SAP CONCUR EINFÜHRUNG - EBOOK

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SAP CONCUR EINFÜHRUNG - EBOOK
EBOOK

 EINFÜHRUNG
SAP CONCUR
    5 typische Fehler bei der Einführung
 von SAP Concur und wie Sie sie vermeiden
SAP CONCUR EINFÜHRUNG - EBOOK
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                                                            2

WOHIN GEHT DIE REISE
MIT DEN GESCHÄFTSREISEN?

Der Workshop beim Kunden, die Verhandlung               Wegen dieser Win-Win-Win-Situation ist ziemlich
mit dem Lieferanten oder der Austausch mit              wahrscheinlich, dass sich das Reiseverhalten im
anderen Expertinnen und Experten – all das geht         geschäftlichen Kontext dauerhaft verändert. Die
auch remote, ganz ohne zu reisen. Und zwar              Anzahl an Reisen wird sinken. Vollständig weg-
ziemlich gut. Während der Corona-Pandemie               fallen werden Geschäftsreisen aber nicht.
ist das sehr deutlich geworden. Mehr noch: Viele
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben                Zum einen, weil es immer noch ein Unterschied ist,
unmittelbar die Vorteile erlebt, die der Verzicht auf   ob sich Menschen digital begegnen oder analog
Reisen mit sich bringt. Sie gewinnen an Zeit und        aufeinandertreffen. Und zum anderen lassen sich
Komfort. Die Unternehmen profitieren, weil die          etliche Aufgaben gar nicht remote erledigen:
Kosten sinken. Und natürlich sind auch Umwelt           Die Implementierung einer Software kann auch aus
und Gesellschaft Gewinner, denn weniger Reisen          der Distanz durchgeführt werden, die Inbetrieb-
bedeuten auch weniger CO2 und Verkehr.                  nahme einer Maschine nicht.

                         DIE ANZAHL AN REISEN WIRD SINKEN.
                          VOLLSTÄNDIG WEGFALLEN WERDEN
                            GESCHÄFTSREISEN ABER NICHT.
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                                 Wie groß das Business-Travel-Volumen allein in Deutsch-
                                 land ist, zeigen Zahlen, die der Verband Deutsches Reise-
                                 management (VDR) zuletzt in seiner VDR-Geschäftsreise-
                                 analyse 2019 veröffentlicht hat: Die Anzahl an Reisen stieg
                                 von 175,8 Millionen im Jahr 2014 auf 189,6 Millionen im
                                 Jahr 2018. 2014 beliefen sich die Kosten auf 49,2 Milliarden
                                 Euro, 2018 waren es 53,5 Milliarden Euro. Dabei entfiel
                                 2018 mit 14,5 Milliarden Euro (27 Prozent) der größte Anteil
                                 auf Übernachtungen. Es folgten mit 11,2 Milliarden Euro
                                 (21 Prozent) die Kosten für Flüge und mit 10 Milliarden
                                 Euro (19 Prozent) die Kosten für Bahnfahrten.

                                 Auch wenn also als Folge der Corona-Pandemie künftig
                                 genauer hingeschaut wird, welche Geschäftsreise wirklich
                                 sein muss und welche nicht, wird das Reisemanagement
                                 für viele Unternehmen ein relevantes Thema bleiben.
                                 Regeln muss das Travel Management auf jeden Fall
                                 die Planung und Genehmigung, die Buchung und die
                                 Abrechnung von Geschäftsreisen. Im besten Fall werden
                                 dabei die Reisekosten an sich minimiert. Und im aller-
                                 besten Fall bleibt der Aufwand für die Beteiligten
                                 möglichst gering – für die reisenden Mitarbeiterinnen und
                                 Mitarbeiter, für die genehmigenden Vorgesetzten und für
                                 die abwickelnden Kolleginnen und Kollegen im Backoffice
                                 und in der ­Buchhaltung.

          REISEMANAGEMENT WIRD
          FÜR VIELE UNTERNEHMEN EIN
          RELEVANTES THEMA BLEIBEN.
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Dazu trägt bei, wenn Unternehmen ihr Reise-
management mit IT unterstützen. In der VDR-
Geschäftsreisenanalyse 2019 finden sich auch dazu
Erkenntnisse: Am weitesten fortgeschritten ist die
Digitalisierung bei der Buchung. 30 Prozent der Unter-
nehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitern wickeln diesen Schritt
vollständig digital ab, 64 Prozent zumindest teilweise.
Bei den Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern
habe 56 Prozent die Buchung vollständig digitalisiert,
41 zum Teil. Für die Reiseplanung und -genehmigung
sowie die Reisekostenabrechnung wird deutlich weniger IT
eingesetzt. 21 Prozent der kleinen bzw. mittleren Unter-
nehmen arbeiten bei beiden Reisemanagementschritten
sogar noch komplett papierbasiert.

