Einflussgrößen auf nosokomiale Infektionen
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Lizensiert für BODE Chemie GmbH. © mhp Verlag GmbH, Wiesbaden, 2022.
HAUPTARBEITEN | Einflussgrößen auf nosokomiale Infektionen
Übersicht
Einflussgrößen auf nosokomiale
Infektionen
Viktoria Kolbe¹, Leonie Ewald¹, Henning Mallwitz¹, Heide Niesalla¹
¹ HARTMANN SCIENCE CENTER, BODE Chemie GmbH – Ein Unternehmen der HARTMANN
GROUP, Melanchthonstr. 27, 22525 Hamburg
Korrespondierender Autor:
Dr. Viktoria Kolbe
BODE Chemie GmbH Zusammenfassung be equally diverse. Toolboxes with use-
A company of the HARTMANN Nosokomiale Infektionen (NI) zu ver- ful aids for practice are intended to sup-
GROUP hindern, ist ein globales Ziel mit wach- port this.
Melanchthonstr. 27 sender Bedeutung, das nationale wie
Keywords: nosocomial infection,
22525 Hamburg internationale Diskussionen befördert
healthcare-associated infection, HAI,
und zahlreiche Awareness-Kampagnen
E-Mail: viktoria.kolbe@ hervorbringt. Ebenso wächst die Anzahl influencing factors
bode-chemie.de wissenschaftlicher Studien, die eine Re-
duktion von NI durch Einführung be- Nosokomiale Infektionen welt-
stimmter Interventionsmaßnahmen un- weit und in Deutschland
tersuchen. Nosokomiale Infektionen (NI) stellen
Interessenkonflikt: Diese Übersichtsarbeit gibt einen um- ein weltweites Problem in Gesundheits-
V. Kolbe, L. Ewald, H. Mallwitz fassenden Überblick über wichtige Ein- einrichtungen dar und treten gleicher-
und H. Niesalla sind Mitarbei- flussgrößen auf NI mit Fokus auf deut- maßen in entwickelten und in weniger
tende der Firma BODE Chemie sche Richtlinien und Gesetzgebung. entwickelten Ländern auf [1]. Genaue
GmbH. Ziel ist es, die Komplexität und Diver- Daten auf globaler Ebene existieren
Die Autoren erklären, dass kein sität der einzelnen Faktoren zu veran- nicht, jedoch geht die Weltgesundheits-
Interessenkonflikt im Sinne der schaulichen und dadurch zu verdeutli- organisation (WHO) davon aus, dass
Richtlinien des International chen, dass Maßnahmen zur Reduktion jährlich Hunderte Millionen Patienten
Committee of Medical Journal von NI ebenso vielfältig ausfallen müs- betroffen sind und die Krankheitslast
Editors (ICMJE) besteht. sen. Toolboxes mit nützlichen Hilfestel- in Ländern mit niedrigem und mittle-
lungen für die Praxis sollen dabei un- rem Einkommen am höchsten ist [1].
terstützen. Für Europa sowie Deutschland wurden
genauere Schätzungen zur Rate von
NI veröffentlicht (siehe Abbildung 1)
Schlüsselwörter [2, 3]. In einer 2016–2017 durchge-
nosokomiale Infektionen führten Punktprävalenzstudie betrug
Infektionsprävention die Prävalenz von Patienten mit min-
Einflussgröße destens einer NI in Ländern der Euro-
päischen Union (EU) bzw. des Europä-
ischen Wirtschaftsraums (EWR) insge-
Summary samt 6,5 % (Länderbereich: 2,9–10,0 %)
Factors influencing nosocomial [2] und sank damit im Vergleich zur
infections letzten Erhebung in 2011 [4]. Entgegen
Preventing nosocomial infections (NI) dieses Trends steigen die Infektionsra-
is a global goal of growing importance, ten aktuell wieder, was unter anderem
promoting national and international auch dem veränderten Patientenklien-
discussions, and generating numerous tel geschuldet ist (vorwiegend ältere Pa-
Zitierweise: awareness campaigns. Likewise, the tienten, z.T. mit Vorerkrankungen) [5,
Kolbe V., Ewald L., Mallwitz H., number of scientific studies investigat- 6].
