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Nr. 8 Oktober 2021
Zeitschrift für die Mitarbeitenden der
Zürcher Landeskirche
KIRCHENPFLEGE
Was Newcomer bewegen können
UND AUSSERDEM:
Freiwillige helfen Familien — Bezirkskirchenpflegen mit Rückhalt — Seelsorgerin mit Tiefgang2 EDITORIAL
3
AKTUELL
Nachrichten
5
BLOG
Gefühlt oder gemessen?
MADELEINE STÄUBLI-RODUNER
Redaktorin «notabene» 6
SCHWERPUNKT
Liebe Leserin, lieber Leser Neue Kräfte für die
«Insgesamt ist so ein Amt eine grosse Le- Kirchenpflegen
bensschule», sagt die langjährige Kirchen-
pflegerin Monika Frei, die seit 2020 die
zusammengeschlossene Kirchgemeinde 9
Seuzach-Thurtal präsidiert. Gelernt habe sie
etwa, wie wichtig und hilfreich der Austausch
Der grosse Rückhalt der
und die gegenseitige Unterstützung im Team Bezirkskirchenpflegen
sei. Wenn sie im nächsten Sommer zurück-
tritt, freut sie sich, «wenn wieder neue Kräfte
das Steuer übernehmen». Eine solche Kraft 10
ist der 26-jährige Zürcher Kirchenpfleger
Duncan Guggenbühl, der in seinem Amt
Gefragtes Begleitprojekt
dafür sorgen will, dass sich Menschen in der im Bezirk Affoltern
Kirche miteinander vernetzen und voneinan-
der lernen. Die beiden stehen aktiv ein für ein
gelebtes Miteinander von kirchlich Engagier- 13
ten, die sich mit verschiedenartigen Persön-
lichkeiten, Talenten und Schwerpunkten in
PORTRÄT
ein Team einbringen (Artikel ab Seite 6). Seelsorgerin mit Tief-
Für ein gelebtes Miteinander unterschied-
lichster Menschen setzt sich auch das
gang und Tradition
Familienbegleitprojekt «mitenand» im Bezirk
Affoltern ein. Indem Freiwillige herausgefor-
derte Familien begleiten, werden sie zu
14
wichtigen Bezugspersonen, zu wertvollen Themen und Termine
Gesprächspartnerinnen und zu tragenden
Stützen (Gespräch mit Sozialdiakonin Lucia
Sidler auf Seite 10). 16
Kirchenpflege und mitenand-Projekt, die
beiden Beispiele verdeutlichen, was Men-
IMPRESSUM &
schen im gemeinsamen Ringen bewirken CARTOON
können, welche Kraft sich im persönlichen
Anteilnehmen und Mittragen entfaltet. Viel-
leicht sind es gerade solche kirchlichen
Gemeinschaftsprojekte, die uns in Zeiten von
Spaltung, Zwietracht und Ausgrenzung
aufrütteln und zu konstruktiven, zukunftswei-
senden Formen des Zusammenlebens
hinführen.
Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre!AKTUELL 3
EHE FÜR ALLE ORDINATION/
—Kirchliche Trauungen ohne BEAUFTRAGUNGEN 2021
Vorgaben —Neu im kirchlichen Dienst
KOM. Die Landeskirche begrüsst die «Ehe für alle» KOM. Am 29. August fand im Grossmünster der Ordi-
und unterstützt die Positionierung der Evange- nations-Gottesdienst mit einer Ordinandin und sechs
lisch-reformierten Kirche Schweiz EKS. Segnungs- Ordinanden statt. Kirchenratspräsident Pfarrer Mi-
feiern für homosexuelle Paare sind in der Zürcher chel Müller und Pfarrerin Friederike Osthof gestal-
Landeskirche seit 1999 möglich. Grundlage ist Art. teten die Feier. Für die musikalische Umrahmung
63 Abs. 1 der Kirchenordnung: «Für Menschen in sorgten Andreas Jost an der Orgel sowie das Collegi-
besonderen Lebenslagen kann aus seelsorglichen um Vocale Grossmünster unter der Leitung von
Gründen ein Gottesdienst gefeiert werden.» Pro Kantor Daniel Schmid. Die Frischordinierten:
Jahr finden über den Kanton hinweg etwa zwei bis Emanuel Simon Graf, Aliaksandr Kuzmitski, Benja-
drei solcher Segnungsfeiern statt. min Manig, Renato Mario Pfeffer, Melanie Randeg-
Wann könnten die ersten Paare bei Annahme der ger, Niklas Josua Walder, Simon Matthias Walder.
Vorlage «Ehe für alle» kirchlich heiraten? Gemäss Am 10. September fanden ausserdem Beauftra-
Art. 57 der Kirchenordnung hat der kirchlichen gungen für den kirchenmusikalischen, diakonischen
Trauung die zivile Eheschliessung vorauszugehen. und katechetischen Dienst statt.
Sobald diese nach einem positiven Ausgang der Ab- Katechetinnen: Monika Hnida, Jana Hollen-
stimmung zur «Ehe für alle» möglich ist, können stein, Carmen Mausse, Tanja Meier, Franziska Mei-
auch kirchliche Trauungen durchgeführt werden, da li Schaffer, Lena Wildermuth, Rachel Wille.
die Kirchenordnung keine Vorgaben zum Ge- Sozialdiakoninnen / Sozialdiakone: Cornelia Bau-
schlecht der Brautleute macht. Es ist kein Beschluss mann, Nathalie Cooke, Franziska Erni, Mirjam
der Synode nötig, um die kirchliche Trauung von Dornberger, Helen Hollinger, Jessica Imhof, Elisa-
homosexuellen Paaren einzuführen. beth Lendenmann, Angelo Nieto, Seraina Raymann,
Wie steht es mit der Gewissensfreiheit für Pfarr- Beat Reichenbach, Hamad Saleh, Mathias Sure-
personen? Art. 113 Abs. 3 der Kirchenordnung legt mann, Luca von Gunten.
fest: «Pfarrerinnen und Pfarrer können eine Amts- Musikerinnen / Musiker: Valeria Iacovino, Mar-
handlung, die sie in Gewissensnot bringt, nach tin Kuttruff, Andrea Paglia, Diana Pal, Geun-Yong
Rücksprache mit der Dekanin oder dem Dekan ab- Park, Christoph Rehli, Carmen Reverdin.
lehnen. Diese sorgen für eine Stellvertretung.» Die-
se Regelung hat grundsätzlich auch bei der «Ehe für
alle» Gültigkeit.
