EVP-Parteienbarometer Februar 2019 - Die Lage der Europäischen Volkspartei in der EU und ein Ausblick auf die Europawahlen - Konrad-Adenauer-Stiftung
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EVP-Parteienbarometer
Februar 2019
Die Lage der Europäischen Volkspartei in der EU
und ein Ausblick auf die Europawahlen
(Stand : 26. Februar 2019)
erstellt von
Olaf Wientzek
Konrad-Adenauer-Stiftung
(Graphische Vorlage: Janine www.kas.de
Höhle, HA Kommunikation,
Konrad-Adenauer-Stiftung)Entwicklungen im Berichtszeitraum
• Die Karten zeigen die Wahlergebnisse und Umfragewerte der Parteien in der EU, die der
christdemokratischen-konservativ-bürgerlich geprägten Europäischen Volkspartei (EVP) angehören. Eine
Karte geht auch auf die Ergebnisse der Sozialdemokraten/Sozialisten bei den vergangenen nationalen
Parlamentswahlen ein.
• Die Karten zeigen zudem die politische Couleur der Staats-/Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten
an und geben eine Übersicht darüber, welche Parteienfamilie jeweils aktuell die Umfragen anführt.
• Die EVP-Familie ist in Umfragen in 13 (+1) Ländern die stärkste pol. Familie. Die sozialistische Familie
führt in 5 (-1) im Vergleich zum letzten Parteienbarometer), die europaskeptisch-konservative ACRE/ECR
in 4 (+2) Ländern, die liberale in 3 Ländern (-1). Unabhängige in 2 und Rechtspopulisten in einem Land.
• Betrachtet man nicht die gesamte Parteienfamilie in einem Land, sondern nur die jeweils größte
Einzelpartei, dann führt die EVP in 10 Ländern, die Sozialisten in 9, ALDE in 4 und ECR in 3,
Rechtspopulisten und Unabhängige in je einem Land
• In einigen Ländern ist der Vorsprung vor anderen politischen Familien knapp (v.a. Belgien, Spanien,
Finnland, Slowakei, Frankreich, Litauen, Schweden).
• Relativ stark (über 30%) in den Umfragen schneidet die EVP-Parteienfamilie in Deutschland, Rumänien,
Ungarn, Portugal, Griechenland, Österreich, Bulgarien, Irland, Kroatien, Litauen, Slowenien, Malta
und Zypern ab
• Im Europäischen Rat gehören nun 9 Staats- und Regierungschefs der EVP-Familie an, 8 den Liberalen, 5
den Sozialdemokraten/Sozialisten, 2 den euroskeptischen Konservativen, einer der Europäischen Linken,
3 sind formal unabhängigBildnachweis: fotolia.com
Stärkste pol. Familie
in Umfragen (Februar 2019)
Schweden
Finnland
EVP-Familie
SPE / S&D-Familie (Sozialdemokraten, Sozialisten)
ACRE / ECR-Familie (europaskept. Konservative)
Estland
ALDE-Familie (Liberale)
Rechtspopulisten (ENF, EFDD u.a.) Lettland
Div. Populisten
Dänemark
GUE/NGL (Linkspopulisten) Litauen
Grüne Irland
Niederlande
Unabhängige
Polen
Großbritannien
Deutschland
Slowakei
Belgien
Luxemburg Tschechien
Ungarn
Frankreich 4. Rumänien
Slowenien
Italien
Kroatien
Bulgarien
2.
1.
Österreich
Portugal
Spanien
Griechenland
Zypern
Malta
erstellt von: Olaf WientzekBildnachweis: fotolia.com
Stärkste Einzelpartei
in Umfragen (Februar 2019)
Schweden
Finnland
EVP-Familie
SPE / S&D-Familie (Sozialdemokraten, Sozialisten)
ACRE / ECR-Familie (europaskept. Konservative)
Estland
ALDE-Familie (Liberale)
Rechtspopulisten (ENF, EFDD u.a.) Lettland
Div. Populisten
Dänemark
GUE/NGL (Linkspopulisten) Litauen
Grüne / EFA Irland
Niederlande
Unabhängige
Polen
Großbritannien
Deutschland
Slowakei
Belgien Tschechien
Luxemburg
Ungarn
4. Rumänien
Frankreich
Slowenien
Italien
Kroatien
Bulgarien
2.
