Das Evangelium als Richtschnur - Eine "geweihte Jungfrau" als Seelsorgerin - 10/2021 1. bis 30. Juni - Pastoralraum Emmen ...
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10/2021
1. bis 30. Juni
Pastoralraum Emmen-Rothenburg
Pfarrei St. Barbara Rothenburg
Christine Demel, Seelsorgerin in Willisau. (Bild: Martin Dominik Zemp)
Eine «geweihte Jungfrau» als Seelsorgerin
Das Evangelium
als Richtschnur
Seite 10/11
2/32 Pfarrei Rothenburg www.kath.emmen-rothenburg.ch
Erstkommunion Kontakt Rothenburg
Pfarrei St. Barbara
Flecken 34, 6023 Rothenburg
041 280 13 28
Folgende Kinder freuen sich
auf ihre Erstkommunion: sekretariat@pfarrei-rothenburg.ch
www.kath.emmen-rothenburg.ch
Bachmann Elias David Rüegsegger, Gemeindeleiter
Barmettler Nelly Franziska Stadler, Pfarreiseelsorgerin
Baumeister Lilly Claudia Ernst, Leitende Katechetin
Beer Imier Irène Willauer, Pastorale Mitarbeiterin
Bischof Sophie
Bösch Malou
Kontakte Emmen
Brunner Carina
Bühlmann Amélie Pfarrei Emmen St. Mauritius
Bühlmann Annika Kirchfeldstrasse 2, 6032 Emmen
Farina Giuliano 041 552 60 10/pfarrei.emmen@
kath.emmen-rothenburg.ch
Fässler Felix
Feer Lina Pfarrei St. Maria
Nach langem Warten freuen sich 44 Fries Linn Seetalstrasse 18, 6020 Emmenbrücke
Kinder am Samstag, 26. und Sonntag, Gasser Joel 041 552 60 30/pfarrei.santamaria@
27. Juni auf ihre erste Kommunion Haufgartner Livio kath.emmen-rothenburg.ch
unter dem Motto «Entdeck s’Gheim- Hottinger Maurus Für Emmen und St. Maria:
nis». In der feierlichen Erstkommu- Isch Matteo P. Uwe A. Vielhaber, Pfarradministrator
nion wollen wir zusammen mit den Isenegger Luca Gabriela Inäbnit, Pfarreiseelsorgerin
Gästen jenes Geheimnis entdecken, Isenegger Marco Gabi Kuhn, Pfarreiseelsorgerin i. A.
in dem Gott sich uns schenkt: im Jufer Giulia
heiligen Brot, in der Eucharistie. Käser Elias Pfarrei Gerliswil
Mögen wir auch als Gemeinschaft Kaufmann Levin Gerliswilstr. 73a, 6020 Emmenbrücke
von Getauften für dieses Geheimnis Kaufmann Malin 041 552 60 20/pfarrei.gerliswil@
kath.emmen-rothenburg.ch
immer wieder offen sein. Lischer Maelle
Lischer Timon Kurt Schaller, Pfarrer
Die Erstkommunionfeiern finden Lötscher Carla John Vara, Kaplan
im Familienkreis statt. Pfarreiange- Lötscher Leni Matthias Vomstein, Diakon
hörige werden gebeten, auf das Got- Mira Dominguez Kevin Ulrike Zimmermann, Pfarreiseelsorgerin
Walter Amstad, Betagtenseelsorger
tesdienstangebot im Pastoralraum Monteiro Borges Yara
oder in der Region auszuweichen. Müller Lou
Pfarrei Bruder Klaus
Rölli Anna Hinter-Listrig 1a, 6020 Emmenbrücke
Röösli Valentina 041 552 60 40/pfarrei.bruderklaus@
Rüegsegger Noemi kath.emmen-rothenburg.ch
Rüst Nils
Kurt Schaller, Pfarrer
Saliqunaj Kristella
Ulrike Zimmermann, Pfarreiseelsorgerin
Schnider Joel Matthias Vomstein, Diakon
Schürch Ricco Hans Bättig, mitarbeitender Priester
Seiler Lionel
Senn Chanel
Soldati Corina Sozialberatung Pastoralraum-
Venzin Jonas Emmen-Rothenburg
Weingartner Dario Nicole Hofer, Katharina Studer
Ende Juni kann die Erstkommunion Wiss Diego Schulhausstr. 4, 6020 Emmenbrücke
nun doch noch gefeiert werden. Zulauf Levin 041 552 60 55/sozialberatung@
Bild: Pfarrei St. Barbara, Erstkommunion 2020 kath.emmen-rothenburg.chwww.kath.emmen-rothenburg.ch Pfarrei Rothenburg 3
Persönlich
Dankbare Weg-Gemeinschaft
Nach einigen Jahren des pastoralen Auf den verschiedensten Ebenen durfte ich viele neue
Dienstes in den beiden Kirchgemein- und wertvolle Erfahrungen sammeln. Eine erfolgreiche
den Emmen und Rothenburg im Pas- und nachhaltige Zusammenarbeit in einem komplexen
toralraum Emmen-Rothenburg darf Gebilde wie dem unseres Pastoralraumes braucht viel
ich dankbar auf eine unvergessliche Zeit, gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung.
