Orientierungshilfe - Digitalinfrastruktur an schulen - Gemeinsame Orientierungshilfe des Ministeriums für Bildung, des Gemeinde- und Städtebundes ...
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Orientierungshilfe –
Digitalinfrastruktur
an schulen
Gemeinsame Orientierungshilfe des Ministeriums
für Bildung, des Gemeinde- und Städtebundes, des
Landkreistages und des Städtetages in Rheinland-PfalzInhalt
Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Analoge Tafeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Informationsdisplays . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Konzeption und Planung von Schulnetzen . . . 4 Dokumentenkameras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
T-Systemlösungen für Schulen . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Geräte zur drahtlosen Anzeige von Inhalten . . . . 10
Beratungs- und Fortbildungsangebote . . . . . . . . . . 4
Digitale Geräte für die Schülerinnen
und Schüler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Digitales Klassenzimmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
schuleigene mobile Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
schülereigene mobile Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Infrastruktur des Schulgebäudes . . . . . . . . . . . . 6
Stationäre Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
WAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Computerraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
LAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Geräte für sonderpädagogischen Förderbedarf
WLAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
und Inklusion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Lokaler Server/Datenspeicherung . . . . . . . . . . . . . . 7
Ausstattung besonderer Räume . . . . . . . . . . . . 15
Infrastruktur im Klassenraum . . . . . . . . . . . . . . . 7
Schülerbüchereien und Bibliotheken . . . . . . . . . . 15
Lehrerzimmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Anforderungen an geeignete Präsentations-
Aulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
einheiten in Grundschulen und weiterführen-
den Schulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Sportstätten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Digitale Großbilddarstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Flure, Eingangsbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Interaktive Tafel mit Kurzdistanzbeamer . . . . . . . . 9
Weißwandtafel mit interaktivem Beamer . . . . . . . 9
Einfacher Beamer mit interaktivem Endgerät . . . . 9
(Interaktive) Displays . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
31Vorbemerkung
Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbe- Schlüsselbereiche für die weitere Einrichtung kre-
reiche stellt eine zentrale strukturelle Herausfor- ativer, digitaler Klassenzimmer und deren Öff-
derung für die Bildung junger Menschen am Bil- nung sind die Bereitstellung einer performanten
dungsstandort Rheinland-Pfalz dar. IT-Infrastruktur, die Etablierung effektiven tech-
nischen Supports und die schulinterne pädagogi-
Es ist eine der großen Zukunftsaufgaben, die sche Koordination und Begleitung der beteiligten
Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Akteure beim Auf- bzw. Ausbau der notwendigen
Rheinland-Pfalz umfassend auf die Digitalisierung Infrastruktur und Ausstattung. Notwendig ist in
in allen Lebensbereichen vorzubereiten. Die Lan- diesem Prozess auch eine qualifizierte Beratung
desregierung, die Gemeinden, Städte und Kreise und konzeptionelle Unterstützung.
arbeiten bei dieser Zukunftsaufgabe zusammen
und wollen mit dieser Orientierungshilfe einen Für die Planung der schulischen IT-Infrastruktur
landesweiten, abgestimmten Innovationsimpuls können in diesem Zusammenhang technische
setzen, um die Schule in der digitalen Welt Wirk- Empfehlungen beschrieben werden, die sich auf
lichkeit werden zu lassen. die Ausstattung verschiedener Schularten bezie-
hen können. In der Regel sollten allerdings immer
Die o.g. Partner sind sich darin einig, dass die die spezifischen Bedarfe einzelner Schulen im Vor-
technische Grundausstattung der Schulen Aus- dergrund stehen. Die Schulen legen dazu ihr
gangspunkt und Voraussetzung allen digitalen Medienkonzept vor, das die individuellen Beson-
Lehrens und Lernens ist. Der schulische Einsatz derheiten der Ausstattung umschreibt.
digitaler Medien mit klarer pädagogischer Ziel-
setzung im Rahmen eines Medienkonzepts kann Unabhängig von der Schulform können für die
die Entwicklung von Kompetenzen für die digita- schulischen Ausstattungskonzepte gemeinsame
le Welt entscheidend befördern. Eine systemische Grundlagen gelten. Aus wirtschaftlichen Gründen
Integration von digitalen Technologien und Bil- ist es nachvollziehbar, dabei aber auch eine gewis-
dungsmedien ist in diesem Zusammenhang neben se Standardisierung der Ausstattung anzustreben.
der Entwicklung von Curricula und Unterricht, der
Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden und Die im Nachfolgenden beschriebene grund-
der Schaffung von rechtlichen und funktionalen legende Digitalinfrastruktur ist nicht als Vor-
Rahmenbedingungen ein entscheidender Faktor schrift, sondern als Orientierung auf den gegen-
zur Freisetzung pädagogischer Innovation. wärtigen technischen Stand zu verstehen. Sie
soll die Schulträger und die Schulen bei der ge-
meinschaftlichen Planung der individuellen Aus-
stattungskonzepte der Schulen unterstützen.
