Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch

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Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
28. NOVEMBER BIS 11. DEZEMBER

                                                         25 2020

Ein neuer Gastgeber
 Interview mit Csongor Kozma

 Der neue Leiter der Paulus Akademie
 lebt Diversität und träumt von einem
 Ethik-Kompetenzzentrum.
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
EDITORIAL

                                                                   ONLINE+        Web
                                                                   Advent online

                                                                   Im letzten Heft haben wir
                                                                   «Adventsideen für besondere
                                                                   Zeiten» und klassische
                                                                   Adventskalender vorgestellt.
                                                                   Auf unserer Website haben
Wie gut kennen Sie Ihre Stadt, Ihr Dorf oder                       wir diese Ideen nun mit vielen
Quartier?                                                          weiteren Angeboten der Kir-
                                                                   chen ergänzt. Ein Samichlaus-
Wie meinen Hosensack, dachte ich mir, schliesslich wohne ich
                                                                   Sack voller Anregungen, wie
bald dreissig Jahre hier. Bis wir während des Lockdowns die
                                                                   sich auch dieser Advent zu
Idee hatten, entlang der Grenzen unserer Stadt zu wandern.
                                                                   Hause und im kleinen Kreise
Ausgestattet mit der Landkarte, die unsere Kinder in der Primar-
                                                                   als Launenheber gestalten
schule beim Geografie-Unterricht bekommen hatten, und
                                                                   lässt.
einer neuen Wander-App, machten wir uns auf den Weg.

In mehreren Etappen, die sich über Sommer und Herbst zogen,        Corona-Manifest
stiefelten wir über Wiesen, hangelten uns an Gestrüpp haltend
                                                                   Der Zürcher Pfarrer und Dekan
Abhänge hinunter, witzelten darüber, wie wir mitten durch eine
                                                                   Marcel von Holzen hat das
Scheune oder über das Flüsschen die Grenze nicht verlieren
                                                                   Corona-Manifest der Zürcher
könnten. Neugierig beäugten wir unbekannte Häuserzeilen (wow,
                                                                   Kirchen mit unterzeichnet. Im
mit Swimmingpool ...), entdeckten zwei uns unbekannte,
                                                                   Interview erklärt er die Wich-
herrlich wilde «Tobel», wunderbar einsame Waldwege, genossen
                                                                   tigkeit dieser Initiative, die
unerwartete Ausblicke bis in die Alpen und beobachteten
                                                                   den Menschen zeigen will,
die Wisente und Hirsche des Tierparks plötzlich aus einer ganz
                                                                   dass sie von der Kirche nicht
anderen Perspektive.
                                                                   alleine gelassen werden.

Auch uns schlägt die Coronakrise langsam auf das Gemüt.
Aber auf die Idee, das ganz Naheliegende zu entdecken,             Wussten Sie …
hat sie uns gebracht. Und neue Perspektiven – nicht nur geo-       … dass in unserem Online-
grafische – zeigt sie uns auch auf: Weniger planen, mehr auf       Archiv die forum-Ausgaben
den Fluss des Lebens achten, flexibel auf immer wieder neue        der letzten fünf Jahre als PDF
Situationen eingehen. Als Redaktion haben wir uns zum Bei-         zum Download zur Verfügung
spiel vorgenommen, in diesem Winter möglichst viele «Outdoor-      stehen? In der Rubrik «Archiv»
Geschichten» zu schreiben: aufzeigen, wer alles trotz Wind und     sind die Jahresübersichten
Wetter draussen etwas erlebt – und sein Immunsystem stärkt.        mit den erschienenen Ausga-
                                                                   ben leicht zu finden.
Doch manchmal gibt es nichts Positives zu finden, es bleibt
einfach nur Ohnmacht und Hilflosigkeit. Deshalb haben sich
die Zürcher Kirchen – und damit wir alle – mit dem Corona-         www.forum-pfarrblatt.ch
Manifest verpflichtet, gerade mit Blick auf Advent und Weih-
nachten niemanden allein zu lassen, ob im Spital oder im
Gefängnis. Als Kirche wollen wir uns um die sozialen Bedürf­
nisse der Menschen kümmern, denn «Mensch-Sein ist
mehr als Gesund-Sein».

                                                                                forum 25 2020    2
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INHALT

                                                   4

                                                                                                                                                                Foto: Christoph Wider
SCHWERPUNKT

Paulus Akademie
In Zürich-West hat die Paulus
Akademie einen neuen Ort
gefunden. Nun hat sie auch einen
neuen Leiter: Csongor Kozma.
Der Bündner mit ungarischen Wur-
zeln träumt von einem Kompetenz-
zentrum für Ethik und sieht sich
als dessen Gastgeber.

                                                                                                                    FORUM IM FORUM                       6

GLAUBEN HEUTE
                                           25                                                                       Synode
                                                                                                                    Intensive Diskussion

                                                                                                          26
                                                                                                                    BISCHOFSWAHL                         7
                                                                                                                    Aus ethischer Sicht
   « Wir dürfen                                                                  IM ZÜRIPIET DIHEI
                                                                                                                    Heute ein guter Bischof sein
   uns freimachen                                                                Jesuskind im                       KOLUMNE                              8
   vom Zwang,                                                                    Schaufenster
                                                                                                                    Bericht aus dem Vatikan
   alles bewerten                                                                Krippen aus aller Welt bilden
                                                                                                                    Kleiner Staat – grosse Medizin
   zu wollen.»
                                                                                 in Schaufenstern von Uster einen
                                                                                 Weg von der katholischen zur
                                                                                 reformierten Kirche.               AUS DEN PFARREIEN             9–24
   Michaele Madu

                                                                                                                                                        28
                                                         Foto: Christoph Wider

   in ihrer Kolumne «Kein Weizen ohne Unkraut»                                                                      KURZNACHRICHTEN
                                                                                                                    Corona-Manifest
                                                                                                                    Hofnärrin der Mitmenschlichkeit

                                                                                                                    BOUTIQUE                           29
                                                                                                                    Spotlight
                                                                                                                    Der Richter – Domschatzmuseum Chur
                                                                                                                    Schaufenster
                                                                                                                    Kalender der Religionen

                                                                                                                    AGENDA                             31

                                                                                                                    SCHLUSSTAKT                        32
                                                                                                                    Was ich einmal war
                                                                                                                    Physikerin Karin Reinmüller

Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 17. November 2020

Titel: Csongor Kozma, neuer Leiter der Paulus Akademie

Foto: Christoph Wider

                                                                                                                                           forum 25 2020    3
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SCHWERPUNKT

Paulus und sein neuer Gastgeber
In Zürich-West hat die neue Paulus Akademie einen Ort gefunden, nun hat sie
auch einen neuen Leiter: Csongor Kozma. Der Bündner mit ungarischen
Wurzeln träumt von einem Kompetenzzentrum für Ethik und sieht sich als
dessen Gastgeber.

                         Die Paulus Akademie stellt Fragen zur Zeit.          Was heisst das?
                         Welche Frage beschäftigt Sie aktuell am meisten?     Dass wir nicht nur das Haus füllen mit Veran-
                         Ich funktioniere momentan, es ist alles neu und      staltungen zu ethischen Themen. Sondern dass
                         ich passe mich an. Die Hauptfrage ist für mich:      wir angefragt werden, Unternehmen und Insti-
                         Wie richten wir die Paulus Akademie so aus,          tutionen zu beraten. Dafür haben wir bereits
                         dass sie optimal auf die Fragen der Zeit antwor-     hochkompetente Mitarbeitende im Haus.
                         ten kann? Das hat mit einer Strategie zu tun.
                         Deren Entwicklung habe ich als neuer Direktor        Wenn Zürich ein Theaterstück wäre und die Pau-
                         sofort eingeleitet.                                  lus Akademie eine Rolle hätte – was wäre das?
                                                                              Ich glaube, das Theaterstück würde «Wurzeln
  Ich wünsche mir, dass wir eines Tages das                                   und Flügel» heissen. Wir sind verwurzelt in der
                                                                              katholischen Glaubens- und Denkwelt, wir ha-
Ethik-Kompetenzzentrum für die deutschsprachige                               ben diesen Standpunkt und von dort aus den-
Schweiz werden.                          Csongor Kozma                        ken wir. Die Flügel lassen uns abheben, hinaus
                                                                              in die Begegnung mit der Welt. Die Rolle der
                         Fragen haben die Leute selbst genug. Warum ist       Paulus Akademie wäre wohl die des Narren. Wir
                         die Paulus Akademie nicht Ort der Antworten?         wechseln die Perspektive, was durchaus irritiert
                         Wenn wir nur Antworten liefern würden, dann          und erstaunt, auf humorvolle Weise.
                         wären wir eine moralische Instanz. Das möch-
                         ten wir nicht, genauso wenig, wie wir Antworten      Sie möchten offen sein für alle. Wer ist Ihr Ziel­
                         «ex cathedra» liefern. Unsere Rolle ist die der      publikum? Kirchenleute, die sich für gesellschafts-
                         Moderatoren oder die der Mediatoren, bei kon-        politische Themen interessieren? Oder Kirchen-
                         fliktträchtigen Themen. Wir haben den An-            ferne, um ihnen christliche Zugänge zu zeigen?
                         spruch, die «richtigen» Fragen zu stellen, also      Auch das müssen wir in der Strategieentwick-
                         jene, die die Leute umtreiben. Und sie so zu stel-   lung klären. Unser Auftrag ist, den Dialog zwi-
                         len, dass sie selbst zu einer Antwort kommen.        schen Kirche und Gesellschaft zu fördern. Un-
                                                                              ser Zielpublikum ist die «breite Öffentlichkeit»
                         Was motiviert Sie in der neuen Aufgabe?              und Mitglieder der Kirchen, da denken wir öku-
                         Als ich das Stelleninserat meinen Liebsten und       menisch. Finanziert werden wir hauptsächlich
                         engen Freunden zeigte, sagten sie: «Das bist ge-     von der katholischen Körperschaft im Kanton
                         nau du.» Alles, was ich bisher gemacht habe und      Zürich, das heisst, wir möchten spezifisch etwas
                         was ich bin, hat mich hierhergeführt.                für kirchlich verortete Menschen bieten.

