Kirche bei uns - Evangelische Kirchengemeinde Neu-Westend
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Juni/Juli 2021
Kirche bei uns.
Evangelische Kirchengemeinden Neu-Westend Frieden
Ich liebe einen Regenbogen im Sommer.
Was wünscht ihr euch für diesen Sommer?
Wir haben in unseren Kindertagesstätten nachgefragt, was sich
die Kinder wünschen. Die Antworten, die sie uns in die Feder
diktiert oder gemalt haben, finden Sie auf Seite 13. Bleibt noch
die Frage: Was wünschen Sie sich für diesen Sommer?Kirche bei uns. Gottesdienste
JUNI JULI
SONNTAG, 6. JUNI (1. SONNTAG NACH TRINITATIS) SONNABEND, 3. JULI
10.00 Uhr Neu-Westend G Pfn. Biebuyck 18.00 Uhr Neu-Westend Taizé Pfn. Althaus
11.00 Uhr Hermann-Stöhr-Haus G Ingrid Portmann
11.30 Uhr Friedenskirche G Pfn. Biebuyck SONNTAG, 4. JULI (5. SONNTAG NACH TRINITATIS)
10.00 Uhr Neu-Westend G Pfn. Althaus
DONNERSTAG, 10. JUNI 11.30 Uhr Friedenskirche G Pfn. Althaus
11.00 Uhr Nova Vita G Pfn. Althaus
DONNERSTAG, 8. JULI
SONNABEND, 12. JUNI 11.00 Uhr Nova Vita G Pfn. Althaus
11.00 Uhr Friedenskirche Konfirmation Pfr. Häfele
12.00 Uhr Neu-Westend Konfirmation Pfr. Vöhler SONNTAG, 11. JULI (6. SONNTAG NACH TRINITATIS)
14.30 Uhr Friedenskirche Konfirmation Pfr. Häfele 10.00 Uhr Neu-Westend G Pfn. Biebuyck
18.00 Uhr Neu-Westend Taizé Vikarin Dittmann 11.30 Uhr Friedenskirche A Pfn. Biebuyck
SONNTAG, 13. JUNI (2. SONNTAG NACH TRINITATIS) SONNABEND, 17. JULI
10.00 Uhr Neu-Westend Konfirmation Pfr. Vöhler 18.00 Uhr Neu-Westend Taizé Pfn. Althaus
11.00 Uhr Hermann-Stöhr-Haus G Prädikantin Busse
11.30 Uhr Friedenskirche Konfirmation Pfr. Häfele SONNTAG, 18. JULI (7. SONNTAG NACH TRINITATIS)
10.00 Uhr Neu-Westend G Pfn. Althaus
SONNABEND, 19. JUNI 11.30 Uhr Friedenskirche G Pfn. Althaus
11.00 Uhr Friedenskirche Konfirmation Pfr. Häfele
12.00 Uhr Neu-Westend Konfirmation Pfr. Vöhler SONNABEND, 24. JULI
14.30 Uhr Friedenskirche Konfirmation Pfr. Häfele 18.00 Uhr Neu-Westend Ad Markus Simon
SONNTAG, 20. JUNI (3. SONNTAG NACH TRINITATIS) SONNTAG, 25. JULI (8. SONNTAG NACH TRINITATIS)
10.00 Uhr Neu-Westend Konfirmation Pfr. Vöhler 10.00 Uhr Neu-Westend G Pfr. Häfele
11.30 Uhr Friedenskirche F Pfn. Biebuyck, Pfr. Häfele 11.30 Uhr Friedenskirche A Pfr. Häfele
SONNABEND, 26. JUNI
18.00 Uhr Neu-Westend Ad Markus Simon AUGUST
SONNTAG, 27. JUNI (4. SONNTAG NACH TRINITATIS) SONNTAG, 1. AUGUST (9. SONNTAG NACH TRINITATIS)
10.00 Uhr Neu-Westend G Pfr. Vöhler 10.00 Uhr Neu-Westend G Pfr. Vöhler
11.30 Uhr Friedenskirche G Pfr. Vöhler 11.30 Uhr Friedenskirche G Pfr. Vöhler
SONNTAG, 8. AUGUST (10. SONNTAG NACH TRINITATIS)
10.00 Uhr Neu-Westend F Pfr. Vöhler
Abschluss des Sommerferienprojekts
11.30 Uhr Friedenskirche F Pfr. Häfele
Abschluss des Sommerferienprojekts
Unter www.friedensgemeinde.berlin und
www.kg-neu-westend.de und in unseren
Schaukästen finden Sie aktuelle Informationen,
wann und wie wir Gottesdienste feiern. Got tesdienstor te:
FRIEDENSKIRCHE, Tannenbergallee 6
A: Abendmahl
Ad: Andacht Die
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eu- E
We B E T
ste
ndMonatsspruch Juli
Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
Denn in ihm leben, weben und sind wir.
Apostelgeschichte 17,27
Paulus in Athen Ich vermutlich nicht. Als Kind der Postmoderne bin ich
Athen, um das Jahr 50 nach Christus. Der Apostel Pau- erst einmal skeptisch, wenn mir jemand mit seiner Wahr-
lus vertreibt sich die Zeit mit Sightseeing. Er besichtigt heit kommt. Vor allem, wenn es gleich ums große Ganze
die Stadt mitsamt ihren Tempeln, so wie das auch heu- geht. Dann wird es mir schnell zu unbegreiflich und zu
te noch viele Touristen und Touristinnen tun. Hätte er es hoch. Jedenfalls hat es im Zweifel nichts mehr mit mei-
lieber gelassen. So ärgert er sich nun über die vielen nem Leben zu tun.