1.
Österreich
Portugal
Spanien
Griechenland
Zypern
Malta
erstellt von: Olaf WientzekBildnachweis: fotolia.com
Wahlergebnisse der größten
EVP-Mitgliedspartei in den
Schweden (2022)
letzten nat. Parlamentswahlen 19,84
in Prozent / in Klammern nächster nat. Wahltermin
Finnland (2019)
18,20
Legende
0 – 5%
Estland (2019)
5 – 10% 13,70
10 – 15% Lettland (2022)
15 – 20% 6,69
20 – 25% Dänemark (2019)
Litauen (2020)
3,40
25 – 30% Irland (2021) 22,63
30 – 35% 25,50 Niederlande (2021)
12,40
35 – 40% Polen (2019)
Großbritannien (2022) 24,09
40 –50%
0,00 Deutschland (2021)
Slowakei (2020)
32,90
5,80 6,50
Belgien (2019) Tschechien (2021)
11,61
Luxemburg (2023)
28,31 Ungarn (2022)
4.
49,27 Rumänien (2020)
Frankreich* (2022) 20,04
22,23
Italien (2023)
14,01 Kroatien (2020)
36,27 Bulgarien (2021)
2.
1.
32,65
Österreich (2022)
Portugal**** (2019) 31,50
Spanien (2019)
36,86 Griechenland (2019)
33,01 Slowenien (2022) 28,10
24,92
Zypern (2021)
Malta (2022) 30,69
43,68
erstellt von: Olaf WientzekBildnachweis: fotolia.com
Wahlergebnisse aller EVP-Parteien in den
letzten nat. Parlamentswahlen (kumuliert)
Schweden
in Prozent
26,16
Legende Finnland
21,74
0 – 5%
5 – 10%
Estland
10 – 15%
13,70
15 – 20% Lettland
20 – 25% 6,69
25 – 30% Dänemark
Litauen
30 – 35% 4,20
Irland 22,63
35 – 40% 25,50 Niederlande
40 – 50% 12,40
Polen
> 50% Großbritannien 29,22
0,00 Deutschland
Slowakei
32,90
11,11 15,76
Belgien Tschechien
16,60
Luxemburg
28,31 Ungarn
4.
49,27 Rumänien
Frankreich* 31,58
22,23
Italien
15,72 Kroatien
36,27 Bulgarien
2.
1.
35,71
Österreich
Portugal 31,50
Spanien
36,86 Griechenland
33,01 Slowenien 28,10
34,70
Zypern
Malta 30,69
erstellt von: Olaf Wientzek
43,68Bildnachweis: fotolia.com
Wahlergebnisse der SPE/S&D-
Parteien in den letzten nat.
Schweden
Parlamentswahlen (kumuliert) 28,40
in Prozent
Finnland
Legende 16,51
0 – 5%
5 – 10% Estland
15,20
10 – 15%
Lettland
15 – 20%
19,80
20 – 25%
Dänemark
Litauen
25 – 30% 26,30
Irland 15,04
30 – 35%
6,60 Niederlande
Über 35 % 5,70
Polen
Großbritannien 7,55
40,00 Deutschland
Slowakei
20,50
7,27 28.28
Belgien Tschechien
20,50
Luxemburg
17,60 Ungarn
4.
17,27 Rumänien
Frankreich 45,68
6,06
Italien
18,72 Kroatien
33,82 Bulgarien
2.
1.
