Forschungs- und Entwicklungsplan HPI 2025 - Heinrich-Pette ...
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Inhalt
Vorwort..................................................................................................................... 4
Einleitung.................................................................................................................. 6
Handlungsfeld Forschung....................................................................................... 11
Programmbereiche und übergeordnete Schwerpunktthemen....................... 12
Organisationsstruktur...................................................................................... 14
Entwicklungs- und Strukturziele ..................................................................... 15
Handlungsfeld Vernetzung und Internationalisierung........................................... 19
Entwicklungs- und Strukturziele...................................................................... 22
Leibniz-WissenschaftsCampus: InterACt......................................................... 23
Sondertatbestand 2021.................................................................................. 25
Handlungsfeld Nachwuchsförderung..................................................................... 26
Doktorandinnen und Doktoranden................................................................. 27
Postdoktorandinnen und Postdoktoranden.................................................... 28
Übergreifende Nachwuchsförderung.............................................................. 29
Nachwuchsgruppen......................................................................................... 30
Handlungsfeld Wissens- und Technologietransfer................................................. 31
Wissenstransfer in der Forschung................................................................... 32
Wissenstransfer in die Gesellschaft................................................................ 33
Technologietransfer – Patent- und Erfindungsmanagement.......................... 34
Handlungsfeld Chancengleichheit.......................................................................... 36
Gleichstellung................................................................................................. 37
Vereinbarkeit von Familie und Beruf............................................................... 38
Diversität......................................................................................................... 39
Handlungsfeld Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement................................... 41
Qualitätssicherung in der Wissenschaft ......................................................... 41
Organisationsführung...................................................................................... 42
Personalentwicklung....................................................................................... 43
Gebäude und Infrastruktur.............................................................................. 44
Ausblick................................................................................................................... 45
Addendum ............................................................................................................. 47
Übergeordnete Schwerpunktthemen.............................................................. 47
Technologieplattformen.................................................................................. 49
Forschungabteilungen und -gruppen, Nachwuchsgruppen............................ 53
Abkürzungsverzeichnis........................................................................................... 62
Impressum.............................................................................................................. 64
InhaltsverzeichnisForschung für Diagnose und Therapie
++ Das HPI erforscht human-
pathogene Viren. Ziel unserer
Forschung ist es, virusbedingte
Erkrankungen zu verstehen
und neue Therapieansätze
zu entwickeln.
++ Auf der Basis experimenteller
Grundlagenforschung arbeitet
das HPI an neuen Ansatzpunkten
für verbesserte therapeutische
Verfahren, die zeitnah
Behandlungsmöglichkeiten
für Viruserkrankungen wie
AIDS, Grippe und Hepatitis
sowie neuauftretende virale
Infektionen ermöglichen sollen.
Geschichte des HPI Förderverein
• 1948: Gründung des Instituts • Als Mitglied der Leibniz-
als „Stiftung zur Erforschung der Gemeinschaft ist das Institut
spinalen Kinderlähmung“ durch neben der staatlichen
Heinrich und Edith Pette sowie Finanzierung durch Bund und
den Mäzen Philipp F. Reemtsma. Land zunehmend auf Drittmittel
• 1955: Förderung der Stiftung und Spenden angewiesen.
gemäß dem Königsteiner • Der Förderverein des Heinrich-
Abkommen / Blaue-Liste Institute. Pette-Instituts hat sich zum Ziel
• 1964: Tod von Heinrich Pette, gesetzt, die Forschung am HPI
Umbenennung des Instituts dort zu fördern, wo sie erkrankten
in „Heinrich-Pette-Institut Menschen direkt helfen kann.
für Experimentelle Virologie • Spendenkonto:
und Immunologie an der Hamburger Sparkasse
Universität Hamburg“. IBAN: DE12 2005 0550
• 1995: Mitgliedschaft Leibniz- 1001 2167 44
Gemeinschaft (WGL).
InhaltsverzeichnisVorwort
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
der vorliegende Forschungs- und
Entwicklungsplan beschreibt die
wissenschaftsstrategischen Ziele des
HPI bis zum Jahr 2025 und behandelt
in sechs zentralen Handlungsfeldern
zukunftsorientierte Arbeitskonzepte, die eine
besondere strategische Bedeutung für die
Weiterentwicklung und Positionierung des
Instituts im nationalen und internationalen
Wettbewerb haben. Er ist zugleich
Leitfaden und Grundlage für zukünftige
Entscheidungsprozesse, die in direktem
Zusammenhang mit der wissenschaftlichen
Mission und dem gesellschaftlichen Auftrag
des HPI als Virusforschungsinstitut der
Leibniz-Gemeinschaft stehen. Die Vision
ist, das HPI zu einer leistungsstarken und
Prof. Dr. Thomas Dobner
(Wissenschaftlicher Direktor) nachhaltig handelnden Forschungseinrichtung
mit überregionaler und gesamtstaatlicher
Bedeutung weiter auszubauen, die in ihren
Forschungsthemen Exzellenz anstrebt.
Für die Zukunft wird das HPI dafür in allen
Handlungsfeldern neue Akzente und Impulse
setzen, bestehende Forschungsschwerpunkte
durch strategische Neuberufungen und
Nachbesetzungen personell erweitern
und stärken, erstmalig innovative
Konzepte in der Qualitätssicherung
und dem Nachhaltigkeitsmanagement
umsetzen und neue Initiativen in der
Vernetzung starten. Dabei wird die
Etablierung eines interdisziplinären Leibniz-
WissenschaftsCampus unter Beteiligung
aller lokalen Partnerinstitutionen eine
4Vorwort
vorrangige Zukunftsaufgabe des HPI Betrieb von wissenschaftlichen Geräten
sein, die mittelfristig eine übergreifende und Schlüsseltechnologien ermöglichen.
Förderung in der Exzellenzstrategie Die größte Maßnahme betrifft dabei den
am Standort ermöglichen soll. Neubau der BSL3-tierexperimentellen
Bereiche, der von Bund und Land mit
Ein besonderes Anliegen des HPI ist es, die über 8 Millionen Euro finanziert wird.
Internationalisierung des Instituts auf allen
Ebenen zu intensivieren. Maßgebliches Ziel Insgesamt wird sich das HPI den vor
ist hier, neue Partnerstandorte in China und ihm liegenden Herausforderungen mit
Afrika zu etablieren. Neben der Stärkung viel Engagement und Kreativität stellen
des wissenschaftlichen Austauschs steht und kann sich dabei auf hoch motivierte
dabei der Aufbau einer internationalen Kolleginnen und Kollegen stützen, die
Graduiertenschule im Vordergrund. den zurückliegenden Strategieprozess
Dazu zählen auch die Einführung neuer intensiv begleitet und den Forschungs- und
Curricula in der Graduiertenausbildung Entwicklungsplan mitgestaltet haben.
und die Weiterqualifizierung des
wissenschaftlichen Personals. Hamburg, im Dezember 2018
Ein weiteres zentrales Thema ist die
Umsetzung der forschungsorientierten
Gleichstellungsstandards der Leibniz- Prof. Dr. Thomas Dobner
Gemeinschaft und die Erhöhung des Wissenschaftlicher Direktor
Frauenanteils in W3-Leitungspositionen. Das
HPI ist bestrebt, seine Quote von derzeit
20 Prozent im Bereich der W3-Professuren
in den kommenden fünf Jahren im Zuge
von Nachbesetzungen und Neuberufungen
bestehender und neuer Abteilungen
mindestens zu verdoppeln. Hier verfolgen
wir das Ziel, international hervorragend
ausgewiesene Wissenschaftlerinnen mit
unseren universitären Partnerinstitutionen im
Rahmen gemeinsamer Berufungen aktiv und
personenbezogen zu rekrutieren. Dadurch
sichern sich das HPI und die Metropolregion
Hamburg die Besten Köpfe im Wettbewerb
mit anderen Forschungsstandorten.
