Zentrum für Transplantations-medizin Interdisziplinäre Expertise am Ordensklinikum Linz
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DAS MITARBEITERMAGAZIN DES ORDENSKLINIKUM LINZ , 16 / SOMMER 2021
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Zentrum für
Transplantations-
medizin Interdisziplinäre Expertise am Ordensklinikum Linz
SEITE 8 – 15
SEITE 16 – 17 SEITE 22 SEITE 27 – 28
Jubiläum: Besser zuhause: Kurz & bündig
Wir feiern 20 Jahre Selbstständig und mobil
Gastroenterologie im AlterM16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 2
Inhalt | Miteinander 2/2021
Inhalt
Strategie & Entwicklung
04 lessons learned
06 Mitarbeiter*innenbefragung
Medizin & Pflege
Beim aktuellen Coverbild sowie diesen Fotos einer Stammzelltransplantation,
einem Patienten mit zwei neuen Nieren sowie einer Patientin mit einer 08 Zentrum für Transplantationsmedizin
Stammzelltransplantation handelt es sich um Archivfotos, welche vor der 19 Kinderurologie
Corona-Pandemie aufgenommen wurden. 22 Besser zuhause
Cover-Making Of Menschen im Ordensklinikum
Für das Coverbild hat sich das Redaktionsteam dieses Mal in die Tiefen des Foto- 16 20 Jahre Gastroenterologie
archivs begeben. Passend zum Schwerpunktthema der Ausgabe wird die Vielseitig- 18 Neues Team Projektmanagement
keit unseres Transplantationszentrums auch auf der Titelseite abgebildet. Es ist 20 Quereinsteiger in der Pflege
aber ein Ding der Unmöglichkeit, alle Facetten der Transplantationsmedizin auf ein 21 Pfleger mit Herz
Bild zu bringen. Das Coverbild einer Stammzelltransplantation steht symbolisch
auch für die Expertise der Nierentransplantation sowie jener der Vor- und Nach-
26 Jungmedizinerinnen und Jungmediziner
sorge von Patientinnen und Patienten mit Herz- und Lungentransplantationen.
29 #teamordensklinikum ganz privat
Alles zum Thema Transplantationen am Ordensklinikum Linz lesen Sie auf
den Seiten 8 bis 15. Orden & Werte
Impressum 24 Eine andere Art der Ansteckung
Miteinander
Das Mitarbeitermagazin des Ordensklinikum Linz Kurz & bündig
REDAKTIONSLEITUNG: Mag. Günther Kolb
STELLV. REDAKTIONSLEITUNG: Martina Winkler
27 Neues Talk-Format
27 Gratulation zur Habilitation
REDAKTIONSTEAM:
Maria Binder, Sr. Justina Enzenhofer, Michael Etlinger, Sandra Forstner, Andrea Fürtauer-Mann,
27 Emergency Zoom
Claus Hager, Johannes Hessler, Susanne Huber, Günther Kolb, Annemarie Kramser, 28 Das Ordensklinikum Linz radelt um die Welt
Magdalena Lauß, Sr. Barbara Lehner, Elisabeth Mathy, Agnes Retschitzegger, 28 Freundinnen der Kunst
Sr. Maria Michaela Roth, Lisa Stallinger, Martina Winkler, Sr. Ursula Wolte
28 Habilitationsstipendien für
FOTOS: medizinische Forschung
besser zuhause gmbh, Maria Binder, Barmherzige Schwestern Pflege GmbH,
Carina Brandstetter, die elisabethinen linz-wien, Sandra Forstner, Michael Girschikofsky, 28 Radioonkologie goes digital
Leopold Hemetsberger, Erika Hofbauer, Susanne Huber, Daniela Hübsch, Magdalena Lauß,
Anton Lehner, Wolfgang Lehner, Elisabeth Mathy, Christine Petermandl, privat,
Ordensklinikum Linz, Roland Schenk, Beate Seltenhofer, Lisa Stallinger, Katharina Stögmüller,
Stefan Turner, Vinzenz Gruppe, Martina Winkler, Stefan Zauner;
Adobe Stock, iStock, Shutterstock, Brot & Butter
LAYOUT/GRAFISCHE GESAMTGESTALTUNG:
Brot & Butter Werbeagentur | Fotografie · www.andraschko.co.at
Druck/Herstellung: Salzkammergut Druck, Gmunden
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im Mitarbeitermagazin des Ordensklinikum Linz
das generische Maskulinum bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet.
Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts sowie inter-
geschlechtlichen, transgeschlechtlichen und nichtbinären Menschen, sondern soll im Sinne
der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.
Gedruckt nach der Richtlinie
„Druckerzeugnisse“ des
Österreichischen Umwelt-
zeichens.
UW 784
2M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 3
Miteinander 2/2021 | Editorial
Liebe Mitarbeiterinnen
Die Geschäftsführung des Ordensklinikum Linz
und Mitarbeiter! Dr. Stefan Meusburger, MSc, MMag. Walter Kneidinger.
• Aktuell hat sich die COVID-Situation in Österreich und und Arbeitsgruppen so konstruktiv eingebracht haben. Unser
• auch in unseren beiden Krankenhäusern wieder Konzept liegt nun über die Sommermonate den vom Land OÖ
•
entspannt. Nach dem Rückgang der Fallzahlen im bestellten externen Prüfern vor. Wir hoffen, im September eine
Frühjahr ist im zweiten Quartal auch die Spitalsbelas- positive Rückmeldung zu erhalten und damit die entsprechen-
tung in unserem Bundesland auf ein geringes Maß zurück- den politischen und städtebaulichen Beschlüsse erwirken
gegangen. So rechnen wir über die Sommermonate, nach zu können. Das Bauprojekt wird uns mehr als zehn Jahre
langer Zeit des Ausnahmezustandes, wieder mit einem Regel- im Krankenhausbetrieb begleiten und nach Abschluss das
betrieb und hoffen, dass sich dieser Trend im Herbst weiterhin Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern in neuem Glanz
bestätigt. Es ist uns ein großes Anliegen, Ihnen an dieser Stelle erstrahlen lassen. Nähere Informationen zum Masterplan Bau
nochmals unseren großen Dank auszusprechen. Die Art und erhalten Sie künftig auf den gewohnten Kommunikations-
Weise wie im #teamordensklinikum in diesen schwierigen kanälen.
Monaten zusammengehalten wurde, hat uns nachhaltig Im Herbst laden wir Sie an beiden Standorten des Ordens-
beeindruckt. Wir hoffen, dass bald die Zeit kommt, wo wir klinikum Linz zum zweiten Mal zur gemeinsamen Mitar-
in gemeinsamen Veranstaltungen auch wieder persönlich beiterbefragung ein. Die Befragung wird wieder online statt-
zusammenkommen und unsere Gemeinschaft auch feiern finden. Bitte nehmen Sie diese Gelegenheit wahr, uns Feed-
können. back zu geben und damit unser Ordensklinikum erfolgreich
Am Standort Barmherzige Schwestern beschäftigt uns seit weiterzuentwickeln. Nähere Informationen zum Inhalt und
vielen Monaten die erste Phase des Masterplan Bau, das Ablauf erhalten Sie in den nächsten Monaten, rechtzeitig vor
sogenannte Betriebsorganisations- und Logistikkonzept. Mit Beginn der Befragung.
der Präsentation des OÖ-Plans durch die Landespolitik und der So schließen wir mit unseren besten Wünschen für einen
damit verbundenen Zusage von rund EUR 200 Mio. für die hoffentlich erholsamen Sommer und eine schöne Urlaubszeit
Generalsanierung wurde im Herbst 2020 der Startschuss im Kreise Ihrer Lieben.
für dieses zukunftsweisende Projekt gegeben. Durch die
Bleiben Sie gesund.