und intensive Weg-Gemeinschaft zu-
rückblicken. Dankbarkeit und Freude
In der gemeinsamen Zeit haben mich besonders die un-
Am 1. August 2012 begann mein pastoraler Weg in der zähligen Begegnungen mit Personen und ihren Lebens-
Pfarrei St. Maria und genau nach neun Jahren am geschichten bewegt, gefreut, bereichert und betroffen ge-
1. August 2021 werden sich die Lebenswege nach mei- macht. Durch sie und mit ihnen durfte ich im Glauben
nem Abschiedsgottesdienst in der Pfarrei Gerliswil wieder an Gott in Jesus Christus wachsen, an der nie ermüden-
trennen. Als Start in die Seelsorge durfte ich als Pfarrei- den Hoffnung im Heiligen Geist partizipieren und das
seelsorger, Diakon und Vikar in Grenchen (Kanton Solo- bedingungslose Geschenk der christlichen Nächstenliebe
thurn) viele positive Erfahrungen sammeln, welche mir teilen. Ich danke allen von ganzem Herzen, mit denen
den Einstieg als Pfarradministrator erleichtert haben. ich einen gemeinschaftlichen Glaubens- und Lebensweg
gehen durfte.
Licht und Schatten
In den neuen Aufgaben durfte ich auch im Kontext des Neue Wege
werdenden Pastoralraumes immer mehr Verantwor- An dieser Stelle wünsche ich David Rüegsegger als mei-
tung übernehmen. Der Projektverlauf, die Errichtung nem Nachfolger als Pastoralraumleiter und seinen
am 5. Juni 2016 sowie dessen Umsetzung war mit gros- Teams viel Glück, Ausdauer und vor allem die Freude
sen Erwartungen und Hoffnungen verbunden. Vieles ist der gemeinsamen Berufung als Kinder Gottes zu wirken.
gelungen, wie beispielsweise das Angebot der pastoral- Nach einem längeren Auslandaufenthalt werde ich ab
raumweiten Dienste der kirchlichen Sozialberatungs- dem 1. Adventssonntag 2021 in der Pfarrei Gut Hirt/
stelle, die Harmonisierung der Gottesdienstzeiten, das Good Shepherd’s in Zug als Pfarradministrator wieder
Erstellen eines Freiwilligenkonzeptes, verschiedene Wei- für den Herrn arbeiten. Möge Gott all unser Tun und
terbildungsangebote wie Lektoren- und Kommunionhel- Wirken weiterhin segnen und gedeihen lassen. Im Gebet
ferkurs oder pfarreispezifische Feiern usw. Einiges blieb bleiben wir verbunden.
auch unvollendet oder konnte nicht umgesetzt werden. Kurt Schaller, Pastoralraumpfarrer
Gemeinsam auf dem Lebens- und Glaubensweg zu den Gipfeln der Berge. Bild: pixabay4 Pfarrei Rothenburg www.kath.emmen-rothenburg.ch
Gottesdienste Chronik
Zu Gott heimgekehrt
Donnerstag, 3. Juni – Fronleichnam
Kollekte: Treffpunkt Stutzegg, Luzern 9.5. Margaretha Muheim-Stolz
10.00 Festgottesdienst (Wort und Kommunion) 16.5. Gertrud Schurtenberger
beim Altersheim Fläckematte, bei Regen 19.5. Marie-TheresHufschmid
in der Pfarrkirche (Details siehe Seite 6)
10. Sonntag im Jahreskreis
Kollekte: Flüchtlingshilfe in Armenien
Gedächtnisse
Samstag, 5. Juni
18.30 Wortgottesfeier mit Kommunion
Samstag, 12. Juni, 18.30
Sonntag, 6. Juni Dreissigster für Margaretha Muheim-Stolz.
10.00 Wortgottesfeier mit Kommunion Gedächtnis für Esther Hermann-Gassmann;
Josef Widmer-Käppeli.
Mittwoch, 9. Juni
09.00 Wortgottesfeier mit Kommunion
Donnerstag, 17. Juni, 18.00, Bertiswil
(Liturgiegruppe)
Gedächtnis für Franz-Xaver Schwander.
11. Sonntag im Jahreskreis
Diöz. Kirchenopfer für die gesamtschweizerischen Samstag, 19. Juni, 18.30
Verpflichtungen des Bischofs Gedächtnis für Franziska Bammert-Lussi und Heidi Büh-
Samstag, 12. Juni ler-Bammert; Hans und Käthi Portmann-Zimmermann;
