Juni bis August 2020 (2/2020) - Evangelische Kirchengemeinde Lintfort
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Inhalt Liebe Gemeinde, mit Sigrid Nickel-Bronner hat bis zu ih- uns noch lange freundschaftlich verbun-
Abschiedsworte Peter Muthmann 2-3 rer Einstellung dieses Feld eindrucksvoll den blieben. Leider änderten sich die
Abschiedsworte Susanne Rosorius 4-5 beackert. finanziellen Bedingungen derart, dass
Abschiedsworte Klaus Rosorius 6-7 solche Maßnahmen nicht mehr tragbar
Nun ade, Lintforter Kirchturmland 8-11 am 31. Juli 2020, also einen Tag nach Der große Frauenkreis im PGH mit etwa waren.
Grüße aus aller Welt 12-13 meinem 63. Geburtstag, endet mein 24 Damen ist heute auf ein Sechstel he-
Aus dem Presbyterium 14-16 Dienst in der Kirchengemeinde Lintfort. runtergeschrumpft. Ich bin dankbar für Auch wenn ich jetzt ja schon 35 Kilo-
Förderverein Christuskirche 17 Begonnen hat er am 1. Juni 1992. Ich die starken Frauen, die mich eine lange meter entfernt wohne, haben Sie gute
Gottesdienste 18-19 bin also mit 28 Dienstjahren in etwa ge- Zeit in meiner Arbeit begleitet haben: Chancen, mich in Zukunft bei verschie-
Veranstaltungen / Gemeindeleben nauso lange hier tätig gewesen wie der Helga Kaibel, Helga Ebert, Hilde Banik, denen Gelegenheiten wieder zu sehen.
in Zeiten von Corona 20-23 legendäre Pfarrer Münzenberg. Herta Liß, Frieda Buchholz und bis zu- Denn meine musikalischen Aktivitäten
Dorothee Peldszus-Rentel 24-25 letzt Erna Härtel sind die Namen, die mir in Lintfort werde ich ja nicht aufgeben.
75 Jahre Frieden 26-28 Jetzt könnte eine lange Liste kommen, dazu einfallen. Vielleicht sehen wir uns dann bei einem
Der Synodale Weg 29 was ich in dieser Zeit so alles getan und Konzert von Buckle Up oder Acoustic
Friederike-Fliedner-Haus 30 erlebt habe. Aber ich beschränke mich Ich habe keine Statistik geführt, wie viele Lounge.
Freud und Leid 31 auf ein paar Highlights: Kinder ich getauft, Paare ich getraut und
Anzeigen 32-33 Menschen ich bestattet habe in diesen Ihr Peter Muthmann
Anschriften 34-35 Als mein Dienst begann, waren die 28 Jahren. Ich hoffe, sie alle haben in mir
Warum habt ihr geschwiegen? 36 Fundamente für unseren Kindergar- den geeigneten Ansprechpartner für ihre
ten „Arche“ gerade gegossen worden. Lebenssituation gefunden.
Ich habe also das Werden und Wach-
sen dieser Tagesstätte vom Anfang bis Im Kreis der Pfarrerinnen und Pfarrer
Impressum heute begleitet. Vielen dieser Kinder bin hat es einige Veränderungen gegeben
Gemeindebrief der evangelischen
ich dann im wöchentlichen Schulgottes- in dieser Zeit. Die einschneidendste für
Kirchengemeinde Lintfort,
dienst und im Konfirmandenunterricht mich war sicherlich meine Hochzeit mit
Ebertstraße 57, 47475 Kamp-Lintfort
wieder begegnet, einige habe ich auch der saarländischen Pfarrerin Elke Langer
Redaktion: Peter Muthmann (V.i.s.d.P.),
schon getraut. Wenn ich also auf meine im Jahr 1995 in der Christuskirche. Mit
Rainer Felske, Helga Klaus, Ulrike Kauf-
Zeit in Lintfort zurückblicke, dann wird ihr habe ich mir 20 Jahre in Lintfort eine
mann, Rolf Schumacher
die „Arche“ und ihr Team immer einen Stelle geteilt, bevor es sie in die Gemein-
blickpunkt@kirche-lintfort.de besonderen Platz in meinem Herzen ha- de Lobberich zog. Wenn ich jetzt Ruhe-
Gesamtherstellung:
ben. ständler bin, dann werde ich hier wie-
SET POINT, 47475 Kamp-Lintfort
der mit ihr zusammenarbeiten, denn so
Auflage 7.000 Stück
Das Paul-Gerhardt-Haus war damals ganz möchte ich die Verkündigung des
Redaktionsschluss für die Ausgabe
noch ein großer, stattlicher Bau mit vie- Wortes Gottes ja noch nicht aufgeben.
2/2020 ist der 11. Juli 2020.
len Möglichkeiten. Mit den Rock-Ca- Aber in Zukunft dann unter anderen Vor-
fés und den Christmas-Rock-Festivals zeichen und in reduzierter Form.
habe ich zusammen mit engagierten
Bankverbindung der Jugendlichen damals eine besondere Was mir noch einfällt: Die Familienfrei-
Kirchengemeinde Lintfort Duftnote setzen können. Später wich zeiten, die ich Ende der 90er Jahre mit
Kontoinhaber: Ev. Verwaltungsamt das Interesse an Rockmusik zugun- meiner Frau in den Osterferien angebo-
im Kirchenkreis Moers sten von Rap und Hip-Hop, aber auch ten habe. Das waren Zeiten intensiver
Verwendungszweck: Kenn-Nr. 3112 da war das PGH eine Marke. Die KOT Begegnungen mit lieben Menschen, die
Bank für Kirche und Diakonie -KD-
Bank-
IBAN: DE65 3506 0190 8803 3
1120 03, BIC: GENODED1DKDLiebe Lintforter Gemeindeglieder! mich und drei meiner Kollegen. Wer auf-
brechen will, muss Abschied nehmen
nicht getan und sich nicht auf den Weg
gemacht hätten, gäbe es unsere Kir-
von Vertrautem, von eingefahrenen We- che gar nicht. Sie haben die ihnen be-
gen und langjährigen Mitarbeitenden. kannten heimatlichen Gassen verlas-
2014 mit der Perspektive, nun im Som- sen. Im Abschiednehmen konnten sie
mer diesen Jahres wieder auszuschei- Gerade auch für die Menschen rund um den Blick auf das richten, was vor ihnen
den. Denn ich möchte weder über die das Lutherhaus stehen einschneidende lag und wohin Gott sie führen wollte.
Pensionierung meines Mannes hinaus Veränderungen an. Wir sind dort zum Wir konzentrieren unsere gemeindliche
tätig sein, noch weitreichenden Fusions- Gottesdienst, zu Veranstaltungen und Heimat zukünftig auf zwei Kirchen und
entwicklungen innerhalb der Gemeinde Festen zusammengekommen. Viele von Gemeindehäuser. Da gilt es zu vertrau-
und der Region im Wege stehen. Nicht Ihnen haben sehr persönliche Erinne- en: nicht auf die eigenen Kräfte, sondern
nur im Lutherhaus, auch in den anderen rungen an diesen vertrauten Ort: Sie ha- auf die Möglichkeiten, die Gott uns un-
Gottesdienststätten habe ich mich zu- ben dort geheiratet oder ihr Kind taufen terwegs eröffnet, auf die Fähigkeiten, die
hause gefühlt und gerne mit Ihnen Got- lassen. Sie haben an Gruppen und Krei- sich entwickeln und die Beziehungen,
tesdienst gefeiert. Etliche Gemeinde- sen teilgenommen und haben Freunde die sich knüpfen lassen.
glieder habe ich kennen und schätzen gefunden.
gelernt, habe ihre Mitarbeit in der Ge- Der Dank für viele Jahre Gemeindele-
meinde als segensreich erlebt: für mich Bald werden wir diesen Weg zur Ebert- ben im Lutherhaus kann und wird un-
und für andere. straße nicht mehr gehen können, weil ser wehmütiges Zurücksehen in ein zu-
dort kein Gemeindeleben mehr statt- versichtliches Weitergehen verwandeln.