                         «Genau du»? Was macht Sie denn aus?                  An welches Segment Kirchenmitglieder denken Sie ?
                         Ich bin hier in erster Linie ein Gastgeber. Das      An alle. Mein Kirchenverständnis ist, dass wir
                         habe ich von meinen Eltern und von meiner un-        alle Kirche sind, nicht nur die Würdenträger.
                         garischen Herkunft mitbekommen: das offene           Anders gesagt: Wir sind alle Würdenträger, weil
                         Haus. Dann: Diversität ist wichtig für diese Aka-    wir Menschenwürde haben. Kirche ist für mich
                         demie und so bin ich aufgewachsen. Ich bin ein       also ganz breit, von jugendlichen Interessierten
                         Kind von Ausländern und doch hier aufgewach-         bis zu älteren Menschen im Ruhestand.
                         sen. Ich würde mich als Davoser bezeichnen,
                         nicht als Ungare. Auch bin ich Teil einer Regen-     Wie möchten Sie die Menschen erreichen?
                         bogenfamilie. Ich lebe Diversität aktiv.             Es braucht neue und passende Formate, nicht
                                                                              nur wegen Corona. Wir nehmen die sozialen Me-
                         Ihre Vision für diesen Ort?                          dien in den Dienst. An jüngere Menschen kom-
                         Persönlich wünschte ich mir, dass wir eines          men wir so vielleicht heran, an ältere wohl eher
                         Tages das Ethik-Kompetenzzentrum für die             mit Abend-Veranstaltungen. Der Standort mit-
www.paulus-akademie.ch   deutschsprachige Schweiz werden.                     ten in Zürich im ehemaligen Industriequartier

                                                                                                               forum 25 2020    4
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
kommt uns entgegen. Wir öffnen unsere Türen
für die Menschen, die hier leben und arbeiten.

Und das Kirchenpublikum?
Pfarreien ansprechen, in kirchlichen Medien
präsent sein. Meine erste Veranstaltung war ein
Gespräch mit Roland Juchem, einem Vatikan-
journalisten. Ganz bewusst, weil es kirchliche
Mitarbeitende angesprochen hat.

Athen, Philippi, Rom – die Namen der Räume in der
Akademie lehnen sich an die Reiseroute des Apos-
tels Paulus an. Welche Bedeutung sollen der alte
Paulus und die biblische Tradition heute haben?
Jesus ist der Gründervater unserer Religion. Der
Kommunikationschef war Paulus. Er hat die
Idee verbreitet. Das trifft sich mit unserer Visi-
on: im Dialog sein. Auch war er es, der die Kir-
che geöffnet hat für die Heiden. Er steht für die
Öffnung zur Welt und für den Austausch mit ihr.

Und inhaltlich?
Gott ist die frei verschenkende, bedingungslose
Liebe. Wenn wir das den Menschen weitergeben,
hat das Konsequenzen für die Menschenwürde,
die Gleichberechtigung. Das Zweite ist: Teilen.
Teilen beeinflusst unsere Wirtschaftsethik.

Sie haben in Jerusalem studiert, auch ein Ort, an
dem Paulus war. Was haben Sie mitgenommen?
Das Studienjahr stand unter dem Motto «Kultur
                                                     Foto: Christoph Wider

und Religion». Um deren Verhältnis zu verste-
hen, habe ich ein Bild mitgenommen: Die beiden
sind zueinander wie die Schichten einer Zwie-
bel, wie Kern und Schale. Religion und Kultur                                                                                             Csongor Kozma leitet
                                                                                                                                          seit August 2020 die
ergänzen sich, das eine geht nicht ohne das an-
                                                                                                                                          Paulus Akademie. Der
dere, beides ist uns Menschen gleich innerlich.                                                                                           49-Jährige ist als Sohn
                                                                                                                                          ungarischer Eltern in
Sie stehen zu Ihrer Lebensform, in einer Regen­                              Haben Sie Ablehnung konkret auch vonseiten                   Davos (GR) aufgewach-
                                                                                                                                          sen. Ursprünglich Pri-
bogenfamilie zu leben. Laut Lehre lehnt die Kirche                           kirchlicher Institutionen erlebt?                            marlehrer, studierte
Ihre Lebensform ja immer noch ab. Haben Sie diese                            Ich merke manchmal eine gewisse Distanz oder                 Kozma Theologie und
Ablehnung jemals konkret erleben müssen?                                     Unverständnis. Harte Diskriminierung habe ich                Gesellschafts-, Kultur-
                                                                                                                                          und Religionswissen-
Meine Tante ist sehr katholisch. Sie liebt mich                              nicht erlebt. Im Gegenteil, ich wurde einstimmig             schaften. Er arbeitete
und hat sich gefreut, dass ich hier Direktor ge-                             angestellt vom Stiftungsrat, der die katholische             beim Bundesamt für
worden bin. Gleichzeitig fand sie, das sei doch                              Kirche im Kanton Zürich vertritt. Umgekehrt,                 Ge­sundheit, war
                                                                                                                                          stv. Geschäftsführer
irgendwie falsch, dass «die Oberen» das zulas-                               manche haben sich gewundert, dass ich für die
                                                                                                                                          der Nationalen Ethik-
sen. Es geht in die Richtung: Ich liebe dich, aber                           katholische Kirche arbeiten möchte. Ich sage: Ja,            kommission im Bereich
deine Lebensform kann ich nicht akzeptieren.                                 das ist auch katholische Kirche hier in Zürich.              Humanmedizin und
                                                                                                                                          schliesslich Sekretär
                                                                                                                                          der Geschäftsleitung
Wie gehen Sie damit um?                                                      Wie deuten Sie die Herausforderung Corona?                   und des Stiftungsrates
Von Paulus habe ich die Tugend der Milde ge-                                 Wir müssen uns physisch fernbleiben, das be-                 in der Stiftung Gesund-
lernt. Ich hatte ja selbst lange Mühe, mich zu ak-                           daure ich sehr. Gerade für dieses Haus wäre es               heitsförderung
                                                                                                                                          Schweiz, wo er berufs-
zeptieren, wie ich bin. Ich habe es geschafft, und                           jetzt so wichtig, uns kennenzulernen, ein Team               begleitend den Stu­
ich finde, mindestens so lange muss ich anderen                              zu formen, miteinander zu arbeiten. Gleichzei-               diengang «Executive
auch geben, mich zu akzeptieren. Ich möchte                                  tig bin ich überzeugt: Krise bringt Innovation.              Master of Business
                                                                                                                                          Administration (EMBA)
transparent leben, mich angreifbar machen. Das                               Wir können gar nicht anders, als Neues auszu-
                                                                                                                                          in Leadership and Ma-
heisst aber nicht, dass ich mich nur angreifen                               probieren.                                                   nagement» abschloss.
lasse. Ich setze mich ein, auch für meine Familie.                                                  Das Gespräch führte Veronika Jehle.

                                                                                                                                              forum 25 2020    5
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
FORUM IM FORUM

Synode der katholischen Kirche im Kanton Zürich

Intensive Diskussion
Nach intensiver Diskussion verabschiedete das Kirchenparlament eine Resolution
zur Unterstützung der Konzernverantwortungsinitiative. Die Synode hat zudem
mit Barbara Winter-Werner eine weitere Frau in den Synodalrat gewählt.

                                                                   und eine Kandidatin standen zur Wahl,       und Ansprechpersonen benannt wer-
                                                                   mit 48 von 75 Stimmen wählten die Sy-       den. Das Beichtgeheimnis ist davon aus-
                                                                   nodalen Barbara Winter-Werner aus           genommen! 42 von 75 Synodalen stimm-
                                                                   Winterthur. Damit ist der neunköpfige       ten dem Antrag zu.
                                                                   Synodalrat mit vier Frauen und fünf
                                                                   Männern wieder komplett. Barbara            Die Synodalen überwiesen eine Motion zu
                                                                   Winter-Werner ist 53 Jahre alt, studierte   Klima- und Umweltmassnahmen in der
                                                                   ETH-Naturwissenschafterin, Lehrbe-          katholischen Kirche des Kantons Zürich
                                                                   auftragte für Medizinethik an der Uni-      mit dem Ziel netto null CO2-Emissionen
                                                                   versität Zürich und arbeitete zuletzt als   bis 2050. «Damit rennen Sie offene
                                                                   Geschäfts- und Teamleiterin am Begeg-       Türen ein», erklärte der zuständige Syn-
                                                                   nungszentrum «Anhaltspunkt» der ka-         odalrat Peter Brunner. «Sie deckt sich
                                            Foto: Simon Spengler

                                                                   tholischen Kirchgemeinde Winterthur.        mit unseren Legislaturzielen.»
                                                                                                                                                     pd/bl