24Konzeption und planung von Schulnetzen
Die technische Ausstattung der Schulen folgt prin- IT-Systemlösungen für Schulen
zipiell dem Primat der Pädagogik, hat aber auch
ein gewisses Maß an Standardisierung zum Ziel, Schulen steht eine Reihe von standardisierten,
die den Schulträgern eine effiziente und effektive kommerziellen und freien Netzwerklösungen zur
Administration der Systeme ermöglicht. Welche Verfügung. Bei der Wahl einer Lösung sollte da-
technischen Lösungen erforderlich sind und sich rauf geachtet werden, dass die Lösungen den in-
für Schulen eignen, ergibt sich aus dem Medien- dividuellen Anforderungen der jeweiligen Schule
konzept der Schule sowie dem jeweiligen Stand entsprechen. Sie sollten einerseits die notwendige
der technischen Entwicklung und wird von Schu- (Mindest-) Funktionalität besitzen, andererseits
len und Schulträgern gemeinsam abgestimmt. möglichst einfach in der Benutzung und Adminis-
Dabei kann gelten: je homogener die IT-Land- tration sein. Generell ist dabei zu berücksichtigen,
schaft in Schulen ist, desto effizienter sind die dass die Systembetreuung (Administration) nicht
Beschaffungs-, Wartungs- und Supportabläufe. Aufgabe der Lehrkräfte ist und durch Dritte wahr-
genommen werden soll. Bei der Entscheidung
Die Planung, Konzeption und Umsetzung von können neben pädagogischen Aspekten auch wirt-
Schulnetzen wird getragen von der pädagogischen schaftliche Aspekte eine tragende Rolle spielen.
Arbeit der Schule und bestimmt durch die Art der Dabei kann innerhalb eines Schulträgers durch
Ausgestaltung nachhaltig die Arbeit der Lehrkräf- Standardisierung und Nutzung einer einheitlichen
te und den notwendigen Supportaufwand. Das Lösung bei den Schulen im Zuständigkeitsbereich
Schulnetz ist jedoch nur ein Werkzeug zur Um- der Support in den Arbeitsabläufen effektiver ge-
setzung der didaktischen Arbeit und der Medien- staltet und damit auch in finanzieller Hinsicht op-
konzepte der Schulen. Aufgrund der Vielfalt der timiert werden.
Anforderungen, die durch die verschiedenen Be-
teiligten gestellt werden, sollte die Konzeption in Beratungs- und Fortbildungsangebote
der Schule in einem größeren Team erstellt wer-
den. Dabei sind neben pädagogischen und wirt- Zur Unterstützung bei der Konzeption und Pla-
schaftlichen auch rechtliche Aspekte zu beachten. nung von Schulnetzen und Ausstattungskonzep-
ten stehen Schulträgern und Schulen vielfältige
Auf Basis des kompetenzorientierten Medienbil- Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dies sind
dungskonzepts erstellt die Schule ein technisches insbesondere:
Ausstattungs- und Nutzungskonzept. Dieses stellt
den abgeleiteten Bedarf notwendiger Ausstattung n Das pädagogische Landesinstitut mit den
dar und formuliert die Anforderungen an den Referaten „Schulische IT-Dienstleistungen“ und
Support. Aufgrund des engen Bezuges zur Tech- „Medienkompetenz macht Schule“,
nik kann das Ausstattungskonzept nur im inten- n die Medienzentren,
siven Dialog zwischen Schulträgern, technischen n der Landesbeauftragte für den Datenschutz
Dienstleistern und Lehrkräften erarbeitet werden. und die Informationsfreiheit,
Bei Einzelaspekten können gegebenenfalls weite- n die Bildungsserver der Länder.
re Stellen einbezogen werden, beispielsweise der
Landesbeauftragte für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit.