Nach unserer Einschätzung besteht für fast alle Unter-
nehmen noch Potenzial, ihr Travel Management mithilfe          BEI FAST ALLEN
digitaler Technologien zu optimieren. Insbesondere
                                                               UNTERNEHMEN
für SAP-Anwender bietet sich dafür die Cloud-Lösung
SAP Concur an. Aus technischer Sicht ist die Einführung        BESTEHT NOCH
vergleichsweise zwar simpel. Es gibt aber diverse Aspekte   OPTIMIERUNGSBEDARF.
im Projekt zu berücksichtigen, um einen effektiven und
effizienten Prozess zu etablieren und die Anforderungen
aller Beteiligten bestmöglich umzusetzen.

 In unserem Leitfaden zeigen wir, welche Fehler anderen
Unternehmen bei der Einführung von SAP Concur –
oder Reisemanagementsoftware allgemein –
­unterlaufen, und wie Sie es besser machen!

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre und viel Spaß
beim Lesen!

Herzliche Grüße

Julia Martens und Malte Stern
Concur-Berater bei Empleox
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         1            DAS PROJEKTTEAM WURDE
FEHLER

                      FALSCH AUFGESETZT UND DAS
                      PROJEKT ­UNTERSCHÄTZT

 Reisemanagement ist doch keine große Sache.          Um eine optimale Basis für Ihr Projekt zu schaffen,
 Und wenn dann auch noch eine Cloud-Lösung wie        rufen Sie sich selbst und allen relevanten Stake-
 SAP Concur eingeführt wird, ist das Projekt quasi    holder im Unternehmen zunächst mal eins
 ein Selbstläufer. Oder nicht? Etliche Unternehmen    ins Bewusstsein: Reisemanagement ist – gerade
 gehen mit dieser Haltung an den Start – und          im Vergleich zu anderen HR- oder Finanzprozessen
 machen damit einen entscheidenden Fehler,            – ein sehr intensiv und häufig von vielen ver-
 der erhebliche Folgen hat. Ausgangspunkt dafür        schiedenen Mitarbeitern genutzter Prozess. Das
 ist eine eher halbherzige Zusammenstellung der       macht den potenziellen Nutzen eines effizienten,
 Projektbeteiligten. Relevante Aspekte werden          software­gestützten Prozesses entsprechend
 dadurch zu spät erkannt und bearbeitet, das          groß – von mehr Zufriedenheit beim Personal
 Projekt läuft aus dem Zeit- oder dem Budget-         über weniger Aufwand bei der Abwicklung
 plan. Damit wollen wir keine Angst machen,            bis zu geringeren Reisekosten. Ein schlecht
 die Einführung von SAP Concur ist tatsächlich        organisiertes, etwa umständliches, frustrierendes
 vergleichsweise einfach. Aber die technische         und demotivierendes Reisemanagement kann
 Umsetzung ist eben auch nur ein kleiner Teil einer   umgekehrt schnell genau zum Gegenteil führen.
 erfolgreichen Einführung.
                                                      Deshalb gilt es, entsprechend ernsthaft an das
                                                      Projekt ranzugehen, angefangen bei der Berück-
                                                      sichtigung aller relevanten Stakeholder. Gelingt
                                                      dies, ist es tatsächlich schon die halbe Miete.

                    REISEMANAGEMENT IST EIN SEHR INTENSIV
                    UND HÄUFIG VON VIELEN VERSCHIEDENEN
                       MITARBEITERN GENUTZTER PROZESS.
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DIE RICHTIGEN BETEILIGTEN

Setzen Sie auf ein interdisziplinäres Team, das unterschiedliche
          Fähigkeiten und Kompetenzen kombiniert.
     Empfehlenswert sind mindestens folgende Rollen:

                          SPONSOR

     Hat einen symbolischen Effekt: Ein entsprechend
     wichtiger, im Unternehmen prominenter Sponsor erhöht
     die Relevanz des Projekts und zeigt das Commitment der
     Entscheidungsträger nach Innen

     Vor allem wichtig, wenn im Rahmen des Projektes auch
     unpopuläre Änderungen erfolgen sollen