KIRCHENTAGUNG KAPPEL
—Nach uns die Schöpfung
KIRCHLICHE SPENDE
—Nothilfe für Haiti
KOM. Am 14. August wurde Haiti erneut von einem
schweren Erdbeben erschüttert. Die Zahl der Opfer
geht in die Tausende, und die vom jüngsten Beben KOM. Der Kirchenrat hat das Programm für die vom
verursachten Schäden sind enorm. Hunderte von Januar bis April stattfindende Veranstaltungsreihe
Wohnhäusern, Schulen, Kirchen und anderen öf- im Kloster Kappel verabschiedet. Alle Kirchenpfle-
fentlichen Gebäuden wurden entweder vollkommen gen, Pfarrpersonen, Angestellten und Freiwilligen
zerstört oder schwer beschädigt. Die ohnehin schon aus den Kirchgemeinden, die Bezirkskirchenpfle-
stark armutsbetroffene Bevölkerung ist deshalb gen und Synodalen sind herzlich eingeladen, «ge-
dringend auf Notunterkünfte und Hygieneeinrich- meinsam für die Rettung des Weltklimas und den
tungen angewiesen. Erhalt der Biodiversität» lokale und regionale
HEKS ist schon seit über 40 Jahren in der Regi- Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Die Tagung
on Grand’ Anse tätig. Um die notleidende Bevölke- ist im Open Space-Format gehalten. Dem Kirchen-
rung mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen, rat liegt insbesondere daran, Jugendliche und junge
leistet das Hilfswerk humanitäre Hilfe im Umfang Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren zur Beteili-
von vorerst 500 000 Franken und hat einen entspre- gung zu motivieren. Deshalb übernimmt die Lan-
chenden Spendenaufruf gestartet. Die Landeskirche deskirche für sie die Hotellerie- und Teilnahmekos-
unterstützt die Nothilfe mit 20 000 Franken. ten. Die meisten erhalten zum Anmeldestart wie
gewohnt eine E-Mail. Bereits festgelegt hat der Kir-
chenrat auch das Thema der Kirchentagung 2023:
Es lautet «Innovation – neue kirchliche Orte».
www.zhref.ch/kirchentagung4 AKTUELL
«GOTT UND DIE WELT»
KURS FOKUS
AUF RADIO ZÜRISEE
THEOLOGIE
—«Die Bibel —Die Kirche im Radio
greift tiefer» KOM. Wie kommt die Kirche ins Radio? Durch die
Sendung «Gott und d’Wält», die seit fast 40 Jah-
ren auf Radio Zürisee jeden Sonntag früh läuft.
rod. Die ökologische Krise ist ein Dauer- Seit neustem steht sie sogar zweimal auf dem
thema. Und da propagiert der Psalm 8 Programm, um 8.25 Uhr und ein zweites Mal am
ernsthaft, der Mensch solle Herrscher Sonntagabend um 19.25 Uhr. Die Sendung er-
über die Schöpfung sein? Nachgefragt reicht eine breite Öffentlichkeit, rund 10 000 Zu-
bei Theologin Angela Wäffler-Boveland, hörerinnen und Zuhörer an jedem Sendeplatz.
Projektleitung Fokus Theologie. Einer der Macher der Sendung ist Martin
Diener, Moderationsleiter bei Radio Zürisee und
«Macht euch die Erde untertan»: Zu Mitglied der Geschäftsleitung. «Wir berichten
diesem Thema leiten Sie Ende Oktober journalistisch, nicht überkritisch, aber tagesaktu-
einen Kurs von Fokus Theologie. Warum ell über das, was in den Kirchen und Religions-
braucht es eine theologisch-biblische gemeinschaften läuft», sagt Diener. Der Gassen-
Reflexion darüber, auf welchem ideellen arbeit von Schwester Ariane im Zürcher
Hintergrund wir handeln? Langstrassenviertel widmete die Redaktion sogar
Christinnen und Christen äussern sich zu eine ganz Stunde Sendezeit. «Das Gespräch mit
politischen Themen. Doch was ist das Schwester Ariane und Pfarrer Karl Wolf aus Küs-
Eigene, Besondere, Weiterführende? Für nacht hat mich sehr beeindruckt», so Radioprofi
mich ist es die Orientierung an der Bibel Martin Diener.
– die allerdings kein Rezeptbuch ist, dafür Um den zweiten Sendeplatz auch im Jahr
jedoch tiefer greift. In der Kursreihe zum 2022 finanzieren zu können, ruft der Trägerver-
Thema entdeckten die Teilnehmenden zu ein «MöAZ – Medienverein ökumenische Ar-
Gen 4,7, dass es um Gottes Einladung beitsgruppe Radio Zürisee» Kirchgemeinden
geht, das Handeln an den Wertmassstäben dazu auf, ebenfalls Mitglied zu werden. Rund 35
zu messen; stimmt beides überein, kann Kirchgemeinden sind bereits engagiert. Sie sor-
ein Mensch «aufrichtig» und frei leben. gen mit ihrem jährlichen Solidaritätsbeitrag da-
für, dass die Kirche auch im Radio vorkommt.
Was kann uns eine Auseinandersetzung Der Gesamtumsatz des Vereins beträgt mit dem
mit Psalm 8,7 lehren? neuen zweiten Sendeplatz rund Fr. 40 000 pro
Ziel der Bibellektüre ist es, Menschen Jahr und die Mitglieder decken diesen entspre-
zum Selber-Denken anzuregen, statt ihnen chend ihrer Grösse und Finanzkraft mit unter-
eine Lehrmeinung zu präsentieren: Was schiedlich hohen Beiträgen ab. Auch die Landes-
die Menschen für sich als wichtig mitneh- kirche und die katholische Kirche sind finanziell
men, liegt bei ihnen. Mich fasziniert der beteiligt.
Gedanke, dass der – gottähnliche! – Informationen und Anfragen: kerstin.lenz@zhkath.ch.
Mensch das Schöpfungswerk Gottes
fortsetzt und die Verantwortung dafür
trägt, dass die Schöpfung weiterhin «gut»
ist. Zerstörung und Verschleiss haben da
keinen Platz.
FORSCHUNG
Gibt es biblische Begründungen für —Digitalisierung und
umweltbewusstes Handeln? Könnte der
Psalmtext eben gerade aufrufen zu
religiöse Praxis
einem verantwortungsbewussten, für- KOM. Die Universität Zürich hat auf den 1. Januar
sorglichen Umgang mit der Erde? 2021 fünf neue Universitäre Forschungsschwer-
In der Kursreihe wurde den Teilnehmen- punkte (UFSPs) lanciert, darunter auch den UFSP
den zu Gen. 1 deutlich, dass «Erde «Digital Religion(s). Communication, Interaction
untertan» zu machen nicht ohne Fürsorge, and Transformation in the Digital Society». Unter
Achtsamkeit und das Bewusstsein von Leitung des Theologen Thomas Schlag untersu-
Geben und Nehmen geht. Rücksichtslose chen die Forschenden, wie sich die religiöse Pra-
Ausbeutung wird biblisch allerhöchstens xis von Individuen und Institutionen durch die
politischen Besatzungsmächten unterstellt. Digitalisierung verändert, am Beispiel des Got-
Kurs: 25. Oktober, 18 bis 20 Uhr, Hirschengraben 50. tesdienstes, der Seelsorge, der Trauerbegleitung
Infos: https://fokustheologieref.ch/materialien/download und religiöser Netzwerkbildung.
https://www.digitalreligions.uzh.ch/de.htmlAKTUELL 5
PANDEMIE
—EKS unterstützt Massnahmen Blog
mit einem «aber»
KOM. Die vom Bundesrat im September eingeführten
Corona-Massnahmen werden von der Evangelisch-re-
formierten Kirche Schweiz grundsätzlich unterstützt,
wie sie in einer Medienmitteilung festhält. Sie begrüsst
die Anhebung der zertifikatsfreien Grenze für Gottes-
dienste auf 50 Personen und wertet dies als Ergebnis
der Einwirkung der Landeskirchen im Rahmen der MATTHIAS KRIEG
Vernehmlassung. Sie bemängelt aber, dass Abdankun- Theologe und Germanist
gen und Bestattungsrituale nicht generell vom Zertifi-
katserfordernis ausgenommen sind. «Die Möglichkeit,
gemeinsam zu trauern, ist ein wesentliches Element
Gefühlt statt gemessen
der persönlichen und gesellschaftlichen Bewältigung Sie sei gefühlt vor hundert Jahren zum
von Krisensituationen», schreibt die EKS letzten Mal gereist, sagt die Nachbarin
in Corona-Isolation. Bei Bise sei es
gefühlt fünf Grad kälter, warnt der
Meteorologe. Auf der Demo seien
gefühlt Zehntausend gewesen, berichtet
ZURICH FILM FESTIVAL die Journalistin in den Abendnachrich-
ten. Gemeint ist geschätzt.