Niesalla H. Einflussgrößen auf ing a reduction of NI by introducing Da eine vollständige Verhinderung
nosokomiale Infektionen. certain intervention measures is grow- aller NI nicht zu erreichen ist, stellt sich
HygMed 2022; 47(4): ing. die grundsätzliche Frage, welcher An-
D36–D43. This review provides a comprehensive teil realistisch reduziert werden kann.
overview of important factors influenc- Dieser Frage gingen zwei systematische
ing NI with a focus on German guide- Übersichtsarbeiten nach, die nahele-
Manuskriptdaten: lines and legislation. The aim is to il- gen, dass 10–70 % [7] bzw. 35–55 %
Eingereicht: 21. Dezember 2021 lustrate the complexity and diversity of [8] vermeidbar sein könnten. Ersicht-
Überarbeitete Version the individual factors and thus make lich wird daraus jedoch auch, dass es
angenommen: 22. März 2022 clear that measures to reduce NI must zahllose Einflussgrößen gibt, die durch
D 36 Hygiene & Medizin | Volume 47 | 4/2022Lizensiert für BODE Chemie GmbH. © mhp Verlag GmbH, Wiesbaden, 2022.
medizinische Innovationen veränder- Flächenhygiene regern und Ausbruchssituationen zur
lich sind und unterschiedlich großes Auch die Flächenhygiene spielt eine Verfügung [21]. Für Deutschland liegen
Reduktionspotential haben [8]. wichtige Rolle für die Infektionspräven- ebenfalls Empfehlungen von der KRIN-
tion. Nachdem diese lange unterschätzt KO zur Reinigung und Desinfektion im
Einflussgrößen auf nosokomiale wurde, belegten etliche Veröffentli- Gesundheitswesen vor [22], sowie die
Infektionen chungen der letzten Jahre ihren Stel- im September 2021 erschienene DIN-
Die Einflussgrößen auf NI werden in lenwert und beschrieben Flächen als Norm zur Krankenhausreinigung [23],
dieser Übersichtsarbeit in drei große mögliches Reservoir für Krankenhaus- die einen umfassenden Maßnahmenka-
Themenbereiche eingeteilt: 1. Prozesse pathogene [16–18]. So demonstrierte talog enthält.
und Systeme in der Klinik, 2. Personal eine Metaanalyse mit über 80.000 Pa-
und 3. Patienten. Als Hintergrund die- tienten, dass die Möglichkeit einer An- Persönliche Schutzausrüstung
nen aktuelle Publikationen und Über- steckung nicht nur bei kolonisierten/in- PSA ist eine Maßnahme zum Schutz
sichtsarbeiten der letzten zehn Jahre fizierten Zimmernachbarn besteht, son- der Mitarbeiter vor einer Kontamina-
mit anwendungsorientiertem und pra- dern auch indirekt durch die vorherige tion mit Krankheitserregern und rich-
xisbezogenem Schwerpunkt. Zimmerbelegung erfolgen kann [19]. tet sich nach der Art des Erregers und
Die multizentrische, randomisierte des Übertragungsweges. Verschiedene
1. Prozesse und Systeme in der REACH-Studie zeigte, dass die Imple- Studien implizieren, dass das Risiko ei-
Klinik – Infrastruktur und Logistik mentierung eines multimodalen In- ner Selbstkontamination insbesondere
Basishygiene terventionspakets zur verbesserten beim Ablegen der PSA mit 13–79 % be-
Zu den Elementen der Basishygiene Flächenreinigung (bestehend aus op- trächtlich sein kann [24–26].
in der Klinik gehören Händehygiene, timiertem Produkteinsatz, Reinigungs- Die Daten zur Selbstkontaminati-
Flächenhygiene, persönliche Schutz- technik, Mitarbeiterschulung, Feedback on legen nahe, dass großer Bedarf an
ausrüstung (PSA), Aufbereitung von und Kommunikation) die Infektionsra- Aufklärung zur korrekten Anwendung
Medizinprodukten, Abfallentsorgung, te mit Vancomycin-resistenten Entero- der PSA besteht. Einrichtungen, wie
Umgang mit Wäsche und Geschirr, Auf- kokken signifikant um ein Drittel senk- das Robert Koch-Institut (RKI) oder die
klärung von Patienten und Besuchern te, wenn der Anteil gereinigter High- Aktion Saubere Hände (ASH) stellen
sowie die Art der Unterbringung [9]. Touch-Flächen um 20 % stieg [20]. Dass Handlungsanweisungen zum An- und
Im Folgenden werden die ersten vier die Effekte in dieser Studie für andere Ablegen der PSA bereit.
Aspekte der Basishygiene genauer be- untersuchte Erreger nicht signifikant
trachtet. waren, könnte u.a. an anderen Übertra- Aufbereitung von Medizinprodukten
gungswegen und einer geringeren ini- Um Medizinprodukte als Kontaminati-
Händehygiene tialen Erregerinzidenz gelegen haben. onsquelle für NI auszuschließen, müs-
Die Händehygiene gilt spätestens seit Eine kürzlich erschienene Übersicht sen diese vor der Anwendung am Pati-
dem Jahr 2000, als Pittet et al. ihre Stu- stellt praktische Empfehlungen zur rou- enten ordnungsgemäß aufbereitet wer-
die zur geringen initialen Händehygie- tinemäßigen Reinigung und -desinfek- den. Die Anforderungen richten sich
ne-Compliance beim Gesundheitsperso- tion auf allgemeinen Stationen sowie u.a. nach deren Einstufung in unkriti-
nal eines Schweizer Lehrkrankenhau- zu klinisch relevanten Krankheitser-
ses veröffentlichten, als das wichtigste
Element der Infektionsprävention [10].