Davon gilt es nun Abschied zu nehmen, finden kann. Nun gilt es, unseren Weg Und so verabschiede ich mich von Ih-
jedenfalls von verantwortlicher Position weiter zu gehen und diesen bekannten nen im Vertrauen darauf, dass Gott sei-
in der ersten Reihe. Ich schaue dank- Weg zu verlassen. ne Kirche weiterhin segnen wird: und
bar auf diese Zeit, in der ich mit vielen alle, die sich in seinem Namen auf den
anderen engagierten Gemeindegliedern "Vertraut den neuen Wegen" heißt es Weg machen.
„Vertraut den neuen Wegen!“ ermutigt kirchliches Leben gestalten konnte. Es im Gesangbuchlied EG 395. Wenn
uns ein Lied aus dem Gesangbuch. Es gibt in Lintfort etliche kreative Frauen Menschen wie Abraham und Sara das Ihre Pfarrerin Susanne Rosorius
spricht vom Abschied, der jedem Auf- und Männer, die mit ihren Gaben und Fä-
bruch vorangeht und erinnert uns daran, higkeiten das gemeindliche Leben in die
dass Stillstand Gottes Evangelium nicht Hand nehmen und auf die Zukunft hin Vertraut den neuen Wegen
zu den Menschen bringt. Darum sind wir ausrichten. Organisieren, strukturieren und wandert in die Zeit!
als Kirche unterwegs. Gott schickt uns und fusionieren, das war und das bleibt
los, er begleitet uns auf unseren Wegen Inhalt unseres gemeinsamen Arbeitens, Gott will, dass ihr ein Segen
und segnet unsere Arbeit. Und er lässt um unseren christlichen Glauben mit der für seine Erde seid.
uns zum Segen für andere werden. Verantwortung für die Welt zusammen-
zubringen. Der uns in frühen Zeiten
Vertraut waren mir die Wege durchs das Leben eingehaucht,
Altviertel in den zurückliegenden sechs Unser Leben und Arbeiten ist vom Kom-
Jahren, auch wenn das dortige Einbahn- men und Gehen bestimmt: Menschen der wird uns dahin leiten,
straßensytem eine echte Herausforde- bringen ihre Zeit und ihre Gaben in diese wo er uns will und braucht.
rung ist. Angetreten habe ich meinen Gemeinde ein – und treten wieder in die
zeitlich befristeten Dienst im September zweite Reihe zurück. Das gilt auch für (EG 395, Strophe 2)
4 5Ja lohnt das denn…? Das dürfen jetzt andere übernehmen.
Ich habe in den letzten Monaten mehr
ich mein Bestes für sein Höchstes ge-
ben durfte und immer noch geben darf.
Aber war das wirklich ausreichend? Die
und mehr lernen müssen, Dinge aus der selbstkritischen Fragen bleiben wohl
Hand zu geben und darauf zu vertrauen, am Ende meines dienstlichen Weges
stelle im Kirchenkreis An der Ruhr war dass es auch ohne mich weiter gehen als Pfarrer dieser Kirche. Aber auch sie
ich 29 Jahre tätig – in die Arbeit der Ge- wird. Nach fast 40 Jahren im Pfarramt darf und will ich aufgehoben wissen in
meinde, den Predigtdienst und das Kol- ist mir das nicht ganz leicht gefallen. den barmherzigen Händen Christi. Denn
legium einbringen wollte. Zehn Jahre, Genauso wie der kritische Blick zurück, was ich Ihnen in den zurückliegenden
um gemeinsam mit der Gemeinde auf bei dem ich mich frage, habe ich wirk- Jahren gepredigt habe, darf ich auch
dem Weg zu sein und an der einen und lich die mir in der Ordination zum „Die- auf mich beziehen. Ganz so wie es in
anderen Stelle meine Wegmarken zu ner am Wort Gottes“ aufgetragenen einem Lied der Gemeinschaft aus Taizé
hinterlassen, um Menschen zu beglei- Aufgaben erfüllen können? Oder bin ausgedrückt ist, das Jacques Berthier
ten, zu stärken und zum Glauben ein- ich hinter den Erwartungen auch ein- komponiert hat und das mir sehr wich-
zuladen. zelner Menschen zurück geblieben, die tig geworden ist: „Meine Hoffnung und
mir an den unterschiedlichsten Stellen meine Freude, meine Stärke, mein Licht,
Nun schreibe ich diese Zeilen, weil die und zu den unterschiedlichsten Zeiten Christus meine Zuversicht, auf dich ver-
zehn Jahre mittlerweile fast um sind. Da- be-gegnet sind? Habe ich wirklich die trau ich und fürcht mich nicht, auf dich
mals schienen sie mir eine relativ lange frohe Botschaft des gekreuzigten und vertrau ich und fürcht mich nicht.“
Zeitspanne zu sein. Heute und im Rück- auferweckten Herrn Jesus Christus so
blick muss ich sagen, die Zeit ist rasend weitergegeben, dass die Fröhlichen zu- Da meine Frau und ich in der Gemeinde
schnell vergangen. Kaum zu glauben, versichtlicher, die Traurigen getrösteter, wohnen bleiben werden, sind wir also
dass eine Dekade so schnell verstrei- die Unentschiedenen gewisser und die auch nicht ganz weg. Und deshalb ver-
chen kann. Aber vielleicht ist mir die Zeit Ablehnenden zumindest nachdenklicher abschiede ich mich mal mit einem: Man
auch deshalb nicht lang vorgekommen, gemacht hat? Ich habe eigentlich meine sieht sich! Bleiben Sie wohl behütet
weil sie gut gefüllt war. Durch die vielen Aufgabe als Pfarrer so gesehen, dass
Dieser Satz ist mir nachdrücklich in Erin- Begegnungen mit Menschen, die ich Ihr Klaus Rosorius
nerung geblieben. Als ich mich im Som- kennenlernen durfte. Mit neuen Heraus-
mer 2010 auf die frei gewordene Pfarr- forderungen, die sich der Gemeinde als
stelle an der Kreuzkirche bewarb, wurde Ganzes stellten und die mit dem ge-
ich zur Probepredigt eingeladen. Nach samten Presbyterium bewältigt werden
dem Gottesdienst hatte die Gemeinde mussten, zu dem auch ich hoffentlich
die Möglichkeit zu Nachfragen. Vorher meinen Beitrag leisten konnte. Ich bin
hatte ich mich vorgestellt und einige In- dankbar dafür, dass ich in der ganzen
formationen zu mir, meinem beruflichen Zeit spüren durfte, ich bin nicht als Ein-
Werdegang sowie meinen Vorstellungen zelkämpfer unterwegs, sondern mit den
und Perspektiven für die neue Stelle ge- vielen Mitarbeitenden der Gemeinde
geben. Dabei habe ich erläutert, dass gemeinsam auf dem Weg. Einiges ist
ich noch ungefähr zehn Jahre bis zu abschlossen und ich durfte meinen Teil
meinem Ruhestand hätte. Zehn Jahre, dazu beitragen. Aber etliche Aufgaben
Grafik: GEP
in denen ich mich gerne mit all meinen stehen noch unerledigt im Raum, um
Erfahrungen – in meiner ersten Pfarr- die Gemeinde zukunftsfähig zu machen.