18.30 Eucharistiefeier Bruno Portmann; Hans Villiger-Amhof.
Sonntag, 13. Juni
10.00 Eucharistiefeier
ass einfach die Blume, die du
L
Donnerstag, 17. Juni
18.00 Eucharistiefeier in Bertiswil in der Hand hältst, für diesen
12. Sonntag im Jahreskreis Moment deine Welt sein.
Kollekte: Flüchtlingshilfe der Caritas Weisheit aus Deutschland
Samstag, 19. Juni
18.30 Wortgottesfeier mit Kommunion
Sonntag, 20. Juni
10.00 Wortgottesfeier mit Kommunion
Mittwoch, 23. Juni
09.00 Eucharistiefeier
13. Sonntag im Jahreskreis
Bild: Pezibear auf pixabay
Kollekte: Cuoremani, «Yamuna Children’s Home»
Samstag, 26. Juni und Sonntag, 27. Juni
Erstkommunionfeiern im Familienkreis
Pfarreiangehörige werden gebeten, auf das Gottes- Spezielle Gottesdienste
dienstangebot anderer Pfarreien auszuweichen
Meditation:
Montag, 19.30–20.30, Pfarrkirche (ausser Schulferien)
Die aktuell gültigen Covid-19-Schutzmassnahmen ent- Rosenkranz:
nehmen Sie bitte unserer Webseite sowie dem Schau- Freitag, 17.00, Pfarrkirche/Sonntag, 13.00, Bertiswil
kasten auf dem Kirchplatz.www.kath.emmen-rothenburg.ch Pfarrei Rothenburg 5
Pfarrei aktuell Gruppierungen
Öffnungszeiten Pfarramt
Läbe 60 plus Montag und Freitag: 13.30–17.00
Gottesdienste
Wanderungen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag:
Dienstag, 1. Juni 08.00–11.00
Der Gottesdienst vom Mittwoch, 9.
Gruppe gmüetlech. Am Hallwilersee.
Juni, 09.00 wird von den Frauen der Ausserhalb der Öffnungszeiten
Auskunft und Anmeldung:
Liturgiegruppe gestaltet. Alle Pfarrei- erreichen Sie uns telefonisch
041 280 35 38, Wisi Peter
angehörigen sind herzlich eingela- (Beantworter/Notfallnummer):
den, mitzufeiern. 041 280 13 28 und per E-Mail:
Dienstag, 15. Juni
sekretariat@
Wanderung nach Ansage.
pfarrei-rothenburg.ch
Einladung folgt.
Gottesdienste Emmen
Dienstag, 1. Juni Samstag, 12. Juni Mittwoch, 23. Juni
09.15 SM Wort und Kommunion 17.00 BK Eucharistie 09.15 BK Wort und Kommunion
09.15 GE SW Eucharistie 18.00 SM Eucharistie
Donnerstag, 24. Juni
Donnerstag, 3. Juni Sonntag, 13. Juni 09.15 EM Wort und Kommunion
08.00 EM Eucharistie 08.00 GE Eucharistie
Freitag, 25. Juni
10.00 EM Eucharistie 09.45 EM Eucharistie
09.15 SM Eucharistie
10.00 GE Eucharistie 10.00 GE Eucharistie
18.30 GE Eucharistie
10.00 BK Eucharistie 19.00 BK Wochenstart
Samstag, 26. Juni
Freitag, 4. Juni Dienstag, 15. Juni
17.30 GE Eucharistie
09.15 SM Eucharistie 09.15 SM Wort und Kommunion
18.00 SM Eucharistie
18.30 GE Eucharistie 09.15 GE SW Eucharistie
Sonntag, 27. Juni
Samstag, 5. Juni Mittwoch, 16. Juni
08.00 EM Eucharistie
17.00 BK Eucharistie 09.15 BK Eucharistie
10.00 BK Eucharistie
18.00 SM Eucharistie
Donnerstag, 17. Juni
Dienstag, 29. Juni
Sonntag, 6. Juni 09.15 EM Eucharistie
09.15 SM Wort und Kommunion
08.00 GE Eucharistie
Freitag, 18. Juni 09.15 GE SW Eucharistie
09.45 EM Eucharistie
09.15 SM Eucharistie
10.00 GE Eucharistie Mittwoch, 30. Juni
18.30 GE Eucharistie
09.15 BK Wort und Kommunion
Dienstag, 8. Juni
Samstag, 19. Juni 09.15 GE Wort und Kommunion
09.15 SM Eucharistie
17.30 EM Eucharistie
09.15 GE SW Eucharistie
17.30 GE Eucharistie
Mittwoch, 9. Juni
Sonntag, 20. Juni
09.15 BK Wort und Kommunion Kürzel
10.00 GE Eucharistie
BK Bruder Klaus
Donnerstag, 10. Juni 10.00 BK EK Eucharistie
BK EK Erlenkapelle
09.15 EM Wort und Kommunion 11.00 SM Ökumenisch
EM Emmen St. Mauritius
Freitag, 11. Juni Dienstag, 22. Juni GE Gerliswil
09.15 SM Eucharistie 09.15 SM Eucharistie GE SW Schooswaldkapelle
18.30 GE Eucharistie 09.15 GE SW Eucharistie SM St. Maria6 Pfarrei Rothenburg www.kath.emmen-rothenburg.ch
Open-Air-Gottesdienst an Fronleichnam
Donnerstag, 3. Juni, 10.00, erst später feiern) – freuen wir uns ertönt kein Glockengeläut, und wir
beim Alters- und Pflegeheim Fläcke- doch auf eine Feier in etwas grösserer heissen Sie in der Pfarrkirche will-
matte oder in der Pfarrkirche Gemeinschaft, mit Musik und Ge- kommen. Auskunft über die Durch-
sang. Die anschliessende Prozession führung erhalten Sie auch ab Band
Gute Nachrichten für Fronleichnam: zur Pfarrkirche entfällt in diesem Jahr unter 041 280 13 28 oder auf unserer
Laut dem Bundesamt für Gesundheit noch. Bei schönem Wetter feiern wir Webseite, wo Sie sich auch über
sind ab 31. Mai Gottesdienste mit 100 den ganzen Gottesdienst bei der Flä- kurzfristig angepasste Bestimmungen
Teilnehmenden in Innenräumen ckematte. bezüglich Corona informieren kön-
und bis zu 300 Mitfeiernden bei nen.