                                                                   Im Nachgang zur Steuervorlage 2017 trat
                                                                   ein Gesetz in Kraft, wonach die öffent-
                                                                   lich-rechtlich anerkannten Kirchen
Die neu gewählte Synodalrätin
                                                                   während vier Jahren jährlich fünf Mil-
Barbara Winter-Werner.
                                                                   lionen Franken erhalten, um die fi-
                                                                   nanziellen Folgen der Steuervorlage
                                                                                                                NÄCHSTE SYNODENSIT ZUNG
Über zwei Stunden feilschte die Synode an                          abzufedern. Für die Jahre 2021 bis 2025
ihrer Sitzung vom 5. November um Grund-                            sind dies für die katholische Körper-
sätze und Wortwahl einer Resolution                                schaft und die reformierte Landeskir-        6. Sitzung, 10. Amtsperiode,
für die Konzernverantwortungsinitiati-                             che jährlich je 2 494 000 Franken, für       Römisch-katholische Synode
                                                                                                                des Kantons Zürich
ve. War man sich im Anliegen einig, so                             die christkatholische Kirche 12 000 Fran-
stimmte doch der Weg zum gemeinsa-                                 ken. Die Synodalen beschlossen auf
                                                                                                                Donnerstag, 3.12.2020, 8.15 Uhr,
men Ziel nicht für alle. Schliesslich                              Antrag des Synodalrats einstimmig,
                                                                                                                ref. Kirchgemeindehaus
stimmten 42 von 73 Synodalen der Re-                               dass das Geld nach einem gerechten
                                                                                                                Liebestr. 3, Winterthur
solution zu. Darin steht unter anderem:                            Verteilschlüssel vollauf den Kirchge-
«Wir teilen das Anliegen der Initiative,                           meinden ausbezahlt wird.
                                                                                                                Traktanden
welche in der Schweiz sesshafte Unter-
nehmen verpflichten will, für ihre sowie                           Das Seelsorgegeheimnis ist eine spezielle    1. Mitteilungen
für die Tätigkeiten der von ihnen kont-                            Form des Berufsgeheimnisses, ähnlich         2. 	Verabschiedung von Generalvikar
rollierten Unternehmen in den betrof-                              dem Arzt- oder Anwaltsgeheimnis. Man              Dr. Josef Annen
fenen Ländern Verantwortung für das                                kann davon nur mit Einverständnis der        3. Budget 2021 der Zentralkasse
Einhalten der Menschenrechte und                                   sich anvertrauenden Person entbunden         4. 	Unterstützung des Neubaus der
ökologischer Mindeststandards zu über-                             werden. Ausser im Notfall: bei ernsthaf-          Kaserne der Schweizergarde
nehmen. Die Konzernverantwortungs-                                 ter Gefährdung der anvertrauenden                 im Vatikan
initiative zeigt dafür einen Weg auf, den                          Person oder Dritter oder bei Straftaten      5. 	Aufstockung des «Felix und
die Mitglieder der Synode mehrheitlich                             mit schwerer körperlicher, materieller            Regula»-Fonds. Beitrag an die
unterstützen.»                                                     oder seelischer Schädigung. Bisher gab            Röm.-kath. Landeskirche Uri
                                                                   es für diese Entbindung in der katholi-      6. 	Fragestunde
Barbara Winter-Werner wurde als neue                               schen Kirche im Kanton Zürich keine
Synodalrätin gewählt. Die Ersatzwahl                               klar benannte Stelle. Neu soll dazu ein      Aufgrund der speziellen Lage durch die
                                                                                                                Corona-Pandemie ist die Sitzung aus-
drängte sich auf, nachdem Willi Lü-                                Gremium geschaffen werden, das die
                                                                                                                nahmsweise nicht öffentlich.
chinger – seit Frühjahr 2018 in der Exe-                           Kirchenpflegen (die bisher meist zu-
kutive – aus gesundheitlichen Gründen                              ständig waren) entlastet und Rechts­         www.zhkath.ch/synode
zurückgetreten war. Zwei Kandidaten                                sicherheit schafft, indem klare Abläufe

                                                                                                                                      forum 25 2020    6
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
FORUM
                         BISCHOFSWAHL
                              IM FORUM

                       Aus ethischer Sicht

                       Heute ein guter Bischof sein – wie geht das?
Foto: Chrisoph Wider

                       Was ist das Berufsethos eines Bischofs? Was           eine heilsame und gesunde Kirchenpraxis
                       sollte es sein? Es gibt mehrere Leitbilder für ein    wachsen. Deshalb ist die Aufforderung man-
                       solches Amtsethos, und sie sind kirchenge-            cher Kanonistinnen und Kanonisten, die «Räu-
                       schichtlich gut verankert: Der Bischof ist «Pon-      me zu nutzen, die das Recht heute schon bietet»,

                                                                                                                                                                      Foto: Corinne Aeberhard/zvg
                       tifex», ein «Brückenbauer», der dem «Dienst an        irreführend.
                       der Einheit» seiner Gemeinde verpflichtet ist. Er         Die Verfassung ist nichts Nebensächliches!
                       soll erster Lehrer, erster Beter, erster Hirte sei-   Auch im Sport entscheidet etwas vermeintlich
                       ner Ortskirche sein, der Verteidiger des rechten      Äusserliches wie die Spielfeldgrösse oder Spiel-
                       Glaubens gegenüber Gefährdungen. Durch die            regeln über Gelingen oder Misslingen der Spiel­
                       im Weihesakrament verliehene «heilige Herr-           idee. Wieso meint man ausgerechnet bei der                   Daniel Bogner (*1972)
                       schaftsgewalt» wird er zum Apostelnachfolger          Religion, das alles sei Nebensache?                          studierte Theologie,
                                                                                                                                          Philosophie und Politik-
                       und Repräsentanten Christi.                                                                                        wissenschaft, ehe er
                           So weit die Theorie. In der Praxis stellt sich    Was wäre also ein angemessenes Amtsethos für                 Menschenrechtsrefe-
                       heraus: Diese Bestimmungen sind bedeutungs-           das Bischofsamt heute? Ein guter Bischof weiss:              rent der Deutschen
                                                                                                                                          Bischofskonferenz wur-
                       schwer, aber abstrakt. Man kann höchst Unter-         «Ich übe ein Amt aus, das eine höchst wechsel-
                                                                                                                                          de. Seit 2014 lehrt er
                       schiedliches daraus ableiten: In vielen Bistü-        volle Geschichte hat. Die Kirche ist wie ein nie-            als Professor für Moral­
                       mern dieser Erde gibt es Bischöfe, die ihr Amt        mals renoviertes Haus am Auseinanderbre-                     theologie und Theolo-
                                                                                                                                          gische Ethik in Freiburg,
                       nach bestem Wissen und Gewissen ausüben               chen, weil ihre Grundordnung nicht mitge-
                                                                                                                                          mit den Schwerpunk-
                       und ihren Gläubigen ein «Bruder unter Glei-           wachsen ist.» Um dieses Amt heute sinnvoll                   ten Menschenrechte,
                       chen» sein wollen. Auf der anderen Seite gibt         ausüben zu können, muss man es beinahe neu                   Rechtsethik und Be-
                       es jene «Lordsiegelbewahrer» der Orthodoxie,          erfinden. Es genügt nicht, in den Spuren einer               gründung einer theolo-
                                                                                                                                          gisch motivierten
                       die das zu einer bestimmten Epoche geronne­-          Kirchenorganisation zu verbleiben, deren inne-               Ethik. In seinem 2019
                       ne Glaubensverständnis für das unveränderbar          re Muster Monarchie und Ständegesellschaft                   erschienen, viel beach-
                       gültige halten.                                       sind. Ein guter Bischof heute krempelt die Är-               teten Buch «Ihr macht
                                                                                                                                          uns die Kirche kaputt …
                                                                             mel hoch und macht sich an die Erneuerung der
                                                                                                                                          doch wir lassen das
                       Meine Überzeugung ist: Das existierende Amtskon-      Baustellen von Kirchenverfassung und Institu-                nicht zu!» zeigte er die
                       zept genügt nicht, um das Bischofsamt den heu-        tion. Er kann das, weil sein Amt ihm genau die-              Krisenherde der rö-
                                                                                                                                          misch-katholischen
                       tigen Herausforderungen entsprechend auszu-           sen Auftrag auferlegt – dafür zu sorgen, dass
                                                                                                                                          Kirche auf und formu-
                       gestalten. Das zeigen strukturelle Defizite wie       auch heute und morgen Menschen Kirche sein                   lierte konkrete Not-
                       willkürliche Amtspraxis, autoritäre Entgleisun-       wollen und können. Er soll das, weil er einge-               wendigkeiten.
                       gen sowie der systemisch vorkommende sexuel-          setzt ist als der Brückenbauer. Sehr viele der
                       le Missbrauch in der Kirche.                          einstmals so rege frequentierten Brücken der
                           Es gibt eine Wechselwirkung von Recht und         katholischen Kirche zu den Menschen unserer
                       Rechtswirklichkeit. Aus einem Recht, dessen           Zeit aber sind heute verfallen oder eingestürzt.
                       innere Algorithmen einer Logik folgen, die dem
                       tiefsten Sinn der biblischen Botschaft wider-                   Daniel Bogner Professor für Moraltheologie und
                       spricht, kann nur unter grössten Verdrehungen                     Theologische Ethik an der Universität Freiburg

                                                                                                                                               forum 25 2020    7
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KOLUMNE

                                                                                                                                                 aus deamn
                                                                                                                                                 Vatik
Bericht aus dem Vatikan

Kleiner Staat – grosse Medizin
                                                                                                                   In ganz Rom besitzt der Vatikan 18 Kran-
                                                                                                                   kenhäuser. Die meisten davon werden
                                                                                                                   von Ordensgemeinschaften geführt und
                                                                                                                   in Zusammenarbeit mit dem italieni-
                                                                                                                   schen Gesundheitsministerium bezie-
                                                                                                                   hungsweise mit der regionalen Gesund-
                                                                                                                   heitsdirektion der Region Latium orga-
                                                                                                                   nisiert. Da es in Italien eine staatliche,
                                                                                                                   für alle kostenlose Krankenkasse gibt,
                                                                                                                   wird auch der Zugang zu den Vatikan-
                                                                                                                   Spitälern problemlos allen gewährt. Egal,
                                                                                                                   ob man Vatikan-Mitarbeiterin oder ka-
                                                                                                                   tholisch getauft ist. Neben diesen Ein-
                                                                                                                   richtungen gibt es noch 26 Reha-Zentren

                                                                                             Foto: Mario Galgano
                                                                                                                   und Altersheime, die ebenfalls dem Hei-
                                                                                                                   ligen Stuhl gehören.

