GEMEINDEBRIEF der ev.-luth. Kirchgemeinden Königshain und Wiederau/Stein - "Suche Frieden und jage ihm nach." Psalm 34,15 - Kirchgemeinde ...
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Juni - August 2019
GEMEINDEBRIEF
der ev.-luth. Kirchgemeinden Königshain und Wiederau/Stein
„Suche Frieden und jage ihm nach.“ Psalm 34,15
Foto: Lotz2
ANDACHT
„ES IST GUT, AUF DEN HERRN ZU VERTRAUEN!“ (Psalm 118,8)
Liebe Gemeinde, liebe Leser,
Ein allgemein bekanntes Sprich- Ich will nicht kontrolliert werden,
wort lautet: "Vertrauen ist gut, ob mein Abendessen ausreichend
Kontrolle ist besser" Ach, deshalb Ballaststoffe hat, und wie es um
gibt es heutzutage so viele Kontroll- meine
freaks. Obwohl sie gesundheitlich Blutfett-
keinen einzigen Grund dafür ange- werte
ben können, kaufen sich manche steht.
ein Blutdruckmessgerät, messen Ich ver-
den Blutdruck täglich mehrmals trauen da-
und legen Tabellen an oder sie kau- rauf, dass
fen eine von diesen Uhren, die mein Kör-
ihnen sagt, wie viele Schritte sie per im
gegangen sind, dass sie noch 347 Groben
Kalorien verbrennen müssen und schon von
dass sie einen Schal anlegen soll- allein
ten, denn draußen schneit es etc. weiß, dass
Viele Zeitgenossen leben überkon- ein Möh-
trolliert und leben deshalb am Le-
ben vorbei. Das Vorbei-Leben kom-
pensieren sie vielleicht mit Hilfe renrohkostsalat gesünder ist als ei-
von Medien: da erleben sie echte ne Schweinshaxe, und dass letztere
Abenteuer, sind immer die Guten ausnahmsweise besser schmeckt.
und immer die Sieger: und das alles Ich will nicht kontrolliert oder be-
ohne das geringste echte Risiko, au- vormundet werden, schon gar nicht
ßer vielleicht Herzerkrankungen von irgendwelchen Internet-
aufgrund von Bewegungsmangel. Giganten, die alle Daten sammeln
Ich will die Originalversion. Ich will und diese womöglich an die wirk-
selber rausgehen und das Leben er- lich Gefährlichen verkaufen. Kein
leben. Ich will ein Recht auf Risiko. Programm soll preisgeben, wo ich
Ich will nicht, dass ein Programm mich gerade befinde. Ich will meine
mich kontrolliert. Ich will auf alle Verstecke.
Fälle nicht, dass ein Programm mir Ich will Unsicherheit aushalten, je-
sagt, ob der Kühlschrank zuhause denfalls bis zu einem gewissen Gra-
ausreichend gefüllt ist. Wenn ich de. Natürlich weiß ich, dass „das
eine Auskunft haben möchte, frage Leben lebensgefährlich ist" (E.
ich einen Menschen und nicht ir- Kästner), dass es da draußen wirk-
gendeine Siri oder Alexa.3
ANDACHT | AUS UNSEREN GEMEINDEN
lich böse Menschen gibt und in die- Von Herzen wünsche ich Ihnen al-
ser Welt finstere Abgründe existie- len einen echten, schönen und
ren. abenteuerlichen Sommer.
Aber ich vertraue darauf, dass Gott Es grüßt Sie herzlichst
mich führt, dass ich in seiner Liebe Ihr Pfarrer Traugott Fehlberg
geborgen bleibe, komme was wolle.
Dieses Vertrauen schenkt mir ech-
tes Leben und darauf kommt es an.
BAUMASSNAHMEN
Gerüst in der Königshainer Kirche
Diejenigen, die die offene Kirche fernt werden. Dazu entnahm ein
Königshain Anfang Mai besuchten, Restaurator Farbproben der De-
werden im Altarraum ein Baugerüst ckenfarbe, um deren Zusammenset-
bemerkt haben. Ja, unsere Kirche zung zu untersuchen und Sanie-
muss/soll bald renoviert werden. rungsvorschläge zu unterbreiten,
Schließlich war sie einst die die noch mit der Denkmalschutzbe-
schönste Dorfkirche Sachsens… hörde abgestimmt werden müssen.
