Einreisebedingungen: Peru - EINREISEBESTIMMUNGEN FÜR DEUTSCHE STAATSBÜRGER

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Einreisebedingungen:
                                           Peru

    EINREISEBESTIMMUNGEN FÜR DEUTSCHE STAATSBÜRGER
   Medizinische Hinweise

   Aktuelle Medizinische Hinweise

   Zika-Virus-Infektion
   In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die
   klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine
   Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
   Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen
   Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit () sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in
   Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
   Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur
   Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
   Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

   Impfschutz
   Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet, häufig aus den Nachbarstaaten, oder bei direkter Einreise aus Deutschland ist der
   Nachweis einer Gelbfieberimpfung derzeit, nach Auskunft der peruanischen Einreisebehörden, nicht vorgeschrieben.
   Jedoch ist bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische
   Amazonasgebiet und die Gebiete östlich der Anden unter 2300 m, allen Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat
   (www.who.int) eine rechtzeitige Impfung, 10 Tage vor Einreise, dringend empfohlen. 2018 wird erneut eine Häufung von
   Erkrankungen bei nicht geimpften Personen in diesen Gebieten beobachtet.
   Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
   Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für
   Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de).
   Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), auch gegen, Mumps,
   Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
   Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen
   Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

   Chikungunya
   In der Großregion breitet sich seit Januar 2014 eine Chikungunya-Epidemie aus, die auch Peru betrifft. Die Chikungunya-
   Virusinfektion zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s. u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so
   dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. Ein Merkblatt zu Chikungunya
   finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

   Dengue-Fieber
   Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie
   ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
   In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl.
   möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

   Leishmaniose
   Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen.
   Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

   Oropouche-Fieber
   Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.

   Malaria
   Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft
   insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch
   Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim
   Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
   Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto
   Maldonado und in Iquitos.
   Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu,das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima. Ica und Nazca.
   Je nach Reiseprofil kann eine Notfallselbstmedikation im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl vor
   der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.

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Peru
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
      den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
      ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,
      unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

   Leptospirose
   Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
   Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender
   Beteiligung der Leber und Nieren führen.
   Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine
   medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.
   Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht
   grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei
   Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

   Durchfallerkrankungen
   Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
   Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie
   Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen
   und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt
   Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang
   und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher
   verwenden.

   Höhenkrankheit ("Soroche")
   In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe,
   die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können
   Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch
   eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle
   Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno, also nicht nur Bergsteiger. Mate de Coca hat keine
   sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.

   Pest
   Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige
   Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten
   Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von
   Antibiotika sinnvoll sein.

   Medizinische Versorgung
   Das medizinische Versorgungsangebot ist in Lima im privaten Sektor z. T. auf international hohem Standard. Der öffentliche
   Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen
   Regionen meist defizitär strukturiert.
   Das Auswärtige Amt empfiehlt sich im Erkrankungsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und
   Krankenhäuser in Peru zu informieren oder im Notfall die entsprechenden Honorarkonsuln zu kontaktieren.
   In der Regel reichen die Behandlungsmöglichkeiten in Cusco nicht aus, um schwere Notfälle adäquat zu versorgen. Sobald es
   der medizinische Zustand zulässt, sollten schwer Kranke oder Verletzte deshalb nach Lima verlegt werden.
   Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden
   dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Peru eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner
   (Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org).
   Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
   Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende
   Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
   Die Angaben sind:
       zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

       auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für
       kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

       immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische
       Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

       trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte
       abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

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   Allgemeine Reiseinformationen

   Infrastruktur
   Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen
   Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die "Sierra" (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón
   de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa,
   einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.
   Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. sollten unbedingt

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Peru
respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
   Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss
   des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von
   Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollten Reisende sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell
   etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
   Von vom Flughafen "Maria Reiche" in Nazca abgehenden Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten.
   Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von
   Sicherheitsvorschriften entsprechen oft nicht europäischem Standard. Seit 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen,
   darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Die Standards am Flughafen in
   Pisco, von wo ebenfalls Überflüge der Nazca-Linien angeboten werden, sind nach derzeitigen Erkenntnissen besser.
   Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. In Notfällen können Reisende die peruanische
   Bergwacht ("Unidad de Salvamento de Alta Montaña", E-mail: @pnp.gob.pe, Tel. +5143 793333, +5143 793327, +5143
   793291) kontaktieren.