COVID-Einschränkungen und die Umstellung auf reine online-
Kommunikation war auch dieser Prozess ein wahrer Kraftakt. Ihre Geschäftsführung
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns an dieser Stelle [ MMag. Walter Kneidinger
bei allen zu bedanken, die sich in den vielen Workshops Dr. Stefan Meusburger, MSc. ]
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Strategie & Entwicklung | lessons learned
Was wir aus
Corona
lernen
Gemeinsam mit Fachleuten haben
Vinzenz Gruppe und Elisabethinen
Linz-Wien die „lessons learned“
aus der Corona-Pandemie auf den
Punkt gebracht.
DR. MICHAEL HEINISCH MAG. OLIVER RENDEL
Geschäftsführer Geschäftsführer
Vinzenz Gruppe die elisabethinen linz-wien
• Die Corona-Krise hat das ge- bewährt – und welche nicht? Welche auch, dass die Einbindung der Akteure
• samte Gesundheits- und Sozial- Lehren nehmen wir in die Zukunft mit? und einheitliche Spielregeln für die
•
wesen vor neue Herausfor- Vor diesem Hintergrund haben die Krisenbewältigung entscheidend sind.
derungen gestellt, auch das Vinzenz Gruppe und die Elisabethinen „Nur durch eine klare Rollenverteilung
Ordensklinikum Linz. „Sie, liebe Mitar- Linz-Wien gemeinsam mit dem ober- und abgestimmte Standards kann das
beiterinnen und Mitarbeiter, haben das österreichischen Think tank ACADEMIA Zusammenspiel der unterschiedlichen
Ordensklinikum Linz auch in dieser SUPERIOR und externen Fachleuten er- Organisationen in einer Pandemie
Ausnahmesituation am Leben erhalten. forscht, welche Lektionen das Gesund- schnell und unbürokratisch funktionie-
Für Ihren Einsatz und Ihr Durchhalte- heits- und Sozialwesen aus der Corona- ren. Aber es braucht auch Spielräume,
vermögen danken wir Ihnen ganz herz- Krise ziehen muss. damit die Akteure vor Ort möglichst
lich“, sagen die beiden Geschäftsführer schnell und problemnah agieren kön-
der Eigentümer des Ordensklinikums Trägervielfalt und Spielregeln nen“, so Heinisch.
Linz, Oliver Rendel von den Elisabe- entscheidend
thinen Linz-Wien und Michael Heinisch Digitalisierung richtig nützen
von der Vinzenz Gruppe. Für Michael Heinisch, Geschäftsführer
Die Corona-Pandemie hat aber auch der Vinzenz Gruppe, ist angesichts der Die Bedeutung des Lernens aus der Krise
viele Herausforderungen aufgeworfen, Ergebnisse des Projekts klar: „Die Träger- unterstreicht auch Oliver Rendel, Ge-
die nicht in einem Krankenhaus zu lösen vielfalt im Gesundheitsbereich ist wich- schäftsführer der Elisabethinen Linz-
waren und sind. Welche Maßnahmen tig, um die Krisenbewältigung auf meh- Wien: „Weil das Gesundheitswesen im
und Rahmenbedingungen haben sich rere Schultern zu verteilen“. Er betont Auge des Orkans steht, ist es besonders
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Strategie & Entwicklung
wichtig, frühzeitig Antworten für die Zu- • Wo ihre Vorteile überwiegen, sollte • Das Wissen um die Bedeutung von
kunft zu finden. Im Gesundheitswesen die Digitalisierung in der Ärzt*in- gesunder Ernährung, körperlicher Be-
ist es entscheidend, jeden Tag dazu zu Patient*innen-Beziehung umgesetzt wegung und einem gesunden Lebens-
lernen.“ Ein wichtiger Lerneffekt besteht werden. stil sollte in allen Bereichen unserer
für ihn darin, die Chancen der Digitali- Gesellschaft gefördert werden.
sierung besser zu nutzen, denn: „Medi- • Einheitliche Spielregeln, Richtlinien
zinische Versorgung und menschliche und Standards verhindern Konflikte. • Ein unsicherer „Krisen-Alltag“ braucht
Zuwendung müssen auch in einer Krise Wo immer möglich, sollten Regeln sogenannte „Standard Operating Pro-
dort ankommen, wo sie gebraucht wer- harmonisiert werden. cedures“ (SOPs), die alle konsequent
den. Wenn bereits zu Beginn der Pande- einhalten. Im Corona-Fall sind dies
mie mehr digitale Angebote im Gesund- • Die Bedeutung der Trägervielfalt ge- Maskentragen, ausreichend Abstand
heitsbereich zur Verfügung gestanden rade in Krisenzeiten und die Gemein- halten oder Handhygiene.
hätten, wären die Versorgungsmöglich- wohlorientierung im Gesundheits- und
keiten deutlich besser gewesen.“ Sozialwesen sollen weiter gefördert [ A. Kramser · M. Etlinger ]
werden.
Empfehlungen für die Zukunft
• Unsichere Datenlagen und Wissens-
Die wichtigsten Empfehlungen des lücken sollten offen kommuniziert
gemeinsamen Forschungsprojekts auf werden. Maßnahmen können sich ver-
einen Blick: ändern, wenn sich der Wissensstand
verändert.
• Der regelmäßige Austausch und die
Vernetzung zwischen unterschied-
lichen (Träger-) Organisationen sollte
in „normalen“ Zeiten gefördert wer-
den.
• Die durch die Pandemie geförderten MEHR ZUM THEMA
Fortschritte in der Telemedizin, z. B. im https://www.academia-superior.at/
Pflegebereich und bei Verschreibun- unser-gesundheits-und-sozialwesen-
gen, sollten gesichert und ausgebaut im-spannungsfeld-von-corona/
werden.
5M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 6
Strategie & Entwicklung | Mitarbeiter*innenbefragung
MITARBEITER*INNEN-BEFRAGUNG 2021
Mitmachen und mitgestalten!
Im Ordensklinikum Linz arbei-
ten 3.500 Mitarbeiter*innen.
Jede*r von Ihnen bringt täglich
seine*ihre Kompetenzen und
Leidenschaft im Dienst um die
Patient*innen ein. Der Arbeits-
platz soll aber auch ein Raum
sein, in dem Sie sich entfalten
sowie individuelle Wünsche
und Vorstellungen einbringen
können. Aus diesem Grund
ist es der Krankenhausleitung
sowie den Eigentümerinnen
Vinzenz Gruppe und Elisa-
bethinen Linz-Wien wichtig,
Sie in die Gestaltung der
Arbeitsumgebung miteinzu-
beziehen. Deshalb hat die
• Um Ihnen als aktive Mitarbei- ten, ist diese heuer sehr kompakt gehal-
Planung der diesjährigen Mit- • ter*innen eine Rolle in der Mit- ten und auch von mobilen Endgeräten
•
arbeiter*innen-Befragung gestaltung Ihres Arbeitsplatzes voll ausfüllbar. „Ihre Zeit ist wertvoll.
bereits gestartet. zu geben, wird im Ordensklini- Deshalb ist uns wichtig, dass die Um-
kum Linz und auch in den anderen Kran- frage unkompliziert ist und in nur rund
kenhäusern der Vinzenz Gruppe in Ab- 15 Minuten durchführbar sein wird. Wir
ständen von zwei bis drei Jahren eine möchten Ihnen damit die Möglichkeit
Befragung durchgeführt. 2021 ist es geben, Ihren Arbeitsplatz und die ge-
wieder so weit, und sie wird samte Gemeinschaft im Ordensklinikum
auch dieses Mal als Online-Be- Linz mitzugestalten“, so Andreas Hasi-
fragung durchgeführt, in einzel- weder, Leiter Personalmanagement.