Doch der Zahn der Zeit und ein oder Über Spenden, die der Renovierung
mehrere Gewittergüsse, die durch der Königshainer Kirche zugute-
ein undichtes Dach bis zur Decke kommen, sind wir sehr dankbar.
des Innenraumes vordrangen, hin- Kirchenvorstand Königshain
terließen ihre Spuren. Die Wasser-
flecke an der Decke sollen nun ent-4
AUS UNSEREN GEMEINDEN
PERSPEKTIVEN DER KIRCHE IM LÄNDLICHEN RAUM
Herausforderungen durch die aktuellen Ent-
wicklungen und Chancen für die Kirchgemein-
den im Rochlitzer Land
1. Beobachtungen 2. Unsere Vorstellungen für den
Die aufgrund rückläufiger Wandel
Mitgliederzahlen und verfügbarer Wir sind der Meinung, dass Kirche
Finanzmittel veranlassten Verän- auch weiterhin viele
derungen der kirchlichen "Kristallisationspunkte des Glau-
Strukturen in den letzten Jahren bens" statt einiger "Leuchttürme"
haben bereits zu schmerzlichen braucht. Deshalb kämpfen wir seit
Einschnitten ins kirchgemeindliche einigen Jahren dafür die Ortskirch-
Leben insbesondere im ländlichen gemeinden zu stärken.
Raum geführt. Ziel unserer Beispielsweise wurde dazu schon
Kirchenvorstandsarbeit ist es seit 2014 eine Initiative gestartet um
vielen Jahren für uns eine Perspek- Gleichgesinnte zu finden, mehrere
tive zu entwickeln die nicht nur Eingaben an die Landeskirche
dem Diktat der Zahlen folgt. So ha- geschrieben, Petitionen unterzeich-
ben wir z.B. ein Leitbild für unsere net usw.
Kirchgemeinde entwickelt und die Leider fordern die derzeitigen
Zusammenarbeit mit anderen Orten kirchengesetzlichen Vorgaben dazu
gepflegt. Am intensivsten ist dieses auf, dass die Kirchgemeinden sehr
Miteinander zwischen den Kirchge- große Struktureinheiten (bei uns
meinden Königshain und Wiederau ca. 5.000 Gemeindeglieder) bilden
mit Stein. Seit Jahrzehnten müssen, die eher zur Zentralisier-
verbinden uns gemeinsame Ju- ung und Entfremdung von Kirche
gendarbeit, gemeinsame Mi- als zu mehr Eigenverantwortlich-
tarbeiter, gemeinsame Projekte, keit und Inititative vor Ort führen
Zusammenarbeit der Kirchen- könnten. Dieser Prozeß ist
vorstände usw. Aber auch mit an- schmerzlich und oft auch mit
deren Orten wie beispielsweise Enttäuschungen bei den Beteiligten
Seelitz (Evangelische Schule im verbunden. Wir sind froh, dass
Rochlitzer Land, Kirchgemeinde auch durch die Initiativen der
Topfseifersdorf), Erlau Landgemeinden die Zusam-
(Posaunenmusik), Claußnitz und menarbeit innerhalb der Regionen
Taura (Waldgottesdienste) gibt es auch zuküftig als Schwesternkirch-
gute Kontakte. verhältnis - nun sogar mit bis zu 65
AUS UNSEREN GEMEINDEN
Kirchgemeinden- möglich ist. Wir nigsfeld, Schwarzbach-Thierbaum
verbinden damit die Hoffnung einer und Königshain-Wiederau mit
Zusammenarbeit auf Augenhöhe Stein. Derzeit finden weitere
und größtmögliche Selbststän- Vorbereitungstreffen zur Abstim-
digkeit der Ortsgemeinden. mung und Ausgestaltung der neuen
Insgesamt wird sich bis 2040 die Region statt.
Zahl der Kirchgmeindenglieder in Für Königshain- Wiederau ist es
unserer Region nach derzeitigen nun an der Zeit durch die Ver-
Prognosen fast halbieren, einigung zu einer Kirchgemeinde
entsprechend werden weitere Mi- die Zusammenarbeit zu vertiefen,
tarbeiterstellen gekürzt oder nicht noch mehr von einander zu lernen,
neu besetzt werden. gemeinsam Gemeinde zu bauen und
Das bedeutet das eine Veränderung auch innerhalb der Region unsere
von einer Versorgungskirche zu Interessen gemeinsam zu vertreten.
einer Verantwortungskirche not- Wir haben uns diesen Schritt nicht
wendig und angebracht ist, d.h. leicht gemacht und sind uns
nicht meckern sondern machen. In bewußt, dass die unterschiedlichen
diesem Sinn wünschen wir uns Prägungen unserer Orte und Ge-
auch zukünftig fröhliche Christen in meinden unbedingt zu achten sind.
unseren Gemeinden, die an ihrem Wir hoffen auf eine Neubelebung
Platz ihren Glauben ins Leben in- der Ausschüsse z.B. für Ge-
tegrieren, anderen Menschen ein meindeaufbau, Baufragen usw. und
glaubwürdiges Zeugnis der Liebe intensiven Austausch auf Au-
Gottes zu allen Menschen sind und genhöhe zur Arbeit in unserer
mit uns staunen, was Gott in un- Kirchgmeinde um gemeinsam in
seren Gemeinden tut! jedem Ortsteil Kirche ein Gesicht
und ein Herz zu geben.
