GKR und Bauausschuss hat kürzlich
buchholz.de Nicole Biewald personellen Aufwände, die damit einher- einen Gottesdienst in der Wilmersdor-
gegangen wären. Wir haben neu überlegt fer Lindenkirche besucht, um die Bauart
und feiern nun mit Ihnen im Innenhof. unserer späteren Heizung „in Aktion“ zu
Wir freuen uns sehr auf diese Gottes- erleben. Alle Beteiligten waren angetan
dienste, lassen sie uns doch Altbewährtes von der dort verbauten neuen Heizung,
mit Neuem kombinieren. Das Krippen- sodass wir bekräftigt und guten Mutes
spiel – auf Abstand – wird neu gedacht, weiter die Planungen für unsere Hei-
die Meditation zur Heiligen Nacht wird zung vorantreiben.
vielleicht frostknisternd gefeiert – wir Auch einiges an Personalia muss
sind gespannt und wir freuen uns auf bedacht werden: Wir freuen uns, dass
alles, was da kommen mag, solange wir unsere Kantorin Sophia Forck ihr zwei-
das mit Ihnen gemeinsam erleben dürfen. tes Kind erwartet und sind in Gesprä-
Lassen Sie sich auf die Dinge ein, die wir chen mit dem Kirchenkreis, die Zeit
in diesen Zeiten gemeinsam überlegen. ihrer Abwesenheit gut zu planen.
Schon der St.-Martins-Umzug, der nicht Soweit die Neuigkeiten aus dem GKR,
in altbewährter Form stattfinden durfte, bleiben Sie behütet. Haben Sie Fragen zu
wurde neu „erfunden“. Unser Gemein- einzelnen Punkten, fragen Sie sehr gerne!
depädagoge Tim Kretschmer-Schmidt
hat eine Bildergeschichte an den Zaun Susanne Schulz, GKR-Vorsitzende
6 7ein
BLICK Aus dem GKR
„Ein Ort der
Buchholz gezogen, wenn konsequent haben es doch sehr, sehr gut, jedenfalls
Buchholz, dann richtig. diejenigen, die in einem eigenen Haus
leben. Wir können raus, wenn wir wol-
Heimat“
Wie bist du auf den Gedanken gekommen, len, wir können machen, was wir wol-
dich in der Gemeinde auch im GKR zu len, wir sind unseres eigenen Glückes
Menschen engagieren?
Der GKR ist für mich kein neues Feld. Ich
Schmied. Vielen von uns geht es doch
eigentlich gut. Man sollte bei jedem
war bereits viele viele Jahre im GKR der Detail immer das Positive sehen – da
Der GKR stellt vor: Gunnar Höse evangelischen Advent-Zachäus-Kirchen- macht das Leben gleich doppelt so viel
Gemeinde tätig. Nach etlichen Jahren Spaß.
der Auszeit und angeregt durch Chris-
Seit wann lebst du in Franz. Buchholz? tian Maasz kam auch wieder der Wunsch Wie sieht ein ziemlich perfekter Tag für
Das ist eine sehr gute Frage, wie definiert man Leben in auf sich etwas mehr in der Gemeinde zu dich aus?
einem Bezirk? Grundsätzlich bin ich seit 1979 hier im engagieren. Außerdem würde ich gern Einen perfekten Tag gibt es nicht. Aber
Bezirk Französisch Buchholz, damals noch Berlin-Buchholz. mein Wissen und die Kompetenz in ein- ich versuche es trotzdem einmal zu defi-
Angefangen hat es mit einem Garten im Blaubeerweg. zelnen Bereichen der Gemeinde zur Ver- nieren: Wenn meine Kinder da sind und
Seit dieser Zeit bin ich regelmäßig hier in Buchholz unter- fügung stellen. es im Büro nicht zu viel Stress gibt, man
wegs. Als Kind erkundete ich natür- dann eventuell abends noch auf der Ter-
lich immer mit dem Fahrrad die Was glaubst du, wie du die Gemeinde rasse sitzen kann, dann ist es schon ein
Gegend. Bis wir im Jahr 2002 durch durch dein Ehrenamt bereicherst? Wie fast perfekter Tag.
Zufall gesehen haben, dass ein bereichert dich die Gemeinde durch dein
Grundstück in der Nähe des Gartens Ehrenamt? Hat Glauben für dich schon immer eine
frei war. Dieses kauften wir dann im Eine gute Frage, wie man eine Gemeinde Rolle gespielt? Und wo kam das her?
Jahr 2003 noch von den Ureigen- durch ein Ehrenamt bereichern kann. Der Glaube spielt schon sehr lange eine
tümern von Buchholz. Seitdem ist Alle Sachen, die ehrenamtlich getan Rolle, das ging schon in der Christen-
unser Lebensmittelpunkt hier in die- werden in einer Gemeinde bereichern lehre los und zog sich durch mein gan-
ser Stelle. die Gemeinde, egal an welcher Stelle, zes Leben – sicherlich beeinflusst durch
egal welche Kompetenzen jemand vor- meine Mutter. Später weiter geprägt und
Was gefällt dir an dem Ort besonders? bringt. Da ich eine IT Firma habe, aller- vertieft durch einen tollen Menschen,
Der Ort war für mich schon als Kind dings auch Tischlermeister bin, kann ich unseren Pfarrer aus der Gemeinde, wo
ein besonderer. Es gab viele Freihei- meine Fähigkeiten nicht nur im Bereich ich herkomme. Aber wie definiert man
ten, die es so in der Stadt nicht gab. digitales, sondern auch im Bereich Bau Glaube? Ist Glaube, jeden Sonntag in
Man konnte frei durch die Gegend gut einbringen. den Gottesdienst zu gehen, jeden Tag
fahren, damals natürlich immer mit ein Gebet zu machen? Ich glaube, jeder
dem Fahrrad, Freunde treffen und Was machst du, wenn dir im Lockdown muss den Glauben für sich selbst defi-
Spaß haben. Heutzutage ist es ein Ort die Decke auf den Kopf fällt? nieren, und es ist auch gar nicht wichtig,
der Heimat. Aber was ist Heimat? Der Die Decke ist mir im Lockdown noch nach außen zu kommunizieren, was für
Seit 2019 im GKR: Ort, wenn man die Augen zu macht und an zu Hause denkt, nicht auf den Kopf gefallen, wie auch, jeden persönlich der Glaube ist. Glaube
Gunnar Höse der Ort, den man dann sieht. Besonders genießen kann man wenn man allein mit zwei Kindern in ist etwas ganz persönliches für und von
jetzt natürlich die Freiheit, einfach mal so raus zu gehen, auf einem Haus lebt – da ist immer etwas jedem. Allerdings vereint uns alle immer
der Terrasse zu sitzen und das Leben zu genießen. Mitt- los. Wie sollte jemanden hier in Buch- wieder der gemeinsame Glaube in unse-
lerweile bin ich mit meiner Firma auch nach Französisch holz, die Decke auf den Kopf fallen? Viele rer Gemeinde.
8 9ein
BLICK Aus dem GKR
Jede Spende
sexuellen und transsexuellen Menschen im Iran
berichtet. Bei einem Treffen wurde sie verhaftet,
ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und missbraucht.
hilft Brot für die Welt –
Vor einem erneuten Gefängnisaufenthalt gelang
ihr die Flucht nach Deutschland. Sie hat schnell
Menschen und begeistert Deutsch gelernt und das Studium
Hilfe, die ankommt der Sozialen Arbeit erfolgreich abgeschlossen.