Zusätzlich wird das HPI im administrativen
Bereich weiter Kompetenzen aufbauen und
seine Technologieplattformen fortwährend
modernisieren, so dass sie weiterhin
Spitzenforschung durch einen professionellen
5Einleitung
Einleitung
Das HPI zu einem leistungsstarken und nachhaltig handelnden
Virusforschungsinstitut mit internationaler Strahlkraft ausbauen
Das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz- diese Weise Behandlungsmöglichkeiten
Institut für Experimentelle Virologie für die aktuell weltweit wichtigsten
(HPI) ist als Stiftung bürgerlichen Rechts Viruserkrankungen, aber auch von neu
eine gemeinnützige und selbstständige auftretenden viralen Infektionen aufgezeigt
Forschungseinrichtung, die seit 1995 der werden. Neben erkenntnisorientierter
Leibniz-Gemeinschaft angehört. Das Institut Grundlagenforschung betreibt das HPI in
wird anteilig durch das Bundesministerium enger Kooperation mit Universitätskliniken,
für Gesundheit (BMG) und die gemeinsame externen Instituten und Forschungsnetzwerken
Forschungsförderung der Länder, vertreten zunehmend translatorische Forschungsansätze.
durch die Behörde für Wissenschaft,
Forschung und Gleichstellung (BWFG) der Das HPI hat in den vergangenen Jahren
Freien und Hansestadt Hamburg, finanziert. seine Leistungsfähigkeit auf allen Ebenen
kontinuierlich gesteigert und sich als starke
Seit seiner Gründung vor über 70 Jahren Forschungseinrichtung und kompetenter
folgt das Institut dem Leitbild einer Kooperationspartner mit großer nationaler
themenorientierten Forschungseinrichtung und internationaler Sichtbarkeit profiliert. Seit
mit überregionaler und gesamtstaatlicher der letzten Leibniz-Evaluation im November
Bedeutung. Es hat seine gesellschafts- 2013 hat das HPI seine Publikationsleistung,
politische und wissenschaftliche Mission gemessen an Anzahl und Journal Impact
– gemäß dem Stiftungszweck und Factor stetig erhöht. Insgesamt wurden in den
Satzungsauftrag1 – in der grundlagen- letzten fünf Jahren über 310 Publikationen
und anwendungsorientierten Forschung in peer reviewed-Journalen veröffentlicht
an humanpathogenen Viren, die (Durchschnittlicher Impact-Faktor 6,8).
derzeit oder auch zukünftig für das Zeitgleich haben sich die Einnahmen im
öffentliche Gesundheitswesen von Drittmittelbereich verdoppelt und belaufen
nachhaltiger Bedeutung sind. sich aktuell auf durchschnittlich drei
Millionen Euro pro Jahr2. In 2018 wird mit
Das übergeordnete Ziel der grundsätzlich 9,4 Millionen Euro Drittmittelbewilligungen
interdisziplinären Forschungstätigkeiten ist, (75 Prozent der Grundfinanzierung des
neue Ansatzpunkte für verbesserte Therapien HPI durch Bund und Land) ein Rekordwert
bei Viruserkrankungen zu finden. Anwendungs- erreicht werden. Allein drei Millionen Euro
und gesellschaftsorientiert sollen auf stammen davon aus Zuwendungen der
1 Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die
Erforschung der Biologie humaner Virusarten, der Pathogenese von Viruserkrankungen, der Abwehrreaktionen des
Organismus und damit zusammenhängender Probleme.
2 Durchschnittliche Drittmitteleinnahmen 2016-2018.
7Einleitung
BWFG zur Vorbereitung einer klinischen ein DFG-Großgeräteantrag von über sieben
Studie zur funktionellen Heilung von HIV am Millionen Euro unter der Federführung der
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UHH und des HPI bewilligt. Ferner wurde in
(UKE) unter Federführung des HPI. Zur einem gemeinsamen Berufungsverfahren
Durchführung der klinischen Studie der mit der Stiftung Tierärztliche Hochschule
Phase Ib/IIa wird das HPI gemeinsam mit Hannover (TiHo Hannover) erstmalig eine
dem UKE vom Bundesministerium für Wissenschaftlerin auf eine W3-Professur
Bildung und Forschung (BMBF) mit zusätzlich mit Leitungsfunktion am HPI berufen.
über 5,2 Millionen Euro gefördert. Die dafür notwendigen Mittel (über eine
Million Euro) wurden über das Leibniz-
Die hohe Qualität der Forschungsaktivitäten Professorinnenprogramm Beste Köpfe, einem
am HPI belegt auch die steigende kompetitiven Förderprogramm der Leibniz-
Beteiligung an DFG-Förderprogrammen Gemeinschaft, erfolgreich eingeworben.
(Sonderforschungsbereiche, Klinische
Forschungsgruppen, Forschergruppen, und Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des
Graduiertenkollegs) und Einzelprojekten, HPI leistet mittlerweile auch eine moderne,
die durch die DFG, die EU und verschiedene von Achtsamkeit geprägte Institutskultur,
Stiftungen unterstützt werden. Die in der Leitlinien zur Nachwuchsförderung,
Verleihung renommierter Preise und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie
Auszeichnungen, darunter der Wissen- zukunftsorientierte Maßnahmen der
schaftspreis des Deutschen Stifterverbandes Qualitätssicherung nachhaltig verankert
Gesellschaft braucht Wissenschaft, an wurden. Schließlich spiegelt sich die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dynamische Entwicklung des Instituts auch
des HPI unterstreicht zusätzlich das hohe in einer deutlich verbesserten Sichtbarkeit
Niveau und die gesellschaftliche Relevanz in Politik und Gesellschaft wider. Das HPI ist
der Forschungsarbeiten am HPI. inzwischen ein wichtiger Ansprechpartner
in der Politik‐ und Öffentlichkeitsberatung.