                                                                                                                   Den derzeit mit Corona infizierten Schwei-
Das vatikanische Kinderspital «Bambino Gesù» in Rom.                                                               zergardisten, die ja keinen italienischen
                                                                                                                   Wohnsitz besitzen und während ihres
Der Vatikan ist nicht nur die Zentrale der rö-   von der Virusinfektion geheilten Patien-                          Rom-Aufenthalts Vatikan-Bürger sind,
mischen katholischen Kirche, die «alle Fä-       ten, die besonderen Knochenmark-                                  kommt eine Vatikan-interne Gesund-
den der Weltkirche hält». Der kleinste Staat     Stammzellen von seinem Vater. Damit hat                           heitseinrichtung zugute: die Direktion für
der Welt ist auch einer der grössten Arbeit­     die Kinderklinik einen Weg gezeigt, wie                           Gesundheit und Hygiene. Diese stellt den
geber im Medizin-Sektor. Wie viele Ärzte         auch krebskranke Kinder, die an Covid                             Gardisten und Angestellten des Vatikans
und Krankenpfleger für den Heiligen              erkrankt sind, behandelt werden können.                           Ärzte und Kliniken zur Verfügung. So
Stuhl arbeiten, ist nicht bekannt. Die                                                                             kann sich im 42 Hektaren grossen Staat
meisten von ihnen sind auch nicht direkt         Solche Geschichten gehören zum Alltag                             jeder nicht nur seelisch, sondern auch
für den Vatikan tätig. Aber die bekannten        im Kinderkrankenhaus. Das Spital wurde                            medizinisch sicher fühlen. Auch das ge-
rund 4500 Mitarbeiterinnen und Mitar-            in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhun-                            hört zum Katholischsein: Was der «gute
beiter des Vatikans – vom päpstlichen            derts auf Initiative der römischen Adels-                         Samariter» getan hat, soll jeder Christ tun:
Gärtner bis hin zu Papst Franziskus –            familie Salviati gegründet und dann dem                           für das Wohl der Mitmenschen sorgen.
können dank ihnen auf eine gesicherte            Papst «geschenkt». Papst Franziskus er-
Gesundheitsvorsorge und medizinische             innerte vor fast genau einem Jahr an den                          Was Schweizerinnen und Schweizer immer
Betreuung zählen. Gerade in der gegen-           150. Jahrestag der Gründung des Kin-                              gerne wissen wollen: Wer bezahlt das? Die
wärtigen Pandemie-Zeit leisten die vati-         derkrankenhauses: «Die Zukunft ist eine                           Spitäler in Rom werden zum grössten Teil
kanischen Medizineinrichtungen in Rom            Geschichte von Kindern», sagte der Papst.                         von der Region Latium finanziell getra-
eine wichtige Aufgabe – weit über den            Und er betonte: «Wenn Erwachsene mit                              gen. Die vatikanische Gesundheitsein-
Kirchenstaat hinaus. Allein das grosse           Kindern zusammen sind, lernen sie, die                            richtung wird durch einen Beitrag aller
Kinderspital «Bambino Gesù» («Jesus-             Zukunft zu erleben.» Damals sprach noch                           Angestellten finanziert, dazu helfen Bei-
Kind-Klinik») hat in den vergangenen             niemand vom Coronavirus. Wie prophe-                              träge des Peterspfennigs oder Spenden
Wochen etliche neue Forschungsarbei-             tisch klingen die Worte des Pontifex!                             an den Vatikan.               Mario Galgano
ten zur Überwindung der Covid-19-Pan-
demie präsentiert. So wurde im Juni ein
sechsjähriger Junge mit akuter lympho-
                                                                     Mario Galgano
blastischer Leukämie erfolgreich in der
                                                                     (*1980), ehemaliger Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz,
vatikanischen Kinderklinik behandelt.
                                                                     ist seit 2006 als Redaktor bei Vatican News tätig. Vatican News
Die Ärzte hatten den jungen Patienten,
                                                                     entstand 2017 als Nachfolgeorganisation von Radio Vatikan.
der mit dem Coronavirus infiziert war, zu-
                                                                     Galgano lebt mit seiner Familie in Rom. Er berichtet regelmässig
vor mit einer Plasmabehandlung auf die                               exklusiv für das forum in einer persönlichen Kolumne aus
Knochenmark-Transplantation vorbe-                                   dem Vatikan.
reitet. Das Plasma erhielt er von einem

                                                                                                                                            forum 25 2020    8
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
GLAUBEN HEUTE
                                 GLAUBEN HEUTE

                               Gleichnisse aktuell ➜ Unkraut und Weizen                                                        MATTHÄUS 13,24–30

                                                                                                                               Unkraut unter
Illustration: Nadja Hoffmann

                                                                                                                               dem Weizen
                                                                                                                               Jesus legte ihnen ein anderes Gleich-
                                                                                                                               nis vor: Mit dem Himmelreich ist
                                                                                                                               es wie mit einem Mann, der guten
                                                                                                                               Samen auf seinen Acker säte. Wäh-
                                                                                                                               rend nun die Menschen schliefen,
                                                                                                                               kam sein Feind, säte Unkraut unter
                                                                                                                               den Weizen und ging weg. Als die
                                                                                                                               Saat aufging und sich die Ähren
                                                                                                                               bildeten, kam auch das Unkraut
                                                                                                                               zum Vorschein.
                                                                                                                                   Da gingen die Knechte zu dem
                                                                                                                               Gutsherrn und sagten: Herr, hast du
                                                                                                                               nicht guten Samen auf deinen Acker
                                                                                                                               gesät? Woher kommt dann das Un-
                                                                                                                               kraut? Er antwortete: Das hat ein
                               Kein          Weizen ohne Unkraut
                               Spiritualität ganz alltäglich
                                                                                                                               Feind getan. Da sagten die Knechte
                                                                                                                               zu ihm: Sollen wir gehen und es aus-
                       Es gibt Menschen, die die Welt gerne klar          urteilen und einzugreifen. Auch heute in             reissen? Er entgegnete: Nein, damit