Open-Air-Gottesdiensten möglich. Besonders freuen wir uns, dass wir
Der definitive Beschluss fällt am 26. zusammen mit den Bewohnenden Eine Anmeldung ist nicht notwendig,
Mai, wenn der Bundesrat entschei- der Fläckematte diesen Gottesdienst da aller Voraussicht nach die Ober-
det, ob er die Obergrenzen erhöht. feiern dürfen. Selbstverständlich gel- grenze der Teilnehmenden auf Juni
ten weiterhin die üblichen Abstands- hin erhöht wird. Wir freuen uns auf
Ohne Prozession, mit Gesang und Hygieneregeln mit einer Mas- viele Erwachsene und Kinder, die mit
Diese Gelegenheit möchten wir nut- kenpflicht. Für den Freiluft-Gottes- uns den «Herrgottstag» feiern.
zen und laden Sie herzlich ein zum dienst hoffen wir auf gutes Wetter.
Festgottesdienst an Fronleichnam. Herzliche Einladung zum Fronleich-
Auch wenn wir dieses Jahr noch et- Fläckematte oder Pfarrkirche? namsgottesdienst 2021!
was schlichter feiern müssen – ohne Das Glockengeläut um 08.30 kündet
Fahnendelegationen, Feldmusik und an, dass der Gottesdienst unter
Kommunionkinder (da diese ihr Fest freiem Himmel stattfindet. Bei Regen
Bei schönem Wetter feiern wir Fronleichnam dieses Jahr wieder beim Altersheim Fläckematte.
Bild: Pfarrei St. Barbara, Fronleichnam 2018Thema 7
Pfarrei Bruder Klaus in Emmen feiert 50-Jahre-Jubiläum
Immer noch in Aufbruchstimmung
Vor 50 Jahren wurden im Kanton Lu-
zern noch Kirchen gebaut, wo Orts-
teile stark wuchsen. Heute überlegen
Kirchgemeinden, wie sie ihre gros-
sen Kirchenräume künftig nutzen
wollen. Zum Beispiel Emmen.
1991 zog der heutige Kirchgemeinde-
präsident Hermann Fries mit seiner
Familie von Knutwil in die Emmer
Bruder-Klaus-Pfarrei. Hier habe er
«einen offenen Geist und Willkom-
menskultur» erlebt, erinnert er sich.
Zwanzig Jahre zuvor hatte Bischof
Anton Hänggi die Pfarrei errichtet; im
gleichen Jahr wurde die von Architekt
Hans Zwimpfer (1930–2017) gebaute Ein Teil des Bruder-Klaus-Teams (von links): Lisbeth Scherer (Sekretariat),
Kirche geweiht. Die Gemeinde Em- Ulrike Zimmermann (Seelsorgerin), Regula Meier (Sekretariat), Robi Schmidlin
men war in jener Zeit stark gewach- (Sakristan, Hauswart), Cédric Brun (Praktikant), Kirchgemeindepräsident
sen – um rund 5000 Einwohnerinnen Hermann Fries. Bild: Dominik Thali
und Einwohner in den zehn Jahren
vor dem Kirchenbau. «Ein neues mehr an im Gottesdienst. Emmen
Quartier, eine neue Kirche: Das führte Jüngste Pfarrei ist erst 41 zählt vier Pfarreien, aber der Anteil
zu einer regelrechten Aufbruchstim- Das Bevölkerungswachstum führte Katholikinnen und Katholiken an der
mung», sagt Fries. noch in den sechziger und siebzi- Bevölkerung ist in den vergangenen
ger Jahren im Kanton Luzern zu zehn Jahren um fast 10 Prozent auf
«Grosse Offenheit» Pfarreigründungen: Nebikon ent- knapp unter 50 Prozent gesunken.