nen Bereichen ergänzt durch Dass die Anregungen der Mitarbei-
Papierfragebögen. Die Durch- ter*innen-Befragungen ernst genom-
führung der Befragung ist für men werden, zeigt unter anderem die
Frühherbst geplant. Anonymität Umsetzung des neuen Intranets, das am
und Freiwilligkeit sind dabei Standort Barmherzige Schwestern be-
wichtige Grundvoraussetzun- reits läuft und am Standort Elisabethinen
gen und werden sichergestellt. im Herbst online gehen wird. Auch das
Alle abgegebenen Antworten internationale Fellowship wurde auf Ba-
werden anonymisiert und kön- sis der Befragungsergebnisse aus dem
nen nicht auf einzelne Personen Jahr 2017 verwirklicht. Darüber hinaus
zurückgeführt werden. So wird gab es nach der letzten Umfrage im
Mag. Andreas Hasiweder gewährleistet, dass Sie Ihre Ordensklinikum Linz und den anderen
MBA, MSc, Meinung frei und konstruktiv Gesundheitseinrichtungen der Vinzenz
Leitung Personal- äußern können. Um dies zu ga- Gruppe und der Elisabethinen eine Viel-
management rantieren, arbeitet das Ordens- zahl an weiteren Optimierungsmaßnah-
klinikum Linz mit dem externen men, wie beispielsweise das Gewalt-
Institut vieconsult GmbH zu- schutzprogramm, Erasmus in Medizin
sammen, das die gesamte Befragung und Pflege oder Adaptierungen der Ar-
begleitet. beitszeitmodelle bzw. Diensträder.
15 Minuten investieren, um aktiv [ A. Kramser · M. Etlinger ]
mitzuwirken
Um die Befragung für alle Berufsgrup-
pen effektiv und praktikabel zu gestal-
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Strategie & Entwicklung
MITARBEITER*INNEN-BEFRAGUNG 2021
Eine Befragung, die verbindet
und Großes möglich macht
Die nächste Mitarbeiter*innenbefragung ist für Herbst 2021 geplant. Sie sind
aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen und mit Ihren Rückmeldungen einen
wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Ordensklinikums Linz
als Arbeitgeber zu leisten. Wir zählen auf Sie!
• Sie sind Expertin bzw. Experte für Ihren Arbeitsplatz Mitarbeitergesprächs sowie die Implemen-
• und können uns am besten sagen, was Ihnen bei uns tierung der eLearning-Plattform am Standort
•
besonders gut gefällt und wo wir noch Verbesserungs- Barmherzige Schwestern sind ebenfalls Ergeb-
potenzial haben. Daher bitten wir unsere Mitarbeiten- nisse aus der Mitarbeiter*innenbefragung.
den im Abstand von rund drei Jahren strukturiert um ihre Rück- Neben den allgemeinen, hausübergreifen-
meldung. Es ist uns wichtig, dass Sie neben den bestehenden den Themen wurden auch in den ein-
Anlaufstellen wie Ihrer Führungskraft, dem Ideenpool und zelnen Abteilungen viele Maßnahmen
Ihren Vertrauenspersonen auch eine Möglichkeit der komplett entwickelt und umgesetzt.
anonymen Rückmeldung an den Arbeitgeber haben. Die
Mitarbeiter*innenbefragung erfolgt online und umfasst vor Im Herbst ist es soweit
allem Fragen zu Ihrer Arbeitsumgebung und zur Zusammen-
„
arbeit im Haus. Damit wir uns auch zukünftig immer
weiter verbessern und im Rahmen
Ihr Beitrag bewirkt Veränderungen unserer Möglichkeiten gezielt auf Ihre
Bedürfnisse eingehen können,
Vergangene Mitarbeiterbefragungen zeigen uns, dass sich die bitten wir Sie, an der Mitarbei-
Teilnahme an der Befragung für Sie und für uns als Arbeitgeber ter*innenbefragung im Herbst
jedenfalls lohnt. Ihre Rückmeldungen haben uns unter an- 2021 teilzunehmen. Weitere
derem dazu veranlasst, im Rahmen der Gewaltprävention Informationen erhalten Sie Es interessiert uns sehr, wie
umfassende Unterstützungsangebote wie zum Beispiel das zeitgerecht. Die interne Pro- Sie Ihre Arbeit, den Arbeits-
Meldeportal für Aggressionsereignisse, eigens ausgebildete jektleitung und Ihre Ansprech- platz und die Entwicklung des
Deeskalationstrainer, die demnächst an beiden Standorten partnerin für Fragen ist Perso- Ordensklinikums Linz wahr-
Deeskalationstrainings anbieten werden, und die Erweiterung nalentwicklerin Mag.a Christine nehmen. Mit diesem Wissen
des Sicherheitskonzepts für ein achtsames Miteinander zu Ries, MSc. können wir unserer Verant-
entwickeln. Die Überarbeitung und strukturelle Einführung des wortung als Arbeitgeber nach-
[ A. Fürtauer-Mann ] kommen und die Strukturen,
Abläufe und Prozesse weiter
Strategie 2025 verbessern.
MMag. Walter Kneidinger
• Alle fünf Jahre arbeiten wir auf Ebene des Verbundes Geschäftsführer
“
• (Vinzenz Gruppe, die elisabethinen linz-wien) und auf am Ordensklinikum Linz
•
Ebene der Krankenhäuser an einem Update der Unter-
nehmensstrategie. Die Strategie 2020 hatte als zen-
trale Säulen die Weiterentwicklung der spitzenmedizinischen
Schwerpunkte, Kooperationen innerhalb und außerhalb des
Verbundes sowie die Etablierung des Gesundheitsparks. In
allen drei Handlungsfeldern haben wir unsere
Hausaufgaben gemacht und die Basis für die
Weiterentwicklung des Ordensklinikums gelegt. ECKPUNKTE DER STRATEGIE 2025
Seit Herbst 2020 arbeiten wir im Ordensklini- • Patientenorientierte Weiterentwicklung der Krankenhaus-Leistungen
kum Linz an der Strategie 2025, über die wir Sie
• Weiterentwicklung von analogen zu digitalen Prozessen
in den nächsten Wochen informieren werden.
Im Kasten sehen Sie die wesentlichen strate- • Weiterführung der strategischen Eckpfeiler von 2020 mit ihren Eckpunkten
gischen Rahmenbedingungen des Verbundes Spezialisierung und Ambulantisierung im Rahmen der Gesundheitsparks
im Überblick. • Stärkung der Arbeitgeberattraktivität
ANSPRECHPARTNER FÜR RÜCKFRAGEN: • Medizinische Exzellenzfelder: Onkologie, Orthopädie, Eltern-Kind-Medizin,
Claus Hager, MBA, MSc Alternsmedizin
Leitung Büro der Geschäftsführung
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Medizin & Pflege | Zentrum für Transplantationsmedizin
Prim. Priv.-Doz.
Dr. Daniel Cejka,
Abteilungsleitung
Nephrologie
Ordensklinikum Linz
Elisabethinen
Impfantwort von Nieren-
transplantierten Patienten
auf Covid-19-Impfungen
Das Ordensklinikum Linz miums, die auch von der Österrei- werden sollten. 1. Wie
chischen Gesellschaft für Nephrologie viele der Patienten Ass. Dr. Robert Kaiser
Elisabethinen ist eines der übernommen wurde, lautete daher für entwickeln Antikör-
führenden Transplantations- Transplantierte, Menschen mit fortge- per? 2. „Wie viele An-
zentren in Österreich und schrittener Niereninsuffizienz und Dia- tikörper werden gebildet? Und 3. Wie
betreibt die zweitgrößte Dialyse lysepatienten: unbedingt impfen. Es gibt lange sind die Antikörper nachweisbar?
allerdings Hinweise, dass der Impfschutz Aber es gibt auch Menschen, die über-
Österreichs. Jährlich werden bei diesen Patienten möglicherweise ge- haupt nicht auf die Impfung reagieren.