                    PROJEKTMANAGER

     Plant, koordiniert und überwacht das gesamte Projekt

     Ist Schnittstelle zwischen dem Implementierungspartner,
     den internen und ggfs. externen Stakeholdern und
     dem Sponsor

     Muss vor allem kommunikationsstark sein

  PROZESSEXPERTEN FÜR REISE UND ABRECHNUNG/
            TECHNISCHE EXPERTEN

     Bringen ihr fachliches Know-how ein

     In der Regel Vertreter der Buchhaltung, ggfs. Zuständige
     für die Reisebuchung sowie Entgeltabrechner
     (zur Bewertung, was steuerfrei erstattet werden darf)

     Beurteilen erreichte Meilensteine und geben Feedback
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Besonders wichtig ist, die letztlich relevantesten
Stakeholder nicht zu vergessen: die Reisenden.
Vertreter vielreisender Mitarbeitergruppen und
der Führungskräfte nicht zumindest sporadisch
einzubinden, ist daher ein Versäumnis – das sich in
Projekten immer wieder feststellen lässt. Stellen Sie
daher sicher, dass diese Gruppen und ihre Bedürf-
nisse gehört werden.

Und dann gibt es natürlich auch noch den
Betriebsrat, zumindest in den meisten Unter-
nehmen. Der hat zu einigen Aspekten der Ein-
führung einer Reisemanagementlösung durchaus
Mitspracherecht oder kann gegen bestimmte
Entscheidungen ein Veto einlegen. Binden Sie
den Betriebsrat daher lieber frühzeitig ein, damit
der effiziente neue Prozess und das schöne neue
System nicht auf den letzten Metern scheitern.

Formal weniger Einfluss als der Betriebsrat haben
Verantwortliche für Compliance und Datenschutz-
beauftragte. Dennoch wollen auch die gehört
werden, gerade wenn Cloud-Lösungen zum
Einsatz kommen.

BINDEN SIE DEN BETRIEBSRAT
FRÜHZEITIG EIN.
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         2              DER TEUFEL LIEGT IM DETAIL,
FEHLER

                        UND GERADE DIESES WURDE
                        NICHT SAUBER BELEUCHTET

                         Dass vor der Einführung einer neuen IT-Lösung die Prozesse und Anforderungen
                         definiert werden, ist an sich nichts Besonderes. Nach unserer Erfahrung geht das
                          beim Reisemanagement aber oft etwas zu fix. Das liegt wieder an der grundsätz-
                          lichen Einstellung. Der Prozess wirkt auf den ersten Blick recht simpel – eben
                          planen, buchen und abrechnen. Tatsächlich gibt es aber beim Travel Management
                         an etlichen Stellen entscheidende Details. Werden die nicht sorgfältig berücksichtigt,
                          kann das die Effektivität und Effizienz des gesamten Reisemanagementprozesses
                         ­erheblich ­beeinflussen.

                         Um diesen Fehler zu vermeiden, gilt es möglichst sicherzustellen, dass sämtliche
                         Stakeholder den Prozess aus ihrer Perspektive beschreiben und ihre jeweiligen
                         Anforderungen deutlich machen konnten. Vor dem Go-live empfiehlt es sich, dazu
                         nochmal ausführliche Nutzerakzeptanztests durchzuführen, um zu validieren, dass
                         der Prozess durchgängig abgebildet ist und alle Anforderungen entsprechend der
                         Vorgaben umgesetzt wurden (siehe Fehler 4). Falls nicht, wird nachgearbeitet.

         Viele Unternehmen beklagen die fehlende Motivation der
         Mitarbeiter, ihre Reisekostenabrechnungen zügig und vollständig
         einzureichen.

         Nicht nur ein einfacher Prozess ist dabei hilfreich, sondern insbesondere auch die persönlichen
         Konsequenzen. Heißt konkret: Wenn die Buchungen über individuelle Firmenkreditkarten ­laufen,
         die vom privaten Konto des Mitarbeiters eingezogen werden, vielleicht mit etwas längerem
         Zahlungsziel von bspw. 30 Tagen, haben Mitarbeiter eine hohe Motivation, die Reisekosten­
         abrechnung zu machen, bevor ihr eigenes Konto belastet wird. Zusätzlich lassen sich einfach auto-
         matisierte Reminder-Mails über die Software-Lösung einrichten. Das Thema Kreditkarten sollte
         also im Rahmen der Einführung einer Reisemanagementlösung unbedingt mitbedacht werden.
         Die ­Reisekostenprüfer werden es Ihnen danken!
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Perfekter inhaltlicher Ausgangspunkt für das Anforderungs-
management ist eine Reiserichtlinie – soweit diese im Unternehmen
vorhanden ist. Die hier formulierten Vorgaben können in Prozess-
schritte überführt werden, aus denen sich dann die erforderlichen
Anforderungen an die Software ableiten lassen. Gibt es noch keine
klare festgeschriebene Reiserichtlinie? Dann erstellen Sie diese
am besten noch, bevor Sie mit der Einführung starten. Denn inhalt-
liche Diskussionen zu führen, während zeitgleich die technische
Konfiguration läuft, muss scheitern.