Götterstatuen, die er sieht.
Ich leide auch nicht oder spüre, dass da ein Defizit ist,
Paulus kann einfach nicht anders. Er schaut sich auch das Gott ausgleichen müsste, damit ich leben kann. Ich
nicht nur um: „Er sprach in der Synagoge zu den Juden komme auch so ganz gut durch. Es ist eher so etwas wie
und zu denen, die an den Gott Israels glaubten. Und eine Sehnsucht, die Ahnung, dass da mehr ist, die mich
jeden Tag redete er mit den Leuten, die er zufällig auf Gott suchen und manchmal auch finden lässt. Ich finde
dem Marktplatz antraf.“ Und die Menschen hören ihm das auch ganz in Ordnung. Es ist ja schließlich Gott,
zu: „Die Athener“, weiß die Apostelgeschichte zu be- der sein wird, der er sein wird. Nicht der, den ich haben
richten, „kannten keinen besseren Zeitvertreib, als stets möchte.
das Neueste in Erfahrung zu bringen und es weiterzuer-
zählen.“ Beste Voraussetzungen. Auf Spurensuche
Für mich wäre es vermutlich auch nicht mit einer Predigt
Der unbekannte Gott getan, die jemand vor einem Supermarkt hält. Dafür
Paulus stellt es schlau an: redet nicht davon, was ihn är- braucht es schon mehr. Mir hat es immer sehr dabei ge-
gert, sondern lobt die Athener erst einmal dafür, dass holfen, Gott in meinem Leben zu entdecken, wenn mir
sie so religiös sind. Er habe auf seinen Streifzügen sogar andere von ihren Erfahrungen mit ihm erzählt haben. Es
einen Altar „für einen unbekannten Gott“ entdeckt. Der gehört auch Übung dazu, die Spuren zu entdecken, die
sei ihm nun aber gar nicht so unbekannt. Sein Wissen Gott in einem Leben hinterlässt, und ich finde, auch Mut,
teile er auch gerne. von ihnen zu sprechen. Und es ist ein langer Weg: Un-
terwegs tauchten auch immer wieder neue Fragen auf,
Paulus weiß nämlich eine ganze Menge über diesen manchmal auch Zweifel, genauso wie Träume und Hoff-
Gott zu berichten, von dem die Athener nur noch nichts nung. Manchmal bin ich einfach nur müde oder genervt,
wissen: dass man sich von ihm kein Bildnis machen dürfe dass Gott sich schon wieder so geheimnisvoll gibt. Und
und dass er einen geheimnisvollen Namen habe. „Ich manchmal überglücklich. So ist er eben: Er wird sein,
werde sein, der ich sein werde.“ Er wohne auch nicht der er sein wird. Wie, das wird sich zeigen. Nur eines ist
in Tempeln, und obwohl er über Himmel und Erde herr- sicher: „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
sche, sei dieser Gott „nicht ferne von einem jeden unter Denn in ihm leben, weben und sind wir.“
uns.“ Er ist immer schon da, erklärt Paulus. „Denn in ihm
leben, weben und sind wir.“
Das gefällt den Athenern. Die Stimmung kippt erst, als
Paulus auf Jesus zu sprechen kommt. Das passt dann
doch nicht so richtig ins Bild. Dieser Gott ist ja offenbar
doch nicht so unnahbar, wie Paulus es behauptet hat.
Und als er dann noch von der Auferstehung berichtet, ist
es endgültig um sie geschehen. Die einen lachen Paulus
aus. Die anderen empfehlen sich: „Darüber wollen wir
ein andermal mehr von dir hören.“ Und dann gibt es
noch die, die mehr von ihm hören wollen. Zwei werden
namentlich genannt.
Wären Sie mitgegangen?
Würden Sie mitgehen, wenn jemand vor dem Super-
markt von einem unbekannten Gott erzählen würde,
und Sie hinterher noch auf eine Tasse Kaffee einläd? Wolfgang Häfele
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Schabbat und Sonntag: Ein Vorgeschmack auf das
Reich Gottes, ein Recht auf Ruhe für Mensch, Tier und
Panze: Für Momente des Friedens und des Glücks.
Keine Ausbeutung: Leben ist nicht verfügbar.
Gut für die Seele, gut für die Welt!
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#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst Reich Gottes, ein Recht auf Ruhe für Mensch, Tier und
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Was bedeutet Schabbat für mich?
#beziehungsweise: jüdisch undThora,
christlich – näher als du denkst
Ich bin mit den jüdischen Traditionen von klein auf auf-
hebräisch: Parashat HaShavua, den man wäh-
gewachsen und meine prägnantesten Erinnerungen an rend des Gottesdienstes liest, gemeinsam zu reflektieren,
#beziehungsweise:
unsere
jüdisch und christlich gemeinsamen
– näher als du denkst Feste waren immer die Schabbat- einen aktuellen Bezug und Zusammenhang zu unserem
Abende. Schabbat ist der wichtigste Feiertag im Juden-
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heutigen Geschehen herzustellen und eine Lehre und
tum. Er stellt einen Ausgleich zu den gewöhnlichen Rou- eine Weisung darin zu erkennen. Wir suchen also nach
tinen des Arbeitslebens dar und dient von Freitagabend Parallelen zwischen den damaligen Ereignissen aus der
bis Samstagabend als Phase der Entspannung, der Be- Thora und unserem Leben. Alle sind aufgefordert, ihre
sinnung und der Reflexion auf die vergangene Woche. Assoziationen und Gedanken zum jeweiligen Wochen-
Traditionell wird der Schabbat eingeleitet durch das An- abschnitt zu teilen. Die Diskussionen, die daraus entste-
zünden der Kerzen mit dem Segensspruch: hen, sind sehr spannend und haben mir immer wieder
neue Perspektiven und Blickwinkel auf verschiedene Si-
עֹולם
ָ ֹלהינּו ֶמ ֶלְך ָה-
ֵ י ֱא- ָָּברּוְך ַא ָּתה ֲאד ֹנ tuationen ermöglicht.