Aktuelle Leitlinien der WHO zur
Händehygiene im Gesundheitswesen
[11] und, auf nationaler Ebene, der Kom-
mission für Krankenhaushygiene und
Infektionsprävention (KRINKO) [12],
berücksichtigen die Erkenntnisse der
vergangenen Jahrzehnte und stellen de-
taillierte Empfehlungen zur Verfügung.
Dass die gezielte Verbesserung der
Händehygiene-Compliance (HHC) die
Rate von NI senken kann, wurde in ver-
schiedenen Ländern und für verschie-
dene Stationen belegt und gilt selbst
bei initial hoher Compliance (> 80 %)
[13–15]. Während Grayson et al. an-
gaben, dass 10 % HHC-Verbesserung
NI um 15 % senkte [13], reduzierte bei
Pessoa-Silva et al. eine HHC-Steigerung
von 13 % NI um etwa ein Viertel [14].
Sickbert-Bennett et al. beobachteten bei
einer HHC-Verbesserung um 10 % eine
NI-Abnahme um 6 % [15]. Abb. 1: Übersicht der häufigsten NIs in Deutschland.
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sche (z.B. EKG-Elektroden), semikriti- Hygienemanagement beschrieben, patientenbezogen, stati-
sche (z.B. Spekulum) und kritische Me- Die Leiter deutscher Kliniken sind per onsbezogen oder einrichtungsbezogen
dizinprodukte (z.B. Wundhaken) und Infektionsschutzgesetz verpflichtet, erfolgen [44]. Hier können entspre-
werden in den aktuellen Empfehlungen übertragbare Krankheiten beim Men- chend geschulte Kliniken das Kranken-
der KRINKO erläutert [27]. Gesetzliche schen vorzubeugen, Infektionen früh- haus-Infektions-Surveillance-System
Grundlage sind in Deutschland die Me- zeitig zu erkennen und ihre Weiterver- (KISS) des Nationalen Referenzzent-
dizinprodukte Betreiberverordnung, breitung zu verhindern [37]. Das Hy- rums (NRZ) verwenden (www.nrz-hy-
die Medizinprodukteverordnung so- gienemanagement der Kliniken wird giene.de/surveillance/kiss/), was den
wie das Medizinprodukterecht-Durch- durch eine Hygienekommission (Kran- Vorteil bietet, mit nationalen Referenz-
führungsgesetz [28–30]. Während bei kenhaushygieniker, Hygienefachkräf- daten vergleichen zu können [44]. Ver-
unkritischen Medizinprodukten die te, Link Nurses etc.) umgesetzt [38], gleichbare Surveillance gibt es auch
Reinigung und Desinfektion zur Wie- woraus sich Herausforderungen im in anderen Ländern, beispielsweise in
deraufbereitung ausreicht, kann bei Schnittstellenmanagement, z.B. zwi- der Schweiz durch das Swiss National
semikritischen eine zusätzliche Sterili- schen Verwaltung und medizinischen Center for Infection Control (Swissnoso)
sation erforderlich sein. Kritische Me- Fachbereichen, ergeben können [39]. [45]. Zur Surveillance ist eine genaue
dizinprodukte werden immer beiden Die Hygienekommission erarbeitet ei- Bestimmung der Erreger erforderlich.
Verfahren unterzogen [27]. 2014 wurde nen verbindlichen Hygieneplan, der u.a. Molekulardiagnostische Methoden er-
der Begriff der Zentralen Sterilgutver- Regeln zur Krankenhausreinigung fest- möglichen eine zeitnahe Erkennung
sorgung (ZSVA) durch den Begriff Auf- legt. Eine Studie in deutschen Kliniken und effiziente Infektionskontrolle und
bereitungseinheit für Medizinprodukte zeigte, dass bei der Prozess-Standardi- können – je nach Voraussetzungen der
(AEMP) ersetzt [31], da Medizinpro- sierung und der abteilungsübergreifen- Klinik – intern oder extern durchge-
dukte nicht nur im Krankenhaus auf- den Koordination und Kommunikation führt werden [46–49]. Wichtig ist da-
bereitet werden und der Begriff AEMP (z.B. mit dem Reinigungsdienst) noch bei, dass das Ergebnis schnell vorliegt,
umfassender ist. erhebliches Verbesserungspotential be- eindeutig ist und direkt an die betref-
steht [40]. Optimierte standardisierte fenden Schnittstellen weitergeleitet
Spender für Hände-Desinfektionsmittel Prozesse (SOPs) können einen Mehr- wird [50].