—Der fünfte Filmpreis der Warum erlebt das schöne Wort
Kirchen wurde verliehen fühlen diesen Boom? Sachlich, wo eine
exakte Messung gescheit wäre, und
KOM. Zum fünften Mal verliehen die beiden Kirchen am sprachlich als ablativus absolutus, den
Zürcher Filmfestival ihren Filmpreis; der Siegerfilm wurde es im Deutschen gar nicht gibt. Messen
nach Redaktionsschluss erkoren. Zur ökumenischen Jury und Fühlen sind beileibe zwei verschie-
war dieses Jahr die Basler Regisseurin Karin Heberlein ge- dene Vorgänge: Schmerz kann ich
stossen, deren Film «Sami, Joe und ich» den letztjährigen fühlen, der keine messbare Ursache hat.
kirchlichen Award gewonnen hatte. Ebenfalls neu in der Blicke im Rücken kann ich fühlen, deren
Jury wirkte Marie-Therese Mäder, Dozentin am Zentrum Augen ich nicht sehe. Fühlen ist subjek-
für Religion, Wirtschaft und Politik der Uni Zürich. tiv. Wieso gefühlvoll davon reden, wenn
Einmal mehr bewertete die Jury die künstlerische Qua- objektive Messung eher hülfe?
lität, die biblische Sichtweise, die christliche Verantwor- Ich vermute, die Welt des Objektiven
tung und die Relevanz der Filme in Bezug auf aktuelle in ihrer kalten Rationalität lässt mich, so
gesellschaftliche Auseinandersetzungen. Der Preis über wahr ihre Messungen auch sind, frieren,
10 000 Franken wird ökumenisch ausgerichtet und fördert mögen ihre Ankündigungen noch so
den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen. Beiträ- richtig sein. Entzug an Mobilität berührt,
ge zur Preisverleihung vom 30. September im Kino Silhci- nicht ungeflogene Meilen. Eiseskälte auf
ty auf www.filmpreis-der-kirchen.ch. der Haut berührt, nicht Grade in Celsius.
Totalitär versagte Freiheit berührt, nicht
das exakte Total Demonstrierender.
Ich vermute, wo gefühlt sich mo-
disch in den Satz schleicht, macht sich
STUDIE RELIGIOSITÄT ein Defizit hörbar: Information an sich
ist kalt. Nur in ihrer Bedeutung für mich
—Die Hälfte der kirchlichen wird sie fühlbar, geht sie mir unter die
Mitglieder sind säkular Haut. Das ist vergleichbar mit der
Nachricht, da sei einer unschuldig am
kom. Gegenwärtig bezeichnen sich noch 52 Prozent der Kreuz gestorben: Objektiv gemessen
Zürcher Bevölkerung als protestantisch oder katholisch. verschwindet sie in den Compactus-
Dies ergibt eine Erhebung zur Sprache, Religion und Kul- Anlagen der Geschichte. Erst das für
tur des Bundesamtes für Statistik unter rund 1900 Personen mich, das pro nobis, und das Wissen
des Kantons Zürich. Unter allen Befragten bilden die «Sä- um die Auferstehung macht sie fühlbar
kularen» mit 50 Prozent die grösste Gruppe. Sie sind auch und zu einer guten Nachricht für viele:
unter den Angehörigen der beiden Hauptkonfessionen zu gefühlt eine Sensation. Religion ist die
finden: 48 Prozent der Reformierten und 34 Prozent der subjektive Seite des Messbaren. Ohne
Katholiken sind den Säkularen zuzuordnen. sie erfriert der Mensch.
www.zh.ch/statistik-daten. (statistik.info 2021/05 Mehr lesen auf reflab.ch6 SCHWERPUNKT
WAHLEN 2022
Kirchenpflege:
Was kann ich
da bewegen?
Im Frühling 2022 stehen Erneuerungswahlen für
die Kirchenpflegen an. Wie findet man Neumit-
glieder und mit welchen Argumenten kann man
Interessierte für das Amt gewinnen? Zwei Akti-
ve erzählen, was sie lernen und bewegen.
Von Christian Schenk / Fotos: Reto Schlatter
gen, man lernt neue Menschen kennen und
kann das kirchliche Leben mitgestalten.
Später hat sich dies im Kirchenpflegepräsidium
noch verstärkt. Man steht noch mehr im Ram-
penlicht. Man erhält Lorbeeren für das, was in
der Kirchgemeinde geleistet wird, aber muss
auch Kritik einstecken.
Ein wichtiges Projekt war die Fusion zur grossen
Kirchgemeinde Seuzach-Thurtal. Hilfreich war
MONIKA FREI (48) dabei die Unterstützung der ganzen Behörde, des
Präsidentin der Kirchenpflege Teams und namentlich des Kirchgemeinde-
Seuzach-Thurtal schreibers, dessen Stelle neu geschaffen wurde.
Als Präsidentin in der fusionierten Gemeinde
konnte ich dann vermehrt im strategischen
Bereich wirken.»
Was man als Kirchenpflegerin bewegen kann
«Ich hatte mich bereits vor meinem Eintritt in Was ich im kirchlichen Amt gelernt habe
die Kirchenpflege in der Kirche bei Lagerlei- «Sehr schnell lernt man in einem solchen Amt,
tungen engagiert und wollte mich nun noch dass man es nicht allen recht machen kann.
mehr einbringen. Das Ressort Diakonie und Man lernt, Entscheide der Kirchenpflege nach
OeMe war das Aufgabenfeld, das mich aussen zu vertreten, hinzustehen für den Weg,
interessiert hat. Ich konnte in der Altersarbeit den man eingeschlagen hat, auch wenn er
mitwirken und mithelfen, diesen Bereich nicht immer populär ist. Man lernt im Perso-
zusammen mit der katholischen Kirche, aber nalwesen, man reift auch in schwierigen
auch mit anderen Institutionen wie Spitex und Prozessen. Von diesen Erfahrungen habe ich
der politischen Gemeinde zu vernetzen. Als sehr profitiert. Auch im persönlichen Glauben
Kirchenpflegerin tritt man in der Gemeinde entwickelt man sich weiter. Ich habe immer
mehr in Erscheinung, wird zum Gesicht dieser wieder Wege gefunden, schwierige Situatio-
Kirchgemeinde. Das ergibt schöne Begegnun- nen auch mit Gebeten zu meistern und Kraft7
im Glauben zu tanken. Gelernt habe ich auch,
wie wichtig und hilfreich der Austausch und
die gegenseitige Unterstützung im Team ist.
Insgesamt ist so ein Amt eine grosse Lebens-
schule und man erntet dabei viel Wohlwollen
und Dankbarkeit von den Gemeindemitglie-
dern. Es kostet aber auch Energie. Im nächsten
Sommer trete ich nach zwölf Jahren zurück
und kann das Amt auf jeden Fall weiteremp-
fehlen. Es ist schön, wenn wieder neue Kräfte DUNCAN GUGGENBÜHL (26)
das Steuer übernehmen.» Kirchenpfleger Stadt Zürich Ressort
Bildung, Kultur, Musik und Religi-
Monika Frei ist seit 2010 Kirchenpflegerin. Sie präsidiert die
onspädagogik
2020 zusammengeschlossene Kirchgemeinde
Seuzach-Thurtal und ist Detailhandelsangestellte.