Bei einer Reiserichtlinie besteht die Kunst in erster Linie darin, die
richtige Balance zwischen Flexibilität und Verbindlichkeit zu finden.
So unterscheiden sich Hotels beispielsweise abhängig von ihrer Lage
(Stand vs. Land; unterschiedliche Länder) stark hinsichtlich Kategorie
und Preis. Werden Preise fix definiert, kann es sein, dass der eine Mit-
arbeiter auf dem Land ein luxuriöses 5-Sterne-Wellnesshotel buchen
kann, während der andere Mitarbeiter der in der Stadt mit einer in die
Jahre gekommenen 3-Sterne-Unterkunft in schlechter Lage Vorlieb
nehmen muss. Klingt nicht gerade fair. Werden stattdessen Sterne-
Kategorien vorgegeben, erhalten alle Mitarbeiter einen vergleich-
baren Komfort. Allerdings sind die Preise für entsprechende Hotels
vor allem in Metropolen immens und die Kosten für das Unternehmen
unnötig hoch. Und tatsächlich können die meisten Mitarbeiter auch mit
einer niedrigen Kategorie leben, wenn sie modern, ruhig und günstig
gelegen ist. Sinnvoll ist es deshalb, wenn die Reiserichtlinie ein
wenig Spielraum für individuelle Entscheidungen lässt. Etwa mithilfe
von Zielbudgets, von denen aber in begründeten Ausnahmefällen wie
einem allgemeinen hohen Preisniveau einer Stadt oder einer gerade
stattfindenden Messe abgewichen werden darf.

      Oftmals fehlen in den                               Im Zweifel bekommen Mitarbeiter einfach

      Reiserichtlinien konkrete                           von Kollegen oder Vorgesetzen Hinweise zu
                                                          üblichen Standards, z. B. bei der Höhe von
      Angaben bezüglich was                               Hotelpreisen, Genehmigung von Bewirtun-
      gebucht und abgerechnet                             gen o. ä. Im Zuge der Digitalisierung der
      werden kann.                                        Prozesse müssen Unternehmen sich genau
                                                          überlegen, welche Freiheiten sie gewähren
                                                          möchten und an welcher Stelle Prüfungen
                                                          erfolgen oder Limits hinterlegt werden sollen.
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Reiserichtlinie, Reisemanagementprozess und Anforderungen
 an die Software unterscheiden sich zwar von Unternehmen zu
Unternehmen. Dennoch helfen einige allgemeine Leitfragen bei
                  der individuellen Ausarbeitung:

          REISEPLANUNG UND -GENEHMIGUNG

     Wer ist wie an der Planung beteiligt?

     Welche Fristen müssen bei der Planung eingehalten
     werden?

     In welchen Fällen müssen Reisen genehmigt werden –
     und wer ist zur Genehmigung berechtigt?

     Welche Informationen sind für die Genehmigung
     erforderlich?

     Über welche Kanäle wird die Genehmigung abgewickelt?

     Was geschieht, wenn die Genehmigung nicht erteilt wird?

                         BUCHUNG

     Wer ist wie an der Buchung beteiligt?

     Welche Kriterien gelten für die Buchung von
     Verkehrsmitteln und die Buchung von Hotels?

     Wie erfolgt der Datenaustausch mit Anbietern von
     Verkehrsmitteln und Hotels?

     Wenn ein elektronischer Datenaustausch grundsätzlich
     möglich ist: Welche Schnittstellen sind erforderlich?

     Lassen sich Termine zu bestätigten Buchungen in
     elektronische Kalender übertragen?
ABRECHNUNG

Wer ist an der Abrechnung beteiligt?
Wann soll eine Abrechnung erfolgen?

Wie wird geregelt, wer die Kosten für eine Reise trägt –
welche Kostenstelle oder welcher Kunde?

Welche Regelung gilt, wenn bei einer Reise unter­
schiedliche Kostenstellen bzw. Kunden involviert sind?