6 7Nun ade, Lintforter Kirchturmland
Es ist so weit. In den nächsten Wochen verabschieden sich nach Michael Ziebuhr
drei weitere Pfarrersleut' in den bevorstehenden Ruhestand. Corona-bedingt kann
die offzielle Verabschiedung dann leider erst am 8. November erfolgen.
Da ist zunächst Pfarrer Peter Muthmann. Er ist mit seiner 28-jährigen Dienstzeit in
unserer Gemeinde sozusagen der Alterspräsident unter den Abschiednehmenden. In Talar oder Jeans die Saiten einer Gitarre erklingen lassen, so
Sein Wirkungsbereich betraf den Wiesenbruch und das nördliche Stadtgebiet. haben viele Pfarrer Muthmann, und Pfarrer Rosorisus erlebt.
Da wurde so mancher Gottesdienst zu einem besonderen
Pfarrer Klaus Rosorius ist der zweite, von dem wir Abschied nehmen müssen. Er musikalischen Event ohne Platzreservierung und Eintrittskarte
hat zehn Jahre in unserer Gemeinde verbracht und als Wirkungsfeld den Geisbruch
und das Gestfeld betreut.
Pfarrerin Susanne Rosorius bildet in diesem Abschiedsreigen dann mit ihrer sechs-
jährigen Dienstzeit im Lutherhaus das letzte Glied in dieser Kette. Zuhören…Zeit lassen…
Schweigen…Stille aus-
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle in Wort und Bild einige Highlights nahebringen, halten…Verlusterfah-
die diese drei scheidenden Menschen unter anderen in unsrer Gemeinde bewirkt rung teilen…
haben. Gemeinsam haben Su-
sanne und Klaus Ro-
Helga Klaus sorius die Arbeit mit
Trauernden unserer Ge-
meinde begleitet.
Fotos Seiten 8-11: Elke, Biersa, Helga Klaus, Rolf Schumacher, Alfred Wiesner
Der traditionelle Weltgebetstag der Frauen wird von
Damen der Gemeinde zusammen mit Pfarrerin Ro-
sorius mit viel Engagement und Herzenswärme in
der Kreuzkirche gefeiert.
Bei der Fahrrad-Rallye durch die Gemeinde erkunden Konfir-
manden mit Pfarrer Muthmann die Christuskirche. Ob die Be-
steigung des Glockenturms dabei auch auf dem Programm
8 stand, ist die spannende Frage… 9Der kleine Vogel Wido war in der Ar-
che beim Gottesdienst mit Pfarrer
Muthmann stets mit von der Partie.
Er kannte viele spannende Geschich-
ten der Bibel, die er den Kindern er- Verwaltung… Immer wieder Verwaltungsangelegenheiten!!!
zählte.
Ein roter Teppich, ausgelegt nicht
etwa für Pfarrer Rosorius…
Nein, für das Silber-Brautpaar!
Nach getaner Arbeit am Wochenen-
de mit den Mitarbeitenden des Pres-
byteriums ein wohlverdientes kühles
Bier.
Na dann… PROST!!!
10 11Wir bleiben alle zu Hause und kon-
Grüße aus aller Welt taktieren nur die engsten Familien-
mitglieder. Alle Proben und Kon-
zerte sind abgesagt. Die Musiker
Das Corona-Virus ist auch bei unseren dürftige. Wir beten für die ganze Welt, haben jetzt wirklich Probleme und
weltweiten Partnern angekommen, mit weil wir in einer großen Krise leben und wir versuchen, Online-Unterricht,
denen wir im Kirchenkreis und der Ge- die Folgen für die ganze Welt schlimm Albumtranskriptionen oder Live-
meinde besonders verbunden sind. sein werden.“ Arrangements zu machen. Unsere
Gruppe hat Gebets- und Informa-
Ruanda Indonesien tionsaustauschzellen eingerichtet,
Aus Ruanda berichten uns die Partner Pfarrer Abednego Juwarisman, der Prä- um sich gegenseitig dabei zu hel-
der Presbyterianischen Kirche: „Aber- ses unserer Partnerkirche GKJTU auf fen, Lösungen für alle zu finden.
tausende haben nun überhaupt keinen Java, der uns eigentlich in diesem Jahr Unser Glaube, unsere Hoffnung und Zahlen steigen, da die Gesundheitssy-
Verdienst mehr – Tagelöhner, Straßenfe- mit einer Delegation besuchen soll, be- unsere Liebe müssen richtig entwickelt steme überhaupt nicht vergleichbar mit
gerinnen, Moto-Fahrer um nur einige zu richtet: „Viele Arbeiter in den Fabriken werden, weil es das Wichtigste in un- unserem Standard sind. In ganz Ruan-
nennen. Sie alle leben von der Hand in wurden entlassen. Viele kleine Händler serem Leben auf dieser Welt ist. da gibt es derzeit nur 48 Beatmungs-
den Mund und sind – wenn die Hand haben ihre Einnahmequelle verloren. Die Angesichts dieser Krise zeigt Gott uns geräte. Rettungsschirme zur Existenzsi-
nicht arbeiten darf – komplett abhängig finanzielle Lage unserer ohnehin schon die wichtigsten Dinge im Leben und cherung gibt es nicht. In der Krise sind
von äußerer Hilfe. Es gibt organisierte armen Gemeinden und unserer Ge- zeigt uns vor allem den richtigen und die meisten Menschen, die sich weder
Hilfsmaßnahmen der Regierung, die an samtkirche leidet darunter. Ein Hilfspro- wahren Weg für unser Leben.“ Ersparnisse noch eine Gesundheitsver-
die Ärmsten der Armen Rationen von gramm in dieser wirtschaftlichen Situati- sicherung leisten können, in der Regel
Reis und Bohnen verteilt. Dennoch er- on wäre dringend nötig. Die Mitarbeiter Noch sind die Zahlen der Infizierten und auf sich allein gestellt.
reicht diese Hilfe längst nicht alle, die im Synodalbüro arbeiten abwechselnd Verstorbenen wesentlich geringer in
sie bräuchten. Aber wie sollte dies auch einen Tag zuhause, einen Tag im Syno- den Ländern unserer Partner. Aber es Beten Sie für unsere Partner, wie diese
möglich sein, bei Heerscharen von Men- dalbüro, um das Ansteckungsrisiko zu ist nicht auszudenken, wenn dort die das auch für uns in der Krise tun.