Was ich als Kirchenpfleger bewegen kann
«Als Kirchenpfleger will ich den Jungen
Hoffnung und Glauben geben, dass sie sich
getrauen, die Kirche mitzugestalten. Mir
selber hat die Kirche viel gegeben. Ich habe
«Man lernt, Entscheide der erfahren, dass Kirche nicht einfach nur so ist,
Kirchenpflege nach aussen wie sie ist, sondern dass man sie machen,
gestalten kann. Das will ich hinaustragen,
zu vertreten, hinzustehen für andere Menschen einladen. Mein Pfarrer hat
den Weg, den man einge- uns Konfirmanden damals den Glauben
nähergebracht. Was wir damit machen, hat er
schlagen hat.» aber uns selber überlassen. Das ist für mich
der richtige Ansatz. Ich möchte einen Schwer-
punkt auf die Nach-Konfarbeit legen, dafür8
Was es heisst, ein Amt
in der Kirche zu über-
nehmen
Es gibt viele gute Gründe, warum
sich Menschen dazu entschlies
sen, ein kirchliches Amt zu über-
nehmen: «… weil ich Werte teile,
«Ich setze mich ein, weil ich welche die Kirche vertritt», «… weil
den Jungen und ihrer Idee ich mithelfen kann, dass die Kirche
Gutes für die Menschen tut»,»
von Kirche Wind in die Se- … weil ich eine Leitungsaufgabe
gel geben möchte.» wahrnehmen kann», «… weil ich
mit meinem Amt Gott und den
Menschen dienen will.»
Mit einer neu aufgelegten Bro-
schüre zeigt die Landeskirche
sorgen, dass wir engagierte Jugendliche immer Interessierten auf, was es heisst,
wieder einbeziehen können, dass diese den Kirchenpflegerin und Kirchenpfle-
Faden immer wieder weitergeben, dass wir ger zu sein oder in einem ande-
nicht ganze Jahrgänge und Generationen ren Amt Verantwortung für die
verlieren.» Landeskirche zu übernehmen.
Die Broschüre wurde den
Was ich als Kirchenpfleger gelernt habe Präsidien in mehreren Exem-
plaren zugeschickt. Weitere
«Ich habe gelernt, dass es Geduld braucht, können im Shop auf zhref.
Dinge in Bewegung zu setzen. Ich bin jetzt ch/shop bestellt oder
seit eineinhalb Jahren im Amt, betreue das heruntergeladen werden.
Ressort Bildung, Kultur, Musik und Religi- Die Behördenschu-
onspädagogik. Man darf sich und anderen lung unterstützt die
nicht Druck machen und alles von heute auf Wahlen und den
morgen ändern wollen. Da war ich am Anfang Einstieg ins Amt auf
zu ungeduldig. Ich gehe heute mit mehr Ruhe folgende Art und Weise.
an die Sache heran. Für Interessierte:
Ich will ansprechbar sein für alle Leute in der • Online-Infoveranstaltungen
Stadt Zürich, die sich in der Kirche einbringen und Website mit Informationen
wollen. Ich möchte dafür sorgen, dass sie sich • Neukonzipierte Behör-
vernetzen und voneinander lernen. Ich stelle mir denschulung ab Som-
immer wieder die Frage: Wie können wir die mer 2022
Jungen am Ball behalten? Das ist mein Haupt-
thema. Die Jugendarbeit in der Stadt zusammen- Für Kirchenpflegen:
zubringen, damit sie voneinander profitieren • Infos und Unterlagen
können, Synergien nutzen können. Ich setze zur Erneuerungswahl
mich ein für die Kirche, weil ich den Jungen und • Kontakt: Peter Wilhelm,
ihrer Idee von Kirche Wind in die Segel geben Verantwortlicher Behör-
möchte.» denschulung,
peter.wilhelm@zhref.ch
Duncan Guggenbühl ist seit Frühling 2020 Kirchenpfleger in • Für spezifische Fragen zum
der Kirchgemeinde Zürich und betreut das Ressort Bildung,
Kultur, Musik und Religionspädagogik mit einem Pensum Wahlprozedere steht der
von 20%. Er arbeitet als Teamleiter im Kundenservice eines Rechtsdienst zur Verfügung.
grossen Schuhherstellers und studiert Design und Innovati-
on in Chur.VERNEHMLASSUNG 9
BKP behält Aufsicht
Die Bezirkskirchenpflegen geniessen grossen Rückhalt.
Dies geht aus den Antworten der Vernehmlassung zur
Teilrevision der Kirchenordnung hervor.
Interview: Christian Schenk
Positiver sind die Antworten auf den Vor-
schlag zur Einführung einer kirchlichen
Ombudsstelle mittels Unterstellung unter die
kantonale Ombudsstelle ausgefallen. Kann
man diese Änderung nun also umsetzen?
Dem steht aus Sicht des Kirchenrates nichts
MICHEL MÜLLER im Weg, zumal die Kirchenordnung ja einen
Kirchenratspräsident solchen Auftrag enthält. Nun ist die Kirchen-
synode dran.
Der Vorschlag des Kirchenrates, die Be-
zirkskirchenpflegen abzuschaffen und ande- Die Neuregelung der Handlungsbefugnisse
re Gremien mit der Aufsicht zu beauftragen, des Kirchenrates in ausserordentlichen
stiess in der Vernehmlassung auf wenig Lagen erhielt wenig Zustimmung. Wie geht
Gegenliebe. Wie erklären Sie die Ablehnung? der Kirchenrat in dieser Frage weiter?
Wir bekommen seit Jahren Problemanzeigen Die letzten Monate haben gezeigt, dass es bei
aus den Bezirkskirchenpflegen selber sowie nationalen und kantonalen Herausforderungen
aus vielen Kirchgemeinden. Um vor den klare Entscheidungswege braucht. Das BAG
Wahlen 2023 eine neue Gesetzesgrundlage zu verhandelt nicht mit jeder Kantonalkirche und
haben, musste der Kirchenrat jetzt einen Kirchgemeinde. Schon jetzt erreichen uns
Vorschlag machen, damit nicht weitere vier nach jedem Bundesratsentscheid viele Anfra-
Jahre ins Land gehen. Dabei haben wir aber gen, obwohl natürlich vor Ort das Knowhow
wohl unterschätzt, was es bedeutet, mitten in für die konkrete Umsetzung am grössten ist.
der Pandemie eine Vernehmlassung zu starten. Deshalb muss der Kirchenrat die befristete
Die niederschwelligen Diskussionen und der Möglichkeit haben, in Notlagen klare Rah-
unkomplizierte Meinungsaustausch konnten menbedingungen zu setzen. Das ist demokra-
nicht in der Weise stattfinden, wie wir uns das tisch-rechtsstaatlich und praktisch wichtig,
gewünscht hätten. Auch sehen wir jetzt, dass und wir werden zusammen mit der Kirchen
allen Bemühungen zum Trotz einige Vorschlä- synode einen Weg suchen.
ge noch unausgereift oder zumindest unklar
waren, und deshalb auf Zurückhaltung oder In einer zweiten Vernehmlassung zur Perso-
Ablehnung gestossen sind. Auch hat der nalverordnung und zu den Richtlinien zur
Kirchenrat durchaus Verständnis für die Freiwilligenarbeit stellte der Kirchenrat unter
Kritik, dass man Betroffene zu Beteiligten anderem Bestimmungen zur Diskussion, die
machen sollte. Dies zu merken und daraus zu den sorgsameren Umgang mit schutzbedürf-
lernen, ist aber auch der Sinn einer Vernehm- tigen Personen vorsehen. Welche Schritte
lassung. Deshalb fällt dem Kirchenrat kein sind hier zu erwarten?