Mit großem Erfolg wurde auch die strategische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Vernetzung des HPI mit universitären und des HPI sind zunehmend in Beratungs-
außeruniversitären Partnerinstitutionen und Aufsichtsgremien tätig und bringen
auf nationaler und internationaler Ebene sich aktiv in den gesellschaftlichen
vorangetrieben. Die gemeinsam mit der UHH und politischen Dialog ein.
eingerichtete Schlüsselprofessur Strukturelle
Zellbiologie der Viren im neu eröffneten Nach über sechs Jahren stetigen Wachstums
Centre for Structural Systems Biology (CSSB) stößt das HPI mittlerweile in fast allen
kennzeichnet einen Meilenstein in der Bereichen an seine Grenzen. Eine von vielen
Forschungs- und Vernetzungsstrategie des HPI, Herausforderungen stellt dabei die Nutzung
die bereits für neue Initiativen am Standort der Labor- und Büroflächen dar, da die
Hamburg strukturbildend wirksam ist. Allein räumlichen Kapazitäten des Instituts durch
durch diese Maßnahmen wurden von 2017 stete Zuwächse beim wissenschaftlichen
bis 2018 Drittmittel von über 1,3 Millionen Personal sowie aktuelle Neubau- und
Euro eingeworben. Zusätzlich wurde für die Sanierungsmaßnahmen nahezu vollständig
Ausstattung der HPI/UHH-Abteilung am CSSB ausgeschöpft sind. Komplementär dazu wird
8Einleitung
eine steigende Belastung im administrativen des in 2012 erstellten Forschungs- und
Bereich immer deutlicher spürbar. Entwicklungsplans HPI2020 angepasst sowie
neue Maßnahmen und Ziele formuliert, um die
Hinzu kommt, dass seit 2016 der Kernhaushalt Leistungsfähigkeit und Position des Instituts im
des HPI real um mehr als 0,5 Prozent Wettbewerb zu sichern, sein Forschungsprofil
jährlich gesunken ist. Bei einem jährlichen sichtbar zu schärfen und seine überregionale
Aufwuchs von real 0,85 Prozent (nach und gesamtstaatliche Aufgabe zu erhalten.
Abzug der DFG-Abgabe) bis 2020 wird sich
dieser Trend aufgrund der Tarifsteigerungen Dafür wird das HPI:
(durchschnittlich drei Prozent bis 2021)
und massiver Mehrkosten bei Energie-, • seine bestehenden
Service und Wartungskosten weiter Forschungsschwerpunkte durch
fortsetzen. Aktuell wird mit einer realen strategische Nachberufungen/
Minderung des Kernhaushalts von bis zu Neubesetzungen exzellenter
einem Prozent (375 Tausend Euro) bis 2020 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
gerechnet. Das HPI ist daher bestrebt, über (Schlüsselprofessuren) durch aktive
den Dialog mit seinen Zuwendungsgebern, Rekrutierungsverfahren weiter fokussieren
Mitgliedern des Kuratoriums und Leibniz-
Präsidiums sowie Verantwortlichen in der • seine wissenschaftliche Kompetenz
Politik eine auskömmliche und nachhaltige als Basis für die Einrichtung
Anpassung des Kernhaushalts im Rahmen eines interdisziplinären Leibniz-
der anstehenden Verhandlungen für den WissenschaftsCampus nutzen, um die
Pakt für Forschung und Innovation 4.0 Metropolregion Hamburg im Bereich der
(Zeitraum 2021 bis 2025) zu erreichen. Infektionsforschung nachhaltig zu stärken
Vor diesem Hintergrund hat sich das • die internationale Attraktivität durch
HPI vor über einem Jahr einer kritischen Partnerschaften weiter aufbauen
Standortbestimmung unterzogen. In mehreren
Klausurtagungen wurden gemeinsam mit • seine Expertise im Wissens-
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HPI und Technologietransfer weiter
aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorantreiben und die Sichtbarkeit
erörtert und zentrale Fragen hinsichtlich der in der Gesellschaft durch innovative
wissenschaftsstrategischen und wirtschaftlich- Transferstrategien erhöhen
personellen Weiterentwicklung des Instituts
diskutiert. Weitere wichtige Themen waren • die Nachwuchsförderung weiter optimieren
das Strategie- und Vernetzungspotential
des Instituts als Basis für die Etablierung • die erfolgreiche Gleichstellungsstrategie
neuer Strategieräume sowie Fragen zu aktiv fortführen
möglichen Änderungen der Organisations-
und Forschungsstruktur des HPI durch • seine Infrastrukturen und
weitere Kürzungen des Kernhaushalts. Auf Technologieplattformen
der Grundlage dieses Strategieprozesses fortwährend modernisieren
wurden bestehende Leitlinien und Vorgaben
9Einleitung
• die Kompetenzen im administrativen
Bereich erweitern
• seine institutsinterne Kommunikation
weiter professionalisieren, um das HPI
schrittweise zu einer familiengerechten
und nachhaltig handelnden
Forschungseinrichtung auszubauen.
Zur Erreichung dieser übergeordneten Ziele
wird das HPI bestehende Rahmenbedingungen
verändern und neue, übergreifende sowie
qualitätssichernde Maßnahmen einführen,
die in dem vorliegenden Forschungs-
und Entwicklungsplan in sechs zentralen
Handlungsfeldern vorgestellt werden:
Forschung, Vernetzung/Internationalisierung,
Nachwuchsförderung, Wissens- und
Technologietransfer, Chancengleichheit und
Nachhaltigkeit/Qualitätsmanagement.
Das Ziel ist, das HPI zu einem
leistungsstarken und nachhaltig
handelnden Virusforschungsinstitut
mit internationaler Strahlkraft weiter
auszubauen. Weiterhin setzt sich das HPI
zum Ziel, mit seinen Schwerpunkten und
herausragenden Forschungsinfrastrukturen
eine Führungsrolle in der Wissen-
schaftsgemeinschaft zu übernehmen. Das
HPI bleibt dadurch eine verlässliche und
leistungsfähige Forschungseinrichtung
der Leibniz-Gemeinschaft, die mit der
erforderlichen Langfristigkeit experimentell-
virologische Grundlagenforschung auf
international höchstem Niveau betreibt
– und dies gemäß der Leibniz-Mission
theoria cum praxi (Wissenschaft zum
Nutzen und Wohl der Menschen).
10Einleitung
02
Handlungsfeld
Forschung
Programmbereiche und
übergeordnete Schwerpunktthemen
Organisationsstruktur
Entwicklungs- und Strukturziele
11Forschung
Forschung
Innovation durch exzellente Forschung mit einzigartigen Infra-
strukturen für unverwechselbares Forschungsprofil
Das HPI steht seit über 70 Jahren für Deutschland, welche sich ausschließlich
Innovation durch exzellente Forschung und der Erforschung humanpathogener Viren
ist ein führender Partner in nationalen und widmet. Das HPI ist in der Lage, eine
internationalen Forschungskooperationen. ganzheitliche, Virusspezies‐übergreifende
Diese Position soll im Wettbewerb gestärkt und Untersuchung viraler Infektionsprozesse
ausgebaut werden. Dazu wird das HPI seine zu gewährleisten, die von der Erforschung
Forschungsleistung und Drittmittelfähigkeit molekularer Strukturen über regulatorische
durch die Rekrutierung herausragender Prozesse in infizierten Zellen bis hin zur
Forscherpersönlichkeiten, die Etablierung Echtzeit‐Darstellung von Abläufen in lebenden
einzigartiger Forschungsinfrastrukturen Zellen und komplexen Infektionsmodellen
sowie strategische Vernetzungskonzepte in Klein- und Großtieren reicht. Darüber
steigern und ein unverwechselbares hinaus umfassen die Forschungsaktivtäten
Forschungsprofil entwickeln. zunehmend translatorische Konzepte
einschließlich klinischer Studien. Aufgrund
Die zentralen Ziele im Handlungsfeld seiner klaren Forschungsfokussierung
Forschung sind: nimmt das HPI eine Alleinstellung in der
deutschen Forschungslandschaft ein.