Sie produziert weiterhin Artikel und Videos, hält
Jeder
Vorträge über die Frauenrechte im Iran, arbeitet
mittlerweile als Sozialarbeiterin in einem Kölner
Seit etwa zweieinhalb Jahren arbeite ich bei Brot für die Frauenhaus und hat es sich zur persönlichen Auf-
Welt. Früher habe ich an Weihnachten gespendet, weil gabe gemacht, persische Frauen über ihre Rechte Mensch
„man das eben macht“ – heute gebe ich voller Überzeu- aufzuklären.
gung, weil ich jeden Tag sehe, mit wie wenig Geld bereits
eine Wirkung erzielt werden kann. Beispielhaft für die vie- Wenn ihr für Brot für die Welt spendet, könnt ihr
hat eine
len Projekte, die das Werk umsetzt, möchte ich euch heute
das Flüchtlingsstipendienprogramm vorstellen. Es nimmt
sicher sein, dass knapp 92 Prozent der Gelder
direkt in die Projekte fließen. Über die Verwen-
erste
junge, oftmals traumatisierte Menschen in den Fokus, die
aufgrund ihres sozialen, politischen oder kirchlichen Enga-
dung der Mittel berichtet Brot für die Welt jedes
Jahr transparent in einem online verfügbaren Jah-
Chance
gements aus ihrem Herkunftsland fliehen mussten und die
hier keinerlei andere Studienförderung wie BAföG bekom-
resbericht. Aus meiner beruflichen Erfahrung weiß
ich mittlerweile, welchen Unterschied ein Stipen- verdient.
men können – auch, wenn sie noch geringe Deutschkennt- dium für den weiteren Lebensweg eines Menschen
nisse haben. Hierbei sind Noten und akademische Leis- haben kann. Deshalb ermutige ich euch: wenn ihr Vielen Menschen in Para-
tung nicht der alleinige Faktor für die Aufnahme, sondern geben könnt, dann gebt. Jeder Euro zählt! guay fehlt es an Nahrung,
ebenso das politische und soziale Engagement der Person Bildung und vielem mehr.
Wie sich für Petrona die
und deren fluchtbezogene Biographie. Diese erfordert eine Daniela Klatt
Zukunft verbessert, erfah-
sehr individuelle und oft auch traumasensible Begleitung ren Sie unter: brot-fuer-
durch uns. die-welt.de/chance
Ich möchte euch heute erzählen, wie zwei unsererer
Stipendiat*innen (Namen geändert) ihre Chance genutzt
haben: Abel Numu hatte in seinem Heimatland Kamerun
ein Ministerium wegen Korruption und Unterschlagung
von Staatsgeldern angezeigt und kam dafür eineinhalb
Jahre ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis. Als er entlas-
sen wurde, klagte er auf Rehabilitation und Schadensersatz
und wurde mit dem Leben bedroht. Er floh und gelangte
nach Deutschland, studierte Umweltmanagement an der TU
Cottbus, schloss seine Masterarbeit mit der Note 1,3 ab und
sucht nun eine Promotionsstelle im Bereich Erneuerbare
Energien. Farah Chaam aus Iran hat nach ihrem Studium in
Teheran als freie Journalistin für iranische Zeitungen gear- Flüchtlingsstipendiat*innen neben anderen Stipendia
beitet und mehrfach über das Leben von verfolgten homo- t*innen von Brot für die Welt auf dem Kirchentag 2019
10 11ein
BLICK Aus dem Kirchenkreis
The Great
Synode Election
Die große Wahl im Herbst 2020!
Was für ein Drama! Es ging um viel und jede Stimme zählte.
Die Abläufe dieser eigentlich eingeübten demokratischen
Wahlprozeduren wurden in diesem Jahr besonders kritisch
verfolgt. Das Wählen unter diesen, durch die Corona-Pan-
demie notwendigen Einschränkungen, war etwas noch nie
Synode digital – Christian Maasz (r.) musste die Synodalen bei Laune und
Dagewesenes. Die Auszählungen waren endlos, ein eindeu-
am Bildschirm halten
tiges Wahlergebnis ließ lange auf sich warten. Gewinner
standen längere Zeit nicht fest. Es musste öfter nachgezählt
werden.
Natürlich ist hier die Rede von der konstituierenden alle oben genannte Dokumente auf sei- Stimmen zählte und dem Präsidium mit-
Herbstsynode unseres Kirchenkreises Berlin-Nord-Ost, die nem Laptop und damit die Aufgabe, teilte.
aufgrund der Corona-Pandemie am 7. November 2020 im über das Teilen seines Bildschirms die So wurden nicht nur das Präsidium der
digitalen Raum stattfinden musste. Unterlagen, die für den entsprechenden Synode, der Kreiskirchenrat, Finanz-,
So saßen im großen Konferenzraum der Superintendantur Tagesordnungspunkt notwendig waren, Bau- und Strukturausschuss sowie Stell-
in Weißensee nur das Präsidium mit Petra Otto, Verwalterin für alle sichtbar zu machen und gegebe- vertretungen gewählt, sondern auch
im Kirchenkreiszentrum, die maßgeblich diese Synode vor- nenfalls aus dieser virtuellen Debatte zu über Jahresrechnung 2019, Kollekten
bereitet hat. Der Superintendent saß in seinem Amtszim- ergänzen. Außerdem waren Synodale, und Haushaltsplan 2021 digital debat-
mer, ein paar Räume weiter und einige hauptamtliche Mit- die sich – ausversehen oder bewusst – tiert. Ein erstes Fazit: Diese Form ist
arbeiterinnen des Kirchenkreises ebenfalls – jeweils allein, aus der Debatte abgemeldet hatten, wie- sicher ungewöhnlich und ersetzt nicht
in ihren Büros. Die Synodalen waren bei sich zu Hause. Alle der einzuladen und darauf hinzuweisen, dauerhaft die lebendige Debatte aller
trafen und sahen sich nur per Videokonferenz. Insgesamt dass Mikrofone ein- bzw. ausgestellt wer- real Anwesenden, doch die demokrati-
Alle Wahlergeb- nahmen etwa 90 Synodale an dieser historisch zu nennen- den müssen. Diese Hinweise mussten, schen Prozesse von Abstimmung, Wahl
nisse der Kreissy- den Synode teil. gefühlt, etwa 248.345 mal gemacht wer- und Diskussion sind auch in dieser Form
node vom Sämtliche Unterlage waren von Frau Otto für dieses For- den. Es gab Momente, in denen auch Prä- zu gewährleisten.
7. 11. 2020 kön- mat erstellt und neu entworfen worden. Berichte, die sonst sidiumsmitglieder den Button „Meeting Bisher wurden die Wahlen nicht ange-
nen unter vorgetragen werden, waren Texte zum Lesen, Kandidaten- verlassen“ am Bildschirmrand als große fochten. Es hatte sich auch niemand vor-
www.kirche- listen akribisch vorbereitet. Bereits in den Tagen zuvor gab Versuchung wahrgenommen haben … schnell zum Sieger erklärt. Manchmal
berlin-nordost. es mehrere Treffen von Präsidium und Mitarbeitenden für Über das Telefon stand eine Dauerver- könnte die ganz große Politik von der
de/blog/65721 Technikcheck und Proben, um dieses Format angemessen bindung zu Axel Förster, ehemals Prä- Basisdemokratie vor Ort sehr viel lernen.
eingesehen zu moderieren. sidiumsmitglied und Jurist, der die per
werden. Der Autor, Mitglied des alten und neuen Präsidiums, hatte E-Mail von den Synodalen abgegebenen Christian Maasz
12 13ein
BLICK Gemeindeleben
Verstärkung Hinweis:
In der gedruckten Ausgabe des gemeindeBlicks informieren
Gemeinde gesucht wir Sie an dieser Stelle über die Kasualien wie Taufen
und Beisetzungen sowie die runden Geburtstage der
Gemeindemitglieder. Aus datenschutzrechtlichen Gründen Menschen
verzichten wir in der Onlineversion darauf.
