Marion CZIBA - atelier-hausig

Die Seite wird erstellt Lucas Klemm
 
WEITER LESEN
Marion CZIBA - atelier-hausig
marion CZIBA

               1
Marion CZIBA - atelier-hausig
Arbeiten 2014-2020

Material, Prozess und Raum verbinden sich zu
Linie und Spur oder zu Material- und
Raumzeichnung. Erforscht wird die Zeichnung
und ihr grafisches Spektrum - prozessorientiert
und als ästhetisches Dokument - im Alltag und
in der klassischen Disziplin. Gearbeitet wird
medienübergreifend, raumbezogen und kon-
zeptuell mit Elementen der Zeichnung, der
Bildhauerei; temporär, performativ, den Zufall in
seiner überraschenden Ästhetik einbeziehend.

                                                                         2
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   Speicher | 2020                                   Ein Zahnriemen aus einem Produktionskontext wurde überformt und mit
Wandobjekt | Spanngurte, Polyurethan | mit Moosgummi-“Kollege“ |   Spanngurten fixiert Das gefundene Material impliziert einen Speicher für
Ausstellungsansicht | „Kraft x Weg“                                geleistete und noch zu leistende mechanische Arbeit. Die materialimmanente
                                                                   „Kodierung“ Loch - Zahn erzeugt visuell ein schwarz-weißen Raster und
                                                                   erinnert an die Binärcodes von 0 und 1. Das unruhige Muster evoziert eine
                                                                   Kreis-Bewegung, die aus der Täuschung des Sehsinnes resultiert.

                                                                                                                                                3
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   Speicher | 2020
Wandobjekt | Spanngurte, Polyurethan | mit Moosgummi-“Kollege“ |
Ausstellungsansicht | „Kraft x Weg“

                                                                   4
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   Die Arbeitenden | 2020                        Im Scheinwerferlicht auf dem Sessel sitzend verrichtet das Aufsichtspersonal
Performative Installation mit Variablen | Aufsichtensessel |   der Ausstellung seine Arbeit. Die Beschäftigung der Aufsichten während der
Ausstellungsansicht „Kraft x Weg“                              Galerieöffnungszeiten - häufig mit Lesen - entspricht jedoch nicht dem
                                                               klassischen Eindruck von verrichteter Arbeit. Wann sieht Arbeit nach Arbeit
                                                               aus und wann ist die Tätigkeit Arbeit? „Die Arbeitenden“ ist Teil der
                                                               Ausstellung „Kraft x Weg“, die sich hintergründig mit dem Begriff der Arbeit
                                                               auseinandersetzt.
                                                                                                                                              5
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   OT | 2020                              Aus einem industriellen Produktionsprozess entnommen visualisieren sechs
Wandobjekt | 35 x 491 x 4 cm | Bleche | „Kraft x Weg“   unterschiedlich lange, in der Vertikalen neu angeordneten Stahlbleche die
                                                        Spuren der langjährigen Zusammenarbeit von Mensch, Maschine und
                                                        Material. Die absichtslose Ästhetik der Gebrauchsspuren von Produktion
                                                        zeugt von Kraft x Weg = Arbeit.

                                                                                                                                    6
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   Rollen Versuche I-V | 2018, 2020   Eine schmales, langes Stahlblech aus einem Produktionskontext wird
Video 1:45 min | Videoloop | „Kraft x Weg“          aufgerollt Sobald die Sicherung entfällt folgt das Material seiner inneren Form
                                                    und arbeitet sich - in Zeitlupe sichtbar – zu temporär wechselnden Skulpturen
                                                    in seine Ursprungsform zurück.