• die strategische Weiterentwicklung
der Forschungsschwerpunkte
Programmbereiche und
übergeordnete Schwerpunktthemen
• die Rekrutierung herausragender
Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher Die Forschungsaktivitäten des HPI sind
in zwei aufeinander abgestimmten
• die Etablierung einzigartiger Programmbereichen (PB) organisiert:
Forschungsinfrastrukturen und -netzwerke
• Molekulare Mechanismen der
• ein unverwechselbares Viruspathogenese (PB1) und
Forschungsprofil zu entwickeln.
• Innovative Therapieansätze (PB2)
Das HPI ist eine international orientierte
Forschungseinrichtung mit hohem PB1 umfasst Forschungsprojekte im
Leistungs- und Qualitätsanspruch. Das Bereich der experimentell-virologischen
Institut leistet seit über 70 Jahren wichtige Grundlagenforschung, während in PB2
Beiträge zur Bekämpfung der weltweit translatorische Forschungsarbeiten im
wichtigsten Viruserkrankungen und ist die Mittelpunkt stehen. Die Programmbereiche
einzige außeruniversitäre Einrichtung in spiegeln die Mission des HPI wider und
12Forschung
gewährleisten eine interne Qualitätssicherung übergeordnete Fragestellungen gebündelt,
auf der Grundlage des HPI-Leitbilds und die Programmbereiche stärker vernetzt und
Stiftungszwecks. In den vergangenen Jahren interne Kooperationen gefördert werden (siehe
wurde die Programmstruktur schrittweise Abbildung 1, Seite 13). Die übergeordneten
durch Schwerpunktthemen erweitert, um die Schwerpunktthemen dienen zugleich
am HPI vorhandenen Forschungskompetenzen als strategisches Steuerungsinstrument
sichtbar zu fokussieren und das für zukünftige Entscheidungsprozesse,
Forschungsprofil des HPI weiter zu schärfen. die von wesentlicher Bedeutung für das
Die Forschungsexpertise und -kompetenz Forschungsprofil und die Leistungsfähigkeit des
des HPI wurde dazu in vier übergeordneten HPI sind. Sie repräsentieren darüber hinaus
Schwerpunktthemen zusammengefasst: dynamische Handlungsstränge, die an neue
Herausforderungen und Fragestellungen in
• Determinanten des Wirtsspektrums der deutschen Gesundheits- und Infektionsfor-
schung angepasst werden können.
• Immunkontrolle von Viren Hierdurch erreicht das HPI ein hohes Maß an
Flexibilität, ohne dabei die Kontinuität seines
• Virale Latenz und Persistenz Forschungsprofils zu vernachlässigen. Eine
detaillierte Darstellung der übergeordneten
• Struktur und Dynamik viraler Schwerpunktthemen und ihre Zielsetzungen
Morphogenese erfolgt auf Seite 47 im Addendum.
Die Verbindung der Programmbereiche Parallel zu der Fokussierung in seiner
mit übergeordneten Schwerpunktthemen Programmstruktur hat das HPI seit
schafft einen deutlichen Mehrwert für 2013 sein Forschungsprofil durch
das Forschungsprofil des HPI, da die die Gewinnung herausragender
herausgehobene Expertise der HPI‐ Forscherpersönlichkeiten weiter geschärft:
Forschungseinheiten in gemeinsame,
Abb.1: Matrix der Programmstruktur des HPI: Übergeordnete Schwerpunktthemen und Programmbereiche
(Bild: MasterMedia).
13Forschung
Die Berufung von Prof. Marcus Altfeld, Methoden der Massenspektrometrie
Leiter der HPI-Abteilung Virus Immunologie untersucht und dazu zukünftig die
und seit 2017 zudem Leiter des Instituts Forschungsinfrastrukturen am CSSB,
für Immunologie des UKE, spiegelt die DESY und European XFEL nutzen wird.
erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem UKE Schließlich wurde durch die gemeinsame
auch auf institutioneller Ebene wider und Berufung einer W3-Professur mit der TiHo
stärkt die Anbindung des HPI an klinische Hannover und der Einrichtung der neuen
Forschungsgruppen zunehmend. Mit der Forschungsabteilung Virale Zoonosen – One
Rekrutierung von Prof. Kay Grünewald Health unter der Leitung von Prof. Gülsah
als Leiter der neuen Forschungsabteilung Gabriel das Schwerpunktthema Determinanten
Strukturelle Zellbiologie der Viren wurde die des Wirtsspektrums zukunftsträchtig im
traditionell starke Expertise des HPI in der Forschungsprofil des HPI verankert. Die
korrelativen Licht- und Elektronenmikroskopie Verbindung der wissenschaftlichen Expertise
strategisch ausgebaut und im nächsten Schritt von Prof. Gabriel mit dem Research Center
in dem übergeordneten Schwerpunktthema for Emerging Infections and Zoonoses
Struktur und Dynamik viraler Morphogenese in (RIZ) auf dem Campus der TiHo Hannover
der HPI-Programmstruktur verankert. Zugleich erzeugt für beide Forschungseinrichtungen
wurde mit der Verortung der Abteilung am einen deutlichen Mehrwert, der für die
CSSB eine neue Forschungsinfrastruktur Untersuchung zoonotischer Viren in
geschaffen, die dem HPI die Nutzung Groß- und Kleintierinfektionsmodellen
und Weiterentwicklung herausragender in Deutschland einzigartig ist.
Hochleistungs- und Schlüsseltechnologien im
Bereich der Kryo-Elektronenmikroskopie und
Organisationsstruktur
zellulären Kryo-Elektronentomographie sichert.
Durch die räumliche Nähe zum Exzellenzcluster Die Basis der Forschungskompetenz
Centre for Ultrafast Imaging (CUI)3, dem am HPI liegt in den wissenschaftlichen
Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) Forschungseinheiten (Forschungsabteilungen,
und dem Deutsches Elektronen-Synchrotron Forschungs- und Nachwuchsgruppen),
(DESY) auf dem Forschungscampus die durch vier Technologieplattformen
Bahrenfeld sowie zur European X-Ray Free- und wissenschaftsstützende
Electron Laser Facility GmbH (European Organisationseinheiten im technischen
XFEL) in Hamburg-Schenefeld hat das HPI und administrativen Bereich unterstützt
Zugang zu weltweit einzigartigen Licht- und werden (siehe Organigramm Abbildung
Röntgenstrahlungsquellen, die zukünftig den 2, Seite 18). Die Forschungsabteilungen
Strategieraum des Instituts merklich erweitern und -gruppen sind als permanente
und prägen werden. Zugleich wurde das Organisationseinheiten konzipiert. Sie werden
Schwerpunktthema durch die Einrichtung einer von Professorinnen und Professoren geleitet,
dritten Nachwuchsgruppe Dynamik viraler die in gemeinsamen Berufungsverfahren
Strukturen unter der Leitung von Dr. Charlotte mit der Medizinischen Fakultät des UKE, der
Uetrecht verstärkt, die Strukturveränderungen Fakultät für Mathematik, Informatik und
viraler Proteinkomplexe mit Hilfe modernster Naturwissenschaften (MIN-Fakultät) der UHH
3 Ab 2019: CUI: Advanced Imaging of Matter.
14Forschung
oder der TiHo Hannover berufen wurden. Die Infrastrukturen stellt sicher, dass die
Nachwuchsgruppen am HPI sind im Gegensatz vorgehaltenen Technologien mit der
zu den permanenten Forschungsabteilungen notwendigen Kontinuität auf höchstem Niveau
und -gruppen temporär und derzeit ohne weiterentwickelt werden und das HPI sein
tenure track-Option eingerichtet. Engagement hinsichtlich der Bereitstellung der
Technologieplattformen für externe Nutzer
Die Mischung permanenter und zeitlich in den letzten Jahren stetig ausgebaut hat.