3. Kirche im Rochlitzer Land Wer mehr wissen möchte kann uns
gern dazu ansprechen. Wir wünsch-
Nach vielen Gesprächen, Terminen en uns einen offenen Dialog, gute
und Treffen haben sich Vertreter Ideen und Bitte um Gottes Segen
der Kirchgemeinden aus dem um gemeinsam den vor uns
Rochlitzer Land vereinbart ge- liegenden Weg meistern zu können.
meinsam in einer neuen Region
zusammenzuarbeiten. Beabsichtigt
ist die Bildung eines Schwestern- Ihre Kirchenvorstände Königshain
kirchverhältnisses der Kirchge- und Wiederau mit Stein
meinden Erlau mit Crossen,
Schweikershain und Milkau, Seelitz
mit Topfseifersdorf und Frankenau,
Rochlitz mit Wechselburg und Kö-6
AUS UNSEREN GEMEINDEN
KINDERBIBELTAGE 2019
Hakuna matata
„Hakuna matata“ kommt aus Afrika Am Freitag wurden alle mit dem
und bedeutet: „Es gibt keine Proble- Wort „Karibu!“ begrüßt. Das ist
me!“ oder „Alles ist gut!“ Und kein auch aus Afrika und bedeutet
Problem gab es auch bei den Wie- „Willkommen!“. Es waren 3 Frauen
derauer Kinderbibeltagen in den zu Besuch. Aber nicht aus Afrika,
Osterferien. Es lief alles wie am sondern aus Leipzig. Die waren
Schnürchen. Am Donnerstag, den aber schon mal in Afrika und zwar
25.4. und Freitag, den 26.4.2019 ka- in Tansania. Und die drei 3 Frauen
men insgesamt ca. 40 Kinder aus vom Leipziger Missionswerk zeig-
Wiederau, Stein, Königshain, Topf- ten den Kindern in Wiederau was es
seifersdorf, Seelitz, Erlau und Mil- in Afrika alles gibt. Sie sangen wie
kau zu den Kinderbibeltagen. Unter die Kinder in Afrika. Sie spielten
der Leitung der Gemeindepädago- wie die Kinder in Afrika und tanz-
gen Matthias Schnabel, Steffi Krei- ten einen tollen Tanz wie die Men-
sig und Annett Müller wurden schen in Afrika. Im letzten Advent
schon viele Wochen vorher Ideen haben z.B. schon die Wiederauer
gesammelt. Mit Hilfe von ca. 10 Christenlehre- Kinder für Afrika
Mitarbeitern wurde geplant und or- Geld gesammelt. Für das Projekt
ganisiert. „Türen auf!“. Es soll junge Men-
Los ging es an beiden Tagen immer schen mit Behinderung ein besseres
9.30 Uhr in der Winterkirche mit Leben ermöglicht werden.
gemeinsamem Singen und Beten. Für die Teilnehmer der Kinderbibel-
Rund ums Thema „Brücken bauen“ tage gab es am Donnerstag nach
wurde zusammen gespielt und ge- dem Mittagessen, das immer in der
bastelt. Wir lernten unterschiedli- alten Schule in Wiederau von fleißi-
che Möglichkeiten kennen, Brücken gen Helfern vorbereitet und ge-
zu bauen und dazu waren auch Gäs- kocht und dann von hungrigen
te eingeladen. Am Donnerstag er- Mäulern verspeist wurde, ganz un-
fuhren wir durch ein Anspiel von terschiedliche Spiel- und Bastelan-
mehreren jungen Schauspielern, gebote. Es konnten kleine Brücken
dass Jesus auch Brücken baut. In aus Eisstielen gebaut werden, Holz-
der Geschichte ganz konkret zu 10 kreuze aus Ästen und Zweigen zu-
Aussätzigen und auch in unserem sammengebunden, T-Shirts bemalt,
Leben baut Jesus Brücken und Unterlagen-Collagen gestaltet und
möchte mit uns zusammen Brücken einlaminiert, Brücken gebacken
bauen. oder einfach mit Lego-Steinen ge-7
AUS UNSEREN GEMEINDEN
baut werden. Am Nachmittag nach Wetter, für die tolle Stimmung, für
lecker „Kaffee und Kuchen“, der seinen Segen, für seine Bewahrung
ebenfalls in der alten Schule ver- und für die tollen Menschen. Wir
speist wurde, war an beiden Tagen möchten uns bedanken bei allen
eine Abschlussandacht in der Kirche Mitarbeitern, bei allen Kuchenbä-
bei der auch u.a. die Eltern herzlich ckern – es war sehr lecker! - bei al-
eingeladen waren. len Küchenfeen, bei unseren Brü-
Am Sonntag, den 28.4.2019 hieß es cken bauenden Gästen und bei al-
dann 10 Uhr in der Kirche in Topfs- len, die zu diesen tollen Kinderbi-
eifersdorf zum gemeinsamen Ab- beltagen beigetragen haben!