schen, die in diesen Tagen nicht wissen, vermindern. Wir sind besonders dank- Christoph Roller
wie sie für sich und ihre Kinder wenig- bar für die treue Unterstützung unserer
stens eine Mahlzeit am Tag organisieren europäischen Partner in dieser Situati- Wenn Sie mithelfen wollen, unsere Partner zu unterstützen, können Sie auf fol-
können und somit auf Hilfe in der Not on.“ gendes Konto ihren Solidaritätsbeitrag spenden, den wir den Partnern für ihre
von außen angewiesen sind?“ Hilfsprojekte zur Verfügung stellen möchten:
Madagaskar
Ägypten Die Musikerfreunde aus Madagaskar, Kontoinhaber: Kirchenkreis Moers
Aus der koptischen Kirche aus Beni die wir nächstes Jahr wieder zu Besuch Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank
Suef schreibt uns Schwester Amalia: erwarten, schreiben: „Jeder Kontakt ist IBAN: DE72 3506 0190 8803 1400 07 BIC: GENODED1DKD
„Seit dem 13. März sollen alle für vier verboten. Die Schulen, die Restaurants, Verwendungszweck Projekte Ruanda: Kostenstelle 36000301
Wochen zu Hause bleiben. Tagelöhner alle öffentlichen Räume und auch die Verwendungszweck Projekte El Bayad (Ägypten): Kostenstelle 36000201
haben nun kein Einkommen mehr. Viele Kirchen sind geschlossen. Viele Men- Verwendungszweck Projekte GKJTU (Indonesien): Kostenstelle 36000401
Menschen haben von jetzt auf gleich schen haben heute weder Arbeit noch
ihre Arbeit verloren. Arme Menschen, Einkommen. Die Zahl der nicht gemel- Projekte Madagaskar:
die von ihren Familien unterstützt wur- deten Infizierten ist wahrscheinlich viel Kontoinhaber: Ev. Verwaltungsamt im Kirchenkreis Moers
den, haben nun gar nichts mehr. Wir höher, als die gemeldeten Fälle, da Ma- Bank für Kirche und Diakonie - KD-Bank
verteilen Lebensmittelpakete und kleine- dagaskar nicht in der Lage ist, detail- IBAN: DE 65 3506 0190 8803 1120 03 BIC: GENODEDIDKD
re Geldbeträge über die Priester an Be- lierte Tests durchzuführen. Verwendungszweck: 3112 "Diakonische Arbeit der Gemeinde"
13Aus dem Presbyterium Unser neues Presbyterium
Ute Clevers, Mark Damme, Hans-Jürgen Dion, Angelika Hennig, Tobias Hilbig,
Birgit Kames, Michaela Lammersdorf, Nazi Manochehri Khah, Tobias Oswald,
Wie leitet man eine Gemeinde in diesen sein der Skriba (Schriftführerin) Pfarrerin. Gunter Reichwein, Roland Schmidt, Dr. Anika Thyrock, Daniel Wallbott,
Zeiten einer Pandemie? Barbara Weyand die Umschläge geöff- Lutz Zemke
net. Ein Großteil unseres Presbyteriums Mitarbeitenden-Presbyter und Presbyterinnen: Marion Köster,
Sitzungen in echt waren und sind viel- war ebenfalls virtuell anwesend. Das Er- Marianne Terschlüsen, Alfred Wiesner
leicht bei der Herausgabe dieses Blick- gebnis wurde dann unmittelbar festge- Pfarrer Michael Hammes, Pfarrer Dr. Frank Hartmann,
punktes immer noch nicht erlaubt. Got- stellt und bestätigt: sowie bis zum 31.07.2020: Pfarrer Peter Muthmann, Pfarrer Klaus Rosorius,
tesdienste zur Einführung des neuen Pfarrerin Susanne Rosorius
Presbyteriums, der Wahl unserer beiden Pfarrer Frank Hartmann und Pfarrer Mi-
neuen Pfarrer Michael Hammes und Dr. chael Hammes wurden einstimmig ge-
Frank Hartmann sowie die Verabschie- wählt.
dungen unserer Pfarrerin und Pfarrer
waren und sind nicht möglich.
Amtseinführung des abschiedung und Entpflichtung erfolgt Auch hier hat die Landeskirche alternati-
Gott sei Dank hat unsere Landeskirche später, wenn das Versammlungsverbot ve Varianten angeregt; wir werden Video-
sehr schnell reagiert und Regelungen neuen Presbyteriums aufgehoben ist. konferenzen ausprobieren und nutzen.
geschaffen, die auf die besondere Situ-
ation adäquat reagieren: Eigentlich waren für den 29. März 2020
die feierliche Einführung des neuen Konstituierung des Leitungs- und Verwal-
Presbyteriums und die Verabschiedung
Die Pfarrwahl der ausscheidenden Presbyteriumsmit- Presbyteriums tungshandeln
glieder vorgesehen.
Die Wahl fand als Briefwahl statt. Das Nun geht es daran, in dieser besonde- Im Übergang bleiben die bestehenden
neue Presbyterium vollzog die Wahl auf Auch hier wurde, der Situation geschul- ren Situation, die verschiedenen Ämter, Ämter so besetzt, wie sie es auch vor
der Grundlage der einstimmigen Ent- det, eine Alternative geschaffen. zehn Ausschüsse, drei Arbeitsgruppen der Wahl waren. In dieser Konstellation
scheidung des alten Presbyteriums, das und 20 Beauftragungen zu wählen und treffen wir uns in der Präses-Kirchmei-
eigentlich am 22. März 2020 diesen Akt Formal haben die neuen Presbyteriums- zu besetzen. Das beginnt mit der Wahl ster-Runde in Videokonferenzen jeden
durchführen wollte. mitglieder ihr Gelübde schriftlich abge- des neuen oder der neuen Vorsitzenden, Freitag und besprechen die notwendi-
legt und wurden durch die Bestätigung der Wahl der Kirchmeisterin oder des gen Themen und treffen die notwendi-
Alle Presbyterinnen und Presbyter wur- durch den Vorsitzenden, der immer Kirchmeisters nach Kirchenordnung, gen Entscheidungen als sogenannte
den von der Superintendentur ange- noch im Amt ist, eingeführt. geht über die Wahl der Delegierten zur „Präses-Kirchmeister-Beschlüsse“, die
schrieben und damit aufgefordert, die Kreissynode und endet mit der Beauf- im Vorhinein auf Vertrauen hin gesche-
vorbereiteten Wahlzettel zurück zu schi- Die verbleibenden Presbyteriumsmit- tragung für die Öffentlichkeitsarbeit. Eine hen und im Nachhinein vom Presbyteri-
cken. glieder wurden an ihr bereits abgelegtes Aufgabe, die bis spätestens zur zweiten, um ratifiziert werden.
Gelübde schriftlich erinnert. Damit ist regulären Sitzung erfolgt sein soll.
In einer Videokonferenz am 16. April das neue Presbyterium ab dem 29. Dabei ist uns Renate Rusch eine sehr
2020 wurden dann vom Superinten- März 2020 formal eingeführt. Die Ein- SOLL heißt MÜSSEN wenn man große Hilfe – Danke an dieser Stelle für
denten Pfarrer Wolfram Syben, im Bei- führung im Gottesdienst sowie die Ver- KANN…ein wenig tröstlich! ihr Engagement!
Fortsetzung auf Seite 16
14 15Fortsetzung von Seite 15
Besetzung unserer
halben Pfarrstelle
das Verhalten so mancher Kunden.
Ich erlebe aber auch, und das ist Gott
Förderverein Christuskirche e.V.
sei Dank der überwiegende Teil meines
Wir sind mit den Gemeinden in unserer Erlebens, viele Menschen, die behutsam
Region 6 (Neukirchen, Vluyn und Ho- und achtsam miteinander umgehen und
erstgen) übereingekommen, dass wir im Respekt voreinander. Kaffee...Kaffee...Kaffee
diese Teilzeit-Pfarrstelle demnächst aus-
schreiben werden, sobald seitens der Wie immer sich diese Krise weiter ent- Nach der Kirche bzw. nach dem Sonn-
Landeskirche die Freigabe erteilt wird. wickelt und wo wir am Ende anlangen, tagsgottesdienst ein Tässchen Kaffee,
Das Besondere ist, wir können eine 0,75 ich hoffe sehr, dass wir alle auch lernen dazu ein kleiner Plausch über Gott und
Pfarrstelle ausschreiben, so dass wir konnten, wie wichtig Solidarität und ge- die Welt… Was braucht es mehr, einen
dann in unserer Gemeinde 2,75 Pfarr- genseitige Achtsamkeit für unser see- geselligen Sonntagmorgen zu verbrin-
stellen haben werden. Davon allerdings, lisches und körperliches Wohlbefinden gen. Sozusagen ein Stammtisch für Kaf-
das ist die Bedingung, stellen wir 0,25 sind. Und wenn ich abends vor der Türe fee- und Tee Nasen.