begrenzter Forschungseinheiten schafft In 2017 wurden alle Technologieplattformen
eine Organisationsstruktur von deutlichem durch den Wissenschaftlichen Beirat als
Mehrwert, die eine breite Themen- und äußerst erfolgreiche und bedarfsgerechte
Technologiebasis als Kernstruktur des Instituts Infrastruktureinheiten für das Institut
gewährleistet und gleichzeitig die Möglichkeit bewertet. Eine detaillierte Darstellung
für kurzfristige Forschungstätigkeiten der HPI-Technologieplattformen
zu aktuellen Fragestellungen in der und ihre Zielsetzungen erfolgt
deutschen Virusforschung bietet. Die im Addendum ab Seite 34.
Forschungsarbeiten des Instituts werden
zurzeit in neun Forschungseinheiten mit fast
Entwicklungs- und Strukturziele
100 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern am HPI und/oder am Das HPI wird seine Forschungsaktivitäten
CSSB durchgeführt (Stand Oktober 2018). und -schwerpunkte in den nächsten Jahren
Die Forschungseinheiten des HPI werden durch Nachbesetzungen und Neuberufungen
regelmäßig durch den Wissenschaftlichen kontinuierlich erneuern und strategisch
Beirat begutachtet. Eine detail-lierte weiterentwickeln. Ziel ist es, bis 2025 die
Darstellung der HPI-Forschungseinheiten Leitungen von zwei Forschungsabteilungen
und ihre Zielsetzungen erfolgt und drei Nachwuchsgruppen auf
im Addendum ab Seite 47. der Grundlage eines auskömmlichen
Kernhaushalts nach dem Beste Köpfe-
Die Technologieplattformen des HPI Prinzip mit international renommierten
Durchflusszytometrie/FACS, Hochdurchsatz‐ Virologinnen und Virologen zu besetzen.
Sequenzierung und Mikroskopie und Gleichzeitig plant das HPI die Etablierung
Bildanalyse sind als forschungsbasierte eines Leibniz-WissenschaftsCampus,
Dienstleistungseinheiten an Abteilungen der neue Impulse in der Vernetzung
und Forschungsgruppen assoziiert. Die mit Partnerinstitutionen und zukünftige
Technologieplattform Kleintiermodelle wird Exzellenzstrategien in der Metropolregion
seit 2018 vom Tierschutzbeauftragten des Hamburg setzen soll (siehe Handlungsfeld
HPI geleitet. Die Technologieplattformen Vernetzung und Internationalisierung, Seite
bündeln die methodisch-technologischen 20). Darüber hinaus wird das HPI seine
Kernkompetenzen des HPI und prägen Forschungsinfrastrukturen ertüchtigen
durch die Bereitstellung von einzigartigen und Buchungs- und Abrechnungssysteme
Hochleistungs- und Schlüsseltechnologien das etablieren, um die Balance von
wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmal und institutsinternen Zugriffsmöglichkeiten
Forschungsprofil des Instituts maßgeblich. einerseits und externen Serviceangeboten
Die Konzeption forschungsbasierter
15Forschung
für wissenschaftliche Kooperationspartner Sondertatbestand einwerben und die
andererseits auch weiterhin zu sichern. Mittel in den Kernhaushalt überführen
Insgesamt wird das HPI dafür: • langfristig neue Forschungsinfrastrukturen
und Laborflächen nutzen, die durch
• ab 2019 vier international herausragende die geplanten Forschungscampi in
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Hamburg-Bahrenfeld, -Eppendorf
in gemeinsamen Berufungsverfahren und -Bundesstraße entstehen.
für Schlüsselprofessuren am HPI und für
den Leibniz-WissenschaftsCampus aktiv Weitere forschungsrelevante Zielsetzungen
und personenbezogen rekrutieren4 sind die Stärkung der übergeordneten
Schwerpunktthemen durch neue
• die Zahl von W3-Professorinnen Anreizprogramme6, die Optimierung der
in HPI-Leitungspositionen Nachwuchsausbildung und -förderung
mindestens verdoppeln durch neue Curricula und bedarfsgerechte
Förderprogramme für Postdoktorandinnen
• seine Nachwuchsgruppen und Postdoktoranden (siehe Handlungsfeld
unter Berücksichtigung der Nachwuchsförderung, Seite 27), die
übergeordneten Schwerpunkthemen Einführung eines institutionalisierten
und Vernetzungskonzepte Qualitätsmanagements, die
ab 2019 neu besetzen5 Weiterqualifizierung des wissenschaftlichen
Personals (siehe Handlungsfeld
• die Technologieplattformen Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement,
fortwährend modernisieren, so dass Seite 41) sowie eine Reihe bedeutender
sie weiterhin exzellente Forschung Infrastrukturmaßnahmen.
durch einen professionellen Betrieb
von wissenschaftlichen Geräten und Bei den Infrastrukturmaßnahmen betrifft
Hochleistungstechnologien gewährleisten die größte Aktion den Neubau der BSL3-
tierexperimentellen Bereiche, der von Bund
• bis 2022 den Mittelbedarf für die und Land mit über acht Millionen Euro
Neubesetzungen über einen strategischen finanziert wird und 2022 abgeschlossen sein
soll. Die Inbetriebnahme des BSL3-Tierstalls
4 Für die Nachbesetzung der Forschungsabteilung Antivirale Strategien (Nachfolge Prof. Joachim Hauber) wurde bereits Prof.
Gülsah Gabriel als Nachfolgerin im Rahmen einer vorgezogenen und gemeinsamen Berufung mit der TiHo Hannover be-
stimmt. Prof. Gabriel wird nach dem altersbedingten Ausscheiden von Prof. Hauber im Oktober 2021 das Personal und die
Räumlichkeiten seiner Forschungsabteilung übernehmen. Die Nachbesetzung der Forschungsabteilung Virale Transformation
(Nachfolge Prof. Thomas Dobner) soll in einem vorgezogenen Berufungsverfahren ab 2023/2024 erfolgen. Prof. Dobner
scheidet altersbedingt im Oktober 2025 aus. Für den Leibniz-WissenschaftsCampus wird das HPI mit der UHH eine
gemeinsame W3-Professur Integrative Virology besetzen. Zudem wird die UHH eine weitere W3-Professur Computational
Biology für den WissenschaftsCampus etablieren.
5 Die Nachbesetzung der Nachwuchsgruppen Neuauftretende Virusinfektionen und HCV-Replikation erfolgt ab 2020. Die
Nachbesetzung der Nachwuchsgruppe Dynamik viraler Strukturen erfolgt frühestens in 2023.