                               Unkraut und Weizen
                       und geordnet hätten. Sie würden es be-
                       grüssen, wenn das Schlechte gleich er-
                                                                          der Weltkirche würde uns eine Haltung
                                                                          der Pluralität guttun. So mancher Tau-
                                                                                                                               ihr nicht zusammen mit dem Un-
                                                                                                                               kraut den Weizen ausreisst.
                       kennbar wäre, um das Gute davon zu                 mel-Lolch kann sich doch noch als gu-                    Lasst beides wachsen bis zur Ern-
                       Es  gibt Menschen,
                       reinigen.    Im Alltagdie     die Welt
                                                  kann           gerne
                                                           das schon      Zeit
                                                                          ter  lässt. Es
                                                                              Weizen     ist oft schädlich,
                                                                                       entpuppen               zu früh zu
                                                                                                     oder umgekehrt.           te und zur Zeit der Ernte werde ich
                       klar und   geordnet    hätten.  Sie
                       beim Gärtnern so gehen. Man befreit  würden   es   urteilen und einzugreifen. Auch heute                den Schnittern sagen: Sammelt zuerst
                       begrüssen,     wenn    das  Schlechte
                       das Beet regelmässig von Wildwuchs,       gleich   in derunser
                                                                          Auch    Weltkirche
                                                                                        Inneres  würde    uns ein
                                                                                                   ist solch    eine Hal-
                                                                                                                   Acker,      das Unkraut und bindet es in Bündel,
                       erkennbar     wäre, um das gut
                       damit die Nutzpflanzen         Gute   davon zu
                                                          gedeihen.       tung
                                                                          auf demderUnkraut
                                                                                     Pluralitätundguttun.
                                                                                                    Weizen  Sonicht
                                                                                                                 mancher
                                                                                                                      ein-     um es zu verbrennen; den Weizen
                       reinigen. Im Alltag kann das schon beim            Taumellolch     kann    sich   doch
                                                                          fach nebeneinander wachsen. Viele un-  noch   als    aber bringt in meine Scheune!
                       Gärtnern
                       Warum warnt  so gehen.     Manim
                                         Jesus dann       befreit   das
                                                            Gleichnis     guter   Weizen    entpuppen
                                                                          serer Gefühle und Handlungen sind oder   umge-
                       Beet  regelmässig     von  Wildwuchs,
                       davor, dass man dabei das Unkraut zu-     damit    kehrt. Auch unser
                                                                          miteinander            Inneres
                                                                                          verbunden.        ist solch
                                                                                                          Zum          ein
                                                                                                                 Beispiel
                       die Nutzpflanzen
                       sammen      mit demgut     gedeihen.
                                                Weizen         Warum
                                                           ausreissen     Acker, in
                                                                          steckt   auf  dem
                                                                                     aller     Unkraut undauch
                                                                                            Selbstlosigkeit       Weizen
                                                                                                                       ein         Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, voll­
                       warnt   Jesus    dann   im  Gleichnis
                       könnte? In Israel wächst der Taumel-      davor,   nicht  einfach   nebeneinander
                                                                          Anteil von Ichbezogenheit, und das istwachsen.       ständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe
                       dass  man   dabei   das Unkraut
                       Lolch, der dem Weizen zum Verwech-  zusammen       Viele unserer
                                                                          gesund.           Gefühle
                                                                                    Wer nicht           undBedürfnis-
                                                                                                 auf seine     Handlun-
                       mit
                       selndem    Weizen
                             ähnlich        ausreissen
                                       sieht.             könnte?
                                              Er selbst ist          In
                                                             nicht gif-   gen   sind   miteinander      verbunden.
                                                                          se und nur auf die der anderen schaut,        Es      © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
                                                                                                                                                         Alle Rechte vorbehalten
                       Israel  wächst
                       tig, kann   aberdervonTaumellolch,     der dem
                                               einem gefährlichen         steckt z.B. in aller
                                                                          vernachlässigt        Selbstlosigkeit
                                                                                             sich                  immer
                                                                                                   selbst und verliert
                       Weizen    zum   Verwechseln      ähnlichsieht.
                       Pilz befallen sein. Unter der Erde um-             auch    ein  Anteil   von    Ichbezogenheit,
                                                                          dadurch wiederum Kraft für andere.
                       Er ist nichtder
                       schliesst      selbst
                                         Lolchgiftig,
                                                  diekann    aber von
                                                        Wurzeln     des   und das ist gesund. Wer nicht auf seine
                       einem
                       Weizens. Zieht man an ihm, reisst sein.
                                gefährlichen     Pilz  befallen    man    Bedürfnisse
                                                                          Wenn            und nurakzeptieren,
                                                                                  wir allerdings      auf die anderendass
                       Der  Lolch
                       mit ihm    denumschliesst
                                       Weizen aus.unter der Erde          schaut, vernachlässigt
                                                                          Unkraut                      sich selbst
                                                                                    und Weizen gemeinsam              und
                                                                                                                   wach-
                       die Wurzeln des Weizens. Zieht man an              verliert  Kraft  für andere.    Nur   wenn   wir     Serie: Symbolik kurz erklärt
                                                                          sen, wird der Weizen aufgehen. Wir
                       ihm,  reisst man
                       Mit diesem          den Weizen
                                     intelligenten        mit aus.
                                                    Vergleich       Mit
                                                                 konn-    akzeptieren,    dass   Unkraut    und
                                                                          sollten Fehler nicht brutal und perfek- Weizen
                       diesem    intelligenten    Vergleich
                       te Jesus seinen Jüngern die Augen öff-   konnte    gemeinsamausrotten.
                                                                          tionistisch    wachsen, wird       der Weizen
                                                                                                      Der Preis     dafür      Elf
                       Jesus  seinen Jüngern
                       nen. Deshalb               die Augen
                                        nahm Matthäus       die öffnen.
                                                                Erzäh-    aufgehen.
                                                                          wäre,  dass Wir   sollten
                                                                                       am Ende       Fehler
                                                                                                  nichts       nicht bru-
                                                                                                           Frisches   und
                       Deshalb    nahm    Matthäus     die Erzählung
                       lung wohl auch für seine Gemeinde ins              tal und  perfektionistisch     ausrotten.
                                                                          Neues mehr in uns heranwächst. Wir           Der     Für die Kirchenväter gilt die Elf als Zahl
                       wohl    auch auf.
                       Evangelium      für Imseine    Gemeinde
                                                Jüngerkreis         ins
                                                               und bei    Preis   dafür  wäre,  dass   am   Ende
                                                                          dürfen uns freimachen vom Zwang, al-      nichts     der Sünde. Diese Interpretation geht
                       Evangelium      auf. Im  Jüngerkreis
                       den späteren Christen gab es immer      und  bei   Frisches
                                                                          les        und Neues
                                                                              bewerten             mehrJesus
                                                                                           zu wollen.     in unshatheran-
                                                                                                                       ge-     vom Dekalog aus, den Zehn Geboten,
                       den   späteren
                       welche,   die sichChristen     gab es immer
                                            für rechtgläubiger     und    wächst.
                                                                          zeigt, wieWir
                                                                                      Gottdürfen
                                                                                            mit uns uns
                                                                                                      umgeht:freimachen
                                                                                                                  Unsere       dem Gesetz Gottes, das nicht über-
                       welche,   die sich  für rechtsgläubiger
                       heiliger hielten als die anderen. Diese     und    vom Zwang,
                                                                          Chancen         alles bewerten
                                                                                     entstehen    durch seine  zu Geduld
                                                                                                                  wollen.      treten werden darf. Weil die Elf die
                       heiliger   als die  anderen     hielten.
                       hätten am liebsten das Unkraut – also     Diese    Jesus  hat
                                                                          und Gnade.  gezeigt,  wie  Gott   mit  uns  um-      Zehn überschreitet, gilt sie als nega-
                       hätten   am liebsten
                       die Laschen              das Unkraut
                                       und Zweifelnden           - also
                                                             – aus  der   geht: Unsere Chancen entstehen durch                 tive Zahl. Diese Symbolik taucht in
                       die Laschenausgeschlossen.
                       Gemeinde        und Zweifelnden       - aus
                                                          Doch      der
                                                                  Jesus   seine Geduld     und Gnade.
                                                                                        Michaele Madu Pastoralassistentin      Darstellungen von lediglich elf Apo-
                       Gemeinde      ausgeschlossen.
                       lebte vor, dass Gott allen MenschenDoch    Jesus                      Katholische Pfarrei Volketswil    steln auf. Damit wird auf den Verrat
                       lebte
                       Chancen vor, zur
                                     dass   Gott allen
                                         Umkehr            Menschen
                                                    gibt und     ihnen                                      Michaele Madu      des Judas und auf die Passion Christi
                       Chancen     zur   Umkehr     gibt   und
                       Zeit lässt. Es ist oft schädlich, zu früh ihnen
                                                                     zu   Pastoralassistentin Katholische Pfarrei Volketswil   angespielt.                             bit

                                                                                                                                                          forum252 2020   
                                                                                                                                                        forum      2018    25
                                                                                                                                                                           25
Ein neuer Gastgeber 25 2020 - forum-pfarrblatt.ch
Jesuskind zwischen Spezialitäten
oder Uhren
In vielen Schaufenstern von Uster sind im Advent Krippen aus aller Welt
zu bewundern – verbunden durch einen Weg von der katholischen zur
reformierten Kirche.

               Noch ist es November, Herbstblätter knistern       welche sie zur Verfügung gestellt haben», sagt
               unter unseren Schritten, es ist neblig und kühl.   Sabina Bezzola. Die reformierte Kirchenpflege-
               Mit Mützen und Handschuhen starten wir bei         rin ist seit letztem Jahr mit im ökumenischen
               der Katholischen Kirche und machen uns auf,        Team, das bei Privaten nach Krippen und in Ge-
               quer durch Uster, entlang dem Krippenweg. «Ab      schäften nach Schaufenstern fragt und dann
               dem ersten Advent werden dieses Jahr 35 Krip-      das eine mit dem anderen verbindet: «Ich finde
               pen in Schaufenstern ausgestellt», erklärt Mat-    es erstaunlich, wie viele Geschäftsinhaberin-
               thias Schultz vom Krippenweg-Team stolz. «Vor      nen und -inhaber sogar eigene Krippen ausstel-
               drei Jahren haben wir mit 15 Krippen begonnen,     len möchten, wie gut die Idee bei ihnen an-
               letztes Jahr waren es schon 29.» Es ist eine Er-   kommt», sagt Bezzola. Wir kommen beim
               folgsgeschichte – und passt ungewollt perfekt in   Velogeschäft vorbei, wo bald zwischen den
               die Corona-Zeit. «Die Krippen bleiben bis zum      Zweirädern eine Krippe stehen wird. «Es sind
               20. Dezember ausgestellt. Nachher kommen sie       vor allem kleinere Geschäfte, die manchmal
               zurück in die Wohnzimmer zu den Familien,          noch beim Inhaber oder Mitarbeitenden nach-

                                                                                              forum 25 2020    26
IM ZÜRIPIET DIHEI

fragen, aber in der Regel gerne mitmachen. Ge-
schäfte von grossen Ketten haben vorgegebene
Schaufensterkonzepte und können nicht ein-
fach eine Krippe hineinstellen», weiss Schultz.

Die Idee für diesen Krippenweg sei beim Erarbei-
ten des neuen Pfarrei-Leitbildes entstanden,
sagt Matthias Schultz, während wir vor der

                                                     Fotos: Christoph Wider
Bahnabschrankung warten und ein Zug vor-
überbraust. Darin steht unter anderem: «Wir
schaffen Gelegenheiten für Menschen, einan-
der zu begegnen. Als Pfarrei bieten wir einen
Ort für Menschen und ihre Suche nach Sinn,
nach Antworten auf Lebensfragen, nach Model-
len für ein Leben aus der Kraft des Glaubens.»                            den. Auch die Krippe im italienischen Speziali-          Sabina Bezzola und
In der Spurgruppe, die nach Projekten zum                                 tätenladen hat ihre Geschichte: Dorothea                 Matthias Schultz bringen
neuen Leitbild suchte, engagierte sich Dorothea                           Schultz fiel auf, dass das Jesuskind fehlte. Als sie     Geschäfte und Krippen
Schultz. «So kam in unserer Familie die Idee auf,                         im Geschäft nachfragte, holte die Inhaberin das          zusammen.