Pfarrstellenanteile den Gemeinden Neu- stehe und die klare Luft einatme, dann
kirchen und Vluyn funktional zur Verfü- kommt diese Luft mir ein wenig klarer An gemütlichen Sitzgelegenheiten fehlt
gung. Welche Aufgaben das sein wer- vor und dann bin ich auch, trotz aller es dabei nicht. Sie sind vom Förder-
Grafik: Küstenmacher
den, muss noch zwischen Neukirchen, Problemlagen, die ich durchaus sehe, verein dank Ihrer Hilfe gesponsert und
Vluyn und uns ausgehandelt werden. ein wenig demütig und dankbar. im Foyer der Christuskirche aufgestellt.
Auch für Sie ist ein Platz vorhanden.
Im Moment sind wir in einer Fastenzeit
Auf ein Wort… der besonderen Art. Lasst uns, neben Wir freuen uns, wenn nach dem Coro-
aller operativen Hektik, diese Entschleu- na-Versammlungsverbot diese Treffen-
Ich erlebe diese Situation als Mitglied nigung und Reduzierung nutzen, um wieder möglich sind.
der sogenannten „Risiko-Gruppe“ (60+ uns auf das Wesentliche zu konzentrie-
mit Vorerkrankungen) und sehe, wie teil- ren, dass wir alle Geschwister im Glau- Helga Klaus
weise irrational sich Menschen verhal- ben sind, im Glauben an Gott, der will,
ten können. Von meiner Frau, die an der dass unser Leben gelingt.
Kasse eines Lebensmittelmarktes sitzt,
höre ich irritierende Schilderungen über Lutz Zemke
Förderverein Christuskirche e.V.
(Amtsgericht Kleve, Vereinsregister Nr. 1558)
Ev. Gemeindeamt Lintfort
Ebertstraße 57, 47475 Kamp-Lintfort
foerderverein-christuskirche@web.de
Spendenkonto:
Sparkasse Duisburg,
Grafik: GEP
IBAN: DE70 3505 0000 0200 2448 20
BIC: DUISDE33XXX
16 17Gottesdienste vom 1. Juni bis 30. August 2020 Zusätzliche Gottesdienste:
GD im Paul-Gerhardt-Raum: letzter Donnerstag 15 Uhr
anschließend Schmökercafé (außer an Feiertagen und in den Sommerferien)
Lutherhaus Christuskirche Kreuzkirche
Datum
11.15 Uhr 10.00 Uhr 11.15 Uhr
Kids-Go, Gottesdienst für Kids: jeden 1., 3. und 5. Sonntag 11.15 Uhr
01.06.2020 10.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst auf Kamp im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Geisbruchstr. 22 jeden 2. und 4. Sonntag 9.30 Uhr
Pfingstmontag Christoph Roller und andere
GD im Friederike-Fliedner-Haus, Ringstraße 99-103: jeden Donnerstag 16 Uhr
07.06.2020 A Peter Muthmann Klaus Rosorius Susanne Rosorius
14.06.2020 - Frank Hartmann Frank Hartmann GD im AWO Altenheim, Markgrafenstraße 9-11: jeden 3. Donnerstag 10.30 Uhr
21.06.2020 - A Lutz Zemke Lutz Zemke GD im Caritas-Haus St. Hedwig, Sandstraße 37: erster o. zweiter Freitag 10 Uhr
28.06.2020 - Michael Hammes A Michael Hammes
GD im Sen.-Zentrum St. Josef, Walkenried-Str. 2: erster o. zweiter Freitag 10 Uhr
05.07.2020 - Frank Hartmann Frank Hartmann
GD in der Seniorenresidenz Belia, Hölderlinweg 2: erster Donnerstag, 10.30 Uhr
12.07.2020 - Christoph Roller Christoph Roller
19.07.2020 - A Michael Hammes Michael Hammes GD im St. Bernhard-Hospital in der Kapelle: jeden Samstag um 10.30 Uhr
26.07.2020 - Frank Hartmann A Frank Hartmann
02.08.2020 - Frank Hartmann Frank Hartmann
09.08.2020 - Christoph Roller Christoph Roller
16.08.2020 - A Michael Hammes Michael Hammes
23.08.2020 - Michael Hammes A Michael Hammes
Separater Taufgottesdienst
30.08.2020 - Frank Hartmann Frank Hartmann Samstag, 26. September, 16 Uhr, Christuskirche, Fr.-Heinrich-Allee 22
Einmal pro Quartal bieten wir einen se-
paraten Taufgottesdienst an einem
Angaben ohne Gewähr Samstagnachmittag an. Der Ablauf des
Gottesdienstes ist ganz auf die Taufe
Wir verwenden folgende Abkürzungen:
Aufgrund der Corona-Pandemie kann abgestimmt. Eltern, Paten und Familie
es zu kurzfristigen Änderungen des sind herzlich eingeladen, sich an der Ge-
A Abendmahl
Grafik: Lindenberg
Predigtplanes kommen. Diese werden staltung zu beteiligen.
T Taufe
durch Aushänge und auf kirche-lint- Wenn Sie ihr Kind in diesem Gottes-
GD Gottesdienst
fort.de bekannt gegeben. Im Zweifel dienst taufen lassen möchten, wen-
FG Familiengottesdienst
erkundigen Sie sich bitte beim Ge- den Sie sich bitte an Pfarrer Michael
TG Taufgottesdienst
meindebüro (Telefon 91 34-0). Hammes, Telefon 7 06 56 25.
18 19Die Gemeindehäuser unserer Gemeinde Pilgerwandern zum Kloster Kamp
bleiben bis zum 9. August 2020 geschlossen! 18. Juli, 15. August, 5. September, 12 Uhr (Dauer 2 bis 3 Stunden)
Treffpunkt Haupteingang Landesgartenschaugelände, Fr.-Heinrich-Allee
Bis zum Ende der Sommerferien fin- Verschobene Veranstaltungen Wir Pilgerwandern entlang der Kleinen Goorley zum Kloster-Kamp.
den keine Gruppenveranstaltungen und Die Strecke ist circa drei Kilometer lang. Nicht alleine gehen sondern
Zusammenkünfte der einzelnen Kreise Aktuell (Stand Anfang Mai) ist die Ver- in einer Gruppe, Die Natur wahrnehmen. Ein meditativer Impuls führt
statt. abschiedung von Michael Ziebuhr beim uns in eine kurze Zeit der Stille, und gibt jedem die Möglichkeit, sei-
Gottesdienst in der Christuskirche nen Gedanken nachzuspüren. Am Kloster Kamp angekommen, können Sie die
Unser Pfarrteam steht weiterhin für Sie 25.Oktober
am 16. August um 10 Uhr vorgesehen Schönheit des Klostergartens genießen, und das Gelände um das Kloster alleine
telefonisch oder per Mail zur Verfügung und die Verabschiedungen von Peter erkunden. Mit einem Segenswort geht es weiter in den Tag.
(Die Kontaktdaten finden Sie auf den Muthmann, Klaus Rosorius und Susan-
Seiten 34 und 35). ne Rosorius am 8. November. Nähere Informationen und sämtliche Termine erhalten Sie bei Monika Hart-
wig-Kuck, Tel. 0 163 / 9 06 96 88. Bitte erkundigen Sie sich vorab, ob das Pil-
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlus- Die Konfirmationen sollen am 3. und 4. gerwandern aufgrund der Corona-Pandemie wie geplant stattfinden kann.
ses dieses Gemeindebriefes war das Oktober nachgeholt werden.
Gemeindebüro für den Publikumsver-
kehr geschlossen. Bezüglich einer mög- Leider sind diese Hinweise ohne Ge- Unser Konsum
lichen Wiedereröffnung des Gemeinde- währ. auf Kosten anderer? fair QGDHM
büros richten wir uns nach den jeweils -DSYVDQJªCDR %@HQDMª'@MCDKR
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aktuellen Vorgaben. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch
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Das Gemeindebüro erreichen Sie tele- fort.de.
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fonisch unter 91 34-0 oder per E-Mail
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Es geht anders!