   Straßenverkehr
   Die von Ecuador nach Chile führende gebührenpflichtige Haupttransitstrecke "Panamericana" ist durchgehend gut ausgebaut.
   Reisende, die mit dem Privat-Kfz unterwegs sind, sollten die an den Mautstationen ("Peaje") ausgegebenen Tickets gut
   aufbewahren. Bei Unfällen oder Pannen steht Reisenden durch die Zahlung der Maut kostenlose Hilfe zu, die Notrufnumnmern
   sind auf dem Mautticket abgedruckt. Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut, in
   abgelegenen Gegenden sind hingegen auch die Verbindungen zwischen größeren Orten zumeist nicht befestigt und im
   Hochland gelegentlich - besonders während der Regenzeit in den Sommermonaten November bis April - wegen Erdrutschen
   nicht oder nur schwer befahrbar.
   Von Nachtfahrten mit eigenem PKW wird wegen des Unfall- und Überfallrisikos grundsätzlich abgeraten.
   Die Benutzung von Bussen kann in den Gebirgsregionen u. a. aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt empfohlen werden. Es
   gibt häufig Unfälle von Überlandbussen mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten. Dies betrifft auch die Möglichkeit der
   Anreise nach Machu Picchu mit dem Bus über Hidroelectrica, bei der unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden.
   Sicherer ist die übliche Route der Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.
   Es wird empfohlen, bei Überlandreisen mit dem Bus nur die landesweit operierenden, größeren Busunternehmen (z. B. Cruz del
   Sur, Peru Hop, Oltursa sowie Excluciva) und auch nur tagsüber zu nutzen.

   Führerschein
   Der Internationale Führerschein ist erforderlich und gilt nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein.

   Schiffsverkehr
   Bei Anreise mit Flussschiffen von Pucallpa oder Yurimaguas aus nach Iquitos wird empfohlen, auf die Qualität des Anbieters und
   der eingesetzten Schiffe zu achten und nur moderne Schiffe zu nutzen. Ansonsten besteht die Gefahr schlechter hygienischer
   Zustände und schlechter Verpflegung an Bord. In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen
   Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.

   Geld/Kreditkarten
   Landeswährung ist der Nuevos Sol (PEN). Die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte,
   hingegen nur sehr eingeschränkt mit Bankkarte (MAESTRO-System) möglich. Mit Bankkarten des "V-Pay"-Systems sind
   grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
   Bei Problemen mit der Geldversorgung können Reisende sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen.
   Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb
   größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-Dollar in peruanische Soles problematisch.

   Ausweispflicht im Land
   Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des
   Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in
   Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden
   kann. Gelegentlich wird auch eine Diebstahlsanzeige ersatzweise anerkannt.

   Passverlust
   Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist stets eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen
   Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des
   Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Reisende müssen sich bei der Abgabe der "denuncia" auf
   bürokratische und umständliche Abläufe einstellen. Die deutsche Botschaft in Lima stellt Betroffenen anschließend
   schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland aus.
   Nach Ausstellung des neuen Reisedokuments muss der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument "übertragen"
   werden. Dies kann laut Auskunft der Einwanderungsbehörde unmittelbar vor der Ausreise am Flughafen Lima erledigt werden
   und nimmt - je nach aktueller Auslastung der Bediensteten - einige Zeit in Anspruch. Weil es in verschiedenen Fällen vorkam,
   dass dadurch gebuchte Flüge nicht angetreten werden konnten, wird frühzeitiges Erscheinen bei der Passkontrolle (ca. 3
   Stunden vor dem Abflug) empfohlen. Für die Übertragung wird eine Gebühr von 13 Peruanischen Soles fällig.
   Alternativ können sich betroffene Reisende dafür auch an die peruanische Einwanderungsbehörde Superintendencia Nacional
   de Migraciones (Av. España 734, Piso 3, Breña, Lima 05; geöffnet Mo-Fr bis 8-13 Uhr; zumeist nur spanischsprechende
   Bedienung) oder an eines ihrer Büros in der Provinz wenden.
   Sonstige Informationen für Peru-Reisende erteilen die Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer, die Peruanische
   Botschaft in Deutschland und der South American Explorers Club.
   Bei Beschwerden über die Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in
   Peru ist das Amt für Verbraucherschutz INDECOPI zuständig.
   Die Policía de Turismo (Touristenpolizei) kann in der Calle General Vidal 230, Miraflores, Lima 18, Telefon: +511 715655 oder
   +511 7156553, E-mail: cia_investigaciones@hotmail.com erreicht werden, unter Notfallnummer 0800-22221 auch 24-Std./Tag in
Einreisebedingungen:                                                                                                        Seite 3 von 14
Peru
spanischer und englischer Sprache. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in
   allen Notfällen angesprochen werden, auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl.

   Versorgung im Notfall
   Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug
   nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
   Notfallmedizinische Dienstleistungen entsprechen, vor allem außerhalb Limas, nicht europäischem Niveau.
   [20605]

    EINREISEBESTIMMUNGEN FÜR DEUTSCHE, SCHWEIZERISCHE UND
    ÖSTERREICHISCHE STAATSBÜRGER
   Gesundheitsvorsorge
   Übersicht
   Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch,
   apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende
   Ärzte. Medizinische Behandlungen müssen sofort bezahlt werden.

   Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

   Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

   Impfungen

     Titel                       Besondere Vorsichtsmaßnahmen                        Gesundheitszeugnis erforderlich

       Gelbfieber                 1                                                    -

       Cholera                    2                                                    -

       Typhus & Polio             3                                                    -

       Malaria                    4                                                    -

       Essen & Trinken            5                                                    -

   Anmerkungen Impfungen
   [1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als sechs Monate sind und innerhalb
   von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Ausgenommen sind Reisende,
   die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Peru.

   Achtung: Die Gelbfieberimpfung ist für das gesamte peruanische Amazonasgebiet vorgeschrieben, der Impfnachweis wird
   kontrolliert. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot, Quarantäne oder Zwangsimpfung.

   Hinweis: Die peruanische Amazonasregion östlich der Anden sowie das Ayacucho-Department im SW (Pavo, Aucarca, El
   Zancudo) gehören zu den endemischen Gebieten, in denen mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen ist. Impfung bei Reisen ins
   Landesinnere und vor dem Besuch von Dschungelgebieten in ländlichen Regionen unterhalb einer Höhe von 2300 m wird eine
   Schutzimpfung dringend empfohlen.

   [2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch.
   Infektionsgebiete befinden sich v.a. in den Departements Amazonas, Ancash, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Callao, Cuzco,
   Huanuco, Ica, Junin, La Libertad, Lambayeque, Lima, Loreto, Madre de Dios, Moquegua, Pasco, Piura, Puno, San Martin,
   Tacna, Tumbes und Ucayali. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.
   Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

   [3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

   [4] Regional kann ein hohes Malariarisiko herrschen. Das betrifft v.a. Ein erhöhtes Risiko besteht in den Grenzgebieten zu
   Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien (v.a. in Loreto, Madre de Dios, Junin, San Martín und Ayacucho). Die gefährlichere
   Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) kommt zu 15%, die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana)
   zu 85 % . Die übrigen Regionen haben ein sehr geringes oder kein Malaria-Risiko. Lima und das Anden-Hochland sind
   malariafrei.
   Ausreichenden Schutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern
   empfiehlt sich zusätzlich eine Notfallmedikation.

Einreisebedingungen:                                                                                                          Seite 4 von 14
Peru
[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr,
   Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf
   eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es
   können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes
   Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die
   Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Das Trinkwasser außerhalb der größeren Städte sollte vor der Benutzung zum
   Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

   Milch ist nicht pasteurisiert. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollte man außerhalb der Städte meiden. Fleisch- und
   Fischgerichte sollten gut durchgekocht und heiß serviert werden. Den Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und
   Mayonnaise sollte man vermeiden. Gemüse nur gekocht und Obst geschält essen. Vor dem Verzehr und Kauf von
   Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

   Andere Risiken
   Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen
   Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

   Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

   Fleckfieber tritt v.a. in den Slums in höheren Lagen auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen
   sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

   Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen
   Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und
   Jugendlichen erfolgen.

   HIV/Aids eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder
   Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

   In Lagen über 2500 m tritt häufiger die gelegentlich auch tödlich endende Höhenkrankheit durch zu schnellen Aufstieg auf. Sie
   wird meist erst nach 24 Stunden oder später in der Höhe bemerkbar. Symptome sind schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel,
   Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine längere Pause, sollte unter eine Höhe
   von 2000 m abgestiegen werden.

   Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden
   werden.

   Pest-Fälle wurden aus den Departementen Cajamarca, La Libertad, Lambayeque und Piura gemeldet. Der Schutz vor Ratten
   und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren
   die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

   Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder,
   berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich
   ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Amazonasgebiet von Peru kam es nach Bissen von Fledermäusen zu
   Tollwuterkrankungen mit tödlichem Ausgang bei der einheimischen Bevölkerung dieser entlegenen Gegend. Reisende, die sich
   länger dort aufhalten, sollten eine Tollwutimpfung in Betracht ziehen.

   [col]

   Reisewarnung
   Überblick
   Stand - Tue, 25 Sep 2018 08:15:00 +0200
   (Unverändert gültig seit: Tue, 25 Sep 2018 08:27:44 +0200)
   Letzte Änderungen:
   Aktuelle Hinweise (Entfall)
   Redaktionelle Änderungen

    LANDESSPEZIFISCHE SICHERHEITSHINWEISE
   Kriminalität
   In Peru gibt es ein höheres Risiko, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Nächtliche Bus- und Überlandfahrten
   sollten grundsätzlich vermieden werden. Neben der Gefahr von Verkehrsunfällen können auch nächtliche Überfälle auf
   Überlandbusse, die zuletzt vereinzelt mit sexuellen Übergriffen und Waffengewalt verbunden waren, insbesondere in den
   Regionen um Ica, Arequipa, Puno sowie zwischen Puerto Maldonado und Cusco nicht ausgeschlossen werden.
   In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.
   In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch
   empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und wie in anderen Städten auch nachts nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu

Einreisebedingungen:                                                                                                         Seite 5 von 14
Peru
gehen.
   In einigen Provinzen, z.B. im Tal der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro (auf Spanisch abgekürzt VRAEM), wurde zur
   Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen
   über weitreichende Sonderrechte.
   Im VRAEM kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte.
   Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch
   die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa sollte
   gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende besonders hoch.
   In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es 2011
   zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Reisende,
   die eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, werden zu allergrößter Vorsicht aufgerufen. Es wird dringend
   empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen. Besonders in den touristisch
   beliebten Orten gibt es regelmäßige Fälle von Express-Entführungen, um mit Kreditkarten an Geldautomaten Geld abzuheben.
   Reisende sollten nur Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen benutzen oder diese rufen lassen und kein Taxi von der
   Straße nehmen.
   Auch nach der Ankunft am Flughafen Lima „Jorge Chavez", der am Rande der Stadt in Callao liegt, werden immer wieder
   Touristen während des Taxitransfers oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt. Es wird dringend empfohlen, alle Gepäckstücke und
   vor allem auch Handgepäck und -taschen im Taxi außer Sichtweite von Passanten zu verstauen, da es an verstopften
   Kreuzungen und roten Ampeln oft zu Überfällen kommt, bei denen die Fensterscheibe des Taxis eingeschlagen wird.
   Gelegentlich sind Taxifahrer an Überfällen beteiligt. Deshalb wird geraten, den Flughafentransfer nach Lima über die innerhalb
   des Ankunftsbereichs ansässigen, lizensierten Taxi- und Busgesellschaften zu organisieren und stets wachsam zu sein.
   Reisende sollten vor allem nachts möglichst nicht allein reisen und sich immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen aufhalten,
   bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr leisten oder gar die Täter provozieren, bei der Wahl der Unterkunft auf
   Sicherheitsaspekte wie Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon zu achten und bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im
   Handgepäck, sondern am Körper tragen. Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels.
   Auf das öffentliche Vorzeigen von großen Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren sollte verzichtet werden, wie auch
   den Besuch von Armenviertel in Großstädten.
   Jede Berührung mit Drogen aller Art sollte unterlassen werden, es drohen hohe Strafen, s. u.). Gegenüber Personen, die
   während der Reise das Vertrauen von Reisenden erwecken wollen ist eine gesunde Skepsis angezeigt. Gepäck sollte nie
   unbeaufsichtigt gelassen werden.
   Dienstleistungen sollten nur von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch genommen und keine
   Touren auf der Straße gekauft werden; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen zu lassen.
   Reisen über Land
   Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde in einigen Provinzen der Notstand ausgerufen. Betroffen sind u.a. die Grenzgebiete
   zu Kolumbien und Brasilien. Mit Einschränkungen im Reiseverkehr ist zu rechnen.
   In Peru kommt es landesweit immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Häufig kommt es zu
   kurzfristig organisierten und unangekündigten Straßenblockaden und dabei auch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung
   gegen Reisende. Die Bewegungsfreiheit wird dadurch in den betroffenen Gebieten zeitlich und räumlich stark eingeschränkt. In
   jüngerer Zeit waren besonders die Regionen um Puno am Titicacasee und Cusco sowie die Region Cajamarca betroffen.
   Naturkatastrophen
   Peru liegt in einer seismisch aktiven Zone. Es kommt deshalb häufig zu vulkanischen Aktivitäten und Erdstößen, so zuletzt am
   15. August 2016 in der Provinz Caylloma und am 14. Januar 2018 im Süden Perus. Im August 2007 forderte ein Erdbeben in
   der Region Ica Hunderte von Todesopfern. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des
   Geoforschungszentrums Potsdam.
   Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Für Anwohner in der Region wird regelmäßig ein sogenannter
   Aschestreualarm ausgelöst. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region. Aktuelle
   Informationen erteilt das peruanische geophysikalische Institut IGP (in spanischer Sprache).
   Starke Regenfälle besonders in den Monaten November bis April können zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der
   Folge zu Behinderungen im Reiseverkehr führen.
   Bei Naturkatastrophen erteilt die staatliche Behörde für Katastrophenschutz (INDECI) aktuelle Hinweise in spanischer und
   englischer Sprache.
   Reisende in Peru sollten die Medienberichte stets aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre
   Reiseplanung auch kurzfristig entsprechend anpassen. Die über 30 landesweiten Büros von „iPeru" helfen rund um die Uhr
   weiter.
   Krisenvorsorgeliste
   Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine
   schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die
   Sicherheitslage im Reiseland informiert.
   Weltweiter Sicherheitshinweis
   Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