im Schnitt 60 Nieren transplan- ringer sein könnte als bei der Normal- Für die Bildung von Antikörpern sind
tiert, wobei ein Viertel dieser bevölkerung. Allerdings gibt es dazu schließlich verschiedene Faktoren ver-
Organe von Lebendspendern keine gesicherte Datenlage. Auch nicht, antwortlich. Vor allem die Verwendung
ob die verwendeten Impfstoffe bei den bestimmter Wirksubstanzen zur Immun-
stammt. Für das Zentrum ist angesprochenen Patientengruppen an- suppression, dem gezielten Herunter-
es daher von großem Interesse dere Nebenwirkungen zeigen als bei fahren des Immunsystems, zur Verhin-
zu wissen, wie die COVID-19- Gesunden. Eine Retrospektive Studie, die derung von Abstoßungsreaktionen nach
gerade bei den Elisabethinen in Arbeit einer Organtransplantation. Uns interes-
Impfung bei diesen Patienten ist, soll jetzt Klarheit bringen. siert natürlich auch, ob es Unterschiede
wirkt. „Mit den Geimpften Kontakt herzu- in der Impfantwort bei den verschie-
stellen, ist ein enormer Aufwand“, erklärt denen Wirkstoffen gibt.
dazu Prim. Dr. Daniel Cejka, der Leiter Dennoch ist auch die Frage zu klä-
• Transplantempfänger, aber auch der Abteilung für Nephrologie bei den ren, was mit jenen Menschen passiert,
• Dialysepatienten wurden als Elisabethinen. In den ersten drei bis die keine Antikörper nach einer Impfung
•
Hochrisikopatienten schon sehr sechs Wochen nach der Impfung ha- bilden.
früh in das Impfprogramm auf- ben wir dann den Impftiter betrachtet, Von der Beantwortung dieser Fragen
genommen. Eine Infektion ist bei ihnen um die Wirkung der Maßnahme zu über- wird die weitere Behandlung der Pa-
mit dem Risiko eines schweren Krank- prüfen. tienten abhängen. Mit den Ergebnissen
heitsverlaufs verbunden und sollte da- Ass. Dr. Robert Kaiser, der maßgeb- der Studie wird Mitte des Jahres ge-
her tunlichst verhindert werden. Die lich an der Studie beteiligt ist, formuliert rechnet.
Empfehlung des Nationalen Impfgre- die Fragestellungen, die beantwortet [ G. Kolb ]
8M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 9
VOR DER TRANSPLANTATION
Der Weg des Organs ins
Ordensklinikum DGKP Kristina Rauscher,
stv. Stationsorgani-
satorin, Fachleitung
• Als einziges Transplantationszentrum in Oberösterreich im Entnahmekrankenhaus vorhanden sind – da Chirurgie
• ist das Ordensklinikum Linz Elisabethinen auch für die sind wir lieber auf alles vorbereitet.“
•
Koordination und Abwicklung von Organspenden im Die gesamte Organisation der Organspenden
ganzen Bundesland zuständig. Bei einer potenziellen im Raum Oberösterreich, übernimmt die Trans-
Organspende nach eingetretenem Hirntod muss dieser durch plantkoordination. Tamara Hammer, BScN. ist
zwei – voneinander unabhängigen – Ärzten festgestellt wer- Leiterin des Transplantkoordinationsteams und
den. Erst dann dürfen die Organe für die Empfänger entnom- befindet sich immer in enger Abstimmung mit
men werden, sofern kein Widerspruch vorliegt. der Stiftung Eurotransplant: „Welche Organe
Ist eine Organentnahme in Oberösterreich geplant, in- entnommen werden und wohin die Spender-
formiert die diensthabende Transplantationskoordinatorin organe gehen, entscheidet der Algorithmus von
des Hauses, unser Transplant-Entnahmeteam, welches rund Eurotransplant. In Oberösterreich koordinieren
um die Uhr in Bereitschaft ist und in das wir jährlich durchschnittlich
jeweilige Spenderkrankenhaus fährt. 33 Organentnahmen. Davon
Organentnahmen finden überwiegend in werden ungefähr 61 Nieren
der Nacht oder am Wochenende statt, bei uns im Haus transplan-
da dann üblicherweise die OP-Säle leer tiert.“
stehen. Teil des Entnahme-Teams ist Ist eine Niere für das Tamara Hammer, BScN,
DGKP Kristina Rauscher, Instrumentarin Ordensklinikum bestimmt, Leitung Transplantations-
und stellvertretende Stationsorganisa- wird diese nach der Ent- koordination
torin im Zentral-OP: „Unser Pflegeteam nahme selbst in der Kühlbox
Transplantation
hat bei einer Entnahme immer alles da- mitgenommen. Sie steht
bei: von den Instrumenten über die Kühl- dann in der Früh im Zentral-OP bereit,
boxen bis hin zum sterilen Eis. Schließ- und das Team weiß, dass eine Transplan-
lich wissen wir nie, welche Instrumente tation zu planen ist.
NACH DER TRANSPLANTATION
Pflege und Anleitung zur
Selbstständigkeit
• Die Zeit direkt nach einer Nierentransplantation kann mit Patienten, die gerade eine neue Niere erhalten
• für Patienten sehr hart sein: die immunsuppressiven haben. „Gleich nach der Transplantation werden
•
Medikamente werden eingestellt, und der Körper und Patienten darauf vorbereitet, wie sie ihre Me-
die neue Niere erholen sich von der Transplantation. dikamente einnehmen müssen und worauf nun Catharina Lewerenz, MSc.,
Fachliches Pflegepersonal gibt den Patienten die nötige in- zu achten ist“, sagt Lewerenz, die sich in ihrer diplomierte Gesundheits-
tensive Betreuung und überwacht die Zu- und Ausfuhr von Masterarbeit damit beschäftigte, die Sichtweisen und Krankenpflegerin
Flüssigkeiten. Durch die Einnahme von immunsuppressiven der Patienten im Umgang mit der immunsup- Nephrologie
Medikamenten sind transplantierte Patienten einer erhöhten pressiven Therapie zu erfassen, um dadurch das
Infektionsgefahr ausgesetzt, wodurch z.B. die konsequente Therapieziel (die Niere nicht abzustoßen) lang-
Mundpflege zur Soorprophylaxe (gegen Pilzbefall) von Be- fristig aufrecht zu erhalten. Den befragten Patienten ist eine
deutung ist. Unterstützend dazu erhalten alle transplantier- ausführliche Aufklärung über die immunsuppressive Therapie
ten Patienten während des stationären Aufenthaltes einen sowie die Möglichkeit, jederzeit Rückfragen stellen zu können
Folder mit Informationen über die Zeit nach der Transplan- sehr wichtig.
tation. [ M. Binder ]
Catharina Lewerenz, MSc. ist diplomierte Gesundheits-
und Krankenpflegerin auf der Nephrologie und arbeitet täglich
9M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 10
Medizin & Pflege | Zentrum für Transplantationsmedizin
Auf Herz
und WIE EINE NEUE LUNGE
UND DIE BETREUUNG
SEINER KARDIOLOGIN
EINEM SALZBURGER
Lunge DIE LEBENSFREUDE
ZURÜCKBRACHTE
• Leopold Hemetsberger aus Oberwang in Salzburg hatte sich
• schon aufgegeben. Sein körperlicher Zustand war über die
•
Jahre derartig schlecht geworden, dass er die Kraft zum
Weiterleben nicht mehr aufbringen konnte. Mit der Über- Aus Dankbarkeit und Freude über seine
weisung zu den Elisabethinen nahm das Schicksal eine glückliche wiedergewonnene Gesundheit hat der
Wende und das Leben des Maurers wieder neue Fahrt auf. begeisterte Ziehharmonikaspieler ein Lied
über die glückliche Wende in seinem
Leben geschrieben.