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zu Pilgern/Meditation und Angebote Kirchenkreis Familien-, Ehe/Partnerschafts- und Lebensfragen, Schwangerschaftskon-
für Menschen mit Demenz, Angehörige Moers fliktberatung
und Fachkräfte in unserem Programm- Mühlenstraße 20
Leporello oder im Internet unter 47441 Moers Humboldtstraße 64 Beratungstermine montags bis
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20 21Verteiler für den Gemeindebrief gesucht
Viermal jährlich wird der „Blickpunkt“ in unserer Gemeinde von ehrenamtlichen Ge-
meindemitgliedern verteilt. Wir freuen uns, wenn alle Gemeindemitglieder bedacht
werden und suchen für folgende frei gewordenen Straßen Austräger/innen:
Bogenstraße (28), Einerstraße (15), Ernststraße (2), Franzstraße ( 10), Freiherr-
vom-Stein-Straße (18), Georgstraße ( 30), Hardehausern-Straße (9), Karlstraße (5),
Marienhave-Straße (17), Marienkroon-Straße (14), Michaelstraße (24), Michelstein-
Straße (15), Moerser Straße (143), Neuenkamp-Straße (9), Pappelstraße (33), Pe-
stalozzistraße ( 18), Philippstraße ( 28), Ringstraße (58), Rheinstraße ( 35), Schür- Kinder- und Jugendarbeit
mannshofstraße (14) Sibculo-Straße (8), Wilhelmstraße (51) vor Corona...
Wer diese Aufgabe übernehmen möchte, wende sich bitte an Heike Jansen in
unserem Gemeindebüro, Ebertstraße 57, Telefon 9 13 40.
Wundertüte für die Kinder- und Jugendarbeit
Von heute auf morgen hat ein kleines Virus mit Namen Corona unsere Kinder-
und Jugendarbeit völlig auf den Kopf gestellt. Schon drei Wochen vor Beginn der
Osterferien war kein Gruppenleben in den Gemeindehäusern mehr möglich. Das
Kontaktverbot brachte den Totalausfall!
Aber das Virus sollte sich zu früh freuen… Claudia Steger und Pfarrer Michael
Hammes haben ihm ein Schnippchen geschlagen. Nach Absprache mit den Fami-
lien wurden zu Ostern „Wundertüten“ vor die Haustür gestellt oder im Briefkasten
hinterlegt. Natürlich verbunden mit einem großen Wunsch: Irgendwann wird der
Inhalt dieser Tüten - viele schönen Kreativarbeiten zum Basteln – wieder Wirklichkeit
in unseren gelebten Kindergruppen und im Kids-Go sein.
Text und Fotos: Claudia Steeger & Michael Hammes
...und während Corona
Grafik: Thomas Plaßmann
22 23Dorothee Peldszus-Rentel unterschiedliche Stimmungen ausdrü-
cken oder erzeugen und unsere Herzen
für eine spirituelle Gotteserfahrung öff-
ich natürlich Vertreterin der sogenannten
„klassischen“ Sparte. Wir sind im AKKU
(Arbeitskreis Kirche und Kultur) so un-
nen. Sie kann Trost und Stärkung sein terschiedlich besetzt, dass jede*r eigene
und auch Ausdruck großer Lebensfreu- Ideen einbringen kann.“
de.“
Die aktuellen Herausforderungen als
Unsere Kantorin beruft sich dabei auf Kantorin beschreibt sie so: „Menschen
die Bibel: „Im Alten Testament ist immer binden sich heute nicht gerne über
wieder von Musik die Rede, angefangen einen längeren Zeitraum, manches
mit Jubal, „von dem sind hergekommen läuft projektbezogen besser. Durch
alle Zither- und Flötenspieler“ (1. Mose den schulischen Ganztag haben es
4,21), bis zu der Posaune des siebenten Sportvereine, Musikschulen, wie auch
Engels, den Harfenspielern und schließ- Kirchenmusiker*innen schwerer mit ih-
lich dem Verstummen der „Saitenspieler ren Angeboten.“
und Sänger, Pfeifer und Posauner“ beim
Untergang Babylons in der Offenbarung, Ihre Arbeit hat sich in den vergangenen
dem Finalbuch des Neuen Testaments.“ 25 Jahren sehr verändert. „Das Üben
Kirchenmusikalische Arbeit ist ihrer Mei- und Musiklernen ist geblieben. Manches
nung nach Verkündigungsarbeit, mit der hat sich durch die Digitalisierung geän-
sie Menschen jeden Alters ansprechen dert. Früher hätte ich in Kindergruppen
und mit Musik die „Frohe Botschaft“ nie mit Playback gearbeitet. Heute ist
transportieren möchte. das ganz normal. Es ist manchmal müh-
samer, Kleine und Große zum Mitma-
Die Menschen, die sie mit der Kirchen- chen zu bewegen, aber mit den Willigen
musik erreicht, gehören vorwiegend ih- (Begeisterten) ist es eine Bereicherung
rer Generation an. Es gelingt ihr, Kinder für mich und eine Belohnung, wenn es
Foto: Rolf Schumacher
bis 13/14 Jahren dafür zu begeistern, gelingt. Es ist ein Gottesdienst im be-
gewinnt dadurch deren Eltern als Zu- sten Sinne.“
hörer. Pubertierende Jugendliche sind
schwieriger anzusprechen, aber die Alle, die mit unserer Kantorin singen und
seit 25 Jahren Kantorin der ev. Kirche Lintfort Ausnahmen lassen ihr Herz aufgehen. musizieren, tun dies aus vollem Herzen.
Schön, dass bei allem Wandel der Grund
Unsere Kantorin begann im August 1995 Auf meine Frage, warum Kirchenmu- Kirche verändert sich, somit auch die legenden Sinn der christlichen Aufgabe
ihren Dienst in unserer Gemeinde. Zu ih- sik als eine der wichtigen Grundlagen Herausforderungen an unsere Kanto- wertgeschätzt wird. Wir freuen uns sehr,
ren Aufgaben gehören Gottesdienste al- der Gemeinde nötig ist, antwortete sie: rin. Unsere Gemeinde versucht, neue dass Dorothee unserer Kirchengemein-
ler Arten in den Kirchen, Gemeindehäu- „Beim gemeinsamen Singen und Mu- Wege zu gehen. „Kirche plus“ wird mit de treu verbunden ist, wünschen ihr und
sern, Schulen und Seniorenheimen. Sie sizieren finden ganz unterschiedliche neuem Inhalt gefüllt. Dorothee Pelds- uns noch viele schöne musikalische Er-
initiiert und begleitet verschiedene musi- Menschen zusammen, auch die, de- zus-Rentel schätzt diesen Wandel: „Ein fahrungen und Erlebnisse.
kalische Kreise, wie z. B. die Chorarbeit nen Kirche und Glaube fremd geworden Anliegen ist, dass Kirche mehr wahrge-
mit Alt und Jung, Flötenkreise, sowie sind. Musik lässt Menschen Gemein- nommen wir; auch als Raum für ganz Für dieses Interview bedankt sich
Veranstaltungen von Konzerten. schaft besonders intensiv erleben, kann unterschiedliche Kulturangebote. Da bin Ulrike Kaufmann
24 2575 Jahre Frieden Europa und die Folgen
Die europäische Idee, die sich zu-
einem Zerfall des Vielvölkerstaates.