Eine Stimmung, die bis heute anhalte, stand 1963, Luzern St. Michael 1967,
meint Ulrike Zimmermann. Sie kam Luzern St. Johannes 1970, Emmen- Citykirche St. Maria?
vor zwei Jahren als Pfarreiseelsorgerin brücke Bruder Klaus 1971, Kriens «Das beschäftigt uns», sagt Hermann
in die Pfarrei Bruder Klaus und freut St. Franziskus 1980. Dort wurde zu- Fries. Der Kirchenrat weiss jedoch: Die
sich über die «grosse Offenheit», die dem 1978 die letzte neue Pfarrkir- Räume der Kirche sind gefragt, auch
sie hier erlebe. Die Weihnachtspäckli- che im Kanton gebaut. do spirituelle und kulturelle Angebote so-
Aktion oder der öffentliche Kühl- wie Orte der Stille. Er hat deshalb die
schrank für Esswaren: «Das läuft ein- Hochschule Luzern um architektoni-
fach.» Sakristan und Hauswart Robi selbstverständlich», sagt Schmidlin, sche Ideen für eine künftige erweiterte
Schmidlin nickt: «In mancher ande- der seit 2009 im Amt ist. Pfarrer Josef Raumnutzung im Zentrum Bruder
ren Pfarrei hätte ich mich wohl nicht Meier, der die Pfarrei ab der Grün- Klaus gebeten. Für die zweite moderne
um eine solche Stelle beworben. Aber dung 32 Jahre lang leitete, hatte Mäd- Kirche von Emmen, die 1958 gebaute
das bewegte Leben hier gefiel mir chen als Ministrantinnen zugelassen, Pfarrkirche St. Maria, schwebt den Seel-
schon immer.» Damit spricht er auch als dies noch keineswegs üblich war. sorgenden und dem Kirchenrat eine
die liturgischen Freiheiten an, die sich Freilich: Die Zeit, als wie im August offene City-Kirche vor; die Nähe zu
die Verantwortlichen in dieser Pfarrei 1979 rund 500 Emmerinnen und Em- den Einkaufszentren und zur künftigen
seit jeher nehmen. Frauen, die das mer zu Bruder Klaus in den Ranft pil- kantonalen Verwaltung auf dem See-
Evangelium lesen und predigen oder gerten, ist vorbei. Von den 3400 Pfar- talplatz dünkt sie ideal. Dominik Thali
am Altar stehen: «Das ist bei uns reimitgliedern trifft man viele kaum Mehr: fuereinander-miteinander.ch8 Agenda
Zentrum für Religion | Wirtschaft | Politik Radiotipp
Infoanlass für Masterstudium
Das Zentrum für Religion, Wirtschaft
und Politik (ZRWP) ist eine gemein-
same Einrichtung der Universitäten
Luzern, Basel und Zürich. Es nimmt
in Forschung und Lehre Religion in
Bild: Benno Bühlmann
ihren Wechselwirkungen mit Wirt-
schaft und Politik auf. Leitend ist
dabei eine interdisziplinäre und trans-
disziplinäre Vorgehensweise. Das
ZRWP bietet einen Masterstudien- Selma Zoronjic verfasste ihre Matura-
Welche Folgen hat das Ja zum Verhül- gang «Religion – Wirtschaft – Politik» arbeit an der Kantonsschule Alpen-
lungsverbot? Bild: Eliane Zinner an und lädt zu einem Infoanlass ein. quai in Luzern über Konvertitinnen.
Do, 17.6., 18.00 Uhr, Uni Luzern,
Runder Tisch der Religionen Raum 3.B58 oder via Zoom | Perspektiven
Info und Anmeldung: zrwp.ch/go
Burka-Debatte in der Schweiz Zum Islam konvertiert
Am 7. März sagte das Schweizer Was bewegt Schweizerinnen dazu,
Peterskapelle Luzern
Stimmvolk Ja zu einem nationalen zum Islam zu konvertieren? Selma
Weltliche Predigtreihe
Verhüllungsverbot. Der «Runde Tisch Zoronjic wollte es wissen und schrieb
der Religionen» Hochdorf diskutiert Einmal im Monat halten Persönlich- ihre Maturaarbeit an der Luzerner
über Konsequenzen und Folgen die- keiten aus Wissenschaft, Politik und Kantonsschule Alpenquai darüber.
ser Abstimmung. Die Lektüre des Bu- Kultur in der Peterskapelle Luzern Dafür erhielt sie den Maturapreis der
ches «Verhüllung» von Andreas Tun- eine Predigt. Umrahmt werden diese Universität Fribourg. In der Sendung
ger-Zanetti, Islamwissenschaftler an mit zeitgenössischer Musik. An- erzählen Melanie und zwei weitere
der Universität Luzern, wird vorab schliessend Austausch bei Brunch Frauen, warum sie das Christentum
empfohlen. oder Apéro im Kulturhof Hinter Mus- hinter sich liessen, um Musliminnen
Mo, 7.6., 20 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus egg in Luzern. Den Auftakt macht zu werden. Und Selma Zoronjic be-
Hochdorf | Anmeldung bis 4.6. an Mitte-Präsident Gerhard Pfister (30. richtet, was sie durch die Gespräche
kurtraeber@hispeed.ch oder 078 654 62 98
Mai), gefolgt von den Autoren Lukas mit Konvertitinnen lernte.
Bärfuss (20. Juni) und Usama Al Shah- So, 13.6., 08.30 Uhr, SRF 2
mani (25. Juli). Hinter dem Projekt
stehen das Team Peterskapelle Lu-
So ein Witz! Fernsehtipp
zern sowie die Luzerner Institutionen
Ministrant Roland kommt aus kultz.ch, Radio 3FACH, Kulturhof Hin-
Streaming-Serie
dem Religionsunterricht nach ter Musegg und Werkstatt für Theater.