46Digitales Klassenzimmer
Unter dem Begriff „das digitale Klassenzimmer“ Präsentationseinrichtung sowie der Möglichkeit
wird im Folgenden die Ausstattung und Nutzung für Schülerinnen und Schüler schuleigene Geräte
eines Klassenzimmers zur Umsetzung der digita- unter Verwendung der schuleigenen Infrastruktur
len Bildung in der Schule beschrieben. Das ideale zu nutzen. Die Präsentationseinrichtung kann ne-
digitale Klassenzimmer besteht in der Grundaus- ben dem digitalen Teil um eine analoge Tafel er-
stattung aus einem Lehrerarbeitsplatz mit einer gänzt werden.
Infrastruktur des Schulgebäudes
Die Infrastruktur des Gebäudes stellt die unters- LAN
te technische Ebene dar. Sie beinhaltet neben der
Bereitstellung von Räumen und der Energieversor- Die Vernetzung der einzelnen Geräte innerhalb
gung folgende Bereiche: der Schulgebäude erfolgt, falls erforderlich, ka-
belgebunden über LAN (local area network).
WAN Klassen- und Funktionsräume werden dabei mit-
tels strukturierter Verkabelung angebunden. Die-
Die Nutzung digitaler Onlineangebote setzt die se Verkabelung ist zudem für die Nutzung von
Anbindung der Schule an das Internet voraus. Die- Funknetzwerken notwendig, um die Funkstatio-
se Anbindung wird über das WAN (wide area net- nen zu versorgen. Wo immer es möglich ist, ist
work) realisiert. Es handelt sich dabei um den In- die kabelgebundene Anbindung von Geräten der
ternetanschluss der Schule. Dieser Anschluss kann Funkanbindung vorzuziehen. In der Schule müs-
auf Basis unterschiedlicher Techniken ausgeführt sen mindestens zwei getrennte Netze zur Verfü-
werden (Funk, Kupferkabel, Glasfaser), wobei die gung gestellt werden. Diese sind das pädagogi-
Umsetzung für die Schule keinen unmittelba- sche Netz sowie das Verwaltungsnetz. Sofern sich
ren Einfluss hat. Die zur Verfügung gestellte Ge- die beiden Netze denselben Internetanschluss tei-
schwindigkeit hingegen ist immanent wichtig. Im len, muss sichergestellt sein, dass Zugriffe von ei-
Rahmen des Breitbandausbaus sollten die Schulen nem in das andere Netz nicht möglich sind (logi-
mit mindestens 50 Mbit/s angebunden sein, im sche Trennung).
Idealfall werden Anbindungen bis 1GBit/s verwen-
det. Bei der Einrichtung ist gegebenenfalls auf die WLAN
Lizenzbedingungen des Anbieters zu achten. So
darf beispielsweise bei dem kostenlosen Angebot Die Nutzung mobiler Endgeräte wie Notebooks,
Telekom@School der Anschluss nicht für das Ver- Tablets und Smartphones setzt ein ausreichend
waltungsnetz genutzt werden. Unter Umständen leistungsfähiges Funknetzwerk als WLAN (wirel-
können daher zwei Anschlüsse notwendig sein. ess local area network) voraus. Dabei ist sowohl
auf ausreichende Performanz und Abdeckung ei-
nerseits, jedoch Minimierung der Strahlung ande-
rerseits zu achten.
68Infrastruktur im Klassenraum |
Lokaler Server/Datenspeicherung werden kann. Ist die notwendige Geschwindigkeit
nicht gegeben, sollte ein lokales Serversystem die
Sofern die Internetanbindung der Schule ausrei- Nutzerverwaltung und/oder Datenspeicherung
chend schnell ist, kann die Datenspeicherung und bereitstellen. Zu Einzelheiten berät Sie hier das
System-/Nutzerverwaltung über ein entferntes Referat „Schulische IT-Dienstleistungen“ beim
System erfolgen, welches beispielsweise zent- Pädagogischen Landesinstitut.
ral im Rechenzentrum des Schulträgers betrieben
Infrastruktur im Klassenraum
Zur Nutzung der Netzwerkinfrastruktur ist die n Bei allen Anschlüssen ist darauf zu achten, dass
Verkabelung aller Klassenräume erforderlich. Um ausreichend Stromversorgungsmöglichkeiten
eine möglichst große Nutzungsvielfalt zu ermög- im Raum vorhanden sind, die ohne den Einsatz
lichen, werden folgende Rahmenbedingungen von Verlängerungskabeln genutzt werden
empfohlen: können.