Blumenschmuck
Unser Team rund um den Blumen- und Altarschmuck freut
sich über weitere helfende Hände. Wer Freude an Dekora-
tion hat und sich eine Beteiligung vorstellen kann, melde
sich im Gemeindebüro.
Besuchskreis
Einen wertvollen und hochgeschätzten Beitrag zu unserem
Gemeindeleben bildet der Besuchskreis, den Erika Neu-
mann seit Jahren liebevoll und kundig aufbaut und betreut.
Ehrenamtliche besuchen die Jubilarinnen und Jubilare
unserer Gemeinde, überreichen kleine Geschenke, den
„gemeindeBLICK“ und nehmen sich Zeit, mit den Geburts-
tagskindern ins Gespräch zu kommen. Eine wichtige und
bereichernde Aufgabe, die allen gut tut. Vorwissen ist nicht
nötig, aber ein offenes Herz und Freude an Begegnungen.
Der Besuchskreis trifft sich regelmäßig zum Austausch und
wird auch von Pfarrerin Brusch begleitet und unterstützt.
Wir freuen uns, wenn Sie Lust darauf haben, in dieser
Runde mitzuwirken. Melden Sie sich im Gemeindebüro oder
bei Erika Neumann.
Tafel
Die Tafel in Buch leistet seit langer Zeit einen wichtigen
Beitrag zur Versorgung und Unterstützung hilfsbedürfti-
ger Menschen. Wer sich vorstellen kann, diesen wichtigen
Dienst der Nachbargemeinde zu verstärken, melde sich im
Pfarramt Buch (Tel.: 9 49 71 63).
14 15ein über
BLICK Gemeindeleben BLICK Gemeindekreise
KIRCHE MIT KINDERN
1.–3. Klasse: montags, 16.30–17.30 Uhr
4.–6. Klasse: mittwochs, 16.00–17.30 Uhr
im Gemeindehaus mit Tim Schmidt, Gemeindepädagoge.
Menschen für Jugendliche ab der 7. Klasse: Mitten*drin: Dienstag, 8. 12., 18–20 Uhr
Konfirmanden
Konfizeit (mit gemeinsamem Gottesdienstbesuch am darauffolgenden Sonntag)
Termine: 12. 12., 9. 1., 20. 2. (7./8. Klasse: 10–13 Uhr, 8./9. Klasse 14–17 Uhr)
Konfifreizeit in Hirschluch: 19.–21. 3. 2021
JUNGE GEMEINDE
donnerstags, 18.30 Uhr, Gemeindehaus
mit Johann Hoika, Leiter der Jungen Gemeinde (hoikajohann@gmail.com)
Wir brauchen Ihre Unterstützung! GESPRÄCHSKREIS
jeden 2. Mittwoch im Monat, 19 Uhr im Gemeindehaus
Erhebliche Folgen der Corona-Pandemie zeichnen sich bereits jetzt für jene Einrich- Termine: 9. 12., 13. 1., 10. 2.
tungen und Projekte ab, die auf Kollekten und Spenden angewiesen sind. Durch den
Lockdown fehlen auch unserem Haushalt wichtige Mittel zur Deckung der geplanten KIRCHENCHOR
Ausgaben und so sind wir in besonderer Weise auf Ihre Unterstützung angewiesen.
dienstags, 19.30 Uhr, Gemeindehaus
Unsere vorrangigsten Spendenprojekte sind:
1. Spenden für den Neubau unserer Kita SENIORENkaffee
2. Kollekten für die Aufgaben der eigenen Gemeinde jeden 1. Donnerstag im Monat im Gemeindehaus
3. Spendenprojekt für die neue Heizung der Kirche
Termine: 10. 12., 7. 1., 4. 2., 4. 3.
Spendenkonto
LESEKREIS
Empfänger: KG Französisch Buchholz
IBAN: DE92 520 604 104 403 995 550 mit Kristine Hardieck, Leseaufgabe: Klaus Modick, Konzert ohne Dichter
BIC: GENODEF1EK1 Termin: 15. 1., 19 Uhr in der Kirche
Zweck: Stichwort
Taizégebet – Andacht mit Gesängen aus Taizé
Bitte vergessen Sie das Stichwort nicht. Es erleichtert uns, Ihre Spende zweckgebun-
den zuzuordnen. Sie erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung, wenn sie uns Jeden 1. Freitag im Monat, 19 Uhr in der Kirche
Ihre Adresse mitteilen Termine: 4. 12., 8. 1., 5. 3.
Gott segne Geber*innen und Gaben! Alle Termine stehen unter Vorbehalt. Aktuelle Informationen finden Sie online, in
den Schaukästen oder über das Gemeindebüro.
16 17über
BLICK Gottesdienste Französisch Buchholz
Gottesdienste und Taizégebete
Monatsspruch
So 29. Nov. 10 h 1. Advent Sa 26. Dezember 18 h Christfest II DEZEMber
Gottes- Gottesdienst Brusch Gottesdienst Schmidt/Brusch/Amthor
Brich dem Hungrigen
dienste Fr 4. Dezember 19 hTaizégebet So 27. Dez. 10 h 1. S. n. Christfest
dein Brot, und die im
Elend ohne Obdach
Andacht mit Gesängen aus Taizé Brusch Gottesdienst Settgast
sind, führe ins Haus!
in der Kirche Wenn du einen nackt
siehst, so kleide ihn,
Do 31. Dez. 18 hAltjahresabend und entzieh dich nicht
Wir feiern den Sonn- So 6. Dezember 11 h 2. Advent Gottesdienst Brusch/Amthor
deinem Fleisch und
tagsgottesdienst Familiengottesdienst Brusch/Schmidt zu Silvester Blut!
meistens um 10 Uhr, zum Nikolaustag
die coronabedingte Jes. 58,7
Teilung in zwei Got- So 3. Januar 10 h 2. S. n. Christfest
tesdienste entfällt. So 13. Dezember 10 h 3. Advent Gottesdienst Schmidt
Die Plätze in der Kir- Gottesdienst Amthor
che sind weiterhin Monatsspruch
unter Einhaltung der Fr 8. Januar 19 hTaizégebet JANUAR
Abstands- und Hygi- So 20. Dezember 10 h 4. Advent Andacht mit Gesängen aus Taizé Brusch
eneregeln markiert. Gottesdienst Schmidt Viele sagen: „Wer
Wir bitten Sie, zu wird uns Gutes sehen
Beginn des Gottes- So 10. Januar 11 h 1. S. n. Epiphanias lassen?“ HERR, lass
dienstes Ihre Kontakt- Do 24. Dezember 15 hHeiligabd.