    ALLGEMEINE REISEINFORMATIONEN
   Reisen im Land
   Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können über die gesamte Länge mit privaten Pkws oder öffentlichen
   Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für Fahrten in die „Sierra" (Andenhochland) nach Cajamarca, Huaraz (Callejón
   de Huaylas) Chanchamayo, von Pisco nach Ayacucho, von Nazca nach Cusco und weiter nach Puno, und nach Arequipa,
   einschl. Cañon de Colca sowie ebenfalls die Weiterfahrt nach Puno.
   Die in manchen archäologischen Parks bestehenden Verbote von Picknicks, Lagerfeuern, Campen u. ä. sollten unbedingt

Einreisebedingungen:                                                                                                    Seite 6 von 14
Peru
respektiert werden. Bei Verstößen muss mit Strafverfolgung gerechnet werden.
   Bei der Teilnahme an Schamanen-Ritualen in den peruanischen Urwaldregionen wird zu Vorsicht aufgerufen. Durch den Genuss
   des halluzinogen wirkenden Mittels Ayahuasca ist es schon öfters zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen von
   Touristen gekommen. Vor der Anreise zu solchen Ritualen sollten Reisende sich unbedingt bei iPeru (s. o.) oder bei formell
   etablierten Tourismusagenturen beraten lassen.
   Von vom Flughafen „Maria Reiche" in Nazca abgehenden Flügen über die Nazca-Linien wird derzeit grundsätzlich abgeraten.
   Der technische Zustand der dort eingesetzten Kleinflugzeuge, die Qualifikation der Piloten und die Einhaltung von
   Sicherheitsvorschriften entsprechen oft nicht europäischem Standard. Seit 2007 ist es zu mehreren Zwischenfällen gekommen,
   darunter drei Flugzeugabstürze mit insgesamt 18 Todesopfern und mehreren Notlandungen. Die Standards am Flughafen in
   Pisco, von wo ebenfalls Überflüge der Nazca-Linien angeboten werden, sind nach derzeitigen Erkenntnissen besser.
   Die Region Ancash um die Stadt Huaraz ist bei Bergsteigern sehr beliebt. In Notfällen können Reisende die peruanische
   Bergwacht („Unidad de Salvamento de Alta Montaña", E-mail: usam@pnp.gob.pe, Tel. +5143 793333, +5143 793327, +5143
   793291) kontaktieren.
   Straßenverkehr
   Die von Ecuador nach Chile führende gebührenpflichtige Haupttransitstrecke "Panamericana" ist durchgehend gut ausgebaut.
   Reisende, die mit dem Privat-Kfz unterwegs sind, sollten die an den Mautstationen ("Peaje") ausgegebenen Tickets gut
   aufbewahren. Bei Unfällen oder Pannen steht Reisenden durch die Zahlung der Maut kostenlose Hilfe zu, die Notrufnummern
   sind auf dem Mautticket abgedruckt. Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut, in
   abgelegenen Gegenden sind hingegen auch die Verbindungen zwischen größeren Orten zumeist nicht befestigt und im
   Hochland gelegentlich - besonders während der Regenzeit in den Sommermonaten November bis April - wegen Erdrutschen
   nicht oder nur schwer befahrbar.
   Von Nachtfahrten mit eigenem PKW wird wegen des Unfall- und Überfallrisikos grundsätzlich abgeraten.
   Die Benutzung von Bussen kann in den Gebirgsregionen u. a. aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt empfohlen werden. Es
   gibt häufig Unfälle von Überlandbussen mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten. Dies betrifft auch die Möglichkeit der
   Anreise nach Machu Picchu mit dem Bus über Hidroelectrica, bei der unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden.
   Sicherer ist die übliche Route der Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.
   Es wird empfohlen, bei Überlandreisen mit dem Bus nur die landesweit operierenden, größeren Busunternehmen (z. B. Cruz del
   Sur, Peru Hop, Oltursa sowie Excluciva) und auch nur tagsüber zu nutzen.
   Führerschein
   Der Internationale Führerschein ist erforderlich und gilt nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein.
   Schiffsverkehr
   Bei Anreise mit Flussschiffen von Pucallpa oder Yurimaguas aus nach Iquitos wird empfohlen, auf die Qualität des Anbieters und