6 Strategic Incentive Programm: strategisches Förderprogramm in Höhe von zwei Prozent des Kernhaushalts für Projekte
innerhalb der übergeordneten Schwerpunktthemen, das die unterschiedlichen Expertisen der beteiligten Wissenschaftlerin-
nen und Wissenschaftler vereint.
16Forschung
wird dabei nicht nur für das HPI, sondern
auch für die Positionierung des HPI im
zukünftigen Campus Hamburg-Eppendorf
von großer Bedeutung sein. Parallel
dazu muss die bauliche Infrastruktur der
Technologieplattformen Mikroskopie
und Bildanalyse am HPI ertüchtigt und
mit hochmodernen Forschungsflächen
ausgestattet werden, um den Betrieb
der höchstauflösenden Mikroskope
einschließlich der Datenverarbeitung zu
gewährleisten. Weitere Maßnahmen betreffen
den Rückbau/Sanierung des alten BSL3-
Tierstalls zu Forschungsflächen der Sicher-
heitsstufe BSL3** und eine regelmäßige
Anpassung der Gerätschaften in den
Technologieplattformen Durchflusszytometrie/
FACS und Hochdurchsatz-Sequenzierung, vor
allem in den Kompetenzbereichen Einzelzell-
Analysen und -Sequenzierung. Weiterhin
wird das HPI in Zukunft verstärkt in die
Entwicklung analytischer Gerätschaften
am CSSB und am European XFEL sowie in
die Infektions-Bioinformatik investieren.
17Forschung
Abb. 2: Orgranigramm, Dezember 2018.
18Vorwort
03
Handlungsfeld
Vernetzung und
Internationalisierung
Entwicklungs- und Strukturziele
Leibniz-WissenschaftsCampus InterACt
Sondertatbestand 2021
19Vernetzung
Vernetzung und Internationalisierung
Zusammenarbeit mit internationalen Partnern als Markenkern
für exzellente Forschungsleistungen und Attraktivität
Die Kooperationen mit regionalen, und Hansestadt Hamburg verwurzelt
nationalen und internationalen Partnern und arbeitet eng mit den Hochschulen,
sind ein Markenkern des HPI und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
bilden die Basis für seine exzellenten und Unternehmen in Hamburg und der
Forschungsleistungen. Es ist daher eine Metropolregion zusammen. Mit der UHH
vorrangige Zukunftsaufgabe, die Vernetzung und dem UKE besteht seit 25 Jahren eine
und Internationalisierung des HPI auf allen enge Kooperation in Lehre, akademischer
Ebenen zu stärken und strategisch weiter Ausbildung und Forschung. Aktuell hat das
zu entwickeln. Das HPI ist daher bestrebt, HPI sechs gemeinsam mit der UHH und dem
seine Zusammenarbeit mit Hochschulen UKE berufene W2/W3-Professuren7. In 2018
und außeruniversitären Einrichtungen zu wurde die strategische Zusammenarbeit mit
intensivieren, profilbildendende internationale universitären Partnerinstitutionen durch die
Forschungsschwerpunkte zu positionieren gemeinsame Berufung einer W3-Professur
und seine nationale und internationale mit der TiHo Hannover ausgebaut.
Attraktivität weiter auszubauen.
Das HPI ist gemeinsam mit seinen
Die zentralen Ziele im Handlungsfeld Hochschulpartnern an zahlreichen
Vernetzung und Internationalisierung sind: Forschungsverbünden, -netzwerken und
-initiativen beteiligt. Im Mittelpunkt stehen
• die Verstärkung der strategischen dabei Sonderforschungsbereiche, Klinische
Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschergruppen, Graduiertenschulen sowie
außeruniversitären Partnerinstitutionen BMBF-, EU- und im Rahmen der Landesfor-
schungsförderung BWFG-geförderte
• die Etablierung eines interdisziplinären Projekte. Darüber hinaus engagieren sich die
Leibniz-WissenschaftsCampus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HPI
in verschiedenen Gremien zur Konzeption
• der Ausbau profilbildendender, standortspezifischer Vernetzungsstrategien.
internationaler Forschungskooperationen Zudem waren Mitglieder des HPI-Vorstands
mit Afrika und China. maßgeblich an der Planung des CSSB
beteiligt. Die Einrichtung der gemeinsamen
Seit seiner Gründung als Stiftung zur UHH/HPI-Forschungsabteilung Strukturelle
Erforschung der spinalen Kinderlähmung Zellbiologie der Viren am CSSB ist ein zentrales
im Jahre 1948, ist das HPI tief in der Instrument in der Vernetzungsstrategie des
Wissenschaftsgemeinschaft der Freien Instituts und wirkt bereits als strukturbildender
7 Berufung nach Berliner Modell.
20Vernetzung
Katalysator für standortübergreifende allen Ebenen kontinuierlich gesteigert.
Verbünde und zukünftige Initiativen am Die Entwicklung und geplante klinische
Wissenschaftsstandort Hamburg. Erprobung der Brec-Rekombinase zur
funktionellen Heilung von HIV/AIDS und
Innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft die UHH/HPI-Partnerschaft im CSSB sind
engagiert sich das HPI in den Leibniz- dafür zwei besonders herausragende
Forschungsverbünden INFECTIONS’21 Beispiele. Insgesamt ist das HPI derzeit an
und Wirkstoffe/Biotechnologie. Weiterhin 21 nationalen und acht internationalen
besteht schon seit fast 15 Jahren eine Forschungsnetzwerken beteiligt. Über
erfolgreiche Zusammenarbeit mit den 56,4 Prozent des Drittmittelaufkommens11
benachbarten Forschungsinstituten (5,3 Millionen Euro) stammen aus
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Verbundprojekten (Stand Oktober 2018). Auch
(BNITM) und Forschungszentrum Borstel, international betreibt das HPI zunehmend
Leibniz Lungenzentrum (FZB) im Leibniz inhaltlich-strategische Kooperationen mit
Center Infection (LCI), einer strategischen Partnern an der Universität Bordeaux, der
Allianz der drei inhaltlich komplementär University of KwaZulu-Natal in Durban,
ausgerichteten Leibniz-Institute. Seit 2012 ist Südafrika sowie dem National Institute for
das HPI gemeinsam mit BNITM, FZB, UHH, der Viral Disease Control and Prevention (IVDC)
Universität zu Lübeck (UzL) und dem Friedrich- am Chinese Center for Disease Control and
Loeffler-Institut (FLI) Partner im Standort Prevention (China CDC) in Peking und weiteren
Hamburg-Lübeck-Borstel-Riems des Deutschen Standorten in China. Insbesondere die in den
Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)8. beiden letzten Jahren durch gemeinsame
Darüber hinaus agiert das HPI zunehmend Symposien und Austauschprogramme
als Initiator nationaler und internationaler vorangetriebene Zusammenarbeit mit den
Verbundinitiativen und ist federführend in chinesischen Kolleginnen und Kollegen am
verschiedenen Forschungsverbünden aktiv. IVDC hat inzwischen beste Voraussetzungen
Beispielhaft hierfür sind Verbundvorhaben geschaffen, die zeitnah zur Beantragung von
im Rahmen der Landesforschungsförderung9, institutionalisierten Forschungskooperationen,
die vom HPI initiiert wurden, sowie das Ausbildungsprogrammen und
von der EU geförderte Verbundprojekt MS Austauschlaboren beitragen werden. Ebenso
SPIDOC10, das vom HPI koordiniert wird. ist eine Erweiterung der Zusammenarbeit
mit den Kolleginnen und Kollegen in
Insgesamt hat das HPI in den letzten Afrika im Rahmen der DFG-Förderung
fünf Jahren seine Beteiligung an Deutsch-afrikanische Kooperationsprojekte
Forschungsnetzwerken und Allianzen in der Infektiologie12 in Planung.
zur Stärkung der Infektionsforschung
am Wissenschaftsstandort Hamburg auf
8 Das HPI ist im DZIF mit vier übergreifenden Forschungsprojekten in drei Thematical Translational Units (TTU) vertreten: HIV,
Infektionen im immungeschwächten Wirt, Neu auftretende Infektionskrankheiten.