Die Ausstattung mit Spendern für Hän- wert für die Behandlungsqualität schaf- Auch wenn derzeit noch nicht voll
de-Desinfektionsmittel spielt eine we- fen, indem sie hygienerelevante Aspek- ausgereift, können sich automatisierte
sentliche Rolle bei der Einhaltung der te aus dem Hygieneplan abbilden. Zur Surveillance-Systeme zukünftig durch-
HHC. Die Mindestanforderungen für besseren Verankerung bietet es sich an, setzen – nicht nur zur NI-Surveillan-
Deutschland werden in den Empfehlun- die SOPs als mitgeltende Dokumente in ce [51, 52], sondern auch zum Moni-
gen der KRINKO beschrieben und auch das Qualitätsmanagementsystem auf- toring und der Verbesserung der HHC
die Deutsche Gesellschaft für Kranken- zunehmen. [53–56].
haushygiene (DGKH) gibt Empfehlun- Empfehlungen zu den personellen
gen [12, 32]. Demnach dürfen Fachkräf- und organisatorischen Voraussetzun- Schulungen
ten in der Patientenversorgung keine gen sowie zum Kapazitätsumfang des Grundsätzlich sind regelmäßige Fort-
zusätzlichen Wege entstehen, wenn sie Hygienemanagements werden von der bildungsveranstaltungen zu Hygiene
die Indikationen zur Händedesinfekti- KRINKO zur Verfügung gestellt [38, 41]. und Infektionsprävention für Hygiene-
on befolgen. Als Mindestausstattung in Weitere Vorgaben werden in den Hygi- fachpersonal verpflichtend, die in der
Patientenzimmern empfiehlt die KRIN- eneverordnungen der Bundesländer ge- Regel von Fachärzten für Hygiene und
KO zurzeit, bettennah einen Spender regelt. Die Wichtigkeit des Hygienema- staatlich geprüften Hygienefachkräf-
pro Patientenbett (Intensiv- und Dia- nagements spiegelt sich auch im 2011 ten durchgeführt und dokumentiert
lysestationen) bzw. einen Spender für geschaffenen Hygienesonderprogramm werden [38]. Welche weiteren Beschäf-
zwei Patientenbetten plus einen in der wider, dass Kliniken Finanzierungsmög- tigten verschiedener Gesundheitsein-
Sanitärzelle (Normalstationen) vorzu- lichkeiten bietet, die nunmehr verbindli- richtungen an regelmäßigen hygiene-
halten [12]. Grundsätzlich bestimmen chen Vorgaben personell sowie organi- relevanten Fortbildungsveranstaltun-
die räumlichen Verhältnisse, ob fest- satorisch umzusetzen [42]. gen teilnehmen müssen (verpflichtend)
montierte oder mobile Spender einge- Ein umfängliches Hygienemanage- oder können (freiwillig), ist jedoch un-
setzt werden [12], wobei von Kittelfla- ment umfasst auch die Surveillance von einheitlich in den Verordnungen der
schen möglichst abzusehen ist [32]. Infektionskrankheiten und Erregern, vor Bundesländer geregelt. Richter et al.
Eine aktuelle umfragebasierte Stu- allem Antibiotika-resistenten. Dazu ge- zeigten, dass eine frühzeitige und kon-
die an 178 Schweizer Akutkranken- hören Programme zur Vermeidung von tinuierliche Fokussierung auf Hygiene
häusern ergab eine Anzahl von viermal Resistenzen (Antimicrobial Stewardship), bereits während des Medizinstudiums
mehr Spendern pro Bett im gesamten die in der Regel kostengünstiger sind dazu beiträgt, zukünftigem ärztlichen
Krankenhaus als in den aktuellen Richt- als durch resistente Erreger verlängerte Personal die Infektionsprävention im
linien empfohlen. [33]. Für eine hohe Krankenhausaufenthalte [43]. klinischen Arbeitsalltag zu erleich-
HHC am Point-of-Care spielen jedoch tern und damit die Patientensicherheit
nicht nur Sichtbarkeit und gute Zugäng- Datenerfassung zu erhöhen [57]. Verschiedene Trai-
lichkeit der Spender eine Rolle [34, 35], In vielen Ländern ist die Surveillan- ningstools zur Verbesserung der HHC
sondern auch Details wie Spenderde- ce von NI verpflichtend und kann, wie werden z.B. von der WHO zur Verfü-
sign (manuell vs. berührungsfrei) [36]. z.B. in Deutschland von der KRINKO gung gestellt [11]. Diese Basis erwies
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sich auch in verschiedenen Ländern auf Operationen oder minimal-invasi- Wissensvermittlung von Infektionsprä-
für eine Weiterentwicklung zum Train- ve Prozeduren). Dadurch wird die Dy- vention und Krankenhaushygiene zu-
the-Trainer-Kurs – bestehend aus Vor- namik der internen Qualitätssicherung sammengestellt und fordert die zwin-
trägen, simulationsbasiertem Training und damit eine Erweiterung auf neue gende Integration dieser Themen in die
und erlebnisorientierten Aktivitäten Kennzahlen (z.B. Wiederaufnahmen, gesamte theoretische und praktische
– als nützlich, um die Reichweite von Qualität der Schnittstellen), begrenzt Ausbildung [70]. Ähnliche Forderun-
Händehygiene-Training zu vergrößern [68]. Außerdem begünstigen Faktoren gen zur Verbesserung der Kenntnisse in
[58]. wie Krankenhausgröße, Universitäts- Infektionsprävention werden auch aus
status, urbane Anbindung und Spezi- den USA laut [71]. Eine verstärkte Fo-
Räumlichkeiten alisierungsgrad das Einwerben zusätz- kussierung auf Hygiene und Infektions-
Auch die Räumlichkeiten einer Klinik licher finanzieller Mittel, die eine ge- prävention kommt aber nicht nur Pfle-
– insbesondere die Patientenzimmer hobene technische Ausstattung erst genden zugute, sondern ebenso Medi-
und deren Nasszellen – wirken sich auf ermöglichen [69]. zinstudenten, die von einer frühen und
die Arbeit des Gesundheitspersonals Die Möglichkeiten zur Infektions- kontinuierlichen Schulung profitieren
[59] und damit die Infektionspräven- prävention dürften auch durch die (kos- und das Wissen später besser praktisch
tion aus. Da abwasserführende Syste- tenbedingte) Entscheidung für oder ge- anwenden können [57].