Schabbat ist ein körperlich erholsames und geistiges Ge-
ֹותיו וְ ִצּוָ נּו ְל ַה ְד ִליק נֵ ר ֶׁשל ַׁש ָּבת ק ֶֹדׁש
ָ ֲא ֶׁשר ִק ְּד ָׁשנּו ְּב ִמ ְצ schenk. Die Arbeit ruht und der Mensch darf sich, wie
Gott am siebten Tag der Schöpfungsgeschichte, vollkom-
men entspannen. Nun gibt es für diese „Entspannung“
Übersetzung: „Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, Kö- klar formulierte, religionsgesetzliche Richtlinien, wie zum
nig des Universums, der uns geheiligt hat durch Seine Beispiel das Verbot jeglicher Benutzung von Elektrizität
Gebote, und uns befohlen hat, das Licht des heiligen oder das Verbot der Verrichtung von Arbeit. Egal, wie
Schabbats zu entzünden.“ man den Ablauf und die Strenge der Ruhe des Schab-
bats für sich handhabt, Hauptsache ist, man erreicht
Am Schabbat gehen viele Familien zusammen zum innerhalb seines Umfeldes Harmonie und persönliche
Gottesdienst in die Synagoge, doch im Zentrum dieses Gelassenheit, um wiederum für die kommende Woche
Feiertages steht der Kiddusch. Kiddusch kommt vom Kraft, neue Energie und neue Ideen zu sammeln. Somit
Hebräischen „kadesch“, קדשund bedeutet „heiligen“. ist Schabbat für mich ein wichtiger Moment des „Inne-
Die Heiligung bzw. Würdigung dieses Ruhetages erfolgt haltens“, ein besonderer Ruhepol unter den anderen, er-
durch den Segensspruch des Weines, Symbol für Reich- eignisreichen Wochentagen, den ich in geschützter und
tum und Wohlstand, sowie durch den Segensspruch für vertrauter Atmosphäre mit meinen engsten Mitmenschen
die Challah, der beiden Hefezöpfe, die an Gottes Ga- feiere und über dessen Existenz ich mich jedes Mal aufs
ben in der Wüste während des Auszuges des Volkes Is- Neue freue.
rael aus Ägypten erinnern. Während des Auszuges aus
Ägypten ließ Gott täglich das Brot „Man“ vom Himmel
herabfallen, sodass alle Menschen genug zu essen hat-
ten. Um die Schabbatruhe am siebten Tag einhalten zu
können, fiel das Brot am sechsten Tag zweimal herab, Adina Schuster ist
damit war bereits für den nächsten Tag vorgesorgt. 22 Jahre alt und in Neu-
Westend aufgewachsen.
Schabbat ist ein Tag der Zusammenkunft – der Familie im Sie ist Studentin der Jü-
Besonderen, aber auch der vielen Freunde und Gäste, dischen Studien und der
die man gerne zum gemeinsamen Essen empfängt. Für Geschichte an der Uni-
mich ist es vor allem ein fröhlicher, friedvoller Tag, den versität Potsdam und seit
ich zusammen mit meinen Freunden und meiner Familie Januar 2021 Präsidentin
verbringe und auf den wir uns über die Woche freuen, der Jüdischen Studieren-
weil wir uns dann wiedersehen und austauschen können. deninitiative in Berlin und
In meiner Familie ist es üblich, den Wochenabschnitt der Brandenburg.
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Auf zu neuen Ufern! Neues Gesangbuch: Schick uns Dein Lied!
Nach den Sommerferien beginnen in unseren Gemein- „Lobe den Herrn“ oder „Da wohnt ein Sehnen tief in
den die nächsten Konfirmationskurse. Ein Schuljahr lang uns“? Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottes-
beschäftigen wir uns mit den wirklich großen Fragen des dienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Genauer gefragt:
Lebens: Was sind Ihre TOP 5? Denn die werden jetzt gesucht.
Und zwar für das neue Gesangbuch, das bis 2030 er-
Wer bin ich? scheinen soll. Zunächst digital, später auch in gedruck-
Wo komme ich her? ter Form.
Wo will ich hin? Beteiligen Sie sich an der Umfrage und tragen Sie Ihre
Gibt es Gott? Lieblingshits ein, also genau die Lieder/Songs, die auf
jeden Fall im neuen Gesangbuch stehen müssen. Die
Und, wenn ja, was hat er mit meinem Leben zu tun? Aktion läuft bis zum 2. August. Aus allen genannten
Liedern werden gemeinsame TOP 5 gebildet, die Sie
voraussichtlich Ende dieses Jahres in der Liederapp
Gemeinsam suchen wir nach Antworten – oder versu- „Cantico“ finden. Die Umfrage sowie alle weiteren
chen zumindest, die Fragen besser zu verstehen. Informationen zur Aktion und weiteren Beteiligungs-
Dazu treffen wir uns einmal in der Woche, nach Möglich- möglichkeiten am neuen Gesangbuch finden Sie unter
keit analog. In der Herbstferienwoche (11.-15.10.2021) www.ekd.de/top5.