27,19
Österreich
Portugal 26,86
Spanien
32,32 Griechenland
22,63 Slowenien 6,29
9,93
Zypern
Malta 20,70
erstellt von: Olaf Wientzek 55,04Ausblick auf die Europawahlen 2019
• Einleitende Bemerkungen:
• Die Übertragung von Umfragen für nationale Wahlen auf Europawahlen ist mit Vorsicht zu genießen
• Eine schwache Wahlbeteiligung kann die Ergebnisse erheblich verzerren
• Die Prominenz der Listenführer / Spitzenkandidaten kann ebenfalls erhebliche Auswirkungen haben
• Mit Vorsicht können folgende Aussagen getroffen werden:
• Die EVP würde trotz Verlusten in den großen Ländern mit ca. 171-195 Sitzen stärkste Kraft im
Europäischen Parlament bleiben (24,3%-27,7% der Sitze)
• Relativ würde sich der Anteil der EVP-Sitze (aktuell: 28,9%) noch recht moderat (-1,2 %bis -4,6%)
verringern, da die EVP-Fraktion vom durch den Brexit bedingten Wegfall von Abgeordneten
unterdurchschnittlich stark betroffen sein wird (Vergleich: S&D würde von 25% auf ca. 19,4% fallen)
• Parteien am rechten (ENF) und linken Rand (VEL/NGL) hätten zusammen ein Potential von ca. 20%
der Sitze, nimmt man eine neue 5-Sterne-geführte Fraktion hinzu, von ca. 22-24%. Noch ist
allerdings weiterhin unklar, wo sich die 5-Sterne-Bewegung verorten wird. Die politischen
Ränder (links & rechts), eine (etwaige) neue von den 5-Sternen angeführte Fraktion sowie die
moderat euroskeptische ECR-Fraktion hätten zusammengerechnet ein Potential von knapp einem
Drittel der Sitze.
• Eine „Große Koalition“ aus EVP und Sozialisten / Sozialdemokraten hätte im künftigen EP keine
Mehrheit und würde einen dritten Partner benötigen
• Je nach Szenario würden 65-72% der Abgeordneten moderaten Gruppen angehören (EVP, S&D,
Liberale (+ Macron) , Grüne)
• Vergleich zum letzten Parteienbarometer: EVP in etwa konstant. Sozialisten und
Liberale+Macron mit leichten Gewinnen, ebenso die rechtspopulistische ENF; schlechtere
Aussichten für eine eigene von der 5-Sterne Bewegung geführte Fraktion
• Aufgrund mehrerer Unwägbarkeiten werden folgend drei verschiedene Szenarien für die
Europawahlen durchgerechnet. Diese sind in Reinform wenig wahrscheinlich, deuten aber die
jeweiligen Potentiale für die unterschiedlichen politischen Familien an.Prognose der Sitzverteilung für das EP –
Szenario 1 – Status Quo
• Annahme(n): Szenario 1.1 geht von dem (unrealistischen) Fall aus, dass die Fraktionen im EP in der
aktuellen Konstellation fortbestehen, Szenario 1.2 geht davon aus, dass die EFDD (derzeit v.a. UKIP
und 5-Sterne-Bewegung) nicht fortbesteht und Macron mit ALDE eine Fraktion bildet
Szenario 1.1: EFDD besteht fort Szenario 1.2: Macron bildet Fraktion mit ALDE, EFDD löst sich auf
25 Fraktionslose Fraktionslose
49 32 Div. Rechte 49 50 Diverse Rechte
35 EFDD 42
ENF
137 59 ENF 59
137
ECR ECR
43 EVP 43 EVP