Was uns heilig ist
Hause. Stolz erzählt er seiner Mut- Jeweils So, 11.00 Uhr, Peterskapelle Luzern |
ter: «Der Herr Pfarrer wäre heute Detailprogramm, Infos und kostenlose Ob Pilgern, Meditation, Bogenschies-
Anmeldung unter diepredigt.ch
beinahe Opfer eines ganz bösen sen, Musizieren oder Rückzug in die
Streichs geworden, wenn ich es Einsamkeit – stets geht es darum,
nicht verhindert hätte!» – «Wie den Einklang von Körper und Geist,
konntest du ihm denn aus der Pat- Mensch und Natur zu erreichen. Es
sche helfen?», fragt die Mutter in- wird klar, dass auch in der moder-
teressiert. «Ich habe bemerkt, dass nen Welt die Suche nach einem Sinn
zwei Mitschülerinnen ihm einen im Leben relevant ist – über religiöse,
Reissnagel auf den Stuhl gelegt soziale oder weltanschauliche Gren-
haben», erklärt der Junge, «und in zen hinweg. Der Soziologe Frédéric
dem Moment, als er sich darauf Lenoir macht sich in der fünfteiligen
setzen wollte, konnte ich den Stuhl Serie «Was uns heilig ist» auf eine exis-
gerade noch wegziehen!» Der Autor Lukas Bärfus predigt in der tenzielle Spurensuche.
Peterskapelle Luzern. Bild: Claudia Herzog Bis 15. September kostenlos auf arte.tv/deAus der Kirche 9
Luzern Gemeinschaft von Taizé Kleines Kirchenjahr
Wieder offen für Gäste Fronleichnam
Seit Anfang Mai nimmt die Gemein- Am zweiten Donnerstag nach
schaft von Taizé nach einer Corona- Pfingsten feiert die katholische
Pause wieder Gäste auf, heisst es auf Kirche das Fest Fronleichnam. Der
der Website. Die Kirche darf jedoch Name bedeutet so viel wie «Fest
nur von einem Eingang her betreten des Leibes und Blutes Christi». Er
werden, die Besucher*innen der Got- leitet sich ab aus dem Althoch-
tesdienste müssen Masken tragen und deutschen «vron» für «Herr» und
sich entsprechend den Markierungen «licham» für «Leib».
am Boden hinsetzen. Die Gemein- An Fronleichnam bringen die Ka-
schaft im französischen Burgund wird tholik*innen öffentlich ihren Glau-
Auch Maria zum Schnee in Hohenrain vor allem von Jugendlichen besucht. ben zum Ausdruck, dass Gott in
liegt am Kapellenweg. Bild: B. Troxler Brot und Wein mitten unter ihnen
ist. Als sichtbares Zeichen wird
Flyer aktualisiert
Schweiz
eine reich verzierte Monstranz mit
Der Kapellenweg lädt einer geweihten Hostie in feierli-
ins Seetal ein cher Prozession durch die Strassen
getragen. Zur Feier gehören auch
Der Kapellenweg im Seetal verbindet
Böllerschüsse, Männer in Uniform
zehn Kapellen und Kirchen zwischen
und Frauen in Trachten, Blasmu-
Baldegg und Altwis auf einer rund 19
sikkapellen und Feldaltäre.
Kilometer langen Wanderstrecke auf
Eine Besonderheit ist die Seepro-
der rechten Seite des Baldeggersees.
zession in Meggen: Nach der Feier
Im August 2020 wurde er eröffnet, jetzt
der Messe besteigen die Gläubi-
hat der Trägerverein den Flyer dazu
gen Schiffe und fahren nach Hin-
aktualisiert. Dieser liegt in den Schrif-
termeggen. Von dort ziehen alle in
tenständen auf und kann über die
Prozession zur alten Pfarrkirche
Website heruntergeladen werden.
St. Magdalena.
Der Weg führt vom Kloster Baldegg
Das Fest geht zurück auf eine Vi-
zur Kapelle Maria im Schnee und nach
50 000 Kinder werden jährlich im sion der Augustinernonne Juliana
Lieli, auf das Schloss Heidegg, über
Kinderspital Bethlehem behandelt. von Lüttich im Jahr 1209. In der
Hitzkirch nach Hämikon, hinunter
Bild: Andrea Krogmann Reformation entwickelte sich das
nach Altwis und über Ermensee zum
Fest zu einem konfessionsschei-
Endpunkt in Richensee.
Kinderhilfe Bethlehem denden Merkmal. Der Gegensatz
kapellenweg-seetal.ch
1,5 Millionen trotz Corona hat sich inzwischen abgeschwächt.
(kathweb/Liturg. Institut/sys)
Die Weihnachtskollekte wird traditio-
Welt
nellerweise für das Caritas Baby Hos-
pital in Bethlehem aufgenommen.