werden wir gemeinsam auf Reisen gehen, und vielleicht
sogar noch ein zweites Mal zum Abschluss der Konfir- Das neue „Gesangbuch“ wird viele Hintergrundinfos
mandenzeiten (26.-29.5.2022). und deutlich mehr Lieder enthalten. Auf der Website
www.ekd.de/evangelisches-gesangbuch finden Sie
An unseren Konfirmationskursen können alle Jugendli- viele weitere Informationen zur Entstehung des neuen
chen teilnehmen, die im Frühsommer 2022 14 Jahre alt Gesangbuchs und die Geschichte des evangelischen
sein werden – egal zu welcher Gemeinde sie gehören, Gesangbuchs. Dort finden Sie auch ein Anmeldeformu-
ob sie schon getauft sind oder noch nicht. Nur entschei- lar für den E-Mail-Newsletter, der regelmäßig erscheint.
den müssen sie sich am Ende. Das ist so, wenn man er- Informationen zum Gesangbuchprozess in unserer Lan-
wachsen wird, und darum geht es in der Konfirmation: deskirche finden Sie unter www.ekbo.de/gesangbuch.
selbst zu entscheiden, ob ich zur Kirche dazugehören
möchte, ob ich sie mitgestalten und Verantwortung
übernehmen möchte – oder nicht.
Friedensgemeinde: montags, 17.30-19.30 Uhr. „Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich
Info-Abend für Eltern und Jugendliche am 16. und 17.8., behüten auf all deinen Wegen.“ - Psalm 91,11
19.30 Uhr. Weitere Informationen unter
www.friedensgemeinde.berlin/konfirmation, bei Jakob
Bindel oder Wolfgang Häfele (s. S. 20) TAUFEN FRIEDEN: Marlene H., Benedikt K.,
Josephine G., Mia R.
Epiphanien: dienstags, 17-18.30 Uhr.
Info-Abend für Eltern und Jugendliche am 1.6., 20 Uhr, TAUFE NEU-WESTEND: Thea L.
in der Knobelsdorffstr. 72/74. Weitere Informationen
bei Pfarrerin Ramona Rohnstock, Tel. 89 06 22 66, BESTATTUNGEN FRIEDEN: Gisela F., 97 J., Bernd L., 57 J.,
ramona.rohnstock@epiphanien.de. Hans G., 86 J., Erika A., 94 J., Dr. Albrecht H., 81 J.,
Jessica P., 49 J., Gisela H.-F., 85 J.
Neu-Westend: donnerstags, 17-18.30 Uhr. Eltern-
abend am 12.8., 19.30 Uhr, per Zoom. Weitere Infor- BESTATTUNGEN NEU-WESTEND: Achim Freiherr von E., 89 J.,
mationen bei Pia Folgmann, Frank Vöhler und Jakob Karin H., 78 J., Birgit C., 70 J., Willfred K., 73 J.,
Bindel (s. S. 20) Margarete S., 100 J., Eckart B., 80 J., Ursula H., 95 J.
7Kirche bei uns. Aktuelles für alle
Upcycling. Wir machen etwas draus. In der letzten Sommerferienwoche, 2.-8. August, ver-
Sommerferienprojekt der Gemeinden Neu-Westend wandeln wir unsere alten, abgenutzten, beschädigten
und Frieden für Schulkinder bis 12 Jahre und nicht mehr gebrauchten und schon zum Müll sor-
tierten Dinge wieder in Benutzbares und Schönes: Wir
machen uns an die Wiederverwertung von Papier, alter
Kleidung und Keramik. Upcycling nennt man das.
Jeden Tag gibt es eine besondere Aktion oder Exkursi-
on: z. B. eine Radtour. Wir befreien ein kleines Wald-
stück vom Müll, kaufen ein und kochen, ohne dabei zu
viel Müll zu produzieren. Wir tauschen unsere Ideen
über nachhaltiges Wohnen aus und bauen dazu eine
Miniaturwelt.
Damit uns Corona keinen Strich durch die Rechnung
macht, treffen wir uns in verlässlichen Kleingruppen von
bis zu fünf Kindern, die wir jeweils von 9-16 Uhr betreu-
Nachhaltig leben – wie geht das eigentlich? Indem en können.