Familiengottesdienst Amthor/Schmidt/Brusch leuchten über uns das
daten zu hinterlassen. Familiengottesdienst Schmidt zu Epiphanias mit den Sternsingern Licht deines Antlitzes!
Diese werden für vier mit Krippenspiel im Garten
Wochen aufbewahrt Jer. 31,9
und den zuständigen So 17. Januar 10 h 2. S. n. Epiphanias
Behörden auf Verlan- Do 24. Dezember 18 hHeiligabd.
Gottesdienst Helge Kraft
gen vorgezeigt. Christvesper open Air Brusch/Amthor
Zu den Weihnachts- So 24. Januar 10 h3. S. n. Epiphanias
gottesdiensten lesen Do 24. Dezember 22 hHeiligabd.
Gottesdienst Schmidt
Sie auch den Artikel CHristnacht bei kerzenschein Brusch
auf Seite 21.
Fr 25. Dezember 10 h Christfest I So 31. Januar 10 h L. S. n. Epiphanias
Gottesdienst Schmidt Gottesdienst Brusch
mit Abendmahl mit Abendmahl
18 19über aus
BLICK Gottesdienste Französisch Buchholz BLICK Veranstaltungen
Gottesdienste und Taizégebete Adventskalender digital Wir wollen Wichteln
Gut möglich, dass wir in diesem Jahr Wir wollen den beliebten Brauch des
auf die gewohnten Adventsfeiern und Wichtelns in diesem besonderen Advent
So 7. Februar 10 hSexagesimä
Gottes- Gottesdienst Schmidt
musikalischen Zusammenkünfte ver-
zichten müssen. Trotzdem wollen wir
in unserer Gemeinde aufnehmen. Zum
Wichteln braucht es nicht viel: Zunächst
dienste die Vorweihnachtszeit mit Ihnen und
euch gemeinsam erleben. Manche
einen Wichtel, der sein oder ihr Wich-
telkind in der Adventszeit mit kleinen
So 14. Februar 10 hEstomihi kennen vielleicht die Tradition eines Überraschungen beschenkt. Das kön-
Gottesdienst Brusch/Amthor lebendigen Adventskalenders. Hinter nen liebevolle Worte, Grußkarten oder
zum Valentinstag den täglichen Türchen verbergen sich Gaben sein. Einmal überreicht oder über
dann Einladungen zu Veranstaltun- den gesamten Advent verteilt. Wichtig:
gen, kleine Konzerte und ähnliches. Der Wichtel muss geheim bleiben. Erst
Mi 17. Februar 19 h Aschermittw. Wir laden Sie und euch dazu ein, sich an Weihnachten offenbart er seine Iden-
Gottesdienst Brusch/Schmidt am ersten lebendigen und digitalen tität. Wer Lust und Freude hat, sich am
Adventskalender in unserer Gemeinde Wichteln zu beteiligen, melde sich mit
Monatsspruch zu beteiligen. Dafür brauchen wir Ihre Namen, Adresse und Kontaktmöglich-
Februar So 21. Februar 10 hInvocavit Ideen und Einsendungen, die uns per keiten im Gemeindebüro bei Herrn Bach
Gottesdienst Brusch Post, E-Mail, Sprachnachricht oder an. Wir werden die „Wichtelei“ auslosen
Freut euch darüber, Videoaufzeichnung erreichen können. und organsieren.
dass eure Namen im
Himmel verzeichnet So 28. Februar 10 hReminiszere
sind! Gottesdienst
mit Abendmahl
Schmidt
Heiligabend unter freiem Himmel Heilig-
Lk. 10,20
Die Planung unserer Weihnachtsgottesdienste steht unter Abend
Fr 5. März 19 hTaizégebet Vorbehalt. Bitte beachten Sie die Aushänge und Abkündi-
gungen sowie die Informationen auf der Webseite und bei 15 Uhr:
Andacht mit Gesängen aus Taizé Brusch Gottesdienst mit
Facebook. Heiligabend steht in diesem Jahr unter einem
in der Kirche Krippenspiel im
besonderen Stern. Wir können nicht so in unserer Kirche
zusammenkommen, wie wir es gewohnt sind. Trotzdem Garten
So 7. März 10 hOkuli wollen wir Christi Geburt stimmungsvoll feiern, Gemein-
schaft genießen, Weihnachtslieder singen, uns besinnen und 18 Uhr:
Gottesdienst Brusch/Amthor
Christvesper
aufrichten lassen in diesen herausfordernden Zeiten. Damit
das gesundheitliche Risiko möglichst gering bleibt, feiern mit Lichtspiel
So 14. März 10 hLätare wir die Gottesdienste am Heiligabend unter freiem Himmel.
Sie brauchen also warme Kleidung und Stehvermögen. Ein- 22 Uhr:
Gottesdienst Amthor Christnacht
zelne Sitzgelegenheiten werden wir für Sie bereithalten. Die
Kirche wird an Heiligabend ab 14 Uhr als Ort der Stille und mit Musik und
So 21. März 10 hJudika zur Einkehr geöffnet sein. Für alle, die nicht teilnehmen kön- Kerzenschein
nen, werden wir die Gottesdienste auf unserer Facebook-
Gottesdienst Menn
seite übertragen.
20 21aus
BLICK Veranstaltungen
Jahreslosung 2021 „Seid barmherzig, wie auch
euer Vater barmherzig ist.“
Lukas 6,36
Hinter uns liegt ein ungewöhnliches Jahr, ein Jahr voller Ein- mit körperlicher Gewalt. Wie konnten Hebräischen auch den Mutterleib. Barm-
Neujahrs schränkungen, Verzicht und neuartigen Geboten. Masken- sie es wagen, mit dem Wagen den Ein- herzigkeit umfasst entscheidend eine
pflicht nahezu an allen Orten außerhalb der eigenen vier gang zu versperren? Hätten sie nicht geistige und körperliche Ebene. Barm-
spazier- Wände. An jeder Ecke stehen Ständer mit Desinfektions- einfach draußen auf den nächsten Bus herzigkeit passiert, wenn dich etwas im
gang mitteln, mahnen Werbeposter und Aufkleber zum Einhal-
ten des Mindestabstandes, sind Kapazitäten von Geschäften
warten können? Frechheit! Ich beobach-
tete das Szenario. Menschen, die wegen
Innersten angeht – so sehr, dass du es
in den Eingeweiden spürst und instink-
samstag und Veranstaltungen begrenzt. Kleinigkeiten von null auf 100 waren. So tiv der Liebe folgst. Bleib durchlässig für
2. Januar 2021 Die sogenannte AHA-Regel bestimmt unser aller Alltag: viel Anspannung, so viel Stress, so viel das Schicksal der anderen! Lass dir die
14 Uhr, Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Unmut und Unzufriedenheit… Ist das die anderen auf den Magen schlagen! Lass
Start an der Kirche Wie schnell das alles zur Normalität wurde. Und ich stutze Konsequenz des Aufrufs zur körperli- dich bewegen!