Welche Abrechnungswege stehen grundsätzlich zur
Verfügung?

Wenn Abrechnungen über Kreditkarten der Mitarbeiter
erfolgen: Wie können die Buchungen auf dem Konto an
das ERP-System übergeben werden?

Welche Regelung gilt hinsichtlich der Verpflegung?

Welche Regelung gilt hinsichtlich Pauschalen
(des Verpflegungsmehraufwands, privater
Übernachtungen und Nutzung des privaten PKW)?

Welche Regelung gilt, wenn einer Mitarbeiterin oder
einem Mitarbeiter ein geldwerter Vorteil entsteht?

Auf welche Weise sollen Belege erfasst und an die
Buchhaltung übermittelt werden?

                  CONTROLLING

Wer ist am Controlling beteiligt?

Welche Ziele sollen beim bzw. durch das
Reisemanagement erreicht werden?

Mit welche KPIs lassen sich die Ziele beschreiben und
messbar machen?

Welche Daten sind erforderlich, um die KPIs bilden zu
können?
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         3            ANGRENZENDE SYSTEME UND
FEHLER

                      PROZESSE WURDEN NICHT
                      RICHTIG BERÜCKSICHTIGT

 Ein weiterer häufiger Fehler bei der Planung          Das beginnt mit ganz simplen Vorgängen, wie
 eines Reisemanagementprojektes ist, dass der          den richtigen Vorgesetzten aus dem HR-System
 Blick an den eigenen Prozess- und System-             zu übernehmen, der die Reise genehmigt oder
 grenzen endet – also angrenzende Fachbereiche         die Kostenerstattung übernimmt. Tückisch sind
 oder auch externe Partner nicht mitbedacht            auch Fälle, in denen steuerrechtliche Aspekte
 werden. Das führt häufig zu unangenehmen              berücksichtigt werden müssen. Etwa, weil die Reise
 Überraschungen kurz vor oder sogar erst nach          private Anteile hat und eventuell geldwerte Vor-
 Produktivstart. Beispielsweise weil Szenarien         teile entstehen, die dann wieder an die Entgelt-
 vergessen wurden, in denen erstattete Reisen zu       abrechnung übergeben werden müssen. Oder weil
 einem geldwerten Vorteil führen und die Entgelt-      seitens der Finanzbuchhaltung bestimmte Daten
 abrechnung ins Spiel kommt. Oder nicht alle vom       benötigt werden, um zu klären, ob etwa während
 Finanzsystem verwendeten Kostenzuordnungsarten        der Reise angefallene Bewirtungsausgaben als
 (etwa Kostenstellen, Projekte, Innenaufträge usw.)    Betriebsausgaben abzugsfähig sind oder ob sie
 berücksichtigt wurden und angefallene Kosten auf      aufgrund des jährlichen Limits für rein interne
 Seiten des FI-Systems manuell zugeordnet werden      „Betriebsveranstaltungen“ sogar einen geldwerten
 müssen.                                               Vorteil für beteiligte Arbeitnehmer darstellen.

 Innerhalb des Unternehmens sind es besonders         Abstimmungsbedarf besteht auch, wenn eine Reise
 die organisatorischen, prozessualen und              unterschiedlichen Kostenstellen oder unterschied-
 technischen Schnittstellen zur HR-Abteilung          lichen Kunden zugerechnet wird und etwa weiter-
 und zur Buchhaltung, die zu berücksichtigen sind.    verrechnet werden soll.
 Die Szenarien, in denen ein Austausch stattfindet,
 sind zahlreich.

                                   TÜCKISCH SIND FÄLLE,
                               IN DENEN STEUERRECHTLICHE
                                 ASPEKTE BERÜCKSICHTIGT
                                     WERDEN MÜSSEN.
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Aus all diesen und weiteren ähnlichen Fällen         Da auch die Systeme der Partner technologische
ergeben sich Konsequenzen für den Prozess und        Anforderungen an Ihre Lösung stellen – bei-
Anforderungen an die Lösung, die schon in der         spielsweise hinsichtlich gelieferter Informationen
Planung zu berücksichtigen Ihnen viel Ärger          oder Datenformate – heißt es auch hier wieder:
und Zusatzaufwand ersparen können. Nicht alle        Besser früh berücksichtigt und entsprechend
müssen zwingend systemseitig gelöst werden.          ­eingeplant (oder sich bewusst gegen die
Manche Fälle sind so selten oder ungewöhnlich,       Anbindung entschieden), als spät im Projekt mit
dass eine manuelle Korrektur immer noch die          der Diskussion darüber anfangen, wieso denn
bessere Lösung ist, als das System für alle Reisen   dieser oder jener Anbieter nicht angebunden ist.
komplizierter zu machen, nur um auch extrem
seltene Sonderfälle abdecken zu können. Aber um
solche Entscheidungen treffen zu können müssen
Sie die entsprechenden Szenarien zunächst natür-
lich überhaupt erstmal bedacht haben.