                                                                                                                                      7
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   four meter graph expander | 2019                     Vermessung des Raumes: Eine unter Schwarzlicht leuchtende Linie wird von
Performative Installation | 6,33 x 2,80 x 2 m | Gärbecken 2 m tief,   zwei autonom fahrenden Maschinen aufgespannt im Raum bewegt. Ihre
Schnur, Schwarzlicht, 2 Reinigungsmaschinen ohne Saugfunktion |       Länge und Verortung variiert in Abhängigkeit vom Abstand der bewegten Pole
Zentrum für internationale Lichtkunst Unna | Installationsansicht     zueinander bis maximal vier Meter, dem Umfang eines Quadratmeters
                                                                      entsprechend. Während der Ladezeiten stehen sich die Maschinen in der
                                                                      Beckenmitte gegenüber, die Linie trennt dann den Aktionsgrund in zwei
                                                                      Felder.
                                                                                                                                                   8
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   four meter graph expander | 2019
Performative Installation | 6,33 x 2,80 x 2 m | Gärbecken 2 m tief,
Schnur, Schwarzlicht, 2 Saugroboter ohne Saugfunktion |
Zentrum für internationale Lichtkunst Unna | Installationsansicht,
Detail

                                                                      9
Marion CZIBA - atelier-hausig
Marion Cziba |   LS Line Circle | 2018-19                          Unbegrenzt und ungesichert bewegt sich eine künstlerische Arbeit autonom
Performative Installation | Kabelschlauch, 5 Staubwischroboter |   durch den Museumsraum. Begrenzung entsteht in der linearen Verbindung
Installationsansicht Kunsthalle Mannheim                           der Maschinen, die temporär variierende Umrissformen und Figuren erzeugen.

                                                                                                                                                10
Marion Cziba | OT   | 2019                                    Ein autonom fahrendes Objekt mischt sich unter die Besucher*innen einer
Performative Installation | Kunststoff, Staubwischroboter |   Ausstellung. Die Zuweisungen Kunstobjekt und Betrachter*innen lösen sich
Installationsansicht Kunsthalle Mannheim                      auf oder kehren sich gar um. Aus der Vogelperspektive betrachtet: Die
                                                              Interaktion zweier Punkte auf einer Fläche.

                                                                                                                                         11
Marion Cziba   | Kreisel | 2018                                 Eine für die Arbeit am Boden einzusetzende Maschine wird in der Vertikalen in
Performatives Wandobjekt | 21,5 x 21,5 cm | Bodenreinigungs-    eine immerwährende Kreisbewegung fixiert. Analog zur Pirouette
maschine ohne Schutzabdeckung | „Halbautomatische Pirouetten“   verschmelzen farbige Maschinenbauteile und Betriebslicht zur performativen
                                                                Materialzeichnung.
                                                                                                                                                12
Marion Cziba   | Permanente Fassung | 2018, 2019                     Zwei Maschine bewegen sich zwischen Besucher*innen frei im Raum, nur
Performative Installation | Bodenreinigungsmaschinen, Ofenrohr,      begrenzt durch den eigenen Käfig, den sie über der Bodenfläche bewegen.
Ventilatorenschutzgitter | Ausstellungsansicht | Foto: L. Paffrath   Rollen werden umgekehrt: Wer ist Besucher*in, was ist Kunstwerk? Aufgabe
                                                                     des Aufsichtspersonals ist weniger der Schutz der Arbeit vor dem Publikum
                                                                     als Schutz anderer Arbeiten vor dem mobilen Kunstwerk. .
                                                                                                                                                 13
Marion Cziba   | Pirouetten-Board | 2018                               Eine Person besteigt in grellem Scheinwerferlicht die mobile Bühne. Der
Performative Installation | Licht, Mensch, Rollbrett | Ausstellungs-   minimale Höhenunterschied zwischen Fußboden und Bühne evoziert eine
ansicht | „Halbautomatische Pirouetten“                                Haltungs- und Wahrnehmungsänderung bei der Person. Durch menschliche
                                                                       Aktion geraten Brett und Person in eine unvollständig ausgeführte Dreh-
                                                                       bewegung, die entfernt an die Pirouette beim Ballett erinnert. Der Applaus des
                                                                       Publikums ist dem Akteur sicher…                                                 14
Marion Cziba |   Rückenlage | 2017, 2018   Video-Skizze einer zufälligen Begegnung: Kreiselnd und auf dem Rücken
Video 1:12 min Videoloop | Videostill      liegend vollführt eine verendende Stubenfliege ihren einsamen Tanz.