n Im Klassenraum befinden sich mindestens zwei n Für den Einsatz von Präsentationstechnik ist
LAN-Anschlüsse im Klassenraum. Bestenfalls eine leicht bedienbare, ausreichend dimensio-
sind jeweils zwei Anschlüsse an den Stirnseiten nierte Verdunklungseinrichtung vorzusehen.
des Raums verfügbar. Dies ermöglicht die Nutzung von Präsen-
tationseinrichtungen auch bei entsprechen-
n Bei der Nutzung von Deckenbeamern empfiehlt den Lichtverhältnissen.
es sich, zwei LAN-Anschlüsse in der Decke so-
wie die notwendige Stromversorgung vorzuse-
hen.
n Beim Einsatz mobiler Endgeräte ist die Nutzung
von WLAN erforderlich. Für den temporären
Einsatz genügen die vorhandenen LAN-
Anschlüsse im Klassenraum. Idealerweise
sollte jedoch für den dauerhaften und leichten
Einsatz von WLAN die notwendige Infrastruk-
tur im Klassenraum fest verbaut sein. Dazu
können LAN-Anschlüsse an der Wand oder in
der Decke verwendet werden.
97ANFORDERUNGEN AN GEEIGNETE PRÄSENTATIONS-
EINHEITEN IN GRUNDSCHULEN UND WEITERFÜHREN-
DEN SCHULEN
Interaktive Displays als kollaborative Arbeitsplatt- Grundsätzlich gemein ist allen Systemen, dass sie
formen verändern den Unterricht inklusive seiner in der Größe dem Klassenraum angemessen sein
Vorbereitung, soweit sie nicht nur als reine Prä- müssen. Als Minimum kann die Faustformel Län-
sentationsflächen dienen. Die Unterrichtsvorbe- ge des Raums geteilt durch 4 = Tafeldiagonale an-
reitung berücksichtigt verstärkt digital verfügba- gesehen werden. Digitale Tafeln sind meist etwas
res Material aus dem eigenen Fundus, aus dem kleiner als herkömmliche Kreidetafeln, können
Material des Jahrgangsstufenteams oder des Kol- dies aber durch die Vergrößerungsmöglichkeiten
legiums, das im Unterrichtsnetz vorhanden und der Peripheriegeräte ausgleichen. Alle digitalen
abrufbar ist. Dazu kommen Materialien aus dem Großbilddarstellungen benötigen zudem ein bilder-
Internet oder aus den Schulbuchverlagen, soweit zeugendes Gerät. Im Allgemeinen ist dies ein klei-
von dort digitale Inhalte als Ergänzung zu den ge- ner Computer oder eine Set-Top-Box. Bestenfalls
druckten Schulbüchern zur Verfügung gestellt wer- ist dieses Gerät in/an der Präsentationsfläche ver-
den können. Der Unterricht wird dokumentiert baut oder zumindest fest montiert, wenn andere
und kann jederzeit erneut abgerufen werden. Da- Präsentationssysteme zum Einsatz kommen. Die
durch kann das selbstgesteuerte Lernen der Schü- erforderliche Leistung entspricht dabei einem ak-
lerinnen und Schüler gefördert werden. tuellen PC. Neben der reinen Hardware ist eine
Präsentationssoftware notwendig, die neben den
Digitale Großbilddarstellung grundlegenden Funktionalitäten wie Schreiben
oder Wischen auch interaktive Werkzeuge bereit-
Zurzeit sind verschiedene technische Systeme für stellt. Die Software wird im Allgemeinen bereits
digitale Präsentationen verfügbar, die abhängig durch den Anbieter der Hardware mitgeliefert. Bei
von den jeweiligen Gegebenheiten verwendbar Mischsystemen oder dem Fehlen von Software
sind. kann auch auf kostenfreie Open Source-Lösungen
810Infrastruktur im Klassenraum |
zurückgegriffen werden (beispielsweise die Soft-
ware „Open Board“). Beim Einsatz herstellerspezi-
fischer Software ist auf die Lizenzbedingungen zu
achten. Diese untersagen teilweise den Einsatz auf
Computern ohne angeschlossene Präsentations-
einheit oder auf Hardware anderer Hersteller.
Interaktive Tafel mit Kurzdistanzbeamer
Interaktive Tafeln sind mittlerweile in vielen Schu-
len verbreitet. Hierbei wird eine interaktive Prä-
sentationsfläche mit einem Kurzdistanzbeamer
versehen und über einen angeschlossenen Com-
puter gesteuert. Die Eingaben erfolgen je nach
System mit speziellen Stiften oder per Finger-
touch.