schlußgottesdienst: „Bwana Yesu
asifiwe!“. Das ist natürlich auch aus
Afrika und bedeutet:
„Gelobt sei Jesus!“.
Worauf die Kinder,
wie sie es gelernt hat-
ten, laut riefen
„Amen!“, so wie in ei-
nem Gottesdienst in
Afrika. In der Kirche
gab es auch noch mal
die große begehbare
Brücke nach Leonardo
da Vinci zu sehen, die
schon am Donnerstag
in Wiederau mit den
Kindern zusammenge-
baut und getestet
wurde. Mit diesem
Gottesdienst, in dem
ein paar Kinder ein
eingeübtes Anspiel
zeigten und ein
selbstüberlegtes Für-
bittgebet vortrugen,
gingen tolle und be-
hütete Kinderbibelta-
ge zu Ende.
Wir möchten Gott
danken für das tolle8
AUS UNSEREN GEMEINDEN
VEREINSFEST KÖNIGSHAIN
Ein Drogenhändler packt aus
Wer Niels Petersen heute be-
gegnet, kann kaum glauben,
dass vor wenigen Jahren sein
Lebensmotto hieß: „Werde
reich oder stirb bei dem Ver-
such dabei.“ Als er 16 war,
rauchte fast jeder in seinem
Umfeld Gras. Niels merkte
schnell, dass er auf diesem Ge-
biet sein Taschengeld aufbes-
sern konnte. Das Geschäft
wuchs und bald hatte er in der
Szene einen Namen.
Partys, Frauen und Drogen
Mit 23 flog er wegen einer Frau
nach Kolumbien, verliebte sich
und blieb. Schnell hatte er erste
Kontakte, tief verwurzelt in
kartellähnlichen Strukturen.
Angekommen war er in einer
Welt, in der Geld und Macht das
Sagen haben. Ein Menschenle-
ben war da nichts wert.
Als die Liebesbeziehung zer-
bricht, geht Niels in die Stadt
des berühmtesten Drogenbosses
Pablo Escobar – nach Medellin.
Er eröffnet eine Diskothek für
Leute mit Geld. Täglich gab es Par- 50 Monate Knast
tys, Frauen und Drogen. In Medellin Weil es nicht mehr lief, schloss
sagt man: „Wer hier mitmischt, der Niels seine Diskothek. Auf eigene
stirbt!“ Hautnah bekam Niels mit, Faust wollte er sein Ding drehen,
wie gefährlich so ein Leben ist. um an Geld zu kommen. Dabei flog
Freunde von ihm wurden erschos- er auf, wurde am Flughafen in Bo-
sen, erstochen oder gekidnappt. gota mit einem halben Kilo Kokain
Selber entkam er nur haarscharf ei- erwischt. „Ich kam direkt vor den
nem Kidnapping. Haftrichter in Bogota, der mir 8 –9
AUS UNSEREN GEMEINDEN
12 Jahre gegeben hatte.“ Niels ak- später wurde er in einem Wasser-
zeptierte nicht, bekam dann 50 Mo- tank – in dem sonst die Wäsche ge-
nate aufgebrummt und fuhr in den waschen wurde – getauft.
gefährlichsten Knast Kolumbiens Nach seiner Entlassung auf Bewäh-
ein – in Bogota: 10.000 Häftlinge rung, er hatte 2½ Jahre gesessen,
auf einem Gelände, das für 3.000 ging es über Umwege zurück nach
ausgerichtet war. Er konnte noch Deutschland. Hier führt er sein
die Einschusslöcher in den Wänden neues Leben als Christ weiter, das
erkennen, die von einem Krieg mit- er in Kolumbien im Knast begonnen
ten im Knast erzählten. Jetzt, ein hatte. Sein neues Motto lautet: Wer
Jahr später, gab es immer noch bei Jesus mitmischt, der lebt, auch
Waffen und Morde im Gefängnis. wenn er stirbt!