                                                                                                                   15
Hinterfragt werden die Sinnhaftigkeit von Maschinen und Automaten und
                                                      deren absurde Andersverwendung. Wann kommt ein Handgerät ins „Laufen“?
                                                      Wie laut oder leise ist Zeichnung, die das Gerät produziert?
Marion Cziba |   Halbautomatische Pirouetten | 2018   Zweckentfremdet, aber entsprechend ihrer ursprünglichen Funktionalität
                                                      eingesetzt, gelangt der Mixer als Readymade zu einer neuen Schein-Identität,
Ergebnis einer Versuchsanordnung | Fotografie
                                                      einer geliehenen Subjektivität, die „tanzend“ ihr vorgegebenes Programm
                                                      aufführt und zugleich auf die unumkehrbare Vergänglichkeit jedes Moments
                                                      verweist.

                                                                                                                                     16
Marion Cziba |   Halbautomatische Pirouetten | 2018   Ein Mixer wird auf der Horizontalen mit einer Schnur an einem ihm
Video 4:32 min Videoloop | Videostills                gegenüberliegenden Punkt fixiert. Entsprechend seiner Funktionalität zieht
                                                      sich der Halbautomat an der gespannten Linie selbst über die Fläche. Die
                                                      Linie wird zur Metapher, zur vergänglichen Raum-Zeit-Struktur.

                                                                                                                                   17
Marion Cziba | LS   Line Circle | 2018                                 Fünf autonom fahrende Bodenreinigungsmaschinen sind mit einer endlosen
Performative Installation | 150 x 350 cm | Bodenreinigungsmaschinen,   Linie miteinander verbunden. Durch ihre individuellen Bewegungen auf einer
Kabelschlauch, Möbelheber, Spannplatte | Installationsansicht          auf unebenem Untergrund eingebrachten Bodenplatte erzeugen sie
                                                                       veränderliche Formen. Deutlich werden die „gezeichneten“ Formen durch ihre
                                                                       verbindende Umrisslinie in Rot

                                                                                                                                                    18
Marion Cziba | Parkdeck - Formationen und Konstellationen           | 2017
Performative Installation | 668 x 175 x 13 cm | Mixed Media mit 7
Bodenreinigungsmaschinen | Installationsansicht

                                                                             19
Autonom fahrende Maschinen - zur Reinigung des Fußbodens
industriell produziert und für die künstlerische Arbeit modifiziert
- bilden gemeinsam mit linearen Gestaltungselementen eine
Installation, die Punkt, Linie und Fläche performativ in
Verhältnis         zueinander         setzt.        Beziehungen,
Spannungsverhältnisse und (Bild-) Kompositionen werden in
Echtzeit erlebbar.
Abweichungen von den programmierten Bewegungsmustern
überraschen, emotionalisieren und sind unwiederholbar. Nur
fotografisch fixierbar sind die kurzen Bild-Momente, die sich
gleich wieder auflösen.

Marion Cziba | Parkdeck
                      – Formationen und
Konstellationen | 2017
Performative Installation | 668 x 175 x 13 cm | Mixed Media | Detail

                                                                       20
Aus der Vogelperspektive werden Objekte als Punkte wahrgenommen, auch
                                                    solche, die tatsächlich nicht oder nur näherungsweise punktförmig sind. Auch
                                                    der Mensch „reduziert“ sich aus größerer Distanz betrachtet auf einen Punkt.
Marion Cziba                                        Bewegungen einer Punkte-Wolke, einer Gruppe von Menschen, ihre Aktionen,
Formationen und Konstellationen | 2016-2017, 2019   Konstellationen und Formationen, zeigt das im Kontext einer
Video 1:30 min | Videoloop | Videostill             Großveranstaltung in Saarbrücken aufgenommene Video-Dokument
                                                    alltäglicher Arbeit: Menschen (Punkte) formieren Zaunelemente (Linie) zur
                                                    Begrenzung von öffentlichen Raum.

                                                                                                                                   21
Marion Cziba | Temporäre      Passung | 2017                              Vier dem Ausstellungsraum entnommene Linoleumplatten montiert auf eine
Performative Installation | Lauffläche 180 x 180 cm | Linoleumfplatten,   Vorrichtung, die von autonom fahrenden Maschinen in einem definierten
Maschinen | Stadtgalerie Saarbrücken | Installationsansicht               Bodenfeld bewegt werden. Eine (neue) Linie (Fuge), entsprechend der
                                                                          vorgegebenen Bodenzeichnung, entsteht immer dort, wo sich zwei
                                                                          Plattenkörper treffen.