Die Projektion findet auf einer weißen Fläche oder
Weißwandtafel mit interaktivem Beamer
fest installierten Projektionsfläche neben der Tafel
statt.
Diese Variante verbindet die klassische White-
board-Lösung mit einer in den Beamer integrier-
(Interaktive) Displays
ten Interaktivität. Das Whiteboard lässt sich mit
allen gewohnten Funktionen und Lineaturen nut-
Monitore mit interaktiver Oberfläche bieten mit
zen, der Beamer mit seiner eingebauten Interakti-
ihrer intuitiven, tabletähnlichen Bedienung eine
vität und der Steuer-PC sorgen für die zeitgemäße
natürliche Schreiberfahrung. Sie eignen sich be-
Mediennutzung. Die Steuerung geschieht mittels
sonders für Umgebungen, in denen ungestörtes
eines Stiftsystems oder per Fingertouch. Es sind
Arbeiten ermöglicht werden muss, da sie bauart-
alle Tafelsysteme möglich (Pylonentafel, Doppel-
bedingt ohne große Lüfter auskommen. Die Gerä-
pylonen, Klappschiebetafeln, Tafeln mit Seitenflü-
te sind teilweise mit eigenen Steuereinheiten aus-
geln).
gestattet und können somit auch spontan ohne
Computereinsatz genutzt werden. Auch sind mo-
Einfacher Beamer mit interaktivem Endgerät
bile Systeme verfügbar, die sich waagerecht stel-
len lassen und somit als interaktiver Tisch dienen.
Bei bereits vorhandener Ausstattung mit fest in-
Dies ist für bestimmte Lernumgebungen ein Al-
stallierten Deckenbeamern können diese um ein
leinstellungsmerkmal gegenüber den anderen
interaktives Steuergerät (Tablet oder Notebook)
Präsentationssystemen. Die interaktiven Displays
ergänzt werden. Dabei liegen die interaktiven
bieten mittlerweile die höchste Bildauflösung. Sie
Funktionen auf der Seite des steuernden Geräts.
arbeiten zudem vollkommen schattenfrei. In Ver-
Eingaben finden nicht mehr an der Tafel statt,
bindung mit der annähernden Lautlosigkeit der
sondern gerätezentriert. Das klassische White-
Systeme, bieten sie aus arbeitsergonomischer
board dient unabhängig von der eingesetzten
Sicht die beste Arbeitsumgebung für Lehrkräfte.
Technik als Unterrichtswerkzeug. Präsentationen
Diese Geräteklasse ist aktuell aber auch im Ver-
können mit dem vorhandenen Steuergerät unter-
gleich zu den anderen Lösungen die teuerste.
richtsergänzend jederzeit vorgenommen werden.
119Analoge Tafeln Geräte zur drahtlosen Anzeige von Inhalten
Alle rein digitalen Systeme lassen sich nur im Der zunehmende Einsatz von mobilen Endgeräten
eingeschalteten Zustand nutzen. Für die Bereit- erfordert im unterrichtlichen Umfeld eine ent-
stellung von Informationen, die dauerhaft sicht- sprechende Berücksichtigung. Die Einbindung der
bar sein müssen, wie beispielsweise Wochenpla- Geräte in das schulische Umfeld zielt neben dem
ner oder Hausaufgaben, ist daher die Ergänzung Zugriff auf das Internet und die Ressourcen der
der interaktiven Präsentationseinheiten um her- Schule auch auf die Verbindung der Geräte mit
kömmliche Seitentafeln sinnvoll. Dies kann durch den Präsentationseinheiten ab. Alle etablierten
eine herkömmliche Tafel an der Raumseite oder Systeme auf dem Markt (Windows, Android, App-
seitlich angebrachte Tafelflügel realisiert werden. le iOS) verwenden dabei unterschiedliche draht-
Es empfiehlt sich zu prüfen, ob nicht auch noch lose Verfahren. Im Einzelfall ist somit die Anschaf-
vorhandene Kreidetafeln diesen Zweck erfüllen fung von drei Zusatzgeräten erforderlich. Teilweise
können. bieten die Hersteller von Anzeigegeräten wie Be-
amern und Displays bereits integrierte Lösungen
Informationsdisplays für verschiedene Mobilgeräte. Bei der Auswahl
entsprechender Anzeigegeräte sollte daher auf
Informationsdisplays dienen der Verbreitung von die vorhandenen Endgeräte Rücksicht genommen
Informationen an Lernende und Lehrende. werden.