wir weniger Müll produzieren und einfach nicht so viel Weitere Informationen und das Anmeldeformular findet
Neues kaufen. Aber ist das nicht auch langweilig? Was, ihr unter www.friedensgemeinde.berlin/upcycling
wenn man mal etwas Neues haben möchte? Wir glau-
ben: Das geht beides! Das Team aus Neu-Westend und Frieden
Lesetipps für den Sommer
Was könnte auf der Suche nach einem Buch für den Liste ist leider nicht vollständig. Da tut es gut, sich einmal
Sommer verheißungsvoller klingen als ein Titel wie vor Augen zu führen, dass es in den letzten Jahrzehnten
„Becks letzter Sommer“ vom großartigen Autor Bene- durchaus Fortschritte für viele Menschen weltweit gab
dict Wells. Beck, verkanntes Musikgenie, der sich als und auch Grund zur Hoffnung besteht. Im Jahr 2018 hat
Lehrer verdingen muss und auf eine Midlife-Krise zu- der schwedische Wissenschaftler Hans Rosling gemein-
steuert, verbringt eben jenen Sommer mit einem aben- sam mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter das
teuerlichen Roadtrip. Dieser führt ihn quer durch Europa Buch „Factfulness – Wie wir lernen, die Welt zu sehen,
bis nach Istanbul. Seine Reisepartner sind sein Schüler wie sie wirklich ist“ herausgegeben (und sein Erscheinen
Rauli Kaunas aus Litauen und sein einziger Freund, ehe- leider nicht mehr erleben dürfen). Rosling redet die mas-
maliger Bandkollege und Hypochonder Charlie. Beck siven Probleme auf unserer Welt keineswegs klein. Sein
will Rauli, in dem er sein eigenes jugendliches Talent Verdienst ist, dass er einige überkommene Einschätzun-
wiederauferstehen sieht, zu der Karriere verhelfen, die gen faktenbasiert und nie polemisch geraderückt. Ros-
ihm selbst nicht vergönnt war. Sie ahnen es bereits: Der ling weist darauf hin, dass politische Entscheidungen
Plan ist gut, aber geht er auch auf? Furios schildert Be- von großer Tragweite oft auf der Grundlage von Fakten
nedict Wells, wie das Dreiergespann durch Mittel- und und Erkenntnissen getroffen werden, die heute veraltet
Osteuropa reist und dabei Begegnungen und Erlebnisse sind. Vieles hat sich weltweit verbessert, z.B. die Zahl
der gelinde gesagt recht aufregenden Art hat. Drogen- der Mädchen, die über eine Grundschulbildung verfü-
schmuggel und andere Geheimnisse machen den Trip gen, die Verringerung des Anteils der Weltbevölkerung,
zu einem Abenteuer, das Beck gerade noch gebraucht die in extremer Armut lebt, der Anteil kleiner Kinder, die
hat in diesem Sommer. Und auch vieles andere hätte ein geimpft sind oder die Zahl der Menschen, die Zugang
besseres Ende nehmen können. Der kurzweilige, tem- zu Elektrizität haben. Rosling versucht an keiner Stelle
poreiche und tragik-komische Roman erschien bereits dieses kurzweiligen und anschaulich geschriebenen
2008 als Erstling Benedict Wells‘ bei Diogenes. Aber Sachbuchs, die Ungerechtigkeiten und Probleme auf
was soll’s? Den Sommer gibt es ja auch schon etwas län- der Welt zu relativieren. Er will lediglich zeigen, dass
ger. Und eine passende Geschichte dazu verjährt nicht. Veränderung zum Besseren möglich ist und die Anstren-
Was gerne mal verjähren könnte, sind all die Krisen, mit gung lohnt. Und das ist doch gerade in unseren Zeiten
denen wir tagtäglich konfrontiert werden: Klima-Krise, einmal eine Botschaft, die zuversichtlich stimmt. Auch im
Corona-Pandemie, Kriege und Verteilungskämpfe. Die Jahr 2021 kann vieles besser werden.
Katrin Liebelt
8„Der Kirchenmusiker für nur eine Gemeinde wird der Ausnahmefall sein“
Ein neues Konzept für die Kirchenmusik der Zu-
kunft – das ist das Ziel einer Arbeitsgruppe im Welche Herausforderung
Kirchenkreis. Auch Kreiskantor Matthias Schmel- stellt diese Zukunftsper-
mer arbeitet daran mit. Im Interview spricht er spektive an die Kirchen-
über Chöre am Bildschirm, vernetztes Arbeiten musiker?
und weshalb er der Zukunft der Kirchenmusik Wir verstehen uns alle gut,
trotz aller Schwierigkeiten optimistisch entgegen- beackern unsere Arbeits-
blickt. bereiche aber noch relativ
allein. Die Fragen, die uns
Ein neues Konzept für die Kirchenmusik – beschäftigen, sind aber
weshalb arbeitet ihr daran? ähnlich: Wie transformie-
MATTHIAS SCHMELMER: Es gibt im Kirchen- ren wir Chöre, die immer
kreis seit 2016 eine Rahmenvereinbarung zur älter werden? Wo finden
Kirchenmusik, die festlegt, wie viele Stellen wir wir guten Nachwuchs? Wie
in den Gemeinden haben und wie wir sie finan- Matthias Schmelmer organisiert man sich künf-
zieren. Diese Vereinbarung ist nun ausgelaufen. tig, wenn man für mehrere
Gleichzeitig stehen wir vor einem Jahrzehnt, in Gemeinden zuständig ist –
dem wir wahrscheinlich mit weniger Einnahmen aus- denn dann sind viel mehr Absprachen notwendig. Also
kommen müssen, auch wenn Prognosen schwierig sind. bietet es sich an, enger zusammenzuarbeiten, auch in
Es ist also ein guter Moment, um zu schauen: Welche Projekten. Der Kirchenmusiker, der nur noch für eine
kirchenmusikalischen Stellen und Angebote gibt es Gemeinde zuständig ist, wird der Ausnahmefall sein.
überhaupt in den Gemeinden? Daraus leiten wir ab,
welche Schwerpunkte es künftig geben könnte. Wird die Corona-Zeit die Kirchenmusik verän-
dern?
Was heißt das genau? Wir kommunizieren mit den Chören und Gruppen un-
Es wird Gemeinden mit großen Kantoreien oder ei- terschiedlich intensiv – das reicht von der Mail bis zu
nem regelmäßigen kirchenmusikalischen Konzertleben regelmäßigen Proben per Videokonferenz, die gut funk-
geben. Andere Gemeinden werden auf einen großen tionieren. Vor allem die Kolleginnen und Kollegen, die
Chor verzichten, aber ihren Schwerpunkt in der musika- Kinderchöre haben, sind aber besorgt, dass sie nach
lischen Arbeit mit Kindern setzen. Und wieder anderen Corona wieder von vorn anfangen müssen. Ich sehe
genügt es neben einer Singgruppe vielleicht, wenn ein das auch so, bin aber optimistisch, dass wir das schaf-
Organist den Sonntagsgottesdienst gestaltet. Unser Ziel fen. Es ist nur ärgerlich, dass man diese gemeinsame
ist, auch in Zukunft ausstrahlungsfähige Kirchenmusik zu Zeit verliert. Was wir nicht voraussehen können, ist, wie
machen. sehr Corona die Kirchensteuerverluste beschleunigen
wird – und wie wir darauf reagieren müssen.