                                                                                                                                                   22
« Vier mobile Elemente stellvertretend für vier Künstlerinnen, zehn
                                                                         gemeinsame Wochen und den Raum, in dem sie gearbeitet haben. Vier Teile,
                                                                         die sich in diesem Raum bewegen, individuell und eigenständig. Mal
                                                                         verbinden sie sich, gehen ein Stück Weg gemeinsam, mal prallen sie mehr
Marion Cziba | Temporäre      Passung | 2017                             oder weniger aufeinander, um dann im nächsten Schritt getrennte Wege zu
                                                                         gehen - oder sie fahren eine Zeit lang einfach nebeneinander her, ohne
Performative Installation | Lauffläche 180 x 180 cm | Linoleumplatten,
Staubwischroboter | Stadtgalerie Saarbrücken | Detailansicht
                                                                         Berührungspunkte. In jedem Moment der Begegnung entsteht (…) ein neues
                                                                         Bild, ein Produkt, das im Werk von Marion Cziba eine Verbindung von Linien
                                                                         ist. »
                                                                         Kamila Kolesniczenko | Stadtgalerie Saarbrücken | Kuratorin ARTMIX 10
                                                                         Auszug a. d. Eröffnungsrede, 21. Juli 2017
                                                                                                                                                      23
Marion Cziba | Zuhause bei Carl Andre       | 2017, 2019                 Formal bezieht sich die Arbeit auf Andres‘ „Steel-Aluminium Aloy Square“. Sie
Installation | 200 x 180 cm | 15 Fußmatten, zweifarbig | Ausstellungs-   wurde bewusst am Eingang des Raums platziert, weil sie eine Aktion der
ansicht Galerie der HBKsaar | „Move your homeland“                       Besucher*innen fordert. Der Akt des Fußabstreifens beim Betreten von
                                                                         Privaträumen ist eine performative Handlung, die individuell unterschiedlich
                                                                         ausgeprägt und praktiziert wird. Manchmal treten sich Menschen auch bei
                                                                         Verlassen der Wohnung unbewusst die Schuhe ab. Das haptische Erleben
                                                                         einer Fußmatte unter ihren Schuhen löst diese konditionierte Handlung aus.
                                                                                                                                                         24
Marion Cziba |   Tableau Saarart | 2017                                  Temporäre Zeichnung modifizierter, im Sinne ihrer handelsüblichen
Performative Installation | 240 x 365 cm | Mehl, 4 Staubwischroboter |   Anwendung      funktionsloser   Staubwischroboter.   Die programmierten
ehemalige Lehrwerkstatt SB-Burbach | Installationsansicht                Bewegungsmuster der Kleinstmaschinen erzeugen durch den Hell-Dunkel-
SAARART11                                                                Kontrast von eingebrachtem Mehl auf vorgefundenem PVC-Boden permanent
                                                                         wechselnde Material-Zeichnungen als Spuren ihrer sinnlosen Tätigkeit. Der
                                                                         Betrachter wird Teil des Prozesses, Teil der Arbeit.

                                                                                                                                                     25
Marion Cziba |   Tableau Saarart | 2017
Performative Installation | 240 x 365 cm |
Mehl, 4 Staubwischroboter | Detailansichten

                                              26
Marion Cziba | M2O   | 2014, 2017                               (Material-) Zeichnungen des Alltags: Der   Wasserstrahl der Dusche ist
Video | 5:03 min | Videoloop | Haare, Lappen, Seife, Wasser |   Zeichen-mittel, männliche Brustbehaarung   Zeichengrund und temporäre
Videostills                                                     Zeichnung gleichermaßen. Die Umkehrung     Positiv-Negativ unterstützt die
                                                                zeichnerische Anmutung des Videos und      zeigt die ästhetische Qualität
                                                                bewegter Körperbehaarung.