9 EPILOG. Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Infektionen. Biomedizinische Physik von Infektionen.
10 H2020-FETOPEN-2016-2017 (Research and Innovation Action).
11 Drittmittelbewilligungen Verbundprojekte 2018 (Stand Oktober 2018).
12 Drittmittelbewilligungen Translation 2018 (Stand Oktober 2018).
21Vernetzung
Entwicklungs- und Strukturziele (DZIF, BMBF, DFG und EU) vorausschauend
Das HPI verfügt über überregional zu positionieren. Dabei wird das HPI seine
und international ausstrahlende Vernetzungsstrategie an bereits existierende
Forschungskompetenzen und -infrastrukturen, Rahmenbedingungen anknüpfen, alle
die das Institut zu einem wichtigen Partner Ziele eng auf das Forschungsprofil und
in Verbundinitiativen, Forschungsnetz- die übergeordneten Schwerpunktthemen
werken, Konsortien und Firmen machen. des Instituts abstimmen und auf einen
Herausragende Beispiele hierfür sind die internationalen Austausch ausrichten.
Schwerpunkte und Hochleistungstechnologien
im Bereich der Strukturforschung am Insgesamt wird das HPI dafür:
HPI, CSSB und European XFEL, Klein- und
Großtierinfektionsmodelle einschließlich • die traditionell erfolgreichen
der BSL3-tierexperimentellen Labore am HPI Kooperationen mit universitären
und der TiHo Hannover, die Beteiligung in Partnern erweitern und durch
drei TTUs des DZIF sowie Partnerschaften neue Kooperationsvereinbarungen
in großen internationalen Konsortien und zukunftsträchtig stärken
Kohorten in Hamburg, Afrika und China.
Der Erfolg des HPI als Partner in trans- • die Zusammenarbeit im LCI durch
lationalen Forschungsprojekten spiegelt sich gemeinsame Promotionsarbeiten und
auch in der erfolgreichen Einlizensierung Verbundprojekte sowie übergreifende
und klinischen Entwicklung einer Maßnahmen in der Qualitätssicherung
Gemeinschaftserfindung von UKE und HPI und im administrativen Bereich ausbauen
zur Behandlung der Multiplen Sklerose und
der geplanten Firmenausgründung (Provirex) • profilbildende, internationale
zur Weiterentwicklung und Vermarktung der Forschungskooperationen mit
Brec-Rekombinase wider (siehe Handlungsfeld Partnerinstitutionen in China und Afrika
Wissens- und Technologietransfer, Seite erweitern und institutionalisieren
32). Insgesamt stammen 41,4 Prozent des
Drittmittelaufkommens13 (3,9 Millionen • die Attraktivität und Sichtbarkeit
Euro) des HPI derzeit aus dem DZIF und des HPI durch die Verleihung
anderen translationalen Projekten. von Leibniz-Chairs14 an herausra-
gende Forschungspersönlichkeiten
Das HPI setzt sich zum Ziel, diese erhöhen, die mit dem Institut in enger
Leistungsfähigkeit, Expertise und wissenschaftlicher Zusammenarbeit stehen
Kooperationskraft in bestehenden
Konsortien nachhaltig zu verankern • die bestehende Zusammenarbeit
und seine Forschungsthemen und in Forschungsnetzwerken und
-schwerpunkte in zukünftigen nationalen Konsortien nachhaltig verankern
und internationalen Forschungsprogrammen
13 Drittmittelbewilligungen Translation 2018 (Stand Oktober 2018).
14 Leibniz-Chairs kennzeichnet eine besonders enge Bindung zwischen einer Forscherin oder einem Forscher und einer Leibniz-
Einrichtung. Leibniz-Chairs werden von Leibniz-Einrichtungen für einige Jahre oder sogar auf Lebenszeit vergeben.
22Vernetzung
• seine Forschungsschwerpunkte Vernetzungsinstrument in der Metropolregion
und Leuchtturmprojekte in neuen entschieden. Leibniz-WissenschaftsCampi
Forschungsnetzwerken und ermöglichen Leibniz‐Einrichtungen und
Konsortien proaktiv positionieren. Hochschulen eine thematisch fokussierte
Zusammenarbeit im Sinne einer regionalen
Zugleich wird das HPI künftig seine gleichberechtigten Partnerschaft. Die in
wissenschaftlichen Kompetenzen nutzen, virtuellen Campi zusammengeführten
um die Infektionsforschung in der Netzwerke betreiben strategische Forschung,
Metropolregion weiter zu entwickeln und befördern Interdisziplinarität in Themen,
den Standort für diese Thematik sichtbar zu Projekten und Methoden, machen
stärken. Das HPI verfolgt dabei das Ziel, die den jeweiligen Standort sichtbar und
komplementären und fachübergreifenden stärken sein Forschungsprofil. Zusätzlich
Kompetenzen am Wissenschaftsstandort in besteht die Möglichkeit, die langfristigen
einem großen Verbundprojekt zu bündeln, Planungen in Richtung einer räumlichen
um den Weg in zukünftige interdisziplinäre Zusammenführung der beteiligten Partner
Forschungsnetzwerke und Exzellenzstrategien am Standort weiterzudenken und dem
zu ebnen. Dazu wird das HPI noch enger Projekt damit eine Strahlkraft zu verleihen,
mit den Forschungseinrichtungen in die den Wissenschaftsstandort Hamburg
der Metropolregion zusammenarbeiten spürbar stärken könnte. In einer ersten
und mit seinen universitären Partnern Phase soll es die Möglichkeit geben, zunächst
Zukunftskonzepte für gemeinsame Professuren Expertisen zu bündeln und neue Ideen
und Nachwuchsgruppen entwickeln. Ein auszutesten, während in der zweiten Phase
besonderes Anliegen des HPI ist es hier, die gezeigt werden muss, dass der Campus das
Rahmenbedingungen der gemeinsamen in der ersten Phase entwickelte Potential
Professuren (Brückenprofessuren) künftig so umsetzen kann. Der Antrag für den Leibniz-
zu gestalten, dass die Brückenprofessuren WissenschaftsCampus Integrative Analysis
eine (pro)aktive und federführende of pathogen-induced Compartments
Rolle in der Planung und Antragstellung (InterACt) wurde im Dezember 2018 im
nationaler und internationaler Förder- und Senatsausschuss Strategische Vorhaben (SAS)
Ausbildungsprogramme ausüben können. auf der Grundlage externer Gutachten positiv
bewertet und zur Förderung empfohlen. Die
endgültige Entscheidung über die Förderung
Leibniz-WissenschaftsCampus:
des Vorhabens trifft der Senat der Leibniz-
InterACt
Gemeinschaft in seiner Sitzung am 26. März
Auf der Grundlage dieser Zielsetzungen 2019. Förderbeginn ist der 1. April 201915.
hat sich das HPI für die Etablierung eines
Leibniz-WissenschaftsCampus als zentrales
15 Leibniz-WissenschaftsCampi können in zwei Förderphasen von je vier Jahren gefördert werden. Den Leibniz-Wissenschafts-
Campi 2019 stehen jährlich bis zu 300 Tausend Euro aus einer Zuwendung der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung.