Begonnen hatte alles schon vor mehr als ins Krankenhaus aus. Die Lunge er- gestellt, dass die rechte Herzkammer
20 Jahren, als der gelernte Maurer eine brachte mittlerweile nur mehr eine Leis- gegen einen erhöhten Widerstand pum-
Lungenentzündung übergangen hatte. tung von 15 Prozent. Eine Biopsie wurde pen musste. Der erhöhte Lungendruck
Weil er aber hart im Nehmen war und gemacht und der Therapieplan erstellt. führte zu einer massiven Verschlechte-
die Atmung, wohl auch berufsbedingt, Eine Lungentransplantation sei der ein- rung der Rechtsherzfunktion. Auf Dauer
ohnedies schon immer kleine Probleme zig gangbare Weg, um eine Verbesse- führt das zu einer Verschlechterung der
machte, nahm er die Sache auf die rung herbeizuführen, erklärten die Ärzte. Sauerstoffversorgung des Körpers, weil
leichte Schulter, nach dem Motto: „Ist „Aber nicht für mich“, erinnert sich das Herz die benötigte Blutmenge nicht
von selbst gekommen, muss auch von Hemetsberger, „Mein Weg ist so lange, mehr transportieren kann. Die Folgen
selbst wieder gehen“. Dem war aber bis er vorbei ist, und dann ist er eben sind Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit
nicht so. Der Zustand wurde schleichend vorbei. Ich wollte einfach nicht mehr. und Wassereinlagerungen in den Bei-
schlechter. Die Lungenleistung hatte sich Dann hat mich meine Frau wieder nen.
auf 22 Prozent verschlechtert. Von einer ins Spital geschickt.“ Die Sauerstoff- Hemetsberger hatte 28 kg entwäs-
Verbesserung konnte keine Rede sein. sättigung war auf 56 Prozent gesunken sert. Wir haben zuerst versucht, den
Und dann kam auch noch das Problem und der Blutdruck auf 65 zu 47 gefallen. Lungenhochdruck unter Kontrolle zu
mit dem Herzen dazu. Die Rettungsmannschaft wollte umge- bekommen um den Patienten auf die
Da konnte sich der 58-jährige Hand- hend einen Notarzt alarmieren, aber der nötige Lungentransplantation vorzube-
werker aus Oberwang selbst nichts mehr Maurer widersetzte sich, drohte sogar reiten. Das ist auch gelungen, sodass
vormachen und wandte sich vor zirka mit dem Aussteigen aus dem Rettungs- sich der Patient nach der Transplan-
drei Jahren erstmals an einen Arzt. auto. Sein Zustand hatte sich während tation, die in Wien erfolgte, relativ rasch
Dieser erkannte den Ernst der Lage der Fahrt in die Salzburger Klinik so ver- wieder erholen konnte.“
und stellte umgehend eine Überweisung schlechtert, dass er nicht mehr reden „Ich bin einmal vor meinem Haus im
konnte, der gesamte Rücken strömendem Regen gestanden und habe
war taub und gefühlslos ge- die drei Schritte unters trockene Dach
worden. Die Salzburger Ärzte nicht mehr geschafft“, schildert Hemets-
ordneten umgehend eine berger die Dramatik seiner damaligen
Herzuntersuchung an, Situation und weiter „jetzt ist meine
die idealerweise bei den Lebensfreude wieder da. Das Herz ist
Elisabethinen in Linz er- wieder OK, der Lungenhochdruck ist
folgen sollte, sie seien in weg. Beim ,Herz‘ sind die Lisln wirklich
dem Bereich die Besten, super. Früher war ich lustig, um zu
wurde geraten. verdecken, wie schlecht es mir wirklich
Dr.in Regina Mascher- gegangen ist, heute geht es mir dank
bauer, Expertin für Lun- der hervorragenden Behandlung aber
genhochdruck bei den wirklich gut. Ich brauche künftig nur
Elisabethinen, schildert die mehr einmal im Jahr zur Kontrolle bei
Situation folgendermaßen: den Elisabethinen vorbeischauen.“
Durch den Sauerstoff-
in
mangel haben sich die [ G. Kolb ]
Das Team um OÄ. Dr. Regina Mascherbauer, erfolgreich in der
Lungenarterien so eng
Betreuung von Patienten, die an Lungenhochdruck leiden.
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Medizin & Pflege
Neues Herz, neue NACHSORGE BEI HERZTRANSPLANTATION
Lebensqualität –
und das seit •
•
•
„Drei Tage nach der Operation bin ich zu Fuß in den
fünften Stock marschiert, es war richtig ungewohnt,
so leicht wie das ging“, die Erinnerung an die erste Zeit
30 Jahren nach seiner Herztransplantation lässt Karl Plattner
immer noch strahlen. Der heute 86-Jährige lebt seit beinahe
30 Jahren mit einem fremden Herzen in seiner Brust. Zur
Nachsorgeuntersuchung kommt er regelmäßig ans Ordens-
klinikum Linz, wo er seit über 25 Jahren spitzenmedizinisch
versorgt wird.
Die Vorbereitung zur und die Nachsorge nach Herztrans-
plantationen sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen
Aufgabe an der kardiologischen Abteilung des Ordensklinikum
Linz Elisabethinen. OA Dr. Christian Ebner, Leiter der Kardio-
myopathie- und Herzinsuffizienzambulanz, hat diese Expertise
vor mehr als 25 Jahren ans Ordensklinikum gebracht. Heute
betreut der Kardiologe 59 Patienten im Zuge einer Herztrans-
plantation, welche meist in Wien oder Innsbruck durchgeführt
wird. „Ziel ist es, die Patienten nach einer Herztransplantation
wieder in ihr normales Leben einzugliedern und dies wohn-
ortnahe.“, erklärt OA Dr. Ebner.
Vor- und Nachsorge bei Herztransplantationen
Einer der ersten Nachsorge-Patienten am Ordensklinikum Linz
war Karl Plattner, dessen Spenderherz seit beinahe 30 Jahren
in seiner Brust schlägt. „Über 20 Jahre mit einem transplan-
tierten Herzen zu leben, ist heute keine Ausnahme mehr, der
Durchschnitt liegt aber bei 16 Jahren,“ sagt OA Dr. Ebner.
„Durch die ständige Weiterentwicklung der Nachsor-
geuntersuchungen und der Immunsuppressiva wird
auch die Lebenszeit eines transplantierten Herzens
verlängert.“
Prim. Mag. Dr. Josef Aichinger, Leiter der Abtei-
lung Kardiologie, betont die Wichtigkeit der Vor- und
Nachsorge am Ordensklinikum Linz: „In der Vor-
bereitung zur Herztransplantation geht es um die
optimale medikamentöse Therapie, die trotz Pump-
schwäche des Herzens die Lebensqualität des
Patienten verbessern und den Zeitpunkt der Trans-
plantation möglichst weit hinausschieben kann.“
Nach der Operation stehen der Erhalt der Belast-
barkeit des Patienten und die exakte medikamen-
töse (Immunsuppressive) Therapie gegen eine Ab- OA Dr. Christian Ebner,
Karl Plattner erfreut
sich seit 30 Jahren
stoßungsreaktion des lebenswichtigen Organs Herz Leiter der Kardio-
an seiner verbesserten im Fokus der Kardiologen. myopathie- und Herz-
Lebensqualität. insuffizienzambulanz
Neue Lebensqualität
Karl Plattner verdankt dem Herzen seine gute Lebensqualität
und die Tatsache, dass er weiterhin regelmäßig ins Fitness-
studio gehen kann. „Ich war immer positiv zum Leben einge-
stellt, und vor meiner Erkrankung war ich sehr sportlich – von
dem zehre ich heute noch“, schmunzelt der gebürtige Mühl-
viertler, der seine gewonnene Lebensqualität weiterhin nutzt
und viel Zeit mit seiner Tochter, den Enkelkindern und dem
Urenkerl verbringt.