Jede Gemeinde einen Chor und einen Kantor –
diese Situation wird es in zehn Jahren definitiv Wann werdet ihr die Ergebnisse eurer Arbeit prä-
nicht mehr geben? sentieren?
Nein, das gibt es schon jetzt nicht mehr. Natürlich braucht Voraussichtlich auf der Frühjahrssynode 2022. Wir
jede Gemeinde mindestens eine Basisversorgung, also möchten so viele Menschen wie möglich in diesem Pro-
Musik im Gottesdienst. Darüber hinaus kann und muss zess mitnehmen. Deshalb sind in unserer Arbeitsgruppe
aber nicht jeder alles anbieten. Ich wünsche mir, dass im nicht nur Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, son-
Konzept klar wird, wie wir über Gemeindegrenzen hin- dern auch der Vorsitzende eines Gemeindekirchenrates
weg in der Kirchenmusik enger zusammenarbeiten. Mir und Leute aus dem Personalausschuss. Und wir planen,
scheint es sinnvoller, wenn jemand für zwei Gemeinden das Konzept vorher auch in den Gemeindekirchenräten
arbeitet und dafür eine auskömmliche Vollzeitstelle hat, vorzustellen.
statt überall kleine Teilzeitstellen zu besetzen. Was wir Interview: Juliane Kaelberlah
nicht möchten, ist, dass im Kirchenkreis eine Art Flicken-
teppich entsteht, der nicht strukturiert ist. Jetzt kann man
noch Stellschrauben drehen, das nutzen wir.
9Kirche bei uns. Frieden
Liebe Leserin, lieber Leser, Eine Bitte
Es ist ein neuer Weg. Immerhin haben wir die „Kirche
„wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. bei uns“ viele Jahre lang gemeinsam mit unserer Nach-
/ Die Tore stehen offen. / Das Land ist hell und weit.“ bargemeinde Neu-Westend herausgegeben. Deshalb
– Im letzten Jahr haben wir uns so manches Mal ge- bitten wir Sie, uns auf diesem Weg zu begleiten. Wenn
fragt, ob es wirklich so ist. Die Zukunft mag zwar Gottes Sie unterwegs feststellen, dass Ihnen etwas fehlt, lassen
Land sein, aber rosig sieht sie deshalb zumindest aus der Sie es uns bitte wissen. Wir suchen dann gemeinsam
Ferne betrachtet längst nicht immer aus. Die Friedens- nach einer Lösung.
gemeinde schrumpft: Seit Ende 2015 haben wir gut 6%
unserer Mitglieder verloren. Damit stehen wir zwar im Vertraut den neuen Wegen
Vergleich gut da. Trotzdem spüren auch wir den Verän- Vielleicht hatten Sie die Melodie gleich im Ohr, als Sie
derungsdruck, der sich u.a. in der Kürzung der Pfarrstel- eben den Text des Lieds „Vertraut den neuen Wegen“
le niedergeschlagen hat. Wenn wir das, was die Frie- gelesen haben, oder sogar mitgesummt? – In der Frie-
densgemeinde ausmacht, bewahren wollen, müssen wir densgemeinde nehmen wir uns das sehr zu Herzen. Die
uns entwickeln. Darin ist die Gemeinde geübt und gut, Zukunft mag manchmal nicht rosig scheinen. Wir glau-
selbst wenn es uns oft schwerfällt. ben, dass es sich trotzdem lohnt, aufzubrechen: Wer
aufbricht, der kann hoffen. Und wer Hoffnung hat, kann
Abschied von der Kirche bei uns aufbrechen.
In den letzten beiden Jahren haben wir im Gemeindekir- Darum geht es übrigens auch im letzten Gottesdienst vor
chenrat immer wieder über die „Kirche bei uns“ gespro- den Sommerferien am Sonntag, den 20.6., 11.30 Uhr,
chen. Die Probleme häufen sich: Die Zahl der Ehrenamt- in der Friedenskirche. Und wer weiß: Vielleicht kann un-
lichen, die die Zeitung verteilen, nimmt ab. Die Zeitung ser Sommerfest in diesem Jahr stattfinden.
wird von vielen bestenfalls überflogen. Sie bindet er- Herzlich grüßen Sie im Namen des Gemeindekirchen-
hebliche Ressourcen von Mitarbeitenden. Zudem, fin- rats
den wir, passt es nicht mehr in die Zeit, jedes Jahr ca. 70
Umzugskartons Papier zu bedrucken und zu verteilen. Ihre Birte Biebuyck, Susanne Pumpe
Wir haben uns deshalb schweren Herzens entschieden, und Wolfgang Häfele
als Friedensgemeinde die „Kirche bei uns“ im August/
September zum letzten Mal herauszugeben.
Neue Wege
Selbstverständlich werden Sie auch in Zukunft aus Ihrer
Friedensgemeinde hören. Wir werden Sie weiterhin über „Von allen Seiten umgibst du mich
Angebote und Veranstaltungen aus der Friedensgemein-
de, Neu-Westend und dem Kirchenkreis informieren und und hältst deine Hand über mir.“
aus dem Gemeindeleben erzählen – nur eben verstärkt Psalm 139,5
über andere Kanäle. Wir haben vor, zweimal im Jahr
ausführliche Briefe an alle Gemeindeglieder zu verschi- Wir trauern um
cken. Wir senden Grüße zu bestimmten Geburtstagen
und es wird auch weiterhin einen papiernen Kalender Marina Billy
für Ihren Kühlschrank geben.