Auch außerhalb des Unternehmens können
Systemanbindungen übrigens nötig oder
hilfreich sein. Etwa zur eigenen Bank, damit
Abrechnungsdaten von (Firmen-) Kreditkarten
direkt ins System eingespielt werden können, was
manuellen Aufwand und potentielle Fehlerquellen
stark reduziert. Oder natürlich zu Buchungs-
portalen für Hotels, Flüge, Mietwagen und der-
gleichen. Idealerweise erhält man über die eigene
Lösung Informationen zu Verfügbarkeit und Preisen
und kann dann Buchungen direkt ausführen.
Welche Systeme wofür wie angebunden werden
sollen, ist dann Gegenstand entsprechender
Beschreibungen.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                       14

         4           DER SYSTEMSTANDARD SOLL
FEHLER

                     NACH EIGENEN WÜNSCHEN
                     VERBOGEN WERDEN

 Business-IT-Lösungen bilden in der Regel einen bestimmten Prozess
 idealtypisch ab und erlauben dabei mehr oder weniger viele
 individuelle Einstellungen. So ist das auch beim Reisemanagement
 und bei SAP Concur. Als Cloud-Lösung, die in einer Ausprägung für
 möglichst viele Unternehmen nutzbar sein soll, bietet SAP Concur
 einen Standard und schränkt die Möglichkeiten zur individuellen
 Anpassung im Vergleich zu einer On-Premises-Lösung stärker ein.
 Dennoch bleiben natürlich Anpassungen möglich: vom eigenen
 Firmenlogo über die Auswahl von verfügbaren Ausgabentypen, wie
 Hotel, Taxi, Bewirtung bis zu kundenindividuellen Spesenarten mit
 dazugehörigen Erfassungsmasken. Aber das sind eben Auswahl-
 optionen feststehender Funktionen, und keine grundlegend „anderen“
 Abläufe oder ­Oberflächen.

 Viele Unternehmen wollen sich damit aber nicht abfinden und
 versuchen, die Systeme irgendwie zu verbiegen, nur um bestehende
 Prozesse oder Gewohnheiten nicht ändern zu müssen. Aber genau das
 ist ein Fehler.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                            15

                                                                          4
Denn auch wenn die vermeintliche Starrheit auf den ersten Blick
wie ein Nachteil wirkt, ist sie tatsächlich ein Vorteil: Erstens bildet
der standardisierte Prozess einen Best-Practice-Prozess ab, was sich
fast immer positiv auf die Effektivität und Effizienz des Travel
Managements eines Unternehmens auswirkt. Und zweitens erübrigen
sich mit einem Standard endlose Debatten über die konkrete Aus-
gestaltung. Das beschleunigt ein Einführungsprojekt enorm und
verhindert schlechte Kompromisse, mit denen unterschiedlichen Vor-
stellungen entsprochen werden soll.

 Gehen Sie daher anders vor. Definieren Sie zunächst lediglich grobe
 Anforderungen, was das System leisten können soll: ­Beispielsweise
„Die Integration in SAP FI und SAP HCM soll standardmäßig ­möglich
 sein“, oder „Reisebelege sollen mobil erfasst werden können“.
 Detaillierte Soll-Prozesse legen Sie aber noch nicht fest! Suchen
 Sie sich dann zunächst die Lösung aus, die Ihre formellen Kriterien
 möglichst umfassend erfüllt. Erst dann entwickeln Sie mit dem
 Implementierungspartner für diese Lösung den Soll-Prozess, bei dem
 Ihre formellen Kriterien erfüllt werden UND die Stärken der aus-
 gewählten Lösung voll zum Tragen kommen.

MIT EINEM STANDARD ERÜBRIGEN
SICH ENDLOSE DEBATTEN ÜBER DIE
KONKRETE AUSGESTALTUNG.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                                                           16

An den Stellen, an denen die Lösung unterschiedliche Vorgehens-
weisen oder bestimmte Flexibilität anbietet, denn selbstverständlich
sind auch Cloud-Lösungen durchaus anpassbar, können Sie dann
nach internen Vorlieben gehen. Ansonsten ist es in fast allen Fällen
langfristig die bessere Entscheidung, sich mit dem eigenen Prozess
an der eingesetzten Lösung zu orientieren, statt unbedingt passend
machen zu wollen, was nun einmal einfach nicht passt.