   der eingesetzten Schiffe zu achten und nur moderne Schiffe zu nutzen. Ansonsten besteht die Gefahr schlechter hygienischer
   Zustände und schlechter Verpflegung an Bord. In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen
   Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.
   Geld/Kreditkarten
   Landeswährung ist der Nuevos Sol (PEN). Die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten ist grundsätzlich mit Kreditkarte,
   hingegen nur sehr eingeschränkt mit Bankkarte (MAESTRO-System) möglich. Mit Bankkarten des „V-Pay"-Systems sind
   grundsätzlich keine Barabhebungen möglich. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden.
   Bei Problemen mit der Geldversorgung können Reisende sich z. B. mit der WESTERN UNION BANK in Verbindung setzen.
   Euro-Scheine können zumindest in Lima, Arequipa, Puno und Cusco in Wechselstuben umgetauscht werden. Außerhalb
   größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch US-Dollar in peruanische Soles problematisch.
   Ausweispflicht im Land
   Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Kopie des
   Passes mitzuführen und sie gesondert aufzubewahren. Die Nutzung innerperuanischer Flüge und selbst die Mitnahme in
   Überlandbussen ist nicht immer gewährleistet, wenn kein Pass (bei Busreisen reicht zumeist eine Passkopie) vorgelegt werden
   kann. Gelegentlich wird auch eine Diebstahlsanzeige ersatzweise anerkannt.
   Passverlust
   Für die Wiederausreise nach einem Passverlust ist stets eine Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der peruanischen
   Nationalpolizei, die so genannte "denuncia", erforderlich. Die Anzeige kann grundsätzlich nur bei der für den Ort des
   Diebstahls/Verlusts zuständigen Polizeistation aufgegeben werden. Reisende müssen sich bei der Abgabe der „denuncia" auf
   bürokratische und umständliche Abläufe einstellen. Die deutsche Botschaft in Lima stellt Betroffenen anschließend
   schnellstmöglich einen vorläufigen Reisepass oder einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland aus.
   Nach Ausstellung des neuen Reisedokuments muss der peruanische Einreisestempel in das neue Reisedokument „übertragen"
   werden. Dies kann laut Auskunft der Einwanderungsbehörde unmittelbar vor der Ausreise am Flughafen Lima erledigt werden
   und nimmt – je nach aktueller Auslastung der Bediensteten – einige Zeit in Anspruch. Weil es in verschiedenen Fällen vorkam,
   dass dadurch gebuchte Flüge nicht angetreten werden konnten, wird frühzeitiges Erscheinen bei der Passkontrolle (ca. 3
   Stunden vor dem Abflug) empfohlen. Für die Übertragung wird eine Gebühr von 13 Peruanischen Soles fällig.
   Alternativ können sich betroffene Reisende dafür auch an die peruanische Einwanderungsbehörde Superintendencia Nacional
   de Migraciones (Av. España 734, Piso 3, Breña, Lima 05; geöffnet Mo-Fr bis 8-13 Uhr; zumeist nur spanischsprechende
   Bedienung) oder an eines ihrer Büros in der Provinz wenden.
   Sonstige Informationen für Peru-Reisende erteilen die Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer, die Peruanische
   Botschaft in Deutschland und der South American Explorers Club.
   Bei Beschwerden über die Behandlung oder vermeintliche Übervorteilung durch Hotels, Fluglinien oder Reiseunternehmen in
   Peru ist das Amt für Verbraucherschutz INDECOPI zuständig.
   Die Policía de Turismo (Touristenpolizei) kann in der Calle General Vidal 230, Miraflores, Lima 18, Telefon: +511 715655 oder
   +511 7156553, E-mail: cia_investigaciones@hotmail.com erreicht werden, unter Notfallnummer 0800-22221 auch 24-Std./Tag in
   spanischer und englischer Sprache. Neben den örtlichen Polizeidienststellen kann die Touristenpolizei unabhängig vom Tatort in
   allen Notfällen angesprochen werden, z.B. auch Abgabe einer Anzeige bei Raub oder Diebstahl.
   Versorgung im Notfall