Zum ersten Mal nahm der junge Wer hören möchte, was Niels Peter-
Mann wahr, dass er nichts mehr in sen uns über seine Erfahrungen mit
seinem Leben selber in der Hand Gott und Jesus berichten kann, der
hatte. Eine Mischung aus Angst, ist am 23.06.2019 um 10.00 Uhr
Hoffnungslosigkeit und Impotenz zum Zeltgottesdienst auf dem Kö-
machte sich breit. nigshainer Sportplatz herzlich will-
Heulte wie ein Schlosshund kommen.
In dieser Situation wurde Niels Artikel entnommen aus: https://
„durch irgendetwas“ in den Knast- evangelisationsteam.de/wer-hier-
Gottesdienst gelenkt. Er hörte den mitmischt-der-stirbt/
Pastor sagen: „Jesus Christus ist Redaktionell bearbeitet
unsere Hoffnung. Vertraue auf ihn.
Leg dein Leben in seine Hand und Der Kirchenvorstand Königshain
er wird alles zum Besten machen.
Jesus Christus kam in die Welt, um
für eure Sünden am Kreuz zu ster- Zeltgottesdienst
ben, damit ihr ewig leben könnt.“ 23. Juni 2019 10:00 Uhr
Sportplatz Königshain
Bei diesen Worten fiel Niels auf die
Knie und fing an wie ein Schloss-
hund zu heulen. Er erkannte: „Ich
hatte mein Leben komplett ver-
kackt.“ Er bekannte seine Sünden,
bat im Gebet um Vergebung und
übergab Jesus sein gesamtes Leben.
Ab diesem Augenblick begann Niels
die Bibel zu studieren. Fünf Monate10
NACHGEDACHT
Eigene Grenzen erkennen
Wie wäre es, wenn ich mein Leben Aber wäre das nicht egal? Wenn ich
völlig grenzenlos gestalten könnte? doch in der Hand hätte, was ge-
Was würde ich tun? Was würde ich schieht, könnte ich ja verändern,
verändern? Klingt das nicht verlo- wann und was ich wollte. Es würde
ckend? Wäre das nicht ein Traum? keine Rolle spielen, wenn mal et-
Ich könnte mich dann auf dieser Er- was danebengeht. Vielleicht.
de völlig frei bewegen, sozusagen Vielleicht aber würde diese Illusion
durch Raum und Zeit schweben. Ich der totalen Machbarkeit doch
könnte die Nacht zum Tag machen schnell zum Alptraum. Würde ich
und umgekehrt, Krankheiten aus- das aushalten? Denn: Niemand
merzen, den Hunger besiegen, der stünde mir zur Seite mit einem hilf-
Umweltzerstörung ein Ende setzen. reichen Rat oder einer Frage oder
Ich könnte das Leben verlängern, so einer Grenze. Niemand würde sa-
lange ich wollte, könnte alles er- gen: Stopp, das geht zu weit, das
werben, was mir gefällt. Es gäbe tut nicht gut.
weder Gut noch Böse, denn ich Würde mich die totale Möglichkeit
selbst wäre das Maß aller Dinge. nicht wie ein Tsunami überrollen
Allerdings dürfte ich niemals zwei- und hinwegspülen? Meine engen
feln oder in Frage stellen, was ich Grenzen sind dann vielleicht doch
tue. Ich müsste es durchziehen, zu guter Letzt meine Rettung.
auch ohne zu wissen, was am Ende Nyree Heckmann
dabei herauskommt.
Aus www.gemeindebrief.de, 2019/05; Foto: Lotz11
ANEINANDER DENKEN | FÜREINANDER BETEN
EINSEGNUNG ZUM EHEJUBILÄUM
Am 10. Mai 2019 feierten Armin und Sigrid Thiemer aus Königs-
hain das Fest der Goldenen Hochzeit.
Die Einsegnung erfolgte am 11. Mai 2019 in der Ev.-Luth. St.-
Pankratius Kapelle in Wiederau.
Spruch: Matth. 6,33 „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes
und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“
WIR TRAUERN UM
Irmgard Helene Erna Käseberg, geb. Nikoleit aus Stein
verstorben am 14. Februar 2019 im Alter von 89 Jahren.
Spruch: Psalm 31,1 „Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass
du mir helfest!“
Luise Gerda Friedemann, geb. Rothe aus Wiederau
verstorben am 28. Februar 2019 im Alter von 93 Jahren.