46 ALDE 46 ALDE (incl. Macron)
Macron
Grüne/EFA
24 182 Grüne/EFA 97 182
73
S&D
S&D
VEL/NGL VEL/NGL
• Mit Vorsicht können folgende Aussagen getroffen werden:
• Eine künftige Mehrheit müsste sich wohl auf die Stimmen von EVP, Sozialdemokraten und
Liberale stützen. Andere Dreier-Konstellationen (zB EVP + Sozialdemokraten + Grüne) wären
rechnerisch (theoretisch) möglich, aber unwahrscheinlich.Prognose der Sitzverteilung für das EP –
Szenario 2 – Europe en Marche
• Annahme(n): Szenario 2.1 ALDE und Macron+Verbündete absorbieren einige Sitze der S&D-Fraktion
sowie einen Teil der Unabhängigen. Szenario 2.2: ein Teil der noch Fraktionslosen verteilt sich auf
andere moderate Parteienfamilien, die griechische Syriza (Tsipras) schließt sich der S&D an, die 5-
Sterne-Bewegung schließt sich der Grüne/EFA-Fraktion an (aktuell aber unwahrscheinlich)
Szenario 2.1: andere Gruppen gewinnen keine neuen Partner Szenario 2.2: moderate Gruppen gewinnen neue Partner
8
Fraktionslose Fraktionslose
49 35 Div. Rechte
42 42
42 Div. Rechte
59
59 ENF ENF
135 151 43
ECR ECR
43
EVP EVP
46 ALDE-EEM ALDE-EEM
72
Grüne/EFA 183 Grüne/EFA
182
114 S&D S&D
105
VEL/NGL VEL/NGL
• Mit Vorsicht können folgende Aussagen getroffen werden:
• Eine Fraktionsgemeinschaft von EEM und ALDE wäre einer der drei großen Fraktionen, läge aber
doch hinter den Sozialisten
• Gelänge es pro-europäischen Fraktionen viele noch unentschlossene Parteien zu integrieren (2.2),
hätten die pro-europäischen moderaten Fraktionen fast 72% der Stimmen im EPPrognose der Sitzverteilung für die EP-
Wahlen – Szenario 3 – Vereinigte Radikale
• Annahme (n): rechts- und linksextreme Parteien schaffen es, sich in je einer Fraktion zu organisieren (ENF und VEL-
NGL). Das Szenario ist aufgrund von Rivalitäten eher unwahrscheinlich, soll aber das Potential der Ränder
verdeutlichen. Moderate pro-europäische Parteien schließen sich den pro-europäischen Fraktionen an. Szenario 3.1.:
Die Fünf-Sterne-Bewegung führt eine neue Fraktion an, der ECR ist erfolgreicher noch ungebundene Parteien des
rechten Rands zu binden. Szenario 3.2.: Die ENF schöpft ihr Potential aus, den 5-Sternen gelingt es nicht, eine eigene
Fraktion zu kreieren.
Szenario 3.1: 5-Sterne-Fraktion, ECR wird stärker Szenario 3.2: ENF schöpft Potential aus, keine 5-Sterne-Fraktion
1 2 Fraktionslose 19 2
28 Fraktionslose
53 Div. Rechte
74 55
ENF 85 Div. Rechte
72 ECR ENF
144 EVP 144 60 ECR
ALDE-EEM EVP
Grüne/EFA ALDE+Macron
183 52
47 S&D
Grüne/EFA
183
5Sterne Plus
101 105 S&D
VEL/NGL
VEL/NGL
• Mit Vorsicht können folgende Aussagen getroffen werden:
• Die Aussichten für die Bildung einer von den 5-Sternen gebildeten Fraktion bleiben sehr ungewiss. Seit die
„Gelbwesten“ planen, bei den EP-Wahlen anzutreten, haben sich die Chancen etwas verbessert.