– schreibe ich da wirklich das Wort „Mindestabstand“, chen Distanz, dass wir uns auch geistig Das neue Jahr hat noch gar nicht begon-
Die Worte der Jahres- wenn es um das Natürlichste der Welt geht, die Begegnung voneinander entfernen? Oder war das nen und schon habe ich eine kleine
losung werden uns zwischen Menschen? „Mindestabstand“ klingt mindestens schon immer so? Beziehungsgeschichte mit der Jahreslo-
das Jahr 2021 über so steril, wie Desinfektionsmittel riechen. Und in diese Und da trat mir wieder die Jahreslo- sung. Am Anfang begegnete ich ihrem
begleiten. Gemein- befremdlich verklausulierte Welt, tritt die Jahreslosung mit sung in den Weg. Sie zwickte mich nicht vermeintlichen Gesetzescharakter mit
sam werden wir kalte der nächsten Forderung: mehr provozierend in die Seite, sondern Härte und Abweisung. Sie war wie ein
Wintertage, die ersten „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ erschien mir plötzlich als lichte Silhou- Spiegel meiner selbst. Doch Stück für
Frühblüher, warme Hätte es neben all dem sowieso schon Gebotenen nicht eine ette eines Versprechens: „Ich bin barm- Stück, Fahrt für Fahrt schmolz meine
Sommerabende und schlichte Zusage getan, liebes Jahreslosungsteam? Meine herzig mit dir.“ Das ist der erste Satz die- Härte ihr gegenüber dahin und das
trübe Herbstausblicke erste Reaktion auf die Jahreslosung 2021 war Ärger. Ich ser Losung. Gott lässt sich anrühren von Gesetz wirkte als das, was es sein will,
erleben. Den Beginn fuhr bestimmt dreimal mit der Tram 50 nach Buchholz und unserer Geschichte. Er wird nicht hart, als frohe Botschaft. Und diese ermutigt
unserer Reise mit der abends mit dem Bus zurück in den Wedding und ärgerte genervt, gestresst oder kalt, blafft uns uns im neuen Jahr, neben der AHA-Regel
Jahreslosung wollen mich über die Barmherzigkeitsforderung der Jahreslosung. nicht von der Seite an. vor allem der AHAB-Regel zu folgen:
wir als Gemeinde mit Tagsüber konnte ich sie während der Arbeit gut verdrän- Das Wort Barmherzigkeit meint im Aber habt auch Barmherzigkeit! S.B.
einem Spaziergang gen. Eigenartigerweise kam sie mir immer auf den Hin- und
zelebrieren. Wir spa- Rückwegen zur Gemeinde in den Sinn. Und sie wurde zu
zieren durch das win- einem Filter, der sich über mein Sichtfeld legte: So bekam
terliche Buchholz und ich mit, wie vier Kinderwagen gleichzeitig versuchten, einen
lassen uns gegenseitig Platz im Bus zu ergattern. Und sie schafften es auch irgend-
von unseren Gedanken wie. Nur verkeilten sie den Ein- und Austrittsbereich des
zur Jahreslosung inspi- Busses so, dass niemand mehr zu- und aussteigen konnte.
rieren und stärken. Wir Jede Haltestelle wurde zum Krisengeschehen. Egal wer, der
freuen uns auf einen gepflegte Mann im Anzug, die junge Frau mit Kopfhörern,
regen Austausch. andere Mütter und Väter mit Kindern blafften die Eltern mit
Kinderwagen grob und aggressiv an, drohten einmal sogar
22 23aus
BLICK Veranstaltungen
Sternsingen Radfahren im Winter?
Die spinnen, die Buchholzer!
in Französisch Buchholz
Das Sternsingen ist eine Tradition, die schon fast 400 Jahre Ein bisschen spinnen dürfen wir ja in unserer Kirchengemeinde – und
alt ist. Menschen ziehen von Haus zu Haus, segnen die deswegen haben wir uns für den Winter etwas Tolles vorgenommen:
Bewohner*innen und bitten um eine kleine Gabe. Wir wol- Eine Fahrradtour! Warum soll man denn immer nur im Sommer schwit-
len diesen Brauch in Französisch Buchholz wieder- zend gemeinsame Ausflüge auf dem Drahtesel machen? Das haben wir
beleben. uns auch gefragt und keine gute Antwort gefunden (außer, dass es kalt
sein könnte).
Für alle, die Mitsingen wollen: Deshalb: Am 6. Februar 2021 um 13 Uhr starten alle, die Lust, ein Rad
Wenn ihr mitmachen wollt, meldet euch gerne und warme Radklamotten haben, zur ersten Gemeindewinterfahrrad-
beim Gemeindepädagogen Tim Schmidt, tim. tour. Treffpunkt ist die Kirche. Gemeinsam wollen wir über Hobrichts-
schmidt@evangelisch-buchholz.de oder felde bis in den Wald hinter dem Gorinsee fahren, schön gemütlich und
unter 0172 984 10 62 entspannt durch die Natur und frische Luft. Am Ziel soll es Glühwein
(natürlich im Schwerpunkt alkoholfrei!) und etwas zu essen geben, um
Wir proben drei Weihnachtslieder – zwei sich wieder aufzuwärmen vom winterlich kalten Fahrradmarsch. Als gut
deutsche, ein französisches. Wenn wir organisierte und Radtourer nehmen wir alle Gerätschaften und Vorräte
uns nicht treffen können, proben wir mit (in der Gemeinde solle es ja auch Mitglieder geben, die über ein Las-
online! tenrad und Fahrradanhänger verfügen). Nicht vergessen dürfen wir im
Die Kostüme müssen selbst gemacht und Zuge des Genusses warmer Getränke,
mitgebracht werden – was genau ihr anzie- dass wir auch wieder zurückfahren
hen könnt, sagen wir Euch dann! müssen.
Über die genaue Planung
werden wir frühzeitig
Für alle, die besucht werden möchten: über die Homepage und
Wir sind am Samstag, den 9. Januar 2021 von 14-18 Uhr in in den Abkündigungen
Französisch Buchholz unterwegs. Wir singen und segnen informieren. Klar ist:
Euch und Eure Häuser. Die genaue Uhrzeit teilen wir nach Nur wirklich übles Wet-
Anmeldung dann mit. Bitte meldet Euch sich unter ter (Schneesturm, Eisre-
sternsingen@evangelisch-buchholz.de gen und vergleichbares)
und die dann vielleicht
Am Sonntag, den 10.1.2020 feiern wir mit allen noch geltenden Corona-
Sternsinger*innen um 11 Uhr einen Familiengottesdienst. Einschränkungen können
uns von unserem Fahrrad-
Wenn das Sternsingen aufgrund der Pandemie abgesagt Vorhaben abhalten.
werden muss, geben wir Euch rechtzeitig Bescheid! Der
Familiengottesdienst findet auf jeden Fall statt! Fritz von Korff
24 25aus rück
BLICK Veranstaltungen BLICK Gemeindeleben
Expedition zum Anfang Kirchenbau und
Lesereise in der Passionszeit Gartenkunst
Ab Sonntag, dem
21. Februar 2021,
kennen zu lernen. Wer eine Wandertour
allein macht, hat es schon erfahren, es
Wissenswertes am Tag
heißt es in unse- geht einem nicht nur die Puste aus, son- des offenen Denkmals
rer Gemeinde dern manchmal auch die Motivation ver-
„Sieben Wochen loren. Fröhlicher geht’s zu, wenn ich in
mit“. Mit dem Gemeinschaft unterwegs bin. Auch wenn Am 13. September fand in Berlin der
Buch „Expedition wir anbieten, die Expedition zusammen Tag des offenen Denkmals statt und
zum Anfang“ sind Sie in den Wochen bis anzutreten, wird das Ergebnis für jeden auch Französisch Buchholz gab Ein-
Ostern zum Gemeindeprojekt Lesereise ganz anders aussehen. Aber schon das blicke in die ortsrelevante Denkmal-
eingeladen. Gemeinsam entdecken wir ist ein Grund, darüber ins Gespräch zu geschichte.