me wie Waschbecken, Siphon, Dusch- gen eine eigene AEMP [27, 31] beein- Bessere Hygiene und Infektions-
ablauf und Toilette ein Erregerreser- flusst werden. kontrolle in Kliniken erfordern jedoch
voir sein können [60], empfiehlt auch ausreichendes und gut ausgebilde-
die KRINKO beim zukünftigen Neu- 2. Personal tes Personal. Dem steht der Personal-
und Umbau von Patientenzimmern die Qualifikation abbau in Deutschland entgegen [72].
Berücksichtigung infektionspräventi- Um das Prinzip der Infektionspräventi- Wenn Hygienestandards wie Hände-
ver Aspekte [61]. on zu verinnerlichen und im klinischen desinfektion durch Zeitmangel nicht
Darüber hinaus beeinflussen Raum- Alltag anzuwenden, muss Beschäftig- immer eingehalten werden können, er-
klima und Luftaustausch bzw. Klima- ten in der Ausbildung hygienerelevan- höht sich das Risiko für NI [72]. Dabei
anlagen die Verbreitung von Keimen tes Wissen vermittelt werden. Dazu hat haben kaufmännisches und klinisches
maßgeblich [62], wie sich auch bei die DGKH bereits 2017 eine Empfeh- Risikomanagement etliche Schnitt-
luftübertragenen Erregern wie SARS- lung zu Mindestanforderungen an die
CoV-2 zeigte [63]. Um dieses Risiko zu
minimieren, sind regelmäßige Wartun-
gen durchzuführen und der Einsatz von
HEPA-Filtern zu erwägen [64, 65].
Verschiedene Reviews machten da-
rauf aufmerksam, dass Ausbrüche mit
Erregern wie Pseudomonas aeruginosa,
Legionellen und Mycobacterium chimae-
ra mit Wasserreservoirs in Verbindung
standen und beispielsweise durch elek-
tronische Wasserhähne, Heiz-Kühlgerä-
te [60] sowie wasserführendes medizi-
nisches Equipment (z.B. Hämodialyse-
geräte) [66] verbreitet wurden.
Ausstattung
Nicht zuletzt beeinflusst auch die all-
gemeine Ausstattung einer Klinik die
Möglichkeiten zur Infektionsprävention
und damit die Rate der NI. So ermittelte
ein systematischer Review mit europäi-
schem Fokus Schlüsselkomponenten für
die Infektionsprävention, die gleicher-
maßen wichtig sein könnten – darunter
auch die Verfügbarkeit und leichte Zu-
gänglichkeit von Materialien und Ge-
räten sowie deren optimale Ergonomie
[67]. Dies ist im Hinblick auf die Öko-
nomisierung des Gesundheitswesens
nicht selbstverständlich. Zusätzlich
ist die Qualitätssicherung in Deutsch-
land größtenteils extern gesteuert und Abb. 2: Toolbox 1. Praktische Empfehlungen für den Bereich „Prozesse und Sys-
seit Jahren unverändert (z.B. Fokus teme in der Klinik“.