• Parteien am rechten (ENF) und linken Rand (VEL/NGL) hätten zusammen ein Potential von ca. 20% der Sitze,
nimmt man eine neue 5-Stelle-geführte Gruppe hinzu, von 22-24%.Ausblick auf die Europawahlen 2019 -
Quintessenz
Basierend auf den aktuellen Umfragen und die jeweiligen Szenarien gewichtend,
wäre derzeit pro Fraktion wohl in etwa die folgende Sitzverteilung wahrscheinlich:
• EVP: 180-185 Sitze
• S&D: 140-150 Sitze
• ALDE (plus Macron): 100-110 Sitze
• Grüne/EFA: 50-55 Sitze
• ECR: 55-60 Sitze
• GUE/NGL: 50-60 Sitze
• ENF: 70-80 Sitze
• 5-Sterne-Bewegung-geführte Fraktion: eher unwahrscheinlich, da möglicherweise
nicht genug Länder vertreten für Fraktionsbildung. Eventuelles Potential bei ca. 25-35
Sitzen.Bildnachweis: fotolia.com
Stärkste Parteienfamilie in den
Europawahlen 2014
Schweden
Finnland
EVP-Familie
SPE / S&D-Familie (Sozialdemokraten, Sozialisten)
ACRE / ECR-Fraktion (europaskept. Konservative)
Estland
ALDE-Familie (Liberale)
Rechtspopulisten (ENF, EFDD u.a.) Lettland
Div. Populisten
Dänemark
GUE/NGL (Linkspopulisten) Litauen
Grüne / EFA Irland
Niederlande
Unabhängige
Polen
Großbritannien
Deutschland
Slowakei
Belgien Tschechien
Luxemburg
Ungarn
4. Rumänien1 1 in den Wahlen obsiegten die Sozialisten.
Durch den Wechsel der PNL in die EVP-
Frankreich Fraktion repräsentieren EVP-Abgeordnete
nun mehr Stimmen
Italien
Kroatien
Bulgarien
2.
1.
Österreich
Portugal
Spanien
Griechenland
Slowenien
Zypern
Malta
erstellt von: Olaf WientzekBildnachweis: fotolia.com
Europawahlergebnisse der EVP-Parteien
2014 (kumuliert)
Schweden
in Prozent
19,58
Legende Finnland
27,80
0 – 5%
5 – 10%
Estland
10 – 15%
13,90
15 – 20% Lettland
20 – 25% 46,19
25 – 30% Dänemark
Litauen
30 – 35% 9,10
Irland 17,43
35 – 40% 22,28 Niederlande
40 – 45% 15,18
Polen
> 45% Großbritannien² 38,93
0,00 Deutschland
Slowakei
35,30
25,90 33,32
Belgien Tschechien
16,89
Luxemburg
37,66 Ungarn
4.
51,48 Rumänien
Frankreich 40,63
20,81
Italien
21,69 Kroatien
34,15 (41,42) Bulgarien
2.
1.
36,85
Österreich
Portugal 26,98
Spanien
29,95 Griechenland
26,99 Slowenien 22,72
41,44
Zypern
Malta 37,75
erstellt von: Olaf Wientzek
40,02Regierungsbeteiligung der
EVP-FamilieBildnachweis: fotolia.com
Regierungsbeteiligung von Parteien der
EVP-Familie,
Stand 26. Februar 2019 Schweden
Finnland
Regierung ohne Beteiligung einer EVP-Partei, aber
mit Vertreter im Europäischen Rat
gehört der EVP-Familie an Estland
Parteien der EVP-Familie an
Regierung beteiligt (schraffiert: Lettland
scheidende Regierung, Beteiligung unklar)
Staats-/Regierungschef gehört
EVP-Familie an Dänemark
Litauen
Irland
Niederlande
Polen
Großbritannien
Deutschland
Slowakei
Belgien Tschechien
Luxemburg
Ungarn
4. Rumänien
Frankreich
Italien
Kroatien
Bulgarien
2.
1.
Österreich
Portugal
Spanien
Griechenland
Slowenien
Zypern
Malta
erstellt von: Olaf WientzekBildnachweis: fotolia.com
Staats- oder Regierungschefs nach pol.