[ M. Binder ]
11M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 12
Medizin & Pflege | Zentrum für Transplantationsmedizin
NEUE SPEZIAL-AMBULANZ
Expertise vor und nach der
Lungentransplantation
Der Leiter der neuen Spezialambulanz zur
Seit Mai 2021 gibt es am Ordensklinikum eine Spezial-Ambulanz Lungentransplantations-Vor- und Nach-
sorge Prim. Assoz.-Prof. Priv.-Doz.
zur Vor- und Nachsorge von Patientinnen und Patienten, bei Dr. Christopher Lambers mit den Patienten
denen eine Lungentransplantation notwendig ist bzw. war. Erika Hofbauer und Roland Schenk.
• Die Transplantation einer Lunge eine langjährige Expertise. Bisher muss- schen und internistischen Expertise. Hier
• ist die letzte Therapieoption bei ten Patienten für die Nachbetreuung, die waren wir im Team für alle nicht-chirur-
•
fortgeschrittenen chronischen ein Leben lang notwendig ist, wochen- gischen Herausforderungen zuständig
Lungenerkrankungen, wenn die bzw. monatsweise nach Wien oder Inns- unter anderem auch das Erkennen von
etablierten Behandlungsoptionen aus- bruck pendeln. Um wohnortnahe spit- Transplantat-Abstoßung“, so Assoz.-Prof.
geschöpft sind und das Leben der Pa- zenmedizinische Versorgung möglich zu Dr. Lambers. Die neue Lungentransplan-
tienten ohne Transplantation gefährdet machen, wurde nun die Lungentrans- tations-Ambulanz bietet nun den Patien-
ist. Pro Jahr werden in Österreich mehr plantationsambulanz in unserem Haus ten in Linz eine umfangreiche Betreuung
als 100 Lungentransplantationen an den als Ergänzung etabliert“, sagt Assoz.-Prof. nach den neuesten medizinischen Er-
Universitätskliniken in Wien und Inns- Priv.-Doz. Dr. Lambers, der vor der Lei- kenntnissen an. Das hier gebündelte
bruck durchgeführt. In Oberösterreich tung der Pneumologie am Ordens- Fachwissen aus dem Bereich Transplan-
sind von solch einem überlebensnotwe- klinikum sieben Jahre lang als Oberarzt tation am Ordensklinikum ermöglicht
nigen operativen Eingriff jährlich bis zu für die internistische und pneumolo- somit, die Behandlung mit höchster
10 Patienten betroffen. Um hier wohn- gische Betreuung an der klinischen Ab- Qualität sicherzustellen.
ortnahe spitzenmedizinische Versorgung teilung für Thoraxchirurgie der Medi-
vor und nach der Transplantation zu er- zinischen Universität Wien tätig war Gut versorgt in Linz
möglichen, wurde am Ordensklinikum und dort im Lungentransplantations-
Linz unter der Leitung von Prim. Assoz.- programm mitwirkte. Ein Patient, der nun die Expertise an der
Prof. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers „Ein so komplexer Eingriff erfordert neuen Ambulanz zur Vor- und Nach-
diese Spezialambulanz geschaffen. „Die nicht nur die chirurgische Exzellenz, son- sorge für Lungentransplantation nutzt,
Betreuung nach einer Lungentransplan- dern auch das enge Zusammenspiel mit ist Roland Schenk (52). „Ich muss regel-
tation ist sehr komplex und erfordert einer hochspezialisierten pneumologi- mäßig zu Untersuchungen ins Kranken-
12M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 13
Medizin & Pflege
Roland Schenk nach seiner zweiten Erika Hofbauer bekam im Jahr 2000
Transplantation. eine neue Lunge.
Prim. Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Christopher
Lambers, Leiter der Pneumologischen
Abteilung am Ordensklinikum Linz
Elisabethinen.
haus. Für mich als Patient bei Assoz.-Prof. Priv.-Doz.
verbessert sich natürlich Dr. Lambers. „Beim Du-
die Lebensqualität, wenn schen habe ich es plötzlich
ich dafür nicht immer gemerkt, dass ich schwer
nach Wien fahren muss Luft bekomme. Die Mög-
und ich hier gut versorgt lichkeit der Transplant-Vor-
werde“, schildert der Lin- sorge nehme ich nun in
zer, der nun vor seiner Linz in Anspruch. Derzeit
dritten Lungentransplanta- vermeide ich große An-
tion steht. Mit 33 Jahren nahm bei dem strengungen, da ich schon bei der kleins-
begeisterten Fußballspieler plötzlich die ten Belastung Sauerstoff benötige. Da-
Lungenfunktion rapide ab, die Diagnose her arbeite ich zurzeit von Zuhause für
lautete Lungen-Fibrose. Nach drei Mo- meine Firma. Ich freue mich schon auf
„
naten auf der Spenderliste wurde dem den Anruf der Uniklinik Wien, wenn eine
Nichtraucher 2001 zum ersten Mal am Spenderlunge für mich gefunden wurde.
Allgemeinen Krankenhaus der MedUni Dann muss mein Körper das Organ an-
Wien eine Lunge transplantiert. „Alles nehmen und wieder trainiert und fit ge-
verlief nach Plan, ich war schnell fit und macht werden.“
konnte sogar wieder als Tormann bei Seine Kollegin aus dem Verband ist
meinem Fußballverein weitermachen“, Erika Hofbauer. Die 54-Jährige aus Eiden-
schildert der Linzer, der Obmann des berg ist Referentin im Transplantforum Als Transplantationszentrum
Österreichischen Verbandes der Herz- und Finanzreferentin im Verein der Herz- für Oberösterreich werden im
und Lungentransplantierten ist. Zehn und Lungentransplantierten und bekam Ordensklinikum Linz Nieren-
Jahre nach seiner ersten Lungentrans- ihre Lunge 2009 transplantiert. Eine transplantationen und Trans-
plantation folgte 2011 die zweite. „Mein Infektion in ihrer Kindheit hatte zur plantationen von Knochen-
Gesundheitszustand verschlechterte sich, Folge, dass mit 40 Jahren ihre Lungen- marksstammzellen durchge-
und mir konnte wieder an der MedUni funktion so schlecht war, dass nur mehr führt. Patienten mit Lungen-,
Wien eine Lunge transplantiert werden. eine Transplantation half. „Nach dem Leber- und Herzerkrankungen
Allerdings ging es mir nachher nicht so Eingriff konnte ich schnell wieder Ra- werden vor und nach der
gut wie beim ersten Mal, aber nach eini- deln, Skifahren und Wandern. Ein 2000- Transplantation betreut und
ger Zeit konnte ich wieder Wandern und er geht halt nicht“, sagt die Mühlviert- optimal behandelt.
Skifahren. Fußballspielen war aber für lerin, die eine 29-jährige Tochter hat.
mich vorbei“, so der zweifache Familien- Auch sie ist nun froh darüber, so manche Dr. Stefan Meusburger, MSc
vater, der regelmäßig zur Nachsorge am ihrer Nach-Behandlungen in Linz in der Geschäftsführer
“
am Ordensklinikum Linz
Ordensklinikum Elisabethinen Linz ist. neuen Ambulanz am Ordensklinikum
Seit zwei Monaten steht Roland Schenk Linz erhalten zu können.
nun wieder auf der Spenderliste und ist
nun auch zur Vorsorge in Behandlung [ A. Fürtauer-Mann ]
13M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:16 Seite 14
Medizin & Pflege | Zentrum für Transplantationsmedizin
STAMMZELLENTRANSPLANTATION
Große Fortschritte in der
Hämato-Onkologie
Körperfremde Stammzelltrans- gene (körperfremde) Stammzelltrans- die CAR-T-Zell Therapie an drei Patien-
plantationen durchgeführt. Damit sind tinnen und Patienten in der bereits zu-
plantationen werden in Oberöster-
wir weiterhin Österreichs größtes Zen- gelassenen Indikation bei Wiederauf-
reich ausschließlich im Ordens- trum für diesen medizinisch hochkom- treten eines aggressiven Lymphdrüsen-
klinikum Linz Elisabethinen plexen Bereich“, sagt Prim. Univ.-Prof. krebses erfolgreich etabliert werden.
durchgeführt und sind eine der Dr. Andreas Petzer, Vorstand der Abtei- „Die Ergebnisse der international durch-
lungen Interne I für Hämatologie mit geführten Studie wurden erstmalig am
Kernkompetenzen des Kranken- Stammzelltransplantation, Hämostaseo- Kongress der Amerikanischen Gesell-
hauses. Die Entwicklung auf logie und medizinische Onkologie. In schaft für Hämatologie im Dezember
diesem komplexen Gebiet der den vergangenen 26 Jahren wurden 2020 präsentiert“, sagt Prim. Univ.-Prof.