einen Krippenweg zu gestalten. Ich kenne das                              sorgsam verpackte Jesuskind aus dem Regal und
aus meiner Heimatstadt Jena», sagt der Chemi-                             beteuerte, dass ihm nichts geschehen sei. «Aber
ker Matthias Schultz. «Die kirchliche Situation                           bei uns kommt das Jesuskind erst am Heiligen
ist anders, in Jena ist ostdeutsche Diaspora, hier                        Abend!» Das wurde dann auf der danebenste-
eine volkskirchlich geprägte Gegend, auch                                 henden Infotafel ergänzt.
wenn schon viele Leute kirchenfern sind.» Sa-
bina Bezzola ergänzt: «Mit diesen Krippen                                 Mit jeder Weihnachtskrippe verbinden sich Emoti-
möchten wir in der geschäftigen Adventszeit an                            onen, Erinnerungen an die Kindheit und Familie.
die Wurzeln des Weihnachtsfestes erinnern.»                               «Als Kindergartenkind musste ich wegen Ma-
Dreimal jährlich trifft sich das Team für die eh-                         sern zu Hause in Quarantäne», erinnert sich Sa-
renamtliche Organisation des Krippenweges.                                bina Bezzola. Da habe ihre Kindergartenklasse
Im Januar werden alle Ladeninhaber, Krippen-                              vor dem Haus Adventslieder gesungen und ihr
spenderinnen, Sponsoren und Mit-Engagierten                               eine kleine Krippe gebracht, die sie an den
zu einem Apero eingeladen, wo sich oft neue                               Christbaum hängen konnte. «Das hat sich mir                10
                                                                                                                                               9

und gute Kontakte ergeben, wie Schultz erzählt.                           tief eingeprägt.» Auch in der Familie Schultz
                                                                          sind Krippen wichtig: «Wir haben uns die Krip-                                     11
                                                                                                                                                                                                 7
                                                                                                                                                                                                     8
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Der Krippenweg bringe immer wieder Leute zusam-                           penfiguren zur Hochzeit schenken lassen und                               13

                                                                                                                                                        14                             17
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                                                                                                                                                                                                         6
                                                                                                                                                                                                             5

                                                                                                                                                                                                                 4

men: «Eine Person der reformierten Kirchge-                               stellen sie nun jedes Jahr auf.»                                                                        18
                                                                                                                                                                       15
                                                                                                                                                                             19

meinde sammelt Miniaturkrippen. Wir dachten,                                  Steil geht es die Treppen hoch zur refor-                                                     22
                                                                                                                                                                                   20                                3

das würde doch gut in den Uhrenladen passen,                              mierten Kirche. Rechts vom Eingang wird dort                             27
                                                                                                                                                        26
                                                                                                                                                                        23
                                                                                                                                                                       24
                                                                                                                                                                                  21

und brachten letztes Jahr das Besitzerehepaar                             bald eine Schwarzenberger-Krippe aufgebaut,
                                                                                                                                                                  25

                                                                                                                                                        28

mit ihr in Kontakt. Die drei trafen sich zum Kaf-                         die von einer Frauengruppe vor Jahren selbst
                                                                                                                                          29

fee, von dem die Inhaber mit einer Handvoll Mi-                           hergestellt wurde. «Die Frauen haben sich jedes
niaturkrippen zurückkehrten. Als ich dieses Jahr                          Jahr beim Aufbau dieser Krippe engagiert», er-
anfragte, ob sie wieder mitmachen, erklärte die                           zählt Sabin Bezzola. «Dank dem Krippenweg
Krippenbesitzerin, sie hätten sich bereits wie-                           und der neu im Advent offenen Kirche ist die-             Die Krippen sind ausge-
der verabredet. So werden hier bald wieder zwi-                           ser grosse Einsatz für eine grössere Anzahl               stellt vom 29. November
                                                                                                                                    bis 20. Dezember.
schen Uhren und Schmuck die kleinen Krippen                               Menschen sichtbar geworden als in den Jahren
zu sehen sein.»                                                           zuvor.»                                                   Flyer mit allen Stationen
    Weiter führt der Krippenweg vorbei am Coif-                                                                                     des Krippenweges
feurgeschäft, an dem asiatischen Restaurant («Da                          «Für manche Leute ist die eigene Krippe so persön-        liegen in Uster in den
                                                                                                                                    Geschäften und Kirch-
wo jetzt die Weinflaschen stehen, kommt die                               lich, dass sie sie nicht ausstellen möchten», sagt        gemeinden auf. Sie
Krippe hin»), dem Kleiderladen und der Bäcke-                             Schultz. Andere erzählten gerne, was sie alles            können bestellt werden
rei. «Hier stand letztes Jahr eine Krippe, die als                        mit der Krippe verbinden. «Es ist auf jeden Fall          über: krippenweg.
                                                                                                                                    uster@gmail.com
Filzprojekt von der Gemeinschaft Arche in                                 eine Kultur, die zu bewahren sich lohnt!», ist er         oder per Telefon auf
Bethlehem gestaltet wurde. Dort leben Men-                                überzeugt. Sabina Bezzola schliesst: «Wenn wir            den Sekretariaten der
schen mit und ohne Behinderung zusammen»,                                 damit ein wenig in die Gesellschaft ausstrahlen           Kirchgemeinden.
erinnert sich Schultz. Solche Informationen ste-                          können, umso besser.»
                                                                                                                                    www.pfarrei-uster.ch
hen jeweils neben den Krippen, sodass die mit                                                                                       www.refuster.ch
ihnen verbundenen Geschichten sichtbar wer-                                                           Beatrix Ledergerber-Baumer

                                                                                                                                          forum 25 2020    27
GOTTBOUTIQUE
     UND DIE WELT
KURZNACHRICHTEN

Filmpreis
Spiritualität          der für  Zürcher
Corona-Manifest der Zürcher Kirchen
                                       freieKirchen
                                                 Geister
Hofnärrin
     27. Mai ist derder  AutorMitmenschlichkeit
                                                                    Das tradierte Gottesbild vom weissen,

                                                                                                         Foto: Abrakadabra Films / zvg
Am                                und Journalist Lorenz Marti verstorben.
                                                                alten Mann und ErdashatHeteropaar Adam
das Radio-Format «Perspektiven» geprägt.                                                                                                  und Eva stünden für einen strukturellen
Am 11. November wurde im Grossmünster wo es uns braucht, und auf die Menschen                                                             Rassismus,
                                                                                                                                          zeit nochmals merkte   er an, umDen
                                                                                                                                                             ausgebaut.      darauf   eben-
                                                                                                                                                                                  gleichen
feierlich das Corona-Manifest der Zürcher len               Nerv die
                                                      zugehen,     der unserer
                                                                         Zeit, noch    bevor Begriffe
                                                                                    Unterstützung     am                                  diese
                                                                                                                                          BetragZuschreibung
                                                                                                                                          1970er-Jahre             auch zu   demontieren.
                                                                                                                                                          zur Religionsredaktion
                                                                                                                                                   stellt der   Kanton    für            von
                                                                                                                                                                               eine breite