«Zacken aus der Krone», wenn er nun in Hier wird es Anfang 2022 eine sorgfältige
dieser Frage einen Marschhalt einlegt. Information und Kommunikation für Mitar-
beitende und Behörden geben, um sie bei der
Der Kirchenrat hat mit dem Argument Ver- Umsetzung zu unterstützen. Das Ziel ist eine
schlankung geworben. Lässt sich das nicht Kirche, in der sich Menschen vor Übergriffen
auch mit den bestehenden Gremien erreichen? und Grenzverletzungen jeglicher Art sicher
Leider kaum. Auch die eingebrachten Vorschlä- fühlen können.●
ge würden nicht zu einer Verschlankung der Den ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der Vernehm-
Strukturen führen. Jetzt bleibt es erst einmal, lassungen und den Brief mit den Schlussfolgerungen des
wie es ist. Wir zählen darauf, dass die regional Kirchenrates, der Anfang Oktober an die zu den Vernehm-
lassungen Eingeladenen ging, finden Sie auf
verankerten Behörden in der Lage sein werden, zhref.ch/vernehmlassung.
ihre anspruchsvollen Aufgaben zu erfüllen.10 DIAKONIE
«MITENAND» - PROJEKT IM BEZIRK AFFOLTERN
Zentral ist die
Beziehung
Das Begleitprogramm «mitenand» richtet sich
an Familien im Bezirk Affoltern. Sozialdiakonin
Lucia Sidler über die steigende Nachfrage, die
Freiwilligen und die regionale Kooperation.
Von Madeleine Stäubli-Roduner
ein geringes soziales Netzwerk verfügen oder
keine Grosseltern oder Taufpaten der Kinder
in ihrem nahen Umfeld haben. Hier geht es
meist darum, dass die freiwillige Person mit
den Kindern etwas Zeit verbringt, um die
Eltern zu entlasten. Es gibt alleinerziehende
Eltern, die eine Gesprächspartnerin oder einen
Gesprächspartner wünschen, um Freuden und
Sorgen zu teilen. Die freiwillige Person
LUCIA SIDLER besucht immer dieselbe Familie und wird
Sozialdiakonin Kirchgemeinde dadurch zu einer Bezugsperson. Der Auftrag
Affoltern der Freiwilligen ist gemeinsam vereinbart und
schriftlich festgehalten. Im «mitenand» steht
die Beziehung zur Familie und deren Beglei-
Frau Sidler, wie ist das Familienbegleitpro- tung im Zentrum.
gramm «mitenand» aufgestellt?
Lucia Sidler: Ich konnte das Angebot im Wie läuft die Kontaktnahme ab?
Februar 2021 von meiner Vorgängerin über- Die Familien nehmen mit mir Kontakt auf und
nehmen und arbeite mit einem Team von ich führe mit ihnen ein Abklärungsgespräch,
aktuell 14 freiwillig engagierten Frauen und um zu prüfen, ob unser Angebot die Bedürf-
Männern, die 15 Familien in diversen Ge- nisse und Wünsche der Familien abdecken
meinden im Bezirk Affoltern begleiten. Das kann. Laufend bin ich auf der Suche nach
Familienbegleitprogramm «mitenand» kann engagierten Personen, die gerne eine solche
auf eine Begleitgruppe zurückgreifen, die sich Aufgabe übernehmen würden, und führe auch
aus Vertretenden verschiedener Organisatio- mit ihnen ein Gespräch. Wenn auch hier einem
nen im Bezirk Affoltern zusammensetzt, die Einsatz nichts entgegensteht, können sie eine
ihren Auftrag im Bereich Familie haben. Diese Familie wählen, die sie anspricht, und dann
Organisationen kennen das Angebot und organisiere ich ein Kennenlern-Treffen. Nach
machen Familien darauf aufmerksam. ein paar Treffen entscheiden sie sich.
An wen richten sich die Besuchs- und Be- Bleiben viele Partnerschaften bestehen?
gleitangebote des Projekts? Seit Beginn 2017 ist die Anzahl begleiteter
Das Angebot richtet sich an Familien im Familien stetig langsam gewachsen. Es gibt
ganzen Bezirk Affoltern, die sich aus verschie- immer wieder eine Warteliste mit Familien,
denen Gründen in einer herausfordernden die das Angebot in Anspruch nehmen möch-
Situation befinden. Es können Familien mit ten. Meistens bestehen die Begleitungen über
einem erkrankten Kind oder Elternteil sein; lange Zeit und die Beziehungen vertiefen sich,
Familien, die zugezogen sind und noch über da die Treffen meist wöchentlich oder zwei-DIAKONIE 11
wöchentlich stattfinden. Die Aufträge, die von Wie ist die Resonanz der Familien?
den Freiwilligen in den Familien übernommen Von den Familien, die begleitet werden, hören
werden, sind sehr unterschiedlich. Jedoch geht wir immer wieder, dass sie sehr dankbar sind
es in den meisten Fällen darum, Gesprächs- und die Unterstützung enorm schätzen. Es ist
partnerin oder -partner zu sein für die Eltern nicht für alle einfach, diese unentgeltliche und
oder eine Bezugsperson für die Kinder. Die grosse Hilfe immer annehmen zu können.
Bedürfnisse der Familien verändern sich oft
im Laufe der Zeit und damit der Auftrag für Welches sind Ihre Visionen für das Projekt?
die Freiwillige oder den Freiwilligen. Wenn Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen
ein Auftrag erfüllt ist, darf sich eine Partner- befristeten Einsatz mit einem 17-jährigen
schaft auch wieder auflösen. Die Freiwilligen Jugendlichen in einer Familie machen können.
sind seitens unserer Organisation in ein Team Vermehrt mit Jugendlichen zu arbeiten, könnte
eingebunden. Sie treffen sich fünf- bis sechs- eine Möglichkeit sein, das Angebot zu erwei-
mal pro Jahr zum Erfahrungsaustausch, zu tern. Die Auswertung des Einsatzes hat
Weiterbildungen und Teamanlässen. gezeigt, dass es für alle Beteiligten eine
wertvolle Erfahrung war. Die Begleitung von
Inwiefern kommt die Zusammenarbeit mit Jugendlichen erfordert hohe Professionalität
anderen Kirchgemeinden zum Tragen? und die zeitlichen Ressourcen müssen jeder-
Die Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden zeit vorhanden sein. Wir prüfen derzeit, ob wir
im Bezirk Affoltern ist sehr wichtig. Diese diese Idee weiterverfolgen möchten.
erfolgt, indem die meisten unser Programm
finanziell unterstützen, aber insbesondere auch Und wirken genügend Freiwillige mit?
darin, dass wir bei der Suche von neuen Die Suche von Personen, die sich verbindlich
Freiwilligen gut zusammenarbeiten. Insbeson- und längerfristig auf eine Freiwilligentätigkeit
dere arbeite ich eng mit den anderen Sozial einlassen möchten, stellt eine Daueraufgabe
diakoninnen im Bezirk zusammen. Bei dar. Dazu ist auch die Vernetzung und die
Anfragen von interessierten Freiwilligen biete Zusammenarbeit mit anderen sozialen Organi-
ich alle sozialen Programme an, die es im sationen in der Region sehr wichtig. Grundle-
Bezirk seitens der Kirche gibt. Es ist uns gend ist zudem, dass wir in der Begleitung
wichtig, dass die Freiwilligen dort mitarbeiten, und Führung der Freiwilligen professionell
wo es ihnen am besten zusagt und sie ihre arbeiten, dass sie immer partizipativ einbezo-
Erfahrungen und Stärken einbringen können. gen sind und wir Wertschätzung leben und
gemeinsam zelebrieren.●
«Mitenand» beim Ausflug ins Grüne. Foto: zVg.