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mengen und sollten ganzheitlich be- Outsourcing Kommunikation und Sprachbarrieren
trachtet werden, da sich durch man- Outsourcing ist gerade in der Kranken- Um ein funktionierendes Risiko- bzw.
gelhafte Hygiene bedingte NI auch be- hausreinigung in Deutschlands Kran- Hygienemanagement zu etablieren und
triebswirtschaftlich negativ auswirken kenhäusern verbreitet. Doch sparen aufrechtzuerhalten, ist eine gute inter-
[40]. Internationale Beobachtungsstu- Kliniken dadurch nicht nur Kosten und disziplinäre Kommunikation wesent-
dien bestätigen, dass sich Personalein- gewinnen an Flexibilität, sondern ge- lich, die unterschiedliche Fachbereiche
sparungen im Pflegebereich und eine ben auch zum Teil die Kontrolle über und Hierarchien durch einen offenen
ungenügende Fortbildung nachteilig diesen Bereich auf. So sind ausgela- und respektvollen Umgang miteinan-
auf Patient Outcomes wie Mortalität gerte Reinigungsdienste oft unterbe- der vereint [81–83]. Dies gelingt nur
auswirken [73,74]. setzt und Reinigungskräfte häufiger in einer Organisation, in der Führungs-
Um Personalmangel zukünftig zu überarbeitet, werden weniger gut fort- kräfte eine solche Kultur vorantreiben
vermeiden, sollte – neben einem Um- gebildet und sind kommunikativ und und Beschäftigte auf allen Stufen der
denken der Politik – der Bereich Pfle- organisatorisch schlechter eingebun- Organisation befähigen. Dies schließt
ge durch wettbewerbsfähige Gehäl- den [78]. Studien aus England und den ein, alle Beschäftigten zu wichtigen or-
ter für den Nachwuchs attraktiver ge- USA fanden starke Hinweise darauf, ganisatorischen Themen – z. B. mittels
macht werden [75]. Seit Januar 2020 dass Outsourcing des Reinigungsteams Informations- und Kommunikations-
sind durch das neue Pflegeberufegesetz mit einer erhöhten Inzidenz von NI technologie – auf einen gleichen Wis-
erstmals auch speziell den Pflegefach- durch Clostridioides difficile und Methi- sensstand zu bringen [84]. Gerade im
kräften vorbehaltene Tätigkeiten defi- cillin-resistenten Staphylococcus aureus Hinblick auf NI spielt eine interdiszi-
niert, wie z.B. die Festlegung des Pfle- (MRSA) verbunden ist [78, 79]. Auch plinäre Kommunikation eine wesent-
gebedarfs oder die Organisation und eine Analyse der deutschen Kranken- liche Rolle [85]. Informationen zu In-
Gestaltung des Pflegeprozesses. Auf hauslandschaft von 2015 ergab, dass fektionsstatus, Behandlung und beson-
diese Weise soll dem Pflegeberuf ein sich die Reinigung in der Vergangen- deren Hygienemaßnahmen sollten klar
höherer Stellenwert beigemessen wer- heit verschlechtert hat und – beson- und verständlich an alle beteiligten
den. Zudem ermöglicht das neu einge- ders in Risikobereichen – festes Perso- Schnittstellen kommuniziert werden.
führte Pflegestudium eine engere Ver- nal bei geringerer Flächenleistung ein- Dazu zählen behandelnde Ärzte, das
knüpfung von Wissenschaft und Praxis gesetzt werden sollte, um die Situation Pflegepersonal, Physiotherapeuten, das
und bietet so weitere Karrierechancen zu verbessern [80]. Servicepersonal und die Reinigungslei-
für Pflegefachkräfte [76, 77]. tung. Sprachbarrieren erschweren die
Kommunikation nicht nur mit gerin-
ger qualifiziertem Personal wie Reini-
gungskräften, sondern auch mit ärztli-
chen Beschäftigten und Patienten [83,
86, 87], weshalb mehrsprachige Infor-
mationen erwogen werden sollten.
Besonderes Augenmerk sollte der
Kommunikation mit Patienten gelten.
Förderlich ist ein offener und kontinu-
ierlicher Informationsaustausch, der auf
patientenzentrierten Kommunikations-
formen basiert, die Beteiligung von Pa-
tienten und ihren Familien fördert und
Patienten als Partner einbezieht [88].
3. Patienten
Vorerkrankungen
NI können sowohl durch exogene (Pa-
thogene aus der Umgebung) als auch
durch endogene Erreger (Flora des Pa-
tienten) erworben werden. Im Gegen-
satz zu früher machen endogene Infek-
tionen mittlerweile 2/3 der gesamten
NI aus [89]. Grundsätzlich haben Pati-
enten durch individuelle Faktoren wie
Vorerkrankungen, Prämedikation und
Alter unterschiedliche Grundrisiken für
eine NI. Dennoch werden selbst endoge-
ne NI häufig durch mangelhafte Hygie-
ne verursacht, z.B. durch Verschleppen
von Keimen von einer kontaminierten zu
Abb. 3: Toolbox 2. Praktische Empfehlungen für den Bereich „Personal“. einer reinen Körperstelle [90]. Es muss
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betont werden, dass Immunsuppression
oder die Einnahme bestimmter Medika-
mente eine Kolonisierung zwar begüns-
tigen, jedoch keine Voraussetzung da-
für sind und Kolonisierungen auch un-
abhängig davon auftreten können [90].