                                                                                                                                             27
Marion Cziba | Kleines   Handtuch mit Schatten | 2017
Intervention | Feuer, Gas, Holzkonstruktion, Wiese | Pingusson-
Park Saarbrücken | Installationsansicht SAARART11 | mit Anthony
Ammiouri und Sandra Pawlowska |
Foto oben: Eric Lanz, Arbeitsprozess

Eine eigens errichtete Holzkonstruktion zitiert die Fassade des
Pingusson-Gebäudes (links im Bildhintergrund), das in der
Region „schmales Handtuch“ genannt wird. Ihr abendlicher
Schatten wird in die Grünfläche des Parks gebrannt. Die Spur
der Intervention ist temporäre Zeichnung, die sich über die
Präsentationsdauer selbst wieder auslöscht.

                                                                  28
Das Licht einer Glühbirne fällt durch die Architektur-Schablone
Marion Cziba | OT   | 2016
                                                                eines Gartenpavillons und erzeugt ein Licht-Bild seiner
Intervention | Feuer, Gas, Gartenpavillon, Glühbirne, Wiese |   Konstruktion in der umgebenden Grünfläche. Dieses wiederum
Schlosspark Rheden, Kreis Hildesheim
                                                                mit Licht (Feuer) nachgezeichnet repräsentiert als vergängliche
                                                                Brandspur den nächtlichen Lichtraum bei Tag.

                                                                                                                                  29
Marion Cziba | OT   | 2016
Intervention | Feuer, Gas, Gartenpavillon, Glühbirne, Wiese |
Schlosspark Rheden, Kreis Hildesheim
Foto links: Ulf Rickmann, Arbeitsprozess
Foto oben: von Grone, zwei Monate nach der Intervention

                                                                30
Marion Cziba | Klangkäfig      | 2016                                       Ein Käfig aus vier Zaunelementen in einem gift-grünen fluchtwege-
Klanginstallation | Holz, Holz, Lautsprecher, Licht, Metall, Verstärker |   beleuchteten Raum erzeugt atmosphärisch ein skurriles Raumbild. Zum
200 x 200 x 190 cm | Alte Textilfabrik Herding | ARIS-Station Bocholt       Betreten lädt ein subtil gesetzter, harmonischer Raumklang ein. Holzklöppel
                                                                            aus der alten Textilfabrik animieren zum aktiven Klangspiel am Gitter. Der
                                                                            kirchenglockengleiche Nachhall revidiert und positiviert das ursprüngliche
                                                                            Raumbild.

                                                                                                                                                          31
Marion Cziba | Klangkäfig      | 2016
Klanginstallation | Holz, Holz, Lautsprecher, Licht, Metall, Verstärker |
200 x 200 x 190 cm | Alte Textilfabrik Herding | ARIS-Station Bocholt

                                                                            32
Marion Cziba | Twist   #02 | 2016                                    Eine Leuchtschnur gespannt zwischen gegenüberliegenden Polen einer
Installation | Elektrolumineszenz-Schnur, Papier | Internationales   vorgefundenen Metallkonstruktion zur Lagerung von Material. Darauf in
Zentrum für Lichtkunst Unna | Installationsansicht                   verschiedenen Ebenen angeordnet unterschiedlich transparente und
                                                                     lichtreflektierende Papiere.

                                                                                                                                             33
Marion Cziba | Twist   #02 | 2016
Installation | Elektrolumineszenz-Schnur, Papier | Internationales
Zentrum für Lichtkunst Unna | Detailansichten

                                                                     34
Marion Cziba | Twist   #01 | 2016                             Eine Leuchtschnur wird als Wäscheleine in einem privat gefundenen
Installation | Elektrolumineszenz-Schnur, Wäscheständer |     Wäscheständer gespannt. Aus einer Zweidimensionalität gelangt die Linie
Internationales Zentrum für Lichtkunst Unna | Detailansicht   optional in eine Dreidimensionalität, wenn das Objekt Wäscheständer zum
                                                              vorbestimmten Einsatz kommt; auf – zu.