Das mitenand-Projekt
Auf Basis von Erfahrungen mit
überforderten Eltern in der Müt-
terberatung lancierte das kjz
Affoltern, das einstige Jugendse-
kretariat, 2017 die Idee einer
freiwilligen Familienbegleitung
und wandte sich darum an die
Kirchgemeinde Affoltern. Deren
damalige Sozialdiakonin Gabriela
Bregenzer lancierte darauf das
Projekt «Familienpatenschaften»
und später «mitenand». Es war
erfolgreich und wurde 2020 fest
ins Angebot der Kirchgemeinde
aufgenommen. Finanziert wird es
durch die reformierten Kirchge-
meinden im Bezirk.
www.mitenand.ch12 TIPPS
BUCHTIPP BILDUNGSTIPP
—Fürsprecherin für —Aufbruch statt Resignation
Frauenrechte EB. Innovation gehört zu
den Kennzeichen einer
Kirche. Aber nicht immer
SCH. Als in den 1940er Jahren ist das Neue auch besser.
das Frauenstimmrecht in Poli- Trotzdem muss die Kirche
tik und Kirche in den meisten den gesellschaftlichen Ver-
Kantonen noch in weiter Ferne änderungen Rechnung tragen. Im Kurs wird nach
lag, machte sich Susanne Stei- einem theologisch reflektierten Verständnis von In-
ner-Rost zur Fürsprecherin der novation gesucht. Er ermutigt dazu, Kirche neu zu
Rechtsgleichheit von Frauen. denken und mehr Vielfalt zu wagen. Beim ersten
Die promovierte Juristin argu- Kurstag wird Nadja Schnetzler, Innovatorin und
mentierte engagiert und fun- Mitbegründerin der «Republik», in das Thema ein-
diert, wusste ihre Anliegen führen. Die Teilnehmenden entwickeln Ideen, was
auch theologisch zu begründen Innovation in der Kirchenlandschaft bedeuten könn-
und meldete sich damit öffentlich zu Wort. Ihre te. Im zweitägigen Innovationslabor stellen die Teil-
kirchliche Heimat hatte sie in der religiös-sozia- nehmenden eigene Ideen, Projekte, Erfahrungen zur
len Bewegung im Kreis um das Ehepaar Clara Verfügung, tauschen sich mit den anderen darüber
und Leonhard Ragaz, dem Pfarrer und Mitbe- aus und entwickeln Prototypen.
gründer dieser Bewegung. Susanne Steiner-Rost Der Kurs umfasst fünf Kurstage: 3. Mai; 29./30. Juni; 13.
hatte 1939 den Chefposten der Schweizerischen September; 31. Oktober 2022 und findet in Bern statt.
Pflegerinnenschule mit dem dazugehörenden Spi- bildungkirche.ch/kurse
tal in Zürich übernommen und leitete die Institu-
tion auf dem Zollikerberg bis zu ihrer Heirat. Die
vorliegende Biografie schildert auf eindrückliche
Art das aussergewöhnliche Leben und das gesell- BUCHTIPP
schafts- und kirchenpolitische Wirken der Zür-
cher Anwältin.
—Die Geschichte der
Marianne Jehle-Wildberger: Du bist wirklich souverän. Die Blindenseelsorge
religiös-soziale Anwältin Susanne Steiner-Rost (1908 bis ROD.Vom Alltag blinder Men-
1991). TVZ, 2021. 228 Seiten, Fr. 29.80 schen vor der Reformation zu den
Gründungsjahren der Reformier-
ten Blindenseelsorge bis zu deren
Wirken im 20. Jahrhundert zieht
Autorin und Historikerin Angeli-
na Greeff ihren spannenden Bo-
gen. Sie legt einen aufschlussrei-
chen historischen Abriss der
Blindenfürsorge im Kanton Zü-
rich vor und skizziert die Schwie-
rigkeiten blinder Menschen in der Gesellschaft,
ebenso aber die schrittweise Entwicklung von Lehr-
ST E L mitteln, spezifischen Anlässen und institutionellen
LEN Errungenschaften für Blinde.
Offen IM W Ein Kapitel ist dem idealistischen Wirken des
in de e Pfarrst EB erblindenden Zumiker Pfarrers Hugo von der Crone
nK el l
den G irchgem en, Stelle gewidmet, der sich «unermüdlich für das Wohl der
Dien e s a e ind n
sten mtkirchli en und Blinden und für das Gedeihen der Reformierten
zhref fin ch Blindenseelsorge» einsetzte, indem er etwa den
.ch/o den Sie en
offen anisati auf:
rg «Kirchenboten in Braille» erstellte. Seine Projekte
e-ste o setzte danach über viele Jahre Pfarrer Peter Fisler
llen n/
fort, der wiederum den Stab an Sozialdiakonin Ur-
sula Graf übergab.Einen mutigen Ausblick wagt der
sehbehinderte Volketswiler Pfarrer Tobias Günter,
der eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Re-
formierter Blindenseelsorge und Landeskirche etwa
mit Sensibilisierungskursen für Vikare anregt.
Angelina Greeff, 75 Jahre Reformierte Blindenseelsorge, Hg.
Verein für reformierte Blindenseelsorge, TVZ 2021, 120
Seiten. Fr. 19.80.13
REGULA SCHMID
Pfarrerin in Oberwinterthur
arbeitete in Kirchgemeinden, als
Seelsorgerin im Limmattalspital,
als Theologin in Peru und in der
Diakonissen-Schwesternschaft
Neumünster in Zollikerberg.
Integrierende Seelsorgerin
Pfarrerin Regula Schmid bringt reiche Erfahrungen ein.
Text und Fotos: Viviane Schwizer
«Es tönt unspektakulär, aber es ist so: Ich habe Kir- Nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie
che immer gut und spannend erlebt», sagt Regula in Zürich-Albisrieden und in Horgen in einem «All-
Schmid, 60, seit drei Jahren Pfarrerin in Oberwin- round-Pfarramt». Später wechselte sie ans Limmat-
terthur. Mit drei Geschwistern in Dietikon in einer talspital, wo sie auch eine Palliativ-Station betreute.