Ein vollständiges Vermeiden aller
NI wird allein aufgrund der Vielzahl an
Faktoren, die den Patienten betreffen,
nicht erreicht werden können, weshalb
das Ziel die Reduktion sein sollte [7, 8].
Art und Dauer der Behandlung
Allgemein sind invasive Behandlun-
gen mit einem deutlich höheren Risi-
ko verbunden als nichtinvasive [7, 8].
Gut beschrieben sind vor allem Kathe-
ter-assoziierte NI, die sich im Vergleich
zu anderen NI besonders wirkungsvoll
durch optimierte Prozesse, tägliche In-
dikationsüberprüfungen und strenge-
re Hygienevorschriften senken lassen
[7, 8]. Darüber hinaus wirkt sich auch
die Liegedauer auf das Risiko einer NI
aus. Studien zeigen, dass dieses mit
der Länge des Krankenhausaufenthalts
steigt [91–93]. Dies gilt auch für CO-
VID-19-Patienten, die häufig lange im Abb. 4: Toolbox 3. Praktische Empfehlungen für den Bereich „Patienten“.
Krankenhaus verweilen und auf invasi-
ve Maßnahmen angewiesen sind [91].
Patient Empowerment
Nicht zuletzt beeinflussen Patienten
durch ihr Verhalten das Risiko einer
NI selbst mit. Während das Personal in
Deutschland selbstverständlich an Hy-
gienevorschriften und Leitlinien gebun-
den ist, könnten Patienten stärker ak-
tiv eingebunden werden [40]. Gemäß
dem von der WHO propagierten Patient
Empowerment sollten sie durch zielgrup-
pengerechte Informationen unterstützt
werden, ihre eigene Rolle und die Be-
deutung ihres Handelns zu verstehen,
z.B. hinsichtlich der Compliance bei der
Hygiene oder Medikamenteneinnahme
[11]. Ein bedeutender Begriff ist in die-
sem Zusammenhang die Gesundheits-
kompetenz (health literacy), die Fähig-
keit, Gesundheitsinformationen zu fin-
den, zu bewerten und schließlich zur
Entscheidungsfindung zu nutzen. Eine
Studie des Robert Koch-Instituts (RKI)
zeigte, dass der generelle Informations-
stand zu Gesundheitsaspekten von Pati-
enten im Vergleich zu 2009 zwar besser
war, jedoch weiter ausbaufähig ist [94].
Ein wichtiger Faktor dafür ist auch die
Befähigung des Personals, Patienten Abb. 5: Übersicht über direkte und indirekte Einflussgrößen auf nosokomiale
aktiv mit einzubeziehen und ihre Rolle Infektionen. PSA, persönliche Schutzausrüstung; SOP, standard operating pro-
zu stärken [95, 96]. cedure.
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Schlussfolgerungen Literatur 10. Pittet D, Hugonnet S, Harbarth S, Mour-
Dieser Übersichtsartikel beleuchtet das 1. World Health Organization. Report on ouga P, Sauvan V, Touveneau S, et al.
komplexe Feld der NI und verdeutlicht the Burden of Endemic Health Care-As- Effectiveness of a hospital-wide pro-
die zahlreichen Einflussgrößen, die sich sociated Infection Worldwide Clean gramme to improve compliance with
direkt oder indirekt auf die Rate der Care is Safer Care; 2011. hand hygiene. Infection Control Pro-
https://apps.who.int/iris/bitstream/ gramme. Lancet (London, England).
NI auswirken können (Abbildung 5).
handle/10665/80135/9789241501507_ 2000;356(9238):1307–1312.
Die Herausforderung der Kliniken ist es
eng.pdf (zuletzt abgerufen am 11. World Health Organization. WHO
nun, sich in diesem vielschichtigen Feld
23.03.2022). guidelines on hand hygiene in health
zu orientieren und konkrete praktische
2. Suetens C, Latour K, Kärki T, Ricchizzi care; 2009. https://www.who.int/publi-
Maßnahmen daraus abzuleiten. Insbe-
E, Kinross P, Moro ML, et al. Prevalence cations/i/item/9789241597906 (zuletzt
sondere in den Bereichen „Prozesse und
of healthcare-associated infections, es- abgerufen am 23.03.2022).
Systeme in der Klinik“ sowie „Personal“ 12. Kommission für Krankenhaushygiene
timated incidence and composite anti-
bietet sich viel Spielraum für Verände- und Infektionsprävention (KRINKO)
microbial resistance index in acute care
rungen. Andererseits wird auch klar, beim Robert Koch-Institut. Händehygi-
hospitals and long-term care facilities:
dass sich Verbesserungen im Bereich Results from two european point prev- ene in Einrichtungen des Gesundheits-
„Patienten“ im Wesentlichen auf das alence surveys, 2016 to 2017. Eurosur- wesens. Bundesgesundheitsblatt-Ge-
Empowerment beschränken, da weitere veillance. 2018; 23(46):1–16. sundheitsforschung-Gesundheitsschutz.