Einreisebedingungen:                                                                                                    Seite 7 von 14
Peru
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug
   nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
   Notfallmedizinische Dienstleistungen entsprechen, vor allem außerhalb Limas, nicht europäischem Niveau.

    EINREISEBESTIMMUNGEN FÜR DEUTSCHE STAATSANGEHÖRIGE
   Reisedokumente
   Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
   Reisepass: Ja
   Vorläufiger Reisepass: Ja
   Personalausweis: Nein
   Vorläufiger Personalausweis: Nein
   Kinderreisepass: Ja
   Anmerkungen:
   Alle Reisedokumente müssen sechs Monate ab Einreise gültig sein.
   Visum
   Touristen können sich grundsätzlich bis zu 90 Tage pro Halbjahr in Peru aufhalten. Die vorherige Beantragung eines Visums ist
   für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich. Bei Einreise auf dem Landweg wird eine - zuvor auszufüllende - Einreisekarte
   („Tarjeta Andina de Migración") mit der Aufenthaltsdauer ausgegeben, die für die Dauer des Aufenthalts aufbewahrt und bei der
   Ausreise wieder vorgelegt werden muss.
   Bei Einreise über den Flughafen Lima ist die Karte nicht obligatorisch, meist werden lediglich die Einreise- und Aufenthaltsdaten
   in einem IT-System erfasst. Reisende sollten darauf achten, dass das Grenzpersonal bei der Einreise die bewilligte
   Aufenthaltsdauer im Pass, ggf. auf der Einreisekarte und im IT-System vermerkt.
   Bei Überschreitung muss bei der Ausreise eine Geldstrafe in Höhe von derzeit 4,- Peruanischen Soles pro Tag der
   Überschreitung bezahlt werden, bevor das Land verlassen werden kann. Auch bei Verlust der Einreisekarte kann bei Ausreise
   eine Geldstrafe erhoben werden.
   Einreisende Touristen müssen gelegentlich Weiterreise- oder Rückflugticket vorlegen, obwohl dies nicht den offiziellen
   Einreisevorschriften entspricht.
   Die Entscheidung, welche Aufenthaltsdauer im Einzelfall bewilligt wird, obliegt den Grenzbehörden und kann auch z.B. von der
   deutschen Botschaft nicht beeinflusst werden.
   Die früher geltende Regelung (Aufenthalt bis zu 183 Tagen im Jahr) wurde im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der
   Visafreiheit für peruanische Staatsangehörige in den europäischen Schengen-Staaten außer Kraft gesetzt. Eine nachträgliche
   Verlängerung der 90-tägigen Aufenthaltsdauer ist nur ausnahmsweise in begründeten Einzelfällen möglich und muss über die
   peruanische Einwanderungsbehörde Migraciones beantragt werden. Zu Erfolgsaussichten kann keine Aussage getroffen
   werden.
   Detaillierte Informationen sind in spanischer Sprache bei der Superintendencia Nacional de Migraciones oder bei den
   peruanischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. Ihrem Wohnsitzland erhältlich.
   Bei Einreise auf dem Landweg, auch nachts mit dem Überlandbus, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das
   Einreisedatum durch einen Stempel der Grenzbehörde im Pass und auf der Einreisekarte dokumentiert und dass sichergestellt
   wird, dass die Einreise auch in elektronischer Form im System erfasst wird. Andernfalls gehen die peruanischen Behörden von
   einem illegalen Aufenthalt aus, der zu erheblichen Problemen bei der Ausreise und im ungünstigsten Fall zu einer
   kostenpflichtigen Abschiebung führen kann.
   Da einige Grenzübergänge wie etwa in Puno (bei Einreise aus Bolivien) nachts nicht besetzt sind und folglich die o.g.
   Einreiseformalitäten nicht erfüllt werden können, sollte bei der Reiseplanung unbedingt darauf geachtet werden, dass die
   Einreise tagsüber erfolgt.
   Ein- oder Ausreise über die USA
   Für Reisen über die USA sind die Einreisebestimmungen für die USA zu beachten.
   Hinweise zur Reise mit Minderjährigen
   Zur Ausreise aus Peru ist gemäß Mitteilung der peruanischen Einwanderungsbehörden für Minderjährige, die nicht von beiden
   sorgeberechtigten Eltern begleitet werden, unter folgenden Umständen zwingend die Vorlage einer von einem peruanischen
   Notar ausgestellten Zustimmungserklärung des nicht mitreisenden Elternteils oder eine gerichtliche Ausreisegenehmigung
   erforderlich:
   - für Minderjährige, die (auch) die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, bei Wohnsitz in Peru oder bei im Ausland
   wohnhaften Peruanern nach einem Aufenthalt in Peru von über 90 Tagen;
   - für Minderjährige, die nicht die peruanische Staatsangehörigkeit besitzen, nur bei Wohnsitz („Residencia") in Peru.
   Nähere Informationen (auf Spanisch und Englisch) finden Sie auf der Webseite der Einwanderungsbehörde "Migraciones".
   Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon
   vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den
   Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

    BESONDERE ZOLLVORSCHRIFTEN
   Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch
   und Englisch): www.sunat.gob.pe.
   Für die Rückreise aus Peru nach Deutschland wird in Ergänzung der allgemeinen deutschen Zollvorschriften darauf hingewiesen,
   dass selbst kleine Mengen von losem oder auch abgepacktem Coca-Tee vom deutschen Zoll beschlagnahmt werden und die
   versuchte Einfuhr von Coca-Tee einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz darstellt.
   Die temporäre Einfuhr eines PKW oder Motorrads für Reisen in Peru ist möglich, aber kompliziert. In aller Regel erteilen die

Einreisebedingungen:                                                                                                        Seite 8 von 14
Peru
peruanischen Zollbehörden Genehmigungen für 90 Tage, die nicht verlängert werden können. Wenn das Fahrzeug nicht
   rechtzeitig ausgeführt wird, ist das Risiko einer Beschlagnahmung oder Enteignung sehr hoch.
   Versand von elektronischen Apparaten, Ersatzteilen, Kamerazubehör, Kosmetika u. ä. per Post oder Kurier nach Peru: Die
   Zollauslösung ist kostspielig und zeitaufwändig; sie kann nicht durch die Botschaft oder die Honorarkonsuln vorgenommen
   werden. Sendungen, die für Empfänger in der Provinz bestimmt sind, werden zum Teil in Lima zurückgehalten.
   Es ist nicht möglich, private Sendungen für Touristen an die deutsche Botschaft in Lima oder die Honorarkonsuln zu senden.
   Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen
   eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
   Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden
   oder dort telefonisch erfragen.