Unter www.friedensgemeinde.berlin können Sie schon *5.8.1974 + 7.5.2021
jetzt unseren monatlich erscheinenden Newsletter abon- Wir erinnern uns an ein vielfältig engagiertes und
nieren. Wir wissen: Nicht alle Gemeindeglieder haben immer fröhliches Mitglied im Gemeindekirchen-
einen Internetanschluss. Denen, die es möchten, senden rat und sind dankbar für die Zeit, die sie uns ge-
wir den Newsletter auch gerne per Post zu. Wir werden schenkt hat.
mehr als bisher in sozialen Medien wie Facebook und
Instagram präsent sein – dort, wo viele Menschen Zeit Der Gemeindekirchenrat der Friedensgemeinde
verbringen, die sich in unserer Gemeinde zu Hause füh-
len.
10MENSCHEN BEI UNS
Katrin Liebelt hat ein ganz besonderes Ehrenamt:
Sie verwahrt den Schlüssel zur Kirche. Außerdem
schreibt sie. Sie ist Mutter von vier Töchtern und hat
einen roten Kater, der Ihnen vielleicht schon einmal
begegnet ist. Wolfgang Häfele hat mit ihr über ihre
Nähe zur Kirche und ihre Bücher gesprochen.
Du wohnst direkt neben Kirche und Gemeinde- Dein neuestes Buch „Endlich wieder gute Bil-
haus und hast insofern einen ganz besonderen der“ erzählt von der Redenschreiberin Mia Un-
Blick auf die Gemeinde. ruh. Die Romane „So auf Erden“ und „Im Nor-
KATRIN LIEBELT: Ja, ich finde, das ist schon mehr den ein Licht“ erzählen Familiengeschichte. Wie
als Nachbarschaft. Ich bekomme Trauerfeiern oder hilft dir das Schreiben dabei, deine Familienge-
Hochzeiten mit, wann Konfirmandenunterricht ist und schichte zu verarbeiten?
sehe, wann ich die Kinder losschicken muss, damit sie Es hat schon etwas Therapeutisches. Es hilft mir, Be-
sich an Heilig Abend in die Schlange stellen. In einem gebenheiten zu verstehen und mit ihnen abzuschlie-
anonymen Großstadtumfeld ist das so ein bisschen ßen. Ich hatte bei allen drei Büchern die erste Szene
wie das Leben in der Kleinstadt, aus der ich stamme. im Kopf. Das Schreiben war dann wie ferngesteuert.
So sehr ich manchmal mit der Großstadt fremdle, so Ich hatte nie einen Plan, was passieren würde oder
geborgen fühle ich mich hier. wie die Geschichten enden sollten. Sie haben sich
einfach entwickelt. Beim Redenschreiben habe ich es
Du bist in einer katholisch geprägten Umgebung übrigens auch so gemacht: Ich habe einfach mit dem
groß geworden. Wie hast du die Kirche damals ersten Satz angefangen, der Rest kam von selbst.
erlebt?
Die Kirche hat schon in meiner Kindheit eine ziem- Du hast 15 Jahre lang Reden für Ministerinnen
lich große Rolle gespielt: Jeden Mittwoch sind wir als und Minister geschrieben, bevor du zum Behin-
Klasse geschlossen zum Schulgottesdienst gegangen. dertenbeauftragten der Bundesregierung ge-
Dann gab es die Beichte – ich bin ja in einer katho- wechselt bist. Hörst du Predigten dadurch an-
lischen Gemeinde groß geworden –, vor der wir uns ders?
jedes Mal gefragt haben: Was erzähle ich dem denn Nein, eigentlich nicht. Ich höre einfach zu und konsu-
jetzt? miere. Das genieße ich sehr: Sonst produziere ich ja
immer. Gut ist, wenn die Persönlichkeit durchkommt.
Du bist aus der katholischen Kirche aus- und spä- Ich finde: Die Kanzelrede muss zur Persönlichkeit
ter in die evangelische eingetreten. Was hat dich passen und authentisch sein. Das gilt übrigens auch
umdenken lassen? für Politiker. Ich finde, eine gute Predigt sollte deut-
Für mich hatte es wirklich etwas mit dieser Institution lich machen, was die alten Geschichten der Bibel mit
zu tun, nicht mit meinem Glauben. Da hat es nie ei- unserem Leben heute zu tun haben. Sie muss auf Au-
nen Bruch gegeben. Im Gegenteil: Ich fand es immer genhöhe sein und sollte nicht moralisieren. Ich finde
großartig, um Hilfe bitten und auch mal was abgeben es schön, einfach mal nur zuzuhören, und nehme da
zu dürfen. Mit der evangelischen Kirche bin ich wäh- immer ganz viel mit, auch durch die Rituale und die
rend eines dreijährigen Aufenthalts in Uruguay näher Liturgie. Sich einfach mal eine Stunde rauszunehmen
in Kontakt gekommen: Dort habe ich eine unglaublich aus seinem Alltag: Das tut gut!
lebendige, politisch engagierte Gemeinde kennenge-
lernt. Zurück in Berlin war es eher Zufall: Wir haben Katrin Liebelts neuestes Buch „Endlich wieder gute
die Friedensgemeinde über die Kita kennengelernt. Bilder. Eine kleine Politsatire“ ist im Heiner Labonde
Und dann sind wir irgendwann hierhergezogen. Verlag erschienen und kostet 15 Euro. Es wird be-
stimmt eine Lesung im Gemeindehaus geben.