Bekämpfung von Missbrauch
2020 war die Zahl der Besucher*innen
Europäische Konferenz
von Gottesdiensten auch an Weih-
Mittel- und osteuropäische Bischofs- nachten begrenzt. Dennoch kamen
konferenzen wollen sich im Septem- insgesamt 1,5 Millionen Franken an
ber ausführlicher mit dem Thema Spenden zusammen, dies auch dank
Missbrauch befassen. Das Treffen im grosszügiger Spenden von Einzelper-
polnischen Warschau soll vor allem sonen und Gemeinschaften. Dennoch
einen geistlich-theologischen Ansatz sind dies 0,6 Millionen weniger als im
haben, aber auch praktische Beispiele Vorjahr. Das Kinderspital Bethlehem Schiffsprozession an Fronleich-
aus Ländern wie Kroatien, Slowakei behandelt jährlich bis zu 50 000 Kin- nam in Meggen im Jahr 2017.
und Polen vorstellen. Auch orientali- der unabhängig von ihrer Herkunft Bild: kpm.ch/Guido Müller
sche Bischofskonferenzen sind dabei. und Religion.10 Schwerpunkt
Ein Leben in der Nachfolge Jesu
Sehnsucht nach Hingabe an Gott
Sie ist Pfarreiseelsorgerin, geweihte schen Wiesbaden in einem katholi-
Jungfrau und Mitglied der Franzis- schen Elternhaus auf, in dem es wich-
kanischen Gemeinschaft: Christine tig war, «selber zu denken». Das Le-
Demel (54) aus Willisau hat ihr Le- ben in der dortigen Pfarrei beschreibt
ben dem Evangelium verschrieben, sie heute als «wie in einer grossen
ohne Ordensfrau zu sein. Familie». Bei den Kindergottesdiens-
ten wurde sie zum Ministrieren, Vor-
«Lebe das, was du vom Evangelium beten und Diskutieren eingeladen.
verstanden hast. Und wenn es noch so «Der Pfarrer hat uns ernst genommen.
wenig ist. Aber lebe es.» Dieser Satz Diese Gottesdienste im kleinen Kreis
von Frère Roger Schütz, Gründer der haben Spass gemacht», erzählt sie la-
Gemeinschaft von Taizé, ist für Chris- «Es geht darum, die Lebensform zu chend.
tine Demel zum Lebensmotto gewor- wählen, die einen glücklich macht», Später war Christine Demel Mitglied
den. sagt Christine Demel. und Leiterin von Jugendgruppen, sie
Das Evangelium zu leben bedeutet für wirkte mit in Liturgie- und Dritt-Welt-
sie, mit Jesus im Dialog zu sein, sich den Händen, schweigt bisweilen ei- Gruppen und besuchte ein katho-
zu fragen, was er heute tun würde. nen Moment, ehe sie spricht. lisches Gymnasium, an dem sie Got-
«Ich mache mir immer wieder be- tesdienste erlebte, die von den Schü-
wusst, dass es um das ‹Heil der Men- Gottesdienste mitgestalten lerinnen mitgestaltet wurden. Dass sie
schen› geht, dass sie glücklich sind», Die Liebe zu Jesus prägt ihr Leben sich für ein Theologiestudium ent-
übersetzt sie den Begriff ins Heute. seit ihrer Kindheit. «Ich habe Jesus schied, erscheint nur folgerichtig.
Die zierliche Frau mit dem halblan- immer in Ausschliesslichkeit und mei-
gen, grau melierten Haar wählt ihre nem Alter entsprechend geliebt», sagt Ökologischer Lebensstil
Worte behutsam, unterstreicht sie mit sie rückblickend. Sie wuchs im deut- Wie ein roter Faden zieht sich Demels
«Sehnsucht nach Hingabe an Gott in
der Nachfolge Jesu» durch ihr Leben.
Zwei Formen verbindlichen Glaubenslebens Nachfolge, das bedeutet für sie «von
Geweihte Jungfrauen verstehen sich als Bräute Christi, die ihr Leben ganz Jesus zu sprechen», aber noch mehr
Gott schenken. Deshalb geloben sie bei ihrer Weihe gegenüber dem Bischof «so zu handeln wie er». Diakonie istt
Jungfräulichkeit. Ihre Aufgabe besteht einerseits im Gebet, speziell für die für die Pfarreiseelsorgerin denn auch
Ortskirche. Andererseits gibt ihr Leben Zeugnis von Gottes Liebe ab. Ob sie die glaubwürdigste Form der Verkün-
ihr Charisma eher kontemplativ oder aktiv tätig leben, ist ihnen freigestellt. digung: In der Not für die Menschen
Sie können alleine wohnen, bei ihrer Herkunftsfamilie oder in einer Ge- da sein, ihnen zuhören, sie zu ihrem
meinschaft mit Gleichgesinnten. In der Schweiz leben derzeit rund 60 ge- eigenen Glauben hinführen. Um auch
weihte Jungfrauen, die sich einmal jährlich in ihrem Bistum treffen. Der hierfür ausgebildet zu sein, absol-
emeritierte Weihbischof Martin Gächter ist im Bistum Basel ihre Ansprech- vierte sie zusätzlich ein Studium in
person. Sozialwesen.