Sie ersetzen an zentralen Punkten innerhalb der Die drei gängigsten Systeme sind:
Schule die bisherigen Papieraushänge (aktuelle In-
formationen, Vertretungsplan, Verpflegungsange- n Miracast: Funktioniert mit bestimmten älteren
bot, Veranstaltungen u.v.m.). Geräten mit der Androidversion 4.2 bis 6.0 und
Windowssystemen ab Windows 8.1.
Dokumentenkameras
n Screenmirroring/DLNA: Funktioniert mit be-
Objekt- bzw. Dokumentenkameras sind die Nach- stimmten Samsung-Geräten (Screenmirroring)
folger von Overheadprojektoren (kurz: OHP, auch bzw. DLNA-kompatiblem Sender und Empfän-
bekannt als Tageslichtprojektor oder Polylux) und gern. Ein WLAN ist für DLNA Voraussetzung.
Episkopen. Sie bieten einige zusätzliche Funktio-
nen und Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht. n Airplay: Funktioniert nur mit Apple-Geräten,
Die Kameras können ohne Aufwand mit anderen kann allerdings ohne dediziertes WLAN betrie-
Geräten wie Beamern, interaktiven Tafeln oder ben werden.
Computern verbunden werden. Im naturwissen-
schaftlichen Unterricht lassen sich die Geräte mit Die einzelnen Standards werden sowohl durch
Adaptern beispielsweise mit einem Mikroskop Hardwareboxen, als auch durch Softwarelösungen
verbinden. Damit entstehen Präsentationsmög- unterstützt. Hardwarelösungen sind dabei einfa-
lichkeiten, die im Unterricht neue Einsatzfelder cher einzurichten, die Softwarelösungen unter-
eröffnen. So können Experimente oder kleinteilige stützen teilweise aber alle Protokolle gleichzeitig
Handlungen im Klassenzimmer gut und barriere- und sind dadurch flexibler einsetzbar.
frei verfolgt werden. Objekt- oder Dokumenten-
kameras sind eine ideale Brückentechnologie zur
Verbindung von analoger und digitaler Welt.
10
12Infrastruktur im Klassenraum |
13DIGITALE GERÄTE FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
Schuleigene mobile Geräte Die Nutzung mobiler Geräte macht eine WLAN-
Ausstattung in der Schule erforderlich. Nur so
Für Lehrende bieten Notebooks die Möglickeit, kann die Mobilität bei gleichzeitiger Nutzung on-
neben dem Frontalunterricht auch andere Arbeits- linegestützter Dienste und Medien gewährleis-
formen beim Lernen mit und über Medien an- tet werden. Die WLAN-Ausstattung muss dabei
zubieten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten den zu erwartenden Gerätezahlen angemes-
selbstorganisiert allein oder in kleinen Gruppen sen sein. Gerade bei schuleigenen Tablets kann in
und nutzen Gruppenräume für Projektarbeiten. der Transporteinheit der Geräte auch direkt eine
Selbstlernzentren, Mediatheken oder Bibliotheken WLAN-Struktur vorgehalten werden. Diese ist fest
gewinnen eine neue Qualität. Werden die Com- im Transportsystem integriert und kann im Klas-
puter zielgerichtet als Werkzeug genutzt, fördern senraum bei Bedarf über einen vorhandenen LAN-
sie Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen. Anschluss versorgt werden.
Notebooks bieten durch ihre Flexibilität und Un-
abhängigkeit von der Steckdose vielfältige Mög- Zumindest für schuleigene Geräte wird die Mög-
lichkeiten im Schulalltag. Wie der Desktop-PC lichkeit der Nutzung zentraler Drucker empfohlen.
verfügen sie in der Regel über eine Anzahl von
(USB-) Schnittstellen, mit denen sich Peripherie- Schülereigene mobile Geräte
geräte wie z.B. Mikrofone, Digitalkameras oder
Steuer- und Messgeräte im Physikunterricht ver- Grundsätzlich gelten für schülereigene mobile Ge-
binden lassen. räte dieselben Voraussetzungen und Rahmenbe-
dingungen wie für schuleigene Geräte. Notebooks
Tablets sind aufgrund ihrer intuitiven Bedienbar- und Tablets können nahezu gleichwertig verwen-
keit über einen Touchscreen, einer breiten Zahl det werden. Eine der Besonderheiten liegt hier z.B.
geeigneter Lernsoftware, der zumeist eingebau- in der Einbindung in pädagogische Netzwerke für
ten Kamera, verhältnismäßig langer Akkulauf- den Zugriff auf zentrale Dateiablagen.