11Kirche bei uns. Neu-Westend
Liebe Leserin, lieber Leser, In unserer Gemeinde wird es wieder
eine Umweltgruppe geben!
unsere Gemeindezeitung „Kirche bei uns.“ steht auf
dem Prüfstand. Es ist immer gut, von Zeit zu Zeit Bewähr-
tes zu hinterfragen und Gewohntes zu überdenken. Der Wir haben uns als
Gemeindekirchenrat der Friedensgemeinde hat be- engagierte, kleine
schlossen, andere Wege in ihrer Öffentlichkeitsarbeit Gruppe während
zu gehen, ohne die gemeinsam herausgegebene Zei- des Klimafasten-
tung. Sie haben davon möglicherweise schon auf Seite programms dieses
10 gelesen. Wir werden neue Wege mit der Zeitung Jahr zusammenge-
einschlagen, werden Neues entwickeln und sind selbst funden, haben uns
gespannt, wohin uns dieser Weg führen wird. Wir infor- über verschiedene
mieren Sie. Themen zum Kli-
Mit den wärmeren Temperaturen werden wir alle viel maschutz informiert und ausgetauscht und wollen dies
draußen sein, so auch bei uns in der Gemeinde: Nach auch weiterhin tun. Darüber hinaus wollen wir uns auch
jedem Gottesdienst singen wir draußen auf dem Hof ganz praktischen Themen widmen wie z.B. den Ge-
und etliche Gottesdienste und auch die Taizéandach- meinschaftsgarten kennenlernen, Lastenfahrrad fahren
ten werden komplett im Freien stattfinden. Kindergot- lernen, Upcycling Workshops machen, Müll sammeln...
tesdienst können wir hoffentlich spätestens nach den und sind offen für Themen und Ideen rund um den Kli-
Sommerferien wie gewohnt feiern. Bis dahin wird es ma- und Umweltschutz!
einmal im Monat einen digitalen Gottesdienst für Famili- Ein langfristiges Ziel wird die Erarbeitung eines Umwelt-
en geben. Ein Ferienprojekt für Kinder wird in der letzten konzeptes für die Gemeinde sein.
Woche der Schulferien (2.-6.8.) zusammen mit der Frie-
densgemeinde stattfinden. Näheres dazu auf Seite 8. Kick-off-Veranstaltung ist:
Auf der Webseite finden Sie viele weitere Informatio- Donnerstag, 17. Juni um 18 Uhr per zoom
nen. Auch, wann welche Gruppen wieder stattfinden
können, möglicherweise zunächst ebenfalls im Freien. Bei Interesse bitte anmelden, damit wir einen Teilnahme-
Darüber entscheidet der Gemeindekirchenrat in den link zusenden können. Thema des ersten Treffens: „Kli-
nächsten Wochen. maschutz – auch Kirchensache“. Als besonderen Gast
www.kg-neu-westend.de dürfen wir Jörg Göpfert begrüßen, mit dem wir über die
Wir wünschen Ihnen gesegnete sommerliche Monate theologische Begründung unseres Handelns sprechen.
und bleiben Sie zuversichtlich – und behütet
Über Interessierte, Teilnehmende und Mitwirkende freu-
Manon Althaus und Dorit Schneider en sich Susanne Hornauer (susanne.hornauer@gemein-
sam.ekbo.de) und Theresa Riebeck (m.theresa.riebeck@
gemeinsam.ekbo.de).
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in der Gemeinde bereit. Unter flotte-berlin.de
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tags im Gemeindehaus Eichenallee 47 bei Pia
Folgmann oder Jakob Bindel ausleihen.
12Ich wünsche mir für den Sommer … dass die Blätter w
ieder dran sind
… das
bunt, e s alles wie
und vor in bisschen wder
zend w allem sehr glä ild nen
mir den schö
ird. n- Ich wünsche rona soll da weg Ich freue mic
Sommer. Coviele bunte Blumen weil wir da h auf den Sommer,
sein. Ganz n. Es soll ganz Wir fahren nn Urlaub haben.
will ich seheDann möchte ich gehe ich ge an die Ostsee. Da
warm sein. bad gehen. Nach Da kann ichrne an den Strand.
ins Schwimm men will ich dann auch tauche baden. Ich kann
dem Schwimcken. Volleyballspien. Ich liebe auch
Blumen pflü Papa. len am Stran
d mit
…
auf spring
Ich mag den Pool gerne im Sommer. Da bade ich und tauche Tra dem en
mp
ich. Der Pool ist im Garten. Ich spiele dort mit dem Ball. Die olin
Sonne scheint so schön und die Vögel zwitschern ein Lied. Das
wünsche ich mir. Wir ertränken Corona im Pool und schmeißen
Corona danach ins Gefängnis.
Regen-
Ich liebe einenmer. Der
bogen im SomRegen ist
e, die Eis isst
. kommt, wenn die Sonne
… eine Blum … dass und wenn auch warm ist
Opa ge Felix‘ Oma un scheint. Wenn es den Re -
mit Felix impft sind, d d im Garten durch es macht
kann. bei mir schlafea- gen laufen und ss werde.
Ich esse gerne Ei n
wünsche mir ganz s und nix, wenn ich nammer mit
für den Sommer. D viel Eis Ich liebe im So spielen,
ne ist schön im Soie Son- dem Fußball zu nem Bru-
Ich kann endlich mmer. manchmal mit mei
barfuß laufen. wieder … dass mein Geburtstag näherkommt. der.
In dem Geschenk ist eine Ritterburg.
…dass wir uns
gegenseitig nass spritzen
-
g e rn e b a den im Som . können
Ich mag l Flugzeug fliegen
mer. Ich wil nien. Mit Mama,
Nach Albameiner Schwester.
Papa und schön. orona-Virus w
eg ist
Blumen sind … dass das C
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13Malermeister
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