Wie wir es oft erleben, führt das Ende
einer Diktatur nicht zwangsläufig zu
nächst auf rein wirtschaftliche Interes- Demokratie und Pluralismus. Viel-
Als im Mai 1945 die Deutschen ihre aber weniger einer guten Nachbar- sen begrenzte, begann zu wachsen. mehr fallen die bisher mit eiserner
Kapitulation unterschrieben, ahnten schaft geschuldet als dem Wunsch Heute haben wir eine gemeinsame Hand unter der Decke gehaltenen
sie nicht, dass eine ungewöhnlich der Amerikaner, die Deutschen im Währung und geöffnete Grenzen mit Ethnien jetzt ungehemmt überei-
lange Friedenszeit vor ihnen liegen Kampf gegen den Kommunismus auf den meisten Ländern. Also alles eine nander her. Orthodoxe Serben, ka-
würde. Wie kam es dazu? ihrer Seite zu wissen. Erfolgsgeschichte? tholische Kroaten und muslimische
Bosnier führten einen blutigen Krieg
Mit der Zeit zeigte es sich, dass die gegeneinander. Erst durch massive
Aus alten Feinden Entspannungspolitik europäische Idee zu groß war für Intervention von internationaler Seite
die Köpfe mancher Menschen. Es konnte der Konflikt beendet werden.
werden neue Freunde Die Hallstein-Doktrin aus der Zeit gab einen Rückfall in national-egois- Heute sind die Nachfolgestaaten des
Adenauers betrachtete die Anerken- tisches Denken. Höhepunkt war der ehemaligen Jugoslawien auf dem
Über Jahrhunderte war es die Kon- nung der DDR durch Drittstaaten als Austritt Großbritanniens aus der eu- Weg in die europäische Union.
kurrenz von Frankreich und Deutsch- unfreundlichen Akt. Damit begrenzte ropäischen Union. Staaten wie Un-
land bzw. Preußen gewesen, die für sich die Bundesregierung aber auch garn und Polen mit ihrer Aushöhlung
Unfrieden in Europa gesorgt hatte. massiv in ihrer Außenpolitik, da nahe- des Rechtstaatsprinzips wären längst Ökumene
Konrad Adenauer und Charles de zu alle osteuropäischen Länder den ausgetreten, wären sie nicht auf die
Gaulle machten sich daran, diese zweiten deutschen Staat anerkannt Gelder aus Brüssel für Landwirtschaft Viele Kriege und Konflikte der euro-
sogenannte Erbfeindschaft endgültig hatten. Der Anspruch der Regierung und Strukturförderung angewiesen. päischen Geschichte hatten ihre Ur-
zu beerdigen und Deutschland und in Bonn, alleine für die Deutschen sache in religiösen Differenzen. Ins-
Frankreich Seite an Seite zum Motor sprechen zu können, war damit hin- Um uns weitere Friedensjahre zu si- besondere der Dreißigjährige Krieg
eines einigen Europas zu machen. fällig. chern, müssen wir die europäische von 1618-1648 war vor allem religiös
Diese Achse hält bis heute und hat Idee neu beleben. Angesichts der motiviert. Die Vorstellung vieler Herr-
in Europa viel vorangebracht. Präsi- Unter Bundeskanzler Willy Brandt be- globalen Herausforderungen können scher, dass nur ein einheitlicher Glau-
dent Macron hat auch noch weiter- gann eine vorsichtige Öffnung nach wir uns nationale Engstirnigkeit nicht be in ihrem Land das Land zusam-
reichende Vorstellungen über die In- Osten. Es war die feste Überzeugung erlauben. Es wird sich zeigen, dass menhalten würde, saß noch lange
tegration Europas, die aber von der des späteren Friedensnobelpreisträ- nationales Denken in erster Linie pro- fest in den Köpfen. Ein abweichender
deutschen Bundesregierung nicht gers, dass sich mit jedem Land der vinzielles Denken ist. Glaube stand immer im Verdacht,
unbedingt mitvollzogen wird. Welt gültige Verträge aushandeln staatsschädlich zu sein.
ließen. Das führte zunächst zu Rei-
Auch mit den USA, die erst mit dem seerleichterungen in Richtung DDR. Krieg an den Rändern Mit der Aufklärung und mit Napole-
zweiten Weltkrieg zum Global Player Letztlich legten die Ostverträge die on nahm man langsam Abschied von
aufstiegen, gab es schon bald freund- Grundlage für die deutsche Wieder- Der Zusammenbruch Jugoslawiens diesem Denken. Trotzdem taten sich
schaftliche Verbindungen. Dies war vereinigung im Jahre 1990. Anfang der Neunzigerjahre führte zu Protestanten und Katholiken noch
26 27Der Synodale Weg – Eine Provokation
Der katholische Theologe Lothar Zenetti Sowohl in vielen Redebeiträgen als auch
lange schwer damit, einander gel- Mit dem zurückgehenden Einfluss hat einmal geschrieben: etwa beim Einzug zum Gottesdienst in
ten zu lassen. Erst mit der Öffnung der christlichen Kirchen in unserer den Frankfurter Dom sei der Eindruck
der katholischen Kirche nach dem Gesellschaft stellt sich allerdings die „Frag hundert Katholiken, was das erweckt worden, so Woelki, dass Bi-
Zweiten Vatikanischen Konzil kam ein Frage, wer an die Werte erinnert, die Wichtigste ist in der Kirche. Sie werden schöfe und Laien gleich seien; „und das
wirklicher Dialog in Gang. Heute ist Europa groß gemacht haben. antworten: Die Messe. hat eigentlich nichts mit dem zu tun,
Ökumene eine gelebte Wirklichkeit in Frag hundert Katholiken, was das Wich- was katholische Kirche ist und meint“.
unseren Gemeinden. Auch wenn wir tigste ist in der Messe. Sie werden ant- Die hierarchische Verfasstheit der Kirche
noch lange nicht alles erreicht haben, Fazit worten: Die Wandlung. sei infrage gestellt worden. „Auch das
geht von der Ökumene eine friedens- Sag hundert Katholiken, dass das Wich- organische Zueinander von Geweih-
stiftende Wirkung aus. 75 Jahre Frieden in Europa und da- tigste in der Kirche die Wandlung ist. Sie ten und Nichtgeweihten und die Un-
mit in unserem Land – dafür dürfen werden empört sein: Nein, alles soll blei- terschiedlichkeit der Aufgaben, die da-
In diesem Sinne friedensstiftend ist es wir endlos dankbar sein! Es ist das ben wie es ist.“ rin zum Ausdruck kommt, ist in der Tat
auch, mit den dialogbereiten Musli- Resultat guter Nachbarschaften, be- auch durch die Sitzordnung und durch
men in unserem Land Gemeinschaft hutsamer und mutiger Politik und Die katholische Kirche ist nicht refor- viele andere kleine Zeichen infrage ge-
zu suchen. Es ist einfach wirklich- gesellschaftlicher Offenheit. Und es mierbar. Das erfuhr Martin Luther schon stellt und relativiert.“ Er halte das für „äu-
keitsverleugnend, wenn man be- brauchte Visionen, die sich verwirk- vor 500 Jahren. Das erfahren auch die ßerst bedenklich“.
hauptet, der Islam gehöre nicht zu lichen ließen. Wenn wir den Frieden Teilnehmer des „Synodalen Weges“, die
Deutschland. Und mit dem christlich- erhalten wollen, müssen wir auf die- sich eine Menge vorgenommen hatten Wo er Recht hat, hat er Recht. Der Kir-
jüdischen Dialog kehren wir nicht nur sem Weg weitergehen. Wir haben und jetzt durch ein päpstliches Schrei- chenfürst aus Köln hatte schon beim
zu unseren Wurzeln zurück, sondern die Chance auf anhaltenden Frieden ben ausgebremst wurden. synodalen Treffen ein Problem damit,
zeigen wir auch unsere Lernfähig- – Gott sei Dank! auf Augenhöhe mit Laien diskutieren zu
keit angesichts unserer historischen Kardinal Woelki, der einflussreichste Re- müssen. Und zweifellos hat er klar er-
Schuld. Peter Muthmann formunwillige in Deutschland, hat es auf kannt: Wenn die steilen Hierarchien, die
den Punkt gebracht. Der Kölner Erzbi- Unterdrückung der Frau und der Zölibat
schof sagte, er habe schon im Vorfeld wegfallen, was bleibt dann vom Marken-
die große Sorge gehabt, „dass hier qua- kern der römisch-katholischen Kirche?
si ein protestantisches Kirchenparla-
ment durch die Art der Verfasstheit und Richtig: Was bliebe, wäre eine refor-
der Konstituierung dieser Veranstaltung mierte Kirche!
implementiert wird“. Das sei für ihn „ei-
gentlich auch eingetreten“. Peter Muthmann
Grafik: Mester
Grafik: Badel
28 29Freud und Leid in der Gemeinde
vom 12. Januar bis 11. April 2020
Aus Gründen des Datenschutzes dürfen
wir die Namen im Internet nicht veröf-
Geschäftsführung und Einrichtungsleitung: Ralph Simon fentlichen.