das Markus-Evangelium als Quelle für kommen. Auf verschiedene Rundgänge durch
eine neue Lebens- und Glaubensqualität. Das Buch ist unser Reiseführer. Sie brau- Buchholz folgten Vorträge, die in der
Der Reiseführer zur Expedition, von chen für die vierzig Etappen (=Kapitel) Buchholzer Kirche gehalten wur-
Klaus Douglass und Fabian Vogt bestimmt jeweils eine halbe Stunde Zeit den. Dr. Thomas Hardieck (im Foto)
geschrieben, ist ungewöhnlich. Eine – zum Lesen, Nachdenken und Beten. sprach kurzweilig und unterhaltsam
besondere Mischung aus Roman und Gönnen Sie sich doch diese Chance zum zur Geschichte der Buchholzer Kir-
theologischer Entdeckungsreise. Denn Aufatmen. Ganz bewusst, den Alltag für che.
die Beschäftigung mit dem christlichen etwas Wichtiges an vierzig Tagen in der Die Ortschronistin von Französisch
Glauben darf auch unterhaltsam sein. Passionszeit zu unterbrechen. – In eini- Buchholz, Anne Schäfer-Junker, hielt
Da ist ein junger Mann, der das Ende gen Gottesdiensten kommen die Themen einen vielgestaltigen Vortrag über
einer Geschichte mitbekommt und sich der Expedition in Musik, Predigt und die Geschichte der Gartenbaukunst.
dann mit brennender Sehnsucht auf Gebet zur Sprache. Wenn es möglich ist, Beide unterlegten ihre Redebei-
den Weg macht, den Anfang zu ergrün- laden wir Sie zu begleitenden Gesprächs- träge mit interessantem Bildmaterial aus Geschichte und
den. Im Verlauf einer spannenden Reise abenden ein. Und wer möchte, tauscht Gegenwart, Ulrike Eschenburg half und unterstütze bei der
erfährt er mehr und mehr, dass das Ende sich in unserer Lesereise-WhatsApp- Umsetzung.
des Jesus von Nazareth in Wirklichkeit Gruppe mit den anderen Teilnehmern Vor der Kirche referierte Gerda Weiermüller mit großer
ein völliger Neuanfang war: der Anfang über Erlesenes, Erlebtes und die nächste Sachkenntnis und Gärtnerinnenerfahrung über den Kirch-
eines neuen Bundes, den Gott mit uns Wegstrecke aus. garten der Gemeinde. Detailreich gab sie Einblicke in die
Menschen schließt, der Anfang eines Wer sich für die Lesereise interessiert, Pflanzplanung der unterschiedlichen Beete und beantwor-
neuen Lebens, das nur Gott aus dem Tod kann sich im Gemeindebüro das Buch tete geduldig Fragen zu individuellen Pflanzungen im Kirch-
schaffen kann, der Anfang eines neuen mit Musik-CD zum Sonderpreis von 12 garten. Immer wieder wurden Ausrufe des Entzückens über
Glaubens und einer neuen Hoffnung. Mit Euro reservieren lassen. die liebe- und geschmackvolle Gestaltung der Gartenanlage
Johannes Markus machen wir uns auf laut. Das war ein gelungener und sowohl sinnlich als auch
die Reise, um höchstpersönlich Jesus Gottfried Settgast kognitiv ansprechender Tag. Anna Luise Amthor
26 27rück
BLICK Gemeindeleben
Begeistert von Südafrika Stationengottesdienst zum Erntedank
Am 7. Oktober ließ sich eine reise- Seit über einem halbem Jahr hält COVID-19 uns nun schon
freudige Gruppe aus Frauen und auf Trab, und wir müssen zugeben: den meisten von uns
Männern vom Ehepaar Neumann gehen die vielen Einschränkungen, die damit einhergehen,
willig und vergnügt nach Südafrika inzwischen gehörig auf den Keks. Doch auch – vielleicht
entführen. 2019 hatten sich Gerd und sogar gerade – in diesen Zeiten gibt es so viele Gründe,
Erika Neumann dorthin auf den Weg unsere Dankbarkeit und Freude über das „Getragensein
gemacht, Land und Leute erkundet von Gott“ zum Ausdruck zu bringen. Die Gemeindeleitung
und sich in der Zeit vom 22. August und ein Team von vielen Freiwilligen haben – virtuell – die
bis 16. September von Südafrika Köpfe zusammengesteckt und ihrer Kreativität freien Lauf
begeistern lassen. Diese Begeisterung gelassen. Das Ergebnis war ein mit Liebe zum Detail vorbe-
übertrug sich schnell auf die zahlrei- reiteter, stimmungsvoller Stationengottesdienst im Kirch-
chen Gäste in der Kirche. garten. Die einzelnen Stationen wurden jeweils von den
Erika Neumann Wir genossen einen liebevoll erstellten Bilder – und Film- Mitgliedern eines Hausstandes oder aber mit Abstand zu
entführte die zahl- vortrag mit Musik, Reiseanekdoten und allerlei Wissens- anderen Besucher*innen erkundet. So konnten wir zusam-
reichen Gäste nach wertem. In einer Zeit, in der Reisen in die Ferne nicht mög- men singen, beten, nachdenken, malen, basteln, essen,
Südafrika lich sind, waren diese geteilten Momente sehr wohltuend Geschichten hören und sogar ein Wunder Gottes entdecken
und bereichernd. Meine Reiselust wurde geweckt, nachts – und dabei hoffentlich das Virus austricksen. Ein wirklich
träumte ich sogleich von einer Safari mit Giraffen und Zeb- gelungener Erntedankgottesdienst! Das schreit nach einer
ras. Ein schöner, belebender Vortrag – herzlichsten Dank an Wiederholung – auch ohne Pandemie.
Erika und Gerd Neumann! S.B. Daniela Klatt
Garten-Einsatz
Am 10. Oktober trafen sich zahlreiche Getränk. Die Konfirmandinnen und Kon- (beratend und anpackend). An
Helferinnen und Helfer, um den Kirch- firmanden haben besonders tatkräftig Marina Görsch, die Hänger und
garten und Gemeindehof schick zu mit angepackt - ihr wart großartig! Abstransport des Kleinschnitts
machen. Es war ein notwendiger und Das Ergebnis kann sich sehen wirklich ermöglichte.
schweißtreibender Einsatz. Morsche sehen lassen. Und die Erinnerung an den Und natürlich an euch und Sie
Bäume wurden fachmännisch gestutzt, schönen Tag in fröhlicher Gesellschaft alle, die ihr dabei wart und mit
Sträucher und Rosen geschnitten, Folien tut gut. munterer Laune und erstaunli-
mühsam aus der Erde gezerrt, alte Zie- Herzlichen Dank an alle, die diesen Tag chem Engagement den Garten
gelhaufen und Erdhügel abgetragen zu einem solchen Erfolg haben werden so prächtig auf Vordermann
und umverteilt, Äste gehäckselt. Alt und lassen. Besonderer Dank gilt Kay Bie- gebracht habt. Es war ein herr-
jung haben geharkt, geschippt, gerupft, wald, der die Idee hatte und Max Rosin, licher Tag.
gezupft und geschleppt wie die Welt- der mit Kay Biewald schon zu frühester Der Subbotnik soll Tradi-
meister. Zur großen Freude aller gab Stunde mit dem Baumschnitt begann. tion werden – ich freue mich
es auch eine leibliche Stärkung (danke, An Gerda Weiermüller und Familie schon auf das nächste Mal!