      Ein Demo-Termin ebnet den Weg für die ­Einführung
      der Cloud-Lösung.

      Machen Sie sich vor der Entscheidung für eine bestimmte Cloud-Lösung unbedingt in einem
      Demo-­Termin mit der Lösung vertraut. So prüfen Sie bereits im Vorfeld, ob Sie mit dem Look &
      Feel grundsätzlich einverstanden sind und können sich bestätigen lassen, dass Ihre Must-Haves
      umsetzbar sind. Im Laufe des Projekts kann sich das Kernprojektteam auf diese Entscheidung be-
      rufen. In der Einführungsphase sollte man so vermeiden sich zu sehr in Detailfragen zu verlieren
      und lieber auf die Nutzung der Chancen der Cloud-Lösung konzentrieren.

      Die besonderen Stärken von SAP Concur
      – Abbildung des gesamten Reisemanagementprozesses – ohne Medienbrüche
      – Vollintegrierte Anbindung an SAP ERP bzw. SAP S/4HANA
      – Intuitive Erfassung und Übermittlung von Belegen mit mobilen Endgeräten

4
                                     Bei vielen oder gravierenden Abweichungen zwischen Vorstellung und
                                     Standard und wenn keine Bereitschaft besteht, bestehende Prozesse
                                     oder Richtlinien anzupassen, sollte noch einmal grundsätzlich darüber
                                     nachgedacht werden, ob die ausgewählte Lösung wirklich die
                                     richtige ist. Vor allem deshalb, weil deren spezifischen Stärken in
                                     einem solchen Fall kaum zum Tragen kommen.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                                                         17

         5            TESTS UND TRAININGS
FEHLER

                      FALLEN ZU KURZ AUS

 Die Lösung für das Reisemanagement ist                Dabei geht es weniger darum, die technische
 implementiert, der Go-live kann also stattfinden –    Korrektheit der Implementierung zu validieren.
 und das möglichst schnell. Diese Haltung ist          Das passiert eher nebenbei und ist bei modernen
 verständlich und dennoch ein Fehler, den wir in       Cloud-Lösungen ohnehin nicht mehr im Ausmaß
 der Praxis immer wieder beobachten. So führt          von früheren Einführungsprojekten notwendig, da
 die Ungeduld dazu, dass die erforderlichen            hier viel weniger schief gehen kann. Es kommt
 Tests und Trainings deutlich zu kurz ausfallen.       vor allem darauf an, ob das Reisemanagement
 Und die Lösung dann nach dem Go-live noch             für die Nutzer wirklich so läuft, dass diese
 Schwächen aufweist oder die Nutzer damit nicht        ihre im Alltag anfallenden Aufgaben gut
 zurechtkommen. Das vermeiden Sie wirksam, wenn        erledigen können.
 Sie schon im Projektplan (siehe Fehler 1) ent-
 sprechende ­Aufgaben ­ausweisen.                      Häufig fallen bei einem Akzeptanztest die Details
                                                       auf, an die beim Design des Prozesses und der
 Achten Sie in Bezug auf die Tests vor allem darauf,   Definition der Anforderungen nicht gedacht wurde
 für Akzeptanztests (User Acceptance Tests, UAT)       – vielleicht können Felder nur in einer bestimmten,
 ausreichend Raum und Zeit einzuplanen. Die unter-     unpraktischen Reihenfolge ausgefüllt werden.
 schiedlichen Nutzergruppen – vor allem reisende       Vielleicht enthalten Formulare Pflichtfelder,
 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, genehmigende        zu denen sich nicht immer sinnvoll Angaben
 Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mit-         machen lassen. Oder vielleicht fehlen für manche
 arbeiter aus dem Backoffice und der Buchhaltung –     Informationen Felder, beispielsweise für die
 sollten unterschiedliche Szenarien durchspielen       Begründung von Abweichungen vom ­Soll-Budget.
 und dabei sämtliche Auffälligkeiten erfassen.