Die Franziskanische Gemeinschaft (auch Dritter Orden OFS genannt) ist Diese Liebe zum Evangelium fand
nebst den Ordensbrüdern und -schwestern eine weltliche Form, verbind- Christine Demel in der franziskani-
lich franziskanische Spiritualität zu leben. Die Mitglieder wirken dort, wo schen Spiritualität wieder. Mit 20 Jah-
sie leben und arbeiten: in Ehe und Familie, am Arbeitsplatz oder im ehren- ren schloss sie sich daher der Franzis-
amtlichen Engagement. Inspiriert von Franz von Assisi, pflegen die Mit- kanischen Gemeinschaft (siehe Kas-
glieder einen einfachen Lebensstil. Die «Option für die Armen» und ein ten) an. Diese Mitgliedschaft äussert
respektvoller Umgang mit der Schöpfung prägen ihre Spiritualität. sys sich für Demel auch in einem öko-
ordovirginum.ch | franziskanische-gemeinschaft.ch logischen Lebensstil: «Ich werfe Din-
ge nicht so schnell weg», erklärt sie.Schwerpunkt 11
«Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast», lautet das Lebensmotto von Christine Demel. Bilder: Martin Dominik Zemp
«Und ich überlege, woher das Ge- len, was einen glücklich macht. Wenn sie in ihrem Artikel im Buch «Weil
müse kommt, das ich einkaufe.» ich zu einer Entscheidung stehe, kann Gott es so will». Darin versammelt die
Dennoch kam ein Ordensleben für sie ich zu innerer Reife gelangen.» Benediktinerin Philippa Rath Zeug-
nicht in Frage. «Ich habe Talente, die Eine Berufung, die sie nicht in vollem nisse von 150 Frauen, die sich zur
es in einem Orden nicht braucht: Ich Umfang leben kann, ist jene zur Pries- Priesterin oder Diakonin berufen
bin sehr selbständig und organisiere terin. Wenn sie als Studentin einer fühlen. Indem die Kirche Frauen die
gern. In einem Orden würde mir das Agape-Feier vorstand, merkte sie: «Da Weihe vorenthalte, «riskiert sie, dass
abgenommen.» Christine Demel ent- strömt etwas durch mich hindurch, wir bald keine Eucharistie mehr feiern
schied sich daher, ihr spirituelles Cha- wenn wir miteinander das Brot seg- können», sagt Demel.
risma als «geweihte Jungfrau» (siehe nen und es teilen.»
Kasten) zu leben. Sie wollte damit Weil in der Symbolik der Kirche das Gläubige als Konsumierende
«etwas offiziell machen, was ich be- Männliche das aktive «Machen» be- Reformbedarf sieht sie allerdings auch
reits lebte», begründet sie ihre Ent- deute, liefen manche Priester Gefahr, an der Kirchenbasis. Sie bedauert,
scheidung, nämlich ihre Sehnsucht sich selbst als diejenigen zu sehen, dass die Gläubigen in den meisten
nach Gott und die Ausschliesslichkeit welche die Wandlung bewirkten. Gottesdiensten bloss Konsumierende
dieser Liebe. Priesterinnen wären hingegen eine seien. Ganz anders als in den Gottes-
Bereicherung, «um auszudrücken, diensten, die sie in ihrer Jugend erlebt
Zur Priesterin berufen was wir tatsächlich feiern», findet hat, wo im kleinen Kreis aktive Be-
So habe sie in Beziehungen mit Män- Demel. Weil das Weibliche das Emp- teiligung möglich war. «Das wäre in
nern gespürt, dass ihre Liebe zu Jesus fangende symbolisiere, käme so mehr unseren Pfarreien ebenfalls möglich.
einer Partnerschaft im Weg stand. zum Ausdruck, dass «wir alles von Und das liegt nicht nur an den Haupt-
Und Kinder, eine eigene Familie? Sie Gott empfangen, auch das Sakra- amtlichen, sondern auch an der Ge-
denkt einen Moment nach, ehe sie ment». meinde, die sich darauf einlassen
ruhig entgegnet: «Jede Entscheidung Sehr gerne würde sie dazu beitragen, müsste», sagt Christine Demel, und es
für eine Lebensform bedeutet auch «dass in jeder Pfarrei an jedem Sonn- klingt durchaus hoffnungsvoll.
Verzicht. Es geht darum, das zu wäh- tag Eucharistie gefeiert wird», schreibt Sylvia StamAZA 6023 Rothenburg
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Herausgeber: Kath. Kirchgemeinde Rothenburg,
Flecken 34, 6023 Rothenburg Hinweise für den überpfarreilichen Teil: Kantonales Pfarreiblatt, c/o Kommunikationsstelle der röm.-kath.
Redaktion: Esther Haefliger Landeskirche des Kantons Luzern, Abendweg 1, 6006 Luzern 6, 041 419 48 24/26, info@pfarreiblatt.ch
Erscheint 19 Mal im Jahr Druck und Versand: Brunner Medien AG, 6011 Kriens, www.bag.ch
Worte auf den Weg
Eine Libelle auf einem Grashalm am Ufer eines Bergsees. | Bild: Sylvia Stam
N
imm dir Zeit.
Ein Acker, der ausruhen konnte,
liefert eine prächtige Ernte.
Ovid (43 v. Chr. bis 17 n. Chr.), römischer EpikerSie können auch lesen