Tim Schmidt!) und manch kühlendes für alles Mitdenken und Unterstützen S.B.
28 29rück
BLICK Gemeindeleben
Gemeinschaft durch
Andacht und Musik
Konzerte zum Reformationstag
So ein Reformationskonzert ist eine tolle begeistert darüber, was einfach so ent- „Gustav“, Erleichterung, Freude über und unsere Mitmenschen sehr bewusst
und auch sehr komplexe Angelegenheit. stehen kann. eine volle Kirche, Bereicherung, Erstau- sein. Unsere Sehnsucht nach Gemein-
Da ist zunächst die Vorbereitungsphase: Dann kommt der Konzerttag, früh gibt‘s nen … Und die Lust auf neue Stücke, schaft, Umarmumgen, leisen Zwischen-
welche Stücke singt der Chor, gibt es schon keinen Kaffee mehr, jeder hat sein mehr Musik. tönen, langen Gesprächen, Musik und
einen roten Programmfaden, was pas- eigenes Rezept, sich vorzubereiten und Wer in diesem Jahr in den zwei (!) Kon- Gesang, nach Beistand, ein Wort, das von
siert instrumental dazu, welche und wie- zu konzentrieren. Nicht nur die Sänger zerten (das ist das einzig Positive an der beieinander – stehen kommt, die Sehn-
viele Musiker brauchen wir, wo gibt es und Musiker ziehen sich schön an, auch Coronasituation) war, konnte die Unter- sucht nach den Dingen, die uns helfen,
die Noten, wann wird geprobt. die Besucher bereiten sich vor, haben schiede zu oben Beschriebenem leicht das Leben zu meistern, sollte deshalb
Die Chormitglieder haben ihre Parts auf sich Zeit genommen, Freunde einge- feststellen. Die Pandemie hat unser Den- nicht verkümmern.
ihrem Handy und schleppen sie überall laden, vielleicht schon das Programm ken und Handeln sehr im Griff, wir müs-
mit sich herum. Es gibt Stimmbildung, gelesen... sen uns sehr der Verantwortung für uns Ulrike Eschenburg
Registerproben, private Proben, Gesamt- Dann gibt es die ersten Stücke und für
chorproben. Die Musiker bekommen alle Hörer und Ausführende die Mög-
ihre Stimmen, üben zuhause, zusam- lichkeit, in eine völlig neue Welt ein-
men, hören sich Aufnahmen an, schrei- zutauchen, Teil von etwas zu werden,
ben Noten und transponieren, suchen was in diesem Moment entsteht, um
Probentermine, fluchen und freuen sich in dieser Art einzigartig zu verhallen.
drauf. Kleine schwarze Noten werden zu Leben
Dann kommt die Generalprobe, da gibt erweckt und rühren Seiten in unse-
es schon Podeste, eine ausgeborgte rem Innern, die durch Worte schwer zu
Truhenorgel, ein vorher gestimmtes beschreiben sind.
Cembalo, Lampenfieber und manches Man schaut in die konzentrierten oder
wird noch während der Probe geän- selbstvergessenen Gesichter des Chores,
dert. Programme werden gedruckt, eine hört uralte Worte, alte und neue Klänge
Einführung vorbereitet, leckere Pausen- und es entsteht eine Gemeinschaft, die
versorgung steht bereit, Mikrofone und durch Andacht und Musik enger zusam-
Beleuchtung werden ausgerichtet und menrückt.
spätestens dann kommt die Freude auf, Zuletzt gibt es das Hinterher: Blumen,
etwas Tolles gemeinsam zu machen. Alle Applaus, Podestabbau, Noten einsam-
Stimmen vereinigen sich, es klingt bes- meln, Pulte und Instrumente verstauen
ser, als in jeder Probe davor und man ist und ein fröhlicher Abendausklang im
30 31rück
BLICK Gemeindeleben
Jubelkonfirmation
Ein Fest der Generationen
Am 11. Oktober feierte die Gemeinde im Rahmen des
Sonntagsgottesdienstes das 50-, 60-, 65- und sogar 70-jäh-
rige Jubiläum ehemaliger Konfirmand*innen. Die acht
Jubilar*innen zogen zu Beginn des Gottesdienstes feier-
lich ein. Im Erinnern der eigenen Konfirmation wurde der
Lebensweg noch einmal unter der Perspektive der Zuwen-
dung und Treue Gottes in den Blick genommen. Das eins-
tige Ja zur Taufe wurde bestärkt und die Jubilar*innen
unter den Segen Gottes gestellt. Auch die gegenwärtigen
Konfirmand*innen waren an der Gestaltung des Gottes-
dienstes beteiligt. So wurde es zu einer Feier der Gene-
rationen, die sich gegenseitig beschenkten. Während die
aktuellen Konfirmand*innen einen Psalm in Piktogramme
(Emojis) übersetzt hatten, formulierten die lebenserfahre-
Goldene Konfirma- nen Jubelkonfirmand*innen kleine Lebensweisheiten, die
tion feierten: Petra sie der kommenden Generation ans Herz legten. S.B.
Göllnitz und Bernd
Winkelmann
Diamantene Konfir-
mation feierten:
Gisela Fornfeist,
Siegfried Weier
müller, Uwe Reinke
und Klaus-Jürgen
Schlegel
Eiserne Konfirmation
feierte: Inge Adam
Gnadenkonfirmation Tradition trifft Moderne: Der 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“,
feierte: „übersetzt“ von den Konfis für die Konfis. Das Original finden Sie in der
Annelies Kraatz gedruckten Bibel.
32 33licht
BLICK Gemeindeleben
Lichtblicke Der November war in die-
sem Jahr besonders hell -
danke an alle, die sich an
im November unserer Aktion beteiligt
haben. Für den gemeinde-
BLICK haben wir hier eine
kleine Auswahl zusammen-
gestellt.
34 35rund
BLICK Gemeinde Blankenfelde
Nachrichten aus Gedanken zur Zeit
Blankenfelde 2020
Blanken- Das kleine Virus mit der Krone Predigen ohne sich anzuschaun.
felde Zum Geleit
erlaubt der Kirche viel nur „ohne“:
Gemeindelieder ohne Sänger,
Und dennoch kann man Gemeinde baun.
Jahrhunderte lang gab es schon
die Liturgie wird auch nicht länger, Gemeinden ohne Telefon.
ganz ohne Handschlag jede Tagung, Wir haben’s! Fernsehn, Radio,
Papier-los jede Dienstbefragung. verbinden uns. Sein wir doch froh!
Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit! – singen wir
(denn beides geht auch digital; Wie weit der Einzelne auch wohne:
im Seniorenkreis. Stern über Bethlehem – singt der Kin-
kein Alt-Archiv und ohne Saal) wir leben damit nicht schlecht „ohne“.
derchor. Wir sagen euch an den lieben Advent – singen wir
Kapellen ohne reinzugehn
im Adventsgottesdienst und entzünden die nächste Kerze
und ohne Bilder anzusehn. Ludwig Burmeister 25.6.2020
am Kranz. Normalerweise. Denn in diesem Jahr ist alles
anders.