                          ACHTEN SIE IN BEZUG AUF DIE TESTS
                                 VOR ALLEM DARAUF,
                          FÜR AKZEPTANZTESTS AUSREICHEND
                            RAUM UND ZEIT EINZUPLANEN.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR

                                                                     5                                         18

Erkennbar werden durch einen UAT auch Funktionen, die von keiner
Nutzergruppe benötigt wurden. Werden diese Features entfernt, macht
das die Lösung und den Prozess schlanker. Schließlich deckt der Test
bestehende Interessenskonflikte auf: Eine bestimmte Art, Belege von Ver-
kehrsmitteln und Hotels zu erfassen und zu übermitteln, mag für die Reisenden
absolut praktisch sein. Für die Buchhaltung ist sie es so gar nicht. Eventuell lässt
sich für einen solchen Konflikt eine technologische Lösung finden. In einigen
Fällen dürfte das nicht möglich sein. Dann ist wieder der Sponsor gefragt:
Er kann mit dem Projektmanager prüfen, welche Variante der Gesamtstrategie
des Unternehmens besser entspricht. Ganz wichtig dabei: Machen Sie für die
Nutzergruppe, deren Interesse sich nicht durchsetzen konnte, die Gründe dafür
unbedingt transparent. Andernfalls ist bei ihr eine hohe Unzufriedenheit mit der
Lösung fast schon sicher.

      Damit ein Akzeptanztest                               – Die Testgruppe repräsentiert alle
      aussagekräftige Ergebnisse                              ­Nutzergruppen.

      liefert, sind ein paar Punkte                         – Die Mitglieder der Testgruppe sind sich
                                                               über die Bedeutung des UATs bewusst –
      entscheidend:                                            das klingt zwar trivial, häufig verstehen die
                                                               Nutzer solche Tests allerdings als Aufgabe
                                                               für die IT-Abteilung.
                                                            – Die Mitglieder der Testgruppe können
                                                               ihre Erfahrungen möglichst leicht und
                                                               gleich­zeitig exakt dokumentieren.
                                                            – Es gibt Testanleitungen (Testskripte),
                                                               die auch seltene, oft vergessene Fälle
                                                              ­abdecken.
                                                            – Die Tests bilden möglichst realistische
                                                              ­Umstände ab.
REISEMANAGEMENT MIT SAP CONCUR                                                    19

Optimal ist, wenn der UAT als Pilotphase in der
Praxis durchgeführt wird: Wenn also ausgewählte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Reisen planen         ERFAHRUNGEN AUS DER
und genehmigen, buchen und abrechnen. Auf
                                                       PILOTPHASE SIND FÜR
diese Weise stellt sich auch heraus, wie gut alles
funktioniert, wenn es einmal extern zu Fehlern         KOMMUNIKATION UND
kommt: wenn zum Beispiel ein Flug gecancelt oder       TRAINING SEHR HILFREICH.
eine Übernachtung vom Hotel storniert wird.

Alle Erfahrungen aus dem Akzeptanztest und
einer eventuellen Pilotphase sind auch für
die anschließende Kommunikation bzw. das
Training für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sehr ­hilfreich.

Die Besonderheit liegt bei der Konzeption der
Trainings darin, dass – anders als bei fachbereichs-
bezogenen Lösungen – sehr viele potenzielle
Nutzer mit SAP Concur vertraut gemacht
werden müssen. Deshalb bietet es sich an, wenn
Sie ergänzend zu herkömmlichen Schulungen
innovative Formate einsetzten:

– Kurze Screencasting-Videos erläutern die
  ­Funktionen von SAP Concur
– In einem internen Wiki werden Antworten auf
   die häufigsten Fragen gegeben
– Key-User beraten in den ersten Monaten einmal
   wöchentlich in einem Video Chat
AUSBLICK

Die fünf typischen Fehler bei der Einführung eines
IT-gestützten Reisemanagements zu kennen, ist
ein guter Ausgangspunkt, um das eigene Projekt
erfolgreich durchzuführen. Das auch deshalb, weil
Sie das Wissen um die Fehler für die Aspekte
sensibilisiert, auf die es ankommt. Abgesehen
davon empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit
einem erfahrenen Einführungspartner, der nicht
nur die IT, sondern auch die Organisation und die
Prozesse aus dem Effeff kennt.

Ein solcher Partner kann Ihnen viele wertvolle
Impulse dazu geben, wie Sie Ihr Reisemanagement
optimal aufbauen – weil er die Möglichkeiten
der Technologien kennt und weiß, wie sich das
Potenzial optimal entfaltet. Das gilt umso mehr in
einer volatilen Welt, in der sich Technologien und
Rahmenbedingungen stetig weiterentwickeln bzw.
wandeln. So wie im Fall der Corona-Pandemie.
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    Ferdinand-Braun-Straße 24
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