Hämato-Onkologie ist innovativ am Ordensklinikum Linz Elisabethinen Dr. Andreas Petzer. Mittlerweile besteht
mehr als 1.300 Stammzelltransplanta- für die Durchführung dieser Therapie
und fordernd. tionen durchgeführt. „Es konnten große als auch in der Beherrschung von Ne-
Fortschritte erzielt und somit die Über- benwirkungen ausreichend Erfahrung,
lebenschancen von Patienten deutlich im aktuellen Jahr ist mit einer Erwei-
erhöht werden“, sagt Prof. Dr. Petzer. terung an Zulassungen für die CAR-T-
Auch im Bereich der neuen Thera- Zell-Therapie zu rechnen. „Nun haben
• „Im Jahr 2020 wurden in den pien mit außerhalb des Körpers gegen wir wieder die Zusage für eine weitere
• zellulären Therapien bei Leukä- den Krebs scharfgemachten Immun- CAR-T-Zell-Studie zur Behandlung des
•
mie, Lymphknotenkrebs oder zellen, der sogenannten CAR-T-Zell- Multiplen Myeloms erhalten“, freut sich
anderen Krebserkrankungen des Therapie, konnte die Teilnahme an ei- Univ.-Prof. Dr. Petzer.
Knochenmarks am Ordensklinikum Linz ner internationalen Studie erfolgreich
71 autologe (körpereigene) und 59 allo- abgeschlossen werden und im Jahr 2020 [ A. Fürtauer-Mann ]
ÖSTERREICHS GRÖSSTE STAMMZELLTRANSPLANTATIONS-ZENTREN
Zahlen 2020
SZT-ZENTRUM AUTOLOG ALLOGEN GESAMT-
VERWANDT / SUMME
NICHT VERWANDT
Ordensklinikum Linz Elisabethinen,
Interne 1 / Hämatologie und
„
Stammzelltransplantation, 71 41 / 18 130
Hämostaseologie und medizinische
Onkologie
AKH Wien, Universitätsklinik
für Innere Medizin I, 36 24 / 41 101
Knochenmarktransplantation
Wir haben wieder die Zusage für eine
weitere CAR-T-Zell-Studie zur Behand- LKH Graz, Klinische Abteilung 50 16 / 29 95
lung des Multiplen Myeloms erhalten. für Hämatologie
Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Petzer
Abteilungsvorstand Medizinische Onkologie LKH Innsbruck, Universitätsklinik
“
und Hämatologie für Innere Medizin V und 39 19 / 23 81
Pädiatrie inkl. Kinderklinik
St. Anna Kinderspital Wien 08 08 / 16 32
14M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:17 Seite 15
Medizin & Pflege
Spezialambulanz
zur Vor- und
Nachsorge bei
Lebertransplan-
OÄ Dr.in Stephanie Hametner-Schreil tationen
• Die Leberambulanz ist eine der größten Spezial- jedem dieser drei Zentren besteht eine enge und gute Zusam-
• ambulanzen am Standort Barmherzige Schwestern. menarbeit sowie eine tolle Gesprächskultur. Die Patienten
•
Dr.in Stephanie Hametner-Schreil ist Oberärztin und können dadurch fast alle Untersuchungen und Therapien
dessen Leiterin. Aktuell hat ihre Funktion interimistisch direkt bei uns im Haus machen. Das ist gerade in einer solch
Ass. Dr. Michael Weitersberger über, bis Dr.in Hametner-Schreil schwierigen Situation sehr wertvoll“, weiß die Leiterin der
Anfang September aus ihrer Karenz zurückkehrt. „Die Leber- Leberambulanz. Unter der Leitung von Prim. Univ. Prof. Dr.
ambulanz ist Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten mit Rainer Schöfl arbeitet an der Abteilung für Gastroenterologie
chronischen oder akuten Lebererkrankungen,“ erzählt Dr.in ein junges, energiereiches und innovatives Team, das seit
Hametner-Schreil: „Bei Verdacht auf unklare Hepatopathie kurzem durch Österreichs erste Liver Care Nurse, Denise
(auffälliger Ultraschall, Laboruntersuchungen), oder bereits Schäfer, Bsc verstärkt wird.
diagnostizierter Lebererkrankung wie z.B. Autoimmunhepatitis, In ihrer täglichen Arbeit verfolgt sie einen ganzheitlichen
metabolischer Fettleber oder Zirrhose erfolgt eine Über- Ansatz: Sie betreut nicht nur die Patienten, sondern auch deren
weisung zu uns ans Ordensklinikum.“ In der Regel geschieht Angehörige, und das über die Grenzen des Krankenhauses
das durch den Hausarzt, niedergelassene Fachärzte oder hinaus. Durch den Einsatz der Pflegeexpertin werden Infor-
Krankenhäuser ohne entsprechende hämatologische Spezia- mationslücken geschlossen. Das schafft Vertrauen und Sicher-
lisierung. heit – mit einem großen Vorteil für die gesamte Versorgung.
Die Aufgabe des Leberambulanz-Teams ist es, abzuklären „Gerade nach einer schlimmen Diagnose ist ein stetiger
welche Ursache der Lebererkrankung zu Grunde liegt und den Austausch mit den Erkrankten und deren engen Angehörigen
Schweregrad der Erkrankung festzustellen, beziehungsweise ausschlaggebend für den Verlauf der Krankheit. Ich bin in
das Stadium der Tumorerkrankung abzuklären. Nachdem an- regelmäßigem telefonischen Kontakt mit den Patienten und
hand der Grunderkrankung und Schweregrad die Entscheidung voll aufgeklärt über deren Gesundheitszustand“, sagt Denise
zur Transplantation gemeinsam mit dem Patienten/Patientin Schäfer. „Aber auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit
getroffen wurde, werden die Patienten und Patientinnen den anderen Abteilungen im Haus, wie etwa Radiologie,
meist stationär aufgenommen um die notwendigen Chirurgie und Onkologie ist gerade in den Monaten
Check-up Untersuchungen für die Transplantations- vor einer Transplantation sehr wichtig“, ergänzt Dr.in
listung durchzuführen. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Hametner-Schreil: „Bei Leberkrebs muss Sorge
Patienten gelistet werden, dauert es in der Regel getragen werden, dass der Tumor in der Zeit bis
drei bis sechs Monate, bis die lebensnotwendige OP zur OP nicht größer wird, um die Transplantation
durchgeführt werden kann. Am Ordensklinikum Linz durchführen zu können, dabei ist zügiges, zeit-
werden jährlich in etwa 100 Patienten bei der gerechtes und unkompliziertes Arbeiten sehr
Vor- und Nachsorge betreut. Die Zusammen- entscheidend.“
arbeit mit den drei österreichischen Trans- [ E. Mathy ]
plantationszentren Wien, Graz und Inns-
bruck funktioniert hervorragend. „Mit Liver Care Nurse Denise Schäfer, Bsc
15M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:17 Seite 16
Menschen im Ordensklinikum | 20 Jahre Gastroenterologie
HAPPY BIRTHDAY!
110.000 endoskopierte
Unsere Gastro- Personen in 20 Jahren.
Die Interdisziplinäre
Endoskopie am Ordens-
klinikum Linz ist die
enterologie wird 20 größte Ambulanz dieser
Art des Landes.