                                                                                                                                        35
Marion Cziba | hamáka    | 2015
Lichtinstallation | 500 x 200 x 150 cm | EL-Schnur, Haken,
Kabelbinder | Peter und Luise Hager-Preis 2015 | HBK-Galerie SB
| Thema: Spannung | 1. Preis
Abb. links: Ausstellungsansicht
Abb. oben: Detailansichten

Wortursprung zurückgehend auf die Einwohner der Insel Haiti,
die ihre Schlafnetze hamáka nannten. Nach Europa gelangte
die Hängematte Ende des 15. Jahrhunderts mit der
spannungsreichen Eroberung der Neuen Welt.
hamáka verweist weiter auf die elektrische Spannung, die die
Elektrolumineszens-Schnur leuchten lässt, die mechanische
Spannung, die nötig ist, um eine Hängematte benutzen zu
können, sowie auf unterschiedliche körperliche Zustände von
Anspannung und Entspannung.

                                                                  36
Marion Cziba und Maria Elena Schmidt | Streiflicht | 2015          Das vorgegebene Schachbrettmuster am Boden eines Offspaces ist
Rauminstallation | Farbfolien, Garn, Klebeband, LED | Lichtungen   Schablone für einen Raumkörper gespannt aus Fäden. Die farbige
Hildesheim 2015 | Gemeinschaftsarbeit mit Maria Elena Schmidt      Beleuchtung des Körpers erzeugt ein Licht-Schatten-Spiel der Lichtfarben und
                                                                   ihrer Mischfarben an den umliegenden Wänden.
Foto: D. Hausig

                                                                                                                                                  37
Marion Cziba | o.   T. | 2015   Elektrolumineszens-Schnüre in der Dunkelheit bewegt erzeugen performative
Fotografie                      Licht-Zeichnungen, temporäre Lichtkörper im Raum, die durch fotografische
                                Langzeitbelichtung sichtbar werden.

                                                                                                            38
Marion Cziba | o.   T. | 2015   Elektrolumineszens-Schnüre in der Dunkelheit bewegt erzeugen performative
Fotografie                      Licht-Zeichnungen, temporäre Lichtkörper im Raum, die durch fotografische
                                Langzeitbelichtung sichtbar werden.

                                                                                                            39
Marion Cziba | Videoinstallation      | 2015                             Videoinstallation ohne Video: Das blaue Eigenlicht des Projektors in eine
Videoinstallation | 250 x 100 x 150 cm | Beamer, Bierkiste, Stahlseil,   Raumecke gerichtet, erzeugt einen dreidimensionalen Lichtkörper.
Tape-Rollen | Rundgang HBKsaar 2015 | Ferrumhaus Saarbrücken

                                                                                                                                                     40
LIGHT_ACT_PROJECT | 2014                                 Analoges Ausgangsmaterial ist Basis einer mehrminütigen, behutsam
Projection mapping | Berliner Promenade Saarbrücken |    animierten Video-Projektion. Langsame Farbverschiebungen und Farbwechsel
                                                         ein und des-selben Motivs erschließen sich dem Betrachter über eine längere
Videostills: Marion Cziba | Fotos: M. Cziba, H. Elburn
                                                         Beobachtungs-zeit bis am Ende eine gebäudespezifische Vollfarbigkeit
                                                         erreicht wird.

                                                                                                                                       41
Marion Cziba | Lichtecho    | 2014                                     Nachts erhellt das Streulicht einer Außenbeleuchtung den Innenraum und bildet
Rauminstallation | 1.257 x 665 x 318 cm | Leim-, Öl-, Temperafarbe |   sich rhythmisch gestaffelt auf der Raumkonstruktion ab. Lichtecho zeigt den
Rundgang HBKsaar 2014 | Nachtansicht                                   nächtlichen Lichtraum bei Tag.

                                                                                                                                                       42
Marion Cziba | Lichtecho    | 2014                                     Nachts erhellt das Streulicht einer Außenbeleuchtung den Innenraum und bildet
Rauminstallation | 1.257 x 665 x 318 cm | Leim-, Öl-, Temperafarbe |   sich rhythmisch gestaffelt auf der Raumkonstruktion ab. Lichtecho zeigt den
Rundgang HBKsaar 2014 | Tagesansicht                                   nächtlichen Lichtraum bei Tag.