                                                       Foto: SRF/zvg
Kirchen unterzeichnet. Initiant und Gross- wie              Postchristentum
                                                      meisten     bedürfen», sagte oderDekan
                                                                                         postmoderne
                                                                                                  Marcel                                      UmDRS
                                                                                                                                          Radio     Schweigen
                                                                                                                                                        stiess und
                                                                                                                                          «Diakonie-Konferenz»      undzurReden
                                                                                                                                                                      bis zu  seinerinPen-
                                                                                                                                                                            Verfügung,   den
                                                                                                                                                                                           an
münsterpfarrer Christoph Sigrist erin- Spiritualität  von Holzen. gängigAnnelies wurden.     Lorenz
                                                                                     Hegnauer,        hat
                                                                                                   Präsi-                                 Widrigkeiten
                                                                                                                                          sionierung
                                                                                                                                          der Fachleute   des
                                                                                                                                                        2012 ausAlltags
                                                                                                                                                                blieb.   drehte
                                                                                                                                                                   Medizin,      sich auch
                                                                                                                                                                               Forschung,
nerte an die «reformierte Schwingung», sie                 mitgeprägt.
                                                      dentin    der reformierten Kirchgemeinde                                            der FilmPolitik
                                                                                                                                              Über
                                                                                                                                          Pflege,   «Sami,
                                                                                                                                                     Jahre undJoe auch
                                                                                                                                                                  und ich»,
                                                                                                                                                            verfasste   er    den die mit-
                                                                                                                                                                            Kolumnen
                                                                                                                                                                         Betroffene     Jury
                                                                                                                                                                                          für
die anregt, dort hinzugehen, wo es brennt Zürich,          Nochbetonte:
                                                                   letzten «Die
                                                                              Herbst    war erder
                                                                                    Präsenz       in Kir-
                                                                                                      der                                 mit
                                                                                                                                          die Lucie
                                                                                                                                               Berner
                                                                                                                                          einander    Bader,
                                                                                                                                                      ins      Simonekommen
                                                                                                                                                         reformierte
                                                                                                                                                          Gespräch       Späni,  Kirchen-
                                                                                                                                                                          Kirchenzeitung
                                                                                                                                                                                   sollen.
und Hilfe gefragt ist. Die Stadtheiligen Perspektivensendung
                                                      chen soll sichtbarer und      aufdurch
                                                                                         SRF 2die Kultur
                                                                                                      Zu-                                 rat Andrea
                                                                                                                                          «Saemann»,    Marco
                                                                                                                                              Vielfältige später Bianca
                                                                                                                                                             Hilfe        und  Synodalrat
                                                                                                                                                                    «reformiert».
                                                                                                                                                                     steht   bereits  Seine
                                                                                                                                                                                        kos-
Felix und Regula stehen für die katholi- und                in der Sendung
                                                      sammenarbeit                «Zwischenhalt»
                                                                            verstärkt    werden.» Die auf                                 Tobias
                                                                                                                                          tenlos, Grimbacher
                                                                                                                                          Beiträge   mündeten in
                                                                                                                                                  unabhängig       ausein
                                                                                                                                                                   von  der  zwölfteiligen
                                                                                                                                                                           erstes
                                                                                                                                                                        KonfessionBuch. oder
sche Perspektive: «den Kopf neben dem SRF             Kirchen1 zuwollen
                                                                   hören: auch
                                                                             «Türen    auf: Spirituali-
                                                                                     Räume     schaffen,                                  Filmreihe    «Fokus»
                                                                                                                                              Er schrieb
                                                                                                                                          Religion,    zurüber    ausgewählt Dashatte.
                                                                                                                                                                  Alltagsmystik,
                                                                                                                                                            Verfügung:                   Die
                                                                                                                                                                                   die sich
                                                                                                                                                                                   Dossier
Herzen tragen» und mit Herzgedanken tät               umfürüberfreie
                                                                  dasGeister»
                                                                       Tabuthema  hiess  es dort. – Ster-
                                                                                      Krankheit,    Eine                                  Qualität
                                                                                                                                          schon
                                                                                                                                          «Wennbeim der begutachteten
                                                                                                                                                    betenSchuhbinden        Filme
                                                                                                                                                             allein nichteinstellt. seiHin-
                                                                                                                                                                              reicht»   die-
                                                                                                                                                                                        (auf
Weder   glitzernd
neue Wege          nochDie
              suchen.    glamourös
                             Fasnacht, liess          begrüssten
                                               am Empfehlung
                                           diesich    ben und Tod neu   Gästeschar
                                                                        an alle,         wurde
                                                                                   die wissen
                                                                             sprechen              aller-
                                                                                                 wollen,
                                                                                         zu können.                                       ses
                                                                                                                                          ter Jahr Einfachen,
                                                                                                                                              dem
                                                                                                                                          zhkath.ch)besonders      hoch
                                                                                                                                                         bietet Seelsorge,gewesen,
                                                                                                                                                                   Alltäglichen,    ja sagte
                                                                                                                                                                                        Pro-
                                                                                                                                                                                 Beratung
die
11. diesjährige
    November Preisverleihung
                   beginnt, mahne    derdie   Kir- wer
                                           beiden     dings    erst
                                                            Marti
                                                           Mit       einmal
                                                                    war   und was
                                                                Unterstützung    einder
                                                                                      harter   Brocken
                                                                                      er Sicherheitsdi-
                                                                                         dachte.                                          Jurypräsidentin
                                                                                                                                          fanen  das Mystische
                                                                                                                                          und Unterstützung    Bader.undPaare,
                                                                                                                                                                    für   Tiefe Familien,
                                                                                                                                                                                 zu finden
Kirchen   am Zürcher Filmfestival
chen, Hofnärrinnen                      an. An- aufgetischt.
                         der Mitmenschlich-                Lorenz
                                                      rektion        Marti war
                                                                des Kantons         entschieden
                                                                                 Zürich              kein
                                                                                          – 50 000 Fran-                                  und Der
                                                                                                                                                zu mit    10 000 usw.
                                                                                                                                                    formulieren,
                                                                                                                                          Armutsbetroffene          Franken
                                                                                                                                                                      war seine prämierte
                                                                                                                                                                                     grosse
stelle
Lorenz von
keit und    Smalltalk
        Marti
           Nähe         mit
               (1952–2020)
                  Gottes    zuCüpli
                              war    imFreigeist
                                   ein
                               werden.    Folium      kenFestredner
                                           «Auch Theologe.          Auf Kurt
                                                             – werden      die Aeschbacher,
                                                                           seinen    Vater undselbst-
                                                                                 Hilfsaktionen     Dich-
                                                                                                   kirch­                                 Film aus
                                                                                                                                          Stärke.  Auchheimischer
                                                                                                                                                           in seinen Werkstatt        über-
                                                                                                                                                                        letzten Büchern pd/bl
war
und   Anstehen
     blieb
wir als            mit Sowohl
            sich treu.
        Gemeinschaft    Maske
                          müssen  imuns
                                 in    Vorraum
                                     seinen
                                          fragen,     ernannter
                                               Ra- terpfarrer        «Unterhaltungsfuzzi
                                                                     Kurt
                                                      licher Initiativen     Marti
                                                                              in der wurde      erausser
                                                                                      Vorweihnachts­nicht-                                zeugt
                                                                                                                                          gelang laut
                                                                                                                                          zhkath.ches Jurorin    und Filmproduzentin
                                                                                                                                                       ihm, komplexe        naturwissen-
des Kinosaals als
diosendungen      angesagt.
                      auch in seinen Kolum- immer     Dienst»,gerne
                                                                  nahmangesprochen.
                                                                            die Chance wahr,         eine
                                                                                               Er hatte                                   Simone Späni
                                                                                                                                          schaftliche          durch seine Präzision
                                                                                                                                                        wie philosophische       Erkennt-
INSERATE
nen Das    Popcorn-Kino
     und Büchern      trat er eröffne
                               für eine dafür         Predigt zu halten,
                                            freie, Geschichte                    die sich
                                                                       und Politik           gewaschen
                                                                                         studiert.    Die                                 und Einfühlungsgabe
                                                                                                                                          nisse  so zu bündeln, dass    undauch
                                                                                                                                                                              seine   wun-
                                                                                                                                                                                   «Nicht-
mehr Zeit für den
ungebundene            Film samt
                  Spiritualität     dargebote-
                                 ein,  die ohne ewigenhatte. Nach    einem
                                                                 Fragen    desIntro    mit einigen
                                                                                 Menschen,            Be-
                                                                                               des Uni-                                   derbare Kameraarbeit,
                                                                                                                                          Gschdudierti»                 die die Gefühls-
                                                                                                                                                            ihre intellektuelle     Freude
nem Fingerfood,
Gott                 hielt Kirchenratspräsi-
       und Kirchenmauern           auskommt. versums, langlosigkeiten      über die
                                                                    der Zeit      undalte  Liaison zwi-
                                                                                         Ewigkeit     be-                                 welt von
                                                                                                                                          daran      Zürcher
                                                                                                                                                 erleben         Teenagern beleuchte.
                                                                                                                                                            konnten.
dent Michel
Damit   traf erMüller
                 schonfest.
                          frühAuch
                                denin
                                        HOFFNUNG
                                      spirituel-
                                                         SCHENKEN
                                                      schen Kirche
                                         der Co- schäftigten         ihn und   Film dass
                                                                           so sehr,  zeigteerder  rühri-
                                                                                               Ende   der                                                                             kath.ch
                                            Mit unserem Life-Skills-
rona-Zeit bräuchten wir die physische                 ge  Moderator,
                                        Programm stärken wir Kinder      dass   er auch   anders   kann.                                              Madeleine Stäubli-Roduner zhkath.ch
INSERATE
Nähe,   das Kino, in dem es eben und           JugendlicheMesserscharf
                                           anste-           in Afrika.          sezierte er anhand                                                       www.telebibel.ch
ckend wirke, zu lachen und zu         Wirweinen       von
                                           helfen ihnen,    Michelangelos
                                                         Perspektiven  für       Fresken den christ-                                        «Sami, Joe und ich» von Karin Heberlein
und neue Erkenntnisse über sich und       einean-
                                               Zukunftlichen
                                                       ohne Drogen,
                                                                 Erbsündenmakel und nannte
                                     Alkohol und Gewalt zu entwickeln.                                                                      wurde neben dem Preis der Zürcher Kir­
dere zu gewinnen.
           Für Ihre Steuern und Erbschaftssachen      die erlösende Taufe einen «Marketing-                                                 chen auch noch mit dem Publikumspreis
   Schon
    Der von mitder
                 einer  Spende von
                    katholischen         50 CHF können
                                      Informa-        trick»,Sie     den Kirchen Schieben
                                                                  einem
                                                                der                      steten Nach-                                       des Zurich Film Festival ausgezeichnet.
         jungen     Dr. Strebel,die
                   Menschen       Dudli   + Fröhlichan unserem
                                      Teilnahme
tionsbeauftragtenSteuerberatung
                      Kerstin Lenz       Treuhand AG wuchs besorgt habe.
                                    undeloquent
                Programm für ein Jahr ermöglichen!                                      statt
  IBAN: CH97 0900 0000(ehem.
                        4002Steuerkommissäre)
                              5648 4, Spendenkonto: 40-25648-4                            Schleppen.
         Tel. 044 308 25 50    8052 Zürich       www.sdf-treuhand.ch
INSERATE        www.internationalbluecross.org
      Steuern      Erbsachen        Altersvorsorge                     Liegenschaften
                                                                                          Eine Schubkarre
                                                                                          beendet
           Für Ihre Steuern und Erbschaftssachen
                                              Nächste Inserateschlüsse:                  Jetztmehr Freude im Leben:
                                                                                        Für
                                                                                          die Schlepperei.
                     Dr. Strebel, Dudli +➜Fröhlich                                       herunterladen:
                                                                                          Lebensqualität
                                                                                                    Schenken Sie spenden
                                           29. Juni (Nr. 15)
                     Steuerberatung und Treuhand AG                                                              eine Schubkarre.
                                              ➜ 13. Juli (Nr. 16)
                            (ehem. Steuerkommissäre)
                                              ➜ 27. Juli (Nr. 17)                         paarberatung-mediation.ch                                                PK: 90-800 000-0
        Tel. 044 308 25 50 8052 Zürich
    Die Dargebotene     Hand                     www.sdf-treuhand.ch
                                                                                          Rubrik «Über uns» besuchen.                                                  www.miva.ch
      Steuern      Erbsachen               forum@c-media.ch
                                    Altersvorsorge Liegenschaften