Sogar Traditionen sind ausgesetzt, wenn ich an die Advents-
märkte denke, die in diesen Tagen eben nicht mit Glühwein-
duft einladen dürfen. Rituale sind verändert, wird doch
mancher Weihnachtsmann in diesem Jahr lieber seinen
Sack vor der Tür abstellen, als mit Mundbedeckung über
Freud und Leid
dem Bart von Wohnzimmer zu Wohnzimmer zu eilen. Lieb-
gewonnenes wird vertagt, auch wenn man am liebsten wie- Im vergangenen Jahr wurden mit kirchlichem Geleit in
der die volle Familienrunde zuhause um den Tisch versam- Blankenfelde beigesetzt:
melt hätte. Erwin Wilke * 25. 2. 1925 † 24. 4. 2020
Und gerade deshalb halte ich fest an dem, was allem Wan- Wir haben Abschied genommen mit Worten aus dem Luka-
del widersteht. Denn in der Mitte von allem, da steht sie da: sevangelium (24,29): „Herr, bleibe bei uns, denn es will
Unberührt und schlicht und still – weil’s Kindlein schla- Abend werden und der Tag hat sich geneiget.“
fen will - in dieser Krippe, um die alles dreht. Um die alles
kreist, was geworden und vergangen ist über die Jahrtau- Eine Taufe durften wir erleben und dabei sein, als
sende. Zu Bethlehem geboren – wie uns die Alten sungen. Cleo Schneemann * 7. 6. 2019 am 5. 9. 2020 in der Dorf-
Ihr Kinderlein kommet – Herbei, o ihr Gläub’gen! kirche Blankenfelde getauft wurde.
In allem Wandel steh’ ich an deiner Krippen hier, o Jesu, du Wir freuen uns über unser jüngstes Gemeindeglied und
mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir beglückwünschen die Familien Schneemann und Nowack!
hast gegeben.
Nämlich die Ruhe, die Geborgenheit, den Frieden dieser Das seltene Ereignis der Eisernen Hochzeit durften in
besonderen Zeit. Am Ende werden wir einen Weg finden, diesem Jahr feiern:
um doch noch zu singen: Stille Nacht, Heilige Nacht… Ursulua Kurz (geb. Grande) und Günter Kurz
Frohe Advents- und Weihnachtszeit! Ihr Hochzeitstag mehrte sich am 5. 11. 2020 zum 65. Mal.
Mit Dankbarkeit für dieses Gnadengeschenk wünschen wir
65
Ihr Pfarrer Arne Warthöfer Gesundheit für viele weitere Jahre!
36 37rund
BLICK Gemeinde Blankenfelde
Und auch die Runden Geburtstage wollen wir noch einmal
hier nennen:
Termine
80. Geburtstag feierten Wir versuchen, langfristig zu planen – aber sind abhängig
Inge Schwenzer und Renate Tessmer von den aktuellen Entwicklungen.
85. Geburtstag feierten Bitte achten Sie auf den Aushang im Schaukasten!
Werner Neuendorf, Ruth Kohlschmidt, Edith Sowinski Es finden Gottesdienste statt, wann immer sie nicht aus-
und Giesela Thiede drücklich untersagt sind!
90. Geburtstag feierte Arnold Zornkau Bitte achten Sie auf die Einhaltung der obligatorischen
Maßnahmen und bringen Sie Ihre Mund-Nasen-Bedeckung
Änderung der Bankverbindung mit. Sollten Sie sie vergessen haben, halten wir eine für Sie
bereit.
Wundern Sie sich nicht, wenn plötzlich eine unbekannte Alle Termine finden nur statt unter dem Vorbehalt „so Gott
Bankverbindung unserem Gemeindenamen zugeordnet will und wir leben“ und im Moment kommt noch dazu: so
dasteht. Das hat seine Richtigkeit – das kirchliche Verwal- wie es die aktuellen Regelungen und Maßnahmen erlauben.
tungsamt hat uns eine neue Kontonummer zugewiesen. Seniorenfrühstück findet auf Absprache statt und alle Inter-
Ab sofort verwenden wir nur noch die neue, wobei die alte essierten wenden sich gern an Pfarrer Warthöfer, um in die
vorerst weiter erhalten bleibt für den Fall, dass dort noch Telefonliste mit aufgenommen zu werden.
Spenden eingehen. Sollten Sie die neue Bankverbindung Wir bemühen uns, die KinderZeit nach dem November-
gleich einmal ausprobieren wollen, dann wird Ihre Spende Lockdown im Dezember wieder stattfinden zu lassen.
mit Sicherheit für einen guten Zweck hier direkt vor Ort
ankommen. (Verwendungszweck „Für die Gemeindearbeit“
oder nach Wunsch bitte angeben) Danke! ANDERS Weihnachten …
Kontoinhaber: Ev. KKV Berlin Mitte-Nord
IBAN: DE26 1005 0000 4955 1926 91 … lautet das Motto in unserem Kirchen- einer kurzen Andacht beizuwohnen,
BIC: BELADEBEXXX kreis mit Blick auf die Feiertage zur den Weihnachtssegen zu empfangen
Geburt unseres Herrn. Dass Weihnach- und – so es die Umstände erlauben –
ten stattfindet, ist ebenso selbstver- auch ein Weihnachtslied zu singen unter
Konzert am 19. 12. um 16 Uhr ständlich wie die Einsicht, dass es dieses freiem Himmel. Dazu laden wir ein um
Jahr ANDERS sein wird. Wir haben uns 17 Uhr vor der und um die Kirche. Wir
Ein Konzert in diesen Tagen anzukündigen gleicht einem folgendes überlegt: Wir laden Sie ein hoffen, dass der Platz dort draußen für
Blick in die Glaskugel – die Zukunft ist nicht greifbar und zu einem Besuch in Ihrer Kirche am alle Besucher ausreichen wird. ANDERS
vorherzusagen, wie wir es alle gewohnt waren. Und den- 24. Dezember zwischen 14 und 18 Uhr. Weihnachten kann auch bedeuten, dass
noch und gerade weil wir diese unsicheren Umstände erle- Den Zeitpunkt für Ihren Spaziergang Sie zuhause verweilen und dort die Stille
ben, wollen wir es wagen. Wir laden ein zu einer musika- wählen Sie selbst, sodass wir über den Nacht erleben, die dadurch nicht weni-
lischen Reise in die Vergangenheit, genauer in die Zeit der Nachmittag verteilt mit Abstand dort ger eine Heilige sein muss in diesem
Barockmusik. Zur Einstimmung auf Weihnachten gehört einkehren. In der Offenen Kirche haben besonderen Jahr. Impulse hierzu finden
eben auch, sich durch liebliche Klänge entführen zu lassen Sie die Gelegenheit, Ihre weihnachtliche Sie im Kirchenkreisheft ANDERS Weih-
für eine knappe Stunde. Wir freuen uns, dass wir gemein- Kirche zu erfahren und innezuhalten – nachten. Die Jahresschlussandacht findet
sam mit dem Trio Tres Morillas ein Konzert ankündigen ohne sich den möglichen Gefahren einer am 31. Dezember in der Kirche statt –
dürfen am Samstag, den 19. 12. um 16 Uhr in unserer Dorf- Menschenmenge auszusetzen. Zusätz- mit Abendmahl in angepasster Form um
kirche. Wir sind zuversichtlich und verteilen zeitnah noch lich gibt es die Gelegenheit, DRAUSSEN 12 Uhr.
Flugblätter in die Briefkästen!
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