Stellv. Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung: Andreas Mazejek, Stephan Symanczyk
Fax: 0 28 42 / 91 33 15 E-Mail: info@friederike-fliedner-haus.de Redaktion Blickpunkt Gemeinde
Ein herzliches Willkommen sagen wir
Herrn Andreas Mazejek (re.) der mit der
stellvertretenden Geschäftsführung und
der Pflegedienstleitung unseres Hauses
betraut wurde. Ebenso freuen wir uns,
Herrn Stephan Symanczyk, (li.) begrü-
ßen zu können, der zusammen mit ihm
den Pflegedienst leitet.
Beide Mitarbeiter arbeiten bereits viele
Jahre in unserem Haus und haben sich
durch entsprechende Weiterbildungen
für diese Aufgabe qualifiziert. Für ihren
neue Dienst wünschen wir ihnen Ge-
schick, Mut, Humor und ein segens-
reiches Miteinander zum Wohle aller, die
in unserem Haus leben und arbeiten.
Helga Klaus
30 31Walter und Jens Krause
Fritz-Reuter-Weg 2 – 47475 Kamp-Lintfort
Telefon: 0 28 42 / 9 03 34 60
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Sprechzeiten der Pfarrerinnen und Pfarrer nach telefonischer Absprache
Pfarrbezirk I Pfarrer Peter Muthmann Tel.: 4 29 21 AB Kirchmeisterin: Angelika Hennig Tel.: 55 96 94 AB
Fasanenstraße 12 peter.muthmann@ekir.de Mobil: 01 76 46 61 93 24 angelika.hennig@ekir.de
Paul-Gerhardt-Haus, Fasanenstraße 10 Tel.: 4 29 21 Kantorin: Dorothee Peldszus-Rentel Tel.: 0 28 45 / 29 03 99 AB
Hausmeisterin Irma Grinwald-Gutjar Tel.: 8 10 11 kirchenmusik@kirche-lintfort.de
Pfarrbezirk II Pfarrer z.A. Michael Hammes Tel.: 7 06 56 25 Jugendbüro: Torsten Kapturek Tel. und Fax: 91 34 16 AB
michael.hammes@ekir.de Ebertstraße 57 kapturek@kirche-lintfort.de
Christuskirche und Paul-Schneider-Haus Tel.: 9 08 27 41 Kinder- und Jugendarbeit: Claudia Steger Tel.: 0 28 43 / 13 21
Fr.-Heinrich-Allee 22 steger@kirche-lintfort.de
Küster und Hausmeister Erwin Hartung Mobil: 01 52 34 01 53 12
Pfarrbezirk III Pfarrerin Susanne Rosorius Tel.: 92 86 03 Kindergarten Regenbogen (Leiterin: Marianne Terschlüsen)
Geisbruchstraße 22 susanne.rosorius@ekir.de Geisbruchstraße 24 Tel.: 8 10 99
kita-regenbogen@kirche-lintfort.de
Lutherhaus, Ebertstraße 57 Tel.: 91 34 19 Familienzentrum Arche (Leiterin: Elke Biersa)
Hausmeisterin Marion Köster Tel.: 3 08 69 Fasanenstraße 10a Tel.: 47 03 40
kita-arche@kirche-lintfort.de
Pfarrbezirk IV Pfarrer Klaus Rosorius Tel.: 88 30 AB Gemeindebüro: Heike Jansen, Ebertstraße 57 Tel.: 9 13 40
Geisbruchstraße 22 klaus.rosorius@ekir.de Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 bis 12 Uhr Fax: 91 34 22
Donnerstag 12 bis 15 Uhr gemeindeamt@kirche-lintfort.de
Pfarrer Dr. Frank Hartmann Ev. Altenpflegeheim Friederike-Fliedner-Haus Tel.: 9 13 30
frank.hartmann@ekir.de Ringstraße 99 Fax: 91 33 15
Einrichtungsleitung: Ralph Simon info@friederike-fliedner-haus.de
Kreuzkirche und Dietrich-Bonhoeffer-Haus Tel.: 6 06 50 Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchen-
Geisbruchstraße 22 kreis Moers Dienststelle Lintfort (Leiter: Jürgen Voß)
Küster und Hausmeister Alfred Wiesner Tel.: 9 73 66 76 Konradstraße 86, info-kali@grafschafter-diakonie.de Tel.: 9 28 42 0
Pfarrer Christoph Roller Tel: 9 41 98 69 Ambulante Pflege (Leiter: Daniel Novotny) Tel.: 5 62 98
Mobil: 01 59 01 48 42 39 christoph.roller@ekir.de Geisbruchstraße 19 Fax: 9 18 64
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr
34 35Fotos: epd Wolfgang Schmidt
Warum habt ihr damals geschwiegen?
Als Jugendliche und junge Erwachsene war das die große Frage, die uns bewegte, die wir
unseren Eltern und Großeltern stellten: Warum habt ihr damals nichts gesagt? Warum habt
ihr euch nicht zur Wehr gesetzt?
Im sogenannten 3. Reich haben sie Jahre der Gewaltherrschaft erlebt. Krieg, Vernichtung
und Vertreibung waren die Folge. Viele von ihnen haben den Versprechen der Nationalso-
zialisten geglaubt, waren auf ihre Propaganda und ihre Lügen hereingefallen. Die Mehrheit
hatte vor dem Elend von Menschen die Augen verschlossen und dem Unrecht seinen Lauf
gelassen. Sie hatten dem bösen Treiben nichts entgegen gesetzt. Sie haben geschwiegen,
wie Pfarrer Martin Niemöller (1892-1984), Marineoffizier im Kaiserreich und späterer Wider-
standskämpfer, es in seinem Gedicht so ausdrückt:
Als die Nazis die Kommunisten holten,
da habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozis hinter Gitter brachten,
da habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafler festgenommen hatten,
da habe ich nicht protestiert;
Ich war ja kein Gewerkschaftler.
Als die Nazis kamen mich zu holen,
da protestierte niemand;
da war ja kein Mensch mehr da.
Zum Glück sind heute Menschen da. Menschen, wie Du und ich. Menschen, die aufstehen
und Gesicht zeigen…Die sich solidarisieren, wenn Lüge und Unwahrheit sich breitmachen
und das Leben Einzelner in unserer Stadt, unserem Land vergiftet. Die demonstrieren,
wenn der Bürgermeister unseres Ortes beschimpft und bedroht wird. Menschen, die sich
nicht verführen lassen vom rechten Gerede und von heimtückischen Anschlägen. Die den
Mut aufbringen und Gesicht zeigen. Ich bin dankbar für Jede und Jeden, der die Würde
eines jeden Menschen für unantastbar hält und sich dafür einsetzt!
Helga KlausSie können auch lesen