   Mehr    Freude
    Jeder braucht      im Leben: für Lebensqualität spenden
                  ein Bett
   und eine optimale Matratze                                                                                                                             Stiftung BRUNEGG
                                                                                                                                                      Brunegg 3 | Hombrechtikon
                                                                                                                                                       www.stiftung-brunegg.ch
                                                                                                                                                    Post-Spendenkonto: 87-2430-9
     Mit meiner fundierten Expertise und
                                                                                                                                                 IBAN CH18 0070 0113 9004 4943 9
    grossen Erfahrung gelingt guter Schlaf
                                                                                                                                                           Das forum
                                                                                                                                                               f     im Netz
     Für eine Prüfung Ihrer Bettensituation                                                                                                               ➜
                                                                                                                                                          ➜als
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   Peter Peters – Ihr HWBettenfachmann
                         O M B R E C H T I KO N                                                                                                         ➜➜ 96
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                         OHNHEIM                                                                                                         www.stiftung-brunegg.ch
     Seestrasse 161,GB LÄ8810
                           R T N E R EHorgen
                                       I                                                                                                                   komfortabler
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                                Inserat FORUM – 1/4 Seite quer – 183 x 65 mm – November 2020
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Der Richter
Die Szene des «Richters» ist eine von       als kleine Holzschnitte ausführte. Sie
35 Darstellungen des Zyklus mit den         stehen in der Tradition der mittelalter-
Churer Todesbildern, die Begegnungen        lichen Totentänze, welche die Macht
von Menschen mit dem personifizier-         des Todes über das Leben der Men-
ten Tod wiedergeben. Sie wurde mit          schen veranschaulichen. Der Tod tanzt
dem Fürsprecher auf ein Bildfeld einer      mit den hierarchisch gegliederten Ver-
Fachwerkwand mit drei Registern ge-         tretern aller Stände und ermahnt sie im
malt. Die in grauen, schwarzen und          Hinblick auf das Jüngste Gericht zu ei-
weissen Tönen gehaltene Szene zeigt,        nem gottgefälligen Leben. Holbein gab
wie sich der Richter von einem reichen      das Tanzmotiv auf und verlegte die Sze-
Mann rechts bestechen lässt. Die To-        nen in den Alltag der Ständevertreter,
desfigur zerbricht seinen Richterstab       wobei er ihr Verhalten zum Teil kriti-
und holt ihn aus dem Leben. Sie stellt      sierte. Die hierarchische Abfolge und
sich damit auf die Seite des Benachtei-     die Gleichheit der Menschen vor dem
ligten am linken Rand.                      Tod behielt er hingegen bei.
    Die Churer Todesbilder von 1543
gehen auf die Holzschnittfolge mit den                   Gaby Weber Dr. phil. Kunsthistorikerin

«Bildern des Todes» nach Hans Hol­    -
bein d. J. zurück. Der berühmte Künst-      www.domschatzmuseum-chur.ch
ler entwarf 41 Szenen, die der Form-
schneider Hans Lützelburger († 1526)        Churer Todesbilder, 1543. Szene des Richters.

Schaufenster ➜ Kalender der Religionen                                                                                 Auf Sendung

Flüsse – Lebensadern der Erde                                                                                          Das interkulturellste Buch der Welt
                                                                                                                       Wie geht interkulturelle Bibellek­
Seit unvordenklichen Zeiten bestehen enge                                                                              türe? Wie verstehen Kleinbäuerinnen
Beziehungen zwischen Menschen und Flüs-                                                                                in Südamerika die Bibel und was
sen. An den Ufern der grossen Flüsse                                                                                   können wir daraus lernen?
der Erde sind Hochkulturen entstanden,                                                                                      So, 29.11. – 8.30 – SRF 2 Kultur
die zu den ältesten der Menschheit ge-
hören. In verschiedenen Kulturen gelten                                                                                Vom Wert der Dinge
einige Flüsse noch heute als heilig. Jede                                                                              Was sind uns Dinge wert – auch wenn
Religion hat ihre je eigenen symboli-                                                                                  ihr materieller Wert gegen null geht?
schen Beziehungen und Rituale zu Flüs-                                                                                 Warum verehren viele Reli­gionen
sen, aber es gibt auch Gemeinsamkeiten:                                                                                Gegenstände?
geteilte Geschichte; Symbolik der Le-            Karten zeigen die Einzugsgebiete der                                     Mi, 2.12. – 19.00 – BR
bensquelle und der göttlichen Wohlta-       grossen Flüsse, 150 Feste und Feiertage
ten; Opfer- und Reinigungsriten.            der verschiedensten Religionen werden                                      Advent 20 mit Covid 19
    Der «Kalender der Religionen» zeigt     kurz und prägnant erklärt. Ergänzt wird                                    Das Krippenspiel wird ein Krippen-
mit starken, farbigen Bildern und kon-      der Kalender der Religionen durch eine                                     film und die Christmette findet
zisen Texten, wie viel Spiritualität, Ge-   Website mit vielen Zusatzinformationen:                                    draussen statt: die Folgen der Pan-
schichte und Kultur mit Flüssen ver-        z. B. Begleitmaterial für Schulen (Doku-                                   demie für die besinnliche Zeit.
bunden sind: Im Jordan wurde Jesus ge-      mentarvideos, Hörreportagen, Karten                                           Sa, 5.12. – 17.25 – rbb
tauft, der Ganges wird von Hindus als       usw.), Texte und Fotos früherer Kalender
sakraler Fluss angesehen, und für die       sowie alle Feste der Religionen chronolo-                                  Offene Kirche – besondere Zeiten
Ägypter der Pharaonenzeit war der Nil       gisch oder nach Religionen geordnet. Ei-                                   Dok zur Kirche Offener St.  Jakob in
ein Gott. Für die Maori in Neuseeland       nen Code mit dem Zugang zur Website                                        Zürich: interreligiöse Feiern, Medi-
verkörpert der Fluss Whanganui den          erhält man beim Kauf des Kalenders . bl                                    tation, Yoga, Flüchtlingstreffpunkt
grossen Ahnengeist, und am Amazonas                                                                                    und dann der Lockdown.
beginnt kein Fischfang ohne Anrufung        Fr. 15.– exkl. Versand. 043 818 26 90                                         So, 6.12. – 10.00 – SRF 1
von Warhi, dem Herrn der Fische.            www.iras-cotis.ch

                                                                                                                                           forum 25 2020    29
INSERATE

                                                                               Damit auch benachteiligte Kinder einfach
                                                                               Kinder sein dürfen. Unterstützen Sie
                                                                               unsere Arbeit durch eine Spende oder
                                                                               Mitgliedschaft. Herzlichen Dank!
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                                                                               IBAN: CH49 0900 0000 8000 1956 8
                                                                               www.vereinespoir.ch

                                                                                                                  Gemeinsam für Kinder

 Forum Inserat_183x65_26.11._und_10.12.2020.indd 1                                                                              21.10.2020 14:52:14

                                                                                                                   Nächste Inserateschlüsse:
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                                                                  nde
                                                       Ihre Spe                                                    ➜ 14. Dezember (Nr. 27)
                                                                    rt
                                                         verände
                                                                       ig.                                         ➜ 23. Dezember (Nr. 1)
                                                                ac alt
                                                                  h h
                                                     Le b e n n               Atem holen | arbeiten | feiern
                                                           Danke                                                   forum@c-media.ch
                                                                                            KlosterTage
                                                                                      24. – 26. Dezember
                                                                                           Weihnachten:
                                                                                                                  Sorgentelefon
                                                                                     «Von Gott umarmt»             für Kinder
                                                                              30. Dezember – 1. Januar
                                                                                      Jahreswechsel:
                                                                                 «Engel an der Pforte»
                                                                             Unsere KlosterTage richten sich
                                                                              an Menschen, die die Festtage
                                                                                 an einem inspirierenden Ort
                                                                                 in Gemeinschaft verbringen
                                                                                                   möchten.
                               Hoffnung schenken!
                                                                                Sie bieten vielfältige Impulse:            is
                               Mit Ihrer Spende helfen wir Opfern,           Feiern, Gottesdienste, geistliche      Grat
                               denen Zwangsheirat oder Gewalt zur              Musik, theologische Reflexion,
                               Wiederherstellung der Familienehre
                               angedroht wird – in der Schweiz,
                               aber auch im Ausland. Wir bieten
                                                                                  Stille, Gelegenheit zum Ge-
                                                                               spräch mit einer Seelsorgerin.
                                                                                                                   0800 55 42 0
                               den Betroffenen Beratung, Schutz
                                                                                  Die Teilnehmenden wählen          weiss Rat und hilft
                               und konkrete Hilfe.                            aus und haben Zeit für Lektüre,
                                                                               Spaziergänge oder die eigene            sorgenhilfe@
                                                                                                    Besinnung.       sorgentelefon.ch
    Verein Sabatina Schweiz | Postfach | 8570 Weinfelden                                  Kloster Kappel           SMS 079 257 60 89
    IBAN: CH67 0078 4296 0408 2200 1 | BIC: KBTGCH22                                 8926 Kappel am Albis
                                                                                        Tel. 044 764 87 84
                                                                                                                  www.sorgentelefon.ch
    www.sabatina-schweiz.ch
                                                                                     www.klosterkappel.ch            PC 34- 4900-5

Solidarität
mit Glaubens­
verfolgten!

n   Mahnwache
                                       n Baden vor Cordulapassage n Basel Claraplatz n Bern Bahnhofplatz b. Heiliggeistkirche
Donnerstag                             n Bischofszell Grubplatz n Brugg Neumarktplatzn Buchs SG D’Gass, Bahnhofstrasse n Burgdorf
                                       Alte Post n Chur Bahnhofstrasse (vor dem Café Maron) n Frauenfeld Sämannsbrunnen n Freiburg
17. Dezember 2020
                                       Rue de Romont n Interlaken Postplatz n Liestal Rathausgasse n Luzern Torbogen Bahnhof n Lyss
18.00–18.30 Uhr                        Beim Bahnhof n Romanshorn vor Bodankomplex n St. Gallen Marktgasse b. Brunnen n Thun
                                       Rathausplatz n Villmergen Kirchenplatz n Wattwil Bahnhof (vor Kiosk) n Wetzikon ref. Kirchenplatz
LO-schweiz.ch                          n Winterthur Oberer Graben n Zürich Paradeplatz n Weitere Mahnwachen in der Romandie und im Tessin

183x65.indd 1                                                                                                                        26.10.20 15:11
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