Lehrersfamilie aufgewachsen, besuchte sie mit Im Pflegezentrum Magnolia und bei den Diakonis-
Freude die Sonntagschule, Chöre und den Konfir- sen im Neumünster in Zollikerberg sass sie oft am
mationsunterricht. In Treffs der «Jungen Kirche» Sterbebett von Menschen. Manchmal fand vor der
diskutierte sie später mit Gleichaltrigen über Atom- allerletzten Lebensphase nochmals ein Gespräch
kraft, Befreiungstheologie, Feminismus und Welt- statt, bei dem Menschen Belastendes und Unver-
religionen. Sie sagt: «Was heute in Mitwirkungsver- söhntes mit der Seelsorgerin besprachen, was oft
fahren als der letzte Schrei gilt, haben wir bereits in eine innere oder äussere Versöhnung ermöglichte.
den 70er Jahren umgesetzt.» Regula Schmid erlebte aber auch, dass «nur» ein-
Die Pfarrerin ist sich bewusst, dass die gesell- fühlendes Dasein ganz ohne Worte hilfreich sein
schaftliche Bedeutung der Kirche schwindet. Damit kann. Es bereicherte sie, beim «guten Abrunden des
kann sie leben, hat aber doch ein paar kritische Lebens» dabei sein zu dürfen. Sie sagt: «Seit jener
Nachfragen: Wie wird es sich auswirken, wenn vie- Arbeit habe ich keine Angst mehr vor dem Sterben.
le Kinder keine biblischen Geschichten mehr hören, Dass unser Leben begrenzt ist, hat auch etwas Be-
wenn sie keine Kirchenlieder mehr kennenlernen freiendes und Tröstliches.»
und keine Worte für religiöse Inhalte haben? Geht
damit nicht eine Sprache verloren, die gerade in Frauenarbeit in Peru
schwierigen Situationen eine Hilfe sein kann? Für Mit 50 Jahren zog es Regula Schmid nochmals
die Pfarrerin ist Religion eine Ressource. Als refor- nach Peru. Über viele Jahre hatte sie den Kontakt
mierte Theologin gibt sie darum christliche Inhalte mit den Menschen vor Ort aufrechterhalten. Im
mit Überzeugung weiter. Auftrag der Bethlehem Mission verpflichtete sie
Die alleinstehende Pfarrerin denkt gerne über sich darum, als Theologin für drei Jahre im Land zu
vieles nach, informiert sich in Büchern, schätzt den wirken. Es ging vor allem um «Empowerment» für
intellektuellen Austausch und ist eine gute Zuhöre- Frauen. In Kursen wurde die Botschaft des Evange-
rin. Sie ist aber auch pragmatisch und setzt sich bei liums lebendig und die Frauen wurden ermutigt,
Jung und Alt für mehr Lebensqualität ein. So reiste sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Alle diese
sich nach abgeschlossener Lehrerausbildung für ein Erfahrungen versucht sie heute in ihre Arbeit zu in-
Jahr nach Lima/Peru und übernahm in einem SOS- tegrieren. Die Begegnungen in der Schweiz und in
Dorf den Kindergarten. Nach ihrer Rückkehr be- Südamerika liessen sie sensibler werden und mit
gann sie Theologie zu studieren. grosser Offenheit auf Menschen zugehen.●14 AGENDA
Themen & Termine
Hölloch Mit anderen Von den
15. OKTOBER Augen sehen Boten
Gottes
Das Helfereitheater begeht mit dieser
Produktion sein 20-jähriges Bestehen. 10. NOVEMBER
Zur Aufführung in der Kapelle des Ökumenische Bildbetrachtung im
Kulturhauses kommt ein «dreifaches Rahmen der Woche der Religionen. Die ADVENTS-
Stück» zu Wahrnehmung und Sehen, Veranstaltung wird von der Arbeitsge- NUMMER
geschrieben von Andres Boller und meinschaft Christlicher Kirchen im Kunstvoll gestaltete Adventsausgabe
Hans Strub, unter Mitarbeit von Friedo Kanton Zürich (AGCK ZH) im Rahmen der Zeitschrift «Frauenforum». Mit
Dürr. Produktionsleitung: Ruth der Woche der Religionen durchge- Doppelkunstkarte A6. Bild und
Boller-Stern. führt. Gespräch zwischen Fachperso- Illustrationen von Regula Freiburghaus,
Premiere am 15. Oktober, 19 Uhr. nen verschiedener Kirchen und der Basel. Bestellung: 061 311 06 73
15. bis 17. / 22. bis 24. / 29. bis 31. Kunstvermittlung über Kunstwerke der frauenforum@solnet.ch
Oktober, Freitag und Samstag 19 Uhr, Sammlung im Kunsthaus Zürich. zeitschrift-frauenforum.ch
Sonntag 17 Uhr. Kulturhaus Helferei. Thema: Hoffnung für die beschädigte
Anmeldung: helfereitheater.ch/ticket Schöpfung? Leitung: Kathrin Rehmat,
Thomas Risel, Sibyl Kraft.
18 bis 19.30 Uhr, Kunsthaus Zürich
Hochsensibilität
Anmeldung: sekretariat@agck-zh.ch 16. BIS 17. OKTOBER
Eintritt ins Kunsthaus ist nur mit
Hochsensible Menschen absorbieren
Covid-Zertifikat möglich. agck-zh.ch viel mehr Informationen als andere und
verarbeiten diese auf einer tieferen
Ebene. In diesem Kurs lernen Sie, sich
selbst zu lieben, so wie Sie sind, sich
aber mehr zu schützen, Nein zu sagen
und vieles mehr. Mit Susan Marletta
Predigt 2.0
Hart. klosterkappel.ch
28. OKTOBER Abschied, Sterben,
Die Sonntagspredigt – eine literarische
Trauer
Gattung, die davon lebt, vorgelesen zu
werden: in einem ganz bestimmten ERFA-Treffen 31. OKT. BIS 26. NOV.
Rahmen. Was geschieht mit ihr, wenn
sie an einem Donnerstag von einer
Schauspielerin gelesen wird?
Wasser Der Verlust eines geliebten Menschen
ist eine der einschneidendsten
Mit Eleni Haupt, Rahel Bains, Evelyn 11. NOVEMBER Erfahrungen im Leben. Alle Gesell-
Goetschl und Talaya Schmid Erfahrungsaustausch für Zürcher schaften haben deshalb Rituale zum
19 bis 21 Uhr, St. Anna-Kapelle Kirchgemeinden mit Umweltmanage- Umgang mit Verlust und Tod entwi-
St. Annagasse 11, Zürich ment und für Interessierte. Die ckelt. Ein Erlebensraum aus Musik,
stiftung-eg.ch/st-anna-forum Organisation «Blue Community» wird Wort und Bild in der Klosterkirche