Spruch: Jesaja 43,1 „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst:
ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“
Irene Hilde Nötzold, geb. Friedemann aus Wiederau
verstorben am 01. April 2019 im Alter von 88 Jahren.
Spruch: Psalm 31,16 „Meine Zeit steht in deinen Händen.“
Ingeborg Marianne Reibetanz geb. Irmscher aus Königshain;
verstorben am 1. Mai 2019 im Alter von 92 Jahren
Spruch: Prediger 3,22 „Es gibt nichts Besseres, als dass der
Mensch sich freut bei seinem Tun, denn das ist sein Teil.“12
ANEINANDER DENKEN | FÜREINANDER BETEN
KONFIRMATION
Palmarum am
14.04.2019
in Wiederau
Gina Blüher aus Wie-
derau
Spruch: Psalm 40,12
„Du aber, Herr, wollest
deine Barmherzigkeit
nicht von mir wenden;
lass deine Güte und Treue allewege mich behüten.“
Emma Wolf-Donner aus Wiederau
Spruch: 1 Samuel 16,7 „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der
Herr aber sieht das Herz an.“
Alina Höfgen aus Wiederau
Spruch: Psalm 91,2 „Du bist meine Zuflucht, bei dir bin ich sicher
wie in einer Burg. Mein Gott, ich vertraue dir.“
Sina Liebers aus Wiederau
Spruch: Josua 1,9 „Siehe ich habe dir geboten, dass du getrost und
unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht;
denn der Herr, dein Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
Manuel Nitschke aus Stein
Spruch: Markus 9,23 b „Alle Dinge sind möglich dem, der da
glaubt.“13
ANEINANDER DENKEN | FÜREINANDER BETEN
Marlen Rothe aus Wiederau
Spruch: Römer 12,21 „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, son-
dern überwinde das Böse mit Gutem.“
Konrad Umgelder aus Wiederau
Spruch: Psalm 103,11 „Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.“
Anton Weinert aus Diethensdorf
Spruch: Sprüche 3,1 „Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht,
und dein Herz behalte meine Gebote.“
Pfingsten am 09.06.2019 in Königshain
Nora Hildebrandt aus Königshain
Jesaja 41,10 „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn
ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich
durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Eik Baude aus Königshain
Psalm 91,11 „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich be-
hüten auf allen deinen Wegen.“
Willy Uwe Bierbaum aus Königshain
Psalm 18,3 „Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Er-
retter, mein Gott, auf den ich mich verlasse.“
Paul Nowak aus Königshain
Römer 12,21 „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern
überwinde das Böse mit Gutem!“14
KINDERSEITE15 KINDERSEITE
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NACHGEDACHT
RELIGION FÜR EINSTEIGER
Wofür steht das Kreuz?
Griechen und Juden verstanden von gisch ungeeignet halten. Aber nie-
Anfang an nicht, warum der Hei- mand wollte mit Kruzifixen das
land ausgerechnet ein Gekreuzigter christlich-abendländische Territo-
sein soll. Für sie sei das Wort vom rium markieren und gegen alles
Kreuz eine Torheit oder ein Ärger- Fremde be-
nis, schrieb der Apostel Paulus (1. haupten.
Korinther 1,23). Kreuzigung – das Als christli-
war ja die grausamste Strafe, die ches Symbol
sich die Römer ausgedacht hatten. wende sich das
Solange im Römischen Reich Auf- Kreuz gegen
rührer gekreuzigt wurden, kam das jede Selbstbe-
Kreuz für Christen als öffentliches zogenheit, sag-
Symbol nicht in Betracht. Erst als te der Refor-
Kaiser Konstantin diese Folterstra- mator Martin
fe abgeschafft hatte, begannen sie, Luther wäh-
Kreuze in ihren Kirchen zu zeigen. rend einer Dis-
Sie sollten daran erinnern, welch putation in
schrecklichen Tod der Heiland ge- Heidelberg am 26. April vor 500
storben war. Jahren. Luther deutete das Kreuz
Das Symbol des Kreuzes war im- als die radikalste christliche Bot-
mer an Christen gerichtet, nicht an schaft überhaupt: Jede noch so gu-
Fremde oder Eindringlinge. Chris- te Tat sei abgrundtief böse, wenn
ten sollen Anteil nehmen am Gefol- sie aus Eigennutz geschehe – und
terten. Sie sollen die Gewalt für sei es, dass man ihretwillen in den
falsch halten. Und sie sollen im Himmel kommen wolle. Erst der
Kreuz schon die Osterbotschaft er- Glaube, die vollständige Hingabe
kennen: Der schwache Heiland an den Gekreuzigten, befreie den
überwindet alle Bosheit, allen Hass Christen von seiner Selbstbezogen-
und alle menschliche Sünde. Daran heit und mache ihn wirklich offen
sollten ursprünglich auch die Kru- dafür, was sein Nächster braucht.