    BESONDERE STRAFRECHTLICHE VORSCHRIFTEN
   Drogenbesitz und Drogenhandel gelten als Verbrechen und werden mit sehr hohen Gefängnisstrafen geahndet. Personen, bei
   denen Kokain oder andere Drogen gefunden werden, müssen mit sofortiger Verhaftung sowie einer Haftstrafe in Höhe von zwei
   bis 25 Jahren rechnen. Drogenkuriere müssen, auch bei Mitführung „nur" kleinerer Mengen, mit Haftstrafen von nicht unter acht
   Jahren rechnen. Die Gefängnisse in Peru entsprechen nicht europäischem Standard und sind in der Regel extrem überbelegt.
   Hygienische Verhältnisse sowie die Versorgung mit Lebensmitteln sind schlecht.
   Reisenden wird daher geraten jede Berührung mit Drogen aller Art und jeden Kontakt zu unbekannten, aufdringlichen Personen
   zu vermeiden. Die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte auch ohne Kenntnis des Inhalts kann
   verhängnisvolle Folgen haben.
   Die Ausfuhr von Kulturgütern bedarf der vorherigen Genehmigung der peruanischen Obersten Zollbehörde. Verstöße werden
   strafrechtlich verfolgt und können die Einziehung der Kulturgüter zur Folge haben.

    MEDIZINISCHE HINWEISE
   Aktuelle Medizinische Hinweise
   Zika-Virus-Infektion
   Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Peru mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h.
   Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
   Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
   In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die
   schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko
   frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
   Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für
   Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-
   Virus des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.
   Impfschutz
   Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet, häufig aus den Nachbarstaaten, oder bei direkter Einreise aus Deutschland ist der
   Nachweis einer Gelbfieberimpfung derzeit, nach Auskunft der peruanischen Einreisebehörden, nicht vorgeschrieben.
   Jedoch ist bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische
   Amazonasgebiet und die Gebiete östlich der Anden unter 2300 m, allen Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat
   (www.who.int) eine rechtzeitige Impfung, d.h. 10 Tage vor Einreise, dringend empfohlen. 2018 wird erneut eine Häufung von
   Erkrankungen bei nicht geimpften Personen in diesen Gebieten beobachtet.
   Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.
   Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für
   Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de).
   Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen,
   Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
   Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen
   Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
   Chikungunya
   In der Großregion breitet sich seit Januar 2014 eine Chikungunya-Epidemie aus, die auch Peru betrifft. Die Chikungunya-
   Virusinfektion zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s. u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so
   dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. Ein Merkblatt zu Chikungunya
   finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
   Dengue-Fieber
   Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie
   ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
   In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl.
   möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
   Leishmaniose
   Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen.
   Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).
   Oropouche-Fieber
   Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.
   Malaria
   Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft

Einreisebedingungen:                                                                                                   Seite 9 von 14
Peru
insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch
   Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim
   Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
   Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto
   Maldonado und in Iquitos.
   Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu,das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima. Ica und Nazca.
   Je nach Reiseprofil kann eine Notfallselbstmedikation im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl vor
   der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
   Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
      den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
      ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,
      ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

   Leptospirose
   Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.
   Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender
   Beteiligung der Leber und Nieren führen.
   Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine
   medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.
   Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht
   grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei
   Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
   Durchfallerkrankungen
   Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
   Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie
   Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen
   und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt
   Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang
   und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher
   verwenden.
   Höhenkrankheit („Soroche")
   In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe,
   die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können
   Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch
   eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle
   Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno, also nicht nur Bergsteiger. Mate de Coca hat keine
   sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.
   Pest
   Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige
   Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten
   Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von
   Antibiotika sinnvoll sein.
   Medizinische Versorgung
   Das medizinische Versorgungsangebot ist in Lima im privaten Sektor z. T. auf international hohem Standard. Der öffentliche
   Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen
   Regionen meist defizitär strukturiert.
   Das Auswärtige Amt empfiehlt sich im Erkrankungsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und
   Krankenhäuser in Peru zu informieren oder im Notfall ggf. die entsprechenden Honorarkonsuln zu kontaktieren.
   In der Regel reichen die Behandlungsmöglichkeiten in Cusco nicht aus, um schwere Notfälle adäquat zu versorgen. Sobald es
   der medizinische Zustand zulässt, sollten schwer Kranke oder Verletzte deshalb nach Lima verlegt werden.
   Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden
   dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Peru eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner
   (Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org).
   Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
   Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende
   Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
   Die Angaben sind:
       zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

      auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für
      kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

      immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische
      Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

      trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte
      abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

    LÄNDERINFOS ZU IHREM REISELAND

Einreisebedingungen:                                                                                                      Seite 10 von 14
Peru
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