                                                                                                                                                       43
vita

       44
MARION CZIBA

geb. 1973 in Bingen/ Rh.                                        AUSSTELLUNGEN
lebt und arbeitet in Saarbrücken                                2020   Kunstverein Trier Junge Kunst | Trier | „Kraft x Weg“
                                                                2018   Saarländisches Künstlerhaus | SB | „Halbautomatische Pirouetten“ | *
                                                                2018   Kunstverein Linz am Rhein | „Vertikales Passspiel“
   seit 2018     Meisterstudierende Freie Kunst | HBKsaar       2017   Offspace Zerfer Weg | SB | „Parkdeck – Formationen und Konstellationen“ | *
                 SB | Prof. Daniel Hausig, Prof. Georg Winter
2015 - 2019      Wissenschaftliche Mitarbeit | Galerie der      AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (Auswahl)
                 HBKsaar | Prof. Matthias Winzen                2020 Zentrum für Internationale Lichtkunst | Unna | „International Light Art Award
2012 - 2018      Studium Freie Kunst | HBKsaar Saarbrücken           ILAA Parallelausstellung“ | *
                 Prof. Daniel Hausig, Prof. Georg Winter        2019 Kunsthalle Mannheim | „Volume V“ | *
                                                                2018 Kunsthalle Mannheim | „Volume V“ | *
                                                                2018 Städtische Galerie Delmenhorst | Remise | „Fence Dance International“
STIPENDIEN, PREISE                                              2017   Saarländische Galerie | Berlin | „ARTMIX 10“ | *
2016 Artmix 10 | Residenzstipendium | Kultusministerium         2017   Stadtgalerie Saarbrücken | „ARTMIX 10“ | *
     Luxemburg und Landeshauptstadt Saarbrücken                 2017   Galerie der HBKsaar | Saarbrücken | „Move your homeland“
                                                                2017   Landeskunstausstellung | Pingusson-Park | Saarbrücken | „SAARART11“ | *
2016 Enuclio | Stuttgart | residency                            2017   Landeskunstausstellung | aw Lehrwerkstatt | Saarbrücken | „SAARART11“ | *
2015 Deutschland-Stipendium | Förderstiftung Walter
                                                                2016 Schlosspark Rheden | Kreis Hildesheim | „Kunstwandeln“
     Bernstein und StudienStiftungSaar
                                                                2016 Kubaai Alte Textilfabrik | Bocholt | „Soundseeing VI“
2015 Peter und Luise Hager-Preis | Thema: Spannung |            2016 Internationales Zentrum für Lichtkunst | Unna | „Switch“ | *
     Peter und Luise Hager-Stiftung | 1. Preis
                                                                2015   Lichtungen Hildesheim*
2013 Saarland-Stipendium Künstlerische Grundlagen |             2015   Städtische Galerie | Villingen-Schwenningen | „VvsV QuerulantenHylobaten“| *
     StudienStiftungSaar                                        2015   Tufa Tuchfabrik | Trier | „BlauBlauBlau“ | Jubiläumsausstellung
                                                                2015   HAW Hochschule f. Angew. Wissenschaften | Hamburg | „Lichtcampus“
                                                                2015   Galerie der HBKsaar | Saarbrücken | „Peter und Luise Hager-Preis“ | *
                                                                2014 Galerie HBKsaar | Saarbrücken | Verliebte Künstler & Affaire de coeur“ | *
                                                                2014 Berliner Promenade | Saarbrücken | „Light_Act_Project: Intermediäre
                                                                     Positionen zwischen Malerei und Mapping“ | *
KONTAKT                                                         2013 KuBa Kulturbahnhof | Saarbrücken | „diffused Raumprozess: Malerei/
Phone | +49 (0) 160 387 218 0                                        Zeichnung/Assemblage“ | *
Mail | m.cziba@hbksaar.de | cziba-pr@web.de                     2013 Stadtgalerie Saarbrücken | „Light_Act_Project - Lichtinszenierung im
                                                                     urbanen Raum“ | *

© Fotos und Texte: Cziba                                        * Katalog
                                                                                                                                                     45
Sie können auch lesen