Familie (Stand: 26. Februar 2019)
(maßgeblich ist die verfassungs-
mäßig stärkere Position und –
im Falle von EU-Ländern - die
Schweden
Teilnahme am Europäischen Rat)
Finnland
EVP: Christdemokraten, Mitte-Rechts-Parteien
PES/S&D: Sozialdemokraten & Sozialisten
ACRE/ECR: Euroskeptische Konservative
Estland
ALDE: Liberale
A
Grüne / EFA Lettland
Div. Populisten
Dänemark
Linkspopulisten (GUE/NGL) Litauen
Rechtspopulisten Irland
Niederlande
Unabhängige
Polen
Großbritannien
Deutschland
Slowakei
Belgien Tschechien
Luxemburg
Ungarn
4. Rumänien₁ 1 Rumänien wird durch seinen der
EVP-Familie angehörenden Präsidenten
Frankreich im Europäischen Rat vertreten.
Der Regierungschef gehört
Italien² Kroatien Hingegen den Sozialisten an
Bulgarien
2.
1.
Österreich
Portugal
Spanien
Griechenland
Slowenien
Zypern
²Conte ist unabhängig, aber der Malta
erstellt von: Olaf Wientzek Kandidat der M5StelleBildnachweis: fotolia.com
EVP-Parteienfamilie in der EU –
Welche Parteien gehören
der EVP an ? Schweden
Moderaterna (MOD)
Kristdemokraterna (KD)
Finnland
Kokoomus
(SK) KD
Estland
Isamaa
Lettland
Vienotiba
Dänemark
Litauen
DKF (C)
Irland TS-LKD
KD
Fine Gael Niederlande
CDA
Polen
Großbritannien PO
(keine EVP-Mitgliedspartei) Deutschland PSL
Slowakei
CDU
CSU Tschechien KDH
Belgien KDU-CSL
Most-Hid
CD&V, CDH, CSP² TOP 09
SMK
Luxemburg
CSV Ungarn
4.
Fidesz / Rumänien
Frankreich* PNL
KDNP
Les Républicains PMP
Italien
Kroatien RMDSZ
Forza Italia
SVP HDZ Bulgarien
2.
AP HSS GERB
UDC
1.
Österreich BCM
Portugal PATT DSB
Spanien ÖVP (NVP)
UDF
PSD Griechenland
PP Slowenien SDS
CDS-PP ND
N.Si
SLS
Zypern
Malta DISY
erstellt von: Olaf Wientzek PNAnmerkungen
* Die Werte für Frankreich beziehen sich auf die in der zweiten Runde der Parlamentswahlen erzielten Werte von LR; die von unabhängigen Rechten erzielten Stimmenanteile (1,68%) oder
von der UDI (ALDE) werden nicht mitgezählt
** In Frankreich wurden seit den Parlamentswahlen im Juni 2017 keine Umfragen für nationale Parlamentswahlen erhoben, die Werte beziehen sich auf eine Umfrage für die
Europawahlen 2019.
*** In Belgien werden Umfragen auf regionaler Ebene erhoben. Um ein adäquates Resultat auf nationaler Ebene zu erhalten, wurden diese Resultate jeweils gemäß der Zahl der
Wahlberechtigten (es herrscht Wahlpflicht) gewichtet. Dabei kann es – trotz Wahlpflicht und der damit einhergehenden relativ ähnlichen Wahlbeteiligung in den verschiedenen Regionen -
zu kleinen Abweichungen kommen. In Belgien treten die Partnerparteien CD&V, CSP, CDH nur regional an, entsprechend werden die Ergebnisse in den einzelnen Regionen gewichtet,. Die
CSP tritt nur bei Europawahlen an, bei nationalen Wahlen ist sie Teil des CDH da das belgische Abgeordnetenhaus nach Regionen (Flandern, Wallonie, Brüssel) und nicht nach
Sprachgemeinschaften zusammengesetzt ist. In Luxemburg werden die Umfragen idR regional erhoben, die Resultate werden gemäß der Wählerzahl (es herrscht Wahlpflicht) zur
Errechnung der nationalen Stärke gewichtet. Dabei kann es – trotz Wahlpflicht und der damit einhergehenden relativ ähnlichen Wahlbeteiligung in den verschiedenen Regionen - zu
kleinen Abweichungen kommen.