zifixe in bayerischen Amtsstuben Egal wer er ist. Und woher sie
und Schulen die Richter, Lehrer kommt.
und Schüler erinnern: dass Chris- Burkhard Weitz
tus mit seinem teuren Blut für alle
ihre Sünde vollkommen bezahlt ha-
Aus: „chrismon“, das evangelische Monatsmaga-
be. Man mag heute solche Symbole zin der evangelischen Kirche. www.chrismon.de,
in Klassenzimmern für pädago- Grafik: Pfeffer, www.gemeindebrief.de17
NACHGEDACHT m
ROUTINE UND LAST DES ALLTAGS ABSTREIFEN
Sonntage sinnvoll nutzen
Friedrich Naumann, liberaler Sozi- es nie
alpolitiker und evangelischer Theo- ein-
loge (1860 – 1919), forderte die Kir- fallen,
chen auf, den Arbeitern Angebote am
für eine „geläuterte Freizeit“ zu Sab-
machen. Freizeit sei auch eine geis- bat
tige Erholungszeit, zu wertvoll, um grö-
sie sinnlos zu vertun. Naumann ßere
schwebten Beschäftigungen vor, die Strecken zu gehen, Schweres zu tra-
Geist und Seele bereicherten. Die gen, im Haushalt oder im Garten zu
Empfehlung, Freizeit nicht mit Mü- arbeiten. Ja, nicht einmal einen
ßiggang zu verwechseln, sie nicht Knoten zu binden oder zwei Buch-
als „leere“, sondern als „erfüllte“ staben zu schreiben.
Zeit zu verstehen, ist so alt wie Ju- Christen können manches von
dentum und Christentum. ihnen lernen: am Sonntag die Uhr
Was sind sinnvoll verbrachte Sonn- anhalten, um den Kopf frei zu be-
tage, was ist sinnvoll verbrachte kommen. Die Routine und Last des
Frei- und Urlaubszeit? Einfach ab- Alltags abstreifen und Dinge tun,
schalten? Chillen? Nichts tun? Oder die sonst selten möglich sind: die
etwas anderes tun als werktags? Natur beobachten, sich in die Ge-
Und was? Die Freizeitindustrie dankenwelt anderer Menschen ver-
empfiehlt, etwas Besonderes zu er- tiefen, sich auf sich selbst und sei-
leben, eine Herausforderung zu be- nen Glauben zu besinnen.
stehen, etwas Riskantes zu wagen. In der kirchlichen Jugendarbeit hat
„Dieselbe Hast, die die Arbeitswelt ein ältliches Wort überlebt: die
prägt, ist nicht selten auch in der Rüstzeit. Jugendliche verbringen ih-
Freizeit weiter bestimmend“, re Zeit miteinander, sprechen, sin-
mahnt der aktuelle „Evangelische gen, beten. Medien und Methoden
Erwachsenenkatechismus“ und haben sich gewandelt, aus Sommer-
spricht von „angestrengter Fröh- lagern sind Camps geworden. Aber
lichkeit und Zerstreuung“. in einem Punkt sind sie sich ähnlich
Niemand praktiziert das religiöse geblieben: Hier geht es um mehr als
Arbeitsverbot am Sabbat so konse- ums Chillen.
quent wie ultraorthodoxe Juden. Sie Eduard Kopp
spielen nicht Fußball, unternehmen
Aus: „chrismon“, das evangelische Monatsmagazin der
keine Paddeltour, kochen kein Evangelischen Kirche. www.chrismon.de, Grafik: Plaß-
mehrgängiges Menü. Ihnen würde mann18
NACHGEDACHT | GEMEINDETREFFPUNKTE
www.gemeindebrief.de, Foto: Wodicka
Sommer
Im Urlaub ist alles erlaubt,
was froh macht,
keinem schadet und
keine große Arbeit ist.
Danke, guter Gott,
dass in jeder Woche
ein Tag Urlaub ist.
Reinhard Ellsel
Landeskirchliche Gemeinschaft
Königshain, Dorfstraße 183
Gemeinschaftsstunde So 19:30 Uhr | 30.06., 28.07., 08.09.
Bläsergottesdienst So 17:00 Uhr | 16.06. Gemeinschaftshaus Köthensdorf
Gartenfest So 15:00 Uhr | 25.08.