Voraussetzung für die Förderung sind die verbindlichen Zusagen des Instituts und der kooperierenden Hochschule und/oder
des Sitzlandes, eine in ihrer Höhe vergleichbare Ko-Finanzierung zu leisten, so dass ein Leibniz-WissenschaftsCampus in der
Regel über mindestens 900 Tausend Euro pro Jahr verfügen kann. Damit soll eine hinreichende Gesamtfinanzierung ge-
währleistet werden. Die Ko-Finanzierung kann auch in Form von Sach- oder Personalbeiträgen (Bereitstellung von Infrastruk-
tur und Personal) erfolgen.
23Vernetzung
Der Leibniz-WissenschaftsCampus InterACt und Daten in einem Datenintegrationszentrum
vernetzt das HPI eng mit Arbeitsgruppen (data integration hub) zusammengeführt
der regionalen LCI-Institute und der UHH werden und damit systematisch der
und fokussiert seine Aktivitäten auf die Forschung zur Verfügung stehen. lnterACt
Aufklärung der Rolle der vielfältigen setzt dabei von Anfang an auf die Etablierung
Reaktionskompartimente, welche nachhaltiger Forschungsstrukturen in den
Pathogene im Infektionsverlauf besetzen, Einrichtungen. Dabei spielt die Schaffung
modulieren oder neu induzieren. Dies neuer Arbeitsgruppen und Professuren
eröffnet einen innovativen Zugang für eine entscheidende Rolle. Mehrere neue
alternative Therapieansätze. Ziel des Professuren und Nachwuchsgruppen
WissenschaftsCampus ist es, vorhandene sollen eingerichtet werden.
Expertise und Technologien am Standort
besser zu vernetzen, pathogen-übergreifende Von der UHH wird in diesem Zusammenhang
Mechanismen aufzudecken und bisher eine W3-Professur Computational Systems
noch fehlende oder weniger besetzte Biology etabliert, die insbesondere die
komplementäre Aspekte auf international Verknüpfung strukturbiologischer Daten
höchstem Niveau am Standort zu verankern. mit anderen Datensätzen verstärken soll.
Eine W1-Professur Infection Biology an
Inhaltlich kombinieren die InterACt- der UHH soll den Forschungsschwerpunkt
Arbeitsgruppen ausgewiesene Pathogen- auf die molekularen Mechanismen von
Expertise bei in situ-bildgebenden Entzündungen und Resistenzen haben.
Verfahren sowie der Struktur- und Eine HPI-Nachwuchsgruppe im Bereich
Systembiologie, um die Dynamik und Viral Intracellular Dynamics soll an der
Struktur von Kompartimenten wichtiger Schnittstelle zwischen Virologie und
klinisch relevanter Infektionserreger (Viren, integrativer Datenanalyse angesiedelt sein.
Bakterien und Parasiten) zu untersuchen Darüber hinaus ist eine W3-Brückenprofessur
und aufzuklären. Im WissenschaftsCampus von HPI und der UHH mit dem Arbeitstitel
werden die infektiologisch-geprägten Integrative Virology vorgesehen. Die
Forschungsschwerpunkte des HPI und hochgradig kollaborative Position soll im
der LCI-Institute aufgegriffen und mit Idealfall mit einer Wissenschaftlerin bzw.
komplementären Expertisen der UHH in den einem Wissenschaftler aus der angewandten
Bereichen Strukturbiologie, Biophysik, Chemie und integrativen Forschung mit virologisch/
und Informatik verbunden. InterACt wird informatischen Hintergrund besetzt
dabei von den einzigartigen Infrastrukturen werden und als Schnittstelle zwischen den
in den einzelnen Einrichtungen sowie die am vorhandenen Professuren den Leibniz-
Campus Hamburg-Bahrenfeld und Umgebung WissenschaftsCampus stärken. Die Professur
vorhandenen Infrastrukturen und Verbünde soll ab dem dritten Jahr des Leibniz-
wie das CSSB, dem Exzellenzcluster CUI und WissenschaftsCampus in 2021/2022 besetzt
dem European XFEL profitieren. Mit seinem werden. Die UHH leistet insgesamt eine
interdisziplinären Forschungsansatz zeichnet umfangreiche Ko-Finanzierung von insgesamt
sich lnterACt insbesondere dadurch aus, dass 2,8 Millionen Euro für die Laufzeit der ersten
die Untersuchungen der beteiligten Partner Förderperiode. Darüber hinaus wird die
und die hieraus gewonnenen Informationen UHH die Kosten für die Grundausstattung
24Vernetzung
der Arbeitsplätze der im Rahmen des
Vorhabens beschäftigen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter übernehmen und angemessene
Büroräume zur Verfügung zu stellen.
Sondertatbestand 2021
Das HPI beabsichtigt, seinen Mittelbedarf für
den Leibniz-WissenschaftsCampus ab 2023 im
Kern-haushalt zu verstetigen. Hierzu wird in
Abstimmung mit den Aufsichtsgremien und
Zuwendungsgeberinnen bzw. -gebern sowie
unter Berücksichtigung der Evaluierungs-
Empfehlungen des Senats der Leibniz-
Gemeinschaft in 202116 ein strategischer
Sondertatbestand bei der Gemeinsamen
Wissenschaftskonferenz (GWK) beantragt,
der langfristig die auskömmliche Finanzierung
der neuen Forschungsabteilungen und
HPI-Nachwuchsgruppe sichern soll. Insgesamt
wird hierfür in 2021 eine Steigerung des
Kernhaushalts von über zwei Millionen Euro
(ergänzt durch den erbrachten Eigenan-
teil von ca. 400 T Euro) beantragt werden.
In Absprache mit der UHH strebt das HPI
eine W3-Brückenprofessur an, die auf
der Basis neuer Rahmenbedingungen
künftig auch eine zentrale Rolle bei der
Konzeption nationaler und internationaler
Verbundprojekte übernehmen kann.
16 Die nächste Evaluierung des HPI durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft wird am 19. und 20. November 2020 erfolgen.
25Nachwuchsförderung
04
Handlungsfeld
Nachwuchsförderung
Doktorandinnen und Doktoranden
Postdoktorandinnen und
Postdoktoranden
Übergreifende Nachwuchsförderung
Nachwuchsgruppen
26Sie können auch lesen