zeiten und der Möglichkeit des räumlich äußerst
flexiblen Einsatzes in hohem Maße für den zeit- Bei der Nutzung von schülereigenen Geräten be-
gemäßen Unterricht vor allem in der Primarstu- steht aber immer ein Spannungsfeld zwischen der
fe geeignet. Anders als das Notebook oder der Bereitstellung von Zugängen zu Ressourcen auf
Desktop-PC verfügen sie über keine zusätzlichen der einen und der Gewährleistung der Netzwerk-
Schnittstellen. Die Geräte werden durch die Nut- sicherheit auf der anderen Seite. Die technische
zung eines Mobile-Device-Management-Systems Umsetzung und der Zugriff auf schuleigene Res-
zentral mit den erforderlichen Programmen oder sourcen im Netzwerk ist im Einzelfall zwischen
Apps aufgeladen und gepflegt. Die Ausstattung Schulträgern, den beauftragten Administratoren
der Schulen mit Tablets wird aktuell vom Land und der Schulleitung zu erörtern. Auf Ebene der
Rheinland-Pfalz im Rahmen des Programmes Kultusministerkonferenz wurde in diesem Zusam-
„Medienkompetenz macht Schule“ bei entspre- menhang eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit
chender Entscheidung der Schulgemeinschaft dem Arbeitskreis „Datenschutz- und Medienkom-
gefördert. petenz“ der Konferenz der Datenschutzbeauftrag-
12
14Infrastruktur im Klassenraum |
13
15rungen entsprochen und gearbeitet werden. Auch
die Ausstattung mit sogenannten Thin-Clients
kann eine Option sein.
Computerraum
Für den Informatikunterricht an weiterführenden
Schulen kann die Einrichtung eines oder mehrerer
Computerräume bzw. -labore aus unterrichtspä-
dagogischer Sicht erforderlich sein. Im Hinblick
auf die Förderung der Medienkompetenz sollte die
Möglichkeit gegeben sein, dass jede Schülerin und
jeder Schüler während des IT-Unterrichts oder
des Computer-Einsatzes im Unterricht einen eige-
nen Computerarbeitsplatz zur Verfügung haben.
Die Computerräume sind über das pädagogische
Netzwerk an den Schulserver und das Internet an-
ten von Bund und Ländern eingerichtet. Diese soll gebunden und verfügen über einen Netzwerkdru-
eine Empfehlung zu „Voraussetzungen für die da- cker oder können auf einen Zentraldrucker zugrei-
tensichere Anwendung von privaten Endgeräten“ fen. Zur Unterstützung des Unterrichts empfiehlt
erarbeiten. sich die Installation eines Deckenbeamers, der fest
mit dem Lehrer-PC verbunden ist.
Stationäre Geräte
Geräte für sonderpädagogischen Förderbedarf
Der Desktop-PC bietet vor allem im Informatik- und Inklusion
unterricht, bei komplexen Anwendungen wie CAD
oder Bild- und Videobearbeitungen Vorteile ge- Die besonderen Anforderungen von Schülerinnen
genüber anderen Rechnerarten. Ist es für den Un- und Schülern mit sonderpädagogischem Förder-
terricht wichtig, Details zu vergrößern oder qua- bedarf, die an Förderschulen oder im Rahmen der
litative Unterschiede zwischen zwei Fotos zu Inklusion unterrichtet werden, können den Ein-
identifizieren, müssen Filme geschnitten oder Lay- satz zusätzlicher Peripheriegeräte notwendig ma-
outs exakt gestaltet werden, wird ein großes Dis- chen. Als Beispiele seien hier Braille-Tastaturen
play nötig. Für spezielle Anforderungen lassen sich für blinde Personen oder elektronische Kommuni-
beim Desktop-PC auch im Nachhinein Elemente kationshilfen im Rahmen der unterstützten Kom-
wie Festplatte, Grafikkarte oder Arbeitsspeicher munikation genannt. Nähere Informationen sind
wechseln oder mehrere Bildschirme anschließen. bei den Fachberatern für Förderschulen erhältlich.
Über zahlreiche (USB-) Schnittstellen lassen sich Aufgrund der individuellen Anforderungen der je-
verschiedene Peripheriegeräte einfach anschlie- weiligen Situation von Lehrenden und Lernenden,
ßen. Mit der externen Tastatur und Maus kann kann keine allgemeingültige Empfehlung ausge-
auch über längere Zeit ergonomischen Anforde- sprochen werden. Hier ist ausschließlich der Ein-
zelfall zu betrachten.