Bibelstunde Mo 19:30 Uhr | 1., 8. & 22.07., 5. & 19.08., 2., 23. & 30.09.
Frauenstunde Mi 19:30 Uhr | 19.06., 17.07., 21.08., 18.09.
Jugendkreis Sa 18:30 Uhr | wöchentlich
Kinder- u. Jungschar Sa 10:00 Uhr | wöchentlich
Posaunenchor Do 19:30 Uhr | wöchentlich
Wiederau, im Kirchgemeinderaum
Gemeinschaftsstunde Do 15:00 Uhr | 13. & 27.6., 11. & 25.7., 8. & 22.8., 5. & 19.9.19
GEMEINDETREFFPUNKTE | HUMOR
Königshain Wiederau Stein
Kindergottesdienst Parallel zum 9:30 u. 10:00 Uhr GD
1.-3. Klasse: Fr 14:15 1./2. Klasse: Do 14:15 1.-6. Klasse: Mi 16:15
Christenlehre 4.-6. Klasse: Fr 15:30 3.-6. Klasse: Do 15:30 jeden 1. im Monat
Mi 9:30 Uhr
Miniclub jeden 1. u. 3. im Monat
Junge Gemeinde Fr 19:00 Uhr - jeweils im Wechsel
Fr 20:00 Uhr
ZINCK jeden 3. im Monat
Mi 14:30 Uhr Mi 14:30 Uhr Mi 14:30 Uhr
Frauendienst jeden 2. im Monat jeden 1. im Monat jeden 3. im Monat
Mi 19:30 Uhr
Mütterdienst jeden 3. im Monat
Chor Do 19:30 Uhr
Mi 19:30 Uhr - jeweils im Wechsel
Gesprächskreis jeden 2. im Monat
Friedensgebete Mo 19:00 Uhr
Hauskreis Mi 19:30 Uhr
Gottesdienst in der Di 10:00 Uhr
Koch`sche jeden 4. im Monat
Grafik: Plaßmann20
ERREICHBARKEIT DER MITARBEITER
Pfarrer Traugott Fehlberg
Sprechstunde
In Königshain Mo 10:00 - 12:00 Uhr 037202 / 84 41
In Wiederau Mo 09:00 - 10:00 Uhr und 18:00 - 19:00 Uhr 037202 / 84 00
Di 09:00 - 10:00 Uhr
Außerhalb der Sprechstunden ist Pfarrer Fehlberg telefonisch für Gespräche und Anliegen er-
reichbar (außer donnerstags). Mit dem Wunsch nach einem Hausbesuch, dem Hausabendmahl
oder der Beichte wenden Sie sich bitte an die Kanzleien oder den Pfarrer.
Kanzlei und Verwaltung
In Königshain Mo 09:00 - 12:00 Uhr 037202 / 84 41
Kirchweg 2 Simone Wunderlich privat 037202 / 29 01
In Wiederau Mo 09:00 - 12:00 Uhr | Do 09:00 - 12:00 u 14:00 - 17:00 Uhr
Kirchberg 3 Fr 09:00 - 12:00 Uhr 037202 / 84 00
Kerstin Semper privat 037202 / 23 57
Kirchner und Friedhofsmeister
In Königshain Uwe Bierbaum 037202 / 88842
In Wiederau Wolfgang Donner 037202 / 24 67
Gemeindepädagogin In Wiederau Annett Müller Mail: an.mueller@elks.de
Kirchenmusiker Ernst Merkel 037384 / 64 56 oder 0151 / 58 16 37 59
Karin Lippmann 0174 / 3297 008
Ansprechpartner in Zeiten der Abwesenheit von Pfarrer Fehlberg
In Königshain Steffi Grunz 037202 / 83 89
In Wiederau Wolfgang Donner 037202 / 24 67
Impressum: Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchgemeinden Königshain und Wiederau/Stein
Herausgeber: Die Kirchenvorstände Beiträge per Mail an: st_weidner@gmx.de
Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 15.08.2019 Gedruckt bei www.esf-print.de
auch online unter: www.kirchgemeinde-koenigshain.de bzw. www.kirchgemeinde-wiederau.de
Unkostenbeitrag: Für eine Spende sind wir dankbar. Für zweckbestimmte Spenden bitte Zweck angeben.
Bankverbindungen:
Königshain: IBAN: DE 24 8705 2000 3180 0003 32 | BIC: WELA DE D1 FGX | Sparkasse Mittelsachsen
Wiederau: IBAN: DE 80 8705 2000 3140 0004 04 | BIC: WELA DE D1 FGX | Sparkasse MittelsachsenSie können auch lesen