**** In Portugal gingen bei den letzten nationalen Wahlen PSD und CDS-PP ein Wahlbündnis ein, daher sind beide Werte der PSD nicht mit dem Wahlergebnis der Parlamentswahl vergleichbar
Weitere Anmerkungen:
In mehreren Ländern (u.a. Slowenien, Bulgarien, Lettland) werden in den Umfragen die Unentschlossenen und die Nichtwähler in die Gesamtsumme (100%) miteingerechnet, die
Umfragewerte wurden entsprechend hochgerechnet. Beispiel: Partei A hat in den Umfragen 13%. 30% der Befragten werden nicht wählen gehen, 20% der Befragten sind Unentschlossen.
Entsprechend wird die Unterstützung für Partei A mit 26% angegeben.
In Kroatien gehörte die EVP-Partei HSS bei den Wahlen dem sozialdemokratisch geführten Bündnis People‘s Coalition an und erhielt kein separates Ergebnis. Entsprechend sind die
Daten ´nicht ganz vergleichbar, auf die Berechnung der Differenz wurde mithin verzichtet, Entsprechend bezieht sich das für die Sozialdemokraten vermerkte Wahlergebnis auf das
gesamte Wahlbündnis, welches auch nicht PES-Parteien umfasste (wie etwa die HSS). Bei den Europawahlen erhielt die HDZ über 40%, allerdings wechselte eine Abgeordnete unmittelbar
zur ECR, weshalb das Wahlergebnis um den entsprechenden Stimmanteil reduziert wurde.
In Deutschland werden CDU und CSU aufgrund der Fraktionsgemeinschaft und aufgrund der immer addierten Umfragewerte nicht als zwei separate Parteien angeführt.
Einige der der ACRE-Familie angehörende Parteien sind rechtspopulistisch oder haben starke rechtspopulistische Elemente. Da es sich hier um eine inzwischen (oder vorerst) etablierte
Parteienfamilie handelt, werden ihr angehörende Parteien als Teil der ACRE-Familie und nicht als „rechtspopulistisch“ aufgeführt. Unter jene Kategorie fallen hingegen die der ENF oder
EFDD-Gruppe im EP angehörenden Parteien sowie weitere ungebundene rechtspopulistische oder rechtsextreme Kräfte
1 Die Aufzählung bezieht sich normalerweise auf die Regierungschefs. Staatschefs (bei andersfarbiger Regierung) werden nur (gesondert) angezeigt, wenn sie im Europäischen Rat
vertreten sind (Fall von Johannis in Rumänien) Im Falle Frankreichs wird keine Regierungsbeteiligung der EVP angezeigt, da die offiziellen EVP-Partei LR nicht an der Regierung beteiligt
ist.
2 Die EVP hat in Großbritannien keine Mitgliedspartei. Seit Februar 2018 hat sie allerdings – nach dem Wechsel zweier Tory-Abgeordneter aus der ECR zur EVP-Fraktion – zwei britische
Abgeordnete in ihrer EP-Fraktion
Quellen für die Umfragen: Ipsos (Belgien), Trend (Bulgarien), voxmeter (Dänemark), Forsa (Deutschland),Kantar (Estland), Kantar (Finnland), Ifop (Frankreich), Metron (Griechenland), YouGov
(Großbritannien +NI),BA (Irland), EMG (Italien), Ipsos (Kroatien), SDKS (Lettland), Vilmorus (Litauen), Sondesfro (Luxemburg), Malta Today (Malta), Ipsos (Niederlande) RA (Österreich), Ibris
(Polen), Aximage (Portugal), ISCOP (Rumänien), Inizio (Schweden), AKO (Slowakei), Mediana (Slowenien), NC Report (Spanien), Kantar TNS(Tschechien), Závecz Research (Ungarn),
CYMAR(Zypern)
Der Parteienbarometer wird alle vier bis sechs Wochen aktualisiert und ist auf www.kas.de verfügbar.Sie können auch lesen