Der Bauch ist einer der spitzenmedizinischen Schwerpunkte des Ordensklinikum Linz.
Erkrankungen der Bauchorgane und des Verdauungstraktes, von Speiseröhre, Magen und
Darm sowie von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse werden in einem hochspezialisierten
Team aus Internisten, Onkologen und Chirurgen im Ordens-
klinikum Linz behandelt. Neben den Krebserkrankungen
liegt der Fokus auf der Behandlung von Lebererkrankungen
und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Moderne
Diagnoseverfahren kommen gemeinsam mit modernen
interventionellen und chirurgischen Techniken zum Einsatz.
Am 1. Juli feiert die Gastroenterologie ihr 20-jähriges
Bestehen.
• Von Nahrungsmittelunverträg- Barmherzige Schwestern heute das
Ein Blick ins Archiv: Das Team der
• lichkeiten bis hin zu Krebser- größte Interdisziplinäre Endoskopie-Zen-
•
Gastroenterologie im Jahr 2001. krankungen umfasst das Leis- trum Österreichs. „Die Endoskopie spielt
tungsspektrum unserer Gastro- in so vielen Teilbereichen der Medizin
enterologischen Abteilung Diagnose so- eine bedeutende Rolle und bietet heute
wie Therapiemöglichkeiten von sämt- enorme Chancen für Diagnostik und
lichen Erkrankungen der Bauchorgane. Therapie. Auch die technische Entwick-
Modernste technische Ausstattung und lung schreitet weiter voran. Davon pro-
Untersuchungsverfahren kombiniert mit fitieren unsere Patienten, ebenso wie
Zusammenarbeit über verschiedene Be- von der kompetenten Betreuung durch
rufsgruppen und Fachrichtungen hinweg unsere Pflegeteams, die sich wertschät-
sichern unseren Patientinnen und Pa- zend um die individuellen Bedürfnisse
tienten beste Diagnose- und Behand- bemühen. Ich bin dankbar, ein Teil davon
Eröffnungsfeier: Im Jänner 2019 ist die Gastro- lungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit der zu sein“, sagt Abteilungsvorstand Prim.
enterologie im Zuge der Strategischen Schwer- Internen I (Hämatologie & Onkologie) Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl. „Noch im-
punktsetzung des Ordensklinikum Linz zu und der Chirurgie betreibt die Gastro- mer ist für mich Gastroenterologie und
den Barmherzigen Schwestern übersiedelt. enterologie am Ordensklinikum Linz Hepatologie so spannend wie im Jahr
16M16_2-19_neutral.qxp_ea Test neu 01.07.21 16:17 Seite 17
Menschen im Ordensklinikum
MEILENSTEINE
1. Juli 2001
2001, als ich die Abteilung übernehmen
durfte, ebenso wie 1987, als ich meine
Ausbildung als Gastroenterologe be-
gann.“
„ Mir gefällt die Mischung
von der klinischer Tätig-
keit Gastroenterologie/Hepatolo-
gie mit Interventionen in Ultraschall
Gründung der Gastro- und Endoskopie. Interessant ist der Auf-
2001 enterologischen
Eine neue Ambulanz für die
bau der Endokrinologie mit den jüngeren Kolleginnen, speziell
Abteilung am Kranken- auch die Kooperation mit der endokrinen Chirurgie, Urologie
haus der Elisabethinen Bauchspeicheldrüse und Nuklearmedizin.
Zusätzlich zur Endoskopie und den be- OA DR. DIETMAR SCHILLER
Kapselendoskopie (CE)
und Ballon-Entero- reits seit vielen Jahren sehr gut etab-
„
skopie (DAE) des lierten Ambulanzen für Magen, Darm
Dünndarms und Leber sowie für Stoffwechselerkran-
kungen wurde am Ordensklinikum Linz
Barmherzige Schwestern eine neue Am-
Endosonographisch ge-
zielte Feinnadelaspira-
bulanz für die Bauchspeicheldrüse ge-
2002 tion (EUS-FNA) und gründet. Im Frühjahr 2021 nahm die Die Medizin an unserer
Gastroenterologische Pankreas-Ambu- Abteilung bleibt nicht
EUS-gezielte Drainagen
lanz – Teil der Magen-Darm-Leber-Am- stehen, Wissenschaft und Fort-
schritt sind essentiell. Prof. Schöfl ist
Messung des Leberven- bulanz – ihren Betrieb auf. Der Fokus
vorausschauend und stets bemüht, das
endruckgradients liegt auf der Frühdiagnose von Tumoren,
2005 (HVPG) und transjugu- der Abklärung von Pankreaszysten und
neueste Wissen im Bereich der Gastroenterologie im Team zu
vermitteln. Es tut sich immer was, das schätze ich sehr.
läre Leberbiopsie in der Behandlung von chronischen
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. KORNELIA SÖLLINGER
Endoskopische Submu- Sekretariat Abteilungsleitung
„Bauchspeicheldrüsenkrebs endet in
kosa-Dissektion (ESD):
Abtragung von Früh-
den meisten Fällen leider immer noch
„
2009 karzinomen in einem tödlich. Pankreaszysten, die sich zu Kar-
Stück mit dem Ziel des zinomen entwickeln können, werden oft
Organerhalts nur durch Zufall entdeckt. Eine früh-
zeitige Diagnose kann daher der Entste-
Zenker Divertikuloto- hung dieser gefährlichen Krebserkran-
2010 mie zur Behandlung kung vorbeugen“, erklären Abteilungs- Die Spezialisierung der
von Schluckstörungen vorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Pflege in der Gastroente-
Schöfl und Ambulanzleiterin OÄ Dr.in rologie hat in den vergangenen
Erste Stuhltransplanta- Jahren enorm an Bedeutung gewon-
Kathrin Oberleitner. „Darüber hinaus
tion zur Behandlung nen. Neben der abwechslungsreichen
der rezidivierenden
liegt der Fokus auf der ganzheitlichen Arbeit durch das vielfältige Patientengut schätze ich auch
2012 Clostridieninfektion Betreuung von Patienten mit chroni- den Zusammenhalt in der Abteilung, der sich nicht zuletzt
und der schweren scher Pankreatitis, inklusive der Aspekte durch viele gemeinsamen Freizeitaktivitäten widerspiegelt.
Colitis Ulcerosa pankreopriver Diabetes und Mangel-
DGKP GUDRUN REINDL
ernährung durch exkretorische Insuffi-
Bereichsleiterin
Perorale Endoskopische zienz. Umso wichtiger ist es, dass wir
„
Myotomie (POEM) zur nun eigene Ambulanzzeiten für diese
2015 Behandlung der wichtige Patientengruppe etablieren
Schluckstörung bei konnten“, sagt OÄ Dr.in Kathrin Ober-
Achalasie
leitner.
[ M. Winkler ]
Noch immer ist für mich
1. Jänner 2019
Gastroenterologie und
Übersiedelung der
Hepatologie so spannend wie im
Abteilung ins UNSERE GASTROENTEROLOGIE
2019 Ordensklinikum Linz IN ZAHLEN
Jahr 2001, als ich die Abteilung über-
nehmen durfte, ebenso wie 1987, als
Barmherzige
2 Stationen ich meine Ausbildung als Gastroenterologe begann. Und noch
Schwestern
6 Ambulanzen immer sind Menschen ob als Patienten oder als Mitarbeiter
70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so interessant wie damals, als wir gemeinsam begannen, ein
LiMAX® Leberfunk-
Team zu formen und unser Menschenbild des Patienten zu
tionsanalyse zur In 20 Jahren wurden in etwa …
entwerfen.
Vermeidung des 50.000 Patienten stationär und
postoperativen 400.000 ambulant behandelt, PRIM. UNIV.-PROF. DR. RAINER SCHÖFL
Leberversagens 70.000 Personen gastroskopiert Abteilungsvorstand
und 40.000 koloskopiert,
12.000 Polypen entfernt. 17Sie können auch lesen