14
16Ausstattung besonderer räume |
Ausstattung besonderer räume
Schulbibliotheken und einer Netzwerk-Anschlussdose für die Rea-
lisierung eines etwaigen Gastzugangs sind in die
Schulbibliotheken sind als Freiarbeitsräume fes- Planung einzubeziehen.
ter Bestandteil des schulischen Geschehens. Wäh-
rend die überwiegende Zahl der dortigen Medien Sportstätten
zurzeit noch aus gedruckten (analogen) Büchern
besteht, wird die Digitalisierung auch hier mit ra- Auch in Sportstätten findet mediengestützter Un-
santer Geschwindigkeit Raum greifen. Bei der Ein- terricht statt. Aufzeigen biomechanischer Abläu-
richtung von Schulbibliotheken ist deshalb im- fe sowie Messwert- und Bewegungsanalysen sind
mer auf das Vorhandensein einer ausreichenden nur einige Beispiele dafür. Darüber hinaus ergeben
Anzahl von IT-gestützten Recherche-Plätzen mit sich bei schulischen Veranstaltungen weitere Ein-
Netzwerkanbindung zu achten. Die Räume sind satzfelder wie z.B. bei Schulinformationstagen,
möglichst mit WLAN auszustatten, um Lernenden Einschulungsfeiern oder Theateraufführungen.
wie Lehrenden die Möglichkeit zur IT-gestützten Sportstätten sind deshalb mit mobilen Präsenta-
Recherche mit dem eigenen Endgerät zu geben. tionslösungen einschließlich zugehöriger IT-Arbeits-
Ein Multifunktionsgerät mit Druck, Scan- und plätze zu versehen. Die Präsentationstechnik umfasst
Kopierfunktion sollte verfügbar sein. auch die Beschallung. Die Ausrüstung mit digitalen
Aufzeichnungsmedien (Digitalkameras) gehört
Pädagogische Arbeitsbereiche für Lehrkräfte nicht zur Grundausstattung von Sportstätten.
In Lehrerzimmern soll je nach Größe der Schu- Flure, Eingangsbereiche
le mindestens eine multimediafähige Worksta-
tion mit Anschluss an das pädagogische Netz Für diese Bereiche eignet sich der Einsatz digita-
und das Internet vorhanden sein. Ein Drucker ler Informationstafeln. Schülerinnen und Schüler
mit Scanfunktion ist sinnvoll. Für Klassenräume und Lehrkräfte können dort aktuelle Änderungen
wird grundsätzlich empfohlen, bei vorhandenem des Stunden-, Vertretungs- und Raumbelegungs-
WLAN eine Einbindung der von Lehrern genutzten plans sowie wichtige Informationen zum Schulall-
Endgeräte zu ermöglichen. Auf diese Weise kön- tag einsehen, Besucherinnen und Besucher erhal-
nen pädagogische Inhalte für interaktive Anzeige- ten eine digitale Orientierungshilfe. Perspektivisch
geräte unmittelbar verfügbar gemacht werden. ist ein digitales Leitsystem denkbar, das in großen
Schulen ortsunkundige Besucher über eine Ver-
Aulen bindung zu deren Smartphone durch die Gebäu-
dekomplexe zu leiten imstande ist.
Aulen sind größere Räume für Veranstaltungen
und Versammlungen in Schulen. Sie sind mit einer
Präsentationsmöglichkeit auszustatten. Geeignet
erscheinen nach aktuellem Stand der Technik fest
installierte (Decken-) Beamer mit einer versenk-
baren Leinwand als Präsentationsfläche. Die Mög-
lichkeit zur Beschallung der Aula muss gegeben
sein. Die Installation von WLAN-Access-Points
15
17Mittlere Bleiche 61 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 (zentraler Telefondienst) E-Mail: poststelle@bm.rlp.de Web: www.bm.rlp.de Twitter: @Bildung_RLP Schlussredaktion: Ref. 9323 IT und digitale Entwicklungen im Schulbereich Layout: www.muhr-partner.com Foto: Adobe Stock Redaktionsschluss: Juni 2019 Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung Rheinland-Pfalz h erausgegeben. Sie darf weder von Partei- en noch Wahlbewerberinnen und -bewerbern oder Wahlhelferinnen und -helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zweck der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Missbräuchlich ist während dieser Zeit insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zweck der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesre- gierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Den Parteien ist es gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder zu verwenden.
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