Patientenfaktoren wie Alter und Vorer- 3. Zacher B, Haller S, Willrich N, Walter 2016; 9:1189–1220.
krankungen gegeben sind und sich Art J, Sin MA, Cassini A, et al. Application 13. Grayson ML, Stewardson AJ, Russo
und Dauer der Behandlung nach der of a new methodology and R package PL, Ryan KE, Olsen KL, Havers SM, et
Erkrankung richten. Aufgrund der Viel- reveals a high burden of healthcare-as- al. Effects of the Australian National
zahl an Einflussgrößen, die hier jeweils sociated infections (HAI) in Germany Hand Hygiene Initiative after 8 years
nur kurz erläutert werden, wird deut- compared to the average in the Euro- on infection control practices, health-
lich, dass die Reduktion von NI nicht pean Union/European Economic Area, care worker education, and clinical
durch einzelne Maßnahmen reduziert 2011 to 2012. Eurosurveillance. 2019; outcomes: a longitudinal study. Lancet
werden kann, sondern ein komplexes 24(46):1900135. Infect Dis. 2018; 18(11):1269–1277.
4. Zarb P, Coignard B, Griskeviciene J, 14. Pessoa-Silva CL, Hugonnet S, Pfister R,
Zusammenspiel mehrerer, multimo-
Muller A, Vankerckhoven V, Weist K, Touveneau S, Dharan S, Posfay-Barbe
daler Maßnahmen notwendig ist, um
et al. The European Centre for Disease K, et al. Reduction of health care asso-
Infektionen zu vermeiden. Wichtig da-
Prevention and Control (ECDC) pilot ciated infection risk in neonates by suc-
bei ist, dass die einzelnen Bestandtei-
point prevalence survey of health- cessful hand hygiene promotion. Pediat-
le ganzheitlich betrachtet werden und
care-associated infections and anti- rics. 2007; 120(2):e382-390.
Schnittstellen gebildet werden.
microbial use. Euro Surveill. 2012; 15. Sickbert-Bennett EE, Dibiase LM, Schade
Auch in Zukunft wird es immer Willis TM, Wolak ES, Weber DJ, Rutala
17(46):20316.
neue Herausforderungen für die Klini- 5. Weiner-Lastinger LM, Pattabiraman V, WA. Reduction of healthcare-associated
ken geben. Das „Grüne Krankenhaus“ Konnor RY, Patel PR, Wong E, Xu SY, et infections by exceeding high compliance
mit Blick auf eine nachhaltigere Ver- al. The impact of coronavirus disease with hand hygiene practices. Emerg In-
sorgung ist eines der Themen, das vie- 2019 (COVID-19) on healthcare-associ- fect Dis. 2016; 22(9):1628–1630.
le bereits jetzt schon beschäftigt und ated infections in 2020: A summary of 16. Stiefel U, Cadnum JL, Eckstein BC,
das einen großen Einfluss auch auf die data reported to the National Healthcare Guerrero DM, Tima MA, Donskey CJ.
Hygiene haben wird. Des Weiteren ent- Safety Network. Infect Control Hosp Ep- Contamination of hands with methicil-
wickeln wir uns durch neue Technolo- idemiol. 2021;1–14. lin-resistant Staphylococcus aureus after
gien und aufgrund der zur Verfügung 6. BARMER Krankenhausreport 2021. contact with environmental surfaces
stehenden Daten immer mehr zu einer https://www.bifg.de/publikationen/re- and after contact with the skin of colo-
Wissensgesellschaft. Aber auch demo- porte/krankenhausreport-2021 (zuletzt nized patients. Infect Control Hosp Epi-
grafische Entwicklungen sowie Ände- abgerufen am 23.03.2022). demiol. 2011; 32(2):185–187.
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zielle Treiber) werden eine entschei- ventable proportion of nosocomial infec- played by contaminated surfaces in the
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dende Rolle spielen.
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Danksagung
A, Clack L, Kuster SP. The preventable 18. Rutala WA, Kanamori H, Gergen MF,
Der Artikel wurde mit Unterstützung
proportion of healthcare-associated in- Knelson LP, Sickbert-Bennett EE, Chen
im Medical Writing durch Dr. Julia Ditt-
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Die Autoren danken Inka Dani- beim Robert Koch-Institut (RKI). Infek- 19. Wu Y-L, Yang X-Y, Ding X-X, Li R-J,
els-Haardt, Janina Wenk und Carolin tionsprävention im Rahmen der Pflege Pan M-S, Zhao X, et al. Exposure to in-
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