Kappel lädt während eines ganzen
vorgestellt, als Gemeindebeispiel
Monats zur Besinnung und persönli-
Befragungen erfahren Sie, wie die Kirchgemeinde
Winterthur Veltheim mit Wasser
chen Begegnung mit diesen Themen
ein. Erfahrene Seelsorgerinnen und
durchführen
umgeht, und gemeinsam werden Sie Seelsorger stehen für Gespräche zur
Ideen zusammentragen, was eine Verfügung. Täglich geöffnet von 8 bis
Kirchgemeinde zum sorgsamen 21.30 Uhr. klosterkappel.ch
4. NOVEMBER Umgang mit Wasser tun kann.
17 Uhr, Hirschengraben 50, Zürich.
Sexualität & Liebe
Von der Idee zur Umsetzung:
Bedarfsanalyse und Partizipation als Anmeldung: svenja.espenhorst@zhref.ch
Ziel von Befragungen. Sie lernen
durchgeführte Befragungen und
gelungene Beispiele von Partizipations- Was ist der 6. BIS 7. NOVEMBER
Ein Kurs für Paare, die mehr über die
prozessen kennen und erarbeiten
eigene Vorgehensweisen, angepasst
auf die konkrete Situation in der
Mensch Zusammenhänge zwischen körperli-
cher und seelischer Liebe erfahren und
die neue Wege in der Sexualität
Kirchgemeinde oder Region. Leitung: BIS 21. NOVEMBER kennenlernen möchten. Die Privat-
Mathias Burri, Simone Strohm, Simone Die malerischen und grafischen sphäre ist gewährleistet. Es gibt keine
Siegenthaler Arbeiten von Max Rüedi kreisen um die Gruppengespräche. Mit Kristina Pfister
17 bis 20.30 Uhr, Hirschengraben 7, Fragen des Menschseins wie Geburt und Stefan Mamié. klosterkappel.ch
Zürich oder online. und Tod, Liebe und Angst, Traumwelt
Anmeldung: 044 258 92 15
simone.strohm@zhref.ch
und Spiritualität. Die Gedenkausstel-
lung zeigt Werke aus dem Nachlass Tagung zu Katha-
rina von Zimmern
zhref.ch/intern/kurse/2021/umfra- des Künstlers und gibt Einblick in sein
gen-bei-mitgliedern-sinnvoll-umgesetzt Schaffen. Vortrag von Veronika Kuhn
am 26. Oktober, 19 Uhr. Kunstspazier-
gang am 7. November, 14 Uhr. 7. NOVEMBER
Aussstellung 9 bis 19 Uhr, EPI-Kirche, «Die Äbtissin, der Söldnerführer und
Bleulerstrasse 60, Zürich. ihre Töchter», TVZ 2020. Am Reforma-15
tionssonntag geben die Autorinnen
Christine Christ-von Wedel, Irene
Gysel, Jeanne Pestalozzi und Marlis
Stähli im Kloster Kappel Einblick in ihre
Recherchen zu Katharina von Zim-
mern. Die Tagung beginnt um 12.15
Uhr, nach dem Festgottesdienst (10
Uhr) und einem Imbiss mit Zwinglibrot
und Gerstensuppe. Paralleles Kinder-
programm. klosterkappel.ch
Musik und Wort
7. NOVEMBER
Der Chor des Bach Collegiums Zürich
führt in der Klosterkirche Franz
Schuberts Deutsche Messe auf. Dazu
erklingen Werke für Chor und Orgel
von Bach und Mozart. Die Lesungen
kreisen um die Urkraft des Heiligen.
Leitung: Prof. Bernhard Hunziker.
Lesungen: Pfr. Volker Bleil. 17.15 Uhr,
Klosterkirche. klosterkappel.ch
Dem Abschied
Raum geben
12. BIS 14. NOVEMBER
Die Begleitung schwer kranker und
sterbender Menschen erfordert
Einfühlungsvermögen, Offenheit und
Zugang zu Informationen. Angehörige
Tagung Lern-Loops
sind gefordert, oft überfordert. Wie Lebenswelten auf Distanz VI:
können körperliche, psychische, aber
auch soziale und spirituelle Ängste und Wie muss Kirche werden, um
Nöte gelindert werden? Wie kann ich mit den Menschen Kirche zu
Sorge zu mir selber tragen? Ein
Wochenende mit Pfrn. Regula Eschle
sein? Drei Thesen werden
und Pfrn. Ilona Monz sowie mit reflektiert:
integriertem «Letzte Hilfe Kurs». 1. Kirche soll sich mit NGOs
klosterkappel.ch
und Bewegungen für Werte
einsetzen, die sie begeistert.
Exerzitienwochen- «Wenn ich male, 2. Kirche darf agiles Manage-
ende Magnificat bete ich» ment und Start-Up-Mentalität
lernen.
12. BIS 14. NOVEMBER AB 28. NOVEMBER 3. Kirche soll auch im digita-
Durch Beschäftigung mit dem Loblied Farb-Ikonen und Farb-Tafeln zur len Raum Nähe erzeugen.
der Maria und dessen Vertonung im Bilderdecke von Zillis von Matthias
Magnificat von J.S. Bach stimmen Sie Müller Kuhn im Kloster Kappel. Referentinnen und Referen-
sich auf den Advent ein. Die geistlichen Neben zwölf grossformatigen Farb- ten: Rita Famos, Präsidentin
Übungen, verbunden mit Spaziergän- Ikonen wird ein Zyklus ausgestellt, der
gen, bieten einen Rahmen, um sich für sich auf die Bilderdecke der Kirche in
der EKS, Evelyne Baumber-
Gott und seine Ankunft in der Heiligen Zillis bezieht. Mit Wachskreide und ger, interagiert über Twitter
Nacht zu öffnen. Freitag- bis Samstag- Aquarell sind 32 Bildtafeln nach und Instagram mit einer
abend verbringen Sie im Schweigen. empfunden, welche das Leben Jesu
Daneben besteht Zeit und Gelegenheit, wachsenden Community von
erzählen: Hochromanik trifft auf eine
miteinander im Austausch zu sein. Mit moderne Sichtweise, die frei und «Indie-Christinnen», Ralph
Thomas Muggli, Claudia Kunz und spielerisch mit Farben umgeht und Marthaler, Mitgründer «Kirche
Ernst Meier. klosterkappel.ch Formen neu interpretiert. in Bewegung», Andreas Nufer,
Vernissage: 28. November, 15.30 Uhr
Der eigenen Dauer der Ausstellung: Bis 23. Januar Pfarrer an der «offenen kir-
2022. klosterkappel.ch che bern», Andrea Bianca,
Trauer begegnen Pfarrer und Kirchenrat. An-
schliessender Apéro mit
13. BIS 14. NOVEMBER Tobias Rentsch und Bernhard
In diesem Kurs nehmen Sie sich Zeit Jungen von der unfassbar.ch.
für den Erfahrungsaustausch einerseits
und für individuelle Standortbestim- 29. Oktober, 13.30 bis 17 Uhr, Hirschen-
mungen andererseits. Was zählt, ist graben 50, Zürich. Anmeldung:
das, was Ihnen gut tut. Dem gehen wir contact@reflab.ch. reflab.ch/events
nach und finden heraus, wie Sie sich
selbst in der Traurigkeit und im
Alleinsein Sorge tragen können. Mit
Anja Niederhauser. klosterkappel.chCH-8001 Zürich
P. P. / Journal
Post CH AG
notabene
AZB
8024 Zürich, notabene@zhref.ch
Hirschengraben 7, Postfach 673,
Kommunikation
Evang.-ref. Landeskirche,
Adressberichtigung an:
Hirschengraben 7, 8024 Zürich
Kantons Zürich
Evang.-ref. Landeskirche des
Absender: notabene
Kirche mitgestalten. Was man als Mitglied der Kirchenpflege bewegen kann.
Lesen Sie dazu den Artikel ab Seite 6.
Illustration: Anna Sommer www.annasommer.ch
IMPRESSUM DRUCK UND DESIGN
«notabene» ist die Zeitschrift aller, die Robert Hürlimann AG, Zürich
beruflich, ehrenamtlich oder regel Raffinerie AG, Zürich
mässig freiwillig als Mitglieder in der
Zürcher Landeskirche mitarbeiten. AUFLAGE
6500 Exemplare. Erscheint monatlich
HERAUSGEBERIN mit Doppelnummern im Juli und
Evangelisch-reformierte Landeskirche Dezember.
des Kantons Zürich,
Abteilung Kommunikation (KOM), NÄCHSTE AUSGABE
Hirschengraben 7, 8024 Zürich
Nr. 9/ 2021 (November)
REDAKTION UND
NOTABENE IM WEB
GESTALTUNG
www.zhref.ch / notabene
Christian Schenk (SCH),
Madeleine Stäubli-Roduner (ROD)
Tel. 044 258 92 97, notabene@zhref.ch TITELBILD
Redaktionssekretariat: Duncan Guggenbühl ist Kirchenpfleger
franziska.schellenberg@zhref.ch in Zürich. Er erzählt, was man dabei
Tel. 044 258 92 13 lernt und bewegt. Foto: Reto Schlatter
AUTORINNEN
Viviane Schwizer (VS)
Esther Derendinger (ED)Sie können auch lesen